ischtflAnzeigen. Nudet gute Peufior devolle Behaudluvq 'em Hause. « der Exped. d. 81, HS* n i» <ÄrS«»n, ftSÄ« MM "hürlngi8che3 «ton M... für ÄÄT ±±^Uentzen aatskommlssar nerkaufen^J Vögel! Sen japav. Rötzchm W Näderet Marbmnrrstr. |ij, aufgesuche. n gebrauchter, noch -u! m Kb«tW»a»tu tu W ol M blt Web- b. A IMngeboteJ "* UtzitWii Lehrling sucht 71* i«r»«Enütz, rtefenweg 13 8er- ou-rs-qtttge-Sls )t von . “* k OtBMMi Kreu,platzt J«W« , ichi bü Gg. Weiß M isSinbext___— "Suche sofort einige enßeillmachel, jagt die EMion^e ” tz. Me Mntt l. 76.i,i 75.' 154.40 113.50 146.30 102.35 110.40 146.- 159.90 116.90 59.80 23.90 109.- 41.90' 136.40 128* 82.80 S7A 137.60 41.90 136.30 128.35 129.30 92.30 37.60 «oarss W; 12-56 22.30 24.- 23- 39.i‘ 23.50 108.J S81- Ä 22^ 24.61 23^' Vadrio. - 00 Nem- ß0 DW-’rt« Oldenb.TH- E'L rürk. F' zlnsbacherp- auflfbtiir20 Finnig" z |leWf io Varlin^'. 7 VennnS^ 7 «2*3° 153;< 139.10 113 103.' 108.H do.öüdb.M vestIdiv-^ Zotthardbahn- -ch-vz-Centtal <19; Zchwz.Mbofi 'U.Wtelmttr gr.henri^h-) 9 m ^rocenl* eab.^00 Sayer.^lOO Donau-M- • Nr. 180 Erstes Blatt MilMoch dm 4. August 1897 Der GiLtzeaer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener M««ttienötätter werden dem Anzeiger .wöchentlich dreimal beigelegk. Gießener Anzeiger Kmerat-Wnzeiger. Bierteljährig« Avonnementspretsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Txpeditiow und Druckerei: -chutstraße Ar.7. Fernsprecher 51; Anrts- und Anzeigeblntt für den ICrek Grefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« Amt ft/MtHY Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. ^rUllUUtH VUUUI. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- mtgey*. Zimt lieber TbeU Gießen, den 2. August 1897. Betr. Feier des Namenstages Seiaer Königlichen Hoheit deS Großherzogs. Die Okvtzh. Kreir-SchulcommWon Gießen an die Schulvorstände de- Kreises. Wir beauftragen Sie, rubr. Fest am 25. dsS. MlS. in Äer seither üblichen Weise in den Ihnen unterstehenden Schulen feiern zu lassen. v. Gagern. Nr. 34 deS Reichs - Gesetzblattes, ausgegeben den 31. v. M., enthält: (Nr. 2407.) Bekanntmachung, betreffend die dem toter« nationalen Uebereinkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr beigefügten Liste. Vom 29. Juli 1897. (Nr. 2408.) Bekanntmachung, betreffend das Außer« krafttreten des Handels- und Schifffahrts-Vertrages zwischen Äem Deutschen Reiche und der Orientalischen Republik Uruguay. Vom 31. Juli 1897. Gießen, den 3. August 1897. Großherzogltches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 3, August 1897. Betr.: Die Errichtung der Fortbildungsschulen. Die Krshh. Kreis-Schulcommijfion Gießen an die Schnlvorstände des Kreises. Wir erinnern Sie daran, daß die Schülerltsten in rubr. Betreff bis Ende des Monats an uns einzusenden find. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß nach § 6, pos. 2 a. b. c. d. des MmtsterialauSschreibenS vom 13. Juli 1875 tu die Listen alle schulpflichtigen Schüler etnzutragen find und bei von auswärts Einrretenden die betr. Gemeinde anzugeben ist. Die aus Ihren Gemeinden in andere Gemeinden über« tretenden Schüler sind getrennt von den anderen aufzusühren und dahinter ist zu bescheinigen, daß die nöthige Mit« theilung an den Schulvorstand der betr. Gemeindrn erfolgt ist. pos. 2 c. Die Verzeichnisse find nicht, wie vereinzelt geschehen, durch die Lehrer, sondern durch die Vorsitzenden der Schul« Vorstände mit Begleitbericht an uns einzusenden. Zugleich fordern wir Sie auf, etwa einlaufende Gesuche um Dispensation vom Besuche der Fortbildungsschule auch spätestens bis zum 1. September d. I. an uns gelangen zu lasten, da wir später einlaufende Gesuche nicht berückfichtigen können. v. Gagern. Deutschland und Rußland. DaS Geschwader, welches unseren Kaiser nach Rußland begleitet, hat am Montag früh seine Fahrt nach Kronstadt abgetreten, und am Mittwoch dampft die „Hohenzollern" mit dem Katserpaar an Bord ebenfalls dahin ab. Eine Reihe glänzender Festlichkeiten wird den hohen Gästen zu Ehren gegeben, großartige militärische Schauspiele werden veranstaltet werden, aber auch die leitenden Staatsmänner, insbesondere Reichskanzler Fürst Hohenlohe und Herr von Bülow, der Verweser des Auswärtigen Amts, gehen mit nach Rußland, um mit dem Grafen Murajew sich ins Einvernehmen za setzen und weiter zu bauen au der Consoli« dirung der Beziehungen beider Staaten zu einander. Es ist deshalb wohl angebracht, heute einmal einen Rückblick zu werfen auf das Verhältniß zwischen Deutschland und dem russischen Reiche in der neueren Zeit. „Rußland und Deutschland sind durch traditionelle Freundschaft mit einander verbunden", so hieß eß bis zu Anfang der achtziger Jahre. Und in der That, seit dem gemeinsam geführten Befreiungskriege waren die Beziehungen beider Länder so intim, daß Niemand auf den Gedanken ge« kommen wäre, eS könnte einmal anders werden. Die Interessen und Ziele Rußlands waren so verschieden von den unfern, daß sie sich niemals kreuzten, und der Hof in PeterS« bürg war mit demjenigen von Berlin und anderen deutschen Residenzen so vielfach verschwägert und auch sonst so eng verknüpft, daß sich eine über allen Zweifel erhabene herzliche Freundschaft herauSgebildet hatte. Ueberdies war der Zar mit dem deutschen und dem österreichischen Kaiser seit September 1872 durch den Dreikaiserbund liirt, welch' letzterer dem edlen Zweck der Erhaltung deS Friedens dienen sollte. ES kam dann der russisch-türkische Krieg im Jahre 1877/78 mit dem Berliner Frieden. Viele Wünsche Rußlands blieben unerfüllt, was man in Petersburg hauptsächlich dem Einflüsse Deutschlands zuschrieb und dort eine gewisse Bitterkeit gegen uns hervorrief, der wahrscheinlich auch die Auflösung deS Dreikaiserbundes zuzuschreiben ist. Aber immerhin waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland zu Lebzeiten Alexanders II. immer noch ganz befriedigende. Das wurde anders, als dieser Czar durch Mörderhand gefallen war und sein Sohn Alexander III. den Thron bestieg. Schon als Kronprinz hatte man ihm deutschfeindliche Gesinnungen nachgesagt, die hauptsächlich durch seine Gemahlin, die dänische Prinzessin Dogmar, genährt worden sein sollen, welche das Jahr 1864 und die LoSreißung Schleswig-Holsteins von Dänemark noch nicht vergessen konnte. Aber auch abgesehen davon, neigte Alexander III. mehr den panslawistischen Bestrebungen zu, er richtete seinen Blick weniger nach dem Westen Europas, als nach dem Osten seines gewaltigen Reiches. Es trat eine merkliche Abkühlung der Freundschaft der beiden Reiche ein, und wenn Alexander III. auch keine direct feindselige Haltung gegen uns etnnahm, so ließ er doch bet jeder Gelegenheit durchblicken, daß er auf intime Beziehungen zu uns keinen Werth lege. Sein langes Zögern, ehe er den Besuch unseres Kaisers erwiderte, und so manche andere, vielfach freilich nebensächlich erscheinenden Punkte legen hiervon ein beredtes Zeugniß ab. Daß eS nicht zu ernsteren Conflicten gekommen ist, hat man dem maßvollen, zurückhaltenden Auftreten der deutschen Regierung zu ver- oauken und der wirklich vorhandenen Friedensliebe des Czaren sowie der klugen Vermittelung seines ersten BeratherS, deS Herrn v. GierS, der im Verein mit dem Finanzminister Witte auch die Annäherung auf handelspolitischem Gebiet durch-- geführt hat. In die RegierungSzeit Alexander III. fällt auch die Schließung der Freundschaft Rußlands mit Frankreich, was wieder zu der Gründung deS Dreibundes, der größten diplomatischen Schöpfung der Neuzeit, führte. Seitdem Nicolaus II. auf dem Czarenthron fitzt, sind die Beziehungen zwischen seinem Reiche und uns wieder herzlicher geworden, was aus so manchen Kundgebungen des russischen und unseres Kaisers zu entnehmen war. Wenn auch die Freundschaft mit der franzöfischen Republik noch immer andauert, so wissen wir doch heute, daß dieselbe niemals dazu dienen wird, französische Sondergelüste fördern zu Helsen, und daß der Czar Nicolaus mit unserem Kaiser eins ist in dem Gedanken, alle Machtmittel aufzubieten, um der Welt den Frieden zu erhalten. Daß zur Erreichung dieses Zweckes auch die Reise Kaiser Wilhelms nach Rußland beitragen möge, wünschen wir von ganzem Herzen. (xx) Deutscher Reich. Berlin. 2. August. Am Samütag Mittag wurde der engere Vorstand des „Bundes der Land wirt he" (v. Plötz, Rösicke und Dr. Hahn) in FrtedrichSruh vom Fürsten Bismarck empfangen und zur Frühftückstasel gezogen. Der Fürst sah sehr wohl aus und war in der heitersten Laune. Das Gespräch drehte sich besonders um die wirthschaftspolitischen Fragen, wobei der Fürst die Noth« wendigkett deS Schutzes der nationalen Arbeit betonte und heroorhob, daß, um dieses Ziel zu erreichen, die Anhänger der verschiedensten politischen Parteien heranzuziehen seien, unter der Betonung deS Grundsatzes: La recherohe de la fraction est interdite. (Die Nachforschung nach der Parteiangehörigkeit ist verboten.) Geriefte NsshsßehtsM. WolffS telegraphisches Correfpondenz-Bure«u. Berlin, 2. August. Die „Nordd. Allgem. Ztg." ist in der Lage, zu versichern, daß den Kriseugerüchteu, die in der Presse an die Kieler Reise der Minister v. d. Recke und v. Miqurl geknüpft werden, jeder thatsächliche Hintergrund fehle. Guben, 2. August. Der Wasserftand der Reisse ist höher alS jemals zuvor- die niedriger gelegenen Stadt« theile stehen unter Wasser. Bei Groß-Gastrose und MarkerS« darf find mehrere Dämme gebrochen- in Groß-Gastrose stürzen Häuser ein- die Lage ist sehr gefährlich. BreSlau, 2. August. Die „Schles. Ztg." meldet: DaS den Touristen wohlbekannte Gasthaus „Zur Bergschmiede" im Riesengrunde ist mit seinen Insassen weg gerissen und diese find särnrntlich ertrunken. Berrnuthlich hängt dieses Unglück mit dem bereits am Samstag gemeldeten Bergrutsch der Köppenhezek zusammen. Dresden, 2. August. Amtlich wird gemeldet: Durch Hochwasser find die Linien: Dresden—Bodenbach zwischen Pirna und Schandau, Reitzenhain—Flöha zwischen Reifland und PockaU'Lengefeld, Chemnitz—Stollberg zwischen Alt- Chemnitz und Harthau, Dresden—Werdau zwischen Falkenau und Flöha, Nossen—Bienenmühle zwischen Lichtenberg und Mulda, Pirna—Berggießhübel, Pirna—Großcotta, Pockau— Lengefeld—Neuhausen 'zwischen Neuhausen und Grünthal, Grünstädtel—Oberritter-grün, HainSberg — KigSdorf, Hetzdorf—Eppendorf, Kohlmühle—Hohenstein, Mügeln—Geifing —Altenberg, Wielischthal—Ehrenfriedersdorf und Wolkenstein, Jöhstadt und Annaberg—Flöha ab 30. bezw. 31. Juli bis auf Weiteres für den Güterverkehr unfahrbar - Personenverkehr wird, wo angängig, durch Umsteigen ermöglicht. Dresden, 2. August. In einer durch den Oberbürgermeister Beutler einberufenen Sitzung zwecks Hülfeleistung für die durch die Ueb erschwemmungS-Ka taftroPh e Betroffenen theilte der Hausmarschall v. Karlowitz den Wunsch deS Königs mit, daß die eingehenden Spenden dem ganzen Laude zukommen sollen. Behufs Bertheilung der eingehenden Gelder wurde ein geschäftsführender Ausschuß für Dresden und die Dresdener Amtshauptmannschaft gewählt. Ferner wird für sämmtllche Sammelstellen eia CentrallandeScomitv errichtet. Gebrüder Steuert In Plauen bei Dresden haben bereits 50,000 Mk. gespendet. Dresden, 2. August. Der zweite Bürgermeister von Schandau, Müller, ist in der Hochfluth umgekomme«. Zwtckan, 2. August. DaS Bockwaer Kohlenrevier bilder eine unabsehbare Wasserwüste. Stellenweise ragen nur die Spitzen der Telegraphenstangen und die Dächer ans den Flutheu. Krossen ist überschwemmt. Rene Regengüsse find niedergegangen. Wie«, 2. August. Kaiser Franz Joseph hat für die durch da« Hochwasser Geschädigten in Bö h m e n 30,000 Gulden auS seiner Privat Schatulle gespendet. Die Staatsverwaltung hat Maßnahmen getroffen, um nöthigen Falles den vom Hochwaffer betroffenen Provinzen StaatSbeihülfen zu gewähren. Wien, 2. August. Seit heute Vormittag functionirt der Verkehr auf dem Gesammtnetz der Südbahn wieder in regelmäßiger Weise. Wien, 2. August. Im ganzen Gebiet der Donau dauert die Wassergefahr fort. Die obere Donau und der Inn fallen bereits etwas, die obere Traun und die Ischl steigen. Anhaltendes Regenwetter wird von dort gemeldet. Die Lage in Gmunden hat sich gebelfert. Die Verproviantirung deS Ortes ist glücklich durchgeführt. Bei Linz und Mauthausen hat das Hochwaffer der Donau großen Schaden angerichtet. Alle Ortschaften unterhalb Mauthaufen sind überschwemmt und aaf8 Aeußerste bedroht. Bel Wien steigt die Donau fortwährend. Alle Vorsichtsmaßregeln werden getroffen. Die Hochwassergefahr in Schlesien ist beseitigt. Bel BudwelS in Böhmen ist neuerdings ein Wolkenbruch niedergegangen. An der Eindämmung der Aupa bei Trautenau arbeiten die Pioniere und die Feuerwehr. Der Statthalter Graf Kondentiore besichtigte die durch das Hochwasser verursachten großen Schäden und ver- thellte Überall Geldspenden. Triest, 2.August. In dem Ausstande der Bäckergesellen hat sich nichts geändert. Das Militär wird heute Nachmittag anfangen, an Stelle der Ausständigen zu arbeiten. Die Stadt ist zunächst mit Brod versorgt. Auch in mehreren Fabrikbetrieben haben die Arbeiter die Arbeit eingestellt, darunter auch die gesammte Arbeiterschaft bei Stabilimente tecnico. Madrid, 2. August. Infolge neuerdings erlassener Verfügungen hinfichtllch der Berzehrsteuer haben die Ge- werbetreibenden und Kaufleute innerhalb der Bannmeile von Madrid ihre Geschäfte geschlossen. Einige Versuche, Unruhen zu stiften, wurden sofort unterdrückt und Vorsichtsmaßregeln gegen etwaige Wiederholungen getroffen. Kopenhagen. 2. August. Die Kaiserin-Wiltwe von Rußland, Großfürst Michael, Großfürstin Olga, sowie der Prinz Johann von SchleSwig-Holsteln-Sonderburg- Glücksburg find an Bord der Dacht „Polarstern" heute Nachmittag vor DragorS eingetroffen, bis wohin ihnen König Christian auf feiner gadjt „Danebrog" entgegengefahren war. Die russischen Gäste setzten von DragorS die Fahri an Bord des „Danebrog" fort und trafen Nachmittags 3 Uhr hier ein. die Kronstadt in auf der „Hohen- Art die erstiegen. Au- den Provinzen laufen immer trostlosere Meldungen ein. In Böhmen hauste da- Wetter am stärksten. In Marschendorf find bisher 20 Tobte oufgefunden worden, viele Personen werden noch vermißt. In Unter-Marschen- darf wurde ein Haus, tu dem sich 15 Personen befanden, weggeriffen. Unter den Tobten soll fich auch der Bezirks- richrer von Marschendorf befinden. In Stockerau bei Wien wurd eia neuer Donau-Schutzdamm weggeriffen. Auch in Ungarn find große Strecken des oberen Donaugebietes überschwemmt. Zahlreiche Feldfrüchte find vernichtet. Berit», 3. August. Wie der „Vorwärts" aus Dortmund meldet, wurde der Reichstag-abgeordnete Dr. Franz Lütgenau wegen Majestätsbeleidigung zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Berlin, 3. August. Außer dem Botschafter v. Bülow ist gestern auch der Kriegsminister v. Goßler in Kiel eingetroffeu. § Ans Oberhefsen, 2. August. Die Besitzer der Mühl- graben und Wasserbetten, die Müller, haben früher nicht ge- wußt, daß ihnen in ihren eigenthümlichen Wasserläufen da- Eigenthum-recht der Fischerei hierin zusteht. Seit die Müller nun über diesen Punkt Aufklärung erhalten, be- anspruchen sie auch ihr Eigenlhumsrecht. Nun aber sind die Fischereien meist einschließlich derjenigen der Mühlgräben verpachtet worden, weil die Müller vor der Verpachtung keinen Anspruch auf ihre Berechtigung erhoben haben. Es fragt sich nun, können unter diesen Umständen die Müller bezw. Mühlgrabenbefitzer noch nachträglich Anspruch auf ihr Recht erheben? Wenn das der Fall, dann aber müffen die Pachtverträge gelöst werden. Ts wäre gewiß intereffanr, über diese Angelegenheit die Meinung eines RechtSoelehrten zu vernehmen. ? Bou der Oh», 2. August. Der Kornschnttt ist nicht nur beendigt, sondern da- Karn ist auch meist schon in die Scheuern gebracht worden. Tin auffallender Unterschied in dem Heimsahren deS Korns besteht -wischen hiesiger Gegend Mr.: Die Aus Vtttheilung Bewerbung »• Not nife ge b. Fraue und b und n nickwi «nvoh Dir«, »ember l. Ploivcoll c vüher zu b ®ie; Zustaor 8 JRODOIW wtlchtr ft er au'- S btnuncHti bewerbS, M-rier SchSfftiS 50 «r. Unter fti ♦ $ Jahre ihr 16, Dciol Selegenbe dieser »ic irrthi Mw W» und ' Di Montag «itttls ei tut* ein die »eilt kntogBti er bienten Spitzdub! baren & ltch am »erben. • 1 blt Krau kitte 250 stech oerg Morgen g Rammen । «he» dknachbanr ttntm Gen von 17 I lern Jahi mundschas Heilung z äenberani waltung I bat der 1 tränte ein Thema: , r'chimg t TrinkeM aaf btm & Tätigkeit b ^■mangen »ijung weg 1. M U Bode in f BreSlau, 2. August. Nach den auS | und derjenigen un Gießen. In letzterer steht zur Zeit noch | das meiste Korn im Felde. DaS Körnerergebniß ist wohl I nicht das gleich au«gezeichnete des Strohes, aber dennoch I immerhin recht befriedigend. Wenn man, wie die- Jahr der I Fall, auf dem Morgen Ackerland durchschnittlich vier Fuder I Korn erntet, da «nß der quantitative KörnerauSdrnfch eines I Fuders naturgemäß mäßiger sein, als wenn auf derselben I Ackergröße nur zwei Fuder gewachsen find. Schon bräunt fich der Weizen und mit seinem Schnitt wird begonnen. Auch hierbei ist da- gleich gute Trgebniß wie beim Korn zu erwarten. L. Lißberg. 2. August. Zwölf hiesige Einwohner find dadurch freudig überrascht worden, daß ihnen die Reste der NothftandSschuldigkeiten au- dem Jahre 1893 ganz, oder doch zum größten Theile auf erfolgte- Bittgesuch an I daS Staatsministerium erlassen worden sind. Diejenigen, die I noch Restbeträge haben, müssen sie bi- zum l.December d. I. bereinigen. Man steht daraus, daß die Noihstandsgelder mit großer Milde beigetrieben und große Beträge erlassen worden find, wenn die Schuldner einigermaßen Gründe für ihre Bittgesuche Vorbringen konnten. Schlitz, 31. Juli. Der Bahnbau Salzschlirf- Schlitz schreitet rüstig vorwärt-. Mir Anfang dieser Woche hat auch der Inhaber de- Bauloose- I, Herr Gra-torf au» Eaffel, die Arbeiten in Angriff nehmen lassen. Die Haupt» arbeit an dieser Strecke, die bekanntlich technische Schwierigkeiten bietet, kann aber wohl erst dann beginnen, wenn die Geleisanlagen am Bahnhof Salzschlirf fertiggestellt find, auch scheint es in der Absicht des Unternehmers zu liegen, hierzu die Beendigung der Erntearbeiren abzuwarten, um bann mehr einheimische Arbeitskräfte bekommen zu können. *♦ Bingen, 30. Juli. Die New-Aork-Independent- Schützen trafen gestern Nachmittag, von Neustadt a. H. kommend, etwa 70 Personen stark, über Bingerbrück hier ein. Nach osficirller Begrüßung der großentheil» hier nicht fremden Gäste Seiten- der städtischen Behörde und herzlicher Bewillkommnung durch die hiesige Schützengesellschaft vereinigte man fich zum Eoncert im „Hotel Victoria". Der heutige Tag war einem Besuche de- Niederwaldes gewidmet. Gegen 10 Uhr geschah bei herrlichem Wetter die Abfahrt per Dampfer „Elberfeld" nach Aßmannshausen und von dort mit der Zahnradbahn der Ausstieg zum „Jagdschloß", wo ein vorzüglicher „Lunch" und reichlicher Früh' schoppen die Geister neu belebten. Nach 1 Uhr erfolgte der Abmarsch zum Nationaldenkmal, woselbst unter patriotischer Ansprache de- Herrn Capitain Weber die Niederlegung eine- schönen Kranze» bewirkt wurde. Die Deutschamerikaner waren entzückt von dem herrlichen Rundblick auf die heimath- ltchen Gauen und von der Schönheit de- gewaltigen Denkmal-- begeisterte Worte und patttotische Lieder bewiesen, dajß auch im fernen Westen die Gefühle der Liebe und Treue zum deutschen Mutterlande nicht erlöschen, sondern eifrig gepflegt und wohl gehütet werden. „Wir werden, obwohl Amerikaner geworden, niemals aufhören, auch jenseits de» Oceans, ächte Deutsche zu sein", so lautete etwa der schönste und beste Dank der Independent-Schützen für die ihnen überall entgegengebrachte herzliche Aufnahme und Gastfreundschaft. CoceUs »nt proota Gieße», den 3. August. *• Kirchliche Dienstnachrichte». Ernannt wurden: Pfarr- asfistent Axt zu Ober-Ramstadt, Decanat Eberstadt, zum I Pfarrvicar daselbst- Pfarramtscandidat Breunlin zu Darm- I stadt zum Pfarrverwalter in Wolf, Decanat Büdingen- Pfarr- I Verwalter Stotz zu Beuern zum Pfarrverwalter in Groß- I Umstadt, Decanat Groß-Umstadt. — PfarramtScandidat I Schultheis zu Schwalheim wurde während der Abwesenheit des Pfarrers mit der Aushilfe in Langen, Decanat Offen- I bach, beauftragt. * Die silberne Hochzeit feierten heule Herr und Frau I E. Dass ersch leben. Kriegerdenkmal in Gießen. In Folge des s. Z. er- I laffenen Preisausschreibens zur Erlangung von Entwürfen für ein Kriegerdenkmal find bis heute bereits vier Ent- I würfe eingetroffen. Dieselben finden im Thurmhau» am Brand Aufstellung und werden später dem Publikum zur Besichtigung zugänglich gemacht werden. ** vefitzwechsel. Die Wittwe deS Glockengießers Otto verkaufte ihr Neustadt Nr. 2 (in den alten Ställen) be- legeneS Hänschen für den Preis von 5000 Mk. an den Bauunternehmer Winn. Durch diesen Erwerb ist es dem Letzteren möglich, durch die schon früher von ihm erworbene Löber'sche ' Besitzung eine Straße anzulegen. ** vefitzwechsel. Der gestern gemeldete verkauf de» Hein'schen Hauses am Kreuz bestätigt fich nicht, denn ein Kaufabschluß kam bis jetzt nicht zu Stande. •• Auszeichnung. ES wird uns mitgetheilt, daß nicht Herr Kallmann Nußbaum, sondern Herr Simon Nußbaum sich unter den mit Diplom ausgezeichneten Feuerwehrmännern befindet. ** «ns Anlaß der bevorstehenden Manöver wird auf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und deutlicher Auf- schriften bei den Manöver-Postsendungen hingewiesen. Zur genauen Aufschrift gehören: Familienname, möglichst auch Vorname, Dienstgrad und Truppentheil — i Regiment, Bataillon, Compagnie, EScadron, Batterie, (Kolonne u. s. w. — und für gewöhnlich der ständige Garnisonsort, etntretenden Falls mit dem Zusatze „oder nachzusenden". Die Angabe eines Marschquartiers empfiehlt sich nur bann, wenn dasselbe genau bekannt und wenn vorauSzusehen ist, daß die Sendung so zeitig an dem angegebenen Bestimmungs- orte eintrifft, um vor dem Weitermarsche in Empfang genommen perden zu können, und daß die Abholung von der Post auch mit Sicherheit zu erwarten ist. Da der Stab des Regiments und die einzelnen Bataillone rc. ihre Post- fachen häufig bei verschiedenen Postanstalten in Empfang nehmen, so ist eine genaue und richtige Aufschrift ebenso bei den an die Offiziere gerichteten Manöver-Postsendungen wie bei den Mannschaftssendungen unentbehrlich. Durch mangel- hafte oder ungenaue Anfertigung der Aufschriften wird die Ueberkunft der Sendungen an die Empfänger oft sehr erheb- ltch verzögert. Zur Vermeidung von Auslassungen in der Aufschrift und zur Erhöhung der Deutlichkeit empfiehlt sich die Verwendung von Briefumschlägen mit entsprechendem Vordruck. 3» Amerika verstorbene Hesse». In GaleSburg, Jll.: August Walbaum, auS Darmstadt. In Town Herman, I WiS.: Frau Philipp Stephan, geboren in der Nähe von Darmstadt. In Chillicothe, O.: Georg V. Dörsam auS Hessen-Darmstadt. •• Wetterbericht. Die Luftdruck-Dertheilung hat fich seit gestern wenig geändert und hat demnach auch das Wetter seinen jetzigen Charakter betbehalten. Der Himmel ist noch mristenortS bewölkt und fallen stellenweise Niederschläge. Die Morgentemperaturen sind etwa« gestiegen. — Bor- aussichtliche Witterung: Zunächst ohne wesentliche Aenderung. brauen. Würde dem deutschen Biertrinker allenthalben Gewähr geboten, gutes und bekömmliche- Getränk zu halten, das in der von ihm gewünschten Art gebraut wäre, so würde er gewiß in den meisten Fällen das billigere Sr- zeugntß dem ausländischen vorziehen. * Düsseldorf, 29. Juli. Tin bemerkeuSwerther P rozeß wegen unlauteren Wettbewerbs ist dieser Tage in erster gekommen. In der Dresdener Gegend wird die Zahl der bet dem Hochwasser umgekommenen Personen auf 60 geschätzt. Die Bahnstrecke Dresden-Tharandt ist vollständig unter Wasser, vor vier bis fünf Wochen wird dieselbe kaum wieder fahrbar sein. Der sächsische Landtag wird voraussichtlich zu einer außerordentlichen Tagung elnberufen werden. Der Regen hat wohl aufgehört und die Fluthen gehen zurück. AuS Schandau wird gemeldet, daß der dortige zweite Bürgermeister Müller im Hochwasser ertrank. Er ist mit einer Uferwand im Kirnttzsch-Bach verschwunden. In der Nähe von Zittau unb in Zittau selbst hat daS Wetter arg gehaust. Stellenweise ist das Wasser 12 Meter tief. Die Ober- Hohenborfer Kohlenbergwerke sind gefährdet. Nach den neuesten Meldungen steigt die Elbe noch immer. Der Verlauf de» Hochwassers ist noch gar nicht abzufehen. Mehrere Berliner Blätter fordern zu Sammlungen auf für die durch das Wasser Geschädigten. Die „Nordd. Allgem. Ztg." tritt für die Errichtung eines Central-HilfS.ComitoS etn. Auch der Vorstand des vaterländischen Frauen-vereinS von Schlesien, an dessen Spitze die Erbprtnzessin von Sachsen-Meintngen steht, erläßt einen diesbezüglichen Ausruf. Kiel, 2. August. Da- erste Geschwader, bet welchem 04 das Panzerschiff „König Wilhelm" mit dem Prinzen Heinrich an Bord befindet, ist heute nach See gegangen. Die Abfahrt de- Kaisers zollern" dorthin erfolgt morgen. - . . ... — vielen Theilen Schlesiens einlaufenden Meldungen ist der durch das Hochwasser und die Ueberschwemmungen angerichtete Schaden ein ungeheurer. Nach den oberflächlichen Schätzungen dürfte derselbe 12 Millionen übersteigen. — Nach den bis jetzt eingelaufenen Meldungen haben 88 Menschen ihr Leben verloren. Der größte Theil derselben ist ertrunken, die übrigen wurden durch die etnstürzenben Häuser erschlagen. Gegen 120 Baulichkeiten, meist Wohnhäuser, würben ganz oder theilweise weggeriffen. Depesche» M Bure« „Herold." Berlin, 2. August. Wie die „Nat.-Ztg." meldet, konnte der Reichskanzler Fürst Hohenlohe seine Absicht, iheut: von Auffee nach Berlin zurückzukehren, wegen Hochwasser nicht ausführen. Berlin, 2. August. Zn der Nachricht der „Straßburger Poft", daß Staatsminister v. Köller zum Oberpräfidenten von Schleswig-Holstein ernannt worden fei, bemerken die ,8er!. Reuest. Rachr.", es könne damit nur die amtliche Ausfertigung gemeint fein, die Ernennung selbst sei schon vor Monaten erfolgt. Berlin, 2. August. Der vicepräfideut de» Staats- Ministerium-, v. Miquel, wird der „StaatSb.-Ztg." zufolge am Mittwoch einen kurzen Urlaub antreten. Berlin, 2. August. Infolge wolkenbruchartiger Regengüsse, welche zwischen Friedland und Retchenberg in Böhmen stattfanden, wurde Sonntag Nachmittag neue» Hochwasser signalisirt. Die Neisse stieg in einer Stunde um •/< Meter. Der Wafferstand betrug Abend» 2.85 Meters Berlin, 2. August. Au» dem UeberschwemmungS- gebiet liegen folgende wettere Nachrichten vor. In Forst in der Lausitz sind gleichfalls die Verwüstungen groß. Die ganze Stadt ist unter Wasser. Die Wiesen und Felder im ganzen Neiffrthal find zerstört. Viele Menschen sind um* wenigstens gegenüber dem süddeutschen und dem böhmischen Getränk gut behauptet, aber auch in Berlin Liebhaber ge- fanden hat. Bei allen gut eingeführten vieren ist aber der Ruf der Brauerei, aus der e» hervorgegangen ist, eine Haupt- fache, und deshalb hat man zu den echten böhmischen Bieren au» angesehenen Brauereien eben mehr Zutrauen, als zu den Erzeugnissen beliebiger deutscher Brauereien, von denen die angesehenen längst ihre besondere Marke haben, sodaß nur wenige von ihnen nach Pilsener oder nach Münchener * Berit», 30. Juli. Die deutsche Brau Industrie richtet- an die deutschen Biertrinker die Aufforderung, Pilsener Biere als tschechische Erzeugniffe int Hinblick auf die Vorgänge in Eger nicht mehr zu trinken, begründet aber diese Aufforderung verständigerweise weniger mit dem Nationalt- tätenhaß, als durch wirthschastliche GesichiSpunkte, indem sie darzuthun versucht, daß daS nach Pilsener Art in Deutschland gebraute Bier von gleicher Güte ist, wie das in Pilsen gebraute. Sie theilt zu dem Zweck da» Ergebniß einer vom UutersuchungSamt der Stadt BreSlau laut dessen jüngsten Jahresbericht vorgenommeuen Untersuchung mit, au» deren Ziffern sich allerdings ergiebt, daß da» untersuchte deutsche Erzeugniß dem böhmischen gleichwerthig ist. DaS genannte Fachdlatt fügt hinzu: „Daß die in Deutschland „nach Pilsener Art gebrauten Biere" einen vorzüglichen Geschmack haben, ist bekannt, unb daß sie die Original-Pilsener Biere an Haltbarkeit übertreffen, geht schon daraus hervor, daß erstere ganz blank und heferein verschänkt werden (während da» Pilsener Bier, dem für den Versand noch in Gährung begriffenes Bier zugesetzt werden müffe, oft trübe, d. h. mit Hefe versetzt sei). Dazu kommt, daß die Versand-Original- Pilsener derhältnißmäßig schwache Biere find, daher unver- hältnißmäßig theuer." Diese Ausführungen, mit denen sich das Berliner Brauereiblatt auch an die Preffe wendet, verdienen in nationalwirthschaftlicher Hinsicht gewiß Beachtung. Sie werden allerdings die Liebhaber von echtem Pilsener Bier schwerlich davon überzeugen können, daß daS heimische Bier dem fremden ebenbürtig sei. DaS Btertrinken ist ja auch Modesache, eine Pilsener Bier-Aera hat e» schon vor 25 Jahren in Deutschland gegeben. Dann kam daS Münchener Bier auf, das die schweren Erlanger Biere zugleich mit dem Pilsener verdrängte. Nebenher entwickelte fich der Versand deS Dortmunder Bieres, daS sich im Westen Deutschland» «ger. 2. August. Gestern begannen die deutschen Hausbesitzer mit der Kündigung tschechischer Beamter. Am Mittwoch erscheint in Brüx eine Lifte mit den Namen der Prohibirten. Brüssel, 2. August. Gestern fand die Eröffnung des internationalen Advokaten - (Kongress e» statt. 150 Delegirte aller Länder find anwesend. Pari», 2. August. „Libre Parole" behauptet, vor einiger Beit habe Deutschland sich Rußland genähert in der Absicht, Frankreich in positiver Weise zu einer gemeinsamen Action zu bewegen, um England zu zwingen, Egypten zu raumen. Frankreich habe die- England mitgetheilt und »ngland rechne eS Frankreich zum Verdienst an, den Vorschlag nicht angenommen zu Haden. Da» Blatt behauptet, diese Nachricht sei absolut sicher, wenn auch ein Dementi erfolgen füllte. Die Meldung werde dennoch in den nächsten Monaten ihre Bestätigung erfahren. Paris, 2. August. Die hiesige Presse drückt ihre Freude über die Kündigung deS englisch-deutschen Han- LmLVT*. a“‘- ®" "T-mp-" fW »orau«, daß S?»in' Konsequenzen ergeben würden und meint: ES 7 rdn ÖrojifeL daß der neue Zwischenfall nicht dazu beb teagen wird, die Geister hüben und drüben zu versöhnen. Die letzten 18 Monate feit der impulsiven Depesche Kaiser Wilhelm» an den Präsidenten Krüger haben Mißstimmungen n»LrQ» n ienbt Volem,,cn' kurz etn stets wachsendes o» ^unterbrochen erneuert. Man Darf annehmen, bafe die Kündigung deS Handelsvertrages mit Allem, was fie provociren kann, dem Jntereffe der Eintracht unb deS gegen- fettigen Einvernehmens nicht dienlich ist. 8 8 Berlin, 3. August. Au. den UeberschwemmungS- «'bi'reu liegen wiederum eine Reihe von Meldungen vor. In Görlitz wurde durch daS erneute Hochwasser, eine Folge ber Wolkenbrüche bei Friedland, ein erheblicher Schaden verursacht. In Uhyst ertrank ein Arzt bei der Rettung eine« Mädchens, in LooS bei Tagan kamen drei Dienstknechte um. In Sachsen bilden sich angesichts des Unglücks überall Hilfsausschüsse. Gestern ist ein solcher in Dresden gebildet worden, welchem die Stadt Dresden 300000 Mk. bewilligen wird. In Anhalt hat die Mulde Felder, Wiesen und Gärten Überschwemmt und todteS Vieh, Getreide, Baume Balken und Trümmer aller Art mit fich fortgesührt. Alle Dörfer deS Muldethales stehen unter Wasser. Nach Wiener Meldungen stieg das Wasser der Donau gestern Nachmittag unaufhaltsam. Um 41/, Uhr Nachmittags war der Wasser- stand im Donaukanal 4,12 Meter über normal. In Nußdorf ist da» Wasser um dieselbe Zeit bi» aus 5,24 Meter ge- Di‘ W * ®"h, :-S5ß Kink aff* Sri •i*ii moh 1' °d" *hb. ft? Wei !7»L?L b"» v* be« Jahre \S?tx erfolgteö Bittis > siad. ** tt'; I, 6«t@,Ä 4 llNte Sie!,,?., >"%» finl, tu4 können, ^'N-rk.Jndependent. ' b°n Neustadt a. H. ltber Liu,«brück hier Sroßentheils hier nlit en Behörde und Herz. N T-Hützengesellschaft ’® »Hotel Victoria', dr- Niederwalder tze- hrrrlichem Wetter dir Ä^mannrha^en md J Wh zum ,Jagd- nnb reichlicher Früh. M 1 Uhr erfolgte der rlbst unter patriotischer eber die Niederlegung Die Deutschamerikaner indblick aus dir heimath« t det gewaltigen Denk« ische Lieder bewiesen, datz e der Liebe und Treue schm, sondern eifrig ge- „öir werden, obwohl förea, auch jenseits der mitte tttoa btt schönste en für die ihnen überall . ruü) TMnMchast. S- ichevrau Judustck richtet ufforderuug, Pilsener m Urbild aus die Bor- en, begründet aber diese iger mit dem Natioooli' Aefichispuokte, indem fle Ulseoer Art In Deutsch« । ist, wie das in Wen da- Ergebvitz einer vom 1U laut btficn jüngsten suchung «it, °uS dem da- untersuchte deutsche 6ifl ist. Da- genannte ’uiiti««» <"a4.*S Mtotl Bit« °° 6111' auf t«W, ta» **“ [t wnbtn O*11* V* “b >»4 >° «Wt ***,»rs z, Zlh Beachtung. *rÄ- 18t«‘ ’Ä «n!«°d wickelte stch ^^ischland- im Ws- tu veruu der ««»»'«. Jm W ’ „b°ß 8‘ der n0\Lbalbtn W Fällen d°s „ Pro!" rtfS - * Instanz vom Schöffengericht entschieden worden. Bor etlichen Monaten erstand den hiesigen Eterhändleru ein Coucurrent, welcher seine Waare spottbillig verkaufte, beispielsweise pries er an: Frische Landeier 3 Stück 10 Pfg. Die Eierhändler deuuncirten den billigen Etermann wegen unlauteren Wettbewerbs, weil die angepriesenen frischen Landeier fremde Ktsteneter seien, das Publikum sonach getäuscht werde. DaS Schöffengericht verurtheilte denn auch den Beschuldigten zu 50 Mk. Geldstrafe- in der Urtheilsbegrüudung hieß es: Unter frischen Landetern seien hiesige Eier zu verstehen, nicht sogen, Kisteneier. * Die Deutsche Laudwirthschaftt-Sesellschast hält in diesem Jahre ihre Herbststtzungen in der Woche vom 11. bis 16. October in Berlin in der üblichen Weise ab- bei dieser Gelegenheit mag daran erinnert werden, daß gleichzeitig mit dieser Tagung, nämlich vom 15. bis 17. October (nicht — wie trrthümlich angegeben — im August) wiederum eine Gersten- und Hopfen-Ausstellung in den Räumen der Versuchs- und Lehrbraueret zu Berlin stattfindev wird. * Die katholische Kirche in Oranienburg ist vergangene Montag Nacht ausgeraubt worden. Die Diebe find mittels einer von einem benachbarten Bauplatz geholten Leiter durch ein Fenster in das Gotteshaus eiugestiegen und haben die werthvollsten Geräthe gestohlen, sowie andere geweihte, ^cringwerthtge Gegenstände zerstört. Bei ihrer „Arbeit" bedienten fie fich eines sogen. FüusmtnutenbrennerS. Die Spitzbuben mußten ganz genau gewußt haben, daß die kostbaren Gerälhe nicht eingeschloffen waren. Sie sollten nämlich am nächsten Tage zu einer heiligen Handlung benutzt werden. * Theuereß Brennmaterial hat dieser Tage in Gera öle Frau eines Geschäftsmannes zum Kochen verwendet. Sie batte 250 Mk. Papiergeld im Küchenofen vor Dieben versteckt, vergaß aber dann das Geld und als sie am nächsten Morgen Feuer anmachte, gingen die schönen Scheine mit in Flammen auf. • Hechingen, 1. August. Heute Vormittag hat in dem benachbarten Dorfe Stein ein 9jähriger Knabe, der mit einem Gewehr spielte, ein in der Nähe stehendes Mädchen von 17 Jahren erschossen. • Preis AuSfchreibeu. Das Bürgerliche Gesetzbuch giebt vom Jahre 1900 an die Möglichkeit, Trinker unter Vormundschaft zu stellen, und auch ohne ihre Zustimmung der Heilung zuzuführen. Dieser neue Grundsatz muß mancherlei Aenderungen in der Landesgesetzgebung und in der Verwaltung der Trinker-Heilanstalten nach sich ziehen. Deshalb bat der Deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Ge- t-änke einen Preis von 500 Mark ausgeschrieben für das Thema: „Welche Anforderungen find an die künftige Einrichtung und Verwaltung von Trinker-Heilanstalten und Trinker-Asylen zu stellen und welcher weiteren Maßnahmen auf dem Gebiete der Gesetzgebung, Verwaltung und Vereins- thätigkeit bedarf es zur wirkamen Durchführung der Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches über die Entmündigung wegen Trunksucht?^ Die Arbeiten find bis zum 1. April 1898 an den Geschäftsführer des Vereins, Dr. W. Bode in Hildesheim, einzureichen. * Glasgow, 1. August. In dem großen Welt- Meisterschaftsfahren über eine engl. Meile hat der beste deutsche Flieger Willy Arend (Hannover) über die be- rühmtesten Fahrer den Steg daoongetrageu. Im Zwischenlauf schlug er sicher den gefürchteten Franzosen Noffam. Im EntscheidungSlauf konnte Barden die Zielcurve von innen nehmen, vermochte fich aber gegen den grandiosen Spurt ArendS nicht zu halten. So ruht denn wieder die Weltmeisterschaft in deutschen Händen. W. Arend, der Inhaber der goldenen Armbinde, hat fich seit dem großen Preise von Hannover, wo er gegen den Franzosen Bourrtllon unterlag, von Tag zu Tag verbeffert, so daß man ihn doch unter den ersten zu sehen hoffte. Aber man hatte nicht erwartet, daß er sämmtliche Concurrenten schlagen werde. Der Steg Arends ist ein Trtumpf für sämmtliche deutsche Fahrer. * Ein blinder Briefträger, der seinen Dienst tadellos versteht, dürfte gewiß zu den Seltenheiten gehören. Und doch macht ein solch' seltener Postbote von Halnaker aus, einem Dorfe in der Nähe von Grodwood in England, seine tägliche Runde, ungeachtet der großen Entfernungen seines Bestellbezirkes, die ihn mitunter meilenweit von Hause wegführen. Die Briefe werden in besonderer Reihenfolge tn seine Posttasche etngeordnet und der wackere „Bote Ihrer großbritannischen Majestät Poft" sorgt für pünktliche und zuverläsfige Ablieferung. tlniocrfitäts * Nachrichten, Berlin, 2. August. Professor Schmoller ist zum Rector der Universität für das nächste Studienjahr xewählt worden. — In Heidelberg findet vom 5. bis 7. August eine Versammlung der Ophthalmologen statt. Vorträge halten u. A. die Professoren Hippel-Heidelberg, Bach Wurzburg, Elschnieg-Wien, Axenfcld-Breslau, Bernhetmer-Wien, Heim-Marburg, Kräckmann- Letpztg, Baas-Freiburg, Davier-Parts. — In Erlangen feierte am 25. Juli der Professor der Rechte Heinrich Gottfried Gengler, der Senior der Erlanger rechtSwissen- schastllchen Facultät, seinen 80. Geburtstag. Gengler hat als Universitätslehrer ausschließlich tn Erlangen gewirkt. Er gehört dem Lehrkörper der Unioerfität 54 Jahre lang an. — In München ist auf dem Grabe des verstorbenen Archäologen Heinrich Brunn aus Beiträgen seiner Freunde, Verehrer und Schüler und des Corps „Palatia" in Bonn ein Denkmal errichtet worden, das am 23. Juli, der Wiederkehr von Brunns Todestag, in Anwesenheit zahlreicher Freunde des Verstorbenen der Familie zur weiteren Obsorge übergeben worden ist. Es ist, der „Allg. Ztg." zufolge, der sehr glücklich gelungene Versuch gemacht worden, eine altgriechische Form de» Grabschmuckes, die hohe, schlanke Marmorstele mit einem bekrönenden Zier stück aus Ranken und Akanthusblättern für die Bedürfnisse unserer Zeit zu verwenden. Die Stele ist in Athen genau einem dort an der Gräberstraße des Dipylon stehenden Vorbilde in pentelischem Marmor nachgebildet worden. — Georg Rüge, Professor der Anatomie in Amsterdam, ist als ordentlicher Professor an die Universität Zürich berufen worden und tritt dort an die Stelle des Professors Philipp Stöhr, der zur Entlastung Albert Köllik-rs die ordentliche Professur der beschreibenden Anatomie an der Universität Würzburg übernimmt. Rüge ist von Be>lln ausgegangen. 1852 geboren, promooirte er dort 1875 zum Docior. Seit 1888 ist Rüge ordentlicher Professor und Director der Anatomie an der Universität Amsterdam. — Man schreibt der „Franks. Ztg." aus Heidelberg: Die hiesige Universitäts-Bibliothek hat eine außerordentlich reiche Sammlung antiker Papyri angekauft, die der Dragoman des deutschen Consulats tn Kairo, vr. Reinhard, dort während der letzten Jahre von Einheimischen erworben hat. Die Sammlung zählt Hunderte von mehr oder weniger gut erhaltenen Stücken in egypttscher, koptischer, hebräischer, griechischer und lateinischer Schrift, von beschriebenen Goldplättchen, vorzüglich erhaltenen Sargpapyrt usw. Don der Enlräthselung dieser ehrwürdigen Denkmale entschwundener Culturen kann man sich für die Wissenschaft sehr viel versprechen. Doch stößt schon die Anordnung und flüchtige Grupptrung des überreichen Materials auf mancherlei Schwierigkeiten. Sie geschieht unter der Leitung des Geh. Hofraths Dr. Zangenmeister, unter dessen Obhut der Schatz jedenfalls der richtigen Behandlung sicher ist. Verkehr, Cant» tmfc VoUrwirthschaff Gießen, 3 August. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. * 0,90—1,05, Hühnereier pr. St. 6—0 X 2 St. 11 X Enteneier 1 St. 7—00H, (Store» eter pr. St. 00-12 X Käse pr. St. 5-8 X Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 27 X Tauben pr. Paar vtL 0,70 bi« 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 130, Hahnen pr. ©tfld X 0,90-1,30, Enten pr. Stück X 1,50—1,70, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfenfleisch pr. Pfd. 66-74 X Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 X Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi« 72 X Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 4L, Kalbfleisch pr. Dsd. 56—6) X Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,(0 biß 7,00 X, Weißkraut pr. Stück u- -00 4, Zwiebeln pr. Cento X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 16 X Kirschen pr. Pfd. 00-00 X Gurten per 100 Stück 0,75—2,00 X — Die „Deutschland", Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Berlin, hielt am 31. Mai d. I. ihre ordentliche General-Versammlung ab. Erfreulicher Weise kann constatirt werden, daß der den Tdeilnehmern erstattete Bericht die Erwartungen, die man an das zur Besprechung gebrachte Geschäftsjahr knüpfte, nicht nur erfüllt, sondern, zumal bezüglich der finanziellen Entwickelung und Consoli- dtrung der Gesellschaft noch übertroffen hat. Im Jahre 1896 lagen 10633 Anträge über 9991828 Mk. Antragssumme zur Bearbeitung vor, von denen 9343 mit 7606028 Mk. angenommen wurden. Der Versicherungsbestand stieg dadurch Ende 1896 auf 53055 Policen über 39180459 Mk. Versicherungssumme. Die Actioen der Gesellschaft erreichten Ultimo 1896 die Höhe von 3900348.60 Mk. gegen 2834387.— Mk. Ultimo 1895, stiegen also um mehr als eine Million Mk.; die Prämien-Reseroe betrug einschließlich der Prämten- Ueberträge und der Kriegsoersicherungs-Reserve 3261187.22 Mk. Rack Bestreitung aller Ausgaben verbleibt ein reiner Ueberschuß von 125256 38 Mk., ein Ergebniß, wie es die Gesellschaft in solcher Höhe seit ihrem Bestehen noch nicht erzielt hat. 7321 Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 3. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Master 16Vi°, Luft 22«/,°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Ueber Nutrose. »ott ärztlicher «eite wird geschrieben: „Auf Grund von verschiedenen Versuchen kann ich behaupten, daß Nutrose ein in jeder Beziehung geeignetes Fleischersatzmittel ist. Ein weißeS Pulver von appetitlichem Aussehen, geruchlos und fast geschmacklos, leicht löslich und — eine sehr ins Gewictrt fallende Eigenschaft — nicht Ibeuer. Sie wird im Darm vortrefflich ausgenutzt und hat tm Stoffwechsel denselben Nährwerth wie die Eiweißstoffe des Fleisches". Nutrose — einzige Fabrikanten. Farbwerke, Höchst a. M. — ist besonders geeignet zur kräftigen Ernährung von Reconvalesc-nten, schwächlichen Kindern, Blutarmen, Magenkranken rc. In Schachteln L 100 Gr. — ausreichend für etwa 15 Mahlzeiten — durch alle Apotheken, sowie Droguenhand- lungen u. s. w. zu beziehen. 5346 Bekanntmachung, betr.: Die Vergebung der „Gommerzienrath Keichetheim-Stiftung". Aus rubr. Stiftung haben am 1. November l. Js. 1472 Mk. zur Vertheilung zu gelangen. Nach §. 3 der Stiftungsurkunde können zur Bewerbung um die Gaben nur zugelaffen werden: a. Personen, welche während des Feldzugs 1870/71 im Militärverhält- niß gestanden haben, b. Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß diese sub. a. und b. bezeichneten Bewerber einer derartigen Unterstützung bedürftig und würdig sind und daß dieselben von der Zeit der Bewerbung rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre in Gießen ununterbrochen gewohnt haben. Die Bewerber werden hierdurch aufgefordert, fich bis zum 30. September l. Js. bei Großh. Bürgermeisterei Gießen schriftlich oder zu Protocoll anzumelden und ihre Qualification zum Bezüge der Unterstützung näher zu begründen und zu belegen. Gießen, den 2. August 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________I. V.: Wolff.__________________7357 Bekauurwachung. Nachdem die Stadtverordneten-Versammlung die Anlage einer Verbindungsstraße vom Neuenweg nach der Goelhestraße, die Aufnahme der, Plockstraße in den Bebauungsplan und die Feststellung theilweise neuer Baufluchtlinien und Längenprofile für den Neuenweg vom Thor bis zur Weidengaffe und für die Neuen-Bäue bis zum sog. Trillergäßchen beschlossen hat, bringen wir dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß der fragliche Ortsbauplan und der Nivellementsplan von heute ab bis einschl. 28. d. M. auf dem Stadtbauamt offen liegen und daß Ein- vendungen gegen dieselben — bei Meidung des Ausschluffes — binnen derselben Frist bei uns anzubringen sind. Gießen, den 2. August 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 7359 Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß von heute ab bis auf Weiteres das Befahren der hiesigen Märkte mit Rindvieh und Schweinen, auch aus den preußischen Gemeinden, ohne die seither vorgeschriebenen Zeugniffe und sonstigen Einschränkungen geschehen darf. Gießen, den 3. August 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 7358 Gnauth. fBehörd lieh e An z e i gen Zu der Privatklugksachk des Martin Schwall, Bildhauer in Gießen, Privatkläger,- vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Fuhr, gegen 1. den Commis Hermann Bepler, 2. den Gastwtrth Philipp Bob, beide zu Gießen, Angeklagte, wegen Beleidigung, hat Großherzogliches Schöffengericht zu Gießen am 9. Juli 1897 für Recht erkannt: Der Angeklagte Bepler wird zu einer Geldstrafe von 15 Mark, eventl. 3 Tage Gefängniß, Bob zu einer solchen von 10 Mark, eventl. 2 Tage Gefängniß, jeder von Beiden zur Hälfte der Kosten des Verfahrens, einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen notwendigen Auslagen, unter Solidarhaft bezüglich der Auslagen des Gerichts verurtheilt; dem Privatkläger wird die Befugniß zu- gesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheils innerhalb 8 Tagen nach Zustellung desselben einmal im Gießener Anzeiger auf Kosten der Angeklagten veröffentlichen zu lassen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be- scheinigt. Gießen, den 27. Juli 1897. ge;. Plock, Hilfs - Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Für die Abschrift: 7310 Dr. Fuhr, Rechtsanwalt. Frühkartoffeln. 50 Kilo incl. Sack Mk. 2,70 ab Friedberg—Frankfurt a. M versende geg Nachnahme. Wagenladungen billiger. Jacob Stern-Simon, Friedberg (Hessen). 7332 Verdingung. Es sollen die Arbeiten nebst Material- Lieferungen zur Herstellung: 1. je einer Dachkammer in 3 Wärter, Wohnhäusern und 2. von 2 Stallgebäuden auf der Bahnstrecke Bockenheim-Friedberg, sowie 3. eines Wirthschaftsgebäudes auf Bahnhof Großkarben, zusammen ober getheilt vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen können gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung von 2 Mark (6aar) durch uns bezogen bezw. in unserem Amtsgebäude, Poststraße 6, eingesehen werden. Die Angebote sind, mit der entsprechenden AussLrist versehen und verschlossen, bis Mittwoch, den 11. August d Js , Vormittags 11 Uhr, hierher einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Frankfurt a. M., den 28. Juli 1897. Königliche 7356 Eisenbahn-Betriebs-Jnspettion 2. r"EmpfeNun^en7^ Ät. SchlaWMö. Freibank. ^7169 Heute und morgen: 8chwemeffeisch nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. 7336) Heute Mittwoch zu haben prima Emmachgurkm und Zwiebeln auf Oswaldsgarten bei ______JohS. Rühl von Lang-Göns. Heute Mittwoch den 4. August trifft auf dem Güterbahn, Hof der Main-Weser-Bahn eine Ladung Gurken ein. Der Verkauf fängt 8 Uhr Morgens an. Niemand versäume diese günstige Gelegenheit, es ist dies nur vorüber- gebend!_________________________7355 Wreißcköeeren wieder einqetroffen bei 3001 A. & G. Wallenfels, Markt 21. — Telephon 46. Eiumachfässer, Weinfässer, frisch entleerte, in allen Größen, empfiehlt L. Kohlermauu, Küferei, 7349 Bleichstr. LS. Zum Einmachen Dr. Oetkers Salicyl ä 10 Pfg. Sehr einfache Anwendung, Früchte verderben nie. Recepte gratis. Zu haben bei Gebrüder Adami, 7342 Mäusburg 14. Frühkartoffeln versendet 100 Pfund mit Sack ab Station unter Nachnahme Mk. 58.50. Größere Posten billiger. 7331 A. J. Kleeblatt, Seligenstadt b. Frankfurt a. M. Verlag ton Emil Roth in Gießen. Jührer V Lal-nthat. 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Bl In meinem Zuchthofe, reiner Vogelsberger Raffe, stehen Kauffmann Cie., Lampenfabrik. Eisschränke. 3 Eismaschinen. Saftpressen. Kohiiknlchukjiiiiiaschinrll. Speiseschränke. Messerputzmaschinen. lebend, ital. Gc.lügol gut u. billig beziehen will, verlange Preisliste von Hans Kaier in Ulm a. 0. .Grosser hnpo.-t Ital Produkte. Tage«.Ordnung: Jahresbericht, Rechnungsablage, Anträge auf Aenderung der Statuten § 4, 6, 6, 14, 21, Neuwahl des Vorstandes. 7271] Einige Jungen von 15—16 Jahren finden Arbeit bei 7329) Anständiges Mädchen für kleines I ___. Nachmittags zur AuShülfe > 7224] Brave« Dienstmädchen gesucht "lucht-, 8u erfragen in h,r ff™ »> wr, - H^»0tt, Markt 1 Concert - Verein. Generalversammlung Mittwoch den 4. August, Nachmittags 5 Uhr Hobes-Anzeige. Heute Morgen um 7 Uhr entschlief sanft dem Herrn unser guter, innig geliebter Gatte, Vater, Schwiegervater und Groß- Johann Walz, Lehrer i. P., ; nahezu vollendeten 76. Lebensjahre. Ober Besfiugeu, Hof Muhlsachsea und Bad-Nauheim, den 2. August 1897. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 4. d. M., Nachmittag» Uhr, statt. Section Giessen deS Deutsch, u. GeKerreich. Alpeuvereius. (CafS Ebel.) Monats- versammtung Donnerstag, den 5. dS. Mts., 9 Uhr pünktlich. Erörterung über Alpenreisen. Sonntag, den 8. August: Aukflug nach Butzbach, Kleeberg, Bonbaden, Braunfels. Abfahrt 6M Uhr Vormittags nach Butzbach. 7337 7.81] Eine alleinstehende Dame sucht zum 1. October in gr tem Hause eine Wohnung von 4 Zimmern nebst Küche und Zubehör. Näheres in der Exped. d. Bl. Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Rathschluffe entschlief sanft gestern Abend um 11 Uhr in Trier unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante, Fran Wwe. Johannette Beling, geb. Kroh, nach schwerem Leiden im 58. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Trier und Gießen, den 2. August 1897. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag >/,4 Uhr in Gießen vom Bahnhofe aus statt. 7362 |Vermischte Anzeigen. | 73221 Din anonymen Briesschreibern (Herr sowohl wie Dame) für die ungeheuere Liebenswürdigkeit herzlichen Dank. Zur weiteren Entgegennahme sind be, reit Die Empfünger. Für die herzliche Theilnahme bei der Krankheit und der Beerdigung unserer lieben Gattin. Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante 7341 Katharine Beck, geb. Zinn, Section Oberhessen deS A. u. che. Akpenvereins. Monstsversammlung Mittwoch, 4. August, 9 Uhr AbdS., vereiuSloeal Kaiserhof. Tagesordnung: Besprechung der Eingänge Generaloer sammlung Klagenfurt : Reiseoergünsttgungen der project- Touren in die Alpen nnb Rathschläge. Abstempelung der mit Photographie zu versehenden LegitimationSkarten- Gallo tage über neuanzunehmeude Mit« Eine Bäckerei oder ein HanS in günstiger Geschäftslage zu kaufen gesucht. 7170 Offerten und L. 0. 231 an die Er vedttion dieses Blattes.______________ Decimalwaage, Copirpreffe, Stehpult, sowie eine Cigarreu- fabrik-Einrichtung zu kaufen gesucht. 7544 Offerten mit Preisangabe unter Z. 10 pofil. Alleudorf a. Lda. für mein Mühlenfuhrwerk _______Amevd, Labnmüble Wetzlar. ”7315] Braver Junge als ÄtUnm lehrling gesucht. Schadeck, Frankfurter Hof. 2 Tage Krielbabn frei. tn Nidda zu verkaufen. Näheres la®»’ne Doggen «inen Gehilfe« und einen Lehrling sucht 7346 Heinrich Killmaua, Glasermeister. Haferabmachen in Accord zu vergeben. 7335 Licherstratze^5 Tüchtiger Arbeiter, am liebsten vom Lande, für dauernde Arbeit per sofort gesucht. 7326 »atzenstetn & Seipp Holzhdl.g Großer Laben zu verm. 7861__________________«. «isoster 6894] Schöner kühler Laden, der Neuzeit entsprech., neb. d. 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