*8_20a *9Phn8fl,14[j SÄ- !^teftnzeigeül SMtz ^erswcg tz, 11 bl®7« Nto, Kroll, 1 10"ocheDtl- und monatl. ' • Wnz. u, End |, l0w5chentl.Cnr8(50St;)2; uatl. Curs (8—10 St.) z / den W'i Franz, Öpanic auch für Knaben 3^ V^J\®eöüiüÄüitrfcF »chuler frtunbHdx, unter A. Z.5u Txbitton b.$L trbrfen, Bäderti i verkaufen. ■i /ul Gddjel gut tu billig d« nU, rerUnge PnUUim llil Iller inUli t D. ur ' itiLthuirtU. Ahnung unt) jll m. W»t LllöDiq^/dK 3, HL et. r Iraulltule! jwarz Politik Polster eoent. ganze SoMn Somit in Nußbam ä mb TetvickL tyM Nitz abpigM W Kaplausgasie 14 irr, WM W itellen-AngeboteL l>tia.Wagenla«knl ^eistbmdernachBav'N sofor! gesucht- 3U * »Ä*k Kellne Saift' ne e™‘3 „ in her W"3 u eijnzen m A i $[al»-—---- tbä« JS5 * t t' . k.» lernet). b6. dt Nr. 78 Erstes Blatt Freilag dm 2. April 1S97 Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Flirts« itnb Attzeigeblertt fwi? kn ICreis Gieren | chratr'sßeikage: Gießener Aamitienötätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Redaction, Expedition und Druckerei: -chutstraße Zlr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Akonncmentspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamikienötülter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelcgt. Der Kleßeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. 2(mtiid?er Theill. Gießen, den 30. März 1897. Betr.: Die Ablieferung der Vacanzüberfchüsse erledigter Schulstellen an den Provinztalschulfonds. Da- Grotzherzogliche Kreisamt Gießen <* die «rsFtz. »ürgermeMerete« M SHetfH. Unter Hinweis auf unsere Ausschreiben vom 24. Ja- mrar 1878, Amtsblatt Nr. 1, und 30. October 1893, Amtsblatt Nr. 9 , empfehlen wir Ihnen, innerhalb zehn Tagen die von Ihnen mit den Schulvorständen ge- meinfchaftlich aufzustellenden Berechnungen der an den Provinzialschulfonds abzultefernden Vacanzüberfchüsie aus dem Jahre 1896/97 in doppelter Ausfertigung an uns einzureichen oder zu berichten, daß im genannten Jahre in Ihrer Gemeinde Schulvacanzen nicht eingeheten waren. v. Gagern. Gießen, den 30. März 1897. Betr.: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung; hier: Die Gebühren der Bauverständigen für Vornahme von Rauhbaurevisionen und für die Nachrevisionen in Folge von Beanstandungen bei den regelmäßigen Feuervisitationen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen MV die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir eröffnen Ihnen hierdurch, daß die für die Rauhbau- reoisionen genehmungspflichtiger Bauten und Feuerungs- Magen, sowie die für die Nachrevtsionen in Folge von Beanstandungen bei den regelmäßigen Feuervisitationen zu entrichtenden Gebühren vom 1. April l. I. ab nicht mehr an die Visitatoren (Kreisstraßenmeister) auszuzahlen, sondern in die KretSkaffe einzuzahlen sind. Ein Verzeichniß der zu erhebenden Reoisionsgebühren wird Ihnen vierteljährlich zugestellt werden. v. Gagern. Dettlfdbet Reichstag. 202. Sitzung. Mittwoch den 31. März 1897. Bei äußerst schwacher Besetzung setzt das Haus die erste Beladung der Novelle zur Gewerbeordnung, Organisation deS Handwerks, fort. Abg. JacobSkoetter (conf.): Die Vorlage hat eigentlich nirgends eine günstige Aufnahme gefunden, zu meiner Verwunderung and) nicht bet den Handwerkern selber. Deshalb hielt ich es für noihwendig, für die Vorlage insoweit etnzutreten, daß man dieselbe einer vorurtheilslosen Prüfung unterwirft. (Sehr richtig! rechts.) Zn dieser Beziehung besteht zwischen mir und meinen Parteifreunden läve Differenz. Wir Alle bedauern, daß nicht der Befähigungsnachweis tn der Vorlage enthalten ist, nicht einmal für die Händler ksarten, wo ein öffentliches Interesse mitspielt. Aber das Verlangen der Jnnungsverbände, deshalb die Vorlage abzulehnen, geht |u weit. Denn in gewissem Sinne enthält dieselbe ja doch einen dif-ihigungSnachwets, indem fortan sich M«ister nur nennen darf, wer geprüft ist und indem Lehrlinge nur ausbtlden darf, wer selber bi Handwerk gelernt hat. Insofern unterscheidet sich ja die Bor» loac nicht von dem ursprünglichen preußischen Entwurf. Jedenfalls bedeutet sie einen großen Fortschritt. Im Gegensatz zu Herrn Hitze erlangen wir obligatorischen Fortbildungsunterricht. Weiter belauert Redner, daß die Zwangstnnungen nur facultativ sein sollen, V nach dem Willen der Mehrheit der betreffenden Handwerker. Er «csönltch glaube nun allerdings, daß das, was hier oorgeschlagen werbe, der historischen Entwickelung entspricht und daß überhaupt Hc Vorlage den Wünschen der Handwerker möglichst nahe komme. Dir unglückselige Handwerkerausschuß sei beseitigt und durch den ZnnungSauSschuß ersetzt. Auch die Zusammensetzung der Hand- Mferfammern sei weniger unklar, als in dem früheren Entwürfe, hi in stimme er Hitze bet, daß der staatliche Commtssar bet den Sammern nicht zu viel polizeiliche Befugnisse haben dürfe. Die Vorlage Ist nur eine Abschlagszahlung, aber als solche uns werth- vcll genug, um sie nicht abzulehnen. Allerdings werden wir in der Immission nach Möglichkeit Besserungen btneinzubringen suchen. Abg. Basser mann (nl.) erblickt Verbesserungen gegen den Aiprüngltchen Entwurf namentlich in den Bestimmungen über die handwerkerkammern. Dankbar zu begrüßen fei vornehmlich, daß Hi Wahlrecht zu den Kammern auch den freien Gewerbeoeretnen i^Shrt sei. An und für sich sei eine Organisation des Handwerks Unfalls zu billigen, und er wünsche da nur, daß die Kammer- ^i'rke nicht zu groß gegriffen würden, damit eine mehr intensive Llrtkiamkeit der Kammer möglich sei. Im Gegensatz zu Hitze und MobSkoetter billigten es seine Freunde, daß in Bezug auf die Jnn ungen von dem Berlepsch'schen Entwürfe abgegangen worden sei, »eil dieser dem Willen der jeweiligen Mehrheit der Handwerker gar mc Rechnung getragen habe zum Nachthett der Selbstbestimmung inb Selbstverwaltung. Aber auch gegen die facultattoen Zwangs- tmnmgen hegen seine Freunde ernste Bedenken, denn damit sei be- M das Princip der Gewerbefreiheit verletzt. Die Handwerker im vud'M hielten an den bewährten steten Innungen und Gewerbe- Metnra fest. Durchaus nothwendig seien Gesellenausschüsse, wofern überhaupt zu einer Organisation deS Handwerks vorschrette. Diesen Gesichtspunkt werde die Commission zu erwägen haben auf die Gefahr hin, daß es zu socialdemokrattschen Gesellenausschüssen komme. In großen Städten werde es so wie so an socialdemo- krattschen Innungen nicht fehlen. Große Bedenken hege er betreffs der Einschränkungen des Rechts zur Lehrlings-Ausblldung. Die Folge davon werde nur sein, daß sich das Gebiet der „jugendlichen Arbeiter" erweitere. Seine Partei fei einverstanden mit einer vernünftigen Organisation deS Handwerks in Kammern, erblicke aber keinesfalls das Heil für daS Handwerk in einer Rückkehr zu mittelalterlichen Zuständen. Der Befähigungsnachweis vor Allem werde jetzt hoffentllch mit den Berlepsch'schen Vorschlägen begraben sein. Abg. Schneider (frf.): Die Lage des Handwerks sei überhaupt nicht auf Mängel in der Organisation zurückzuführen, sondern auf die ganze wtrthschaftliche Entwickelung. Das Handwerk müßte sich mehr alS bisher zum Kunsthandwerk audgestalten, unter Mithilfe des Staates, der doch auch für solche culturellen Zwecke Geld haben müsse, wenn er so viel Geld für andere Zwecke aufwende. Von Zwangstnnungen dürfe man sich für das Handwerk gar nichts versprechen, im Gegenthetl, freiere Bewegung müsse man den gewerblichen Vereinigungen gewähren. Das Richtigste wäre: Normatio- besttmmungen für die Innungen und sodann die denkbar geringste Aufsicht über diejenigen Innungen, die sich auf Grund solcher Nor- mativbestimmungen bilden. Selbst auf Grund der Motive der Vorlage sei schwer erklärlich, wie man die Zwangsübungen auch nur in facultativer Form habe beibehalten können. Wie wolle man feststellen, wo die Mehrheit sei? Es werde schließlich nichts übrig bleiben, als ein allgemeines Kataster aller Handwerker und Abgrenzung der einzelnen Handwerke von einander, was offenbar ein bedauerlicher Rückschritt wäre und, wie in Oesterreich, zu den wunderlichsten Entscheidungen führen werde. Ganz so schlecht wie die Vorlage sei die jetzige allerdings nicht, aber eine starke Verschlechterung der Gewerbeordnung bringe sie zweifellos, und seine Freunde stimmten daher dagegen. Abg. Gamp (Rp.): Angesichts der verschiedenen Anschau- ungen in Nord- und Süddeutschland werde nichts übrig bleiben, als eine Verständigung auf Grund dieser Vorlage. Nachdem Handel und Landwirtbschaft eine Organisation in Kammern hätten, weshalb nicht auch das Handwerk ? (Rufe links: Gegen die Kammern haben wir ja auch nichts!) Wenn Schneider GesellenauSschüsse verlange — ja, habe man denn in den Handelskammern Handlungsgehülfen- autzschüsse? Was das Eingreifen der Behörde anlange, so setze er selbst freilich voraus, daß dasselbe nicht in bureaukratischer Weise erfolge, sondern im Einvernehmen mit den Innungen. Redner billigt sodann ausdrücklich die Bestimmung über Meistertitel und Lehrlingsausbildung. Die Bestimmung über die Zwangsinnungen findet Redner zu umfangreich und zu bureaukratisch. Abg. Grillenberger (Soc.): Das Handwerk sei als selbstständiger wirthschastlicher Factor durch die Gesetzgebung überhaupt nicht mehr zu retten; fein Untergang sei durch das Vorwärtsschreiten der großcapitalistischen Betriebsweise bedingt. Nur eine völlige Umformung unserer ganze» Productionsweise könne helfen. Die jetzige Vorlage fei eine Halbheit. Glaube man einmal an den Segen des Zwange?, so sollte man doch lieber gleich etwas Ganzes, die unbedingte Zwangsinnung, beschließen. Das ganze Zwangsinnungs- wesen laufe, auch in der hier vorgeschlagenen Form, nur darauf hinaus, die Arbeiter unter die Botmäßigkeit der Arbeitgeber zu bringen. Die den Arbeitern dabei zugestandene Vertretung sei bloße Decoration. Seine Freunde stimmten gegen die Vorlage. Er wünsche im Uebrigen der Commission zu ihren Arbeiten viel Vergnügen. (Heiterkeit.) Abg. Hilpert (Bayer. Bauernb.) verspricht sich von der Vorlage nicht viel, namentlich nicht auf dem platten Lande. Den Handwerkern werde besser geholfen werden, wenn man die großen Geschäfte energisch besteuern wollte. Weiterberathung morgen 1 Uhr. (Schluß 5 Untersuchung bezw. Begutachtung durch Sachverständige Ein Bild von Butzbach, In Medaillonform, gesehen vn der hiesigen Bismarck Eiche aus, auSgesührt in feinster ß*1' brand.Zeichnung und von einem Leder Rahmen umgeben, w wie eine WidmungStafel, in derselben Manier hergestelu, welche die Worte trägt: „$um 1. April 1897 die Getreten von Butzbach", geben dem Werke eine besondere Zierdl Ebenso wirkt sehr schön die Umkleidung deS Fuße» mir mi blauer Seide, überzogen mit Flechtwerk in hellfarbige« Leder und die mit großem Fleiße geschehene kunstvolle Bemaluvk in Oelfarbe der übrigen Flächen de» Papierkorbes mit Eichen zweigen und Kleeblättern, ähnlich den drei Kleeblätter» m Bismarck ichen Wappen. Die Berse find in Lederbrand vor auSgezeichneter Technik in da» Leder eiagegraben. Der «ort ist innen mit hellblauer Seide au»geschlagen, überhaop- prächtig und in echten Materialien hergestellr, ein glänzende» Zeugniß sür die fleißigen Hände, die e» geschaffen. und zwar auf der einen Seite: Und dann lagert hier vergeffen, Dicht geschichtet, muckst sich nicht, Was, des Meister» Ruhm zu künden, Strahlen sollt als große» Licht. ' der gegenüberstehenden Seite liest man die Antwort Leuchten mög'S, daß nicpt die Mühe ist umsonst an ihm gethan! Sprichst Du lächelnd, wenn Du zündest Dir die Pfeife an. für das Leben des Verunglückten. 4- Nidda, 31. März. Ein interessanter Proceß über ein Pferd schwebt bei dem hiesigen Amtsgerichte. Der zu Gelnhausen wohnhafte Kläger hatte von der Verklagten einen Grauschimmel, bezüglich deffen Freiheit von allen ge- setzlichen Fehlern zugefichert worden, für 850 Mk. käuflich erworben - später habe sich jedoch herauSgestellt, daß fragl. Thier an Dämpfigkeit leide und mit diesem Fehler bereits zur Perfectlon des Handels behaftet gewesen sei. Da Gegnerin die Zurücknahme deS PserdeS, Liberation und Entschädigung deS Klägers weigert, indem sie daS Vorhandensein deS behaupteten WährschastSfehlerS zur Zett der Ueberltefe« rung des Grauschimmels bestreitet, so wurde letzteres zu Publieation des Profeffor Koch über den Rinderpest« Bacillus auf Grund feiner Studien angeblich bevor. Friedrichßruh, 1. April. Graf Henckel »» Donner«, marck ist als einziger GeburtStagSgast anwesend. Das ganze festliche Programm des heutigen Tages besteht in einem Familieudiner im engsten Kreise. WB. Bern, 1. April. Im Postwagen des Nachtzuges Geuf.Bern wurde der Postbeamte durch einen Schutz ermordet und mehrere Poftsäcke geraubt. unsere Stadt verlaffeuden vierten Bataillon deS Inf.« RegtS. Kaiser Wilhelm ein Lebewohl zu sagen. Die beiden Compagnien waren mit Gewehr bei Fuß ausgestellt. Herr Oberbürgermeister Gnauth wieS auf die guten wechsel' fettigen Beziehungen der Ctvilbevölkerung uob deS Militärs hin, welche in unserer Stadt schon seit lange beständen. Die städtische Verwaltung habe s. Zt. geglaubt, durch Erbauung der neuen Kaserne für daS vierte Bataillon dasselbe dauernd an unsere Stadt zu seffelu, leider sei diese Hoffnung nicht in Erfüllung gegangen, die Mannschaft würde noch heute scheiden und es dränge ihn, Namens der städtischen Behörden und der gesummten Einwohnerschaft den beiden Compagnien ein Lebewohl zu sagen uud ihnen viel Glück zu wünschen. Herr Major Dommerich dankte dem Herrn Oberbürger, meister für die herzlichen Worte des Abschiede». Die Offiziere und die Mannschaften würden stets gern an die Tage zurückdenken, die sie in Gießen und in dem schönen Haufe, welche» die Stadt für sie errichtet, verlebt. Ein dreifache« Hoch der beiden Compagnien auf die erschienenen Vertreter der Be- Hörden, sowie auf die Bürgerschaft der Stadt bildete den Schluß dieser Abschiedsfeier. — DaS Bataillon wird ent- gegen der früheren Bestimmung des schlechten Wetters wegen 2 Uhr 15 Min. per Bahn nach Butzbach fahren und wird die Regiment-mufik da»selbe begleiten. *• Zu« Kaifermauöver. Die Einzelheiten über die dies, jährigen Kaisermanöver werden nach und nach bekannt. So meldet man aus München, daß die Kaiserparade über daS zweite bayerische ArmeecorpS am 1. September bei Würzburg, über das erste am 2. September bei Nürnberg statt- finden wird. Der Beginn der großen Manöver ist auf den 26. August festgesetzt. — Da das Kaiserliche Hauptquartier, wie man hört, vom 4. bis 10. September in Homburg unter- gebracht werden soll, so ist anzunehmen, daß, wie schon früher mitgetheilt, der Schluß der großen Manöver nicht weit von Homburg, man sagt in der Wetterau sich abspielen dürste. •• Postdieust bett. Die Blätter bringen die Mittheilung, der StaatSsecretär v. PosadowSkh habe in der Budget- Commission deS Reichstages erklärt: „Dom 1. April ab sollten alle Postasfistenten mit 18 jähriger Dienstzeit daS Meist- gehalt beziehen. Diese Mtttheilung Ist nicht ganz zutreffend und in ihrer jetzigen Form geeignet, bei Uneingeweihten den Glauben zu erwecken, es erhielten am 1. April alle Assistenten, die nunmehr insgesammt 18 Jahre im Postdieust beschäftigt find, daS Höchstgehalt. Dem ist jedoch nicht so, sondern eS erhalten nur die Assistenten daS Maximalgehalt, welche am 1. April 18 Jahre etatsmäßig augeftellt find. Da nun die Assistenten vor der etatsmäßigen Anstellung 4i/2 bis 5 Jahre als nicht angestellte Assistenten und vorher 4 Jahre als Gehilfen beschäftigt werden, so erhalten die Assistenten auch vom 1. April ab nicht mit 18 jähriger Dienstzeit, sondern nach einer Gesammtdienstzeit von 18 -f- 5 (-|- 4) — 27 Jahren erst das Höchstgehalt. »* Wetterbericht. Da« nördliche Depresfionscentrum hat sich etwa« weiter ausgebildet, seine Lage jedoch wenig ver- I ändert, lieber Central-Europa, sowie im Süden de» Erd theils ist der Luftdruck gestiegen und haben sich schwache Maxima im Südwesten und SÜdoften des Erdtheils ausgebildet. Dieselben find uoch durch ein furchenartiges Gebiet niederen Druckes getrennt, das sich über die Alpen bi» zum Mittelmeergebiet erstreckt. Von Nordosten her nimmt der Luftdruck neuerdings ab und liegt südlich von Irland bereits wieder ein neues Minimum. Die Befferung, welche in den Witterungsverhältnissen aus unserem Gebiete eiugetreten ist, dürfte daher nicht von Dauer sein ES wird vielmehr infolge deS weiteren AuSbreitenS deS niederen Drucke» von Nordwesten neuerdings Zunahme der Bewölkung eintreten. — Voraussichtliche Witterung: Befferung nicht von Dauer- neuerdings von Westen her zunehmende Bewölkung. * Wie wir erfahren, beginnt mit dem 4. April d. I. die Souutag» - Zeichuevfchule in Sich nach den Vorschlägen deS Visitators der Schule, Herrn Großh. Hauptlehrers Traber I aus Gießen, mit einem vollständig neuen Programm. Da I der Schüler nach diesem Lehrpläne eine systematische AuS- I bildung im Freihandzeichnen, darstellender Geo- metrie und Fachzeichnen erhalten wird, so unterlaffen wir nicht, unseren Leserkreis auf diese Neugestaltung auf- I merksam zu machen und den Besuch dieses Instituts zu I empfehlen. Grunberg, 29. März. Zu Ehren des mit dem 1. April I von hier scheidenden Herrn Baurath Schnitzel fand gestern Abend im Gasthofe „Zum Hirsch" eine Abschie dS f eie r I statt. Die überaus zahlreiche Betheiligung an dem Effen I — e» mochten wohl an 100 Gedecke gewesen sein legte I Zeugniß ab von der Liebe und Verehrung, die sich Herr Baurath Schnitzel während seiner nahezu 14 jährigen Wirk- I samkeit in hiesigem Orte erworben hat. □ UnterSeibettenrob, 31. März. Einen schweren I Unfall erlitt gestern hier der Maurer I. G. von Rupperten- I rod. Derselbe war auf dem Gerüst an dem Neubau einer I Scheuer beschäftigt. Hierbei glitt er aus und stürzte herab I in die Tiefe. Außer einer Verletzung am Kopfe brach er I drei Rippen, und diese beschädigten die Lunge. Mau fürchtet vorerst auf Kostcu deS Klägers in einem Stalle dahier bl« auf Weitere« uutergebracht. Mit Rücksicht auf die noch bevorstehenden ferneren Termine dürfte bei der Höhe de« StreitwertheS dem Unterliegenden eine gewaltige Zeche Gerichts- und AuwaltSkosten blühen. Dem AuSgange de» Proceffe» sieht man allenthalben mit großer Spannung entgegen. — Gestern weilte Herr Geh. Oderfchulrath Soldau aus Darmstadt hier, um einen Einblick in unsere erweiterte Bürgerschule zu gewinnen- zugleich besprach derselbe mit dem Stadt- und Schulvorstande daS Bedürfviß der Anstellung eines weiteren akademischen Lehrers für die Sprach- fächer und entsprechender auderweiter Organisation der Schule. n. Staden, 30. März. Die Bohrarbeiten an unserem Sauerbrunnen, die vor ungefähr drei Monaten begonnen wurden, sind jetzt beendet. Den ursprünglichen Plan, die Bohrung bl» auf den Felsen zu führen, ließ man fallen, weil dieser an der Stelle bedeutend tiefer liegt, al» man vermuthete. Bei 40 Meter Tiefe stieß man auf eine graue Lettschicht, welche mau nicht mehr durchbohrte. Die Kupferrohre wurden auf eine Höhe von 28 Meter eingebaut und stehen in einer starken KieSablagerung. Sie endigen oben in dem seitherigen Brunnenschacht. Die Füllung der Krüge geschieht in der seitherigen Weise an den mit einer Druckverschließung versehenen Au»laufrohrev. Die Wieder- herstellunqSarbetten werden inSgesammt einen Aufwand von rund 4000 Mk. erfordern. §§ Grebenhain, 30. März. Der seit 1875 hier be- stehende Krieger-Berein Grebenhain-Crainfeld, welcher etwa 70 Mitglieder zählt, ist im Begriff, sich aus- zulösen und gedenke jeder Ort einen Verein für sich zu gründen. Die Mitglieder von hier haben Anfangs Februar einen eigenen Localveretn gegründet und zählt derselbe beinahe 50 Mitglieder. Die Bemühungen deS Vorstande», die Trennung des Verein» herbelzuführen und da« Verein«ver- mögen, ca. 400 Mk. und eine neue BereinSfahne im Werth von 300 Mk., zu theilen, find bis jetzt rrsolglo» geblieben ebenso auch die Bemühungen des Präsidiums der „Haffia', die Sache auf gütlichem Wege zu erledigen. Deshalb wird nächsten Sonntag, den 4. April, der Schriftführer der «Hassia", vr. Bogt aus Butzbach, al» Vertreter derselben eine General- Versammlung abhalten. Der Vorstand von Crainseld befteb auf dem Fortbestehen des früheren Verein», obwohl, wenn Crainfeld einen neuen Verein gründen würde, er ebenfalls viel Mitglieder wie in Grebenhain dem neuen Verein beb getreten, auch bekommen würde. Diese Sache hat in unserer Gegend viel von sich reden gemacht und ist man gespannt, wie sich die Angelegenheit erledigen wird. Butzbach» Gabe an den Altreichskanzler. Zum 8?. Geburtstage des Altreichskanzlers haben die Getreuen in Butzb t wieder ein eigenartiges Geschenk ausgedacht und mit fleißiger Hand vollendet. ES wurde ein Papterkorb hergestellr Handwerk, Kunst und Poesie haben sich in die Vollendung getheilt und man muß sagen, sie haben Vorzügliches geschaffen. Der Korb ist aus dem besten naturfarbenen Butzbacher Leder gearbeitet, ca. 80 Centimeter hoch und hat die Form einer Urne. Ein Lederbügel geht quer über die Oeffnung und hält I auf feinen zwei Seiten je einen Deckel, die den Korb verschließen. Ein blauseidene« Band zieht sich über den Bügel und endet in zwei Schleifen, von denen die eine da« vis- marck'sche Wappen, die andere das Wappen der Stadt Butzbach in schöner Malerei tragen. Da« Band wird zusammen gefaßt von einem ledernen Schilde, der in Lederbrand die Worte trägt: Die ganze Kraft, die beste Liebe, Hast stet« Du Deinem Volk geweiht, Ein Band, da« heißer Dank gewunden, verknüpft uns mir Dir allezeit. Der eine Deckel zum Einwerfen der Papiere erklätt dir Benutzung desselben mit den Worten: Hinab zur Nacht der Vergessenheit 1 während der gegenüberstehende Deckel zum HerauSnehmm kurz resolvirt spricht: Empor zu kurz flammender Herrlichkeit! Der obere Rand de« Papierkorbe« sagt die wohlmeinende Mahnung: Laß schreiben nur den giftigen Neid, BIS ihm die Finger zucken- ES wird der Lederbauch gar bald Die ganze Fluth verschlucken. Schräg um den Korb laufend, befinden sich folgend Berse, welche die prophetischen Gedanken der Stifter aui- locale» und provinzielle» Gießen, den 1. April 1897. ee Empfang. Se. Kgl. Hohett der Großherzog! empfingen am 31. März u. A. den Oberst v. H-nueke«, Commandeur des 5. Hessischen Infanterie-Regiment» Nr. 168, den Geheimen Baurath Altvater, Vorsitzenden der Dlrectton der Main-Neckar-Eisenbahn, den Major Deter vom 9. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 170. •• Die Postfchalter find seit heute wieder von 7 Uhr Morgens an geöffnet. •• Oberhesfische Eisenbahnen. Vom 1. Mai ab erhält die Oberhesfische Eisenbahn die vierte Wagen kl ässe, ! ferner soll ein Schnellzug auf der Linie Gießen- Fulda, welcher um die Mittagsstunde in beiden Richtungen I verkehrt, eingelegt werden. •»H. Stadttheater. Dem Bemühen unserer Theater- Directoren, für die beiden letzten Abende der Spielsaison noch etwas ganz Besondere» zu bieten, ist eß zu danken, daß wir gestern Abend zwei in ihrem Fach bedeutende Gäste, Frl. Josefine Dora und Herrn G. Worlitzsch be- l grüßen konnten. Zur Aufführung kam die Costa'sche Gesangs- posse „Ein Blitzmädel", in welcher Frl. Dora ihre Kunst als eine der ersten Possen-Soubretten entfalten konnte. Und in der That brachte ihr Spiel Leben und Feuer auf die Bühne, ihre Couplets wurden mit lebhaften, natürlichen AnSdruckSwitteln und wohlklingender Stimme entzückend gesungen. Ihre ganze Darstellungsweise dieses, ihren auS- erkorenen geliebten Rudolf in den Besitz einer guten Stelle bringenden „Blitzmädels" war ein Meisterstück. Die Vielseitigkeit ihres Talentes zeigte sich in den Verwandlungen einer „frommen" Marquise, einer Tänzerin und eines flotten Studenten. Herr George Worlitzsch präsentirte sich als ein hervorragender Darsteller und vorzüglicher Komiker. Was er in den verschiedenen Austritten bot, war meister- I haft. Diese Glanzleistungen der beiden Gäste enthufiaSmirten das Publikum zu stürmischem Beifall. Selbstverständlich I accompagnirte unser heimisches Personal nach besten Kräften und zum Theil mit gutem Gelingen. Erwähnt seien be- I sonders die Herren Helm, Peickner, Kunert, Schaller und Leuschner. Der musikalische Theil stand unter der verständnißvoll tüchtigen Leitung des Herrn Director Kruse, so daß die wohlgesällige und flotte Musik Millöckers zu I bester Geltung kam. — Heute Donnerstag Abend werden I ble geschätzten Künstler-Gäste in der Abschiedsvorstellung I „Die Näherin" noch einmal auftreten. Hoffentlich wird diese Schlußvorstellung unter solchen Anspielen ein volles Haus erleben. * Bolttfchaufpiel. Die Aufführung des Volks- fchaufpiels „Martin Luther", welche für kommende Woche geplant war, ist Seitens der hiesigen Theaterdirection I im Einverständniß mit Herrn Oberregisftur Hertel bis auf Weiteres verschoben worden, da die Schwierigkeiten, I welche die Jnscenirung dieses Werkes verursacht, eine sofortige Aufführung unmöglich machen. Wir werden später auf die Angelegenheit zurückkommen. •• Endlich gefunden. Die Leiche des vor vier Wochen beim Durchschwimmen der Lahn in der Nähe Marburgs I ertrunkenen Studiosus Tyrer wurde, nachdem die lange I fortgesetzten Nachforschungen ergebnislos verlaufen waren, I gestern 800 Meter unterhalb der Unfallstelle von einem Bahnwärter gefunden. Die Leiche, auf deren Auffindung bekanntlich 100 Mk. Belohnung gefetzt waren, war zwischen zwei großen Steinen eingeklemmt. •• Die Geueralversammlnug der Gießener Omnibus- Gesellschaft, welche gestern Abend im Restaurant Feidel stattfand, war verhältnlßmäßlg schwach besucht. AuS dem Kaffenbericht ist hervorzuheben, daß die Einnahme der Gesellschaft deren Ausgabe um Mk. 127,07 Übersteigt, welche Summe dem Reservefond Überwiesen wurde. Die Herren de- Vor- standeS und de» AuffichtSratheS wurden per Acclamation I wiedergewählt. — Wir hören, daß die OmnibuS-Gesellfchaft beabsichtigt, während deS Sommerhalbjahre« die Fahrten nach Wiefeck auszugeben, dagegen solche nach dem Schiffenberg wieder einzuführen. •• Jubiläum. Heute find eS 25 Jahre, seit der Betrieb der Bahnhof»-Restauration an die Familie Kraemer- Kirch übergegangen ist. Für Radfahrer. Verschiedene in letzter Zeit stattgehabte Collis! oneu zwischen Fußgängern und Radfahrern veranlassen un«, unsere Leser darauf hinzuweisen, daß durch die von dem hiesigen Polizeiamt bestimmten Radfahrern erteilte Erlaubnis, die innere Stadt zu befahren, die betr. Radfahrer nur berechtigt find, langsam, d. h. etwa mit der Geschwindigkeit eine» langsam trabenden Pferde» zu fahren und ist insbesondere in engen Straßen, Straßen- Wendungen, Straßenkreuzungen oder bei starkem Verkehr so langsam zu fahren, daß das Rad erforderlichen Fall» auf der Stelle angehalten werden kann. Unsere radfahrenden Leser machen wir auf vorstehendes in ihrem eigenen Interesse aufmerksam, da nach unS gewordener Mittheilung die Polizeibehörde beabsichtigt, die einzelnen Radfahrern erteilte Ermächtigung zum Fahren innerhalb der Stadt generell zurück- zuziehen, falls sich Zusammenstöße zwischen Fußgängern und h *18 52 Herzogs tafid 8, l«nde 0/ M Söuls"!' rei» 5 Staaten beiter 31 tzuor 1/ «Ater 1 O'conon' Sckniae' beitet u 2156 D 26 Mani eigene« A.beitSfch Kolonie gegen abg 0131. y bfointi 8019 liitn Sh- jmWkll W* btlW Km voll KM dl 17 M jSnzett? führte In Mn au virb als (uhtüe i R ihre, R sie i hafte sich sollt feint in KIWI eit tt nach \ tl|tl It nchttte Vtudn, freunbei totlud fi letroffen tat Stil twM i 6Wi leinet Ü ja übn richtete aber n vorsätzl auch, b bernbe lÖbtilDi emjckhch zu einet er chieu klage P'thl k von ®t( gi lSnqe!la| hkist, vrvSüe an ihn, f"ltg bi vezlehuo Hilfe es flt, datz detlk M bä« ' "<■ Sö! htm Mflr bon 3Ron jOOO Ml ■aobti ’W nkiz 'oD tabti i V M tritt C: t ÜD N witanm MatQnn ' ''nen ?* 6» R * 1,1 • Di» H«ä”8' ‘ii • vdiqä?7- ent. in nvitt, ^blda, ! bespr^7-it-n- - ÄtS •“ ?.“•■•*? «31 bedeutend tlth V 1 Mr dnrchb°h«7 Ä *»»“««■ Al L 1®?' 10 ‘tu mit dir Mttjttn. 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Ik [baut 8°r b-'b >'*%««1,111 irn Seite'- hier vergesien/ ;■?,*>' i,'$ * - •*' i«, W’Ä jttn « T'Ädl < M !• Ap besondere Kerke t*D . §ajt» gn»1?1' % linde,D -e. Neu - Ulrichstei«, 1. April. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro März 1897. Ende März 1897 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 62 Mann. Dieselben Verthellen sich aus das Groß- herzogthum Hessen 13; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 8, Regierungsbezirk Wiesbaden 8; Provinz Rhein- lande 5, Provinz Sachsen 3, Provinz Schlesien 1, Provinz Westfalen 3, Provinz Posen 2, Provinz Pommern 1; Königreich Bayern 6, Königreich Württemberg 4, Königreich Sachsen 2; Großherzogthum Baden 4; thüringische Staaten 1. Ausland: Ungarn 1. Hiervon waren: Arbeiter 36, Anstreicher 1, Bäcker 1, Bürstenmacher 1, Con- diror 1, Former 1, Graveure 1, Kaufleute 3, Kellner 2, Küfer 1 , Kupferschmiede 1 , Lehrer 1, Maurer 1, Oeconom 1, Schneider 2, Schuhmacher 2, Schlosser 1, Schreiner 1, Steiudrucker 2, Tüncher 1, Weber 1. Gearbeitet wurde an 1884 Tagen. Verpflegt wurde an 2156 Tagen. Im Monat März 1897 wurden entlassen 26 Mann, und zwar in Arbeit durch die Colonie 4, durch eigenes Bemühen 1, auf eigenen Wunsch 17, wegen Arbeitsscheu 2, wegen Krankheit 2. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3233, dagegen abgegangen im Ganzen 3171 Mann, bleibt Bestand am 31. März 1897: 62 Mann. Ve*«rKßcht«s<. * Marburg, 30. März. Das Schlußcapttel einer ländlichen Ehebruchstragödie bildete die heutige Schwurgerichtsverhandlung. Angeklagt war der in dem benachbarten Röahausen wohnhafte, bet den hiesigen Canaltsationsarbeiten beschäftigte Tagelöhner Menche, am 25. Februar d. I. feine Frau vorsätzlich und seinen Schwager, den Bruder seiner Frau, Peter Tugend, fahrlässig getödtet zu haben. Der jetzt 47 Jahre alte Menche hat vor zehn Jahren seine neun Jahre lüngere Frau, die wie zum Hohn den Mädchennamen Tugend führte, in zweiter Ehe geheirathet. Er selbst brachte zwei Kinder aus erster Ehe mit, sie einen unehelichen Sohn. Menche wird als fleißiger, nüchterner Arbeiter geschildert. Sie be- bandelte den Sohn wie die Stiefkinder schlecht und hinterging ihren Manu, der nur eine „Ziffer" war. Ende v. I. ging sie mit einem Liebhaber nach der Schweiz durch. Menche kaufte sich einen Revolver, erzählte dem Waffenhändler, er wolle seine Frau und deren Liebhaber erschießen, und fuhr der Flüchtigen in die Schweiz nach, kehrte aber unverrichteter Sache wieder heim. Er hätte sie erschießen können, äußerte er nach Heimkehr, aber sie sei ihm zu schlecht dazu. Eines Tages kehrte die Frau wieder heim und erschien bei ihm, um ihre Sachen zu holen. Es kam zum Streit, und plötzlich richtete der Mann einen Revolver auf das Weid. Der Bruder, der mit ihr gekommen und mit dem Menche gut bt* fkeundct war, etl.e herbei, hielt Menches Hand fest, dabei entlud sich der Revolver, und der Schwager stürzte tödtlich getroffen zusammen. Unmittelbar darauf schoß Menche auf taS Weib, die Kugel zerschmetterte den unteren Theil deS Kopses, und mit einer Axt zertrümmerte er ihr noch die Schädeldrcke. Dann ging er nach Marburg, um sich bei seiner ArbeitSstkllr abzumelden, das verdiente Geld der Tochter ziu überweisen, und sich dem Gerichte zu stellen. Unterwegs lichtete er den Revolver gegen sich selbst, verwundete sich aber nur leicht. Die Geschworenen bejahten die Fragen der vorsätzlichen und der fahrlässigen Tödtung, erkannten aber auch, dem Anträge deS Staatsanwalts entsprechend, auf mildernde Umstände. DaS Gericht verurtheilte ihn wegen der Tödtung seiner Frau zu 41/, Jahren Gefängniß, die mit der einjährigen Strafe für die fahrlässige Tödtung des Schwagers zu einer Gefängnißftrafe von fünf Jahren zusammen- grzogen wurde. * Hildesheim, 28. März. Bor der Strafkammer erschien der Prtvaisecretär Pfahl aus Hannover unter der A> klage eines vollendeten Betrugs und eines Betrugsversuchs. Prahl scheint gewissermaßen als Specialität die Anfertigung von Begnadigungsgesuchen zu oetreiben. Er hat darin viel Glück gehabt, denn viele seiner Gesuche hatten Erfolg. Der Angeklagte besaß, wie eS in einem Bericht der „Boss. Ztg." heißt, einen solchen Ruf, daß hervorragende Rechtsanwälte ihren verurtheilten Clienten den Rath ertheilten, sich an ihn zu wenden, denn wenn einer in der Beziehung etwas fertig bringe, so sei eS Pfahl. Man munkelte, daß er enge Beziehungen zu hohen Beamten in Berlin habe, mit deren Hülfe eS ihm gelinge, feine Zwecke zu erreichen. Thatsache ist, daß ein Bruder des Beschuldigten Geh. Oberfinauzrath Id Berlin ist. Der Altamheiler Diers zu Aligic bet Burgsdorf hatte mit seinen beiden Söhnen Heinrich und Louis einen Nachbar derartig gemißhandelt, daß dieser sein Leben lang dem Stechthum verfallen ist. Die drei DierS wurden dafür von der Hildesheimer Strafkammer zu einem Jahr sechs Monaten Gefängniß verurthetlt und hatten außerdem 20,000 Mk. Schmerzensgeld an den Mißhandelten zu zahlen. Sie wandten sich an Pfahl, um ihre Begnadigung zu erzielen. Plahl erklärte flch bereit, fein Möglichstes zu thun, und er soll dabet darauf hingewiesen haben, daß er in Berlin sehr |ute Verbindungen habe, durch deren Vermittlung er den ^weck erreichen werde. Er habe in Berlin einen Bruder, der lei Geh. Oberfinauzrath, und dann habe er auch bei anderen hohen Persönlichkeiten in Berlin, so u. a. bei dem Geh. Rath v. LucanuS vom Civilcabinet und dem Geh. Obrrjustizrath Horstmann Einfluß und Zutritt. Der Angeschuldigte hat sich daan einen Revers unterschreiben lassen, wonach er, wenn | die Verurtheilten auS der Hast entlassen würden, 1650 M. erhalten solle. Pfahl will dann nach Berlin gereift sein und dort Schritte gethan haben. Jedenfalls ist Thatsache, daß die Verurtheilten, die inzwischen verhaftet worden waren, aus dem Gefängniß beurlaubt wurden. Die zuständige Staats anwaltschaft ist dann dreimal zum Bericht aufgefordert worden und hat dreimal die Begnadigung nicht allein nicht befürwortet, sondern sogar dargelegt, daß die Handlungsweise der drei Verurtheilten so roh gewesen ist, daß durchaus kein Grund vorliege, eine Begnadigung eintreten zu lassen. Ebenso un* günstig lauteten die von der Direction der Strafanstalt in Hannover eingeforderten Berichte. Trotzdem ist die vollständige Begnadigung erfolgt. Pfahl machte nun noch auf 1775 Mk. Anspruch, wurde aber mit seiner Klage im Civil- proceß abgewiesen, da nicht festgestellt werden konnte, daß gerade durch ihn die Begnadigung erfolgt sei. ES wird dem Angeklagten nun vorgeworfen, daß er den inzwischen Begnadigten unter Vorspiegelung falscher Thatsachen, daß er in Berlin auf hohe Persönlichkeiten Einfluß besitze, daS Geld abgenommen habe. Ferner wird ihm zur Last gelegt, daß er einem Verwandten der Verurtheilten ein Darlehen von 3000 Mk. abgenommen habe, indem er ihm schrieb, er wolle das Geld für einen hohen Beamten In Berlin, damit dieser ihn für reich halte. Die Verhandlung währte vier Stunden. In ihrem Verlauf wurden die Namen mancher hoher Beamten in Berlin in die Erörterung verwickelt, worauf der Staatsanwalt die Verlesung einer bei den Acten befindlichen Erkürung des JufttzmtntsterS und gegebenen Falls die Vernehmung des Geh. Oberjustizraths Horstmann beantragte. Der Präsident theilte mit, daß der Bruder deS Angeklagten, der Geh. Oberfiaanzrath Pfahl in Charlottenburg, in der Anklagesache wegen deS nahen verwandschaftlichen Verhältnisses jede Aussage verweigert habe. Der Staatsanwalt führte aus, daß der vorliegende Fall viele Kreise interesfire; der Angeklagte sei ein Mann, der in Begnadigungsgesuchen große Erfolge gehabt habe. Er habe sich darin einen solchen Ruf erworben, daß sogar Rechtsanwälte seine Hülfe in Anspruch genommen hätten. Es sei wirklich wünschenSwerth, einmal beim Civilcabinet anzufragen, ob der Angeklagte dort wirklich Einfluß gehabt und ob er bei Herrn v. LucanuS gewesen sei. Auffallen müsse, daß die drei Landleute, obwohl die Staatsanwaltschaft in drei Berichten sich gegen deren Begnadigung ausgesprochen, trotzdem begnadigt worden seien. Das sei doch geradezu frappirend. Wie das zugehe, wisse er nicht, ob eS der Einfluß des Angeklagten sei oder fein Glück. Er glaube, daß der Angeklagte keinen Einfluß besitze, sondern nur den Namen und die hohe Stellung seines BruderS zum Deckmantel benutzt habe. DaS Treiben des Angeklagten sei gemeingefährlich, denn Jedermann müsse annehmen, daß eS mit dem Rechte bei uns schlecht bestellt sei und Bestechlichkeit herrsche. Er beantrage, den Angeklagten schuldig zu befinden und ihn zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß zu verurtheilen. Der Gerichtshof erkannte jedoch auf Freisprechung, da er in der Handlungsweise des Angeklagten keine betrügerische Handlung gegenüber den Begnadigten fand. * Sine Ausstellung für Gesundheit«, und Krankenpflege in Leipzig veranstaltet der Verein für Gesundheitspflege Leipzig-Piagwitz in der Zeit vom 16. bis 30. Mai d. I. Die Ausstellung soll umfassen: Gegenstände für die natur- . gemäße GesundheitS- und Krankenpflege, Samariterwesen, Turnen und Bewegungsspiele, Sport, Kinderernährung, -Pflege und -Erziehung, Handarbeitsunterricht, Nahrungsmittel usw., sowie die einschlägige Literatur. Die zugehörige Zeitungsliteratur soll in einer CollectivauSstellung vertreten fein, deren Arrangement der Verein selbst übernimmt und für weiche keine Platzmiethe erhoben wird. Die Prämiirung findet am Eröffnungstage, den 16. Mai, statt. Die mit der Ausstellung verbundene Verloofung, welche bereits ministerielle Genehmigung erhalten hat, findet Montag den 31. Mai statt. Es kommen nur Ausstellungsgegenstände zur Verloofung. Die schon jktzt eingegangenen zahlreichen Anmeldungen von Ausstellern lassen ein umfassendes und lückenloses Gesammtbild erwarten. Wic machen alle interelsirten Geschäftsleute und Fabrikanten darauf aufmerksam, daß die Anmeldung zur Beschickung der Ausstellung bis zum 15. April beim Vorfitzenden Richard Scherling, Leipzig-Plagwitz, Gleisstraße 5 part., zu erfolgen hat, von welchem auch die bezüglichen Drucksachen, sowie nähere Auskunft zu erhalten find. * Biel verlangt. Was von einer Buchhalterin in Berlin Alles verlangt wird, ergibt, wie die „Tgl. Rundsch." mittheilt, eine Ueberflcht über die in den Zeitungen ausgeschriebenen „freien Stellen" einer einzigen Woche. Da wird „eine musikalische Buchhalterin, die auch schwerere Klavier- stücke fertig spielt," dort eine solche gesucht, welche „mindestens fünf Sprachen in Wort und Schrift beherrscht." Wohl in Erinnerung an den Zeidler'schen Mord verlangt eine Pfandleihanstalt „eine starke, kräftige Person zur Führung der Bücher," während ein Geschäft mit kosmetischen Artikeln auf eine Art von Reclame-Buchhalterin, mit „starkem, dichtem Haar und genauer Angabe über dessen Länge" fahndet. In den Ansprüchen an „Contoristinnen" geht man noch viel weiter. Diese müssen „auch in der Wirthschaft nachhelfen," „mit den Kindern die Aufgaben machen," „sich in Margarine auskennen" oder „eventuell zur Begleitung älterer Damen auf Reisen bereit fein". * Wie feine Soldaten sagen, ist der Commandirende deS 16. Armeecorps, Graf Häseler, „zwar höllisch scharf, aber er sorgt auch für unS." Hunderte von Anekdoten, aus | denen seine Fürsorge für die Mannschaften mehr ober weniger hervorgeht, §nd in Metz in aller Mund und meistens auch durch die Zeitungen gelaufen. Die neueste ist folgende: AIS am Morgen der Vorfeier deS 100jährigen Geburtstages Kaiser Wilhelms I. das ganze Corps Morgens um 51/, Uhr nach Gravelotte auSrückte, erschien Graf Häseler in der Kaserne deS Regiments, das als Spitze bestimmt war. AlS er sah, daß die Mannschaften sich in den Kantinen noch Wurst, Käse u. dgl. kauften, ging auch er zu dem Wirth und ließ sich für 10 Pfg. Leberwurst und für 10 Pfg. Lothringer Landkäse geben. Beides wurde ihm fein eingewickelt. Er ließ nun eine Anzahl Soldaten, die auch für je 10 Pfg. Wurst und Käse gekauft hatten, antreten und zeigte ihnen seine beiden Portionen mit der Frage, ob sie auch so titel bekommen hätten. „Nein, Excellenz " war die Antwort, „nur halb so Diel," was sich auch durch Vergleich ergab. Schon am anderen Tag erschien ein Befehl an den Kantinenw Lth, daß er für 10 Pfg. 80 Gramm Leberwurst und 150 G amm Lothringer Käse zu verabreichen habe. Genau so viel Latten seine beiden Stücke gewogen. * Während einer Hebung der Metzer Dragoner au dem Exercierplatz bei FreScaty erschien plötzlich ein Wildschwein, ein stattlicher Keiler von 400 Pfund, auf der Bildfläche. Die Dragoner machten auf den stacheligen Herrn sofort Jagd, kitzelten ihn mit ihren Lanzen und erlegten ihn waidgerecht. Die Jagdbeute wurde dem Gouverneur der Festung zur Verfügung gestellt. * So wird« gemacht! Eine Firma in Stratford hatte Schachteln mit Streichhölzern versendet mit der Aufschrift: „Unterstützt nur die englische Arbeit, kauft nur in England gefertigte Streichhölzer." Bei genauerer Betrachtung kann man jedoch unterhalb der Streichfläche in ganz kleinen Buchstaben die Worte „Gedruckt in Deutschland" lesen. Der Vertreter der Firma erwiderte auf an ihn gerichtete Fragen, der Druck der Aufschriften würde durch Agenten in Deutschland vergeben, weil die Fertigung einschließlich der Zusendung sich dort um 20 pCt. billiger a(8 in England stelle. • Die neue Andr6e'fche Expedition hat ihren Aufbruch nach Spitzbergen von Gothenburg aus auf den 18. Mai festgesetzt. Der Luftballon ist um 300 Cbmtr. vergrößert worden; auch find auf Grund der im vorigen Sommer auf Spitzbergen gemachten Erfahrungen Verbesserungen vorgenommen worden. Für den Fall, daß die Stürme die Ballonhalle beschädigt haben sollten, wird das nöthige Bauholz mitgenommen. Die Füllung des BallonS kann am 20. Juni beendet sein, und man rechnet darauf, daß der Ballon dann selbst bei einem täglichen Gasverlust von 100 Cbmtr. sechs Wochen hindurch gefüllt bleiben kann. Nachdem der Weg zwischen Spitzbergen und Ostsibiren durch die Nansen'sche Expedition so gründlich erforscht ist, möchte Andröe am liebsten nach der Nordküste Amerikas getrieben werden. Andröe hält die Aussichten seiner Expedition dieses Mal für günstiger, als im vorigen Jahre. Das wird freilich durch den AuS- gang bestätigt werden müssen. Literatur und Kauft — Soeben geht uns zu: Die Welt der Fahrten tztztztzd Abenteuer. Band 2 „Die Schutzinsel." Aus dem Englischen des R. Louis Stevenson, reich tllustrtrt von A. Wald. Der 400 Setten starke stattliche Band ist sehr hübsch tllustrtrt und prächtig ausgestattet. Die abenteuerliche Erzählung spielt im vorigen Jahrhundert und schildert die Fahrt eines Schiffes nach einer fernen Insel, aus der ein Seeräuber alle seine zusammengeraubten Schätze versteckt hat. Die bunt zusammengewürfette Mannschaft des SchtsseS, von der einige früher felbst Seeräuber gewefen, erfährt von dem SttuattonSplan, den der Schiffsetgenthümer besitzt und beschließt, fobald ste auf der Insel angekommen, den Capitän, den Etgenthümer und alle ihm treuen Matrosen zu ermorden. Durch Zufall wird das Complot entdeckt, an dessen Spitze der einbeinige Schiffskoch steht. Wie die Rettung der Guten und Bestrafung der Bösen durch den unvorsichtigen Stretch etnes 15jährigen Jungen bewerkstelligt wird, da« lieft man am besten felbst in dem reizenden Buche, dessen billiger Preis (Mk. 3 der brochirte und Mk. 4 der gebundene Band) Jedem di- Anschaffung ermöglicht. Verlag von Friedrich Ernst Fehsenfeld in Freiburg (Baden). Univerptätr ♦ Nachrichten. Berlitz». 30. März. Nach einer Verordnung des Unterrichts- mintsterS sollen vom 1. October d. I. ab weibliche Personen al« ordentliche, sowie als außerordentliche Hörerinnen in der philosophischen Faculiät an den Universitäten zugclaffen werden. Ueber die Zulaffung weiblicher Personen zum medictntlchen Studium wird bet Gelegenheit der Reform der Verordnung über da« medtcintsche Studium entschieden werden. Verkehr, Canfc» uttfc Volkswirtschaft« Limburg 31. März. Fruchtmarkt. Roth er Wei,er, 13,90, weißer Weizen JL 00.00, Korn JL 9 50, Gerste JL 0.00, Haier JL 5.50, Saathafer JL 6 50. «»itesvteuft m der Synagoge. Samstag den 3. April. Vorabend 6^ Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr. Sabbathausgang 7" Uhr. Rohseidene Bastkleider Mk. 13.80 biä 68 50 per Stoff z. compl. Robe — Tubbofs und Shantang-Pongeee — sowie schwarze, weiße und farbige Henneberg Seide von 60 Pf. bis Mk. 18 65 p. Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 veisch. Qual, und 2000 veisch. Farben, Dessins rc.), porto- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. 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Neuenhagen. o24?J Arische Schellfische dngetroffen und billig zu haben Goethestratze 4« ^^teileiMngeböte^ süchtige Spengler und Metalldrcher auf dauernde Beschäftigung gesucht. 3249 Habeuicht, Lampenfabrik. 3224) Einen Spenglergeselle« sucht «ug. Stdneider, Ederstraße. OrocnH 3Vi Deutsche ReichSanl. 3 Prcuß. EonsolS 3Vi Gr. Hessische Obl. Orbig" ist am 15. März 1897 mit allen Activen und Passiven auf den Kaufmann Carl Orbig übergegangen. Letzterer betreibt das Geschäft für eigne Rechnung unter der seitherigen Firma fort. 6. Kaufmann Emil Horst in Gießen betreibt feit 1. Januar 1897 zu Gießen unter der Firma „Fabrik patentirter Bauartikel Emil Horst" eine Fabrikation von künstlichen Sandsteinen sowie Cementwaaren aller Art nebst einer Baumaterialienhandlung. 7. Die Firma „Fabrik patentirter Bauartikel für Hessen-Nassau und Oberhessen von Ernst Döring" zu Gießen ist erloschen. 8. Die Firma Jgn. Wolf zu Gießen ist erloschen. 9. Kaufmann Benno Wertheim in Gießen betreibt zu Gelnhausen unter der Firma „M. Wertheim" ein Colonialwaaren- geschäft, sowie Frucht- und Mehlhandel. Der Geschäfts- Regenschirme in schöner Auswahl. Reparaturen schnell und billig. 3246 LI. A. Sack, Neuenweg 58. Kaufmännischer Verein, Gießen. Wir ersuchen unsere Mitglieder, die entliehenen Bücher behufs Neueinrichtung der Bibliothek bis spätestens den 9. April ds. Js. zrrrückzuliesern. Die bis zu diesem Termin noch nicht zurückgegebenen Bücher werden von der Vereinsdienerin gegen eine bestimmte Gebühr abgeholt. Gleichzeitig theilen wir unseren Mitgliedern mit, daß die Bibliothek von Mitte April bis 1. Juli geschlossen bleibt. 3230 Der Vorstand. . versucht, hnagemeiuen. cihmo ist heilbar. Broschüre Dcrftnbci 'dt .o Uillld 50 Ps. franco Nardenkötter, SadmühJe i. Westfalen, ärzll. gel. Heilanstalt 1030 Knabenhandarbeit. Sonntag, den 4. April d. Js., von Vormittags 11 Uhr bis Nachmittags 3 Uhr, soll in dem Conferenzzimmer der Stadtknabenschule eine Ausstellung der von den Schülern im diesjährigen Unterrichts- cursus für erziehliche Knabenhandarbeit gefertigten Gegenstände stattfinden, Franz. Banknoten Oesterr. bto. Americ. Lehrling. Für das Comtoir meines Fabrik- geschäftcs suche einen Lehrling 3180] Mehrere schwarze Zuchtschafe mit Lämmernfiblug.Karl Guter, Hammstr 6. Faselochsenfleisch nicht labenrein, per Psd. 35 Pfg. SdjmeinefTeiltfi nicht labenrein, per Pfb. 35 Pfg. Kutscher burchaus zuverlässig, treu und solid, von einem hiesigen En^ros Geschäft Gieren ist erloschen. Kaufmann Otto Schaaf zu Gießen, Inhaber der Firma Otto Schaaf daselbst, hat seiner Ehefrau Frida geb. van Hees Procura ertheilt. Kaufmann Eduard Krumm zu Gießen betreibt vom 1. März 1897 ab zu Gießen unter der Firma „Verlag der Mitteldeutschen Sonntagrzettung von E. Krumm" einen Buchhandel und ein Zeitungsunternehmen. Aus der zu Gießen bestehenden offenen Handelsgesellschaft „Wilhelm Reiber" ist der Theilhaber Carl Reiber in Gießen in Folge Ablebens auSgefchieden. Das zu Gießen bestehende Colonialwaarengefchäft „Emil , des Kaisers n. Königs, Erfurt Gute Speisekartosseln WS, nt? Omnibus-Verbindung - Linie ▲ Marburgerstraße —Bahnhof und zurück. Linie B Srünbergerftraße—Bahnhot und zurück. Linie D Von und nach Wiefeck nach besonderem Fahrplan. 19 Mädchen vom Kann«, 14 Zimmermädchen, Verdienste 20-50, 17 träft, rpütmädwen, Lohn , 20-25, 4 Vügetmädchen „ ., 20-25, 4 vüff.tmädchen, , , 20-35, » Waschfrauen, , , 25-30, ferner für Aahre»st«ll«n «Schinne«, Hans», Küchen- und «indermLdche« und Mädchen, welche melke« können für sofort und später durch 3264 C. Stiaany, Placeur, KaplanSg. 14, U. 3245) Crbtn.ltcb.c Dienstmädchen auf Ottern gesucht. Frau V. Kühn, SelterSweg 36. 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