Der Kleiner An»eiger erscheint täglich, mit Ausnahme dr- Montags. Die Gießener AamittenStätter werden dem Anzeiger -Wöchentlich dreimal beigelegt. ichener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. Vierteljährig«? A5ou«e«elltspressr 2 Mark 20 Pfg- ett vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchutstraßeFr.7. Fernsprecher 51. Zlints- und Anzeigeblntt für den Tireis Gietzen. Hratisöeitage: Hießener Kamikienölatter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Sonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Vureaux de- In- und Au»landeS nehme« i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Frankreich mehrere schwere Gewitter nieder, welche großen Schaden avrichteten. 14 Menschen find dabet um« Tlmtfkfrtr Lheit. Bekanntmachung, betreffend: die Maul« und Klauenseuche zu Garbenretch. Die über die Gemarkung Garbenteich verhängte Sperre wird aufgehoben. Die über die Schafherde des Schäfers Jammer verfügte Wetdesperre bleibt jedoch bis auf Weitere« bestehen. Gießen, den 1. Juni 1897. Großherzogliche- Kretöamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: Maul- und Klauenseuche zu Hausen. Die Maul- und Klauenseuche zu Hausen ist erloschen. Die verfügten Sperrmaßregeln werden hiermit aufgehoben. Gießen, den 1. Juni 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Neueste «Belfft trlegraohtsche* Lorresp»nLe»pB^rrvu Petersburg, 31. Mai. In der kaiserlichen Villa Alexandria bet Peterhof wurde gestern nach dem Gottesdienste eine Seelenmesse gelesen sür diejenigen Personen, die 1896 bet dem Unglück aus dem ChodinSkyfelde umS Leben gekommen find. Dem Gottesdienste wohnte das Kaiser- paar bet. Depeschen de? Sureau „Herold." Berlin, 31. Mai. Das Abgeordnetenhaus hat heute in dritter Lesung die Dereinsgesetz-Novelle in der Gesammtabstimmung gegen die Stimmen deS CentrumS, der Freifinnigen und Polen, in einfacher Abstimmung im Wesentlichen nach den Beschlüffen der zweiten Lesung an- genommen. Der Präfideot stellte fest, daß da« Gesetz als BerfasiungSänderung anzusehen und daher nach 21 Tagen eine zweite Abstimmung erforderlich sei. Vorher hatte Graf Ltmburg-Stirum erklärt, die couservative Fraction bleibe auf dem Boden der Regierung- Vorlage feststehen- nur um den Conservativeu die Möglichkeit zu verschaffen, bei den wetteren Städten tm Abgeordneten- und Herrenhause ihren Standpunkt noch zur Geltung zu bringen, würden fie heute in der Gesammtabstimmung für das Gesetz stimmen. Berlin, 31. Mai. DaS Abgeordnetenhaus hat im wetteren Verlauf der heutigen Sitzung kleine Vorlagen erledigt. Morgen ebenfalls kleine Vorlagen. Berlin, 31. Mat. Der „Nordd. Allg. Ztg." wird aus Wien telegraphirt, die Pforte sei geneigt, die Wasfenruhe um 14 Tage zu verlängern. Die Botschaftrr wollen dieselbe bis zum FrtedenSschluß ausdehnen. Da der Kronprinz von Griechenland fich zu den JubtläumSfeierltchketteu nach London begibt, wird General SmoleutSkt das Commando über die griechische Armee übernehmen. Berlin, 31. Mat. Wie der „Local-Anzeiger" auS FriedrtchSruh meldet, wird Prof. Schwenntnger daselbst zu Besuch eintreffen. DaS Befinden des Fürsten ist vorzüglich- er unternimmt täglich ausgedehnte Spazierfahrten. Auf die projectirte Badereise scheint verzichtet zu sein. Berlin, 31. Mai. Dem „Local-Anzeiger" zufolge ist Geheimrath Lehden gestern an daS Krankenlager des rumänischen Thronfolgers abgereist. Die Berufung erfolgte direct durch den rumänischen KönigShof. Berlin, 31. Mai. Gestern wurde daS 17 5jährige Bestehen der hiesigen GarntsonSktrche feierlich begangen. Diele hohe Militärs, sowie Abordnungen von allen Truppentheilen der Garnison wohnten der Feier bei. Berlin, 31. Mai. Wie der „Reichsanzetger" bekannt gibt, find die Prosefforen Dr. Albrecht Weber in Berlin, Dr. Rudolf Leuckart in Leipzig und Dr. Karl Neumann in Leipzig zu stimmfähigen Rittern des Ordens pour le mSrite für Wissenschaften und Künste ernannt toorbcn. München, 31. Mat. Heute Mittag fand die Trauung der Prinzessin Marie, der ältesten Tochter deS Prinzen Ludwig, mit dem Prinzen Ferdinand von Bourbon im Königlichen Schlöffe statt. Worishofen, 31. Mai. DaS gestern Vormittag über daS Befinden des Pfarrers Kueipp ausgegebene Bulletin lautet: Kräfte wieder etwas zunehmend. Nacht weniger gut. PulS 92, Respiration 21, Temperatur 37,1. — Nachmittags 2 Uhr: Befinden gleich bleibend. Puls 92, Respiration 22. Dr. Baumgarten. Budapest, 31. Mai. Chauvinistische Kreise planen für heute Abend anläßlich der Eröffnung eines Festspiels mehrerer Mitglieder des Wiener Hofburgtheaters eine anti-deutsche Dem onstrati on. Pari«, 31. Mai. Gestern Abend gingen über Central- Leben gekommen. London, 31. Mai. Amtlich wird die Ankunft de« griechischen Kronprinzen zumJubiläum der Königin Victoria bestätigt. Berlin, 1. Juni. Den diesjährigen Kaisermanövern wird auch der König von Sachsen beiwohnen. Derselbe wird in Homburg Quartier nehmen. Graz, 1. Juni. Hier fand gestern eine Studenten- demonstration gegen die Spracheu-Berordnung statt. Obgleich die Polizei die angemeldete Studenren-Dersammlung untersagt hatte, kamen die deutschen Studenten dennoch zusammen und nahmen eine Resolution gegen die Sprachen- Verordnung an. Darauf zogen die Studenten mit dem Rufe: „Abzug Mtutstertum" durch die Stadt. Belgrad, 1. Juni. Das Befinden des erkrankten ehemaligen Regenten Ristic hat fich gebessert. Athen, 1. Juni. Gegenüber den im Au-lande verbreiteten beunruhigenden Nachrichten über die Stimmung in Athen wird versichert, daß dieselbe jetzt besser sei als seit Langem. Ts herrsche keine Zwietracht zwischen Krone und Regierung, keinerlei Verschwörung oder anti-dynastische Bewegung. Die Regierung beherrscht die Situation vollständig. CoceUs tut* provinzielle Gießer», den 1. Juni. ♦* Kirchliche Dieustuachrichteu. Am 'l. Avril wurde dem Pfarrer Wilhelm Glanz zu Sulzheim die katholische Pfarrstelle zu Ober Hilbersheim, Decanat Ober-Jngelheim, mit Wirkung vom 28. April an, — dem Pfarrverwalter Bernard Wähltg zu Tt. RochuS in Mainz wurde die katholische Pfarrstelle zu Armsheim, Decanat Gau-Bickelheim, mit Wirkung vom 28. April an, übertragen. •• Schuldienst-Nachrichten. Am 24. April wurde dem SchulamtSaspiranten Georg Simrock aus Groß-Steinheim eine Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Herbstein, — Kreis Lauterbach, — an demselben Tage wurde dem Schul- amtSaSptranten Johannes Haller auS Eberstadt eine Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Rimbach i. O., Krei« Heppenheim, — am 3. Mat wurde dem SchulamtSaSpiranteu Ludwig Presser auS Helpershain eine Lehrerstelle an der Feuilleton. Der Rosenmonst. Von I. C. Schmidt, Erfurt. (Nachdruck verboten.) Duftiger Flieder, Schneebälle, gefüllte Pflaumen und andere früh- und schönblühende Gehölze beenden ihre Blütheu- Pracht. Ungerne sehen wir sie verschwinden, aber wir trösten uns mit dem aufsteigenden Gestirn in unseren Gärten: die Königin naht — die Rose. Zuerst blühen die Rankrosen an unseren Lauben, dann die Monatsrosen und schließlich alle die edlen Thee- und Remontantrosen in ihrer unendlichen Mannigfaltigkeit in Duft, Farbe und Form. Der Rosen- monat ist die Zeit, da der Himmel die Erde küßt und au« dem Kusse entspringt das Sinnbild der Jugend, der Freude und Schönheit. Wir müssen für dies HtmmelSgeschenk aber auch unsere Dankbarkeit beweisen und Alles abhalten, wa« unseren Lieblingen in ihrem Gedeihen hindernd in den Weg tritt Mit den köntglichcn Blumen erscheinen zugleich böse Feinde, die daS neue Laub und die jungen Knospen zu verderben trachten. Deshalb halten wir die Augen offen und vernichten die Schädlinge tm Entstehen, denn ein Loth Vor- beugung ist besser als ein Pfund Heilung. Als erster Feind erscheint die Blattlaus auf dem Plan. Wer kennt dieses ekelhafte Geschmeiß nicht und weiß, was für Schaden eS anrichtet? Die Hauptfrage ist: WaS können wir gegen ihr Ueberhandnehmen thun? DaS einfachste Mittel ist das Absuchen und Tödten. Wer ein tägliches Ansehen seiner Rosen fich zum Grundsatz gemacht hat, wird da und dort au den Zweigspitzen eine einzelne, dickbeleibte Blattlaus fitzen sehen, vielleicht schon als glückliche Mutter einiger Jungen. ES find da« die Thtere, die fich von einer alten Colouie getrennt haben, um eine neue zu gründen. Wer solche einzelne Thiere beachtet und tödtet, tödtet in ihnen ganze Colonien, die in wenigen Tagen auS ihnen entstehen würden. Gelingt daS nicht und ist das Volk schon sehr zahlreich, so nimmt man am einfachsten die ganze Gesellschaft zwischen zwei weiche Bürsten und zieht diese nach oben. Alle Läuse bleiben au den Haaren hängen, werden abgeklopft und vernichtet. — Ist da« Uebel schon sehr vorgeschritten, so müssen Mittel angewendet werden, die im Großen die Blattläuse vernichten. — AlS ganz besonders empfehlenswerth hat fich das Knodaltn erprobt, mit dem in bOfacher Verdüvnung die Rosen mit dem Thauspender oder der Spritze überbraust werden. Unter den Käfern haben wir einen getreuen Helfer in der Vernichtung dieses gefährlichen Rosenfeindeü. Es ist daS halbkugelige, rothe, schwarzpunktirte JohanniSkäfercheu (Sonuenkälbchen, HerrgottSkühchen, Coccinella) mit seiner ganzen Sippe. Käfer sowohl als Larve, die eine eidechS- artige Gestalt hat und von graurother Farbe ist, leben allein von Blattläusen und sind im Haushalt der Natur von ganz unberechenbarem Nutzen. Der Rosenfreund wird diese Käfer also nicht bloß schonen, sondern fie sogar sammeln und auf seine Rosen bringen. Wenn fie zahlreich vorhanden find, halten fie die Stöcke völlig rein von diesem Ungeziefer. Im Juni beobachtet man auch, daß einzelne Augen an» gefressen sind. Sieht man näher hin, so scheint eS, al- wenn eine der Schuppen aufgestülpt wäre. Was aber als Schuppe erscheint, ist ein Säckchen, in dem daS Räupchen der Rosenschabe lebt, gleich wie die Schnecke in ihrem Hause. Sie tritt in einzelnen Jahren in großer Meuge auf und kann großen Schaden anrichten. Man suche sie darum sorgsam ab. Sind die Rosen in der Entwicklung vorwärt- geschritten, so findet man ost die Blatter an den Spitzen der Triebe zusammengesponnen. Theilt mau diese vorsichtig auseinander, so findet man eine bräunliche oder schwarzgrüne oder eine grüne, weißgestreifte Raupe, alle- Raupen von Wicklern, darin. Man darf froh sein, wenn man fie so zeitig entdeckt, daß sie noch nicht die Herzblätter bis auf das Holz gefressen haben: denn dann ist'« um die erste Blüthe an diesem Zweige geschehen. Am meisten erscheinen die Raupen von Wicklern, wo Buchen- und Weißdornpflanzuugen in der Nahe find. Sind die Blätter au-gereift. so werden fie von WeSpev- larven so benagt, daß nur noch die Unterhaut deS Blatte« übrig bleibt und da- Blatt wie durchsichtig erscheint. Die« verursacht die blaßgrüne Larve der RosenblattweSpe (Ten- thredo rosae und aethiops), die mit ihrem dicken Kopf langgestreckt Morgens auf der oberen Blattfläche, bet zunehmender Hitze auf der unteren liegt. Ihr Gebühren macht die Blätter unfähig zur Ernährung und schwächt so den ganzen Stock. Man muß sie sorgsam absammeln. Es kommt bisweilen vor, daß ein Zweig an seiner Spitze kränkelt, nicht mehr weiter wachsen will, sogar welkt, während der untere Theil ganz gesund erscheint. Schneidet man die kranke Spitze ab, so findet man, daß die Larve einer Wespe (Tenthredo bipunctata) von der Spitze her im Mark de« Zweiges einen Canal gefreßen hat, infolge dessen die Erkrankung eiutrat. Man werfe den Zweig nicht weg, ohne vorher die Larve getödtet zu haben. Hebet die anderen Feinde der Rose, die später auftreteu, berichte ich im nächsten Monat. Damit wir unS recht lange deS Genüsse« erfreuen, reizen wir die Rose zur Blühwtlltgkeit. Wenn man täglich die abgeblühten Rosen entfernt, d. h. jede abgeblühte Blume mit ein bis zwei Blättern über einem Auge abschneidet, erhält man einen nie geahnten verlängerten Rosenflor. Die« einfache Mittel, fich an der „Königin der Blumen" in Zahl und länger zu erfreuen, wird so vielfach versäumt. Mau achte nur einmal auf die Vorgärten in den Städten. Bon zehn Besitzern ist kaum einer, der darauf genügend Acht gibt. Da sieht man neben den erblühten Rosen und deren KnoSperr vollständig gelb und braun gewordene oder halb zerfallene, im Hinsterben begriffene Blumen. Da« ist überhaupt schon unschön, geradezu beleidigend für daS Auge und nebenbei, wie bemerkt, schädigend sür die Blühwilligkeit. Man schlägt also durch ihre Entfernung zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich bitte dringend, diese Anregung zu beachten! Gemeindeschule zu Romrod, Kreiß Alsfeld, übertragen; am 8. Mat wurde die provisorische Lehrerin an der höheren Mädchenschule zu Mainz Anna Bickel zur Lehrerin an dieser Schule, unter Belassung in der Kategorie der Volks- schullehrer, mit Wirkung vom 1. Mai an, ernannt; — am 15. Mai wurde dem SchulamtSaSpiranten Ferdinand Weitzel au» Rodenbach eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Erzhansen, Kreis Darmstadt, übertragen. Erledigte Lehrerstelle». Erledigt find: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kailbach, Kreis Erbach, mit einem jähr« lichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grasen zu Erbach-Fürstenau steht daS Präsentationsrecht zu derselben zu. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Hesselbach, KreiS Elbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Herrn Grafen zu Erbach- Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg, Kreis Offenbach, mit einem nach dem Dienftalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000 bis 1800 Mk. Eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Jügesheim, Kreis Offenbach, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900—1100 Mk. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Olm, Kr. Mainz, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900 biS 1000 Mk. Eine mit einer katholischen Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Bieber, Kr. Offenbach, mit einem jährl. Gehalte von 1000 Mk. * Wildschaden bett. Im Allerhöchsten Auftrage Seiner Königlichen Hoheit des GroßherzogS hat das Großherzogliche Ministerium einen Gesetzentwurf, die Ergänzung deS Gesetzes vom l.Juui 1895, den Ersatz des Wildschadens bett., mit Begründung den Ständen deS Großherzogthumß — und zwar zunächst der zweiten Kammer — zur versassungS- mäßigen Berathung und Beschlußfaffung mitgetheilt. Der Entwurf lautet: Ist von den Betheiligteu innerhalb vier Wochen nach Einlangen des Gutachtens der Sachverständigen die Entscheidung deS KreiSauSschuffeS nicht an» gerufen worden, so hat der Vorsitzende des KreiSauSschuffeS den Betrag der entstandenen Kosten festzusetzen und den Rechner der KreiSkaffe zur Erhebung derselben von Demjenigen anzuweisen, welcher den Anspruch auf Ersatz von Wildschaden erhoben hat. Dem Letzteren bleibt es unbenommen, auch dann noch eine Entscheidung deS Kreis- auSschuffeS im Sinne deS Artikels 10, Absatz 2, des Gesetzes herbeizuführen. • * DaS Sport- und BoUSfest fand gestern Abend mit der allgemeinen Volksbelustigung auf der Bichler'schen Terrasse einen befriedigenden Abschluß. Am Nachmittag veranstalteten die „Wanderer" unter Musikbegleitung und Vorfahren eineß radelnden Engländers eine Fahrt nach dem Festplatz. Der Abend brachte wieder die schon am Sonntag beifällig aufgenommene Illumination der Bichler'schen Terrasse und die wohlgelungenen Scheinwerfer-Experimente. Wie uns mitgetheilt wird, haben sämmtliche am Feste beteiligten Wirthe, Conbitoren, Earousselbefitzer usw. gute Geschäfte gemacht. Die Preise für Speisen und Gettänke waren durchaus mäßig. Auch der Umsatz in Postkarten war nach uns gewordener Mittheilung ein großer. Wir dürfen sonach wohl annehmen, daß das Finanzcomitö mit Befriedigung auf Folio „Haben" blicken kann. Am Renntage allein waren 5100 Eintrittskarten verkauft, nämlich 4036 Stehplätze, 650 Karten zum Sattelplatze und ca. 420 Sitz- und Tribünenplätze. Hierzu kommen noch ca. 500 bis 600 Karten ä 50 Pf., welche an am Zuge beteiligte Radler verkauft find, so daß gegen 6000 Personen die Rennbahn besucht haben. • • Für 200,000 Mk. Rader sollen am Sonntag in unserer Stadt versammelt gewesen sein. Die Berechnung kann stimmen, da annähernd 900 Radler, von denen wohl jeder eine Maschine im Werthe von 225 Mk. mit sich führte, die Feststadt Gießen besucht hatten. * • Grüße an8 Gieße» sind in den letzten Tagen massenhaft sowohl von den Gästen deS Sportfestes wie von den Einwohnern nach allen Richtungen Deutschlands und wohl auch darüber hinaus versandt worden. Die illustrirten Postkarten bürgern sich immer mehr ein und es wird bald keinen einigermaßen auf schöne landschaftliche Lage Anspruch wachenden AuSflugSpunkt, kein gut frequentirteS Restaurant mehr geben, welche nicht ihre eigenen Postkarten haben. In letzter Zeit ist die Firma Ernst Balser hier wieder mit einigen Neuheiten hervorgetreten. Neben der den jüngsten Sportplatz darstellenden Karte find einige Karten erschienen, deren bildliche Darstellungen Bezug haben auf Gießen als Universitätsstadt, auf daS Hessenland mit feinen malerischen Frauenttachten, sowie auf einzelne Gebäude, z. B. das Club- gebäube. Die illustrirten Postkarten regen nicht nur ben Sammeleifer an, sie frischen auch Bekanntschaften auf, befestigen Freundschaftsbande, denn mancher Gruß bliebe un- verfchickt und demnach unerwidert, wenn die fast überall erhältlichen Postkarten nicht wären. Daß durch den Post- kartencultuS aber auch die Industrie und zu guterletzt der Staat in Folge beß erhöhten Markenabsatzes profitiren, sei nebenbei erwähnt. internationale kriminalistische Bereinigung. Die fünfte LanbeSversammlung ber Landeßgruppe Deutscheß Reich findet am 9. und 10. Juni dß. Iß. in Heidelberg in der Aula der Univerfität statt. Nach der Tageßordnung kommen u. A. folgende Fragen zur Berathung : 1) Durchführung grundsätzlicher Reformen auf dem Gebiete des Strafvollzugs im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung. Referent: Geh. Justizrath Professor Seuffert in Bonn. Korreferent: Geh. Regierungßrath Dr. Krone in Berlin; 2) die sogenannten Unschuldßstrasen oder die Frage ber strafrechtlichen Haftbarkeit ohne jegliches ober wenigstens ohne volles verfchulben. Angemeldet ist ferner: 3) Antrag des Geh. Justizrathß Prof. v. Lißt in Halle auf Berathung von Satzungen für die Landeßgruppe. Freitag, 11. Juni sollen die Strafanstalten in Bruchsal und Kißlau besucht werben. • • Bienenschwarm. Am 30. Mai ist in ber Bienen- züchterei beß Konrad Damm von Reiskirchen der erste Schwarm geliefert worden, der das schöne Gewicht von 3 Kilo besitzt. * * Wichtig für Wirthe. Eine allgemeine interessante Rechtsfrage, bett. Haftung der Wirthe für abhanden gekommene Garderobestücke ihrer Gäste, ist kürzlich vor dem Berliner Landgericht I zum AuSttag gebracht worden. Im August 1896 besuchte ein Bankier auß Insterburg in Berlin eine Weinstube. Er übergab dort einem Angestellten nebst anderen Sachen seinen kostbaren Spazier- stock zum Aufbewahreu. Als der Gast nach einer Stunde daß Local verlassen wollte, war der Spazierstock verschwunden und ein anderer an feiner Stelle zurückgeblieben. Da der Eigentümer beß Localß sich weigerte, für ben abhanden gekommenen Stock Ersatz zu leisten, erhob ber Bankier gegen ihn Klage, bie vom Amtßgericht abgewiesen würbe. Daß Landgtticht aber verurteilte unter Aufhebung beß amtß» gerichtlichen Urtheilß ben Wirth zum Schabenersatz. Eß liege ein Berwahrungsvertrag vor. Der Beklagte habe durch seine Anlage der „Garderobe" den Kläger jedenfallß zu ber von ihm gewählten Art ber Aufbewahrung veranlaßt. ** Wetterbericht. Der Kern beß barometrischen Maxi- mumß hat im Norben beß Erbtheils noch an Intensität gewonnen, währenb über Central- und Südeuropa baß Barometer etwaß gesunken ist. Unser'Gebiet steht jeboch unter dem Einfluß hohen Druckes, ber sich von Scanbinavien keilförmig sübwärts bis nach ben Alpen erstreckt. Das Wetter war am Morgen in Sübdeutfchlanb meiftevortß wolkenlos. — Voraussichtliche Witterung: Im Allgemeinen heiter unb warm, einzelne Gewitter jeboch nicht ausgeschlossen. §§ Bo» bet Ohm. 31. Mai. Don ber vor zwei Jahre» in bie Ohm eingesetzten Forellenbrut scheint wenig aufgekommen zu sei». AnbemfallS müßte man von ben nun zweijährigen Forelle» mehr zu Gesicht bekommen, b. h. bie Fischereibefitzer müßten beren mehr fangen. DaS ist aber nicht ber Fall; eß kommen nicht mehr Forellen zum Fange, alß vor bem Einsetzen der Forellenbrut auch. Somit müssen bie vielen Tausend eingesetzten jungen Forellen zu Grunde gegangen sein. Der Mißerfolg der Forellenzucht ist zvohl darin zu suchen, daß daß Einsetzen zu etwaß früher Jahreß- zeit geschah, in der bamalß baß Wetter ganz besonberß rauh war unb demzufolge auch daß Wasser befonberß kalt. Der obere Lauf ber Ohm ist sonst von ganz trefflicher Beschaffenheit für Forellen, wie ja auch deren guteß Gedeihen in der Gemarkung Ober-Ohmen beweist. A. Altenstadt, 28. Mai. In Nr. 101, erfteß Blatt dieser Zeitung vom 1. v. MtS. berichteten wir Ihnen von einem überaus eigenartigen Doppel- oder richtiger Tripelgeschäfte, baß hier und in der Umgegend abgeschloffen, aber noch nicht ganz erledigt worden war. Dieseß eigenartige Geschäft, daß in einer Tragicomödie zu endigen schien und von bem wir bamalß berichteten, daß jetzt ber fünfte Act in Scene ginge, ist wirklich zu Ende gediehen, unb zwar alß eine hübsche Cowöbie, für die sich die Leser dieser Zeitung sicher interesfiren. Alß der hiesige Pferde v er käufer unb Ochsen einkäufer merkte, baß bie Sache zu bösen Häusern ginge, unb er bie Lunten immer deutlicher riechen konnte, spannte er bie Laufhosen an, trottete zu Bauer C. nach Lind- Heim und bot diesem den gemachten Profit von 45 Mk. wieder an. Hierbei wurde ausdrücklich festgesetzt, daß das frühere Geschäft null und nichtig sei unb keiner gegen den anderen ein Recht, oder eine Forderung haben könne. Bauer C. ging nach kurzer Ueberlegung darauf ein und schob die bezahlten und halbverschmerzten 45 Mk. vergnügt schmunzelnd in ben Beutel. Nachdem dieses Geschäft tn Ordnung war, ging die Reise weiter nach Stockheim, wo baß famose Null abstreichungßgeschäft d. h. von 1100 Mk. sollte eine Null abgestrichen werden, wodurch der Kaufpreis beß Viehes nicht auf 1100—100=1000 Mk., sondern auf 110,0=110 Mk. festgesetzt worden war. Nach einigem Hin- und Herreden verzichtete der Bauer auf die gekauften Ochsen, weil ber Kaufvertrag in bieser Weise boch nicht haltbar gewesen wäre. Aber baß Frühstück? fragte ber Bauer. Daß bezahle ich, antwortete ber Hanbelßmann — unb so war auch biese Verwickelung gelöst. Nun ging eß an daß Zahlen beß Früh- stückß! Da zeigte eß sich, daß die Herren 86 Mark ver- jubelt hatten; ein unangenehmer metallischer Nachgeschmack! seufzte ber Hanbelßmann unb kratzte sich hinter den Ohren und dabei haben mich die Bauern auch noch üderschlaut. Trotzdem zog er befriedigt nach Hause, denn alß es hintendrein zur Untersuchung kam, wieS der Kluge nach: das Ganze war mehr ein Spaß, Niemand ist geschädigt worden, ergo ist auch kein Grund zur Strafe vorhanden. So endigte die hübsche Comödie, die in bäuerlichen unb anderen Kreisen vielen Stoff zur Heiterkeit unb Unterhaltung lieferte. -e. Ne» - Ulrichstein, 1. Juni. Monatsbericht ber Arbeiter - Colonie pro Mai 1897. Ende Mai 1897 sinb in ber Colonie stellen-, resp. arbeitslos 52 Mann. Dieselben verteilen sich auf bas Groß- herzogthum Hessen 8; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 10, Regierungsbezirk Wiesbaden 5; Provinz Rhein» lande 6, Provinz Sachsen 2, Provinz Schlesien 2, Provinz Westfalen 2, Reichslande 1; Königreich Bayern 3, Königreich Württemberg 2, Königreich Sachsen 1; Groß- herzogthum Baden 4; thüringische Staaten 3; Freie Stadt Hamburg 1. Ausland: Ungarn 1, Rußland 1. Hiervon waren: Arbeiter 23, Anstreicher 2, Bäcker 2, Eon- bitor 1, Drechsler 1, Former 2, Gärtner 1, Kaufleute 3, Kellner 3, Küfer 2, Kupferschmiede 1, Klempner 1, Oeconom 1, Schneider 2, Schuhmacher 1, Schlosser 2, Schreiner 1, Schreiber 1, Tüncher 2. Gearbeitet wurde an 1372 Tagen. Verpflegt wurde an 1638 Tagen. Im Monat Mai 1897 wurden entlassen 17 Mann, und zwar tn Arbeit durch eigenes •Bemühen 1 , auf eigene» Wunsch 7, wegen Arbeitsscheu (Contractbruchs) 8. Seit Bestehen ber Colonie sinb aufgenommen worben im Ganzen 2960, bagegen abgegangen im Ganzen 2908 Mann, bleibt Bestand am 31 Mai 1897: 52 Mann. Darmstadt, 31. Mai. Gestern hatte der Jagdpächter Dapp aus Groß Bieberau das Unglück, einen Jagdgenossen Namens Simrnemacher zu erschießen. Aus Verzweiflung hierüber schoß er fich eine Kugel in den Kopf, sodaß der Tod sofort eintrat. Darmstadt, 30. Mai. Das Personal - Berzeichniß ter Technischen Hochschule (Rector Geh. Baurath Prof. Berndt) für das Sommer-Semester ist erschienen. Laut demselben zählt die Hochschule 1150 Hörer (gegen 1186 'm Winter-Semester 1896/97), davon 1057 Studierende. Es zählen von den Adtheilungen: Architectur 82, Ingenieur- wesen 127, Maschinenbau 298, Electrotechmk 405, Chemie (inSgesammt) 119, allgemeine Abteilung 26 Studierende. Von der Gesammtzahl der Hörer sind auß Hessen 284, Preußen 417, Bayern 80, Sachsen 32, Hamburg 32, Elsaß- Lothringen 22, Sachsen Coburg Gotha 11 rc., von den übrigen europäischen Staaten aus Rußland 92, Oesterreich Ungarn 25, der Schweiz 15, Rumänien 10 :c An der Anstalt mitten z. Zt. 27 ordentliche Professoren, 8 außerordentliche Professoren unb Professoren im Nebenamt, 20 Lehrer und Privat- bocenten, 21 Assistenten. O.K.W. WormS, 31. Mai. General-Versammlung der hessischen Krankenkassen. Die fünfte ordentliche Generalversammlung der freien Vereinigung der Kranken- fallen im Großherzogthum Hessen sand gestern Vormittag 10 Uhr im Gasthaus zur Krone in Bad-Nauheim statt. Bon den ber Bereinigung angehörenben 64 Kassen waren 36 Kassen durch 101 Personen und außerdem noch das KreiSamt Friedberg, die Städte Bad Nauheim, Mainz, Offenbach, Gießen, sowie die Jnvaliditäts- und Altersoer- ficherungSanstalt Großh. Hessen vertreten. Nachdem das Büreau gebildet war, wurde zu Punkt 1 der Tagesordnung: Berichterstattung beß geschäftßsührenden Ausschusses gefdjritten, zu welchem Punkt Herr Ost er may er bas Referat erstattete. Aus demselben ging hervor, daß die voriges Jahr gefaßten Beschlüsse und Petitionen vollzogen find und daß die Vereinigung um 14 Kassen im letzten Jahr zugenommen hat, so daß sie jetzt umfaßt 40 Ortskrankenkassen, 20 Betriebs- krankenkassen und 4 JnnuugSkranker.kassen mit zusammen 66119 Mitgliedern. Hebet Punkt 2 der Tagesordnung: Uebernahme deS Heilverfahrens seitens der Jnvaliditäts- unb AlterSverficherungSanftalt gemäß § 12 des Jnvaliditäts- und AltersoerficherungS-Gesetzes referirte Herr RegierungSrath Dr. Dietz» Darmstadt und führte aus, daß er fich »untere, daß noch so wenig Gebrauch von diesem Paragraphen gemacht werde, trotzdem er es nicht an den Aufklärungen in der TageSpresse rc. habe fehlen lassen. Auch entwirft er em Bild der von der Versicherungsanstalt in den letzten drei Jahren übernommenen Heilverfahren, woraus wir erfeben, daß dasselbe übernommen wurde im Jahre 1895 in 25 Fällen, wovon Erfolg hatten nur 9 Fälle, in 1896 89 Fälle, wovon 63 von Erfolg waren. Bis jetzt wurden in 1897 132 Fälle übernommen. Gr ersuchte, möglichst viel Gebrauch von diesem Paragraphen zu machen und zwar möglichst frühzeitig und nicht erst, wenn die Krankheit zu weit vorgeschritten sei. Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Entwurf zu einer Anznritaxe auf Grund neu ausgestellter Normen, referirte der Vorsitzende, Herr Münch, und führte durch Anführung von Beispielen auß, daß diese Taxe für die Krankenkassen besser sei, alß bie jetzt geltende. Auch machte er der ver- sammlung klar, wie sich Ersparungen bei Gummibinden jc. erzielen lassen. Zu Punkt 4 der Tagesordnung: Novelle zum Unfallversicherungsgesetz, wurde beschlossen auf Antrag des Herrn Gödel-Mainz, sich ber Petition des Berbanbcß ber sächsischen Krankenkassen anzuschließen, welche dahin geht, daß die Berufsgenossenschaften alle Unfälle vom Tage dtS Eintrittes derselben an übernehmen sollten. Zu Punkt 5 der Tagesordnung: Entwurf eines Gesetze- bett. Invalidenversicherung, referirten Herr Regierungsrath vr. Dietz-Darmstadt und Herr Oftermayer-WormS, worauf befchloffen wurde, daß, sobald die Nothwendigkeit der Absendung einer Petition eintrete, ber geschäftSsührende Ausschuß daS Geeignete veranlassen solle. Zu Punkt 6 der Tagesordnung: Statistik und Rechnungsführung ber Krankenkassen, machte Herr Ost er mayer-WormS die Versammlung aufmerksam, daß fich bei Aufstellung ber Statistik ergeben habe, daß die einzelnen Kassen die Beträge nicht gleichmäßig buchten und ver« weift auf daS ergangene Ministerial-AuSschreiden; auch macht er die Versammlung darauf aufmerksam, daß die Kranken- kaffen befugt feien, wenn sie Unfallverletzte nach Ablauf der 13. Woche für die Berufsgenossenschaften weiter verpflegten, als Ersatz für Arzt und Apotheke die Hälfte deS klassen- weisen Krankengeldes zu berechnen, und wenn sie höhere Aufwendungen gemacht hätten, diesen Betrag zu liquidiren. Sodann wurde als weiterer Punkt der Tagesordnung ein dringlicher Antrag ber SchlosserinnungSkrankenkasse Mainz verhandelt; der Antrag bezweckte, Schritte gegen das Vorgehen beß ärztlichen Rreißoeremß Mainz zu t^un, weil dessen Mitglieder fich weigern, die Kranken dieser Kasse zu behandeln, unb verlangen, daß die freie Arztwahl eingeführt werde, wozu aber die Kasse finanziell zu schwach ist. Es wird beschlossen, eine Eingabe an das Ministerium zu machen, worin baß Verfahren beß ärztlichen Kreisvereins Mainz gekennzeichnet und dasselbe ersucht wird, im Interesse der bedrohte» Jnnungskrankenkafle Abhülfe zu schaffen. Sodann kam noch ein dringlicher Antrag der OrtSkrankenkaffe Darmstadt zur Verhandlung betreffend: Unterstützung des bei der Kammer eingebrachten Antrags auf Erbauung einer Heilanstalt für Lungenkranke durch daS Land. Die Verfaurmlung war sich klar darüber, daß die Regierung vor allen Dingen Lungen- Heilanstalten bauen müsse und beschloß, den bei der Kammer eingebrachten Antrag zu unterstützen. Sodann wurde zum •'<*8 1« äb,itl,r lu »1 H N 4 «E*** ' g0Bl K° IM it! 5lDMtrtnbt. tz, 7' ^ngenitur. 2 45 Wm 26 »tubltitnbt. i lu.8 hrffkll 284^ I öburB 32, 'voodm übchn, Ungarn 2ö, r toirftn Pro. -hur unb Privat- ^t^ammlung b« tlidjt Trnrralvei' drr Kranken- t !°ud gtfttrn Boi: dad-Nallheim «"den 64 Kaffen d aubttbem not Nauheiw, Mainz, 8- und Aktion, i- Nachdem ioi i« Tagesordnung; ichusseS gtförlittt, Xtfnst erstatten !S Nr gtjabttn ad dah bit Vu- liigenommtn ha! ff, 20 Betrieb«. mit guiammtn Tagesordnung inbQÜbttati« und JnöaUbität«- und RegierungSrach er sich wundere, Paragraphen g(> Aufklärungen in I entwirft er ein den letzten drei iu8 wir erfeben, > ,95 in 25 ltz L>9 M, wa. wurden in 1891 W viel Gebrauch war wdglichst fiüh- i weit vorgefchriiiw Entwurf zu einer Normen, referiite । durch Anfübr^g bie AraukenkaNo Mir er der Äff' i ®um*r ' loW Mn auf Antrag ion M Verbände» welche * le vom Tage W , ßu Punkt 5 der bett. JuvMenvtl' vr.Dietz'D""" worauf * .j Absendung einet Ä W * Itr Uli«”1"* «11# '* fiÄ?5 " Ä dl«# •R' ««<»•' wenn «Zs> g iu liqU (tn'btior x'İWi°z 7 hu", w hehaudei" r Kn^ Llt merk ach machen, ®°r -/L "5 nW/Art bedroh tast t'1 di« k io” ® , . n«t fl «\a®e.« IUP °!° «*< AoduUtt etzten Punkt der Tagesordnung: „Wahl des Ausschusses und des Orts zur Abhaltung der nächstjährigen Generalverfamm» lung" geschritten. Auf Antrag deS Herrn Krteghoff-Kaftel wurde der Ausschuß auf weitere 3 Jahre — statt seither 1 Jahr — wiedergewählt und an Stelle des auSgeschiedeveo Ausschußmitgliedes Herrn Breitinger-Mainz, Herr Kahl« WormS neugewählt und als Ort der nächsten Versammlung Michelstadt im Odenwald mit großer Majorität bestimmt. — Schluß der Verhandlung P/i Uhr. 33. Tonkiinstler.Versammlung deS allgemeinen deutschen Musikvereins zu Mannheim. Pr. Mannheim, 31. Mai 1897. (Fortsetzung.) Als eine Aufführung von ganz hervorragender Bedeutung ist das dem Andenken von Johannes BrahmS gewidmete Kammermusik Concert vom 28. Mai zu bezeichnen. Wir erinnern uns nicht, jemals so ganz vorzügliche, iu jeder Beziehung völlig einwandfreie Darbietungen auf dem Gebiete der Kammermusik vernommen zu haben als in diesem Cou« cert, welches die Quartettveretnigung Halir und Genoffen zur bedeutendsten aller derartigen bestehenden Künftlerver« etntgungen gemacht hat. Ihren Darbietungen gegenüber muß auch die eingehendste Kritik schweigen. Auf gleicher künstlerischer Höhe wie die genannte Quartettvereinigung frand die Pianistin Frau Marg. Stern, welche in dem Quartett op. 25 den Clavierpart, und Herr Schubert, welcher in dem sogen. Clarinettenqaintett die Elarinette übernommen hatte. Außerdem wurde das Streichquartett in A-moll, op. 51 Nr. 2, zum Vortrag gebracht. Zwischen diesen Kammermufik-Piscen waren Liedervorträge des Fräulein A. Heindl vom Großh. Hoftheater zu Mannheim und der ConcertsängerS Herrn Dr. Felix Kraus aus Wien ein- geschoben. Fräulein Heindl, die sich als Opernsängerin in Mannheim eines guten Rufs erfreut, erschien unS durch Indisposition an der vollen Entfaltung ihrer offenbar schönen Talente verhindert,- vor allen Dingen machte sich eine fortwährende Athemnoth wiederholt störend bemerkbar. In Herrn Dr. KrauS scheint ein neuer bedeutender Stern am musikalischen Kunfthimmel aufzugehen, der bald den größten Thetl > iner Concurrenz überflügeln wird. Wir haben selten so viel stimmlichen Wohllaut mit vorzüglicher TextauSsprache und einem edeln Vortrag gepaart gefunden. Die „ernsten Gesänge" von BrahmS, die sich der Künstler zum Vortrag auSgewählt hatte, find, wie wir hörten, noch dazu eigene für ibn geschrieben und waren somit am geeignetsten, seine Meisterschaft im Gesang sich in herrlichster Weise bewähren zu lasten. Der Beifall war ganz enorm und wollte gar kein Ende nehmen; so sehr waren Aller Herzen von der hinreißenden Vortragsweise deS jugendlichen Künstlers begeistert. Der 29. Mai brachte wieder ein Orchesterconcert großen Stils. Dasselbe wurde eröffnet durch eine neue Symphonie 3ur des tbemes montagnards von Vincent d'Jndh, welche, unter der Leitung des Componisten von der verstärkten Mannheimer Hoscapelle wirkungsvoll vorgetragen, eine freundliche Aufnahme fand. d'Jndy ist Franzose, und seine Tonschöpfung trägt den Character seiner Nationalität. Weniger Teich an Gedankentiefe als blendend und bestechend in der Melodik, und ausgestaltet mit einer großen Fülle tythmischer und instrumentaler Eff cte ist diese Symphonie wohl geeignet, Beifall zu erwecken und wird vor allen Dingen da, wo moderne Musik warme Vorkämpfer findet, eine gern gesehene Erscheinung auf den Cor.certprogrommeu bleiben. Mit der Neuerung, das Clavier als Orchester-Instrument zu behandeln, können wir uns nicht recht einverstanden erklären,- unseres Erachtens ist heutzutage die Jnstrumen- rutionskunst so weit vorgeschritten, daß man dem Concert- flügel ruhig seine Stellung als Solo-Instrument lasten kann. Dabei möchten wir nicht unerwähnt lasten, daß der Pianist, Herr Eduard RiSler, die Clavierparthie ganz vorzüglich durchführte. Der Hauptsolist deS Abends war Herr A. Petschnikoff, der sowohl im D-dur-Concert von Tschaikowsky alS auch in dem Adagio und Fuge von Bach sich nicht nur als Virtuos von blendender, alle Hinderniffe mit Leichtigkeit überwindender Technik, sondern auch als gediegener denkender Musiker erwies und ganz enormen Beifall erntete. Bei dem oft coloffal feurigen Tempo In dem Biolinconcert hatte das Orchester einen schwierigen Stand und eS bedurfte verschiedene Male der ganzen Energie deS Hofcapellmetsters v. Reznicek, um sich zeigende Differenzen wieder auszugleichen. Herr Dr. KrauS sang eine Cantate „Der Fußwauderer" (Dichtung von Rückert) von ProhaSka mit Orchesterbegleitung und Lieder von Steinbach. Auf die Compofition von ProhaSka brauchen wir um so weniger einzugehen, als mit Sicherheit anzuoehmen ist, daß dieselbe sobald kein Concertprogramm wieder zieren wird. ES ist unfaßbar, wie ein solches Machwerk, für das auch der Vortragende Sänger sichtlich gar kein Interesse zeigte, im Concert einer Tonkünstler-Versammlung einen Platz finden konnte. Die Lieder von Steinbach brachten Herrn Dr. Kraus viel ehrenden Beifall, trotzdem er nicht so gut diSponirt erschien wie am Abend vorher. Den Schluß des ConcerteS bildete die unter RezntcekS Leitung gespielte Dante- Symphonie von Franz LiSzt. Wir haben dieselbe schon früher unter Weingartners Leitung gehört und konnten uns mit der gestrigen Wiedergabe nicht überall einverstanden erklären. Völlig befriedigen konnte der erste Thetl, die Schilderung der Hölle, dagegen erschien unS im zweiten Satz von der Stelle au, wo der Knabenchor einsetzt, das Tempo etwas übereilt, so daß von der weihevollen Stimmung, welche diesen ganzen Theil durchweht, viel verloren ging. Am Besuch des am Sonntag Morgen vom Mannheimer Conservatorium arrangtrten BrahmS-Kammermufik ConcerteS waren wir leider durch die Hauptprobe zum SonntagS-Coucert (Berlioz: Lelio, und Wagner: Kaisermarsch) verhindert und bedauern um so mehr nicht dagewesen zu sein, als wir dadurch um den Genuß gekommen sind, den Clarinetten- Virtuosen Mühlfeld, der seine Mitwirkung zugesagt hatte, zu hören. (Fortsetzung folgt.) * Die Zahl der Ritter deS Eisernen Kreuzes 1. Klasse, die tu der deutschen Armee noch in den Dienst- alterSlisten der activen Armee geführt werden, ist auf 83 zusammengeschmolzeu, von denen 69 dem preußischen, 8 dem sächsischen, 5 dem bayerischen und 1 dem württembergischen Heere angehören. Unter ihnen befinden sich 7 General« feldmarschälle und Generalobersten, 7 Generäle der Infanterie, Cavallerie und Artillerie, 15 Generallieutenants, 13 Generalmajors, 10 Obersten und 1 Major. Ferner haben noch 9 BezirkScommandeure, 2 Gendarmerieoffiziere, 2 Invaliden« offiziere und 1 Offizier z. D. in activer Dienststellung da« Eiserne Kreuz 1. Klasse. ♦ Rancher wird eS interesfiren, daß durch einen in der letzten BundeSrathsfitzung gefaßten Beschluß bie Verwendung von Theeblättern und Wegebreitblättern bet der Herstellung von Cigarren gebilligt worden ist. (DaS wird ein edles Kraut geben!) * Oberförster Verlach aus Sondershausen, der bekanntlich wegen unmenschlicher Behandlung seines Dienstmädchens zu Gefängniß vrrurtheilt wurde, hat aus dem Ge- fängntß ein Gnadengesuch an den Landeöfürsten eingereicht. Das Gesuch ist aber unter Hinweis auf das durch den Fall so außerordentlich beleidigte BolkSgewtssen für alle Zetten als unerfüllbar zurückgegeben worden. * Der VerfchöueruugSvereia in Weißenfels bat in den hortigen Anlagen eine Reihe von Warnungstäfelchen auf« hängen lassen, deren Anbringung sich vielleicht auch für unsere Gegenden nicht wenig empfehlen uöchte. Auf den Täfelchen liest man folgenden Vers: Für jeden Fuß ist hier ein Gang Für pben Müden eine Bank, Für jedes Auge eine Blume Zum allgemeinen Eigenthume, Für Herz und Sinn ist alles schirr — Doch nichts ist für die Finger hier. Loudon, 29. Mat. Das deutsche Schiff „Tricatje" aus Leer, das Anfangs Februar von London mit Jute nach Spanien gesegelt ist, ist verschollen. * Die Bevölkerung Londons wurde Milte 1896 auf 4,421,955 Seelen geschätzt; die Einwohnerzahl hat sich somit in einem Jahre um 41,000 gesteigert. London nimmt einen Flächenraum von 121 englischen Quadratmeilen ein; auf jeder Quadratmeile wohnen durchschnittlich 38,000 Personen. Die Dichtigkeit der Bevölkerung ist in den verschiedenen Stadttheilen recht verschieden, am geringsten ist sie in LewiSham, Woolwich, WondSworth und Hampstead, am dichtesten in Holborn, Btthual Green, St. SaviourS, South- wark, Shoredtrch, St. GeorgeS-in the-East und Whitechap:!. In den letzten Stadttheilen wohnen fünfmal soviel Menschen auf dem Acre, wie in den erstgenannten. Im Jahre 1896 verheiratheten sich in London 79,738 Personen unb 135,796 wurden geboren, während 83,511 Personen starben. Besonders viele Opfer forderte im Vergleich zu den vorigen Jahren die Diphtherie. Unterhaltungen in Bad-Nauheim. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7 bis 8 Uhr atr Kurbrunnen, Nachmittags und Abends siebe unten, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses. Mittwoch den 2. Juni, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert deL Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Madame Bonivard. Donnerstag den 3. Juni, Nachmittag« von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Freitag den 4. Juni, Nachmittag« von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Ubr im Saale: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kuicapelle. Der böse Geist Lumpaci-Vagabundus oder: Das liderliche Kleeblatt. Samstag den 5. Juni, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse unter Mitwirkung des Gornet ä pi8ton-Virtuosen Herrn Oskar Böhme. Abends 8 Ubr im Saale: Tanz- Vorläufige Anzeige: Sonntag den 6. Juni, Nachmittags von 4>/, bis 7 unb von 8 bis gegen 9 Uhr auf der Terrasse: Concert von der Capelle des 2. Nass. Inf. Regts. Nr. 88 aus Mainz. -- fr ----- ■ ■■■ - E Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 1. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag«: Wasser 16-, ß«-ft 23°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Derkehr, €aub» unb voUrwirthscha e Gieße«, 1. Juni. Marktbericht. Auf dem heutig.-« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,80—0.95, Hühnerrttr pr. St. 0 4. 2 St. 10—11 4, Enteneier 2 St. 11-12 H, GS»''« eiet pr. St. 00—11H, Käse pr. St. 5—8 Käsematte pr. St. 3 -5», Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 27 Tauben pr. Paar X 0,70 bis 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. Stück JL 1,20—1,50, Enten pr. Stück JL 1,60—1,80, Gänse pr. Pfund M 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 H, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 Kalbfleisch pr. Psd. 50-54 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 50—65 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 b<1 5,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0- -00 4» Zwiebeln vr Centn er X 8.00—9.00, Milch pr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 50 Spargel pr. Pfd. 50 u. 40 Pfg. Hebet Nutrose wird vor» Lrztticher «eite geschrieben r Die Anwendung o?n Nutrose erfolgte bei sehr verschiedenen Kranken, besonders aber bei Kindern, welche mit flüssiger Kost ernährt werden sollten. (R-convalescenten von Scharlach, Masern, Diphtherie, Pneumonie). Mit Hülfe des Pulvers konnte die aus Milch, Fleischbrühe und Schleimsuppe bestehende Kost zu einer sthr eiweißreichen gemacht werden, was zur schnellen Erholung wesentlich beitrug. Die klinische E'fahrung hat gezeigt, daß wir ein brauchbares, dem Geschmack zusagendes und in keiner Weise den Darmcanal reizendes Nährpräparat in Händen hatten". Sämmtliche ärztliche Beobachtungen betonen die intensive Nährkraft und die leichte Verdaulichkeit der Rvtrose — einzige Fabrikanten: Farbwerke, Höchst a. M. — und empfehlen sie schwächlichen Personen jeden Alters. In Schachteln L 100 gr. — ausreichend für etwa 15 Mahlzeiten — durch alle Apotheken, sowie Droguenhandlungen usw. zu beziehen. 5346 »Marioths Verb. Malzkaffes wirkt nach Aussage ärztlicher Autoritäten aut das Nervensystem beruhiaend und kann Kranken und Gesunden als Ersatz für Bohnenkaffee nicht genug empfohlen werden. Auch ist derselbe als vorzüglicher Kaffeezusatz zu verwenden." Meyers Konversations - Lexikon in Umtausch gegen älter« Werke) sowie alle andern Bücher j liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VII. Bekanntmachung. Die diesjährige Grasnutzung auf den Schneisen des Gießener Stadtwaldes soll Samstag den 5. Juni l. I, Vormittags 11 Uhr, im Saale de« alten Rathhauses öffentlich verwerthet werden. Gießen, den 31. Mai 1897. Gcoßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5366 Gelegenheitskauf. Wegen vorgerückter Saison verkaufen wir unsere noch großen Vorräthe in 5304 Dglnen n. KindkEollfeltilm zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Markt 10. Ang. Montanas Nchf. R. & M. Imhenser, Eröffnung beb Haltepunktes Rödgen. Am 1. Juli d. I wird an der Ober» hessischen Bahnstrecke Gießen—Fulda und zwar zwischen den Stationen Gießen und Großen-Buseck der Haltepunkt Rödgen eröffnet. Derselbe dient nur für Personenverkehr. Directe Fahrkarten über Gießen und Fulda hinaus werden vorerst nicht verausgabt. 5367 Frankfurt a. M., den 26. Mai 1897. Königliche Eisenbahndtrection- Mtnnntr Kaffees rein und feinschrneckend L Pfd. von Mk. 1.20 an, ff ft. Margarine ä Pfd. 65 Pfg. „ Mischobst L Pfd. 50 Pfg. fein. u. leichtlöslichen Cacao Mk. 1.40 empfiehlt Chr. Wallenfels, 15301 17 Marktplatz 17. — Musikalien — Violinen von Mk 5 an, Kaken, Aogen, Saiten etc. jeder Güte und Preislage Mundharmonikas in größter Auswahl v. 10 Pfg. an, Mußkillstrumklltc aller Art. beste, billigste Bezugsquelle. Neue Piauos von Mk. 400 an Baar mit hohem Rabatt u. freier Sendung- Kateiiahliig,hve -reisertzitz»vg. Atanos «nd Aarmoninms z» vermiethen. Gebrauchte Instrumente stets auf Lager. 4174 -rOtslidugtii gratis uib starre. 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