' Nn« Donnerstag den 4 März Wr, 53 GEes Blatt 18»^ liethungen. >m 18« * Itnttnb. 081 lOli 1011 knoten ito. 8 lli $ St' ne«, möbUrteS Zimwn Ihm. , , . «dtrstraße S, M bl. Zimmer sofort tu - vstzadot«eaßt^il> htth-fftratze 24i 2<* \o\t alrbald ju e-anMÜrabUt \tla Griechen eUbtf®“ \($)M 'lge. __ N - iect. 9eM bn Büchneri iMesuche^ Beamtet W«'*. Wohnung von 3 ZtM- Gefl. Offerten an dieWd^Bl^ Dbl toi ^TeStodmetntSfio-, anderweit za otnnitil- srjj L^elie^ aisou. ÄtJ4*"* n,Ü9i«i"e4f.fa MM iKro: hnb bAts |u babtn litfi ** 8iÖ "'S 111.3 fclMtrffMte ll TchiLrßr.^i btfrfr'n) ey»amffltrn;2Mtrn, M Meeinrtchlun^ T Mer ju vermtühn _Dr. -aupi, Ärzi 'er Stock, btfkbtnb tu I allem ZubehLr, ; mberwrtt >u vermiet^ »iSmarSftraßr U. ntttittt Stock, »,ch! eh end auSb—8ZiwM eo. früher ,u vermiß ichmi-t, Aberstratze ü ju Dtrmtttljtn. SHtttwft 16. ing, 2-3 Zimmer, jM4 VMM LHKtzMßri! aMmd mtt Taric ober 1b. 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Wir beauftragen Sie, eine Schulvorstondfitzung zu berufen und zu berathen, ob in den Ihnen unterstellten Schulen Schüler oder Schülerinnen vorhanden sind, auf die rubr. Artikel in Anwendung gebracht werden soll. Diesbezügliche Anträge sind alsbald an uns etnzureichen. Fehlberichte find nicht zu erstatten. v. Gagern. Gießen, den 2. März 1897. Betr.: Die Feier des 100jährigen Geburtstages Seiner Majestät des verewigten Kaisers Wilhelm. Die »rvtzh. Kreis-Schulcommiffion Gieße« an die Schulvorstände des Kreises. Bon nachstehender Verfügung geben wir Ihnen Kenntniß zur wetteren Beranlaflung. v. Gagern. Darmstadt, Den 20. Januar 1897. Betr.: Wie oben. Das Großh. Ministerium des Jnnem Abtheilung für Schulangelegenheiten an die Großherzoglichen Direktionen der Gymnasien, Realgymnasien, Realschulen, höheren Mädchenschulen, Schullehrerseminarien, Taub- stnmwenaustalten, Blindenanstalt, die Borsteher der Präparaudenanstalten, sowie an die Großh. Kreisschulcommissionen. Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern bestimmen wir hiermit, daß aus Anlaß des 100 jährigen Geburtstages Seiner Majestät des höchftieligen Kaisers Wilhelm des Großen, des erhabenen Gründers deS Deutschen Reiches, Montag den 22. Marz d. ZS. in allen öffentlichen Schulen und Lehranstalten deS GroßherzogthumS eine ent- sprechende Feier, unter Aussetzung deS Unterrichts, stattzu- finden hat. Sie wollen hiernach das Erforderliche anordnen, v. Knorr. Bekanntmachung. Sonntag den 7. März, Nachmittags 4 Uhr, veranstaltet der Pferdezucht-Beretn eine Wanderversammlung in Gießen im Hotel „Prinz Carl" daselbst. Tagesordnung: Ueber Pflege und Behandlung der Zuchtstuten und Fohlen. Referent: Herr Beterinärarzt Sei derer'Gießen. Montag den 8. März, Nachmittags 5 Uhr, findet eine gleiche Wanderversammlung in Grunberg im „Englischen Hof" statt. , v r . Tagesordnung: Die Pflege des Pferdehufes. Referent: Herr Kreisveterinärarzt Neun Höffer. Die Mitglieder und Freunde des Vereins werden hiermit zum Besuche dieser Versammlungen freundlichst ein- geladen. Darmstadt, den 1. März 1897. Für den Vorstand: von Westerweller. Naegelö. Deutscher Reich. Berlin. 2. März. Zur Diätenfrage bringt die Köln. Volks-Ztg." folgende statistische Uebersicht: In Europa zahlen nur Deutschland, Spanien und England keine Diäten an die Parlamentsabgeordueten. Die höchsten Diäten werde» in Frankreich gegeben, das feinen Adaeo.dneten jährlich 9000 Franken zahlt und freie Fahrt 1. Klaffe auf den Bahnen gewährt. Ungarn gewährt 4000 Mk. jährlich, ferner etwa 800 Gulden für die Miethe und ein billiges AboanementSbillet auf den SiaatSlinien. Die Niederlande geben den Mitgliedern der Zweiten Kammer 2000 Mk. jährlich und Vergütung der Retsespefen. Griechenland zahlt 1400 Mk. für eine ordentliche Session und 890 Mk. für eine außerordentliche. In Schweden erhalten die Unterhaus. Mitglieder 1330 Mk. für die Session. Für jeden Tag, an. dem ein Mitglied unentschuldigt fehlt, werden 11 Mk. ab« gezogen. ES wird außerdem Reisekarten-Vergütung gewährt. Belgien zahlt den in Brüffel wohnenden Abgeordneten keine, den Provtnzalabgeordneten monatlich 320 Mk. Entschädigung. Die anderen Staaten gewähren nur Tagegelder: Rumänien 20 Mk., Freifahrkarten und Freiposten- Oesterreich 10 Gulden für jeden eingehaltenen Sitzungstag und Reisespesen- Bulgarien und die Schweiz 16 Mk. pro Tag und Freifahrt; Preußen 15 Mk. pro Tag- Portugal, das früher feste Entschädigung gab, läßt die Communen täglich 15 Mk. an die bedürftigen Abgeordneten zahlen und gewährt freie Fahrt- Sachsen gewährt seinen Kammer-Abgeordneten 12 Mk. - Baden ebenfalls 12 Mk.- Hessen 9 Mk., aber nur den nicht in Darmstadt ansäistgen Abgeordneten- außerdem Reisespesen - Bayern zahlt den Nicht Münchenern 10 Mk. und gibt freie Fahrt auf allen bayerischen Staatsbahnen in der ersten Wagenklaffe- Württemberg 9.50 Mk. und die Reisekosten- Sachsen-Coburg-Gotha zahlt 6 Mk. täglich den in Gotha ansäisigen und 10 Mk. den auswärtigen Mitgliedern, ein Fretbillet in der zweiten Eisenbahnklaffe und 3 Mk. für verschiedene Auslagen- Dänemark zahlt nur 6.75 Mk. Diäten und die Retsespesen, räumt aber dafür einen Freisitz im Theater ein - Norwegen gewährt dagegen nicht nur 13.50 Mk. Diäten und Reisespefen (Bcllet und 11 Mk. für den Reisetag), sondern in Krankheitsfällen freie ärztliche Behandlung, Arzneien, Bäder, Maffage und freie — Zahnoperatton. Die deutschen ReichStagSabgeordneten haben Freifahrt zwischen Berlin und dem Wohnort. Die Parlamentsabgeordneten Englands und Spaniens genießen nicht einmal diese Ver- günstigung. Xteuefte AsrehssehtsWo Wolff« telegraphisches Correspondent-Bm:«^ Athen, 2. März. Die Vertreter der sechs Mächte haben heute Nachmittag die identischen Noten Übergeben, die eines* theilS die Erklärung enthalten, daß die Insel Kreta zu einem vollständig autonomen Staatswesen unter der Suzeränität des Sultans constituirt werden soll, andererseits die Forderung, daß die griechischen Schiffe und Truppen binnen sechs Tagen das Gebiet bezw. die territorialen Ge- wäffer von Kreta zu räumen haben. Kanea, 2. März. (HavaS.) Heute find an Bord des italienischen Kreuzers „Stromboli" die Admirale der fremden Kriegsschiffe aus der Snda-Bai hier eingetroffen. Alsbald begaben sich die Consuln an Bord deS „Stromboli", um über Maßregeln zu berathen für den Fall, daß die Griechen fich weigern würden, die türkischen Soldaten ans Kandano abziehen zu laffen. Bor dieser Zusammenkunft hatten der englische und der italienische Consul eine Besprechung mit dem Gouverneur. Heute Mittag werden fich eine Anzahl BegS an Bord des „Stromboli" begeben, um Mittheilungeu über die Lage zu machen. Der Gouverneur hat nunmehr auch die letzten der wegen Brandlegung und Plünderung gefangen gefetzten Türken freigelaffen. Depeschen deS Bureau „Herolds Berlin, 2. März. Heute nahm der Kaiser die Borträge des Chefs des Militäreabinets Generals v. Hahnke und deS StaatSsecretärS des Innern Dr. v. Bötticher und sodann militärische Meldungen entgegen. Um 1 Uhr Nachmittags empfing der Kaiser den behufs Notificirung der Thron« besteigung deS Schahs Muffeffer Eddin als Botschafter in außerordentlicher Mission hierher entsandten persischen Gesandten am hiefigen Hofe, General Mirza Reza Khan, und deffen Gefolge in Audienz, der auch StaatSsecreiär v. Marschall beiwohnte. Berlin, 2. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte der Handelsminister zur Interpellation, betreffend die Organisation des Handwerks, der Rückgang beffelben beruhe auf der ganzen neueren Ent- Wickelung feit der Entdeckung der Dampfkraft. Das Handwerk befinde fich da in einem schweren Uebergange, und es sei die Pflicht der Regierung, ihm dabei zu helfen. Es müffe zugegeben werden, daß die Regierung diese Pflicht lange Zeit vernachläsfigt habe. DaS müffe anders werden. ES handle sich nicht nur darum, dem Handwerk eine Organisation zu geben, sondern vor Allem um die Hebung seiner wirthschaftlichen Lage (Förderung deS GenoffenschasttwesenS) nnd seiner technischen Befähigung. Er, der Minister, stehe wie der preußische Entwurf auf dem Boden der Zwangs- Innung. Der im BundeSrathe umgearbeitete Entwurf fei beendet und werde voraussichtlich in den nächsten Tage» fertig redigirt vorliegen, so daß er bestimmt am 15. März an den Reichstag gelangen könne. Der Entwurf beruhe aus den Grundlagen des preußischen Entwurfes. Der Befähig- ungS Nachweis habe in demselben nicht ausgenommen werde« dürfen. Derselbe könne nur für Einzelgewerbe gefordert werden im Jntereffe der öffentlichen Sicherheit, aber nicht allgemein für daS ganze Handwerk. Alsdann wurde in die Besprechung der Jvterpellatiou eiugetreten. Berlin, 2. März. DaS Staatsministerium trat heute Nachmittag 3 Uhr unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 2. März. Die „Nordd. Allg. Zig." meldet aus Wien: Die Note, welche die Botschafter in Konstantinopel überreichen, soll auch den Rath an die Pforte enthalten, nach dem Rückzüge der Griechen auS Kreta die dortigen tückischen Truppen allmählich in die befestigten Plätze zusammenzuziehen. Bezüglich der Note an Griechenland wurde der Vorschlag Englands, die Frist zur Rückberufung der griechischen Schiffe und Truppen nicht auf vier, sonder« auf sechs Tage zu bemeffen, von allen anderen Mächten angenommen. Berlin, 2. März. Die hier lebenden Amerikaner richteten an den neugewählten Präsidenten Mac Kinley daS Ersuchen, den hiefigen amerikanischen Botschafter Uhl für die Dauer der neuen Präsidentschaft wieder zu ernennen. Berlin, 2. März. Stabsarzt Dr. Kohlftock ist nach Deutsch-Südwest Afrika abgereist, um die im Copland betreffs der Rinderpest gesammelten Erfahrungen dort zu verwenden. Im südwestafrtkavischen Schutzgebiete befinden fich, der „Post" zufolge, drei geprüfte Thierärzte, welche fich ebenfalls mit der Bekämpfung der Rinderpestgefahr beschäftigen. Frankfurt a. M., 2. März. Die „Franks. Ztg." erhält aus Konstantinopel folgendes Telegramm: Der Doyen des diplomatischen Corps überreichte heute Nachmittag der Pforte die Collectivuote der Mächte. Die Ueber- reichung der Collectivuote an die griechische Regierung findet morgen in Athen statt, da der Sultan in der Zwischenzeit antworten soll. Wilhelmshaven, 2. März. Anläßlich der Vereidigung der Marinerekruten wurden heute die vom Kaiser für die zu Grunde gegangenen „Iltis" - Mannschaften gestiftete« Gedenktafeln durch einen katholischen und einen evangelischen Marinepfarrer geweiht. Wien, 2. März. Der Correspoudent der „Neuen Fr. Preffe" in Canea hatte Gelegenheit, mit den hervorragenden Schecks und Führern der Muselmänner zu sprechen. Die- selben erklärten sämmtlich, fie würden glücklich sein, wenn Kreta unter das Protektorat einer europäischen Großmacht käme. Im Falle einer Bereinigung Kretas mit Griechenland würden fie bis zum Aeußersten kämpfen ober auswandern. Ein friedliches Zusammenleben beider Elemente unter direkter griechischer Herrschaft wäre unmöglich. Prag, 2. März. DaS halbamtliche „Prager Abend- blatt" bementirt kategorisch alle Gerüchte über militärische Botkehrnngen Oesterreichs. Venedig, 2. März. Auf ber Station Mestro der Linie Mailand verschwand ein Postbeutel mit Werthbriefen von über 200,000 Lire. Brüssel, 2. März. Gestern brach unerwartet ei« Generalstrike ber hiesigen GaSarbeiter aus. Dieselbe« forbern den Achtstnnbentag unb eine 20prozenÜge Lohnerhöhung. Der Ausstand ist allem Anschein nach von 6en socialiftischen Gemeinderäthen angefacht worden. Die Polizei hält die Gasanstalt besetzt, weil die Ausständigen eint drohende Haltung annehmen. Gestern versammelten sich die Ausständigen in ihrem Vereinslocale, woselbst mehrere socia- listische Redner auftraten und die Ausständigen znm AuS- harren und zur Ruhe aufforderten. Die Versammlung nah« eine dahingehende Resolution an. Im Brüsseler Gemeinde- rath werden die Socialisten eine Interpellation hierüber ein- bringen und den Gemeinderath anffordern, den Strikende« einen Minimallohn von 4 FrcS. pro Tag zu bewilligen. Paris, 2. März. Der „Gaulois" veröffentlicht eine Depesche auS Sofia, der zufolgeJzzeb Bey, der vertrauteste Berather des Sultans, Befehl erhalten hat, Reformen i« die Wege zu leiten, welche viel liberaler find, als seitens der Mächte gehofft wird. Parts, 2. März. Der Correspondent des „Eclair" t «"* juntJftwfe w W g!6.nar.3i*'r ,,, -i- -ck«"L 5-45 *e'irfuttfi w»ck ISS» gufl««t » ,ln “ MM, *- 11 - 8«l*’ h'«- L- m Sonder- « er da- . Da ble ’M ' tftf* «* segen — Würde sein für'S Vaterland — Weiblicher Sol- datenstaud? — Wenn in jeder Garnison — Wär' ein „Damen* bataillon", — Würde doch so peu ä peu — Stark vergrößert die Armee. — Doch Sie müßten sich bequemen — Etwas Rücksicht auch zu nehmen: — Nämlich daß die Uniform — Hübsch und fesch sei ganz enorm. — Ferner sei im Frauenheer —» Säbel, Lanze und Gewehr — Nicht so schwer für Damenhand, — Zierlich und recht elegant! — Dann darf auch der Unteroff'zier — Nicht so grob und frech sein hier. — „Schönste- Fräulein!" soll er sagen: — „Dürft ich die Bemerkung wagen, — Daß die Füßchen zart und klein, — Müßten viel mehr auswärts sein." — Doch nun kommt der Haupteffcct, — Da man lange schon ent« deckt, — Daß ein gutes Betsp el mehr — Fördert, als die beste Lehr', — Finden wir es nöthig sehr, — Daß zum jetztqen Militär — Da- Verhältniß möglichst frei — Freund« schaftltch und innig sei. — Drum sei jede Woche mal — Allgemeiner großer Ball, — Wo sich Frau sowohl wie Mann Tüchtig amüfiren kann. — Bitte Euer Excellenz, — Fällen Sie doch die Sentenz, — Daß man, weil'- doch gar nicht schwer, — Möge schaffen solch' ein Heer! — Wenn eß erst wird fertig sein, — Treten wir Zwei schleunigst ein, — Werden retten, schießen, tanzen, — „Zwei fidele Groß« stadtpflanzen". • Berlin, 1. März. Die Anleiheschuld der Stadt Berlin ist für da- neue EtatSjahr auf Mk. 295,308,795 berechnet. Davon sollen im Laufe des EtaisjahreS getilgt werden Mk. 8,754,363, so daß die Anleiheschuld sich auf Mk. 286.554,432 ermäßigt. Daran nehmen Theil: die städtischen Werke mit Mk. 214,653,868 und die Stadthauptkaffe mit Mk. 71,900,564. • vrettan, 1. März. Der „Brest. Gen.-Anz." meldet aus Freiburg i Schl.: Als gestern Nachmittag die Frau GerichtSsecretär Thiel von einer Reise aus BreSlan zurück« kehrte, fand sie ihre beiden erwachsenen Töchter mit durchschnittenen Pulsadern tobt vor. • Ein Helles Dorf. Da- in der Nähe von Elze (Hannover) gelegene Dorf Nordstemmen hat electrifche Beleuchtung erhalten. Die Anlage dient am Tage, wie die „Electrot. Zeitschr." mittheilt, zum Betriebe von Mühlen, Dreschmaschinen u. dgl., Abends zur Lichterzeugung. Diese doppelte Ausnutzung gestattet eine so billige Lichterzeugung, daß fast sämmtliche Grundbesitzer in ihren Wohn« und Wirth« fchaftSräumen, ja selbst Scheunen und Ställen electrisches Licht eimichten ließen. Auch die Straßen werden iurch electrische Bogenlampen erleuchtet. e Dortmund, 1. März. Die hier auf einem Masken- bull verübte Blutthat qualificirt sich als schweres Verbrechen. Der Mörder, ein 20jähriger Arbeiter Namens Grebe, feuerte auf eine Anzahl Menschen; anscheinend wollte « den Wirth treffen, jagte aber dem Maschinisten Btldftein die Kugel in den Kopf. * Witte Damen Wenn die fashionable Damenwelt Skew Korks große Toilette macht, um auf einem Balle oder bei ähnlichem Anlaß zu paradiren, werden vorher Arme and Büste „polirt". Der Proeeß des PolirenS ist folgender: Zuerst werden Arme und Büste mit Rosenwaffer gewaschen und, nachdem dies recht gründlich geschehen, mit kold Eream eingerieben, daS etwa 15 Minuten darauf liegen bleibt. Nach dieser Zeit wird letztere- mit einem ganz feinen Flanelllappen wieder abgerieben und Arme wie Büste mit „Babypuloer" bestreut, da- wieder gründlichst eingerieben wird. Ist dies geschehen, so sieht die Haut polirtem Marmor ähnlich und scheint von wunderbar feiner Struktur. • München, 1. März. Durch gefälschte telegraphische Postanweisungen wurde die hiesige Post um 1200 Mk. betrogen. Der Thäter hatte einen transportablen Apparat mit der Telegraphenleitung in Verbindung gebracht und so die telegraphische Uebermittelung der Anweisung unter genauer Einhaltung der dienstlichen Formalien bewerkstelligt. * München, 1. März. Der Bischof von Augsburg berührt in seinem Fasienhirtendrief endlich einen Zustand, der nach Abhilfe geradezu schreit: die Firmpathen- Geschenke. Sie haben sich nachgerade zu einem Unfug ausgewachsen. Gefirmt wird bei un- bas katholische Kind gewöhnlich mit bem 11. Lebensjahre. Jedes Kinb muß einen Firmpathen zur Firmung mitbringen. Da- Firm- pathengewinnen ist vielfach zu einer Geldspeculation geworben, unb wenn bet Firmpathe nicht ordentlich schenkt, bann ist der Aerger, die üble Nachrebe ba. DaS ist ein höchst unmoralisches Moment. Aber es kommt noch etwa- andere- dazu. Für viele, namentlich arme Leute ist eS sehr schwer, einen Firmpathen zu bekommen. Der Gegensatz von Arm unö Reich tritt also in höchst unsocialer Weise zu Tage. Ader auch den tu leiblichen Berhältniffen Lebenden ist bei einigem Feingefühl da- Pathengewinnen eine schwierige, jedenfalls sehr peinliche Sache. Daher ist es dankenSwerth, baß der Bischof die Aufhebung ber Pathengeschenke anregt, doch wird er auf starken Widerstand stoßen. Daß man die Geschichte aber auch vernünftiger und moralischer machen kann, al- es hier geschieht, kann man am Rhein sehen. Dort ist es in einer streng uftramontanen Stadt, und wahrscheinlich auch anderSwo, üblich, daß kein Kind einen besonderen Firmpathen hat. Dort führen einfach der Lehrer und die Lehrerin ihre Schulzöglinge zur Firmung unb vertreten Pathenstelle bei Allen, womit ben häßlichen Auswüchsen, wie sie fich hier eingenistet haben, vorgebeugt ist. WaS am Rhein nicht un- katholisch ist, kann eS auch an ber Isar unb am Lech unb anderswo nicht fein. * Moskau, 1. März. Ein Personenzug ist einen Abhang hinabgestürzt und zerschellt- 19 Tobte, 8 Verwundete. Citeratur unö Aunst. — lieber ft Tratte des Preutz. Ttaats.Eiseubahn- Retzeö sowie der übrige« deutsche« Eisenbahnen und der Kgl. Prentz. ®r. Hess. Eisenbahn Direetio« Mainz. Bearbeitet im Mtnisler'um der äff entheben Arbeiten. Im Matzttab 1 :1,000,000. 4 Blatt 1897. Verlag von Max Pasch, Berlin SW., Ritterstr. 60. Die vorstehend bezeichnete Karte ist durch vollständige Umarbeitung der bisherigen Uebersichtskarte der Verwaltungsbezirke ber preußischen Staats-Eisenbahnen an deren Stelle getreten und dient insbesondere als Anlage zum Verwaltungsberichi, welcher den beiden Häusern des preußischen Landtages zugeht, wie auch zum Handgebrauch bet den Eisenbahn-Behörden. Die Karte ist in neunfachem Farbendruck ausgesührt und gewährt ein übersichtliches Bild von dem Stande des deutschen Eisenbahnnetzes, unter Hervorhebung aller Details für die Verkehrsverhältntffe und den Grunderwerb. In größeren Maßstäben als Eartons beigefügte Specialkarten der Bergwerks- reoiere, Eisenbahnknotenpunkte und größeren Babr Hofsanlagen erhöhen den Werth der Karte bedeutend. Das Wilhelm Greve'sche Institut, in welchem die Herstellung erfolgte, bietet durch seinen begründeten Ruf Garantie für schöne und tadellose Ausführung in Stich und Druck. Der Verkaufspreis der Karte, von dem Ministerium auf 5 Mk. pro Exemplar festgesetzt, ist als sehr mäßig zu bezeichnen. ______________ — Wie überaus wichtig eine rationell durchgeführte Gesundheitspflege der Dienstboten auch für. die Herrschaft ist, zeigt uns ein sehr beachtenSwerther Aussatz des bekannten Familtenblattes »DaS B«ch für ÄUt* von Theo Seelmann. Es herrschen in dieser Richtung ja unleugbar noch große Mißstände, was schon deshalb zu beklagen ist, weil bei der engen Levensgemeinschafi zwischen Herrschaft und Bediensteten eine Uebertragung von Krankheitsstoffen von diesen auf jene sehr leicht stattfinden kann. Man hat z B. neuerdings den Schmutz von Händen unreiner Perfonen untersucht und darin eine Reihe von Batterien gefunden. Es ist somit gerade für die Dienstboten, welche durch die Art ihrer Beschäftigung dem Schmutz mehr ausgesetzt sind, eine peinliche Sauberkeit besonders hinsichtlich der Hände dringend geboten. Neben ber Hand ist es vornehmlich die Zahn- und Mundpflege, auf welche jede Hausfrau bei ihrem Dienstmädchen ein wachsames Auge richten sollte. Welch' schlimme Folgen beispielsweise eine mangelhafte Zahnpflege bei einem Kindermädchen, das die ihm anoertrauten Kinder zu küssen gewohnt ist, nach sich ziehen kann, wird etnl uchtend, wenn wir bedenken, daß der menschliche Speichel an sich schon durch Fäulntß gebildete Giftstoffe enthält, wieviel mehr also noch bei vernachlässigter D und- reiniguno! Allerdings ist es zugleich, wie der Verfasser mit Recht betont, Pflicht der Hausfrau, ihren Dienstboten eine gründliche Reinigung auch zu ermöglichen. Und hierzu ist vor allem zweierlei nothwendig: einmal, daß den Mädchen gute Seifen, Zahnbürste unb Zahnreinigungsmittel (j. B- das sehr wirksame und b-lltge übermangansaure Kall) zur Verfügung gestellt werden, und dann müsien dieselben auch Morgens Gelegenheit haben, ihre Waschungen in einem aeheizten Raume vornehmen zu können. Die ungenügende Berücksichtigung dieser Erfordernisse dürfte ein Hauptgrund tür den noch sehr mangelhaften Reinlichkeitssinn der meisten Dienstmädchen sein, und wir empfehlen deshalb den das ganze einschlägige Thema erschöpfend behandelnden Artikel dringend der Ausmer samkeit unserer Hausfrauen; sie werden Vieles darin finden, watz ihnen in der Behandlung ihrer Untergebenen von dauerndem Nutzen sein kann. — Neuland, Monatsschrift, Verlag von Joh. Sassenbach, Berlin 4. Abonnementspreis Mk. 130 pro Quartal durch Post oder Buchhandel, Mk. 1.60 bei direkter Zusendung. Einzelnummer 50 Pfg. Das soeben erschienene Februarheft hat folgenden Inhalt: Richard Calwer: „Der agrarische Lärm". Wilhelm von Scholz: „Reifer Sommer". — „Abend". Paul Ernst: „Cartelle". Han- Benzmann: „Detlev von Ltltencron". F Haupt: „Entschwunden". Job. Gaulke: „B..stl Wereschagin". Hedwig Lachmann: „Die versunkene Glocke". Martin Z ckel: „Berliner Theater - Eretgniffe". Erich Schlaikjer: „Schatten des Todes. Rundschau. An Abbildungen bringt das Heft Portraits von Detlev von Liltencron und Gerhard Hauptmann. ___________ — Bei Beginn des Frühjahrs machen wir Gartenfreunde, besonders auch Obstsreunde aufmerksam auf die vortreffliche, illustrirte Wochenschrift ,$et praktische Rathgebee im Obst und »arte« t>an.* Das Abonnement kostet vierteljährlich nur eine Mark. — Man lernt dieselbe am besten durch eine Probenummer kennen, die von der Verlagsbuchhandlung Trowitzsch u. Sohn in Frankfurt a. O. auf Wunsch gern umsonst zugeschickt wird. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle tu Metze«. 9. Woche. Vom 21. Februar bis 27. Februar 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 10,97, nach Abzug der Ortsfremden 8,77°/^. Kinder Ei starben an: Zusammen: Erwachsene: tat oow Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von au-wätts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Krebs 1 (1) 1 (1) 1. Lebensjahr: 2.—1b. Jahr: Rose 1 1 —— - ■ Lungentuberkulose 1 1 — — Lungenentzündung 1 1 — — Darmcatarrh 1 — — 1 Summa: 5 (1) 4 (1) — 1 MT Bringe in diesem Monat geeignete RistkLstchen für Staare. Meise« unb SiothschwLnzchen an! Tchonr alle Hecken an Rainen, Böschungen und ZLunen für die nützlichen Heckendrüter! Kunst-Ausstellung, JÄ’Ä m/'L nähme des Samstags, von 11 o,S 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntags ununterbrochen von 11 dis 8 Uhr. — Eintrittspreis für Ntchtmilglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Die Rentabilität jeder maschinellen Anlage Wird bedeutend erhöht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Betriebsmotors. Als sparsamste Betriebsmaschtnen sind die Locomohtlen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von R.Wolf in Magdeburg-Buckau bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie undLandwirthschaft verbreitet. GeringerBrennmaterial- verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit sind die Haupt- Vorzüge dieser Maschinen, vermöge beten sie nicht nur auf allen deutschen Locomobtl-Concurrenzen stets den Sieg davongetragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet find. [411 Pommersche Hypotheken-Actien-Bank zu Berlin. Bilanz vom 31 December 1896. A c t i v h : L»S8enbe8tand JL 1471124.81 Ki gene Effecten (Con- sols etc.) „ 11333441.40 W echselbestand „ 56646.68 G-uthaben bei Bankhäusern r 1040592.58 Di rerse Debitoren „ 394602.46 Anlage im Hypothekenti eschäft „ 144105819.23 Bankgebäude-Neubau „ 1576477.59 X 159978704.25 Passiva: Aetien-Capital JL Itiervea (43,6 pCt.) » Pfandbrief-Umlauf „ Amortisations-Fonds „ Torausbezahlte Hypo- theken-Zinsen „ fceetantea von verloosten e-gekünd. Pfandbriefen „ per 1. Juli 1896 gekündigten Pfandbriefe „ loupons-Restanten „ Pfandbrief-Coupons per S./1. 97. Pfandbrief - Zinsen per 1. April 1897 „ Dividenden-Restsnten „ Mvld. p 1896 (7 pCt. auf 10200000 Mk) Tantiemen „ krerse Creditoren „ leamten-Pensions- und 10210000.— 4445566.17 141259000.— 125323.75 55811.84 12198.85 749278.87 156696.25 907091.— 605787.75 1872 — 714000 - 122361.98 273715.79 Unterstützungsfonds „ 350000.— 1185_______________ JL 15997*704.25 ^TrnpffeNungen"! ftifdjt Schellfische -«vfiehll 980 J. M. Schulhof. 2151] Zwei ineinandergehende, gut möblitte Zimmer sind zum ersten April an einen ruhig n Herrn zu vermiethen. ___Btsmarckstraße 22, II. 2145] Mansardenwohnung, 2 Zimmer, Küche nebst Zubehör, an kinderlose Familie zu vermieth»n._______Westaulage 4. 53] Wohnung. zweiter Stock, be- stehend aus 7 Zimmern mit allem Zubehör, in der Ludwigstratze 42 per 1. April zu vermiethen. WUH. Seipp I., Ludwigstraße 28. 1 ML Schlachthaus. Freibank. 2078 Heute und morgen: Ochsensieisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, pr. 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