-rr. 101 Erstes Blatt Samstag den 1» Mai ISO? Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen Gratisbeilage: Gießener Aamilienökätter. Anrtticher Tbeil strich lch bawti Dr. Weber. $ spreis' Keine ehungs- egung Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. uni, sehr faltbar H«ftl ic. nsburg 13. »en btt Die Gießener M««itie»vtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. her St. Der Oietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. personal zu stellen, damit den getroffenen Anordnungen genau nachgekommen wird. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus unverseuchten Orten des Großherzogthums Hessen, Thiere von Händlern nur dann, wenn fie mindestens sieben Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuchefreiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden. Beim Auftrieb der Thiere ist durch eine streng zu handhabende Controle der betreffenden Ursprungsscheine zu verhüten, daß andere Thiere auf den Markt gebracht werden. 3. Außer der Controle der Ursprungszeugniffe hat selbstverständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Auftriebe zu erfolgen. Büdingen, den 27. April 1897. Großherzogliches Kreisamt Büdingen. Klietsch. Alle Lnnoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. 8 Tage. 2T48/SH soeben den schwerverletzten Bremser wieder zur Befinnnng gebracht hatte. Mit schwacher Stimme und in abgebrochenen Sätzen berichtete er über die tolle Fahrt. Meine Frage, welche ich an den dieustthuenden Beamten richtete, ob und wann wir nach R. weiterfahren könnten, wurde mit so vielen Wenn uud Aber beantwortet, daß ich mißmuthig in meinen Wagen ging und versuchte, bis zur Abfahrt, welche vermuthlich noch vor Tagesanbruch erfolgen sollte, ein wenig zu schlafen. Nach einigen Stunden vergeblich versuchten Schlafens setzte sich endlich Morgens gegen 3 Uhr eine Maschine vor unseren Zug, welche und nach sechsstündigem Warten wetterbringen sollte. Langsam fingen die Räder an, fich zu drehen, und vorfichtig, wie ein Schiff, das die Untiefen und Klippen fürchtet, setzten wir unsere Fahrt nach R. fort. Da der Schlaf nicht zu halten ist, wenn er uns flieht, stellte ich mich ans Fenster und sog die frische Morgenluft ein, welche mir kühlend die heißen Augen fächelte. Die Zett, in welcher wir fuhren, war für diese Strecke eine so ungewöhnliche, daß die Haltestelle in B. trotz wiederholten Pfeifens keine Einfahrt geben wollte. Langsam fuhr unser Zug durch den Bahnhof und heute noch steht mir das erstaunte Gesicht vor Augen, das uns aus einem Fenster des Stationshauses mit offenem Munde oachstarrte und uns sicher für ein Spükniß seiner erregten Phantasie hielt. Auf der nächsten Station B. empfing uns der Beamte mit verstörter Miene und ließ fich alle Einzelheiten des Unglück- bis in- Kleinste berichten. Wir trösteten ihn, soweit wir vermochten, uud stellten ihm vor, daß doch im Grunde Ulen au-Colonlen utna etc. genommen nicht durch ihn, sondern durch den heftigen Wind das Unglück herbeigeführt worden sei. — Die Wageuthüren brauchten nicht geöffnet zu werden, Post- und Eisenbahn- beamte waren die einzigen Mitreisenden. Unser Zug hatte fich wieder in Bewegung gesetzt uud pustere schnaufend weiter bergauf. Langsam näherten wir unS der Station W. Auch hier gebot der wagrecht gestellte Arm des Einfahrtssignals Halt. Wohl bewußt, gegen seine Instruction zu handeln, fuhr der Führer dennoch im langsamsten Tempo in den Bahnhof ein. Niemand ließ fich sehen. WaS blieb anders übrig, als die Pfeife in Bewegung zu setzen, um so unsere Ankunft bemerkbar zu machen. Die Gardinen eines Fensters wurden rasch bet Seite geschoben und wiederum traf unS ein erstaunter Blick, dem Frage und Antwort folgten. Bald klang die Meldeglocke durch die frische Morgenluft und weiter ging eS, unserem Ziele entgegen. W. war die letzte Station, wo wir die Wecker spielen mußten. Die beiden folgenden erwarteten unS Nachtwandler schon mit neugierigen Blicken. Es war gerade 8 Uhr Morgens, als ich fröstelnd in daS Bett schlüpfte, um einige Stunden zu ruhen. In O. lag der Trümmerhaufen noch wie zuvor, nur fehlte das Schauerlich-Schöne, was Nachts vorher bat flackernde Licht der Fackeln bewirkt hatte. DaS Gerippe deS vierachstgen Wagens stand noch aufrecht und sah, von der Sonne beschienen, weniger gefährlich auS. Die Leiche des Führers fand man am folgenden Tage und zog fie stückweise unter den Trümmern hervor. iiabenbei: K in Ml Derrtsches Reich. Berlin, 28. April. In der heutigen Sitzung de- Bun- de-rathe- wurde im Einverftändutß mit den verbündeten ich d Pinsel aller v Bekanntmachung, betreffend: Die Maul- und Klauenseuche- hier die Abhaltung von Viehmärkten. Das Großh. Ministerium des Innern hat die Abhaltung eines Viehmarktes zu Echzell am 3. Mai l. I. unter den nachstehenden Bedingungen genehmigt: 1. Für Auf- und Abtrieb ist je eine bestimmte Stelle zu schaffen. Der Marktort hat das nöthige Auffichts- Feuilleton. Eine gefährliche Fahrt. Nach einer wahren Begebenheit von A. Seibert. (Schluß.) Da- rothe Licht de- Einfahrtssignals von O. taucht plötzlich auf. Was kümmert den tollen Führer der wilden Jagd das gebieterische Halt, da- Menschenhände errichtet unb das nur Menschen gelten soll. Für den Tod ist immer llc Einfahrt frei. Raffelnd sausen die Wagen durch die Deichen. Ein furchtbarer Stoß schleudert den ohnmächtigen vremser zwischen die Geleise. - Die glühenden Augen einer Maschine leuchten auf. — Will fie es versuchen, daS -erderben aufzuhalten? — Zum Tode erschrocken blickt der Führer der dunklen Schlange entgegen, die mit brennenden Achsen auf ihn losstürmt. Wohl saust seine Maschine wie Ion Furien gepeitscht davon und hüllt sich in einen Mantel Ion Dampf und Staub. Doch zu spät. Ein furchtbare- brachen, Praffelu und Knirschen. Die Maschine liegt fort- jeschleudert zwischen den Geleisen, ihr Führer unter dem lrümmerhaufen, der au- Eisen, Holz und Kohle fich zum Grabmal über seiner Leiche schichtet. Tief erschüttert stand ich vor den Resten eines Zuge-, velcher vielleicht ein treue- Herz, einen guten Gatten und liebevollen Vater deckte. Zwar waren geschäftige Hände eifrig thätig, um unter dem Lhao- zum Wenigsten die reiche aufzufinden. Lauge verweilte ich au der Stätte der Trauer uud kehrte dann -um Bahnhofe zurück, wo mau Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. -eProw liflter •plan mW****' priedberfr gtaekbw®' . J art* sahrung habe gezeigt, daß es ein großer Fehler war, den Umfang des Gesetzes so weit, namentlich auch aus die kleinen landwtrth- schaftltchen Betriebe, auSzudehnen. Eigentlich befänden wir uns jetzt immer noch im UeberaangSstadtum; sei die Ansicht der Regierung aber richtig, daß der jetzige Zustand kein UebergangS-, fondern ein dauernder Zustand sei, dann sage er mit feinen Freunden: so wie eS ist, kann eS nicht weiter gehen! ES frage stch dann nur, wie soll es weiter gehen? Die Vorschläge der Vorlage über anderweitige Vertheilung der Lasten seien nicht annehmbar. Seine Freunde meinten: wenn einmal reformirt werden solle, dann gründlich. Noch jetzt sei es Zeit, auf den Boden zu treten, auf den s. Z. das Centrum gestanden, d. h Befchränkung des UmfangeS des Gesetzes auf die industriellen und aus alle großgewerbltchen Betriebe, also unter Ausschluß deS Gesinde«, des Handwerks und der landwirth- schaftltchen kleinen und mittleren Betriebe (lebhafte Bewegung), selbstverständlich unter Wahrung erworbener Rechte. DaS Centrum werde zur zweiten Lesung einen entsprechenden Antrag stellen. Wolle die Regierung diesem Anträge nicht zusttmmen, dann werde jedenfalls die Entwickelung deS Versicherungswesens eine Richtung nehmen, auf welche der Antrag Plötz hindeute. Der berussgenossenschaftltche Gedanke verliere thatfächltch immer mehr an Vertretern, aber auch der territoriale Gedanke werde ja schon in dieser Vorlage halb und halb oerlafien. Es werde daher anscheinend dahin tommen, daß die Versicherung mehr und mehr zu einer anders gestalteten Armenpflege werde. Ec selbst wünsche diesen Weg der Entwickelung nicht, denn damit habe die corporative Gestaltung der Versicherung ein Ende zugleich mit dem soctalpolittschen Gewissen, aber er sehe diese Entwickelung kommen, sofern man nicht auf den Boden der Vorschläge seiner Freunde trete. (Beifall im Centrum.) Abg. v. Sali sch (cons.) führt aus, seine Freunde sähen den detailltrten Dorfchlägen v. Hertltngs mit Spannung entgegen. Aber die Landwirthschast ganz von den Wohlthaten dieses Gesetzes loSzu- lösen, erscheine ihm doch unthunlich. Die Vorlage bringe manches Gute. Jedenfalls sei es nothwend'g, dem Nothstande der Anstalten im Osten abzuhelsen. Dafür vor Allem möge die Commission sorgen. Dem Anträge Ploetz könne er im Allgemeinen zustimmen, aber man dürfe nicht die Einkommen unter 660 Mark freilaffen, da dann der Rente gar keine Gegenleistung gegenüberstehen würde. Abg. Hilpert (Bauernbündler) nennt da« bestehende Gesetz das unglücklichste von der Welt, da es die Millionäre frei lasse und die kleinen Landwtrthe schwer belaste. Abg. Graf Stolberg (cons.) kritisirt dir Ungleichheit der Belastung im bestehenden Gesetz und erklärt fich mit den Vorschlägen der Vorlage betreffs anderweitiger Vertheilung der Lasten durchaus einverstanden. Dagegen halte er den Vorschlag v. Hertltngs, die Landwirthschast wieder ganz aus der Versicherung herauszulassm, für unmöglich. Seine eigenen Wünsche bewegten sich in der Richtung des Antrages Ploetz. Für am zweckmäßigsten erscheine ihm eine Erhöhung des RetchSzuschusses. Abg. Werner (Ref.-P.) erklärt den Antrag Ploetz so lange für einen rein theoretischen, als wir nicht eine progressive Reichs- einkommensteuer hätten. Abg. v. Levetzow (cons.) bestreitet, daß daS JnvaliditätSgesetz gar so schlimm sei, als man es hier geschildert habe. So sehr hoch seien doch die Beiträge nicht; das Gesetz sei in Wirklichkeit mehr unbequem al« belastend, wegen des Klebens. An der gegenwärtigen Vorlage sei ihm selbst die ungeheure Fülle von AussiLtsbefugnifien unannehmbar. Die anderweitige Verrheilung der Lasten, wie die Vorlage fie empfehle, sei dagegen nothwendig. Die Hertling'schen Vorschläge halte er für unmöglich, ebenso aber auch den Antrag Ploetz für zur Zeit undurchführbar. Fortsetzung morgen 2 Uhr. Schluß 5®/4 Uhr. Deutscher Reichstag 211. Sitzung. Donnerstag, den 29. April 1897. Die erste Berathung der Novelle zum Jnvaliditäts- »ersicherungSgesetz wird fortgesetzt. Abg. Molkenbuhr (Soc.) wendet stch zunächst gegen den Antrag Ploetz, weil derselbe die Reichs-Einkommensteuer nicht enthält, und bekämpft in der Regierungsvorlage zunächst die Absicht, die vom AuSlande kommenden Arbeiter, wenn sie voraussichtlich doch wieder nach dem Auslande zurückginaen, von der Versicherungspflicht frei- zulassen. Die Rheder hätten oas ja schon durchgesetzt und nun wolle man dieselbe Vergünstigung auch den Grundbesitzern zuwenden, damit es diesen, namentlich auch im Osten, noch erleichtert werde, Arbeiter auS Rußland als Lohndrücker und Strtkebrecher heranzu- ziehen. Bei den Versicherungsanstalten bedürfe eS namentlich einer besseren Controle, um zu verhindern, daß Grundbesitzer Renten an Personen bewilligten, die darauf keinen Anfpruch hätten. Im Osten würden häufig Marken doppelt verwendet, indem «usländifche Arbeiter ihre schon verwendeten Marken an inländische Arbeiter wieder verkauften. DaS übrige Deutschland habe keinen Anlaß, durch die vorgeschlagene anberroette Vertheilung der Lasten für den Osten einzutreten. Wolle man reformiren, so müsse dies in der Richtung einer Vereinheitlichung des ganzen Versicherungswesens geschehen. Es sei jetzt vielleicht das beste, sich jetzt auf die kleinen Aenderungen nach dem Anträge Röstcke zu beschränken, um eine auSgiebige Reform in der angegebenen Richtung nachfolgen zu laffen. Abg. Hofmann Dillenburg (nL) hält gleichfalls eine Verein- heitltchung der ganzen socialen Versicherung für erwünscht. Der Gedanke veS Antrags Ploetz fei aber verfehlt, denn wenn die Kosten der Arbeiterversicherung nicht mehr durch Beiträge der Versicherten aufgebracht würden, sondern durch allaemetne Steuern, so verliere der Arbeiter das Gefühl, fich selbst versichert zu haben. Auch müßte dann der Staat das Recht haben, den Arbeitern eine Arbeitspflicht aufzuerlegen. Die von der Regierung vorgeschlagene Form deS Ausgleichs in der Belastung der einzelnen Verficherungsanstalten sei ebenfalls nicht annehmbar, denn wolle man schon diesen Weg eins schlagen, bann sei nicht abzusehen, weshalb man nicht gleich alle Anstalten zu einer einzigen Reichsanstalt zusammenleaen wolle. Vielleicht wäre es am besten, anzuordnen, daß jeder Versicherte, wo er auch sei, an seine heimathliche Anstalt seine Beiträge zu zahlen habe. Abg. v. Hertling (Ctr.): Der Gedanke des Antrages Röstcke erscheine seinen Freunden jedenfalls sehr erwägenSwerth. Die Er- Gießen, den 29. April 1897. Detr.: Die Gründung von halben Freistellen in der Blindenanstalt zu Friedberg. M Grotzherzogliche Kreisamt Gießen M« e**to. Bftegetwdfte*** M ftuWt». Das nachstehend abgedruckte AuSfchreiben Großh. Mi- »lsteriumS des Innern theilen wir Ihnen zur Kenntntß mit. v. Gagern. Darmstadt, am 13. April 1897. vetr.: Wie oben. Das Großh. Ministerium des Innern au die Grotzherzogliche» Kreisämter. Die im vorigen Jahre zu Darmstadt verstorbene Fräulein Amilte Davnenberger hat der Blindenanstalt zu Friedberg letztwillig einen Eapitalbetrag zugewendet, welcher bei dieser Anstalt nach dem Willen der Erblasserin als „Henriette Gauzert- und Karoline Dannenberger-Sttstung" verwaltet wird. Da testamentarische Bestimmungen über die Verwendung deS ZinsenerträgntfleS der Stiftung nicht getroffen find, so haben wir im Einvernehmen mit der Großh. Dtrectton der Blindenanstalt bestimmt, daß unter Anderem 200 Mark deS jährlichen Erträgnisse- zur Gewährung von zwei halben Freistellen für bedürftige und würdige, dem Großherzogthum angehörige Blinde im Betrage von je 100 Mark verwendet werden sollen. Indem wir Ihnen hiervon Kenntniß geben, bemerken wir, daß Bewerbungen uw die halben Freistellen, wie die Aufnahmegesuche, bet der Großh. Dtrection der Blindenanstalt in Friedberg anzubrtngen und diesen Bewerbungen, außer den sonst erforderlichen, in dem Amtsblatt •fRr. 4 Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 6. März 1880 verzeichneten Belegen, noch der Nachweis der hessischen Staatsangehörigkeit, sowie ein Attest über die seit- herige Führung deS auszunehmenden Blinden betzufügen find. Da dte Stiftung der halben Freistellen den Armen- tzerbänden zu Gute kommen wird, so wollen Sie den Großh. Bürgermeistereien von diesen Anordnungen Kenntniß geben. Finger. Vierteljähriger Abonnementspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expeditiott und Druckerei: -chulstrahe Mr.7. Fernsprecher 51. le Ziehung schon 8.-10.Mai IW. | Regierungen die künftige Anßlegung der Anwendungde- § 34 des Ausführung- - Reglement- zum Reichs tagswahl» gefetz dahin festgeftrllt, daß bei den infolge Ablehnung oder Ungültigkeitserklärung einer Wahl nöthig werdenden Nach« wählen die Aufstellung neuer Wählerlisten dann erforderlich ist, wenn bereit» eia Jahr feit der allgemeinen Wahl ver- stoffen iü. In der heutigen Sitzung wurde ferner dem Handelsgesetzbuch nebst Einführungsgesetz die Zustimmung er- theilt. Den zuständigen Ausschüssen überwiesen wurde der ReichStagSbeschloß betr. Einführung der coafesfiouellen Eidesformel. Ferner wurde der Reichstagsbeschluß betr. Einführung eines Maximalarbeitstages an den Reichskanzler überwiesen. ■alfft tUe-rNphssche- Lorresponday-B««». Paris, 29. April. Die „Agence HavaS" meldet aus Volo: Die Stadt ist fast gänzlich geräumt, Frauen und Kinder in großer Zahl wurden eingeschifft. Im Hafeu liegen ein italienisches und ein englisches Kriegsschiff. Athen, 29. April. Folgende Ministerliste wird als gewiß bezeichnet: Rallt Vorfitz, die Anhänger TrikupiS' Theotoki, Simopulo, SkuludiS, Oberst TsamadoS, und die Unabhäagigen KarapanoS und DeligeorgtS. Der Porte- feutlleSwtntster versichert, sobald das Cabinet gebildet sei, begebe sich Rallt mit dem KrtegSwtoifter nach PharfaloS. Konstantinopel, 29. April. In dem türkischen Hauptquartier befinden fich die Militär-AttachöS Oesterreich- UugarnS, Frankreichs und Serbiens. Konstantinopel, 29. April. Eine Depesche Edhem Paschas vom 28. au den KrtegSwintfter meldet, daß die 1. Division gegen Trtkala marschire und ZarkoS besetze. — Ein Telegramm des Commandameu in Epirus besagt, daß nach Berichten der 1. Brigade in dem vorgestrigen fiebenstündtgen Kampfe bei Koodozaki der Feind einen Verlust von 25 Todteo und vielen Verwundeten hatte und zum Rückzüge gezwungen wurde, sowie daß eine Brücke bet Plaka und etn griechisches Blockhaus geräumt wurden. Türkischer- feitS wurden ein Offizier und 32 Mann verwundet. Gleich- zeitig kündet der Bericht den «eiteren Vormarsch nach der Küste an. Koastautiaopel, 29. April. Nach einem Telegramm der Zeitung „Saba" flüchteten die Griechen aus Trikkala und ließen in Kazaklar zwei Festungsgeschütze zurück, welche nach Lariffa gebracht wurdeu. Gegen Volo find Cavallerte- abtheiluugen in genügender Stärke zu Aufklärungszwecken nbgegaugeo. Depeschen des Bureau „fcerolb." Berlin, 29. April Der Kaiser beabfichtigt, wie aus Schlitz telegraphirt wird, am Samstag Abend 9 Uhr von dort wieder abzureiseo. Berlin, 29. April. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, beabfichtigt Herr v. Bennigsen zum 1. October das Amt eines Oberpräfidenten von Hannover niederzulegen und fich in das Privatleben zurückzuztehen. Berlin, 29. April. Bon bewährter Sette erfährt die „Nationalzeitung", daß es neuerdings wieder fraglich zu fein scheint, ob die Novelle zum BeretuSgesetz dem Landtage noch in der gegenwärtigen Tagung zugehen wird, da tu letzter Stunde fich neue Schwierigkeiten geltend gemacht haben. Berlin, 29. April. Den „Berl. Reuest. Nachr." wird aus Prätoria telegraphirt, dort sei das Gerücht verbreitet, das englische Geschwader werde bis zum Juli iu der Delagoa Bah verbleiben. Berlin. 29. April. Der deutsche Botschafter iu Konstantinopel wurde gestern vom Sultau in Audienz empfangen. Sraz, 29. April. Ein sehr heftiger Erdstoß von der Dauer von 2 Secundeu ist tu Kärntheu wahrgenommen worden. Genua, 29. April. Die Abfahrt des griechischen Dampfers „Marie", auf welchem sich General Canzio mit 120 Freiwilligen befand, wurde von der Hafenpolizet durch Abfeuern von Flintenschüffen verhindert. Paris, 29. April. Der „Gaulots" glaubt zu wtffen, daß die Vermittelung der Mächte bezüglich der Räumung Griechenlands durch die türkische Armee auf nach- stehenden Grundlagen erfolgen wird: Räumung Griechenlands durch die türkische Armee, Proclamation der Autonomie Kreta« unter Garantie der Mächte. Alsdann soll ein Cou- greß die definitive Regelung der Kretasrage vornehmen. Lsudou. 29. April. Die heutigen Morgenblätter bringen Telegramme aus volo, wonach dort die Panik infolge Angriffes der Türken sehr groß ist. Die Zahl der Flücht- liuge ist so beträchtlich, daß dieselben nicht mehr mit den Schiffen befördert werden können. Loudon, 29. April. Gestern verlautete auf Gruod einer Privatmeldung auS Athen, daß nicht nur der Rück- trüt des Cabinet-DelyanutS, sondern auch die Abdankung des Königs bevorstehe. Petersburg, 29. April. Von gut unterrichteter Seite wird versichert, daß thatsächlich zwischen dem Cza reu und Kaiser Franz Joseph derartige Abmachungen stattgefunden haben, welche geeignet sein dürften, der orientalischen Frage alle Schärfe zu benehmen. Die Abmachungen versetzen Rußland in die Lage, da- bisherige FreundschaftSverhältniß zu Frankreich, welche- in Rußland sehr populär ist, aufrecht zu erhalten, also gleichzeitig mit dem Dreibund und mit Frankreich die Ruhe und den Frieden Europa- auch weiter zu sichern. Petersburg, 29. April. Die beiden Monarchen und die übrigen Fürstlichkeiten wohnten gestern Abend der Vorstellung im Martentheater bet. Beim Erscheinen der beiden Kaiser spielte die Musik die österreichische Nationalhymne. Athen, 29. April. Die Kammer dürfte heute beschlußfähig sein und nunmehr ein Mtntfterwechsel trotz der Weigerung DelyauniS, zurückzutreten, zur Thatsache werden. Athen, 29. April. Der König leidet an Herzkrämpfen. Sein Leibarzt hat ihm dringend zu einer Ueberfiedeluug nach Korfu und nach der Insel Syra gerathen. Konstantinopel, 29. April. Frankreich, Rußland und England haben den Schutz der in der Türkei wohnenden Griechen übernommen. Gestern drängte fich eine große Menge Griechen nach dem hiesigen französischen Consulat, um Fahrscheine zu erlangen. Koustautiuopel, 29. April. Der Sultan hat dem Poltzeimintster befohlen, au- den Reihen der Freiwilligen eine Poltzeteomp agnie für Lariffa und TuruavoS zu coustituiren zur Entlastung der regulären Truppen. Athen, 30. AprU. In einer Unterredung mit dem König erklärte Delhannts, er könne nicht demifftonireu, weil dies als ein Act der Unfähigkeit und Feigheit bezeichnet würde. Hierauf ersuchte der König Delyannis, zu demiffio- nireu und betraute den Oppositionsführer mit der Neubildung des CabinetS. — Wie in Hofkretfen bestimmt verlautet, wird Delyannis auch nach Einsetzung deS CabinetS Rallt persönlicher Beirath des Königs bleiben, weil gewiffe ihm von den fremden Mächten gemachten vitale Jntereffeu Griechenlands betreffenden Eröffnungen ihn nicht als erstbester Revolutionär pretSgeben wollen. Kanea, 30. April. Das Kriegsschiff „Kaiserin Augusta" ist gestern nach dem Golf Phaleron abgegaugen. Zehn Matroien und der Lieutenant Koch bleiben in der Stadt. Konstantinopel, 30. April. OS man Pascha ist mit 30000 Mann nach Janina aufgebrochen, wo die Situation eine kritische ist. CocaUs und prooittsieUts Gießen, den 30. April 1897. • • Mehrere Gewitter, von denen eins von besonderer Heftigkeit war, zogen gestern Abend über die Stadt. Auch der heutige Vormittag brachte ein Gewitter. Schaden an den eben in voller Blüthe stehenden Bäumen wurde nicht angerichtet. • • Steins Garten, unstreitig eines unserer beliebtesten Etablissements, das sowohl durch seine günstige Lage, als auch durch seine Saal-Räumlichkeiten und seinen herrlichen Garten mit großer Halle stets mit Vorliebe vom besseren Publikum besucht wird, ist für die Sommersatson wiederum aufs Bortheilhafteste eingerichtet und verschönert worden. Seinem Rufe als angesehenes Concertlocal getreu werden daselbst die Abonnements Concerte unserer beliebten Regi- mentScapelle demnächst wieder stattfinden, sowie auch bedeutende auswärtige Mufikcapellen im Laufe des Sommers unS dort erfreuen. Zur Eröffnung der Sommersatson findet morgen, Sonntag, Nachmittag großes Garten-Concert statt, welches von unserer Regimentsmufik ausgeführt wird. * • Ehrenpreise. Anläßlich der auf den 30. Mai fest« gesetzten Eröffnung unserer neuen Rennbahn und der auf derselben stattfindenden großen Rennen hat der Vorstand des Gaues 9 deS Deutschen Radfahrer-BuudeS beschlossen, den „Wanderern", G. R.-G., einen Ehrenpreis im Werthe von 150 Mk. zu stiften. — Wettere Preise find bereit- gestiftet vom Vorstand des Nordbeztrks deS Gaue- 9 im Werthe von 50 Mk., vom Vorstand der „Wanderer", G. R.-G., im Werthe von 50 Mk. und von Brauereibefitzer Bichler im Werthe von 60 Mk. Wettere werthvolle Preise find in Aussicht gestellt. * • Der letzte Studenten Auszug Aus Würzburg wird der „Frkj. Ztg." geschrieben: In seinen „Alt-Heidelberger Erinnerungen" schreibt Guido Weiß über die Studenten- Auszüge: Der letzte dieser festlichen Acte mag wohl in den vierziger Jahren in Gießen fich abgespielt haben." Dem gegenüber erlaube ich mir darauf hinzuweisen, daß im Jahre 1848 der letzte Auszug wahrscheinlich hier in Würzburg stattgefunden hat. Er war die Folge einer Schlägerei, die zwischen Soldaten und Angehörigen eines hiesigen Corps in einer Wirtschaft begonnen und fich auf die Straße fortgesetzt hatte. Einige Studenten wurden dabei durch Säbelhiebe verwundet. Am Tage darauf zogen sämmtliche Studenten unter Mufik mit wehenden Fahnen auS dem schönen Würzburg nach dem badischen Städtchen Wertheim am Main. Hier blieben sie einige Wochen, bis die Militärver- waltung ihre Forderung nach Genugthuung erfüllt hatte. Eine Hauptperson bei dem Auszug war der sogenannte „Bachel", ein Original vom Kopf bis zur Zehe. Er hatte es besonders auf die in Wertheim garnisonirenden preußischen Truppen abgesehen, die eben den badischen Aufstand niedergeworfen hatten. Als sie eines Tages haß Tragen von rothen Abzeichen verboten, zog unser Bachel sein Haar, daS im grellsten Roth leuchtete, durch seine von unzähligen „Laude-vätern" durchstochene Mütze und ließ — den Preußen zum Trotz — die ihnen verhaßte Farbe lustig im Winde flattern. • • FürLohufuhrUnleruehmer. Der achte Verbands- tag deutscher Lohnfuhr-Unternehmer findet vom 21. bis 24. Juli er. in Berlin (im Etablissement „Friedrichshain") statt und wird verbunden mit einer Ausstellung von fuhr- und verkehr-gewerblichen Gegenständen aller Arten rc. Inter- essenten erhalten speciellere Information sowie jede wünschen-- werthe Auskunft durch das BerbandStagS - Centralbureau: Berlin SO. 16, Melchiorstraße 11, 1. * ♦ Handwerkertag tu Main,. Zu dem nächsten Sonntag in Mainz stattsindenden Handwerkertag find verschiedene Reichs- und Landtagsabgeordnete sowie verschiedene staatliche und städtische Behörden eingeladen worden. ES hat sich schon eine beträchtliche Anzahl von Delegirten der Innungen und Berufsvereine aus Nah uud Fern angemeldet. Die Stunde des Beginnes der Hauptversammlung ist, wie bereits mitgetheilt, auf Nachmittags 2 Uhr gelegt, so daß es jede« Geschäftsmann ermöglicht wird, derselben beizuwohnen. •• Wetterbericht. Wahrend der äußerste Nordwesten von tiefem Drucke bedeckt ist, und im Norden Schottlands heute ein neues Minimum sich ankündigt, bedeckt den ganzen übrigen Theil Europa- ein barometrische- Maximum, dessen Sern fich immer weiter südwärt- verlegt. Doch traten innerhalb diese- Gebiete- hohen Drucke- verschiedene Unregelmäßigkeiten auf. Unter ihrer Wirkung war der Himmel am Morgen vielfach bedeckt und kam e- vielerort- zu erheblichen Niederschlägen. — DorauSs ichrliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung zu Gewittern geuetgte- warmeS Wetter. a. Lollar, 29. April. Bom 1. Mai ab gelangen auf der hiesigen Bahnstation auch directe Fahrkarten nach Alsfeld, Betzdorf, Büdingen, Bürbach (Sieg), Dillenburg, Ehringshausen, Grünberg, Haiger, Großen -Busrck, Herborn, Hungen, Hirzenhain, Köln, Lich, Mücke, Nidda, Siegen und Zell-Romrod zur Ausgabe. H. Aus dem Horloffthale, 29. April. Wetterkundige haben für den 1897er Sommer viele Hagelschläge prophezeit. Heute Nachmittag gegen drei Uhr hatten wir die erste Probe davon. Bon Mittags au wurde es sehr schwül, der Himmel nahm eiae rostbraune Färbung an, bann brach ein Gewitter, von West rach Ost ziehend, mit starken Donuerschlägen, wolkeubruchartigem Regen und großen Hagelkörnern untermischt, nieder. An jungen Gemüsepflanzen, blühenden Sträuchern und Obstbäumen hat der Hagel, dessen Körner mitunter die Stärke von Klickern erreichte, Schaden angerichtet. — Nachschrift. Soeben wird mitgetheilt, daß daS Korn, welche- in den letzten warmen Tagen stark in die Höhe wuchs, auch geschädigt wurde. Man kann darum den Laudwirtheu nur dringend rathen, ihre Felder baldigst gegen Hagelschaden zu versichern. + Aus dem Decauate Schotte», 29. April. Verflossenes Jahr fanden iu den 19 Pfarreien unseres evangelischen DecauatS bei einer Seelenzahl von 18,377, statt: 475 Taufen, 425 Confirmationen, 18,031 Abendmahlsempfangnahmen, 147 kirchliche Trauungen und 299 Beerdigungen ia Begleitung einer Geistlichen. Die Gesammtetunahme aus kirchlichen Collecten, Opfern uud Beiträgen belief sich in 1896 auf 4960 Mk. 65 Pfg. A. Altenstadt, 28. April. Seit einigen Tagen spielten fich hier und tu der Umgegend einige Geschäfte von so eigenartiger Form ab, daß sie da- Interesse von weiteren Kreisen beanspruchen dürften. Die Sache verhält sich folgendermaßen: Ein hiesiger Handelsmann fuhr mit einem Bekannten nach Ortenberg, um einen Faselochs zu kaufen. Unterwegs gesellte sich ein Laudwirth aus Lindheim dazu, der seinen Feldbau mit Ochsen betreibt. Der Handelsmann rieth bim Ltndheimer Ochsenfuhrmaun, er solle fich ein Paar billige, gute Pferde anlegen, ein solches sei gerade vorhanden und könne, wenn 200 Mk. auf die Ochsen gezahlt würden, getauscht werden. Ein hitziges Feilschen begann, der Ochsenbauer kaufte schließlich die Pferde, aber so, daß er noch 200 Mk. auf seine Ochsen herauSbekommen sollte. In Stockheim wurde brillanter Weinkauf getrunken, wobei sogar Sect floß und etliche Zwanzigmarkstücke drauf gingen. DaS Gelungenste dabei war einstweilen, daß der Pferdehändler die von ihm verkauften Pferde noch gar nicht in Eigenthum besaß, sondern nur erst in Aussicht hatte. Nun beginnt der zweite Act der Tragicomödie. Der Pferdehändler wollte kurz nach dem solennen Frühstücke einem Stockheimer Laudwirth die getauschten Ochsen um 1100 Mk. verkaufen, wa» der kluge Bauer lachend zurückwtet. Nach längerem Feilschen erklärte der Bauer: „ich will keine Ochsen, ich brauche sie nicht, nur zu einem ganz absonderlich billigen Preise würde ich sie nehmen. Dazu müßtest Du an den 1100 Mk. eine Null abstreichen, für diesen Preis nähme ich die Ochsen. Der Ochsenverkäufer rechnet in seiner Schlauheit, 100 Mk. ab von 1100, so bleiben 1000, und schlägt dem Bauer vor zwei Zeugen die Ochsen zu. Dieser nimmt an und die Reise geht weiter nach Ortenberg und zurück nach Altenstadt. Unter- weg- überlegt der Pferdehändler und findet, daß er einen riesig verkehrten Streich gemacht und die Ochsen nicht zu 1100—100=1000 Mk., sondern zu 110,0=110 Mk. ver- kauft habe. Jetzt wird eS ihm schwül. Mit Beginn deS dritten ActeS wird es ihm aber noch heißer. Er geht am anderen Tage zu Bauer L. dahier und will ihm die Pferde abkaufen, die gegen die nach Lindheim verhandelten, in Stockheim auch bereits weiter verkauften Ochsen getauscht wurden. Der Bauer erklärte aber, die Pferde wären ihm vorerst gar nicht feil. Nun wurde eS dem Pferdehändler fiedendheiß am ganzen Körper. Der Pferdebefitzer sagte aber weiter, die Pferde sollten dieser Tage nach Büdingen gehen und gemustert und taxirt werden. DaS gefiel dem Pferdehändler, er setzte fich mit L.'S Knecht in Verbindung, gab ihm 2 Mk. Trinkgeld und machte mit ihm auß: „Wenn Du durch Lindheim reitest, gehst Du zu C., führst ihm die Pferde in den Hof und sagst, die WeibSleute sollten die Rosse auch ansehen, eS wird hübsch werden. Al- die Rosse in C.'S Hosratthe erschieuev, erhoben die WeibSleute C.'S ein starke- Schimpfen. Die Ochsen wurden nicht hergegeben, C. zahlte dem hiesigen Pferdehändler noch 45 Mark Reugeld, Übernahm die viel höheren Frühstück-- und Weinkaus-kosten und war froh, daß er die von dem Pferdehändler niemals in Eigenthum besessenen Rosse glücklich wieder los geworden war. — Darnach begann der vierte Aufzug der Tragicomödie: Der Stockheimer Bauer will seine Ochsen, die er um 1100 Mk., wovon eine Null abgestrichen, also um 110,0Mk. gekauft haben. Der Pferdehändler sagt: ich 'habe um 1100 — 100 Mk. verkauft, das beträgt 1000 Mk., aber keine 110,0 Mk Inzwischen bekamen aber auch die Hüter deS Gesetze- Wind von der Sache- sie gingen ihr nach und siehe da! eß wird ein schöneß Stücklein geben. Mit diesem beginnt jetzt der fünfte Act und der scheint sehr interessant zu werden. "Sa "'S" ''«>• Mgln, *' ®>'W U ■ SBtttetfunbloe hattkli mit ?“,b‘ “ I'h< , > ««. d°m l™- °m Mattea ^großen Hag^. blt^Jb£ »«ichtr. Schad« b “tyetyllt, daß T°8e° stark in ßan kann barutn e Felder baldigst M- vttflchmr "es edangrli'chen alt: 475 Läufig lselnpfangnahmn, lnvgro ia Keg/ei- ne aus lWchkn 4 in 1896 auf ' Tagen lpirltrn chäftr von io it von weiteren ilt sich solgeoder- rinrm Bekannten ijen. Unterwegs dazu, der seinen iwann rieth bim Paar billige, gute inbtn und könne, »flrbtn, getauscht der Ochsenbauer r noch 200 M. Stockheim wurde : Secl floß und dnd BUuWchr litt die von ihm m brsatz, sondern der zweite Act der t kurz nach dem Zandwirth die ge- i, was der kluge Feilschen erklärte iche sie nicht, nur t würde ich sie ) M. eine 9M >ir Ochsen. Der kit, 100 Wk. dem Bauer vor an uud die Reise lUtevstadt. Unter« itt, daß er einen ie Ochsen nicht za ,0=110 m » Mit Beginn oti i». • *»”111E, andelten, in ©w« 6tt«* «’“* bi« t °b« * ,n geben und 0' tzsr SÄ**«* * w* ! Ä* r P®*”* btestgen fr* jnotbeB ®at i«*" SK d--01 ,««i" u werdtN' veHNmifchtes. * ®inc Warnung für Wettfahrer enthält eine Ent- fchetdung, welche die Berliner Kammer für Handel-' fachen gefällt hat. Bet dem großen Sportfeste, welche- im vorigen Jahre gelegentlich der Ausstellung in Treptow statt- faud, nahm der Commis B. au einem Wettkampfe für Radfahrer Thetl. Er wurde dabet von einem etwas ungeschickten Wahrer angerannt, stürzte uud brach einen Arm. Bon diesem Unfall gab er sofort seinem Priozipal Kenutuiß, der ihm auf oer Stelle kündigte. Der Commis klagte nun gegen den Kaufmann P. auf Zahlung de- GehaltS für sechs Wochen. Der Vertreter de- Beklagten trat der Forderung mit dem Argument gegenüber, daß der Kläger feine Verletzung sich ourch eigenes grobes Verschulden zugezogen habe. Wettkämpfe alter Art seien bedeutend gefährlicher als daS gewöhnliche i x Uuglücksfälle kämen dabei so häufig vor, daß 11 Tbetlnehwer an einem Wettkampfe fich vorher bewußt fein müsse, daß er fich einer Gefahr auSsetze, deren Folgen er allein zu tragen habe. Der Vertreter deS Klägers hielt dem entgegen, daß das Fahrrad ein allgemeines Verkehrsmittel geworden fei, das im Geschäftsleben kaum noch ent« veyrt werden könne. Nun sei aber da« Radfahren auf den meist überfüllten, zuweilen sogar holprigen Straßen Berlin- och viel gefährlicher, als da- Fahren auf einer sorgsam ge- ebneten und abgesperrten Rennbahn. Die Behauptung sei daher hinfällig, daß fich der Kläger durch seine Theiluahwe am Sportsfeste einer besonderen Gefahr ausgesetzt habe. Es liege lediglich ein Unfall vor, der eine Erkrankung zur Folge Unb bö^CT sei der Antrag deS Klägers begründet. Die Kammer wie- den Kläger ab und zwar mit der Be- gründung, daß der Sport stets gefährlich und die Möglich. fLV*ner Verunglückung groß sei. Eine derartige Verunglückung könne nicht in Vergleich gestellt werden mit einer «atürlichen Erkrankung, während welcher der Chef allerdings haftbar sei. Gegen diese Entscheidung ist Berufung ein» gelegt worden. Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch bi« Agenten Earl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 29. April. Wer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer München, Capt. !W. Kuhlmann, vom Norddnüschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten tn Newyork angekommen. Bremen, 29. April. Wer transatlantischen Telegraph.l Der Schnelldampfer Lahn, Capt. C. Pohle, vom Norddeutscher Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten la Newyork angekommen. Sraukfurter «tadttheater. Wie nunmehr definitiv festgesetzt woiden, wird Tamagno zuerst als Manrico im „Troubadour" im Frankfurter Opernhause auftreten (Mittwoch den 5. Mai) und dann als zweite und letzte Partie den Propheten fingen (Freitag den 7. Mai). 2Cird?lid?e Anzeigen -e* Stabt Gietzen. Evangelische «tmeinbe. Sonntag den 2. Mai. Misericordias Domini. Gottesdienst. I« bet Ariedhof-capelle. Bormittags 9*/s Uhr: Pfarrer Schlosser. 3m Lo«firmaude«faal, Neustadt 6L Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser. 3tt den Joha««OOttLcha» Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lucas, gemeinde. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Confirmanden aus der Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag den 9. Mai: Confirmation der Kinder aus der Johannesgemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Die Beichte findet Samstag, den 8. Mai, Nachmittags 2 Uhr, statt. Collecte für die Armen. Katholische «emeiatze. Samstag, den 1. Mai: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte; Sonntag den 2. Mai. 2. Sonntag nach Ostern. VormtttagS von 6Vo Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6'/, Uhr erste hl. Meffe; * um 7Ve Uhr AuStheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Mesie; „ um 9