1S96 Mittwoch de«80. September 230 Zweites Blatt Anrts- und Anzeigeblntt für den Äveis Gieren Gratisbeilage: Hießener Jiamilienbtätter isik B mfnoM bio in, bw , den 5.M mit meinem - , । t* ( "*1 Tein. ' zur öfseM, Vierteljähriger «Aßonncmentsprci«: 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutlirahe Kr.7. Fernsprecher 51. Personen verübt. Man ist in unserer Gegend sehr entrüstet über diesen schrecklichen Mord und ist eS der sehnlichste Wunsch Aller, daß bald der oder die Thäter ermittelt und zur gerechten Strafe herangezogen werden können. △ Aus Oberhefieu, 28. September. Wie verschieden die Preise für das Brod in verschiedenen Gegenden derselben Provinz find, erhellt aus folgender Thalsache. Während man im Ohmthal, überhaupt im Kreise Alsfeld, den vierpsündigen Laib gewöhnliches Brod meist mit 40 Psg. bezahlt, kauft man denselben in den Ortschaften um Büdingen für 38 und 36 Pfg. Ein ähnlicher Preisunterschied herrscht bet Wurst vor. Bei den Dorfmetzgern muß man jahraus, jahrein, ob die Schweinepreise hoch oder niedrig stehen, für das Pfund gewöhnliche Blut« oder Leberwurft 80 Pfg. bezahlen, bei den Stadtmetzgern nur 60 Pfg., ja Alsfelder Metzger offeriren es sogar für 60 Pfg. Naturgemäß solltl dies PreiSverhältntß umgekehrt sein, da die Laudmetzger ihre Waare ohne Spesen, also billiger einkaufen. In den Orten des Ohmthale» schlachten viele Landwirthe jetzt wieder ihre Schweine und verkaufen das Fletsch, das Pfund zu 60 Pfg., bei den Metzgern kostet eS 60 Pfg. Die Preise für fette Schweine sind etwas angezogen- man bezahlt jetzt 35 Pfg. gegen vorher 33 Pfg. für das Pfund Lebendgewicht. Die Preise für da-Rindvieh, auch Schlachtwaare, erhalten sich auf der seitherigen zu niedrigen Stufe. Gerade in letzterem Umstande wird der Haupteinnahmequelle des Landwirths ein unheilsamer Abbruch zugefügt. Ausstellung fand ein Randgang statt, bei dem man sich über- zeugen konnte, welch vortreffliches Obst in unserer Gegend erzeugt wird. WaS aber noch geleistet werden kann,, das zeigte uns Herr Obstbautechniker John aus Friedberg. Er nahm eine Anzahl von ausgestellten Sorten als Typen für die anzulegenden, bezw. zu fordernden Preise und wies nach, welche Preise die anderen Sorten erzielen Tnüffen, z. B. wenn die gebrochenen Schafnasen 14 Mk. pro Doppelcentner kosten, dann sind die schwarzen Madäpfel 18 Mk., die Reinette 20 Mk., die Kaiserreinette 24, die Goldparamäne 28 u. s. w. werth. Welche großartigen Ergebuiffe erzielt werden, wenn eine feine AuSsortirung hochfeiner Aepfel stattfindet, zeigte Herr John durch folgendes Beispiel: Die Aepfel hochfeiner Sorten gehen nach Parts, werden hier umgepackt, in Seidenpapier etngeschlagen und dann das Stück zu 50 Pfg. an die Consumenten verkauft. Die Franzosen find große Feinschmecker, auch in Bezug auf Obst und zahlen willig diese hohen Preise. Früher waren die italienischen Orangen (Apfelsinen) viel theurer, als das deutsche Obst, auch in Frankreich. Jetzt zahlt man dort das Bier- und Fünffache für feine deutsche Tafeläpfel gegenüber den italienischen Erzeug- niffeu. Schon seit Jahren wirkt und arbeitet der „Gießener Anzeiger" für feine AuSsortirung des Obstes, wie überhaupt dafür, daß der Landwirth nur das Beste erzeugen und liefern soll, denn dafür würden die höchsten Preise erzielt. Dies ist einer von den Hauptgrundsätzeu des GenoffenschaftSwesenS, der sich gestern tu den Demonstrationen des Herrn John deutlich heraushob. Die kleineren Ausstellungen können außerordentlich anregend und segensreich wirken, wenn Dor- träge und Erläuterungen mit ihnen verbunden find. §§ Vom Vogelsberg, 26. September. Von einem scheußlichen Verbrechen ist aus unserem Gebirge zu berichten. Der etwa 17jährige Heinrich Betz in Ftschborn bet Birstetu war am Montag den 21. September Abends noch bei den Burschen in Ftschborn tm Backhause anwesend. Am andern Morgen war derselbe verschwunden, doch erstattete deffen Stiefmutter erst den folgenden Tag der Ortspolizei- behörde Anzeige. Es wurde nun Feld und Wald abgestreist, jedoch vergebens. ES stieg der Verdacht auf, daß ein Mord verübt worden; eS wurde eine Untersuchung etngeleitet, welche jedoch keine Anhaltspunkte ergab. Auf gerichtliche Anordnung wurden zwei in der Nähe von Fischborn befindliche Teiche abgelaffen und fand man heute gegen Mittag den Leichnam des Betz in einem derselben und zwar mit zusammengebuudeuen Händen, zwei Steinen, sowie einem Stück Holz am Hals hängend und auch den Unterleib noch mit einem Stein beschwert. ES wird angenommen, daß Betz zuerst ermordet und dann in den V* Stunde von Fischborn befindlichen Teich geschleppt worden ist. Wahrscheinlich wurde die That von mehreren empfang statt. Die Katzen-Dämchen fitzen dabei alle im Kreise um ihre Wohlthäterin. Ruft Lady Marcus eine bet Namen, so kommt die Katze oder fie kommt, was auch wohl pasfirt, nicht, denn auch Katzen haben ihre Launen, zumal wenn fie so verwöhnt und verhätschelt werden, wie das hier der Fall ist. Jede der in der That sehr schönen, laug- haarigen Katze ist 4000 Mk. werth. Sie repräsentiren also ein Vermögen von 600,000 Mk. Die theuerste Katze der Welt aber ist Xeuophon, die Riesenkatze Mr. Sam Woodiwtß, die 25 Pfund wiegt und für welche dem „glücklichen" Be- fitzer wiederholt 50,000 Mk. geboten wurden. Lady Nevill ihrerseits hat sogenannte vegetarische Katzen, also solche, die kein Fleisch, keinen Fisch, keinen Bogel aurühren. Richt einmal eine WanS, doch die größte Delicateffe für einen Katzengaumen, soll ihren Appetit erregen. Schließlich sei noch des verstorbenen Schahs von Perfien als eines großen Verehrers von Katzen gedacht. Seine Katzensammlung soll eine zoologische Merkwürdigkeit gewesen sein und ihm Millionen gekostet haben. Seit der Rennsport so tu Blüthe gekommen ist und das schöne Geschlecht den Vorgängen auf dem grünen Rasen ein so großes Jntereffe entgegenbriugt, wächst die Zahl der Damen, die für Pferde etwa in dem Maße schwärmen, wie ihre oben geschilderten GeschlechtSgenosfinnen für Hunde und Katzen, von Jahr zu Jahr. In England gibt eS eine ganze Reihe vornehmster Evatöchter, die dem Pferdekult in gleicher Weise ergeben find wie der Meuschenverachtuug. Herzoginnen füttern ihre Lieblinge selbst und fühlen fich im Stalle wohler als tat Salon. Eine Amazone gar seltsamer Art, so etwa ein weiblicher Ealigula, stand vor einiger Zeit in Wien vor den Schranken des Gerichts, um fich gegen eine wider fie erhobene Anklage zu Vertheidigen. Die Frau Baronin wurde nämlich beschuldigt, „durch unzureichende Verwahrung eines bissigen Pferdes die körperliche Verletzung eines Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen . Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Muilleton. „T h i e r - N a r r e n". Von Claus Menger. (Schluß.) Mindestens ebenso viel Sympathien genießt auch die 5 hqt Don Setten solcher enragirten Thierfreunde. Ja Wien n nute vor einigen Jahren eine obdachlose, sich in den n »hierin Lebensjahren befindliche Person auf der Straße aUmgriffen, wo fie sich Nachts ein Plätzchen -um Schlafen awiiitc. ES wolle fie, wie fie auf der Polizei angab und amt nachweisen konnte, kein Mensch aufnehmen, weil fie mW weniger als zwölf lebende und fünf tobte Katzen mit stitz lÄhrte, von welchen fie fich durchaus nicht trennen t Als die letzteren dem Abdecker übergeben werden bÄu, da fie einen nicht zu schildernden Odeur von fich Nlckv, wurde fie wie rasend und mußte geseffelt werden, lecni Pe sich durchaus nicht von ihren tobten Lieblingen t' ii'oen wollte. Wer englische Gesandte in Paris, Lord Duffcrin, hält siichrim Dutzend weißer Katzen, die stets tn seinem ArbeitS- zniweic spielen und ihm auf Schritt und Tritt folgen. IM ?Lhiere repräsentiren das nette Vermögen von 25,000 Mk. umi Huben bereits das Doppelte an Preisen eingetragen, dilüfie: auf Ausstellungen wegen ihrer seltenen Schönheit euchltun. — Die Herzogin von Bedford hat zwei blaue für welche ihr 5000 Mk. geboten wurden. Sie hat hh:i gcamme jedoch abgelehnt, weil fie gar nicht daran d«d,. fich von ihren Lieblingen zu trennen. Eine der g dgieii Katzenfreundinnen Alt-EnglavdS ist Lady WarcuS 88iWfflorb. Sie hat nicht weniger als 150 Katzen. Jede st üfn iihren eigenen Namen und ihre Herrin kennt fie stimmt- li af zaanz genau. A« Nachmittag findet feierlicher Katzen- § Radmühl (Kreis Lauterbach), 27. September. Ein LMdw'Mh aus dem benachbarten Reichenbach war kürzlich nmii febnem Geschirr nach der Bahnstation Wächtersbach ge- ftajltN, um Geschäfte zu erledigen. Auf dem Rückweg kam eie, Infolge der Dunkelheit und des Nebels, auf einen falschen 9Big rnb zwar wieber auf ben kurz vorher burchfahreneu. Äüas siir ihn räthselhafte Weise gerieth er dann von seinem QiltfolT t ab und war gezwungen, allein in einer Wirthschaft zy« übernachten. Trotz allen Suchens gelang es Abends nicht rnchr, das Geschirr zu finden. Am andern Morgen aber dasselbe unweit deS Dorfes Schlierbach indem ziemlich ageschwollenen Bach gefunden, das Pferd, ein werthvolleS Eqier, war tobt und der Wagen beschädigt. § Bermuthshain, 27. September. Nachdem in dem biiiachd-arten Ober-MooS Bürgermeisterwahl statt- H*|unfcEm, eine beabsichtigte Reclamation jedoch nicht erhoben rmorbeD, wurde gestern dem wtedergewählten seitherigen Bürger- mriftn Greb von seinen Wählern ein 15 Meter hoher statt- 11' tyr , Maien" gesetzt. Der Bürgermeister veranstaltete dann irn (elü'tr Wohnung ein Festmahl. § Bon der Ohm. 28. September. Daß man zu Ende C3tplcetber noch reichlich Bohnen bricht, ist eine bemerkens- r,mhe Seltenheit. Die Bohnenranken sind noch so frisch, > ilt im Sommer unb hängen noch voll junger Früchte. In t:tt ungewöhnlich naß-warmen Witterung liegt bit Ursache tislsee Men WachSthumS. Die Hoffnung, welche ber Land- rahtt) mr den Eintritt beS Herbstes geknüpft, finb buchstäblich 8m»eifer geworden. Auch der kalenderische Herbstanfang tlati neid) kein Aufhören der unheilvollen Regenperiode k i«tracht- eS regnet immer weiter. Die Kornsaat wird unter riMn Umständen unter den schlechtesten Bedingungen bewerk- f '..tilgt Die Aussaat gleicht der vor zwei Jahren, wobei r iin vielfach im nachfolgenden Sommer kaum die Saatfrucht e mitte. Weder Grummet-, noch Kartoffelernte lassen sich riMbrfogen. Vielfach liegt das abgemähte Grummetgras i «ter Waffer. Hoffentlich bringt der nahende October endlich dm erlehnte Befferung im Wetter. R. Reichelsheim. 28. September. Durch Herrn Kreis- aiatnamn ©üffert von Friedberg wurde gestern unsere Obst- ciilstellung eröffnet, die verhälnißmäßig sehr zahlreich tleliidii war. In der Eröffnungsrede wurde betont: Der SBkuu muß in jeder Beziehung rührig sein, besonders aber c hn Obstbau, denn durch diesen kann er Lücken aus- f Htn, die durch die schlechten Getreidepreise verursacht nMtbm sind. ES würde zu wett führen, wenn wir die Rede, ijiiumitt Beifall begrüßt wurde, auch nur im AuSzuge geben neitltem, weil der Raum zu knapp ist. Nach Eröffnung der Vermischtes. * Berlin. 25. September. Folgende heitere Geschichte ist, wie der „Confect." erzählt, dem Mitinhaber einer Ber- lim-r Mädchenmäntelfabrik am vergangenen Sonntag passirt. Während der Kirchenzeit war der Genannte mit seinem SociuS und seinem Bruder, der Angestellter im Geschäft ist, thätig, um die am SamStag verkaufte Waare zu expediren. Plötzlich geht die Thür auf, ein großer starker Herr tritt in das Ge- schäftslocal und begrüßt den einen Inhaber mit den Worten: „Guten Tag Herr P." „Ah l guten Tag, Herr . . . .," sagte Herr P. in liebenswürdiger Weise und drückte ihm die Hand, da er in dem Hereinkommenden einen Knuden aus der Provinz vermuthete. „Wie geht eS Ihnen? DaS ist ja schön, daß Sie selbst am Sonntag zu uns kommen. Seit wann find Sie in Berlin?" Der vermeintliche Kunde antwortete: „Ich bin immer in Berlin, ich bin nämlich Crimi- nalpolizift und wollte Sie in flagranti bei der Uebertretung des Gesetzes über die Sonntagsruhe ertappen. ES ist uns gemeldet worden, daß Sie seit mehreren Sonntagen während der Kirchenzeit arbeiten lassen." weite« I i* .. i! ’ , II I der des flauer- Geschäftsführer,. hriinge unb egelmäßigm ck. -Der Besuch k Wungsschule. Der VorstM Menschen verschuldet zu haben." Der Beschädigte schildert den Marstall der Frau Baronin als ein Paradies für Pferde und als eine Hölle für Menschen. Er erzählt, die Frau Baronin befindet fich von Mittags bis zum anderen Tage in der Frühe ununterbrochen im Stalle. Man darf dort nichts berühren und man darf auch in demselben nicht husten oder fich räuspern. Er selbst mußte die Pferde auf un- glaublich schonende Weise behandeln und durfte nicht so gegen fie Vorgehen, wie man sonst gegen bissige Pferde vorgehen soll. AlS er vorn Pferde gebiffen wurde, hat die Frau Baronin herzlich gelacht. War et endlich einer Lebensgefahr entronnen und hatte das Pferd bedient, so mußte er die äußerste Vorsicht gebrauchen, um nicht beim Weggehen von einem der tückischen Pferde mit dem Hinterfuße gestoßen -n werden. Er wurde von der Frau Baronin fortwährend tm Stalle überwacht, denn fie speist sogar im Stalle und nimmt täglich ihr Frühstück, ihr MÜtagSmahl und ihr Nachtmahl tn demselben ein. — Richter: Dann müßte die Angeklagte ja selbst einer Gefahr in dem Stalle ausgesetzt sein. — Zeuge: Das ist nicht ber Fall, denn bie Pferde kennen die Frau Baronin. Sie werden von ihr täglich mit Zucker, Backwerk und Compot gefüttert. Aus diesem Grunde scheinen die Pierde für die Baronin dieselbe Vorliebe zu hegen, wie die Frau Baronin für fie." — Der Zeuge wurde schließlich von der merkwürdigen Pferdeschwärmerin Knall und Fall aus dem Dienste entlaffen, weil er es gewagt hatte, ihre Stute »Maufi" mit Worten zu beleidigen. Ans der ganzen Verhandlung gewann man die Ueberzeugung, daß die Dame ihre Stoffe weit höher stellt al» die Menschheit in ihrer Gesammtheit und mit ihnen einen Cnlt treibt, bei welchem ihr wenig daran liegt, wenn einmal da- Ebenbild Gottes durch solch einen Pferdehuf allerlei Schaden erleidet. ter 6iMxtet Anzeiger rh-ttint täglich, tri Ausnahme be» Montags. Die Gießener -KrtutkieuVtLIter tietrn dem Anzeiger ,ppmtlich dreimal beigelegt. iINt. äftsr, .nben tietm c.(i bs öon 8—io uj I bendsöH wnntm Abends inb andere fc be8 Unterricht«1 ngsdoii pelle des 6>; nach Gießet-- ßrnnhmr von Anzeigen zu der Nachmittags für den filqtnden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. (<)ießcncr Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Abeck i S ts ein. fc v.« -ballier. libirten echeilt wird. leuerbautcn Hch ssel Schäfer, yaudluvg. jncert. iebt äsen,Nl* itember M rr. Silbers Aoid-M" 'M . Gnauth. 8558 Federbetten. 8491 ÄH zu vermieden. 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Gnauth. Bienenhonig. 5905 Wiesens trau* e 4, I. MARKNEUKIRCHEN/s. Mllfik-ZaKrMtnle JK.ÄS: Gebr. Röhrle’s PILSENER von auserlesenem Material Bekanntmachung. Diejenigen, welche für den bevorstehenden Winter Aichteu-Deck- reiser aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünschen, wollen ihre Anmeldungen spätestens bis zum 10. k. Mts. aus unserem Büreau — Zimmer Nr. 15 — erstatten. Die Anmeldungen können jedoch nur insoweit berücksichtigt werden, als nach den stattfindenden Fällungen die Lieferung guter Deckreiser möglich ist. Die Lieferung erfolgt frei vors Haus und ist der Preis auf 16 Pfg. pro Welle festgesetzt und bei der Anmeldung zu entrichten. Bekanntmachung, betr.: Die Vergebung der Holzhauer- und Setzerlöhne für die Gießener Stadtwaldungen pro 1897/98. Die vorbemerkten Löhne sollen Samstag, den 3. Lctober l. Js., Vorm. lv'/r Uhr, im Saale des allen Rathhauses öffentlich vergeben werden. Gießen, Öen 26. September 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2T lufster's fterilifirte Aindernahrung Bon den ersten Autoritäten al« da« volltommesA« aOrt N ' ' Lindernahrmincl anerkannt und empfohlen. Sie enthüll beste Bollmilch, Eier und 'Lslan^encioetK. Sie erzeugt gesunde« Blut uub feste« Fleisch Eie fördert Mu«kel und Iknochenbildung. Sie bleibt dauernd steril und ist frei von rohe» ElÜek« Eie verhütet und beseitigt daher Erbrechen und Turchsall. Sie macht ktuhmilch lelchtverdanlich und rtgäw>t die in dertelbe» M-"*' Mengen an Blut und Wörme bildenben Stoffen. Sie wird von den Kindern gerne genommen und ißt auch otzu« W*1* nifar, vollständige, an ffröhrmerth der Muttermilch glelchk-WM'»»« .'dindernohrung, daher, wenn Milch .'icht vertragen wir», oder W Fini, c‘k,„,_ . Seiten, wo dieselbe leicht in Sahnmg üvergeht, al« defter ua» »>■!#«»•»’ E,ng- Schu,znearke satz der Muttermilch zu verwenden. PrLmiirt 1893 94: 3 golden, Medaillen und 4 Ghr«n-rt»l»»e. 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Diejenigen Hausbesitzer, deren Hofraithen mit Hausnummer- schilderu noch nicht versehen sind, werden ersucht, uns solches binnen 8 Tagen anzuzeigen. Wir bemerken noch, daß die Anbringung der Schilder kostenlos durch uns erfolgt. Gießen, den 24. Septbr. 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. 8532 Vergebung | von Bauarbeiter». Die nachstehend verzeichneten Bauarbeiten zum Bau eines Wohnhauses bei der „Heuchelheimer Mühle", für Herrn Heiur. Christ zu Rodheim , sollen öffentlich verdungen werden: 1) Erdarbeit, 2) Maurerarbeit, 3) Steinmetzarbeit, 4) Zimmerarbeit, 5) Dachdeckerarbeit, 6) Spenglerarbeit, 7) Schlofferarbeit, 8) Schreinerarbeit, 9) Tüncher- und Anstreicherarbeit, 10) Glaserarbeiten. Zeichnungen, Voranschlag und Be« dingungen sind bei dem Architecten G. Hamann, Gießen, vahuhof- straße^ 8, einzusehen. Offerten zu 1—4 sind bis Samstag den 3. Oktober l. Zs., MttagS 12 Uhr, zu 5—10 bis Mittwoch den 7. Oktober, desgl., bei dem genannten Architecten portofrei einzureichen. C. 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