Nr. 103 Der ' Hleßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme dr» Montags. Die Gießener Aamttienb kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt. Erstes Blatt________Dienstag dm 4 Mai____________________ Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. 1897 vierteljährigem Abonncmentspreirr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerloh». Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition» und Druckerei: SchatsiraßeAr.7. Fernsprecher 51. Amts- und 2ln.)eiaeblatt für den "Kreis <5iefeen. Annahme vou Anzeigen zu der Nachmittag» für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Hratisöeikage: Hießener Kamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslände» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgege». Amtlicher Tbeil. Nr. 19 des Reichs • Gesetzblattes, auSgrgebeu den 22. v. M., enthält: (Nr. 2882.) Vertrag zwischen dem Deutschen Reiche «nb der Schweiz, betreffend die Einrichtung schweizerischer NebenzollSmter bei den auf badischem Gebiete belegeuen Stationen Altenburg, Jnstetten und Botstetteu der schwetze- rischen Eisenbahnlinie« Eglisau—Schaffhausen und die schwetze- rische Zollabfertigung am Grenzacherhorn. vom 5. De- rember 1896. Nr. 20 deS Reichs • Gesetzblattes, au-gegeben den 1. d. M., enthält: (Nr. 2383.) Bekanntmachung, betreffend die de« tnter- nationalen Uebereinkommen über den Etsenbahnfrachtverkehr beigefügte Liste, vom 28. April 1897. Gießen, den 3. Mat 1897. Großherzogltches IkretSamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung. Infolge Verfügung Großherzogltchen Ministeriums deS Inner« vom 28. l. MtS. ist die Abhaltung des für den 11. Mat l. Js. geplanten BiehmarkteS zu Hercheuhaiu unter der Bedinguag genehmigt, daß nur Thtere au» un- verfeuchten Orte« der Kreise Schotten, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, Thtere von Händlern aber nur dann, wenn fie mindestens fieben Tage in uu- verseuchten Orte« fraglicher Kreise in seuchenfreiem Zustande -»gebracht haben, aufgetrieben werden dürfen. Schotten, den 30. April 1897. GroßherzoglicheS Kreisamt Schotten. I. V.: Welcker. Bekanntmachung. Infolge Verfügung Großh. Ministeriums der Innern vom 28. l. M. ist die Abhaltung des für de« 17. Mai b. IS. geplanten BiehmarkteS zu Schotten unter der Bedingung genehmigt, daß nur Thtere aus unverseuchten Orten der Kreise Schotten, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen uad Lauterbach, Thtere von Händlern aber nur dann, wenn fie mindestens sieben Tage tn unverseuchte« Orten fragl. Kreise tn seuchenfreiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden dürfen. Schotten, den 30. April 1897. Großherzogltches Kreisamt Schotten. I. V.: Welcker. A«- bett Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessische« Stände. Darmstadt, 1. Mat. Bor Eintritt tn die Tagesordnung der heutigen Sitzung Zweiter Kammer fragte Abg. Kähler an, ob es Reichs- tagSabgeordneten gestattet sei, sich in den Wandel- gängeo aufzuhalten? Die Frage soll gelegentlich eine- von Abg. Köhler in Aussicht gestellte« Antrags und nach Erkundigung über den UsuS in anderen Parlamenten erledigt werden. — Mit Rücksicht auf die Beförderung des Abg. Hechler theilte Präsident HaaS mit, daß Herr Hechler bis heute noch kein Decret erhalten habe, der Ausübung feines Mandats also nichts im Wege stehe. — Zur Berathuug stand alsdann die Vorlage wegen Verkaufs des Braunkohlenbergwerks „LndwigShoffoung" an die Fürstlich Solms-Braun- selS'sche Verwaltung. Der Finanzausschuß beantragt Be- willtgung von 5000 Mk. für Erhebung und Aufstellung vou technischen und wirthschaftltcheu Gutachten, wie Plänen und Voranschläge«, welche die Frage der Rentabilität deS Mel' bacher Werkes prüfen, und das Finanzministerium möge «ach Fertigstellung dieser Arbeiten weitere Vorlagen machen. Oberfinanzrath Braun beklagt, daß ia der Wetterau seit der letzten Berathung Kräfte rhätig feien, um Stimmung gegen die Vorlage zu machen, wie sich die» bereits in Eingaben au die Kammer ausdrückte. Den AuSschußantrag lehne die Regierung ab, da «ach einem Gutachten aus dem Jahre 1891 die Errichtung einer Briquetfabrik 510,000 Mk. bei einer Productiousfähigkeit von 751/» Millionen BriquetS kosten würde. Inzwischen seien die Kosten für die Maschinen, die Baumaterialien und auch die Löhne derart gestiegen, daß eine Rentabilität des Werkes bei einer Bewirthschaftung durch den Staat unmöglich sei. Eine Naßpreß-Aulage empfehle sich gleichfalls nicht, nach beiden Richtungen hin sei also der Ausschußantrag gegenstandslos. Abg Köhler: Die Bauern wünschten eine Vergrößerung deS Fürstlich Braunfels'scheu Besitzes nicht; ob des geplanten Verkaufs de« Melbacher Bergwerks herrsche Erregung. Dr. Schröder als Referent beantragt sodann nochmalige Zurückverweisung an den Ausschuß. Dagegen wenden sich Abg. Ullrich und Oberfinauzrath Braun. Die Regierung wünsche Klarheit darüber, ob man dem Verkauf zuftimme oder nicht. Braun hält die Angelegenheit im Sinne der Ablehnung für spruchreif, zieht aber später seioen Widerspruch gegen die Zurückverweisung zurück, welche alsdann einstimmig beschloffeu wird. — Zum Wiederaufbau der im Oktober v. I. auf dem Domantalgute Rheinfelder Hof durch Brand zerstörten Gebäude werden 83,677 Mk. bewilligt. Sehr ausgedehnte Berathung erfuhr der Antrag Wester- uach er auf Uebergabe der durch gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche entstandenen Kosten auf die Staatskaffe. Viele Abgeordnete klagten über die Höhe der Kosten und die theilweise rigorose Handhabung der gesetzlichen Maßnahmen. Die Regierung versicherte, fie sei nach wie vor bestrebt, mit Schonung und Milde, aber wenn es nöthig sei, auch mit aller Energie nach besten Kräften die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche nach den Vorschriften des Reiches durchzuführen. Beschlosien wurde die einstim- mtge Annahme des Antrags Westernacher in Verbindung mit einem vom Ausschuß vorgeschlagenen Ersuchen, das fich auf die Bekanntmachung im Falle deS Ausbruchs von Viehseuchen bezieht. Die nächste Sitzung ist auf heute Nachmittag 4 Uhr angesetzt. Nach einer Erklärung des Abg. Ullrich wird indeß die gesammte Opposition nicht erscheinen, das Haus also nicht beschlußfähig sein. NachmittagSsitzung. Die heutige NachmittagSsitzung war nur von 19 Natio- nalliberalen und dem al» Secretär des Hauses fungirenden CentrumSabgeordneten von Köth besucht. Gleich beim ersten Gegenstände, der zur Berathung stand — eS handelte fich um eine Forderung des Justizministeriums zur Ausstattung neuer Amtsgerichtsgebäude rc. — bezweifelte von Köth die Beschlußfähigkeit deS Hauses. Die Erschienenen mußten unverrichteter Dinge nach Hause gehen. Die nächste Sitzung ist auf Dienstag Vormittag anberaumt. ___________________________________________Franks. Zett. Deutsche» Reich. Berli», 1. Mat. Die große Berliner Kunst-AuS- ftelluug im Landesausstellungspalast am Lehrter Bahnhöfe ist heute Mittag tn Vertretung des CultuSmintsterS Dr. Boffe durch den Geheimerath Dr. Schöne eröffnet worden. Die Feierlichkeit begann mit Trtumphfanfaren, nach welchen Pro- feffor E. Körner etue Ansprache hielt. Nach derselben ergriff daS Wort der Wirkt. Geheime Ober-RegierungSrath Dr. Schöne. Die Festrede klang tn etn dreifaches Hoch auf den Kaiser aus. Nach den Klänge« der Nationalhymne erklärte Geheimerath Dr. Schöne die Ausstellung für eröffnet. Berlin, 1. Mai. Der dem BundeSrathe vorliegende Nachtragsetat weist mehrere hunderttausend Mark für die Pariser Weltausstellung uud sür die Schaffung einiger neue« Stellen im ReichsversicherungSamt auf. Minden, 1. Mat. Amtlich wird gemeldet: Heute Nachmittag 2 Uhr 10 Min. entgleiste der Schnellzug 7 D Köln-Berlin mit Zugmaschine uud sämmtlichen acht Wagen, anscheinend infolge eines Schienenbruches. Reisende uud Beamte blieben unversehrt, mit Ausnahme des Küchenmeisters vom Speisewagen, welcher leicht verletzt wurde. Die Reisenden wurde« mit einem späteren Zuge weiterbefördert. Frankfurt e. 9t., 1. Mai. Der „Franks. Ztg." wird aus Athen berichtet: Hier dauern die Demonstrationen gegen das Königshaus fort. Die Kron- prtuzesfiu wurde bet etuer Ausfahrt tusultirt. Die Hoskutscher tragen infolge deffen jetzt eine bürgerliche, nicht auffallende Livree, uud vou den Hofkutscheu wurden die Wappen entfernt. Auch die Hoflieferanten beseitigen die Wappenschilder von ihren GeschäftSlocalen. Hamburg, 1. Mat. Dte allgemeine Gartenbau- Ausstellung in Hamburg wurde heute Mittag feierlich eröffnet. Dte Feier wurde eiugeleitet durch Gesangsvorträge von etwa 1000 Sängern. Bürgermeister Dr. Möockeberg, als Vorsitzender des ComttsS, schilderte die Vorgeschichte und den Zweck der Ausstellung, die während einer ganzen Frühlings-, Sommer- und Herbst-Saison daS gesammte Gebiet deS Gartenbaues und aller Pflauzenculturen zur Anschauung bringen solle. Redner schloß mit einem Hoch auf Hamburg. Bürgermeister Dr. Versmann führte hierauf aus, das schöne, in Vollendung vorliegende Werk der Ausstellung sei nicht eine Schöpfung des Hamburger Staates, sondern es sei entsprungen auS der freien Initiative patriotischer Bürger, denen er Namens des Senats und der ganzen Bevölkerung wärmste« Dank ausspreche. DaS Unternehmen sei etn ächteS Kind des Frieden-; eS konnte nur tn einer Zett gesicherten Friedens geplant und vollendet werde«. Et« redender Beweis, wie feste Wurzeln daS Vertrauen auf die Erhaltung des Friedens geschlagen habe, sei dte starke Bethetltgung an dem friedliche« Wettkampf auS Ländern, dte wett vou den Grenzen de» Vaterlandes entfernt lägen. Redner schloß «tt einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Seine Majestät deu Kaiser, der alle Zeit seinen Ruhm darin gesucht und gefunden habe, dem Vaterlande den Frieden zu erhalten. Als daS Hoch verklungen war, erklärte Dr. BerSmanu die Ausstellung für eröffnet. Böllerschüffe verkündeten weithin den feierliche« Moment. — Die Ausstellung ist in allen Theilen vollständig fertig und reich beschickt. Eine große Anzahl von Ehrenpreisen und Medaillen find gestiftet. Biele fremde Staate«, wie Schweden, Norwegen, Holland, Belgien, dte Schweiz, Frankreich, England, Nordamerika, Australien uud andere find durch Delegirte vertreten. Straßburg, 1. Mat. Der Hauptact der Feier anläßlich des 25jährigen Bestehens der Univerfttät Straßburg, der heute Vormittag 10 Uhr im Lichthofe des UniverfitätSgebäudeS begann, nahm einen glänzende« Verlauf. Der Statthalter, Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, der zur Beisetzung des Prinzen Wilhelm von Baden nach Karlsruhe gereist war, wurde durch Staatssecretär v. Putt- kamer vertreten; ferner waren sämmtliche oberen Behörden, fowie die Generalität bet der Feier zugegen. Diese wurde durch eine Musikaufführung eingeleitet; alsdann überreichte Staatssecretär v. Puttkamer als Vertreter des Statthalter» im Namen Sr. Majestät des Kaisers dem Rector magnificua Professor Dr. Windelband eine prächtige goldene AmtSkette und verlas eine kaiserliche Urkunde, laut welcher zum Andenken an den erhabenen Stifter der Kaiser-WtlhelmS-Uni- verfität die Kette zum Zeichen huldvollster Anerkennung dem jeweiligen Rector als AmtSkette verliehen und der Hochschule der fernere Schutz und Beistand Sr. Majestät des Kaiser» zugefichert wird. Nachdem Rector Prof. Windelband mit Worten des Dankes erwidert hatte, brachte Bürgermeister Back Namens der Stadt Straßburg deren Glückwünsche, sowie etn Ehrengeschenk dar. Glückwünsche überbrachte« ferner Profeffor Schmoller-Berltn Namen» der Profefforen, die früher an der Straßburger Hochschule gewirkt haben, und Profeffor Bünger im Namen der früheren Studireuden. Darauf hielt der Rector magnificus Wtndelband dte Festrede, in der er den Werdegang der Hochschule schilderte und fie als dte Morgengabe bezeichnete, vom Deutschen Reiche dem wtedergewonnenen Elsaß Lothringen dargebracht. Ehor- gesaug schloß die Feier, an welche fich eine studentische Wageufahrt anschloß.________________________________________ ArrsUnrd. Wie«. 1. Mai. Nach Athener Privatmeldungeu wurde auf der Dacht des Königs, welche bereit liegt, um event. dte Königliche Familie aufzunehmen, ein großes Leck entdeckt. Man glaubt an ein Attentat. Loudou, 1. Mai. Dte „Times" meldet aus Lartssa, daß im Widerspruch zu anderen Meldungen verfichert wird, die Hafenstadt Volo habe fich am 26. April Abend» de« Feinde ergeben. Salonicki, 1. Mai. Die Stadt ist wieder ruhig. Die griechische Flotte ist nach SktatoS zurückqekehrt._______ XUuefte VkHichEHchchEo Depeschen deS Bureau »Herolds Wiesbaden, 2. Mai. Dte Reichstags-Ersatzwahl ist auf den 9. Juni anberaumt. Frankfurt a. M., 2. Mat. Gestern Abend wurde hier dte fünfactige romantische Oper „Der Pfeifer voa Haardt" von Ferdinand Langer, Text von Dr. Herman« HaaS, erstmals aufgeführt und zwar mit großem Erfolge. Der Beifall steigerte fich von Act zu Act und der ao- wesende Eowpouift wurde wiederholt gerufen und durch Kranzspenden ausgezeichnet. Die Aufführung «ar eine vorzügliche. Wie«, 2. Mai. Heber Mödling uud deffen Umgebung entlud fich gestern Nachmittag ein furchtbare» Gewitter. Auf den Feldern wurde durch die hernieder- fallenden haselnußgroße« Schloßen coloffaler Schaden an- gerichtet. Wie«, 2. Mai. Rach Meldungen au» Athen soll e» fich bestätige«, daß der König die Rückberufung»- ordre des Obersten Bassos von Kreta unterzeichnet habe. Brüssel, 2. Mat. Anläßlich der Maifeier fand hier gestern ein foctalifrischer Umzug statt, an welchem 8000 Personen rheilnahmev. Der Umzug ging vom Rath- hauSplatze aus, woselbst von Schulkindern socialistische Gesänge vorgetragev wurden. Sar»lmr, 2. Mai. JaureS sollte hier einen Vortrag halten, welcher durch Plakate angrkündigt war. Der GenSdarmeriechef forderte den Bürgermeister zur Entfernung der Plakate auf. Als sich der Bürgermeister dessen weigerte, wurde er verhaftet.' Athen, 2. Mai. Man glaubt, daß nach der Rückkehr de- Ministerpräsidenten Ralli von der thessalischen Armee die Regierung Frankreich um dessen Intervention ersuchen wird. ____________ Berlin, 3. Mat. Der Kaiser traf gestern Morgen 8 Uhr auf der Wtldpark'Ttation ein und wurde von der Kaiserin empfangen. Im £aufe des Vormittag- empfing der Kaiser den neuen Gouverneur von Berlin, General Gras v. Wedel, und begrüßte gegen 12 Uhr auf der Station Wildpark den Regenten von Mecklenburg-Schwerin, Herzog Johann Albrecht. Zur Tafel war neben diesem auch Reichs- kaozler Fürst Hohenlohe geladen. Paris, 3. Mai. Der „Soir" meldet: Die griechische Regierung ordnete eine 48 stündige Leusur aller Depeschen von Kriegsberichterstattern au, damit die Türkei nicht indirect Informationen schöpfen könne. Madrid, 3. Mat. Dte Regierung wollte die Anarchisten, welche am vergangenen Freitag nicht zum Tode »erurtheilt worden find, aus Spanien ausweisen. Die Regierungen Belgien-, Frankreichs und Portugal- erklärten jedoch, dieselben nicht über die Grenze zu laffen. Infolge deffeu wird die spanische Regierung dieselben nach ihren überseeischen Colonien tranSportiren und dort freilaffen. Athen, 3. Mai. Am SamStag ruhten dte Operationen , au der Grenze. Dte Minister find in Pharsala eingetroffen. Der Ministerpräsident Ralli hat noch keinen Bericht rin» geliefert. Wie verlautet, bereitet die Regierung einen Protest an dte Mächte vor gegen dte Grausamkeiten, welche die türkischen Soldaten an griechischen Verwundeten und Gefangenen begehen. — Oberst VaffoS soll ein höheres Com« «ando in Theffalien erhalten. Oberst StaikoS dürfte Chef der griechischen Truppen auf Kreta werden. Arta, 3. Mat. 8000 Griechen versuchten einen neuen Borstoß bei Penteptphadia.__________________ Locale- uttö Provinzielle-, Meßen, den 3. Mat. * * Ernannt wurden der Rabbiner Dr. David Sander tn Karlsruhe und der Rabbiner Dr. Leo Htrschfeld in Gießen zu Proviuzialrabbinern in der Provinz Oberhrffen mit dem Amt-fitze zu Gießen. * * Ordensverleihung. Dem berittenen Gendarm Buch- Han der Station Gießen, welcher zur Zeit der Anwesenheit Sr. Maj. des deutschen Kaisers in Schlitz anwesend war, wurde die Medaille zum Kronenorden 4. Klaffe verliehen. * • Zweite Kammer der Landstaude. Tagesordnung der 12. Sitzung, Dienstag den 4. Mat 1897, Vormittag- SM/i Uhr. 1. Öffnung der Sitzung. 2. Neue Einläufe. 3. Beschlußfassung über: 1. die Vorlage der Großherzog« lichen Ministerien der Justiz und der Finanzen, die Mobtltar- uud sonstigen Einrichtungen in Gefängniß- und Amtsgericht-- gebäuden betreffend- 4. Berathung über: 1) die Vorlage Großherzoglichen Ministerium- der Justiz, die Errichtung eine- weiteren Aufseher-Wohngebäude- in der Zellenftras- austalt Butzbach betreffend- 2) dte Interpellation de- Abgeordneten Köhler, dte Feterabendstunde betreffend. 5. Wahlprüfungen: 1) der Wahl de- Abgeordneten für den 11. Wahlbezirk der Provinz Oberheffen (Laubach—Schotten)- 2) der Wahl des Abgeordneten für den 10. Wahlbezirk der Provinz Oberheffen (Herbstein—Ulrichstein)- 3) der Wahl des Abgeordneten für den 6. Wahlbezirk der Provinz Oberheffen (Grünberg—Gießen). 4)a Berathung Uber die Frage, ob Artikel 46 der Geschäftsordnung dahin au-zulegen ist, daß eine Feststellung der Beschlußfähigkeit des Hause- auch nach stattgehabter Abstimmung zulässig erscheint, eventl. b. Ab« Stimmung über die Beilage Nr. 135, die Wahl der Land- tag-abgeordneten für Darmstadt betreffend. • * Die rühmlichst bekannte Musikschule de- Fräulein Minna Körner hält ihre diesjährigen Prüfungs-Concer te am 15. und 16. Mat im Club ab. Die unermüdlich strebsame Leiterin der Anstalt, Frl. Minna Körner, die selbst als treffliche Pianistin der Weimaraner Schule bekannt ist, hat auch diesmal wieder ein interessantes Programm zu. sammengestellt, und zweifeln wir nicht, daß die Zöglinge, die in ernstem Studium gebildet find, gut bestehen werden. Das Programm enthält die vornehmsten Namen unserer Musik» Heroen, nicht ein einziger ist dabei, der dem faden Geschmack Coucesfioneu gemacht hat. • • Theater Verei». Auch tn diese« Jahre ist der Vorstand in der angenehmen Lage, seinen Mitgliedern statt der üblichen fünf Vorstellungen deren sechs zu bieten. Da- au-» gezeichnete Ensemble des Kölner Stadttheaters wird am Montag den 10. und SamStag den 15. Mat zwei bedeutsame Vorstellungen absolviren. Für den 10. ist Maria Stuart von Schiller angesetzt, für den 15. Moltöre- Lustspiel „Der Geizige" und Goethe- „Laune der Verliebten." Theaterfreunde, die nicht im Besitz von Abonnementskarten find, können schon heute bet Herrn Ernst Challter für beide Vorstellungen Vormerkungen auf BilletS wachen. • * Sektion Gießen deS Deutsche« nutz Oesterreichischeu AlpeuvereinS. In der nächsten Monatsversammlung, Donnerstag den 6. Mai, Abend- 9 Uhr pünktlich, wird im BeretnSzimmer (Cafö Ebel) Herr Dr. Markwald feine letztjährigen Touren im Zillerthal und in den Dolomiten, schildern. Der ursprünglich für diesen Abend angekündigte Vortrag de- Herrn Prof. Dr. Hansen über die alpine Flora mußte mit Rückficht darauf, daß derselbe noch nicht völlig wiederhergestellt ist, verschoben werden. — Der gemeinschaftliche Ausflug der südwestdeutschen Sectionen deS Deutschen und Oesterreichtschen Alpenverein- findet unter Leitung der Sectlon Heidelberg nächsten Sonntag den 8. Mai statt und giebt Gelegenheit, dte schönsten Theile de- unteren Reckarthal- von Heidelberg bis Eberbach kennen zu lernen. Alle- Nähere hierüber tn der Monat-versammlung. — Da- etugetretene schöne Wetter rechtfertigt e-, aufs Neue auf die unter Mitwirkung der Section Gießen bearbeitete Karte der markirreu Wege in unserer Umgebung hinzuweisen. • * Geflügelzüchterveret». Die gestern Nachmittag im Restaurant „Aquarium" statrgesundene Versammlung des Geflügel» und Bogelzüchtervereins für Gießen und Umgegend war gut aus den nächsten Dörfern besucht. Der Zweck deS Verein- besteht darin, reinrassiges Geflügel auf Kosten deS Vereins zu beschaffen und dieses den einzelnen Mitgliedern zugänglich zu machen. ES soll auch den Inter- effen der Kanarienvogelzüchter rc. durch den Verein nach jeder Richtung Rechnung getragen werden. Der Verein beabsichtigt, hier in Gießen Geflügel-Ausstellungen zu veranstalten, um so auch das Jnterrffe für die gefiederte Welt in weiteren Kreisen zu erwecken. Nachdem die Conftituirung deS Vereins mit 30 Mitgliedern, von welchen sieben außerhalb wohnen, vorgenommen, wurde ein Vorstand gewählt und beschloffen, regelmäßige MonatSversammlungen abzuholten. * * Der Kaufmännische Verein Marburg besichtigte gestern in einer Stärke von 35 Personen da-Werk der Lahnkalk» und Marmor-Industrie Aug. Gabriel junior am „Abendstern", stattete dem Gleiberg einen Besuch ab und nahm dte Einrichtungen der Brauerei Bich ler in Augen schein, deren Besitzer eS sich nicht nehmen ließ, selber den Führer der Herren durch daS Elabliffement zu machen. Schlägerei. Gestern früh 3 Uhr kam es zwischen jungen Leuten an der Lahnstraße zu einer Schlägerei, an der sich ein beurlaubter Dragoner au« Darmstadt mit blanker Waffe beteiligte. Anzeige gegen die Attentäter wurde erhoben. • • Durch die Entgleisung der Lokomotive eine« GuterzugeS zwischen Friedberg und Bad-Nauheim stockte am SamStag der Verkehr von Mittag ab insofern, als diese Strecke nur eingleisig befahren werden konnte, wodurch nach beiden Richtungen Zugverspätungen vorkamen. * * Wetterbericht. Die gestern erwähnte Depression, welche ihr Centrum unter gleichzeitiger Zunahme seiner Tiefe nach dem Hohen Norden verlegte, hat sich, wie erwartet, rasch und ganz bedeutend in südlicher Richtung ausgedehnt, sodaß heute Morgen bereits eine breite Furche geringen Druckes von Scandlnavien durch den ganzen Kontinent bis nach Italien zog. Unter ihrem Einfluß ist im Norden unseres Gebietes Trübung eingetreten und sind schon Niederschläge gefallen, während im Süden die Bewölkung allmählich zunahm. Der Eivtluß des niederen Druckes dürfte zunächst für den Witte- rung-zustand maßgebend bleiben. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst trübes Wetter und Niederschläge und allgemein kühler. 1. Srnuberg, 1. Mai. Die in Nr. 100 d. Bl. enthaltene Notiz über oen Grünberger Apothekenoerkauf enthielt infolge ungenauer Benachrichtigung eine Unrichtigkeit. Die Apotheke ging nicht tn den 80er Jahren, sondern ®n?e der 70 er auf Herrn Schm dt über und zwar nicht zum Preis von 60000 Gulden, sondern zu einigen 70000 Mk. Wenn sich nun der Preis innerhalb des letzten Jahres um die erwähnte Summe erhöht hat, so hat dies theils in der enormen Nachfrage und dem geringen Angebot in Apotheke« feinen Grund, theilS in dem gerade im letzten Jahr bedeutend erhöhten Jnventurwerth und dem, Dank der persönlichen Regsamkeit deS neuen Besitzer- gehobenen Umsätze des Geschäftes. 4- NeiSkirche«, 2. Mai. Der erste Mai brachte für die hiesige Haltestelle schon einige bedeutende Verbesserungen. Die Einführung der vierten Klaffe wird allgemein freudig begrüßt und zu einer regeren Benutzung der Bahn Anlaß geben. Zwar find die Fahrpreise für dte brüte Klaffe theilweise etwas gesteigert, doch entspricht diese Erhöhung ganz den rechnungsmäßigen Ergebniffen. Durch bat „Halten nach Bedarf" des Zuge- 6, der hier 4 Uhr 36 Minuten Nachmittags verkehrt, ist jetzt schon einem vielfachen Bedürfniß entgegengekommen. Hoffen wir, daß dieser Zug so häufig benutzt wird, daß er täglich halten muß. Wenn er später alS fahrplanmäßiger Zug wieder stet- anhält, bann können auch wieder, wie in früheren Jahren, die Postsachen bequemer und rascher befördert werden. Sehr erwünscht wäre eS noch, wenn beim Schnellzug 5 a, welcher Gießen 2*8 Uhr verläßt, hier mindesten- vorerst ein „Halte» nach Bedarf" eingeschaltet würde. Die jetzige Bahnverwaltung könnte sich deS Danke- vieler Jntereffenten versichert halten. Der starke Personenverkehr, welcher nach der statistischen Berechnung vom Jahre 1895/96 auf hiesiger Haltestelle herrscht und der sich seit dieser Zeit vermuthlich noch bedeutend vermehrt hat, berechtigt wohl dazu, die Erfüllung vorstehender Wünsche zu erhoffen. Auch beim Frachtverkehr laffen sich Verkehrserleichterungen erwarten- denn wa- früher hier ein Ding der Unmöglichkeit galt, ist jetzt schon unter der derzeitigen Verwaltung zur Thatsache geworden. E- konnte nämlich lebendes Vieh au-geladen werden. Bei de» schwungvollen Viehhandel, der von einigen Händlern dahier betrieben wird, bedeutet die Eröffnung des BiehtranSport» verkehr- von und nach hiesiger Haltestelle sowohl für btt Bahn als auch für bie Händler einen entschiedenen Vortheil. Ebenso könnte die Bahn, ähnlich wie solche- z. B. für sämmtliche Haltestellen der Nebenbahn Grünberg—Londorf ermöglicht ist, die hiesige Haltestelle dem direkten Fernfracht- verkehr ohne vorausgegangene Exoediion auf den vorherige« Stationen erschloffen werden. Wenn wir auch der Ansicht huldigen, daß diese Verhältniffe sich nicht über Nacht einführen laffen, so dürfen wir doch wohl in der Hoffnung leben, daß die Zeit nicht mehr allzusern liegt, in welcher diese billigen Wünsche ihre ErsÜllnng finden, und daß da- Vertrauen, das wir der gegenwärtigen Verwaltung entgegenbringen, durch vollständige Würdigung belohnt wird. Schlitz, 1. Mai. Der Kaiser begab sich Abend- 9 Uhr nach Salzschlirf und setzte im Sonderzug die Reise nach Potsdam fort. A Mainz, 2. Mai. Heute fand hier der erste Handwerkertag für den Mittrlrhein und Südwestdeuischlonb statt, auf welchem durch 51 Delegirte neben dem Groß» herzogthum Heffen, Baden, Württemberg, die bayeriscye Pfalz und Heffen-Nassau vertreten waren. Den vorfitz führte Köbrich-Mainz. Außerdem befanden fich an dem Vorstands- tisch Reichstagsabgeordneter Dr. Schmitt-Mainz, Redakteur Fisch er-Worms und Seitens der Centralstelle Regierung«- baumeister N o ack-Darmstadt. Nach der Begrüßung sprach der Letztere die Hoffnung ans, daß der Handwerkertag i» der so wichtigen OrganisationSfrage wenigstens waS erreichen werde, damit endlich der so lange ersehnte Zusammenhalt deS Handwerks zu Stande komme. Der erste Punkt der Tagesordnung war die von Redakteur Fischer-WormS übernommene Berichterstattung über den Haadwerkertag in Berlin, woran der Redner Betrachtungen über die Stellungnahme der Regierung zu den Wünschen deS Handwerks ankuüpfte. Ueber den folgenden Punkt der Tagesordnung: „Die Handwerkervorlage im Reichstag und die Wünsche deS Handwerks" referirte Rutt- Stuttgart. Nach einer eingehenden Diskussion wurde folgende Resolution angenommen: „Der i« Mainz tagende Handwerkertag steht einstimmig auf dem Standpunkt, daß das gesummte deutsche Handwerk einschließlich der handwerksmäßigen Fabrikbetriebe auf gesetzlichem Wege zuiammengeführt werden muß und zwar mit der Gliederung in Meister, Gesellen und Lehrlinge. Den heute be» stehenden Innungen und Handwerker-Bereinigungen müsse» ihre Rechte unverkürzt erhalten bleiben. Zu den Handwerker- kawmeru sollen nur Meister wahlberechtigt und wählbar sein. Meister soll nur Derjenige werden können, der fein Handwerk ordnungsmäßig erlernt hat." Als letzter Punkt der Tagesordnung wurde ein Antrag Oehlfchläger-Frankfurt angenommen, dahingehend, daß das bestehende Comitö vorläufig in Permanenz erklärt und demselben zunächst oufgegeben wird, im nächsten Jahre wiederum einen Handwerkertag einzu» berufen. lose gewogen, über Nacht trocken - höchster Glanz, sehr dauerhaft: Pfd. 90 eniritn» lo. 44181 Wohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, zu vermieihen. __ Riegelpfadstr. 20. 4427J SchSned kleine- LogiA an ruhige Leute zu vermiethen. Nah bet M. Levi, Selterßweg 35. 4460] Logis bis 1- Juni zu oermteth. __________________Liebigstratze 35. 441b] Sartenstraße 18, Ecke der Stephanstraße, Logis von 6 Zimmern mit Veranda, Badezimmer, Garten antheil und allem Zubehör, per 1. Juli a. c. zu vermiethen. Näheres Reue« BLueu 21. Tapeziergehülfe gesucht. 4419 ________sts. Nenustiel. Neuenweg 6. Ein Spengler gesucht. H. Schaffstaed 4331 «etallVaareufubrik. Tücht. Erdarbeiter | auf sofort gesucht. Näheres bei I. Atzbach, Grünbergerstr. 10. 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Mai 1897. 4424 d)ulbud|cr in soliden Einbänden, sowie Schulartikel in besten Qualitäten billigst. 4280 Ernst Balser, Wäusöurg. hier fi unb 8 war h Arbril vi I«» s,0 die ihr Kind natürlich und gut ernähren will, gebe ihm in den ernten Lebenomonaten bis zum zweiten Jahr beste Kuhmilch mit einem Zusatz Ton Hohenlohe’schem Hafermehl (Empfohlen durch die A D. Hebammenzeitung). Grössere Kinder und Erwachsene sollten Hohenlohe’sche Hafer-Flock en ah tägliche Frühstücks- und Abendspeise oder Suppe geniessen. Hohenlohe’sche Hafer- Flocken haben einen lieblichen Geschmack, sind blutbildend und kräftigend. In gelben plombirten Packeten mit 21 Recepten in jedem durch Plakate als Niederlage erkenntlichen Geschäft erhältlich. 3288 "Nd 9rr(nq Ivr B'übl'schen NmvertstLtS-Bn«b. nnb ^tnnbrnrfrrd fPiersch A Scheyda) in Gießen. 5>u heutige Kummer umfaßt 6 Sette» Theater -verein Fünfte Vorstellung. Montag den 10. Mai 1807, 7>/> Uhr Abends, im Festsaal (Leib’scher Saal) Wallthorstrasse): CxaNtspiel des Kölner Stadttheaters Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Acten von Fr. von Schiller. Billet« in der Musikalienhandlung Ernst Chai Iler (Ridolpks Haehf ). sowie an der Abendkasse: Erstes Parquet Mk. 3 50; Zweites Parquet und Balcon erste Reihe Mk. 2.25. — Studentenkarten Mk. 1.—, Gallone Mk. 1.—. Für Mitglieder nur im Vorverkauf (bei weiteren Bedarf): Hrstee Parquet Mk. 3.—; Zweites Parquet Mk. 2.—. Nach Sohluu des Theaters Oaiibasverbindang aaoh versebiedeeee Msbtsaien Samstag den 15. Mai, sechste Vorstellung: Der Geizige, von Moliere. 4407 Stein’» Garten. Mittwoch, de« 5. Mai: Großes Militär-Lonrert, HW Wer schnell und billigst «tslluug stützet» wM, verlange per Postkarte die »Deutsche Bacanzen-Post" in Estztuge«. fvedore!n^efündeir| Entlaufen eine gelblich braune Hüudiu, auf den Namen Lora hörend. Gegen Belohnung abzugeben 4377 Schillerstraße 16. Mädchen oui 'L Näheres Srüuber-erstratze 42. -lushülfemädchen gesucht. (4421) vahuhosftr. 81, I. |7ermischteAnzeigerL| Bitte! Tin krankes, betagtes, alleinstehendes Fräulein, Beamtentochter, bittet auf Grund von Epr. Salom. 19,17 und Matth. 6,7 um Unterstützung. Gaben, worüber Quittung in d- Bl-, nimmt dankend die «rpetzttiou des »tetzever ««zeige- Todes - Anzeige Die Beerdigung findet Dienstag den 4. Mai, Vormittags 11 Uhr, vom Trauerhause, Neuenbäue 2, aus statt. 4423 Blumenspenden dankend verbeten. i fei Wir machen hiermit die schmerzliche Mittheilung, dass unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Herr EL Grünewald heute^'nach kurzem Unwohlsein verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 2. Mai 1897. 4404 X' 9* 1 Tourse vorn 1./5. |24./4 L | Tourse vom 1-/5- |24./4. • s Tourse vom Tourse vom L/5. |24./4. - Tours» vom L/5. j24./4. .... Tourse vom L/5. |24.4. L/5. | 24./4. Ltialsp,Piere. 5 Rum. am. Rte. 100.30 98.55 4 Lissabon. . . . 66.— — 4 Prag-Dux 1891 89.— 89.— 4 Pr.H.-«ct.alte 100.80 100.80 do.Südb.(Lb). 68.V4 S8.V4 < »7. Deutsch«. D. ReichS-Anl. 103.80 104.05 4 3 Ruff.Dbl. v.80 Schwed. Dbl. . 102.60 102.80 102.35 102.30 4 47, Nom n—VIII Buenos - Aires 90.30 89.20 3 4 Raab-Ded.v.91 Rudolfb. Gold 81.05 102.90 81.20 103.30 4 37, Pr.H.-Act.neue do....... 102.40 101.— 102.40 101.— Dest.Ndw.hl.A. Gotthardbahn. 228.1■/, 156.60 155 30 DO 103.90 103.85 3 7, do....... 101.— 100.90 v. 1888. . . 73.— —.— 3 Jtal. gar.E.B. 56.30 55.85 4 Goth.unk. 1903 103.— 103.- Schwz. Central 132.70 129 — V «7. 8 1 oo...... Preuß.Consolü do....... do....... «ad. St.-Dbl. 98.05 103.80 103.70 98.31 103*90 104.05 98.15 5 5 4 5 1 Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Me. Türk.Zoll-Dbl. bo.cotw.Lit.C. 61.— 89.80 59.80 83.— 37, 87, 37, 37, 4 4 4 37, 47, 4 Stade» tzrl.Ail. do. S.-Braunf. do. SolmS-Lich do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. tifenl.-lriirä. Deutschs Heff. Ludw. v. 1868/69 . . do.v.1874 . . do. v. 1375/78 do....... Homburger!. . Pfälzer Nordb. «u»l»»dtsch«. 100.15 100.— 87.80 100.15 100.— 89.— 3 i 4 4 Livorneser. . . Sicil. v. 1891 Toücanische. . Ruff. Südwest Rjäsan - Uralsk Anatolische B. Portug. v. 89 . do. v. 1886 . . Salon.«Mon. . ßfnZKiefe. D. Grndschuld- bank V—VI do. I— II do....... FkfHyp-Bk.llt do....... 58.30 90.70 92.35 102.50 102 40 58.10 89.60 92.40 102.30 102 65 5 4 üiftfe en. Buderus E. W. Eisenb. Rtenbk. Jenk-lrtÜH. 102.50 101.50 102.50 101.50 Schwz. Nordost Jtl. Mittelmeer Pr.Henri(Lxb.) leqiieL §»»se 107.90 94 60 94.10 106 60 93.50 93 30 4 87, 87, 87, 4 87, 5 0.1886. . . Bayr.St.-Dbl. do. Eisb.-Dbl. Brem.St.-Anl. o.1892 . . . Hamb.St. Rst. v.1893 . . Heff. Sc.-Dbl do...... Grtech.E. B. v 102.10 103 — 103.10 101.50 101.80 102.60 102.45 21 102.— 102.80 102.80 101.60 101.90 102.30 102.10 1 4 4 <7, 5 47, 67t 4 6 5 3 do. LiLD. Ung. Gld.-Me. do.Kron.-Rte. do.E.B.Gold v. 1889. . . Arg. trat. Anl. do. Luß.v.1888 ChinesischeAnl. Egyptischeumf. Mexic. v. 1890 do. Eisenb. . do. Silber. . 19.50 103.95 100.40 104.30 70.— 57.80 104.90 106.4t 96.10 88.20 25.60 17.70 103.65 99.90 103.95 68.90 56.40 104.5t 106.30 95.45 88.60 25.90 100.— 100.30 100.30 100.— 100.25 100.25 100.50 5 47, 3 3 4 4 37, 4 37, 84’75 74.50 104.— 100.80 101.— 101.80 101.— 82.50 49.30 104.— 100.80 101.— 101.70 101.— DtscheReichsbk. Frankftr. Bank Berl.HdlSges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank Disct.- Comm. Dresdner Bank Mitteld. Cr.Bk. Dest.Erd. Lust. Iiiiirif'ldifi Rordd. Lloyd . 160.— 182.— 157.70 154.90 192.90 197.70 153.— 113.20 805.V« 104.50 160.— 181.— 153.— 150.80 187.30 192.30 149.80 112.90 292»/, 103.60 4 4 87, 3 4 5 3 27, 3 bi IkoctHttn. Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau Reg. . Cüln-Minden. Th. 100 Madrid .... «em. Th. 100 Desterr. v.1860 Dldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. fr». 400 145.30 158.10 136.30 126.70 129.90 31.80 —.— 157.10 120.— 139 05 135.— 125 60 129 M 92 00 28 W 4 i \ 4 *7. s SV» 4 do. Ito dr De De De P° d Mon.-Inl. il. Ste. St 000—4000 ....... LGold-Rte. t.Silb.-Rte. ierr.Localb. »erstaatl. . rt. St.-Anl. ....... 23.10 90.35 55 — 104.45 86.50 85.4( 32.60 38.50 21.45 89.20 54.11 104.26 86.- 84.70 32.10 21.6( 37. 37, 31/, 3 7, 4 3 7, 4 3V. rtttte-stbl. Franks, v. 1893 Darmst. 88 94 Gießen ... Mainz..... Dssenb. 0.1892 WieSb. , 1887 Worms .... Worms . 101.60 100.65 102.— 100 60 102.50 101.50 101 40 101.30 100.80 102.- 100.60 101.50 101.30 4 4 4 3 5 4 B 3 3 3 Elisab.-B. stfr. Raschau-Dderb. v.1891 . . . Lombardische . Lombardische . Defi. StaatSb. do....... do.I.-VIII.Em. do. £X. Em. . do. v. 1885 . . do. Erg.-N>ch . 103.20 101.95 100.80 74.85 116.90 104.05 95.30 92.50 94.40 103.40 101.95 101.70 74.30 116.90 103.80 95.15 92.40 90.80 94.10 4 4 37, 47, 4 4 87, 4 87, 3 V« do. Hyp.-Ered. d.l905un!S27 6 29 ... Ldw. Cred -Bk. Hamburg. Hyp. do.unk. b. 1900 do....... Mein. 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