Sir. 129 Erstes Blatt Freita« dm 4. Zmi IS»» Der Hteßenrr Anzeiger erscheint täglich, Vit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Zpamtliendlälter rvcrden dem Anzeiger Svöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Bierteljähriger ASonncmeutspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Atveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bex folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Kamilienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg*. Gießen, am 3. Juni 1897. Betr.: Zurückstellung unabkömmlicher Beamten, hier von Lehrern und Schulverwaltern im Falle e>ner Mobilmachung. Die Arvhh. Kreis-SchuKommiOon Gießen an die Schulvoftände des Kreises. Sie wollen die Lehrer oder Schuloerwalter einklassiger Schulen, welche militärpflichtig find, darauf aufmerksam machen, daß Gesuche um Zurückstellung im Falle einer Mobil- machung innerhalb 8 Tagen bet uns etnzureichen sind. Später einlaufende Gesuche können nicht beiückfichligt werden. In den Gesuchen ist anzugeben: 1) Civilstellung, 2) Bor und Zunamen, 8) Militärcharge und Truppengattung, 4) Genaue Angabe de- TruppentheileS, Regiment, Compagnie rc, bet welchem der Eintritt erfolgt ist und Datum des letzteren, 5) Bezirk des LavdwehrbaiatllonS. Bei Lehrern oder Schulverwaltern, welche bereit- früher bei uns reclcmirt haben, bedarf es keiner Meldung. Abwesende Lehrer oder Schulverwalter, die als alleinstehende Lehrer zur Reclamation berechtigt find, wollen Sie sofort benachrichtigen. v. Gagern.___ Gießen, 1. Juni 1897. Betr.: Unterricht tu weiblichen Handarbetleu. Die Gnßh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche der Verordnung unsere- Amtsblattes vom 9. März d. J-. in rubr. Betreff noch nicht nachgekommen find, bezw. noch nicht darüber berichtet haben, werden an die Erledigung unserer Auflage innerhalb vierzehn Tagen erinnert. v. Gagern.__ Gießen, 2. Juni 1897. Betr.: Verminderung der Herbstzeitlose. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 3. April l. IS. — Gießener Anzeiger Nr. 81 — noch nicht nachgekommen find, werden an deren Erledigung erinnert. v. Gagern. Gießen, den 1. Juni 1897. Betr.: Die Remunerirung de- Feldschutzpersonals. Sei Großherzogliche Kreisamt Gießen e* die Grstzh. Vürgernrewereieir des Kreises. Von Großh. Ministerium des Innern ist uns auch in diesem Jahre zur Belohnung des Feldschutzpersonals ein Credit zur Verfügung gestellt worden. Sie wollen uns daher binnen 14 Tagen über die Dienstführung derjenigen Feldschützen Ihrer Gemeinde, welche sich durch treue Pflichterfüllung ausgezeichnet haben, nach folgendem Schema berichten. N a m e Alter Dienste jahre Anzahl der pro 1895,96 von dem Feld- fchützen erhobenen Anzeigen Zahl der tn Folge der Anzeigen erfolgten Bestrafungen Aeußerung über die Dtenst- führung Wir machen noch darauf aufmerksam, daß es weniger auf die Zahl der zur Anzeige gebrachten Feldfrevel ankommt, als auf den von den betr. Bediensteten betätigten Diensteifer , insbesondere in Verhütung von Freveln durch stete Anwesenheit im Felde und daß ferner auch das außerdienstliche Verhalten (nüchterner Lebenswandel) mit in Betracht zu ziehen ist. Gleichzeitig werden Sie uns diejenigen Feldschützen, welche Sie einer Belohnung nicht für würdig halten, unter Angabe der Gründe benennen. v. Gagern. Steuerte AÄshvkhsE» Belftl tcUfnmUMct Lorr-ipsud«z-»«r«» Sofia, 2. Juni. Infolge anhaltenden Regen- find die Flüffe oeS Lande- ausgetreten, zahlreiche Brücken und Straßen zerstört. Seit vier Tagen ist keine Post hier eingetroffen. _____________ Depeschen des Bureau „Herold.* Berlin, 2. Juni. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz betreffend Feststellung des HauShaltSetats für daS Jahr vom 1. April 1897 bis 1. April 1898, vom 31. Mai 1897. Berlin, 2. Juni. Die gestrige Mittheilung über die Ernennung der Kaiserin zum Chef des Garde-Grenadier- Regiment- Nr. 5 entbehrt der „Post" zufolge vorläufig noch der Bestätigung. Berlin, 2. Juni. Der bekannte GefchichtSmaler Prof. August von Heyden ist gestern nach schwerem Leiden gestorben. Bonn, 2. Juni. Der Arzt Dr. Fischer wurde heute Morgen im Duell von einem Collegen erschossen. München-Gladbach, 2. Juni. Der Vorstand deS Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter beschloß, die Einladung zum internationalen Bergarbetter-Congreß in London abzulehnen. Wien, 2. Juni. In einer gestern Nacht startgehabten Versammlung beschloffen sämmtliche Bedienstete der Tramway-Gesellschaft wegen Nichtbewtlligung ihrer Forderungen am nächsten Sonntag in den Strike ein- zutreten. Budapest, 2. Juni. Die antideutschen Demonstrationen nehmen einen bedenklichen Umfang an. Gegen das Orpheum find große Demonstrationen angesagt; außerdem ist unter den ungarischen Journalisten eine Bewegung im Gange, alle Kaffeehäuser, ia denen deutsche Zeitungen aufliegen, zu boycottiren und die deutschen Journalisten auS den Vereinen auSzuschlteßen. Triest, 2. Juni. Die Polizeidirection dementtrt die Meldung, daß bei dem verhafteten Anarchisten Marzetti Briefe vorgefunden worden seien, die auf ein beabsichtigtes Attentat gegen den König Humbert schließen lassen. Brüffel, 2. Juni. König Leopold hat da- Ehrenpräsidium deS Congreffes der Anti-Alkoholisten, welcher im nächsten Monat hier tagen wird, angenommen. PariS, 2. Juni. Dem „Jour" zufolge find die Gesundheits-Verhältnisse in der französischen Armee sehr traurige. In zahlreichen Garnisonen herrscht Typhus und eine große Anzahl Soldaten starben an Schwindsucht. Da- Blatt macht zahlreiche Vorschläge, um den Uebeln abzuhelfen. Paris, 2. Juni. Auf der türkischen Botschaft verlautet, daß die türkische Armee nach acht Tagen auf Athen loSmarschiren werde, fall- die Großmächte den Waffenstillstand nicht dazu benutzen, um für die Türkei annehmbare Friedensbedingungen auszuarbeiten. London, 2. Juni. Die Blätter drücken die Befürchtung au-, daß Rußland nach dem Friedensschluß der Türket mit Griechenland die Frage |ber freien Durchfahrt durch die Dardanellen und Frankreich die egyptische Frage aufwerfen werde. Athen, 2. Juni. Nachdem hier noch immer die Be- fürchtung besteht, daß die Türken den Krieg fortsetzen werden, erhielten die Truppen den Befehl, fich vollständig in die Thermopylen zurückzuziehen. In Lamia bleiben nur Vorposten. Athen, 2. Juni. Die Regierung hat eine weitere Note an die Mächte gerichtet, worin sie erklärt, daß eS Griechenland selbst bei den allergrößten Einschränkungen nicht möglich sei, eine Kriegsentschädigung zu bezahlen. Auch die vom König angeregte Verminderung der Civilliste könnte nichts dazu helfen. DaS Budget sei durch die Ausgaben für den Feldzug und die noch zu erwartenden AbrüftungSkosten bereits zu stark belastet. Berlin, 3. Juni. Dem „Berl. Tagebl." zufolge soll nach Pfingsten noch eine neue Marinevorlage an den Reichstag gelangen. WöriShofen, 3. Juni. DaS letzte gestern Nachmittag 2Uhr über daS Befinden deS Pfarrers Kneipp ausgegebene Bulletin lautet: Seit einer Stunde plötzlich große Herzschwäche, Puls 112 bis 116, unregelmäßig aussetzend. Sub- jeetive- Befinden trotzdem befriedigend. Wien, 3. Juni. Ueberraschung hat die gestern erfolgte Schließung deS ReichSrathS hervorgerufen. Man hatte allgemein nur eine Vertagung erwartet und noch gestern wurde auch im Regierungslager von einer solchen gesprochen. Der Unterschied zwischen einer Vertagung und Schließung ist ein sehr großer. Bei einer Vertagung bleibt Alles beim Alten. DaS Wiederzusammentreten fängt dort an, wo eS aufgehört hat. Die Schließung dagegen bedeutet soviel, wie die Auflösung mit der einzigen Ausnahme, daß keine Neuwahlen erforderlich find. Auch der Umstand, daß bei der Schließung die Immunität aufhört, erhöht die Bedeutung der Maßnahme. Kanea, 3. Juni. Hier geht das Gerücht, daß ein Schiff mit Aufständischen vom PiräuS abgegangen ist, infolge deffen daS österreichische Schiff „Blitz" und ein russisches Torpedoboot die Sudabay verlaffen haben, um daS In- furgentenschiff abzufangen. AuS Kandia werden ernste Unruhen gemeldet. Italienische Bersaglteri werden heute dort ankommen, um die europäischen Truppen daselbst zu verstärken. _____________________________________________ CoceUs rrrrd provinzieller. Sieben, den 3. Juni. ♦ * Auszeichnung. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 2. Juni dem Fabrikarbeiter Georg Hauck in WormS daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zu verleihen. * * P. Geläudeverkauf. Herr Weinhändler Schott er- warb von Herrn Photograph Becker deffen Eck-Bauplatz Wolkengaffe und Bahnhofstraße für den Preis von 15,700 Mk. DaS Quadratmeter soll fich auf ca. 45 Mk. stellen: * * Ein Extracoucert zum Besten des UuterstützungSfoudS hilfsbedürftiger Militärmufiker der deutschen Armee und Marine findet am Freitag Abtnd in „SteinS Garten" statt, ausgeführt von der hiesigen Regimentscapelle. Wie im hiesigen Jnseratentheil ersichtlich, gelangt ein ausgewählt reichhaltiges Programm zur Ausführung. Möge der Besuch zu Gunsten deS edlen Zwecks ein recht zahlreicher werden. F.** Die neuen Reuubote der Gießener Rudergefellfchast — Vierer und Achter — find nunmehr eingetroffen und sehr gut ausgefallen. Besonders der „Achter", auf der Bootswerft von Oberbaurath Rettig in Berlin erbaut, ist ein Meisterstück auf dem Gebiete der Bootsbaukunst, auf deffen Besitz die Gießener Ruderer mit Recht stolz sein können. Die officielle Taufe der neuen Boote wird voraussichtlich an einem der Pfingstfeiertage stattfinden, worauf wir schon jetzt aufmerksam machen. Nach diesen Neuanschaffungen besteht der Bootspark der Rudergesellschaft auS: 1 Renn- Achter, 2 Ausleger Vierer-Rennboten, 1 Dollen - Rennbot, 2 Ausleger Vierer-GigS, 1 Doppelzweier, 2 Einer und 1 UebungSboot, sodaß allen Mitgliedern genügend Gelegenheit zum Rudern gegeben ist. Weiter dürfte von Jnterrffe sein, daß sich bereit- zwei Senior - Mannschaften seit einiger Zeit im eifrigen Training befinden und schon jetzt zu schönen Hoffnungen für die kommende Regatta-Saison berechtigen. Dtese beiden Mannschaften werden dann gemeinschaftlich den „Achter" besetzen, während eine dritte Mannschaft aller Voraussicht nach baß Dollen-Rennbot bemannen wird. Wenn nun noch hinzukommt, daß Altmeister Rübsamen im Einer die Farben seiner Gesellschaft vertreten wird, dann kann wohl die Gießener Ruder-Gesellschaft mit aller Zuverficht den diesjährigen Wettkämpfen entgegensehen, denn wo der gute Wille vorhanden ist, da wird auch der Erfolg nicht fehlen ! * • E. B. Der Hauptverein des Evangelischen Bundes wird am Sonntag den 27. Juni, Nachmittag- von 41/a Uhr an, seine Landesversammlung in Offenbach a. M. abhalten, die erste Versammlung tn Hessen, wie sie unsere Nachbarländer, Baden, Württemberg, Rheinlands schon seit Jahren mit großem Erfolge veranstaltet haben. Die Feftpredigt hat der als eifriger Vorkämpfer unserer Sache rühmlichst bekannte Pfarrer Dr. R. Wettbrecht (Wimpfen) übernommen, während den Vortrag de- Abends (in Schlosser- Liegenschaft) Pfarrer Lic. Thümmel (Rem'chrid) halten wird, der sich durch seine geistvollen und schneidigen Reden tn ganz Deutsch, land einen hervorragenden Namen gemacht hat. ES wird darum einer recht lebhaften Betheiligung an der Vtrsamm- lung auS dem Großherzogthum und seiner Umgebung entgegengesehen, zumal in Hessen zum ersten Male Gelegenheit gegeben ist, diesen muthvollen Redner zu hören. Die Wahl des Tage- ist so getroffen, daß die Herren Geistlichen den Besuch der Superintendenten-Conferenz tn Darmstadt am 28. k. MtS. gut damit verbinden können. * * Kelluer-Berelu. Eine vom Verein arrangirte Geburtstagsfeier zu Ehren dreier Mitglieder, der Herren Wilh. Sandmeifter, Köttschau und Nitsche, Der« pathien zu erwecken. Zu diesem Zwecke hat die Abtheilung einen Ausschuß erwählt, dieser die bezüglichen Commissionen ernannt, welche alle mit dem größten Eifer sich den übernommenen Pflichten der Ausstellung htnzuweisen. Der Flügel deS Schlöffe«, welches sich vom Central- pavillon in der Richtung nach der Stadt hin auSdehnt, tu welchem sich auch der sehr schön geschmückte Eingang zur Ausstellung befindet, wird der Ethnographie und Ethnologie gewidmet sein. Für diesen Theil der Ausstellung ist eS dem äußerst thärigen BeschaffungSauSschufie gelungen, eine große Anzahl von privaten und sehr reichen Easieler Sammlungen von Waffen, Geräthschaften und Jndustrieproductev unserer schwarzen und braunen Landsleute zu gewinnen, die allem für sich schon deS SehenSwerthrn außerordentlich viel bieten. Außerdem wird durch ihre Bemühungen ein großer Theil der ethnographischen und WirthschaftSgegeoftände, die auf der Berliner Ausstellung so sehr die Aufmerksamkeit de« Publikums auf sich zogen, zur Ausstellung gelangen, ebenso wie Modelle der Neu-Guinea Compagnie, ethnologische Gamm- und Arbeiten unterzogen haben. Die Königliche Regierung hat der Abtheilung da« schöne Oraugerteschloß zur Verfügung gestellt, daS inmitten de« AuevparkeS gelegen ist, welcher letztere sich in den Pfingst- tagen in seiner vollen Frühlingspracht entfaltet hat und so für sich allein durch seine Schönheit Bewunderung erregt. DaS Schloß selbst, welche» auS zwei Flügeln und einem Ceatralpavillon besteht, wird unter der bewährten Leitung der betreffenden Commisfion, durch deren Vorsitzenden Herrn Maler Lüttebradt, in arabisch-afrikanischem Styl au»- afrikanische« LandschaftSbild verwandeln mit täuschend vachgeahmten Gebäuden und zahlreichen Ausstellungsplätzen, in lungen der Deutsch-ostafrikanischen Gesellichaft, Elephanten- zähne und Elfenbeinfabrikate vou Zirkenbach & Oechelhäuser, Perlmuttergegenstände von Paul Hinze, Felle und Decken auS Südwestafrika von Burmester in Hamburg und Roh- producre aus den Colonien von verschiedenen bedeutenden Firmen in Bremen. Die Besucher der Ausstellung können daher darauf rechnen, ein reichhaltige» Material in diesem Theile der Ausstellung zu finden, welches ihnen ein vielgestaltiges Bild von der Thätigkeir und der Lebensweise der Eingeborenen unserer Colonien vor Augen führen wird. In dem zweiten Flügel deS Orangerieschloffe», zwischen dem Centralpavillon und der Fulda gelegen, werden Fabrikate, Gegenstände, Zelte und alle» da» zur Ausstellung gelangen, deffen ein Afrikareisender und eine nach den Colonien übersiedelnde Person dort benöthigt und welche überhaupt nach den Tropen auSgesÜhrt werden. An dieser Ausstellung werden sich verschiedene Firmen betheiltgen, die einen wohlbegründeten Weltruf besitzen, von denen ich vor der Hand nur eine erwähnen will, um diese flüchtigen Zeilen aicht allzuweit auSzudehnen, nämlich die von Gottschalk & Co. in Cassel. Für deS Leibes Bebürfntffe werden in dem Restauration»- locale die Herren Pickrun, von Stücks Hotel, und Heike, vom PalaiSrestaurant, in ausgiebigstem und vortrefflichstem Maße Sorge tragen, doch werden dieselben, wa» Kaffee, Chocolade, Cacao rc. angeht, nur rein afrikanische Produkte unserer Colonien auSschenken, um Alle von deren Dortrefflichkeit zu überzeugen. Ja den Räumen der Ausstellung werden auch einige Concerte veranstaltet werden, um den Besuchern den Aufenthalt daselbst so angenehm wie möglich zu machen, und so glauben wir der verehrlichen Redaction deS .,Gießener Anzeiger" und seinen strebsamen Leserkreisen versichern zu können, daß sowohl für Damen wie für Herren, für Schulkinder jeden Älter» und Geschlecht», ein Besuch der Ausstellung ein lehrreicher und genußvoller sein und ihnen unvergeßlich bleiben wird, durch die vielen und neuen Eindrücke, welche sie dorr empfangen werden, und schließlich Allen noch die Genugthuung vrrschafft, ein edle» und verdienstvolles Werk zu unterstützen, da die Ueberschüffe der Einnahme der Ausstellung bcr Krankenpflege in unseren deutschen Colonien zugewendet werden. Die Colonial Ausstellung der Abtheilung Caffel der deutschen Colonial-Gesellschaft vom 4. bi» zum 13. Juni d. I». Die rührige und äußerst thätige Abtheilung Caffel der deutschen Colontalgesellschaft hat schon seit längerer Zeit sich entschloffen, die Feier ihre« zehnjährigen Bestehen» und de» damit verbundenen kräftigen Aufblühen» durch eine Colonial- auSstellung zu verschönern, um auf diese Weise in »mmer weiteren Kreisen, spectell de» Heffenlaude» und der mit den- selben in regerem Verkehr stehenden LaodeStheile, die colonialen Bestrebungen de» Deutschen Reiches bekannt zu machen, für dieselben ein richtige» Verstäaduiß und lebhaftere Sym- ___von den für diesen Theil der Ausstellung angemeldeteu Firmen wollen wir nur da» deutsche Colonial- hauS de» Herrn Bruno Antelmauo, da» deursch-ostafrikaotsche Zucker-Syndical, die Usambara Kaffeebaugesellschaft und die Neu-Guinea Compagnie hervorheben (viele andere der Kürze wegen nicht erwähnend), um auf die Wichtigkeit diese» Theil« Schiftrnachrtchte«. rxr Postdamnfer .Southwark" der ,Red Star Line" tn AM« werpen ist Und Telegramm am 1. Juni wohlbehalten ® New-Kork angekommen. eiuiate gestern Abend die College«, sowie eiogeladeuen Gäste im „Schützenhaus " Außer zahlreichen Glückwünschen und Geschenken erhielt jeder der Gefeierten feiten« de» Verein« ein in hochfeinem Schliff kunstvoll verfertigte« Gla»,mit auf die Feier bezüglicher Widmung versehen. Musikalische Vorträge wechselten mit schwungvollen Ansprachen. Daß dem anwesenden Damenstor zuliebe der Tanz nicht fehlen durfte, ist selbstverständlich. . •• B. Eine wichtige Neuerung, die brr Förderung des Credtt» von hohem Einfluß ist, wurde bei den königlich preußischen Amtsgerichten unlängst eingeführt. Dieselben haben bezüglich derjenigen Personen, welche den Offen- barungsetd leisteten, Verzetchniffe zu führen, die von In- tereffeoten etogeseheu werden können. V.A.” Die Versicherungsanstalt «roßherzogthum Hesse« hat mit den Aerzieveretnen de« Großherzogthum» im Jahre 1895 Verträge über Leistung eines Zuschußhonorars für Jnvalidenrentengutachten geschloffen. Danach erhält jeder den Vereinen angehörige Arzt für die vollständige, formular- mäßige Ausfertigung de« zu einem Javalidenrenteuantrag erforderlichen Gutachtens vou der Versicherungsanstalt ein Zuschußhonorar von 3 Mk. und Portovergütung. Da es nun für die Kaffe der Versicherungsanstalt eine große mit Schreiberei und Porto verbundene Last wäre, jede» einzeln einlaufende Gutachten alsbald zu bezahlen, so ist im Vertrag die Bestimmung vorgesehen, daß die Aerzte am Schluffe jeden Halbjahres im Januar oder Juli die von ihnen im abgelaufenen Halbjahr erstatteten Gutachten nach Datum und Namen de» Begutachteten in einer Liquidation zusammenstellen und diese direct bet der Versicherungsanstalt etnretchen sollen. Erst daraufhin erfolgt die Zahlung deS Honorars. Es ist also weder die Liquidation auf dem einzelnen Gutachten noch die Beifügung der Rechnung zu den Acten deS betr. Rentenantrags genügend oder von Belang. ES scheint aber, daß diese Bestimmung nicht allgemein bekannt geworden ist, da viele Aerzte die Halbjahrliquidation bisher noch gar nicht eingereicht und tnfolgedeffen auch noch keine Zahlung erhalten haben. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß dem abgeholfen wird. Zu bemerken ist noch, daß die Verträge mit den KreiSveretnen mit Wirkung vom I.Octbr. 1895 geschloffen sind- ausgenommen derjenige mit Darmstadt, welcher bereit» vom 10. Juni 1895, und von Oppen- | heim, welcher erst vom 1. Januar 1896 an gültig ist. Die vor diesen Terminen ausgestellten Gutachten werden nicht honorirt. ES kommt nun vor, daß ein io die Halbjahr»- | rechnung aufgevommeneS Gutachten noch nicht bei der Ber- i ficherungSanftalt etngegangen ist, weil die Acten noch unterwegs bet einer anderen Behörde find- tu diesem Falle wird die Zahlung desselben auf die nächste Liquidation, in welche e» wieder aufzunehmeu ist, aufgeschoben. Bei Renten- I anträgen, die zwar au» Heffen kommen, aber an eine fremde Versicherungsanstalt zur Entscheidung gehen, wird da» Honorar von dieser anderen Anstalt ohne weitere» einzeln gezahlt. Mehr al» ein formularmäßtgeS Gutachten darf zu einem I Rentenantrag ohne die vorherige Ermächtigung der Versicherungsanstalt nicht ausgestellt werden. Erforderliche Ergänzung eines unvollstäudtgeu Gurachteu» wird nicht besonders honorirt. •• Hessische Sparkassen. Am 31. Mai tagte tn Frankfurt a. M. an der Barfüßer-Ecke in der sogen. Böhme'schen Restauration die General-Versammluug des Ver- bandes Hessischer Sparkassen unter der Leitung de» Präsidenten, Herrn OberamtSrichter Mtckel von Grünberg, Herrn Kammerdirector» Korell von Büdingen und de« Schrtstführer» und Rechners Herrn Glock. 38 Delegirte waren erschienen. Der Hauptpunkt der Tagesordnung, die 1 Umwandlung des Verbände» Hefftscher Sparkassen tu den „Verband der Hefftschen Sparkassen", der also eine Vertretung sämmtlicher Hefftschen Sparkassen bildet, konnte deshalb und, wie die „Darmst. Ztg." hinzufügt, tn größter Ein- müthigkeit erledigt werden- die deshalb nöthig gewordenen Statuteu-Aenderungen wurden einstimmig angenommen. Zu den obengenannten Mitgliedern des Directoriums wurden nach den neuen Statuten zwei weitere Mitglieder nöthig und wurden für Starkenburg Herr Pfarrer Fuchs in Arhetlgeu und für Rheiuheffen Herr Rackü in Bingen durch Acclamation gewählt. Wir hoffen, daß da« Heffische Sparkaffenwesen tn der neuen Gestalt seiner Vertretung sich gut entsalten werde und baß es tn seinem Vorstande auch ein Organ gefunden habe, das man auch von Seilen der Großh. Regierung gern hören wird. Eine wettere Vorlage, betr. die Penfiontrungsberrch- ttgung der Rechner und deren Wittwen wurde dahin erledigt, daß die Generalversammlung beschloß, die Sparkaffen zu ersuchen, auf diesem Gebiete, wo e« noch nicht geschehen, die erforderlichen Schrltte zu thun. In innere Angelegenheiten der Sparkaffen will der Vorstand nicht emgretfen. •• Da« Programm zu der Jubiläumsfeier des Infanterie- Regiments Nr. 117 in Mainz lautet: Am 10. Juni, Bor- mittag« 101/, Uhr: Parade auf dem Schloßplatz- 12 Uhr Wittag«: Festesten der Offiziere, Veteranen, ehemaligen Unter« Offiziere und activen Mannschaften in der Stadthalle- 8 Uhr Abends: Regimentsfest in der Stadthalle. Am 11. Juni, Bormttiag« 11 Vs Uhr: Fahrt de« Regiment« und der alten •• lieber IagdsuSfichle« wird geschrieben: In ganz [ finde« werden^ Mittel- und Norddeutschland dürften jetzt die gleichen Beob- " achtungen bezüglich der JagdauSfichten für den Herbst zu machen sein. Hatte schon der März mit unablässig naßkaltem Wetter den ersten Satz der Hasen verkümmert, so hat der übermäßig naffe und kühle Mai auch den zweiten Satz beeinträchtigt. Die Schädigung dieser ersten „Sätze" wirkt aber um so nachtheiliger, al» die daraus hervorgehenden Jung- Hasen schon wieder für die Vermehrung zum Herbst in Frage kommen. Auch die Gelege der Feldhühner dürsten durch die seitherige übermäßige Näffe und Kühle schlecht davon kommensehr günstige Aussichten find also für die Herbst-Niederjagd kaum. Ausgezeichnet überwinterten dagegen Roth- und Rehwild- beides steht in vorzüglichem Nährzustande, was z. B. bet den jungen Rehkitzlein und Rrhböcken, welch letztere allein jetzt auf dem Kerbholz deS Jäger« stehen, auffällig hervor- tritt. DaS Rehwild hat jetzt da« Winter- mit dem Sommer- Regiments-Kameraden nach dem Niederwald auf Rheindampfern. Dazu wird bemerkt, daß auf den Bahnhöfen tn Mainz und Kastel Au-kunft-büreau« errichtet sind, tn welchen da« sonst bezüglich de« Feste« WistenSwerthe ersragt werden kann. Für die Nacht vom 10. zum 11. Juni ist für die Festgästc Quartier in der Schloß- und FlachSmarktcaserne vorgesehen und zwar thunlichst in den Revieren derjenigen Bataillone, denen sie seiner Zett angehörten. Auch für dte Nächte vom 9. auf den 10- und vom 11. auf den 12. Junt ist für etne gleiche Unterbringung Derjenigen gesorgt, dte schon am 9. rtntreffen, und Derjenigen, die am 11. nach der ------ ------ , _ Rückkunft vom Niederwald nicht mehr nach der Heimath I geschmückt werden, und der Centralpavtllon wird sich tn etn zurückfahren können. Versammlung der Festgäfte am 10. Juni, afrikanische« LandschaftSbild verwandeln mit täuschend nach- Vormittags 9 Uhr, im Hofe der Prinz Karl-Caserne, wo- geahmten Gebäuden und zahlreichen Ausstellungsplätzen, in selbst die AuStheilung der Medaillen und dte compagnieweise ! denen die wichtigsten Colonialproducte nicht nur zur AuS- R-ngirung für die Parade erfolgt. I stellung, sondern auch zum Verkauf, wie zum Genuß Platz kleid gewechselt. t .. I Der Goldregen dlüht. Noch tn jebem Jahre ist eS vorgekommen, daß Kinder durch unvorsichtiges Umgehen mit den Blüthen de« Goldregen« mehr oder weniger heftig erkrankt find. ES kann nicht genug darauf aufmerksam gemacht werden, daß Blüthen und Stengel und sonstige Theile de« Goldregens ein starkes Gift enthalten, das bet Berührung mit dem Munde stet« seine gesundheitsschädliche Wirkung äußert. Man warne die Kinder vor den GoldregenblÜthen. •* Wetterbericht. Die Luftdruck-Vertheilung ist im All- gemeinen die gleiche gebltebrn und find die Unterschiede in den Barometerständen allenthalben gering. Dementsprechend ist unter der Herrschaft hohen Druckes der Himmel meisten- ort« heiter. Die Morgentemperaturen zeigen eine wesentliche Aendernng und liegen in den continentalen Lagen allgemein hoch. — Voraussichtliche Witterung: Vor- wiegend heiter und warm. W. Ulrichstein, 2. Juni. Am 9. Mai sindet zu Nidda dte Hauptversammlung deS Vogelsberger Höhen.ClubS statt. ES wird u. A. ein Antrag der Section Ulrichstein | zur Berathung kommen, betr. dte „Errichtung eines National- ! deokmals auf dem Schloßberge" zur Erinnerung der Wieder- Vereinigung aller deutschen Stämme. Jedenfalls ist die Idee, tn einem Einzelstaat durch ein Denkmal dte nationalen Er- rungenschaften des Glsammtvaterlande« zu feiern, neu, wöbet zu bemerken ist, daß die hessische Eigenart bet der monumentalen Gestaltung deS Bauwerkes berücksichtigt werden wird. _ r L, -§- AuS de« Kreise Alsfeld, 2. Juni. Daß die Fütte- ruog und die dadurch bedingte Milchergiebigkeit deS Viehe» sich wieder bemerkenSwerth gehoben, läßt sich am Besten bei den Molkereien frstftelleo. De« Winters über und besonder« während de» Frühjahre« war die Milchlieferung zu den Molkereien so schwach, daß manche Molkerei nicht im Stande gewesen, den eingegangenen Verbindlichkeiten mit ihren Absatzstellen nachzukommen. Neben der schwachen Milchlieferung war die Rahmgewinnung gleichfalls sehr gering. Die Milch war eben sowohl tn der Quantität, al« auch der Qualität auf einen ungewöhnlich minimalen Stand gekommen. Die Ursache lag in der schlechten Beschaffenheit und geringem Vorrath de« Dürrfulter». Daß der Verdienst auf den Molkereien bet solchen Umständen ein schlechter gewesen, ja oft die Rede nicht davon sein konnte, ist leicht einzusehen. Da» hat sich jetzt wieder gebeffert, indem die Grünsütterung gegen- wärtig in ausreichendstem Maße auSgefühn werden kann. Hauptsächlich ist eS der vorzügliche Stand de« Klee«, wodurch in erster Linie die Milchverbefferung erzielt wird. Die mini- male Production an Milch machte sich in den landwirth- schastlichen Haushaltungen durch den Ausfall einer gewohnten Einnahmequelle oder doch deren Decimirung sehr bemerkbar. Daß diele Einnahmiquelle mit der Hebung der Milchproduc tion fich wieder beffert, ist gewiß mit Freuden zu begrüßen, dte eine umso nachhaltigere sein kann, al« auch dte Aussicht auf den Bestand der eingrtretenen Brfferung vorhanden ist, durch etne zu erwartende vortreffliche Heuernte hinsichtlich der Quantität. Vermiete*. ♦ 3« Berlin ist die Einführung einer Kahrratzsteuer geplant und zwar soll ein Herrenrad mit 10 Mk., ein Damenrad mit 20 Mk. belastet werden. Ob die Bei- liner Damen sich über diese Art von Galanterte besonder« geschmeichelt fühlen werden, dürfte doch wohl zweifelhaft sein. • Elberfeld. 2. Juni. Wie die „Elberfelder Zeitung" meldet, wurden von einem Zuge der Elberfelder Thalbaha zwei Frauen überfahren, deren eine sofort getöötet, die andere tödtlich verletzt wurde. • Karlsruhe, 2. Juni. In der Metzger'schen Papier- wühle zu Bruchsal wurden laut „Bad. Presse" gestern Rack- mittag zwei Mädchen durch Au«strömen de« Dampf,« derart verbrübt, daß daS eine bereit« gestorben ist und aller Wahrscheinlichkeit nach auch da« zweite nicht zu retten sein wird. • Unterhaltung Junge Dame: „Denken Sie nur, ich wiege jetzt 107 Pfund!" - Herr (Postbeamter): „Da können Sie also in elf Postpacketen für 5 Mk. 50 Pfg. Porto durch ganz Deutschland befördert werden!" CHcratur und Kunft. - Katechismus der Dampfkessel, Dampfmaschtue« mi» anderer Würmemotore« von Th. Schwartz«. Sechste, vermehrte und verbesscrte Auflage. Mit 284 Text- und 13 -tafeln Abbildungen. In Ortgtnal-Leinenband 4 Mk. 50Psa. Verlag von I. I. Weber in Leipsig. Wenn etn Lehr- und Nachschlagebuch schon in sechster Austage erscheint, so liegt wohl bereit« tn diesem Umstande rein äußerlicher Natur der beste Beweis, daß ein solche, Werk tn der Gunst seines Publikum« stch eine durchaus gesicherte Stellung errungen hat. Der tn der Theorie wie der Praxi» seine, Berus« gleichmäßig erfabrene Verfasser bat hier wie in den in dem- selben Verlag erschienenen Katechismen der Elektrotechnik, der Heizung. Beleuchtung und Ventilation gerade die richtige Behandlungswds« deS Stoffe« getroffen, wie sie dem Techniker und Industriellen, mit einem Worte dem Practtker xufagt. AuS der großen Anzahl von Zusätzen, welche die neue Auflage erfahren bat ist ganz besonders der Anhang über die GaS- und Petroleum-Mo oren heroorzichebM. Ein Register. 284 in den Text gedruckte Illustrationen und 13taf heutigen Wochcnmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0^5, Hühnereier vr. St. 0 4. 2 St. 10-11 A. Enterbet 2 St. u-12 4®®# eter vt. St. 00-11A. Käse pr. St. 5-8 X Käsematte pr. 6t. 3 4 Erbsen vr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 27 4, Taubm pr. Pam X 0,70 bis 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bi« 1,30, Hahnen pr. ©tfltf X 1,20—1,50, Enten pr. Stück ^1-60—1,80, Gänse pr. Pfiu^ X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Psd. 66-74 4, Kuh- und Rindflets» pr. Psd. 60-66 4. Schweinefleisch pr. Jgfb. ■56 biß 66 4, fletsch, gesalzm, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch prDf^ 54-60 4, Hammrlflcisch pr. Pfd. 50-66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 bW 5,00 X. Weißkraut pr. Stück 0-00 4. Säbeln pr. 6entnrr X 8.00—9 00. Milch pr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 50 4, Spargel pr. Pfd. 50 u. 40 Pfg. etÄfrttte, 2. Juni. stecuchtmarkt. Rother Weizen X 13,80, weißer Weizen X 00 00, Rom X 9 45, Gerste X 0.00, Hafer X 6 30. Braut-Seide v. 95 Ä5 farbige He««eberg Seide von 60 Pfg. bis Mk. 18 65 perMet. — glatt gestreift, cerrirt gemustert, Damaste rc. (ca. 24) verscb. Quai, und 2000 versch. Farben, Dessins rc.), porto- und steuerfrei ms Haas. Muster umgehend. — Lager: ca. 2 Millionen Meter. Seiden-Fabriken 6. Henneberg (k. k. Hott.), Zurich, Bekanntmachung, betreffend: Die Vertilgung der Raupennester. Die Garten- und Feldbesitzer der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, bis zum 15. Juni l. Js. ihre Bäume. Sträucher und Hecken von den Raupennesiern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die im § 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden. Gießen, den 31. Mai 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 5399 Gnauth. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die von der Stadtoerordneten-Verfammlung vollzogene Wahl des Hauptlehrers an der erweiterten Handwerkerschule, Traber, zum städtischen Branddirektor die Bestätigung Großh. Kreisamtes erhalten, und der Genannte mit dem heutigen Tag seine Functionen angetreten hat. Gießen, den 1. Juni 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5446 Mittwoch nach Pfingsten, am 9. Juni, Nachmittags 2 Uhr, feiert das Rettungshaus zu Kloster Arnsburg sein 50;ähriges Jubiläum. Festpcediger: Propst Palmer aus Neu-Erkerode bei Braunschweig, und Pastor Jsermeyer aus Hildesheim. Alle Freunde der Anstalt sind herzlich eingeladen. Lich, den 1. Juni 1897. 5421 Für den Vorstand: Weder, Sttftspfarrer zu Lich. ßerw . CKÄlt Na**** DieHauptquellen:»eorg'Bictor SctOD 2x511 vtln$ C1U 0«<0e und Hrle«e«'Qaelle nnb s^t lange bekannt durch un. übertroffene Wirkung bet Vieren-, »lasen- und Tttinlride«, «age«. und Darmeatarrhe«, sowie Störungen der Blutmischung, als Bl«tar»uth, Bleichsucht «. s. w. Versandt 1896 883,000 Flaschen- AuS keiner der Quellen werden Salze gewonnen; das im Handel vorkommende angebliche Wild««ger Salz ist ein künstliches, ,«« Thett ««lösliches Fabrikat. Schriften gratis. Anfragen über das Bad und Wohnungen im vadelogirhaus und »«ropLische« Hof erledigt: Die Inspeetio« der Wildu«ger Mineralquellen Aetie«-Gesellschaft. 3960 R«sku-Möhm«slhiiieu empsiehlt zu billigsten Preisen 5453 TU. Rosenthal, lan-mrMaM. Waschinkn un) GerSthk. 4986 Ausstattungs-Geschäft und Wäsche-Fabrik. ♦ Schwimm-Anzüge ♦ für Damen und Kinder sind in neuer, grosser Auswahl ein getroffen. Bekanntmachung. Vom 8. Juni d I. ab wird der Frei- ladeoetkehr auf dem Bahnbofe Gießen von der Ostsette (betn früheren Köln- Mindener Bahnhofe) auf die Westseite verlegt. Dte Zufahrt zu den Freilade, gleisen erfolgt von genanntem Tage ab provisorisch über die Weg.Überführung und die Einfahrt gegenüber der Rüstng'- schen Wirthfchast Der Verkehr zu den Freiladegleifen der früheren Main Weser- Bahn bleibt vorerst bestehen. Gießen, den 1 Juni 1897. 5420 G roßherzogl. Hess. Eiscnb.-Betr.-Jnsp. 1. [Versteigerungen? Heu- u. Grummetgras« Versteigerung. Donnerstag den IO. d. Mts., reginnend 9 Uhr Vorm. im Kloster Arnsburg, wird die diesjährige Ernte von der Gottesackerthal',kleinen Peter- ee- und Deckelborn-Wiese, sowie das Gras von Kalkofen», Seeberg-, Wach- holderkopf- und Lauterbachswäldchcn- Schneife versteigert. ArnSburg, den 1. Juni 1897. Gräfliche Oberförsterei. Hkilgrasliersteigerung. DaS diesjährige Heugras von den Do- manialwiesen, sowie von verschiedenen Waldwegen wird Montag de« 14. Juni versteigert und zwar: 1) Vormittags /,S Uhr im Schloß- bof zu Grünberg von 16,71 ha Wiesen der Gemarkung Grünberg unb von einigen Walbwegen ber Forstwartei Weickartshain, 2) Vormittags Viil Uhr bei Herrn Gastwirth Heinr. Schepp V. tn Saasen von sämmtltchen in eigner Verwaltung befinblichen Domanialwiesen in den Gemarkungen Göbelnrod, Harbach, Linden- struth, Qurckborn, ReinharbShain unb Saasen, sowie von mehreren Walbwegen ber Forstwarteien Harbach, Reinharos- hain unb Saasen. Die betreffenden Wiesenwärter unb Forstwarte finb beauftragt, auf Verlangen bie Grasloose vorher oorjujeigm. Grünberg, ben 1- Juni 1897. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. Schober. 5430 Empfehlungen. Statt. MMHans. Freibank. 5245 Heute uud morgen: 8chwemefleisch nicht ladenrein, per Psd. 30 Pfg. Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfo. 30 Pfg. Irische Hefe § empfiehlt I. Thoma, Bahnhofftr. 43. örneu-Dragerik W. Kilbinger Seltersweg Nr. 52 empfiehlt: Desinfectiansmittel aller Art, wie: Borsäure, Salicylfäure, Carbolfäure, Carbol - Desinfectionspulver, lose gewogen und in Streubüchsen, Chlorkalk, Creolin uud Lysol, Desiufectious-Flüsfigkeit, Desiofectoren, Eisenvitriol, Carbol- u. Creolin-Teife rc.; ferner: l-^geziefer-Ver- VII tilgungsmittel roie: Campher, Mottentabletten, Mottenpapier, Mottentinc- tur, Naphtalin, Jusecteu- pulver, Ameiseupulver, Schwabenpulver, Mittel gegen Blattlause, Blutläuse, Erdflöhe, Raupen rc. Wanzeutinctur (sicher wirkend), Bremseuöl, Fliegeuleim, Fliegenpapier, Mäuse- uud Ratten - Coufect rc. rc. 5444 GIOTHS Teigseife bestes und billigstes Waschmittel Fabrik J. GIOTH, Hanau. Ueberall zu haben per Pfd.- Pak. 20 Pfd. 5434 I Abschreiben kann Jeder! Wenn eine Hausfrau bas weltbekannte, millionenfach bewährte Dr. Vetter s Backpulver ä 10 Pfg. verlangt unb erhält bann eine minderwerthige Nachahmung, so wird jeve kluge Hausfrau die Annahme verweigern! Das echte Dr. Vetter s Backpulver ist vorräthtg bet Gebr. Adami, Gieße«. 5447 6312 Woh«««g 5436 -ackspähne Bleichstr. 12. WeiMihen,p.St.4Ps., zu verkaufen bei 3431 Louis Rothenberger Ww. Cigarren, deutscher Cognac, sramSfischer «oguae, in allen Preislagen bet 5439 Carl Retter, jiudtllplah, «eveu den Marktlauben. Zrische Hese ß zn haben im Biergrund. WW» Der große Maffenverkauf von Ara« Epringman« degiunt am Areitag im Lade« 5449 Lindenplatz 8. 5427] Eine Badewanne billig abzu- geben._______«üda«lage tl Mans- 5422] Ein gut erbaltener Heerd mit Wafferschiff zu verkaufen. Schützenstratze 17. I Kaufgesuche. Verein zur Mlullg remer tzunderaffe« Griesaen. Awei lebende Düchse, gesund urb ausgewachsen, sofort zu kaufen gesucht 5385______________Der Vorstand. Kamillen, k rz gepflückt, kauf die 5443 Pe,ttan«potheke. AamUieulogis von 2 bis 3 Zimmern mit Zubehör zu mtetben gesucht. 5445 Offerten mit Preisangabe unter 556 in ber Exved. b. Bl. abzugeben._________ 6458] Eine tücht. Verkäuferin mit gut Zeugn-, welche seith im Manufact.» u. Confect -Gesch. that.. sucht Stelle einerl- welcher Branche- Offerten erbeten unter A. kl. an bie Exved. b. Bl- von 3 schön möblirten Zimmern zu ver- miethen. «lieestr. 44, Borderh 5437] Schöne Parterre-Wohnung mit Wasserleitung, Bleichplatz und allem Zu- behör zu oermiethen. Diezstr. 7. 5485] Schöne Wohnung, 4 Zimmer mit Zubehör per 1. Juli zu oermiethen ______stfra«kf«rterstr. 48. 5448] Schöne Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, sofort zu oermiethen ________________Marttplatz 28 5457] Ein 'chön möblirtes Zimmer zu oermiethen-Gderstr. 13, II- Graserute i einer Wiese am Schiffenbergerweg zu verkaufen. L. Petri II-, Ludwigstr. 1. 6372 außgefübrt von der 5454 E. Pistor Dr. Fuhr Eutrse 50 Pfg. Anfang 8 Uhr. — Gegründet 1854. — — Uh ter Sraalsausstcht. — Der Vorstand. Millionen Mark. Darunter Extrareserveu: 5433 5299 e 4462 Jfrocmi t 4Vi Oesterr. Silberruitt 1887 Oesterr. StaatSbahn v. 1885 92 25 4 Jtal. staakSgar. Eisend. 57.80 5 2S biS 30 3«/i Frankstr. Hyp. Bk. unk. b. 1906 101.- 3Vi Frkf.Hyp. Cred. D.unk.b. 1906 100.60 bto. 4 I 16.20 Fi 20.33 O ranz. Banknoim 4.16 Amertc. Arbeiten 3t 9.25 156 70 I Oesterr. Sredii'-lttien Bl -Actien gesucht. Bon IkuiBcii* 618 Linie D gejucht, Vahuhofftr. 18. Ardkltrrnlllkll grfttdjt 5456 Bestellungen zu richten an iu dauernder Beschäftigung. 5258 Herrn. Hetz. ’fi8bcrt8 Landtage 17. 5424 Linie Linie 1892: 1893: 1894: 1895: 1896: 4 4 3 3 20 Frankrn-S'. Engi. Sovereign? Dollar- in Gold Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Wormfl unk. b. 1901 R C 104.05 98.3 102.30 101.40 ge- ein ist 3,7 3,9 4,3 4,5 5,3 4 3 6 Br Uf 16.23 20.37 4.20 Oranten - ©r4u, Ludwigstr 6. Versicherungsstand im Mai Bankvermögen Ende 1896: Ung. Gold-Rente Portugiesen Mextcaner Monopol-Griechen von Eisend. Rrntenb. ObL Buderus ObL Bericht über unsere Schau und Schliefen. 5386 Abends 1" Linie A 11 n n n 1897: 86 8) 104.40 24 65 95 M 28 60 10150 1(2.60 101- 101.— 101.- 102.50 i Mark. jj n ii ii 490 Millionen 185 728 794 21708 673 Tagesordnung: 1) Feststellung des Bauplans, 2) Vergebung des Baues, 3) Ausbringung des für den Bau noch fehlenden Copitals, 4 Abänderung des § 3 der Satzungen. Die Herren Actionäre ladet mit der Bitte um zahlreiches Erscheinen ergebens ein Der Vorstand: 6optllt des 2. «eG. firff. 3nf •ütgimtHla fit. 116, fitiftt Mhel- unter persönlicher Leitung des Grosth. Munkdirectors Herrn C. Krauße. Programm r 1 Der Pionier im Osten! Marsch (neu) v. F. Friedemann. 2. Ouvertüre z Op. „@rtngotrc" o. Brüll 3. La RAcreation da solr! Salonttück d Jkrauße 4 Finale a. d Op „Lurline" o. Wallace 5. Ouvertüre |. Op »Mtg» non- o TbomaS. 6. Caoatine für Trompete v Hasselmann. lH. Schwarz) 7. Im Mondenlicht! Walzer v. Fabrbach 8 Große Fantafie a .Hänsel u. Gretel' von Humverdtvk. 9 Ouvertüre z. Offenbachs „Orpheufl in der Unterwelt" o. Binder, lu. Hochzeitsmorsch a d Op „Der Rattenfänger". 1 . Violetta! Polka, franz, o. Strauß. 12. Intermezzo et Dance Espagnole a d. Suite „L’Arlesienne* v Bizet. esterr. dlo. % vrocaa 3f/j Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. ConsolS 31/, Gr. Hessische ObL Verein jur Züchtung reiner Hunderassen Gießen. Monats "Versammlung Samstag den 5. Juni 1897, Abends 9 Uhr, auf bet Schönen Aussicht. Tagea-Ordnung: Referat über die beiden Frankfurter Ausstellungen. Ferber’sche Univ.-Bachhandlang (C. Koch), Gleesen, Kirchenplatz 11. Alle Aeöerschüffe gehören den Serstcherten. Jahresüberschüsse: Mamtnflt. 6. 5365 Tutti-Frutti halle ich fnr die beste und praktischste drehbare Fruchtpresse für Kirschen, Stachel«, Johannis-, Hirn-, Heidel-, Preißel«, Hollunderbeeren, Tomaten, rc. zu Fruchtsäften, Geläes. Tolide, rasch und bequem. Stück Mk. 10.—. Man verlange illustrirte Liste über Geräthe für Haus, Hof, Garten und Feld. J. C. Schmidt, tzostiksergllt, Erfurt. 'nF OmniboB-Verbindung Mardurgerstraße Markt—dahahof und zurück Grünberaerstraße- Markt 6okttchof und zurück. Markt—LudwigSplatz-Sch'ffenbergerwald und zurück. «Bei günstiger Witterung täglich Nachmittags.) Fahrschein' Vorverkauf bei den Herren Ä. u ®. Wallenfels. Markt- Marburgerstraße—Wieseck und zurück- Aeßener Uof6s6aö, Zclikiigkikssichast. Freitag den 18. Juni l Js., Nachmittags 6 Uhr, im Sitzungssaal Nr. 18 des Großh. Amtsgerichts außerordentliche Keneratversammlung. Stein'* Garten. Nächsten Freitag, den 4. Juni: Zrotzes Extra-Concerl zum Besten des Unterftützungssonds hilfsbedürftiger Militärmufiker der deutschen Armee uud Marine, aus dauernde Beschäftigung gegen guten Lohn gesucht. 5423 BahnhosAumbau Gießen. Meldungen bet Schachtmstr Weimer 5431) Suche zum sofortigen Eintritt angehenden jungen KeÜner sowie fleiß. nüchternen, jungen Mann für häusliche Soeben erschien: Fürst Bismarck nach seiner Entlassung. Herausgegeben und mit bistor. Erläuterungen vergehen von Jobs. Penzler. Bd. I. brock Mk 8.—, geb. Mk 10.—. ’S X. O. ansgefchrieben wesene Dienerftelle für chemisches Laboratorium besetzt. ... ._. Zi/, Hambrgr.Hyp.vk-unk.b.1905 __________ 100.60 3 X&XXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXX Etiöuetten, Brühl’sche Univ.-Druckerei (Pietsch Seite»