rein. !ltl d>» Ende Mrant Ul M.7405 'N- em t» tzborten mit i nden Plüsch- e Kleidenand hen Borte die inigen sie die Vorwerk'sche en Abschluss, a durch einen 1 fast unver- orwerk" verfielen minder- l-60( 1.70 unb 1 Thee in be> en. 7013 . Gießen. 1W1\ Ittttttl I ilon, Platt» ■ ttb, W'i R6atbtiUn, i vtl-rüd- Abonnentinnen M 8wi °M em Umschläge, R| it stilgerechten ■ iertelj-SVPsg. 1 em Umschläge, ni!stilgerechten ■ lertelj üü Psg. Jl lPostzeilnngs' isgabe), sowie £ liig von 0. de 1 z --3dm? e Liagre in "■ äess. f *5 f -rr. 206 Zweites Blatt Freitag den 3. September 1SS>^ G ießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Anits- und Anzeigeblatt für den "Kreis <*»kfjcn. Gratisbeilage: Gießener Kamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» < Anzeigen für den „Gießener Anzeiger* entgeg«. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bex folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Redactton, Expedition und Druckerei: Schntstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Vierteljährig« Avonnementsprei» r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge^ 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamikiendtätier werden dem Anzeiger «Schentlich dreimal beigelegt. Der Oießener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme deS Montags. 2lmtlid?er Theil. Bekanntmachung, betreffend: allgemeine Geschäftsführung der LaudeScreditkaffe. Nachstehende Bekanntmachung der Großherzoglichen 8er« waltungßcommisfion der Landescredttkaffe bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 31. August 1897. Großherzogltche» KreiSarnt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Auf Grund deS Gesetzes vom 8. August l. I., die Abänderung des Gesetzes vom 15. October 1890 über die Errichtung einer LaudeScreditkaffe betr., und nachdem von Großherzoglichem Ministerium deS Innern mit ständischer Zustimmung eine Herabsetzung deS Zinsfußes für die aus dieser Kaffe fortan zu gewährenden Darlehen von 4 auf 3l/i Procent stattgefundeu hat, machen wir hiermit wiederholt bekannt: 1. Die Großherzogliche LaudeScreditkaffe gibt Darlehen a. zur Ausführung von Wieseuculturen, Bachregulir« uugeo, Entwässerung von Grundstücken (Gesetz vom 30. Juli 1887), Zusammenlegungen von Grund« stücken und Anlage von Feldwegen (Gesetz vom 28. September 1887); an Comrnunalverbände und Gemeinden zur Bestreitung der Grunderwerbskosten und Geldbeiträge zum Bau von Nebenbahnen, und der GruuderwerbS« und Baukosten von neuen KreiS- ktraßen; sowie au Gemeinden zur Bestreitung der Kosten der Neuanlage von Wafferlettungeu; b. (nach der in jedem Fall von Großh. Ministerium de» Innern zu treffenden Entscheidung) an Gemeinden, andere Corporationen, Consortien und Privaten zu Verwendungen zum Schutz gegen lieber- schwemmuugen und zur Draintrung oder auderweiten Entwäfferung von größeren Flächen; c. au Laudwirthe für laudwirthfchaftliche Zwecke, insbesondere zur Abzahlung von Schulden. 2. Die Landescredttkaffe gibt ihre Darlehen gegen mindestens doppelte Sicherheit auf erste Hypothek-. Sie kann Darlehen ohne hypothekarische Sicherheit geben an Gemeinden, andere Communalverbände und öffentliche Landescultur« und Waffergenoffeuschasten innerhalb de» GroßherzogthumS. 3. Die Darlehen müssen verzinst und durch stückweise Rückzahlung getilgt werben. Der Zinsfuß ist für die fortan zu gewährenden Darlehen 3»/2 Procent; die hinzu« tretende jährliche Tilgung darf nicht weniger als 3/4 Procenr der ursprünglichen DarleheuSsumme betragen. ES find also jährlich zusammen mindesten» 41/* Proceut ZinS und Tilgung zu bezahlen. Bei folcher Leistung Wird die Schuld im 51. Jahre getilgt. Die Jahresleistung (Annuität) wird in zwei Zielen: 1. April und 1. October gezahlt und am Schluß de» betr. Rechnungsjahres (Ende März) in einer einzigen Summe gutgeschrieben. Die Zahlungen sind in baarem Geld an die DistrictSeinuehmerei des Wohnort» des Schuldners zu leisten. 4. Die Darlehen find, fall» der Schuldner feine Verpflichtungen erfüllt, Seiten» der Kaffe unkündbar; dagegen können die Anleiher außerordentliche Capitalrückzahlunge«, entweder der ganzen Restschuld ober Thetlzahlungen in runden Beträgen, jederzeit nach dreimonatlicher Kündigung, auf den 1. April oder 1. October vornehmen. 5. BerwaltungSgebühr ist nicht zu entrichten, ebensowenig bei den Darlehensgesuchen Stempel anzuwendeu. Dagegen trägt der Anleiher die Kosten seiner Schuld« und Pfandverschreibung. 6. Gesuche find durch Vermittelung der Großh. Bürger» meistereieu, welche fich wegen Uebersendung der gedruckten „Bedingungen" sowie von „AumeldungS- formularen" an uns wenden wollen, oder direct an uns zu richten. Zu AuSkunftSertheilung und Mittheiluug unserer »Allgemeinen Bedingungen bet Darlehen au Laudwirthe" find wir gerne kostenfrei bereit. Darmstadt, den 20. August 1897. Großherzogliche VerwaltungScommisfion der LaudeScreditkaffe. Buchner. Bekanntmachung. Betr.: Die Gnadengesuche. Wir bringen nachstehende Bekanntmachung Großh. Miub steriums der Justiz zur öffentlichen Keuutniß. Gießen, den 30. August 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. Waguer. Bekanntmachung. Betr.: Die Gnadengesuche. Die in der Bekanntmachung de» vormaligen Großher- zogltcheu Ministeriums deS Innern und der Justiz vom 1. Februar 1837, die Gesuche um Straferlaß betreffend, (Regierungsblatt Nr. 10 von 1837) angeordneten und seither angewandten Maßregeln haben fich nicht al» ausreichend erwiesen, um den Mißständen zu begegnen, die sich daraus ergeben, daß die Strafvollstreckung ungebührlich verzögert wird durch Einreichung und Wiederholung von Gnadengesuchen, die offensichtlich unbegründet find und in den meisten Fällen nur den Zweck verfolgen, den Strafvollzug zu verschleppen. Um solchen ungerechtfertigten Verzögerungen deS Strafvollzug», die dem Ansehen und den Zwecken der Strafrechtspflege widersprechen, regelmäßig auch nicht einmal im richtig verstandenen Jntereffe deS Bestraften selbst liegen, für die Zukunft wirksamer vorzubeugen und zugleich der Einreichung ganz unbegründeter und aussichtsloser Gnadengesuche, die den Bittstellern nur unnöthigen Kostenaufwand verursachen, thun- lichst entgegen zu wirken, haben wir mit Allerhöchster Ge- Feuilleton. Kitty und Litty. Eine Manövergeschichte von Hermann Birkenfeld. (9. Fortsetzung.) Unser Hauptmann war immer noch ein vorzüglicher Turner. Und dabei eifrig im Dienste, trotz seiner tragischen Liebe. Prüfend maß sein Blick die Rufern am Wegerand. Bald fand er, waS er suchte: einen mäßig dicken Stamm mit hinreichenden Astknoten und -Enden, an denen er auf« wärtSklimmen konnte. Er verspürte heute ein grimmige» BedÜrfntß nach körperlicher Anstrengung unb bann den schmählichen Hintergebanken, statt be» Feindes seinen lieben Lieutenant Flattrich — auf verbotenen Pfaben zu erspähen ---Nun, Flattrich war ja auch so etwa» wie ein Feind . . . Er steckte feinen Säbel zu Füßen be» Baume» in einen Busch unb saß, trotz Mantel, Helm unb Sporen, balb reichlich zwölf Fuß über bem Niveau gewöhnlicher Erbenktuber. Oer Ast, ber ihn trug, schwankte unb wippte zwar ein bischen, aber er hielt doch. Doch — »so weit er auch spähet unb blicket" — vom Feinde keine Spur. Schon wollte er seinen luftigen Sitz aufgeben, da hörte er von fern da» Rollen eine» Wagen». Ober mehrerer? — Teufel, wenn da- bte Steuglein'sche Sippe wäre! Er hatte nicht Lust, bem Volk hier braußeu zu begegnen, auf der Hellen Chaussee. Lieber noch ein bi»chen fitzen bleiben, wo er durch ein paar Zweige vor dem Bemerkt- tverdeu reichlich geschützt war. Aber dann — blinkte da nicht etwa» vor ihm, rein außerhalb der Postenkette? Und kam e» nicht näher — geraden Wege» auf ihn zu? — Eine feindliche Patrouille? — Weiß der Kuckuck — wenn sie ihn hier entdeckte! Tine Gefangennahme, wenn auch blo» zum Schabernack — da bSrte für ihn der Spaß auf. Aber abwarten!--Nun hob sich die Gestalt eines der Ankommenden scharf von dem weißlichen Chausseegrunde ab, unb ber Hauptmann erkannte deutlich am linken Arm bes Soldaten — es war ein In« fmterist — bte weiße Btnbe ber eigenen Partei. Unb jetzt — jetzt trat au» dem Schatten ber Bäume an die erste Person eine zweite dicht heran .... so dicht, daß der Soldat den Arm um ihre Schulter legte, und dieser Soldat war Hugo von Flattrich; und so schritten die Zwei bis — nein, nun wurde die Geschichte unbehaglich — bis dicht an fein Versteck. Erich von Pollhammer — Hauptmann und Compagniechef — wie wurde Dir da das Komische Deiner Situation bewußt! Wie dachtest Du unwillkürlich an Onkel Bräfig al» „Horker, Dugeudwächter unb Schutzengel von heimliche Leiw in en rhtn'schen Kirschenbom"! Immer näher kam baS Räbergeraffel, unb — wa» mußtest Du hier hören — hier, fast senkrecht unter Dir! „Also scheiden, süße» Kind! Scheiden!" „Auf ganze acht Tage," antwortete sie. Nämlich Litty--Litty, unb nicht Kitty Stenglein war e». Ja, wie kam bte hierher--in die Arme Hugos von Flattrich? „O, Du glaubst nicht, welch starken Verbündeten wir an Onkel Leo gewonnen haben. Kein Anderer hätte mich ja allein bet Deiner Feldwache gelassen —" „Um mit dem Lieutenant die Posten zu revidiren! Aber — na, die Idee von mir, nach HauShageu durch eine Patrouille Botschaft zu senden, daß ich auf Feldwache und nicht im Biwak zu finden sei, war für meine Verhältnisse doch auch nicht ohne. So habe ich unserem Ekel von Poll« Hammer seinen Zweck, mich aus dem Biwak und damit von Dir zu entfernen, gründlich vereitelt." Sie schmiegte fich enger an ihn an. „Wenn Onkel Leo nur mit Papa alle» ins Geleise bringt! — Weißt Du, eigentlich thut er mir ein bischen leid." „Wer? Onkel Leo?" „Ach Du! — Der Strebepfeiler. Er schien doch ein seelenguter Mensch, und — die arme Kitty! . . Ach, Hugo, waS kann ich denn dafür, daß er mich liebt und nicht fie und Kitty mich nun beinahe haßt, als hätte ich ihr Glück gestohlen." Hugo v. Flattrich schloß ihr den Mund mit einem Kusse. „Närrchen!" Und dann noch ein Kuß — und noch einer — und wieder einer, bi» sie sich furchtsam seinem Arm entwand. „Die Wagen!" „Mit Deinem Bewerber Curt." „Pfui! Er ist ein completter Greuel. Aber gut war», daß er heute —" „Daß er fich wieder einen Geschwindigkeitsrausch holte unb beßhalb bei ber Fahrt nach ber Felbwache zurückbleiben mußte?" Pollhammer sah beutlich, wie Litty nickte. „Unb baß Papa unb Mama ihn nun zur Genüge kennen," sagte sie. „Hoffentlich —" Raffelbiraffelbiklappkltppklapp-- Schon war ba» erste Gefährt — bas leichte Break trug nur zwei Personen — auf zehn Schritte herangekommen, da ereignete fich etwas höchst Fürchterliche». Der Ast, ans bem ber Hauptmann faß, hatte bisher gebulbig ausgehalten. Set e» nun, daß baß Uebermaß ber Freube, bie ben Braven bei ben Enthüllungen des seligen Paares ba unten burchschrtllte, sei e», baß bte verschiedenen „Esel" und „Oberkameele", mit denen Herr v. Pollhammer in dieser seiner Freude fich selbst regatirte, ihm — dem Kiefernast — zu schwer wurde — — eS ging nicht mehr. Nicht mit Gekrnch, sondern fast lautlos, wie fein harzreiches Holz es verlangte, fchätte fich daS Unglücksding vom Stamme unb senkte fich tiefer unb tiefer, bi» e» feinen — man muß wohl sagen Aus« unb nicht Insassen — leidlich saust zu Füßen der beiden Verliebten abgesetzt hatte. Dennoch war alles das Ergebniß eines Moments. Alles, eingeschlossen LittyS lauten Angstruf, da- Auf- bäumen der Pferde vor dem Break, ein urkräftiges „Donnerwetter" aus Leo von Hansens Munde, den Anprall be» Wagens an einen verhängnißvollen Meilenstein, bad schmerzliche Aufstöhnen au» einer Mäbcheubrust, baß plötzliche Halten beider Equipagen . . . alles ein Augenblick. Da war die Bescheerung. Kitty Stenglein au» dem Break geschleudert, htlflo» auf dem Grase am Boden. Mit einem Blick erfaßte der Hauptmann die Situation. „Schöne Geschichten ba»," grunzte Hansen. Er war abgesprungen unb beschwichtigte nun feine Pferde. Voll Augst hatte Pollhammer fich über Kitty gebeugt, mit des sprachlosen Flattrich- Hilfe die Gestürzte aufgerichtet. Sie kam zum Glück bald wieder zu fich. „Kitty!" Sie lächelte schmerzlich wie in einem bösen Traume. (Fortsetzung folgt.) A Aoftck tonabir ftlgmbtn W«dni t jpjijrnf!'' ieii 1 -Ktzrat' rrM" »itiui $1< Das »alten » wann der «ärde de gäbe an 1 »tnlg 8t getragen wurde In m, denn tn weitest« derungen daß Fürst Vrrstündn müßte, b lehrte, st Der giming wir nSH« neralvers cus Bus, waren ei daß dir gebender Sprich» in diesen und such zu btfrie er sogar Anbot o So wir l «aßgrbrn etwas kü Kanzler e nur für nicht zu I Wir Hohenlohe ploceßrefo stcherungen -nsprechur das ist» seinen \ strhrn shv k ^ibrrstavd stand war Wochru ab lagt war Stwiffen Q don I. ( Die : «träglicher J*4t mehr «abrc9en .utnb Schmu U°trr dem ÖUa im ««Un "stehen h0 Briten. 5 Süthen. JbnaQ iBl "ai«6b il ta( ‘»«-im L°"'° ii, S» ändern L wo* S? "ad AI «o uehmigung Seiner Königs. Hoheit des Großherzog» folgende Anordnungen getroffen: I. Freiheitsstrafen find, unbeschadet der Vorschriften der §§ 487, 488 Straf-P.-O., sofort nach eiugetreteuer Rechtskraft des Urtheils zu vollziehen. II. Gnadengesuche hemmen den Vollzug der erkannten Freiheitsstrafe nur: 1) wenn es sich um ein erstmaliges Gesuch handelt und wenn dieses Gesuch innerhalb zehn Tagen nach eiugetreteuer Rechtskraft des SrrafurthetlS etnge- reicht wird,- 2) wenn das Gesuch zum ersten Male von dem gesetz- lichev Vertreter einer jugendlichen Person (§ 67 Strafgesetzbuchs) eiugereicht und auf Straferlaß oder bedingte Strafaussetzung gerichtet wird- 3) wenn das Gesuch auf schwere Erkrankung de» Bestraften oder eine» nahen Familienangehörigen gestützt und die Thatsache der Erkrankung durch Vorlage eine» ärztlichen Zeugnisses bewiesen wird. III. Es bleibt un- Vorbehalten, tu einzelnen Fällen Abweichendes zu bestimmen. IV. Gnadengesuche, die nicht mit dem vorgeschriebeneu Stempel versehen oder nicht von einem ordnungsmäßigen Armuthszeuguiß begleitet find, bleiben uuberückfichtigt. Darmstadt, den 13. August 1897. Großherzogl. Ministerium der Justiz. D t t t m a r. L o r b a ch e r. Die Eisenbahn zur Manöverzeit. Wenn schon bet Herbstübuugen tn gewöhnlichem Umfang die Eisenbahnen zur Hin- und Rückbeförderung einzelner Truppenthetle io der Regel nicht entbehrt werden können, so wird in diesem Herbste bei den Satsermanovero, die in größtem Maßstade angelegt sind, davon erst recht em auS» giebiger Gebrauch gemacht werden, und zwar hauptsächlich tm Verlauf der Woche vom 6. bi» 11. September. Natürlich kann keine Rede davon sein, ganze EorpS durch diese» Verkehrsmittel zu bewegen- wohl aber kann eine Beförderung durch die Eisenbahn dann von großem Borthetl sein, wenn man dadurch schnell und früh wenigsten» einen Thetl der Truppen an bedrohte Stellen bringen kaoo. Auf diese Weise kommt auch die Eiseubahnverwaltuug dazu, mit ihrem Personal au deu Herbstübuugen theilzuoehmen, uod diese Periode bedeutet eint Vermehrung der Arbeitslast, besonders in diesem Jahre. Auf der Frankfurter Siseubahudtrection wird deuu auch seit vielen Tagen emsig gearbeitet, und die höheren Der» waltungSbeamten haben alle Häode voll zu thau, um im Einklang mit der militärischen Eisenbahubehörde die „Fahrt- tableauz" festzustellen. In jedem DirectionSbezirk gibt eS bekanntlich einen Stabsoffizier, den Etsenbahu-Linieucommiffar, der zur Eisenbahn Abtheiluug des großen Generalstabe» ge- hört und die militärische Eisenbahubehörde repräsevtirt. Seine Thätigkeit im Falle der Mobilmachung und während de» Kriege» ist außerordentlich anstrengend. Ein Besuch im hiesigen DirectionS-Gebäude überzeugte uo» davon, daß die Vorarbeiten für die Truppen-TranSporte einen breiten Raum im Felde der Thätigkeit der oberen Be- amten einnehmen. Da die diesjährigen Hebungen — soweit e« Friedens-Rücksichten zulaffeu — möglichst kriegSgemäß durchgeführt werden sollen, so find auch die Mitglieder der EtseobahN'Directtou zu Stillschweigen verpflichtet, und Zeit und Ort der Verwendung von Zügen werden zur Stunde hier streng geheim gehalten. Ob die größeren Truppen-Transporte Störungen de» gewöhnlichen Bahnbetriebes herbeiführen werden, steht zur Zeit noch nicht fest. Auf alle Fälle würde davon doch nur der Güterverkehr betroffen, der vielleicht eine Einschränkung erfahren würde. Auch die» geschähe nur tm Rothfall, und amtlich ist in dieser Richtung hier noch nicht» beka ni gemacht worden. Sahen wir oben, wie die höheren Beamten im Jaterkssr der Manöver beschäftigt find, so betrachten wir nun die Thätigkeit de» Betrieb»- und Station» - Personal». Da müssen Wagen tn großer Zahl und an bestimmten Stationen bereitgestellt und zur Aufnahme von Mannschaften und Pferden in Stand gesetzt werden- da» Personal auf den tn Betracht kommenden Strecken muß angemessen verstärkt, und hier und da muß wohl auch eine Probefahrt unternommen werden - endlich müssen Nothgeleise und Nothrampeu angelegt werden, und was dergleichen Arbeiten mehr find. Welche Anzahl von Wagen erforderlich ist, um größere Trupprnmaffeu zu befördern, davon bekommt man erst einen Begriff, wenn man weiß, daß ein einzige» Bataillon tn Kriegsformation 50 Wagen, also 100 bi» 110 Achsen, gebraucht. Ein Wagen kann aufnehmen: 24 Offiziere oder Beamte, oder 32 Mann, oder zwei kleine Fahrzeuge, oder ein große» Fahrzeug. Ein solcher Zug von 50 Wagen fährt durchschnittlich da» Kilometer in 23/, Minuten, also 22*11 Kilometer in der Stunde, wobei kleine Verzögerungen eingerechnet find. Ein Cavallerte Regiment zn 4 Schwadronen in Kriegsstärke gebraucht zu seinem Transport 3 Züge zu je 100 Achsen, ebensoviel eine reitende Abtheilung Artillerie zu 2 Batterien- ein Fußartillerie.Bataillon mit schweren Mörsercompaguien und Munitionsstaffeln erfordert gar 15 Züge. Doch wir wollen diese Aufzählung nicht in» Einzelne verfolgen, sondern mit der Angabe beschließen, daß ein mobiles Armeecorps zu seiner Beförderung rund 101 Züge nöthig hat. Da heißt e»: Aufgemerkt und vorgesehen! Fr. Z. Z 8 C wir: Beginn des nächsten 4-monatl. 7585 1887 3% Frankstt. Hyp. Bk. unk. b. 1906 81/, Frkf. Hyv. Cred. B. unk. b. 1906 ®db etitt Americ. Tarmst Bk. Actien OOl.iO | Dtfterr. drehibKetten 310.75 Ante B Linie C Linie D Redaclton: «. kch.yda. Druck und «erlas her vrühllchen UniverfirSt^Bnch. rrn» Skeiuvruckerrt (Pietsch & bcheytza) tn Gießen. 103.80 97.95 102 30 OOO.OC 000.00 4 4 3 3 8720 104.10 22.75 93 00 34 80 101.50 1(0.60 Btttf 16.21 20 Franken-St. Engl. 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