189« Donnerstag den 30 Juli Erstes Blatt Mr. 177 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Gratisbeilage: Hießener Kamikienötätter vr, «Wchtzid« :g Nr. 31. Mi publä Weiteres Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. der Wahlcommtfsion, Offenlegung der Listen rc. erhalten Sie weitere Verfügung. Ihrer berichtlicheu Anzeige, daß Sie obige Auflage befolgt und die Listen dem Großh. Steuereommiffariat mitgetheilt haben, sehen wir unfehlbar bis zum 15. August entgegen. v. Gageru. Wolff« telrgrephtscheH Sorrespondenz-Bur««». Mainz, 28. Juli. Der Reichstags- und Landtags- Abgeordnete Jöst veröffentlicht eine Erklärung an feine Wähler, nach welcher er seine Mandate zum Reichstage und Landtage aus GeschäftSrückfichten mit dem heutigen Tage nieder! egt. Berlin, 28. Juli. Der „RetchSanzeiger" meldet die Verleihung des KrouenordenS zweiter Klaffe au den Profeffor Röntgen in Würzburg. Berlin, 28. Juli. Im Abgeorduetenhause begann heute die Tagung des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen in Verbindnug mit der Feier des 50jährigen Bestehens des Vereins. ES nahmen daran Theil: Die StaatSmivifter v. Bötticher und Thielen, der bayerische Minister v. Crailsheim, der sächsische Minister b. Watzdorfs, der oldenburgische Minister Jansen, der österreichische SectionS- chef Wittek und zahlreiche Ehrengäste. Der Präsident der Eisenbahndirection Berlin, Kranold, hielt die Eröffnungsrede, in der er die Entwickelung des Eisenbahnwesens beleuchtete und die Ehrengäste, sowie die RegierungSvertreter begrüßte. Minister Thielen drückte tm Auftrage des Kaisers dessen Grüße und Wünsche für daS Gedeihen des Vereins aus, verlas die vom Kaiser verliehenen Auszeichnungen und begrüßte alsdann die JubiläumSversammluug NawenS der StaatSregierung. Schließlich überreichte der Minister als Jubiläumsgabe eine Festschrift, welche die Entwickelung des Eisenbahnwesens im Rahmen der Berliner Derhältniffe schildert. Die übrigen fremden RegierungSvertreter gaben die Ordensverleihungen ihrer Souveräne bekannt. Alsdann begannen die technischen Berathuugen. »eilte, 28. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." bemerkt zu der Meldung deutscher Blätter über die Flottmachung deS französischen Paffagierdampfers „General Chanzy" durch die „Gefion", daß diese thatsächltch dem „General Chanzy" auf directen Befehl deS Kaisers zu Hilfe kam. WaS Berliner Blätter nach Pariser Zeitungsberichten über den Aufenthalt in Stahlhetm berichteten, gehört in das Gebiet der Phantasie. Der Kaiser wußte weder vorher, noch bemerkte vierteljähriger Aöo»»e«e«tspret»» 2 Mark 20 Pfg. mir Bringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Lxpeditt«, . und Druckerei: Schuküraße llt.V. Fernsprecher 5L Da kamen vier Marburger Studenten nach der Stadt zu geritten, welche dem Schauspiel des Einzugs und den sich anschließenden Festlichkeiten beiwohnen wollten. Sie ritten an der Seite der Straße in einer Reihe, als ihnen die Gesellschaft der Offiziere mit ihren Damen in der Mitte der Straße gehend, entgegenkamen. Capitän von Stosch rief schon auf einige Entfernung dem ihm nächsten Studenten Bausch er zu, er solle ausweichen, doch konnte dieser wegen mangelnden Platzes nicht seitwärts rücken. Er hielt kurz sein Pferd an und v. Stosch, der näher gekommen war, überhäufte ihn mit Schimpfworten und drohte thm mit Schlägen. Unterdeß waren die drei anderen Studenten weiter geritten und konnte Bauscher nun auch zur Seite reiten. Doch v. Stosch schalt ihm noch eine Strecke weiter nach. Viele Menschen waren Zeugen des Auftritts, der namentlich bei den Gießener Studenten viel böses Blut setzte. Natürlich ging das Ereigniß von Mund zu Mund und wurde dabei noch vergrößert, auch gegenseitig geschürt und gehetzt. Auch der Landgraf, der schon in Gießen war, hörte davon- es wurde thm angezeigt, Bauscher habe auf den Hauptmann v. Stosch gestoßen, ihn beleidigt und geschimpft. Es wurde daher der Rektor Müller beauftragt, deßhalb Klage in Marburg zu erheben. Das geschah dann auch und wurde dabei bemerkt, daß auf höchsten Befehl die Anstalten hier getroffen seien, „daß wenn die dortigen Studiosi sich hier künftig wieder auf gleiche Weise Vergehen sollten zu schulden kommen lassen, sie sofort auf die Wache gebracht werden und unangenehme Behandlung zu erwarten haben sollten". Nun begann eine Untersuchung in Gießen und Marburg, v. Stosch gab an, er habe die Studenten für Handwerksbursche gehalten und Bauscher habe ihn durch böswillige Redensarten beleidigt. Er verlange Satisfaction. In dem Marburger Untersuchungsprotokoll bezeugt der Prorektor Jung den vier Studenten, daß es ihn außerordentlich wundernehme, ||a zur Bereitung vonl wem und Gels?, it-Speiseglocken LiMchim. er. Lpirituskot «MchH. Wrede und Oberstlieutenant von Schmalkalder die Vorbereitungen dafür zu treffen Von Wrede nahm Rücksprache mit dem Rektor Müller, und dieser versprach, das Weitere zu veranlassen. Ein Student vonSeckendorf besprach sich mit von Wrede wegen der an den Prinzen zu richtenden Anrede und wegen des damals unbedingt für nöthig gehaltenen Carmens. In Bezug auf letzteres bemerkte noch von Wrede, daß er es für am schicklichsten halte, wenn das Carmen für den königlichen Prinzen nicht zu schwülstig gehalten sei, sondern kittz und ungekünstelt. Es solle der Ausdruck der Freude sein über die Anwesenheit eines Prinzen aus dem preußischen Heldengeschlecht, der zum erstenmal zu seinem Onkel in das Vaterland seiner Mutter komme, auch daß man ihm zu seinem ersten Feldzuge jetzt um so mehr das größte Glück erwünsche, weil derselbe die Wiedereroberung der seinem durchlauchtigsten Herrn Onkel auf die ungerechteste Weise entzogenen Länder (die Grafschaft Hanau- Lichtenberg mit Buchsweiler, Pirmasens rc.) und die Wiederherstellung der gesetzmäßigen Ruhe in Europa bezwecke. Mitten in diese Vorbereitungen fiel aber ein Ereigniß, das, so klein im Vergleich mit denen auf dem Continent Europa durch die französische Revolution und ihre Fortschritte hervorgebrachten, doch für die Stadt Gießen von weittragender Bedeutung wurde. Am Morgen des 1. Juli 1792, einem prächtigen Sommersonntag, sammelten sich vor dem Wallthor auf der Marburger Chaussee eine große Anzahl von festlich geputzten Menschen, Damen und Herren, auch viele Offiziere der Gießener Garnison, welche den Einzug der preußischen Husaren erwarteten. Man ging auf und ab spazieren und vertrieb sich die Zeit mit plaudern und lachen. Eine dieser Gruppen bestand aus den Capitäns von Wrede, von Nagel, von Schäffer, von Stosch, Lieutenant von Gall und den beiden Töchtern des Kriegszahlmeisters Pfaff. er besonders die Ankunft und Anwesenheit der frauzöfischeu Touristen in dem von ihm bewohnten Hotel. Hamburg, 28. Juli. Der Gouverneur von Ost-Afrika, Major v. Wißmann, weilt seit SamStag bei Verwandten in Altona. Dem Vernehmen nach wird derselbe heute dem Fürsten BtSmarck in FriedrtchSruh einen Besuch abstatten. Zurich, 28. Juli. Bei den gestrigen Unruhen, welche wegen der beiden des Mordes verdächtigen Italiener statt- fanden, demolirte die erbitterte Menge etwa ein Dutzend italienischer Wirthschafteo und Magazine. Ein Arbeiter wurde dabei von dem Militär durch einen Bajonettstich lebensgefährlich verwundet, ein Polizist büßte ein Auge ein, fünf andere Polizisten wurden verwundet. Von den demo- lirten Wirthschaften gehören zwei Südtyrolern. Vor dem italienischen Covsulat war andauernd ein großer Auflauf. Biele Italiener rüsten sich zur Abreise. Die italienische Gesandtschaft unterhandelt mit der Züricher Regierung. Der BnodeSrath verhandelte heute über die Vorgänge und verlangte telegraphisch von der Züricher Regierung telegraphischen Bericht. Diese besichtigte heute die angerichteten Verwüstungen. Heute Nachmittag 4 Uhr rückten drei Bataillone auS St. Gallen hier ein. Paris, 28. Juli. Heute Vormittag fand daS Letcheu- begängniß deS früheren Ministers Spuller unter überaus großer Betheiligung statt. Die meisten Minister wohnten der Feierlichkeit bei. Auf dem Kirchhofe Pore Lachaise, wo die Beisetzung erfolgte, wurden zahlreiche Reden gehalten. UuterrichtSminister Rambaud erinnerte an die von Spuller als UuterrichtSminister geleisteten Dienste und rühmte seine literarischen Arbeiten. Der Minister des Auswärtigen, Han otaux, sprach tm Namen der Regierung. Nachdem Redner auf die hervorragenden Eigenschaften hingewiesen, die der Verstorbene zeigte, als er Minister des Auswärtigen war, fuhr er fort: Sie erinnern sich, mit welcher Autorität und mit welchem Tacte Spuller es ver- standen hat, von der Tribüne der Deputtrtenkammer Jenen zu antworten, welche es krttifirteu, daß Frankreich die Einladung der kaiserlich deutschen Regierung zur in ter- nationalen Arbeiterconferenz angenommen hatte, welch einstimmigen Erfolg er damals davovtrug, und wie er selbst seine Gegner zu seiner Meinung brachte, alS er den Nachweis führte, daß daS mit allen Mächten in Frieden lebende Frankreich eine andere Rolle zu spielen habe, als sich abseits zu halten, und daß Franketch überall mit Würde den ihm zukommeuden Rang einzunehmen habe, sowie daß Frankreichs Platz insbesondere überall da sei, wo eS sich um edel- müthige Ideen und Bestrebungen handelt, welche der Menschheit zum Vortheile gereichen. ihwan1. anstetawßi'F m Feuilleton. Allerlei über Studentenauszüge. Bon Dr. O. Buchner. (Nachdruck verboten.) (2. Fortsetzung.) Betrachten wir an der Hand der alten Untersuchungs- Akten dieses jetzt vergessene, damals aber hochtragische Ereigniß als typisch für viele, etwas genauer und versetzen wir «ns zurück in den Sommer 1792; die französische Revolution war im besten Gang und langsam wälzten sich die deutschen Regimenter dem Rhein zu, um im berüchtigten Feldzug in die Champagne Lorbeeren zu sammeln, die sie aber nicht fanden; auch der große Goethe schnürte seine Koffer und packte seinen Reisewagen, um als ächter Schlachtenbummler »us der Entfernung zusehend, Theil zu haben an dem Ruhm, der in Frankreich unausbleiblich an die Fahnen der deutschen Regimenter gefesselt werden sollte. Auch Landgraf Ludwig X. rüstete sich, nicht um ebenfalls ins Feld zu ziehen, sondern nur nach Gießen, um durchziehende preußische Truppen und ea deren Spitze seinen Neffen zu begrüßen. Die Schwester Ludwigs X., Friedericke Luise, geb. 16. October 1751, g.est. 25. Februar 1805, hatte den nachmaligen König Friedrich Wilhelm II. von Preußen geheirathet, und ihr zweiter Sohn Ludwig wurde nun mit einem Husarenregiment t.uf "bcm Marsch nach Frankreich in Gießen erwartet. Schon einige Tage vor der Ankunft des Landgrafen kam sein Generaladjutant Oberstlieutenant Von dem Busche nach Gießen, um entsprechende Vorbereitungen für den hohen Besuch zu treffen. Namentlich sollten für den Prinzen zum Zeitvertreib einige Divertissements veranstaltet werden, etwa enn Tanz, sowie durch die Studenten eine solenne Musik. H« dem Zweck ersuchte Von dem Busche den Oberst von Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, Btt Ausnahme bei Montag-. Die Gießener Hl«mtkieuvläller »erben dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. taten Colonial- I Droguen- und ' en. pson’s ilver i te , j e und beqwnste i er Welt. Mchener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. •I* tt!* BL Polsterwaarf Ws-WA M 661! Amtlicher Theil. Gießen, den 28. Juli 1896. Bitr.: Landtagswahlen. Bei GrMerzogtiche KreiSamt Gießen «« die Großh. Bürgermeistereien Albach, Allen- dorf a. d. Lda., Allertshausen, Beltershain, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Climbach, Geilshansen, Gießen, Göbelnrod, Grüuberg, Harbach, Holzheim, Kesselbach, Lauter, Liuden- struth, Loudors, Lumda, Odeuhauseu, Queckboru, Reiuhardshaiu, Reiskirchen, Saasen, Stangenrod, Steinbach, Stockhausen, Treis a. d. Lda. «ud Weickartshain. Nach Maßgabe der Vorschrift des Artikels 47 deS Gesetzes vom 8. November 1872, die Zusammensetzung der beiden Kammern der Stände und die Wahlen der Abgeordneten betreffend (Reg.-Dl. S. 385), haben demnächst in der Stadt Gießen sowie tm 3. und 6. Wahlbezirke der Provinz Ober- Hessen neue Wahlmänner- und Abgeordneten-Wahlen statt- (.uflnben. Wir beauftragen Sie demgemäß, die Aufstellung der Urwählerlisten sofort tu Angriff zu nehmen und dieselben bis zum 15. August l. I. dem zuständigen Großh. Steuercommiffariate mttzutheilen. Bei Aufstellung der Listen (Formular C) wollen Sie auf Me durch daS Gesetz vom 6. Juni 1885 (Reg.-Bl. S. 117) geschaffenen Aenderungen rückfichttgen. Hiernach find in die D Wählerlisten als stimmberechtigt nur Staatsbürger auszunehmen, welche das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben und welche seit Anfang des Rechnungsjahres 1896/97 zu einer direkten Staatssteuer heraugezogen oder, wenn dies nicht der Fall ist, commuualsteuerpflichtig sind, Mb zwar au dem Orte, an dem sie wohnen. Als Staatsbürger find nur diejenigen Inländer Neffen) anzusehen, welche seit wenigstens 3 Jahren tm Groß- he czogthum wohnen und den BerfafsuugSeid abgeleistet haben. Nicht aufzunehmen als Urwähler find die Mitglieder der ersten Kammer und die adligen Grundbesitzer, welche bet den Dahlen des Adels zur ersten Kammer der Stände wahlberechtigt sind. Die Formulare werden Ihnen mit nächster Poft zugeheu Md bemerken wir hierbei, daß die Bescheinigungen auf der letzte» Sette des Formulars C vorerst nicht zu unterschreiben find. Wegen Aufstellung der Liste der Wählbaren, Bildung «•te« rsal- ; Stören \ uni: obilen : nD16-ohne Geruch | -etriebskraft, \ [r Mühlen. : Qde 5 bis 8 Pfennig. ' e Zah|unfl8bedingungen. j Hltrta i. j, • irung. «nens & Haleke, Berlin. Saint Ötienne, 28. Juli. Der Vicekönig Li-Hnng- Tschau g hat fich wieder nach Pari- zurückbegeben. Lsudo«. 28. Juli. Prozeß Jameson. Der Ge- richtSsaal ist dicht besetzt. Eß herrschte tiefes Schweigen, als der Lord-Oberrichter, Lord Ruffel, begann, den Mitgliedern der Jury das Resumö der Verhandlungen darzulegen. Er führte aus, wenn die Jury nur überzeugt sei, daß die An« geklagten bei den Vorfällen in Pitsaui und Mafeking helfend und aufreizend betheiltgt waren, so käme eS nicht darauf an, ob Pitsaui im Herrschaftsgebiete der Königin von England liege oder nicht, oder ob die Foreigu Enlistement Act bestanden habe oder nicht. Bergen, 28. Juli. Heute Morgen besuchte der Kaiser daS Schiff „Stein", Abends gedenkt er das Diner beim deutschen Cousul Mohr einzunehmen. Die Ankunft in Kiel soll Donnerstag Abend oder Freitag früh erfolgen. ott >6wrt<* .Herold" Berlin, 28. Juli. AuS Danzig wird dem „Berl. Localanz." telegraphirt, daß der Cowwandeur der 36. Caval- lerie-Brigade, Generalmajor Moritz, und der Cowmandeur der 17. Feld Artillerie-Brigade, Generalmajor Wygnanki, ihre Abschiedsgesuche eingereicht haben. Die Genehmigung derselben soll Mitte August zu erwarten sein. Berlin, 28. Juli. Zu der Verhaftung zweier angeblicher Spione in Metz, welche für französische Offiziere auS Corfica gehalten wurden, wird berichtet, daß die Verhafteten, welche das deutsche Thor in Metz photographirt hatten, als der Eigenthümer Tuleu und deffen Sohn auS Montmagny bei Paris recognoScirt und nach ihrer Vernehmung sofort wieder freigelaffen wurden. Berlin, 28. Juli. Im „Reichsanzeiger" wird eine Bekanntmachung des Rectors der Berliner Universität der- öffentlicht, laut welcher am 3. August d. I., Mittags zwölf Uhr, in der Aula der hiesigen Universität eine Gedächtniß- feier zur Erinnerung an deren Stifter, König Friedrich Wilhelm III., stattfindet. Breilan, 28. Juli. Zu dem Kassenmanco, welches in einer hiesigen großen Spritfabrik entdeckt wurde, die auch Zweigniederlaffungen im Auslande unterhält, meldet der „Bresl. Gen.-Anz.", daß der Kassirer, der fich über daS seit Jahren bestehende Manco nicht ausweisen konnte, gestern verhaftet worden ist. Gerüchtweise verlautet, der hiesige Ehef habe bedeutende Geldsummen ohne Wtffen deS KasfirerS auS der Kaffe entnommen. Die Angelegenheit erregt große Sensation. Der Chef ist gleichzeitig Mitglied der Breslauer Handelskammer. Thorn, 28. Juli. In der Thorner HochverrathS- affaire wird weiter gemeldet, daß im Ganzen neun Personen, darunter auch angeblich mehrere Unteroffiziere, verhaftet worden find. Augsburg, 28. Juli. Der V i c e p r ä s i d e n t deS Oranje- Freistaats ist von hier wieder abgereist. Er wird zunächst nach Italien und dann nach London sich begeben, woselbst er mit Chamberlain auch über den Fall Jameson conferiren wird. Nach einem in den „A. N. N." heute veröffentlichten Interview bei dem Vteepräfidenten ist man in amtlichen englischen Kreisen der zuversichtlichen Ansicht, daß der Fall Jameson endgültig beigelegt ist und zu Complicatiouen nicht führen dürfte. Wien, 28. Juli. Hier sind in Folge der feit mehreren Tagen anhaltenden großen Hitze mehrere Httzschläge mit tödtlichem Ausgange vorgekommen. Eine Frau verfiel auf offener Straße in Tobsucht. Paris, 28. Juli. DaS hiesige Blatt „Nord", daS in russischen Angelegenheiten zumeist gut unterrichtet ist, schreibt: Wenn der Czar ins Ausland reise, dann werde er auch Frankreich besuchen. Bisher sei jedoch kein Reiseprogramm definitiv festgestellt worden. London, 28. Juli. Einer Blättermeldung zufolge lehnte Lord Salisbury das Gesuch deS Prinzen von Wales um Erhöhung der Einkünfte deS Letzteren ab. Loudon, 28. Juli. Die Rede deS deutschen Abgeordneten Singer auf dem Eröffnungsmeeting deS Socialiften- daß sie sich gegen den Herrn Hauptmann sollten vergangen haben, sowie insbesondere dem sind. Bauscher, daß er zur gesitteten Classe der dasigen Studenten gehöre, daß er keine Veranlassung zum Streit gegeben habe, daß v. Stosch ihn und seine Begleiter auch nicht für Handwerksbursche hätte halten können, „weil es zwar bekanntlicti reisende, aber nicht reitende Handwerkspursche gibt". Zum Schluß bemerkt das Protokoll, v. Stosch habe wegen seines unschicklichen und groben Betragens gegen Bauscher auf der Chaussee vom 1. Juli einen nachdrücklichen Verweis verdient. Es ist begreiflich, daß dieses unangenehme Ereioniß die Studenten in hohem Grad reizte. Doch gingen deßhalb die vorbereiteten Festlichkeiten zu Ehren des hohen preußischen Gastes ungestört weiter. Am Abend des 2. Juli war eine Mahlzeit der Studenten in der Aula, nicht wie es ursprünglich geplant war, auf dem offenen Brand, und nahmen auch daran bie vier Marburger Studenten Theil; doch konnte durch die sehr sorgfältige Untersuchung nicht nachgewiesen werden, daß diese ihre Gießener Collegen ausgereizt hätten, auch nicht, daß eine Qrdensverbindung die beidvn Theile geeinigt habe. Auf die Mahlzeit folgte dann eine festliche Fackelmusik, nach der auf dem Kreuz die Fackeln verbrannt wurden. Dabei erscholl der Ruf „Pereat Stosch", der vorher schon einmal gegen Schluß der Mahlzeit laut geworden war. Noch mehr. In der Nacht wurden dem Hauptmann v. Stosch die Fenster eingcworfen. Die sehr ausführliche Untersuchung konnte den letzteren Thäter nicht ermitteln, dagegen wurden zwei Pereatrufer ausgefundcn, von denen einer gestand. Dieser sollte relegirt, der andere aber nur mit Carcer bestraft werden. Bei der Erregtheit der Studenten waren unangenehme CongreffeS wird von den hiesigen Blättern wiedergegeben und dabei bemerkt, daß Singers Erklärungen ein würdige- Nachspiel zum Liller Zwischenfall bildeten. Die Franzosen hätten ihm bereits bewiesen, daß die Jnternationalität nicht mehr ziehe. Singers Erklärungen würden in London voraussichtlich ebenfalls erfolglos bleiben. Berlin, 29. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." bestätigt, daß der Entwurf zum Handelsgesetzbuch vor seiner abschließenden Feststellung einer Berathung durch Vertreter des Handels und der Industrie mit RechtSverständigen und Vertretern der Landwirthschast unterzogen worden ist. Zur Begutachtung der Vorschriften über die Handlungsgehilfen und die HandlnngSagenten seien auch Angehörige dieser Berufszweige zugezogen worden, deren Wünschen und Anregungen in weitern Umfange Rechnung getragen worden sei. Berlin, 29. Juli. Der Minister der öffentlichen Arbeiten, Thielen, gab gestern anläßlich deS 50jährigen Bestehens deS Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen diesem im Hauptrestaurant der Gewerbe-AuSstellung ein Festmahl. Berlin, 29. Juli. Die preußische Regierung hat an die wirthschaftlichen Corporationen die Aufforderung ergehen laffen, anzugeben, welche Gruppen von Gewerbetreibenden sie von den Bestimmungen der letzten Gewerbeordnungsnovelle über daS Detailreisen ausgenommen zu sehen wünschen. Berlin, 29. Juli. In der GeschäftSvertheilung des Kriegsministeriums find neuerdings vielfach derartige Verschiebungen eingetreten, daß ein vollständig neuer Ueber- fichtSplan angefertigt werden wird. Berlin, 29. Juli. Dem Vernehmen nach haben auf Wunsch des Reichskanzlers Erhebungen darüber stattgefunden, ob Maßnahmengegen die Einfuhr überseeischen und vorzugsweise amerikanischen Pferdefleisches nach Deutschland zu ergreifen find. Berlin, 29. Juli. DaS „Berl. Tagebl." meldet auS Brüssel: Der König der Belgier wird auf seiner Rückreise vom Rordcap Kaiser Wilhelm in Berlin besuchen. Posen, 29. Juli. Der Militär-Luftballon, der fich vorgestern fortgeriffen hatte, ist unweit Schubin, im Regierungsbezirk Bromberg gelandet. Antwerpen, 29. Juli. Der Dampfer „Stapecayde", welcher zwischen Newcastle und Antwerpen verkehrt, ist bei seiner Einfahrt in den hiesigen Hafen gesunken. Die Bemannung wurde gerettet. Wien, 29. Juli. Nach einer hiesigen Meldung aus Shanghai ist dort gestern der österreichische Generalconsul ertrunken. London, 29. Juli. Im Proceß Jameson wurde dieser zu 15 Monaten Gesängniß ohne Zwangsarbeit, Willonghby zu 10 Monaten, Major White zu 7 Monaten und die Uebrigen zu je 5 Monaten Gesängniß verurtheilt. Die Bertheidiger werden Freitag die Revision einbringen. WB. Berlin, 29. Juli. Nach einem Telegramm aus Tschifa ging während eines Taifuns das Kanonenboot „Iltis" zehn Meilen nördlich von Southeast Promontory unter. Zehn Mann der Besatzung wurden gerettet, die übrigen, einschließlich der Offiziere, find umgetommen. WB. Berlin, 29. Juli. DaS Kanonenboot „Iltis" strandete am 23. Juli Abends neun Meilen von Schantung- fire. Das Schiff ist verloren. Die ertrunkenen Offiziere find: Commandant Capitänlieutenant Braun, Lieutenant- zur See v. Holbach, Fraustädter, Praffe, Assistenzarzt Hilde- brandt, Oiermaschinift Hill; nicht nmgekommen ist Zahlmeister Loß, da er sich zur Zeit im Hospital zu Tschifu befand. Coce v. Wrede dem Rektor davon Anzeige machte, hörte er von diesem, daß die Studenten sich bei Serenisfimo über v. Stosch beklagen wollten; doch v. Wrede bat den Rektor, sich zu bemühen, daß Serenissimus jetzt nicht mit Unannehmlichkeiten behelligt und in seinem Vergnügen gestört werde. Zur Klage hätten die Studenten auch später noch Zeit. Dadurch gewann aber v. Stosch bei dem Landgrafen die Vorhand mit seiner Klage gegen die Studenten wegen des Pereatrufens und des Fenstereinwerfens. Der Rektor wurde zum Landgrafen beschieden und die Untersuchung begann nun erst recht. Die vielen Vernehmungen besserten die Stimmung der Studenten nicht. Zwar wurde jedem Vernommenen Stillschweigen auferlegt, aber das konnte nicht verhindern, daß die Angelegenheit in den Kneipen, auf dem Billard, in Ge sellschaften und auf Spaziergängen den hauptsächlichsten Unterhaltungsstoff abgab. Als nun gar ein Unbekannter im Billardzimmer „Pereat Stosch" anschrieb, reizte dieses zur Nachahmung und bald fand man diese Anschrift m dem Hause und außerhalb an den Wänden, dann auch an den Häusern in den Gaffen der Stadt, vielfach unorthograpbisch geschrieben, ein Zeichen, daß sie nicht von Studenten, sondern von Bürgern oder Bärgersöhnen herrührte. Durch öffentlichen Anschlag wurde dies von der Universität unter Androhung der Relegation verboten, auch die Pedellen angewiesen, derartige Anschriften sofort wegzuwischen. Aber sie kamen immer wieder, ohne daß es gelang, einen über der That zu fassen. nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalt vow 900 bis 1000 Mk Dem Herrn Grafen zu Erbach-Schön- \ berg steht das PräsentationSrecht zu derselben zu. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Oder Hainbruon, Kreis Erbach, mit eine« jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht daS Präsentation-recht zu derselbe» zu. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfordt, Kr. Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten-, Cantoren- und Lectorendienft verbunden. Dem Herrn Grafen zu Schlitz, genannt von Görtz, steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit eine« evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- schale zu Auerbach, Kreis Bensheim, mit einem jährliche» Gehalt von 1000 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer z, besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Elm». Hausen, Str. BenSheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grafen zu Erbach Schönberg steht daS Präsentationsrecht zu derselben zu. • • Schuldienst Rachrichte« Am 8. Juli wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rohrbach, Kreis Erbach, präsentirte SchulamtSaSpirant Leonhard jpaa i auS Darmstadt für Mete Stelle bestätigt; — am 1L Juli wurde dem Schullehrer August Boving zu Unter-Schönmattenwag die Lehrerstelle- an der Gemeindeschule zu Rembrücken, Kreis Offenbach, übertragen. * Billige Glühkörper. Wir machen auch an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß nach einer Bekanntmachung des städtischen GaS- und Wasserwerkes infolge Abschlag- vom 1. August d. I. ab die Auer' sch en Glühkörper zu Mk. 1.40, anstatt seither Mk. 1.80, verabfolgt werden. • * Radfahrsport. HerbftbezirkSfeft des Nordbezirks des GaueS 9 des Deutschen Radfahrer Bundes. Um den Festreigen würdig zu beschließen, halten, nachdem Ruder-, Turn- und Schützenfest gefeiert, auch die Gießener Radfahrer ihre Herbstfestlichkeit den 30. August, verbunden mit Preis- corso, Concurrenz- Reigenfahren, Pyramiden und lebenden Bildern rc. ab. Das Fest, dessen Leitung und Arrangement in die bewährten Hände des Gießener RadsahrvereinS (gegründet 1885) gelegt ist, verspricht nach den bereits getroffenen Vorbereitungen ein sportlich recht interessante- zu werden, wie eS auch nach der anderen Seite au Vergnügen nicht mangeln dürfte. • • Zn Stein» Garte« wurde gestern der diesjährige Berndeck'sche Familientag gefeiert. Zahlreich waren die Familienangehörigen zum Theil auß weiten Entfernungen erschienen und verlief die Feier in schönster und würdigster Weise. • • Kofferdiebstahl. Im Wartesaal de- hiesigen Bahnhofs wurde gestern Abend einem Reisenden ein Koffer mit Kaffeemustern gestohlen. Der Thäter wurde in der Person eine- schon oft bestraften Taglöhner- festgeftellt, eS ist demselben aber gelungen, seine Beute fortzuschaffen Derselbe wurde heute Morgen verhaftet und fand sich der Koffer nicht mehr in seinem Besitz. • » vefitzwechfel. Die Ludwigshöhe in der Licher- straße ging heute durch Kauf für den Preis von 56,000 Mk. an den Wirth Louis Brandt auS Wetzlar über. Sine außerordentliche Revision der Alter»- und Zavalide«. karte» findet in nächster Zeit im ganzen D eutfchen Reich statt. Anlaß zu dieser Maßregel hat die Wahrnehmung gegeben, daß in den letzten Monaten der Berkaus von Der- ficherungSmarken erheblich zurückgegangen ist und in keinem Verhältniß zur augenblicklichen wirthschaftlichen Lage, sowie zu den jetzigen ErwerbSverhältniffen steht. Den Verficht- rungSbeamten erwachsen durch daß verspätete Einkleden fälliger Beitragsmarken erhebliche ZinSverluste, weshalb die RevifionSmaßregeln angeordnet find. Butzbach, 28. Juli. Um den verschiedenen bei der Bevölkerung der Stadt und Umgegend aufgeworfenen Frage« über unsere Garnisonfrage entgegenzukommen, möchten: Begreiflicherweise wirkte dieser Hohn im höchsten (9rab - auf die Offiziere der Garnison, die sich dadurch aufs aller- höchlichste beleidigt fühlten. Aber auch den Soldaten waren diese Anschriften nicht entgangen, und auch sie hatten, ohne daß man nöthig hätte, anzunehmen, sie seien von ihren Offizieren aufgestachelt worden, einen großen Zorn auf die Studenten, der sich von Tag zu Tag und von Woche zu Woche steigerte und zuletzt in irgend einer Weise zum Ausbruch kommen mußte, obgleich den Soldaten bei der Parole aufs strengste befohlen worden war, sich der Tätlichkeiten gegen Studenten zu enthalten. Erst drei Wochen nach dem Streit zwischen v. Stosch und Bauscher auf der Marburger Chaussee — der Landgraf war längst wieder nach Darmstadt zurückgekehrt, — schlugen die ersten Flammen aus dem glimmenden Hausen gegenseitiger Beleidigungen. Verschiedene Studenten beschwertem sich beim Rektor am Abend des 23. Juli, sic seien von Soldaten auf der Gaffe geschuppt und durch Thaten und Worte beleidigt worden. Doch da einer der vernommenen Soldaten beschwor, nicht mit Absicht geschuppt zu haben, so blieb die Sache auf sich beruhen. Ernstlicher war schon cm anderer Vorfall an demselben Abend. Zwei Studenten begegneten auf der Wiescckbrückv- vor dem Neuweger Thor zwei Unteroffizieren und einem Korporal, die auch die Studenten schuppten und stießen, eß gab einen Wortwechsel, bei dem ein Unteroffizier einen Studenten mit dem Stock auf die Brust stieß und der ändert den zweiten Studenten bedrohte, ihn zu schlagen und ins Waffer zu werfen. (Fortfrtzunz folgt.) b-r mtWnOteD Gut*. B»« W«SS der Lam twarbt von Herrn Bur -40 Gemeinden der k>. Juli an dai Köni, Angabe gerichtet, in r aafauiftdU zu Butzbmi ba§ der Fortbestand d schaff treibende Bevöli Umgebung von grohen Lage der landwirthsä der EinkausSstelle ein Eine Antwort auf die jedoch sei anzunehme . eiWchiigung finden • hl btto Cbttb kn ünglLL ereignet Dee TKMHauer Biegt bi 4 Tchachtrr drschiisti; er mit dem Friede, aber zwischen Korb ui $?lle zu Tode geq die Tiefe. Der Srn Kramer, holte die Li heraus. * Wndiebach, heute Nachmittag b Matthias Landet uni btn andern, der pH reuen wollte. Die $ * 3n Mersebnr Hlndarrn und Brand! hundertsten Geburtsta «riießt, und der Gelt ■6( C- *<«l«’JJ'l sLi !W> 5^ «»«* 5*4 tln, vlit fi? ®einelw LsL ■pafe« wurde d« hr »’S ta *^“Me i -MS =“M toe^6 iufolgr Abschlau 18 \en »y0181 toetb,r drs Nordbezirks du ^er Buudes. Um deu M ra, nachdem Ruder«, Lun» Geheuer Radsahrn säst, verbunden mit Preis Hamiden und lrbrudli Leitung unb Airaugemew esener Radsahrverrin» (8t M deu bereits getroffen« iutereffantes zu werdir Seite an Bergniigen nlt de gestern der dlersihch gefeiert. Zahlreich mm eil ans weiten Entfernung« In schönster und würdigst« .artesaal der hiesige« )end einem Reisenden tb ohlen. DerThäter wvr!i affin Taglötjneri ftfatfak seine Beute fov^chch?/ onlzchei Md laut sich de tz. wigShöhe in der Lichw : den Preis von 56,000 M : aus Wetzlar über. DlderMrr-uudMid^ umJlltl«»«'1* „el bat blt mann blt $M ®” dgegangen it «nb in **r wirtlW*” a“st' '! * .* D»> W , m dnMtt M» ^WbtMt, »ui«®’ iti>. 6(11'*2 «enb anfjw’tf1”1" 8 ‘ .«tOT-*”"1”- ”* i[1([ W in. W» 4ää£ r'-b*y-s z" ^ei|e jum M irgend einer Parole it ^ä^'btfsJ »rztt S ^riiigW 7 ®otIIt| ^timntcnben H* fte i°°» °° d-s 23\3“blld) I6«tt6 iuppt t !«, * 1 «I1»1«'’’ 1 ÖnJTC—, lliilin8! ISaimiak ItoÄG UM IH!H>. Terpentin deshalb Nehmen Sie SCH-JXTIUICT. Sfloii SG»aMhorffratze Sr Logis im mittl. mÖ Stock zu vermiethen.6212 6888 1 Dickorfe, Zchau?enstr.8. MAGGI5 Suppenwürze 1 (1) 1 (1) 1 (1) 1 1 1 1 1 1 ,. 12 8.50 wo et»». i (i) i (i) i CD i (i) i (i) Cal per 1 (1) 1 1 1 1 1 1 D.K-Patent §2424. ihn auf den ersten Blick als einen Prediger vom Lande kenntlich machte- er gab folgende in weithin flchtbarer Schrift aufgesetzte Depesche an einen Amtsbruder in Pommern auf: „Herrn Pastor 3E. in N. 3. Epistel Johannis, ®. 13 u. 14. Dem in der Nähe des Schalters stehenden Beobachter war der Text der angezogenen Bibelstelle natürlich nicht im ®e* dächtniß, aber er verfehlte zu Hause nicht, das Neue Testament aufzuschlagen und die obeubezeichnete Stelle des dritten Briefes Da fand sich denn BerS 13: „Ich »ir auf Grund eingezogener Erkundigung Nachstehendes zur «llgemeiueu Kenntuiß bringen. Die Abficht der Verlegung eines Bataillons Infanterie nach nuferer Stadt, an Stelle der nach Darmstadt zu verlegenden EScadron Dragoner, brsteht schon seit Monareu und scheinen bei der Reichsmilitar» Verwaltung diesbezügliche Bestimmungen, soweit nicht der Reichstag gefragt werden mutzte, festgelegen zu haben, sodaß euch bie Anerbietungen anderer Städte an dieser Abficht nicht zu rütteln vermochten. Zurückzuführen dürfte diese feste Stellungnahme einestheilS auf den Zustand des vorzüglichen Kafernements zu Butzbuch, andererseits die ausdauernde lhätigkeit der Stadtverwaltung zu Butzbach, die alle seit Über ein Jahrzehnt der Aufhebung der Garnison Butzbach befürwortenden Anträge und Stürme mit der Bezugnahme auf die Interessen der einheimischen und Landwirthschaft treibenden Bevölkerung der Gegend und dem Hinweis auf die Vorzüglichkeit des Kasernements entgegen zu treten wutzte, aber nicht zum Wenigsten auf die warme Fürsorge und das Wohlwollen Seiner König!. Hoheit des Grotzherzogs, der wohl einerseits daS Schlotz seiner Ahnen, die heutige Kaserne, einem anderen Zwecke nicht geopfert sehen wollte, aber auch, »18 vorgeherrscht haben dürfte, die Jntereffeu deS Gewerbe- flaadeS unserer Stadt und der Landwirthsckaft unserer Gegend nicht durch Aufhebung der Garnison geschädigt sehen wollte. Nunmehr ist der Vertragsentwurf bezüglich der B rgrößeruvg des ExercierplatzeS auf 150 Morgen Flächeninhalt seitens der Stadt genehmigt, daS Gelände zur Er- ricttung eines zweiten SchietzstandeS für die Länge von 300 Meter, eventl. auch für einen solchen von 600 Meter, in Stelle des im Niederweiseler Wald befindlichen, wurde der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt und so dürfte die Zuficherung Sr. König!. Hoh. des Großherzogs, welche vor ca. I Vr Jahren der Deputation der Stadt, bestehend aus der Herren Bürgermeister Joutz und Gemeinderath Carl Kirch gegeben wurde, für einen würdigen Ersatz für die EScadronen zu sorgen, in absehbarer Zeit in Erfüllung gehen. Um aber auch den Schäden, welche durch Aufhebung des Proviantamts der Landwirthschaft entstehen, zu begegnen, wurde von Herrn Bürgermeister Joutz, unter Zustimmung do» 40 Gemeinden der Umgegend von Butzbach, bereits am 6. Juli an das Königl. Preutzische Kriegsministerium eine Eingabe gerichtet, in welcher um Fortbestehen der Fourage- lmkaufstelle zu Butzbach unter dem Hinweis gebeten wurde, daß der Fortbestand dieser Elnkaufsstelle für die Landwirthschaft treibende Bevölkerung unserer näheren und weiteren Umgebung von grotzem Vortheil sei und bei der allgemeinen Lage der landwirthschaftlichen Verhältn sie durch Aufhebung der Einkaufsstelle ein großer Schaden entstehen müßte. — Eine Antwort auf diese Eingabe soll noch nicht erfolgt sein, jedoch sei anzunehmen, daß der Wunsch der Bevölkerung ^eaückfichtigung finden werde. Dich bald zu sehen, so wollen wir mündlich mit einander reden." Das war es, was der bibelfeste Herr hatte tele* graphireu wollen; indem er aber anstatt des Textes nur die Stelle defielben angab, sparte er zwei Drittel der Tele- ___________Jy/, :UilUUiu»'> MWUMMMH. WWW MVIIIIMIb WAMMM M M ' VerMischtes. • Aus dem Oberbergamtsbezirke Dortmund, 27. Juli. Ein Unglück ereignete ftch auf der Zeche „Friederika". Der Schachthauer Steger war mit anderen mit der Reparatur bti Schachtes beschäftigt; nach Beendigung der Arbeit wollte er mit dem Friedr. HoSbe nach oben fahren, gerieth dabei aber zwischen Korb und Einstrich und wurde in gräßlichster Miie zu Tode gequetscht. Die Leiche stürzte dann in dir Tiefe. Der Schwager deS Verunglückten, der Steiger Kramer, holte die Leiche mit Gefahr für das eigene Leben heraus. ♦ Rheindiebach, 26. Juli. Im Rhein ertranken heute Nachmittag beim Baden die beiden Schulknabeu Matthias Laudet und Wilhelm Seckler, während der eine den andern, der plötzlich in tiefes Wasser gerathen war, rerten wollte. Die Leichen sind noch nicht geborgen. • In Merseburg beging am 25. Juli der frühere Gendarm und Brandkaffencommifiär August Hering seinen huadertften Geburtstag. Der hohen Achtung, die der Greis genießt, und der Seltenheit des Falles entsprach die Theil- Patronen sorgfältig, ft geladen S(£al. 16 Jü 6.50 ».SÄ ^4 fff Regenschirme k großer Auswahl. »eparatmre« sGittl und billig. 6150 H. A. Tack, Neuenweg 58. Frischer Zwikbeikuchen jeden Montag, Mittwoch uud Freitag Vormittag bei WLKer Friedrich Moll, Mäusburg 12. 6880 Waffen, Munition und Jagd- geräthe empfiehlt graphengebühren. • AuS einer GemeinderathSfitznug. Bäuerin. Wo willst Du hin, Gottfried? — Vater: In de GemeenderathSfitzung wiü'ch. — Bäuerin: Sag' mal, Gottfried, was macht Ihr denn do? — Bauer: Na, was soll'n m'r mach'»? Mr berothen. — Bäuerin: Aber wie fangt'r'n da- an? — Bauer: Wie m'r daS anfang'n? — Do fchau! Der Vorstand tragt uns de Sache vor und wir tagen „Ja", so ist de S^ung aus un m'r gehen in de Schänk. Sag'n m'r aber „Neei , so setzt'S uns d'r Vorstand so lange auSänander, bis m rfch alle verstehen, und bann sagen m'r z'rletzt ooch „Ja und gehn norr ä bifierl später in de Schänk. f^mpfedlungen^^ »t ZlhichthllliS. Freibank. [6892 Heute uud morgen: Ochsenfteisch nicht ladenrein, per Pfd. 50 Wo- Medicinal-Weine Burgunder Malaga Bordeaux Marsala Heidelbeerwein Portwein Madeira Sherry Tokayer ’»« empfiehlt Adler-Drogerie, Settersweg 39. lSnkeln und Urenkeln umgeben war, mit Freuden entgegen. Lorbeerkränze, prächtige Blumenspenden, eine Menge kostbarer Stärkungsmittel aller Art und andere Geschenke füllten daS schmucke Wohnzimmer deS Befreiungskämpfers von 1813. Vom Offiziercorps feines alten 31. Infanterieregiments, von der Landfeuerfocietät, von der Stadt, von der Regierung wurde der Jubilar durch reichbemefiene baare Ehrengaben erfreut. Mit bewunderungswürdiger Geistesfrische überstand der alte Mann alle Huldigungen, plauderte angeregt und thot in bester Laune den üblichen Bescheid auf jeden herzlichen Zutrunk. Wünschen wir dem wackeren Alten, daß er in Frische und Wohlsein auch die ihm noch weiter betriebenen Jahre beS Patriarchenalters verleben möge. » Aus Baden, 27. Juli. In Ringsheim ist nach ber „Ettl. Zig." bet Erfinber bet niebeten Trommel, Webet, hochbetagt gestorben. Er trat mit 16 Jahren al» Trommler bet ben babischen Truppen ein, war 32 Jahre Solbat und machte außer ber Revolution brei Felbzüge mit. Anfang ber sechziger Iahte machte Weber bie Erfinbung ber nieberen Trommel, bie in ber deutschen Armee rasch Sin- gang fanb. ♦ DaS WachSthum der dentfcheu HeberrSverficherung im Jahre 1895. Im verflossenen Jahre hatte bie deutsche Lebensversicherung größere Fortschritte zu verzeichnen, als in irgend einem Jahre zuvor. Genaue Zusammenstellungen werden erst in einiger Zeit möglich sein, aber schon einige vorläufige Angaben erscheinen von Jnteresie. ES wurde bei allen 41 LebensverficherungS-Anstalten ein Capital von über 530 Millionen Mark neu versichert, und der ganze vorhandene VerficherungSbestand hat die gewaltige Summe von 5‘/t Milliarden Mark überschritten; seine Der- mehrung gegen das Vorjahr (Reinzuwachs) beträgt rund I Mk. 300 Mill. Den größten Theil dieses Bestandes, nämlich etwa 4’/4 Milliarden, bildet die LebenSverfichetung im engeren Sinne (TodeSfallverficherung theilS auf Lebenszeit, theilS mit Abkürzung auf ein früheres Alter), welche die Hauptaufgabe der großen LebensverficherungS-Jnstttute ist. | Der Rest gehört der Aussteuer- und Sterbekasien-Verfiche- rung. An den hervorragenden Ergebnisien find in erster Linie die sechs größten LebenSverficherungS-Anstalten bethei- ligt, nämlich die Gegenfeitigkeits-Anstalten Gotha, Alte Leipziger, Stuttgarter LebenSverficherungS- und Ersparnis bank, Karlsruher Bersorgungsanstalt und die Actien-Gefell- schaften Germania und Victoria. Auf diese entfielen von dem Reinzuwachs rund Mk. 147 Mill, und von dem Ver^ ficherungsbestande Über Mk. 2800 Mill., also in dieser wie in jener Beziehung rund die Hälfte deS GesammtresultatS. In der Lebensversicherung Im engeren Sinne betrug ber ReinzuwachS btefer sechs Gesellschaften Mk. 135 , Mill., in ben Nebenzweigen Mk. 11.2 Mill. Don jenen Mk. 135-tz Mill. entfallen im Einzelnen auf Stuttgart Mk. 28,61 Mill, Leipzig Mk. 26 70 Mill., Victoria Mk. 25.„ Mill., Gotha Mk. 19.28 Mill., Karlsruhe Mk. 18.61 Mill., Germania Mk. 17.Y7 Mill. Die hervorragendsten Repräsentanten der Lebensversicherung in Deutschlanb sinb dies zugleich auf dem ganzen europäischen Conrinent, da weder französische, noch österreichische, noch russische u. s. w. Anstalten gleich be- deutende Leistungen aufzuweisen haben. * Berlin, 28. Juli. An dem Schalter eines Berliner Telegraphenamtes erschien jüngst ein Herr, deffen Kleidung '11114 l|li dlllllllllllHllllllllllllHIIIIII.BHIi mW® „Gasthaus zur Post“. Direct am Bahnhof gelegen. — Gedeckte Terafle mit prachtvoller Ausstcht. — Vorzügliche Küche, reine Weine, Bier im Glas oitect vom Faß mit flüssiger Kohlensäure. - Gut eingerichtete Fremdenzimmer. — Den Herren Geschäftsreisenden und dem reisenden Publikum bestens em> pfohlen. Hochachtend 63M Moritz Grünebanm, Nidda in Oberhessen. 6875] Junger Mann s«cht «SdU Simmet und vollst. Pessto« in einem Privathause. Offerten unter N. B. an die Erpedition d. Bl. erbeten. nähme an diesem Jubelfest aus der Nähe unb Ferne. Morgenständchen der Stadtcapelle und des Trompetercorps der 12. Husaren, hierauf Beglückwünschungen durch Abordnungen deS Osfiziercorps des 12. HusarenregimeutS, der Gendarmeriebrigade, deS 31. Infanterieregiments, dem der Jubelgreis früher angehört hat, der Landfeuersocietät, einer großen Zahl von Kriegervereinen, der Regierung, der sämmt- Lieben Dehöden unb Korporationen von Köseu, wo Hering ... viele Jahrzehnte lang bis zum Ende seiner amtlichen Thätig- Johannis nachzulesen. Da fanb sich denn VerS feit gewirkt hat, unb eine Unzahl mündlicher und schriftlicher hatte viel i« Reiben; ^er ich wollte nicht mit Tinte und Gratulationen (darunter 30 Telegramme auS Privatkreifen) Feder an Dich schreiben. VerS 14 lQUtet- ' nahm ber beglückte alte Veteran, ber von seinen Kinberu, Otto Frits, Kunstmaler, Goetheftratze 46, AtelierhauS. Ruckenmarkentzünd. Herzleiden Bruchleiden Blutvergiftung Zuckerruhr Tuberkulose der Knochen Lebmsschwäche Durchfall Abzehrung Lungenschwindsucht Krämpfen Verbrennung Durch Ertrinken__________________________________ Summ«: 13 (6) 7 (6) 3 3 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebe» oi, wie viele ber Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. eine Matter, keine Hausfrau verfehlen, Hausen s Kasseler Hafer-Kakao bei ihren Kindern und in ihrem Haushalt zu verwenden derselbe ist unübertrefflich zur Ernährung schwächlicher und kranker Personen. Wer denselben einmal getrunken, wird ihn fernerhin nicht missen wollen. Hausen’s Kasseler Hafer-Kakao wird nur in Gartons ä 27 Würfel in Staniol verpackt zum Preise von Mk I.— pro Carton m allen Apotheken, Delikatess-, Drogen-, und besseren Colomalwaarenhand- lungen verkauft. _ 5822 Hausen & Co., Kassel. Schiffrnachrichterr. Der Postdampfer „Pennsylvania" der „Red Star Lüte" in Antwerpen ist laut Telegramm am 26. Juli wohldehaltm in Phlladelphia angekommen.______ WöcheuUiche Ueberficht der TodeSMe tu Gtetze«. 30. Woche. Vom 19. Juli bis 25. Juli 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tnd. 1600 Mann MUttk). Sterblichkettvziffer: 29,39, nach Abzug der Ortsfremden 15,82 /oo. K । n v 11 «• auf.»™™: 6878) Kleine Wohnung zu vermiethen- _____________aathaeine« gaffe 11. 6385] Eine kleir e Wohnung an ruhige Leute sofort zu vermiethen- Näheres bei Ludwig Döll, Marktstraße 32. 68861 Zwei ineinanderg, möbl. Zimmer zu vermiethen. Darnrnstvatze 41, i. 6867] Schön mobL Parterrezimmer zu vermiethen.Weffavlage 7. Erf. ^allei n.j-a b ri \a nten: Zeichn. eBARM-ErZ gescli.l für d i e Wäsche aller Stoffe! Temperatur der Lahn nud Luft nach Reaumur gemeffm am 29. Juli, Mittags zwischm 11 und 12 Uhr: Waffer 17, Luft 12«/,o. Rübsamen'sche Badeanstalt. Die Rentabilität jeder maschinellen Anlage wird dede«Uad erhöht durch Aufstellung eines ökonomifch arbeitenden Betriebsmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen fir^ die Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von SU Wolf in Magdevurg'Bncka« bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie und Landwirthschaft verbreitet. G e r i n g e r B r e n nm a terial- verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit find oieHauptvorzüge dieser Maschinen, vermöge deren fie nicht nur auf allen deutschm Locomobil-Concurrenzen stets den Sieg daoonaetragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet find. l411 kann den Hausfrauen bestens empfohlen werden, um ohne große Kosten stets eine vorzügliche Suppe zu machen. Zu haben bei L. Kalkhof, Westanlage. Bestens empfohlen werden Maggi 8 praktische GieHhähnche« zum sparsamen und bequemen Gebrauch der Tuppen-Würze.6129 6516] »reuzplatz 15: Bel-Etage, (Straßenfront), Wohnung, 4 Zimmer, Küche und Zubehör, an ruhige Leute per 15. August oder später zu vermiethen- Verloren u. Gefunden. 6891] Verloren eine goldene Broche. Abzugeben gegm gute Belohnung _______________Blrichstraste 14, XL Montag, den 28. d. Mts., eine braune Brieftasche mit Inhalt verloren. Wiederbringer Belohnung. Otto Scheel, Bahnhofstraße 11. Ein schwarzer Dachshund mit Metallhalsband hat sich in der Gegend von Villingen verlaufen. Derselbe ist gegen 3 Mk. Belohnung bei Herrn Döll, Metzger in Villingen abzuliefern 6864 (Vermischte AnzeigenJ Privatunterricht | in Geometrie, Algebra und verwandten Fächern wird, den gewerblichen und technischen Verhält Nissen practisch angepaßt, erthellt. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Für eine Pfarrerstochter von 16 Jahren, welche schon ein Jahr in einer größeren Stadt in Pension gewesen, wird Aufenthalt in einer besieren Familie gesucht, behufs ihrer Weiterbildung. Anerbieten unter W. 16 an die Expedition d. Bl. erbeten.6863 6877) Gesucht veget. MittagStisch, ev ganze Pension von einem jung. Manne. Gefl. Offerten unter W. Z. an die Exped. d. Blattes.______________________ Unser Bürcau befindet sich von heute ab in 6884 ®£5T Heuchelheim. Bnsch & Mylius. r^uTerkaufen""^ erhaltene« Zweirad. iu verkaufen. 6868 Ph. Stier, Schulstraße 5. 6870] Zu verkaufen ein Stück Hafer. __Näheres Wolken-aste 17. 6893] Großer, wenig gebrauchter, feuerfester Cafsa-Schrank ist Umständehalber sehr billig abzu- geben. Näheres zu erfragen in der Expedition d. Bl.____________________ l^telierTAngebote^ Buchhalter und Correspondent von einem Fabrtkgeschaft gesucht. Offerten erbeten unter T. 500 an die Expedition d Bl. 6681 6860] Heizer gesucht von Joh. DSriug, Dresckmaschinenbefitzer, _____________Oppenrod_____________ Gehreinergeselle auf sofort gesucht. 66^9 A. Hosmann, Wetzsteinstraße 40. Ein tüchtiger Kutscher aus sofort oder später gesucht. 6825 Zu erfragen in der Exped- d. Bl. 6748] Einen anständigen Lehrling sucht unter günstigen Bedingungen Her«. Krast, Mechaniker, _______________Neuenweg 46. Ein tüchtiger Junge kann in die Lehre treten bei Installateur P. Walter, 5808 Kaplan«gaffe 23. Gesucht tüchtige MLdche« für hier und auswärts gegen hohen Lohn durch 6758 Frau Müller, Teu^eltzlustgärtchm 26. 6745] Braves tüchtiges Mädchen auf sofort gesucht-_______Liebi-straste 57. Kranes solides Mädchen, welches kochen kann, wird per September gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. 6876 6879 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben, unvergeßlichen Gatten, Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Karl Siegeletz, Gepäck-Expedient i. P., sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 28. Juli 1896. Wohnungs-Veränderung. Wohne von heute ab in meinem neuerbauten Hause ©zar 26 Bismarckstraste 26 Georg Wagner HI., Weißbinder und lackirer, 6853 früher Löwengasse 30. 4700 B " Zs Joh. 6 M ■ X r 9 O « 9 «r Q y Fr. Schaaf, Diezstratze. Die Deutsche Gasglühlicht - Altieu - Gesellschaft iu Berlin hat ihre Preise für Glühkörper (s. g. Strümpfe) herabgesetzt und sind wir daher in der Lage, einen Glühkörper (Strumpf) vom 1. August d. I. ab zu Ulk. 1.40 (anstatt seither M 1.80) abzugeben, während der Preis eines vollständigen Apparates, wie seither, von Mk. 5.— beibehalten bleibt. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß wir vertragsmäßig verpflichtet sind, Auer'sche Glühkörper auch nur für Auer'sche Brenner abzugeben. Die Glühkörper werden von uns auf dem Preß-Gasapparat vorbereitet, wodurch größere Haltbarkeit und hohe Leuchtkraft erzielt wird. Gießen, den 28. Juli 1896. 6869 Städtisches Gas- n. Wasserwerk giessen. 6883] Zwei tüchtige Schreiner gesucht.___________«ordanlage 28. Steins Garten. 6862] Aushülfskelluer für Sonntag gesucht.__ ßoenrht ver sofort 5 Kellner, UCDUUUl s Kellner. Lehrlinge 4 Restaurations - Köchinnen, sowie mehrere HauSmädchen. 6881 C. Stiasny, Placeur, Asterweg 6. Jüngere Arbeiter gesucht 6861________Schillerftraste 18. 6887] Ein Arbeiter kann etntreten. _______Ed. Kliukel, Kohlenhandlung. Sofort gesucht4 ?»“*■ 8 Hau-d«rsch., welche auch fahr, können 80 Oecon Knechte «. Veeon.-Tage- IShner. E. EtiaSny, Plac., Aster weg 6. Braves Hausbürschchen gesucht. Schott, Weinhandlung, <776 Bahnhofstraße 28, Ecke Löwengaffe. 6812] Gewandter, gut empfohlener, jüngerer Bursche gesucht Otto Schaaf, Selteisweg 39. 6890] Junges Dienstmädchen sofort gesucht Restavration Lahnstein. Zeit ist Geld! Dieses Sprichwort gilt auch für die Hausfrauen. Deshalb sollte in keinem Haushalt die bekannte Krebs-Wichse fehlen, da mit derselben am schnellsten ein schöner schwarzer Glanz er, zeugt wird. Dosen a 10 und 20 H sowie Holzschachteln i 5 und 10 H sind zu haben: In Gießen bet: «. Dort; Ph. Herrmann; 8L Menser; Ang. -toll II.; W. M. Noll; W. Schomder; Robert Stuhl; A. * S. Wallensels. In Großen-Linden bei: L. Menge» X. In Langsdorf bei: Jsaae Kah«. In Lich bei: H. «. Bing« mann; Earl KShler. 477g A. Kilbinger, Seltersweg 19. Luxus-Wagen und Geschirre, sssi ffioT Omnibus-Verbindung Linie A Marburgerftraße—Bahnhof und zurück. Linie B Grünbergerstraße—Bahnhof und zurück. (Sonntags und Wochene Linie O Markt—Schiffeubergerwald und zurück tags Nachmittags nut ________ bei günstiger Witternna'' Turnverein. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß Festkarten nebst Beikarten nur in den bekannt gemachten Geschäften (siehe Programm) zu erhalten sind und nicht an der Kaffe auch noch ausgegeben werden. An den Tages- Kaffen werden nur Tages-Karten ausgegeben. 6872___Der Borftaud. Iugendfest des Turnvereins. Änmeldungen von Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren zmn Jugeudfeft am 9. August müffen bis längstens Samstag de» 1. August geschehen und zwar in den Geschäften von Richard Buch, acker, Neuen Bäuen 11 und F. C. Winter (Althoff), Wallthorstr. 16. (Spätere Anmeldungen können keine Berücksichtigung mehr finden. 6873 Der Vorstand. Liederkranz. Die auf den 2. August l. I. bestimmte Parthie au de» Ludwigsbruuueu muß wegen der Feier des Turnvereins vorerst ausfallen. 6895 _______________________________Der Vorstand. Neueste, beste und billigste Schreibmaschine D.R.P. 84528 „Graphic“ D.R.P/.86382 Die „Graphic“ kann von Jedermann ohne Vorübung sofort benutzt werden. Die „Graphic“ ist in Folge ihrer einfachen Construction keinen Reparaturen u te »o- ,2 'S ■ * ■er e: n / • UlUCl IVUl Itll. Die „Graphic“ gestattet ein ebenso schnelles Arbeiten, als die eomplicirten Taftenmaschinen. Die „Graphic“ ist in sämmtlichen Culturftaaten patenttrt. »ST Unentbehrlich für jede» «omptoir. *SG Auch in Privatkretsen, bei Leuten, welchen die mechanische Thättgkett des Fedtrschreibens lästig ist, ist diese Schreibmaschine bestens zu empfehlen. Zu beziehen durch 6894 A. Gretscher, Gießen, Neustadt 78. 9^ Daselbst stehe« obige Maschine« znr «nstcht. SO Lebensverfichernngs- und Ersparnitzbank in Stuttgart. Anträge werden angenommen von 6871 E. Fischbach und A. Frank, _______________________Seltersweg 24_________Neustadt 32._________ CompeusatMS-Course für Ultimo 3nli 1896. Mitgetheilt von J. Kurz & Co., Giessen, Aa-n-ofstraße 68. Coursbericht 3% Deutsche ReichSanl. 99.50 6 /0 Mexicaner 93.— 3<>/o Preußische ConsolS 99.60 4 Wo Oesterr. Silberrente 87.— 4% Egyptische unific. 105.- 3% Portugiesen 27.— 40/0 Griechen von 1887 36.- 4% Rumänier 88.— 50/0 „ ,, 1890 31.50 3Ve°/o Ruffm 100.- 3*/o Italiener Rente 52.60 50/0 Zoll-Türken 93.- 57e 87.50 4°/o Spanische Rente 61- 3 /o Mexicaner 26.50 6% Chinesen 102.- Berliner Handelsges. 151.60 Nationalbank f. D. 141- Darmst. Bank 154.- Oesterr. Credit 8 8.- Deutsche Bank 187.- Ung. Creditbank 337- Disconto Comm. 209.- Wiener Bankverein 230.- Dresdner Bank 159.— Banque Ottomane 110.- Oester. Länderbank 216- Oesterr. Ungar. Bk. 834.- Hess. Ludwigsbahn 120.- Prince Henri 88.60 Lübeck-Büchen 150.— Italien. Mtttelmeer 94^0 Gotthard 167.- Jtal. Meridional 121.- Nordd. Lloyd 114.- Veloce 112.- Alpine Montan 68.- Harpmer 166.- Concordia 197.— Hibernia 176.- Dortmunder Union 46.— Laura 163.- Gelsenkirchener 171.- Oberschles. Eisen. W7- rn Je Kurs * Co., Giessen, -ahahef-n-t 63. Frankfurter Bdrfo vow 28. Juli 1896. BVi°/i Destfche Reichs«!. 8»/e Prestz. LonfotS »i/to/i Sr. Hefftfche DbL . 1891. 4°/, . Uoml rat b. 1901 104 76 99 80 103.— 104^40 4,/i,/i Oesterr. Stlberrent« 4i/e Ung. Gold.Natt« 3°/o Portugiese 6 o/3 Mexieaner 4°/q Monopol-Griechen een 1887 86 90 IL4.i5 26 40 98.36 86(0 B«/o Oesterr. StaatSbaha v. 1886 92.251 4°/» Etsenb. Rentenb. DbL 183(0 W»lt gut staatSgar Stfentz. 63.1515 •/© BudernS DbL 10300 81/1I/1 SraNkfirrter Hyp. «. 101^0 8^/,>/,Frkf.Hyp'Ereb.v unLb.1906101L0 40/' dta. tmtb. 1906 106.03 Bi/|i/8SrrfUürS:Piid)- unb Stetnb ruderet «Ptetsck *. Echevba) in Gießen Pie heutige Kummer umfaßt 6 Seiten A« betreffend: Die: und I @ro§6- Miste, blt Spaltung tintS zu hsmbntz 1. M HuV un bei Rtdltit Stelle zu |d 2. Sus den Mo Otten der Gießen und nur bann, leuchten Ott Zustand gef Den Großh. D falflung der brftehek iprungßzeugnifle noc «lSsrld, den Großhe v Damstadt, 28. **1 St. »gl. 6, tnntn Ttäude und Wtu bB $rfte «•it« blt Brottt,. ’fwtbnii SRttgUei "u'pracheu. »el Se tzs wird hiet j, August l. 3* J Nachmittags em in dem Gelavde ü „ch'mig gc°-° den walgcrn und Kttch Tas Leland h^jtn-ra;b°d Haus—Krofdorf ts stehend angegcbei Die Lttaste Kr> Schmelz ist für ] Gießen, den: Großher 5 &,»t. 28. - ‘«»aln.lBefir.AHf, Mes 2 £ «Hef 1'1,1 «ach ba Hi 8trh " e sauren Olft. X, »*’ d-- '«du», u; Itöt 11 WÖA ■ «ii»«»* N * $oM4, w ys*c *Sf,4 ’1* mW