Nv. 2 Zweites Blatt. Sonntag den 3. Januar 1807 Der Hichener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aramtkieuvtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigekgt Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Abounementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Briugerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« ftüttAlle Annoncm-Bureaux des In- und Auslandes nehmen folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. ^fUlHUunPlUHu« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsche» Reich. 8eilte, 31. December. Bet Beginn der heutigen Börse -rächten die Mitglieder der Fondbörse anläßlich des gestrigen Beschlusses den Mitgliedern jubelnde Ovationen dar, be- sonders dem Vorfitzenden der freien Bereinigung. Letzterer dankte und gab bekannt, daß zahlreiche Zustimmungs- und Glückwunsch-Telegramme eingelaufen seien u. A. von dem Vorsitzenden der Stettiner Börse und auS Kiel. Berit», 31. December. Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist gestern Abend 10*/, Uhr wieder hier eingetroffen. Berlin, 31. December. An der gestrigen Sitzung des StaatSministertumS nahmen außer dem Freiherrn von Marschall, der noch das Zimmer hüten muß, sämmtliche Minister theil. Die Sitzung dauerte von 2—7 Uhr. Kurz «ach 2 Uhr erschien der Kaiser und übernahm den Vorsitz. Bis 4 Uhr leitete er die Berathungen, worauf er sich ver- «bschiedete. Heute Nachmittag 2 Uhr trat das Staatsmini- fterium unter dem Vorfitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe abermals zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 31. December. Wegen Beleidigung des Margarine-Fabrikanten Mohr wurde der Redakteur des „Memeler Dampfboot" zu 15 Mk. Geldstrafe verurtheilt. Pofen, 31. December. Die Mitglieder der hiesigen kaufmännischen Vereinigung beantragten beim Vorstande, schleunigst eine General-Versammlung etnzuberufen zwecks Auflösung der Getreidebörse. Hamburg, 31. December. Dem heutigen Begräbniß eines Seemannes folgten 15,000 Strikende, um dadurch eine große Demonstration herbeizuführeu. Anstand. Budapest, 31. December. Gestern Mittag fuhr ein von Steiubruch kommender Lastzug trotz des WarouugSfignals mit voller Fahrgeschwindigkeit in den Rangirbahnhof RakoS ein. Der Zug kam auf ein todteS Geleise und fuhr mit solcher Gewalt gegen den am Ende deS GeletseS befindlichen Prellbock, daß sieben Wagen entgleisten und total zertrümmert wurden. Zwei Personen wurden getödtet und der Zugführer JalfowSkt schwer verletzt. DaS übrige Zugpersonal blieb unversehrt. Der Urheber deS Unglücks, Loco- mottvführer Varga, wurde verhaftet. Budapest, 31. December. Gestern wurden 9 Opfer der Reschitza-Katastrophe zu Tage gefördert. Die Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. An der Bergung der noch fehlenden 25 Arbeiter wird rastlos gearbeitet. Triest, 31. December. Einer römischen Depesche deS Popolo zufolge hat der Lloyddampfer „BenuS" in RhoduS keine türkischen Deserteure auSgeschifft, sondern armenische Feuilleton. (Ei n k Schlittenfahrt. Novelle von E. Fahrow. (Nachdruck verboten.) Frau Käthe del Sol war in der betrübtesten Stimmung der Welt, denn eS war nun schon Januar, der Winter stand tuf der Höhe, er mußte bald wieder bergab steigen, und noch immer war die Prophezeiung nicht etngetroffen. Welche Prophezeiung? Bor zehn Jahren, als Käthe ein zwanzigjähriges glänzendes Mädchen war, hatte eine der wunderbarsten Somnambulen des ProfefforS W. ihr geweiSsagt, daß ihr Leben sich folgendermaßen gestalten würde: „34 sehe Dein Leben ganz deutlich vor mir," sagte die Schlafende. „ES ist, als läse ich tu einem Ruche. WaS ich Dir sage, ist zuverlässig wahr und unabänderlich. Ich weiß nicht, woher ich eS weiß, ich weiß aber, daß es alles wahr ist, so wie ich eS sage." (Sie sprach dies nicht in einem fließenden Satz, sondern eur, indem sie auf gestellte Fragen antwortete.) „Du wirft Dich in diesem Jahre verloben und ver- Heiratheu; Du heirathest aber nicht den, mit dem Du Dich erst verlobst. Dann kommen einige ruhige Jahre. Dein Mann stirbt vor Dir. Dein Kind auch. Du heirathest noch einmal — diesmal Deinen ersten Verlobten. . . . Im Januar 1895 wirst Du ihn Wiedersehen. Dieser Monat bringt Dir einen großen Schreck und eine Errettung aus Gefahr. Du wirst--" Hier brach die Somnambule ab, verfiel in leichte Krämpfe Flüchtlinge und zwar auf Betreiben des dortigen österreichischen Consularagenten. Brüssel, 31. December. Eine von London hier ein- getroffene Nachricht aus dem .Congo-Gedieh besagt, daß die Truppen deS CongostaateS fich mit den Derwischen schon mehrfach geschlagen und fast immer Sieger geblieben sind. So verloren die Derwische tu einer Schlacht 300 Manu, die Cougotruppen 80. Von dem Tode des ExpeditonschesS Baron DHanis war beim Abgang der letzten Poft nichts bekannt. Paris, '31. December. Des Verbiet im Proceß Stambulow wird hier von den gemäßigten Blättern als ein politisches Urtheil angesehen, welches der bulgarischen Regierung wenig Ehre einbringt. Madrid, 31. December. CanovaS läßt in Abrede stellen, daß bezüglich Cuba Unterhandlungen mit den Bereinigten Staaten eiogeleitet seien. Er erklärt, daß Spanien niemals eine Einmischung der Vereinigten Staaten und wäre es auch eine freundschaftliche, dulden werde. -o- Aus der Wetterau, 30. December. Im Gegensatz zu vielen Jagdberichteu aus anderen Gegenden kann von einem vorgestern und gestern in den Gemarkungen Södel, Melbach und Wisselsheim stattgefundeuen Feld-Tretbjageu ein sür den betreffenden Jagdpächter auffallend günstiges, für den Landwirth freilich um so weniger erfreuliches Resultat gemeldet werden. Während dieses Tretb- jagenS, au welchem auf Einladung des Pächters, des Herrn Baron von Löw zu Wisselsheim, etwa 60 Jäger betheiligt waren, wurden am ersten Tage in den Gemarkungen Södel und Melbach 370, am zweiten Tage, an welchem auch noch das Wtffelsheimer Feld abgetrieben wurde, nicht weniger als 707, also im Ganzen beinahe 1100 Hasen erlegt. Dieser überaus reiche Bestand an Hasen ist den Umständen zuzu- schretben, daß einmal die Jagd von Seiten des Herrn Baron von Löw sehr geschont wird, zum andern aber auch der Pächter durch einen eigens dazu angeftellteu Jagdaufseher das sogenannte Raubzeug, wie Füchse, Raubvögel u. bergt, wegschießeu läßt. Bad-Nauheim, 30. December. Aus Anlaß der fünfzigjährigen Jubiläumsfeier des großen Sprudels (Quelle VII) fand am letzten Sonntag in der Synagoge ein Dankgottesdienst statt, an dem sich die ganze israelitische Gemeinde betheiligte. Bad-Nauheim, 30. December. In der Nacht von Montag auf D'enStag kurz nach 1 Uhr brach durch Explosion einer Petroleumlampe in dem Gasthaus „zu den drei Hasen" in der Reichardt'schen Wohnung Feuer aus, bet welchem durch Verbrennen von Goldwaaren und Juwelen ein Schaden von mehreren Tausend Mark entstand. Durch rasches Eingreifen und erwachte bald darauf, wie gewöhnlich, erinnerungslos. Profeffor W. war Käthes Onkel und nur diesem Umstande hatte sie die intereffaute Unterredung zu danken, da sonst der Proseffor keinerlei Experimente mit seinen Somnambulen zuließ. Letztere starb ein Jahr darauf und Käthe kam nie wieder in die Lage, occulte Wahrsagungen zu erhalten. Diese eine jedoch hatte sie sich fest in ihr Gedächtniß gegraben. Kein Wunder auch, denn noch im Jahre 1885 traf der erste Theil jener Prophezethung ein. Käthe, welche mit ihren Eltern im Februar an die Riviera ging, lernte dort einen jungen Kaufmann auS Odeffa kennen, einen Deutschen von Geburt, mit dem sie bald eine tiefe, leidenschaftliche Liebe verband. Nach Ablauf von vier Wochen war sie mit ihm verlobt, und wenn ihr in jener glücklichen Zeit einmal die Wahrsagung einfiel, so verlachte sie dieselbe übermüthig- wer wollte fie von ihrem Eberhard trennen? ES kam anders, als fie geträumt und erwartet hatte. Eines Tages erschien auf der Bildfläche eine Dame, welche, obwohl noch ziemlich jung, doch schon verblüht und verwelkt auSsah. ES war eine frühere Liebe Eberhards, welche mit der seltsamen ZerstörungSwuth gewisser Frauen nun, da fie selbst nicht mehr in feinem Herzen wohnte, auch keiner Andern das süße Liebesglück gönnen wollte, welches für fie erloschen war Und wie eine schlaue, schleichende Spinne umspann fie Käthe und deren Eltern mit einem fast unsichtbaren, feinen Netz von schimmernder Heuchelei und Verleumdung. Solche Fäden find schwerer zu zerreißen als plumpe Fallstricke, weil fie nicht zu fassen find. — Hier ein Blick, dort ein Achselzucken, dann und wann ein wohlmeinendes Wort der Ent- oer Hausbewohner wurde es bald gelöscht und so ein noch größerer Schaden verhütet. § AuS dem Kreise Alsfeld, 30. December. Auf Veranlassung des Herrn KreiSschulinspector MatheS sind in vielen Gemeinden unseres Kreises Schülerbibliotheken ins Leben gerufen worden. Die von der Jugend so gern gelesenen Bücher der KreiS-Jugendbibliothek waren durch den jahrelangen Gebrauch unverwendbar geworden, auch vom hygienischen Standpunkte auS nicht ohne Bedenken zulässig. Da cs aber von ganz besonderer Bedeutung ist, daß der Jugend eine gesunde, Geist und Herz bildende Lectüre in die Hand gegeben wird, so war durch den Ausfall der Bücher der Kreisbibliothek eine fühlbare Lücke entstanden, eine Lücke, die ohne passende Ausfüllung leicht wieder durch die berüchtigte Hintertreppenlitteratur und Schauerromanlectüre ihren nichts weniger als heilsamen Ersatz gesunden hätte. Daher ist eS mit Freuden zu begrüßen, daß in den Gemeinden Schülerbibliotheken gegründet werden. Sicher wird sich Niemand der Erkenntniß entziehen, daß diese Schülerbibliotheken einen besonderen erzieherischen Werth besitzen, indem durch sie den Schülern ein Lesestoff geboten wird, der ihnen zu ihrer Heranbildung in jeder Beziehung nur förderlich ist. AuS diesen Gründen sollte keine Gemeinde zögern mit der Bewilligung der relativ sehr geringen Mittel, durch die eine Schülerbibliothek geschaffen werden kann. Auch für unsere Sparkassen, die ja so bereitwillig namhafte Beiträge zur Förderung der Volksbildung und des Volkswohls alljährlich auSsetzen, wäre hierin ein recht dankbares Feld gegeben. §§ Bom oberen Vogelsberg, 30. December. Viele Fa- mitten in unseren Gegenden waren gerne gesonnen, arme armenische Kinder aufzunehmen, z. B. in Bermuthshain, Burkhards u. s. w. Wie verlautet, werden armenische Kinder nicht mehr hierher besördert. Nach Zeitungsberichten soll die Lage der Christen in Armenien eine traurige sein und dürfte eS angezeigt erscheinen, wenn andere Regierungen sich zusammen thun würden, und arme hilflose Kinder nach Deutschland beförderten, welche gerne von besseren Familien unentgeltlich ausgenommen werden. (Den Leuten, welche durchaus Kinder erziehen wollen, dürfte wohl auch ohne armenische Kinder geholfen werden können,- eS giebt wohl auch in Deutschland elternlose Kinder genug.) Darmstadt, 30. December. Am 24. dS. MtS. traf aus St. Petersburg ein kaiserlicher Feldjäger dahier ein, der kostbare Weihnachtsgeschenke des russischen Kaiserpaares an Ihre Königlichen Hoheiten den Groß Herzog unb die Großherzogin, sowie die kleine Prinzessin Elisabeth überbrachte. Am 27. December trat der Courier die Rückreise nach Rußland an, wobei er die Gegengeschenke deS hiesigen Hofes an das Kaiserpaar mitnahm. Darunter befinden fich auch die neu gemalten Bilder Ihrer schuldtgung für den Sünder — oh, solche Waffen siegen gewöhnlich. Zu allerletzt eine Scene ä la Fiesco — nur umgekehrt, da er eS war, der ihr zu Füßen lag (die verborgenen Zuschauer konnten nicht wissen, daß er dort nur kniete, um die unbarmherzige Feindin, die er doch als Ehrenmann nicht entlarven durfte, um Gnade für fich und seine Braut anzuflehen) — und am nächsten Morgen waren Käthes Eltern abgereist, das arme Mädchen mit fich führend. Käthe weinte, bat, schwor, daß fie dennoch und dennoch an ihren Eberhard glaube,- aber es half ihr nichts, sie hatte ihn verloren. Auf den kalt verurtheilenden Absagebrief der Eltern hin war ^Eberhard verzweifelt zusammengebrochen. Mehrere Wochen kank und apathisch, im Sanatorium liegend, schrieb er trotzdem noch einmal an Käthe, als er die Feder halten konnte. Der Brief gelangte nie in Käthes Hände, da ihr Vater wachsam jede Postsendung untersuchte. Da hüllte sich das getäuschte Mädchen in ihren Stolz. AIS im Herbst ein längst in der Familie bekannter ostpreußischer Rittergutsbesitzer, Herr del Sol, um sie warb, sagte fie ohne viel Besinnen ja. Im December wurde die Hochzeit gefeiert und — erst am Hochzeitstage wurde fie der erfüllten Prophezeiung inne. Bon nun an durchtränkte sie ihr Leben mit einer fatalistischen Gleichgültigkeit, die ihr zwar eine große Seelenruhe gab, aber auch einen großen Abbruch an unbefangener Freude verurfachte. „Alles ist ja doch vorherbestimmt," sagte fie fich gelassen. „ES Ist ganz gleich, ob ich dieses ober jenes thue, — ich muß ja doch meinem Schicksal folgen." ^Fortsetzung folgt.) Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin. Eine sehr finnige Gabe hat Seine Königliche Hoheit der Großherzog für seinen kaiserlichen Schwager mitgesandr. Bet den s. Z. erwähnten Ausgrabungen bei ForsthauS Koberftadt hatte sich auch Kaiser Nikolaus persönlich betheiligt und ein Gesäß selbst auSgegraben. Der Großherzog Hal nun eine getreue Nachbildung dieses antiken Gefäßes in Silber aus- führen lasten und dastelbe mit dem -Original, welches viele Jahrhunderte im Schooße der Erde geruht hatte, dem Kaiser a!S Weihnachtsgeschenk übersandt. Die Imitation trägt nur daS Datum, au welchem die Ausgrabung des Originals stattfand. Da der Kaiser an diesen Ausgrabungen großes Jntereste bekundete, wird er über die Aufmerksamkeit seines Schwagers gewiß erfreut sein. A Mainz, 30. December. Der notarielle Uebertrag der hessischen LudwigSbahn au den Staat ist am verflossenen Montag hier erfolgt. Die UebertragS- Urkunde wurde von sämmtlichen Mitgliedern des Ver- waltungSrathS unterzeichnet und zwar sind die Namen der Unterzeichner der denkwürdigen Urkunde: Geh. Commerzien- rath Franz Werner-Mainz (Präsident des BerwaltungsrathS), Bankdirector Heddertch-Darmstadt (Biceprafident des Ver- waltuugsrathS), Geh. Commerzienrath Reuleaux • Mainz, Stadtrath Hetneken-Frankfurt, Commerzienrath PreetoriuS- Mainz, Andreas Probst-Mainz, Commerzienrath Dalkenberg- WormS und Dr. Schmidt-Polex-Frankfurt. Von den genannten Personen war Geh. Commerzienrath Werner bereits 1845 bei dem GründungScomitv und gehörte seit diefer Zeit ununterbrochen dem VerwaltungSrath au. Commerzteurath Werner hat alle Phasen des Unternehmens mit durchlebter hat an besten Wiege gestanden und ihm heute als Privatgesellschaft das Grabgeleite gegeben. Nach dem erfolgten notariellen Uebertrag hat jetzt noch die Löschung der Gesell- schäft im Handelsregister zu geschehen. Da eigenthümltcher Weise die Beträge zur Entschädigung der Actiouäre von den RegieruugSkasten bis jetzt noch nicht angewiesen, bleiben die Kastenbestände der Gesellschaft und die bet Bankiers deponirteu Beträge (ca. 7,000,000 Mark) vorerst noch in Verwahrung deS VerwaltungSrathS. — In die neuerrichtete Eisenbahn- direction Mainz ist neuerdings noch Regierungsrath Gallo — seither in Halle — berufen worden. Mainz, 30. December. Zwischen Nackenheim und Nierstein wurde gestern Abend ein Fuhrmann auS Laubenheim sammt seinem Pferde durch den um 9 Uhr 48 Minuten von Worms hier fälligen Personenzug 19 erfaßt und über- fahren. Das Pferd war tobt, der Fuhrmann schwer verletzt. Dem Unglücksfall soll eine ganz merkwürdige Ursache zu Grunde liegen. Der Fuhrmann hatte einem anderen Gefährt in der Richtung nach Nierstein Vorspanndienste geleistet. Auf dem Rückweg setzte er sich auf sein Pferd und schlief ein. Beim Passiren deS Bahnüberganges lenkte das Thier seitwärts ab und trabte auf dem Bahnkörper den Schienen entlang, was der Reiter nicht eher merkte, als bis ihn der Stoß der Maschine aus seinem Schlummer aufrüttelte. zu Weihnachtsgeschenken passend, Univ.-Druckerei Schulstrasse 7. L Visit- । werden in allen I |- j Preislagen ange- f7 Kanten fertigt in der d BrühPschen * DaS BolkSzweirad. Um hundertfünfzig Francs wird in absehbarer Zeit in Frankreich ein gutes Bicycle zu haben sein. Diese geradezu sensationelle Nachricht, die gleichbedeutend ist mit einer ungeahnten Popularisirung des RadfahrsportS und der Umwandlung des RadeS in daS wahre Verkehrsmittel des Volkes, hat, wie das „Neue Wiener Tagbl." mittheilt, Pierre Giffard, der Chesredacteur deS „Velo", von seinem Besuch im jetzigen Pariser „salon du cycle“ mitgebracht. M. Giffard traf im Salon den Ingenieur Darracq, einen ausgezeichneten Zweiradtechniker, der die „Fusion der drei Marken" zuwege brachte und nun als Manager dieses riesigen Unternehmens sehr viel freie Zeit befitzt. Giffard fragte ihn, was er nun zu thun gedenke, und die Antwort lautete: „Zunächst werde ich Automobiles wachen, so zu meiner Unterhaltung. Die Vereinbarungen mit meiner Gesellschaft verbieten mir die Erzeugung von Bicycles. Aber ich darf Bicyclebestandtheile machen. Ich werde diese Industrie, die in Frankreich zwar verbreitet ist, aber weniger als in England und Deutschland, zu einem ProductionSzweige ersten Ranges gestalten. Mit den kleinsten Dorfschloffern werde ich in Verbindung treten, und sie werden dann binnen zwei Jahren, in ihrer Werkstatt, mit primitiven Mitteln Fahrräder fabriciren, wie sie heute courante Schloffer- waare erzeugen. Mein kleiner Schlosser wird im Stande sein, aus den Bestandtheilen, die ich ihm liefere, Räder her- zuftell-n, die er um 150 Francs mitsammt Pneumatics an seine Kundschaften verkaufen kann. Und dabei wird er noch verdienen." — M. Giffard schließt seine Mitlheilungen mit den folgenden Worten: „Ihr Handwerker und kleinen Scannen, die ihr zu Hunderttausenden seufzet über die materielle Unmöglichkeit, ein Rad zu kaufen, gedenket wohl dieser Er- klärung. In zwei Jahren, vielleicht in einem, werdet Ihr neben dem Luxusbichcle, das immer an die Auserwähllen des Glückes verkauft werden wird, das wahrhaft demokratische Zweirad austauchen sehen, das blos einen Monat Eures Einkommens — den Tag zu 100 Sous gerechnet — dar- stellen wird." -auSwirthschafiliche Winke und Rathschläge. A ArrS Oberhesserr, Ende December 1896. Allerhand Nützliches an« der Praxis. Das Jahr 1896 mit seinen eigenthümlich gestatteten Futterver- hältnissen gibt manchem vernünftigen Landwtrthe zu denken und zu rathen auf. Daher ist es selbstverständlich, daß wir unS auch einmal ein Bischen mit dem Füllern befassen, sintemal und alldieweil Sütter» und füttern sehr zweierlei ist. Aber das ist doch eins und dasselbe wird mancher geehrte Leser im ersten Augenblicke sagen. Fehlgeschossen, lieber Freund! antworten wir — und bitten, nur gemüthltch bis ans Ende lesen zu wollen, er wird dann schließlich zu der Ueberzeugung gelangen: Die Sache hat wirklich zwei sehr verschiedene Setten, an die viele Landwtrthe nicht denken, die aber bu ch unsere Zeilen wahrscheinlich ein wenig zum Probtren angeregt werden. Das ist uns gerade die Hauptsache. Wenn der Bauer mit aller Behutsamkeit und Borficht ansängt, Proben zu machen, ist er von setner Ofenbank aufgerütlelt, was sehr viel werth ist. Wir werden in diesen Zeilen auch die Futtermittel da und dort ein Bischen streifen, unser Thema ist darum ohne Zwetfel zeitgemäß und practisch. Beginnen wir zuvörderst mit dem Füttern der Pferde und nehmen wir an, ein Gaul sei ein schlechter Fresser. „ES ist ein Kreuz und Elend mit meinem Pferde," sagte dem Schreiber dieser Zeilen kürzlich ein s. g. einspänniger Bauer, d. h. ein Bauer, der nur mit einem Pferde seine Grundstücke bestellt; „der Gaul kostet 550 Mark, ist fromm und treu, geht gut in Wagen und Pflug, aber ich bringe daS Thier nicht recht in die Reih' und zu hübschem Ansehen, es ist ein schlechter Fresser. Ich mag den besten Hafer und das schönste Heu vorlegen, das Thier kaut langsam und läßt das Futter in Raufe und Krippe liegen. „Dafür gibt es ein einfaches und billiges Recept," war die Antwort. „Herrjeh!" rief der Bauer mit komischem Schrecken, laßt mich in Ruh mit Doctor und Apotheker, vor denen hab' ich einen schwernothen Respect!" — „Der Doctor seid Ihr selbst," war die Antwort, der kostet Euch nichts. Der Apotheker ist Euer Futtervorrath, verursacht folglich keine besondere Ausgabe. Wollt Ihr mit diesen eine Probe machen?" — „Do sein eich neutschierig" antwortete der Bekannte und empfing folgendes Recept, das durch seine Ein- fachhetr und Billigkeit gewiß den Beifall jedes freundlichen Lesers finden wird: „Vor allen Dingen gebt Ihr, wenn Ihr Hafer füttert, nur eine Hand voll in die Krippe. Diese machet Ihr aber vorher so sauber wie Euer Kaffeeschälchen oder Euren Suppenteller, denn Ihr müßt wissen, daß das Pferd sehr auf Reinlichkeit sieht. Es giebt Pferde, die saufen aus keinem Eimer der nicht blitzblank ist, oder aus dem vorher eine Kuh oder ein Schaf getränkt worden ist. Wie steht es mit der Reinlichkeit in Eimer und Krippe?" — „Hm! meinte der Neugierige, da kann manchmal Etwas übersehen worden sein." „Dann sehet scharf nach," war die Antwort, „Reinlichkeit ist's halbe Leben, heißt es bei Menschen und HauSthieren." — „Aber warum läßt der Gaul Den schönen Haver liegen, wenn die Krippe ganz rein ist?" fragte der Wißbegierige. „Dafür gibt eS eine klare und einfache Begründung" erwiderte ick. „Das Thier frißt langsam, sagtet Ihr. „Durch das Athmen und Schnaufen wird das Futter nach und nach warm und nimmt einen üblen Geruch an; das empfindliche Roß will dieses behauchte und beathmete Futter nicht. Eben deshalb rüth ich schon vorhin: Gebt bim Pferde immer nur eine Handvoll Haier, diesen frißt es weg und wird angereizt, weiteren zu verzehren. Sei allen sonstigen guten Eigenschaften ist jedes Pferd mehr ober weniger futterneidig. Reicht man nur kleine Gaben, io wird das Pferd eifriger, lernt nach und nach mehr und auch rascher fressen. „Das leuchtet mir ein" antwortete der Bauer; „soll man auch bei'm Heugeben und Tränken etwas Besonderes thun?" „Arn besten ist es," war die Antwort, „Ihr lasset auf den Hafer das Heu folgen und zuletzt das Getränke. Als Grund dafür gilt: Wenn man das Wasser gleich nach dem Hafer gibt, ist ersterer noch nicht verdaut und er wird daher durch das Getränke leicht aus dem Magen getrieben. Jedes unverdaute Haferkorn ist natürlich für das Pferd verloren. Mitunter finden die Hühner die Körner wieder, so daß sie doch nicht ganz in Verlust gerathen. Man tränkt also am richtigsten zuletzt." Die Unterredung fand vor 2 Monaten statt. Dieser Tage begegnete ich dem Bauer wieder. „Der Gaul frißt und säuft besser und sieht auch schöner aus!" rief mir der Fuhrmann schon von Weitem zu. Um zu erfahren, wie weit das Recept half, bemerkte ich absichtlich: „Das gute Aussehen hängt wohl damit zusammen, daß das Pserd jetzt weniger Arbeit hat." „Nein! nein! antwortete der Bauer, der Gaul frißt besser, er macht kein Futter mehr zu schänden, er ist ein ganz anderes Thier geworden." „Was meinet Ihr also zu dem Reccpte?" fragte ich. — „Sou e goures Recept hun eich mei’ Lebtag näit kräicht Foirern ean folrern eas näit anerlaa!" ermtberte mein Bekannter, knallte mit der Peitsche und fuhr munter von bannen. Das Thema, worüber wir uns unterhalten wollten, beißt, wie wir oben sehen: Füttern und füttern ist sehr zweierlei. Hier haben wir einen Beweis dafür aus der Praxis, das kann sich Mancher Hintern Spiegel stecken, damit er es jederzeit bequem zur Hand bat. Da wir nun gerade an den Rossen find, soll die Frage über Futtermittel ein wenig gestreift werden, wie oben in Aussicht genommen worden ist. Auf den Straßen, in Garten- und Parkanlagen steht häufig ein prachtvoller Baum : Die Roßkastanie (aesculus hippocastanum). Dieser Baum trägt in manchen Jahren, wie z. B. in diesem Jahre 1896, massenhafte Früchte, welche sehr wenig beachtet werden. Man bat nun mit den Früchten der Roßkastanie »ersuche in Frankreich angestellt, worüber Folgendes mitgetheilt wird: Schafe können die Roßkastanien in unbegrenzter Menge aufnehmen. Man hat einer Gruppe Schafe vorzugsweise Rüben, der anderen Roßkastanien gegeben und gefunden, baß die letztere Gruppe am meisten zunahm. Dann hat man die Futtermassen gewechselt und hat wieder gesunden, daß die mit Roßkastanien gefütterten Schafe besser gediehen, als die mit Rüben. Aehnliche Versuche haben die Franzosen bei dem Rindvieh mit Roßkastanien angestellt. Man hat die Kastanien gekocht und bis zu 10 Piund (5 Kilo) täglich mit Milchkühen gefüttert, ohne daß sich der geringste Unterschied am Geschmacke der Milch, der Butter oder bei der Milchergiebigkeit gezeigt hätte. Da die Roßkastanie viel trockener als die Rübe ist, so muß man etwas mehr Getränk verabreichen. Nun zeigt aber schon der Name Roßkastanie, daß daS Roß die Kastanie ebenfalls frißt und gut verträgt. Warum sollen wir diese Frucht, die uns buchstäblich umsonst in den Schooß fällt, elend und zwecklos zu Grunde gehen lassen, besonders in futterarmen Jahren? Das hat gar keinen Sinn. Untere Grünröcke, die Jäger, wissen mit den Roßkastanien schon besser um zu gehen; sie lassen die Kastanien sammeln und werfen sie im Winter dem Roth- und Sch^arzwilde vor. Der Fürst vow Büdingen läßt im Spätbherbste viele Eentner Roßkastanien antaufe» und zahlt, soviel uns bekannt, drei Mark für den Eentner. DaS ist schon eine recht anständige Bezahlung und lohnt das Einsammeln. Die Roßkastanie läßt sich aber m ch zu verschiedenen anderen Dingen gut verwenden. Man schält die Früchte, pulvert sie und behandelt sie wie Kartoffeln, denn dle Kastanie befitzt sehr viel Stärkemehl. Man kann darum Essig und Branntwein daraus Herstellen und das wird später auch noch geschehen. Selbst zu Schnupftabak läßt sich die feinpulverisirte Roßkastanie verwenden. Im Hungerjahre 1817 hat man Brot daraus gebacken. Löst man das Roßkastanien- mebl im Wasser auf, so wird es seifig und wird beim Walken, Waschen und Bleichen gebraucht. Das Holz der Roßkastanie ist sehr weich und hat daher wenig Brennwerth, enthält aber viel Potasche. Literatur und Kanffc — Katechismus der Baustile ober Lehre der architectonifchen Stilarten von den ältesten Zeilen bis auf die Gegenwart. Nebst einer Erklärung der im Werke vorkommenden Kunstausdrücke. Von Dr. Eduard Freiberrn von Sacken. Zwölfte Auflage. Mit 103 Abbildungen. In Original-Leinenband 2 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Wie sehr das gefällig ausgestaltete Büchlein feinen Zweck, die Kenntniß der Baustile weiteren Kreisen zugänglich zu machen, erfüllt, beweist die stat liche Anzahl von Auflagen, welche es erlebt. Der knapp gefaßte Text ist gemeinverständlich geschrieben und durch die mit eminenter Sawkenntniß gewählten Illustrationen sinnfällig veranfchaulicht, sodaß wir in der Thal keinen Leitfaden der Baustile zu nennen wissen, der kürzer und zutreffender den Lern- begierigen über das interessante Thema unterrichten würde. Der Preis dieses Katechismus (2 Mark) ist ein so bescheidener, daß auch der Minderbemittelte sich in den Besitz desselben fetzen kann. Hier findet Jedermann, der Bauwerke verstehen will, das Alphabet der Architeceur, das ihn befähigt, das, was die kunstgerecht gefügten Steine erzählen, mit demselben Nutzen und btrfelben Befriedigung zu lesen, wie ein gutes Buch. — Die soeben zur Ausgabe gelangte Nummer 51 des »Reporter", illustrirtes Weltblatt, Berlin (Preis 10 Psg., Postzeitungsliste Nr. 6038), hat folgenden Inhalt: Die Explosion in der Spenerstraße zu Berlin am 12. December 1896 (mit 1 Illustration). — Wie bekommt man einen reichen Mann? Modernes Zeitgemälde von Otto von Frohreich. — Eine Königin der Bretter (mit Por- trait). — Ragout fin. — Der Elch im Zoologischen Garten zu Berlin (mit 1 Illustration). — Weihnachten in der Reichshauptstadt (mit 1 Illustration). — Aus der Artistenwelt (mit 4 Illustrationen). — Oberst Siebert (mit Portrait). — Ties unter Eisleben (mit 2 Illustrationen). — Nützliches. — Etwas für den Büchertisch. — Auflösung des Vexierbildes aus vorig« Nummer. — Vexierbild. — Anzeigen. — Auslösung des 30 Mark-PreisräthselS. — 100 Thaler- PreiSräthsel. — Briefkasten. Bei der Redactiou eingegangeue Bücher re. Der K»«stgesa«g. Zeitschrift für Berufssänger und Gesangs- freunde. Allgemeine Musiknachrichten. Preis vierteljähtlich 2 Mk. Alle 14 Tage erscheint eine Nummer. Herausgeber L. Schultze- Strelitz, Verlag von Karl Fritzsche in Leipzig. Ein vornehmes Weihnachts-Geschenk: Ausführlicher Prospekt gratis in allen Buchhandlungen. Bibliographisches Institut in Leipzig und Wien. Als Abreisskalender eingerichtet. Mit über 600 Landschafts- und Städteansichten, Architekturbildern, historischen Porträts, Autographen und Wappenbildcrn. Preis: 1 Mark 50 Pfennig. Meyers Historisch-Geographischer Kalender £ auf das Jahr 1897. Die zahlreiche« Verluste, die der Besitz ausländischer Werthpapiere dem deutschen Publikum fortgesetzt zufügt, lassen einen Ersatz für solche zwar hochverzinslichen, aber unsicheren Anlagen äußerst erwünscht erscheinen. Einen solchen Ersatz gewahrt die Renten- Verficherung bei einer soliden Versicherungsanstalt. Man erzielt damit meist eine weit höhere Vermehrung seines Einkommens al& mit dem Ankauf ausländischer Papiere und befreit sich andererseits von der Sorge um Eursverlust, Ausloofung, Kündigung, sichere Aufbewahrung der Werthstücke und dergl. Unter den deutschen Versicherungsanstalten ist die Preuß. Rentenverstcherungsanstalt die einzige, die den Abschluß solcher Rentenversicherungen sowie von Aussteuerverstcherungen als Hauptgeschäft betreibt. Die Verfiche- rungsformen, die sie darbietet, sind daher sehr mannigfaltig und zweckmäßig. Die Renten werden in der Regel gegen Rentenscheine (Coupons), die der Rentenempfänger an seiner Zahlstelle vorzulegen hat, gezahlt. Auch die Rentner nehmen, was sonst nur noch bei einer einzigen deutschen Anstalt der Fall ist, am Gewinn Theil und haben daher Aussicht daraus, daß sich ihre Renten noch durch Gev winnantheile (Dividenden) erhöhen. 321 Kunst-Ausstellung, M.T’Ä nähme des Samstags, von 11 bts 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis. 5 Uhr. SonutagS ununterbrochen von 11 hi» 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglteder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Die Rentabilität jeder maschinellen Anlage wird bedeutend erhöht durch Ausstellung eines ökonomisch arbeitenden Betriebsmotors. 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Es ist nicht ausgeschloffen, | daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkaffe eine Badekur durchgemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Ellern bis längstens Ende Januar Montsg den 4.I»uusr1897, Nachmittags 2 Uhr, lm zu Gießen versteigere ich öffentlich gegen Baarzablung: 1 Hobelbank, 1 Handkarren, 1 Ladeneinrichtung, 4 Bettstellen, 3 SophaS, 2 Sovbagestelle, 1 Waschconsol, zwei Kleiderschränke, 1 Commode, 1 Nähtisch, 2 Nacht ische, 1 Nähmaschine, 1 Anzahl Bilder rc. Versteigerung vorausf. theilw. bestimmt. 90 Gagel Gerichtsvollzieher- Sitte lesen! Von Interesse für jede frau. Um eine schmutzige Wasche rasch u. billig zu reinigen, nehme mannurGioth's Zeta-Seife. Dieselbe macht die Wasche bliäth- weiss und gibt ihr einen angenehmen Geruch. Fabrikant 3. §ioth, fjanau. 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Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhessen. 158 120] In meinem Hause Süd- anlagc 28 ist der zweite Stock per 1. April 1807 zu vermtetben. G. Nauheimer. “ W Bleichstraß, ri: Der zweite Stock, 5 Zimmer und Zubehör, Mitbenutzung ves Gartens, zu vermiethen und sofort oder 1. April beziehbar. 122] Parterrewohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1 April 1897 zu vermiethen.______Westaulage 89.__ 124] Dritter Stock, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Februar zu ver- miethen__Dammvratze 80. fTamilien-W ohnungen in allen Größen u Lagen weift ausführlich nach der Gießener Wohnungf-Nach- weis, Kaplansg. 14, l<- Nachweis 20 110] Steinftraße 18, i und 17, i ist je der erste Stock mit 5 Zimmern, allem Zubehör undGartenanthell per 1. April cr. zu vermiethen. Andr. Euler, Steinstraße 11, U. 21] Der mittlere Stock meines Hauses Asterweg 85, Ecke der Nordanlage, bestehend in 6 Zimmern, Bade, zimmer, Trockenboden, 2 Kammern rc , tft per 1. 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PnißWe Kt»tk«-Nklßlhn«ilgs-AnßÄ. ■■ 1888 gegründet, unter besonderer Staatsaufsicht stehend- — Vermögenr 95 Millionen Mark. Rentenversicherung zur Erhöbung des Einkommens. 1895 gezahlte Rente« r 3,440.000 Mark «apitalverficherung (für Aussteuer, Militärdienst, Studium). Orstentliche Sparkaste. Geschäftspläne und nähere Auskunft bet Herrn Heinrich Hochrenther in Gietzen, Güdaulage 5._________j____— DnOöerlroffen |mrt.„PfeiirlDg' ’L—_^Jaln deD Apotheken iWWWWW und Drogerien. > 'n Tuben a 40 u. 80 Pf. Marke Pfeilring Zn Dosen ä 10,. SchlnhiitMiittBl L und zur ^Hairtpfltgi. s 171 Unserer werthen Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Ktückwnnsche zum Weuen Jahre! Friedrich Schreiner und Frau, Seltersweg 65. 160 126] Logis zu oermiethen. Neuenweg 40. 33, Zahrg. 1897. 162 Zleöernaßme ganzer Ausstattungen. 151 echt m Redaclton: il. Scheyda. 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