^etlö6b tzird elIa,Dfl der Hirsts tD beschlagnahm M Nägrln ge. chlgt. 81 Wbtt: Der mirnn 6tW(fe ®Mu| 467 bt3 ,,e QuritbM btl 1 Personrnverkrhr °ur für einen 6 gebracht. Auheim. A 8 Uhr am »>ev, btt wtniatr als itoirt. °°5bii7 und von er lmch. AdendS n "estea bis htefigen von Signora Trrtsi Mtilwvch den I.Sev- b>S 10 Uhr: 6oncnt Uhr foitli bie (Kapelle da Tenaffe gelabt uunp. Dteberühmle eS Theater« bet gutem nnStaa den 2. S«v- Al 10 Uhr : 6onctit 3. M- :: Sonctrt der Rur- hn Saale: Theater- benalbe meine Tochter. 5 bis 7 Uhr: Concert ihr im Saale: Tanz, der, Nachmittag? von [e: Concert der Capelle ziment? Nr. 115 in? >ld de« Herrn C. Grün :aub der Sabtnenonen. * -7 hri1« »Lta- ß"«i J* * »»» kg-rmg. . WUmbtt, Nach- etgere ich im Pfand- gegen Baarzahlrmtz: Ato®, WW dtiMRWtWt. L August 1897. kMehuvgSbeMier- Faateure ■Essenz Id, Dresden [ichen Selbstberei- ÄD Speise-Essigs losten Einmache- ilen von den hoch- * Autoritäten sündeste Ewfl- ritten Origi^- W "’Öent?!L Nr. 204 Erstes Blatt Mittwoch den 1. September 189? Der Kiehener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener ^«mitienvtälter werden dem Anzeiger «vöchemlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerak-Mnzeigcr. Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SLutstraße Ar.7. Fernsprecher 51g Aints- uni Anzeigebl^tt für den ALveis Gieszen. Annahme von Anzeigen zu der NachmrttagS für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamilienökätter. M—l 1111H H « Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Das Bürgerliche Gesetzbuch. DaS am 1. Januar 1900 in Kraft tretende Bürger» liche Gesetzbuch soll, abgesehen von einzelnen der Landesgesetzgebung vorbehaltencn Fällen für daS ganze deutsche Reich die einzige RechtSquelle bilden- das bisher geltende gemeine Recht, daS allgemeine Landrecht, das Rheinische Recht usw. werden von jenem Tage ab keine Gültigkeit mehr haben. ES war ein für unser deutsches Volk ungemein wichtiger Moment, als im vorigen Jahre im Reichstage nach heißem Ringen die Annahme des Gesetzentwurfs erfolgte, welcher Mitte Juni die Genehmigung des Bundesraths er» hielt. Das Reich hatte einen großen Erfolg davon getragen und wird hoffentlich auf diesem Gebiete seine Zuständigkeit noch immer erweitern. Freilich wird dies nur Schritt für Schritt geschehen können, da der ParticulariSmuS in Deutschland allzu mächtige Wurzeln getrieben hat, als daß er leicht auSgerottet werden könnte, und da die Anfichten zwischen Regierung und Volksvertretung besonders in jetziger Zeit sehr schwer mit einander vereinigt werden können. Mußte man doch schon bei den Berathungen im vorigen Jahre die Befürchtung hegen, daß eS zu einer Einigung der Parteien untereinander und mit der Regierung nicht kommen würde. Der Reichstag hatte sich bet jener Gelegenheit große Mäßigung auferlegt, wie z. B. bei der Frage, ob die Vereinsgesetzgebung in daS Bürgerliche Gesetzbuch mit ausgenommen werden sollte. Die Mehrheit deS Reichstages war dafür und erst das Versprechen des Fürsten Hohenlohe, daß das Vereins- und Versammlungsrecht den modernen Anschauungen entsprechend in den einzelnen Bundesstaaten geregelt werden solle und daß insbesondere Preußen in dieser Beziehung mit gutem Beispiel vorangehen würde, veranlaßte den Reichstag, zu dem Bürgerlichen Gesetzbuche seine Zustimmung zu geben, ohne daß ein Abschnitt über daS Vereins- und Versamm- lungSrecht ausgenommen wurde. Jedenfalls aber ist der Fortschritt, der in der Einführung eines einzigen Rechts für das deutsche Reich liegt, so gewaltig, daß man fich mit einzelnen Schwächen und Unvollkommenheiten des neuen Gesetzes wohl auSsöhnen kann. Denn in vieler Hinficht herrschte früher eine große RechtSunficherheit, insbesondere darüber, welches der bestehenden Rechte zur Anwendung zu kommen hatte. Die einzelnen Rechtsgebiete griffen so sehr in einander ein, daß eS ungemein schwierig war, die nothwendige Unterscheidung zu treffen. Der RechtSetnheit widersprechend sind die vielen Paragraphen, welche daS EtuführungSgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche enthält und die mit den Worten beginnen „unberührt bleiben." Danach bleiben auch künftig eine große Reihe von Fällen der Laudesgesetzgebung Vorbehalten, waS um so bedauerlicher ist, als eS für sicher gelten kann, daß diese Ausnahmebestimmungen keineswegs für die Ewigkeit bestehen, sondern im Laufe der Jahre ebenfalls dem einigen deutschen Rechte unterworfen werden. ES wäre deshalb richtiger gewesen, der Particulargesetzgebung mit einem Schlage ein Ende zu machen, als um jedes neue Zugeständntß, welches die Eiuzelstaaten dem Reiche in rechtlicher Hinsicht machen sollen, immer wieder neue Kämpfe zu beginnen und auszufechten. DaS Bergrecht, Jagd- und Fischereiwesen, Erbpachtrecht, daS Wafferrecht sollen auch künftig der Landes- gesetzgebung unterstehen, abgesehen von manchen anderen Gegenständen, an denen hauptsächlich der Feudaladel ein großes Jntereffe hat. Aber auch die Zeit wird kommen, wo in jeder Beziehung ein einziges deutsches Recht gilt, wo die Sonderiutereffen schweigen müssen vor der Rücksicht auf daS Ganze, auf das Allgemeine. Denn auch das Volk wird dem Rufe Miquels zum „Sammeln" Folge leisten, ober in anderem Sinne, als der neue Viceprästdent des preußifchen StaatSmioisteriumS gemeint hat- es wird immer mehr die Forderung erheben nach größerer Ausgestaltung deS ReichSgedankenS, wozu vor allen Dingen diejenige gehört, daß auf allen Gebieten im ganzen Reiche ein Recht -für Alle gilt. (xx) Deutsches Reich. Darmstadt. 30. August. Aus Burg Friedberg, 29. August, wird der „Darmst. Ztg." berichtet: Ihre König- ltchen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin besuchten heute Vormittag mit Gefolge den Gottesdienst in der Schloßktrche. Nach dem Gottesdienste empfingen Seine Königliche Hoheit der Großherzog im Schloß den Oberst v. Hofmann, Badecommiffär, den Geheimen Bergrath Weiß, den Geheimen Juftizrath Bauer und den Bürgermeister Wörner von Nauheim. — Seine Hoheit der Prinz Albert zu Schleswig-Holstein kam heute zu Besuch Ihrer Königlichen Hoheiten hier au und nahm an dem Herrschaft» ltchen Luncheou Theil. Friedberg, 30. August. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzvg uad die Großherzogin fuhren gestern Nachmittag mit Seiner Hoheit dem Prinzen Albert zu Schle-wig-Holstetn nach Nauheim und besuchten I. K. H. die Prinzessin Christian zu Schleswig-Holstein, Hochwelche daselbst zur Badekur verweilt. Berlin, 28 August. Die Generalversammlung deutscher Edelleute, die anläßlich des Katholikentages in Landshut stattfand, war von 30 bis 40 Teilnehmern besucht. Der Begrüßungsabend verlief ohne Reden; am SamStag wurden Meffen für die Verstorbenen gelesen, danach fand die Versammlung unter dem Vorsitze des Barons v. PsetteN'Baheru statt, da der 1. Vorsitzende, Graf Droste, verhindert war. Freiherr v. Boden-Bayern sprach über Ktndererztehung in den adeligen Familien, v. Grand-Ry über christliche CharitaS. v. Pfetten gab Aphorismen über die socialen Pflichten des Adels in der Gegenwart. Der Vortrag über daS CanifiuS.Jubiläum fiel aus, da Freiherr v. Wambolt verhindert war. Nach der Versammlung fand ein familiäres Mittageffen statt. Die Versammlung ist ohne jede politische Bedeutung. — Zur Generalversammlung deS Central« Vorstandes deutscher Kaufleute in Hamburg wurden in der Vorversammlung bereits 600 Thetlnehmer angemeldet - Delegirte aus nahezu allen größeren Städten Deutschlands und Vertreter deS^ SenatS haben ihr Erscheinen zugesagt. Achtundzwanzig Anträge liegen vor, die alle Beschwerden deS Standes der Handelstreibenden umfassen. Wolffs telegraphische! Korrespondenz-Bureau. Berlin, 30. August. Wie der „ReichSanzetger" meldet, ist zur Untersuchung deS in Vohwinkel vorgekommeneu EtsenbahnunfalleS Geheimer RegierungSrath Semler an Ort und Stelle gereist. Koblenz, 30. August. Der „Köln. Ztg." zufolge erwiderte die Kaiserin auf die Begrüßung des Oberbürgermeisters Schüler, fie sei hocherfreut, wieder einige Tage in Cobleoz weilen zu können und danke für den herzlichen Empfang und die wundervolle Ausschmückung der Stadt, die alle Erwartungen übertreffe. Sie komme gern nach Coblenz, das so reich an Erinnerungen für die Hohenzollernfamilie sei. Elberfeld, 30. August. Amtliche Meldung. Bet dem Zusammenstoß der Persooenzüge während der Nacht vom 29. zum 30. d. M. auf Bahnhof Vohwinkel find ge- tödtet: Kaufmann Sander aus Esten, Schmitz aus Wülfrath, Stand noch nicht ermittelt. Die Leichen find vorläufig in Vohwinkel geblieben. Landshut i. Bayern, 30. August. Katholikentag. Heute früh 9Vs Uhr begann die erste geschlossene Versammlung. In derselben wurde ein Schreiben deS Papstes an das Localcomitä verlesen, in welchem der Papst der 44. Generalversammlung den Segen ertheilt. Basel, 30. August. Der hier tagende Ziontsten- Congreß hat nach längerer Debatte in seiner heutigen Vormittagsfitzung daS Programm der Bewegung folgendermaßen formulirt: Der Zionismus erstrebt für da- jüdische Volk die Beschaffung einer rechtlich geficherten Heimstätte in Palästina. Zar Erreichung dieses Zieles nimmt der Con- greß solgende Mittel in Aussicht: 1) Zweckdienliche Beförderung der Besiedelung Palästinas mit jüdischen Ackerbauern und Gewerbetreibenden. 2) Gliederung und Zusammenfassung der gesammten Judenschaft durch geeignete örtliche und allgemeiue Veranstaltungen auf der Grundlage der LandeSgesetze. 3) Stärkung deS jüdischen Nationalgefühls und VoikSbewußtfeinS. 4) Vorbereitende Schritte zur Erlangung der für die Erreichung des zionistischen Zieles noth- wendigen Zustimmung der Behörden. Paris, 30. August. Der „GauloiS" publicirt ein Interview mit einem französischen Diplomaten, welcher erklärte, die hervorstechendsten und glücklichsten Erfolge der Allianz liegen in einer vollständigen Jsoliruug Englands. Die englische Regierung werde sich bemühen, in die franco- russische Allianz einzutreten. Hoffentlich werde die französische Diplomatie alle derartigen Versuche zurückweisen. Die „justice et 6quit6“, bemerkte der Diplomat ferner, beziehen fich auf Regelung der Orientfrage. Der „Figaro" spricht die Hoffnung au», die Pariser Bevölkerung werde während des Allianz »Festes am DienStag patriotische Un- besonnenheit oder internationale Unzukömmlichkeiten vermeiden. DaS Fest müsse ein Friedensfest sein, welches die Gemüther beruhigt und den Arbeitern eine Epoche fruchtbarer gesicherter Thätigkeit bringt. Petersburg, 30. August. Gegen 700 Mitglieder des internationalen Aerzte-CongresfeS besuchten gestern Peterhof, wo ihnen im großen Palais ein Frühstück fer- virt wurde. — Der internationale Geologen»Con- greß ist gestern hier durch den Großfürsten Konstantin Konstantinowitsch eröffnet worden in Gegenwart der Prinzessin Eugenie von Oldenburg, welche als Vorfitzende der Mineralogischen Gesellschaft den Congreß in Petersburg willkommen hieß. Depeschen deS Bureau .Herold." Berlin, 30. August. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz betreffend die Abänderung des Gesetzes über die Handelskammern. Berlin, 30. August. Wie die „Nordd. Allgew. Ztg." meldet, ist Reichskanzler Fürst Hohenlohe am Frettag Abend hier eingetroffen und hat fich alsbald nach Homburg begeben. Demselben Blatte zufolge begibt sich der Botschafter v. Bülow heute Abend auf Befehl deS Kaisers nach Würzburg. Berlin, 30. August. Nach dem Parade-Diner am SamStag überreichte der König von Siam der Kaiserin am Schluß als Geschenk eine goldene Schale mit Deckel in siamesischer Arbeit. Berlin, 30. August. Wie der „Local-Anzeiger" von angeblich gut unterrichteter diplomatischer Sette erfährt, haben der russische und französische Minister bei Auswärtigen bet ihrem Zusammensein in Petersburg gerade über die Beziehungen ihrer Staaten zu Deutschland viel coufertrt und zwar in der Absicht, eine Besserung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Frankreich herbeizu» führen. Coblenz, 30. August. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute Vormittag 8 Uhr 60 Min. in Urmitz ein» getroffen. Sie stiegen beide zu Pferde und ritten zum Paradefeld. Coblenz, 30. August. Beim Einzüge des Kaisers in die Stadt überreichte Oberbürgermeister Schüller dem Kaiser einen goldenen Pokal, gefüllt mit altem Rheinwein. Bei der Annahme des Pokals sagte der Kaiser Folgendes: Ich kehre frohbewegt nach Coblenz zurück und danke Ihnen mit tiefbewegtem Herzen für Ihre schönen Worte und für den Empfang, den Coblenz mir bereitet hat. Coblenz und ich sind alte Bekannte. WaS ich für die Stadt Coblenz bisher gethan habe, habe ich gethan in der Ueberzeugung, im Sinne meines Großvaters und meiner Großmutter zu handeln, denen die Stadt Coblenz ganz besonders ans Herz gewachsen war. Ich freue mich, gesehen zu haben, daß der Panzer, welcher die Stadt Coblenz umgab, gelüftet worden ist und die Stadt in neuer Schöne emporblüht. Ich freue mich, daß e» der Stadt Coblenz gegeben ist, welche soviel Gutes von meinem erlauchten Großvater und meiner Großmutter genossen hat, jetzt Hüterin und Schützertn seines Standbildes zu werden. Möge dieses Standbild den jetzigen und kommenden Geschlechtern ewig in Erinnerung rufen, daß die Stadt Coblenz und die Rheinlande eng mit meinem Hause verbunden find- wie innig ich daS Rheinland und die Stadt Coblenz liebe, bekunde ich dadurch, daß ich auf deren Wohl nunmehr diesen Becher leere, gefüllt mit edlem deutschen Rheinwein. Coblenz, 30. August. Um 2 Uhr sand im Gardensaal ein Frühstück statt. Um 3 Uhr fuhr die Kaiserin und die Großherzogin von Baden zum Besuche der WohlthätigkeitS- anstalten in die Stadt. Später um 5 Uhr fuhr daß Kaiserpaar zum Denkmal der Kaiserin Augusta und legte daselbst einen Kranz nieder. Abends 6*/, Uhr fand im weißen Saale des Refidenzschlosses daS Paradedtner statt, an welchem die Generale, Stabsoffiziere, sowie die Spitzen der Provinz- Behörden theilnahmen. Coblenz, 30. August. Zur Denkmalsweihe und Kaiferparade traf gestern Vormittag 10 Uhr Prinz Albrecht von Preußen ein- ferner um 3 Uhr Nachmittags Prinz und Prinzeffin Adolf zu Schaumburg-Lippe und um 6 Uhr die Großherzogin von Baden. Die Ausschmückung der Stadt ist großartig. Gestern Nachmittag 2 Uhr fand Diner beim Erbgroßherzog von Baden statt, wozu sämmtliche Generale und RegimentS-Commandeure des 8. ArmeecorpS geladen waren. Coblenz, 30. August. An der heutigen Parade nahm auch die Großherzogin von Baden und der Herzog von Cambridge theil. Nach der Beendigung derselben, um 11 Uhr, fuhr die Kaiserin in einem Wagen, den eine Schwadron deS Kürasfier-RegimentS Graf Geßler eScortirte, nach Coblenz, während der Kaiser an der Spitze der Fahnen-Compaguie und der Standarten Escadron in die Stadt einritt. drantfirt tt M., 30. August. Der „Franks. Ztg." wird auS Paris gemeldet: Die Masten, welche die Estrade am Opernplatz umgeben, tragen Schilder mit der Aufschrift „Par 26. et 31./8. ä Felix Faure. Commerce et Industrie. “ Krankfuet e. M-, 30. August. Der „Franks. Ztg." wird auS Montevideo telegraphirt: An Stelle des ermordeten Jdiarte Borba wurde der seitherige Kammerpräsident EueftaS zum Präsidenten der Republik Uruguay gewählt. Beuthe». 30. August. Nach amtlicher Mittheilung find in der vergangenen Woche 269 neue Typhu-erkrauk- ungen polizeilich gemeldet worden. Die Gefammtzahl der Erkrankungen betrug im Juni 45, im Juli 125 und im August 660. Gestorben find 29 Personen. LaudShut, 30. August. Katholikentag. Bei der heutigen Präsidentenwahl wurde der Reich»- und Landtags- Abgeordnete vr Bachem zum ersten Präfidenteu, der Fürstlich Thurn und Taxiß'schc Domänenrath Baron v. Aufseß au» Regensburg zum Btcepräfidenten gewählt. Die Wahl des zweiten Btcepräfidenten wurde, da der vorgeschlageue Fabrikbesitzer Brandt auS München-Gladbach nicht anwesend war, zurückgestellt. Zum ersten Schriftführer wurde gewählt Rechtsanwalt Dr. Hotten auS Landshut, zum zweiten Schriftführer OberamtSrtchter Gteßler auS Mannheim. Darauf folgte die Wahl der Vorsitzenden der einzelnen Sectionen. Bürgermeister Marschall gab sodann bekannt, daß der pro- jecrirte Extrazug zum Grabe deS heiligen Canifiu» in Freiburg wegen geringer Betheiligung nicht zu Stande kommt. An den Priozregenten und Kaiser Wilhelm wurden HuldigungS- telegramme gesandt. Graz, 30. August. Gestern wurde Ostftetermark von einem furchtbaren Wolkenbruch heimgesucht. Die Lulturen find zum größten Thetle vernichtet. Budapest, 30. August. Die strtkenden Maurer verübten auf den Neubauten entsetzliche Gewaltthätig- ketten. Biele arbeitende Maurer wurden schwer verwundet. Die Polizei nahm 142 Verhaftungen vor. Rom, 30. August. DaS Blatt „Zampa" erhielt ein Telegramm au» Berlin, worin es heißt, daß die franco- russische Allianz nur nach dem Rücktritt BtSmarckS erfolgen konnte, well Bismarck aus dem Zustandekommen derselben einen caaus belli gemacht hatte. Die franco- russische Allianz ist auf sechs Jahre abgeschlosieu und läuft gleichzeitig mit dem Dreibundvertrage ab. Loudon, 30. August. „Daily Mail" schreibt: Wenn Deutschland fortfährt, anti-englische Politik zu treiben, so muß sich England entschieden in die Arme Frankreichs werfen. Petersburg, 30. August. Aus Pultawa wird gemeldet, daß dort das Stadttheater bis auf den Grund nieder- gebrannt ist. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Petersburg, 30. August. Großfürst Constantin Constan- tioowttfch eröffnete gestern den internationalen Geo- logeu-Congreß. Prinzessin Eugente von Oldenburg begrüßte die Congreßmitglieder Namens der Petersburger mineralogischen Gesellschaft. Eine Deputation deö CougreffeS, bestehend aus 19 Vertretern verschiedener Nationen, wurde vorgestern vom Zaren und der Zarin in Peterhof empfangen. Stettin, 31. August. Das Schiff „Kaiser Wilhelm der Große" ist bei Swtnemünde stecken geblieben. Sechs Dampfer arbeiten an der Flottmachung. Pofen, 31. August. In Boguslaw an der russischen Grenze wurde ein Schmuggler von einem russischen Grenzsoldaten erschossen, cm anderer erhielt einen Schuß durch den Arm. Die Schmuggler befanden sich auf preußischem Gebiete. Würzburg, 31. August. Der Prinzregent und die Prinzessinnen Ludwig und Leopold sind gestern Abend 7 Uhr hier eingetroffen. Die Stadt ist festlich geschmückt. Paris, 31 August. Seit gestern arbeitet man eifrig an der Ausschmückung der Stadt für den heutigen Festrag. Die Regierung verbot die Mitwirkung von Militärmusikcorps. Atheu, 31. August. I« der Kammer sprach gestern Rollt kurz über die gegenwärtige äußerst kritische Lage und den Gang der Verhandlungen. Dellyannis versicherte ihn der Unterstützung seiner Partei. Der Deputirte Grtkas ver- suchte, seine an Cevtdiö begangenen thätlichen Angriffe zu rechtfertigen. Athen, 31. August. Die Chefs der Geschwader vor Kreta theilten dem Generalgouverneur mit, daß daS türkische Militär nicht mehr an osficiellen Feierlichkeiten theilnehmen solle, um Differenzen zu vermeiden. WB. Loblenz, 30. August. Bet dem heutigen Paradediner brachte der Kaiser einen Trtnkspruch auf da» achte ArmeecorpS und deffen Commandeur, den Erbgroßherzog von Baden au«. Der Anblick der riesigen Söhne Rheinlands unter dem Eommando deS ErbgroßherzogS habe den Kaiser in hoher Freude aber auch in tiefer Wehmuth bewegt in dem Gedanken an den Kaiser Wilhelm den Großen, der in Coblenz in stiller Zurückgezogenheit die HeereSorganisatton ausgearbeitet, die sich so glänzend bewährt. Das Volk in Waffen babe in brei siegreichen Kriegen bewiesen, baß er Recht hatte. Der Kaiser habe ba» schöne CorpS aus ben Händen de» tapferen ritterlichen treuen Generals dem Erb- großherzog gegeben, dem Enkel des großen Kaisers, dem Sohne des hohen Fürsten, welcher e» sich nicht nehmen ließ, im Geiste seiner großen Mutter mit uns zu feiern. DaS CorpS habe auch die hohe Ehre, daß der Herzog von Cambridge, lange Zeit Höchstcommandirender der tapferen Britenarmee, hier erschienen sei, um sein tapfere» historisches Regiment mir vorzuführen. Die heutige Parade mache dem CorpS und dem Cowmaudirendeo volle Ehre- e» liege an uns, da» Werk de» großen Kaisers in allen Theilen zu erhalten, gegen jeden Einfluß und Einspruch von außen zu vertheidigen - ich hoffe, daß jeder General ebenso für seinen Theil bestrebt ist, die» Ziel zu erreichen. Gießen, den 31. August • Orden» Berleihung. Se. Majestät der Kaiser hat dem Geh. RegierungSrath HaaS, KreiSrath de» Kreise» Offenbach, den Rothen-Adler Orden dritter Klaffe verliehen. • * Kaiser-Manöver. Unter Hinweis auf die bereits im „Gießener Anzeiger" erschienene Bekanntmachung, betr. Der- kehr von Sonderzügen zwischen Gießen und BonameS, theilen wir noch Folgendes zur Keuntnißnahme Derjenigen mit, welche der Kaiser-Parade bei Homburg beiwohnen wollen. E» werden zu den erwähnten Zügen Sonder-Rück- fahrkarten zu ermäßigten Preisen ausgegeben. Ab Station Gießen kostet eine Karre nach Boname» und zurück 2. Kl. Mk. 3.40, 3. Kl. Mk. 2.30, ab Großen-Linden 2. Kl. Mk. 3, 3. Kl. Mk. 2, ab Lang-GönS 2. Kl. Mk. 2.80, 3. Kl. Mk. 1.90. Die Benutzung von Schnellzügen ist selbst gegen Lösung von Zuschlagskarten nicht gestattet, Fahrtunterbrechung ist nicht gestattet, Freigepäck ist ausgeschlossen. Fahrkarten deS gewöhnlichen Verkehrs gelten auch für die Sonderzüge. Der Souderzug nach BonameS verläßt Gießen Morgen- 6 Uhr 9 Min. und trifft 7 Uhr 51 Min. in BonameS ein; die Rückfahrt deS Sonderzuges erfolgt von Frankiurt aus Abends 11 Uhr 20 Min., ab BonameS 11 Uhr 40 Min., doch kann auf der Strecke BonameS-Gießen die Rückfahrt mit einem beliebigen Personeozuge erfolgen. Die Giltigkeit der Sonderzug-Fahrkarten erstreckt sich nur auf den 4. September. Die Sonderzugkarten können bereits vom 2. September ab an den Schaltern im Voraus gelöst werden, es ist zu wünschen, daß die Reisenden von dieser Einrichtung in mögllchst großem Umfange Gebrauch machen. * * Post und Kaisermauover. Die Postverwaltung hat große Vorbereitungen getroffen, um dem Verkehr, sowohl dem brieflichen wie dem telegraphischen, während der Manöverzeit und zumal während der Anwesenheit der Kaiserlichen Majestäten und fremden Fürstlichkeiten in Homburg gerecht werden zu können. Fast sämmtliche Postanstalten deS Manöver- terrain» bekommen Verstärkung an Beamten- uns Unterbeamtenpersonal. So find für Homburg allein 31 Beamte und einige 20 Unterbeamte zur Dienstleistung bestimmt worden. Im Schloß selbst wird eine Telegraphenanstalt errichtet. Um den Telephonverkehr zu bewältigen, ist eine neue Leitung gebaut worden. Außerdem sind in Homburg fünf HugheS- apparate aufgestellt, so daß für eine schnelle Uebermittelung der Telegramme bestens gesorgt ist. Ein Postinspector wird sich selbst nach Homburg begeben und den Verkehr an Ort und Stelle leiten. * * Lin für (Htern sehr interessante« Urtheil, betr. deren Haftpflicht, hat die Civilkammer zu Darmstadt kürzlich abgegeben. Der siebenjährige Sohn einer In Darmstadt wohnenden Wittwe hatte ,m Jahre 1890 einem dreijährigen Kind mit einer Kinderarmbrust in» Auge geschaffen, wodurch dasselbe verletzt wurde. Die Verletzung wurde aber geheilt, nur stellte es sich heraus, daß die Sehkraft des Auges Noth gelitten hatte. Als drei Jahre später der Junge in die Schule gehen mußte, zeigte es sich, daß er an hochgradiger Kurz- und Schwachsichtigkeit litt. Nun strengte der Vater deS Kindes gegen die Muttet des Knaben, der damals das Auge verletzt hatte, eine Klage auf Entschädigung an. Der Prozeß duichlief sämmUiche Instanzen und die Wittwe wurde in letzter Instanz zur Zahlung einer EntschädigunzSsumme von 1200 Mk. an die Ellern deS am Auge verletzten Knaben verurtheilt. * * DaS Reichsgericht hat eine bemerkenSwerthe Ent- scheidung getroffen. Ein Lehrer befahl einem Fort- bildungSschüler während des Unterrichts, die Bank zu ver- laffen. Der Schüler widersetzte sich der Aufforderung. Die» zeigte der Lehrer beim Strafrichter an und der Schüler wurde zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Auf eingelegte Berufung kam die Sache vor das Reichsgericht und dieses entschied wie folgt: Der Lehrer, der in der Fortbildungsschule das Auffichtsrecht ausübt, ist als Beamter anzuseben, der zur Vollstreckung der Anordnungen der Obrigkeit berufen ist. Demgemäß ist der einem solchen Lehrer bei Ausübung dieses Rechts geleistete Widerstand als Widerstand gegen die Staatsgewalt nach § 136 des Strafgesetzbücher zu bestrafen. In dem vorliegenden Falle war daher die vorschriftsmäßig eingelegte Berufung des Fortbildungsschüler» zu verwerfen und die ihm vom Gericht zudictirte Gefäugnißstrafe aufrecht zu erhalten. * * lieber das Mitnehmen von größeren Hunden, besonders von Jagdhunden, in die Wagenabtheile zweiter und dritter Klaffe der Fernbahnzüge sind in letzter Zeit vom Reisepublikum wieder häufig Beschwerden erhoben worden. Infolge deffen hat, besonders im Hinblick auf die eben begonnene Jagd, die preußische Bahnverwaltung da» Zugbegleitung»- personal wieder darauf Hinweisen laffen, daß nach den Bestimmungen der Verkehrsordnung das Mitnehmen größerer Hunde in die Personenwagen nur dann gestattet ist, wenn die Beförderung der Thiere und ihrer Begleiter in besonderen Abtheilen geschehen kann. • * Zur Rebhühner-Saifou. Nunmehr hat die Tafel wieder eine Krone. Die sommerliche Sorge nach etwas „Besonderem" für den Tisch ist nun wieder für längere Zeit behoben, denn se»t einigen Tagen gibt eö wieder „Frische Rebhühner!" Von vielen Feinichmeckeru wird da» Fleisch deS Rebhuhns als da» schmackhafteste angesehen- hohe Anerkennung genoß es schon im Alterthum, und seine Werthschätzung hat sich unvermindert erhalten bis auf den heutigen Tag. Die junge Brut und die Eiojährigen gehören zu den erlesensten Schätzen für jede Hausfrau, die älteren Exemplare dagegen, welche an der dunkleren Färbung der Beine, dem grauen Schnabel und den abgestumpften Spitzen der Flugfedern von ihren jüngeren Genoffen unterschieden find, soll man fich auch nicht schenken laffen, fie find ein Danaergeschenk. Man gibt die schönste Butter und Speckumwicklung dazu, bekommt aber trotzdem keinen genießbaren Braten auf den Tisch. Da» Fleisch der alten Hühner spottet allen Künsten der Zubereitung- eS bleibt zäh wie Leder. Deßhalb ist eine genaue Prüfung de» begehren»werlhen Vogel» vor jedem Einkauf durchaus erforderlich, soll nicht die Freude an dem bevorstehenden Genuß zum bitteren Verdruß au-schlagen. Für den Waidmann ist die Eröffnung der Hühnerjagd ein wirkliches Fest. Nach der laugen Schonzeit wieder mit der Büchse über Feld und Flur zu schweifen, ist Hochgenuß. Dann ist aber auch die Hühnerjagd ganz besonder» intereffaut und die Erregung de» Jägers hochgespannt. Große Aufmerksamkeit und Gewandtheit find hier besonder» nöthig, um zu einem lohnenden Schuß zu gelangen, nachdem daS biß dahin versteckte „Volk" unter dem wohlbekannten Geschwirr aufgeflogen ist. • • Hebet die Giltigkeit bet silbernen Zwaozigpfennigstücke herrscht vielfach große Unklarheit. Man tft hier und da der Ansicht, daß diese Geldmünzen überhaupt keine Giltigkeit mehr besitzen. Sie bilden indeffen noch immer ein voll- giltige» gesetzliches Zahlungsmittel. Allerdings verschwinden diese kleinen Geldstücke immer mehr au» dem Verkehr, da seit Jahren keine neuen mehr geprägt werden und die im Verkehr befindlichen bei allen öffentlichen Kaffen einbehalten werden. Eine UogiltigkeitSerklärung ist nicht erfolgt, vielmehr wird diese Münze nur durch die öffentlichen Kaffen ein- gezogen- sie ist schon heute im Verkehr ziemlich selten geworden und wird in einigen Jahren ganz au» ihm ver- schwunden sein. * • Zn Amerika verstorbene Heffen. In Baltimore, Md.: Wittwe Maria Elisabeth Karg, geb. König, au» Affolderbach, 80 Jahre alt. In EvanSville, J'd.: Pastor Georg Schwinn auS Niederbeerbach. In Johvstown, Pa.: Frau Elisabeth Scharmann, geb. Schweitzer, au» Steinheim, 71 Jahre alt. In MaScoutah, Jll.: Johann Alt Vater aus Lordach, 84 Jahre alt. In St. Loui», Mo.: Frau Reaina Appel au» Heffen-Darmstadt. *• * Wetterbericht. Die Luftdruckvertheilung bleibt im Großen und Ganzen die gleiche, fortgesetzt unregelmäßige, und dauert daher auch der unsichere, zu Gewittern geneigte Witteruugszustand noch an. Im Nordoften der britischen Inseln liegt eine tiefe Depression, welche fich bereit» ziemlich weit nach dem Contiueut herein erstreckt. Außerdem zieht niederer Druck vom Innern Rußland» gegen Deutschland herein. Voraussichtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung fortgesetzt Neigung zu Gewittern uad Nieder- schlügen. _____________ M. W. AuS der mittleren Wetteran, 29. August. Seit drei Tagen haben wir Gewitter mit wolkenbruch- artigen Regen und eine heiße mit Wafferdämpfen gesättigte Treibhausluft. Das ist eine seltene Erscheinung im Spätsommer, sie erinnert an ähnliche Erscheinungen Ende Juni und Anfang Juli. Auch dieses Jahr bestätigt fch die Bauernregel: „Nach Bartholomä' steigt das Wasser tu die Höh'." Heute Nacht zwischen 1 und 2 Uhr hatten wir mehrere schwere Gewitter, der Blitz fuhr in hochstcyende Bäume und die Waffermassen überflutheten die Dorfstratzen. Dem Waffermangel ist abgeholfen, aber manche Brunnen führen trübe», lehmiger Waffer. DaS vor mehreren Tagen gemähte GrummeigraS, das nicht viel vertragen kann, hat stark gelitten. Da die Regen gründlich durchgeweicht haben, wächst daS GraS und der dritte Klee jetzt nach. n. Staden, 29. August. Em bisher hier gänzlich unbekannt gewesener Feind der Zuckerrüben ist kurz nach der Getreideernte auf manchen Aeckern maffenweise aufgetreteu. ES ift dies ein kleiner Käfer. Er hat die Größe de» Stebenpunkte» (Coccinella septempunctata L.), ist aber im Unterschied von diesem platt und hat grünliche Flügeldecken mit schwarzen Punkten. Die Käfer sitzen schaarenweiie auf den Blättern, auf denen fie wegen ihrer Schutzähnlichkeit nur bei genauem Betrachten wahrgenommen werden. Merk- würdigerwetse wurden fie immer nur auf den äußeren, nie auf den Herzblättern angetroffrn, obgleich diese doch zarter find. Bel der leisesten Berührung de» Blattes laffen sie sich sofort zur Erde fallen. Ein erst kurz von ihnen besuchte» Rübenfeld wacht den Eindruck, als ob der Hagel unzählige Löcher in die Blatter geschlagen hätte. Bald vergrößern diese sich aber und nach wenigen Tagen find nur noch die Blattrippen Übrig. Plötzlich wie die Käfer kamen, find sie bet den letzten häufigen Regen auch wieder verschwunden. ES muß noch erwähnt werden, daß sie nur einzelne Rüben- ücfer heimgesucht Haden. Liudheim, 28. August. Eine erfreuliche Wandlung hat sich in unserer Gemeinde vollzogen. Brachte die vorletzte Wahl eines Bürgermeisters eine gewaltige Erbitterung und Feindseligkeit der Parteien mit fich, so erfolgte die am 28. d. Mts. stattgehabte Neuwahl fast ohne vorherige Agitation in vollem Frieden. Da» erwartete Ergebnlß derselben war, daß der bisherige bewährte Bürgermeister Herr Johs. Jacob Lipp mit 83 Stimmen wiedergewählt wurde gegen 38 Stimmen, die auf den Beigeordneten Herrn Gaft- wirth König fielen. Möge das Wirken des Neugewählten auch fernerhin zum Wohle der ganzen Gemeinde gereichen. Schotten, 24. August. Gestern wurden die Arbeiten und Lieferungen zu unserer städtischen Wasserleitung vergeben. Die Firma Jooß Söhne, Landau (Pfalz) erhielt die Ausführung der Zuleitung, Stadtrohrvetz und HauS« anschlüffe für Mk. 41571.75, in diesem Preis ift die Vergütung für Felsschwierigkeiten und verschiedene Lieferungen nicht einbegriffen. Die Ausführung des Hochbehälter» wurde der Firma Lucht & Sohn in WormS für Mk. 7449 übertragen- auch in diesem Preis find einige kleinere Lieferungen nicht mit einbegriffen. Da» obige Angebot war für einen Hochbehälter mit 150 Cubikmeter Waffer gemacht worden, nachträglich wurde ober beschlossen, denselben in einer Größe für 200 Cubikmeter anSzuführen - e» wird fich daher auch dieser Betrag entsprechend erhöhen. Mit den Arbeiten wird voraussichtlich nächsten Montag begonnen werden und ist zu Da. K.': ;*•>'««5 iu , ‘"tabu ■Oflen ist. •‘Wiwito. M1« «ob ba d„ J tin voll, W ötiittoinben .em ba :tabt? uab bit M'n Ml* «folgi, viel. Echen Kcha ei«, ^mlich selten fle. R ans ihm ver- )r> Baltimore, Md.: geb. König, an. Er, 3 ib.: Paßor 1° öohllftown, Pa.: Schweitzer, aus ch- dH- Johann 3n St. LoutS, Mo.: illadt. bleibt im tzt ullregelmäglgr, ^töitteta geneigte slrn der brWrn sich bereit, ziemlich . Autzrrbem zieht gegen Deutschlaod i g: Bei wechielllber ittrrll uab Nieder- , 29. Suguft. Seit iit wolkendruch- Wasserdämpjeu gt- tene Erscheinung im Erscheinungen Ende hr bestätigt stch die baS Wasser in die ? llhr batten wir hr in hochstcgellde ,n die Dochten, t manche Brunnen or mrhrrrea Tagen verttageu tann, hat durchgetveicht habeo, tzt nach, er hier gänzlich un- rüden ist kurz nach ssenmeise aufgttni«. hat die Gröhe det rts L), ist aber im üniiche W* u schaarentveüe aus cer Schutzähnlichkeit itn werden. WtJ a den Lohnen, nie 4 bW< d°i> 1” Sltittb tofitu M* M ** b-- W'1*" jgald vergrovtln » pob O»l O°4 b>- Jahr kamen, fabPe "äS- stts f°L. Srgrboiß ber« Ä* Ä !e° -erlich"- a ®tD,tl e6»ib"tn Md" ^ ng en erhielt iaabou (W HB' dtrohrH u bte StP iem ImM* tlschMtA „nrde iS’Ä M 7,,onfitooi11 !*" f t ei»«" W-b» v,[ $«Ni 1 e'lb 7, hoffen, daß ein Theil der Stadt, namentlich der Bergstadt« theil, noch in diesem Jahre Wasser erhalten wird. Darmstadt, 27. August. Dor der Ferienftrafkammer stand heute der 15 Jahre alte Schreinerlehrling Georg Peter Haas von Ober-Ramstadt wegen Brandstiftung. Haas stand bei dem Schreinermeister Oefterling in Eberstadt in Arbeit, wurde sehr angehalten und streng behandelt. Um loszukommen, beschloß er, die „Bout que" anzustecken. Er machte von dem Plan einem guten Freund gegenüber Mittheilung. In der Nacht vom 15. Juni legte er in der Werkstatt Feuer an, das jedoch bald gelöscht wurde, weil der Geselle durch den Rauch zeitig geweckt wurde. Nun wählte Haa» die Nacht vom 4. zum 5. Juli für die That. In dieser war der Geselle fort und wurde er selbst zu Hause in Ober-Ramstadt vermuthet. Er stieg ein, schüttete Petroleum aus und zündete Späne und Holz an. Dann entfernte er sich und brachte die Nacht in einem Kornfelde zu. Diesmal gelang sein Borhaben. ES entstand ein großes Feuer, daS viel Schaden anrichtete- zwei über der Werkstatt schlafende Kinder konnten gerade noch rechtzeitig gerettet werden. DaS Gericht erkannte auf 3 Jahre Geiängniß grgeu^ihn, rechnete jedoch 1 Monat Untersuchungshaft ab. Mainz, 27. August. Die diesjährige Rechnung des städtischen Pfandhauses schließt zum ersten Male mit einem Defizit von 5000 Mk. ab. ES sind bedeutend Wenger Pfänder zum Bersatz gekommen, als in den früheren Jahren. Die Ursache dieser erfreulichen Erscheinung, die auch bei den Pfandhäusern anderer Städte wahrgenommen wird, dürfte zum Theil in der Befferung der wirthschaftlichen Verhältnisse liegen. ES ist dies dieselbe Erscheinung, wie fie die stetige Zunahme des Bestandes der Sparkaffen bietet, wobei noch zu berückfichtigeu ist, daß nach den statistischen Ausweisen eine große Anzahl Pfennigsparkaffen-Einlagen auf dir Sparkaffen übergehen. Mainz, 30. August. Heute Abend scheute an der Ecke der ZeughauSgaffe und Rheinstraße daS Pferd des Flaschenbierhändlers Hein. DaS auf dem Bock fitzende vierjährige Kind des FuhrwerkSbefitzerS stürzte auf daS Pflaster, wurde überfahren und war sofort tobt. Oerrrrikschtes PA. Frankfurt a. M., 30. August. In der Allgemeinen Rosen-, Blumen- und Pflanzen-AuSstel- lung mehren sich die Anzeichen des Herbstes. Nicht des HrrbsteS in seiner Eigenschaft als Zerstörer des Blütheu- und Pflanzenlebens, sondern des Herbstes in seiner Gestalt als Schöpfer neuer Formen und als Spender der mannigfachsten und köstlichsten Früchte. Noch blüth's und duftetS im Rosenhain und bald erschließt sich in diesem, bald in piiem Sortiment eine Fülle der edelsten Knospen. Daneben prangt der Flor der Dahlien in immer üppiger werdenden Farben und den seltensten Formen von der einfachen Blume biS zu dem complicirtesten Blüthensyftem. Eine neue zweifarbige Dahlienblüthe hat Otto Ruhe in Sachsenhausen gezüchtet- die in der Halle für Bindereien ausgestellten roth und weiß gestreiften „Francofnrtenfien". Blumen, wie sie der Züchter zu Ehren seiner Vaterstadt nennt, find hoher Be- uchtung werth. Auch die Aster hat ihre Blumen dem milden Lichte deS Spätsommers erschlaffen und auf felsigem Unter- gründ zeigen fich blühende Vertreter der alpinen Flora. Von Früchten sehen wir schöne Melonen nnd Kürbiffe- die Melonen des Obergärtners MareS in Skrivan wurden neuerdings mit einer bronceneu Medaille ausgezeichnet und die Firma L. C. Kahl dahier, deren prächtige Kürbiffe allgemein bemerkt werden, erhielt für permanente mustergültige Be- Pflanzung eines HauSgartenS ein Diplom zur goldenen Me- daille. Tafelobst hat neuerdings die „ObstverwerthungS- genoffenschaft Wetterau" zu Friedberg in der Bindereihalle ausgestellt und im Freien zeigt die Zwergobstanlange deS Gartenbaudirectors Max Bunzel-Niederschönweide lachende Früchte. Major von Sp'llner in Homburg stellt großfrüchtige Stachelbeeren „Imperial Smith" aus, für die ihm ein Ehrendiplom zuerkannt wurde. In der Jndustrieabtheilung findet ein praktischer Verpflanz- und Transportkarren der Firma L. Scheib in Kaiserslautern gebührende Beachtung. — Für die im October stattfindende Obstausstellung hat der Herr Minister für Landwirthschaft außer der schon im Mai aus- gesetzten größeren Anzahl Staatspreise neuerdings zwei fil- Herne und drei broncene Medaillen bewilligt. • Elberfeld, 30. August. Das Eisenbahnunglück ereignete fich auf dem in den Bahnhof führenden Geleise, auf dem sowohl die Züge von als auch diejenigen nach Steele verkehren. Beide Personrnzüge, die in der ver- gangenen Nacht kurz nach 12 Uhr daS Geleise passtren mußten, hatten Ein- bezw. Ausfahrtssignal. Die Katastrophe war daher, weil die Zugführer wegen der Biegung den entgegenkommenden Zug niqt bemerken konnten, unauß bleiblich. Die drei vor die Züge gespannten Locomotiven waren fest in einander gerannt und zum größten Theil zertrümmert. Mit welcher Heftigkeit der Zusammenstoß erfolgte, erhellt auS der Thatsache, daß die starken Puffer und schweren Eisenstangen der zertrümmerten Wagen wie Strohhalme geknickt waren und die Achsen wie leichte Eisenstäbe zerbrochen am Boden lagen. Die Holztheile der Wagen waren größtenthetlS in kleine Stücke zersplittert, die Unfallstelle bot somit ein grausiges Bild der Zerstörung dar. Wenn unter diesen Umständen die Zahl der Verunglückten nicht größer ist, so ist dies nur darauf zurückzuführen, daß die zertrümmerten Wagen nur schwach besetzt waren. Herzzerreißend war daS Jammergeschrei der Verunglückten, die zum Theil erheblich zwischen den Trümmern eingekeilt waren. Die Kunde von dem Unglück verbreitete sich bald durch den Ort und führte die Feuerwehr sowie die Aerzte vr. Schirp und Dr. Helmke nach der Unfallftelle. Alle betheiligten fich in anerkennenswerther Weise an dem RettungSwerke. Erst nach 3 Uhr waren alle Verwundeten und die Tobten geborgen. Die beiben Tobten wurden zunächst am Mittel- perron in den Warteraum gelegt und später in Särgen zum Kirchhof gebracht. Die Verwundeten schaffte die Feuerwehr mit der Bahn nach Elberfeld, wo fie im städtischen Kranken- Hanse und im St. Joseps - Hosp tal Aufnahme fanden. Am ärgsten betroffen wurde bei dem Unglück die Familie Sander auS Effen. Sanders Leiche war nicht weniger als 10 Meter von der Unglücksstelle fortgeschleudert worden. Heute Frü^ fanden fich zahlreiche Personen ein, deren Anverwandte fich in den Unglückszügen befunden hatten und die über das Schicksal der Ihrigen noch im Ungewtffen waren. Im Laufe des Vormittags erschien auch ein Vertreter der Staats- anwaltschaft. lieber das Ergebniß der Untersuchung verlautet noch nichts. Allgemein wird indeß angenommen, daß das Unglück darauf zurückzuführen sei, daß die Verbindung mit den Signalmasten nickt richtig functionirt hat. ♦ Stettin, 30. August. Vergangene Nacht überraschte der in der Mittwochstraße hterselbft wohnende Metzgermeister Neumann einen Einbrecher, der im Begriff war, in daS Neumann'sche GeschästSlocal einzudringen. Es entspann fich zwischen Beiden ein Kampf, bei welchem Neumann durch einen Beilhieb auf den Kopf und durch einen tiefen Messerstich in die Brust tödlich verletzt wurde. ♦ Altona, 30. August. Die Wittwe Thtedrmann ist durch ihren Bräutigam, den Schlosser Littfeld, auf offener Straße in der Großen Bergstraße auS Eifersucht durch HalSabschneidrn ermordet worden. Der Mörder zeigte Reue und ließ stch ruhig festnehmen. * Hamburg, 30. August. Dem Bürger-AuSschuß liegt der Antrag vor, 100000 Mark für die Ueberschwemmten zu bewilligen. Der Antrag wird morgen in der Sitzung voraussichtlich einstimmig angenommen werden. Der Senat erklärte seine Zustimmung. * Stuttgart, 30. August. Die AuSstellungScommiffion der Fachausstellung für Hotel- und WirthschaftSwesen hat auf Grund der Anträge des Preisgerichts 12 Ehrenpreise, 68 goldene, 114 silberne, 71 broncene Medaillen und 35 Anerkennungsdiplome vertheilt. • München, 30. August. Die „M. N. N." melden aus Partenkirchen: Der seit dem 18. d. MtS. vermißte Tourist, Rechtsanwalt Theodor Huber auS Würzburg, wurde gestern früh in einer Schneemulde auf dem Hochwanner als Leiche aufgefunden. • Bayreuth!, 28. August. Die Hinrichtung deS Vatermörders Bauriedel von RügerSgrÜn wurde heute früh 7 Uhr vollzogen. • WalterShauseu (Unterfranken), 27. August. Der pensionirte Rittmeister, GutSbefitzer Frhr. v. Feilitzsch da- hier, hatte baß Unglück, auf einem Spaziergang ein Stück von einer in ben Mund genommenen Aehre zu verschlucken. Die Bemühungen und Operationen der herbeigerufenen Aerzte blieben erfolglos und der sonst kerngesunde Mann mußte sterben. • Großer Diebstahl. In der Nacht vom 22. zum 23. August wurden aus einem Parterrezimmer in einem Hotel zu Baden-Baden Werthbeträge — eine goldene Herren- nhr, goldene Hemden- und Manschettenknöpfe, werthvolle Brieftaschen mit Papiergeld n. s. w. — in Höhe von circa 30,000 Mk. gestohlen. Für Wiederbeibringung der ge- stohlenen Sachen und Ermittelung der Thäter ist eine Belohnung von 10,000 Mk. ausgesetzt, und zwar 5000 Mk. sür die Polizei Baden, 5000 Mk. für jede andere Person, welche zur Entdeckung und Festnahme sührende Anhaltspunkte uachweist. • Mittel zur Erzielung eines langen Lebens. Ein englischer Arzt hat „im Interesse der Wissenschaft" eine Reise unternommen, um die bekannten und unbekannten ältesten Leute zu tragen, welchen G eheimmitteln sie ihre Langlebigkeit zuschreiben. In Südfrankreich sagte ihm ein fast 100 Jahre alter Greis, daß es nur ein Mittel gebe- er habe eß erprobt und wisse eS also genau, daß man nur bann lange leben könne, wenn man jeden Morgen eine Citrone mit Zucker esse. Der Mann scheint für bie sogen. Citronen- saftkur Reclawe machen zu wollen. Ein alter Schweizer schwört dagegen hoch und heilig, daß daS beste LebenSelixir ein GlaS Salzwasser fei, baß man jeden Morgen nüchtern trinken müffe. Ein Neunzigjähriger in London glaubt feinen „strammen Gang" den rochen Rüben zuschretben zu müssen, die er jeden Morgen mit Butterbrod ißt. Ein „fteinalter Bauer aus Pommern schwärmt für besseres Effen. «Ich bin jetzt 80 Jahre alt," erklärte er dem Arzte, „und wenn ich noch munter und sehnig bin, so verdanke ich eß nur einem Mittel: der Erbsensuppe." — Der Arzt aber schreibt alß Ergebniß seiner Untersuchungen den tiefgründigen Satz meder: „Citronen, Salzwaffer, Rüben, Erbsensuppe — Narrens- poffen find eß, nichts als Poffen!" ____ Literatur uub Aunft. — Die Umschau. Ueberstcht über die Fortschritte und Bewegungen auf dem Gefammtgebiet der Wissenschaft, Technik, Literatur und Kunst. Jährlich 52 Nummern. Preis vterleliährUch Mk. 2.50. PostzettungspreiSliste Nr. 7221a. Verlag von H. Bechhold M Frankfurt a. M., Neue Krame 19/21. Die sehr interessante neueste Nummer der Umschau enlhSlt u. A.: Der deutsche Roman im vergangenen Jahre von Joseph Ettlinger (Schluß), Die el-ctrische Uni«- grundbahn in Budapest von Graf Eduard Wilczek^ W. H. Welch, Anpassung bet krankhaften Vorgängen, Die Spruche Jesu (mit Facsimile der Handschrift), Victor Meyer t, und eine Reihe interessanter kleiner Mittheilungen. Jedem Bildungsfreunde sei die reichhaltige und anregende „Umschau" angelegentlichst empfohlen. - Von Ossip Schubin wird binnen Kurzem ein neuer einbändiger Roman unter dem Titel: „Wenn's nur schon Winter wär!" bet der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart crfdietnen. Er soll eine Familientraaödie von packender Gewalt behandeln und einen besonders pikanten Reiz dadurch ausüben, daß die Personlichkett eines hohen Kirchenfürsten bestimmend in die Handlung eingretft^ Verkehr, £ani>. unö Volk»rvirr^?chaft. euettt, 31. August. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochmmarkl kostete: Butter pr. Pfd. X 1,10—1,25, Hühnneier pr. St. 6-7 2 St. 13 Enteneier 1 St. 7—00 4, der pr. St. 00-12 Käse pr. 6t. 5-8 Käsematte pr. St. 3 § Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Mer 27 H, Tauben pr. Paar X 0.60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr.Stüst X 0,60-1.00. Enten pr. Stück X 1,60-1,80, Gänse pr. Pfunr X 0.00-0,00, Ochsenfletsch pr. Pfd. 66-74 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 4, Schweim- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 56—60 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,10 bir 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 Zwiebeln pr. Centne> JL 6.00—8.00 MUck» vr. Liter 16 -S. Temperatur der Lahn und Lust nachReaumur gemessen am31.August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 15°, Lust 16°. Rübsamen'scke Badeanstalt. Wasche mit Luhn’s Wasch Extract! Sparsam und billig, ohne Schärfe! - Anzuwenden ohne Seife, ohne Soda! — Kein Anschmieren der Wäsche nöthig! — Zum Reinigen der Haus- und Küchengeräthe, Treppen rc. äußerst beliebt! 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I., Nachmittags von 3 Uhr an, soll versteigert werden: 1) das Frühobst von • den Aepsel- und Birnbäumen an der Krofdorser- straße, auf der Rabenau'schen Besitzung am Seltersberg, am alten Steinbacherweg, alten Anneröderweg und Lerchenwäldchen; 2) das auf dem Viehmarktplatz am Neustädterthor links aufgearbeitete Holz, und zwar: Heues Sauerkraut empfiehlt 8117 Emil Fischbach. 7 ,, .. Reiser. Zusammenkunft auf der Lahnbrucke um 3 Uhr. Gießen, den 31. August 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V. Georgi. 8128 30 Pappelstämme, 19 Haufen Pappel-Knüppelholz, „ Stöcke, Mobiliar-Versteigerung. Donnerstag, den 2. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale, Neustadt 55 dahier, nachverzeichnete Gegenstände gegen Baarzahlung ver- steigert. 1 Tisch, Stühle, 1 Commode, 1 Sopha, 1 Bett, 1 Koffer, 1 Kleiderschrank, 1 Taschenuhr, Weißzeug, Kleider, Haus- und Küchengeräthe. 8126 I. A.: Schneider, Ger. Taxator. Donnerstag d. 2. Sept. d. <3-> Vormittags von 9 Uhr an, soll das Grummetgras von den hiesigen Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist am Großen-Bu- secker Weg an der Lehmkaut. Alten Bus-ck, am 30. August 1897. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck Körber. 8099 mpfehlungen. Philosophenwald Gebackene Fische. 8114 Heute Mittwoch: frische Einmachgurkeu per JOO Stück 80 Pfg., Salatgurken 2 Pfg. per Stück und Zwiebeln auf 8109 Oswaldsgarten. Vorzügliches neues Gross-Gerauer Sauerkraut empfiehlt 8119 C, Roth II, ZanderHechte,EMiau,Schellfische, Gänse, Enten u. Hahnen bei 8124 C. G. Kleinhenn, Bahuhofstr. 59. Kartoffeln, 50 Kilo Mk. 2, 8096 Zwiebeln, la. Winterwaare, 50 Kilo Mk. 3,50, alles mit Sack ab Friedberg, versenden Gebrüder Oppenheimer, (Friedberg) Hessen. Tigerssnke«, 8097 reizende kl Sänger, P 2,50, 2 P. 4 Mk- — Afrikanische Prachtfinken in verschiedener Färbung niedliche Sanger, P- 2,50, 2 P. 4,50. — Kardtnäle mit feuerrotber Haube, sehr gute Sänger, St- 5,60 Mk. 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