3350 3361 Lirme. • 120 , 6 , 88 6 25 , 5 , 38 19 28 50 28 sere Mit- Igten Ab- £ W * Volk KKK tr. )ber ng bei der am fcn rag. Rühl, Schanttütoif Der Vinti"4 DidiBls Eld» sS1*' Hbrr( »i-Ä / 1 «"irsiitM/ „6f n r Nr. 80 Zweites Blatt. Sonntag den 4. April 1897 Gießener Anzeiger Generat-Mnzeiger. Amts- uttb Anzeigeblatt für den "Kreis <6iefzen Redactfon, Expediti«« und Druckerei: Schutgra^eNr.7. Kernsprecher 51. Vierteljähriger Ävonnemeutrprrts r 2 Mark 20 Ptz. mt Bringerloh«. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aumikienvsätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt. Der * Gießener Anzeiger erscheint täglich, •tt Ausnahme bei Montagl. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamikienbtätter. Alle Annoncen-vurcaux des In- und Auslandes nehm« । Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" entgeg«. Amtliche» Lheil. Gießen, am 20. März 1897. Betr.: Frühjahrs-Controlversammlungen. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen O» W GrsGH. VLrsermetHereie» des fttMM. Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche »eise zur öffentlichen Kemttniß bringen laffen. |v. Gargern. Bekanntmachung. Bei den diesjährigen Frühjahrs-Controlversammlungen im Kreise Gießen haben zu erscheinen alle zum Hauptmelde- «mt Gießen gehörigen: !) Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots (Anzug: Kleiner Dienst- Anzug). 2) Reservisten, sowie zur Dispofition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden Entlassenen. 3) Wehrleute I. Aufgebots, die vom 1. October 1884 ab eingestellt worden. 4) ErsatzReservisten, geübte und nicht geübte. Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Controlpflichtigen anzutreten haben: A. Zu Metzen tn Oswalds Garten für die Bewohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg und Herrnwald, Heuchel, heim, Klein-Linden, Oppenrod und zwar: am 12. April 1897. 1. Appell Vormittags 8 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots. Sämmtliche Reservisten der Infanterie, der Jahrgänge 1889, 1890 und 1891. 2. Appell Vormittags 11 Uhr: SämmtUche Reservisten der Jahrgänge 1892, 1893, 1894, 1895 und 1896, sowie zur Dispofition der Truppen- cheile und der Ersatz-Behörden entlaffenen Mannschaften der Infanterie. 3. Appell Nachmittags 2 Uhr: Wehrleute I. Aufgebots der Infanterie. Feuilleton. Der Garten im April. Ton I. C. Schmidt, Kunst- und Handelsgärtner tn Erfurt. (Nachdruck verboten.) Professor Falb hat einen trockenen und warmen April borauSgesagt und da er mir dem verflossenen 18. März, als die Natur unter dem Kampfe der Elemente stand, einen Stumpf durch seine Voraussagung auSgespielt hat, so möge dec Gartenfreund ihm vertrauen und schon früher einige der Arbeiten beginnen, die er sonst noch hinauSzuschieben pflegt. Dazu gehört das Abdecken und Herausnehmen der Rosen. Mau wähle dazu möglichst einen trüben und feuchten Tag dei Süd- oder Westwind. Gewöhnlich wird man dazu durch warme und sonnenhelle Tage verlockt. DaS ist aber falsch, weil die wärmenden Sonnenstrahlen den im Dunkeln vorgeschobenen Trieben vorläufig schaden würden. Dann fchnetde man die Kronen und zwar starkwachseude Sorten ms 4 bis 6, schwachrrachseude wehr, also auf 2 bis 4 Augen zurück. Schling- oder Trauerrosen werden gar nicht oder nur an den Spitzen beschnitten. Auch das AuSsäen von Rasen kann man nunmehr vornehmen. Man wähle dazu einen windstillen Tag. Man fit tue auf die sauber abgeharkte Fläche recht gleichmäßig auS, hacke und harke den Samen leicht ein und trete ihn dann «tt Brettern fest. Wenn das Gras später ca. 5 Ctm. hoch Ifr/i wird es zum ersten Male geschnitten und zwar am zweck- müßigsten mit der Sense, weil die Maschine bei einer Neu- mllage zu wenig festen Untergrund findet. Später kann die Maschine gar nicht oft genug zur Anwendung kommen, öfter geschnitten wird und je mehr gewalzt wird, desto fester, Üppiger und ausdauernder wird der Rasen. Bei no'ikenem Wetter ist ein ausgiebiges Besprengen des Rasens ilwrläßlich. Sine neue, hübsche und eigenartige Mischung bildet der fog (nannte ParadieS-Rasen. Die Rasengräser darin bilden Am 13. April 1897. 1. Appell Vormittags 8 Uhr: Reservisten sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften und die Wehr- leute I. Aufgebots aller übrigen Waffen und zwar: der Garde, Jäger, Cavallerie-, Feld- und Fuß-Artillerie, Pioniere, Eisenbahn- und Luftschiffertruppen, des Trains (einschl. Krankenträger), Sanitäts- und Veterinärpersonal, Büchsenmacher, Oeconomie- Handwerker, und Marine-Mannschaften. 2. Appell Vormittags 11 Uhr: Sämmtliche Ersatzreservisten. 3. Appell Nachmittags 2 Uhr: für die Bewohner von Allendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen. Reservisten und Wehrleute I. Aufgebots sowie zur Dispofition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen und ErsatzReservisten. B. Zu Lollar am 14. April 1897, neben dem neuen Bahnhofsgebäude für die Bewohner von Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck. 1- Appell Vormittags 8 Uhr 45 Minuten: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots Reservisten, sowie zur Dispofition der Truppentheile und der Ersatz - Behörden entlassene Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 10 Uhr 30 Minuten. Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen. 3. Appell Nachmittags 1 Uhr. Sämmtliche Ersatz-Reservisten. C. Zu Grünberg am 20. April 1897, am Bahnhof für die Bewohner von: Allertshausen, Beltershain, Seils* Hausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickeismühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegel- Hütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmühle und Walkmühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein»), I natürlich als Hauptsache den Untergrund/ darin erheben fich dann in üppiger Fülle je nach der Jahreszeit himmelblaue Gilten, leuchtende Mohne, herrliche Sommernelken, duftende Reseda, scharlachrother Lein, Flammenblumen in verschiedenen Farben, die liebliche „Jungfrau im Grünen", das prachtvolle Schleierkraut, neue großblumige Godetien und zierliche Clarkien, wundervolle niedrige Glockenblumen, niedrige Winden in prachtvollsten Farben, verschiedene schöne Sorten Ringelblumen, purpurrothe Schleifenblumen, herrlich blühende» „Schöngeficht" und dunkelrothe Silenen, blauer Rittersporn und gelbeÄentaureen, sowie die angenehm duftende Matrhtola und das liebliche Strahlenblümchen rc., immer der Hand, welche Sträuße für das Haus windet, Tag für Tag auSwahl- reichen und unerschöpflichen Stoff bietend. Die Anwendung dieser ParadieS-Mischnng eignet fich natürlich nur für große Flächen, an Geländen, Bosketrändern, au Teichen, Flnßnfern rc., während kleine Flächen, damit besäet, ein unordentliches Bild bieten würden. ES soll eben eine Blumenwiese, in verfeinerter Gestalt tn unsere nächste Umgebung gerückt, sein. Im Uebrigen ist der April wie sein Vorgänger, der März, der Monat des Pflanzens und SäenS. Zarte, im Keller überwinterte Stauden werden wieder in den Garten gepflanzt, ebenso beginnt die Pflanzung verschiedenartiger Zwiebel- und Knollengewächse, namentlich der Gladiolen. Auch bessere Stauden werden gepflanzt. Bald nach der Pflanzung wurzeln diese Gewächse, treiben kräftig empor und rascher als wir eS erhoffen, prangen ste oft in reichstem Blüthenfchmuck. Für den Obstgarten ist der April der Monat der Blüthe. Kirschen, Pfirsiche und Aprikosen beginnen zu blühen- bald blüht auch alles übrige Steinobst und schließlich das Kernobst. Die nützlichen Sänger kehren aus dem Süden zurück und zur Anbringung von Nistkästen wird es deßhalb höchste Zeit. In den Treibbeeten liefern die nun reichlich zu | Odenhausen mit Appenbörnerhof, Queckborn, Reinhards- Hain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirrberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit Hainerhof, Winnerod. 1. Appell Vormittags 9 Uhr 15 Minuten. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots, Reservisten, sowie zur Dispofitton der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlaffeueu Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 11 Uhr. Sämmtliche Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen und Ersatz-Reservisten. v. Zu Hunger, am 21. April 1897, am Friedhof für Die Bewohner von: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Ronnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. 1. Appell Vormittags 9 Uhr 30 Minuten. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots, Reservisten, sowie zur Dispofitton der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 11 Uhr. Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen und sämmtliche Ersatz-Reservisten. E. Zu Lich am 21. April 1897, am Bahnhof für die Bewohner von: Albach, Birklar, Dorf- Güll, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Rieder»Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach. 1. Appell Nachmittags 3 Uhr. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots, Reservisten, sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Nachmittags 4 Uhr 30 Minuten. Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen und sämmtliche Ersatz-Reservisten. Befreiungsgesuche sind bis längstens 8 Tage vor dem Appell auf dem Dienstwege (durch das Hauptmeldeamt) einzulüftenden Gemüse großen Ertrag, aber auch auf den Beeten des Gemüsegartens beginnt es kräftig zu wachsen. Zu dicht stehende Sämlinge werden anSgezogen und, falls sie nicht zu entbehren, auf frisch gegrabene Beete vertheilt. Die im Mistbeete herangezogenen, nun abgehärteten Pflänzlinge pflanzen wir ins Freie aus. Auf im Freien gelegene Saat- beete wird jetzt auch die Hauptaussaat von Kohlrabi, Kohlgewächsen und Kopfsalat gemacht. An Ort und Stelle säet man Rüben, Radieschen und Mairettige, sowie verschiedene Gewürzkräuter. Erbsen und Kartoffeln werden noch gelegt. Zar Anlage von Erdbeerpflanzungen ist eS nun die höchste Zeit. Ueberall gibt eS Arbeit, aber auch überall Erfolge, welche uns zu verdoppelter Rührigkeit anspornen. Für die Kinder, welche lange auf die Gartenfreuden verzichten mußten, ist jetzt die Zeit gekommen, zu der sie ihr Gärtchen wieder in Ordnung bringen können. Man gebe den Kleinen Anleitung, wie der Boden mit Dünger zu überziehen, mit einem kleinen Kinderspaten zu graben, mit einer kleinen Harke sauber zu harken und dann zu be- stellen ist. DaS Kindergärtchen zerfällt am besten in zwei Theile: in den Blumen- und in den Gemüsegarten. Für die Bestellung des Blumengartens eignen fich am besten harte Sommerblumen, z. B. Mohn, Rittersporn, Reseda, Chiy- santhemum, Schöngeficht und ähnliche. Von diesen Blumen sollen die Kleinen unter Anleitung Erwachsener einige säen, die Saat pflegen und fich so an der Entwickelung der Pflanzen und BlÜthen erfreuen. Auch für den Gemüsegarten eignen sich einige jetzt zu säende Gemüsearten, die gleich dahin gefäet werben können, wo sie ohne vorheriges Verpflanzen verbrauchsfähig werden, so Kresse, die raschlebigen Radieschen, Pflücksalat, Rüben und Möhren. Ebeus» wie die Pflege der Blumen, wird den Kindern die Pflege dieser Gemüsearten eine Fülle von Anregung bieten und sie werden dann späterhin mit Stolz ihren kleinen Ertrag an diesen Gemüsen in die Küche der Mutter liefern. reiche« und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt fein, werden aber nur im dringendsten Nothsalle genehmigt. Diejenigen Mannschaften, bei denen Fuhmessungeu noch nicht vorgenommen wurden, haben überhaupt keine Aussicht ans Befreiung. Die Leute treten in bürgerlicher Kleidung an. Stöcke, Schirme, Pfeifen und Cigarren sind vorher wegzulegen. Die Militärpapiere (Paß und Führungszeugniß) müssen zur Stelle sein. Sämmtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Eontroltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Gießen, den 16. März 1897. Großherzogliches Bezirks-Commando. Für den dienst!, abw. Bez.-Commandeu» Morneweg Hauptmann z. D. und Bezirks Offizier. • Zncoguito fürstlicher Persönlichkeiten. Die häufigen Reijen der Souveräne und die damit verbundene Last oifieieller Empfänge hat ein förmliche- System von ganzen und halben Inkognitos ausgebildet, da- nach ganz bestimmten internationalen Regeln gehandhabt wird. In eine» solchen halben Inkognito find kürzlich der Kaiser von Oesterreich und die Königin von England nach dem schönen Littorale gereift, und sie Haden sich dadurch eine übermäßige Last erspart, ohne dsch ganz auf die ihnen zukommende Ehrungen zu verzichten. Bei diese« Anlässe dürfte eS von Interesse sein, wenn wir die Inkognitos, unter denen die europäischen Fürstlichkeiten zu reisen pflegen, ansühren. Die Königin von England heißt auf Reisen Gräfin von Balmoral, während der Prinz von Wales unter dem Namen eines Grafen von Chester reist. Die Kaiserin von Oesterreich ist im AuSlande nur als Gräfin von HohenemS bekannt. Exkaiserin Eugenik nennt sich Gräfin von Pierrefonds, der König von Belgien Graf von Ravenstein, der Fürst von Bulgarien Graf Murany, die Exkönigin von Neapel Herzogin von Castro, der König von Portugal Graf BarelloS, Königin Amelie von Portugal Marquise de Villacosa, der Kronprinz von Schweden Graf CarlSborg, die Regentin von Spanien Gräfin von Toledo, die Kaiserin Friedrich Gräfin von Lingen. * Zahnpflege io den Scholen. Auf die Nothwendigkeit, praktische Hygiene in den Schulen auch insofern zu pflegen, daß man die Zähne der Schulkinder unter fach« männische Aufsicht stelle, ist häufig schon hingewiesen worden. Ein neues Beispiel für diese Nothwendigkeit wird auß Wiesbaden mitgetheilt. Der dortige Zahnarzt, Herr Stieren, untersuchte in zwei Bürgerschulen die Zähne von 1318 Schul« ktridern im Alter von 6 bis 14 Jahren. 97,3 pCt. derselben hatten kranke Zähne und zwar zusammen 7964, durchschnittlich jedes Kind unter 22 Zähnen immer 6 kranke. 17 Zähne waren bereit- entfernt, 2 bis 3000 wüßten noch entfernt werden, aber ungefähr 5000 wären durch geeignete Behandlung noch zu retten, während bisher nur 17 erhalten worden waren. Bekanntmachung. In der Sitzung vom 25. ds. Mts. hat die Stadtoerordneten-Ver fammlung beschlossen, unter Aufhebung der bisheran für die Stephansmark südöstlich der Stephanstraße festgesetzten Straßen- und Baufluchtlinien, einen neuen Stadterweiterungsplan für den Südosten der Stadt aufzu- stellen. Der Entwurf des gedachten Bebauungsplanes, sowie des zugehörigen Ortsstatuts liegt während des Monats April auf unserem Stadtbauamt offen. Während der gleichen Frist sind — bei Meidung des Ausschlusses — etwaige Einwendungen gegen den Plan oder das Statut bei der unterzeichneten Stelle anzubringen. Gießen, den 29. März 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3284 _______________________Gnauth.__________ Grosih. Hessische Staatseisenbahnen. Verdingung der Erdarbeiten, Wegebefestigungsarbeiten, Kunstbauten und Oberbau-Packlage der Bauloose I u.II der Neubaulinie Salzschlirf-Schlitz. Die vorbezeichneten Arbeiten der zusammen rund 10.5 Kilometer umfassenden zwei Bauloose sollen öffentlich verdungen werden und können Angebote aus jedes einzelne Bauloos oder auf das Ganze gemacht werden. Die Pläne und Bedingungen sind im Geschäftszimmer Nr. 2 der unterzeichneten Behörde in Lauterbach (Oberhessen), Gasthaus „Zur Traube", einzusehen und die Bedingungen von dort zu beziehen gegen postfreie Einsendung von 1 Mark 80 Pfennig für ein Loos und für beide Loose 2 Mark 30 Pfennig. Angebote sind postfrei und unter entsprechender Aufschrift an die unterzeichnete Behörde bis zum Eröffnungstermine Samstag de« 17. April 1897, Vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist vier Wochen. Aniban-Abthtilll»g II der Großh. KesMen Staslreistndahlle«. 2884______________________Skiuuer. Alice-Schule. Kl. HI: Hand- und Maschinennähen, Flicken, Stopfen, Weißst., Fachz. Zuschn., wöchentlich 24 Std., 20 Wochen 30 Mk. Kl. II: Hand- und Maschinennäh., Flicken, Stopfen, Weiß- und Buntst., Fachz. Zuschn., Haushaltungsbuchf. Franz., wöchentlich 20 Std., 10 Wochen 20 Mk., 20 Wochen 40 Mk. Kl. I: Engl. oder Franz., Handarbeiten und Bügeln nach Wunsch, 10 Std. wöchentlich, 10 Wochen 30 Mk:, 20 Wochen 40 Mk. Beide Sprachen, Handarbeiten und Bügeln nach Wunsch, 10 Std. wöchentlich, 10 Wochen 50 Mk., 20 Wochen 90 Mk. Schneidern, 20 Std. wöchentlich, 20 Wochen 30 Mk. Bügeln, 8 Std. wöchentlich, 10 Wochen 12 Mk. Curs zur Ausbildung der Lehrerinnen 40 Mk. Einzelfächer nach Belieben. Aufnahme der Schülerinnen Donnerstag, den 22 April, Morgens IO Uhr. 3183 Nähere Auskunft ertheilt L. Moeser. Oberlehrerin, Gartenstr. 30. Allgemeiner Verein für Armen- und Kraukenpsiege. Wir theilen unseren Mitgliedern hierdurch mit, daß unsere Dienerin, Frau Bickel, von dieser Woche an die Beiträge einsammeln wird. Wir erinnern dabei an die großen Aufgaben unseres Vereins, wie wir fi< gerade jetzt wieder im Jahresbericht dargestellt haben, und an die großen Ausgaben, die sie erforderten. Wir weifen zugleich darauf hin, daß der bevorstehende Neubau unseres Schwesternhauses auch eine dauernde Erhöhung der laufenden Ausgaben mit sich bringt, zumal wir beabsichtigen, die Zahl nuferer Schwestern zu vermehren. Für das Alles erbitten wir, im Bewußtsein, daß wir ja nur dem allgemeinen Wohle dienen wollen, die alten, und wo es irgend möglich ist, erhöhte Beiträge. Solchen, die noch nicht Mitglieder sind, wird Gelegenheit gegeben «erden, sich in die Liste einzuzeichnen, und wir bitten, davon recht reichlich Gebrauch zu machen. 2660 Gießen, den 16. März 1897. Der Borstand: Iustizrath Baist. Director Baufa. Dr Baur. Pfarrer Dingeldey. Landgerichtsrath Dornfeiff. Pfarrer Dr Grein. E. Kauffmauu. Pfarrer Schloffer. C. Schwan feu. R. Stuhl. Stadtverordneter Bogt. Revisor A. Wilker. Beigeordneter Wolff. Frau Dr. Brüel. Frau Provinzialdirector vou Gageru. Frau L. Homberger. Frau Professor Siebeck. Fräulein P. Stammler. Frau A. Weidig. Fräulein A. Windecker. Fräulein L. Wort- mau». Fräulein I. Zimmermann. Sachgemässe Untersuchung und Herstellung von Blitzableitern, - Hinrichtung von Telephonen und Telegraphen übernimmt billiget WelSSbÜCkCF, Giessen. Knabenhandarbeit. Sonntag, den 4. April d. Js., von Vormittag» 11 Uhr »is Nachmittags 3 Uhr, soll in dem Conferenzzimmer der Stadtknaben- schule eine Ausstellung der von den Schülern im diesjährigen Unterrichts- cursus für erziehliche Knabenhandarbeit gefertigten Gegenstände stattfinden, zu welcher wir hiermit einladen. Gießen, den 1. April 1897. Gnauth, Hahn, Oberbürgermeister.Oberlehrer. 3251 Verdingung. Die Anlieferung von jährlich rd. 300 cbm Wafferbau- fteiueu zur Unterhaltung der Ufer- und Flutzbauwerke au der Lahn zwischen Gießen und der Landesgrenze bei Heuchelheim soll für die Zeit vom 1. April 1897 bis 31. März 1900 in einem Loose öffenttich vergeben werden. Die Bedingungen sind bei Großh. Hochbauamt Gießen in den Dienststunden zur Einsicht offen gelegt und sind Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, bis längstens Mittwoch deu 14.April l. Js., Bormittags IO Uhr, au die unterzeichnete Behörde einzusenden. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Mainz, den 26. März 1897. Großherzogl. Wasserbauamt Mainz. Schmitt. 3044 | Versteigerungen. | Versteigerung auf de« Abbruch Das alte Spritzenhaus zwischen de» Stadtkirchthorm nab der (tadt kirche, 7,20 m lang, 5,60 m breit und ca. 6 m hoch, aus Bruch» und Backsteinen gemauert, mit Schiefer gedeckt und innen mit Brettern verschalt, soll Moutag, deu 5. April d. I, Borm. W/8 Uhr, auf den Abbruch öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. Die Bedingungen werden beim Termin verlesen. Gießen, den 31. März 1897. Das Stadtbauamt. ________Schm andt._____3258 Mobiliar-Versteigerung. Moutag den 5. April d. I., Nachmittags I V-Uhr, werden Neustadt 55 (Bieker'scher Saal) im Auftrag Großh. Amtsgerichts Gießen nachfolgende Gegenstände gegen sofortige baare Zahlung versteigert: 3 Sophas, 3 Kleiderschränke, 3 Eommoden, 3 Nachtschränkchen, 3 Waschtische, 1 ovaler Tisch, 1 Nähtischchen, mehrere Spiegel und Bilder, 2 einschläfrige Betten mit Sprungrahmen, eine Partie Polster» und Rohrstühle, Vor- hänge, Rouleaux, eine vollst. Kücheneinrichtung u. s. w. 3292 Schneider, Ger.-Taxator. Wen- nah Mllnknschkithch empfiehlt billiaff die Holzhandlung vyn Wilhelm Jung I., »Uiuüin6• ünl1'ii ''«MgieitB* ®otbln. !®jB bon 13i®g"en> *«»• 97,3,1. * 8* l®ntn 7954 .' Milben »met 6 frA aty^ht. :-SL fefe ÄäöSflji S-?§r ZsKsr «"■SÄ* * ySS*’ ® OH j * XM M 1 0p itatfn* und preiswerth ausgeführt. Für vorzüglichen Gang einer jeden Uhr wird zwei Jahre Nur noch kurze Zeit. Total-Ausverkauf meines gesammten Waarenlagers wegen Wegzug von Giessen. 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