Nr. 207 Erstes MM Samölag den 4. September 1897 Der Oteßeirer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener As«mikienStä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Sichener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. vierteljähriger Avonnementspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redactron, Txpeditiim. und Druckerei: Kchulstraße Zlr.7. Fernsprecher 6X5 Aints- unb Anzeigebltttt für den Kreis Gieszen. «n°°dm. °°n Anz°,g-n zu d-r R-chmm-gS ,ür d.» Ar(ttfor «a. d-- S» m» «»,la»d-, »q— folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. ^UUUluUvlUlltl« Anzeigen für de» „Gießener Anzeiger" entgeye. Anfechtungen und Kämpfe des Fürsten Hohenlohe. Daß der jetzige Reichskanzler noch lange seines Amtes walten wird, glaubt wohl Niemand, vielmehr hält Jedermann den Zeitpunkt nicht mehr fern, wo er die schwere Bürde des Amtes niederlegt, welches er in freudiger Hingabe an Kaiser und Reich übernommen hatte, welches ihm wenig Befriedigung gebracht und noch weniger Dank eingetragen hat. Graf Caprivi war gefallen, sein System wurde in Acht und Bann gethan und seine Feinde triumphir- teu, denn fie hatten ja einen Sieg davongetragen, den fie in weitestem Maße für sich auszunutzen suchten. Ihre Forderungen wurden immer dringlicher und umfangreicher, so daß Fürst Hohenlohe, der doch als großer Grundbesitzer Berständniß für die Wünsche der Laudwirthschast Haden mußte, die Geduld verlor und den Agrariern den Rücken -ehrte, sich infolgedessen aber deren Haß zuzog. Der Kampf, den die extremen Agrarier gegen die Regierung führten, ist noch in zu frischer Erinnerung, als daß wir näher darauf einzugehen brauchten, die berühmten Generalversammlungen des „Bundes der Landwirthe" im Cir- euS Busch zu Berlin oder vorher im Feenpalast daselbst, waren eine ununterbrochene Anklage gegen die Regierung, daß die „berechtigten" Wünsche der Landwirthe an maßgebender Seite kein Gehör mehr fänden. Das bekannte Sprichwort „Steter Tropfen höhlt den Stein", hat sich auch in diesem Falle bewährt,- die Regierung ist mürbe geworden And sucht mit großen und kleinen „Mitteln" die Schreier zu befriedigen und ihnen soweit entgegenzukommen, daß man es sogar wagen durfte, mit einem auf das Getreideeiufuhr- Berbot abztelenden Anträge vor die Regierung zu treten. So wie dir Verhältnisse heute liegen, haben die Agrarier an Maßgebender Stelle Oberwasser und fie würden wohl noch etwas kühner auftreten, wenn nicht unser jetziger Reichskanzler ein so vorurtheilsfreier Mann wäre, der für extreme, nur für einzelne Categorien begünstigende Forderungen «icht zu haben ist. Wir halten eS für ganz selbstverständlich, daß Fürst Hohenlohe, als er dem Reichstag bezüglich der Militärstraf- proceßreform und des Vereinsgesetzes die bekannten Versicherungen gab, fest davon überzeugt war, daß er seine Versprechungen werde etnlösen können- auch fiod wir der Ansicht, daß er nach seinen Kräften eifrig bestrebt gewesen Ist, seinen Anschauungen Geltung zu verschaffen. Aber eS stehen ihm höhere Kräfte gegenüber, denen er entweder keinen Widerstand entgegenzusetzen vermochte, ober aber dieser Widerstand war zu schwach. Die Einbringung der vor wenigen Wochen abgelehnten Vereinsgesetznovelle im preußischen Landtage war von dem größeren Thetle deS Volkes mir einem gewissen Erstaunen ausgenommen worden darüber, daß Fürst Hohenlohe diesen Gesetzentwurf gegenzeichneu tonnte, da er mit seinen dem Reichstage gegebenen bündigen Zusagen nicht in Einklang zu bringen war. Und wir glauben auch heute noch, daß der Fürst nur schweren Herzens seine Einwilligung ertheilt hat und mehr dem Drängen anderer Kräfte nachgab alS seiner eigenen Ueberzeugung. Die Reform deS MilitärstrafprocesseS scheint jetzt die Klippe werden zu sollen, an welcher Fürst Hohenlohe end- gtlttg strauchelt. Man vergegenwärtige sich den ganzen Verlauf der Angelegenheit und man kann nicht begreifen, weshalb Fürst Hohenlohe nicht schon im vorigen Sommer zugleich mit dem Minister Brovsart v. Schellendorf seinen Abschied genommen hat. Er gab dem Reichstag das bindende Versprechen, in nächster Tagung werde eine Vorlage etn- gebracht werden, durch welche der Milttärstrafproceß mit den modernen Rechtsanschauuugen tu Einklang gebracht werden sollte. Die Zusage erhielt später Brief und Siegel durch eine entsprechende Erklärung im „Reichsanzeiger". Schon aber machten sich Mächte bemerkbar, welche den modernen Weltanschauungen in dem Milttärstrafproceß keinen Eingang gestatten wollten, und eS darf trotz offictöser und officteller Dementis als sicher angenommen werden, daß ein heftiger Zwiespalt zwischen Heeresverwaltung und Milttärcabinet thatsächlich bestanden hat, bet welchen daS letztere bekanntlich obsiegte. Die Reform ging schließlich dem BundeSrathe zu, und da begann das liebliche Spiel in der Presse: Bald waren die Arbeiten an der Reform schon weit vorgeschritten, bald wurden dieselben vertagt,- verschiedene Male sollte die Einbringung der Novelle im Reichstage unmittelbar bevor- stehen, bald waren der Hindernisse wieder so viele und große geworden, daß am Erfolg gezweifelt wurde. Diese letztere Ansicht scheint die richtige gewesen und die ganze Vorlage im Bundesrath sanft eingeschlummert zu sein,- denn übereinstimmende Meldungen dringen jetzt in die Oeffent« lichkeit, daß die Reformvorlage auch der nächsten Tagung deS Reichstags noch nicht zugehen werde und daß wegen der ganzen Angelegenheit eine Spannung zwischen Kaiser und Kanzler eingetreten sei, die den letzteren zum Rücktritt veranlassen würde. Sonach ist eS anscheinend nur noch eine repräsentative Pflicht, welche Fürst Hohenlohe dieser Tage in Homburg wahrnimmt, uud fie dürfte eine der letzten sein, welche er zu erfüllen hat, bevor er tu den wohlverdienten Ruhestand tritt. (xx) Deutsche» Reich Wurzburg, 1. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen nahmen heute Vormittag au der Parade des 2. bayerischen Armeecorps auf dem Paradefelde bei Biebelried, 15 Kilometer östlich Würzburg, Theil. Der Grobherzog, als Inhaber bei 5. Infanterie-Regiments, führte das Regiment im Vorbeimarsch. Heute Abend nach der Paradetafel kehren Se. Königliche Hoheit mit dem Zuge 10 Uhr 21 Miu. nach Friedberg zurück. Wolff« telegraphisches Eorrespondmz-BWeau. Berlin, 2. September. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist die Leiche des Lieutenants zur See, v. Hahnke, gefunden worden. Der Kaiser befahl die Absendung eines Avisos nach Odde, um die Leiche zu holen. Hamburg, 2. September. Der König von Siam reift morgen Vormittag 11 Uhr nach Essen. Bistritz, 2. September. Kaiser Franz Joseph traf heute früh 7 Uhr mit kleinem Gefolge, bei dem sich auch der deutsche und der italienische Militärattache befanden, auf dem Manöoerfelde ein. Dal Wetter ist herrlich. Rom, 2. September. Der König und die Königin find heute Mittag 1 Uhr in Begleitung des Ministers deS Aeußeren und mit großem Gefolge nach Homburg v. d. H. abgereist. Im Gefolge des Königs befinden fich der mit der Wahrung der Geschäfte des königlichen HauSministeriumS beauftragte erste Generaladjutant Ponzio-Vaglia, ferner der Palastpräfect Gianotti, die Generaladjutanten Generalmajor Appelius und Graf Ponza di San Martino, die Adjutanten Oberftlieutenant Greppi und Santi, Corvettencapitän Thaon di Revel, die Ceremonienmeister Cofimo Perucct, der Leibarzt Quirico und der Geheime CabinetSsrcretär deS Königs, Nurifio. DaS Gefolge der Königin besteht aus den Kammer- Herrn Gulccioli, den Hofdamen Herzogin Maximo und Marquise Trotti, sowie dem Hofherrn Graf Oldofredi- Tadini. Rom, 2. September. Die ersten Eommentare der Blätter betrachten die Reise deS italienischen Herrfcher- paareS nach Deutschland als eine neue Festigung des Friedens. „L'Jtalte" sagt, die Reise werde aufs Neue beweisen, daß daS Gleichgewicht bei friedlichen Europa! genau auf denselben Bedingungen verharren werde, wie vor der Reise Faure'S nach Rußland. „Esercito" schreibt, der Frtedensbund Italien! und Deutschland! sei nicht da! Er- gebntß einer momentanen Combinatton, sondern die natürliche Folge jener großen Ereignisse, die Europa eine neue Gestaltung gaben. Die italienische und deutsche Einigung seien gemeinsam geboren und könnten nur gemeinsam verschwinden. Da! bilde die Stärke deS Bundes und sichere seine Festigkeit auf unbegrenzte Dauer. Paris, 2. September. Dem „Echo de Pari!" zufolge wird die Infanterie während der Manöver bei 7. Corp! Versuche mit den neuen kleinen Mitraillcusen vornehmen. FemUeton. Der September. Bon I. C. Schmidt, Kunst- und Handelsgärtner in Erfurt. Die ungemüthliche Hitze beginnt jetzt allmälig einer erträglicheren Temperatur zu weichen- auch die Dürre ist «icht mehr so schlimm, denn ab und zu geht ein warmer Landregen hernieder, der Kräuter und Bäume von Staub und Schmutz reinigt und da! lechzende Erdreich durchfeuchtet. Unter dem Einfluß dieser warmen Regengüsse beginnen sich nun im Gemüsegarten die Kohlköpfe zu runden. Im Obstgarten schwillt da! Kernobst mächt'g und im Blumengarten erstehen stolze Herbstblüthen. Jeder Monat hat seine Reize, seine guten und schlechten Seiten. Der September ist der Monat stolzer aber duftloser Blüthen. Georginen, Herbstanemonen und Astern herrschen überall im Blumengarten vor und ihre leuchtenden Farben heben fich wirkungsvoll vom sattgrün gefärbten Baumlaub ab. Während im Ziergarten nicht mehr viel gesäet und gepflanzt wird, sondern fich das Hauptaugenmerk auf die Erhaltung des Vorhandenen beschränkt, nimmt uns im Obst- und Gemüsegarten die Ernte fast ganz in Anspruch. ES reift daS Sommerobst, welches man nicht von den Bäumen schütteln, sondern Frucht für Frucht sorgfältig pflücken soll, um e! vor allen Beschädigungen zu bewahren, denn die beschädigte Frucht wird schlecht und fleckig, während fich die unbeschädigten lange -frisch und gesund erhalten lassen. Im Gemüsegarten find die verschiedenartigsten Gemüsearten ertragfähig geworden. Auf allen Beeten finden wir Gewächse, die nur deS -Ginerntens harren und die den Tisch mit wechselreicher Äegetabilischer Kost versorgen. Aber man erntet jetzt nur für den augenblicklichen Gebrauch. WaS am Mittag gekocht werden soll, wird am Morgen geschnitten oder ausgezogen und was für den Winterbedarf bestimmt ist, bleibt noch lange auf den Beeten, denn gerade unter der Einwirkung der jetzt eintretenden reichlicheren Niederschläge und thauspendenden Nächte beginnen manche Gemüsesrten fast zusehends zu wachsen, sodaß man fie oft kaum wiedererkennt, wenn man nach drei- ober viertägiger Abwesenheit den Garten betritt. Die jetzt überall herrschende Ertragfähigkeit steigert die Freude am Garten, und so ist denn der Gartenfreund gern geneigt, daS eintreffende Herbstverzeichniß einer genauen Durchsicht zu unterziehen und seine Bestellungen an jungen Obftbäumeu, Rosen- und Blumenzwiebeln aufzugeben, damit tm nächsten Monat rechtzeitig mit den nothwendigen Herbstpflanzungen begonnen werden kann. Wir pflanzen dann die empfangenen Blumenzwiebeln in Töpfe und nehmen dazu eine leichte, dungkräftige Erde. Die Hhacinthen erhalten Töpfe von 15 Ctm. Durchmesser (oben). Sind el die langen Hyacinthen-Töpfe, so können fie enger sein. Tulpen kommen zu 2 bis 3 in einen 10 Ctm. weiten Topf. CrocuS desgl. zu 4 bis 5. Scylla sibirca wirkt am besten durch Massen, also 7 bis 8 in einem 12 Ctm. weiten Topf. Tazetten wollen wie Hhacinthen, Narzissen wie Tulpen gepflanzt sein, nur in etwas größere Töpfe (15 Ctm.) Nachdem wir die Zwiebeln einpflanzten, daß der Trieb eben bedeckt ist, setzen wir dieselben im Keller oder in einem tiefen Mistbeetkasten dicht an dicht hin und decken eine im letzteren Falle 10 Ctm. hohe Schicht leichter Erde darüber hin. Beim Beginn der Winterruhe der Zimmerpflanzen ist jede! Anreizen durch Düngung zu unterlassen. Unsere Haupt- sorge ist die zwcckmäßtgste Ausstellung der Gewächse tm Zimmer- zarte, blühende und kleine Pflanzen kommen dem Fenster so nahe als möglich zu stehen und steigt von da ab zimmereinwärts die Höhe und die Zähigkeit der Gewächse. Jede Pflanze bekomme so viel Platz, daß alle ihre Blätter Licht und Luft einsaugen können. Lieber ziehen wir wenig gute Pflanzen im Zimmer als viele und mangelhafte. Bei der Ungezieferjagd bei September werden unS dieselben Schädiger begegnen, die wir im August fanden. Beim Putzen der Obstbäume finden wir die der Baumrinde gleich gefärbten Eier deS Ringelspinners. An den Klebgürteln, die wir nun um die Stämme legen, fangen fich schon viele Jnsecten, fie sind nicht nur für die Frostspanner gut! Dal dazu bestimmte Papier wird um den Stamm gebunden und mit Raupenharz bestrichen. Man lege den Raupenleim nicht zu dick auf, sondern erneuere lieber den Winter durch alle 4 ober 6 Wochen den Anstrich. Eine niedliche Spielerei, da! Aufträgen von Namen auf die Früchte, kann jetzt ausgeführt werden, sobald fich dal Winterobst zu färben beginnt. Ein Monogramm, eine Krone oder einen Namen schneidet man sorgfältig in Papier aul, um ihn dann auf die sich färbende Frucht mit Gummiarabicu« aufzukleben. Die Stellen der Frucht, welche durch den anf* geklebten Namenszug verdeckt find, werden dem Einflüsse der Sonne entzogen- die rothe Farbe der Früchte entsteht nun ausschließlich durch die Sonne. Nur die der Sonne ausgesetzten Thetle der Frucht färben sich roth. Ist sie nun vollständig aulgereift, so wird der aufgeklebte Namenszug mit Wasser befeuchtet und bann entfernt, woburch er sich auf ber Frucht durch feine blaßgrüne Färbung von der rothen Umgebung wirkungsvoll abhebt. So kann man manchen feiner Lieben mit einer finnigen Gabe überraschen. Petersburg, 2. September. Im Ministerium für Volk». Aufklärung wird in der nächsten Zett eine besondere Lom- misfiou zusammentreten, am die Frage wegen der Einführung de- allgemeinen Schulzwanges in Rußland zu berathen. Konstantinopel. 2. September. Die Nachricht, der Sultan habe dem Emir von Afghanistan ein Handschreiben und Geschenke übersandt, wird von türkischer Sette bestritten. Athen, 2. September. Griechenland hat an die Mächte eine Note gerichtet, in welcher es gegen die Abtretung des Landstrichs, der die Strecke des PeueioS zwischen Conitza und Sntzochero einschließt, Einspruch erhebt, weil dadurch Griechenland der wirkliche Besitz diese- ganzen FluffeS genommen werde. — Nach einer Mittheilnng des Ministerpräsidenten Rallt hat die Regierung außer den Einnahmen aus der Stempelsteuer für den Dienst derKrtegSentschädignngS- Anleihe noch die Einnahme aus den Monopolen und dem Tabak vorgeschlagen, um den Mächten zu gestatten, zwischen diesen drei Pfändern zu wählen. Depeschen bei Bureau .Herold/ Berlin, 2. September. Der Prinzregevt von Bayern verlieh dem Botschafter v. Bülow daS Großkreuz des Verdienstordens der bayrischen Krone. Der bayrische Juftizmtntster Freiherr v. Leonrod erhielt den Rothen Adlerorden 1. Klaffe, der Kriegsminister Freiherr v. Adt die Brillanten zu diesem Orden. Berlin, 2. September. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat gestern auf der Rückreise von seinen russischen Gütern Eydtkuhnen passirt. Morgen wird er in Homburg eintreffen, um gleich dem interimistischen StaatSsecretär v. Bülow in der Begleitung deS Kaisers zu sein, während die Zusammenkunft mit dem Könige von Italien stattfindet. ES ist, so schreibt die „Nat.-Ztg.", wahrscheinlich, daß eS bei dieser Gelegenheit zwischen dem Kaiser und dem Reichskanzler zu einer entscheidenden Aussprache über die schwebenden politischen Fragen, namentlich über die Reform deS Militär- strafproceffeS und die Aufgaben der Gesetzgebung gegenüber der Socialdemokratte kommen wird. Die Rede des Kaisers in Coblenz werde vielfach als Anzeichen dafür aufgefaßt, daß eine Entscheidung im Sinne des Fürsten Hohenlohe nicht zu erwarten fei. Berlin, 2. September. Auf dem Sportplatz Friedenau, auf dem heute Nachmittag zu Gunsten der Ueberschwemmten ein Fest stattfand, ist gegen 2 Uhr das sogenannte AuS- ftellungSgebäude infolge eines heftigen Windstoßes in sich zufammenbrochen. Ein Klempner, der auf dem Dache des Gebäudes arbeitete, ist schwer verunglückt. Berlin, 2. September. Die „Krenzztg." bestätigt, daß gegenwärtig im Reichspostamt Erhebungen über die Einführung von Kartenbriefen stattfinden. ES sollen sowohl solche für daS Deutsche Reich wie für den internationalen Verkehr zur Einführung gelangen. Ein Termin .ist jedoch zur Zeit noch nicht festgesetzt. Als Porto dürften 10 bezw. 20 Pfg. erhoben werden. FriedrichSrnh, 2. September. Der König von Siam ist heute hier etngetroffen und vom Fürsten Bismarck am Schlöffe empfangen worden. Lauba«, 2. September. Sämmtliche Brunnen find wegen sehr ernster Typhusgefahr, hervorgerufen durch das jüngste Hochwaffer, behördlich geschlossen worden. ES find bereits mehrere Erkrankungen eingetreten. Auch in den überschwemmt gewesenen Häusern wurden TyphuSkeime entdeckt. ’%1j- WieSbaden, 2. September. Der General der Eavallerie z. D. v. Bernhardt ist heute früh in feinem 79. Lebensjahre hier gestorben. Homburg,2. September. Die Ankunft des Kaiser- Paares erfolgt morgen Mittag 12 Uhr 29 Mtn. Das italienische KönigSpaar trifft Nachmittags 6 Uhr 3 Mtn. hier ein. Würzburg, 2. September. Gestern Abend fand im Residenzschloß Paradetafel zu 130 Gedecken statt. Der Prinzregent sprach während der Tafel seine Freude darüber aus, daß die Majestäten seiner Einladung gefolgt und in Würzburg erschienen seien. Auch den übrigen fürstlichen Gästen dankte der Prinzregent für ihr Erscheinen an dem Tage zur Erinnerung an die Waffenthat der bayrischen Armee, an den Tag, an welchem die Armee ihre Hingabe gezeigt an die große deutsche Sache, für welche sie so tapfer gekämpft habe. Der Regent schloß mit den Worten: Ich trinke auf das Wohl Euer Majestäten und meiner übrigen hohen Gäste. Kaiser Wilhelm dankte in seinem und der Kaiserin Namen und gab seiner Freude über den liebenswürdigen Empfang und die freundliche Aufnahme Ausdruck. Insbesondere dankte er dem Prinzregentrn, daß er ihm Gelegenheit gegeben habe, das tüchtige zweite Armeecorps zu sehen. Sein Hoch galt dem Hause Wittelsbach. Um 9 Uhr wurde großer Zapfen- streich von 1100 Musikern auSgeführt. Auf dem Main wurde dann das große Mainfest mit Beleuchtung der Festung ab- gehalten. — Der Kaiser verlieh dem Regierungspräsidenten Grafen v. Luxburg den Kronenorden 1. Klaffe, dem Bürgermeister Hofrath Dr. Retdle den Rothen Adlerorden 3. Klaffe. Der König von Württemberg verlieh daS Großkreuz deS FriedrtchSorden» dem commandtrenden General v. Xylander und dem Regierungspräsidenten Grafen v. Luxberg. Nürnberg, 2. September. Heute Vormittag 9 Uhr 40 Mtn. trafen die fürstlichen Gäste auf dem Parade- selbe bet Schweinau ein. Um 10 Uhr begann die Parade, die bet herrlichem Wetter den programmmäßigen Verlauf nahm. Der Kaiser war in Ulanenuniforw, die Kaiserin in der Uniform ihres Garde-Regiments. Der Kaiser ritt mit dem Prtnzregenten die Front ab. vom Paradeplatze erfolgte die Fahrt nach der Stadt. Am Plärrer wurde Halt gemacht, wo ein Zelt errichtet war. Hier hatten sich die beiden Bürger- meister von Nürnberg, die städtischen Eollegten und Magistrats- Mitglieder mit ihren Damen aufgestellt. Der erste Bürgermeister Schuh hielt eine längere Ansprache, worauf ihm der Kaiser unter Händedruck dankte. Am Plärrer hatte sich eine zahlreiche Menge angesammelt, die den Kaiser und die übrigen Fürstlichkeiten mit begeisterten Hochrufen begrüßten. Hierauf erfolgte die Fahrt nach der Burg, wo um 6 Uhr große Galatafel stattfand. Landshut, 2. September. Heute vormittag fand die Schlußsitzung der 44. Generalverfammlung der Katholiken Deutschlands statt. Reichstagsabgeordneter Dr. Lieber, welcher heute sprechen sollte, war wegen Erkrankung daran verhindert. Nach dem Vortrag über Jerusalem und die Einigkeit der Katholiken hielt der erste Präsident Dr. Bachem die Schlußrede, in welcher er auf die Schul- und OrdeoSfrage zu sprechen kam und darauf hinwieS, daß die Katholiken nicht ruhen und rasten würden, bis diese Fragen gelöst seien. Mit dem katholischen Gruß schloß er sodann die 44. Generalversammlung der deutschen Katholiken. Hierauf fand im RathhauSsaale ein Festmahl statt. Wien, 2. September. Die gestern Abend im Wimberger Saale abgehaltene Sedanfeier der Deutsch-Nationalen wurde behördlich aufgelöst wegen einer Rede des Abgeordneten Wolff, welcher die Vorgänge in Eger besprach. Wien, 2. September. Der griechische Geschäftsträger ManoS confertrte gestern längere Zeit in der Angelegenheit der Beschleunigung der Friedensverhandlungen mit dem Grasen GoluchowSkh. Brüffel, 2. September. Hiesige Blätter versichern, daß die Meldung der „Köln. Ztg/ von einem angeblichen (Somplot gegen Kaiser Wilhelm auf einer falschen Aussage eines preußischen Deserteurs beruhe, der dadurch eine gelindere Strafe zu erwirken hoffte. Loudon, 2. September. Der „Times" wird aus Rom telegraphirt, daß nach der Rückkehr des Königs Humbert aus Homburg ein Mtnisterwechfel stattfiaden werde. Taruopol, 2. September. In der Nähe der Station ProScawa fand infolge falscher Weichenstelluog die Entgleisung eines stark besetzten PersonenzngeS statt. Ein Waggon wurde zertrümmert. Ein Eonducteur erlitt schwere Verletzungen. Berlin, 3. September. Der commandirende General deS 4. Armeecorps General von Häut sch hat seinen Abschied nachgefucht und erhalten. An seine Stelle tritt der Commandeur der ersten Garde-Jnfanterie-Divifion, Generallieutenant von Klitzing und an deffen Stelle der General- lieutenatn Frhr. von Bülow aus Freiburg (Baden). Berlin, 3. September. Gelegentlich des Magdeburger Aufenthalt» soll der Kaiser über den Erfolg der Rußlandsreife sich geäußert haben: „Dort haben wir nach meiner Ueberzeugung die Sahne abgeschöpft." Rom, 3. September. Es verlautet, der Papst richte an die Großmächte eine Circularnote, um gegen den Wunsch des ZionistencongreffeS, welcher dahin geht, Palästina dem Sultan abzukaufen, zu proteftiren. Mailand, 3. September. Graf Bonasi und fünf andere hochaageiehene Bürger von Modena, Lieferanten der dortigen Milttärschnle, wurden wegen großer Unterschlagungen und Bestechungen verhaftet. Athen, 3. September. Der deutsche Gesandte besuchte gestern den Ministerpräsidenten Ralli, bei welchem er eine halbe Stunde verweilte. Ralli begab sich gleich darauf ins Schloß, wohin auch die übrigen Minister berufen wurden. Der deutsche Gesandte ist von seiner Regierung dahin informirt worden, daß Deutschland unwandelbar bet seinen ursprünglichen Forderungen beharrt, und daß an den Abschluß einer Anleihe nur nach Einführung einer wirksamen Controle zu denken sei. Die Gesandten von England, Frankreich und Rußland übermittelten ihren Regierungen eine Eingabe, in der sie feststellen, daß Griechenland nur 11/2 Millionen zahlen könne. CoceUs uttb proohtiklkfc Gießen, den 3. September. Werthvolle Spende. Die psychiatrische Klinik erhielt von Herrn Obermedtcinalrath Dr. v. Höld er in Stuttgart ein werthvolles Geschenk in Gestalt von 30 Schädeln, welche sich hauptsächlich auf gewiffe Fragen der psychiatrischen Begutachtung beziehen. Diese von auswärts kommende Bereicherung der Studienmittel eines Institutes der Landes- univerfilät ist mit Dank zu begrüßen. • • Geschworene pro 8. Quartal 1897. Für die am 19. September beginnende Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen wurden folgende Geschworene auS- gelost: 1. Roth, Karl II., Bürgermeister, Kaichen; 2. Huhu, Ludwig, Bauunternehmer, Gießen- 3. Becker, Ludwig V., Landwirth, Ruttershausen- 4. Haubach, Theodor, Maschinenhändler, Gießen- 5. Schneider, Georg Ludwig, Schmied, Alsfeld- 6. Karl, Karl II., Landwirth, Heegheim- 7. Heyer, Ernst III., Landwirth, Wölfersheim - 8. HieroutmuS, Georg, Beigeordneter, Friedberg- 9. Müller, Karl, Gutsbesitzer, Neuhof bei Leihgestern- 10. Krüger, Gustav, Professor, Gießen- 11. Leonhard, Christoph, Landwirth, Okarben - 12. Kalbherm, Johann Georg, Landwirth, Vilbel- 13. Feuerbach , Georg Philipp, Gemeindeetnnehmer, Ockstadt- 14. Schlatter, Leopold, Kaufmann, Gießen- 15. Grünewald, Johannes, Bürgermeister, Herger-dorf- 16. Koch, Heinrich XIV., Oelmüller, Alsfeld- 17. Schühler, Martin, Landwirth, Groß-Felda- 18. Schmidt, Arthur Benno, Professor, Gießen- 19. Jochim, Johanne-, Bürgermeister, EinartShaufen- 20. Hüffel, Friedrich, Bergrentmeister, Weckesheim - 21. Jacobi, Georg Konrad Emil, Landwirth, Rodheim v. d. H.- 22. Röhner, Lorenz, Dachdecker, Alsfeld- 23. Jung, Philipp III., Landwirth, Heuchelheim- 24. Berk, Karl Valentin, Fabrikant, Alsfeld- 25. Rullmann, Otto, Pachter, Mittelgründau- 26. Ehrevklan, Ferdinand, Buchdrucker, Alsfeld- 27. Bähr, P. Wilhelm, Landwirth, Rohrbach- 28. Petri, Louis III., Weißbinder, Gießen - 29. Kober, Adolph, Buchhalter, Gießen- 30. Dämon, Heinrich IX., Landwirth, Hoch Weisel. I ** OruuibuSverbiuduug Manöver - SiNderzu-. Zu dem SamStag Morgen 6 Uhr 9 Mtn. in da» Manövergelände abgehenden Sonderzug wird die Omntbus-Gesellschaft auf den Linien Grünbergerstraße-Bahahof und Marburgerstraße- Bahnhof je zwei Extra-Omnibusse fahren lassen und zwar 5 Uhr 40 Min. und 5 Uhr 45 Min. ab Endstation. Der Fahrpreis beträgt 20 Pfg. * * Kaufmännischer Verein. Da nunmehr durch Erbauung eines BeremShauseS die Schulsäle den Anforderungen der Neuzeit entsprechend eingerichtet find, so kann man jetzt dem kaufmännischen UnterrichtSwesen noch mehr al» seither Aufmerksamkeit zuweuden. Die Schulcommiflion der kaufmännischen Fachschule hat deshalb beschlossen, auch für die Ausbildung deS weiblichen Hilfspersonals im Handelsgewerbe Sorge zu tragen und gedenkt mit Beginn des Winter-Semester» einen Unterrichts-CursuS in Buchführung, Schönschreiben, Rechnen und Correspondenz für weibliche Personen mit TageSunterricht einzurichten, woran bei mäßigem- Honorar alle Damen, welche in kaufmännischen oder gewerblichen Geschäften — fei e» im Eltern- oder fremden Hause — thätig sind oder e» noch vorhaben, theilnehmen können. Um nun etwas Anregung und Aufklärung in dieser Angelegenheit zu schaffen, hat sich Frau Anna Edinger an» Frankfurt a. M., Vorsteherin de» dortigen kaufmännischen Verein» weiblicher Angestellten und deren Unterricht» Curse, bereit erklärt, nächsten Sonntag, den 5. September, Nachmittags 4 Uhr, im hiesigen kaufmännischen VeretnShause einem Vortrag abzuhalten, wozu alle sich dafür intereffirende Dame» und Herren freien Zutritt haben. Siehe auch Inserat. • • Aue Gröulaub-AuSstelluug wird von Sonntag ab auf Oswalds Garten zu besichtigen sein. Ein im Jahre 1884 von Kapitän Röhl an der Küste von Norwegen erlegter Riesenwal, deffen Knochengertppe die Hälfte der 600 Quadratmeter großen Halle einnimmt, erregt daselbst da» Jntereffe in hohem Maße. Dr. Herme», Direktor des Aquariums in Berlin, hat da» Alter des Ungeheuers auf 500 Jahre geschätzt. Da» Kopfinnere ist so groß, daß zwölf Personen darin Platz haben. In der Nähe des Alten, der im Leben ein Gewicht von 300000 Pfund gehabt haben muß, sieht man einen Walfischsäugliog von zehn Fuß Länge. Auch einereichliche Sammlung von Mordinstrumenten wird gezeigt, mit denen man dem Seeuogethüm zu Leibe geht, Harpunen aller Art, besonders die Dynawitharpune mit Bombe an der Spitze- dieselbe explodirt, nachdem sie in den Körper des Wales eingedrungen ist und führt binnen zwei Stunden zur Verblutung. Außer den AuSrüstungsgegenständen zum ffialr fischfang sieht man eine Walroßsamilie, bestehend auS Männchen, Weibchen und zwei Jungen, eine Seehundfamilie, einen Eisbär, die beiden Todfeinde Hai- und Sägefisch friedlich neben« einanderliegend, Polarfuchs, Polarfische und Polarvögel, See- löwen, Seebären, sowie hundert andere Seltenheiten von ethnographischem Werth. Gewaltig ist alles Erschaffene, doch das Gewaltigste ist der Mensch. Deshalb flößt uns selbst die kleinste Spectes, der Eskimo, mehr Jntereffe ein, als der größte Walfisch. Kapitän Röhl hat eigenhändig Alles gesammelt, was diese Stiefkinder der Natur zur Kleidung und Nahrung, zur Jagd und Fischerei benöthigen. Weitere Plastische Darstellungen schildern uns den Eskimo im Kampfe mit einem Eisbären, auf dem Schlitten mit einem Reonthter- Vorspann und im Kajak, einem aus Fell und Ftschrippen verfertigten Boot. Eine besondere Abtheilung der Hyperborätschen Sammlung ist den Geschöpfen und Produclen milderer Klimate gewidmet. Da ist zuerst die Meerfrau, Dugang oder Sirene aus dem Rothen Meer, halb Fisch, halb Mensch. Dieses seltene Exemplar wurde erst vor einigen Monaten gefangen und im Leipziger Zoologischen Institut präparirt. Der übrige Thetl dieser Abtheilung besteht au» einer Sammlung von Waffen und Schmuckgegenständen, mie sie die Bewohner von Neu-Gninea oder Kaiser Wtlhelm»- Land im Gebrauche haben. Aus der nicht» weniger als vollständigen Anführung der Röhl'scheu Schaustücke ersieht man, wie lehrreich und unterhaltend zugleich der Besuch der Grünland-Ausstellung ist. * * Ueberschuß. Der Abschluß de» wittelrheinischew Krei-turnfeste» in Homburg v. d. H. ergibt einen Urber- schuß von etwa 4000 Mk. • • Militärische». Nach einer Bestimmung de» Kaiser» haben die Offiziere der Fußtruppen im Gefecht den Degen (Säbel) erst dann zu ziehen, wenn die Truppe zum Angriff schreitet, also dazu Tritt faßt, bezw. die Tambour» anschlagen, wenn die Schützen znm Sturm anlaufen ober da» Seitengewehr aufgepflanzt wirb. Den Vorgesetzten steht jedoch die Befugniß zu, auch bei anderen als den vorstehend erwähnten Gelegenheiten den Degen usw. ziehen zu laffen, wenn tm Gefecht besondere Umstände oder das Jntereffe der Gefecht»- dtSciplin die» erfordern. Wie der KriegSmtntfter angeordnet hat, ist bereit» bei den diesjährigen Herbstübungeu hiernach zu verfahren. * * Wetterbericht. Die über Nord-Europa liegende Depression hat unter gleichzeitiger Vertiefung ihres Centrum» ihren Bereich ganz erheblich nach Süden ausgedehnt. Bon der Nordsee zieht sich ein sackförmiger Ausläufer Über die Niederlande und SÜdwest-Deutschland bis nach der Küste. Schwacher, relativ hoher Druck besteht noch im Süden. Der bei dieser Wetterlage zur Zett noch herrschende Einfluß de» letzteren, welcher für die südlichen GebietStheile zunächst wolkenlosen Himmel verursacht, dürfte aber mit dem weiteren Vordringen deS niederen Druckes allenthalben verschwinden. — Voraussichtliche Witterung: Neuerdings Zunahme der Bewölkung und später Eintritt von trübem Wetter mit Niederschlägen. E. Echzell, 2. September. Da- GrummetgraS auf den fißcalischen Wiesen in dir Echzeller und Berstädter Mark ist versteigert worden und hat Erlöse von 7 bi» 13 Mk. den Morgen erzielt. In den Gemarkungen Gettenau, Heuchel- heim, Leidhecken und Blofeld waren die Preise überaus schlecht, man bot 2 bis 3 Mk. für den Morgen, sodaß die Genehmi« j^r**-’* ?*• 8« hie S'aNt au( <7 A J fr °«ch lh ’ * •« tWhiU, ®ü Beginn »,» “.frtonmt, 8 fflr weiblichr "°°bki mäßige« |ln °der gewerb, !, '^rn Hause lianta. > ta„M« «a1(. a ®^ngtt aui J töujmann^tn UlltenichtSLmik, Teptember, Nach! Mein-Hause eines kkk^tlevde Dames JU$ Jchrat. 1 Sonvtag ab auf Ela im Jahre ^ortoegea erlegter der M Quadrat. 'M da« Jntereffe IW Aquariums In “f 500 Jahre gr« Mölf Perssura !l>, der Im Leben haben muß, sieht Länge. Auch eine »«b gezeigt, mit tj Harpunen aller i Bombe au der n den Körper der zwei Stunden zur iständen zum Bal^ itnb aus Männchen, farnilie, einen Eis« isch friedlich neben« d Polarvögel, See« eoheiten von ethno« Ichassene, doch das Ißt un6 selbst die resse ein, all der ihänöig Alles ge« jur Kleidung und lhigen. Weitere tlimo im flammt , eiurm Renuthirr. ud Mchchpru ver- eilung der HHP»' ;n und Productea »rst die Meerftau, Meer, halb Fisch, de erst vor einigen !ologischeu Jchknt Heilung besteht au- jgegenständen, wie Kaiser Wilhelm-- : weniger als voll- stücke erfleht mau, Besuch der Gröu- itelrhelnischerr «gibt einen Ueber« »uniWW SitiÜ h<« Will im amiiui«»«**; , «l« dal Ä- jte« P-h- E f/ff.n wenn tm z° * Gesicht-' fe Hübnngen «■tfÄ- Ansl^l E,. » Ä Der >och ’® (ti-Hufe deö >er ®lt .sjwiodk°- , 661« gung nicht ertheilt wurde. Die Leute hatten keine Kauflust etamal wegen des uasieu Wetters, daun weil der Stand de» Grases gering ist, sich erst in den letzten 10 Tagen besserte, endlich weil man das Steigen der Horloff fürchtet, wodurch die Wiesen unter Waffer geratheu. —Die Masern können jetzt bei uns al» erloschen angesehen werden, das Militär durfte tn den letzten paar Tagen zu uns herein. Butzbach. 2. September. Das gestrige DivtstonS- mauöver der hessischen (25.) Division gegen den markirten Feind gestaltete sich zu einem großen militärischen Schauspiel. Born DioisionsrendezvouS zwischen Butzbach und Niederweisel auS erhielt das Regiment Nr. 117 den Befehl, mit Sicherheitsmaßregeln als Avantgarde über Ntederweisel— Oppershofen gegen ein vom Vogelsberg her anrückendeS größeres Detachement vorzugehen. Regiment Nr. 168 flau« kirte als rechte Seitendeckung gestaffelt über Steiufurt. Die übrigen Regimenter folgten als Nachtrupp und Gros. Als die Truppen den Höhenzug östlich von Oppershofen—Steinfurth—Wisselsheim erreichten, stießen sie auf kleinere feindliche Abtheiluugen, auch wurde starke Besetzung des Melbach— Wölfersheim—Södeler Berges gemeldet. Ein beiderseitiges lebhaftes Geschützfeuer eröffnete alsbald das Gefecht. Die theilweise schon in Gefechtsentwicklung befindliche Infanterie de» OstdetachemeutS mußte der auf anderer Sette bemerkten bedeutenden Ueberlegenheit und dem wirkungsvollen Artillerie- feuer weichen und sich in geschütztere Stellung zurückziehen. Ein später unternommener Sturmangriff wurde abgeschlagen. Auch eine gewagte Cavallerieattacke erlebte das gleiche Schicksal. Bon besonderem Interesse war der Angriff mehrerer Cavalleristen auf Radfahrer-Meldeboten, die sofort von ihren Rädern stiegen und mit einem lebhaften Gewehrfeuer die Cavallerie in die Flucht trieben. Eine große Menge sogen. „Schlachtenbummler" verfolgte auf den nahen auSfichtSfreien Höhen mit sichtlichem Interesse den ganzen Gang des Gefechts. Von hohen Manövergäften waren anwesend die Großherzogin (zu Pferd), mit den Herren und Damen ihres Gefolge», die Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein, sowie Se. Exc. der commandirende General v. Wittich. Das Gefecht leitete auf der einen Seite Generalmajor Franseckh, auf der anderen Seite Generalmajor v. Bismarck. Die Kritik Übte Generallieutenant v. Müller aus. 4- Aus der katholifcheu Pfarrcuratie Nidda, 3. September. Als vor einem Jahre am südöstlichen Ausgange der Stadt Nidda unweit der Bahnhofstraße im Johanniterhofe Seitens des Herrn Diasporaverwalters F i ck e l ein nahezu 1500 Meter großer Platz zum projectirten Bau einer Kapelle nebst Pfarrhaus käuflich für den Preis von 4720 Mark erworben wurde, hegte man die freudige Hoffnung, daß in Bälde mit dem Kirchenbau begonnen werden könne, der unstreitig auch zur Verschönerung de» Städtchens sein Theil beitragen würde. Diese Erwartungen scheinen sich aber vorerst noch nicht zu erfüllen, denn der nach Zahlung obigen Kaufgeldes verbliebene Rest des für den edlen Zweck an- gefammelten Fonds beträgt kaum zwei Drittel des erforderlichen BaucapitalS. In Anbetracht dessen hat der Boni- faziuSverein Paderborn die bei der katholischen Capelle zu Büdingen gelegene Hofraithe des dortigen KreiSamtSdienerS für 17,000 Mark zur Herrichtung als Psarrwohnung des in Nidda domicilirten Curaten gekauft, welcher dann im kommenden Frühjahre nach Büdingen übersiedeln wird, fo daß künftig von dort aus der sehr große Diasporasprengel verwaltet würde, waS aber um so schwieriger und jedenfalls kostspieliger sein dürfte, als Büdingen fern vom Mittelpunkte der Curatie liegt, letztere auch nicht den nothwendiger Weise längst gewünschten zweiten Geistlichen besitzt, um den außerhalb der Stationsorte ansässigen oder in Arbeitsstellen befindlichen Katholiken den Besuch deS Sonntagsgottes- bienfte», namentlich während der Winterszeit, zu erleichtern. Abgesehen hiervon ist es dem Curatus ohne Assistenz nicht möglich, einen regelmäßigen Gottesdienst, sowie Religionsunterricht an den Stationen Nidda, Schotten, Ober-Schmitten und Büdingen abzuhalten re. — Hoffentlich geschieht maßgebenden OrteS bald die erforderliche Abhilfe. 0. Orlenberg, 2. September. Die Versteigerung des Grummetgrases aus den fiScalischm Wiesen in den umliegenden Gemarkungen hat mäßige Preise gebracht, weil der Grasbestand ein mäßiger ist und die nasse Witterung die Kauflust beeinträchtigte. Bevorzugte Lagen brachten 9 bis 12 Mk., geringe Lagen 3 bis 4 Mk. für den Morgen. § AuS dem Ohmthal, 2. September. In den letzten 20 Jahren find nicht solche Minimalpreise für das Grummet- gra S gelöst worden, wie bei den jetzigen Grummetgrasversteigerungen. Wiesen, die sonst einen Betrag von 12 bis 15 Mk. für das Grummet erzielten, galten kaum 1 Mk. Dieser ungewöhnlich niedere Preis steht aber im richtigen Berhällniß zu dem gleichfalls ungewöhnlich schlechten Bestand des Glummetgrase». Die Grummeternte, mit der man jetzt beginnt, erzielt mithin einen sehr schlechten Ertrag. Dem Grummetgras hat aber zu lange der Regen gemangelt, und nun, wo derselbe endlich in ausreichendem Maße gekommen, ist es zu spät für daS Gras, weil dessen Spitzen bereits abgestorben sind. Wären die letzthin niedergegangenen Regen vier Wochen früher gekommen, dann hätte es sicher eine gute Grummeterute gegeben, da das GrummetgraS nach der Heuernte den besten Ansatz hatte. Daß trotz dem schlechten Ausfall der Grummeternte das Dörrfutter nicht mangelt, lehrt der niedere Preis für das Heu, wovon der Ceutner mit nur Mk. 1,80 bezahlt wird. ES dürfte indessen sicher zu erwarten sein, daß der Preis für das Heu im nächsten Frühjahr steigt. Demzufolge würde der Landwirth nicht unklug handeln, der sein verkaufbares Heu jetzt nicht absetzk, sondern eS aufhebt bis zu einer besseren Preislage, die in Aussicht steht. □ Au« dem Vogelsberg, 2. September. Man erinnert sich wohl noch der vielen einzelnen WeSpen, die in diesem Frühjahre auftraten und die Befürchtung rechtfertigten, daß uns für den Sommer und Herbst wieder eine leidige Wespen- | plage befcheert fei wie vor einigen Jahren. Diese Befürchtung ist nicht nur nicht in Erfüllung gegangen, sondern daS Auftreten der WeSpen ist heuer ein so schwaches, daß sie geradezu zur Seltenheit gehören. Wohl haben zu dieser Verminderung der WeSpen die Witterungsverhältniffe bet- getragen, daß aber die z. Zt. in der Presse erfolgten Mahnungen, die einzelnen Wespenweibchen, die im Frühling so zahlreich auftraten, zu vernichten, befolgt worden find, dürfte gleichfalls als sicher stehen. Diese erfolgreiche Deci- mirung der lästigen WeSpen schließt einen derartigen Wespenflug, wie wir ihn seither gehabt, für einige Jahre auS. D Darmstadt, 2. September. Der Sedan tag ist in üblicher Weise durch Einläuten, Morgenchoral, Schulaete, Kriegerdenkmal - Schmückung , Festvereinigung des Krieger- Vereins usw. begangen worden- die meisten Bureaux, viel mehr als früher, hatten Nachmittags geschlossen, die Aus- flugSpuokte waren stark besucht. — In der Kunstver- eins-Halle am Rheinthor ist seit dieser Woche die erste Ausstellung für 1897/98 mit ca. 90 Oelgewälden, Aqua- rellen usw. eröffnet worden. Die Landschaft ist, wie fast immer, vorzugsweise stark vertreten, dann das Genre. Unser wohlbekannter Landsmann, Prof. Paul Weber-München (ein geborener Darmstädter), überrascht durch zwei Landschaftsstücke von gewohnter Vollendung. Ein großes Porträt von Richard Scholz - Dresden, Landschaften von C. Schweich- Düffeldorf , Curt Apthe-Berlin, Judith Köhler Darmstadt (der talentvollen Tochter des f Buchhändlers K., welche die Landesherrin ausbilden ließ), Philipp Röth-München, ein Thierstück von Schnitzberger daselbst — sind ferner wohl die Hauptstücke der Collection. — Die zweite Auflage des farbigen Odenwald-Plakat» des Odenwald. Clubs, welchem Plakat bekanntlich ein gut Theil bei der touristischen „Erschließung" deS Odenwalds zukommt, ist hinausgegeben worden- sie enthält mehrfache Verbesserungen gegen früher. * Cassel, 1. September. Auf dem Bahnhof zu Altmorschen sprangen zwei zwölfjährige Jungen, Zwillinge, die von der Ferienreise kamen, vom Waggon ab, bevor der Zug völlig hielt, und wurden von einem auf dem Nebengeleise herankommenden Güterzüge überfahren und getödtet. *D. Frankfurt a. M., 2. September. Das zweite und letzte Eduard Strauß-Coneert findet SamStag Abend von 8 bis V211 Uhr im Saalbau statt, Herr Director Strauß nennt es Walzer-Abend, womit indessen nicht gesagt sein soll, daß nur Walzer gespielt werden, wa» wohl des Guten zu viel wäre. Zwischen anderen Musikstücken werden aber die schönsten und beliebtesten Walzer von Johann, Joseph und Eduard Strauß zum Vortrag kommen und so mit der wünschenswcrthen Abwechselung den Zuhörern ein anmuthiges Bild der Strauß'schen Familienkunst geboten.? * Wien, 29. August. Die kürzlich vorgekommenen Beraubungen der Schlafwagen-Reisenden auf öfter- reichtschen Bahnstrecken durch eine bis jetzt nicht ermittelte Persönlichkeit mahnen zu besonderer Vorsicht und geben Anlaß zu folgenden Mittheilungen: In den Luxus- und Expreßzügen fahren allerdings in der Hauptsache nur reiche Leute, von denen der Mttpassagier Nichts zu besorgen hat, es werden diese Züge aber auch ohne Zweifel von internationalen Verbrechern benützt, die sich entweder nach einem gelungenen oder mißlungenen Streiche in der Maske eines distinguirten Reisenden der Verfolgung und der Spähe der Polizei unterwegs entziehen oder die Fahrt zu einem neuen Versuch, sich auf Kosten Anderer zu bereichern, benützen wollen. Hierzu gibt es in den neuen v-Zügen und in den Expreß- und LuxuSzügen sicherlich mehr Gelegenheit als in einem gewöhnlichen Schnellzuge, der nicht nach dem Durchgangssystem eingerichtet, sondern mit SchlafcoupöS versehen ist. In O- und Expreßzügen liegen die einzelnen (Sabinen läng» eines CorridorS und oft haben die Insassen der (Sabinen die üble Gewohnheit, die letzteren bei Nacht unverriegelt zu lassen, während bei Tag, um die Aussicht nach beiden Seiten zu genießen, die Thüre der (Sabine offen gelassen wird und selbst dann offen bleibt, wenn die Passagiere sich in den Speisewagen oder in den Rauch- und Lesesalon begeben und dort stundenlang verweilen. DaS Handgepäck, daS bei dieser Klasse von Passagieren oft die werthvollsten Gegenstände enthält, läßt man im Vertrauen, daß der für jeden Wagen zur Aufsicht bestimmte Diener der Schlafwagen- gesellschaft diese Aussicht in der vorgeschriebenen Weise Üben werde, sorglos oft sogar geöffnet in der (Sabine liegen und da die Schlafwagendiener sich öfters entfernen müssen, um die Heizung oder Anderes zu besorgen, so ist manchmal der ganze Schlafwagen ohne Aussicht, weil die Insassen einer (Sabine meistens zusammengehören und diese zum Einnehmen einer Erfrischung auch zusammen verlassen. Diebstähle können dann bei Tag leicht ausgeführt werden, noch leichter aber bei Nacht, wo auch die Aufsichtsdiener durch die oft mehrere Nächte dauernde Fahrt ermüdet, sich dem Schlafe zeitweilig hingeben. Der Sorglose, der versäumt, seine (Sabine zu schließen, kann durch Betäubung von Chloroform all seiner Werthsachen beraubt werden und darf von Glück sagen, wenn er während de» Eindringens des Diebes nicht erwacht- denn ein solcher wird auch vor Schlimmerem nicht zurück- schrecken. Darum ist bei solchen Zügen gewiß Vorsicht angezeigt und dies um so mehr, al- D-- und Expreßzüge auch eine werthvolle Post mit sich führen, auf die es mitunter ebenfalls abgesehen ist und die oft von den Bediensteten auch sehr sorglos behandelt wird. Eilten (Schweiz), 2. September. Bis jetzt wurden drei schrecklich verstümmelte Leichen der bei der Besteigung des Mont Pleurer Verunglückten aufgefunden. Die Nachforschungen werden fortgesetzt. Knivcrfiiäte - Nachrichten. — Zu ordentlichen Professoren des deutschen Rechts und der österreichischen Reichsgefchichte wurden ernannt für Innsbruck Frhr. Ernst v. Schwind, für Czernowitz Alfred v. Halban. Zum ordentlichen Professor der Zoologie tn Czernowitz wurde a. o. Professor Dr. Karl Zeltnka von Graz, zum außerordentlichen Professor der Chemie tn Wien Dr. Josef Herzig ernannt. Literatur u«d Katt# — Hank Kraemers prächtiges Volksbuch »Deutsche Heide« auS der Zeit Kaiser Wilhelms des Großen, Ernstes und Heitere« aus der vaterländischen Geschichte 1797—1897" (Berlin, Bong & Co., 15 Lieferungen L 50 Pfg.) ist bereits bis zum 11. Heft fortgeschritten, fo daß das glänzend illustrirte Werk schon tn wenigen Wochen al» stattlicher Band auf den Büchermarkt gelangen kann. Waren die letzten Hefte den Helden von Düppel, Alsen und Königgrätz gewidmet, so sehen wir uns in der neu erschienenen Lieferung mitten in die glorreichen Augusttage des Jahres 1870 versetzt; wir leben die Zeiten des französischen Uebermuthes und der deutschen Siegeszuversicht wieder durch und begleiten die Krieger über den Rhein und nach Welschland hinein, zu ihren ersten Siegen bei Weißenburg und Wörth. Text und Bilder sind wie bisher des höchsten Lobes werth. Schtffsnach^r Verla« bet Brübl'scken UrnverfirärS-Sud». und etnnbrudrrn Bietsch ch tzchehb.) m «eH> inu Q O 808t oo to dS Au deo Vahuhofeu (hi in M>r,«reitzeitzßtte.b D O g o C: 8 a o o Wallthorstr. 71. In allen Blumenzwiebeln-, Samen- eto. Geschäften mit Frachtauf- sohlag zu haben oder, wo nicht vorhanden, direct vom Erfinder J. C. Schmidt, fjofl., Erfurt. Preisverzeichnis» mit Abbildungen über Blumenzwiebeln, Herbstaussaaten eto. zu Diensten. —.25, 6 17 Marktplatz »7. Feinste Gothaer Cervelatwurst, la. Frankfurter Würstel, la. neue Hellerlinsen frisch etngetroffen bet 8202 A. & G. Wallenfels. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________I- V.: Georgi. von 14 bis 16 Jahren sofort gesucht. F. Habenicht, fnmpcnfabrih, 8029 Wiesenstr. 4. die Wirthe: H. Freund Vertreter. Offerten unter Angabe von ferenzen an Deutsche Neue Linsen, Frankfurter Würstchen, la. Schweizerkäs, la. Edamerkäs, Mehrere Morgen Grummetgras Bekanntmachung, betreffend die Vergebung der Holzhauer« und Setzerlöhne im8G eßencr Stadtwald für 1898/99. Die rubricirten Löhne sollen Samstag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Saale des alten Rathhauses öffentlich vergeben weiden. Die Großb. Bürgermeistereien der umliegenden Otte weiden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 2. September 1897. Carl Haas jr., Frankfrtrstr. 59. GroßePartienDtkunhoh find abzugeben bei 8198 H Earl6, Frankfurter str. 60. 6in tllchtigcr Rockarbeitcr und ein Lehrling gesucht. 8116 I Schreiner, Schneidermeister, Dammstrahe 30. J. C. Schmidts Reform-Hyacinthengläser, priktiich, btqntm, krfolgrkichßk «nltur, hüdschk, Airlkhrii. Grosse Gläser Stück JL —.35, 6 Stück Jü 2.— ^ffordpol* Ausstellung. Oswaldsgarten. Mache besonders darauf aufmerksam, daß meine Ausstellung nicht mit Menagerie, Panopticum, Panorama zu verwechseln ist. Die 6000 Quadratfuß große Ausstellungshalle enthält großartige, noch nie gesehene anthropologische Gruppen des hohen Nordens. Eskimo-Familie in ihnn Eishütten. Lappländer-Familie auf Schlittenfahrt. Walroß- Familie, Männchen 6000 Pfd. Riefeu-Wal- fifch, 82 Fuß lang, 10600 Pfd. schwer. lOOO verschiedene Werkzeuge zum Fang von Wtt- fischen. Hunderte von fischen aus allen Ge- wässern. — Der Kampf ums Dasein. — Fast sämmtliche Vögel von Nord und Süd. Graphische Sammlung, 400 Nummern. Krotz- artige dumsriftifch satprifche Kruppen. V3T Neu? Das Meerweib. Neu! Halicore Dugong. Capitän Gustav Röhl. Eintritt 40 Pfg, Kinder 20 Pfg. ohne jede Nachzahlung. Täglich geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abend«. V rkauf von billigen 8188 Muscheln und Muschelarbeiteu, sowie schöner Rennthiergeweihe. llauo ck Stompe’s flohair-Besenborte für Seiden- und Stoff-Kleider unentbehrlich, nimmt infolge glatter und elastischer Plüschfäden keinen Staub an, übertrifft an Dauerhaftigkeit und elegantem Aussehen alle anderen Fabrikate. Jede Pappe trägt die Namen der Erfinder. ^^teÜeibGesuche^ 8207] Ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen sucht Stelle in besser. Hause. Zu erfr. Bahnhofstr. 27, III, 8192) Anständiges, älteres Mädchen sucht Stelle bei einer Dame oder kleinem Haushalt. Näheres in der Epp. d. Bl. Gießener Turnerschast. Parthie nach Arnsburg am 5. September l. I., zu welcher wir die Mitglieder der beiden Turnvereine und ihre Familien freundlichst einladen. Abmarsch der Fußgänger: Mittags 121/, Uhr von Steins Gatten aus. Abfahrt mit der Bahn: Nachmittags 2 Uhr 5 Min. nach Lich (Sonn- tagskatte). In grosser Farbenauswahl am Lager bei Robert Haas Seltersweg 18. Schwemmsteine prima Qualität, empfiehlt zu billigen Preisen in Waggon- (5000 Stücke und Einzelladungen die 32O8 Holzwollebauu.atcrial- und Schwemmsteinfabrik von Brief- und Packet- Siegelmarken fertigt tu billigen Preisen die Wiedereröffnung meiner Wirtschaft mit, und bitte um geneigtes Wohlwollen. Achtungsvoll Aug. Lang, Katharinengaffe 19. |BehördlicheAnzeigen| Submission auf Kiefern-Bau- und Grubenholz. Die Gemeinde Lumda (Post Grünberg, Hessen) beabsichtigt, fub- missionsweise zu vergeben: 1. Kiefern-Bauholz ca. 100 fm, 2. „ -Grubenholz ca. 230 „ Die Gebote sind schriftlich und verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Donnerstag, den 80. September, Vormittags 9V2 Uhr, auf dem Bureau der Bürgermeisterei Lumda abzugeben. Die Eröffnung wird daselbst an dem gleichen Tage Vormittags 10 Uhr vorgenommen. Die Bedingungen können auf der Bürgermeisterei Lumda eingesehen werden. Nähere Auskunft ertheilt Forst- wart Jüngel zu Lumda. Lumda, den 3. September 1897. Großh. Bürgermeisterei Lumda. Schul theiß. 8200 Achte Fracks. Würstchen1 täglich frisch, per Stück 13 Pfg, empfiehlt G. Wienerts Filiale, ; Inh. U. Rndner. 7006 8201) Heute SamStag trifft auf dem Brandplatze em Waggon der letzten uMF Gtnmachgnrken '■68 und prima Weißkraut ein bei ___Dtenstmann Pfttbtt» Normale, gußeiserne Wuffenroljre auf .0 Atmosphären geprüft, Fabrikate Äuü. 9lr aen' Itcfert prompt und billig ah Lager 8196 : jrikdnSpik^?armkn-Llttkrghallsku. , Iilr Gartner. Gebrauchte Gerberlohe kann billig abgefahren werden bei 8211 WUH. Plank, Bahnhosstr. 18 Wir luchen für Saison 1898 für Giessen und Umgegend einen tüchtigen, solventen Kaufmännischer Verein. MWF Sonntag den 5. er., Nachmittags 4 Uhr, hält Frau Anna «dtuger, Vorsteherin des kaufmännischen Vereins weiblicher Angestellten^zu Frankfurt a. M., im hiesigen kaufmännischen Vereinshause einen ÖIF* Dortrag über „Frauenarbeit im Hau- delSgewerbe", wozu bei freiem Eintritt die in kaufmännischen ®e 'haften thätigkn Damen, sowie alle anderen sich dafür interessirenden Damen un) Herren hierdurch freundlichst eingeladen werden. Grummetgras, 1100 Klafter, am Schiffenbergerweg, zu oei kaufen. 8174 _________________________3. Nickel. Spies, Frankfurterstraße 78. 8203) Pferdeknecht gesucht, skarl Suler, Hammstr. b. Ein Lehrling mit guter Schulbildung gesucht. 8181 ____________________Earl Hensel. 8190) Hum Ausbessern von Wäsche u. s. w. eine Frau gesucht. Offerten erbeten unter H. H. 94 an die Expedition dieses Bl altes. 8191] Tüchtiges Mädchen per 15. September gesucht Näheres in der Expedition d. Bl. 8197] Ein tüchtiges Dienstmädchen bis Ende September nach Köln gesucht Näheres im Pfarrhause zu Merlan, Station Mücke. Adkllti. KiuderulödMges. 8157«letchstr. 8, part. Wirthschastsempfehlung. Freunden und Gönnern, sowie meiner wetthen Nachbarschaft, theile hierdurch die Miniatnrgläser B Launsbach. Sonnrag den S. und Montag den 6. September: Kirchweihfest, wozu höflichst einladet 8189 Wirth Phil. Rheinländer. zu Krofdorf Sonntag den 5. und Montag den 6. September er Weinflaschen,p.Ft.4pl., zu verkaufen bei 3431 Lo«is Rothenberger Ww. Großer Garten M verpaihten. Der 3369 qm große Wetßbäcker'sche Gatten am Seltersweg ist vom 1. April 1898 an auf die Dauer von 6—10 Jahren unter sehr günstigen Bedingungen zu oer« pachten. Näheres bei Ehr. Bieker. „Triumph" Fahrrad -Werke Act..Ges., 1 N ürnberg. Vermiethungen. rachtvolleS Zimmer mit separatem Eingang Rordanlage 1 iU oer, miethen. NäbereS Marklstr. 29. 7792| Drei nnmSdiirte, elegante Zimmer mit Glasveranda und »arteudenntzuug sofort zu ver. 8t*‘ ”"6 Wcstanlage 21. 8199) Schlafstelle zu vermiethen. _________________Mrchernplatz », III, Schöner großer Mn in bester Geschäftslage zu vermiethen Nutzeres in der 9tp. d. vl. 8193 f^i^erkauffen^^ 8104] Eine neue Kinderwagen billig zu verkaufen. Neustadt II, I Nach Gießen 'M Ni- Yeutige Kummer umfaßt 6 Setteu. r« j $loni Dir ® ^t«iOe oerd^bn Knn-bwr fetynbffl 1 A» bahau o! bischloff'Nk bauten bei als seither steck theilt für den 8 «osfichl g< körper aus 3nibt|onbt Lerstälkuug welche beka bubgtt klug uab sofern uttrrbrochr fick bit Äi vor Moua Ädthrilavg schtedrurn des Kreist DehrerKei ratgegeug unter Än ferenz bei Refolutioi die ihr ao «st es ablo tind 6pai liigtu com ffinbdlttlt werfen Neid fiad, bin ftl flim uub 5 entroden un • 6tei ckrch zwei i fcint 5 3» ni °°s. Vach! • • that «r»e löste, * Ihr Fu Lonsul Tagen her) »Um t Leo M den be Frau i »Herr Tie h, ^Sr°d einer "r tactlofei IU b,t CQd urbeuiwürbi Tr'ch t q. «tlnt Xß'v . ,Tv!' rh°-L'. ,r e,Qtn Kg, ♦Wätuug 6 •S Du ein fforbon