ühftrüwpfe in 'ckiW.zv,° iiv.. “Adlung \ 6nPlatz u ^‘eidea W , ^»«hy. «ment. I Äfc-I Wö! , scher, 78. *m*ih Betten iStattunoer isste Auswad •'GißS'd thuin, e am besten CwUW« a Gegentixeü 5119 IER der a-BHori n Böhmen. oder ab Eisund 100 Liier. iaiWd 85. HA- 89.'. 1^ 10 tul iHfr 10' 91' < ft lljfl tz d°.Südb-M Lefi.O^ Gotthards- AS KL ImiVl-111*1 öad.rh-lOOg Wer-L jjonaU’w- Madrid.- •**iS «tsS zlnsbachaß- ? AS-: tztz S; S^l- 10 10 10 X 230 Der Gießener erscheint täglich, «tt Ausnahme bei Montag». Die Gießmer Dl««ikte»5t»1ter «erden dem Anzeiger »dchmttich breimal beigelegt. Erstes Blatt. Mittwoch den 30. September Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. 1806 vierteljähriger A»oa»e«e«t-preiOtr 2 Mark 20 Pfg. ml» Bring crlohn. Durch die Post bezog» 2 Mark 50 Psg. vedaction. Expedttio« und Druckerei: GLukftrnßeAr.,. Fernsprecher 51. Amts» unb Anzeigeblatt sür den Ureis Giefzen. rr Hmtt-Veic°g.- Kiener K-mM!« Polygon von Lydd in aller Stille Versuche austellte, men noch nicht dagewesenen Erfolg erzielt. vallater, 28. September. Gestern Vormittag herrschte sirr regnerisches, windiges Wetter. Die Königin, das russische kissrpaar, der Prinz von Wales, die Herzogin von York, Itc Herzog und die Herzogin von Connaught, sowie andere Hitrstltchkeiten und Lord Salisbury wohnten dem Gottes- lienste in der Kirche von Crathie bei. Bukarest, 28. September. Kaiser Franz Joseph um> litatg Karl von Rumänien sind um 3y2 Uhr Nachmittags uf dem hiesigen Bahnhöfe eiogetroffen und von einer über- iiä zahlreichen Menschenmenge begrüßt worden. Koustauttuopel, 28. September. Wiener Eorresp.-Bur. $ls Pforte richtete an ihre Botschafter eine Note, in welcher ft die gute?! Stellung betont, die die Armenier bisher in ottomanischen Reiche inne gehabt halten. Ferner weift ft in der Note die ungerechtfertigten Bestrebungen der ll|üeren zurück, hebt die Reformen hervor, welche vor einem Zchre angenommen uud in Ausführung begriffen seien, uud Mießt mit dem Auftrage, bet den betreffenden Regierungen um entsprechende Maßregeln zu ersuchen, um die in den bezüglichen Ländern anwesenden armenischen revolutionären 'Herde unschädlich zu machen. Drprsch« 6«6 »«itra -HerrS". Berlin, 28. September. Der BuudeSrath hält, wie »er „Kreuzzeitung" zufolge verlautet, am 30. d. MtS. feine erste Plenarsitzung ab. verliu, 28. September. Der allgemeine preußische Städtetag, der morgen im Sitzungssaale der Stadtverordneten im Rathhause eröffnet wird und zwei Tage dauern soll, wird mit einer kurzen Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters Zelle eingeleitet, die in ein Hoch auf den Kaiser auskltngen wird. Die dem Städtetag zugehendeu Druckschriften sind vom Stadtrath Wilde auSgearbeitet. Berlin, 28. September. In der „Nordd. Allgem. Ztg." wird ein Konstantinopeler Bericht eines auswärtigen Blattes widerlegt, wonach während der letzten Metzeleien die deutsche Botschaft im Gegensatz zu den Botschaften der übrigen Mächte ihre Thore verschloffen gehalten und nicht einen einzigen Armenier gerettet hätte, obgleich unmittelbar vor den Thoren der deutschen Botschaft hilflose Armenier erschlagen worden seien. Sie bezeichnet diese Angaben als auf Unkenntniß der Thatsacheu beruhend. In der deutschen Botschaft seien vielmehr in jener Zeit ungefähr 30 armenische Flüchtlinge ausgenommen und beschützt worden. Daß in der deutschen Botschaft nicht noch mehr Armenier Schutz gesucht hätten, erkläre sich daraus, daß diese in einem fast ausschließlich türkischen Häuserviertel liege, in das sich die bedrohten Armenier au jenen Tagen wenigst möglich hineiuwagten. Ju der weiteren Umgebung der Botschaft sei denn auch nicht ein einziger Armenier getödtet worden. Hamburg, 28. September. Heute Morgen legten hier- selbst 600 Hafenarbeiter die Arbeit nieder, einerseits wegen Lohndtfferenzeu, andererseits aber auch als Protest gegen die Ausweisung der ausläudtscheu Arbeiterführer Tom Manu, Bouzzo und Fehr. Augsburg, 28. September. Das Schwurgericht ver- urtheilte heute den Anarchisten Heinrich Kilian von Mühlhausen wegen Beleidigung des deutschen Kaisers und des Prinzregenteu von Bayern zu vier Jahren Gefangniß. Pest, 28. September. Wie aus verläßlicher Quelle gemeldet wird, finden zur Zeit Verhandlungen zwischen der Regierung und oen oppositionellen Parteien statt, welche der Auflösung des Abgeordneten-HauseS gelten. Ministerpräsident Banffy soll geneigt sein, jetzt von einer Auflösung des Hauses abzusehen, wenn die OpPofitionS- Parteien die Annahme des Budgets ohne Obstructton zu- sichern. Man glaubt aber, daß diese Verhandlungen infolge der Haltung Ungarns scheitern werden. Rom, 28. September. Der Papst hat dem armenischen Bischof eine bedeutende Geldsumme für die mittellosen Armenier überweisen laffen. Brüssel, 28. September. Der Strike zwischen den Tischlermeistern und den Arbeitern ist dem Arbeits- und Industrie-Rath unterbreitet worden. Brüssel, 28. September. Ju dem Akademie-Palais fand gestern unter dem Vorsitz des Eisenbahn- und Telegraphen- MtnisterS eine große Fe st-Versammlung anläßlich deS 50jährtgen Jubiläums der Einführung der Telegraphie tu Belgien statt. ES wurde u. A. constatirt, daß Belgien zuerst von allen europäischen Staaten deS CoutineutS am 19. September 1846 den Telegraphen eingeführt hat. vrüffel, 28. September. Die „Jndependance belge" meldet: Ihre unter dem Titel Petit bleu erscheinende Ausgabe sei in Metz wegen eines Artikel» über die franco-russische Allianz beschlagnahmt worden. GM London, 28. September. „Daily News" betrachtet die Dongola-Expedition für beendet und meint, man müffe die Zerschmetterung des Mahdi auf ein späteres Datum verlegen. Orsowa, 28. September. Anläßlich der Eröffnung des eisernen ThoreS gingen vom deutschen Kaiser, dem Zaren, dem Könige .von Italien und dem Papst Glückwunsch- Telegramme ein. Kaiser Franz Joseph hatte, nachdem die Fahrt durch daS eiserne Thor beendet war, eine halbstündige Unterredung mit dem Könige von Serbien, wozu später auch der Ministerpräsident Banffy zugezogen wurde. Orsowa, 28. September. Bet der Eröffnung des eisernen ThoreS wurde viel bemerkt, daß auf dem serbischen Ufer fast gar keine Festvorbereitungen getroffen waren. Ju sämwtlichen rumänischen Orten dagegen waren die Schulkinder mit Fahnen auSgezogen und auf den Bergen wurden von rumänischen Bauern Böllerschüffe abgefeuert uud Feuerwerk abgebrannt. Auffällig bemerkt wurde ferner, daß Kaiser Franz Joseph den serbischen König nur durch ein- fachen Händedruck begrüßte, während der König von Rumä- nten durch zweimalige Umarmung und Kuß auf die Wangen ausgezeichnet wurde. Berlin, 29. September. Der „Kreuzzeitung" zufolge hat der Kaiser der Wittwe und der uuverheiratheteu Tochter des ProfefforS Heinrich von Treitschke eine namhafte, außerordentliche Pension verliehen. Berlin, 29. September. Die Professoren Bergmann und Gerhardt haben sich gestern zu Schuwalow nach Warschau begeben. Berlin, 29. September. DaS Befinden deS General- oberst Loe hat fich verschlimmert. Infolge eines neuen heftigen Anfalls des Leidens wurde die Rückreise von Konstanz nach Berlin etwa vier Wochen hinauSgeschoben. Rominten, 29. September. Der Kaiser schenkte dem Forstmeister, sowie den Obersörstern und den beiden Predigern zu Romtnren daS bekannte Knackfuß'sche Bild mit der Unterschrift: „Niemand zu Liebe, Niemand zu Leide." Hamburg, 29. September. DaS Segelschiff Dina ist tu der Nordsee mit der Besatzung untergegangen. Trient, 29. September. Auf dem A uti-Freimaurer- Eongreß Verla» der Fürstbischof von Trient vom Papst und von Kaiser Franz Joseph etngelaufene Telegramme. . Pari«, 29. September. Der Vice-Admiral Ars eiest General-Adjutant des Zaren, sandte der Touloncr Marineschule ein Bild der Schlacht von Navarin mit einem Begleit- schreiben, in welchem er daS Zusammenwirken deS franzöfischen und russischen Geschwaders bei Navarin und die gegenwärtige Stellung beider Nationen hervorhebt, die den Weltfrieden verbürgt. local«, provinzielle». Gießen, den 29. September. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 1. October 1896, Nachmittags 3^ Uhr. 1. Voranschlag des städtischen GaS- und WafferwerkS für 1895/96; hier daS Rechnung«- ergebntß. 2. Voranschlag des städtischen GaS- und WafferwerkS für 1896/97; hier: a. Erweiterung deS GaS- und WafferrohrnetzeS längs der Oberhessischen Eisenbahnen (auf dem Riegelpfad); b. Erweiterung des GaS- uud WafferrohrnetzeS auf dM Brandplatze; c. Wafferrohrnetz in der Franksurterstrc/ße; hier Einschaltung zweier Absperrschieber 3. Ausbau der Stephanftraße; hier Fertigstellung der Gas- und Wafferlettung. 4. Gesuch der Brauerei Friedel u. ASprton um pachtweise Ueberlaffung von Wiesen hinter den Eichen. 5. Gesuch deS Gerbermeisters W. Plank um Angabe der Baufluchtlinie für den Tiefenweg. 6. Baugefuch des Kaut- mäunffchen Vereins für die Nordanlage; hier Gesuch um Erlaß deS Straßenkostenbeitrags. •• Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht: Am 16. September dem Mtotstertal- director Dr. Emil Dittmar zu Darmstadt die Erlaubutß zur Annahme uud zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Kronenordens 2. Klaffe mit dem Stern, — an demselben Tage dem Poftrath vr. König zu Dresden die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser uud König von Preußen verliehenen Rothen AdlrrordenS 4. Klaffe zu ertheilen. Kirchliche Dteustnachrichten. Uebertrageu wurde dem Pfarrer Schmitt tu Birkenau die katholische Pfarrstelle zu Freimersheim, im Decauat Alzey, mit Wirkung vom 1. October an. *♦ Dienstnachrichten. Versetzt wurde der Oberförster der Oberförfteret Maulbach, Karl Ruths, in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförfteret GrteShetm, der Saltnen- Jnspector bei dem Salinenamt TheodorShalle, Forstasseffor Ludwig Block auS Gießen, wurde zum Oberförster der Obersörsterei Schotten und der Forstaffessor Heinrich Schäfer aus Darmstadt zum Oberförster der Oberförfteret Maulbach ernannt, der Steuercommiffär des Steuercom- miffariatS Beerfelden, Otto Stroh, wurde tu gleicher Dienstetgenschaft mit Wirkung vom 1. October d. I. au in daS Steuercommiffariat Ober-Jngelheim versetzt, der Steuer- commisiariatö Affistent bei dem Steuercommiffariat Worms, Karl Schneider, mit Wirkung vom 1. October d. I. an zum Steuercommiffär des SteuercommiffariatS Beerfelden ernannt, der StationSaffistent bet den Oberhefftfchen Eisenbahnen, Friedrich Loftnk, zum Stationsvorsteher bet den Hefftschen Staatseisenbahnen, der Stetionsgehtlfe bet Len Oberheffischen Eisenbahnen, Karl Jnderthal von Großmühle bei Alten-Buseck, -nm Stotion-assiftenten bei den Hessischen StaatSeisenbahnen, beide mit Wirkung vom 1. October l. I. an, und der Bahnmeister-A-pirant Johann Stockert aus Höchst im Odenwald zum Bahnmeister bei den Hessischen Staat-eisenbahuen mit Wirkung vom 1. October l. I. an ernannt. *• Bieierlhaltaha. Im Anschluß an unsere neuerliche Notiz find wir heute in der Lage, mittheilen zu können, daß schon Räume für da- Baubureau in der Dammftraße ge- miethet find und daß bereit- seit Mitte voriger Woche im Auftrage der Allgemeinen deutschen Kleinbahn Baugesellschaft Berlin zwei Ingenieure Hierselbst thätig find, um die Bor- arbeiten zu dieser Bahn zu beenden und auch theilweise schon die Absteckung der Bahn oder die Festlegung der Linie der« selben in Angriff genommen haben. Die Arbeiten sollen, wie wir erfahren, so gefördert werden, daß der Bahnbau Mitte kommenden Jahre- vollendet und dann sofort der Betrieb eröffnet werden kann. ♦♦ Radfahrerwege auf den Kreilstraßen. Die „Wanderer^, Gießener Radfahrer-Gesellschast, haben au Großh. Krei-amt die Bitte gerichtet, besondere Radsahrerwege auf allen Krei-straßen im Kreise Gießen zu errichten und zwar der Art, daß die eine Seite der Straße statt eine- Fußgängerweges ein Bankett für Radfahrer erhält, eventuell durch Umwandlung der wenig benutzten Reitwege in Radfahrerwege einem Bedürsniß abzuhelfen, welche- dadurch bedingt fei, daß da- Rad immer mehr eine Bedeutung al- wichtiges Verkehrsmittel erhält. Diese Wegeeinrichtung für Radfahrer befindet sich schon vielfach in der Nähe anderer deutscher Städte, z. B. bei Lübeck und im Kreise WormS rc. Seltener Fang. Gestern wurde auf der Fischerei de- Herrn G. ein Hecht mit der Angel gefangen, der das respectable Gewicht von 18 Pfund aufweist. Die Länge desselben beträgt 1,5 Meter, sein Umfang 45 Zentimeter. Bor einigen Jahren fing Herr G. einen Hecht im Gewichte von 19% Pfund, der 1,12 Meter lang war. •• Der Orllgewerbeverei» hielt gestern Abend unter Theilnahme von Nichtmitgliedern eine Generalversammlung mit der Tagesordnung: „Organisation deS Handwerks" ab. Bon den drei in das Thema zusammengefaßten Punkten wurde der erste, die Berichterstattung über die Generalversammlung deS Verbandes deutscher Gewerbevereine in Stuttgart, von dem Delegirten, Herrn Studtverordneten Petri, erledigt. Herr Petri verbreitete fich eingehend über die Verhandlungen in Stuttgart und präcifirte die Stellung, die er als Vertreter des Gießener Gewerbevereins zu der Frage gekommen; er sei gegen die ZwangSorganisation, dagegen stehe er sympathisch gegenüber den auf dem Verbandstage behandelten Handwerkerkammern, der Organisation deS Lehrlingswesens, dem Zusammenschluß des Handwerk- innerhalb der einzelnen Berufszweige. Die Verhandlungen deS BerbandStages führten schließlich durch Annahme einer Resolution zur Ablehnung der in Preußen geplanten Zwangsorganisation. — In der hierauf folgenden Besprechung, an der fich auch Nichtmitglieder betheiligtcn, wurde u. A. dargelegt, daß durch die bestehenden Gewerbevereine, mit der Zentral- stelle an der Spitze, der Sache de- Handwerks gerade so gedient werde, wie durch Zwangsorganisation, eS stehe dabei dem Zusammenschluß nach Branchen, falls das Bedürsniß dazu vorliege, nichts entgegen- daS beste Mittel zur Organisation liege in den Gewerbevereinen, auf deren breiter Grundlage könne fich das Handwerk aufbauen, wogegen die geplante Zwangsorganisation dem Handwerk nur Schwierigkeiten bereite. Aus diesen und einer Reihe anderer Erwägungen, von denen besonder- diejenigen über die Handwerkerschulen HeffenS und die berechtigten Sonderintereffen einzelner Erwerbsfächer hervorgehoben wurden, sprach sich daher auch die Versammlung gegen den auf eine Reorganisation deS LandeSgewerbevereinS und der Zentralstelle für die Gewerbe gerichteten Antrag deS Darmstädter Gewerbevereins aus. — Hierauf kamen die von der Zentralstelle den Gewerbevereiuen gestellten Fragen zur Verhandlung. Dieselben lauten: 1) ob ein Bedürsniß zum Erlaß so eingehender Bestimmungen zur Herbeiführung einer ZwangSorganisation siir das Handwerk im Großherzogthum anzuerkennen ist- 2) ob die Bestimmungen des Gesetzentwurfs geeignet find, eine Besserung in den Verhältnissen deS Handwerks herbei- zusllhren - 3) welchen Einfluß der Entwurf, wenn er Gesetz würde, auf den Bestand de- LandeSgewerbevereinS äußern wird- 4) im Falle der Verneinung der Fragen 1 und 2, welche andere Maßnahmen etwa zu ergreifen sein würden, um da-, waS der Entwurf hauptsächlich erstrebt, genossen- schastlichen Zusammenschluß deS Handwerks und beffere Ausbildung der Lehrlinge für ihren Beruf, zu erreichen. Die Versammlung lehnte in Uebereiustimmung mit den Beschlüffen deS Vorstandes eine Bejahung der Fragen ab und empfahl bezüglich des Punktes 4 Zusammenschluß der Handwerker, Anschluß derselben an die Gewerbevereine, facultative Lehr- Itngfl- und Gesellenprüfung und Befähigungsnachweis besonders für die Bauhandwerker. ’• Sine Delegirten - Versammlung des bentralverbaade- hessischer Innungen fand am Sonntag in Darmstadt statt. Hauptzweck derselben war Stellungnahme zu dem preußischen Entwürfe über die Organisation de- Handwerks und wurde beschloffen, daS Gesetz im Großen und Ganzen mit den Abänderungen der Berliner Eonsereuz anzunehmen. Man verkannte nicht da- Vorhandensein von Mängeln, mau wollte aber, um da» Gesetz im Reichstage zu ermöglichen, nicht über die Berliner Beschlüsse hinauSgehen. Der Referent, Buchdruckereibefitzer Fischer-Worm-, polemifirte deS längeren gegen die Stuttgarter Verhandlungen und Beschlüffe deS verbandstage» deutscher Gewerbevereine und erklärte, daß die Handwerker ihre Aufgabe in der beruflichen Zusammen- faffung de- Handwerk- erblicken. Schließlich wurde nachstehende Resolution vorgeschlagen: „Die heute in Darmstadt versammelten Delegirten deS Verbände- hesfischer Innungen und Berus-vereine begrüßen den von der kvnigl. | preußischen Regierung beim BuudeSrath eingebrachten Gesetz- ' entwarf, betr. die Organisation deS Handwerks, billigen die von der jüngst zu Berlin stattgefundeuen Handwerker-Zon- ferenz hieran vorgenommenen Aenderungen, empfehlen die Vorschläge den verbündeten Regierungen zur geneigten Be- rückfichtiguug und bitten die Großh. Staatsregierung, daß fie im BundeSrathe ihr Votum zu Gunsten dieser Gesetzesvorlage abgibt- zugleich richten fie an die Herren Reichs- tagSabgeordueten für Hessen daS Ersuchen, im Reichstage für die Annahme des Gesetzentwurfes eintreten zu wollen." In einer sehr anregenden Debatte wurde anerkannt, daß die Äewerbevereine namentlich in Bezug auf das gewerbliche Schulwesen ganz Hervorragendes geleistet hätten, zugleich aber die Anficht ausgesprochen, daß fie nicht im Stande seien, die Handwerkerfrage allein zu lösen, da die Leiter der Gewerbevereine die Schmerzen der einzelnen Handwerkerbranchen nicht kennen. Gegner der Gewerbevereine seien die Handwerker und ihre Organisation durchaus nicht, im Gegentheil, fie wollen, Hand in Hand mit ihnen gehend, das allgemeine Wohl des Handwerkerstandes fördern helfen. — Die Abstimmung ergab die einstimmige Annahme obiger Resolution. •• LandeSgewerbeverein. Die Tagesordnung für die am 12. October in Darmstadt stattfiudeude General- Versammlung der Mitglieder des LandeSgewerbevereinS lautet wie folgt: 1) Besichtigung der Ausstellung von Zeichnungen und Schülerarbeiten der Fachschule zu Erbach, der erweiterten Haudwerkerschuleu zu Darmstadt und BenSheim, sowie der Handwerker-Sonntags-Zeichenschulen der Provinz Starkenburg. Ort derselben: Dienstgebäude der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe und Schulräume der Landesbaugewerk- schule, Neckarftraße 3. 2) Vormittag- 10% Uhr: Frühstück in dem Gartensaal deS Städtischen SaalbaueS. 3) Vormittag präciS 11 Uhr: Beginn der Generalversammlung im Vorsaal deS Saalbaues, a. Begrüßung der Anwesenden - b. Geschäftliche Mittheilungen und Bericht der Handwerkerschulcommission deS LandeSgewerbevereinS- c. Beratungen Über die Organisation deS Handwerks und die Regelung deS LehrlingSwesenS- d. Entwurf eines Gesetzes, betr. die Abänderung von ArbeiterverstcherungSgesetzen, Vortrag deS Herrn RegierungSrath Dr. Dietz - e. Wie können die Ortsgewerbevereine den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden? Vortrag des Herrn Ingenieur Brockmann- f. Neuwahl von 25 Mitgliedern aus der Provinz Starkenburg in den weiteren Ausschuß- g. Bestimmung des Orte- für die nächste Generalversammlung in Rheinhessen- h. Verschiedenes. 4) Nachmittag- 1% Uhr: Mittagessen in dem Gartensaal des SaalbaueS (Preis des Gedeckes ohne Wein 2 Mark). 5) Nachmittags 3% Uhr: Besichtigung der Räume der chemischen Prüfung-- und Auskunfts-Station für die Gewerbe, Heinrichftraße 55. 6) Nachmittag- 4 Uhr: Besichtigung des städtischen ElectricitStswerks, Schuchardftraße. 7) Gesellige Vereinigung in der „Stadt Pfungstadt". * • Rationalliberale Partei. Am Sonntag tagte in Darm- stad t unter dem Vorsitz des Herrn Dr. Osann I. in der Restauration zur „Stadt Pfungstadt" der LandesauSschuß der nationalliberalen Partei in Verbindung mit den Delegirten zum Berliner Delegirtentag der Partei. Derselbe berieth die Stellung der Delegirten zu den verschiedenen Fragen, welche den Delegirtentag beschäftigen und eß ergab sich der einmüthige Gedanke der Nothwendigkeit der Erhaltung und Festigung der Partei und deS kräftigen Eintretens derselben für die unter dem Einfluß des Weltmarktes leidende Landwirthschaft und der unter dem Gewicht der Großindustrie vielfach niedergedrückten mittleren und kleinen Gewerbe. * * Battehetag. In einer am 20. September dahier stattgehabten Besprechung ehemaliger Kriegskameraden der 2. leichten Batterie Großh. Hessischen Artillerie ZorpS wurde beschloffen, am 6. Decernber d. I. einen Batterietag der 2. leichten Batterie in Offenbach a. M. abzuhalten. Sämmtliche Kriegskameraden dieser Batterie werden gebeten, an dieser Erinnerungsfeier theilzunehmen und ihre Anmeldung nebst genauer Adresse und sonstiger Personalien an den Kameraden Joh. Leonhardt V., Kaiserstraße 138, Offenbach o. M., so rasch wie möglich gelangen zu lassen. Wer ist bei der Landtagswahl wahlberechtigt? Jeder, der die hessische Staatsangehörigkeit durch Geburt ober Aufnahme erlangt hat, der 25 Jahre alt ist und seit Beginn des Rechnungsjahre-, in dem die Wahl ftattfindet, zur Staats- oder Gemeindesteuer herangezogen wurde. Bedingung ist jedoch, daß der Wahlberechtigte innerhalb zwölf Monaten, vom Tage der Wahl an zurück, keine öffentliche Armenunterstützung erhalten hat und zur Zeit der Wahl mit der Entrichtung der fälligen Staatssteuer, oder falls er nur zur Gemeindesteuer herangezogen ist, mit der Entrichtung der fälligen Gemeindesteuer nicht langer als 2 Monate im Rückstände ist. Wer also zur Staatssteuer und zur Gemeindesteuer herangezogen ist, der braucht, um bei der kommenden Wahl wahlberechtigt zu sein, nur die beiden ersten Ziele der Staatssteuer entrichtet zu haben. Nur Derjenige, der bloß zur Gemeindesteuer herangezogen ist, muß die beiden ersten Ziele der Gemeindesteuer bezahlt haben. - n- Gettenau, 27. September. Triebsand! Dieses unangenehme Wort ertönte, als die Spundwände für den Brückenpfeiler der Horlofsbrücke, nach Bisses hin, geschlagen waren und mit der Ausschachtung begonnen wurde. Wie in einem Hexenkessel gurgelte und brodelte eß empor, die Pumpen genügten nicht, um die Wassermassen zu bewältigen, man griff zu Kübeln und Eimern. Die Spundwände mußten gespannt und gesprießt werben, sonst war jeden Augenblick der Einsturz zu besürchten und bann hätte eS eine äußerst unangenehme Arbeit gegeben. Schließlich gelang es, bie Wassergeister zu dämpfen und zu betoniren. Bald merkte man, baß bie hervorgebrochenen Waffermaffen einen angenehm säuerlich-prickelnden Geschmack hatten. Man mußte also auf einen Säuerling, die bekanntlich in der Setterau sehr häufig find, gestoßen fein. DaS traf zu, ober in unangenehmer Weise, nämlich eS stellte fich aus, baß der Echzeller Sauerbrunnen, der dort in ber ist, abgegraben worben war. Da hatten wir die Bescheernvg. Hoffentlich läßt fich die Sache wieder ohne große Umstäore und Kosten repariten. — Auf ber Strecke Reichelsheim Beienheim ist bis jetzt ein einziges Mal Triebsand, aber nur in unbedeutender Menge, angeschnitten worben. . den Srdabhebu 'gen im „Büderich", Gemarkung Echzell, man wieder auf eine neue Römerftraße gestoßen. Man tar- daher auf neue Funde rechnen, da in Echzell, wie uozweist:. hast festgestellt worben ist, fich zwei Römerstraßen, eine v:, Westen (Friedberg), die andere von Norden (Wohnbach, kommend, begegnen. □ Darmstadt, 28. September. Ein BegrüßungSabeni leitete heute im Saalbau die neunte ® enerolberfami. lung des Evangelischen Bundes ein, ber bon einige Hundert Gesinnungsgenossen, Einheimischen wie Gästen, fo sucht war. Namen- deS hessischen HauptvereiuS begrüß. Landgericht-rath Küchler, Namen- ber Darmstäbter Kirche gemeinde Pfarrer Petersen, Namen- deS Evang. Arbeite, und Handwerker-Verein- (mit jetzt ca. 350 Mitgliederr Pfarrer Eger die Versammlung, Allen segensreiche flrtt wünschend. Vom Zentralvorstande (dessen Vorsitzender, öir v. Wiutzingerobe-Bodenstein, am Erscheinen verhindert replicirte Zonfiftorialrath Dr. Göbel von Halle fcanlen: an die großen Aufgaben deS Bunde- in heutiger Zeit gt mahnend. U. a. war ein seine Abwesenheit bebauenibti Schreiben von Professor Dr. Köstlin in Gießen eingelaofn Eine herzliche Einladung zur Theilnahme an der Feier dn Einweihung deS MelanchthonHauseS in Bretten überbrach Proseffer Thomavon Karlsruhe. Prediger Professor Schei, von Berlin richtete einen warmen Appell an bie evangelischer Frauen unb Jungfrauen, für ben Evangelischen Bund ihr, Kräfte einzusetzen, namentlich in bet Bewahrung beS et deutschen evangelischen Familienleben- unb -Sinne-, in bei Aufklärung bezüglich ber Mischehen unb in ber Theilnah«! an ben Dioconie- ufw Bestrebungen. Manche- Jnterefiami auS ber schwäbischen DiaSpora erzählte Pfarrer Schmit, von ber Zonfirwanbenanstalt MartinSstsst in Alt-Hausen, auch eine Reihe recht versöhnliche und erfreuliche Züge au» bei Zusammenleben zwischen Evangelischen unb Katholiken berichten! Auf bie Gefahren ber gemeinsamen Propaganba von Polomi muS und RomaniSmuS in ben deutschen Ostmarken wie» Pfarrer Arnold von Gischkau in Westpreußen hin, cor statirte den Rückgang der deutschen und evangelischen Sacht horten und plaidirte für deutsche Einwanderung horten au» dem Westen. DaS Schlußwort mit beredtem Hinweis aul die Gründung des Evangelischen Bunde- vor zehn Jahren in Erfurt sprach Senior Dr. Bär winkel von Erfurt Der Bessunger Kirchengesangverein, ein trefflich geschulter Ehor, trug durch geistliche Gesänge zur Verschönerung der Feier sehr wesentlich bei. Schwurgericht. W. (Biegen, oen 28. September 1898. (Schluß.) Nach Beendigung der Mittagspause wirb aus Veranlassung des Dertheidiger-, Herrn Rechtsanwalt Wei big bem Angeklagten Merle bie Frage noch einmal borgelegt, ob er am Tage be- BranbeS, al- er feinen NamenSoetter begleitet, gewußt hat, baß jener bie Hütte anstecken will unb daß er feinem Genossen bat Streichholz gereicht habt. Der Angeklagte bejaht bie Frage, behauptet jedoch, ba» Streichholz nur zum Leuchten gegeben zu haben. Die ben Geschworenen vorzulegenben Fragen laute» dahin: 1. Ob ber Angeklagte gemeinschastlich ult ernte Anderen bie Hütte, bie nicht sein Eigenthum war, vorsätzlich in Branb gesetzt habe (§ 308, 47 be- R.-Str.-A 2. Ob ber Angeklagte gemeinschastlich mit einem Aad neu vorsätzlich unb rechtswibrig fremde Sachen, nämlich de» Heinrich Schaumburg gehörige behauene Sandsteine vorsätzlich beschädigt hat (§ 303, 47 de- R-Str.-G ). 3. Cb ber Angeklagte am 26. Juni bem Genbarmen Heun aul AlSfelb anläßlich feiner Verhaftung thätlich unb durch Cr drohung Widerstand entgegengesetzt hat (§ 313 deS R.-Ltr.-G >. Auf Antrag be- BertheibigerS wirb bei ben Fragen 1 unb 3 bie Frage nach milbernben Umständen gestellt. Hierauf nahm Herr Staatsanwalt Zimmermann da» Wort zur Begründung ber Anklage. Die Geschworenen seien einmal bei dem vorliegenden Fall in der Lage, hnner die Zouliffen zu sehen, mit welchen Mitteln derartige Verbrecher, wie der Angeklagte und sein schon abgeurtheilter Namensvetter arbeiten, um ihr lichtscheues Thun ber Justiz zu entziehen. Der Fall sei auch um be-willen lehrreich, weil er beweise, wenn ber Gerichtshof in ber Verhandlung gegen Magnu» Merle eS zugelassen, ber heutige Angeklagte unbebenklich einen Meineib geleistet, um Jenen herauszu- schwören. Heute nun schiebt einer ber Brandstifter die Schuld auf den andern. Der Staatsanwalt geht nun die Aussagen des Angeklagten und der Zeugen durch und nachdem er daS Facit ber ganzen Beweisaufnahme abgewogen, kommt er zu bem Schluß, baß bie Geschworenen sämmtliche an ste gerichteten Schulbfragen zu bejahen Haden. Die an sie gr richteten Fragen wegen mllbernber Umstände feien aber entschieden zu verneinen. Der Dertheidiger, Herr Rechtsanwalt Weibig, stimmt bahn mit bem Staatsanwalt überein, baß fein Zllent schuldig fei ber Sranbftiftung, ber Sachbeschädigung und be» Ötbcr standeS gegen bie Staatsgewalt. Aber so viel habe doch bie Beweisaufnahme ergeben, daß AnbreaS Merle der Verführte bei ber ganzen Sache fei. Der Beschädigte felbff habe befunbet, baß ber Schaben an drn Werksteinen nir von geübter Hand ausgeführt, diesen Frevel könne daher nicht der Angeklagte, sondern nur dessen Genosse Magna» Merle, ber ein tüchtiger Steinhauer sei, ausgeführt Haden, trotzdem er dieses sowohl wie bie Branbstistung ableugnet. Ein Mann, wie ber Angeklagte, ber ein gewohnheitSmäßtger ‘ ** * „ uine« 8 ’ L rtfH«1"“1 88 äSL u »■r b.B «t"v ’ L tri «’l* »I --- *Z" ti* f'1-* io »N i* ® franb i SÄ«** .-J, U ,-m« '.MI »• ® ht unb x\Wxi " wäre «aa ih« loil -ii-l8“8'1 i. 0 Sita« |l«4 ” fttni: M hiKlkn M Hier W MW MB W "I Skis norm»! »ürom Mlidentden Untständt Inning zozw sich l giibigro Beraihllttg Domätmtrath itTttibcl, baß sämtN Ängtllagtm auch dr temiütftt feien. hrn vtaatsaub rjgtn Branbftiftung Elb wegen Wetstat rtie Sesamwistrafe 1 kennen, demselben ai Jztzre Ldzuerkenneu. Der Vorsitzende^ tiifaat heute Lore vilkwg der Geschwe tjf uti Zagt btrtdj raer mit aulgtlooft t da -wdwkth lugr totga detrügnischeu »mritt Herr Staatlg ptn Zustizrath Recht! |J remehien. Der |t«e: Oer «flgjfiaj Behördlichem vergeb», Banarb zu verschiedene " Zehntscheuer ^enckasenie @ nämli Maurerarbeit arbeit ^nllich vndur de-verb US“' für w die Be b erlasse R ^g-bend '«‘ft14 r. r^LMno US« Surfet: *«tin •hi ®a( ISS «nitUnJS - -2?E ■ S1" $l«'«btä. te* 18 ®6«1|. fe. fWiltii ff<» Mm, W«« tafai« V" M 8 ill hkiltigrr k ^rsenhktt tot tln ®*«§en einor °-N an drr Aktien flberh. ^“Niffore: l,D an Hi tboDti öangtlif^n Sus: r Bewahrung btl 8 und «Sinner, ■. md in der Th^. Manches Jvleip lIlt Psnrrr Hit in Mshaiij^ ilealiche Züge lti »ndNatholikendch Propaganda Men Opmed: Westpreuhev mb evangelish & inwanderung t:n beredtem faw indes vor jdr^ ttointel w fc ein IrG t znr versjiM'. It . SeptemKn M M wird auf fc irchtianivalt 8tlli| noch rinMl viqch er leinen fhtifo die HA anfttrfer > Streichholi M • , behauptet N en zu habrn> legenden Frv mWW ’ igenthum iw 47 des 9t'! lich mit einte l i Sachen, chauene S°°^ les R^.StrF : i Gendarmen thLtlich uni W] itÄ818»MM g wird bei , Umständen jip! alt m. Die W sftfl in der LO ' i Mteln der«ch> kein sch"" i s’Ä*** * i*: ' ^5$ «Ä*; •« »c " ’"'Ä ßtanbR«^’- hinter und von dem nachgewiesen sei, daß er kurz vor der Tyat drei Kännchen SchnapS getrunken, der also angetrunken Reeefen, ihn könne man nicht mit demselben Maße messen, ite seinen Genossen, der durch Hingabe bei Branntweins jtatn zu seinem gefügigen Werkzeuge wachte. Auch der B-rth der verbrannten Hütte sei kein großer und seien ge- »iß die 24 Mk. sehr hoch gegriffen. Ebenso verhalte el sich mit dem Werth der beschädigten Werksteine. Aus all' Hefen Gründen könnten dem Angeklagten wohl mildernde Umstände zugebilligt werden. Die Strafe, die den Ange- klagten dann noch treffen würde, sie sei wohlverdient und | entspreche voll und ganz seiner That. Herr Staatsanwalt Zimmermann betont, daß die vom Bertheidiger angeführten Gründe höchstens in Betracht ktzogen werden könnten bei Zumessung der Strafe. Der Sageklagte, der in der früheren Verhandlung bereit war, einen Meineid zu schwören, der für 30 Pfg. Schnaps sich be- wegen läßt, mitzugehen, um im Dunkel der Nacht fremdes ktgentham in Brand zu setzen, deffen Thun sei im höchsten Grade gemeingefährlich, der müffe unschädlich gemacht und bihin geschickt werden, wohin er gehöre, nämlich ins Zuchthaus, damit die menschliche Gesellschaft vor ihm geschützt sei, tnum bitte er die Geschworenen, die mildernden Umstände in versagen. Herr Rechtsanwalt Wei big bemerkt, daß, wenn die ssapcht des Herrn StaatSanwaltS richtig sei, dann eS bester lei und richtiger, den Angeklagten gleich zu köpfen, dann wäre man ihn loS. Aber die Geschworenen sollten bet Abwägung der Frage nach mildernden Umständen bedenken, daß le'n. Client gleich nach seiner Verhaftung ein reuiges Ge- staidniß seiner That abgelegt und daß mau ihn nicht mit demselben Maß westen könne, wie seinen Complicen, denn bie|8645 Ireundl. Wohnung, I 3 Zimmer, Corridor, Küche, Kammer und Trockenplatz, an ruhige Familie zu Der* miethen. Vldolf vieler. Westanlage 44. 8648] Möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Neuen VLne 11 im Laden. 8643] Schön möbl. Zimmer zu ver- miethen._______S«lter!weg 87, m. 8642] Frcundl. möbl. Zimmer zu ver- miethen.__________Löberfiratze 7, 11. 8639] Freund!, möblirte Zimmer zu vermiethen. LudwigSPlaß 8. HL 8623] Gut möblirtes Zimmer zu oer* miethen Grüubergerstraße »2. H. 8618] Schön möbl. Zimmer mit separatem Eingang zu vermiethen- _______A. Ringel, Bahnhofstraße 60. | Schönes Kneiplocal abzugeben. itzerd. Aelfing Wwe. 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