wehe. geböte. «hergchllm für iht gW Wohnung öl, Mitte bet oer beren 31^ ittliaDflabt iwlci Hon b. A S km« 'XJM 81. »immer ia0e der Etabt Ermittelung-, 2Jj mit Liedigstraße 6i. >ortirer Ul Anlenien bri fesuchi. 9925 7p-d. d. Sl. {Mn Wizung in btn !«Blnbtn. toi -aal je. Skfnihl. «arttplatz II O Mi. \nii S-tUer. I Mt. Neuenweg 2, Mt greu.plat bribigen Antritt n für RW und MMürchen^, , füngeiktz Mädchen Süitzstr. 12. tion. •j Pyjach, Kleidchen, 2 Jahren) 8929 rasse 29. crerlie 8616 103.36 2236 9330 36 60 101^ 11060 *cn»w 1887 b. C6L D 9636 Q \W g i. Q gti ßrttl en 8Ö ,60 299 V» Ife. 257 Dienstag den 2. November L8S7 Erstes Blatt Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutssraße Ar.I» Fernsprecher 51. Vierteljährig«» Avouncmcntspreis^ 2 Mark 20 Pfg. mtt vringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Die Gießener Aimikienb räller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bex Alle Annoncen-Bureaux deS In- und «uSlandeS nehme» l folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. tAnzeigen für den „Gießener Anzeiger- mtgeye. 2lmtiid?cr Tbeit. Gießen, 30. October 1897. Betr.: Die Feuerwehrzeiluug. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser AaSschrriben vom 15. d. M. — Gießener Anzeiger Nr. 244 — beauftragen wir Sie, die Ihnen von der Redactton der Feuerwehrzeitung mittlerweile zagekommeuen Bestellzettel baldigst der genannten Redaction za übersenden, sofern Sie die Bestellung beabfichrigen. _____________________v. Gagern. Die freiwillige Gerichtsbarkeit in neuer Gestaltung. Nach dem Artikel 1 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch- ist da- Inkrafttreten desselben von der vor« hertgen Erledigung vier anderer Gesetze abhängig- die Gesetze über die Zwangsversteigerung, die Grundbuchorduung, die steiwtllige Gerichtsbarkeit und das Gesetz, welches Aende- rangen der jetzt giltigen Gerichtsverfassung bezweckt, sollen vor dem 1. Januar 1900, dem Zeitpunkte der Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches, durchberatheu worden fein. Die neuen Entwürfe über die Zwangsversteigerung und die Glundbuchorduung haben in der letzten Reichstagssession ihre Erledigung gefunden, während die beiden anderen Gesetze in der kommenden Tagung deS Reichstags zur Verabschiedung gelangen dürften. Einem nur lobenSwerthen, jetzt vielfach zur Anwendung kommenden Brauche wiederum Folge gebend, hat die ReichSregierung vor Kurzem den Entwurf eines Reichsgesetze- über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit veröffentlichen laffen und denselben damit der öffentlichen Kritik unterstellt. Gerade der vorliegende Gesetz- rutwurf schneidet so tief in die Berhältniffe des Einzelnen ein, daß eS angebracht ist, sich schon frühzeitig mit demselben zu beschäftigen, um so mehr, als der Gegenstand in den einzelnen Bundesstaaten jetzt nach verschiedenen RechtSgruud- sätzen beurtheilt wird. ES werden fich aus diesem Grund auch viele Schwierigkeiten ergeben, um die einzelnen Landes- gksetze zu einem Reichsgesetze zu vereinigen, und der Parti- culariSmuS wird vielleicht auf eine harte Probe gestellt werden müssen. Nach dem EtnführungSgesetze zum Bürgerlichen Gesetz« buche werden auch nach dem 1. Januar 1900 eine ganze Reihe von Gegenständen der RctchLgesetzgebung entzogen bleiben und auch künftig den einzelnen Lo-ndesqesetzen unterliegen. Man wollte berechtigte Eigenthümlichkeiten schonen und nicht mit einem Male alte Gewohnheitsrechte, die fich in den einzelnen Gebieten herauSgebildct hatten und nur auf diese zugeschnitten waren, entfernen. Und so ist denn auch in dem Entwürfe über die freiwillige Gerichtsbarkeit der Landesgesetzgebung ein ziemlich breiter Spielraum gelassen,- man hat die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit auf dem Gebiete der Familien-, Erb- und Handelsrecht- nur insoweit reichSgesetzltch zu regeln gesucht, als zur einheit- lichen Durchführung des Bürgerlichen Gesetzbuches unbedingt erforderlich war. Der LandeSgesetzgebunz bleibt es unbenommen, Vorschriften zur Ergänzung des Gesetzes, sowie die etwaigen AuSführungsbestimmungen zu erlassen. Die Berathung deS Entwurfs im Reichstage dürfte fich, wie daS ja auch bet dem Bürgerlichen Gesetzbuche der Fall war, meist zu einem Jurtstenconfilium gestalten, da der In- halt meist technisch juristischer Natur ist. Eine Bestimmung des projtcitrten Gesetzes dürfte insbesondere lebhaft erörtert werden. Der § 25 fchreibt nämlich vor, daß die gegen eine Beschwerde-Entscheidung des Landgerichts eingelegte weitere Beschwerde daS Reichsgericht entscheiden soll, wenn daS Ober- landesgericht, welches jetzt zuerst zu befinden hat, bei der Auslegung einer reich-gesetzlichen Vorschrift, welche eine der ia dem anderen Gesetze behandelten Angelegenheiten betrifft, eine andere Entscheidung trifft, als früher vom Reichsgericht oder einem anderen OberlandeSgertcht gefällt worden ist. Hierdurch dürfte eine große Mehrbelastung des Reichsgericht- etntreten- abgesehen davon wird die Erledigung vieler Angelegenheiten durch das Erforderniß der Anrufung der höchsten Instanz eine Verzögerung erfahren, die schon unter den heutigen Umständen recht erheblich ist. Hoffen wir, daß der Gesetzentwurf im Jntereffe der Gesammtheit deS Volkes einer eingehenden Berathung unterzogen wird und baß etwas Gutes dabet herau-kommt. Immer mehr werden wir daun dem Ziele näher kommen: „Ein Volk uni) ein Recht." (xx) Deutsches Reich. Berlin, 30. October. DaS Präfidtum deS deutschen HaudelrtageS hat an den StaatSsecretär des ReichSpostamtS, v. Podbielskt, eine Eingabe gerichtet, betreffend die Haftung der Postverwaltnog für Versehen ihrer Beamten. Berlin, 30. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Gerichtshof zur Entscheidung derEowpeteuzconflicte, welche durch da- Gesetz vom 8. April 1847 in- Leben gerufen und nach Erlaß des deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes durch die Allerhöchste Verordnung vom 1. August 1879 reorganisirt worden ist, begeht heute die Feier seine- fünfzigjährigen Bestehen-. Im Auftrage Seiner Majestät deS Kaiser- und König- hat Fürst Hohenlohe au- diesem Anlaß dem Gerichtshof die Allerhöchste Anerkennung und den Glückwunsch übermittelt. Auch seitens oe- StaatSministeriumS, welchem der Gerichtshof unterstellt ist, ist dem Gerichtshöfe, welcher heute auf eine lange verdienstvolle und erfolgreiche Thätigkeit zurückblickt, ein anerkennendes Glückwunschschreiben zugegangen. Berlin, 30. October. Am 28. October dsS. IS. ist zu Berlin unter dem Namen „Jndustria" eine BerstcherungS- gesellfchaft gegen Verluste durchArbeitsetnstelluugen gegründet worden. Das Acttencapital ist vorläufig fünf Millionen Mark. An der Spitze stehen Industrielle au- ganz Deutschland. Die Betten sollen in den nächsten Tagen tu interesfirten Krei en zur Zeichnung aufgelegt werden. Berlin, 30. October. Wie die „Deutsche TageSztg." zu dem badischen Zwischenfall hört, ist von hoher Stelle dem Großherzog von Baden der Rath gegeben worden, auf die Ausführung de- Besuches zu verzichten. Der Großherzog hat aber geglaubt, diesen HöflichkettSbewetS dem Czaren schuldig zu sein. Berlin, 30. October. Wie au- Güstrow gemeldet wird, hielt der Vorstand der conservativen Partei de- 6. mecklenburgischen Wahlkreise- daselbst unter Anwesenheit deS früheren Krieg-Minister-, General Bronsart von Schellendorf, eine Sitzung ab, in der fich der General zur Uebernahme einer Reichstags-Eandidatur bereit erklärte. Berlin, 30. October. Die „Poft" meldet au- Athen: In eingeweihten Kreisen verlautet, daß zwischen dem Obersten Basso- und der königlichen Familie seit längerer Zett eine große Verstimmung herrscht, welche darauf zurückzuführen ist, daß der Oberst seine verunglückte Expedition nach Kreta der Energielofigkeit de- König- zuschreibt, dann aber auch die Haltung deS Kronprinzen öffentlich tadelte. VassoS hat nun seinen Abschied eingereicht und verzichtet gleichzeitig auf die Functionen eine- Adjutanten deS König-. Wahrscheinlich wird er in- Ausland gehen. Berlin, 30. October. Bei der gestrigen Reich StagS- erfatzwahl im Wahlkreise Westpriegnitz erhielt der Candtdat der freifinnigen Volkspartei Schultz 2471, der Confervattve v. Sandern 22, der Sozialdemokrat Hinze 1670 und der Antisemit Wohlfarth 1168 Stimmen. Ansland. Wien, 30. October. Die Journale sämmtlicher Parteien constattren, daß die Regierung und die Majorität des Parlaments gestern im Abgeordnetenhause eine große Niederlage erlitten haben. Die Ansichten über die Consequenzen, welche Badent hieraus ziehen wird, sind getheilt. Nur die „Arbeiterztg." glaubt, daß Badent seine Lage begreifen und daraus die gebotenen Conftquenzen ziehen wird. Olmntz, 30. October. Heute Morgen brachten unbekannte Thäter vor dem Eingänge zum israelitischen Tempel Explosionskörper zur Entzündung. Die Trmpelthür sowie einige Fenster wurden zertrümmert. Weiterer Schaden wurde nicht angerichtet. Budapest, 30. October. Unbekannte Thäter brachen in der letzten That in da« Kaffenlocal der königlichen Oper ein und bohrten die daselbst befindliche Kasse an, ohne dieselbe jedoch aufbrechcn zu können. Die Diebe stahlen dann in der Buchhalterei 180 Gulden. Rom, 30. October. Der König von Siam ist von hier nach Neapel abgeretst. Paris, 30. October. In einer ganzen Reihe von Städten SüdsrankreichS hat man Betrügereien entdeckt, die von Angestellten der Post durch Unterschlagung von Briefen verübt worden find. Ehalons, 30. October. Hier fandern gestern Schieß- versuche auf weite Entfernungen mit neuen Feldgeschützen statt. Man versichert, die Geschütze seien im Stande, mit größter Treffsicherheit zehn Schüsse in der Minute abzufeuern. MonS, 30. October. Ein neuer sozialistischer Wahlverein ist für die Gegend von Borinage im Gegensatz zu den jetzt bestehenden gegründet worden. Dieser Verein soll bei den nächsten Wahlen eigene Candtdaten gegen die osficiellen sozialistischen aufstellen. Athen, 30. October. Abermals fand eine mehrstündige Sitzung der Finanzvertreter unter dem Vorsitz des FtnauzministerS Streit statt. Die Verhandlungen werden streng geheim gehalten, doch scheint es, daß zwischen den englischen und sranzösischeu Finanzvertretern eine gewisse Meinungsverschiedenheit besteht. Madrid, 30. October. Nach dem „Liberal" werde die conservative Partei das Autonomte-Project für Cuba zurückweisen. Kauea, 30. October. Die krentenfische Nationalversammlung verständigte die Admirale, daß die Insurgenten beschlossen hätten, die Waffen auSzuliefern und fich zu zerstreuen, wenn die türkischen Truppen die Insel räumen würden. Depeschen bei Bure« »Herold.* Berlin, 31. October. Wie die „DolkSztg." au- guter Quelle hört, ist von socialdemokrattscher Sette der Rechtsanwalt Wolfgang Heine als Nachfolger BogtherrS für die Reichstagscandidatur in Aussicht genommen. Berlin, 31.Octoder. DaS „Berl. Tagebl." meldet an» Rom: DaS Turiner Militärgericht verurtheilte den Fähnrich Bertolini wegen Diebstahls von Plänen eines Alpencorps und de- Versuchs, dieselben an Frankreich auSzuliefern, zu drei Jahren Zuchthaus. Der Vertreter der Anklage hatte 10 Jahre beantragt. Berlin, 31. October. Zu der Nachricht, daß die auf den 12. November vom Altdeutsch en Verbände zu Gunsten der Deutschen in Oesterreich einberufene öffentliche Versammlung in Berlin nur unter der Bedingung zugrlaffen wird, daß Oesterreichern nicht daS Wort gegeben wird, erfährt die „Poft", daß die Versammlung zu dem ausdrücklichen Zweck berufen ist, die österreichischen Abgeordneten hier zu Wort kommen zu lassen, um in weiteren Kreisen Ausklärung über die Lage in Oesterreich zu bringen und Sympathie- Kundgebungen für die bedrängten dortigen Deutschen herbei- zuführen. Die Versammlung sei auch ohne jeden Vorbehalt genehmigt worden. Wien, 31. October. Dem Dauerredner Dr. Lecher wird heute in Brünn von der Bevölkerung ein Fackelzug gebracht. Sodann findet ein EommerS statt. Wien, 31. October. Der Kaiser verlieh dem Inten- bauten der Vereinigten Stadttheater in Frankfurt a. M. Emil Claar den Eisernen Kronenorden 3. Klasse. Rom, 31. October. Wie in politischen Kreisen verlautet, steht derBesuch des Grafen GoluchowSkh in Monza mit Modificationen betreffenb die Tripel.Allianz in Zusammen- Hang, deren Präliminarien bereits anläßlich der Zusammenkünste in Homburg und Budapest entworfen worden sein sollen. Marseille, 31. October. Im hiesigen Opernhause sind lärmende Scenen vorgekommen, weil der socialistische Municipalrath die dem Theater gewährte Unterstützung auf- gehoben hat. Die Polizei räumte das Theater au- und nahm 23 Verhaftungen vor. Rom, 1. November. In der Gegend von Gros feto bei Rom wurde der berüchtigte Bandit Manichetti mit zwei seiner Spießgesellen von der GenSdarmerie angegriffen. Die beiden Spießgesellen fielen. Der Bandit Manichetti war seit dem Tode ToburtS der letzte große Bandit der römischen Campagne. WB. Halle a. b. C, 1. October. Auf dem Bahnhofe Eilenburg fuhr gestern Abend 9 Uhr 30 Min. trotz der ausdrücklichen Befehle der Stationsbeamten, und obwohl der Weichensteller daS Signal, wie er selbst erklärt, „Fahrt verboten" gegeben, der Führer einer leeren Locomotive auf den Einfahrtsweg deS von Guben kommenden Personenzuges und diesem in die Flanke. Zwei Wagen wurden umgeworfeo, die Locomotiven und fünf Wagen beschädigt, der Locomotiv- führer, eine Person deS Zuge- und vier Reisende schwer, 23 leicht verletzt. Cocwfc* rrnd proohtsteötfo Gieße«, den 1. November. *• AUS dem Zastizbienst. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnadigst geruht, den Oberlandes - gerichtstath Maximilian Scriba zum Mitgliede des Ber- waltung»gerichtShofeS zu ernennen, und den Oberamtsrichter bet dem Amtsgericht Homberg Friedrich Rübsamen auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen. * • Militärdienstnachrichteu. Erbprinz Wolfgang zu Asenburg und Büdingen, in der Armee und zwar als Tecondlieutenant ä la suite des 1. Großh. Hess. Jnfanterie'(Leibgarde-)RegimentS Nr. 115, mit Vorbehalt der Patenttrung angestellt. * • Gewerbegericht. Für den Monat November find al» Beifitzer für da» Gewerbegericht bestimmt für die Arbeitgeber Spenglermeister Faber, für die Arbeitnehmer Fabrikarbeiter Karl Ockel. Für den Monat December fungiren als Arbeitgeber Uhrmacher Otto Schmidt, als Arbeitnehmer Borstensortirer Julius Bräutigam. ♦ * * DaS 42. Stiftungsfest beging am SamStag Abend in „Steins Saalbau" die „Gießener freiwillige Feuerwehr" und in Verbindung damit da- 25 jährige Dienstjubi- läum ihres 1. HauplmannS, des Herrn C. L. Gail. Nächst den zahlreich mit ihren Familien erschienenen Feuerwehrleuten waren vertreten das Großh. KreiSamt, die Bürgermeisterei und Stadtverordneten-Bersammlung, Deputationen auswärtiger Feuerwehren usw. Nachdem Herr Wigandt, 2. Hauptmann des Corp», die Erschienenen begrüßt und auf die Bedeutung deSTage» hingewiesea, ergriff Herr Provinzial- btrecior Geheimrath Frhr. von Gagern da» Wort. Er betonte, daß die Feier eine doppelte Bedeutung habe, denn das CorpS begehe nicht nur sein Stiftungsfest, zu welchem er die besten Wünsche darbringe, sondern auch die Feier der 25 jährigen Thätigkeit seines Hauptmann». Er habe den Auftrag Sr. König!. Hoheit des Großherzogs, Herrn Gail das Ehrenzeichen für 25 jährige Dienstzeit an die Brust zu heften. Herr Gail habe schon in frühester Jugend, al» eS galt, im Kriege geschlagene Wunden zu heilen, geholfen, dem Nächsten zu dienen,- er habe nicht nur feine Pflicht als Feuerwehrmann erfüllt, sondern sich auch Verdienste in seiner Charge erworben, die Feuerwehr habe seine Verdienste dadurch anerkannt, daß fie ihn zum Hauptmann wählte, er habe das in ihn gesetzte Vertrauen gerechtfertigt, er habe daS Corp» zu neuer Blüthe geführt, und die besten Beziehungen zwischen beiden in Gießen bestehenden freiwilligen Feuerwehren an- gebahnt. Der Herr Provinzialdirector gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß Herr Gail auch für die Zukunft daS in ihn gefetzte Vertrauen rechtfertigen werde, und schloß unter Hinweis auf die von Herrn Gail jederzeit bewiesene Treue gegen den Landesherrn mit einem Hoch auf Se. Kgl. Hoheit den Großherzog. — Herr Wigandt beglückwünschte hierauf Herrn Gail NamenS des CorpS und Überreichte ihm als äußere» Zeichen der Anerkennung der dem Corps geleisteten Dienste im Auftrage des Corp» eine goldene Uhr- er schloß seine Ansprache mit einem Hoch auf Herrn Gail. — Herr Fillmann gratulirte im Auftrage der Pflichtfeuerwehr dem CorpS zum 42. Stiftungsfeste, Herrn Gail aber überreichte er unter den besten Glückwünschen der Pflichtfeuerwehr einen von derselben gestifteten Pokal- er hob ferner die gute Kameradschaft zwischen freiwilliger und Pflichtfeuerwehr hervor und brachte ein Hoch auf daS Fortbestehen derselben auS. — Herr Gail nahm hierauf daS Wort, um für die ihm gewordene Ovation der Anwesenden wie der Geschenke der Feuerwehren seinen Dank abzustatten- er versicherte, daß er auch für die Folge als guter Kamerad der Feuerwehr zur Seite stehen wolle, brachte ferner ein Glückwunschtelegramm der freiwilligen Feuerwehr zu Marburg zur Kenntniß und schloß mit einem Hoch auf die erschienenen Gäste. — Herr Beigeordneter Wolff dankte der Feuerwehr zunächst im Namen der Gäste für die Begrüßung und brachte derselben die besten Wünsche für daS neue Geburtsjahr dar. In Vertretung des am Erscheinen leider verhinderten Herrn Oberbürgermeister» sprach sodann Herr Beigeordneter Wolff die Glückwünsche der Stadt sowohl für die Feuerwehr wie für Herrn Hauptmann Gail auS - die Stadt erkenne gerne die Verdienste der Feuerwehr an und habe dieser Anerkennung verschiedentlich äußerlich Ausdruck gegeben, u. A. letzthin durch Verleihung von Diplomen an langjährige Mitglieder der Feuerwehr, er gedenke der Männer, welche sich so in den Dienst der Stadt gestellt, die Feuerwehr könne stolz auf ihre langjährigen Mitglieder sein, diese Veteranen möchten der jungen Generation zum Vorbilde dienen- das darauf auSge- brachte Hoch galt den Feuerwehr-Veteranen.—Herr Brand- birector Traber toastete in humoristischer Form nach dem vorher zur Aufführung gebrachten Theaterstück: „Spielt nicht mit dem Feuer" auf die Frauen, und brach» ihnen, al» den Feuerwehrmüttern, ein Hoch! — Der Hauptmann der freiwilligen Feuerwehr zu Langgön» überbrachte die Glückwünsche der letzteren mit dem Wunsche ferneren Zusammenarbeiten». — Herr Kreisfruerwehrinspector LooS, Hauptmann der Freiwilligen Gail'schen Feuerwehr, stattete im Namen deS Vorstände» gen. CorpS besten Dank für die Einladung zur Feier ab, er wünschte, daß daS Band der Freundschaft und Kameradschaft zwischen beiden Corp» sich immer fester schlingen möge zum Wohl der Stadt und ihrer Einwohnerschaft, er hoffe, daß noch manche ähnliche Feier sich in Gießen vollziehe, noch manches Mitglied mit dem Ehrenzeichen geschmückt werde. Er beglückwünschte die Gießener freiwillige Feuerwehr zu ihrem Stiftungsfest und ihren Hauptmann zu seinem Jubiläum; die Gießener freiwillige Feuerwehr wachse, blühe und gedeihe, dem Jubilar aber ein Profit. — Herr Stadtverordneter Petri versprach für die älteren ehemaligen activen Mitglieder und für seine Person, nicht nachzulasten in dem Bestreben, den jüngeren Kameraden zur Seite zu stehen, be- grüßte Herrn Gail als Jubilar und brachte ein Hoch aus auf die Vorstände der Feuerwehren. — Da» vorher von den Mitgliedern unsere» Stadttheaters in bekannter flotter Art gegebene Lustspiel: „Spielt nicht mit dem Feuer" fand den verdienten Beifall der Festversamwlung. — Mit dem folgenden Tanzvergnügen, wobei die Capelle Gröninger ebenso wie während de» Commerse» ihre Weisen erklingen ließ, schloß gegen Morgen das Fest. Gut Wehr! Stadtthealer. Die gestrige SonntagSoorstellung bescheerte un» daS der romantischen Schule angehörige Ruter- schauspiel „Käthchen von Heilbronn" von H. v. Kleist. DaS Stück zeugt von dem trefflichen, aber noch völlig unausgebildeten Talent des Dichters- es entbehrt zwar nicht deS historischen Hintergrundes, reicht jedoch an Lesfing» „Minna von Barnhelm" oder Goethes „Götz" nicht heran. E n allgemeiner Fehler aller Dramen der romantischen Schule ist der, daß daS zur Ausschmückung benutzte Volksmäßige, der Zauber deS Geheimnißvollen und Wunderbaren zu wenig unmittelbare Wahrheit, zu wenig einfache Natürlichkeit in sich trägt. Darum muthet uns der ganze Inhalt dieses romantischen DramaS mit seinem „heimlichen Gericht", seiner Ritterherrlichkeit und Bürgerdemuth sonderbar an, ist jedoch von eindrucksvollster Wirkung bei allen „auf das Romantische" verseffenen Gemüthern. Dieses Käthchen von Heilbronn, daS zu dem Ritter Graf von Strahl in heißer Liebe entbrannt, diesem auf Weg und Steg nachläuft und die Feuerprobe der Liebe besteht, bi» sie schließlich zum guten Ende von dem Ritter geheirathet wird, ist gewiß romantisch genug vom Dichter bearbeitet, und vollend- der Schluß der Handlung, wo der Kaiser in ihr feine Tochter erkennt und fie adelt. — Die Aufführung selbst, die vor ausverkauftem Hause stattfand, stand unter keinem guten Stern. Die vielen Verwandlungen ließen den Beschauer über den Gang der Handlung im Unklaren, sonstige störende Zufälligkeiten, sowie Mißgeschicke in Scenerie und Darstellung wirkten des Oesteren geradezu poflenhaft. Schon da» Vorspiel, da» „heimliche Gericht", hatte darunter zu leiden, denn ihm fehlte Alles, wa» den Stempel de» Geheimnißvollen, des Feierlich-Ernsten tragen sollte. Bon Wirkung waren bloS die letzten Aufzüge. Frl. Marlo ff, welche die Titelrolle verkörperte, bot eine Leistung von außerordentlich künstlerischem Verdienst. Ihre Darstellung de» Käthchen wurde ganz im Rahmen idealer Auffaffung durchgeführt- dieses demüthig-bescheidene, auS Liebe Alles verlaffende Mädchen war von ihr in Sprache und Spiel tief empfunden und mächtig wirkend. Ihr Partner, Herr Fritzschler, als Graf von Strahl, gab sich alle Mühe, diesen Tugendhelden in» beste Licht zu setzen, wa» ihm mit gefühlvollsten Tönen in ächt männlich-ritterlicher Weise gelang. ErwähnenSwerth ist ferner die Wiedergabe deS Kaiser» in musterhafter Weise durch Herrn Liebscher, sowie des RitterfrauleinS Kunigunde durch Frl. Würdig, und des Waffenschmieds Theobald durch Herrn Forsch, welche durch gute Darstellung gleichen Anspruch auf lobende Erwähnung zu machen berechtigt find. DaS Publikum verfolgte den Gang der Handlung wohl mit Jntereffe, blieb jedoch unbefriedigt und gelangte nicht in die Stimmung, lebhaften Beifall kundzugeben. Alles überlebt fich, sogar ein „großes romantisches Ritterschauspiel". Eine Poffe, so gehaltlos fie auch sonst sein mag, unterhält Zweidrittel der Sonntag»- Theaterbesucher immer noch beffer, reizt die Lachmuskeln und wirkt nachhaltig mindestens auf eine ganze Woche. * * Stadttheater. AuS dem Theaterbureau geht un» die Mittheilnng zu, daß in Shakespeares „Kaufmann von Venedig", welcher am Mittwoch den 3. d. Ml», zur Aufführung gelangt, unser einheimischer Charakterdarsteller Herr L i e b s ch e r den „Shhlock" spielen wird, da Herrn Carl Hermann von Frankfurt in dieser Woche das beabfichtigte Gastspiel nicht möglich ist. — Herr Liebscher, der uns schon manche Probe seines ausgezeichneten schauspielerischen Könnens geliefert hat, wird ohne Zweifel auch die intereffonte Rolle deS „Shhlock" in befriedigender Weife zur Ausführung bringen. * * Billardmatch. Der Weltmeister des Billardspiel», der Gründer und Inhaber der Internationalen Billard- Akademie zu Berlin, welcher im März 1896 den Weltrecord von 4285 Points in einer Serie festsetzte, der 22 Jahre alte Billard-König Hugo Kerkau beabfichtigt in einigen Wochen nach Gießen zu kommen, um seine Kunst öffentlich zu zeigen. * * Feier von Johann Gutenberg» 500jahrigew Geburt»- tage. Wie au» Mainz berichtet wird, wird jetzt ernstlich an die Vorbereitungen für die 1900 stattfindende Feier von Johann Gutenberg» bOOjährigem Geburtstag gegangen. Nächsten Mittwoch wird daS OrtS-Comitü (das später durch Vertreter der Bürgerschaft, von Wiffenschaft und Kunst vermehrt wird) unter dem Vorfitz de» Oberbürgermeister» Herrn Dr. Gaßner zusammentreten. Wetterbericht. DaS Barometer-Maximum verliert über Central-Europa langsam an Jntenfität, doch dauert die Herrschaft des hohen Druckes fort. Auf unserem Gebiete herrscht dabei im Flachlande vielenorts Nebel, in den höheren Lagen dagegen helles, sonnige» Wetter und macht fich dort- selbst andauernd starke Temperatur-Umkehr geltend. — Voraussichtliche Witterung: Ruhiges, je nach der Oertlichkeit heiteres ober nebelige» Wetter. Butzbach. 29. October. Heute Abend wurde durch die Energie des hiefigen Bahnhofvorsteher» Luc an ein Eisen- bahnunglück verhütet. Paffanten in der Nähe de» Bahnhof» hörten während der Durchfahrt deS kurz nach 6 Uhr fälligen Personenschnellzug» Haltrufen und Pfeifen, worauf der Schnellzug unter heftigem Bremsen in der Station anhielt und zwar nur einige Schritte vor einem in demselben Geleise stehenden rangtrenben Güterzug. Durch ba» Halt- rufen deS Bohnhofoorsteher» waren ber Lokomotivführer beS Schnellzuge» uab Passagiere beS ZugeS auf die Gefahr aufmerksam geworden und hatten vermocht, den Zug noch rechtzeitig zu stellen. Bei der vollen Fahrt des hier planmäßig nicht anhaltenden Schnellzuge» läßt fich ermeffen, welch einer Katastrophe die Passagiere glücklich entgangen find. Hier bestehen bezüglich des Rangiren» der Güterzüge wohl die unhaltbarsten Zustände im Reich. Der Güterverkehr ist ein sehr bedeutender und stet» wachsender. -f- Ober-WibberSheim, 1. November. Herr Unternehmer Jean Nickel zu Gießen hat kürzlich in unserer Gemarkung von zwei hiefigen Grundbefitzern eine Feldfläche von etwa 55 Ar zum Preise von 3300 Mark käuflich erworben, dehufS Erweiterung seine» unweit der Bahnstation dahier gelegenen SieinbruchS. Die au» unserer Gegend gewonnenen Basalt- steine find auch über die Grenzen der Provinz Oberheffen hinan» sehr gesucht, weil dieses vorzügliche Material hauptsächlich zu Straßenbau und Pflastersteinen Verwendung finket. — In den Nachbarorten Echzell und Reichel-Heim hat fich je ein Thierarzt letzthin niedergelassen. -h- flllfelb, 1. November. Da- weithin bekannte Hotel- Restaurant „Deutsches Haus" de- Herrn Karl MalkmuS dahier wurde gestern um den Preis von 138000 Mk. an Herrn Kail August Bayer aus Trier verkauft. Die Uebergabe erfolgt spätestens bi» zum 1. Februar 1898. Die separat gelegene Kellerei ist in den verkauf einbegriffen. n. Reichelsheim i. d. W., 29. October. Zwei höhere Postbeamten bereisten heute die Orte an der Postroute Reichelsheim—Ranstadt, weil von den Einwohnern derselben eine Beschwer desch rift über mangelhafte Briefbeförderung an die Oberpost-Direction in Darmstadt gerichtet worden war. Die Abendpost von Friedberg nach Ranstadt, welche diese Orte auch berührt, fährt nämlich seit dem 1. Octoder d. I. eine Stunde früher al» vorher in Friedberg ab und die sonst um 11 Uhr Vormittags von Reichelsheim nach Ranstadt fahrende Post trifft jetzt eine Stunde später auf den einzelnen Orten ein und hat keinen Anschluß mehr an die Züge der Oderhesfischen Bahn. Die Postsachen trafen seit dem 1. October mitunter 12, zwischen Sarn-tog und Montag wohl gar 24 Stunden später ein. Die Aenderung war mit Eröffnung der Bahnlinie Friedberg—Reichelsheim —Nidda erfolgt. § Darmstadt, 30. October. Der „Darrnst. Ztg." zufolge hat der Zar dem Staatsminister Finger 10,000 Mk. für Wohlthätigkeit-zwecke überwiesen. X. Darmstadt, 31. October. Die Strecke Capellplatz- Böllenfallthor der electrischen Stadtbahn wird vor- autfichtlich Mitte November dem Betrieb übergeben. Sowohl die Stadtverordneten al» auch Vertreter der Technik konnten fich bereits durch Theilnahme an Probefahrten von der Betriebsfähigkeit der Strecke überzeugen. Die beiden neuen electrischen Linien haben eine Gelei-länge von 8850 Meters die vorkommende stärkste Steigung ist rund 1:25 (1 Meter Steigung auf 25 Meter Länge), der kleinste Halbmesser 20 Meter, die größte Höhendisserenz, zwischen den Westbahnhöfen und dem Böllenfallthor beinahe 60 Mtr. Die Steigung»- Verhältnisse stellen besondere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der elektrischen Maschinen. Die Wagen, von Gebr. Hoffmann in BreSlau gebaut, find zweckentsprechend und mit gew'ffer Eleganz auSgeführt und fahren infolge der Feder- anordnungen usw. ruhig und glatt. Der Stromabnehmer au« der Kabelleitung tst ein U-förmiger Bügel neuester Construction, der an den oberen Leitung» - Kupferdrähten hinschleift. Eine complicirte, aber einfach zu bedienende Schalter-Vorrichtung an jedem Führerftand ermöglicht langsamere» und schnellere» Fahren, Anhalten, Bremsen u. f. w. Sowohl die Leitung al» auch die einzelnen Wagen find durch entsprechende Vorrichtungen gegen Blitzschläge gesichert. DaS ganze Schienennrtz, mit besonder» patevtirten Schienen, bildet eine fortlaufende Leitung- nur bet deren gewaltsamer Unterbrechung, die aber kaum denkbar, würde der etwa darin vorhandene entweichende Strom zu Unglücksfällen führen können. § Mainz, 30. October. Herr Oberbürgermeister Gainer erhielt, wie da» „Mainzer Journ." meldet, vom Zaren den StanislauS-Orden 2. Klaffe. Die Ordensverleihung erfolgte au» Anlaß deS ConcertbesucheS des ZarenpaareS tn Mainz. • Frankfurt s M, 31. October. ES ist nur zu begreiflich, daß „Ueber unsere Kraft" von Björne Björnsen den deutschen Bühnenleitern einige Scheu eingeflößt hat. Der ganze erste Theil wird von einer im Bett liegenden Kranken gespielt und gesprochen. Der ungleich dramatischere Schlußact zeigt eine Reihe von Geistlichen im Gespräch über da» Wunder, bi« bann ber Gatte ber Kranken unter Gesang hereintritt unb al» frommer Hypnotiseur seine Dunberthätigkeit versucht. Fräulein Kathi Frank al- Heldin deS Stücke» ermöglichte durch ihre Kunst überhaupt erst die Aufführung. Auch Herr Bauer al» deren heilthätiger Gatte errang vielen Beifall. * tzauau, 29. October. Gestern Abend 9 Uhr wurden auf dem hiefigen Westbahnhof dem in den dreißiger Jahren stehenden verheiratheten TtationSasfistenten Schröder aus Lampertheim von einer Locomotive beide Beine am Oberschenkel abgefahren. Der Beamte wollte die Geleise überschreiten unb bemerkte nicht bie gerabe auswechselnde Maschine be« Personeozuge« Nr. 172, bie ihn erfaßte. Der Verunglückte erlag nach kurzer Zeit den erlittenen Verletzungen. • Ehret die Tobten! Die Art, wie der Singverein zu Hambach die Tobten feiert, ist so ungewöhnlich, daß wir genötigt fiub, davon Notiz zu nehmen. Die „Neustadter Zeitung", unsere Quelle, theilt nämlich unter» 22. October au« ber Generalversammlung be« Verein« wörtlich Folgeube« mit: „Ferner wurde beschlossen, auch Heuer wieder das Cäcilieufest zu feiern und -war am 20. November- sür bie verstorbenen vereioSmitglieder soll de« vor« mittags eine Messe abgehalten, Mittag« ein Essen unb Abeut« eia solenner Ball veranstaltet werden." — Zu Ehren der Todten essen, ist in einigen Theilen Deutschland» VolkSfitte, ihnen zn Ehren tanzen jedoch ist eine Neuerung, mit ber bie Hambacher allen pietätvollen Zeitgeuoffeu vorangehen. D. A. • Arbeit. Bettler (zu einem ältlichen Herrn, ber sich auf einer veranba mit einem Zweirab zu schaffen macht): „Ach, verzeihen Se nur, lieber Herr, können Se mir vielleicht sagen, w:e ich Arbeit kriegen kann?" — Mr. Orumbler: „Jawohl — kaufen Sie sich ein Zweirad und suchen Sie'» । rein zu halten." Ä *h Ste , ’iS'** d«. 8000 «■« ’ ’“ft' Slt X ’a8' "brgriffeo. 8®ti höhttf ler Postroute dnselbea ;tiNöibt, Wvttttotbm e® l. Dtiobtt “b«6 6b unb «W*W« nad) Wx auf mrhr Qn 'stlacher, trafen SamStag unb Ärubrrung 1—StetdjtU^im * 8t|.‘ zu. ' 10,000 mi. eckk Capkliplatz, >hu wird vor- rgrbtu. 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Hiermit beehre ich mich einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend anzuzeigen, daß ich mit dem heutigen Tage die am hiesigen Platze unter der Firma Wilhelm Klee bestehende Aapier-, Formular- und Schreibmaterialien-Kandtung sieben. b?n 80. Dctober 1897. 10101 Danksagung. Für die zahlreich n B weise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer lieben Gattin, Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Krau Katharine Jungblut sagen besten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Oberhtssischk Gchllschaft für ilatur= u. hkilkuudk Mittwoch den 3. November. Abends 6 Uhr: Sitzung käuflich übernommen habe und unter gleicher Firma fortführen werde. Es wird mein stetes Bestreben sein, durch reelle und aufmerksame Bedienung das Wohlwollen des geehrten Publikums zu erwerben und dem Geschäfte den ehrenvollen Ruf zu erhalten, den es seit seinem Bestehen unausgesetzt genossen hat. io oo Hochachtungsvoll Wilhelm Ockel. in der kleinen Aula der Universität. 10105 Vortrag v. Herrn Dr. Sticker: Ueber die Lepra. Concert-Verein. Abonnement «karten und Sperrsitzkarten sind bei Herrn Ernst Chai Her gegen Zahlung in Empfang zu nehmen, eine Zusendung findet ausnahmslos nicht statt. — Jeder Sperrsitz kostet 15 Mk ; jede Eintrittskarte 10 Mk. Orient-Reisen Sonderfahrt 1. Februar 1898. Dauer 39 Tage. Tüchtige Verkäuferin Stellen-Angebote. per sofort gesucht. 10080 Vermischte Anzeigen. 1897 ein 229 Dienstag Abend: Hotel Kaiserhof I Schmücker, vorm. H M- Jughardt, (Stegen. Geschäft-Eröffnung. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich seit dem 15. October Kaubktts laullMchcu gtf. 1(085 frankfurterür. 40. III. Geschäfts-U ebernahme und Empfehlung*. Hierdurch erlaube ich mir, meiner werth-n Nachbar chaft, sowie dem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend bu ergebene Anzeige zu machen, daß ich die Bäckerei Ludwigsplatz 3 käuflich übernommen und mit dem Heutigen die 10102 Arod- und Ieinbäckerei eröffnet habe. ES wird stets mein eifrigstes Bestreben sein, das Wohlwollen meiner geschätzten Kundschaft erhalten zu suchen und bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll Carl Euler, Brod- u. Ieinbäckerei, Ludwigsplatz 3. Nock-, Hosen- und Westen arbeitet» auf Werkstatt gesucht. 10012 Louis Katz, 56 TelterSweg 56. Gkiibtkr MchamKttglWt gesucht von 10098 ________WUh idosch. Neuen,Bäue. Grösster Comfort. — Niedrige Preise. — Schönste Touren. Einhundertfünfundsiebzigste Orientreise. 8. Januar 1898. Gesellschaftsreise. Dauer 100 Tage. Berlin, Wien, Triest, Alexandrien, Cairo, Reifte auf dem Nil bis zum L. Cataract, Suez, Port-Said, Jaffa, Jerusalem, grosse Landreise, Todtes Meer, Jordan, Nazareth, Tiberias, Banias, Damascus, Baalbeck, Beirut, Smyrna, Ephesus. Athen, Constantinopel, Budapest, Berlin. Preis für ganze Reise 4100 Mark. Theilanschlüsse gestattet. Am Ä8. Januar, 5., L6. Februar und 30. März kleinere Orient-Reisen. Giessener Stadttheater Mittwoch, den 8 November 1897: Der Kaufmann von Kenkdig. Schauspiel in 6 Auszügen von William __Shakespeare._________ Patentschutz Patente, Gebrauchsmuster, Musterschutz, Waarenzeichen etc. für In- und Ausland besorgt u. verwerthet 9691 Louis Dill, Inh.: L. Dill & A. P ar n icke. Frankfurt a. M, Zell 67. 10079 Grabstein-Geschäft verbunden mit Bildhauerei am Bahnhof Gr.-Linden eröffnet habe. Mit der Zusicherung reeller u. prompter Bedienung ;etchnet Hochachtungsvoll Franz Siegler, Bildhauer. Bibliotheken und einzelne gute Bücher werden stets zu guten Preisen angekauft. 3729 J. Ricker’eche Bnchhdlg., Südanlage 5. Erste* Concert: Sonntag den 14. November: Mendelssohn-Feier. Solist: Petschnikoff. Orcheeterconcert. 10091 fUhaction: Ä. Cdjcpba. — Truck >md Frriaq > r ?'• f bf'fchtn UniurrfititS.^u*- und Strinbruderei 'Pietsch A Schevda) in Gießen. Gesrlte und Lehrling gesucht. H. PrSschold, Schlossermstr., ___________Dammstraße-________ 100111 edmbmad)trg