-i°- tüt>0 N nev 8titSUB86- :lortn. des l?,n6«4 ÄU b«T™8* «« »IÄ **•%* h*5*i „r, ”Ueo die wiktb, k'k°«l «du, t|. Nifltuomnitn, ■* ■??■** ,7l|e Platz gegr,ff„ Klu°8 der letzten Zeil lD0 hlozuführeu fttlnt; '8 °US/ daß das Fon. r °'f Folge aadauna ,D*9 der größerea ’nen als Im Fnierefse ullSgestaltung des ge. 118 dringend empfiehlt. B die preußischen Kreise !!ehlich deu Gemeindeil ad van den Gemeiudea -luziehe«." Nach Vor. üebertveisllug der Wahl mlung an den Tentral. chiofien. nt freundliche 3>3 it Bodenkammer, Wrsser- W ic-, sowie kleines 5 |u oermiethen. KetzSeivSraße 44. milienlogiS )u otrmfditn. 9Uat a»ig 29, ch-fste. Sir 3 -rose rbetzlir |u vermiethen. vv-, 6 Mmmer u., zu v««ßr»VN. Mine Ttvä mt'ratl wer M SubtW, VN ittbm. » Mitz-er, Neustadt 8. lineS LogiS, 4 Zimmer, vnmtethen. ter-M- S8, NedenbauS. >sche Wohnung, 2 Zimmer /«Mr, perl. November üher an ruhige Lenke, auch , >u oermiethcn. eäWiVL lumii zu vermtetben. SaWsrstr^ inmnwohnung Wil ailem aSxgi Essr 189» Sir. 231 Samstag dm 2. October Erstes Blatt Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. Amts- und Anzeigedlatt für den "Kreis Gieren. Webaction, Txpebitia« und Druckerei: Kchvtftraße Ar.r. Fernsprecher 51. vierteljährig«? Aöonnemeutspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöget 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener A.miki-vvrältrr 'werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, eilt Ausnahme des Montags. Hmtisöeitage: Hießener Jamikienbtätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« < Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Zur Demission des Cabinets Azcarraga. ES war vorau-zusehen, daß die Ermordung des spant- 14en Ministerpräsidenten CanovaS auch eine Veränderung ter politischen Situation in Spanten nach sich ziehen würde. Die Königin'Regentin stand damals vor der Wahl, die Con- servattve» am Rnder zu beiaffen oder die Liberalen zur Regierung zu berufen. Sie wählte deu Ausweg, daß sie das bisherige Ministerium mit der Fortführung der Geschäfte «betraute und den Kriegeminister Azcarraga zum CabtnetS- chef «nannte. Man durfte von vornherein annehmen, daß rS sich hierbei nur um Schaffung eine- provisorischen Zustande» handeln würde, da Azcarraga sich nicht in dem Maße LeS Veltrauen» deS Lande- erfreute, um bet der gegen- -väitigen fchwiertgen Situation mit Aussicht auf Erfolg die Regierung lange letten zu können. Denn die Lage hat sich in Spanien in einer Weise zugespitzt, daß nur eine Persönlichkeit, welche im Besitze des größten Ansehens der Bevölkerung ist, hoffen darf, die Berhältutffe zum Guten gestalten flu können. Und an solchen Persönlichkeiten ist zur Zeit in Spanien kein Ueberfluß vorhanden- e- find eigentlich jetzt nur zwei Männer, welche im höheren Grade allgemeines Vertrauen genießen: Der alte Marschall Martinez CampoS und Sagasta, der Führer der Liberalen. Daß der erstere au die Spitze der Regierung berufen werden wird, erscheint aus mehr, als einem Grunde zweifelhaft. Einmal würde er nur im äußersten Nothfalle fich bereit finden lafleu, so viel Selbstverleugnung zu üben, und die Leitung des Staat»» sch.ffeS zu Übernehmen, obgleich Spanien wohl niemals ver- gebltch an den Patriotismus deS alten Haudegen zu appel- [treu brauchen wird; andererseits aber muß die Regierung mit der Nothwendigkeit rechnen, ihm die Ordnung der rubanischen Angelegenheit zu Übertragen. Denn daß dies dem jetzigen Oberbefehlshaber auf Euba, dem General Wehler gelingen sollte, ist mehr als zweifelhaft geworden. 'Mit großen Erwartungen, mit kühnen Hoffnungen war dieser als Nachfolger Martinez CampoS nach den Antillen gegangen, ohne jedoch nur in einigem Maße den in ihn gefetzten Erwartungen entsprechen zu können. Im Gegentheil, die Zustände auf der Insel haben sich seit der Anwesenheit des Generals daselbst so unglücklich gestaltet, daß eine Lösung der Schwierigkeiten fast zur Unmöglichkeit geworden ist. D'e Cubaner find bekanntlich mit der ihnen jetzt angebotenen, früher aber verweigerten Autonomie nicht mehr zufrieden und verlangen vollständige LoSlösung vom Mutterlande. Nach den Berichten von der Insel soll die Situation daselbst grauen- erregend sein, daS Elend kaum noch einer Steigerung fähig. General Wkyler hat eben das System der Verwüstungen ein- geführt, durch welches er den Wohlstand auf der Insel für Jahrzehnte untergraben hat, aber seinen Zweck, die eingeborenen Insurgenten zur Unterwerfung zu zwingen, richt erreichen konnte. Er glaubte, wenn er deu Insurgenten alle Hilfsmittel abfchneiden und ihnen jede Möglichkeit der Existenz nehmen würde, so könnte er fie um so eher überwältigen. Das ist aber fehlgeschlagen- der General hat nicht mit der Zähigkeit und dem Opfermuth der Rebellen gerechnet, die ihrer Ansicht nach um eine heilige Sache, um die Befreiung von der spanischen Unterdrückung kämpfrn. Und die Grausamkeiten der spanischen Gewalthaber konnten natürlich nur dazu beitragen, die Erbitterung der cabanischen Eingeborenen aufs Höchste zu steigern. Der nun schon mehrere Jahre andauernde Ausstand auf Cuba mußte natürlich die innerpolitischen Berhältutffe Spaniens in ungünstigster Weise beeinfluffeu. Auch in Spanien selbst machte fich eine Gährung bemerkbar gegen die Fortsetzung deS Krieges auf Cuba, welche in der Weige- rung verschiedener Truppentheile, nach der Insel abzugehen und in dem Widerstande, den die Bevölkerung der Absendung neuer Truppenmaffen dahin entgegensetzte, ihren Ausdruck fand. Und daß das ohnehin auf schwachen finanziellen Füßen stehende Land durch den Krieg vollends auSgesogen wird und die Lasten nicht mehr zu tragen vermag, bedarf keiner Erläuterung. Dabei regen fich die Carlisten, und die Republikaner erheben ihr Haupt, so daß der Schwierigketen immer größere für die Regierung erwachsen. Es fehlt an einer kräftigen Hand, welche von Grund auf reformirt, und vor- läufig darf gar nicht daran gedacht werden, daß eine Remedur erfolgt, da die Regentin eine nicht sehr widerstandsfähige Frau und der König ein Kind ist. Die Männer, welche berufen find, die Regierung zu leiten, find zu sehr von ihren Parteien abhängig und an deren Interessen gebunden, als daß man erwarten könnte, fie würden fich ganz dem Wohle ihres Vaterlandes hingeben. Lange dürste die Krifis nicht andaueru und wir werden wohl bald in der Lage sein, melden zu können, daß die Königin-Regentin Herrn Troxedes Madeo Sagasta mit der Regierung beauftragt habe. Daß dieser dem Ansuchen sofort uachkommen und auch die Männer finden wird, ein neues Cabinet zu bilden, erscheint zweifellos. (XX) Deutsche» Reich. Berlin, 29. September. Neuerdings ist in den Blättern viel die Rede von der Steigerung der Getreide- preise Überhaupt und insbesondere von dem Verhältuiffe des Preises der inländischen Waare zu dem Weltmarktpreise. Niemand weiß indeß anzugeben, was eigentlich der Welt- markipreis ist, wie er fich bildet und wo er greifbar in die Erscheinung tritt. Will man aber überhaupt PretSvergleich- ungen in der gedachten Richtung anftellen, so bleibt nichts anders übrig, al» die auf zuverlässige Weife ermittelten Preise eines bestimmten Bezirks für eine durch langjährigen Gebrauch ziemlich genau festgelegte Getreidesorte mit den Preisen der seit Jahren tonangebenden Märkte, wie Newyork, Liverpool u. s. w., zu vergleichen. In Newyork erreichte rother Wineerweizen, der am 1. September 1896 661/»c gekostet hatte, seinen höchsten Stand am 21. August 1897 mit 110c, waS eine Preissteigerung von 438/4c oder 66,2 pCt. darstellt, die fich inzwischen bei einem Staude von 941/40 aus 28c oder 42,3 pCt. verringert hat. Von Ansang September 1896 bis zum 24. August 1897 stieg dagegen sogenannter kleiner inländischer Weizen an dem sür den Kölner Bezirk maßgebendsten Landmatkte zu Neuß von 14,80 Mk. aus 20,30 Mk., waS einer Befferung von 5,50 Mk. oder 37,2 pCt. gleichkommt, die durch den mittlerweile erfolgten Rückgang bis zu 19,60 Mk. auf 4,80 Mk. oder 32,4 pCt. zurückgegangen ist. Eine unmittelbare Gegenüber- stellung dieser beiden Ermittelungen ist aber deßhalb nickt zulässig, weil man. um einen richtigen Maßstab zu haben, zu den jeweiligen Newyorker Preisen noch die Kosten für die Beförderung der Maare, für die Versicherung und den Zoll hinzuzunehmen hätte, wodurch sich die Höhe deS AufschlageS entfprechend vermindert. Nun schwanken aber bekanntlich die VerficherungS- und namentlich die Frachtsätze fortwährend, und zwar letztere ganz erheblich, so daß dasür nur eia Durch- schuittSsatz als ungefähr zutreffend angenommen werden kann, eine genaue Berechnung ließe sich nur von Fall zu Fall an- stellen. Bei der Annahme eines mittleren DurchschnittSfatzeS von etwa 5 Mk. für die 100 Kg. bis Köln würde fich bei dieser Art der Berechnung die Preissteigerung deS ameri- kanischen Weizens bis zum 21. August 1897 auf rund 45 pCt. und bis Ende September auf rund 29 pCt. stellen. Schon aus diesen Gegenüberstellungen, mehr aber noch ander genaueren fortlaufenden Vergleichung der betreffeudeu Preise ergibt sich deutlich, daß die PreiSrichtung für hiesigen greifbaren Weizen in ihren Gruudzügeu annähernd die nämliche gewesen ist, wie die Newyorker, welch letzterer Markt unter den gegenwärtigen Verhältnissen wohl am ehesten al» der eigentliche Weltmarkt für Weizen betrachtet werden kana. Dabei ist jedoch zu bemerken, daß der Preis für greifbare Waare, wie es auch früher geschah, sich Überhaupt schwerfälliger bewegt als die Preise an deu Zeitmärkten, daß er keineswegs jeder kurzen schroffen Bewegung folgt, sondern daß er nur nachkommt, wenn die Verschiebungen an den Zeitmärkten voi einiger Dauer find. Noch auffälliger tritt diese Erscheinung bei dem auS dem Getreide erzeugten Mehl hervor- dessen Preisschwankungen find noch viel schleppender al- die de» Getreides selbst, aber fie solgen doch schließlich dem allgemeinen Zuge. Daß die hiesigen Preise den amerikanischen nicht bi» zur höchsten Spitze gefolgt sind, erklärt sich nach dem Gesagteu zum Theil damit, daß Amerika selbst den höchsten Preisstand nicht lange inuezuhalteu vermochte, hauptsächlich aber auch damit, daß man in Westeuropa der Fs«iUeton. Susis Modifikation. Humore-ke von Martha Renate Fischer. (Nachdruck verboten.) Die Cousine sagte: „Also denke Dir, Sufi, ich habe einen Zahn ausgebissen. Ick bin ja außer mir darüber. Natürlich kann ich meinem Mann damit nicht kommen. Bitte, leih Du mir ein paar Mark. Nach dem Ersten zahle ich zurück." Sufi antwortete: „Ich bedauere sehr- aber zu dem Awkcke kann ich fein Geld geben. Ich habe mir gelobt, nichts zu thun, das nicht im Sinne meines Manne- wäre. Und Friedrich haßt falsche Zähne." „Frauenziwmerchen, sei nicht so lächerlich gefinnung»- tüchiig. Leihe mir also zehn Mark zu Praltnee- und Makronen." Sufi klagte: „Es bricht mir ja beinahe da- Herzaber wirklich: ich kann nicht. Sieh mal an, — damit Du «ick verstehst" — — Sie rollte die Schlummerdecke, die fie heimlich für ihren Manu arbeitete, im Schoß zusammen und legte die Arme darauf. „Mein Mann also machte doch mir und der Alma den Hof, aber um mich hielt er an. Nun bin ich ja eine kleine, dumme GanS, verstehst Du — und hab dem armen Mann das Leben schwer gemacht mit Eifersucht — bi- wir bann mal ganz intim miteinander sprachen über Grundsätze und dergleichen. Und da sagt er: Weißt Du, Lumpengefindelchen, sagt er, „über eins würde ich bei einer Frau nicht fortkommen — und da- ist etn unechter Zahn. Ich könnt' keine Frau küssen, die einen unächten Zahn hat — lieber eine Kugel! — Ach, sag ich ganz entzückt, die Alma---Ja, sagt er, ich weiß schon!--— Viere! sage ick. —--Kaum glaublich, schauderhaft! — Na, was hättest Du bloS ge- thau, frag ich, wenn Du im guten Glauben die statt meiner geheirathrt hattest--Er sagte mit geradezu verblüffender Festigkeit: Ich hätte mich scheiden laffeu! — Du verstehst, daß ich von nun an nicht mehr eifersüchtig mar; aber Du verstehst auch, daß ich Dir daS Geld nicht leihen kann." Die Coufine entgegnete: „Ich verstehe, daß Du noch furchtbar grün bist," stand ärgerlich auf und ging. Als fie da- Nebenzimmer durchschritt, winkte ihr Jemand Schweigen zu und folgte ihr. Es war Sufi» Mann, der fich vor Lachen ausfchütteu wollte. Im Entröe angelangt, sagte er: „Ist fie nicht ein entzückende- Lumpengefindelchen, der Susematz? — Also — einen Zahn außgebiffen — schade! — schade! — Na — wie viel befehlen Sie, Coufinchen . . ." und hielt ihr daoffene Portemonnaie hin, daraus fie fich bediente. Dann trat er scharfen Schrittes wieder in baß Nebengemach, trällerte, rumorte, damit Sufi Zeit hätte, das Präsent zu verstecken. Denn er sah im Spiegel, fie war aufgesprungen , raschelte die Schlummerdecke in ein großes Papier und wickelte einen unglaublich langen Bindfaden um da» widerspenstige Packet. Den Anfang des Bindfadens hielt fie mit den Zähnen fest, lief zugleich auf baß Schränkchen zu, um baß Geschenk unterzubrtngen, stolperte über daß schleifende Ende und — — — daß Packet lag auf der Erde und neben dem Packet ein entzückendes, kleines, spitzes Seitenzähncheo, da- fich Sufi sozusagen mit dem Fuße selber an-gezogen hatte. Schrecken! Lähmende- Entsetzen! Und kein Traum! — Denn baß Taschentuch, an den Mund geführt, röthete fick mit Blut, der Folgeerscheinung der kleinen unfreiwilligen Operation. Der Gemahl im Nebenzimmer machte Telleraugeo und spitzte den Mund zum Pfiff. Ein Zahn. Jetzt hatte er sein kleine- Weib mit ihrem ganzen Hansen Grundsätze sozusagen in der Faust. Wie fie fich bloß au- der Klemme herausziehen würde — — Aber nur keine unmännliche Schwache, etwa mit Entgegenkommen aus halbem Wege — da- wollte er fich vor fich selber ausbitten. Sufi war in da- Schlafgemach geeilt, stand da vor dem kostbaren Toilettenspiegel und betrachtete tbr Gesicht. Scheußlich sah fie au- mit der Zahnlücke — die fie — um mindesten- fünfundzwanzig Jahre älter machte! — Gar nicht möglich, fich vor einer lebenden Seele sehen zu lassen! — und was noch mehr de- holden Blödfiuue- war, deu fie tragisch durch ihr Gehirn wälzte. Daun schoß ein sürchterlicher Gedanke auf, der Gedanke au ihren Mann, der fie unmöglich fernerhin lieben konnte, wenn er fie auch nur ein einziges Mal mit der Zahnlücke sah — und der fich würde von ihr scheiden laffeu, wenn fie — hm — hm — einen kleinen — hm — hm Ersatz für den Ausreißer aubriugen ließ. — Und ein Zähnchen! etn einzige-! — so ein süße- — kleine- — wie da- ihrige! — — baß war boch schließlich zu verzeihen Himmel, — eß waren ja keine vier, wie bet der Alma. und Sufi weinte tu ihrer Herzensqual bicke Thränenfttöme, inoetz zwei hungerige Geier ihr arme- Gemüth zerfleischten. (Fortsetzung folgt.) ganzen Bewegung gegenüber bald mißtrauisch und zurück« halteud zu werden b« aan; ohne die allzu stürmische uod sich förmlich überstürzende Nachfrage Frankreich» wäre ver« muthlich der PreiSaufichlag überhaupt nicht so weit gegangen, was fich au» b-m Verlauf der Dtuge in den letzten Woche« mit ziemlicher Sicherheit schließen läßt, der auch zeigt, wie berechtigt die früheren Warouvgeu vor einer Ueberschätzung de» Werthe» der Nachrichten über angebliche Beschädtguugeu der amerikanischen Frühjahr-weizen Ernte waren. Wolff» telegraphische» Correspondenz-Brrreem. Loxhaven, 30. September. Die Leiche de» Oberhetzer» Griepentrog und der Matrosen Serbeut und Ehmke wurden heute hier bestattet. Die Lei-re de» Herzog« Friedrich Wilhelm wird auf Befehl de» Kaiser» durch da» Panzerschiff „Beowuls" nach Kiel überführt werden Wien. 30. September. Da» Abgeordnetenhaus ermächtigte unter lebhaftem Beifall und Händeklatschen den Präfideuteu Kathrei«, dem Kaiser anläßlich seines Namens« festes die Gefühle der Loyalität und innigsten Verehrung zum Ausdruck zu bringen. Hierauf fand die namentliche Abstimmung über volliohaltliche Aufnahme einer Petition gegen die Spracheuverorduuug in das Protokoll statt. Prag. 30. September. Der Expreßzug, welcher gestern Nacht 11*/, Uhr in Prag etutreffen sollte, ist zwischen Renc und Luna wegen starken Nebel» mit einem Lastzüge zusammengestoßeu, wobei der Maschtveuführer und ein Conducteur de» Expreßzuge» leicht verletzt wurden. Reisende find nicht verunglückt. Athen. 30. September, 11 Uhr 40 Miu. Abend». Kammer. DaS Ministerium blieb in der Minorität. Die Mtutsterkrtsi» ist etugetreten. Depesche» de» Bureau »Herolds Berlin. 30. September. Der Kaiser trifft am 6. October, Vormittag» gegen 11 Uhr, von Rominten auf dem Bahnhof in Eberswalde ein und begibt fich sofort zu Wagen nach Jagdschloß HubertuSstock, woselbst der Kaiser am 10. October erwartet wird. An diesem Tage begibt er fich zum Botschafter Grafen Eulenburg nach Liebenberg, um der Einweihung der neuen Kirche dortselbst betzuwohnen. Berlin, 30. September. Dem „Hamb. Corr." wird zu der Nachricht über die Reise des Katserpaares nach Jerusalem im Frühjahr nächsten Jahres gemeldet, daß die Kaiserin an der Reise nicht theilnehmen werde. DaS Reise- Programm sei noch nicht endgültig aufgestellt. DaS werde wahrscheinlich erst nach der Rückkehr des Kaisers nach Berlin geschehen. Dann werde wohl erst vom Auswärtigen Amt aus Mittheilung von der beabsichtigten Reise des Kaisers nach Konstantinopel gemacht werden. Die deutsch-evangelische Kirche in Jerusalem habe vom Kaiser bet der Grundsteinlegung 1893 den Namen Erlöserktrche erhalten. Daß mau ihr daher jetzt einen anderen Namen geben sollte, sei so gut wie ausgeschloffen. Berlin, 80. September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Abberufung de» Gesandten am schwedisch-norwegischen Hofe, Grafen von Bray-Steinburg von diesem Poften behufs anderweitiger dienstlicher Berwenduug,- ferner die Verleihung de- Sterns zum Rothen Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub und der Kroue au ben Professorvr. Htnzp eter zu Bielefeld und die Ernennung de- Präsidenten der Eisen- bahn-Directioo Köln, Harter, zum Ministerial-Director im Handelsministerium. Berlin, 30. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt osficiös: Die in den letzten Tagen durch die Preffe gegangenen Mtttheiluvgen über den Botschafterposten in Konstantinopel find, wie wir von zuständiger Seite erfahren, genau so unbegründet wie die kürzlich von uns zurückgewiesene Meldung über eine veränderte Besetzung de- Postens in Washington und die früher aufgetauchte Der- muthung über einen angeblich bevorstehenden Wechsel bei den Botschaften in Petersburg und London. Berlin, 30. September. Die „Post" sagt zu der Blättermeldung, wonach eine amtliche Umfrage Seitens einer Zoll- und Steuerdirection in ihrem Bezirk auf die Frage der Staffelung der Brausteuer stattfand, fie könne nach eiugehendeu Ermittelungen mittheilen, daß eine solche Umfrage in Preußen nicht gehalten worden sei, wie e» überhaupt etoe Behörde wie die genannte in Preußen gar nicht gebe. DaS Blatt fügt hinzu, daß die Vermehrung der deutschen Flotte sich ohne Steuererhöhung durchführen laffe. Berlin, 30. September. Der deutsche Botschafter Graf Münster ist gestern Abend von seinem Urlaub nach Paris zurückgekehrt. Berlin, 30. September. Ueber die Marinepläue schreibt die „Nationalzeitung": Wir halten da» Bestreben der Mariueverwaltung, eine erhebliche Verstärkung der Geld- mittel für den Flotteuersatz zu erlangen, für pfltchtmäßig und wohlbegründet- dagegen sehen wir in dem Plaue einer Festlegung der Bewilligungen auf eine Reihe von Jahren eine Erschwerung der Verständigung. Da» angeblich geplante Septennat würde entweder das ElatSrecht derart einschränken, wie kein Parlament es fich gefallen lassen wird, oder eS könnte leicht den Keim von Conflicteu in fich bergen, indem die Regierung fich im Besitz vou Bewilligungen glaubte, die der Reich»tag möglicher Weise bet der Einstellung der einzeluen Gummen tu den JahreSetat nicht als vorbehaltlose und end- giltige anerkennen würde. Die Entstehungsgeschichte de» preußischen MilitärcouflictS von 1862 bis 1866 enthält eine dringende Warnung vor derartigen Unklarheiten. Berlin, 30. September. Wie man der „Post" mittheilt, beabsichtigt die Mariueverwaltung, in Zukunft den wetteren Bau vou Avisoschtffen gänzlich etuzustelleu. Statt dessen sollen die weiteren Srsatzbauten dieser Gattung durch kleine Kreuzer ersetzt werden, um derartige Fahrzeuge T nicht nur den Aufklärungsgruppen beigebeu, soudern um fie auch im AuSlande zum Kreuzerdtenst heranzteheu zu können. Venedig. 30. September. Seit einigen Wochen herrscht in Italien sommerliche Hitze. Ja Neapel zeigte baß Thermometer 26, in Mailand 27 Grad. Südlichere Orte hatten bis zu 31 Grad. Die Kirschbäume stehen in Blüthe. Pari», 30. September. Der „TewpS" veröffentlicht einen seosationellen Artikel über die Grausamkeiten der Eugläuder in der Eap-Eolonie gegenüber deu Eiu- geboreneu. Ktuder und Frauen, welche von Krankheiten befallen find, werden in den Straßen utedergeschosseu. Die Verwundeten verschmachten in den trostlos auSsehendeu Hospitälern. Loudon, 30. September. „Daily News" melden au» Rom: Der Sultan werde niemals der Ernennung eines christlichen Gouverneurs beipflichten. Weiter meldet das Blatt, die eugltsch-egyptischen Truppen von Suakim würden im kommenden Frühjahr zwei Depots von Kriegsmaterialien auf italienischem Gebiete zwischen der Küste und Kassala errichten. Athen, 30. September. Die Regierung wird unter strengster Vermeidung politischer Debatten heute ausschließlich die Friedensfrage besprechen, die Geschichte der Vermittelung Europa- und Heranziehung sämmtlicher auS- gewechselter Schriftstücke darstellen und ein Vertrauensvotum verlangen- daun erst wird sie ihre eigene Meinung entwickeln. Berlin, 1. October. Wie die Blätter melden, hat Frau Nuscha-Butze das Neue Theater vom 1. September 1898 ab auf 10 Jahre gepachtet. Direktor Lautenburg soll nun da» Lindentheater zu pachten beabfichtigeu. Posen, 1. October. Nach der „Pos. Ztg." ist Direktor Gaebel bereits vor mehreren Tagen dem Kaiser vom Ministerium als Chef des ReichSverficherungSamte» vorgeschlagen worden. Dresden, 1. Oktober. Nach der officiellen Erklärung der htefigeu Zoll- und Steuerdirection bezweckte deren Rundfrage an die Hauptsteuerämter nur eine Materialsammlung zur Stellungnahme gegenüber den im Reichstage eingegangenen Petitionen bezüglich der Bransteuer- erhöhun g. Wien, 1. October. Die Schönerer-Gruppe interpellirte gestern gegen Schluß der Sitzung den Justtzminister über die Verhaftung des RedacteurS Hofer wegen Hoch- verrathS. Die katholische BolkSpartet beschloß, einen Dringlich- keitSautrag einzubringen, wonach das Parlament die allgemeinen Grundzüge für das Sprachengesetz ausarbeiten soll. Um die Deutschen für diesen Antrag zu gewinnen, soll als Zweck desselben die Aufhebung der Sprachen-Berorduung bezeichnet werden. Schwurgericht. W. Gießen, 30. September. Verhandlung gegen Menz Eheleute von Liudenstruth wegen Meineid. (Schluß.) Der Landwirth Hetnr. Sch epp I. von Liudenstruth erklärt, es fei ganz unmöglich, daß Gräf die Frau Menz in das Fenster gestoßen haben könne, wohl aber will der Zeuge wahrgenommen haben, daß Gräf erst schlug und fich wehrte, als man ihn packte. Den ganzen Lärm hat nach der Wahrnehmung des Zeugen allein die Ehefrau verschuldet, die anscheinend angetrunken gewesen. Auf Befragen deS Borfitzen- den giebt der Zeuge die Möglichkeit zu, daß Gräf in dem Trubel beim Ausholen mit dem Arm die Fensterscheibe ein- gestoßen bat. Die Zeugen Ziegeleiarbeiter Johs. Albach, Schmied CaSpar Schepp III., Landwirth Peter Sehrt, Land- wirth Chr. Schepp, Maurer Conrad Weiß, Milch- suhrmanu Heinr. Gehrt, Nachtwächter Johs. Kühn, Landwirth Hetnr. Strack, alle von Lindenstruth, und Gäste, welche am Abend, als das Rencontre der angekiag- ten Eheleute mit dem Gräf passirte, in der Mcnz'schen Wirthschast anwesend waren, bekunden theilweise, daß sie beim Beginn de» Streites nicht anwesend gewesen, erst gesehen hätten, al- der Ehemann Menz in Action getreten. Mehrere der Zeugen waren von Ansang an dabet, diese wollen ntcht gesehen haben, daß Gräf irgendwie aggressiv vorgegangen wäre- Menz habe Gräf zuerst einen Schlag unter daß Rinn versetzt, bann sei bte Ehefrau dazu gekommen unb Beibe hätten ben dasitzeubeu Gräf an ben Ohren gepackt und ihn daran gerissen. Erst al» Gräf fich etwa- frei gemacht, habe er, mit dem Rücken nach dem Fenster zu stehend, die Eheleute vor fich habend, dieselben mit dem Stock abge- wehrt, dabei sei da- Fenster etngestoßen worden, es könne nur möglich sein, daß dies durch einen Schlag mit dem Stock ober beim Schlagen mit bem Ellenbogen bei Gräf geschehen sei- unmöglich sei, baß Gräf bte Frau Menz, wie diese behauptet habe, mit dem Kopf in da- Fenster gestoßen habe. Keiner der Zeugen hat gehört, daß Menz ober dessen Ehefrau den Gräf aufgefordert haben, die Wirthschast zu verlassen. Richtig sei, daß Menz Ehefrau sowohl al- der Mann gemeint haben, er (Gräf) soll hinaus, er muß hinaus, dies sei aber erst geschehen, als Beide denselben gepackt gehalten. Darin waren die Zeugenaussagen aber einig, Gräf sei an dem Abend vollständig nüchtern gewesen, während die Frau Menz, von der im Dorfe bekannt sei, daß dieselbe gern Über den Durst trinkt, nach der Bekundung mehrerer Zeugen diesen angetrunken vorkam. Die Zeugen bekunden weiter, daß die Ehefrau Menz an dem Abend ans der Balgerei eine Ritzwunde an der Stirn davongetragen, die aber nur schwach blutete. Der auf Antrag der Verthetdigung geladene Zeuge Schweinehändler Krug II. von Saasen bekundet, er habe den onaf einmal in Saasen in der Wirthschast getroffen, da habe dieser gemeint, Menz thue ihm leid, denn die Frau habe ihn dazu gebracht, derselbe sei damals nicht nüchtern gewesen. Auf Beranlaffung des Rechr-anwaltS Dr. Guts lei sch wird Gräf noch einmal vorgernfen. Der Vertheidiger richtet an diesen die Frage, ob er im Jahre 1893 in der Menz'schen Wirthschast einmal die Fensterscheiben eingeworfen, weil man ihm dort keinen Schnap» auf Borg habe geben wollen. Gräf stellt die» entschieden in Abrede. Der Vor- sitzende frägt den Zengen Gräf, ob er diese Frage nicht lieber in dem Sinne beantworten wolle, daß er fich auf den Vorfall nicht befinnen könne. Gräf bleibt aber dabei, die Sache entschieden zu verneinen und nimmt diese Berfichernng aus den geleisteten Eid. Der Bürgermeister Scheld von Liudenstruth bekundet über den Vorfall in der Menz'schen Wirtbschaft selber nicht», er war an demselben Abend, al» er von der Balgerei in derselben erfahren, dort hingegangen. Die Angeklagte habe an der Stirn eine kleine Narbe gehabt. Menz habe ibn unter Mittheilung des Vorgefallenen gefragt, wa» da zu machen sei und da habe er demselben gesagt, da macht man Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung, von Hausfriedensbruch fei aber damals bei dem Angeklagten keine Rede gewesen. Den Geschworenen werden darauf folgende Fragen vor- gelegt: Betreffs des angekiagten Ehemanns: 1. Hat derselbe am 5. August 1896 vor dem Amtsgericht Grünberg etntn Meineid geleistet? 2. Hat derselbe am 6. October 1896 vor dem Landgericht Gießen einen Meineid geschworen! Für ben Fall der Bejahung der beiden Fragen: 3. Bilden beide Eide eine fortgesetzte strafbare Handlung? 4. Konnte bie Angabe der Wahrheit gegen den Angeklagten eine Verfolgung wegen eineß Verbrechens oder Vergehens nach fich ziehen? Für den Fall der Verneinung der Fragen 1 und 2; 5. Hat der Ehemann Menz vor dem Amtsgericht Grünberg fahr- läsfig falsch geschworen? 6. Hat derselbe vor dem Landgericht Gießen fahrlässig einen falschen Etd geleistet? 7. Bilden beide Eide eine fortgesetzte strafbare Handlung? Wegen der angeklagten Ehefrau waren dieselben fieben Fragen formulirt. Hieraus ertheilt der Borfitzende, LandgerichtSraih Wehner, dem Vertreter der Staatsanwaltschaft, GerichtSaffeffor vr. Friedrich, da» Wort zur Begründung der Anklage. Derselbe kam nach ausführlicher Darlegung de» Sachverhaltes und Eingehen auf die Zeugenaussagen zu dem Schluß, daß die Geschworenen heute in der Lage seien, durch ihren Spruch dem doppelt verletzten Reckt wieder Geltung zu verschaffen- sein Antrag ging dahin, die Angeklagten schuldig zu sprechen des Meineids und damit die Möglichkeit zu gewähren, dem zu Unrecht bestraften Gräf, der neun Wochen Gefängntß, die ihm zuerkannt gewesen, bereits verbüßt hat, im Wege deS Wiederaufnahmeverfahrens seine Freisprechung zu erwirken. Selbstverständlich sei auch die Bejahung der Frage, daß beide Eide eine einheitliche strafbare Handlang bilden und daß der Milderungsgrund des § 167, Abs. 1, des Slr.-G. hier vorliege. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch, erklärt, daß es für ihn zweifellos fei, daß die Geschworenen zur Prüfung der verschiedenen Fragen gar nicht kommen würden, denn nach seiner Meinung müßten beide Angeklagte Überhaupt freigesprochen werden. Es sei in der heutigen Haupt- Verhandlung durchaus nichts dargethan, maß da» Gegentheil von dem beweise, wa» bie Menz Eheleute mit ihrem Eide bekräftigt hätten. Er theile nicht die Ansicht de» Ankläger», daß, wenn die Geschworenen heute die Menz'schen Eheleute wegen Meineid verurtheilen würden, die Straskawmcr ben Gräf im Wleberaufnahmeverfahren nun etwa freisprechen würde. Die Strafkammer habe bei ihrem verurtheilenden Votum Gelegenheit gehabt, die Aussagen der sogenannten Entlastungszeugen für Gräf zu würdigen. Rechtsanwalt Dr. Gutfletsch führt ben Geschworenen noch einmal alle Momenie vor, welche mindeftens im vorliegenden Falle zu einem Zweifel an der Schuld der Angeklagten führen und gibt seiner Ansicht zum Schluß noch einmal dahin Ausdruck, daß die Geschworenen zu keinem anderen Spruch im vorliegenden Falle kommen können, als zu einem Nichtschuldig. Nach ganz kurzer Gegenrede des StaatSanwaliS entgegnet ebenfalls der Vertheidiger kurz, worauf der Vorsitzende de» Geschworenen die Rechtsbelehrung ertheilt. Nach ^stündiger Berathung der Geschworenen verkündet der Obmann, Professor Krüger-Gießen, den Wahrspruch, worin sämmt liche Schuldfragen verneint werden. Der Gerichtshof verkündete darauf baß Urtheil, wonach beibe Angeklagte von Strafe unb Kosten freizusprechen find. €oc*k* prooiwjkU« Gieße«, ben 1. October. •• Kunstverein. Die Gemälde-AuS st ellung im Thurmhauß am Braub, welche seit letzten Sonntag wieder geöffnet ist, bietet auch dieseß Mal wieder in ca. 70 au»- gestellten Bildern eine Fülle vou Kunstwerken, die ihre Anziehungskraft auf den Kunstfreund sicher nicht verfehlen werden. Ohne uns in eine Kritik einzulassen, greifen wir nachstehend nur einige Bilder heraus, welche ben Beschauer durch besondere Schärfe und Farbenpracht zu längerem Verweilen einladen. Da finden wir zunächst einen Bekannten, Rendel- München, der unsere Ausstellung schon öfter beschickt hat, mit einem Studienkopf vertreten, welcher an Natürlichkeit unb LebenSwahrheit nichts zu wünschen übrig läßt, unb als sehr gut gelungen bezeichnet werben barf, ebenso baß von bemselbeu Künstler außgeftellte Bild: „Bei den Großeltern/ Ein weiterer Bekannter, Pitzne r-München, führt unß drei fehr schön außgeführte Manöverbilder vor: „RecognoSciruog", „Fourage" unb „Feldbescklag". Quaglio-München hat zwei Bilber ausgestellt: „Tscherkessen auf Vorposten" und „Erwartung", welche burch ihre prächtige Fardenwirknag sowohl, al» burch bte Feinheit der Ausführung sehr wirkungsvoll xheil fth* ^atI;; Sinter', ■ torf: eigenartig bttanöt, .herbstst' rbensovtel gewiße 4 obspreihtt leben sei rrwahllk/ Mßle i- unb bie k rwd ein f Son eiohei Otto S1 zweite» al Mmrg. «eptdaliti leistet- « lilöer au bürg" UN Urchitect Ansicht bi klwstwifft! sieben Ku -U. sonders sc theaterlieb „Die ve bekannt gi tn dem kn sitgong st Dichtung Meister H füllte zum aber ste s Den Me Durch ih herige» f und im will er । Dienst d gebacken Doch er seinem L nicht me Jubelrus ein pesfi unhSngt, und vier kumS toi einlafien. lasten u wilden 3 und diese durch ihr Glück un Und dem feine und weis auf unb Rinbt\ btnttu, ult Leben au! mich btr Ti darin empfii Mngcsetzle bloß der Hö dunklen <5in: hi't hat der h'n ist dieser TkimmungSb '"einer Porste °-ch diesem beträchi Ahne gesta das nei Kräfte im 1 Wt mit der d^ckelmann, Dleser gefäh Wedeuftellen den Naturla H v. iu eonstatire durch ihre r «*. 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IU ivarru diksrlbkn fieiu , LaudgttichtSraih Wchei »ltichast, Ger!chtSass,ss!i Begründung drr Anklaxi Darlrguvg de- Sicht, nauSsagen zu dem Schic: c Lagr seien, durch ihn« it wieder Geltung zu den >ie Angeklagten schuldig zc t die Möglichkeit zu ge> Gras, der neun Wochen eseo, bereits verbüße Hai, srenS feine Freisprechung aut) bie Bejahung der Idje strafbare Handlung erd -eS § 157, Sbs. 1, 1 )r.Gutsleisch, erkläre, bte Teichwvrmv « M tommro Wtn, Wr Äv^agtr üben d in btt lztndg'n haupr- han, waS da» Tegentheil Eheleute mit ihrem Tide dir Auficht de» Suklägeri, t die Menz'ichen Mm den, die Ktraskauuncr dea .n nun etwa srchrechen bei ihrem verurth!!!-^'» Aussagen der iog'^M »ürölgen. gttnen aoch eil»! «11 s .W5ÄS s;S** j, btt ®iaatian®alt» • »STÄ •*?Ä' iS«*1’ find, „___ ^ervortrete». Landschaft-bilder größeren Umfang« von zum Thetl sehr hohem Werthe haben u. A. ausgestellt: Küstner- München: „Winterabend", Kamlah - München: „Oetzthaler Ferner", Berhner-Düsseldorf: „Rheinische Dorfstraße im Winter", Weber- München: „Bet Dachau", LewiS -Düffel» dorf: „Schloß Ehrenberg a. d. Mosel" rc. rc. Mit einer eigenartigen Schule macht uns Modersohn »Worpswede bekannt, er dürften indeffen die betbeu Bilder desselben: „Herbststurm im TeufelSmoor" und „Mondaufgang im Moor" ebensoviele Gegner als Freunde dieser Schule finden. Eine gewiss« Härte namentlich deö ersteren Bilde« läßt sich nicht absprechea. Bon den verschiedenen Blumenstücken und Stillleben fei nur dasjenige von Nees v. Esenbeck-BreSlau erwähnt, welches sich durch stimmungsvolle Ruhe und Wärme auSzeichuet. Recht ansprechende Gemälde find u. A. noch: „Mühle im Allgäu" von Bern ar di-Düffeldorf, „EhristuS und die weinenden Frauen", von Feldmann-Düffeldorf und ein „Marinebild" von Ella v. Hertell-Berlin usw. Bon einheimischen Künstlern finden wir unfern Mitbürger Otto Fritz vertreten durch ein Kinderporträt und ein Zweites als Studie bezeichnetes Porträt in meisterhafter Ausführung. Beide Gemälde zeigen, wie Herr Fritz in der als Spectalttät von ihm geübten Porträtmalerei Vorzügliches leistet. Gerhardt-Gießen hat drei sehr schöne Aquarell- bilder ausgestellt: „Burghof Gleiberg", „Kapitelsaal ArnS- bürg" und „Portal des Kapitelsaales ArnSburg", während Archttect Mühlberger-Gießen eine Majolikaplatte zur Ansicht bringt. Nicht unerwähnt wollen wir laffen, daß das kunstwissenschaftliche Institut der Universität Gießen sich mit fieben Kunstblättern an der Ausstellung betheiligt hat. ••EL Etadtthealer. ES muß der Directton als besonders schätzbares Verdienst angerechnrt werden, das hiesige theaterliebende Publikum mit G. Hauptmanns Märchendrama „Die versunkene Glocke" schon zu Beginn der Saison bekannt gemacht zu haben. UeberauS schwer ist eS jedoch, in dem knappen Raum, der den Theaterreferaten zur Verfügung steht, ausführlich vom Inhalt dieser grandiosen Dichtung zu berichten. Doch sei er kurz skizzirt. Eine von Meister Heinrich, dem Glockengießer, neugeschaffene Glocke sollte zum Kirchlein auf Bergeshöhe hioaufgeschafft werden, aber fie stürzte herab und versank in deS BergseeS Tiefen. Den Meister aber umfängt das Wesen „Rautendelein". Durch ihre Liebe vergißt er Weib und Kinder, und sein bis» hertges Leben erscheint ihm wie todt, umsonst. Erst bei ihr und im Zauber der lebendigen Natur ist daS Leben- hier will er Großes schaffen, nicht mehr in der Niederung, im Dienst der Thäler. Zerschlagen will er, „was Pöbelkunst gebacken auS Bosheit, Unverstand, Galle und allem Schlechten". Doch er kommt nicht zur Vollendung. Als er am Ende an feinem Werke verzweifelt, kann ihn auch die Liebe Rautendeleins nicht mehr retten und in ihren Armen stirbt er mit dem Jubelruf: „Die Sonne kommt, die Sonne kommt!" ES ist ein pessimistisch trübeS Märchen, dem sehr viel Symbolisches anhängt, daS zu denken gibt und das besonders im dritten und vierten Act lebhaft interesfirt. Die Mehrzahl deS Publikums wird sich allerdings nicht viel aufs Nachdenken darüber einlaffen. Es wird alles Symbolische hübsch links liegen laffen und sich an da« rein Tatsächliche der unglücklichen wilden Ehe zwischen dem menschlichen Glockengießer Heinrich . und diesem „elbischen" Wesen Rautendelein halten, dem er durch ihrer Liebe Zauberdann verfallen, daS ihn für wahres Glück und wahre Liebe sehend machte, ihn aufhob und heilte. Und dem Pfarrer, der gekommen, um ihm über solche Liebe seine und der Menschen Meinung zu sagen und durch Hinweis auf Gottes Wort ihn wieder zur Heimkehr zu Weib und Kindern zu bewegen, erwidert er: „Darüber mögt Ihr denken, wie ihr wollt. Ich aber nahm daS neugeschenkte Leben an! Ich leb' es, und so lange dank' tch's ihr, bis mich der Tod entbindet". Einen Fehler läßt das Stück darin empfinden, daß eS in seiner Tendenz mehrere ganz ent- gegeugesetzte Deutungen zuläßt und damit beweist, daß nicht blos der Hörer, sondern auch der Dichter selbst über manch dunklen Sinn nicht klar werden kann. Unter dieser Unklar- heir hat der erste und fünfte Act besonders zu leiden. Immer- hin ist dieses neueste Werk G. Hauptmanns reich an lyrischen Stimmungsbildern, und die zarte, ergreifende Empfindsamkeit seiner Poesie kommt darin in seltener Schönheit zur Geltung- nach diesem Gehalt beurthcilt, steht baß Drama ohne Zweifel auf beträchtlicher Höhe. — Die Aufführung an hiesiger Bühne gestaltete sich recht interessant, schon in Bezug auf das, was das neue Personal zu leisten vermag und wie es seine Kräfte im Dienst einer höheren Idee anspanut. Fangen wir mit der widerspruchsvollsten Rolle, des Elementargetsts Nickelmann, au, die von Herrn Liebscher verkörpert wurde. Dieser gefährliche, schwierige Part wurde jedoch in ganz zufriedenstellender Weise durchgeführt, nur das Brekekekex muß den Naturlauten gemäß härter klingen. Was die Leistung des Frl. v. Winterst ein al« Rautendelein betrifft, so ist zu constatiren, daß fie mit Fleiß und Verständniß, unterstützt durch ihre reizvolle Erscheinung, diese« elbische Wesen wieder- aab. Ihre Töne der Liebe und Klage klangen überzeugend, weniger die dämonischen. Darunter litt besonder« der Schluß de« zweiten Actes. Herr Fritzschler al« Glockengießer Heinrich schuf den Helden der Dichtung in edler, anziehender Weise. Ihm muß in der Bewältigung dieses, in einer ganzen Scala von Empfindungen geschaffenen Charakter«, namentlich in den ©eenen gesteigerten Ausdruck«, rückhaltlose Anerkennung gezollt werden. Sympathisch stellte Frl. Würdig daS unglückliche Weib de« Glockengießer« dar- nur im Ausdruck der seelischen Erregung, sei e« Angst oder höchste Freude, möge vor Uebertreibung gemahnt sein. Der faunische Wald- getft Waldschratt de« Herrn Janson war gut, desgleichen der Pfarrer de« Herrn Forsch. Verdienstvoll wurde die Rolle der ölten Wittichen durch Frau Helm durchgeführt. Die Elfen waren recht anmulhig durch die Damen Marl off, Btotti, Nathusius und Berner wiedergegeben. — Der Beifall des sehr gut besuchten Hause« war nach jedem Act- Schluß ein lebhafter. ♦• OmuibuS Fahrplau-Aeudernugeu. In Folge geringer I Aenderungen der Eisenbahn-Fahrpläne wird auch die Omn buS- gesellschaft nur unbedeutende Aenderungen in ihrem Betrieb eintreten laffen- immerhin find kleine Abänderungen, um die Anschlüffe zu ermöglichen, nöthig gewesen und find die neuen Fahrpläne in Placat- und Taschenformat L 10 Pfg-, aufgezogen ä. 25 Pfg., bet Herrn ErnstBalser in gewohnter Weise zu haben. — Die Linie nach dem Schiffenberger Wald wird, so lange die günstige Witterung anhält, noch weiter gefahren werden und zwar bis auf Weitere« alltäglich von 3 Uhr an ab Marktplatz. •• Wegen verschiedener Betrügereien wurden gestern Abend zwet Fremde in Hast genommen. Dieselben führten die Betrügereien in der Weise au«, daß fie in den Geschäften kleine Einkäufe machten, ein größeres Geldstück als Zahlung hinlegten und dann dasselbe mit dem herauS- gegebenen Gelde verschwinden ließen. In einigen Fällen war denselben da« Geschäft geglückt. • ♦ vefitzwechfel. DaS Haus deS Herrn Schuhmachermeisters Schmal! am LudwigSplatz ging durch Kauf an einen Bäckermeister au« Friedberg über. ■ * Unsere HanSthiere, die Hunde und Katzen, sind die auserlesensten Freunde der Kinder im Hause. Trotz dieses bestehenden FreundschafrSverhältniffe« bedarf der Verkehr zwischen beiden aber doch einer gewissen Beaufsichtigung. Zunächst dauert die Freundschaft natürlich immer nur so lange, als sich der Haushund oder die Hauskatze als der gehorsame Diener der Kinderwelt zeigen- erfährt diese Regel einmal eine Ausnahme, dann können bisweilen auch Kinder schon kleine Tyrannen sp'elen und da« kleine Viehzeug weidlich quälen. Solche Thierquälerei hat, selbst abgesehen von dem Schmerz, der dem Hunde oder der Katze zugefügt wird, so viel Bedenkliche« für die Entwickelung des CharacterS an sich, daß Eltern und Erzieher die ihrem Schutze Anbefohlenen gar nicht dringend genug von rohen Thierquälereien abhalten können. Dagegen beeinflußt den Character offenbar günstig die bet Kindern erfreulicher Weise fast stets vorhandene Mit- theilsamkeit- da« Kind giebt dem bettelnden Hund oder Kätzchen kleine Stückchen von seinem Butterbrod und lernt hierdurch die Freude de« Wohlthuns kennen. Soweit die Haus- thiere hierzu baß ihre beitragen, gefällt uns ihre Mission, abgesehen von bem besonberen Berufe, ben die Thiere zu erfüllen haben, immer am besten. Nicht genug warnen kann man bagegen vor übertriebenen Liebkosungen unb Hätscheleien bet Thiere Seiten« bet Kinbcr. Wer einen Hund berührt, unb barauf mit ungewaschener Hand eine Birne zum Munde führt, kann unter Umständen sich durch deren Genuß eine tödtliche Krankheit zuziehen, die noch dazu langwierig und schmerzvoll ist. Auch dos ist zu beachten. • * Wetterbericht. Bei weiter finkendem Barometer gewinnt niederer Druck von Nordweften her mehr und mehr an Raum. Daß Maximumgebtet hat sich in mehrere Kerne getheilt. Einer lagen heute über Scandtnavten, ein zweiter über dem äußersten Südosten, ein dritter über dem südlichen Theile beß Mittelmeerbeckens. In Centraleuropa ist der Einfluß beß hohen Druckes zwar noch vorherrschend, doch wird derselbe mit dem weiteren Vordringen der nordwestlichen Depression voraussichtlich in Bälde schwinden. — Voraussichtliche Witterung: Allgemeine Zunahme der Bewölkung- doch vorerst noch mild. Q Staufenberg, 1. October. Heute nach Mitternacht, gegen 1 Uhr, brannte da« dem Heinrich Schwalb gehörige Wohnhaus mit Scheune ab. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist bas Feuer durch da« in brr Scheune lagernde Grummet entstanden. •*• Hirzenhain, 1. October. Bei der vorgestern statt- gefundenen Beigeordnetenwahl wurde Herr Ingenieur Jacob Schramm von hier gewählt. Butzbach, 30. September. Heute Morgen 11 Uhr wurde die G eflügelauSftellung dahier durch den Geschäftsführer des Wetterauer Geflügelzuchtvereins, Herrn Lehrer Knaup-Heldenbergen, eröffnet. Dieselbe ist über alles Erwarten zahlreich beschickt worden, so daß wegen Mangel an Käfigen viele Anmeldungen zurückgewtesen werden mußten. Ausgestellt find gegen 280 Stämme, und zwar: Gänse, Enten, Truthühner, Stlberfasanen, die verschiedensten Raffen Hühner, (Brahmas, Whandottes, Langshan, Italiener, Spanier, Mtnorka, Hamburger, Zwerghühner verschiedener Art u. s. w.) und zahlreiche Raffen Tauben (Brieftauben, Wolkenstecher, Kröpfer, Römer, Pfarrtauben u. s. w.) Prachtvolle Thiere find dabet vertreten, so baß bie Preisrichter, bte heute ihres Amtes walten, keine leichte Arbeit haben. Morgen, Freitag, Vormittags V812 Uhr, finbet bte feierliche PreiSvertheilung burch ben Vorsitzenden bes Vereins, Herrn Geh. Regterungsrath KreiSrath Dr. Staben, statt. A Mainz, 30. September. Zu ber am DtrnStag Abend hier vorgekommenen Mordaffaire, bei welcher ein Zuhälter erstochen wurde, wirb mitgetheilt, baß ber, ber Thal bringend verdächtige Schreiner Mantel von hier entschieden leugnet, den tödtlichen Stich nach bem Ermorbeten ausgeführt zu haben. Er giebt zu, an bem kritischen Abenb einen Streit mit bem ermorbeten Reibenbach gehabt zu haben, bestreitet aber mit aller Entschiedenheit, seinem Gegner irgend wie mit einem Messer ober sonstigem Instrumente Verletzungen beigebracht zu haben. Weder an bem Thatort, noch brt Mantel hat sich bis jetzt ein Messer gefunden, mit welchem der tödtliche Stich ausgeführt worden sein könnte. — An der Mündung des Maineß in den Rhein ist heute Morgen ein unbeladenes hölzernes Schiff, das von der starken Strömung erfaßt wurde, umaeschlagen und sammt seiner Bemannung unter Wasser gekommen. Die Schiffer, Leute von Kostheim, wurden von einem Schlepper gerettet- da« Schiff trieb noch ein Stück fort unb sank alSbann vollständig. ♦ Hochheim a. M., 30. September. Kommenden Montag den 4. October finbet hier eine Versteigerung von Weinen au« dem bekannten Weingute beS verstorbenen Geh. Commerzienrath Werner statt. Die Versteigerung bietet insofern ein größeres Jntereffe, weil es bie einzige diesjährige Herbstversteigerung von ben hiesigen Gütern ist, unb ein Thetl ber zum Verkauf kommenben Weine aus den allerbesten Lagen von Hochheim stammen. Zum AuSgebot kommen "/, Stück 1889 er, »•/, 1893er, sowie 2/i und % 1895 er. Besonders hervorragende Weine find die 1893er und 1895er, worunter verschiedene Faß, die in ber berühmten „Dombechanei" gewachsen finb. • Kol», 29. September. In einem Cigarrengeschaft verübte ein fremder Bursche einen Raubmordversuch, indem er die Ladenkaffe zu stehlen unb die Besitzerin zu er» würgen versuchte. Aus baß Hilferufen bet Frau ließ ber Verbrecher von seinem Opfer ab und entkam. • Für daß Stephau-Deukmal haben die Sammlungen im Kreise der Reichßpost» und Telegraphenverwaltung bisher 47495 Mk. ergeben. Die Sammlungen sollen am 15. October geschloffen werben. * Folgendes Postcnriosnm wurde in der letzten Sitzung der Handelskammer in Frankfurt a. O. vorgetragen: Aus Eichhornmühle wurde Klage darüber geführt, daß zwischen den Dörfern Zäckerick und Alt Lietzegöricke, die knapp drei Kilometer von einander entfernt liegen, keine btrecte Postvet» btnbung besteht- werbe in Zäckerick ein Poststück — Karte, Bries, Pocket — zur Besörberung nach Alt-Lietzegöricke aus- gegeben, so habe eS folgenben Weg zu machen: per Briefboten nach Bahnhof Zäckerick AltbrÜdnitz = 3 Kilometer, per Bahn von ba nach Jäbickendorf — 20 Kilometer, per Bahn von ba nach Bärwalbe NM. — 14 Kilometer, per Fahrpost von ba nach Güstebiese — 13 Kilometer, per Fahr- post von ba nach Alt-Lietzegöricke = 4 Kilometer, zusammen 54 Kilometer. • Posen, 29. September. Der Arbeitet Stanislaus Grzechowtak aus Murovana Gofli, gegen ben heute wegen Raube« und Morde« vor dem hiesigen Schwurgericht verhandelt werden sollte, hat sich in ber letzten Nacht erhängt. * Weinheim a. d. B„ 29. September. Folgende Er- klärung findet sich im „Weinh. Anz.": „Verschiebern ich bin ich verdächtigt worden, baß ich mit bem sogenannten Dachsenfranz bte im „Tagblatt" bekannt gegebene Wette zum Austrag gebracht habe. Ich erkläre daher hiermit ausdrück lich, daß nicht ich, sondern, wie ich erfahren habe, Herr Schuhmachermeister Ritz hier der Ratte ben Kopf abgebiffen hat. HanS Beck". Wohl bekomm'«! Schiff-nachrichten. — Der Postdamvfer „Noordland" der „Red Star Linie" tn Antwerp en ist laut Telegramm em 28. September wohlbehalten In Newyork angekommen. ALrrchNche Anzeigern Stabt Wietzen. Evangelische Hemetndr. Gottesdienst. Sonntag, den 3. October. 16. Sonntag nach Trinitatis. 3» der 3oharrnLOtt»A-. Vormittags 9«/2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl für alle vier Gemeinden. Vormittags um IV/* Uhr: Kinderkirche für die LucaS- gemeinde. Pfarrer Dingeldey. I« der Ztzriedhofseapelle. Vormittags 9'/s Uhr: Pfarrer Dingeldey. Im Sonfirmandensaal, Reustadt 61. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarcuSgemetnde. Pfarrer Dr. Grein. Nächsten Donnerstag, den 7. October, Vormittags 9 Uhr, Gottesdienst zur Eröffnung der diesjährigen DecarratAsynode. Sonntag, den 10 October, Hr«teda«kfest. An diesem Sonntag Collecte zum Besten des Fonds für bte Erneuerung der Stadtktrche. Vom Sonntag, den IC. October, an finden Abendgottesdienste um 5 Uhr statt. Katholische Gemrinde. Samstag den 2. October. Nachmittags von 3 Uhr an und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur 61 Beichte: „ um 61/, Uhr: Rofenkranzandacht mit Segen. Sonntag den 3. October. Rosen krauzfest. Vormittags von 61/» Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6Vi Uhr erste hl. Meffe; „ um 7'/, Uhr Austheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Meffe; „ um 9»/r Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittag« um 5‘/s Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen. An den Wochentagen ist täglich des Abends um 61/» Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Sabbathfeier am 2. October. Vorabend f-45 Uhr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nach- mütag 4 Uhr, Sabbathausgang 6« Uhr Nachmittag 3“ Uhr Schrifterklürrrrrg Bahnhofstr. 50. Wochengottesdienst Morgens 5 Uhr, Abends 5M Uhr. 3 Meter 3°o „ 330 , 3 „ Cheviot in allen Farben „ „ n » ®e®®» sowie Velours, Kammgarne. Tuche, Hosen- und Ueberzieher- stoffe etO. solider, guter Qualitäten, modernster Dessins in grösster Auswahl versenden in einzelnen Metern fraooo los Haus. Master umgehend. __ Versandthaus: Oettinger & Co., Frankfurt a. m. Separat-Abtheilung für Damenstoffe: Stoffe für den Winter von 30 Pfg. an pr. Meter. 7695 Buxkm-Tuche ä M. 1.25 per Meter. M. 3.75, zum » r 4.05. 4.75 5 45 5.75, Buxkin-Stoff „ Phantasie „ Normand „ Belmont _ Famosa Anzug für Verwanvleu, Jceunben und Bekannten hiermit die traurige Müthelluna, daß meine liebe, gute Gattin, unsere liebe, gute Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Zrau Susanne Bergen, geb. Weller, gestern Abend um 9 Uhr nach längerem Leiden sanft ver- schieden ist. Um stille Theilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 30. September 1897. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittag 3 Uhr, vom Trauerhause, große Mühlgaffe 38, aus statt. 9124 Gießen, den 30. September 1897. 9108 Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Groß« muttter Jacob Friedrich Wwe. sagt innigsten Dank Familie Schad. Gießener freiw. Feuerwehr. Montag, den 4. October, Abend- präcis 8 Uhr zur Hauptübung “jöj? am Thurmhaus antreten.______[9123]_____Das Commaudo. Nku eröffnet! Restaurant Royal 68 Seltersweg* 68. Hiermit beehre ich mich ganz ergebenst, den geehrten Bewohnern von Gießen und Umgebung die Mittheilung zu machen, daß ich am Samstag den 2. October meine geräumigen, der Neuzeit entsprechend eingerichteten Restauration»- Säle eröffnen werde. Ich bitte ergebenst, mein neues Unternehmen durch fleißigen Besuch gütigst unterstützen zu wollen und wird es stets mein Bestreben sein, durch zuvorkommende Bedienung, durch gute Küche, rein gehaltene Weine und vorzügliche Biere meine werthen Gäste zu bewirthen. 9113 H. Elges, Wmateill. Billard-Saal. — Angenehmer Familieu-Anfeuthalt. BehördlicheAnzeigen Vermiethungen. Bekanntmachung. Die durch Vergrößerung bezl. Höherlegung de- Dache- von 4 bis 6 Bahn« Wärterdtenstwohnungen der Strecke Ost« heim—Lollar (Main» Wescr - Eisenbahn) vorkommenden Maurer», Zimmer-, Dachdecker , Schreiner- und Weißbinderarbetten sollen im Ganzen oder Einzelnen in öffentlicher Ausschreibung vergaben werden. Schriftliche Angebote find versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen portofrei bis zum Termin am 15. October d g. auf dem Bureau der unterzeichneten Inspektion abzugeben, Bedingungen und AngebotSformulvrc gegen Erstattung von 1 Mk. daselbst in Empfang zu nehmen ZuscblagSfrist 2 Wochen Gießen, den 29. September 1897. Großh. Hess. 9107 Eisenbahn-BetrtebS-Jnspection 1. Arbeitsvergebung. Bau einer Turnhalle und Vereinshauses zu Butzbach. Voranschlag in der Höhe von 60,000 Mk. kann bei uns eingesehen werden. — Offerten wolle man bis 10. Oktober d. I. einreichen. Großherzogl. Bürgermeisterei. Joutz. 9105 Stadl Kassel. Samstag und Sonntag: Haas im Topf. ÄL Fchlluythlms. Freibank. 8983 Heute nnd morgen: Ochfensteifch nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. SO Pfg. Niersteiner, per Liter 1 Mk., prima Heidelbeer- und Johannisbeerwein, per Liter 80 Pfg., empfiehlt 9119 Metzger Seng, Seltersweg. Klkineres familitulogis zu vermtethen. 9041 Rodbeimerstr. 14 (Mösers Mühl-) 9i25j Schön möbl. 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