CB* ital. ' • ital. 11 ?i !o/L1:80,2.40,8.- <•- und 5— ' Mzösischer * gepflegte Waare) 4,-"> 5.- md g _ kornischer (äusserst kräftig) 2.-, 3.— und 4.-. u Herstellung unserer verwendete Destillat win- gesunden Natur weinei ^nac '!d^A lasche, uet rinna "W'MNmti * **. i«ht| gegründet 1543 - ’ (ach 5 krönt arztl|ch ° empfohlen. Se''Connac Viehes aJT® Niederlage bei ilbinger, iiiin, Selterewtf, 11?? mi-Schuhk, te. für Herren unb Da- ’ Heilt 32? 1 Rübsamen. mlttMtt ben Preislagen von: .10, WA 160,W gorontir/ remschmeckeu^. en empfiehl ni f. SchuM. »ff*. tzisgen^^ ist—TTsfif g r^Jfrelber«' attenkne*16”'» *jSg Ä ind Ott» BC“ 3|H tbek*’ romatische 1SBS- Tinctur. » die Zilme to kem M «“gsä , 8 Mler-Apotheti W" Pitc°e * ß'e? Mülheim a. Kuh'- Mr. 30 «es Blatt. Freitag den 5. Februar I8OV Der Hleßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamitienvtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. chichcner Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Abonncmeulspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchntstraßeAr.7^ Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis ctneszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borin. 10 Uhr. Hratisöeikage: Hießener Kamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen 4 Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. । Amtlicher Theil. Gießen, den 3. Februar 1897. Bett.: Erhebungen über die Einfuhr von Rindvieh. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «v die Gratzh. Bürgermeistereien des KreiseS. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 30. November 1895 (Gießener Anzeiger Nr. 284 von 1895) noch nicht entsprochen haben, werden hierdurch an Erledigung derselben erinnert. v. Gagern. Gießen, den 3. Februar 1897. Betr.: Die Ausnahme der taubstummen Kinder in die Taub- stummen-Anstalten des Landes. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Schulvorstände deS Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Auflage vom 16. December v. Js. — Gießener Anzeiger Nr. 300 — noch im Rückstände sind, werden hieran erinnert. v. Gagern. Bekanntmachung. Die bis jetzt zur Durchführung der Versicherung der sogen, unständigen Arbeiter, d. h. der Arbeiter, die nicht in einem regelmäßigen ArbeitSverhältniß zu einem bestimmten Arbeitgeber stehen, ergriffenen Maßregeln haben den ge» wünschten Erfolg nicht genabt. In manchen Gegenden findet eine Markenverwendung für die unständigen Arbeiter überhaupt nicht statt, in anderen Gegenden ist die Markenverwendung eine sehr unregelmäßige, und nur vereinzelt werden Beitragsmarken rechtzeitig und regelmäßig verwendet. Die Folgen der unregelmäßigen Markenoerwendung zeigen fich fortwährend bei Erhebung von Rentenansprüchen. Ergibt sich bet Prüfung der Anträge, daß zu wenig Beitragsmarken verwendet find, dann wird gewöhnlich von Seiten der Antragsteller behauptet, daß fie stets Lohnarbeit verrichtet hätten, daß also noch Wochen vorhanden sein müßten, für welche die Markenverwendung unterblieben wäre. Im Jntereffe der ordnungsmäßigen Durchführung des Gesetzes und um zu verhüten, daß für die unständigen Arbeiter die Beitragsmarken Überhaupt erst verwendet werden, wenn das Ereigniß, gegen daS die Versicherung ststtfindet, eingetreten ist, kann indeffen eine nachträgliche Markenverwendung nur dann zugeloffen werden, wenn der Nachweis erbracht wird, während welcher Wochen noch weitere Lohnarbeit ohne Markenverwendung verrichtet wurde, und welcher Arbeitgeber die Markenverwendung unterlaffen hat. Die zur Erbringung dieses Nachweises nothwendig werdenden Nachforschungen verursachen schon dermalen allen Betheiligten viel Mühe und Arbeit, werden fich aber naturgemäß mit jedem Jahre noch schwieriger gestalten und könnten auf der anderen Seite ganz vermieden werden, wenn sowohl die verficherungS- pflichtigen unständigen Arbeiter, als ihre Arbeitgeber recht- zeitig für Markenoerwendung Sorge tragen würden. Um diese rechtzeitige Markenverwendung herbetzusühren, wird die JnvaliditätS- und Altersversicherungsanstalt vom laufenden Jahre ab, versuchsweise durch besondere Beamte, eine Controls der unständigen Arbeiter vornehmen lasten. Indem wir untenstehend die Namen der Controlbeamten und die Eintheilung ihrer Bezirke bekannt geben, weisen wir gleichzeitig die Arbeitgeber auf die ihnen nach dem unten abgedruckten § 126 deS JnvaliditätSgesetzes obliegenden Verpflichtungen ausdrücklich hin. Zur Belehrung der Jntereffenten lasten wir ferner unsere Bekanntmachung vom 9. September 1891 unten nochmals im Abdruck mit dem Anfügen folgen, daß angebliche Un- kenntniß derselben bei Verhängung von Strafen als Entschuldigung nicht vorgeschützt werden kann. Controlbezirke des Kreises Gießen. 1. Die südlich der Linie Holzheim, Grüningen, Dorf-Gill, Sich, Nieder-, Ober-Bessingen, RölhgeS (diese Orte einbegriffen) gelegenen Orte deS Kreises Gießen. Di eh lman n, Bürger- metstereigehilfe in Sich, Conrrolbeamte. 2. Die östlich bezw. nvdlich der Linie Münster, Ettingshausen, Hattenrod, Burkhardsfelden, Oppenrod, Großen- Buseck, Beuern, Climbach, Allendorf a. Lda. (diese Orte einbegriffen) gelegenen Orte deS Kreises. Schmidt, Weber in Grüuberg, Controlbeamte. 3. Sämmtliche übrigen Orte des Kreises. Scherf, Wachtmeister i. P. in Butzbach, Controlbeamte. Gießen, den 3. Februar 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. § 126. Die Versicherungsanstalten find befugt, mit Genehmigung des ReichS-DerficherungSamtS zum Zwecke der Controle Vorschriften zu ertasten. Sie sind ferner befugt, die Arbeitgeber zur rechtzeitigen Erfüllung dieser Vorschriften durch Geldstrafen bis zum Betrage von je einhundert Mark anzuhalten. DaS ReichS-Versicherung-amt kann den Erlaß derartiger Vorschriften anordnen und dieselben, sofern solche Anordnung nicht befolgt wird, selbst erlösten. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, über die Zahl der von ihnen beschäftigten Personen und über die Dauer der Beschäftigung den Organen der Versicherungsanstalt, sowie den mit der Controle beauftragten Behörden oder Beamten auf Verlangen Auskunft zu ertheilen und denselben diejenigen Geschäftsbücher oder Listen, aus welchen jene Thatsachen hervorgehen, zur Einsicht während der BrtrtebSzeit an Ort und Stelle vorzulegen. Ebenso sind die Versicherten zur Grtheilung von Auskunft über Ort und Dauer ihrer Beschäftigung verpflichtet. Die Arbeitgeber und die Versicherten find ferner verbunden, den bezeichneten Organen, Behörden und Beamten auf Erfordern die Quittungskarten behufs Ausübung der Controle und Herbeiführung der etwa erforderlichen Berichtigungen gegen Bescheinigung auSzuhändigen. Sie können hierzu von der unteren Verwaltungsbehörde durch Geldstrafen bis zum Betrage von je dreihundert Mark angehalten werden. Bekanntmachung. Betr.: Durchführung der Versicherung der unständigen Arbeiter nach dem JnvaliditätS- und AlterS-Ver- ficherungSgesetz. De die Durchführung des Invalidität-- und AlterS- VerficherungSgesetzeS bezüglich der unständigen Arbeiter, d. h. derjenigen Arbeiter, welche nicht in einem r egelmäßigeu ArbeitSverhältniß zu einem bestimmten Arbeitgeber stehen, noch Vieles zu wünschen übrig läßt, bringen wir die einschlägigen Bestimmungen hierdurch wiederholt mir dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß Zuwiderhandlungen in Zukunft werden unnachstchtlich zur Bestrafung gebracht werden. Durch § 5 der Bekanntmachung vom 10. December 1890 (Reg.°Bl. Nr. 50) in Verbindung mit § 28 deS Statuts für die Versicherungsanstalt Großherzogthum Heffen ist den unständigen Arbeitern, zu denen z. B. Näherinnen, Wäscherinnen, Büglerinnen, landwirthschaftliche Taglöhner u. s. w. gehören, die Befugnttz gegeben, die Versicherungsbeiträge statt der Arbeitgeber im Voraus durch Verwendung von Beitragsmarken selbst zu entrichten, wogegen den ersteren alsdann der Anspruch auf Erstattung der Hälfte der Beiträge gegen denjenigen Arbeitgeber zusteht, bet welchem fie zuerst in der Kalenderwoche in einem die VerficherungSpflicht begründeten ArbeitSverhältniß beschäftigt find. Es haben die unständigen Arbeiter in diesem Falle spätestens bei Beendigung deS ersten Arbeit-- Verhältnisses in der Woche die Marken in die Quittung-- karte einzuklebeu und in der Weise zu entwerthen, daß durch die Mitte derselben in der Hälfte ihrer Höhe ein schmaler schwarzer Querstrich gezogen, über denselben der Tag und unter demselben der Monat, in dem die Beschäftigung stattgefunden hat, gesetzt wird. Machen die unständigen Arbeiter von dieser Befugniß — dieselbe ist in ihrem Jntereffe gegeben und ist sehr zu wünschen, daß von ihr in allen Fällen Gebrauch gemacht werde — keinen Gebrauch, so hat der Arbeitgeber, welcher dieselben in der Woche zuerst beschäftigt, die Beitragsmarke für die ganze Woche bei der Lohnzahlung zu verwenden und in der oben angegebenen Weise zu entwerthen. Es sind stets die Arbeitgeber aber dafür verantwortlich, daß die nöthigen Beitragsmarken in den Quittungskarten der unständigen Arbeiter verwendet und ent- werthet werden. Sie haben sich also stets bei der Beschäftigung unständigkr Arbeiter darüber zu vergewiffern, ob die- selben im Besitze einer Quittungskarte find und ob die entsprechenden Beitragsmarken verwendet find und haben verneinenden Falls für Nachholung des Erforderlichen Sorge zu tragen. S'e haben fich demnach stet-, mögen fie die unständigen Arbeiter nun am Beginn, in der Mitte oder am Ende der Woche beschäftigen, die Quittungskarten derselben vorlegen zu lassen. Ist ein Arbeiter nicht im Besitze einer Quittungskarte resp. liegt dieselbe nicht vor, so hat ihn der Arbeitgeber zur Beibringung einer solchen zu veranlassen und hat ihm die Auszahlung des Lohnes insolauge zu verweigern, als ihm nicht die QuittungSkarte vorgrlegt oder ihm durch eine Bescheinigung der Bürgermeisterei nicht nachgewiesen wird, daß derselbe der VerficherungSpflicht nicht unterliegt. Macht der unständige Arbeiter die Angabe, daß er seine Quittungskarte bei der örtlichen Stelle liegen habe, so ist er aufzufordern, fie daselbst zu erheben, da er im Besitze der Karte sein muß, wie dies durch wiederholte Bekanntmachung bereits etngeschärft wurde. Wird dem Arbeitgeber die QuittungSkarte vorgelegt, so kann er auS dem EntwerthungSvermerk, der den Tag der Eutwerthung und den Monat der Beschäftigung angtbt, ersehen, ob für diese Woche bereits eine Beitragsmarke verwendet ist. Ist dies nicht der Fall, so haben fie die Beitragsmarken etnzukleben und zu entwerthen. Ist für diese Woche bereits eine Marke dagegen für einen früheren Tag der Beschäftigung in derselben verwendet, so ist der Arbeitgeber jeder weiteren Verpflichtung überhoben. Arbeitgeber, welche diesen Verpflichtungen nicht nachkommen, machen fich der Uebertretung deS § 143 des Jn- validitätS- und Altersversicherungsgesetzes schuldig und könne« mit einer Ordnungsstrafe bis zu 300 Mark belegt werden. .(Siehe Schluß dieser Bekanntmachung). Wir verfehlen hierbei nicht, die unständigen Arbeiter wiederholt darauf aufmerksam zu machen, daß fie stets selbst im Besitze der Quittungskarte sein müffen, daß sie verpflichtet find, dieselbe dem Arbeitgeber vorzuzeigen und daß fich dec Arbeitgeber nicht mtt der Angabe begnügen darf, sür diese Woche sei bereits eine Beitragsmarke verwendet, sondern fich die Quittungskarte stet- selbst hat vorlrgen zu laffen und daß in diesem Verlangen des Arbeitgebers nie ein Mißtraue« in die Wahrheit jener Angabe zu erblicken ist, da er der strafrechtlich verantwortliche Theil ist. Arbeitgeber, welche es unterlassen, für die von ihnen beschäftigten, dem VerficherungSzwange unterliegenden Pcr- sonen Marken in zureichender Höhe und in vorschriftsmäßiger Beschaffenheit rechtzeitig (§ 109) zu verwenden, können von dem Vorstände der Versicherungsanstalt mit Ordnungsstrafe bis zu dreihundert Mark belegt werden. Eine Bestrafung findet nicht statt, wenn die rechtzeitige Verwendung der Marken von einem anderen Arbeitgeber oder Betriebsleiter (§ 144) oder im Falle des § 111 von dem Versicherte« bewirkt worden ist. Gießen, den 9. September 1891. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 3. Februar 1897. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen M die Grssth. Bürgermeistereien des Kreise-. Unter Bezugnahme auf obige Bekanntmachung von heute weisen wir Sie au, den Controlbeamten jegliche Unterstützung zu Theil werden zu laffen und die Gemeindeeinnrhmer sowie die Inhaber der örtlichen Stellen unter Ueberlaffung dieser Zeitung-nummer zur Einsichtnahme ebenmäßig zu bedeuten. Gleichzeitig machen wir Sie unter Bezugnahme auf § 141 deS JnvaliditätSgesetzes, wonach die öffentlichen Behörde« verpflichtet find, den Vorständen der Versicherungsanstalten auch unaufgefordert alle Mittheilungen zukommen zu laffen, die für den Geschäftsbetrieb der Versicherungsanstalten vo« Wichtigkeit find, hiermit darauf aufmerksam, in Zukunft sorgfältig auf alle zum Vorschein kommenden Uebertretungen zu achten und diese Uebertretungen dem Vorstand der Juvali- ditätS- und AlterSverficherungSanstalt in Darmstadt ausnahmslos mitzutheilen. v. Gagern. Deutscher Reichseas 166. Sitzung. Mittwoch, ben 8. Februar 1897. Bet sehr schwacher Besetzung tritt daS Haus in die erste St» raihung des Entwurfs einer Grundbuchordnung ein. Staatssecretär v. Nieberding empfiehlt den Entwurf. Die speciellen Bestimmungen müßten der Landesgesetzgebung überlaßen bleiben, nur in einer Reihe allgemeiner Gesichtspunkte müffe auch aus diesem Gebiete einheitliches Recht für ganz Deutschland geschaffen werden. Auch von politischen Gesichtspunkten aus dürfe man nicht anders halten, wofern man nicht in einzelstaatltche Rechte habe eingretfen wollen. Im Wesentlichen schließe fich der Entwurf an das preußische Gefetz an. Abg. Spahn (Ctr.) spricht im Allgemeinen für die Vorlage. Die wichtige Bestimmung sei die Regelung der Haftpflicht für die Versehen des Grundbuchamts. Man solle fich keinesfalls durch finanzielle Bedenken von der eventuellen Haftbarkeit des Staates abhalten lassen, denn man wolle beispielsweise den Staat nicht von der Haftung fretsprechen, wenn ein Grundbuchrichter in Folge einer noch latenten Geisteskrankheit ein Versehen begehe'. Für nicht richtig halte er es ferner, daß in gewiffen Fällen deS § 77 das Reichsgericht als letzte Beschwerdeinstaoz fungtren solle; das Reichsgericht sei ohnehin genug belastet. Auch in den Gründen, derenthalben eine Eintragung für richtig zu erklären sei, sei der Entwurf -u weit gegangen. Abg. Himburg (cons.): Meine Freunde sympathifiren mit der Vorlage, namentlich well fie sich eng an das preußische Gesetz anschließt. Bedenken haben wir allerdings gegen den $ 10 (Gestattung der Einsichtnahme in das Grundbuch) und die dazu gehörigen SS 91 und 92. Abg. Kaufmann (fr. Vp.): Es bandle sich hier nicht um eine vollständige Grundbuchordnung, sondern nur um allgemeinere Vorschriften, deren Verabschiedung hoffentlich keine große Schwierigkeiten machen werden. 8 10 gestatte Jedermann die Einsicht ins Grundbuch, der ein rechtliches Interesse darlege. Aber gerade tu dem, was ein „rechtliches" Jntereffe sei, hätten die Gerichte oft Schwierigkeiten gemacht, namentlich auch Bauhandwerkern. Besser sei es vielleicht zu sagen: ein „begründetes" Interesse. Damit, daß der Staat nicht mehr blos subsidiär hafte, sondern überhaupt, sei er einverstanden. In Bezug auf das Reichsgericht als Beschwerde- inftanz sei er anderer Ansicht als Spahn, denn gerade daS Reichsgericht sei doch oberster Hüter des Rechts in Deutschland. Abg. Pieschel (natl.) spricht Namens seiner Freunde ebm- fallS seine Zustimmung zur Vorlage aus, bemängelt aber zugleich einig« Details derselben. Abg. v. Buchka (cons) dankt als Vertreter eines außerpreußischen Wahlkreises der Regierung namentlich dafür, daß der Entwurf die bisherigen landeSrechtltchen Bestimmungen mit Schonung behandle. Richt ganz einverstanden ist Redner mit $ 28, der eine nicht geringe Erschwerung des Hypothekenverkehrs schaffe, die namentlich auch in seiner Hetmath unbequem empfunden werden würde. Die Vorlage geht an die Commission, der bereits das Gesetz über die Zwangsvollstreckungen überwiesen ist. Es folgt die erste Beratbung der Convertirungsvorlage. Schatzsecretär Graf Posadowsky: Ob überhaupt zu con- verttren sei, über diese Frage ist bereits längst entschieden, nachdem Preußen, Bayern, Württemberg und Baden dem Reiche voraus- gegangen ist. Darüber aber, ob auf 3*/a pCt. oder 3 pCt. zu con- »ertiren sei und ob den Gläubigern eine Schonzeit zu bewilligen sei, ist schon so viel dtscutirt worden, auch hier in voriger Session, daß ich das Haus damit nicht aufhalten will. Ich bemerke daher nur, daß die Vorlage der preußischen nachgebildet ist und daß mit der Converttrung die Aufnahme einer Statistik darüber verbunden werden wird, zu wie großem Theil unsere Anleihen in inländischem bezw. ausländischem Besitze sind und zu wie großem Theil im Besitze juristischer Personen bezw. Prioalpersonen. Das hierüber zu gewinnende Material wird, selbst wenn es nicht ganz sehlerfrei sein wirb, für uns bei Beurtheilung deS Einfluffes unserer im Auslande untergebrachten Anleihestücke auf unsere Handelsbilanz wichtig sein. Das Material wird dem Reichstage baldmöglichst unterbreitet werden. Abg. Hug (Centr.) erkennt die Berechtigung der Converttrung en, wünscht aber möglichste Schonung der Interessen der kleinen Besitzer von Anleihen. Abg. Hammacher (nl.) ist mit der Convertirung einverstanden. Es dürften für die Reichsregierung hierbei nicht lediglich finanzielle Rücksichten in Frage kommen, sondern auch wirthschaft- liche Rücksichten. Und zu diesen wirthschaftlichen gehöre vor Allem die Erwägung, daß bei einer Convertirung auf 3 pCt. alle die kleinen Capitalisten, welche auf den Zinsgenuß angewiesen seien, vor die Versuchung gestellt würden, ihr Capital in zweifelhafteren, euch ausländischen Papieren anzulegen. Schatzsecretär Graf Posadowsky bemerkt aus eine Anfrage des Vorredners, Jedem, der Papiere zur Convertirung einretche, werde zum Zwecke jener Statistik ein Fragebogen zur Beantwortung »orgelegt werden. Die richtige Beantwortung werde ja freilich von dem guten Willen der Betreffenden abhängen. Abg. Bebel (Soc) bemängelt, daß nicht die Converttrung sofort auf 3 pCt. erfolge und bekämpft namentlich auch die achtjährige Schonzeit, die den letzten Convertirenden zugewendet werde. Abgesehen von einem etwaigen kriegerischen Ereignisse sei doch die ganze Entwickelung auf ein weiteres Fallen deS Zinsfußes gerichtet. Sei doch die Capitalansammlung in riesigem Maße im Wachsen, und überdies habe die wtrthschaftliche Unternehmungslust, durch welche das Capital anderweit adsorbirt werde, schon jetzt ihren Höhepunkt wieder überschritten. Die Annahme dieser Vorlage sei daher unklug. Abg. Graf Stolberg (c.): Auch derjenige Theil seiner Freunde, der früher die Zeit für die Convertirung für noch nicht gekommen gehalten habe, stimme jetzt der Vorlage kaum zu, nachdem Preußen rc. vorangegangen sei. Er selbst und ein Theil seiner Freunde bedauerten sogar, daß nicht gleich auf 3 Procent convertirt werde. Abg. Barth (srs. Vg.) würde ebenfalls die Convertirung auf 3 Procent für richtiger gehalten haben. Wenn aber Bebel prophezeie, daß die 372proc. Anleihen schon in einem halben Jahre um 4 oder 5 Procent steigen müßten, dann begreife er nicht, weshalb Bebel nicht daraufhin Geschäfte zu machen suche. (Heiterkeit.) Wenn nicht für seine eigene Person, so könnte Bebel doch die Gelder der Parteikasse sofort darin anlegen. (Heiterkeit ) Freilich würden ja die Bankiers sich beeilen, dasselbe Geschäft zu machen, wenn sie nicht eben anders darüber dächten. Obschon Gegner der Mlquel'schen Finanzpolitik, müsie er doch anerkennen, daß Miquel Recht gethan habe, schon früher die 3proc. Anleihen zu begeben. Er werde beantragen, die achtjährige Schonzeit zu beseitigen, aber auch, wenn er damit nicht durchdringe, die Vorlage annehmen. Abg. Meyer-Danzig (R. P.) bedauert, daß dir Convertirung nicht sofort auf 3 Procent geschehe und bemängelt auch die Schonzeit. Ein so langer Verzicht aus die wettere Convertirung müsie es auch mit sich bringen, daß bei Begebung etwaiger fernerer Anleihen das Reich einen viel schlechteren BegebungscourS erziele, als wenn Der 37rproc Typus nicht auf 8 Jahre festgelegt würde. Er selbst werde daher gegen die Schonzeit stimmen. Schatzsecr. Gras Posadowsky wendet gegen die Forderung einer sofortigen Converttrung auf 3 Procent noch ein, rrotz aller Belehrungen würde alsdann ein großer Theil des Publikums sich zweifelhaften Papieren zuwenden. Abg. Hammacher widerspricht ebenfalls dem Verlangen nach Eonverttrung auf 3 Prccent. Abg. Lieber (Ctr.) verweist in gleichem Sinne noch darauf hin, daß ja doch die Convertirung pari paaau mit den Etnzelstaaten stattfinden solle und bet letzterem sei die Convertirung ja doch auch nur auf 3»/, erfolgt. Er und seine Freunde seien jedenfalls der Meinung, daß Reich und Staat bet der Converttrung ebenso und womöglich noch mehr als bet der Begebung von Anleihen dem Zins- saßbedürfntß des Marktes nachfolgen, nicht aber vorangehen müßten. Entgegen Barth bleibe er auch dabei, daß Miquel zu früh mit der Begebung 3proc. Papiere oorgegangen sei und daß wir durch letztere in Bezug auf die Höhe der Capttalschuld des Reichs geschädigt worden seien. Abg. Bebel (Soc) erwidert Barth: Er selbst mache keine Geschäfte, aber er werde sich Barths Rath betreffs der Partetkasie merken. Dabei wolle er auch verrathen, daß 1887 die Partetkasie größere Beträge der damals zum ersten Male begebenen 3 Procent erwarb und dabet ein glänzendes Geschäft gemacht habe. (Heiterkeit.) Commissionsverweisung der Vorlage erfolgt nicht. Dieselbe kommt demnächst zur zweiten Lesung im Plenum. Morgen 1 Uhr: Antrag Auer: MarimalarbcitStag. Petition«. Schluß 5 Uhr. Steuerte Wolffs telegraphisches Lorrefpondenr-Bnrs«. Berlin, 3. Februar. Das heutige Ballfest beim Kaiser-Paar im Weißen Saale deS SchlosieS verlief auf'S Glänzendste. Gegen 2000 Personen waren etngeladen. Die Mitglieder des diplomatischen Corps mir Gemahlinnen waren sehr zahlreich vertreten. Der Tanz wurde durch eine Pause unterbrochen, während der daS Souper eingenommen wurde. DaS Ende des Festes fand nach Mitternacht statt. Berlin, 3. Februar. Der Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung deS Gesetzes betr. die Beschlagnahme deS Arbeits- oder DienstlohneS und betr. die Civilprozeß- ordnung ist dem Reichstage zugegangen. Berlin, 3. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." bespricht anläßlich der Reise des Dr. Koch nach Südafrika die Lage bezüglich der Rinderpest und schließt: Was spectell daS deutsch-südwest afrikanische Schutzgebiet betrifft, so sei eS bis jetzt von der Krankheit noch verschont geblieben. ES stehe zu hoffen, daß dank den energischen DorkehrungSmaßregeln Major LeutweivS eS überhaupt nicht zum Ausbruch der Pest kommen werde. Berlin, 3. Februar. Die Herrenhaus.Commisfion nahm die Paragraphen deS Lehrerbesoldungsgesetzes an, betreffend die Alterszulagen, die Höhe derselben und den Anspruch auf die Alterszulage unter Streichung der Bestimmung, wonach für die Versagung der AlterSzulage die Gründe schriftlich mitzutheilen find. Hamburg, 3. Februar. Die Erprobung der auf Helgoland fertiggeftellteu SeefestungSanlagen ergab die Nothwendtgkeit der Verstärkung der garutsontreuden Marine- detachementS, wofür daS bisherige Barackenkasernement ungenügend sei. Die Marineverwaltung beabsichtigt den Bau einer massiven Kaserne. Nach dem Kosteuvoranschlag beträgt die Ausgabe hierfür 200,000 Mk. Lübeck, 3. Februar. Eine Anzahl von Fischerbooten aus Travemünde ist in der Ostsee vom EtS etngeschloffen. Da die Lage sehr kritisch ist, Haden die Fischer Nothsignale aufgezogen. Eisbrecher find zur Hülfeleistung in See gegangen. Fulda, 3. Februar. Profeffor Dr. Arenhold aus Fulda ist zum Domcapitular gewählt worden. Depeschen deS Bureau „Herold." verliu, 3. Februar. Der Kaiser traf gestern Abend auS Kiel wieder hier ein und nahm heute Mittag 12®/4 Uhr die Meldung des ErbgroßherzogS von Baden entgegen anläßlich deffea Beförderung zum General der Infanterie und des demselben tu Vertretung übertragenen CommandoS des 8. Armeecorps. Im Anschluß daran empfing der Kaiser den comwandtreuden General des 8. Armcecorps, General Vogel von Falkenstein, zur Meldung anläßlich der Commandirung deffelden zur Vertretung des Geueral-JnspecteurS des Pionier- und Offiztercorps. Berlin, 3. Februar. Heute Nachmittag 2*/, Uhr fuhr der Kaiser bei dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe vor, mit dem er eine längere Unterredung hatte. Man wird wohl vermuthen dürfen, daß diese Conferenz mit dem Besuche in Zusammenhang steht, welchen der russische Minister deS Aeußeren, Graf Murawjew, hier und in Kiel abgestattet hat. Berlin, 3. Februar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Anzahl russische Ordensverleihungen an Offiziere der deutschen Marine. Unter Anderen erhielt der commandtrende Admiral v. Knorr den Alexander-NewSky- Orden. Berlin, 3. Februar. In der heutigen Sitzung der Budget-Commission deS Reichstages wurden 450 000 Mk. zum Neubau einer Kaserne u. s. w. in Zabern gestrichen. Beim württembergtschen Etat wird die Position zur Vermehrung der Reserve- und VerpflegungSmittel von 341926 Mk. ausgesetzt. Abg. Rembold (Ctr.) tritt hierauf für die Durchführung der tm vorigen Jahre angenommenen Resolution ein. Württembergischer KriegSmintster Freiherr Schott zu Schottenstein bittet, man wöge von der vorjährigen Resolution zurücktreten, weil dieselbe unverständlich sei. Durch die Benutzung der Kaserne in Weingarten würde absolut keine Ersparung eintreten. Nach längerer Debatte wird die vorjährige Resolution wieder angenommen. Zur Erweiterung deS Garnisons-ExerctrplatzeS in Ludwigsburg werden 235000 Mk. bewilligt statt der geforderten 465000 Mk. Hamburg, 3. Februar. Behufs Wiederaufnahme der Arbeit haben sich heute am Amerikaqaat zahlreiche Arbeiter gemeldet. Bern, 3. Februar. Zwischen der Schweiz und Nordamerika find Verhandlungen tm Gauge betreffs Abschlusses neuer Ausliefe,rungS-Verträge. Rom, 3. Februar. Gestern Nachmittag versuchten die Studenten, auch die Vorlesungen tm Polytechnikum zu stören, wurden aber von den Polytechntkern zurückgetrteben. Darauf zogen fie vor die Redaction deS Popolo Romano, welches einen heftigen Artikel gegen den Studentenunfug gebracht batte. Dort wurden fie aber vom Militär zerstreut. Brussel, 3. Februar. Bei den gestrigen Explosionen, die eine furchtbare Panik hervorrtefen, find mehrere Straßen beschädigt und zwei Frauen verwundet worden. Paris, 3. Februar. Dem „Maün" zufolge wird das Abkommen zwischen Frankreich und Abessynten eine Klausel enthalten, durch welche die Unabhängigkeit deS Reiches deS NeguS anerkannt wird. Athen, 3. Februar. Die Lage auf Creta verschlechtert sich zusehends. Der Aufruhr erstreckt sich über die ganze Insel. Die Zahl der Ermordungen nimmt fortwährend zu. Berlin, 4. Februar. Die Delegirteu-Versammlung deS Central - Verbandes deutscher Jn- dnstrteller trat hier gestern zu einer Sitzung zusammen, welcher auch StaatSsecretär Bötticher, Dr. Bödiker und Director v. Woedtke beiwohnten. Nach Verlesung deS Geschäftsberichts, in welchem auch die schwebenden wirthschaftS- politischen Fragen behandelt find, ergriff StaatSsecretär Bötticher daS Wort. Er lehnte es ab, ans politische Betrachtungen etnzugehen. Man werde eS begreiflich finden, wenn in den lebhaften Kämpfen der Gegenwart ein Vertreter der Regierung nicht mit endgültigen Erklärungen hervortrete, zumal wenn eS sich um noch nicht abgeschloffeue Dinge handle. Die Regierung biete helfend die Hand dar, wo Roth vor- Händen sei und sei bestrebt, die wirthschaftlichen Gegensätze auszugleichen. Wien, 4. Februar. Die antisemitische Mehrheit des österreichischen Landtags beschloß gestern, daß die evangelischen Schulen die bisherigen Subventionen nur weiter erhalten, wenn sie keine jüdischen Kinder mehr aufnehmev. x Rom, 4. Februar. Der gestrige Tag ist ruhig verrufen. Die Studenten hielten eine Versammlung ab, in welcher ein Protestmanifest vertheilt wurde, welches gegen den CultuSminister gerichtet ist. In Bologna wurden 12 Studenten verhaftet und die Universität von Truppen besetzt. Später wurden die Vorlesungen wieder ausgenommen. Dagegen wurden die Universitäten in Macroata, Pisa, Palermo und Messina geschloffen. In Palermo fanden Kämpfe zwischen Studenten und der Polizei statt,- viele Verhaftungen wurden vorgenommeo. London, 4. Februar. Gestern Abend fand zu Ehren Nansens ein Diner statt, wozu viele hervorragende Gelehrte eingeladeu waren. _ CoceUs «ttö provinzielles- Gießen, den 4. Februar 1897. ** Erweiterung des ExercierplatzeS. Der nach Rödgen zu hinter dem Exercierplatz gelegene Holzbestand ist nunmehr bis auf einen kleinen Theil abgehauen, um das betreffende Gelände dem Exercierplatz eiuz uverleiben. Anläßlich der Erbauung des neuen KasernementS für daS vierte Bataillon war man seitens der Stadt mit der Garnison- Verwaltung in Verhandlung darüber eingetreten, ob und unter welchen Bedingungen eventl. dieselbe auf die fernere Benutzung deS ihr für alle Zeit als Exercierplatz unentgeltlich überlaffenen, von Kirschbäumen umgrenzten „Trieb" int engeren Sinne verzichten und den letzteren wieder in die unbeschränkte Verfügung der Stadt Gießen zurückgeben würde; die hierüber geführten Verhandlungen haben — Dank dem Entgegenkommen der Militärbehörden — zu einem von der Stadtverordneten-Versammlung genehmigten Abkommen geführt, wonach gegen Vergrößerung des ExercierplatzeS um daS östlich desselben gelegene Waldgelände von 6,64 Ha. Fläche die Stadt den nächst und schönst gelegenen Theil deS „Trieb" in einem Flächengehalt von 3,98 Ha. zurückerhält zur freien Verfügung, wie z. B. für festliche Veranstaltungen, Abhaltung von Volksspielen, Ausführung von Anpflanzungen und waS immer sonst. ** Farbenmarkiruugbkarte für unsere Umgebung. Die Section Gießen deS deutsch-österreichischen AlpenoereinS, welche im verfloffenen Jahre mit großem Elfer der Farben markirung obgelegen, hat mit der Section Wetzlar und Weilburg des TaunuSclubS deren Stammclub Frankfurt a. M. veranlaßt, für die gemeinsame Umgebung eine Farben- mar kirungskarte herauSzugeben, welche in diesem Frühjahr erscheinen wird. Diese Karte umfaßt folgendes Gebiet nördlich bis incl. Frohnhausen, südlich bis Bad-Nauheim, östlich bis Lich und westlich bis Runkel. ES ist das gemein same Vorgehen der drei touristischen Vereinigungen schon im Jntereffe einer einheitlichen Farbenmarkirung nur mit Freuden zu begrüßen. ** Ständchen. Gestern Abend brachte der „Bauer'sche Gesangverein" seinem langjährigen Mitgliede Herrn Johanne- Meißner und dessen Gattin au6 Anlaß ihrer silbernen Hochzeit ein von Herrn Capellmeister Polster geleitetet und von den zahlreich erschienenen Zuhörern beisällig aufgenommenes Ständchen. Der Jubilar, seit 1868 ununterbrochen bei der Firma Dr. Mettenheimer Hierselbst beschäftigt, erfreut sich ebenso wie seine Gattin allseitigster Verehrung und Werthschätzung. Möge eS dem Jubelpaar vergönnt sein, in geistiger wie körperlicher Gesundheit und Frische nach weiteren 25 Jahren das Fest der goldenen Hochzeit zu begehen. * • Manner-Badeverein. Der Männer-Badeverein wird am 22. d. MtS. seine Generalversammlung abhalten. Das finanzielle Ergebniß des MännerbadeS ist auch ie diesem Jahre wieder ein zufriedenstellendes. • * Eisdiebstahl. Unsere Criminalpolizei ist mit der Ermittelung wegen eines Diebstahls beschäftigt, der des Objectes wegen, welches gestohlen sein soll, erwähnenSwerth ist. Es handelt sich dabei um daS Verschwinden von 300 Ctr. EiS. Die Diebe find bereits ermittelt. • • Feuer. Jrn Dachstocke deS Hauses Frankfurter- ftraße 3 brach gestern Nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr Feuer aus, baß aber durch energische- Eingreifen der Hausbewohner und Nachbarn gelöscht wurde, ohne daß die Feuerwehr einzugreifen brauchte. Die Ursache deS Feuers ist einem groben Fehler beim Ofensetzen in dem frag!. Hause (Neubau) zuznschreiben. Ein Ofenrohr mündete statt in den Kamin in einen Raum -wischen Kamin und Scheidewand und mußte nothgedrungen daS Gebälk Feuer fangen. ES brannten die Dachsparren und sonstigen Gebälke im Bodenräume an und ist eß nur dem Umstande, daß eß noch Heller Tag war, zu- zuschreiben, daß daS Gebäude nicht zerstört wurde.! * • Ein Rational Festlied. DaS Berliner Comits für dir Hundertjahrfeier ist tm Begriff, ein National Festste!) für Schulen, Vereine, Commerse, wie für alle sonstigen Feiern dieses denkwürdigen Tages HerauSzugeben. Von zahl' reichen Einsendungen ist eine solche des Herrn Prof. Pr. Hanl Meyer in Berlin al- die vorzüglichste gewählt worden. Aul SÄ J» I Inuitn SL'-LL; *C L ^ubMonen tbQn8<' tnebr n,?U! Hobnta'o’tl* Mn "««iileifr ***ÄS ovtirzLelles. 'blD 41 Februar 1897. t®” nad> RSdm «MMtai ist numch Wn, nm das betteffentt einjuberleiben. b ►aiewement« für das bkitt 5labl Bit drr Tarui!» tr Elngttrtteu, ob unb w leibt auf die fernere! 8 ^rrcinplatz onntgth WRttn ,Triebs en letzter» wieder in di, t Wni zEM würde ingen Laden - ®anf bin rin - ju dem vou der nehmglen Abkomme» gt» ig des ExrrcinyiatzrS um lilbgtl&nbt von 6,64 ha. chöllst fltltgenta Theil btl vou 3,98 Ha. zurückerhüll r Wiche Beraostalkungro, >hru»g von LrpflaaWzev it Hm^uug. Li! stnnWfchru Lipevvtttiar ; grohem Elfer der Falben der Stction Wetzlar nib Ttaoirnclub Frankfurt a. M Umgebung eine Farben- weo, welche in dieiew Früd- tt omfaht folgeodeS 9tbitt: südlich bis foWtra, Kunkel. SS ist baS-mew- j)tn Sereilligunzrn schon le nmarfirunft aut «K tztrudc der Reihe der zu dieser Dichtung ausgeschriebenen Compo- Ktioneu ist die deS Herrn Pros. Th. Kraule gewählt. DaS Lied soll nunmehr in kürzester Frist erscheinen und allen DolkSkreisen deS In- und Auslandes zugänglich gemacht Verden. Der Ceutralveriaud deutscher Kaufleute hat den Regierungen und dem Reichstage, sowie hervorragenden Abgeordneten und den Handelskammern eine „Denkschrift über die gegenwärtige Lage der Handel- und Gewerbetreibenden im deutschen Mittelstände rnnd Vorschläge zur Besserung dieser Verhältnisse" überreicht. Die darin geltend gemachten hauptsächlichsten Forderungen find: Anstellung von Erhlbungeu über die schädigenden Wirkungen deS ConsumvereinSwesens auf den gewerbtreibenden Mittelstand- Verbot der Beamten« und O'fizier-Consumvereine und Waarenhäuser- Beschränkung der Consumanstalten und Cantinen auf die Abgabe von Waareu zum sofortigen Verbrauch- Besteuerung der Versandtgeschäfte, Waarenhäuser, Bazare und anderer großkapitalistischer Klein« Handelsbetriebe, fowie der Filialen nach dem Umsätze, Be- ßchränkung deS HaufirgewerbeS - Ausscheidung unbefugter Elemente aus dem Handelsgewerbe (Einführung eines Be« lähtgungsnachwetseS für die Errichtung eines selbstständigen Handelsgeschäfts)- weiterer Ausbau deS Fortbildungsschul« veseus. •* * Dachdecker-Verbaud. In der am Sonntag in Frank- ßurt a. M. abgehaltenen Versammlung des Verbandes deutscher Dachdeckermeister vereinigten fich die Drle- gtrten und wählten einen aus sieben Mitgliedern bestehenden Vorstand, und zwar die Herren Stein in Frankfurt a. M. zum ersten, Heinrich Schltsmann in Mainz zum zweiten Vorsitzenden, ferner die Herren Müller in Darmstadt, Muff in Frankfurt a. M., Humburger in Mannheim, Lucht in Worms Und Schmidt in Wiesbaden. Ferner wurde die Herausgabe einer Fachzeituug, von welcher bereits eine Probenummer worlag, beschloffen und die Herausgabe derselben den Frank« futter Verbandsmitgliedern übertragen. Es wurde beschlossen, in aller Bälde eine wettere Versammlung auzuberaumen, um wuch noch anderen Städten Gelegenheit zu geben, sich dem verbände anzuschließen. ** Gesellschaft für deutsches Obst in Frankfurt a. M. Die im vorigen Jahre gegründete Gesellschaft für deutsches Obst hat zwar als junges Unternehmen in finanzieller Beziehung nur bescheidene Ergebnisse zu verzeichnen, aber reiche Erfahrungen auf diesem noch wenig bearbeiteten Gebiete fummeln können. Sie hat beschloffen, den Kleinverkauf jetzt iinzustellen und sich ausschließlich dem Verkauf im Großen yu widmen, um dadurch für die Besserung und Hebung des Obstgeschäftes in Deutschland zu wirken. Zu diesem Behufe toirb sie die Obstdetailhrndlungen in jeder Hinsicht unterstützen und sie in den Stand setzen, selbst den Verkauf in die richtigen Wege zu bringen und auch den weniger Bemittelten j ateß Obst zu billigen Preisen anzubieten. Sie wird beson- terß dahin wirken, daß nur gutes, deutsches Obst verlauft wird. So sollen auch die nöthigen Schritte gethan Verden, um, durch billige Frachttarife für deutsches Obst, in:r Concurrenz der amerikanischen Aepfel entgegenzutreten. — Wie ihrerseits die „Centralstelle für Obftverwcrthung" lmrch die Vermittelung zwischen Producenten und Consumenten ftbott so vielen Nutzen gestiftet hat, so wird jetzt auch die Gesellschaft für deutsches Obst" durch den Baarankauf zu Men Preisen und die richtige Verwerthung alles ihr von d«n Produceuten angebotenen gut gepflückten, gut sortirten und richtig verpackten deutschen Obstes sicher der Landwirth- schäft große Vortheile bringen. Die zur Ausführung dieses Betriebes nöthigen Maßnahmen werden z. Zt. von einer Lomwtsfion, die der Gesellschafts-Vorstand eingesetzt hat, be:rathen. ______________ tob Wt dli ,WI* toWitbt ml äol«6 ottatili« W>< «'* I Oto z°HS>«° b'Gl»! * i, lat feit 1868 m* tohtan iWtWj'WW „„301.1#.« »'*° tt,(anhhtli unb FrM °° ri-kinalpol zn ^ w sjöss s-SsrS war", . . Frutti ff Ei. UM ‘V,l. 5* °il«'° 11JS, st.il I. » gaBtn auv btoooifi § AuS dem Ohmthal, 4. Februar. Die Schlitten- fiahrt ist nur von kurzer Dauer gewesen- bereits gehen wieder die Räderfuhrwerke. UebrigenS war es auch meist keine Lust, bei den meterhohen Schneewällen Schlitten zu fahren, wie ein Reisender von Gießen zu erfahren Gelegen« hrit hatte. Derselbe fuhr mit einem Schlitten von Ruppertenrod über Groß-Felda nach Stumpertenrod. Unterwegs sanden Reisender und Fuhrmann solch unüberwindliche Hemmnisse 'dmrch die Schneeverwehungen, daß beide den Schlitten mehrmals streckenweise tragen mußten. Eine solche Extrafahrt entbehrt bei allem Ernst der Situation der Komik ge« «iß nicht. Schotten, 1. Februar. Ein hier wohnender Jünger Hane Sachsens, ein biederer Schuhmachermeister, sucht seine Maaren öfters in Knittelversen anzupreisen. Seine heutige Ankündigung im hiesigen Anzeigeblatt, welche die Urberschrist trägt „Nasse Füße" schließt mit folgender Reimerei: „In dem Monat Februar — Ist bei mir daS Geld oft rar- Drum geb' ich billig gegen baar, Glauben kSaut Ihr dies fürwahr." 4- viffeS, 2. Februar. Kürzlich wurde in der Nachbar« zemarkung Echzell zum Nachtheil hiefiger Einwohner ein gemeiner Bubenstreich verübt. Nahezu 20 schöne Obstbäume sand man des Morgens ihrer Aefte infolge Ab sägens beraubt, wodurch den Besitzern ein bedeutender Schaden zu- zefügt worden ist. Der ruchlose Thäter wurde bereits er« nrittelt und wie verlautet auch zur Anzeige gebracht. Münster, 31. Januar. Ein bedauerlichrr UnglückS- ||fall ereignete sich diese Woche beim Schlittenfahren. Ein biefiger Landwirth fuhr mit seinem Schlitten durchs Dorf uni) wollte einem Knaben ausweichen. Dabei wurde jedoch bett auf der anderen Seite gehende alte Schweinehirt, welcher vorn einem früheren Falle her die Krücken gebrauchen mußte unb nicht schnell genug ausweicheu konnte, von dem Schlitten trfafct und in den Schnee geschleudert. Da der alte Manu gerade vor dem Pferde ging, so wurde der Fuhrmann ihn tr# gewahr, nachdem es leider zu spät war. Der schnell irirbeigerufene Arzt constatirte einen Beinbruch. Vom Lande, 2. Februar. AuS dem Schul-- und Lehrerleben. Der Sohu eines Müllermeisters zu E. batte zu Weihnachten ein schlechtes Schulzeugniß erhalten. Der erzürnte Herr Papa glaubte natürlich, das geringe Resultat nicht der Trägheit und Unfähigkeit seines Spröß« lings, sondern dem Lehrer beimeffen zu müssen, und setzte darum unter die Censuren eine den Lehrer beleidigende Bemerkung. Da« zuständige Schöffengericht belohnte diese Lehrerkreundlichkeit mit 10 Mk. Geldstrafe. □ Darmstadt, 3. Februar. Als dritter Technischer Hochschul-Vortrag wurde vor zahlreichem distinguirten Publikum, unter dem sich Prinz Wilhelm, Staatsminister Finger u. A. befanden, ein solcher von Herrn Privatdocent Dr. Noack über Pb idiaS gehalten. Nach schwungvoller Einleitung ging der Redner näher auf die großen Werke ein, die unzweifelhaft PhidiaS zugebören: die Zeus-Statue in Olymp'a, die Statue der Athena ParthenoS im Parthenon auf der Akropolis bei Athen und die sog. Athena Lemnia und gedachte der Argumente, die für und gegen die Zuweisung der bekannten Parthenon-Sculpturen an die Urheberschaft von Phidias sprechen- dabei wurde auch daran erinnert , daß neben dem genialen Meister Phidias, deffen Werke durchweg den Stempel der großen Auffaffuug und Naturwahrhett tragen, eine Reihe Meister unter PhidiaS thätig waren, die alle mehr ober weniger bei ihm gelernt hatten und fich an den Bauten auf der Akropolis mit bethätigten. Den Vortrag erläuterten sehr schöne Skioptikonbilder und Photographien. △ Mainz, 4. Februar. Der Rhein ist seit gestern hier um 2 Meter gestiegen- er steigt noch stark. * ReuvsportlicheS. Se. Maj. der König von Württemberg sowie der Großherzog von Baden, Prinz Wilhelm von Baden und der Herzog von Anhalt haben ihren Sympathien für den Sport in Süddeutschland durch Ällerhöchftihren Beitritt als Mitglieder zum Rennclub Frankfurt a. M. Ausdruck verliehen. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog von Hessen haben die Gnade gehabt, daS Proteclorat über denselben zu übernehmen und auch den Ehrenpreis für die große Frankfurter Steeple-Chase, die am 20. Juni dö. IS. gelaufen und mit einem Geldpreise von Mk. 10000 ausgeschrieben wird, zu bewilligen. Se.'Hoheit der Prinz Hermann zu Sachsen-Weimar erweist dem neuen Rennclub wie früher dem Rhein. Rennverein die Auszeichnung, als Ehrenpräsident zu fungiren. * Hanau, 3. Februar. Gestern verunglückte auf den bei Bisch ofsheim hiesigen Kreises belegenen Eiswerken ein junger Arbeiter tödtlich. Derselbe wurde von einer Transmtsfionswelle erfaßt und etwa dreißigmal herum- geschleudert. Er erlitt mehrere Arm- und Beinbrüche, ein Arm wurde ihm vollständig auSgeriffen. Der Verunglückte ist seinen Verletzungen erlegen. * DieFamMe Friedmann in Berlin wird demnächst wieder einmal da« Gericht beschäftigen. Als nach der Flucht Fritz Friedmanns seine eheverlaffene Frau mit den Kindern fub- fistenzlos war, wurde von Verwandten und Freunden ein kleines Capital aufgebracht, welches für die Erziehung der Kinder verwandt werden sollte. Die Geber verwahrten sich aber dagegen, daß dieses Capital der Frau Friedmann aus- gehändigt würde, da deren unsichere Existenz keinerlei Garantie dafür bot, daß da« Capital auch wirklich dem ins Auge gefaßten Zwecke zugesührt werde. Nun hat Frau Friedmann einen ihrer Verwandten benunjirt, ben ErziehungSfond bet Kinder unterschlagen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat dieser Denunziation Folge gegeben und die Anklage ist bereits erhoben worden. * lieber die letzte Ruhestätte der mit dem „ZlttS" Unter« gegangenen ist von dem Leuchtthurmwächter Schwilp ein Brief an einen der Ueberlebenden, den Schiffsschreiber West« bunk, eingegangen, woraus der „Bremer Kur." einige Sätze wiedergibt. Der Kirchhof sieht jetzt sehr hübsch auß, eine 1,6 Meter hohe Mauer ist um ben ganzen Platz gebaut unb auf ber Mitte desselben steht ein sieben Meter hohes Marmordenkmal, welches die Namen aller beim Sch ff- brach des „Iltis" Ertrunkenen trügt. Ein hübscher Kranz von künstlichen Blumen, Geschenk von einem ruffischen Kriegsschiff, liegt auf dem Denkmal. Im Frühling sollen Bäume, Sträucher und Blumenbeete angelegt werden. • Die mit der steigenden Cnltnr fich vergrößernden Lebensansprüche haben dahin geführt, daß heute mehr als früher der Hautpflege allgemeine Aufmerksamkeit geschenkt wird, da diese Pflege für die Gesundheit de« menschlichen Organismus unerläßlich ist. Zur Pflege der Haut wird von allen Aerzten angelegentlichst empfohlen, im Haushalt eine Fettsalbe vorräthig zu halten- alle früher zu diesem Zweck verwandten Mittel find jetzt weit überholt und ersetzt durch das Lanolin, welches dem natürlichen Hautfett analog ist und deshalb zur Pflege der Haut, sowie als Schönheits- mittel im Vordergründe steht. DaS Lanolin findet fich in Form von „Lanolin Toilette Cream Lanolin" in ollen Apotheken und Drogenhandlungen und wird auch zur Anwen« düng in der Kinderstube auf daS Angelegentlichste empfohlen. Beim Einkauf des CreamS achte man darauf, daß jede Tube und jede Dose die Schutzmarke „Pfeilring" trägt, da nur dadurch eine Garantie für die Echtheit geboten wird. • Karlsruhe, 2. Februar. In Auggen wurde ein Raubanfall verübt. Während der Kaufmann Jänner bei einer gesellschaftlichen Veranstaltung verweilte, hatte ein Individuum feine allein zu Hause befindliche, schon sehr bejahrte Schwester, die verwittwete Frau Schilling, in daS bereits geschloffene Ladenlocal zu locken verstanden, ihr dabei mehrere tödtliche Schläge auf das Hinterhaupt versetzt unb bic Ladenkaffe mit einem Inhalt von 15 Mark geraubt. Als der Kaufmann Jänner nach Haufe kam, fand er feine Schwester im Blute liegend bewußtlos vor. DaS Bewußt« fein ist noch nicht zurückgekehrt. Von dem Thäter hat man keine Spur. * Einen neuen GaSgluhlichtstrumpf soll ber Chemiker Lad ureau conftruiit haben. Derselbe besteht au« organischen Fäden, die mit metallischen Oxyden impräqnirt find. Der Apparat wird gebildet auS zwei Platindrähten, auf denen die Fäden rings herum wie die Borsten einer Bürste angeordoer find. Letztere find nicht zerbrechlich, so daß man fie leicht handhaben kann, werden allerdings durch den Gebrauch empfindlicher. Jedoch soll ihre Dauerhastigkeit eine sehr große sein. Mit einem einzigen dieser Fäden soll Ladureau einen Lichteffect von !>/, Ctrn. Breite unb 7 bi« 8 Ctrn. Länge erzielt haben. Der Verbrauch an GaS soll ein sehr geringer sein. * Kohlenproductiou ber Welt. An ber Spitze aller kohlenerzeugenden Länder steht bekanntlich Großbritannien, daS aber in ben letzten Jahren in ben Vereinigten Staaten von Amerika einen gewaltig aufftrebenben Nebenbuhler bekommen hat. Währenb fich die jährliche Kohlenproductiou im ersteren Lande seit dem Jahre 1880 bis 1895 nur von 165 auf 218 Millionen Tonnen gehoben hat, vermehrte fich dieselbe in dem letzteren in bet gleichen Zeit von 71 auf 193 Millionen Tonnen, was also einer Verdreifachung nahe kommt. Einen ähnlichen Aufschwung des Kohlenbergbaues wie die Vereinigten Staaten hat überhaupt kein anderes Land der Welt aufzuweifen. An dritter Stelle kommt bereits Deutschland, welches von 65 Millionen Tonnen im Jahre 1880 auf 158 im Jahre 1890 und aus 193 im Jahre 1895 gestiegen ist. Den vierten Rang, der 1880 noch von Frankreich eingenommen wurde, hat fich jetzt Oesterreich-Ungarn erobert, deffen Kohlenproductiou fich seit jenem Jahre gerade verdoppelt hat und von 17 auf 34 Millionen Tonnen gestiegen ist. Frankreich producirte 1895 nur 30 Millionen Tonnen Kohle. Belgien war Oesterreich-Ungarn im Jahre 1880 ebenfalls noch überlegen, folgt jetzt mit 23 Millionen Tonnen jedoch erst an sechster Stelle. Rußland hat zwar seine Kohlenproductiou seit 1880 ebenfalls verdoppelt, dieselbe erreichte ober 1895 erst den Betrag von 8 Millionen Tonnen, alle übrigen Länder der Welt, so weit für diese zuverlässige Angaben gemacht werden können, lieferten 1895 weitaus nicht so viel Kohle, als das kleine Belgien, nämlich nur 14 Millionen Tonnen. £iteratur und Arrsrst. — Das Gebrauchsmustergesetz in der Praxis. Von C. Gronerk, Ingenieur unb Patentanwalt. Selbstverlag beß Verfassers, Berlin 1896, NW. 6, Loutsenstraße 42 Preis 1 Mark unb 10 Pfg. Porto. Das Gebrauchsmustergefetz hat für ben deutschen Verkehr in ben 5 Jahren seines Bestehens eine autzerorbentltche Bebeutung erlangt, nicht weniger als rund 61000 Eintragungen wurden durch das Patentamt bewirkt. Da das Patentamt Gebrauchsmuster-Anmeldungen ohne wettere Prüfung der Unterlagen einträgt, fo ist es begreiflich, daß viele Eintragungen werthlos oder von geringem Werth sind, weil die Unterlagen nicht sachgemäß auS- gearbettet wurden, oder weil die Gegenstände überhaupt nicht als Gebrauchsmuster schützbar find. Mit Rücksicht aus ben hieraus sich ergebenden Zustand ber Unsicherheit tritt ber Verfasser mit dieser Schrift hervor, die in ber Thal geeignet ist, volle Aufklärung zu schaffen, unb die Benutzung des Gesetzes zu erleichtern. Verfasser beschränkt sich nicht daraus, lediglich die rechte Sette deS Gesetzes zu erörtern, vielmehr giebt derselbe vor allen Dingen practtfche, gemeinverständliche Ratbschläge für Erlangung eines wirksamen Schutzes und daneben nützliche Winke, wie zu Unrecht erfolgte Eintragungen wieder zu beseittgen sind. Die gewählte Eintheilung nach Gesetzetzparagraphen unb Schlagwörtern ermöglicht es selbst dem Laien, sich schnell zurechtzufinden unb bie am Schluffe des Büchlein« wtedergcgebenen Muster von Formularen zeigen auch Demjenigen, ber ohne Patentanwalt Schutz nachsuchen will, ben richtigen Weg. Briefkasten. Herrn Th. in 0. Der übrigens viel zu umfangreiche Bericht über Glockeneinweihung in H. ging zu spät ein, beshalb nicht ver- wenbet. Herrn etad. ehern. W. hier. Denksprüche kommen in nächster Zeit mit zur Verwendung. Besten Dank. Red. Ästtrsdimst in der Synagoge Samstag ben 6. Februar. Vorabend 5 Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 6" Ubr. Verkehr, Ccmb* nnd VoiksM-rrhschnst. Limburg, 3. Februar. Fruchtmarkt. Rother Weizen JC 13,95, weißer Weizen JL 00.00, Korn v4t 9 80, Gerste JL 7.30. Hafer vä 5.60. Soeben, erscheint: 16 Bände geb. ä 10 M. Unentbehrlich für Jedermann 16500 Seiten Text WO 000 Artikel. I 3500i ^Abbildungen.! Brockhaus Die Rentabilität jeder maschinellen Anlage wird bedeutend erhöht durch Ausstellung eines ökonomisch arbeitenden BettiebSmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen sind die Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von 8L ÄBolf in Magdebnrg-Buika« bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie unb Landwtrthschast verbreitet. (9 er Inger Brennmaterial« verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerbastigkeit sind die Hauptvorzüge dieser Maschinen, vermöge deren fie nicht nur auf allen deutsche« Locomobil-Concurrenzen stets den Sieg daoongetragm haben, sonder« auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchste« Preisen ausgezeichnet find. [411 BehördlicheAnzeigen 2 Schuhmacher. Empfehlungen 1206 Iran Emma Niepoth 1223 treffen heute ein bei 616 Der Vorstand. 1051 s iflcliclfupjir Für eine pateutirte Neuheit | 1066] In einer hufigen Sigarren. fabrik findet zum 1. 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Tagesordnung: 1. Vereinsangelegenbeiten. 2. Vortrag des Herrn Th. Haubach r Reise «ach Norwegen und Spitz, bergen.r,(|8 feineres Hausmädchen, Dienste ädchen noch AuSwärtS, Schuhmacher , 1 Bäcker», 3 schlaffere, 2 Buchbinder-, 1 Schmied-, 1 Glaser-, 2 Schneider», 1 Schreiner, 1 Lacktrer-, 1 Bürstenbinder-,1 Gelbgirßer»,! Steindrucker-, 1 Setzer-Lehrling. Großherzogliche Bürgermeisterei Nidda. Rull mann. Freitag, den 5. Februar a. c., Abends 8V2 Uhr, in der „Bavaria" (Feidel). Tages-Ordnung: Berichterstattung. Rechnungsablage. Ergänzungswahlen. Der Vorstand. At; Ueberzeugen Sie sich, RV UMfisäldass meine Fahrräder <77,V Zubehörtheile die MJft hegten - und dabei die allerbilligsten sind. Wieder- KZ-' Verkäufer gesucht. Katalog gratis August Stukenbrok, Einbeck. Grösstes Special- Fahrrad-Versand-Haus Deutschlands Danksagung. 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Der auf Bahnhof Gießen besttbende alte sog Cöln-Mindener Gü'e schupoen soll auf Abbruch verkauft werden. Die dem Verkauf und Abbruch zu Grunde gelegten Bedingungen können in dem Bureau deS Regierung-- BaumetstrS Horstmann auf Bahnhof Gießen (Em- pfonaSgkbäude) etngesehen werden. Die mit entsprechender Aufschrift versehenen und verichloffenen Angebote find bis zum 17. ststbruar b IS, Vormittags 11 Uhr, kostenfrei an die unterzeichnete Jnsp-ction -tn'usenden. Zuschlagsfrist 3 Woch n. 1222 Frankfurt a. M , den 2. Februar 1897. Aönigl. Eisenbabn-BetrjebS Jnspection 2. sowie für die zahlreichen Blumenspenden und insbesondere dem Herrn Pfarrer Dingeldey sagen wir unseren herzlichsten Dank. Gießen, den 4. Februar 1897. ftamilte Niepoth. Für KiklWMndltt Renommirte Actieubrauerei Bayern» sucht mit gutsituirtem Bier- grotzhäudler zwecks Uebertragung "" Alleinverkaufs für dort und Umgegend in Verbindung zu treten. Offerten sub. P. M. HO an Rudolf Mosse, Theater-Verein. Freitag, den 12. Februar: 1«» = Der Probepfeil. Lustspiel von Oskar Blumenthal. Stiiit. MtMhaas. Freibank. 1219 Heute u«d morgen: Ocbfensieiscb nicht ladenrein, pr. Pfd. 56 Psg SdjmdnrfTeiTct) nicht ladenrein, vr. Pfd. SV PsK Schellfische Etiquetten, fertigt in billigen Preieen die Brühl'sche Univ.-Druckerei (Pietsch 4 Scher« Verloren § auf dem Wege Sleinstraße—Ostanlage ein roth u. gelb gestreifter Pferdeteppich. Gegen Belohnung abzug. Vstaniage 14. | Zu verkaufen. | 246] Mein auf dem Ktrchcnplatz gelegenes Wohnhaus bin ich willens unter günstigen Bedingungen zu verkaufen oder per Mitte März zu vermietben. ;ft. Habeuicht. Dieselbe soll auch feinere Küche verstehen und im Schreiben gewandt sein. Offerten sind an die Großh. Verwaltung der neuen Kli- niken in Gießen zu richten. Suche per 1. März ein tüchtiges und anständiges Dienstmädchen. Frau Carl Nowack 1106 SelterSweg 85, L St. Braves solides Mädchen in Küche und Haushalt erfahren, sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. 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