JSiSSJ ’MOOÄ . KXX) * ' ?o m . 160V ' •fe1*: Zungen. CbR6ttt i J Rt 15,—. ig "g,18--. re'-' «Ur ÄV "h- fftH 800 . 1 Mt 600 ' Itfttte A ' 300 ' ?h*^ ieukn°BSur ff*’ ^8 mm i,D«br., itmletitn. Hk. 16, Nrubvl, Zimmer mit M itit. Si»eryrait 5, » 1® der untere Em Zubehör, n bei Dr. Zinsser, rtock wein# ttOTttübtl?. lt.86 ist ber Ditte J 2 AKmlmi nebst tanbtr anderweit yx S bei der vstr-w Nr. 15. haute Arosdorftt- lsardmstoik m «rm. lere 6M odntl nebst Wir, per itt 3*®***^ ort' Sä* MMrUr^_ ^ZimmmoohMS ttstraßt^v^- 4 Zimmer and 2»' i oermiethen. Bh», 81 eOj!L änriflüw L 4 Zimmer mit 5 allen BeqaeB-' viethem--—-- «KT? 2«^ rw'Ä' Er z-W? UfW^^bL ewandeA^übkN. inH^rro^osE^u irr, Neustadt 8. ^SlU Zimmer Lüche ,u vera freundliche Man- Decembrr ,u oer- rtfr»V 16, pari. MmrU 'Manfardmwohmms immern, Lüche und m ruhige Leute per l W> ktwtfltJsjL 1897 Sotmerstafl den 4. November Nr. 259 Erstes Blatt Gießener Anzeiger Generat-Wnzeiger. Amts- «nd Anzeigeblatt für den Kreis <5tcfeen. «ebaction, Lxpcditia» und Druckerei: KchutstratzeVr.^ Fernsprecher 51. vierteljährig» jUtonnemeutspreUt 2 Mark 20 Pfg. ertt vringerlohn. Durch die Post bezogeU 2 Mark 50 PfL- Dic Gießener A^mitien5tLtter werden dem Anzeiger vvöchmtlich dreimal beigelegt. Der Oteßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» MontagL. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bor». 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslände» nehene» f Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- mtgeye. Aus der neuen Civilproeeßordnung. Während der Entwurf beS Gesetzes über die freiwillige Gerichtsbarkeit bereits zur amtlichen Veröffentlichung gelangt ist, darf auf daS Bekanntwerden der Bestimmungen der neuen Sivilproeeßordnung vorläufig noch nicht gerechnet werden, da die Arbeiten noch nicht ganz zu Ende geiührr find. Das ist sehr zu bedauern, da eS von größtem Werthe gewesen wäre, den vollständigen Inhalt der öffentlichen Kritik rechtzeitig zu unterziehen, während jetzt nur Bruchstücke auS demselben de« tonnt geworden find. Auch die Elvilproceßordnung muß vor dem 1. Januar 1900 zur Einführung gelangt sein, weshalb sie denn auch der nächsten Tess on deS Reichstages zur Durch- berathung vorgelegt werden fall. Bei der Besprechung des Entwurfs über die freiwillige Gerichtsbarkeit haben wir u. A. dargelegt, daß durch die Bestimmung, wonach daß Reichsgericht über eine gegen das Urtheil der Landgerichte eingeretchie Beschwerde in vielen Fällen entscheiden soll, daS Reichsgericht stark belastet werden wird, was um so schwerer inS Gewicht fällt, al» schon jetzt die Arbeitskraft deS obersten deutschen Gerichtshofes in hohem Grade angespannt wird und unter den jetzigen Umständen einer Mehrleistung nicht fähig ist. Aus diesem Grunde soll daS Reichsgericht in anderer Weise wieder entlastet werden, worauf man bei der neuen Civilproceßordnung Rücksicht genommen hat. LS verlautet nämlich mit großer Bestimmt- heit, daß die RevisionSsumwe von 1500 Mk. auf 8000 Mk. erhöht werden soll, daß also künftig das Reichsgericht sich nur mit der Revifion der den Werth der letzteren Summe übersteigenden C'vilproceffe beschäftigen soll. Es ist nun nicht zu leugnen, daß hierdurch eine wesentliche Erleichtung deS obersten Gerichtshofes erzielt werden würde, aber anderer« seits stehen einem solchen Plane auch wieder schwerwiegende Bedenken entgegen, wenn auch zugegeben werden muß, daß die Einführung deS Bürgerlichen GetetzbucheS die Arbeit deS Reichsgerichts an und für sich schon erheblich steigern wird. DaS darf aber immerhin kein Grund fein, die Rechtssicherheit zu schmälern, was geschehen würde, wenn das Reichs« gertcht sich künftig nur noch mit höher bewertheten Sachen beschäftigen würde. Es ist überhaupt schon schwer, eine bestimmte Werthgrenze in solchen Fällen anzugeben- denn ein Tivilproceß, welcher vielleicht nur mit 100 Mk. bewerthet wird, kann viel wichtiger und in seiner Entscheidung folgenschwerer sein, alS ein Proceß, desien Werth in die Tausende Feuilleton. Eines Liedes Zauber. Ein Erinnerungsblatt auf den 50. Todestag Mendelssohn-Bartholdys. 1847. 4. November 1897. Von C. Gerhard. (Nachdruck verboten.) Es war am 9. August des Jahres 1831. Auf die große Hitze, welche der Hochsommer der Schweiz gebracht, waren heftige Gewitter gefolgt. Nun goß seit Tagen der Regen unaufhaltsam herab. Schwer h-.naen die grauen Wolken am Himmel, in dichte Nebelschleier waren die Berge gehüllt, und zahllose kleine Wald-Quellen und -Flüßchen stürzten sich tosend, brausend von den Höhen in die Thäler, die Matten tränkend, die Wege überschwemmend, kleine Teiche bildend. Dazu heulte der Sturm, und riß in Gemeinschaft mit dem wüthenden Wasser die Brücken ab; hoch geschwollen waren die Seen. Durch all diesen Wettergraus schritt wohlgemuth auf der Straße, die von Wyler nach Interlaken führt, ein Jüngling dahin. Seiner Kleidung merkte man es an, daß er durch Pfützen gewatet, über sumpfige Wiesen gegangen, über nasie Hecken gesprungen war; seine Schuhe, Strümpfe, die Hellen Beinkleider waren bis zu den Knieen schwarzbraun gefärbt, und auch der blaue Ueberrock, die kleine Mütze, die so keck auf den kastanienbraunen Locken saß, waren durchnäßt. Aber der junge Wanderer war dennoch heiteren Sinne- geblieben. Was focht es ihn an, daß der Sturm seinen Regenschirm mehrmals umgekehrt, daß allzu heftige Güsse ihn gezwungen, gemeinsam mit einem Soldaten in einen großen Heuhaufen zu kriechen und dort ein halbes Stündchen auszuharren? Es lag doch auch Poesie in solch einer Wanderung mit Hinderniffen, und der Wind, sowie die losenden Waffer sangen gar herrliche Melodien, die sich in der Phantasie des Jünglings zu einer rauschenden Sinfonie verbanden. geht. Wie U bisher schon zn verwerfen war, ctae wiche Summe festzuletzen, um |o bedenklicher ist es, diesen Betrag erheblich zu erhöhen, weil dadurch in noch zahlreicheren Fällen den Parteien die Möglichkeit entzogen wiro, die Entscheidung des Reichsgerichts anzurufen. Man muß sich immer vergegenwärtigen, daß solche Werthgrenzen ein Nothbehelf find, an dem man nicht fest beharren darf- wenigstens muß die Grenze fo wett wie möglich gezogen werden. Blicken wir auf andere Länder, fo ist dort der Revifion ein viel weiterer Spielraum gelafien- eine Werthgrenze kennt man Überhaupt nicht. In Anbetracht alles desien erscheint uns die geplante Neuordnung durch die nothwendige Entlastung bet Reichsgerichts allein nicht genügend begründet, da man andere Maßnahmen treffen könnte, damit das Reichsgericht in der Lage ist, die in Ausficht stehende Mehrarbeit zu bewältigen. Durch Errichtung von Hiljssenaten, durch Zuziehung von HilfSrichtern für die UebergaugSzeit während der Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches würden die entstehenden Schwierigkeiten sicher beseitigt werden können. Und angefichts der besonderen Umstände läge für die Volksvertretung kein Grund vor, etwa die verfassungsmäßige Zustimmung zur Zu- laffung von HilfSrichtern beim Reichsgericht zu verweigern. Wohl aber dürfte der Reichstag sich nicht so leicht bereit finden laffen, die Erhöhung der Revifionssumme ohne Weitere- gut zu heißen- denn eS werden gewichtige Stimmen laut werden, welche die Entscheidung Über die Zuläffigkeit der Revision überhaupt nicht von dem in vielen Fällen imaginären Werth eines Gegenstandes abhängig machen wollen, jedenfalls aber nicht die Zahl der Procrsse zu verringern geneigt ist, in denen an die höchste Instanz appellirt werden darf. Die Regierung wird etwaigen Wünschen deS Reichstages nachkommen müflen, da fle fich in einer Zwangslage befindet, indem — wie schon oben bemerkt — die neue Eiv Iproceß« otbnung noch vor dem 1. Januar 1900 in Kraft getreten sein muß. In diesem Falle dürfte also die Reform nicht an dem FiScaliSmuS scheitern, wie es mit anderen Vorlagen, z. B. der Jnstizreform, geschehen ist. (xx) Reich Berlin, 2. November. Der Verein deutscher Maschinenbauanstalten hält hierselbst am 5. November seine Hauptversammlung ab. Die Tagesordnung umfaßt: Stellung- Er verlor auch nicht seinen lachenden Gleichmuth, als er sich von Unterseen nach Neuhaus in einem schwankenden Kahne beim stärksten Regen übersetzen lasien mußte. Besorgt nur griff er nach seinem Skizenbuch, das er unter die Weste geknöpft hatte. In Neuhaus bekam er mit vieler Mühe einen Wagen, in welchem er bald Interlaken erreichte. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen, und wenn die Berge auch verhüllt blieben, so begrüßte der Reisende doch mit Entzücken den Ort, wo er vor zehn Jahren mit den Seinen in dem freundlichen Gasthause mit der schmucken Glasgallerie und den herrlichen Nußbäumen vor der Thüre einige reizvolle Sommerwochen verlebt hatte. Die Wirthin stand draußen; sie war zwar immer noch dieselbe schöne Frau, die damals über die Späße des Knaben so oft gelacht, aber die Jahre waren ihr doch sehr anzumerken , und ihr schmal gewordenes Gesicht trug dazu noch einen unfreundlichen Ausdruck. Sicher würden sich diese Züge schon wieder aufhellen, meinte der Jüngling, und bat bescheiden um Quartier. Doch wie ward ihm, als die Frau energisch erklärte, daß auch nicht der kleinste Raum im Hause noch frei, überhaupt in ganz Interlaken fein Zimmer zu haben wäre! So mußte er den Ort seiner Sehnsucht wieder verlassen und ben nicht sehr angenehmen Rückweg antreten! Da übermannte ihn doch ein wenig der Aerger, indeß dagegen wußte er ein gutes Mittel. Während er unter den prächtigen Bäumen auf und nieder schritt, sang er drei- bis viermal die ersten Tacte des Beethoven'schen As-dur Adagios vor sich hin; bei dieser himmlischen Musik verflog allmählich sein Groll. Während er nun langsam in seinem Wagen gen Unterseen zurückfuhr, ließ er seine Augen über all die freundlichen Gebäude, die ihm noch zum Theil bekannt waren, hingleiten. Da stand die Kirche, daneben das Pfarrhaus- und dort das zierliche Häuschen mit den grünen Läden und dem kleinen Balkon, mit dem Hirschgeweih Über der Hausthüre, da» mußte das Forsthaus fein. Auf dem Balkon stand ein junges Mädchen und blickte zum wolkenverhangenen Himmel auf. nähme zur Pariser Weltausstellung, LieserungSbebingungen, Stempelangelegenheiten, HanbelSverträge unb Zollbeirath. Arrests Wolff» telegraphisches Eorrefponbenr-Bureim. Berlin, 2. November. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Landwirthschastsminister erließ am 23. October cr. eine Verfügung an fämmtliche Oberpräfibenten, Regierungspräsidenten und Generalcommiffionen, wonach, veranlaßt durch die Hochwafferfchäden deS letzten Sommer», die bethei- ltgten Behörden ersucht werden, einer Vorbeugung ähnlicher Schäden besondere Aufmerksamkeit zuzuwenben. Der Minister verkennt nicht die mannigfachen Schwierigkeiten, welche bei dem derzeitigen Stanbe ber Waffergesetzgebung und der waffer« wirthschaftlichen Organisation ber Thätigkett ber Behörden gegenüberstehen- die Schwierigkeiten seien aber keineswegs unüberwindlich und müssen bi« zur Aenderung ber Gesetzgebung durch erhöhte Thätigkett, verständnißvolles und nachgebendes Zusammenwirken von Staat und Provinz, die dauernde Beobachtung deS Zustandes der Wasserläufe und strenge Handhabung der bestehenden Gesetze zur Erreichung der gesteckten Ziele um so nachdrücklicher verfolgt werden. Frankfurt a M, 2. November. Die Leiche deS Generalmajors von Bülow war gestern Abend von Darmstadt nach der hiefigen Wohnung de- Verstorbenen überführt worden. Daselbst fand heute Nachmittag 5 Uhr ein Trauergottesdienst statt, an den fich eine Trauerparade eines combinirten Bataillons des 81. Infanterie Regiments unb einer SScadron deS 13. Husarev-RegimentS anfchloh, die von dem Generalmajor v. Maffow commandirt wurde. Darauf erfolgte die Ueberführung der Leiche nach dem Bahnhofe unter den Klängen des Ehopin'schen Trauermarsches. Hinter dem Leichenwagen schritten die nächsten Leidtragenden, denen fich die Spitzen der Militärbehörben und etwa 100 Offiziere aller Waffengattungen anschloffen. Die Bestattung wird im Familien- begrädniffe in Berlin stattfinden Depesche« deS Bure«« »Herold/ Berlin, 2. November. Der Kaiser hörte im Neuen Palais heute Vormittag von 10 Uhr an den Vortrag des Chefs deS MilitärcabinetS, General» v. Hahnke. Mittag» um 1 Uhr empfing der Kaiser den Erbprinzen von Sachsen-Coburg unb nahm sodann wettere militärische Ihr liebliches Gesicht war blaß, und um ben feinen Mund lag ein Ausdruck des Schmerzes, der dem jungen Beobachter nicht entgangen war. Welcher Kummer mochte sie drücken? Der Gedanke an das holde Töchterlein des Försters begleitete ihn bis nach Unterseen, wo er in einem Gasthause ein freund- liches Zimmer fand. Seine Freude war groß, als er in demselben ein Clavier bemerkte. Kaum war er allein und in trockene Kleider des Wirthes, die ihm freilich viel zu weit waren, gehüllt, da setzte er sich an das alte Instrument und seine Hände glitten kosend über die Tasten. Das Klavier trug die Jahreszahl 1794 und hatte einen feinen, silbernen Ton, der sich dem Spieler gleich ins Herz schmeichelte. Die Erinnerung trug ihn auf ihren Flügeln zn den Seinen nach Berlin, sie führte ihn nach Italien, das er wenige Wochen zuvor erst verlassen, und alle feine Gedanken und Empfindungen wurden zu klingenden Tönen. In der Nacht träumte er von dem schönen Mädchen, dessen Gesicht er so bekümmert gesehen; rathlos, verzweifelt stand sie an einem Abgrund; er half ihr über denselben hinweg. Als er aber ihre Gestalt umfangen wollte, war sie ihm entschwebt. Am andern Morgen erwachte er erst spät; die Sonne schien ihm schon ins Fenster, die Stürme hatten ausgetobt und die Regenwolken verjagt, die Natur lachte wieder in aller ihrer Pracht. Nachdem der Fremde ein frühes Mittagsmahl eingenommen, hielt es ihn nicht länger in Unterfeen; ein geheimes mächtiges Sehnen trieb ihn nach Interlaken. Da der ganze Weg unter Wasser stand, unb eine Fußtour unmöglich war, mietete er sich ein Pferb unb ritt auf ben Überschwemmten Straßen seinem Ziel zu. Welchen anberen Anblick gewährte ber Oct heute. Glänzenb im Schmucke ihrer Schneehäupter stauben bie Berge, grün schimmerten bie Matten, im tiefsten Blau lächelte ber Himmel. Die Wirthin bes „Gasthauses zu ben Nußbäumen" machte heute auch ein freunblicheres Gesicht, setzte sich zu ihm und fragte ihn, wie es seinen Eltern unb ben lustigen Schwestern ginge. (Schluß folgt.) Meldungen entgegen. Später empfing der Kaiser den italieni- schen Burschaster Grafen Lanza in Audienz. Derselbe wurde auch zur kaiserlichen Frühstackstafel zugezogeo. Berlin. 2. November. Der „Borwärt»" bestätigt, daß der Reichstagsabgeordnete Bogtherr ein Mandat nicht wieder übernehmen wird. Pole, 2. November. Die „Köln. VolkSztg." erfährt au« Loudon, der höchstcommandireude britische Armeegeneral Wolfeleh bereite eine umfaffeude Denkschrift vor, in welcher er die vollständige Umgestaltung de» britischen Heerwesen» dem gegenwärtigen Eabinet driogendst empfehlen will. Wolseley fordert die allgemeine Dienstpflicht nnb macht keinen Hehl daraus, daß die gegenwärtige Heer- verfaffuog de» britischen Weltreiche» ein veraltete» System sei. Weiter erklärt Wolseley, die Legende, E-igland besitze durch Gibraltar den Schlüffel zum Mittelländischen Meer, müsse zerstört werden. Die Besetzung der Sudabay auf Sheto sei für England» Stellung im Mittelmeer durchaus wichtlger als jede Verstärkung von Gibraltar. Wie», 2. November. Die „Neue Freie Presse" meldet au» Graz, daß e» in der Nacht zum Sonntag daselbst zu blutigen Zusammenstößen zwischen deutschen und slawischen Stuüenten kam. Die deutschen Studenten wurden von den slawischen ohne Ursache überfallen. Es gab sech» verwundete. Die Polizei nahm eine Anzahl Verhaftungen vor. Madrid, 2. November. Diejenigen Personen, die als vermeintliche Anarchisten im Gefängntß zu Montznich in Haft gehalten wurden, find gestern freigelassen worden. Loudoe, 2. November. Aus Carraca» wird gemeldet, daß daselbst ein Eomplot entdeckt wurde, da» den AuSbruch einer Revolution in Venezuela bezweckt. 500 Verhaftungen wurden vorgenommen. Kaura, 2. November. Eine Versammlung von kreteufi- schen Abgeordneten hat einen Ausschuß von 10 Mitgliedern gewählt, der dem Admiral die Adresse der von den Abgeordneten angenommenen Wünsche übermitteln soll. Havauua, 2. November. General Weyler begab fich gestern früh zum General Blanco an Bord de» Dampfer» Älfou» XIII., auf welchem Blanco hier angekommen ist und übergab demselben den Oberbefehl. Berlin, 3. November. Wie die „Deutsche Tageszeitung" au» bester Quelle erfährt, wird der Reichstag bereit» im letzten Drittel des November einberufen werden. Berlin, 3. November. Der „Boss. Ztg." wird au» Wien telegraphirr: Ueber die Audienz des Grafen Badeni beim Kaiser wird erzählt, Badens werde freie Hand gelassen werden, die Ordnung ganz nach seinem Ermessen herzustellen- gelinge eS, daS AuSgletchSprovtsorium rechtzeitig zu erledigen, dann soll daS Parlament so lange tagen, als es fich arbeitsfähig erweist. Wird daS Zustandekommen deS AuSgleichSprovtsoriumS verhindert, so werde die Regierung -ur Sisttrung de» parlamentarischen Zustande» schreiten. Die Regierung sei auch "entschlossen, in den deutsch-böhmischen Greozbezirken den Ausnahmezustand zu verhängen, wozu bereit» alle Vorbereitungen getroffen worden seien. Da» Budgetprovisorium würde durch kaiserliche Nothoerordnung für sechs Monate festgeftellt werden. WB. New-Hork, 3. December. Der Candidat der Tammanhhallpartei, Bandyck, wurde in Groh-New Uork mit über 70000 Stimmen Mehrheit zum Mohor gewählt. uw6 protHttjiel Gießer, de« 3. November. * • Kirchliche Dieustuachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, der durch die Decanats'yaode des DecanatS WormS für den Rest der im Jahre 1898 adlaufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl deS rvangel schen Pfarrers Friedrich Schwörer zu Osthofen zum Dccau und deS evaugeltschen Pfarrer» Peter Schneider zu Hochheim zum Stellvertreter des Decan» des DecanatS Worms die Bestätigung zu erthellrn, sowie dem Pfarrer Karl Haacke zu Wenings die evangelische Pfarrstelle zu Steinbach, Drcanat Gießen, zu Übertragen. ** Personal-Notizen. Seine Königliche Hoheit der G r o ß - Herzog haben Allergnädtgst geruht: 1) den Oberlandes. gerichtSrath Ernst Rohde auf fein Nachsuchen von der Stelle eines richterlichen Mitgliedes bet dem LandeSverfiche- rungsamre zu entbinden, 2) den OderlandeSgerichtSrath Hugo F o r ch zum richterlichen Mitgliede bei dem LandeSversicherungS- amie für die Dauer des von ihm zur Zett bekleideten Hauptamt», und den vortragenden Rath der Abtheilung de» Ministeriums der Finanzen für Forst- und Eameralverwaltung Geheime Oberforstrath Ludwig Frey auf Lebenszeit zum ständigen Mitglied de» LandeßverficheruugSamieS im Nebenamte zu ernennen. — Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädtgst geruht, den Professor t. P. Geheime Baurath Eduard Sonne von der Wahrnehmung der Geschäfte eine» Vorsitzenden der Eentralstelle für die Gewerbe und de» LandeSgewerbeveretnö auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. November d. I., zu entbinden und den BrandversicherungSinspector August Noack zu Darmstadt zum Vorsitzenden der Centralstelle für die Gewerbe und deS LandeSgewerbeveretn» unter Verleihung des CharacterS als „RegiermigSrath", mit Wirkung vom 1. November d. I. an zu ernennen. ' • • Dienstliche Beoenauog der Leiter der höhere« Burger- fchuleu. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 27. Oktober zu genehmigen gerubt, daß den definitiv angestellten, akademisch gebildeten Leitern der im Großherzogthum bestehenden höheren Bürgerschulen die dienstliche Benennung „Rector" betgelegt werde. * * LandeSbaugewerkschnle. Der 2 2. JahreScursu» der LavdrSbaugewerkschule zu Darmstadt wurde am Montag eröffnet. Die Schule wird von 177 Schülern besuche, von welchen 117 aus der Provinz Starkenburg, 23 aus Ober- Hessen, 21 au» Rheinhessen, 12 au» Preußen und je 2 au» Bayern und Sachsen kommen. • • Der Berein der seminaristisch gebildeten Lehrer an den höheren Scholen bei Großherzogthum» hat an die zweite Kammer der Stände da» Gesuch gerichtet: hohe Kammer wolle bei Berathung des Voranschlag» für 1897/1900, beziehungsweise de» BeamtengesetzrS, beschließen, daß die an den höheren Lehranstalten definitiv augeftellrea seminaristisch gebildeten Lehrer in ihren Gehalten, gleich den Seminar» und sog. technischen Lehrern, innerhalb 28 definitiver Dienst- jahre, von 1850 Mk. beginnend, io vierjährigen Fristen, bei jeweils 250 Mk. Zulage, zu dem Max malgehalt von 3600 Mk. aufstetgen, und daß dieselben hinsichtlich der Relictengelder dieselben Vortheile genießen sollen, wie die übrigen Staatsbeamten. • • Die Gesellschaft für Erd- anb Völkerkunde hat nun» mehr mit einem größeren Vortrage und einer kleinen MontagSfitzung ihr zweites Jahr begonnen. In dem am 18. v. MlS. gehaltenen Bortrage sprach Herr Dr. Julius Ritier von Payer über die Erfahrungen, die er auf feinen Nordpolexpeditionen gesammelt hat. In fesselnder Rede schilderte der berühmte Forscher die Vorbereitungen zu einer Polarfahrt, die Ausrüstung des Sch'ffeS, der Menschen, die vothwendigen persönlichen Eigenschaften der Thetlnehmer. Sodann wurden wir bekannt gemacht mit dem Aussehen der Polarwelt, da» der Vortragende al» der landläufigen Ansicht durchaus entgegengesetzt uns vorsührte. Wir hörten von der Geologie und der Vegetation, die nicht ein einförmige» Bild, sondern obwechslungreiche Scenerien schaffen- Land, EiS, Berge, Luftspiegelungen verbinden sich, den Beschauer zu bezaubern. DaS Leben in diesen Gegenden, die Art deS Forschens, Schlittenreisen, Wohnung, Kleidung und Speise, der Kampf mit dem EiSbär, die Jagd auf daS Wallroß wurden anschaulich geschildert. Die grimmige Kälte, die den Athem rauschend al» Schnee niederfallen läßt, be- b;rgt eine ganz besondere Behandlung der Waffen und der wissenschaftlichen Instrumente. Zum Schlüsse wurden die Ziele der von dem Herrn Redner geplanten neuen Polar» expeditiou einer Würdigung unterzogen und hervorgehoben, daß wohl Aussichten auf einen glücklichen Erfolg bestünden, den wir dem kühnen Forscher von ganzem Herzen wünschen. — Jo der Sitzung vom 1. November besprach Herr Professor Sievers die seit dem Frühjahr bekannt gewordenen geographischen Vorgänge, insbesondere den Togo-Vertrag und Andrees Versuch zur Erreichung des Nordpol», und legte die wichtigsten neuen Erscheinungen des geographischen Büchermärkte» vor. * • Theater-Bereit». Anna Führing aus Berlin, der Gast de» Theater-Verein» am Mittwoch den 10. November, zählt unstreitig zu den bedeutendsten Heroinen der Gegenwart. Eine geborene Hamburgerin, kam sie im jugendlichen Alter nach Berlin, um dort von keinem Geringeren als dem damaligen Director der köntgl. Hofoper, Ferd. Strantz, zur Bühne ausgebildet und vorbereitet zu werden. Körperlich und geistig von der Natur nach jeder Richtung bin begünstigt, stieg die Künstlerin im raschen Fluge zu der Höhe, die sie heute fast ohne Rivalin einnimmt. In den glücklichsten Verhältnissen lebend, als Gattin ihre» früheren Lehrers und Meisters, hat sie nicht die Fesseln eines festen Engagements zu tragen, sondern kann fich ohne Zwang ganz ihrer schönen Kunst htngeben, deren geniale Vertreterin sie ist. Den höchsten Triumpf feierte Anna Führing als Germania in dem Festspiel der Stadt Düsseldorf, veranstaltet von der Künstlerschaft zu Ehren der Anwesenheit Kaiser Wilhelm II. Auch bet der Centenarfeier im März bl. Jahre» in Berlin war eS wieder Anna Führing, die bei Enthüllung de» National» denkmal» mit ihrer Schönheit und ihrer Kunst die Germania verkörperte und darstellte. Wie fich die Künstlerin ihrer Aufgabe entledigte, darüber herrscht nur eine Stimme der Bewunderung. •* * Lahvthal-Zither-Btmb. Die diesjährige Haupt» Versammlung de» Bundes findet am 7. und 8. November in Friedberg statt. Da» damit verbundene größere Zither» Concert ist Sonntag den 7. November, Abends 8 Uhr, im Saale des Hotel Trapp. ** Verhaftet. Gestern wurde der Taglöhner Ambrostu» Feuerstein wegen Verdachts des Meineides, der Maurer Georg Mühlhäuser wegen Anstiftung zu dem Verbrechen vor unserer Strafkammer in Haft genommen. Beide Verhaftete find Familienväter, aus Bad-Nauheim gebürtig. Feuerstein versuchte vergeblich, den Mühlhäuser, welcher wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung vom Schöffengericht Bad-Nauheim zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt war und htergegen Berufung vor der Strafkammer verfolgte, hier herauszuschwören. Mühlhäuser gab indirect in der gestrigen Verhandlung zu, den Genossen zu einem falschen Eide angestiftet resp. Bethülfe zur Begehung der That geleistet zu haben. ** Ueber bol Collegieuschwaazeu. Der neue Rector der Universität Berlin, Professor Schmoller, richtete bet den ersten von ihm vollzogenen Jmmatr culationen beherzigens- werthe Worte an die Studirendeu: „Durch den Handschlag" — so etwa sagte er — „werden Sie auf die Statuten der Universität verpflichiet- Sie bekräftigen, daß Sie ihre Gesetze beobachten und ihnen nachleben wollen. Ich möchte Sie zugleich als Rector bitten, Ihre Zeit al» Studirende richtig zu benutzen und die Freiheit, welche die Universität Ihnen gewährt, nicht zu mißbrauchen- sie könnte Ihnen sonst leicht verhängnihvoll werden. Sie werden an die Universität nur dann einst mit ungetrübter Freude zurückdeuken, wenn Sie Ihre Aufgabe darin erblicken, nicht Collegien zu schwänzen und zu faulenzen, sondern ernst und tüchtig zu arbeiten. Bei einem unthätigen Genußleben aber würden Sie intellecluell und moralisch einen Schaden leiden!" *• Ueber den Personenverkehr ans der Linie Gießen» i Gelnhausen der Oberhesfischeu Bahn hat der Abgeordnete Westernacher eine Interpellation an die zweite Kammer I gerichtet, welche lautet: Ist e» der Großherzoglichen Re' gierung bekannt, daß dermalen Zustände auf der Bahnlinie Gießen-Grlnhausen stattfinden, die einer jeden geregelten Bahnverbindung Hoha sprechen. Die Anschlußzüge werden in Gelnhausen nicht erreicht, weil die Züge der Lime Gießen» Gelnhausen mit halbstündigen Verspätungen dorten emtrrssru und der letzte Zug ab Gelnhausen wartet den oft mit Verspätung von Fianksurt eintrrffeoden Anschlußzug nicht ab, und Dutzende von Personen find oft gezwungen, in der Nacht Fuhrwerk in Gelnhausen aufzusucheu, um nach einigen Stunden Fahrt die Heimath zu erreichen. Frage daher bet Groß- herzoglicher Regierung an: 1. Ist dieselbe nicht im Stande, die berechtigten Forderungen der Bewohner an dir Ober- hessischen Bahn zu vertreten. 2. Gedenkt dieselbe Maßregeln gegen Wiederholung künftiger Mißstände zu ergreifen. Wetterbericht. Die centralen Theile Europa» beherrscht noch ein barometrische» Maximum, dessen Kern heute über dem Oder- und Elbegebiet lagert, von Westen her scheint jedoch nunmehr eine umfangreiche Depression gegen den Continent vorzudringen, demselben ist über de« westlichen Theile de» Mittelmeeres bereits ein Theilgebilde vorgelagert Die Witterungsoerhältnisse auf unserem Gebiet haben zunächst noch wenig Aenderung erfahren, nur an den Hochstanonen ist frische Luftbewegung au» östlicher Richtung und tue Abnahme der Temperatur eingetreten. — Voraussichtliche Witterung: Theil» heitere», theil» neblicheS, kühle» Wetter. + Ortenberg, 2. November. Vom schönsten Herbst- wetter begünstigt verliefen die ersten Tage unsere» berühmten „Kalten Markte»", dessen Besuch besonder» heute sit. recht großer war. Schon in früher Morgenstunde entttlrfeltv sich in und vor dem Städtchen ein äußerst rege» Leben uat Treiben, waS fich am Nachmittage noch durch den Besuch der vielseitigen Vergnügungen auf dem Juxplatze erhöhte. Der. Biehmarkt war ebenfalls gut befahren- gestern und heute wurden etwa 700 Pferde und Fohlen, sowie heute ca. 500 Stück Rindvieh und etwa 400 Schweine angetrieben. Der Handel bei guten Preisen, namentlich in Jungvieh, war sehr lebhaft in Milchkühen war das Angebot geringer. — Auf dem Krammarkte, welcher heute begonnen und übermorgen endigt hatten sich außerordentlich viele Verkäufer, besonder» der Bedarfsartikel für den Winter, eingefunden, welche eb-nso wie die hiesigen sonstigen Geschäftsleute mit ihren Einnahmen sehr zufrieden find. Tambach, 2. November. Am Sonntag früh gtgtiT */,5 Uhr brach in der Hofratthe de» Herrn Joh. Boller dahier Feuer aus, da», trotz rasch herbeigeeilter Hilfe, durch die aufgespeicherten Heu- und Strohvorräthe so reichlich Nahrung fand, daß dem verheerenden Elemente zwei Scheunen und drei Ställe zum Opfer fielen. 4- tzihkiechea, 31. October. Der Zimmermann Johanne» MüllerIII. wurde heute früh in der Brachibach tobt auf* gefunden. Allem Ansche ne nach hat M., al» er gestern Abend nach Hau» gehen wollte, den über den Bach nach seiner Wohnung führenden Steg verfehlt und ist bei der Dunkelheit in das Wasser gerathen, in dem er seinen Tod fand. Da» Gericht war heute mit dem Kreisärzte hier, um die erforderlichen Untersuchungen vorzuuehmen. * Wo nächtigen die Obdachlosen Berlins? Die Ob dach- losen-Asyle können sich schon jetzt über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Während ihnen in der wärmeren Jahreszeit „Mutter Grün" lebhaft- Covcurrenz macht, bleiben vom Herbst an diese Freistätten der Armuth vielen Hunderten wegen Platzmangel verschlossen. Einen noch traurigeren Anblick gewährt es mitten im Winter, wenn die halbzerl >mpten Gestalten mit Weib und Kind vor dem entsetzlichen „Besetzt" davoneilen, um anderwärts ein Unterkommen zu suchen und in der Regel — nicht zu finden. ES entsteht da die Frage, wo alle diese Unglücklichen bleiben. Der Unterschlupsorte gibt e» eine große Menge- der Polizei find fie meisten» bekannt, aber man läßt im Allgemeinen die Obdachlosen ihr Unglück nicht so drückend fühlen. Gelegentlich werden mit großem Polizeiaufgebot ausgedehnte Streifen veranstaltet, die dann gewöhnlich den Zweck haben, „gesuchte" Persönlichkeiten, die etwas auf dem Kerbholz haben, aufzuspüren. Reben den öffentlichen Asylen werden die „Pennen" bevorzugt, elende Lagerstätten, die ein verhältnißmäßig theuere» Geld kosten und unter ziemlich scharfer polizeilicher Eoutrole stehen. Dir öffentlichen Parkanlagen find selbst noch im Winter da» Ziel vieler Obdachlosen und nicht selten meldet dann der Poltzei» bericht, daß da oder dort ein unbekannter Erfrorener gefunden worden sei. Aus Spreekähnen legen die Heimlosen sich gleich zu Dutzenden nieder- man duldet sie stillschweigend, um nicht durch Brandstiftung oder sonst wie geschädigt zu werden. Beliebte Zufluchtsorte find ferner die Flußbadeanstalten, Eanal» öffnungen, Lagerplätze ohne Hunde, Wagenichuppen, die höchsten Treppenflare, Eisenbahnwagen und besonder» Droschken mit ihren weichen Polstern. So wurden dieser Tage aus einem Grundstück im Norden nicht weniger al» fünf nächtigende Personen hervorgeholt. Darunter befanden fich zwei ihren Eltern entlaufene Schuljungen. • 700jahrigeS Jubiläum der Kohle. Die Entdeckung der Kohle ist durch einen Schmied au» Lüttich 1197 gemocht worden. Da Holz und andere Brennmaterialien z. Z. sehr theuer waren, tarn er auf die Idee, eine Art schwarzer Erde, die er gefunden, zum Hetzen za verwenden. Dieser Mann hieß Hullioz, und daher wird im Französischen Steinkohle auch Louille genannt. Nach authentischen Documenteu befanden fich in Belgien bereit» im J-hre 1228 Steinkohlenminen « vollen Betrieb. Norddeutschland machte sich sofort die Entdeckung -n Nutzen und begann schon kur- nach 1200 die Ausbeutung leiner Kohleulchätze, wenn auch viele der Lager, wie die schlefiicheu, sächsischen und die an der Ruhr erst in unserem Jahrhundert eine große Ausdehnung genommen haben. xsl -oi bSf CD btt lei in I“ ßt e v ti ti tbt Dr. b ®„6, * im SioBb, , ® dc, OJR! ergrelsea. le Eaiopar be. Men Rem heute »» Westen her Wfoa gegen blet hobev MW oen Hochstaiivviv “f0 und eine Ad' °rnuSsichtliche "S, kühle-Dnin, !^che» Heibst. unserer berühmten rsonderS heute rit «stunde enWlti' i krges Leben und lch den Besuch der- >tze erhöhte. Der gestern und heute Mecn. 500 §iüd eben. Der handel war sehr Itb^afl ger. - Auf de» übermorgen endigt, besonder- der 8r welche Mo ule een Sionahnien sehr Mag früh gegen 'n Jvh. Boller da- eellter Hilfe, dort irathe so reichlich ente Mei Scheunen lermann Johannes tbach tobt auf- , als er gestern n Bach nach seiner del der WeV lelvrn Tvd javd. le hier, um der er- Ihi8l Die Obdach er mangelnden 3a‘ r wärmeren Jahres macht, bleiben v°° j vielen Hundert - ,och traurigeren A°' l die halbzerlmpt«! rtsetzlichen „Besetzl" ' j m i» >-»-» ««> steht da die Frage, I >„ Unterschiupso'tt . stad fie meistens be- : Obdachlose« ih' ,»M »»V". 5 i lifen tottonftaUtt, W btt“ PersSniichke!"--. « tootjui'/ '* l-ünl- I* t :K swt: Eb°^^sDr°s^el ,llde° fw »” S°!Ä !«rt ©tetnfö6t< injSftW' tidinli- ®“ * Stil» ’ % V - ti «a* , Lager,a" 1 * ei* habe"' (noDHfltn ’ * Die Rothleiue hat funttiouirt. Auf dem Transport vom Strafgefängniffe Plötzensre nach der ©ttofanftait in Könitz (Westpreußen), wo er den Rest feiner Strafe verbüßen sollte, ist kurz vor der Station DöllenSradung in der Neumark aus dem Personenzug Nr. 61 ein Verbrecher eotsprunqen. Der schlaue Bursche zog in einem uiv bewachten Augenblicke plötzlich auf offener Strecke die Roth- leine und benutzte dann die hierdurch entstandene Verwirrung, um sich von seinem Transporteur loSzureißen und die Flucht zu ergreifen. Trotz sofortiger Verlo gung ist eS bisher nicht gelungen, des AuSrrißer- miedet habhaft zu werden. • Sin freventliches Spiel mit feiner Gesundheit trieb ein Schloffermetster tn Königsbütte, welcher in einem Gast- Hanse mit zwei Freunden um 100 Mk. die Wette einging, ein Pfund Petroleum auszutrinken. Er trank denn auch thatsächlich dar Petroleum hinunter. Ec hatte noch so viel Zeit, die aufgezählten 100 Mk. zusammen zu raffen, dann aber brach er bewußtlos schwer krank zusammen. Universitäts - Nachrichten. — Jena. Die Privatdocenten der mebfctntfd?en Facultät, Dr. Max MattbeS und Zahnarzt Dr. Witzel, der Prio-tdocent der Philosophie, Dr. Franz Erhardt und der Priocitdocent Dr. Otto Knopf, Observator der Sternwarte, sind zu außerordentlichen Profefforen ernannt worden. kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. ^»Lllgelifche Gemeinde. Donnerstag den 4. November, Abends 8 Uhr, im Con- firmandensaal, Neustadt 61: Btbelstunde. Ev Marci, Copttel 8, 27 und folgende. Pfarrer Dr. Grein. Donnerstag, den 4. November, Abends 8 Uhr: Con- firmandenoereiniguvg der MatthSuSgemeinde im Schwesternhaus. WöcheMche Ueberstchr der TodeSMe in Gietzex 44. Woche. Vom 24. October bttz 30. October 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Mi" ' Sterblichkeitrztffer: 21,94, nach Abzug der Ortsfremden 15,36 Kinder TS starben an: Zusammen- Lrwachfene: tm l.Lebenßiabr: Lungenschwtndsuchl 3 2 — Lungenentzündung 1 (i) 1 (1) Stimmritzenödem 1 — — Keuchhusten 1 — 1 Diarrhöe 1 — 1 Krebs des Magens 1 (1) 1 (1) - Altersschwäche 1 (1) 1 (1) — Gehirnschlagfluß 1 1 — vorn 2.—15.3^:: 1 1 Summa 10 (3) 6 (3) 2 2 Änm. Dir in Klammern gel-rmen Ziffern gebot an, wie Dielt der Todesfälle tn der detrrstenden Krankheit aus von ruSwärttz nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Die Trauer in der Kleidung. Bei allen Völkern der Vergangenheit und Gegenwart trachtet man, den Schmerz, den das fchwerste aller Erdenleiden, der Verlust geliebter Menschen, veruriecht, auch durch äußerliche Zeichen kund zu geben. Die oft sihr sonderbaren r-au-rformen werden im geriesten Heile des »Moden« Salon^ in einem äußerst characteristischen Gruppenbilde vorgesühri. Auch sonst enthält der belletristische und Modeniheit dieses Heftes ungemein viel Interessantes und Nützliches, so daß dieses billige und reichhaltige Mode- und Famiiienblair weiteste Verbreitung verdient. ist dasjmiae Nahruvgsmtttel, das durch 'Nährkraft und leichte Verdanl'Lkci < Ue anderen übertrifft. Es ist nun gelungen, den für die Ernährung wichtigsten Bestandtheil der Milch, das 6afeYn, in eli e lörlich--, für die Zwecke der Ernährung außerordentlich geeignete Form — Nutrose — überzuführen. Nutrose ist demnach im Gegensatz zu anderen Nährp'äparaten ein notür- l ches nur höchst concentrirtes Näb-mitiel, an welches der Mensch von Jugend auf gewöhnt ist. Rutrose leistet nach dm Urtheilen der Herren Aerzte bei der Ernährung schwächlicher Kinder, Blut- a mer und ^leichsüchtiger, Brust- und Magenkranker, scrophulöser und in der Ernährung zurückgebliebener Pnsonen ganz vorzügliche Dienste. Gewichtszunahme, Besserung des Allgemeinbefindens, Hebung der Körperkräfie — das sind die Symptome beim ®ebrauen von Rutrose In Schachteln ä 100 Gramm — ausreichend für etwa 15 Mahlzeiten — durch alle Apotheken, sowie Droguen- handlungen usw. zu beziehen. Einzige Fabrikanten: Fardw->kc. Höchst a. M. 9676 BehördlicheAnzeigen 10147 9963 per sofort zu oermiethen.| ca. 50 1. 100 // M // 2. 3. Empfehlungen. 4. » Uumpernickek Stämme 5. frisch eingetroffen. 9848 Emil Fischbach Keirte frische 10149 Marktstraße 4. Telephon 119. 9643 empfiehlt in »euer Maare Emil Fischbach 10170 ei getroffen bei J. M. Schulhof 10143 taube Nr. 10 bei Neuenwe« 82. miitben. J. M. Schulhof bei Telephon 119. Marktstraße 4. 10164 9427 3Iöhl, Tanzlehrer. // n n ff // // u n u '/ fm tf 50 30 50 50 100 300 50 50 50 Bauholz v. 20 cm m. Dm. aufwärts. Grubenholz bis zu 20 cm m. Dm. Schnittholz v. 30 em m Dm. auswärts Baüholz von 20—30 cm mittl. Dm. Backfische Per Pfund 25 Pfg., Eiche: ff ||....... Ven^etfamgcn' 1(165] Ein Famllienlogis zu ver- Für den Vorstand: Dr. Naumann, Pfarrer. n // Buche gegeben werden __ | Näheres in der Expedition d. Bl- lulövj Meines Logis zu verm. Au erfragen Neustadt 4», HI. einzureichen. Papiermühle, den 2. November 1897. Freiherrliche Obersörsterei Rabenau. Schwör er. Scheitholz Bauholz von 80 cm mittl. Durchm. aufwärts „ „ 20—30 cm mittl. Dm. Grubenholz bis zu 20 cm mittl. Dm. Schnittholz über 50 cm mittl. Dm. Oberchörgern, den 2. November 1897. Großh. Bürgermeisterei Ober-Hörgern. Alles. Feinst« Medicinal- Lsberthran. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen am Sonntag soll für das Winter- Halbjahr am nächsten Sonntag, den 7. November, wieder ihren Anfan.i nehmen. Die Vereinigung findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr Nachmittags im Saale der Kleiukiuderschule; die Mädchen können nach Belieben zu jeder Zeit kommen und gehen; von 3/t4 Uhr bi« 8/<5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Eröffnungsfeier am Sonntag, den 7. November, Nachmittags 4 Uhr. Wir laden die Mädchen zu zahlreicher Betheiligung ein, und bitten Eltern, Herrschaften und Geschäftsinhaber, ihre Mädchen auf den Sonntagsverein Hinweisen und denselben die Theilnahme gestatten zu wollen. Gießen, den 3. November 1897. Feinsten Medicinal- Leberthran empfiehlt die 9916 Adler-Drogerie, Mersw. 39 Otto Schaaf. Holzverkauf aus den Freiherrlich v. Rabenau^schen Waldungen. Nachverzeichnetes, im Winter 1897/98 zur Fällung bestimmtes Bau- und Nutzholz soll auf dem Submisfionsweae verkauft werden: 2 wiebeln heute Donnerstag zu haben Marit- Dar Holz lagert ca. 2—5 Kilometer von der nächsten Station der Bahnstrecke Londorf—Grünberg, bezw. Grünberg—Gießen. Angebote sind bis zum 15. November l. Js., Vorm. 10 Uhr, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bei unterzeichneter Stelle u. Stange», Fichteu: ca. 70 fm bis zu 20 cm mittl. Durchmesser. Rehe, im Ganzen und im Anschnitt billig» sowie Hafea empfiehlt 10159 Wtldorethändler Gbel, Rittergaffe. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde ^ber-Hörgern für 1898/99 liegt vom 5. November d I. an acht Tage lang zur Einsicht der Betheiligten auf hiesiger Bürgermeisterei offen, Tanz-TT nterricht. Schüler werden zu jeder Zeit angenommen Sonnenstraße Nr. 5. nd Cabliau eingetroffen bei 4551 J. M. Schulhof. WerheWer Derem für innere Misflnn. Jahresfest zu Gietzen: Mittwoch, den 10. November, Nachmittags 3 Uhr: Sitzung des Vorstandes und der Synodalvertreter in dem oberen Saal der Her* berge zur Heimath. Referat von Herrn Pfarrer W e i m a r. Münzenberg über: Stand und Pflege der Sittlichkeit auf dem Lande. Zutritt auch anderen Vereinsmitgliedern gestattet. Abends 61/4 Uhr: Festgottesdienst in der Johanneskirche. Herr Pfarrer D. Hackerschmidt aus Straßburg. Abends 81/4 Uhr: Freie Abendversammlung in Steins Garten. Donnerstag, den 11. November, im Confirmandensaal der Johanneskirche: Vormittags 10 Uhr: Morgenandacht. Heir Pfarrer Walz aus Lang-Göns. Referat von Herrn Professor D. Stamm über: Die innere Mission nab die Gebildeten. DiScussion. 10168 Der geschäftsführende Ausschutz. Dingeldey. Dornseiff. E. Kausfmanu. D. Köftlin. Schlosser. O. Stamm. G. Wind eck er. Chinkfifchk Thees, neuester Ernte in hochfeinen Qualitäten, Aquila-Thee, ein ganz vorzüglicher, krästiger, aromatischer Haushaltunasthee in luftdichter Verpackung, empfiehlt die 9945 Udler-Drogerie «eltersweg 89. Otto Schaaf Stämme: // Crmbkrg. KM«» empfiehlt 9974 Je NS. Schulhof, Marktsiraße 4. Gebäudeverkauf. Das der Freiherrlichen Familie von Nordeck zur Rabenau gehörige Maschinen- und Wohngebäude der vormaligen Papiermühle bei Kessel- rach nebst dabei befindlichem Stalle soll Montsg, den 15 Uovbr. d. I., Nachmitttags L Uhr,I eu Ort und Stelle auf den Abbruch on den Meistbietenden öffent lich versteigert werden. Ersteres Gebäude ist 23 m lang. 9,6 m breit, zweistöckig, bestehend in Eichen-Holzfachwänden und Ziegeldach; der Stall ist 6 m lang, ebenfalls zweistöckig. 10148 Nähere Auskunft rc. ertheilt Bau- verwalter Unger in Londorf. von 40—50 cm „ 30—40 cm m. Dm lineiiesSaiierkraut pn Pf». 8 M.. empfiehlt 10153 6 Herbordt, Marktplatz 18. Prima Weißwein per Flasche von 80 Pfg. an, sowie ff. Südweine, als: Malaga, Sherry und Portwein, Deutscher und kramös. Cognac zu haben bei _ 2978 Hch. Belloff ll„ Alilkflroßk 20. 9164s llnmöblirteg Zimmer mttCadtnet an anständigen Herrn billig zu oerm __Walltdorftr. 17. 10046) Eine unmöbl Stube zu oer- mteihen. Sonnenür. 11. 98341 Laden in erster Lage der Stadt zu vermiethen. Näheres tm Vermsitelungs» bur.au Hartung. Kaplansgasse______ 7974] Ein schöner Laden in guter Lag; zu vermiethen. 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November, Abends 8 Uhr präcis, im FestNaal (Leib’scher Saal) Wallthorstr., aaeceführt von Mitgliedern des Giessener Stadttheaters. Uasf: Frau Anna Fiihring aus Berlin. IVFxa-l Trauerspiel in 4 Acten von AJJLöU.Ü«li. Grillparzer. Billets: in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolph’s Nacht), sowie an der Abendkasse: Erstes Parquet Mk 3,60; Zweites Purquet und Saloon erste Reihe Mk 2,25.—. Studentenkarten Mk. 1,—. Schülerkarten Mk. 0,50. Gallerie Mk. I,—. Für Mitglieder nur im Vorverkauf (bei weiterem Bedarf): Erstes Parquet Mk. 3 —; Zweites Parquet Mk. 2, — . 10151 Nach Schluss des Theaters Omeibusverbindung nach verschiedenen Richtungen. Elisabeth Vogt August Wallenfels Verlobte. Giessen, im November 1897 Gesucht ein Terrain in der Nähe der Bleichstraße, Stepbanftraßc rc. zur Errichtung einer Lagerhalle. Offerten unter C Z. 10145 Arod- und JeinßäcKerei eröffnet habe. 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Ausschank der beliebten mit der goibentn Medaille nnb Shreudiplsm auf der Internationalen Bierausstellung zu München 1895 prämiirten Hiermit beehre ich mich einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend anzuzeigen, daß ich mit dem heutigen Tage die am hiesigen Platze unter der Firma Wilhelm Klee bestehende Mpier-, Iormutar- und Schreibmaterialien-Kandtung käuflich übernommen habe und unter gleicher Firma fortführen werde. Geschäfts-U ebernahme und Empfehlung*. Hierdurch erlaube ich mir, meiner werthen Nachbarschaft, sowie dem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Anzeige zu machen, daß ich die Bäckerei Ludwigsplatz 3 käuflich übernommen und 1( 116] Ein junges Mädchen zu einem Kinde für den Nachmittag gesucht. _______Bahnhofftr. 12, II. 10U83] Gesucht ein älteres Mädchen, welches kochen kann und alle Hausarbeit versteht Vorzusprechen zwischen 8 bis 9 Uhr Abends «üdaullage 9, II.* 10150] Ein lüchtigrs Mädchen, vom Lande bevorzugt, gefucht zum sofortigen Eintritt bei einer Oberförster ssamilie in Babenhausen. Näheres Grüudergerftraße 88. Tüchtige Verkäuferin per sofort gesucht. 10080 I Schmücker, norm. H. M- Jughardt, ____________Gießen. __ 10169] Eine gewandte Maschinen« ftrickeriu wird gelucht Näheres in der Expedition d Bl Araves, tüchtiges Mädchen i« «üche unb Hau- erfahren, zu Weihnachten für hohe« Lohn ge. sucht. Dräuletn «mmeUus, 10037 Marburgeryraße 18, II. 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