N*. 52 Mittwoch den S. März 18»7 Anrts- und Anzeigeblntt für den Ureis Giefzen Redaction, Expeditio» und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Abonnemeuispreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Der^ Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. dm bis, öellbrona. ^gegangen.! Die Gießener Aamiklenvtäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Mnt. it, wSWWtn. r. *• an ’äasui. ießmer Anzeiger Kmerat-Mnzeiger. Hratisöeitage: Hießener Jamittenötätter Anrtlirhsr Theil 74.’/i 51' lichkeit einer Signalverbindung mir derselben. Der 56.5 las der Wasserscheide gesunden worden, von denen jedoch »och keiner in Untersuchung genommen wurde. Im Felde südlich und nördlich von GrÜntngen, in dessen Nähe der litt Limes vorbeiziehen dürfte, ist noch nichts gefunden Horden, dagegen erscheinen die . alten Anlagen wieder am Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für btx folgend« Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. w /■Brauern] ier“ LG. Reif. 1825 Alle Annonccn-Burcaux deS In» und Auslandes nehm« j Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" entgegen. 20./1 winkeln zu verhindern. — Da nun die aufgedeckte ältere LimeSanlage, aus den Scherbenfunden zu schließen, inS erste Jahrhundert gehört, so darf wenigstens die Bermuthuog ausgesprochen werden, daß in der aufgefundenen älteren, meist zurückliegenden LimeSanlage mit ihren Erdschanzen, Holzthürmen und Baracken und ihrem auS einzelnen Pfosten und Flechtwerk bestehenden Grenzzaun der Limes deSDomitian vor liegt, zumal Domitian gerade mit den hier ansässigen Chatten zu kämpfen hatte. Militärisch war die Anlage günstig hergestellt- fie gewährte den Blick inS germanische Gebiet und — waS noch wichtiger war — den Rückblick nach der bereits römischen Wetterau und damit die Mög- pellation erklärte der Handelsminister, daß daS StoatS- ministertum sich der vorjährigen Reichstags.Resolution gegen« über ablehnend verhalten habe, einmal, weil eS ganz zweifelhaft sei, ob der Quebrachozoll der Landwirthschast von Nutzen sein werde, und dann, weil eS ganz unzweifelhaft sei, daß die Lederindustrie dadurch stark würde geschädigt werden. . Nach Ablauf der Handelsverträge würde Deutschland frei sein in seinen Entschlüssen, aber wie alsdann die Lage der Lederindustrie sein werde, daS lasse fich jetzt noch nicht sagen. AlSdann wurde in die Besprechung der Interpellation ein- getreten. Morgen Interpellation, betreffend Organisation deS Handwerks, und kleine Vorlagen. Berlin, 1. März. Der „Nordd. Allg. Zig." wird aus Wien gemeldet: Von maßgebender Seite wird erklärt, daß sofort nach dem Bekanntwerden der Entsendung der griechischen Flottille unter dem Commando deS Prinzen Georg nach Kreta von einigen Mächten der Vorschlag ge-. macht worden sei, die Einfahrt der Flottille in die kretenfischen Gewässer mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern, doch sei dieser Vorschlag auf heftigen Widerstand gestoßen und über denselben eine Einigung sämmtlicher Mächte nicht erzielt worden. Berlin, 1. März. Die „Post" meldet aus Konstantinopel: Die Rüstungen nehmen ihren Fortgang. Der Sultan, welcher ein Vermögen von rund 240 Millionen Francs besitzt, hat, inbegriffen die früheren, dem Staatsschätze geleisteten Vorschüsse, bis jetzt über 60 Millionen Francs hergegeben und erklärte, daß er nöthigenfalls fein ganzes Vermögen dem Baterlande zur Verfügung stelle. Frankfurt a. M., 1. März. Die „Franks. Ztg." meldet auS Konstantinopel: Ein auS Athen hier etngetroffener dänischer Offizier, der in letzter Woche zweimal vom Könige in Audienz empfangen worden ist, sagte dem Corre- spondenten der „Frkf. Ztg.", daß die Beziehungen zwischen den Höfen von Athen und Petersburg vollständig abgebrochen seien. Der König habe nicht einmal mehr gestattet, die jüngst eingetroffenen Depeschen der Kaiserin-Wittwe und des Großfürsten Michael zu beantworten. König und Regierung seien ein vollständiger Spielball deS NationalcomitsS geworden. König Georg habe ihm, dem Offizier, aufs Bestimmteste erklärt, daß keine europäische Macht hinter ihm gestanden habe, als er fich dem nationalen Willen beugte. Diesem Willen werde er gehorchen und gegen Norden marschireo, wen« Griechenland gezwungen werde, Kreta zu verlaffen. Der dänische Offizier, dessen Glaubwürdigkeit über alle Zweifel erhaben sei, habe weiter versichert, daß die Kronprinzessin Depeschen des Bureau „Herold." Berlin, 1. März. Der Staatssekretär deS Auswärtigen Amtes, Freiherr v. Marschall, wurde heute Mittag vom Kaiser zum Vortrag empfangen. Berlin, 1. März Der „RetchSanzeiger" veröffentlicht die Verordnung, betreffend die Einführung preußischer Landesgesetze in Helgoland, vom 1. Februar 1897. Berlin, 1. März. Die DiSctplinar-Verhandlungen gegen Dr. Carl PeterS werden im Laufe dieses Monats stattfinden. Der Geh. LegationSrath Dr. v. Schwartzkoppen hat, wie die „Post" hört, die Voruntersuchung geführt, während der Geh. LegationSrath Hellwig nunmehr die Anklage leiten wird. DaS Verfahren gegen PeterS wird das erste sein, das vor der neu gebildeten DiSciplinarkammer zur Verhandlung kommen wird. Berlin, 1. März. Im Abgeordneteuhaufe wurde heute der Antrag Knebel betreffs möglichst baldiger Vorlegung eines Gesetzentwurfs über das Ruhegehalt und die Fürsorge für Hinterbliebene der Gemetndebeamten in der Rhetnprovinz au die Gemeinde-Commission verwiesen. ES folgte die CeotrumS-Jnterpellation betreffs Einführung eines Schutzzolles auf Quebrachoholz. Nach der Begründung der Inter- Pfahlgraben nordöstlich von Grüningen am Ziegenberg und begleiten denselben bis Kloster ArnSburg. ES find hier bis jetzt drei Gruppen bekannt, von denen zwei 'je aus Erd- schanze und Holzthurm neben einem Steinthurm und eine ouS Holzthurm neben Steinthurm bestehen. Bei ArnSburg ist aus dem rechten Wetterufer der Pfahlgraben auch im Wald durch früheren Ackerbau theilweise verwischt oder durch mittelalterliche Anlagen die Sache unklar gemacht worden. Durch Einschnitte in den Boden und AuShebrn der Grabens gelang es hier, den Zug festzuftellen. Auf dem linken Wetterufer besteht der Limes aus einer 1,20 bis 2,50 Meter breiten Trockenmauer mit Graben davor. Der Grund dieser von der Regel abweichenden Bauart ist in der felsigen Be- schaffenheit deS BodenS zu suchen. An einigen Stellen ist die nicht fundamentirte Mauer gerutscht und man hat dann eine Correctur angebracht. AuS dieser Correctur hat fich gegen Osten hin ein selbstständiger Wall mit Graben davor entwickelt, der vor der Mauer hinziehr. Nach Süden hin springen von dem Steindamw vier bastionartige Steinschüttungen vor. Dieselben gehören jedenfalls der älteren Zeit an, denn auf zwei derselben fanden fich neben den Ecken der späteren Steinthürme die Pfostenlöcher der alten Holz- ihürme, die auch hier wieder ca. 30 Mettr vor der Front daS ältere Paliffadengräbchen begleitet. — Außerdem wurde noch ca. 700 Meter nordwärts zu beiden Seiten der Wetter durch Bodeneinschnitte eine — indeß von Professor GareiS schon früher vermuthete — LimeSanlage aufgedeckt, die, nach den Scherbenfunden zu urtheilen, erst in der späteren Zeit der Römerherrfchaft in der Wetterau angelegt wurde, um einen einspringenden Winkel abzuschneiden. Die Zeugnisse der römischen Schriftsteller über den Limes sind äußerst spärlich. Spartian gibt im Leben Hadrians an, daß, wo nicht Flüsse eine natürliche Grenzwehr bildeten, mit großen Pfählen (magnis stipitibue) ein Limes gezogen worden fei, und Frouttu berichtet, daß Domitian auf 120,000 Doppelschritte einen Limes gezogen habe, um das Hervorbrechen der Germanen auS ihren Wäldern und Schlupf- Sofia, 1. März. König Alexander von Serbien | ist hier heute eingetroffen und vom Fürsten Ferdinand am Bahnhose empfangen worden. Der König begrüßte alSbald die Fürstin im Schlosse. Die Bevölkerung empfing den Gast mit sympathischen Zurufen. Aden, 1. März. (Stefaut.) Weitere 96 von Meuelik freigelassene italienische Gefangene find in Harras eingetroffen. Ihre Ankunft in Zeila dürfte gegen den 12. März erfolgen. Kanea, 28. Februar. Heute Nachmittag traf der neue Militärgouoerneur Tewfik Pascha hier ein und stattete alsbald den Consuln Besuche ab. Kandia, 1. März. In der Stadt und Umgebung ist die türkische Bevölkerung von einer HungerSnoth bedroht. Die Insurgenten treffen Vorbereitungen zum Bombardement der Stadt. Hierapetra, 1. Mär;. Den fremden Kriegsschiffen gelang es, an einigen Punkten die Muhamedaner vor den Grausamkeiten der Christen zu retten. Wo dies in Folge der Entfernung von der Küste nicht angängig ist, find die Moslems der Rache der christlichen Ausständischen ausgesetzt, die durch die Anwesenheit griechischer Truppen aus der Insel zu unmenschlichen Greueln ermuthigt werden. Domitianische Limes mußte in kurzer Zeit vor dem Feind als provisorische Feldbefestigung errichtet werden, wohl auS Erde und Holz, das von den zur Gewinnung einer freien Aussicht gefällten Bäumen geliefert wurde. Die Ausgrabungen haben eine solche Anlage zu Tage gefördert. Genauere Auskunft hierüber darf man wohl von den Untersuchungen hoffen, die im laufenden Jahre an den einzelnen Stationen der älteren Linie vorgenommen werden sollen. — Das Gleiche gilt bezügl. des den Pfahlgraben in 3,40 bis 3,50 Meter vor der Grabensohle begleitenden jüngeren PaliffadengräbchenS, in dem bei Butzbach deutliche Reste von dicht nebeneinanderfitzenden Palisiaden aus Eichenholz gefunden wurden, und der Steinthürme. — Der Limeswall, mit Spitzgrabep davor, gehört jedenfalls der letzten Periode an, aber seine Trace ist durch den Paliffadengraben der zweiten Periode bestimmt worden. — Aehnliche Resultate find von Professor Löschcke in Bonn auf der Strecke Grenzhausen-Hönningen bet seine« mit ebensoviel Scharfsinn als Sorgfalt ausgeführten Untersuchungen erzielt worden. Er ist der Ansicht, daß aus de» in einzelnen Holzthürmen gefundenen Scherben die Entstehung derselben mit Sicherheit in die Zeit der Flavischen Dynastie zu setzen sei. .eE >tth°rdb°hn. Hialli lE 9110 96. dieselben germanischen und frührömischen Scherben, wie in den vorher untersuchten Anlagen, in der Baracke allein aber auch noch solche auS späterer Zeit. Im Abstand von 31 Meter bett der vorderen Front deS HolzthurmeS wurde auch wieder la- ältere Paliffadengräbchen aufgedeckt. Auf der rechten Seite der Bahn, ca. 500 Meter weiter nordöstlich und ca. 350 Meter hinter dem Pfahlgraben liegt abermals eine Gruppe, die aus einem runden Hügel — Holzthurm —, einem elliptischen Hügel — Baracke — und einem Erd- ttstellchen besteht. Auch hier wurde durch einen Einschnitt t-s ältere Paliffadengräbchen constatirt. Die genauere Unter- Wolffs telegraphisches Lorrespovdeiy-Vrwed. Berlt«, 1. März. Der Staatssekretär Stephan ist soweit wiederhergestellt, daß er von dem Verband befreit werden konnte- er muß jedoch zur Schonung des Fußes noch einige Tage das Bett hüten. Berlin, 1. März. Die Meldung der „Frankfurter Zeitung" aus Berlin, in den Berathungen über die Mili- tärstrafproceßordnung wäre am Freitag eine Pause str mehrere Wochen eingetreten, erklärt die „Nordd. Allg. Zeitung" für unrichtig. Dic Berathungen werden ganz tote bisher fortgesetzt. Hamburg, 1. März. Der Verein der Importeure englischer Kohlen hat an die Kohlenschauerleute ein Schreiben gerichtet, tn welchem ihnen mitgetheilt wird, dvß vom 2. Marz nur solche Arbeiter zur Arbeit zugelaffen werden, die einen Schein unterschrieben haben, durch den sie sich verpflichten, mit den Arbeitern, die nicht die Arbeit viedergelegt hatten, in Ruhe und Frieden arbeiten zu wollen und eine vierzehntägige Kündigungsfrist anerkennen. Die Kohlenarbeiter hielten gestern eine geheime Sitzung ab, deren Crgebntß nicht bekannt ist. Rom, 1. März. Der Papst empfing anläßlich des Jahrestages der Krönung die Cardinäle und Bischöfe und paraphrasirte die Encyclika vom Juni 1896 Über die Einheit der Kirchen. Das Befinden des Papstes ist vorzüglich. Bruffel, 1. März. Der belgische Gesandte in Lissabon tmd frühere Ministerpräfident de NivelleS ist gestern gestorben. Ä>°° Minden. Th.100 >jfß unübertroffen. TanJeren^J^^!!^ »fertig in der ^rei (Pietsch W tri*»e 1 ________ Bekanntmachung, betreffend: Gesuch der VerficherungSanstalten der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in München um Ertheilung der Concession zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum. Dir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß Großherzogliche» Ministerium des Innern bei Rubrikatin die Erlaubniß zum Betrieb der Unfallversicherung im Großherzogthum unter brn üblichen Bedingungen auf Widerruf errheilt hat. Gießen, den 1. März 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gag ern. ..niuV"" .nsbache^' Ä tS&\ pW. tt siebend. ftS“"9 des Sin- -_____m NOM. Mw, Aut >®t. bet »er Versichere, ieflen: ri Snhanlage 5. frichung bleibt für 1897 Vorbehalten. — Als Fortsetzung der ilteren Linie nach Nordoften find bis jetzt zwei Hügel immer UO.O»'S 41.80 W 131,251"', '«10 Feuilleton. Nie neuesten Limesuntersuchungen in Merhesten. (Schluß,) Etwa» recht Interessantes liefert die mit aller Genauigkeit ausgeführte Untersuchung einer im BolkSmunde Rett- schule genannten Hügelgruppe im Gambacher Gemeindewald, links von der Main-Weser.Bahn, ca. 150 Meter hinter dem Pfahlgraben. Neben einem reichliche Eulturreste — darunter ein schön patinirteS Broncestück mit weißem Email — liefernden Holzthurmhügel mit ungewöhnlich großer Plattform, dessen vier Pfostenlöcher fich nicht genau in der Mitte, sondern mehr seitlich fanden, um noch einer 5 Meter langen, 1,5 Meter breiten und beinahe 1 Meter tiefen Feuer- stclle Platz zu gewähren, fand sich ein weiterer Hügel mit L zwölf Pfostenlöchern, auS dessen Spitzgrabeu reichliche Mchenreste tn Gestalt von Knochen, Scherben und dergl. gefördert wurden. In Holzthurm und Baracke fanden fich Sophie vollkommen in den griechischen Bestrebungen aufgehe und eine ungeheure Popularität genieße, wogegen sich beim Kronprinzen eine kühlere Austastung bemerkbar mache. Hamburg. I.März. Heute Morgen nahmen die Korn- Accordarbeiter ebenfalls die Arbeit wieder auf, nachdem fie tu einer gestern abgehaltenen Versammlung beschloffeu hatten, fich den Stauern zu fügen und den von diesen verlangten Revers zu unterschreiben. Wien. 1. März. Das Kriegsministerium hat, wie das „3?. W. Abendbl." erfährt, angeordnet, die Dynamit- fabrik Nobel in Urscheudorf heute wieder in Betrieb -u setzen. , . Prag. 1. März. Die Omladtnisten demonftr,rten vor dem Hause drS Abgeordneten Herold und zertrümmerten mehrere Fensterscheiben. Trieut, I.März. Ein hiesiges B.'att meldet aus Wien die Verhaftung eines russischen Journalisten. Der« selbe beabsichtigte. In Galizien und Ungarn geheime Comitv« behufs panslawistischer Propaganda zu bilden. No«, 1. März. Einzelne Blätter melden auS Konstantinopel, der italienische Botschafter P a n s a habe wegen der divergirenden Anschauungen in der kretenfischen Frage seine Abberufung erbeten. London, I.März. »Daily News" melden aus Kanea: Inder Nähe von Herakleton lagern 25,000 Musel- männer ohne alle Lebensmittel. Loudon, 1. März. »Daily Chronicle" meldet aus Athen: Das Natioval-Comits beschloß, nunmehr in Mace- donien die Operationen zu beginnen. Atheu, 1. März. Die Nachrichten aus Kreta lauten andauernd beforgnißerregeud. Die Muhamedaoer, durch die Action der Mächte gegen Griechenland ermuthigt und von den türkischen Behörden aufgemuutert und unterstützt, er- gretsen die Offensive. Die Gerüchte, daß die Christen unmenschliche Greuelthaten verübten, werden nach Consular- berichten als vollständig erfunden bezeichnet. Atheu, 1. März. Man glaubt, daß die Collectiv-' vote der Mächte wenig Aussicht auf Berücksichtigung hat. Die Preffe äußert Zweifel an der Richtigkeit der Mittheiluog der englischen Blätter. Konstantinopel. 1. März. Die cretensische Frage soll baldigst eine Lösung finden. Man glaubt, daß Kreta ein gleiches Privilegium bekommt wie Samos, nämlich Autonomie mit einer jährlichen Trtbutzahlung von 50000 Pfund. Die Hauptschwierigkeit liegt in der Gouverneurwahl. Einige diplomatische Persönlichkeiten haben zur Vermeidung eines Streites die Abficht, einen Europäer vorzuschlagen. Konstantinopel. 1. März. Zweitausend Arbeiter des Marine-Arsenals mußten die Arbeit etnstellen, da kein Material für die Ausrüstung der Panzerschiffe vorhanden ist und Haffau Pascha von htefigen Kaufleuten keinen Credtt mehr erhält. Das Auslaufen der Flotte wird allgemein bezweifelt. Berlin, 2. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet aus Wien: Die Athener Gesandten wurden beauftragt, den Text der No re festzustellen, welcher den Kabinetten der Mächte zur Begutachtung übermittelt und worauf derselbe der griechischen Regierung überreicht werden soll. ES tritt also eine neuerliche Verzögerung ein, offenbar in der Absicht, Griechenland zum Einlenken Zett zu laffen. Die größte Schwierigkeit bereitet die Frage, wie im Falle deS fort- gesetzten Widerstandes Griechenlands die Räumung Kretas herbeigeführt werden soll. London, 2. März. Der deutsche und französische Bot- schafter hatten gestern eine längere Conferenz mit Lord Salisbury über die Abänderungen im Texte der Collectiv- noten. Salisbury, welcher verlangte, daß die Note an Griechenland, sowie diejenige an die Türkei eine Verschärfung erhalten sollte, gab schließlich dem entschiedenen festen Auf- treten des deutschen Botschafters nach. Man glaubt, die jetzt erzielte Verständigung sei eine endgiltige. Die Ueber- retchung der Noten wird unmittelbar erwartet. Athen, 2. März. In der Deputirteukammer antwortete DelyanntS auf die Interpellation betreffend Kreta, die Regierung rhue ihre Pflicht. Gegen das Bombardement von AkrotiriS wurde protestirt, darauf wurde der Regierung ein Vertrauensvotum ertheilt. Kaadia, 2. März. Verkleidete Türken tödteten bet dem Dorfe ArchaneS vier Christen. Die Insurgenten protestirten bet den Consulaten wegen dieses Bruches des Waffenstillstandes. Kauea, 2. März. Griechische Truppen haben daS Fort Stavers im Bezirke Melino erstürmt. Unter der Bevölkerung herrscht große Aufregung. WB. Athen, 2. März. HavaSmeldung. Nach amtlicher Mittheilung wurde Kandis, wo 3000 Muhamedauer ein- geschloffen waren, Nachmittags genommen und die ganze Be- fatzung gefangen.______________________ _ CoceUs «nd proHnjklkfe Gießen, den 2. März. •• Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Director der Ober- hessischen Eisenbahnen, Geheimen Baurath Ernst Altvater, mit Wirkung vom 1. April l. IS. an zum dies- feitigen Mitglied und Vorsitzenden der Direction der Main- Neckar-Eisendahn zu ernennen. "'Ehrung. Gestern wurde Herrn Geheimrath Prof. Dr. Eckhardt zu seinem 75. Geburtstage daS Ehren- bürgerdtplom seiner GeburtSstadr Homberg tu Kurheffen überreicht. •• Der Großh. Universitätsbibliothek ist vor Kurzem ein höchstwerthvolleS Ges ch enk übermittelt worden. Ein reicher Ruffe, Alexander von Swentgorodskoi, der tu Ruß- land und Westeuropa viel gereist ist, hat einen Theil seines großen Vermögens auf das Sammeln byzantinischer Zellenschmelze /'(Smail) verwendet und dank seiner Rührigkeit eine I ziemlich vollständige Sammlung von Gegenständen dieses ältesten Kunstgewerbes erworben. Entgegen der Gewohnheit so vieler Sammler suchte er seine Schätze der Allgemeioheit und der Wiffenschaft zugänglich zu machen und fand in dem bekannten Petersburger Profeffor Kondakow einen hervor- ragenden Bearbeiter des Textes zu der von ihm beabsich- ttgten Veröffentlichung seiner Zelleuschwelze. Hierdurch gewann daS 1892 erschienene Buch einen bedeutenden wissen- schaftlichen Werth, und mit Recht kann SwenigorodSko^ in der Vorrede behaupten, daß noch kein Werk die Denkmäler des ZelleuschmelzeS in solcher Vollständigkeit vereinigt habe. DaS auf'S prächtigste in byzantinischem Stile ausgestattete I Werk, daS dem Zar Alexander UL gewidmet ist, giebt eine ausführliche Geschichte des byzantischen ZelleuschmelzeS mit 113 Abbildungen im Text uud 28 Tafeln in Farbendruck. ES wurden nur 200 nummerirte Exemplare in russischer, deutscher und französischer Sprache gedruckt. Einige wenige Exemplare find mit dem Bilde SwenigorodSkoiS, dem letzten unvollendeten Werk des Pariser Kupferstechers Gaillard, ge- schmückt. Eins dieser Exemplare ist von SweuigorodSkoi unserer UniverfitätS-Bibliothek zum Geschenk gemacht worden. Einen Triumph deutschen Kunstgewerbes mag es bedeuten, daß das ganze Werk mit alleiniger Ausnahme der seidenen Schutzdecke von deutschen Firmen hergestellt ist. Die Pracht- vollen Farbentafeln entstammen der chromolithographischen Anstalt von Aug. Ofterrieth in Frankfurt a. M., die auch den Druck deS Textes besorgt har, und der in Weiß und Gold in reicher Preffung ausgeführte Einband ist von Hübel und Denck in Leipzig hergestellt. Wie wir hören, ist daS Werk von morgen ab im Kuustverein, im Thurmhaus am Brand, ausgestellt. ** Stadttheater. Auf die morgen stattfindende erste Abonnements-Vorstellung „Krieg im Frieden" sei hier- | durch wiederholt htngewiesen. Weitere Spieltage dieser Woche sind Donnerstag und Freitag. — Das Gastspiel MatkowSky betreffend, geht uns aus dem Theaterbüreau die weitere Meldung zu, daß der Künstler als „Othello", „Kean" und wahrscheinlich als »Karl Moor" in Schtller'S „Räubern" gastiren wird. * • Der HilfSvereiu im Großherzogthum Hesse» für die Krankenpflege und die Unterstützung der Soldaten im Felde (Rothes Kreuz) hat, laut „Darmst. Ztg.", in feiner Eigen- schäft als Hessischer LandeSveretn der Kaiser Wilhelmstiftung beschlossen, den von ihm mit ständiger Beihilfe bedachten Invaliden und Hinterbliebenen Gefallener aus dem Kriege 1870—71 (über 200!) zur Ehrung der Jahrhundertfeier der Geburt Kaiser Wilhelms eine außerordentliche Bet- Hilfe von je 10 Mk. zu bewilligen. • * Für Gastwirthe. Dor einem neuen Schwindel, der gegenwärtig von England aus in Scene gesetzt wird, den die Gastwirthe hiermit gewarnt. Dort hat fich neuer- dingS ein Gaunerconsorttum gebildet, welches fich „The English Compagny“ nennt und in folgender Weise operirt. Die „englische Company" versendet an Gastwirthe PretS- courante eines angeblich riesigen Fahrradlagers mit der Bitte, diese Preislisten in den Gaftlocalen auSzulegen. Für diese Gefälligkeit übergibt die Compagnie den Wirthen je ein LooS einer alsbald stattfindenden Lotterie, deren Haupttreffer in einem „prächtigen, vorzüglichen und hochmodernen Fahrrad" besteht. Bald darauf trifft bet den Wirthen ein großer Schreibebrref der Company ein, in welchem ihnen eröffnet wird, daß fie die glücklichen Gewinner des Haupttreffers find — sie sollten nur schleunigst zehn Schilling für 8er» Packung und Transport des Fahrrades einsenden, worauf ihnen dasselbe sofort zugeschickt würde. Zahlreiche Wirthe von außerhalb gingen auf den Leim und sandten den ge- wünschten Betrag ein- auf daS Fahrrad aber warten sie heute noch, obwohl inzwischen bereit» mehrere Wochen ver- strichen sind, und auf Anfragen mit beigelegtem Rückporto sind fie bisher auch ohne Antwort geblieben. • * Postsendungen an Eoldaten. Behufs Herstellung eines einheitlichen Verfahrens bei Bestellung der Postsendungen durch Etlbooten und mit dem Vermerk „Eigenhändig" versehenen Einschreibsendungen, Postanweisungen und Sen- düngen mit Werthangabe ist folgende, heute in Kraft tretende Bestimmung erlassen: Die benannten Sendungen find auf den Regiments- bezw. Bataillons- und GeschäfrSstuben und für die Zeit, während welcher letztere geschloffen find, auf den Kasernenwachen abzuliefern. An diesen, der Poft unter Mittheilung der EmpfangSzeiten zu bezeichnenden Stellen haben Bücher auSzuliegen, in denen die Postboten die Sendung eintragen. Die Weiterbeförderung an die Adressaten hat dann sofort zu erfolgen. Die erforderliche Quittung leistet eine der Post zu bezeichnende Person (Regiments- usw. Schreiber oder Wachthabender). Sind Kasernen nicht vor- Händen, so erfolgt die Aushändigung an den Empfänger unmittelbar. * • Wetterbericht. Die Depression im Nordwesten tritt unter gleichzeitiger Zunahme ihrer Tiefe rasch in südöstlicher Richtung nach dem Continent herein und steht bereits ein Theil von Central-Europa unter ihrem Einfluß. Dementsprechend ist trübe- Wetter eingetreten und fallen noch stellenweise Niederschläge. Die Herrschaft des niederen Druckes wird wohl für die Wetterlage unseres Gebietes maßgebend bleiben. — Voraussichtliche Witterung: Trübes, etwas kühleres Wetter mit Niederschlägen. (§) vobeahansen (Kr. Schotten), 1. März. Einem tragischen Geschick ist hier der 13 jähriger Sohn eines Land- wirthes zum Opfer gefallen. Derselbe war kürzlich so un» glücklich mit dem einen Arm in die Futterschneidemaschine gerathen, daß er kurz über dem Ellenbogen eine bis auf den Knochen gehende Schnittwunde erhielt. Die Wunde heilte zwar äußerlich zu, zog aber ein innere- Kranksein nach, woran der Kaabe vorgestern verstorben ist. X. Darmstadt, 1. März. In dem populären Borttag«- cyklus des Alice-Frauen-BereinS für Krankenpflege ließ sich heute Herr Dr. med. Buß, Specialarzt I für Ohrenkraukheiten, über das Ohr und Ohrenerkrank- ungeu veruehmen. Er gab zunächst in kurzen Züge« ei« Bild der Anatomie des Ohres, daS auS dem äußeren, mitt» lereu und inneren Ohr besteht, andererseits betrachtet, in einen fchalllettendeu und einen schallempfindenden Theil, letzterer das innere Ohr, sich gliedert. Die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang überhaupt schließt daS Trommelfell nach innen, nach der lufthaltigen Paukenhöhle ab. DaS Trommelfell wird vielfach fälschlich als Sitz des GehörS betrachtet ; es dient in der Hauptsache lediglich zur Fortleitung der aufgenommenen Schallwellen zum Hörwerk. Weitere Organe deS Ohres nach innen zu find die drei miteinander durch elastische Bänder verbundenen Gehörknöchelchen, wegen ihrer Form Hammer, AmboS und Steigbügel genannt und ist das Trommelfell mit der sog. Fußplatte des Steigbügelverbunden und werden damit die Bewegungen auf daS innere Ohr übertragen. Letzteres stellt fich in der Hauptsache al« häutiges, mit Flüssigkeit gefülltes Säckchen dar, das ringsum von knochigen Theilen umschlossen ist und eine runde und eine ovale Oeffnuug zeigt usw. Die Schallwellen werden durch das äußere Gehörorgan, Trommelfell, Gehörknöchelchen bis zur Fußplatte de- Steigbügels geleitet in die sogen. Labyrinth-Flüssigkeit, die in Wellenbewegungen versetzt find, und zwar ist eine flächenförmige Endausbreitung der Gehörnerven in der genannten Flüssigkeit vorhanden und nimmt man an, daß jede Nervenfaser auf die Aufnahme eines bestimmten Tones, der an daS Ohr dringt, gestimmt ist. Erkrankungen des Ohres find fehr häufig und können die verschiedensten Ursachen haben. Unter drei Menschen zwischei 20 und 50 Jahren ist durchschnittlich einer, dessen Ohre« nicht normal find. Erkrankungen deS äußeren Ohres con- ftatirt man durchschnittlich 24, des mittleren 68, deS inneren Ohres 8 pCt. DaS männliche Geschlecht ist Ohren-Erkrank- ungen mehr ausgesetzt als daS weibliche, Erwachsene mehr als Kinder. Erkältungen bilden die gewöhnliche Veranlassung der Erkrankung. Vererbung von Ohrenleiden ist in ver- schiedeneu Fällen unverkennbar.Viele Ohren-Erkrankungen Haden dann ihren Ursprung in Verletzungen, und zwar entweder tnbirect durch Schädelverletzungen, oder direct durch Explo- fiouen, Blitzschlag u. dgl. m. Gewerbliche Berufskrankheiten deS Ohres kommen namentlich bei Schmieden, Mechanikern, aber auch bei Müllern, Kohlenarbeitern ufw. vor- hier liegt gewöhnlich eine Ueberreizung des nervösen Apparates des Ohres durch den furchtbaren Lärm usw. vor. Locomotiv- führer schließen fich dann an. Schließlich gedachte Redner in dem reichhaltigen und hochbelehrenden Vortrage der zahl- reichen inneren Ursachen, die zuOhren-Erkrankungen führen können und erwähnte als practisch besonders bedeutsam, daß Ohren-Erkrankungen heute von Bielen erst ernst genommen werden, wenn fie starke Schmerzen verursachen oder die Schwerhörigkeit starken Umfang annimmt, in welchem Falle es dann ost zu spät sei- insbesondere sollten chronische Ohr-Eiterungen keinesfalls leicht genommen werden. Darmstadt. I.März. Das Großherzogliche Ministerium der Justiz hat angeordnet, daß am 22. März, dem hundertsten Geburtstag Seiner Majestät des verewigten Kaisers Wilhelm, sämmtliche der Vermal- tung von Justizbehörden unterstehenden öffentlichen Gebäude zu beflaggen sind, und hat genehmigt, daß die Amtsstuben an diesem Tage geschlossen bleiben. △ Mainz. I.März. Wenngleich der Himmel keine sehr heitere Miene machte und trübes Gewölke daS Hervortretea der Sonne verhinderte, begann schon in den ersten Morgenstunden eine wahre Völkerwanderung von Fremden hierher, und lange vor Beginn deS Zuges herrschte in den Haupt- sächlich srequenttrten Straßen ein sehr bunte« Leben unb Treiben. Alle Frühzüge brachten neue Schaaren von Fremden, hauptsächlich Bewohner auS den Nachbarstädten Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt, Mannheim, WormS, Bingen re. re. Die Außenbahnen waren Überfüllt von der Landbevölkerung auS weitem Umkreis. Nach der üblichen Verspätung setzte fich der Zug gegen die Mittagsstunde in Bewegung. Derselbe bestand in drei Abheilungen mit 53 Nummern. Sine Detatlbeschreibung würde zu weit führen, weßhalb wir nur die größeren Gruppen herauSgreifen, die nicht speciell locale Verhältnisse behandelten, sondern mehr allgemeinen Character trugen. Nach den üblichen Gasanzündern, Herolden, Fanfarenbläsern, einem MufikcorpS rc. rc. machten zwei riesige Wagen den Anfang deS Zages, die allerlei für große unb kleine Kinder brachten. Auf dem ersten prangte ein collo!- faler Zabbelbajatz, der feine Freude über den Carneval zs erkennen gab, und auf dem zweiten zeigte fia, der „Struwelpeter" mit dem großen Nikolaus, dem bösen Friedrich unb den Tintenbuben, König Nußknacker u. s. w. Durch die folgende Gruppe wurde der Maximalarbeitstag der Bäcker veranschaulicht. Während Gesellen und Lehrlinge sich de» süßen NichtSthun hingeben, und fich nur mit Kartenspieltt unb Trinken befassen, arbeiten bie Meister unb ihre Än gehörigen, baß ihnen ber Schweiß von der Stirn rtnm Eine sehr witzige Gruppe folgt nun in der Berliner Au«' stellung, die fich sofort durch eine cofloffale Hand mit de« bekannten Hammer kenntlich macht. Mit düstren Miene, I geben dem Wagen die Garantiezeichner daS Geleite. 6a großes Schloß auf einem Wagen stellte die Restauration dr» kurfürstlichen Schlosses hier dar, vor welche« die Kunstsack- verständigen sitzen und für Mk. 2200 auf Kosten der Stadt Mainz diniren. Tine Norddeutsche PfisfikuSmusik leitete die nächste Gruppe „Hesfisch-Preußische unb Preußisch-Hesfisäe LubwigSbahn" ein. Man sieht, wie bie Mk. 830,000 c« bie Direktoren vertheilt werben unb bie Beamten vergeb!,» auf bie Gehaltserhöhung warten. Ein Wagen mit einer Statue, auf welcher ein großes Schwein als Pegasus thronte, soll bie moderne Dichtkunst darstellen, während die folgert Gruppe die Aufschrift trug, »DaS verschleierte Bild zu Salb' eine Persiflage auf Vorgänge Im hiesigen Museum, wo on* Anordnung von einem DeputatiovSmitglied daS Gemälde v»o I Dürer« „Adam und Eva" mit einem Vorhang verhüllt wurbe. »'S**» ftßs J*.Ä?5 b“ ®Wl ab 1 8 Ra n lunb' Dal ^“Utoeden toJ‘ TehörknSlhkich^ l'tttt in bieT * deriktztL *n9 drr Gehöre bfa? Uöb D,t™ tlnti be- tft, * ®‘ DU !i. ®t»W« iBiftn Me« Lhm °°b»w Oft« ui. «««8, d„ !„„„ y/ StöJo^ene ^hvlichr 8txanlaffms «nWbtn ist In 6[r -N'Elkrankungenhabü und zwar tntmtir t bittet durch ‘*t Bernsskrankheiüi imieben, Mechaniken i nf®- Dor; hier lieg: * Apparate- tet 1®- Dor. Vücomohö- Hd) gedachte 9ttom Lorttagt drr M Erkrankavgen Hrn dnS btbtuilaw, ba| nst ernst gtnomntr rrruriachrn oder tu nt, in weichem Fal, ere sollten chronisti men werden. rzogiiche Ministerillir März, dem huv. a\t^at btt 'm bmXW Ut BttwLl a vstrnckchrn ®tbäc:: t, daß die AtvllM der Himmel keine ich oölke da« hervorttiir in den ersten Motgl' von Fremden Hindi' herrschte in den HW ehr buntes Leben iti Tchaaren von Frmdki chbarftädten WieSbad" WormS, Bingen u. on der LaudbevSlkM )lichen Berlpätung I'f t In Bewegung. » it 53 Nummern. hrrn, wehhalb wir °- die nicht ipteitö r allgemeinen EH°M Ddern, V «achten zwei rck allerlei für «*4»# ®« 7^ ^ch i« er u- b w- nalatb??W sich btr ön6 jwttwW ^LrnndMt "0"sy L».x:r »Ä * s**rss nie „ itrf!»1 d W «'“• Bll irthschaft. Giaß-m, 2. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,90—IM, H^nneUr pr. St. 00 4, 2 St. 10-13 H, Enteneier C 2 <5t f 4, eier pr. St. 00-00 Käse vr St. 5-7 4, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 4, Linsen pr. Liter 27 Taubm pr. Pa« X 0,90 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,20 bis 1,40, Hahnen pr.Stück X 1,30-1,50, Enten pr. Stück X 1,70-2,00 Gänse pr. Psmrd X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4. Kuh und RindflIch pr. Pfd. 6(5-66 4k, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 biß 66 4, fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr- Vf^b0-54 X Hammelfleisch pr. Pfd. 50—65 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00 bil 5/)0 X, sLitzkraut pr. Stück «>--00 H, Zwiebeln pr. Gentner X 5,50—6,50, Milch pr. Liter 16 H. - Mecklenburg Strelihsche Hypothekenbank. Wie aus dem Jnseratenthetle unserer heutigen Zettung ersichtlich, werden Vie am 1. April er. fälligen Pfandbrief-Coupons bereits vom 15. Mär» er. ab eingelost.k , — In der am 23. Februar er/stattgebabten Sitzung des Auf sichttzrathes des »Rordsterr»*, Lebens BersicherungS - Aktien Gesellschaft z« Berlin wurde beschlossen, der Generalversammlung dte Verthetlung einer Dividende von 115 Mk. auf jede Actte an die Aetionäre (gegen 120 Mk. im Vorjahre) und die lieber-- Weisung von 555,573.57 Mk. (gegen 525.738.85 Mk. im Vonahre) als Dividende an die am Gewinn bethetligtm Versickerten vorzu- fchlagen. Die Prämien-und Zinsen Einnahme ist in 1896 gewachsen um 431,043.38 Mk. auf 6,752,349.50 Mk., die Prämienreserve um den Betrag von 3,005,730.82 Mk. auf 32,768,740.33 Mk. Auch die Geschäfte des „Nordstern, Unfall- und AtterS-Versicherung?-Actien- Gesellschaft" haben sich günstig weiter entwickelt, und der Rechnungs- Abschluß gestattet wiederum die Zahlung der Maximal-Dividende von 10 pCt. auf die feit 1. Januar 1896 erhöhte Einzahlung, d. i. 90 Mk. auf jede Actte (gegen 75 Mk. im Vorjahre), und bie Heber» Weisung der gleichen Dividende wie im Vorjahre an die am Gewinn betheiligten Versicherten. Die Generalversammlung beider Gesellschaften wird am 3. April stattfinden. Kennen Sie dte Königin der Seifen, Doering's «eise mit der Sitte7 Wenn nicht, schieben Sie es nicht auf. Machen Sie einen Versuch mit dieser vorzüglichen Seife, die in letzterer Zeit durch coSmetische Zusätze wesentlich verbeffert und vervollkommnet worden ist, so daß sie mit Recht als die beliebteste und populärste Seife der Gegenwart gelten darf. Füx 40 Pfg. überall erhältlich. 2094 Bekanntmachung. Das Abfallholz, sowie eine Anzahl Linden-, Pappel- und Kaftauieustämme aus den städtischen Anlagen an der Grünbergerund Lonystraße, in der Südanlage, auf der Liebigstraße, im Garten der stüher v. Rabenau'schen Besitzung, an der Hammstraße, am Krofdorfer- weg und an der Rodheimerstraße sollen Donnerstag, den 4. Msr; 1897, Nschm. 2 Uhr an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der Kreuzung der Licher» und Grünbergerstraße. Gießen, den 2. März 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2113 Gnauth. 2106 Einsicht der Interessenten offen. Rodheim, den 3. März 1897. Großh. Bürgermeisterei Rodhetm. Schäfer. Bekaunrmachuug. Der Voranschlag der Gemeinde Rod heim für 1897/98 liegt vom 4. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Holzversteigerung in Gräflicher Oberförsterei Laubach. Montag de« 8. MLrz d. I. 1) im «ichberg (zwischen Laubach und FriedrichshÜtte): 430 rm Buchen-Schetter, 140 rm -Prügel, 54 rw -Stöcke, 250 rm -Astreiser; 10 Eichen von 17 bis 29 cm Durchm. -- 512 obm.14 Buchen (eAnitthoü) von 37 bis 56 cm Durchm. — 15,37 cbm, 2 Flchtenstämme — 0,64 cbm, 138 abft Ftchtenstangen = 4,48 cbm; 2) aus Etttegerichtr 55 rm Buchen-Stammreffer; 3) aus Borngraben ««d «iberloh r 20 rm abst. Buchen- Prüael, 80 rm -Stöcke, 34 rm -Astreiser; 13 Buchen (Schnittholz) von 40 bis 62 cm Durchm —12,30 cbm; 1 Elchenstamm (Nr.34, bei der Horloffsmühle) ==0,79cbm; 4> aus Giehern «vd Keldchenr 56 rm Buchen-Stöcke, 53 rm -Reiserprügel; 5) aus genannten Dtstricten: Kohlreifer und LeSholz flächenwerse. DaS Holz unter Rr. 2 bis 5 kommt Mittags beim Feuer im Eichberg zum Ausgebot. Zusammenkunft Vormittags 9>/2 Uhr im Elchberg bet Nr. 1 zunächst der Laubach-Ruppertsburger Kreisftraße. zuyu Laubach, 27. Februar 1897. Gräfliche Qberförfterei. Versteigerungen.r Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 8. März 1897, Vormittags 91/, Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Dtstricten Oberwald, Magnuöw'äldcheu und Grasfeld versteigert werden: 46 Eichenstämme, mit 22,48 fm (darunter für Glaser, Schreiner und Wagner geeignet), 4 Erlenstämme, mit 3,49 fm, 9 Fichtenstämme, mit 2,38 fm, 36 Eschenstangeu, mit 1,72 fmr 238 Fichtenstangen, mit 14,97 fm, 152,5 rm Buchen-Scheitholz, 137 „ Eichen- „ 57 „ Erlen- „ 118 „ Buchen Knüppelholz, 58 „ Eichen- 9 „ Erlen- „ 34 „ Buchen-Stockholz, 44 „ Eichen- „ 24 „ Erlen „ 3280 Wellen Buchen»Reifig, 270 „ Eichen- „ 340 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 9. Schneise. Gießen, den 27. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 2114 Bauholz-Verstkigeruilll. Montag den 8. März d. I., von Bormittags IO Uhr au, sollen im Londorfer Gemeindewald versteigert werden: 105 Eichenstämme mit 83,24 fm, 2 Buchenstämme „ 1,67 „ 28 Nadelstämme „ 7,75 „ 430 Nadelderbftangen 28,46 „ 1054 Nadelreisstangen 18,06 „ Zusammenkunft vor dem District Jungenholz. Londorf, am 1. März 1897. Großh. Bürgermeisterei Londorf. 2118 Auma nn. Empfehlungen. ML Schlachthaus. Freibank. 2078 Heute und morgen. Ochsensteisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenretn, pr. Pfd. 50 Pfg. Warme Bäder und Dampfbäder täglich geöffnet bei 167 Audr. Guter. HHEegeu plötzlicher Berhin- 111 derung meines Gesangs AGl College» S ch i m m e konnte das Frühcoucert bei Michel programmmäßig nicht ftattfinden. 2122 Stuhlbein. Wohne von heute ab 2041 Neuenweg 40 (Ä‘ A Hetz, Ofensetzer. Zum Berkaus von garautirt reiner Korubrauntwein-Hefe suche zuverlässige Vertreter ad. Abnehmer. F. Wulf, Werl in Wests., Kornbranntwein - Brennereien und Preßhefe-Fabriken. 2058 Die am 1. April er. fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereits vom 15. März er. ab an unseren Kaffen in Neustrelitz und Berlin, sowie an sämmtlichen auswärtigen Zahlstellen eingelöst. Wkckleadms-Strelitzschk 2120 Hypothekenbank. Für zwei Mädchen im Alter von 10 und 13 Jahren (Geschwister) wird Pflegstelle gesucht. 2ui Armeuamt Gieße«. oerfitätsbuchhandlung sC. Koch). Kirchenplatz 11. 1808 2117 Zu verkaufen. 2105 entgegengenommen. 14 n empfiehlt 2110 Die trauernden Hinterbliebenen 1773 Französischer Hothwein Chateau Livran aus den Weingütern des fügen Bedingungen. 2037 Bebuletraiee 7. Wiefeckerwe-. 1943 1283 2042 Lehre treten. 1852 Oeorg Koch, Uhrmacher. Giessen. Expedition d- Bl (2112 Güdoulage 11, pari. gesucht. von stets zum Konrad Peter. Joh. Melchior Rupp. Kathar. Rupp, geb. Peter. Bordeaux Medoc mrnWrlinSÄ unter günstigen Bedingungen in die 2116] Rieueipfad 81: Wohnung, ganz oder getrennt, zu vermietben. M. 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Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß gestern Nachmittag 2 Uhr unser liebes Etlichen plötzlich durch Krämpfe uns entrissen wurde. Gießen, den 2. März 1897. Die trauernden Hinterbliebenen: Albert Kuhnd und Frau. Die Beerdigung findet Donnerstag Morgen 9 Uhr von der Neuen Klimk aus statt. 2121 Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Elisabethe Peter geb. Kliugelhöfer im Alter von 61 Jahren heute Morgen 61/« Uhr nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Gießen, den 2. März 1897. Die trauernden Hinterbliebenen. Frühjahrs-Saatgut! H. Schadt, Noumnk Hof Stjtinfflbrn, potz WallcrstäLtk» Zu der bevorstehenden Cemenarfeter des Geburtstages Kaiser Wilhelms des Großen empfehlen wir für Vereins- und Gesellschaftsräume, owie Schaufenster u. s. w. für Beleuchtung», und insbesondere für Jllumiuatiouszwecke sehr geeignet: Dreikaiser - Tulpen in feinster Ausführung. 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