Nr. 257 Samstag de» 31. Oktober 1896 Gießener A nzeiger Kenerat-Anzeiger. Umtse und Anzeigeblatt für den Kreis Giefzen chratisöeitage; Hießener Kamikienökätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Redactton, Expedition und Druckerei: Schutftraße Zlr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Aöonncmentspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Vringcrlohu. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamiliendlälter ID erben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hleßener A«zeiger «scheint täglich, »it Ausnahme bei Montags. Alle Annoncen-Burcaux bcS In- unb Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Amtliche»' Ttteil. Gießen, den 30. October 1896. Betreffend: Die RetchStagSwahl. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen n die Grstzh. Bürgen»etftereie« des Kreisel. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 17. October 1896 noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung mit Frist von 3 Tagen erinnert. I. B.: Dr. Meltor. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der Unterzeichnete vom heutigen Tage ab den Dienst als Rentamtmann an dem Rentamte Alsfeld übernommen hat. Alsfeld, den 23. October 1896. GroßherzogltcheS Rentamt Alsfeld. KlooS. Wolffs telegraphisches Correspondarz-Bure«». Brandenburg a. d. Havel, 29. October. Das Gesammt. resultat der heute stattgehabten Ersatzwahl für West- havelland ist bis auf drei Ortschaften bekannt. PeuS (Soc.) erhielt 7859, Loebel (cons.) 6286, Blell (Freis. VolkSp.) 4807 Stimmen. Stichwahl zwischen PeuS und Loebel. Essen a. d. Rohr, 29. October. Der Kaiser und Prinz Heinrich mit Gefolge find um ->/, Uhr von der Billa „Hügel" nach Blankenburg abgeretst. Blankenburg, 29. October. Der kaiserliche Sonderzug ist um 5 Uhr Nachmittags hier eingetroffen. Der Kaiser und Prinz Heinrich hatten beide Hofjagduntform angelegt. Im Gefolge befindet fich General v. Pleflen, Oberhofmarschall Frhr. v. Egloffstetn, Generalarzt Dr. Leuthold, Flügeladjutant Frhr. v. Berg und der persönliche Adjutant des Prinzen Heinrich, Corvettencapitän Müller. Der Kaiser und Prinz Heinrich wurden auf dem Bahnhofe vom Prinzen Albrecht und deffen Söhnen, den Prinzen Friedrich Heinrich und Joachim Albrecht, empfangen. Die überaus zahlreich anwesende Menschenmenge brach in anhaltende begeisterte Hochrufe aus. Die Stadt ist festlich erleuchtet. Leipzig, 29. October. Die Stadtverordneten stimmten heute dem Anträge des RatheS zu, den 5. allgemeinen deutschen Journalisten- und Schriftstellertag für das Frühjahr 1897 nach Leipzig etnzuladeu. Rom, 29. October. Gestern Abend fand auf dem Platze vor dem Qutrinal eine große Serenade statt, an der 250 Personen mitwirkteo. Das Königspaar und die übrigen Fürstlichkeiten befanden sich auf dem Balkon des QuirinalS, von der überaus zahlreichen Volksmenge enthusiastisch begrüßt. Florenz, 29. October. Prinz und Prinzessin von Neapel sind heute Nachmittag hier eingetroffen und auf dem Bahnhofe vom Bürgermeister und den Spitzen der Behörden empfangen worden. Die Bevölkerung bereitete dem prinzlichen Paare einen überaus herzlichen Empfang. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 29. October. Dem BundeSrath liegen nunmehr, wie die „Post" vernimmt, sämmtliche Special-Etats für 1897/98, mit Ausnahme des Milttär-EtatS, vor, welch letzterer aber noch in dieser Woche dem BundeSrath zugehen dürfte. verttu, 29. October. Die Eröffnung des preußischen Landtages wird am 20. November um 12 Uhr Mittags im Weißen Saale des hiesigen SchloffeS stattfinden. An den tzröffnungsact werden fich alsdann die ersten Plenarfitzungen in den beiden Häusern deS Landtages anschließen. Berlin, 29. October. Die conservative Partei wird der „Kreuzzeitung" zufolge am 9. November hiersclbst einen Delegirtentag abhalten. Berlin, 29. October. DaS „Berl. Tagebl." schreibt: Wenn es fich bestätigen sollte, daß die jetzt auftauchende Ver- muthung richtig sei, daß der Inspirator der „Hamburger Nachrichten" nicht in FrtedrtchSruh, sondern in Schönhausen zu suchen sei, so hatte die Regierung keine Ver- aulaffung, irgend welche Rücksicht zu üben, zu welcher sie fich angesichts der Verdienste Bismarcks um die Einheit und die Größe Deutschlands gegen diesen verpflichtet fühlt. — Demselben Blatte wird aus Hamburg gemeldet, daß die „Neue Hamburger Zeitung" aus guter Quelle erfahren haben will, daß Dr. Ehrhsauder nach Berlin gedrahtet habe, Fürst Bismarck stehe den Veröffentlichungen der „Hamb. Nachr." über den deutsch-russischen Bündnißvertrag völlig fern. ES würde fich also auS der Richtigkeit dieser Nachricht btr Schluß ziehen lassen, daß jene Enthüllungen eine Privatleistung deS Leitartiklers der „Hamb. Nachr." war, der in beständigem Verkehr mit dem Fürsten Bismarck fich ganz deffen Eigenschaften zu eigen gemacht und möglicherweise früher erhaltene Mittheilungen jetzt wiedergegeben habe. Berlin, 29. October. ES ist nunmehr gelungen, des Mörders des JustizrathS Levy, Bruno Werner, habhaft zu werden. Derselbe wurde in Zellerfeld im Harz verhaftet. Hamburg, 29. October. Die „Hamb. Nachr." bezeichnen die von der „Wiener Neuen Freien Presse" verbreitete Unterredung als nicht vom Fürsten BiSmarck selbst herrührend, geben aber zu, daß die von dem Wiener Blatt in Umlauf gesetzte Mittheilung über den bis 1890 bestehenden Neutra- lttätSvertrag zwischen Deutschland und Rußland richtig sei. Wien, 29. October. Der hiesige Vertreter der Aktien- gesellschaft für Textilindustrie, vormals Dolfus-Mtg in Mülhausen i. E., Gottfried Tutter, ist wegen Veruntreuung von 180000 Gulden verhaftet worden. Budapest, 29. October. Bis Nachts 2 Uhr wurden 220 Wahlresultate bekannt, von denen 162 den Liberalen zufallev. London, 29. October. „Pall Mall Gazette" behauptet, der Sultan habe seine Flucht auS dem Mdiz-KtoSk vorbereitet. Konstantinopel, 29. October. Bei zwei Armeniern der Vorstadt Pera wurden Bomben, Dynamit und Patronen gefunden und von der Polizei beschlagnahmt. Berlin, 30. October. Dem „Berl. Tagebl." zufolge wird unter den neuen Forderungen für das Marine- Budget diejenige für die Errichtung eines Trockendocks in Kiel, sowie die erste Rate für den Bau eines Kriegsschiffes „Ersatz König Wilhelm" in erster Reihe stehen. Berlin, 30. October. Der Correspondent deS „Berl. Tagebl." aus Konstantinopel erfährt von einem zuverlässigen Gewährsmann, Apik Effendi sei nicht tobt, wohl aber angegriffen, sonst aber gesund- er erhoffe baldige Begnadigung. München, 30. October. Wie die Direction deS „Deutschen Theaters" mittheilt, ist Herr Emil Meßthaler vom gestrigen Tage von seiner Stellung als Director des „Deutschen Theaters" wegen vollständiger Unsähtgkeit enthoben worden. Wien, 30. October. Parlamentarische Kreise, welche dem Auswärtigen Amt uahestehen, behaupten, man sei in Berlin entschloffen, wenn Bismarck die Enthüllungen fort- setze, ihn wie einen preußischen General zu behandeln. Brussel, 30. October. In der hiesigen Sparkasse wurden 186 000 FrcS. gestohlen. Ein hoher Beamter wurde, als der That verdächtig, verhaftet. G. Darmstadt, 30. October. (Fernsprechmeldung.) Die hiesige Stadtverordneten-Versammlung wählte in gestern ftattgehabter geheimer Sitzung unter 35 Bewerbern den Kreisbauinspector Jäger von Bensheim zum technischen Beigeordneten mit einem AnfangSgehalt von 6000 Mk. und sprach fich einstimmig für Errichtung eines gewerblichen Schiedsgerichts auS. Sitzung der Stadtverordneten am 29. October 1896. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Faber, Flett, Grünewald, Dr. Gutfletsch, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Hryligeustaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Kirch, Löber, LooS, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Das Gesuch des Herrn Fr. Habenicht um Erlaubntß zur Wafferabführung auS seinen Fabrikgebäuden an der Wtesenstraße in einen in die Wiesen mündenden Abzugsgraben wird unter Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs, Entrichtung einer Anerkennungsgebühr und der Verpflichtung des GesuchftellerS, die säurehaltigen Abwässer zu neutralifiren, genehmigt. DaS Gesuch deS Herrn W. Steinbach um Erlaubntß zur Aufstellung einer Bretterhalle in seiner Sandgrube am NahrungSberg wird auf Antrag der Baudeputatton beanstandet. Dte alljährlich stattfindende Aufstellung des Ernte- ertrags durch die Feldgeschworenen hat 66 Mark an Tagegebühreu für letztere erfordert, welche bewilligt werden. Für dte Ausführung der Culturarbeiten tm Stadtwalde für 1897/98 werden nach Anhörung Großh. Oberförsterei dieselben Tagelohnsötze wie im Vorjahre festgesetzt, nämlich 2 Mk. für eine Mannsperson tm Sommer, 1.60 Mk. im Winter, und 1,20 Mk. für eine Frauensperson während deS ganzen Jahres- für Fuhren mit einem Pferd oder zwei Kühen 6 Mk., mit zwei Pferden oder zwei Ochsen 10 Mk. pro Tag. Der Anfall von Eichen st ammholz aus dem Gießener Stadtwald pro 1897/98 tm Quantum von 720 Festmeter soll, gleichwie in früheren Jahren so auch diesmal wieder auf dem Wege schriftlicher Submission ver- werthet werden. Der Schützenverein Gteßen, welcher seit längeren Jahren Pächter verschiedener Trtebviertel in Nähe des Schützenhauses ist, hat um pachtweise Ueberlassuug eines weiteren leihfälltg werdenden Viertels nachgesucht, um mehr Platz zur Abhaltung seiner Festlichkeiten zu gewinnen. DaS Gesuch wird genehmigt, in Rücksicht auf den stetig fich steigernden Pachtwerth der Preis aber auf l2Mk. festgesetzt, auch soll der Verein für die bereits früher gepachteten Trieb- Viertel, für welche bisher 8 Mk. bezahlt wurden, vom nächsten Jahre ab ebenfalls 12 Mk., bezw. 10 Mk. für dte tn Gewann 19 liegenden entrichten. Dem Eisveretn sollen auch für den Winter 1896/97 dte Wt?sen hinter den Eichen unter den bisherigen Bedingungen (Ueberlaffung von 2000 Eisbahnkarten zur Vertheilung an Schulkinder) überlassen werden. Am 11. November find 800 Mk. Zinsen der Wilson- Stiftung zu vergeben. Bisher erhielten je 400 Mk. der Knaben- und Mädchenhort, während die Gewährung von warmem Frühstück an bedürftige Schulkinder im vorigen Jahre aus Mitteln bestritten wurde, die dte Commerztenrath Heichelheim Eheleute anläßlich ihrer silbernen Hochzeit zur Verfügung gestellt. In diesem Jahre reichen die Mittel zu diesem Zwecke nicht auS. Da nach den Bestimmungen der Wilson-Stiftung dte Stadt freies Verfügungsrecht über die Verwendung der Zinsen hat, wurde auf Antrag der Armendeputation beschlossen, etwaige Ueberschüsse aus den dem Kinderhort zufltcßevden Zinsen der Wilson-Stiftung bis zum Betrage von 150 Mk. zur Beschaffung warmen, aus einem halben Schoppen Milch und einem Brödchen bestehenden, in den Schulpausr« zu verabreichenden Frühstücks für jedes bedürftige Schulkind zu verwenden, das Fehlende aber auS dem Dispositionsfonds der Armenkasse zuzuschießen. Die Versammlung genehmigte dte Vertiefung eines Pumpenschachtes im Keller des ThurmhauseS am Brand, setzte dagegen die beantragte Ueberdachung deS Lichtganges daselbst auf dte Dauer etneS Jahres aus. Nachdem mit Erwerbung der Katzeustetn'schen Besitzung das letzte der Durchführung der Ltebtgstraße von der Ludwigstraße bis zur Frankfurterstraße bestehende Hivder- uiß beseitigt ist, wurde der Versammlung der Voranschlag über den Ausbau genannter Straße vorgelegt- derselbe beläuft fich auf 22,000 Mark. — Auf die Anfrage deS Herrn Dr. Schäfer, ob bei der Brette der Ltebtgstraße nicht Bäume angepflanzt werden könnten, theilte Herr Oberbürgermeister Gnauth mit, daß solche vorgesehen seien. Infolge mancherlei Umstände, u. A. durch die vorjährigen großen Feste, mußte dte Fortführung deS PflasterstreifeuS an der Nordaulage, von der Neustadt ab, eingestellt werden- auch wurden Seitens des SradtbauamtS Bedenken gegen dte Fortführung geäußert, weil diese Pflasterstretfen nicht für zwei uebeneiuandergehende Personen hinreichend breit seien und dadurch dte Baumschetbeu betreten würden, waS den Bäumen schädlich sei- das Stadtbauamt hat Herstellung eines MosatkpflasterstreifenS auf der Mitte der An- läge empfohlen. Die Baudeputatton beantragt, eS bei Fortführung des Basaltpflasters zu belassen, da dasselbe doch nur als Rothbehelf bet nassem Wetter diene. ES wird in diesem Sinne beschlossen. Dem von Herrn Stadtverordneten Grünewald s. Z. angeregten Plane, den Weg über die GänSäcker nachdem Philosophenwalde mit Bäumen zu bepflanzen, ist seitens der Baudeputatton näher getreten worden. Angestellte Erhebungen haben ergeben, daß bereits im Jahre 1888 der VerschönerungSveretn eine gleiche Absicht hatte, später aber davon Abstand nahm, weil ihm die von dem FiScuS gestellten Aufgaben zu hohe waren. AuS mancherlei Erwägungen, u. A. denjenigen, daß durch die Grünberger Straße schon ein schattiger Weg nach dem Walde gegeben sei, daß mit Anlage der Moltkestraße der Weg aus dem Innern der Stadt nach der Grünberger Straße bezw. nach dem von dort abzweigenden Wege abgekürzt, und daß ferner die Möglichkeit vorltege, das Gelände könne über kurz oder laug bebaut werden, hat die Baudeputation beantragt, von der Beflanzung mit Bäumen Abstand zu nehmen. Die Versammlung hob den Antrag zum Beschluß. Der von der Deputation für den Arbeitsnachweis, welcher am 1. November in Thätigkeit tritt, vorgelegte Entwurf einer Geschäftsordnung für den Arbeitsnachweis wurde ohne Debatte genehmigt. Die Geschäftsordnung enthält Bestimmungen über Geschäftszeit, Führung der Listen, Eintragung der Gesuche, Besetzung von Stellen, Au- und Abmeldung solcher, über Beschwerden, Veröffentlichung der Gesuche, sowie darüber, daß das Arbeitsamt sich mit auswärtigen gleichartigen Anstalten in Verbindung wegen ArbeltS« Vermittlung setzen, auch Mittheilungen über Lohn-Verhältniffe machen kann. — Herr Oberbürgermeister Gnauth gab hierbei dem Wunsche Ausdruck, daß von der Einrichtung recht vielseitig Gebrauch gemacht werden möge. Für die Verlegung deS Oberlachgrabens werden 900 Mk., für Erneuerung der Plockbrücke über denselben 1000 Mk. bewilligt. Zur Fortsetzung der Gasleitung am Schiffen- berger Weg zwecks Anschlusses der Heinzerltng'scheu Wirth« schäft werden 150 Mk., und zur Fortsetzung der Wasserleitung am Krofdorferweg bis zum Stiehl'schen Hause 280 Mk. bewilligt. CocaUs «nd ptotrtnsUltes, Gießen, den 30. October. • * Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Minister der Finanzen, Wirklichen Geheimerath August Weber die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen deS ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Annen-OrdenS L Klasse zu ertheilen. ♦ * In der Kunstausstellung im ThurmhauS am Brand sind in dieser Woche die Gemälde gewechselt worden, worauf wir alle Kunstfreunde aufmerksam machen. Wie in den früheren Serien, so befinden sich auch in der neuen Werke hervorragender Meister. • * Coucertvereiu. Sonntag den 8. November beginnt der Concerroeretn seine diesjährige musikalische Thätigkeit. Lange vorher schon hatte der Vorstand des Vereins in eifriger Arbeit seine Vorbereitungen zu treffen, um das 106. Concert« jahr würdig zu gestalten. Trotzdem genannter Vorstand seines alten musikalischen Führers beraubt, während der neu gewählte durch Krankheit von hier ferngehalten, trotzdem noch im letzten Augenblick ein engagirter Künstler durch seine Plötzliche Absage daS erste Concert in Frage stellte, trotzdem ist eS doch gelungen, nicht nur den Termin festzuhalten, sondern das erste, wie auch das zweite Con- cert ganz besonders vornehm und interessant zu gestalten. DaS erste Concert am 8. November bringt außer einer liebenswürdigen jungen Sängerin, Fräulein Bußjäger aus Bremen, der ein sehr schöner Ruf vorauSgeht, den berühmten Cellisten Hugo Becker aus Frankfurt. Genannter Künstler nimmt fast unbestritten den ersten Platz als Vertreter dieses gesangreichen Instruments ein und haben wir es den alten bewährten Kräften des Vorstandes zu danken, einen solchen bedeutenden Künstler noch in letzter Stunde gewonnen zu haben. Mit diesem vortrefflichen Musiker kommt gleichzeitig Herr C. Friedberg auS Frankfurt, ein zwar jugendlicher, aber trotzdem hochgeschätzter Pianist. — Für'daS zweite Concert ist kein Geringerer, als der berühmte Violin- Virtuose Willy Burmister verpflichtet, gleichzeitig wird in diesem Concert Herr G. Trautmann, der nevgewählte akademische Mufikdirector, sein erstes DirectionS-Debüt halten. Freudig begrüßen wir eS, daß der junge Dirigent unseren alten Vater Haydn mit seiner köstlichen Oxford- Symphonie als erste Gabe bringen will. * • DaS ZahreSfest deS Oberhesfischeu Vereins für innere Mission ist trotz Druckfehler aller Art und trotz Regenwetter doch sehr schön verlaufen. Das ist der Eindruck, den wohl alle Festtheilnehmer daraus mitgenommen haben. DaS Fest hat sich nun einmal als Sammelpunkt der Bestrebungen und Arbeiten der inneren Mission in die Provinz fest etngelebt. Davon gibt u. A. der starke Besuch von auswärts schon am ersten Tage deS Festes erfreuliches Zeugniß. Ueber 40 Teilnehmer, zumeist von auswärts, unter ihnen auch der Superintendent der Provinz Oberhessen, Herr Prälat Dr. Habicht, hatten sich zu der vertraulichen Berathung in der Herberge am Dienstag Nachmittag eingefunden. Dort wurde nach Erledigung der eigentlich geschäftlichen Angelegenheiten über „Die Dtaconie in der Gemeinde" berathen. Herr Pfarrer Cordes aus Frankfurt a. M. gab die überaus fesselnden Mittheilungen über die Art, wie er in sehr mannigfaltigen Organisationen die Glieder seiner Gemeinde, junge und alte, zur thätigen Mitarbeit an den Aufgaben des Gemeindelebens, am Gottesdienst, Seelsorge und Armenpflege, und nicht zum wenigsten der eigenen Weiterbildung in der christlichen Er- kenutniß, herangezogen habe und sie dazu heranbilde und wie es ihm gelungen fei, durch die sich gegen dergleichen spröder verhaltende Männerwelt dafür zu gewinnen, wobei er den Besitz eines eigenen Gemeindehauses mit den nöthtgen Räumen sür allerlei Versammlungen und Vereinigungen als die Grundbedingung einer solchen lebendigen Gemeinde- arbeiit betonte. Herr Pfarrer Wtssig aus Bad-Nau- heim schilderte sodann, waS in kleineren Gemeinden vor Allem durch Mitwirkung unserer Gemeindeschwestern (Diaco- nissen) geschehen kann. In der sich anschließenden DiScussiou wurde besonders darauf htngewiesen, daß in dem Kirchenvorstand und der kirchlichen Gemeindevertretung die ersten Organe gegeben seien, an die sich jede weitere Organisation anschließen müsse, andererseits aber auch betont, daß sich dergleichen nicht von heute auf morgen machen lasse, daß es vielmehr nöthig sei, unsere Gemeindeglteder dazu zu erziehen. Auch der ernsten Gefahr wurde gedacht, die sich überall da etn- fiellt, wo Gemeindeschwestern eifrig arbeiten, daß die Ge- weiudeglieder sich allzu sehr auf sie verlassen und darüber das Gefühl ihrer Verpflichtung, selbst Hand anzulegrn in der Pflege der Kranken im eigenen Hause, wie in der Fürsorge für nothleidende Gemeindeglieder, zu sehr verlieren. Sehr schön und feierlich war dann der Fest gotteS dien st in der JohanneSkirche. Eine zahlreich von nah uad fern versammelte andächtige Gemeinde erbaute sich an dem weihevollen Gesang und der gemüthvollen und erweckiichen Predigt unseres LandSmanneS, des Herrn Pastors Otto Palmer auS Hamburg. Am späteren Abend fand sich dann wieder eine stattliche Versammlung tu SteinS Garten zusammen. Auch dort ließ eS sich der Kirchengesangverein angelegen sein, den Abend mit seinen Liedern zu schmücken. Den Mittelpunkt bildeten die Ansprachen deS Herrn Pfarrer Wenck aus Darmstadt und des Herrn Stadtpfarrers Dr. Wurster aus Heilbronn. Jener sprach über die Trunksucht und behandelte sein heikles Thema so meisterhaft, mit solcher Beherrschung deS Stoffes und solch tiefem Ernst, daß er eines nachhaltigen Eindrucks nicht verfehlte. Herr Dr. Wurster behandelte mit vielem Humor die Frage, was wir unserer männlichen Jugend: den Handwerksburschen, unseren Arbeitern, den Kellnern, und auch den Studenten, schuldig seien. Die Jahresversammlung am Mittwoch Morgen im Confirmandensaale der JohanneSkirche begann mit einer von Herrn Pfarrer Weber auS Lich gehaltenen Morgenandacht. Dann erstattete Herr Pfarrer Schlosser den Jahresbericht,aus dem wir nur hervorheben wollen, daß der Verein in der Lage gewesen ist, eine ganze Reihe von Werken der inneren Mission zu unterstützen, daß aber seine Hauptstärke in den von ihm inS Land ausgehenden Anregungen liegt, in deren Verfolg im ganzen Vereinsgebiet eine immer regere Thätigkeit, besonders auf dem Gebiete der Krankenpflege und der Fürsorge für verwahrloste Kinder spürbar ist. Einen recht be friedigenden Verlauf nahmen die Verhandlungen über daS Thema: „Die innere Mission und die Frauen." Der Referent, Herr Stadtpfarrer Dr. Wurster hatte seinem Vortrag folgende Thesen zu Grunde gelegt: 1. Zur Beantwortung der ersten Frage der inneren Mission, der nach den vorhandenen Nothständen, bietet für unser Thema die Prüfung der modernen Frauenbewegung fruchtbare Gesichtspunkte. 2. Sofern die moderne Frauenfrage zuerst Berufsfrage ist, weift sie a) als Damenfrage auf die Erschließung neuer Berufe für brachliegende weibliche Kräfte der mittleren und höheren Stände, b) als Arbeiterinnenfrage theils auf die Verbesserung der Stellung der Dienstboten, theils auf den Schutz der Jndustriearbeiterinnen vor gesundheitlichen und moralischen Gefahren hin. 3. Als Erziehungsfrage verlangt sie ferner qr Stelle der einseitig intellectuell-ästhetischen Mädchcnerziehung, bezw. der unmittelbaren Ausnützung zum Verdienen eine gründliche practische Berufsbildung, besonders hauSwirthschafiliche Durchbildung. 4. AlS Standes- und Rechtsfrage endlich kommt sie für die innere Mission nur unmittelbar in Betracht, sofern es daraus ankommt, durch Beeinflussung der öffentlichen Meinung und eigene Praxis die rechtliche Festlegung der theoretisch anerkannten Gleich« werthigkeit des WeibeS mit dem Mann vorzubereiten. 5. Die innere Mission schafft in seiner Diaconte dem weiblichen Geschlecht eine Reihe der edelsten, echt weiblichen Berufe, wobei jedoch nicht der Gesichtspunkt eigenen Erwerbs oder der Gewinnung einer anständigen Lebensstellung, sondern der eines selbstlosen, auS lebendigem Glauben fließenden Gemeindedienstes der maßgebende ist. 6. Der Umfang der Diaconie ist noch starker Erweiterung fähig, namentlich auf dem Gebiet der Gemetndepflege, der speziellen Krankenpflege (bes. Jrrenpflege), der Lehrdtaconie, des Aufseherinnendienstes in Gefängnissen. 7. Es ist wünschenSwerth, daß die Diaco- nissenhäuser, deren Organisation in ihren wesentlichen Grund- zügen festgebalten werden soll, durch die Ausbildung freier dienender Kräfte entlastet werden. 8. Die nicht berufsmäßige („zufällige") LiebeSthät'gkeit der Frauen entgeht den ihr drohenden Gefahren am besten durch Anschluß an das Pfarr« amt und die geordnete Gemeindediacovie. 9. Die Hauptformen dieser LiebeSthätigkeit sind: Hilfe in der Seelsorge, in der Armenpflege und daS Mattonat. 10. Für die Erziehung der weiblichen Jugend zu hauswirthschaftlicher Tüchtigkeit wirkt die innere Mission mit a) in ihren Mägde- bildungSanstalten, b) in Koch« und Industrieschulen, nament« lich auch für Jndustriearbeiterinnen, c) in Töchterinstituten für Mädchen auS mittleren und höheren Ständen (Pensionäre, „Diaconieseminar"). 11. Die moralische Behütung und religiöSfittliche Förderung der weiblichen Jugend strebt die innere Mission an in den Marthavereinen, in besonderen Maßnahmen für unverheirathete Fabrikarbeiterinnen, Haupt« sächlich aber in den Jungfrauenvereineu. 12. Auf dem Gebiet der schwierigen Arbeit zur Rettung sittlich gesunkener Mädchen und Frauen sind als neue wichtige Maßregeln die Errichtung von Vorasylen und von Frauenheimen, sowie von Trinkerinnrnashleu anzustreben. 13. Für die Fabrikarbeit der Frau, zumal der verheiratheten, gelten die beiden an sich gegensätzlichen Forderungen nebeneinander: a) Beschränkung und teilweise Aufhebung derselben, b) Ermöglichung derselben durch Einrichtung von Krippen, Kinderpflegen und anderen Nothbehelfen. Diese Thesen sanden dann eine ebenso geistvolle, als practisch nüchterne Ausführung. Referent hielt sich bei aller Anerkennung des Berechtigten in der modernen Frauenbewegung doch ganz fern von allen den Extravaganzen, durch die diese Bewegung vielfach in Mißcredit gebracht wird. Sehr werthvoll war namentlich sein Nachweis, wie der Umfang der weiblichen Diaconie noch einer starken Erweiterung fähig fei, und noch zahlreichen weiblichenKräften einen befriedigenden Beruf zu bieten vermöge und wie namentlich auf dem Gebiet der freiwilligen Diaconie in der Gemeinde ein weites Feld der Bethätigung brach liegender Kräfte gegeben fei. In der DiScussiou fanden die Darlegungen des Referenten fast eine Zustimmung und weitere Ausführung. Interessant war, wie lebhaft fpeciell die Dienstbotenfrage auch die Männerwelt bewegte. Klagen Über die abnehmende Neigung zu „dienen" und über mangelhafte Ausbildung der Dienstboten begegneten sich mit sehr ernsten Anklagen gegen die Herrschaften und deren vielfach zu beobachtende Gleichgiltigkeit gegenüber dem Denken und Fühlen. Wohl und Wehe der Dienstboten. Allseitig war man damit einverstanden, daß eS ebenso dringend im Interesse unserer Gemeinden, wie unserer Frauen und Jungfrauen liege, daß sich mehr Kräfte für den Dienst unserer freiwilligen Gemeindepflege bereit finden lassen. In Bezug daraus wurde folgender Antrag von Herrn Pfarrer Schlosser einstimmig angenommen: „Die Versammlung richtet an den Vorstand da- Ersuchen, die Einrichtung von JnstructionScursen für Frauen und Jungfrauen zum Zweck besserer Ausbildung und Ausrüstung für die freiwillige Arbeit in der Gemeindepflege (Seelenpflege, z. B. Kinder- gotteSdienst, Krankenbesuche, Armenpflege, Matronat, Fürsorge für Unmündige, Einsame und Verlassene) in ernste Erwägung zu nehmen." Bei der nun folgenden Erneuerungswahl deS Vorstandes wurde der gefammte Vorstand wiedergewählt. • * WasserleittmgSschäden ereignen sich fast täglich und eS nimmt infolge dessen die Presse nur noch von besonder» schweren, bezw. interessanten Fällen Notiz. ES liegt nn» heute ein AuSzug auS dem Schadenregister der Wasserleitungß- schäden-Versicherungsgesellschaft „Neptun" zu Frankfurt a. M. vor, in welchem eine große Anzahl bedeutender Wasser- leitungSschädeu in den verschiedensten Städten Deutschland» verzeichnet ift. Die gewöhnlichste Ursache der WasserleituvgS« schäden ist Rohrbruch. Sehr häufig sind ferner die Schäden durch Offenlassen der Hähne und Ueberlaufen der Badewannen rc. Aeußerst gefährlich werden den Häusern ost ganz unscheinbare Defecle an den Leitungen, insbesondere wenn letztere nicht freiliegen. DaS Wasser sickert dann monate, ja sogar jahrelang unbemerkt in die Fußbodenlager, welche langsam in Faulviß übergehen, wodurch stets umfassende und kostspielige Reparaturen zur Erneuerung deS Gebälkes nothwendig werden. Kein vorsichtiger Hausbesitzer sollte, namentlich im Hinblick auf den bevo,stehenden Winter, versäumen, fein HauS ebenso gegen Wasserleitungeschäden zu versichern, wie es gegen Feuersgefahr schon allgemein üblich ist. Die Nothwendigkeit der Versicherung gegen Wasser- leitungSschädeu wird immer mehr anerkannt. So ist z. B. am T>. Juli er. in der StadtrathSfitzung zu Ludwigs- Hasen a. Rh. mit allen gegen eine Stimme beschlossen worden, sämmtliche städtische Gebäude gegen Wafferleitungüschäden bei der Gesellschaft „Neptun" in Frankfurt a. M. zu versichern. Versicherungen für diese Gesellschaft vermittelt am hiesigen Platze Herr Adolf Bieler, Westanlage. **ck. Lehrerheim Vogelsberg. Allen Freunden und Mitgliedern des Vereins „Lehrerheim Vogelsberg" kann die erfreuliche Mitthetlung gemacht werden, daß da» Interesse an dem Lehrerheim bei Schotten in Lehrer« und Nichtlehrerkreifen in stetem Wachsthum begriffen ift. Zahlreiche Anmeldungen zur Mitgliedschaft laufen in herzerfreuender Weife aus allen Theilen des Landes ein. Einzelne Bezirks« Lehrervereine, so Gedern, Ortenberg, Schotten, find der Stiftung in jüngster Zeit vollzählig ober doch nahezu in ihrerGesammtheit beigetreten- andere, wie Fränkisch Crumbach, Reinheim, Modauthal, haben den Beitritt ihrer fämmiUdjen Mitglieder in nahe Aussicht gestellt- wieder andere (Lollar u s. w.) meldeten einen erheblichen Procentsatz ihrer Mit« glteder als Zeichner von Antheilscheinen an. Selbst preußische Lehrer aus der Provinz Heffen-Naffau weift die Mitglieder« liste auf. — ES ist begründete Hoffnung vorhanden, daß in nicht allzu ferner Zeit bei weitem der größte Theil der hessischen Lehrerschaft sowie viele Lehrerfreunde zu Mitgliedern der Stiftung zählen werden. Stehen wir nach dieser Richt« ung hin einst vor einer vollendeten Thatsache, so darf, wenn nicht alle Zeichen trügen, dem ersten deutschen Lehrerbeim auf Grund der neuesten Erfahrungen eine gesicherte Zukunft in Aussicht gestellt werden. □ Darmstadt, 29. October. Der Kaiser von Rußland hat Orden an viele Militär« und Civilpersonen verliehen, darunter dem Oberbürgermeister Morneweg, de« Beigeordneten Köhler und dem Hostheaterdirector. Verimischter * Zellerfeld a Harz, 29. October. Ueber die Verhaftung des Mörders Bruno Werner werden noch folgende Einzelheiten bekannt. Werner war gestern Abend 7 Uhr in Zellerfeld angekommen und in der dortigen Ver- pflegungSftation aufgenommen und verpflegt worden. Die Papiere lauteten auf den HaudlungSgehülfen Winter, 1880 in Berlin geboren. Der Inhaber war noch nicht lange gewandert. Der Wanderfchein zeigt erst zwei Stempel, darunter einen auS Wernigerode, wo Werner schon von einem Gendarm verhört, aber nicht erkannt wurde. Heute Vormittag bat W. in der Stadt für genossene Pflege gearbeitet. Er wurde hier bet einer Revision der Verpflegungsstation von dem Gendarmen Wickert erkannt. Als er von diesem herauSgerufen und gefragt wurde, erklärte er sofort: Ja, ich bin Werner. Der Verhaftete weint fortwährend. Die Vernehmung durch den Amtsrichter Kölle ist noch im Gange. Hntoerfitäts - Nachrichten. München, 29 October. Der Director der Kreis Irrenanstalt und ordentliche Proseflor der Psychiatrie der medtcinischen Fa.ullät der Untoersität München, Dr. Grashey, wurde unter Enthebung oon den beiden genannten Stellen zum Obermedtcinalrath i« Ministerium des Innern alS Leiter des Obermedicinal-AnsschusseS berufen. Nirchliche Anzeiger* der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag, den 1. November 22. Sonntag nach Trinitatis. Reformationsfest. An der Etadtkirche. Vormittags 9'/, Uhr: Geh. Lirchenraih Prof. D. Köstlin. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser. I i *1 $ Mitin tin W 6 rod«- am ander! dein Bei ein Cas Zinsen Mung unb P rüclsichl nicht in zur Ze Privat Zuwen es kein Tode; war. Anal die Alb Credner nuar lt an den 9630 2 die reg Abend Alle Li 9619 £ 1897/1 der Äe/H meisteret« Ti Groß ftlltN Dttl Angelo' 1* Ä an NMsend Wn tir Vltfai Die Circa 1 circa $ ■Samstag Samstag fr " Hs EQtl3$' s A- e«f, Kuweiti- aoer ton witnttdw ®on btuit vchttstllch, Mtttmi Huzeku. Nachmittags 6 Ubr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Marcus- -emeinde. Anmeldungen dazu werden bei dem Pfarrer feder Gemeinde erbeten. In sSmmtlichen Gottesdiensten: Collecte für den Verein der Gustav-Adolf-Stiftung. Donnerstag den 5. November, Abends 8 Uhr: Bibelstuvdc im Confirmandensaal (Neustadt 61). Es wird nochmals darauf htngewiesen, daß die Uindcrkirche l« der Stadlkirche nicht, wie vorigen Sonntag angekündigt wurde, am Nochmtttag, sondern Vormittags 11 Uhr stattfindet. 3« der IohamreSkirch«. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Ktnderkirche für die LucaSgemeinde: Geh. Kirchknrath Prof. D. Köftlin Nachmittags 6 Ubr: Professor Dr. Florina von Friedberg. Beichte und heil. Abendmahl für Lucas- und Johannesgemeinde. Collecte für die Gustav,Adolf-Stiftung. Montag, den 2. November, Abends v Uhr: Bibclfl««de im Confirmandensaal der JobanneSkirche. 2. PetruSbrief Cap. 1, von Vers 12 an: Fleiß der Heiligung auf Grund des festen GotteS, worteS. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. (Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.) SamStag den 31. October. Nachmittags um 6 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenbett iir hl. Beichte. Sonntag den 1. November. Allcrhciligenfest. Vormittags von 6»/, Uhr an Gelegenheit zur hi. Beichte; » um 6i/, Uhr erste hl. Messe; , um 7‘/> Uhr AuStheilunq der hl. Communton; • um 8 Uhr zweite hl. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt; vormittags um 9*/, Uhr Hochamt mit Predigt: Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Nachmittags um 51/, Uhr Predigt; darauf Rosrnkranzandacht mit Segen. -------- Winterkleiderstoffe. Damentuch doppeltbreit, halbwollen in mod. Färb, ä 60 Pf. pr. Mtr. Uni Cheviots ,IUHtcr Flanell reine Wolle, doppeltbreit «»f Verlangen reineWolle, solid. Qualität ä Pf. 95 Pfg. pr. Mtr. fraDC0 inB llftual 95 Pfg. pr. Mtr. schwarze Stoffe, doppeltbreit, reine Wolle ä 75 Pf.pr. Mtr. versenden in einzelnen Metern franco ins Haus, Modebilder gratis OETTINGER & Co., Frankfurt a. M. Separat-Abtheilung für Herrenkleiderstoffe: 6943 Buxkin von M. I 35 Pffl . Cheviots von M I 95 Pffl. an pr. Meter 9612) empfiehlt E. Dort. 9630 Schäffer. 9619 Für den Vorstand: Dr. Grein 9638 Umänderungen von Pelzsachen miethen. Carl Berg. 3 Versteigerungen.' 3 «H^ödltrteS Zimmer zu oermiethen. 9200] Grünbergerstratze 31. Zu haben bei: Wilh. Schomber, Delicat.-Handlg. I. A-: Bogt 9642 8554 Heinrich Glatthaar, Appenrod/ Oberhessen. Offen per Pfund . . . */t Pfund in Stoffbeutel Mk. 2.40 „ 2.50 „ 1-30 8668 G. 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Zum Gedächtniß des früheren ordentlichen Proseffors der Theologie an der Landes-Universität Karl August Credner ist von dessen Sohne, dem Verlagsbuchhändler Hermann Credner zu Leipzig, der Landes Universität ein Capital von 10,000 Mk. stiftungsmäßig überwiesen worden. Die Zmsen dieser „Karl August Credner Stistuttg" sind zur Unter» Nutzung von Wlttwen und unverheiratheten Töchtern verstorbener Professoren und Privatdocenten der Landes Universität bestimmt. Anspruch auf Be- rücksichllgung haben demnach alle Wittwen und hinterlassenen ehelichen, nicht im Haushalte der Mutter lebenden Töchter, deren Gatte bezw. Vater zur Zeit seines Todes ordentlicher oder außerordentlicher Professor oder Privatdocent an der Landes Universität war, und deren Verhältnisse eine, Zuwendung aus den Erträgnissen der Stiftung rechtfertigen. Dabei soll es kernen Unterschied machen, ob der Gatte bezw. Vater bis zu seinem Tode rm activen Dienste stand, oder bereits in den Ruhestand getreten war. Die Vergebung des Stiftungsertrags erfolgt durch den Engeren Senat der Landes-Universität auf Grund schriftlicher Bewerbungen, — ote Auszahlung jeweils am 10. Januar als dem Geburtstage Karl August Credners, erstmalig an dessen 100-jährigem Geburtstage, dem 10. Januar 1897. Bewerbungen sind spätestens bis zum 20. November d. I. an den Engeren Senat der Landes-Universität einzureichen. Gießen, den 26. October 1896. Pa. Hammelfleisch empfiehlt Julius Rosenbaum, Metzger, 9641___________Schlotzgaste.__ Riesen-Rollmöpse mit GurkewEinlage per Stück 5 Pfg. empfiehlt Ph. Herrmann, 9596 Settersweg 88.______ Schellfisch u. Cabliau 9650] Kleines Logis zu oermiethen. ____________________Aflerweg 1. 9649] Im 2. Stock sind zwei schöne Zimmer nebst Küche, Speiset, u. abgeschl. Corr, sofort zu verm- Schützenstr. 1. 84981 Ecke der Schiller««. Steinstr. 85 schöne Mans, von 3 Zim-, 2 Cab- u. all- Zub. per sofort zu verm- Nähere? im 2. 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Die Lieferung von circa 500 cbm Lahnktet soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind die bezüglichen Bedingungen im Büreau des Unterzeichneten (Frankfurterstraße 24) von heute ab zur Einsicht offen gelegt- Schriftliche Angebote sind eben dahin bis zum Eröffnungstermin DienStag de« »« November 1.1., Vormittags 11 Uhr, abzugeben. Roth, 9647 Großh. Eisenbabnoauirffpector. üAnterzeugei! in allen Größen und Weilen, !!Wiutkr-Haiidschuhk!! für Herren, Damen und Kinder, !!Unterröcke!! re. empfiehlt in großer Auswahl und zu billigsten Pre sen 9643 J. 11. Fuhr, _____Sonnenstraße 25. Wasserdichte LTden? Havelocks Winter Pelerine-Mäntel, Schlafröcke, Jagd- und Hausjoppen empfiehlt in großer Auswahl 8521 H. Rübsamen. Alle diese Kleidungsstücke lasse ich nach nach Maaß anfertigen und stehen Stoffmuster stets zur Verfügung. Irtn^ni felgtnb^ ©ei tappe. 1 3° ist Ar ctntn ii It8 8tfd gewähren gittr ttl Btanntn: min 60' ib der btt Fat Wirb. 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October, im Saale des Caf6 Leib: Feitt».17LtiftWsskßk!i Zither-Vorträge, Lebende Bilder, Theater, Ball. Anfang 8 Uhr. [9599] Der Vorstand, Die Mitglieder werden freundlichst ersucht zeute Freitag Abend 8% Uhr im Vereinslocal, Schipkapaß, zu erscheinen. Der Vorstand. Statt jeder besonderen Anzeige Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unsere liebe Mutter, Schwester, Tante, Schwiegermutter und Großmutter Frau Philipp Lehr Wwe.. geb. Gruner, heute Morgen sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, den 29. October 1896. Die Beerdigung findet von den neuen Kliniken, Sonntag Nachmittag ^2 Uhr, aus statt. 9639 Steins Garten. Freitag den 30. und Sams tag den 31. October: Humoristischer Abend der aUrenommirten Ktzpger Sänget aus dem Ciystall Palast zu Leipzig, Hyle, Schmidt, Pastory, Holty, Ra. saeli, Belzer, Hanke. Direction: Wilh. Eyle, Herm. Hanke. Anfang 8 Uhr. Kaffenpreis 75 Pfg. Billets ä 60 Pfg. vorher bei Hrn. 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