Wien, I tärf, ,‘.7 °°> tau, ’* 80/80 em. leseaborie !nti>ehriich, Se°8taab an, über- 8195 as. en. 1881 Schiu- Wirke. utoeta btt. tembet 18S7. . gubencati Soldöwtt jitiea S&w1” 86.80 109.40 2260 9230 3496 10160' 100.60, 803 ' 0' nac MM PrMzK- allthorstratze^— oht WBlM*N8 i, Aentsb. DbL 116 D6L , 6 ,906 100.60 «rsZs Zsss- Ao 17016 ", 1.17'/' f uns zuK cnlager UGeiii-r.is. postumes, gestrickte \ n°b Rockfiauelle, oßer Auswahl zu deuk° 7444 ascheo, Strümpfen billigst besorgt. entinseile \ letehen.“ ich. 8861 »und Hausputz, 'tz- > i ern ‘D bleiche ie beim en: -r». 232 Erstes Blatt SomlM dm Z. Octobrr 189V Der Steuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag«. Die Gießener Asmilienö tätler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Lierteljährigsr Avonnemeutspreisr 2 Mark 20 Psg. mit vringcrlohn. Durch die Post bezogee 2 Mark 50 Pfg. Aedaction, Expeditio» und DruNerei: Schulfiraße Ar.7° Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den I xAlle Annoncen-Bureaux de- In. und Ausländer nehme« i folgenden Lag erscheinenden Rümmer bi- Bonn. 10 llhr. | V» ^UlHllltTtDuiriCTe Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgeye. LhaU. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Spazierstock, 1 schwarzer Filzhut, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 Pantoffel , 1 Schürze, 1 Körbchen, 1 Peitsche, 1 Glocke von einem Fahrrad und 1 Reisehandbuch. Gießen, den 2. October 1897. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Deutsche» Leich» München, 30. September. Der Namen-tag des Königs Otto wurde heute in der Üblichen Weise mit Hof- und Militärgottesdienst begangen. Der König, der Jahre laug Anfälle heftiger Erregung hatte, die mit mehrtägiger starrer Unbeweglichkeit wechselten, der zudem sehr unregelmäßig in der Nahrungsaufnahme war, ist seit einiger Zeit sehr ruhig geworden und nimmt die Nahrungsmittel mit einer gewissen Gleichmäßigkeit. Früher verweigerte er oft tagelang die Nahrungsaufnahme, worauf dann Tage heftigen Eß- begehrenS folgten. Das ist nun anders geworden. In dem geistigen Zustand deS König« ist jedoch keine Aeuderung ein- getreten. Eine solche ist nach der ganzen Art der Erkrankung nicht möglich. Die oben erwähnten Veränderungen werden aber günstig auf das übrige Befinden deS Kranken etnwirken, daS auch in den Zeiten größter Unregelmäßigkeit der Functionen ein vortreffliches war. Frkf. Ztg. «olffS telegraphisches Eorrespoadmz-Bureau. Posen, 1. October. DaS russische Kaiserpaar rraf auf der Durchreise nach Darmstadt heute Abend 7 Uhr 27 Mtn. mit Sonderzug ein und fuhr nach einem Aufenthalte von 6 Minuten weiter. Kaltowitz, 1. October. Die „Kattow. Ztg." meldet aus Dombrowa (Rassisch Polen): Auf dem Hüttenwerk „Huta Bankowa" find sämmtliche Arbeiter, 4500 Mann, auS - ständig. Der Geudarmerieoberst aus Warschau und hohe RegierungSbeamte find etngetroffeu. Gestern Abend kam es Seitens der Menge zu Ausschreitungen. Die Menge dombardirte das Militär mit Steinwürfen, worauf der Oberst Feuer geben ließ. Zwei Mann wurden sofort getödtet und fünf schwer verletzt, wovon einer inzwischen gestorben ist. Sechs Compagnien Militär find eingetroffen. Sämmtliche Arbeiter wurden von der Hüttenverwoliung gekündigt. DaS Hüttenwerk gehört einem Consorttum rusfischer und franzöfi- scher Lapitalisten. Bombay, 30. September. (Reuter.) Die Pest ist in bedrohlicher Ausbreitung begriffen. In Bombay kamen in der letztm Woche 60 Todesfälle vor. Auch in Kurrachee ist fie wieder ausgetreten. Rewyork, 30. September. Der Oberarzt deS Seespital- dieusteS berichtet, daß bis gestern Abend in den Bereinigten Staaten 682 Fälle von gelbem Fieber vorgekommeu find, wovon 60 tödtlich verliefen. Depeschen deS Bureau »Herold/ Berlin, 1. October. DaS StaatSwinifterium trat gestern Nachmittag unter dem Vorsitz des Ministers Miquel zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 1. October. Der Minister der Innern, Freiherr von der Recke, ist heute von seinem Urlaub nach Berlin zurückgekehrt. Außer dem Reichskanzler befiodet sich von dem StaatSwinifterium nur noch der Eisenbahomiuister v. Thielen auf Urlaub. Berlin, 1. October. Reichskanzler Fürst Hohenlohe wird, wie die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet, in der Nacht von Samstag zu Sonntag hier zurückerwartet. Berlin, 1. October. Der Colontalrath wird der Post" zufolge voraussichtlich Ende dieses Monats, spätestevs m deu ersten Tagen deS November zu einer, Sitzung rin- berufen und bis dahin werden auch die Verhandlungen der Colonialabtheilung mit dem Reichsschatzamt betreffs des Etats za Ende geführt feto. Berlin, 1. October. Zu der Behauptung der „Freis. Ztg.", daß in der neuen Marine-Vorlage 224 Mill. Mark mehr beansprucht würden, als in der von Admiral Hollmann in der vorigen RetchStagSseffion vorgelegten Niederschrift angegeben worden sei, sagt die „Nordd. Allg. Ztg.", er sei daS eine Behauptung, an deren Richtigkeit die „Freis. Ztg." selber nicht glauben dürfte. Wäre diese Behauptung richtig, so werde der Marine-Verwaltung die Abficht zuge- muthet, nur bis 1901 Schiffe zu bauen, von 1901 bis 1905 eS für die Marine-Verwaltung unbedingte Pflicht sei, in i jedem Jahre eine Reihe von neuen Schiffen in Bau zu \ nehmen. Berlin, 1. October. Die „Post" leitartikelt heute über die Deckung derKosten des Flottenplanes und über die Brausteuer. DaS Blatt sagt: Wenn die Annahme der „Voff. Ztg.", daß neben dem Tabak das Bier so ziemlich die einzige Steuerquelle sei, auf welche bei etwaigem beträchtlichen Mehrbedarf an RetchSetnoahmen zurückgegrtffen werden könnte, zutreffe, dann könne doch von einer Mehrbelastung der kleinen, minder wohlhabenden Klaffen der Bevölkerung nicht die Rede sein. Klar sei, daß wenn einmal eine Erhöhung der Steuer stattfinden solle, schon im Jntereffe der Gleichmäßigkeit in erster Linie die bayerischen Sätze n Anwendung kommen müßten. Daß man aber tu der Folge mit der Möglichkeit rechnen müffe, neue Einnahmequellen zu erschließen, werde ernstlich nicht bestritten werden können. Berlin, 1.October. AuS Prätorta erhalten die *®ctL Neuesten Nachr." folgendes Telegramm: In den hiesigen Zeitungen wird heute eine off cielle Note des deutschen Con- sulS in Prätoria publicirt, worin erklärt wird, daß in der deutschen Preffe keine unfreundlichen Artikel an die Transvaal- Regierung veröffentlicht worden find, wie in Kabeltelegrammeu einiger englischer Zeitungen in Johannesburg behauptet worden war. Frankfurt a. M., 1. October. Der „Frkf. Ztg." wird aus München telegraphtrt: Die Cevtrumsfraction brachte bet dem Landtage etne Interpellation wegen Ueber- anstrengung bei deu diesjährigen bayerisch-preußischen Manövern ein. Frankfurt a. M, 1. October. Der „Frkf. Ztg/ wird aus Konstantinopel gemeldet: Der Sultan hält an seiner Forderung fest, daß der Anhang zum FrtedeuSvertrage, betreffend die Amnestie, aufgehoben werde. — Die Nachrichten aus Kreta lauten fortgesetzt ungünstig. Der Sultan ließ jedoch den Botschaftern mittheilen, daß er erst nach der Rückkehr der Botschafter in definitive Verhandlungen über die Kretafrage einzutreten gesonnen sei Gegenüber Neltdow äußerte sich der Sultan in der Abschiedsaudienz, daß seine zukünftige Haltung in der Kretafrage durch die Art und Weise, wie Griechenland den Friedensvertrag aus- führe, bestimmt werde, doch müffe er bei den größten Con- ceffionen auf Beibehaltung einiger türkischer Garnisonen aus der Insel bestehen. Schwerin, 1. October. Nach einer Bekanntmachung des Grohherzoglichru Hoffmarschallamts trifft die Leiche deS Herzog« Friedrich Wilhelm von Mecklenburg am nächsten Sonntag Nachmittag 3'/2 Uhr auf dem Bahnhöfe ein und w rd von dort in feicrucher Weise nach der Hos- kirche überführt. Montag den 4. October von 9 bis 12 Uhr findet Parade Ausstellung der Leiche im Dome statt, worauf Dienstag Nachmittag um halb 3 Uhr die feierliche Beisetzung erfolgt. Karlsruhe, 1. Ocrober. Anläßlich der gestrigen Wiederkehr de« Geburtstages der Kaiserin Augusta richtete der Kaiser folgendes Telegramm an die Groß- Herzogin von Baden: Am heutigen und gestrigen Tage weilten meine Gedanken besonder» bei Dir, geliebte Tochter ihrer großen Mutter. In unwandelbarer Treue und Dankbarkeit lcbt da- Bild Derjenigen tu meinem Herzen, zu der die deutsche Nation mit Bewunderung, Dankbarkeit und Liebe als zu einem Vorbtlde für alle Zetten aufbUckrn wird. Ihr wird dte Geschichte daS Denkmal setzen, daS Niemand zu zerstören vermag. Ich aber werde mit Dir den heutigen Tag immerdar als einen SegeuStag Gottes betrachten. Wilhelm. Wien, 1. October. Gestern Abend hat hier im Hotel „Metrovol" die Verlobung der Prinzessin Theodora von Meiningen, einer Nichte des Deutschen Kaiser-, mit dem Prinzen Reuß XXX. stattgesuaden. Fiume, 1. Oc'ober. Dte Post auS dem untergegangenen Dampfer „Jka" wurde vollständig gerettet. Rom, 1. October. Mehrere DtvtstouS- und Brigade-Generale dürften demnächst entlassen werden, weil fie fich bet deu jüngsten Manövern bet Verona unter König Humbert den an fie gestellten Forderungen nicht gewachsen zeigten. vrüffel, 1. October. Belgien, Frankreich, England und Nordamerika vereinbarten, rote verlautet, dte Einberufung einer internationalen Btmetallisten-Conferenz nach Brüffel für nächste- Frühjahr. Deutschland soll die Beschickung derselben zugesagt haben. Sofia, 1. October. Die „Swoboda" meldet, daß die türkische Regierung an daS hiefige Cabinet eine scharfe Note gerichtet hat, worin fie jede Errichtung von Befestigungen Berlin, 2. October. Den drei organifirteu Vertretungs- Körperschaften von Laudwtrthschast, Industrie und Handel ist vom Reichskanzler bereit- mttgetheilt worden, daß zum Zweck der Dorberathung und Begutachtung handelspolitischer Maßnahmen ein wirthschaftlicher Ausschuß gebildet werden soll, deffen Mitglieder zum Thetl von den genannten drei Körperschaften vorzuschlagen, zum andern Theil vom ReichS- kanzler unmittelbar zu berufen fiod. Der Deutsche Land« wirthfchaft-rath, der Centralverband deutscher Industrieller und der Deutsche Handel-tag find aufgefordert worden, je fünf Mitglieder mit thunlichster Beschleunigung vorzuschlage^. verlangt. Athen, 1. October. Die MinisterkrisiS ist un- vermuthet eingetreten und hat in der Stadt eine ungünstige Stimmung hervorgerufeu. Der König wird heute in Athen erwartet. Man zweifelt, daß ein Cabinet Delyauni- z« Staude kommt und glaubt, daß Zaimi-, ein Anhänger DelhanniS, mit der Bildung betraut werden dürfte. vueuor-AyreS, 1. Oktober. Die argentinische Regierung beschloß, eine Anleihe von 50 Millionen zu machen. Et« deutsches Syndikat wird da« Geld unter Garantie der Nationalbank vorftrecken. aber fein neues Schiff mehr auf Srapct. zu sehcn, während > oet Phtlippopel wie auch an der Grenze verbietet und die Niederreißuug der bereit« schon errichteten Festungswerke Schwurgericht. W. Gießen, 1. Oktober In der heutigen Sitzung wurde gegen die ledige Dienst- magd Elisabethe Horst, 20 Jahre alt, unbestraft, von Ober-Ohmen wegen Meineid, sowie gegen den 44 Jahre alten Land- und Gastwirth Conrad Römer von Hembach, vorbestraft, wegen Verleitung zum Meineid und wegen Unterschlagung verhandelt. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmermann. Als Vertheidiger sind für die Horst Rechtsanwalt Mendelsohn, für Römer Rechtsanwalt Weidig erschienen. 14 Zeugen sind zu hören. Der That- bestand der Anklage ist der folgende: Am 20. Juni 1897 hat Alexander Lein von Hembach, ein zuletzt dem Trunk ergebener Mann, seinem Leben durch Ertränken ein. Ende gemacht. Deffen Ehefrau glaubte zu wiffen, daß der Verlebte bei dem Angeklagten Römer etwa 14 Tage vor seinem Tode eine Boden-Credit-Actie in Höhe von 300 Mk. hinterlegt hatte, sie setzte sich mit dem Bürgermeister Musch von Hembach und dem Gendarmen in Verbindung zur Wiedererlangung des Papiers. Hieraus entwickelte sich die Einleitung eines Strafprozesses gegen Römer wegen Unterschlagung. Römer wurde vor dem Amtsgericht Homberg a. d. O. verantwortlich vernommen und erklärte hier, Lein habe ihm die 300 Mk. Actie geschenkt. Derselbe habe auf sein Begehr von ihm 20 Mk. baar geliehen erhalten, einige Tage später sei Lein zu ihm gekommen und habe das Werthpapier ihm gebracht und gebeten, es aufzuheben, und wieder wenige Tage darauf habe Lein nach der Höhe seiner Schuld bei ihm gefragt. Man habe die auf Borg erhaltenen Getränke berechnet und diese zu dem Darlehen von 20 Mk. hinzugerechnet, worauf Lein ihm (dem Römer) das Papier mit den Worte» geschenkt haben soll: „Römer solle es behalten, er wolle es ihm schenken für die vielen Gefälligkeiten, die er ihm schon erwiesen." Das Werthpapier, erklärte Römer bei seiner am 26. Juli zu Homberg erfolgten Vernehmung, habe er in Alsfeld bei einem Bankier gegen ein erhaltenes Darlehen von 250 Mk. hinterlegt. Seine Dienstmagd, dte Elisabetha Horst, sei zugegen gewesen, als Lein ihm das Papier geschenkt habe. — Die daraufhin als Zeugin und zwar zwecks Herbeiführung einer wahrheitsgemäßen Aussage über die Thatsache der Schenkung, von der die Erhebung der Anklage abhängig war, beeidigt vernommene Horst erklärte: „Lein sei eines TageS, etwa 14 Tage nach Pfingsten, in die Wirthschaft ihres Dienstherrn, des Römer, gekommen und habe zu diesem geäußert: „Meine Weibsleute sagen, ich thäte Alles vertrinken, wie viel habe ich denn zu bezahlen?" Römer habe darauf erklärt, es könnten 6 bis 7 Mk. für Getränke sein. Lein habe darauf um ein Darlehen von 20 Mk. gebeten, und auf Römers Frage, wozu Jener die 20 Mk. brauchen wolle, habe Lein erwidert: „Nun, gebe sie mir nur." Römer habe darauf dem Lein ein Zwanzig-Markstück verabfolgt, worauf der Letztere ein Papier, auf dem 300 Mk. gestanden, aus der Tasche gezogen und es ihrem Dienstherrn mit den Worten überreicht habe: „So, das schenke ich Dir, Du hast mir schon viele Genüge geleistet, Du hast mir schon manchen Gefallen get Han. Wuf Vorhalt des die Horst vernehmenden Richters, daß lhre Aussage mit den Angaben des Römer nicht übereinstimme, gab tiefe folgende Erklärung ab: „Die 20 Mk. erhielt Lein nicht an demselben Tage, als dieser das Werthpapier hingab, vielmehr glaube sie, daß es am Tage vorher gewesen sei, sie wisse dies nicht mehr genau, das wiffe sie aber bestimmt, daß Lein, als Römer ihm auf Verlangen die Getrankeschuld angab, das Werthpapier auS der Tasche gezogen und dasselbe ihrem Dienstherrn Römer aushändigte mit den Worten, er wolle eS ihm schenken." Der Angeklagte Römer erklärt, der ihm zur Last gelegten Strafthaten nicht schuldig zu sein, er habe mit seiner Dienstmagd nicht darüber gesprochen, waS und wie sie vor Gericht aussagen soll, wohl habe er derselben gesagt, als sie die Ladung vor das Amtsgericht nach Homberg erhalten, sie solle nur die Wahrheit sagen. Römer bleibt dabei, Lein habe ihm ba» Papier geschenkt, er habe aber zuerst erklärt, er wolle dasselbe al» Geschenk nicht annehmen, Lein sei aber darauf noch einmal gekommen, da habe er die Schenkung wieder angeboten, und da habe er dessen Annahme nicht mehr gewehrt. Auf Befragen de» Vorsitzenden, ob Römer nicht im Laufe der Untersuchung zugegebro, Lein habe gesagt, „Hebe mir da» Papier auf", gesteht er die» zu- Lein habe jedoch damals htnzugesetzt: Du brauchst es nur mir zurückzugeben. Römer will auch damals, als Lein sich erträokt hatte, noch nicht die Absicht gehabt haben, die Actie als Geschenk zu behalten, er sandte zur Frau Lein und ließ derselben sagen, wenn sie ihm das ihrem verstorbenen Manne geliehene Geld und dessen Zechschuld, im Ganzen etwa 30 Mark, zahlen wolle - wohl sagte er, ich brauche die» ja eigentlich nicht zu thuu, denn ich habe da» Papier geschenkt bekommen. Frau Lein wie- da» Anerbieten aber zurück mit dem Bemerken, Römer solle sich an den Gendarmen wenden. Römer behauptet, erst noch dieser Abweisung habe er sich vorgenommen, von dem Rechte der ihm gemachten Schenkung Gebrauch zu wachen. Auf Befragen des Vorfitzendeu gesteht Römer zu, daß später Gendarm Dörr bei ihm gewesen, ihn aufgefordert, die Höhe seiner Forderung an den verstorbenen Lein auzugeben, er wolle diese bezahlen gegen Aushändigung der Actie. Hier | hat Römer von der Schenkung kein Wort gesagt, sondern b.hauptet, er habe da» Papier zur Sicherheit gegen Diebe und Feuer zu einem Bankier in Meßen getragen, dessen Namen er auswendig nicht wisse. — Die Angeklagte Horst gesteht zu, mindesten- in dem Punkt unter Eid Falsches be- kuudet zu haben, als Römer an Lein bei Hingabe des Darlehen» nicht ein 20 Markstück, sondern 10 Mark in Gold unb 10 Mark in Silber gegeben hat. Sie gesteht ferner zu, unter Eid vergessen zu haben, daß Lein bet Hingabe der Actie, ehe er vom Schenken sprach, gesagt hat, heb'S mir auf. ES wird der Angeklagten Horst vorgehaltrn, daß sie im Laufe der Voruntersuchung fortgesetzt sich gedreht und Aussagen gemacht, welche mit den Bekundungen, die sie früher unter Eid abgegeben, nicht im Einklang stehen, auch nicht übereinstimmen mit den Angaben deS Mitangeklagten. — Die als Zeugen vernommenen Zeugen Amtsrichter Olt und HülfSgerichtsschreiber Fleischhauer, beide Beamte, haben die damalige Zeugin Horst in Homberg unter Eid vernommen. Dieselbe habe mit lachendem Gesicht ihre De- Positionen glatt herunter gesagt- der Eindruck, den die Horst dabei machte, war der einer überaus leichtfertigen Person. — Der Dienstknecht Johannes Etertänzer von Heimbach, täglich beim Angeklagten Römer beschäftigt, will zugegen gewesen sein, als Lein den Schein brachte- er habe nur zu Römer gesagt, heb' ihn uff, von Schenken sei dabei nicht gesprochen worden. — Heinrich Kratz III., der Knecht bet der Wittwe Lein in Hainbach, war nach dem Tode Leins von Römer beauftragt, er solle seiner Dienstherrin sagen, er könne die Actie haben gegen Zahlung des Geldes, welches dieser noch schulde, dabei hat der Zeuge die Actie noch im Besitz de» Römer gesehen. Die als Zeuge vernommene Wittwe Anna Marie Lein erklärte, ihr Mann sei bis 14 Tage vor seinem Selbstmord mit Römer nicht befreundet gewesen, er habe dessen Wirtschaft gemieden. Ihr verstorbener Mann habe öfter Trunksuchtsanfälle bekommen und dann war er leicht mit dem Gelbe. Die Zeugin erklärt, ihr Mann habe ihr niemals gesagt, und sie glaube, er hätte eS gethan, wenn e» so wäre, baß er bem Römer den Schein geschenkt hätte. Die weiteren Zeugen bekunden nichts Wesentliches, eS wird durch zwei Nachbarsleute der Verdacht bestätigt, den die Anklage ausspricht, daß Angeklagter Römer, der Witt- mann ist, mit seiner Dienstmagd, der Horst, intimen Verkehr gepflogen. Mittag um l1/, Uhr ist die Beweisaufnahme beendet. Die an die Geschworenen gerichteten Schuldfrageu lauten wegen der Angeklagten Horst auf Meineid eoentl. auf fahrlässigen Falscheid- wegen deS Angeklagten Römer auf Verleitung zum Meineid und auf Unterschlagung der Drei- hnndert-Mark-Actie. Staatsanwalt Zimmermann plaidirt auf Bejahung der Meineidssrage, ein fahrlässiger Falscheid komme hier nicht in Betracht, ebenso seien die Schuldfrageu betreffs deS Angeklagten Römer zu bejahen. Die beiden Vertheidiger gaben sich alle Mühe, um den Geschworenen zu beweisen, daß ein falscher Eid nicht geleistet sei und folglich auch die Verleitung zu einem solchen zu verneinen sei. Lange dauerte die Berathung der Jurh- nachdem die Geschworenen eine volle Stunde im BerathungSzimmer geweilt, verkündete Prof. Krüger-Gießen, als Obmann den Wahrspruch, er lautete, wegen der Angeklagten Horst schuldig deS Meineids, wegen des Angeklagten Römer schuldig der Verleitung zum Meineid unb schulbig ber Unterschlagung. Der Staatsanwalt beantragte, gegen bie Dienstmagd Horst auf 1 Jahr 6 Monat, gegen Römer, den Bersübrer seiner jugendlichen Dienstmagd auf 2 Jahr 8 Monat ZuchthanS nebst den üblichen Nebenstrafen zu erkennen. DaS Urtheil erging dahin, daß die Angeklagte Horst zu ber vom Gesetz zugelaffeneu niedrigsten Strafe von 1 Jahr j Zuchthaus nebst Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte auf die I Dauer von 2 Jahren vernrtheilt wurde. Der Angeklagte ' Römer erhielt 2 Jahre 8 Monate Zuchthaus nebst 5 Jahren Ehrverlust. Beiden Angeklagten wurde die dauernde Eidesunfähigkeit ausgesprochen. totales unb Provinzielle». Gieße», 2. October 1897. * PrsvinzialanLschnßfitzung. SamStag den 9. October l. I, vormittags 9 Uhr, findet in dem Regierungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des ProvtnzialauSschuffeS ber Provinz Oberhessen mit folgender TageSorbuung statt: 1. Gesuch beS Wilhelm Gerhardt zu Gießen um Ertheilung ber Trlaubniß zum GastwirthschaftSbetrieb. 2. Klage beS OrtSarmenverbanbeS Gießen gegen ben OrtSarmenverbanb Großen-Buseck wegen Unterstützung des Konrad Hofmann von Grüuberg. 3. Klage bes OrtSarmenverbandeS Frankfurt a. M. gegen ben OrtSarmenverbanb Leusel, Kreis AlSfelb, wegen Unterstützung deS Metzger» Karl Fink von Hopfgarten. 4. Klage beS OrtSarmenverbanbeS Homburg v. b. H. gegen ben OrtSarmenverbanb Ober-Eschbach, Kreis Friedberg, wegen Unterstützung für den Taglöhner Philipp Möckel von Ufingen. * * Sitzung Großh. Handelskammer vom 24. September 1897. Anwesend die Herren: Koch, Scheel, Gail, Heichelheim, Kling- spor, Kraatz unb Wortmann. — Da» Präsidium deS deutschen HanbelStagS ist in Erhebungen eingetreten betr. beS Zolles auf Haferpräparate unb richtet an seine Mttglieber bie Anfrage, welche wirtschaftlichen Bedenken bem Anträge einiger Nahrungsmittel-Fabrikanten, benfelben auf Mk. 15.— zu erhöhen, entgegensteheu möchten. Letztere suchen ihre For- berung mit bem Hinweis zu begründen, daß bie amerikanische Einfuhr von gequetschtem Hafer (Oats) zum Nachtbeil beS inländischen WettbetriebS in starker Zunahme begriffen sei. Der Zoll auf diesen Artikel beträgt nach dem deutschen Zolltarif Mk. 10.50 per 100 Kg, ist jedoch in einigen neueren Handelsverträgen auf Mk. 7.30 ermäßigt worden. Wenngleich dieser Tarifsatz durch letztere gebunden ist, somit auch gegenüber Amerika in Folge deS bestehenden Meistbegünstigung»- o.rhältniffeS nicht erhöht werden kann, so rechnet der deutsche HandelStag doch mit der Möglichkeit, daß letzteres einmal gelöst werben könne. DaS verhältniß ber AuS- unb Einfuhr bezüglich bieseS Artikels ist nicht genau zu bestimmen, ba bie Reichs«Statistik Präparate aus Hafer nicht gesonbert von benen aus anderen Getreibearten behanbelt. Die Ge- sammt-AuSfnhr dieser im Jahre 1869 (27 066 Tonnen) übersteigt bie Einfuhr (4973 Tonnen) um mehr als baS vierfache Quantum, bennoch spricht die Beobachtung dafür, baß gerabe in Bezug auf jenen gequetschen Hafer bie amerikanische Einfuhr sehr zugenommen hat. Bon geschäftSkuu- biger Seite wurde uns versichert, baß dieses Fabrikat da» inländische an Güte übertreffe unb sich barum naturgemäß sehr rasch auch auf unserem Markte einführte. Zugleich habe eine sehr zweckmäßig eingeleitete Reclame eS verstanden, in weitesten Kreisen bie Lonsumenten auf bieseS amerikanische Präparat aufmerksam zu machen, für welches man wegen seiner Vorzüglichkeit willig ben höheren Preis von 40 Pfg. pro cngl. Pfb. — 454 Gr. zahle, währenb bad beutsche Fabrikat für 35 Pfg. pro Zoll Pfb. — 500 Gr. verkauft werbe. Diese scharfe Eoncurrenz enthielt bie brtngeube Forberung für bie beutschen Producenten, ein gleichwertige» Fabrikat herzustellen unb, wie uns berichtet worben ist, sei von bem einen unb anbern betreiben inzwischen biese Ausgabe vollständig gelöst worben unb eine Existenzfrage für bie übrigen, bald zu gleichem Resultat zu gelangen, waS voraussichtlich schon bemnächft ber Fall sein werbe. Die Handelskammer beschließt, auch bei diesem Anlaß gegenüber anfragenber Stelle zu bekunben, baß fie bem versuch, ein hochwertige» Nahrungsmittel zu vertheuern, welche» namentlich in verfeinerter Herstellung für Kinder- und Kranken-Ernährung von hervorragenbem Werthe, auf'S Entschiedenste mißbillige. Anstatt den Ruf nach staat- licher Hülfe zum Schutz einer überholten Fabrikationsweise ertönen zu kaffen, sollten vielmehr die deutschen Nah- rungSmittel«Fabrikanten ihren amerikanischen Concarrenten dankbar sein, daß er sie angeregt zu größerer Leistung, so- baß sie hoffentlich in nicht ferner Zelt auch mit einem gleich- werthigen Haferpräparat jener Eoncurrenz auf auS- länbischen Märkten erfolgreich bie Spitze zu bieten vermögen zum Segen ber beutschen Industrie und Lanbwirthschaft. — Von Seiten hiesiger Delicateßwaaren-Haodlungen liegt ber Kammer eine Petition vor, für ben Versandt leichtverberblicher Güter mit Personenzügen einzutreten. Nach unserer Feststellung ist biese hectographirte Eingabe von einer Centralstelle an Angehörige ber Branche versanbt worben, um bie Mitwirkung ber bezüglichen HanbelSkammern in Anspruch zu nehmen unb enthält barum auch nicht sowohl Beschwerben localer als allgemeiner Natur, bie namentlich ben UebergangSverkehr betreffen. Die Kammer beschließt, in geeigneter Weise bie auch bie bieSscitigen Interessen berührenben Punkte der Eingabe an zuständiger Stelle zu vertreten, namentlich zu beantragen, daß für ben um 6 Uhr Vormittag» hier abgehenben Eil- güterzug leicht verderbliche Sendungen noch kurz vor Abgang desselben Annahme finden, nm da» in manchen Fällen schädliche Lagern über Nacht zu vermeiden. — Sodann schließt sich bie Kammer bem Vorschlag beö Vorsitzenden an, al» Delegirter zu bem Enbe Oktober in Mainz tagenben hessischen Hanbelskammertag dort ein gemeinsame» erneute» Vorgehen behuf» Erweiterung ber Gewichtsgrenze für einfache Briefe zu beantragen unb ebenso baß Eintreten bie* fer Körperschaft für Ensührung einer Zwischenzone im Telephon-Verkehr (50 bi» 100 Km. 50 Pf.) anzuregev. — ES erfolgt hieraus bie Wahl ber von ber Kammer in Vorschlag zu bringenben sechs HanbelSrichter unb vier Er- ganzungSrichter, sowie bie Erledigung verschiedener Eingänge. — Der Name eines Sch windelagenten in Birmingham ist auf ber Kammer zu erfahren. *e Parlamentarisches. Die sozialbemokratischen Ab« geordneten deS hessischen Landtage» beabsichtigen einen An- » trag, wonach ben Arbeiterinnen da» Wahlrecht zu bett Gewerbegerichten unb Krankenkassen - Vorständen gestattet werden soll. * • Zur Stenerrefor« i» Hesse». Die von der Regierung zur Berathung ber Steuerreform einberufene Commissioa wirb ihre Berathungen morgen beschließen. Die Commission empfiehlt Einführung einer Vermögenssteuer nach preußischem Muster unter gleichzeitiger Abschaffung der Gewerbe-, Grund- und Capitalrentenstener. Schwierigkeiten wird nur die Reform ber Gemeindesteuern bieten. • • Kunstverein. Die in gestrigen Blatt erwähnten, zur Zeit im Thurmhau» am Brand mitauSgestellten Stiche find von einem hiesigen Kunstfreund dankenswerther Weise bem Kunstwissenschaftlichen Institut der Universität geschenkt worden. Besonders werthvoll find darunter Oswald Achenbach» Villa Borghese und Defreggers Ueberreichung der kaiserlichen Geschenke au Andrea» Hofer in der Hofburg zu Innsbruck. • *H. Stadtthealer. von Zeit zu Zeit hört man den Alten gern — nämlich Roderich Benebix, beffen Lustspiel „Die zärtlichen 8 ertoanbten" gestern hier in Scene ging. Man kann sich nicht bem gemüthlichen Humor entziehen, ber bei biesem Stück von ber Bühne auSgeht, man belacht die Sathre, bie in diesem Spiegelbild weiblicher Untugenden enthalten ist, und freut sich über bie paar Verwechslungen, welche sich vollziehen. Der Knoten der Handlung ist nicht gerade fest zusammengezogen, aber mit Geschick gelöst» Allerliebste Pointen nicht de» Geistes, aber der Situation erregen lebhaft ba» Wohlgefallen de» Zuschauer». Die Darsteller hatten sich be» alten Benebix mit Lust und Liebe angenommen unb ba» Publikum lohnte mit lebhaftem Beifall. Den Mittelpunkt ber Hanblung bildet ber von weiten Reise» nach Jahren heimkehrende Schloßbesitzer Oscar Boman, welcher zum größten Erstaunen seiner Schwestern unb Tante bie an KinbeSftatt einst angenommene, feit feiner Abwesenheit im Schlöffe von ber Willkür ber „zärtlichen verwanbten" zur Haushälterin verpflichtete ThuSnelbe heirathet unb bamit dem seitherigen Weiberregimeut ein Ende macht. Der Bornau de» Herrn Janson gefiel durch sein entschlossene», ächt männliches Auftreten- seine klangvolle Stimme, der er einen hübschen ironischen Zug beizumischen verstand, wirkte ungemein sympathisch. Frk. v. Winterstein, die Vielbeschäftigte, gab den Wildfang Ottilie anmuihig. Frl. Biotti wußte die undankbare Parthie ber ThuSnelbe mit großer LiebenSwürbigkeit unb gewinnenber Herzlichkeit au»- zustatten. Wir erwarten von ber Künstlerin noch manche schöne Leistung ihre» Talent». Frau Kruse gab bie „gelehrte", Frau Helm bie mit ben Künsten der Koketterie auf ManneSsang auSgehenbe andere Schwester in gewohnt vorzüglicher Weise. Frl. Herab, al» aristokratische Tante trat in Ton unb Allüren stanbeSgemäß ans. Herr Albrecht al» Schummrich errang sich durch bie gute Durchführung dieses GeckentypuS stet» ein fröhliche» Lachen. Sonst habe» sich noch die Herren Brehm, Do fer unb Fellner, sowie bie Damen Berner und Nathusiu» verdient gemacht. Das Zusammenspiel war stellenweise recht lückenhaft, nament- lich im letzten Act stolperte e» bedenklich. ** Schnellläufen. Wie au» bem Jnseratcntheil ersichtlich, wirb am Sonntag Nachmittag Herr Karl Gerhardt an» Hannover auf OswaldSgarten einen Wettlauf unternehmen, lieber den Wettläufer schreibt der „Leipz. Gen.-Anzeiger" folgende»: „Eine Wette zwischen dem Radfahrer Schaller vom Leipziger Bichcle-Club wurde auf dem Gohliser Exerzierplatz vor einem zahlreich erschienenen Publikum am 27. Juni Abend» ausgetragen. Sie ging dahin, daß der Radfahrer innerhalb 60 Minuten auf dem Fahrrade die 300 m lange Bahn 120 Mal durchfahren sollte, wogegen sich Herr Gerhard verpflichtet hatte, während derselben Zeit die gleiche Strecke 60 Mal im Laufschritt zu durchmessen, ohne einmal anzuhalten. Obgleich der Radfahrer seine ganze Kraft eingesetzt unb von Anfang an bi» zu Ende mit seltener Au», dauer die lange Tour durcheilte, gelang e» ihm doch nicht, seinen Concurrenten zu schlagen. Herr Gerhard legte in ber verabredeten Zeit von 60 Minuten 60*/t Runden mit spielender Leichtigkeit und ohne irgend welche Spuren von Er- mübung zurück, wogegen e» ber Rabfahrer in gleicher Zeit nur auf 119% Runden brachte. Ein sich an bem Wettlauf zu Fuß betheiltgenber Mann gab ba» Laufen nach 14 Runbea auf." AlS willkommene Beigabe zu der vom hessischen Land- wirthschaftSrath veranstalteten LanbeSau-stellung be» Groß- Herzogtums Hessen auf ber Allgemeinen Gartenbau-AuS- stellung zu Hamburg 1897 hat ber Generalsekretär dieser Behörde, Herr Dr. K. Müller in Offenbach a. M., ein Schriftchen „Der hessische Obstbau" verfaßt, da» i» seiner anregenden und anschaulichen Darstellung, auch geschmückt durch verschiedene Stäbte-Anfichten aus unserem obst- reichen Lande, zahlreiche Leser finden bürste; eine Liste ber hessischen Aussteller in Hamburg ist ber Broschüre beigefügt. Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerftelle an der Gemeinbeschule zu Laubach, Kreis Schotten, mit eine« jährlichen Gehalte von 900—1400 Mk. Dem Herrn Grafe» zu SolmS-Lanbach steht baß Präsentationßrecht zu derselbe» zu. Mit ber Stelle kann Organistendienft verbunden werben; ihr letzter Inhaber war zugleich Dirigent beß evangelischen Kirchengesangvereins zu Laubach. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Hähnlein, Kreis Bensheim, mit einem jährliche» Gehalte von 900 Mk. Die mit einem eöangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Gerneindeschule zu Laubenan, KreiS Bensheim, mit einem jährlichen Gehaltr von 900 Mk. Dem Herrn Grafen zu Srbach-Eibach steht baß Präsentationßrecht zu betreiben zu. Eine mit einem katholische, Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule z» Gonsenheim, Kreiß Mainz, mit einem nach dem Dienftalter sich bemessenben jährlichen Gehalte von 1000—1300 Mk. •• Wetterbericht. Ein Gebiet nieberen Drucke» erstreckt in. ^*btQ » Ne», öl»; N-»«»LNK°» LV1« «ÄS** k'-b »4;* 8ltt Blatt trwiÄf, “«'feilte» g ^««ttenÄ1 SÄ b«L ' * * ÄW" »l‘Ä ftsA* 's ^p°arVtt«rchr. ®aolta b« NMunoift Wü« btt Süuohco muoT10' D't Dar- LO und Lirbt an. e «" lebhaft«« $t||Qa « bet öon weiten Welfen 6{°6» Dicat Norm, et TWestera unb £anti nt' Kit feiner Abwelev. c »Ältlichen 8tt»Qnbitn‘ leibe hetrathet unb baaii tin Ende «acht. Der durch fein emlchlchnh ingnoße Stimvr, bet et Aschen derstanb, mittit !iutktstein, bie Viel- Ottilie anoiuihig. Frl. irt^it bet ThuSnelde mit innenber hetjlichkeit auf- ■ Künftletin noch mich iu Stase gab bie ,ge- Sünsttn bet Koktttetie ans chtvestet in gewohnt Vokals aristokratische Tarne rß ans. Herr Albrecht bit gute Durchsühluug I Lachen. Sonst haben er nnb Aellner, so- lsinS verdient gemacht» recht lückenhaft, umntub üch. ^natenM nW^i 9at\ Ärrhardt anl n tttttlauf »nietnehmen t nw ®«-Wb«“ bem Rabsahter Schaütt auf bem Gohlis« S;»- neu Publikum am 27.Jani ahin, daß bet Rabsahm ihnabe bie 300 m langt wogegen sich Herr Ger- berselbtn Zeit bie gleiche burchmessen, ohne einmal er seine ganze Srast ein- t We mit seltener W' irlang es ihm doch M h-r,S--S--d , 601/, Sw"" 0,1 * t mW *■ "S l-chfe» ta Ä’X »in an bew wxw\ ÄUw SS»*g in Off* ‘jt « sthau" verfaßt/ °°° DatfitlluvS/ to\L jen .„«unserem von' rtw-fljwi dkl >en dÜrftt' . f ist »"‘«'AW6* kkreiS Graft« SVk. berfelbe« „tationSrecht i lenbitnst v r ^lisch" Dirigt°t 7 evangt' Sine mit @(B1t|nbe' •*%*£■ elm/ 0,1 L,f Lehrer z» einem -°°°^' Laudenau. Atiubef^ ' 8 n goo* »Eibach 'teh |ne mit ei0 jniie(4nle sich heute als eine unregelmäßig begrenzte Furche über bas Rorbfeegebiet burch Deutfchlanb unb Frankreich gegen Spanien unb burch ben westlichen Theil beS Mittelmeerbeckens. Außer- bem zieht im Süden noch ein Ausläufer über bie Alpen hin nach Oesterreich. Im Osten beS ErdtheilS besteht noch hoher Druck mit einem Kern über Finlanb unb ben Ostfeeprovinzen, lieber ben britischen Inseln ist baS Barometer wieder gestiegen und liegt ein neues Maximum Über Irland. In Frankreich ist meist trübe» Wetter eingetreten unb finb bort» selbst namentlich an ber Westküste beträchtliche Nleberfchläge gefallen. In Sübbeutschlaub hat bie Bewölkung vielfach etwas zugenommeu. Die Temperaturen finb noch wenig veräubert. — Voraussichtliche Witterung: Wolkiges etwa» kühleres Wetter mit zeitweisen Nieberschlägen. h. Beienheim bei Nibba, 1. October. Heute Mittag er- e gnete fich auf ber vor wenigen Stunben eröffneten neuen Bahnlinie ein recht bedauerlicher Unglücksfall. Von einem vom Felde heimkehrendeu Fuhrwerke scheute kurz vor dem Bahnübergang (nahe am Bahnhof) das Pferd vor bem heranbrausendeu Zug, fetzte über bie Schienen unb der Wagen wurde vom Zug erfaßt unb zertrümmert. Don ben Insassen des Wagens würbe bie Frau eine Strecke weit vom Zuge mitgeschleift unb sofort getöbtet, der Manu erlitt schwere Verletzungen- die Tochter, sowie ein mitfahreuder Mann konnten fich durch Herabspringen retten. Dem Pferde wurde das Bein abgefahren und mußte getöbtet werben. Das Unglück wäre nicht geschehen, wenn an biesem Bahnübergang Barriölen angebracht gewesen wären, bie leider dort fehlen. Ranstadt, 30. Septmber. Heute wurde dahier durch baS Umherbrücken eines Eisenbahnwagens auf ber Station einem breijährigen Kiube, welches auf ben Schienen spielte, eine Hand abgefahren. Mainz, 1. October. Au ber Leiche beS getödteien Carl Reibenbach wurde gestern Morgen von 8 Uhr ab bie gerichtliche Section vollzogen. Dieselbe würbe durch die Herren Kreisarzt Dr. Balser und KreiSasfistenzarzt Dr. Schäfer im Beisein ber Herren Staatsanwalt Dr. Jungh unb Untersuchungsrichter LanbgerichtSrath Theobald auSgesührt. Bor Beginn wurde der muthmaßliche Mörder, der Schreiner Conrad Mandel mit der Leiche confrotirt. Voll cynischem, völlig theilnahmlosem Benehmen gab Mandel zu, den Reideuach gekannt zu haben und in ber vor ihm liegenben Leiche, bie Leiche beffelben anzuerkennen. Mandel, dessen Hände geschloffen waren und der Sträflingskleider an hatte (vermuth- lich läßt die Staatsanwaltschaft seine eigenen Kleider auf event. vorhandene Blutspuren untersuchen) wurde darauf von dem ihm begleitenden Gendarmen in einer Droschke in« Gefängniß zurückgebracht. WaS den SectionS- befand anbelaugt, so erfahren wir, daß der mit aller Gewalt von oben nach unten geführte Stich eine vorliegende Rippe glatt durchschnitten und dann die Herzspitze durchbohrt hat. Nach ber Breite des Stiches zu urthetlen, rührte derselbe von einem sehr scharfen Messer her. Reibenbach ist übrigens als ein normal gefuuber Mensch befunden worden. Erst um 121/, Uhr war die Section beendet. Die Beerdigung des Retoenvach findet heute Morgen um 10 Uhr statt. Die Frau des Mandel befindet fich auch noch in Hast. Bei dem der That verdächtigen Mörder wurde ein nasses Taschen- tuch gefunden, mit dem er fich wahrscheinlich nach der That, nachdem er sich die Hände gewaschen, adgetrocknet hat. Änsing ans ben Xanöesamtaregifters? ber Stadt Metze». Ottfetbett. September: 27. Karl Johann Emil Wilhelm Wanner, Material- oerwalter zu Trais-Horloff, mit Anna Karoltne Steuerwald ,u Stehen. 27. Ludwig Heinrich Karl Kreuder, Posthilssbote dahte--, mit Sibylla Thelen bterselbst. 28. Philipp Röhrig, Fabrikarbeiter zu Fechenheim, mit Katharine Faulsttch daselbst. 29. Karl Christian Heinrich Hermann Ockel, Buchhalter dahier, mit Auguste Ernestine Helene Karoline Sauer zu Wächtersbach. 29 WUhelm Kern, Post- htlssbote dahier, mit Auguste Schäfer zu Nidda. 29. Dr. Friedrich Georg Hermann Gustav Justi, Arzt zu Idstein, mit Auguste Karoline Eleonore Emma Christiane Theodore Gentner, geb. Eckstein dahier. October: 1. Heinrich Gerhard Schmidt, Sergeant dahier, mit Emilie Helene Christiane Vogt zu Biedenkopf. 1. Dr. Ludwig Jakob Karl Hermann Römbeld, Oberarzt zu Heppenheim a. d. B., mit Pauline Emilie Louise Bapst dahier. 1. Ludwig Biedenkopf, Kutscher dahier, mit Wilhelmine Justine Luise Jlck hierselbst. 9^*1 ei ut September: 25. Heinrich Karl Plank, Bäcker dahier, mit Wilhelmine Auguste Johanna Hellmold hierselbst. 29. Konrad Bender, Müller zu Reiskirchen, Kreis Wetzlar, mit Karoline Born dahier. September: 16. Dem Bauunternehmer Johann Otto Schneider eine Tochter, Katharine Elisabcth. 20. Dem Schneider Seibert Möhl eine Tochter, Mathilde Katharine. 21. Dem Schneider Johannes Ludwig Mankel ein Sohn, Heinrich. 22. Dem Bauasseffor August Becker eine Tochter. 22 Dem Ziegeleibesitzer Louis Trotz eine Tochter, Elisabeth Friederike. 22. Dem Viceselbwebel Heinrich Weber eine Tochter, Maria Anna Katharina. 23. Dem Büchsenmacher Dietrich Syben eine Tochter, Dorothea Johanna Eva. 24. Dem Kaufmann Markus Bauer ein Sohn, Hans Fritz. 24. Dem Taglöhner Ludwig Schmidt XII. eine Tochter, Maria. 26. Dem Metzger und Wirth Ludwig Martin Weder eine Tochter, Katharine Henriette. 26. Dem Postassistent Peter Nicklas ein Sohn, Ludwig. 27. Dem Taglöhner Johannes Becker VII. eine Tochter. 27. Dem Straßenwärter Kaspar Becker eine Tochter. 28. Dem Schreiner Georg Beckmann ein Sohn, Franz Wilhelm Georg. tteftorteiu. September: 13. Friedrich Karl Kandel, 21 Jahre alt, Wirker von Apolda. 24. Heinrich Wilhelm Kuhl, 17 Jahre alt, Maurer zu Heuchelheim. 24 Otto Junge, 24 Jahre alt, Knecht zu Dauernheim. 25. Friedrich Bach, 26 Jahre alt, Landwirth zu Unter-Schmitten. 25. Ludwig Engel, 58 Jahre alt, Taglöhner dahier. 26. Eltsabethe Münch, 74 Jahre alt, Privatin dahier. 27. Wilhelmine Noll, ged. Bürger, 33 Jahre alt, Wittwe des Kaufmanns Wilhelm Noll IV. dahier. 27. Ludwig Völcker, 68 Jahre alt, Steuerrath i. P. dahier. 28. Marte Roth, 44 Jahre alt, Privatin dahier. 28. Luise Friedrich, geb. Scheuermann. 66 Jahre alt, Privatin dahier. 28. Wilhelm Steinmüller, 21/« Jahre alt, Sohn des Maurers Wilhelm Steinmüller dahier. 29. Edmund Spohr, 14 Jahre alt, Schüler dahier. 30 Wilhelm Schmidt, 1 Jahr alt, Sohn von Taglöhner Johann Georg Schmidt dabier. 30. Susann« Bergen, geb. Weller, 23 Jahre alt, Ehefrau von Schlosser Wilhelm Bergen dahier. Auszug aus den wrchenbücherir -er Stadt Gtetzen. Svangelische Gemeinde. Matthäusgemeinde. Den 25. September. Karl Heinrich Plank, Bäcker ,u Gtetzen, und Wilhelmine Auguste Johanna HeUmold, Tochter des Weitzbwder- metsterS Ludwig Hellmold zu Gtetzen. MattbäuSgemeinde. Dm 26. September. Dem verstorbenen Knecht August Rmk eine Tochter, Eltsabethe Auguste, geboren den 24. August. Denselben. Dem Dreher August Bock ein Sohn, August Richard Ludwig, geboren den 14. August. MarkuSgemetnde. Den 26. September. Dem Schriftsetzer Ernst HöpfnK ein Sohn, Ludwig Karl, geboren den 2. September. Denselben. Dem Dachdeckermeister Ph. Kröck ein Sohn, Karl August, geboren den 27. August. Den 28. September. Dem Locomotivheizer Theodor Hebstreit eine Tochter, Käihchen Sophie Katharine, geboren den 19. Juli. Lukasgemeinde Den 26. September. Dem Brauer Peter HauS eine Tochter, Elsa, geboren den 3. September. Johannesgemeinde. Den 26. September. Dem Zimmermeister Georg Schubecker eine Tochter, Gertrud Mathilde, geboren den 13. Juli. Denselben. Dem Schreiner Heinrich Pfeil eine Tochter, Paula Luise Katharine, geboren den 26. August. Denselben. Dem Rohrleger Heinrich Wagner ein Sohn, Ludwig, geboren den 26. August. Den 29. September. Dem Kaufmann Otto Schaaf eine Tochter, Camilla Henriette, geboren den 25. April. MaUbüuSgcmeinde. Den 29 September. Lina Noll, geb. Bürger, Wittwe des verstorbenen Kaufmanns Wilhelm Noll, 32 Jahre alt, starb ben 27. September. Dm 30. September. Luise Friedrich, geb. Scheuermann, Wittwe des verstorbenen Schuhmachers Jakob Friedrich zu Hungen, vv.Jahre alt, starb den 28. September. t ... Den 1. October. Eduard Spohr, Sohn deS verstorbenen Färbers Johannes Spohr zu Jesberg, 17 Jahre alt, starb den 29. September. MarkuSgemetnde. Den 28. (September. Eltsabethe Münch, Privatin, 76 Jahre alt, starb ben 26. August. _ , . Denselben. Ludwig Engel, Taglöhner, 58 Jahre alt, starb den 25. September. Johannesgemeinde. Den 29. September. Ludwig Völcker. Steuerrath, Ober- Steuer-Jiiipcctor i. P., 68 Jahre alt, starb ben 27. September. Den 30 September. Marie Roth, Tochter des verstorbenen Lehrers Heinrich Christian Roth, zu Gießen, 44 Jahre alt, starb den 28. September. Brodpreise vom 3. bis 17. October 1897. Der hiesige« Bäcker. I Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod...... 1 Kg. (2 Pfd.) Weitzbrod ■ ■ 1 „ (2 „ ) „ bei Karl Spamer 2 Kg. (4 Pfd.) Weitzbrod . . • • 2 (4 „ ) „ bei Karl Spamer l Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot» • • 1 „ (2 ,. ) „ bet Karl spamer 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» • • 2 „ (4 „ ) „ bei Karl Spamer 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot)...... Der auswärtiger» »Lier. 1 Kg. (2 Pfd.) Weitzbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Linden W. Weitzel von Lang-Gons Wtlh. Fabel von Wiest ck 2 Kg. (4 Pfd.) Weitzbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Linden Joh. Kd. Veite v. Kirch-Gons W. Wtttzel von Lang-Göns W. Fabel von Wicseck 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) bei Joh. Kd. Veite v. Ktrch-GönS L. Steinmüller, Gr.-Linden W. Steinmüller v. L.-Göns, G. Jacoby v. Aiten-Buseck W. Weitzel von Lang-GönS 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot» bei Ernst Christ von Wieseck Wllh. Fabel von Wteseck G. Jacoby v. Alten-Buseck Der vrodvertäufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 2. October 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. 29 Pfg 58 . 27 . 26 „ 54 , 52 „ 25 , 24 60 „ 48 „ 75 , 23 „ 25 „ 26 „ 46 „ 46 „ 50 „ 52 , 42 „ 44 h 44 „ 48 „ 46 „ 70 „ 70 „ 72 „ V«ck-Yr, tan». unt Volkr-v-rti-jchaft. eittro. 2. Ociober. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 1,10—1,15, Hühnereier yr. St. 0 X 2 St. 13—15 H, Enteneier 1 St l —00 H, Gänse eter pr. St. 00-00 Käse pr.St.b-8 4. Käsematre pr. St.3 4 Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 27 4, Tauber-, pr. Paar A 0,59 bis 0,70, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück 0,d0—0,90, Enten pr. Stück X 1,50—1,70, Gänse pr. Pfunb 0,00-0,00, Ochsenfleifch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 4, Schweuu- fletsch, gesalzen, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 4, Hammelfleifch pr. Pfd. 50—66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6 CO bi« 8,00 X, Weißkraut pr. Stück C--OG 4, Zwiebeln pr. Cenwer X 5,00—0,00, Milck pr. Liter 16 4- Gefährlich und unappetitlich ist es, Fliegengtft in Tellern aufzustellen. Wer diese Quälgeister auf einmal in 5 Minuten loS werden will, b-nütze nur das weltberühmte »Dalnra" von Apoth. - Eng. Lahr in Würzburg (Siche heutiges Inserat.) 5460 Versteigerungen Samslsg den 9. Bctober, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiestgen OrtSgericht die den Erben des Aerdiaaud Hoffman« in Gießen gehörigen Grundstücke: Flur 27 Nr. 241 — 650 qm Wiese am alten Schlag. Flur 29 Nr 29 — 3238 qm Acker auf der Weißerde, Flur 29 Nr. 29 a — 1056 qm Wiese daselbst, Flur 28 Nr 9 — 913 qm Wiese im Altenfeld, auf das Bruch, freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. October 1897. Großh Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 9182 Dienstag den 5. Mdr. 1897, Nachmittags 3 Uhr, in der «ieker fch.« Hofraithe (Neustadt 55) versteigere ich auf richterliche Anordnung öffcnUich gegen Baarzahlung: 1 Arbeitspferd (Fuchsstute), sodann etwa 100 Flaschen feinere Weine sRüdesheimer, Scharlachberger, Oppenheimer, Hattenheimer, Moselblümchen u. s- w). Beide Versteigerung«« bestimmt. 9188 «agel, Gerichtsvollzieher. Montag den 4. October, Nachmittags 2 Uhr, sollen Grün - bergeistraße Nr. 3 versteigert «erden: Altes Bauholz, Treppen, Thüren, Fenster, Läden, 30 qm Wellblech. 9176 Ang. Montanus I. ^^ermjethungen^J Druchstrahe 10 eine Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern, abgeschlossenem Corridor und Waffer- lettung, alsbald zu vermiethen- 9146 90101 Schöne freundliche 8 Zimmer- Wohnung mit Bodenkammer, Waffer- leitung, Bleichplatz rc., zu vermiethen. Wetzsteiustratze 44. 9127) Logis von 2 und 3 Zimmern zu vermiethen bei LouiS Hellmol-, Steinstraße. 9165) Schöne Wohnung, bestehend aus 3 ineMandcr gehenden Zimmern, Küche und Zubehör per sofort zu verm. ______________ Westanlage 86. *91571 Maigaste 12 ist eine große Stube mit Küche alsbald zu vermiethen. 9169) Kleine Wohnung zu vermiechen. __Marburgerstr. 29. 9175] Ein kleines Logis zu vermiethen. __vahnhofstr. 26, Hinterh^ 9178) Der 2 Stock mit Wasserleitung sogleich zu beziehen. 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Der Radiahrer muß 139 Runden in gleicher Zeil fahren. 100 Mark dem der mich im Laufen, 20 Mark wenn mich ein Radfahrer besiegt. — BilletS 10 Pfg. 9186________Achtungsvoll Gerhardt. |veriörenTGefiindeiL| 9112] Eine silberne Damenuhr mit Goldrand und goldener Kette von der Lahn bis Wetzstetnstraße verloren. Ab- zugeb. gegen gute Belohn. Labnstr. 5, II. BrühFsche BniversitiUs-Biich- und Steindrnckerei (Pietsch & Scheyda > Verlag des Giessener Anzeigers 7 ScbalmtraMMe 7 empfiehlt eich sur Anfertigung aller Buchdruck-Arbeiten in elegantem Botwari- and Farbendruck. Kellnkrlkhrlivs gesucht. | Golmser Hof, Braunfels a. Lahn. ^Lehrling für »riseurgeschüft sucht Agent Poppel»dorf, Hammstr. 12. Tüchtige Arbeiterinneu, sow'e Lehrmädchen auf sofort gesucht. 9067 Anna Kramer, Robe» nnb Coufection, Nordanlage 2 9, parterre. Lehrmädchen gesucht 3'/, Frankstr. Hyp. Bk. unk. b. 190« 100.70 3«/, Hamdrgr.Hyp. Bk. unk. b. 1906 100.50 31/t Frki. Hyp. Ered. B. unk. b. 1906 10C.10 3*/i Preuh. Hyp. A. 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