1896 Samstag den 30. Mai Erstes Blatt W 125 virrtkssLhrigkr Fernsprecher 5L Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gietzen Hratisöeitage: chießener Jamitienbtätter Toilelte-Cream Dentsche» »eich. ftrttimft Si. b. «. |5 der Verwaltungsorgane, das BerdtuguogSverfahren unter Umständen aufzuheben und eine anderweitige Bedarfsdeckung eintreten zu lasten, wird hierdurch nicht berührt. § 8. Alle von Händlern zum Zweck öffentlichen Der« aufgestellten oder öffentlich ausgebotenen Rindvieh- bi Wollt unterliegen der Beaufsichtigung durch den zuständigen Kttckortteriuärarzt (§ 17 des ReichSviehfeuchengefetzeS) der- glijalt,, daß der Verkauf untersagt ist, so lange nicht durch 7 mlvtNeriaärärztttche Untersuchung daS Nichtvorhandensein d«Mul- und Klauenseuche festgeftellt worden ist. Zu diesem > isticke haben sowohl der betreffende Händler, als der Be- fiifx-dion Gasthof- oder Privatställen, tn denen Händlervteh t ilidziittllt wird, und zwar spätestens im Verlauf von zwölf 5 Bhiöku, der OrtSpolizeibehörde Anzeige von der Aufstellung v ix Kindvieh zu erstatten. ______ Depefch« bei «ereim .Streit'. Berlin, 28. Mai. Heute Abend gedenkt das Kaiser- paar der im ehemaligen Kroll'schen Etabliffemenr stattfindenden Festfeier der deutschen chirurgischen Gesellschaft betzuwohnen. Berlin, 28. Mai. Die Kaiserin erthetlte heute dem ehemaligen französischen Botschafter Herbette und deffen Gemahlin die erbetene AbschtedS-Audtenz. Berlin, 28. Mai. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." sicher vernimmt, ist daS Zuckersteuergesetz vom Kaiser gestern vollzogen worden. Die Verkündigung destelben durch daS Reichsgesetzblatt steht sonach nahe bevor. ES wird ange- nommen, daß die Ausgabe der betreffenden Nummer des Reichsgesetzblattes am 30. d. M. erfolgen wird. Berlin, 28. Mai. Die Budgetcommission deS Reichstages ist zum 3. Juni einberufen worden, um den Gesetzentwurf betreffend Umformung der vierten Bataillone und den Nachtragsetat zu berathen. Berlin, 28. Mai. Die katferliche Familie ver- weilte gestern bis nach 5 Uhr in der Ausstellung. Der Kaiser und die Kaiserin traten an Bord der Alexandra die Rückfahrt an, während die kaiserlichen Prinzen mittelst Hof- wagen in die Stadt zurückkehrten. Bei Besichtigung der Marinekchauspiele versprach der Kaiser, am nächsten Mittwoch vringerlohn. Durch dir Post bq«|« 2 Mark 50 W Rebaction, üfiiebHier unb Druckerei: vereinen beiwohnten. Stuttgart, 28. Mai. Der evangelisch-sociale Congreß nahm heute einstimmig folgende Refolution an: „Der evangelisch-sociale Congreß erkennt die großen und bleibenden Verdienste des Hofpredigers Stöcker um die Begründung und Förderung der evangeltsch.foctaleu Bewegung in Deutschland dankbar an, bedauert tn hohem Maße seinen Austritt aus dem Congreß und hofft trotzdem auf eine weitere Gemeinschaft evangelisch.soctalen Wirkens." Dtefe Refolution ist Stöcker nicht allein durch das Präsidium, sondern auch telegraphisch von folgenden Theilnehmern am Congreß mit- getheilt worden: Adolf Wagner, Braun, Kayser, Zimmer, Lechler, Naumann, Spengler, Hüpeden, Arndt, Specht. Wien, 28. Mai. Der Club der vereinigten deutschen Linken hat beschloffen, anläßlich der die staatsgrundgesetzliche Gleichberechtigung verletzenden Haltung der antisemitischen Majorität deS Wiener GemeinderatheS in der Frage der StadtrathSwahlen an die Regierung eine Jnterpelation zu richten, tn welcher angefragt wird, was dieselbe zu thun gedenke, um dem Staatsgrundgesetze Anerkennung zu ver- fcha^Mm, 28. Mai. Wie in hiesigen Hofkreisen auf da» Bestimmteste verlautet, wird im Laufe des Monats August in Ischl eine Zusammenkunft deS Zarenpaares mit Kaiser Franz Josef stattfinden. Budapest, 28. Mat. Die Minifterkrisengerüchte ! erhalten sich. Der Rücktritt deS Ministerpräsidenten Baron I Bauffy soll bestimmt im Juni stattfinden. Graf Szapary wird als sein Nachfolger genannt. Triest, 28. Mai. Nach hier etngetroffenen Nachrichten ist der englische Dampfer Zarbal auf der Fahrt von BuenoS- AyreS nach Antwerpen auf offener See in Brand gerätst en. 900 Ballen brennende Baumwolle mußten über Bord geworfen werden. Rom, 28. Mai. Der Prozeß gegen Baratteri wird, wenn er von der Kammer gutgeheißen wird, am 15. Juni in ASmara beginnen. Derselbe wird etwa fünf Derhandlungstage in Anspruch nehmen. Major Salsa wird als Belastungszeuge auftreten. Rom, 28. Mai. Während der nächsten 14 Tage wird das ganze in Afrika befindliche italienische OccupationS- I corpS nach Italien eingeschifft werden mit Aus- I nähme von einem Bataillon Jäger und Bersaglieri, drei Bataillonen Infanterie, zwei Batterien Artillerie und einem I CorpS Genietruppen. Neapel, 28. Mai. Der Dampfer Zarnitza ist gestern mit dem russischen Thronfolger an Bord über Messina I nach Alexandrien abgedampft. Pari«, 28. Mai. Der russische Krtegsminiftcr richtete an den französischen Generalstabschef einen Brief, worin er sagt, daß er dem Kaiser von Rußland den Beschluß des KriegSmintsters, wonach den Offizieren und den I Soldaten der französischen Armee während der KrönungS- feierlichkeiten Urlaub ertheilt wurde, mitgetheilt habe. Der I Zar habe ihn beauftragt, dem General Boisdeffre seinen Dank dafür auszusprechen, daß die französische Armee mit dem russischen Volke bet dieser feierlichen Gelegenheit sich eins fühle. Weiter habe ihn der Kaiser beauftragt, dem General Billot feinen wärmsten Dank auszudrücken und denselben zu ersuchen, der französischen Armee den Ausdruck seiner Ge- I wogenheit und Dankbarkeit zu übermitteln. Pari«, 28. Mai. Infolge der neuerlichen Zwischenfälle bei den Stiergefechten tn BeziereS hat der Minister beschloffen, dieselben Maßregeln wie sein Vorgänger zu treffen, um die Tönung der Stiere zu verhindern. Die zuwiderhandelnden Toreadors sollen deS Landes verwiesen werden. London, 28. Mai. „Daily News" melden aus Prätoria, dem Präsidenten Krüger werde in den nächsten Tagen tn Prätoria eine (Statue errichtet. — Dem „Daily Telegraph" • zufolge leitet Präsident Krüger an Influenza. Frankfi ehgraben 14. Vertreter Sn 1 CltttnM wer 8 Co., Dre» Licht- und Kn Umfanges. Stellung von i nngskörper. he Bedarfsartü -Anschläge »reit unser Vertrete: Mechanische $ Flossgasse I I(in« mt toi Anzeigen zu der Nachmittags für be» ^othra Lag erscheinenbm Nummer bis Bonn. 10 Uhr. fi dem Girandola-Feuerwerk beiwohnen zu wollen. Ueber daS vorgestrige Feuerwerk hat der Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg dem Kaiser Bericht erstattet. Berlin, 28. Mai. Prinz Albrecht, Regent von Braunschweig, wird morgen die Ausstellung besuchen. — Für nächsten Montag ist wieder eine Illumination der Ausstellung in Aussicht genommen. — Die Ost- und West- Afrikaner aus den Dörfern der deutschen Colonial-AuS- stellung, welche schon in Oer deutschen Schutztruppe gedient haben, werden auf Befehl deS Kaisers dem morgen statt- findenden GefechtS-Exerciren auf dem Tempelhofer Felde beiwohnen. — Der deutsche Fisch ereirath trat heute unter Vorsitz deS Fürsten zu Hatzfeldt-Trachenberg im Hörsaale deS Chemiegebäudes der Gewerbeausstellung zu seiner vierten Tagung zusammen, der Delegirte von 22 deutschen Fischerei- Bolff« telegrephifche» Lorrefpondatz-Bure-v Berlin, 28. Mai. Gegenüber der Blättermeldung, daß von China eine Erhöhung der Seezölle in den chtnefi- scheu Häfen angeregt sei, hört die „Nat.-Ztg." von zuver- | lässiger Sette, daß an die deutsche Regierung tn keiner Weise ein solches Verlangen gestellt wurde. gaffel, 28. Mat. Nachdem der Bund deutscher Frauenveretne Beschluß über Petitionen wegen Förde- rung der Sittlichkeit und Mäßigkeit und wegen Anstellung von Polizeimatronen gefaßt hatte, wurde der Congreß mit einem Dank für die Gastfreundschaft CaffelS geschloffen. Aachen, 28. Mat. Internationaler Bergarbeiter- congreß. In der heutigen Sitzung wurde die von den deutschen Vertretern beantragte Resolution, betreffend die Jnvalidenkaffen, Pensionskaffen und Krankenkaffen, wonach diese Staffen von den Bergarbeitern selbst verwaltet werden, der Staat jedoch die Oberaufsicht über dieselben führen und die Garantie übernehmen soll, mit 811000 gegen 26000 Stimmen angenommen. Ebenso wurde die von den Franzosen und Belgiern beantragte Resolution angenommen, wonach vom Staate garantirte Jnvalidenkaffen und Krankenkassen gegründet werden sollen. Die Oesterreicher und Süd- waleser enthielten sich der Abstimmung über die letztere Resolution. Der deutsche Antrag bezügltch der Gruben- | aussicht wurde zu Gunsten des wettergehenden französischen und belgischen zurückgezogen- der letztere, welcher verlangt, daß für die ständige Beaufsichtigung der Gruben Jnspectoren aus dem Arbeiterstande zu wählen und denselben eine unabhängige Stellung zu sichern sei, wurde angenommen. Mit 737000 gegen 126000 Stimmen gelangte der von den französischen und belgischen Vertretern etngebrachte Beschluß- antrag zur Annahme, der die Uebernahme aller Bergwerke durch den Staat fordert. Für den Antrag stimmten die Franzosen, die Belgier und die Miners Federation- die I Vertreter von Northumberland und der National Federation stimmten dagegen, während die deutschen Vertreter sich der I Stimmabgabe em hielten. Hamburg, 28. Mai. Die deutsche Lehrerver- fammlung erklärte sich in der heutigen Sitzung nach I längerer Berathung gegen den Gebrauch der Vollbibel im Religionsunterricht der Volksschule und sprach sich für ein I biblisches Lehrbuch aus, daS nach pädagogischen Grundsätzen für die Bedürfnisse des Religionsunterrichtes bearbeitet und nach Form und Inhalt geeignet ist, den Gebrauch der Boll- bibel zu ersetzen. Die Versammlung wurde sodann geschloffen. London, 28. Mai. Die „Times" meldet aus Kairo, die Cholera breite sich längs deS Rosette-ArmeS deS Nils aus, in den Dörfern herrsche große Sterblichkeit. AuS Kanea meldet die „Times" von gestern: Hier sind alle Läden geschloffen- da« Geschäft stockt völlig- eS besteht keinerlei Verkehr mit der Umgebung. Die fremden Con- fulate, welche mit Flüchtlingen angefüllt find, werden streng bewacht. Eine russische Corvette ist hier eingetroffen. eube ’S8 Otrb®:eÄ^ Sebe sie 5SÄ* nen^ ui? ■SÄ Alle Annoncen-Lurraux be« In- unb Äu«lanbe« nehm« Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen. Berlin, 28. Mai. Ein Erlaß des Landwirth- s |chsitSministerS an die Vorstände der LandwtrthfchaftS- k tasBt rn und landwirthschaftlichen Ceutralvereine gibt den- W von dem Beschlnffe deS königlichen Staatsministeriums n »tj 310. April d.J. Kenntniß, wonach den einzelnen Reffort- Äilvnurn unterstehenden Verwaltungsorganen zur Pflicht ge- a Mit werden soll, soweit dies ohne Schädigung fiScalischer IM allgemeiner Jntereffen und ohne grundsätzliche AuS- ; Ui»:ung des legitimen Handels ausführbar erscheint: die Bedürfnisse der Verwaltungen an landwirthschaftlichen Erzeugnissen thunlichst direct von den Producenten zu erwerben - zu diesem Zwecke insbesondere auch «recte Beziehungen zu bereits bestehenden VerkaufSgenossen- schäften anzuknüpfen, auch möglichst um den Anforderungen der Verwaltungsorgane besser als zur Zeit genügen zu können, auf den Zusammenschluß der Producenten zu Verkaufsgenossenschaften an geeigneten Orten hinzuwirken und die Bildung solcher Genossenschaften durch Berücksichtigung bet der Vergebung von Lieferungen zu fördern- sofern eine öffentliche Submission für die Lieferung der in Frage stehenden landwirthschaftlichen Erzeug- oiffe stattfindet, Zwischenhändler nur dann zu berücksichtigen, wenn sie sich von vornherein am Sud- misfionSverfahren beteiligt und günstigere Gebote bezüglich der ausgeschriebenen Lieferung abgegeben haben als die übrigen Bewerber. Die Befugniß ‘FURT a, IN. Rosinuln ' ephon 1241. ____ chDeide-Lehranstilt m Plvp »CMittmuster-VersaEdl L». ? Henen-Schneiderel Ter« ir Damen und Herreo-M a m L und 16. jeden Men- Sienfr. durch d.Direction: M. G. Martens. Der । W«er >«ieiget rQint täglich, II «rufnähme be« MoMag«. H- Gießener |gn IcktenStätter i »9-r dem Anzeiger «MiMlich dreimal i »gelegt. Meßmer Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. ihr. Np Mfen hiiia sllieg 19; ™ ! md A Effecten, Ttzril. Gießen, den 28. Mai 1896. 1BK «Eerzoglichr KreiSate «leben oßh. Polizeiamt Gießen und die Bürger- Wristiereieu der Landgemeinden des Kreises Gießen. 6b ist in letzter Zelt wiederholt vorgekommen, daß lettuvzwhende Musikanten Ihr Gewerbe über die ihnen tn lhchM Wandergewerbeschein gestatteten Grenzen hinaus aus- Kaden, indem ihnen von den Bürgermeistereien ledig- | :• .Di auf das Borzeigen ihres StempelmarkenbucheS hin die 1 drn§ 6fOa der Gewerbeordnung vorgeschriebene ortspolizeiliche £ ir^lltüiiß zum Spielen ertheilt wurde. Wir machen darauf aim|i«r!iiam, daß in diesen Fällen die ortspolizeiltche Er- laacbmfe nur auf Borzeigen de» WandergewerbefchetneS ertheilt ,-n mnbert darf unb nur innerhalb der Grenzen, welche der öiil-rrlieschein gestattet- insbesondere dürfen Aufführungen, z'imdit :in dem Gewerbeschein auf bestimmte Orte oder be- ft Zetten ober Gelegenheiten (z. B. Kirchweihen) be- dttünfi sind, nicht an anderen Orten und zu anderen Zetten giipiotte. werden. v. Gagern. ___________ Schotten, 27. Mat 1896. 8tlir.: Den Transport von HandelSvteh, hier Auftrieb auf den PrämiirungSmarkt zu Schotten. Ms Großh. Kreisamt Schotten em riie Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Wie wollen die in Ihrer Gemeinde wohnenden Händler, ■uiHüt Iben am 1. Juni l. I. zu Schotten statthabenden Vieh- «Urft -mit Rindviehbeständen zu befahren beabsichtigen, auf nW-itnben § 8 deS Ausschreibens des Großherzoglichen IWrilum« deS Innern und der Justiz vom 10. Juli 1895 hM-ri'icn. Daffelbe betrifft selbstverständlich auch die aus aiota Kreisen kommenden Händler. Schönfeld. Loudon, 28. Mai. Laut der „Morning Post" soll die Polizei eine neue Fenierverschwörung entdeckt haben, welche bezwecke, England durch Schreckensherrschaft im Innern und durch äußere Verwickelungen zur Gewähr einer irischen Republik zu zwingen. Die Verschwörung, welche durch einen gewissen Lyman orgaoifirt worden sei, soll neue Hauptsührer und Zwetgvereine über ganz England haben. Die Der« schwörer sollen der russischen Regierung ihre Hilfe zur Er» oberung Indiens angeboren haben- der russische Minister aber benachrichtigte die englischen Beamten, welche daS Complot nun entdeckten. Moskau, 28. Mai. Heute Nacht entstand in einem Thurme deS ftrtml, wahrscheinlich infolge Kurzschlusses der electrischen Leitung, ein Brand, der jedoch bald gelöscht wurde. Rewyork, 28. Mai. Der Chklou, der am Montag in einzelnen Districten Nordamerika- wüthete, hat ungeheuren Schaden angerichlet. Die Hospitäler in St. Louis find mit Verletzten gefüllt. Viele Todte find bereits gefunden - mau glaubt, daß noch Hunderte unter den Trümmern der zerstörten Gebäude begraben find. An mehreren Orten entstanden Brände. Alle am Quai vor Anker gegangenen Dampfer find gesunken. Die Zahl der Verwundeten und Getödteten wird auf etwa tausend geschätzt. Berlin, 29. Mai. Den „Neuesten Nachrichten" zufolge richtete der Kaiser anläßlich seines Besuches der Marine- schausptele keinerlei Ansprachen an die Offiziere. Berlin, 29. Mat. Die Abtheilung Berlin der Colontalgesellschaft veranstaltete gestern einen Begrüßung-ab end für die Delegirten zur heutigen Generalversammlung. Berlin, 29. Mai. Der Kaiser lehnte daS ihm Seitens der städtischen Behörden in Breslau aus Anlaß der Einweihung deS Denkmals Kaiser Wilhelms I. angeborene Frühstück ab. Der Kaiser nahm indeß den Ehrentrunk auf dem Breslauer Rathhause an. Berlin, 29. Mai. DaS „Tageblatt" meldet auSRom: Auf der türkischen Botschaft wird auf das Bestimmteste versichert, daß alle aus Athen oder Creta etntreffenden Alarmnachrichten tendenziös erfunden sind. Gleiches gelte von der Schauerkunde über angebliche Christeumaffacres. Seit Monaten seien dortselbft keine Unruhen vorgekommen. Berlin, 29. Mai. Dem „Vorwärts" zufolge hat der Staatsanwalt keine Revision gegen das Urtheil im Proceß Auer u. Genossen eingelegt. Dagegen haben die Ver- urtheilten die Revision angemeldet, um über die Frage, ob ein Parteivorstand ein Verein im Sinne deS § 8 des VereiuS- gesetzeS ist, eine letztinstanzliche Entscheidung herbeizuführen. Braunschweig, 29. Mai. DaS Confistorium lehnte das von welfischer Seite gestellte Ansuchen ab, beim Regenten die Anordnung einer kirchlichen Fürbitte für den erkrankten Prinzen Georg Wilhelm von Cumberland anzuregen. Wien, 28. Mat. Eine gestern in der inneren Stadt stattgesundene Wählerversammlung sprach sich für daS Verbleiben der Abgeordneten NoSke, Exner und Kopp im Club der Linken aus. Brüssel, 29. Mai. Der Senat bewilligte mit 61 gegen 11 Stimmen 15 Millionen Francs für die Congo- Eifenbahn. Cocetes rrrrd Gießen, den 29. Mai. * • Aus der Volksschule. Am 5. Mat wurde die vom hiesigen Schul- und Stadtvorstand eingerichtete HauS- Haltungsschule und weibliche Fortbildungsschule mit 24 Schülerinnen eröffnet. Es sind dies aus der Schule entlassene Mädchen, welche sich in weiblichen Handarbeiten, Nähen, Flicken, Maschinennähen, Bügeln weiterbilden und das Kochen für eine einfache Küche erlernen wollen. All diese Fertigkeiten sind für das praktische Leben nothwendig und nützlich, denn es ist heut zu Tage ein Ringen und Jagen, um die wirthschaftlichen Verhältnisse weiter Kreise zu verbessern- der schwere Kampf umS Dasein, den die meisten Menschen zu kämpfen haben, erfordert eine tüchtige Vorbereitung fürs Leben, ein gewisses Maß von Wissen und Können, eine klare Ueberficht über die eigenen Verhältnisse, die in manchen Familien nicht vorhanden zu fein scheint. In richtiger Auffassung der tyatsächlichen Verhältnisse hat der hiesige Schulvorstand aber nicht die Schule mit dem hauSwirthschaftlichen Unterricht eingeengt und belastet, wie dies in anderen Städten geschehen, sondern er läßt durch Anregung auf die Schülerinnen einwirken, damit sie freiwillig und frei von allem Schullernen ihre ganze Zeit und Kraft dem Aneignen dieser Fertigkeiten widmen können. ES braucht nicht bewiesen zu werden, daß die Volksschule ihre ganze Zeit ungekürzt nöthig hat, um den Schülerinnen daS Wissen beizubringen, was heute von jedem Menschen verlangt werden muß. Religion, Rechnen, Schreiben, Lesen, Kenntniß der geographischen Verhältnisse und der geschichtlichen Entwickelung unseres Vaterlandes, Bekanntmachen mit den Cultur- fortschritten unserer Zeit, vor allem richtiges Denken, das sind die Dtn^e, welche die Schule zu lehren hat und deren Entwickelung rmd Festlegung nicht durch Einsührung von weiterem HauSwirthschaftlichen Unterricht gestört und gehemmt werden darf. Durch daS Zuvielerlet in der Volksschule schädigen wir einerseits die Gesundheit unserer Kinder und machen dieselben zerstreut, gedankenlos und oberflächlich, wodurch ein viel größerer Nachtheil fürs praktische Leben her- vorgerufen wird, als wenn ihnen in der Jugend allerlei Fertigkeiten beigebracht werden, die fie im Jünglings- und Jungfrauenalter doch wieder vergessen, well die fortgesetzte Uebung fehlt. Richtiges Denken kann man n',cht durch Handfertigkeit sich aneignen, eS allein führt zur richtigen Er- kenntniß der wirthschaftlichen Lage, der focialen Stellung und befördert am besten den wirthschaftlichen Fortschritt. Der Pädagoge Kellner fragt klagend: „Arme Volksschule, wann wirst du doch aushören, ein Experimentirfeld für die verschiedenen Zeitströmungen zu sein? Wann wird man eS richtig fassen und begreifen, daß Dir in der Bildung des inneren Menschen das höchste Ziel gesetzt ist und daß hiervon auch daS äußere Glück abhängt?" ES ist nothwendig, diese sür die Schule störende Einwirkung öffentlich zu besprechen, denn in der Regel sind c5 nicht Fachmänner, welche diese Zumuthungen an die Schule stellen. An manchen Orten scheint ein wahrer Eifer zu bestehen, immer etwas Neues in die Schulen htueinzubringen, auch wenn es auf Kosten des bewährten Alten geschieht- ja man kann oft einen leisen Zweifel nicht unterdrücken, ob solche Neueinrichtungen nicht in erster Linie inS Leben gerufen würden, um ihre Urheber bewundern zu lassen. Gießens Verwaltung hat eS in richtiger Weife verstanden, all die WohlfahrtSeinrichtungeu an der Volksschule herzustellen, welche die moderne Zeit für nützlich hält, aber fie hat nicht den Unterricht etnschränken wollen. Sie baute Schulhäuser mit mustergiltigen Einrichtungen, fie war eS, welche in Hessen zuerst die Schulbäder einrichtete, fie führte den HandfertigkeitSuutereicht für Knaben ein, sie verwilligte die Mittel zum Knaben- und Mädchenhort, fie gründete die HauShaltungSschule für auSgeschulte Mädchen, sie legte Schulgärten an, sie richtete einen CursuS für Stotterer eüt und die schwachsinnigen Kinder werden schon seit Jahrzehnten in einer besonderen Abtheilung unterrichtet. Dies Alles vollzog sich ruhig, ohne jede Anpreisung nach außen, und wenn jetzt darauf zurückgekommen wird, so ist dies veranlaßt durch Artikel aus anderen Städten, worin jede Neuerung und wäre eS bloS die Anlegung eines Blumenbrettchens im Schulhofe, als eine große That gepriesen wird und wodurch die Meinung hier entstehen könnte, als sei in Gießen nichts Derartiges geschehen. Oben genannte Einrichtungen stehen auf der Höhe der Zeit, und eS kann nur gewünscht werden, daß die Schule in allen ihren Gliedern auch ferner dasselbe bereitwillige Entgegenkommen finden möge, wie seither- der Segen wird nicht auSbletben. * * Feuer. Im Dachstuhl eines Hauses in der Schottstraße entstand gestern Nachmittag 6 Uhr Feuer, welches aber von den Anwohnern und einem Feuerwehrmann rechtzeitig entdeckt und gelöscht wurde, ohne größeren Schaden anzurichten. Als Entstehungsursache wird angenommen, daß Funken aus dem Kamin in das Dach geflogen und die Sparren entzündet haben. * * Gebrauchsmuster-Eintragung. Mikroskop mit abliegendem Augenort in Verbindung mit einer Lupe zur makro- und mikroskopischen Doppelablesung an feinen Wagen: Wilh. Spörhase in Gießen, 16. 3. 96. * * Es courfireu falsche Fünfmarkscheine. Dieselben find etwas kleiner als die ächten und tragen kein Wasserzeichen. Vorficht! •* Der Deutsche Kriegerbund vereinigt zur Zeit in 244 Bezirken bezw. Verbänden und 10163 Vereinen 864 478 Mitglieder. DaS baare Bundesvermögen beläuft sich auf 773 700 Mk. An Unterstützung hat der Bund im Jahre 1895 an 5564 bedürftige Kameraden bezw. Wittwen 81 217 Mk. gezahlt. Die beiden Krieger-Waisenhäuser des Bundes „Glücksburg" in Römhild, im Jahre 1884 mit 5 Zöglingen und tu Canth in Schlesien, am 15. Juli 1893 mit 26 Zöglingen eröffnet, ersetzen jetzt schon 156 Kindern daS Vaterhaus. Der Deutsche Kriegerbund umfaßt zur Zeit 371 Sanitätscolonnen, welche sich lediglich nur aus VereinS- kamrraden zusammensetzen. ** Für Garnisoustädte von Zuteresse ist eine neuerliche Verfügung des KrtegSmtnisterS, wonach keine Bedenken bestehen, Ctvtlperfonen männlichen Geschlechts, die in der Nähe von Garnisonlazarethen plötzlich erkranken oder verunglücken, dort aufnehmen zu lassen und zu behandeln, wenn nach mtlitärärztltchem Ermessen ihre Ueberführung in ein Ctvtl- krankenhaus oder in Privatpflege die Wiederherstellung erschweren oder in Frage stellen würde. Für die Verpflegung sind von dem Kranken die DurchschnittSkoften nach dem Satze für die unteren Chargen zu zahlen. ** EchloffereiAusstellung in Mainz. Am 13. Juni l. I. wird in der Stadthalle zu Mainz eine Ausstellung von Erzeugnissen des Schlosserei-Gewerbes eröffnet, die das berechtigte Interesse der weitesten Kreise in Anspruch nehmen wird, und auf welche wir heute an dieser Stelle aufmerksam machen wollen. Anmeldungen aus allen Theilen Deutschlands liegen bereits vor, und die renommirtesten Werkstätten werden die Ausstellung mit eigens zu diesem Zwecke hergestellten Gegenständen beschicken. Die Anmeldungen können bis zum 30. l. M. erfolgen, so daß für die Interessenten nur noch kurze Frist zur Entschließung für eventuelle Beschickung der Ausstellung gegeben ist. Den nicht verkauften Gegenständen der Ausstellung ist von allen Eisen- bahnverwaltungen Deutschlands durch Vermittelung deS Großherzogl. Hessischen Ministeriums des Innern und der Justiz frachtfreier Rücktransport zugefichert. Zur Verthei- lung gelangen Ehrenpreise, StaatSpreise, Medaillen und Diplome, so daß die Aussteller für ihre Bemühungen den gerechten Lohn finden werden. Da der BerbandStag der 'kutschen Schlosser-Innungen zur Zeit der Ausstellung in Mainz stattfindet, ist ein zahlreicher Besuch derselben Seitens >er Interessenten mit Sicherheit zu erwarten. Da die Anstellung aber auch das getreue Bild des heutigen Standes eines hochentwickelten Kunstgewerbes bieten und die damit verbundene historische Ausstellung den reichen Schatz der in JnnungSbesitz befindlichen Kunstgegenstände zeigen wird, werden auch Nichtintereffentcn bei dem Besuch der Ausstellung die reichste Befriedigung finden. *• Erleichterung des Besuchs der Berliner Gewerbe- Ausstellung für Arbeiter. Um auch Arbeitern von außerhalb den Besuch der Berliner Gewerbe-AuSstellung zu ermöglichen, hat die preußische Eisenbahnverwaltung ein sehr bemerkens- wertheS Zugeständniß gemacht. E- wird darüber berichtet: Seitens de- Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten find die königlichen Eisenbahndirectionen ermächtigt worden, von mindesten- 75 Kilometer von Berlin entfernten Stationen an gewerbliche Arbeiter (auch Arbeiterinnen) einzelner auf der Berliner Ausstellung vertretener Gewerben», SonderauSftellung ihrer Anlage nach vorruasm,«-?!'. unb anregend auf die Arbeiter zu wirken "lehn,, ermäßigte Rückfahrkarten mit 7täata,r dauer zum Preise von 1 Psg. für da- Kilometer ie Rückfahrt auszugeben, welche zur Benutzung der 3 » - Personenzüge berechtigen. Die Ausgabe ist jedoch'v 1 bei der Direktion zu stellenden schriftlichen und begründeten Anträge deS Arbeitgebers oder ©ernt' sowie davon abhängig zu machen, daß die ftQbu r l:- Mindestzahl von 30 Arbeitern und unter =uhr:: Antragstellers beziehungsweise eines Beauftragen >7 unternommen wird. Die Gewährung von Freigepäcks» ' statt- die Rückreise kann auch einzeln angetreten wert^ vorstehenden Bestimmungen finden auch aus die m der StaatSeisenbahu- Werkstätten und auf anaefc^. r Fischereigewerbes, letzterenfalls mit der Maßgabe-»^?" daß es einer besonderen Begründung deS Antrag"**, der Vermittelung eines Arbeitgebers nicht beb5r T? Dienststellen haben auf Aufragen dementsprecheud zu ertheilen und die Interessenten zu veranlasse, sT? "°ge unter Angabe der Theilnehmerzahl möglichß'^2 eiuzureicheu. Bei Bewilligung eine- Antrages ‘ Fahrkarten • Ausgabestellen die gedruckten überwiesen werden. Der Fahrpreis für Hin- und nach Berlin würde von Gießen aus 10 Mk. 10 W dritten Wagenklasse betragen. ** Entscheidung des Lande8verficherungs»»iei . curse in lond- und forstwirthschaftlichen Unsolliachev junge Personen, die am 23. Juli 1895 als Taglödoe: V LandwirthS von AngerSbach auf dem Felde gearbeitet waren bei einem auSgebrochenen Gewitter zu» £$ 7 - ! dem Regen unter einen nahestehenden Birnbau» und dort vom Blitz erschlagen worden. Die 8itn* 1 beiden, deS 15jahrtgen B. H. au» Höchst und bei U-dir;- L. F. von Hummetroth, hatten Rente verlangt, waren -tb» von dem BerufSgenossenschafiSvorstand deßhalb ab|t-r3 worden, weil die umgekommenen Personen au» de» wirthschaftSbetriebe ausgetreten gewesen seien, als Unglück ereilte und weil für die nachtheiligen Fo.gr? n»; Naturereignisses die Genossenschaft nur daun in genommen werden könne, wenn die versicherte Thäti^r'-, solche mit einer erhöhten Gefahr verbunden gewesen lei. » durch erst der gesetzlich geforderte Zusammenhang beriete werde, waS im vorliegenden Falle nicht gesagt »erber 3a Die Berufungen waren vom Schiedsgericht jurüirna worden, die des H., weil er die Frist versäumt harrt ci die des F. aus den vorgenannten sachlichen ©rünbtr :c: das Gericht beitrat. Die rechtzeitig verfolgten to; konnten nicht zu einem andern Ergebnisse führen, tre: it Fristversäumung des H. war nachgewiesen unb das nnk gegen den Kläger F. entspricht dem Gesetz und der sprechung. ** Reichsgerichts Entscheidung. Ein Unfall brr lix steigen auf einer Eisenbahnstation von einem $i|e tn etrn andern ist, nach einem Urtheil deS ReichSgerichtl, 3. äieV. senatS, vom 17. December 1895, regelmäßig all t- bei Eisenbahnbetrieb geschehener Unfall zu betrachten unter die durch den § 1 deS ReichShaftpflichtgesetzel be|rinte erhöhte Haftpflicht de» Eisenbahn-BetriebSunternedwu- ** Zu Amerika verstorbene Hessen. New ark Mina Cahn, 81 Jahre alt, aus Dolgesheim, Kreiß heim. Brooklyn, N. A, Peter Neu, 69 Jahre alt, -d Hessen-Darmstadt. New-Aork, Frau Catharina Fettti geb. Meisner, 52 Jahre alt, aus Alsfeld. Shicago JO Frank Hettinger, 68 Jahre alt, aus Heppeodetn Arnsburg b. Sich, 26. Mai. Der dritte ffingn-' n;:: der alljährlich die Bewohner der näheren und «eiteren gebung hierher führt, hatte, besonders unter ber Ö'.r* :« * mitt der te Rti ttv v-lde b’-'iit eigneten Mann i Seit berjugeben, V ta nun entftanbei trfi r> 8 k1-: gSgcr < M ’■/ Hl altert wtfr.... .7 Ä» ? tirch b-l yerannc la Angreifer mad u» bem Staube. p 9ittba tinter S al» fctit in bteft k - ?a, dtehresize Molker qmm» betrug tä 3200 via täglich he flclfntl In Lai iduitra im Ä'oDin M ßettprocene un tu lat b Lochen ar Eirel, 23. ’ ''.ch von tun Tro Jtft'i za einem g ber Retchlcommisfi Schluß bet Lab iMtTt, baß sie d Uhr Äbtnbl i3 ki Snfichr, da »N f- Zt. bie Sot RinJ, 27. M t'i hier neugebo hteoraung „ob o leteitn eurbt. 1 Vtkn erhalten «er " Eilt, komisch, Xtl krftni S^hali Neffen , 9ifti „ JWnilUt fitHj Zlachh T*® “ enati (nug . bet 8 etl’ 6» Ä,® "»»un 1.7% ‘tr»Ü - I* f^^b 9 :?ä> '** SÄM 'vgen jJ hW'’ ÄD 8vÄ Ä-Iiti "2?'3« 1895 fc “ 4 °°s »MSdl ' *14-«™ fata , '“ "’W'fato &£ '*«8« Witta, M. 1 ^ltl6 R-iil talrn ItnfiSafiJbotfianb fe setommmen $*„*; äfltiretttt gtwi[n h|» .! l W' dl- nadjitad, '«»Mch n»t i »<«» Mt bt*- in E-I-Hi berbunh» a i iMrtt gu|lfc.. Itiimgali »lit (fe. ® tont Siltbljint'; wil -- bit grlft nrgenannten |°M -. Di! rt i anbetn Stgitnlji r> )■ war nachgklviilku. entspricht dem @t|t$» KischeidiUtg. Ein Br bahnstation von elnn Urtheil des Reichs ober 1895, xegelwäi. heoer Unfall zu 6tfr , des RrichShastpstiihis^ Eisenbahll'BetrWc- vechrbeoe Hessen, ihre alt, auS Dolgeiin Peter Neu, 61- üv-Dork, Fm Cathn hre alt, aus LlSse" 68 Jahre alt, anl ( 26. Mai. Der dck oohuer der nahem c hatte, besonders unir auch dieses Ich' oichkllmengezusamM- Waide geseieM M waren zu dtmM- lt ihren ConfimM^ ten Leilerwagen M ; Herren ?fan« uS Lenbach. 3“^ versammle bett, °°d » * ■ og des Hem ilt«« e,n «itber tottroi®' ti <*“ Ä» !- *’S' Jttb i° i n ,2, K-- •S<£ ■ T-«- * D-- 8I"““LiV' Auineu Jliu» zuug <*J>* i """r-i E'jdL bllUka — Das allgemeine Hoherodskop f fest findet, wie allMßch, am ersten Sonntage im Juli, also dieseSmal am 8. .^L, statt. Durch die Vergrößerung des ClubhauseS ist fflrrte Besucher Sorge getragen. — Bereits beginnen ein« zel;« Mafien höherer Schulen, z. B. aus Gießen, den tittriUjHpunfc des BogelSbergS mit ihren Lehrern zu de- suclä^ was durch die Bahn Nidda—Schotten wesentlich er- letvOm wird. klchbach. 27. Mai. Unter sehr zahlreicher Betheiliguug onnii riragenden, Tollegen und Freunden auS Nah und Fern, instfiip:crmt etwa 700 Personen, wurde die Leiche des Bt'.'tv: riereibefitzerS Christoph Jacob Melchior I. zur ewirhip Nutze bestattet. Die zu Ehren seines Andenkens ge- verwüv Blumen, Sträuße und Kränze waren so zahlreich, rahi« um den Leichenwagen herum nicht alle untergebracht totttfim konnten und noch zwei Wagen füllten. Melchior waoriiit langjähriges Mitglied des Provinzial- und KreiS- autMssrS und Präsident des BorschußoereinS Butzbach. Jtrsncorizgeu Jahre trat er aus Gesundheitsrücksichten von benitfiloitfic von ihm versehenen Amte als OrtSgerichtsmanu zuvnilk. Der nunmehr Verstorbene, der 65 Jahre alt gern o «im ist, war ein tüchtiger, bei Behörden, Collegen und vie üv anderen Einwohnern beliebter Mann- er bewährte sich QiuHilS ein gediegener Geschäftsmann, sowie als liebevoller FaiDiiirvvater. Sein Hinscheiden ist ein großer Verlust für die ßlaht, denn er war ein Helfer, Berather und Wohl- thLtrikk irr Biele und erregt deshalb nicht nur die allgemeine THMinkune hiesiger Stadt, sondern auch der ganzen Um» geriet Vor wenigen Jahren vergrößerte er bedeutend -ivM! B-rauereibetrieb und im vorigen Jahre noch ließ er einWtiturr große Maschine für den Betrieb des EisgeschäftS aufisWcl. Die gesummte Gemeinde wird Melchior ein ehvdodcs Andenken bewahren. Darmst. Ztg. Itii: der Wetterau, 25. Mai. Vor einigen Tagen woalSir dk:r in Reichelsheim bedienstete Knecht Fr. Klee, - o,«Seiv-Nidda kommend, durch den Wald bet Echzell des mach Haufe gehe- und wurde von einem plötzlich aus t evm va deSdlckicht vor ihn tretenden, mit einem Knüttel be« roartijwein Mann unter der Aufforderung angehalten, fein «teMhe^zugeben, sonst würde er todtgeschlagen. Während befirtmii entstandenen Handgemenges wurde dem Bedrohten utatf taß Herannahen eines dritten Pasiaoten Rettung, denn 2 et r Angreifer machte sich ohne die erhoffte Beute schleunigst au iS de« Staube. Glücklicherweise war die Ermittelung des ’auMrm erst 20 Jahre alten Helden möglich, der seit heute zu . Mu hinter Schloß und Riegel sich befindet, bisher aber atÄliRnettt in hiesiger Gegend stand. hlluge», 28. Mai. Am 20. November 1895 wurde dien tyflpt Molkerei dem Betrieb übergeben. Unser AnfangS- u« mtum betrug täglich circa 1800 Liter, jetzt ist es auf 32i.0W l'b.er täglich gestiegen, ein Beweis, welchen Rufes sich dien Mi'erei in LandwirthSkreisen erfreut. Zur Auszahlung fldtoö|teii im November 2,7, im December 2,6 Pfg. für da»i! zcttproceut und verbleibt laut Bilanz immerhin noch ein: für ii Wochen ansehnlicher Reingewinn von Mk. 614.51. NvrrmS, 28. Mai. Die hiesige Handelskammer hat sichü Ivo dem Großh. Ministerium des Innern und der JuM zu einem gutachtlichen Berichte über den Vorschlag ter: RrÜchScommisfion für Arbeiterstatistik, bezüglich den ScMß der Ladengefchäfte, aufgefordert, dahin gehend geeint, daß sie sich für den Schluß aller Ladengeschäfte amu 8 Wr Abends ausgesprochen hat. Die Handelskammer st M Slnficht, daß sich dies ebenso leicht einführen ließe, wtm Zot. die Sonntagsruhe. Retoj, 27. Mai. In daS RochuShoSpital wurde gestern eint sirr «neugeborenes Kind verbracht, daS ohne Mast- darMfirmng und ohne Finger an den mißgestalteten Händen gebiieiöi wurde. Ob daS Kind durch eine Operation am Lebige kchalten werden kann, ist fraglich. Vermischter. • frinc komische Verwechslung kam an der Table d'höte telil irftsn Gasthauses eines Odenwaldstädtchens vor. ES wamuiit Festessen zu Ehren eines höheren Beamten. Die zahW-m Gaste machten beim Verspeisen des SalatS ganz cigsMsürmliche Gesichter, aber des Gastes wegen wollte man eimiJnfielen machen und so wurde mit Todesverachtung zug!Wifrrn. Nachher stellte sich heraus, daß die Köchin statt (5a»l eine Flasche geruchlosen Leberthrau zum An- ioc* te5 SalatS benutzt hatte. Die Wirkung zeigte sich freiMbald genug. ' H!ou der Berliner Gewerbe-AuSstellung. Im Haupt- rcstilmmt der Ausstellung walten neben 300 Kellnern in tlh vier Speiseküchen 45 Köche und Kocheleven ihres -Amlivti, während 50 Spülfrauen und 20 Mester- und Silber- putz^i in ununterbrochener Thätigkeit unter Beihilfe von 20 'Mendienern und Hausburschen daS gebrauchte Material wiekice > n Stand setzen. Drei Leinenbeschließerinnen herrschen im iwhr der Wäscheschränke. Sie enthalten die Kleinigkeit von i 'M Tafeltüchern, 30,000 Servietten, 35,000 Garten- dcck In E0 Kellnerservietten und 1200 Mester-, Gläser-, Boiiatri" und EiStüchern, die nach ihrem Gebrauch in den drei Waschanstalten deS Restaurants wieder ihre Frische und Weiße erhalten. Vier «affeeküchen mit einem Bedienungspersonal von 20 Personen sorgen für die Bedürfuiffe der Liebhaber deS echten Mocca, denen 12,000 Tasten, 6000 Kannen und Kännchen, 5000 Serviceplatten und 6000 silberne Kaffeelöffel zur Verfügung stehen. Für die fleischlichen Bedürfnisse sorgen 6 aogestellte Schlächter- 7 BierbuffetierS spenden den braunen Gerstensast und in den Kellereien und Wein- auSgaben walten 12 Personen ihres Amtes, da den Gästen 300 Sorten Wrine zur Verfügung stehen. Daß für dieses Reffort 15,000 Gläser jeglicher Gattung und 500 silberne Flaschenkühler vorhanden find, sei nebenbei erwähnt, und gleichzeitig auch der 20,000 Seidel gedacht, die sich in den 5 Etablissements der Firma Adlon und Dreffel in Summa vorfinden. Don Porzellan find im Gebrauch 8000 tiese, 90,000 flache, 10,000 Dessert- und 8000 Compotteller und über 10,000 sonstige Gegenstände ran Schüsseln, Terrinen, Saucieren rc., während zur Ergänzung der Gedecke 12,000 Mester und Gabeln, 6000 Löffel, je 3000 Deffertmester und Gabeln und 6000 Serviceplatten — alles in Silber — dienen. Neber dem Ftnanzdepartement waltet ein Haupt- kaffirer, dem 10 Kassirerinnen und 20 Bons» und Marken- kasfirerinnen unterstehen, und die WirthschastScentrale, wo die umfangreiche Buchführung gehandhabt wird, beschäftigt 6 Buchhalter nebst zahlreichen Gehilfen, 10 Portiers und Pagen stehen zur Verfügung der Gäste, denen außerdem 20,000 Stühle ausreichende Gelegenheit geben, nach ihrer ermüdenden Wanderung durch die Ausstellung genügend auSzuruhen. ♦ Au« Ostpreußen, 26. Mai. In Theerbude find abermals zwei Anwesen in den Besitz des Kaisers übergegangen. Der Monarch hegt für sein Jagdschloß Rominten eine besondere Vorliebe- das Besitzthum soll wesentlich vergrößert werden. ♦ Sin originelle» LeumundSzenguiß ist kürzlich von dem Schulzenamte eines polnischen Ortes in der Nähe der russischen Grenze über einen Arbeiter, welcher sich im Kreise Dernburg emer Strasthat schuldig gemacht, an ein anhaltisches Gericht etngeschickt worden. Dasselbe lautet: „Ist sich sonst ein brauchbarer, nüchterner Mensch, besäuft sich nur SamS- tagS, Sonntags und Montag-, wie daS hier üblich." * Da» kaiserlich ruffische Tafelzeug. Wie der „Swiet" mittheilt, waren vor einigen Tagen im Kreml in Mo-kau die Kammerfourtere mit dem AuSpacken und Ordnen der kiaiserlichen Tafelservice beschäftigt, die bei den Festlichkeiten zur Verwendung kommen. Das Gesammtgewicht dieser Service beträgt über 8000 Pud oder 3200 Gentner. Die Silber- und Goldservice allein wiegen 1500 Pud. Von diesen kostbaren Servicen find in Bezug auf künstlerische Ausführung die hervorragendsten das sogenannte Orlowsche und da- Londoner Service. Das letztere ist aus reinem Silber hergestellt und besteht aus neun Gruppen, von denen vier Gopten der bekannten Reiterstatuen auf der Antischkoff- brücke in Petersburg find- eine Gruppe stellt den heiligen Georg und die übrigen Jagdscenen dar. DaS Orlow-Service, daS seinen Namen daher hat, daß es im Jahre 1785 beim Fürsten Orlow angetauft worden ist, besteht auS sechszehn silbernen Vasen von wunderbarer Arbeit. Von den übrigen Servicen find noch daS vergoldete Pariser Service (angekauft im Jahre 1767), daS Turiner, daS Kasaner und daS Mitauer Service, im Ganzen 30 Stücke, zu erwähnen, zu denen un- gefähr 600 silberne Teller gehören. Nicht minder werthvoll sind die Service auS sächsischem und Sövresporzellan. Von den mit dem Namenszug der Kaiserin Katharina II. ver- sehenen Tellern aus SövreSporzellan repräsentirt jeder einen Werth von 1000 Francs. Schrftsirachrrchtex. Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch bii Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 28. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Spree, Capt. W. Meißel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. , , _ Bremen, 28. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Neckar, Capt. H. Wempe, vom Norddeutschm Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten tn Baltimore angekommen. Literatur ukö Kanft - Im .Magazin füe Sittertttit* gibt unter dem Titel „Zum hundertjährigen Todestag der Blattern" Pros, vr Karl Sachs interessante Miltbeilungen zur Erfindungsgeschichte der Pockenimpfung. In derselben Nummer der genannten Zeitschrift ergreift Hermann Rtottc das Wort zu der Theaterconcesfionsfrage. Die besonders retckbalttg- Nummer der Wochenschrift enthält ferner einen Aussatz von Prof. Dr. Ludwig Büchner und die Fortsetzung der Betrachtungen über die olympischen Spiele „einst und jetzt" von ClSon R a n g a b e. verkehr, £anO. «nv voUsmirthsehaft — Hohe Erträge der Hühnerzucht. Daß sich die Geflügelzucht auf dem Lande noch lohnt, lehrt folgender Fall, der tn der letzten Versammlung des Ornithologischen Centralvereins für Sachsen und Thüringen zur Sprache kam und aus Halle dem L. T. berichtet wird. Ein Landwirth in Rheinpreußen führt seit Jahren genauen Nachweis über Einnahmen und Ausgaben feines Nutzgeflügelstandes und da ergaben sich für die Hühnerzucht folgeove Resultate: 1893 Bestand 10 Hähne und 204 Hennen. Einnahmen durch Verkauf von Eiern 760 Vierrel (Ä 26 Stücke A 1.50 Mk. — 1140 Mk., von Schlachtgeflügel 85 Mk., Zunahme des Bestandes am JahreS- fchluß 24 Hennen Ä 2.25 Mk. — 54 Mk. und 12 Kücken Ä 150 Mk. — 18 Mk., zusammen 1297 Mk. Ausgaben: Verbrauchte» Futter 109.10 Centner Getreideadfall A 5 Mk. == 547 50 Mk. — ES verblieb somit ein Ueberschuß von 749 50 Mk. —1894 Bestand 12 Hähne und 240 Hennen; Ueberschuß 714 Mk. — 1895 Bestand 15 Hähne und 280 Hennen; Ueberschuß 823.50 Mk. Danach kommt aus daS Huhn ein Retnerttag von 3 Mk. pro Jahr, ein Betrag, den ein anderes Nutzthier im Verhältniß zu seinem Werthc nicht einbringt. Den Landwtrthen kann deshalb die Geflügelzucht nicht genug empfohlen werden, nur müsien sie dabei die richtige Auswahl der Rassen im Äuge behalten, am besten ist es, sich dieserhalb an die Geflügel- zuchtveretne zu wendm- kirchliche Anzeige« de- Stadt Gi-izen. «vaugelische vemeiutze. Gottesdienst- Sonntag, den 31. Mai. Trinitatisfest. In der Stadtkirche. Bormittags 7»/< Uhr: Frühgottesdienst verbunden mit Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der MatthäuSgemeinde- Pfarrer Schlosser. . ... Vormittags 9'/, Uhr: Pastor vr. Zinßer von der deutschen Gemeinde zu Paris. Bormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2‘/i Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser. (Vorbereitung Samstag Nachmittag 3 Uhr in der Stadtkirche.) Collecte für die deutsche Gemeinde zu Paris. Am nächsten Sonntag, den 7. Juni, Frühgottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Marcusgemeinde. I« bet IodaaneSkitche. Vormittags 7»/« Uhr: Gottesdienst mit KatechtSmuSlehre für die Neuconfirmirten auS der Johannesgemetnde. Pfarrer vr. Naumann. , Vormittags 9‘/e Uhr: Pfarrer Dingeldey. Collecte für die deutsch-evangelische Gemeinde in PartS. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lucasgemeinde. Geh. Kirchenrath D. Köstlin- ... - Am 1. Sonntag nach Trinitatis, den 7. Juni, Vormittag- 7s/4 Uhr, Gottesdienst mit KatechtSmuSlehre für die Neuconfirmirten aus der LucaSgemeinde. Katholische Gemeinde. (Nachdruck ohne Genehmigung untersagt-) SamStag den 30. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag den 31. Mai. Dreifaltigkeitssonntag. vormittags von 6»/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6Vi Uhr erste hl. Meffe; um 7‘/> Uhr AuStheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; , um 9'/, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Andacht mit Segen. ©ottesbtenfl der israelitischen Religionsgesellschast. Freitag Abend 7«° Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, NachmMag 4 Uhr, SabbathauSgang 9M Uhr- Nachmittag 3" Uhr SchristerklLt««g. Wehsteingasse 8. Wochengottesdienst Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr.________ Witter«rrgsbericht vom 28. Mai. Dom Kern des barometrischen Maximums im Nordwesten Irlands erstreckt sich eine breite Zone hohen Druckes ostwärts durch den ganzen Erdtheil. Durch dieselbe sind zwei Depressionsgebiete getrennt, von welchen daS eine flachere das Mtttelmeergebiet bedeckt, während daS zweite, beträchtlich liefere im äußersten Norden lagert. Letzteres gibt an der norwegischen Küste zu lebhasten bis stürrnischln Winden Veranlassung. In Central-Europa sind die Unterschiede im Luftdruck nur gering und besteht vielfach heiteres, allenthalben sehr warmes Wetter. In Süddeutschland haben gestern neuerdings vereinzelte Gewitter stattgcfunden, welche im südwestlichen Bayern stellenweise von Hagrlfällen begleitet waren. vota«SB»Uiche »ittmmat Meist heiteres und warmes Wetter. Einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen.___ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 29. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14, Lust 15°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Master franco 108 Haas, grösste Auswahl. Buxkin doppelbreit per Meter ä Mk. 1.35 Cheviot doppelbrelt per Meter ä Mk. 1.95 versenden in einzelnen Metern franco 1003 Oettinger & Co., Frankfurt a. M. gpedifiül ii Diaukleidenleffei m 88 Pfc. u fr. ItUr- Knnst-AnssteUung, Wft nähme deS SamStags, von 11 bi» 1 Uhr, am Mittwoch «ich noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntet» »ätzreutz M «tmnietHoWt* »e* 11 M 1 Utza. - Eintrittspreis fts Nichtmttglieder an Werktagen 50 Pfg., au Sonntagen 20 Pf, Gras samen. lufi den Communalwaldungen von Gießen, Alten-Bufeck, Rödgen, .niMhcausen und Wieseck wird die diesjährige Grassamenernte im SuÄm'iibnSwege vergeben, gegen Vorauszahlung unter den seither üblichen BedÄe-imgen, welche von den Submittenten als rechtsverbindlich anzu- crkemm sind. Die Offerten mit der Aufschrift: „Submiffion auf Gras- sannill' find getrennt an die einzelnen Bürgermeistereien bis längstens MÜMlLig den 8. Juni schriftlich einzureichen, woraufhin am 9. Juni, VoMüo^S 11 Uhr, die Eröffnung erfolgt. Siießen, den 27. Mai 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.. Wolff. 5046 Bekanntmachung. Alle Steigerer, welche bei den bis einschließlich 16. März d. I. abgehaltenen Versteigerungen Holz ersteigett und dasselbe noch nicht aus dem Wald abgefahren haben, werden aufgefordert, dies um so gewisser bis zum 15. Juni I. I. zu thun, als sonst Anzeige gegen sie erhoben roerben wird. Gießen, den 29. Mai 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 5045 408) I« Klavierstimmer, hält sich bestens empfohlen Hermann Baner, «vchillerstraße 15. Gnt* - Süssrahmbutter 4964 netto 9 Pfd. Mk. 9.50 per Nachm. N. Hemmerling, Herforst. Eifel. Alle Sorten Mineralwasser empfiehlt tn stets frischer Füllung i86i Emil Fischbach. 5 Paar Kropftaubeu, 6 Junge, schwere Thiere; 1 Stamm 1,3 rebh. Italiener, 4 Junge, prima Lege- Hühner, zu verkaufen. Bahnhofstraße 49. 5053) Bier große, neue Fenster mit Verglasung, Beschlag und Bekleidung billig abzugeben. Dahnhefstraste 59. SWchtkMttlN Mnstzft hierdurch aufgehoben. 5034 4976 Expedition d. Bl. Vermischte Anzeigen. Entree 20 Pfg. — Militär ohne Charge io Hi. 5050 5039 Löwer. 5028 P. T. oooooooooooooo Tüchtiges Mädchen X' Ludwigstraße 86. 4911 Sommer. 5029 Alice-Kochschule 5030 Eine Freistelle ist an ein junges Mädchen zu vergeben. ooooooooooooooooooo Gießen, den 27. Mai 1896. 5014 5044 Gießen, den 26. Mai 1896. Äonrab Römer 11., bei hell 18 Pfg-, dunkel 20 Pfg. per Flasche 5052 Carl Stahr 1.. UudwigSplatz 5. ’o/ienlohe'scAes Hafermehl 31. 5. 96. Forstgarten Hochachtend J. Unverzagt. Gießen, den 22. Mai 1896. Großherzogliches Amtsgericht. Zur Beglaubigung : Orth, Gerichtsschreiber. 5109] Junger vureaugehülfe sucht alsbald Stellung. Offerten unter F. tt. an die Exped. d- Bl- ’♦ [ kann, wird sofort zu miethen gesucht. H. Klemmrath, Neuenweg 60. i schon gedient hat, zum 15. Juni gesucht- Ludwigstraße 88, part. 5048] Ein Schuhmachergeselle auf sofort gesucht. Ar. Hainer, Tiefenweg 4. durch Placate kemr-ä Wt Den verehrl. Damen die ergebene Mittheilucg » zum ungenirten Erlernen des Radfahrens d^r groy-- -t von Steins Garten mir in liebenswürdiger Wei-- ur Fügung gestellt wurde und nehme geschätzte Anweldo.' f in meiner Wohnung, Bleichstrasse 7, jederzeit ent^ - Hochachtungroll Wilh. Hamel. 50351 DaS seither von dem Buderus« che« Eisenwerk innegehabte Wohnhaus, Dtebigstr. 3, ist mit Gatten anderweit zu vermietben. Der untere Stock mit besonderem Ein- lang ist als GeschästSlocal eingerichtet. Näheres bei E. Wassersehleben, Wilhelmstraße25. Submission. Für die psychiatrische Klinik soll „das Reinigen der Wäsche sür die Kranken und das Personal" einzeln oder zusammen auf dem öffentlichen Submisffonswege vergeben werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen, Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, in dem Verwaltungsbüreau offen. Offerten sind versiegelt und mit genauer Aufschrift versehen, bis zum Freitag den 5. Juni 1896, Vormittags 8 Uhr, auf genanntem Bureau einzureichen. Zuschlag erfolgt am 10. Juni 1896. Gießen, den 26. Mai 1896. Großherzogl. Verwaltungs - Direction der psychiatrischen Klinik. Allen Denen, >ie mir bei dem Brande in meinem )ause hülfreich zur Seite gestanden haben, age ich hiermit verbindlichsten Dank- Gießen, den 29. Mai 1896. Eberh. Metzger, Frankfurterstraße 1 und Neustadt * Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem schweren Verluste meines innigftgeliebten Gatten, für die reichen Blumenspenden, insbesondere dem Kriegeroerein und dem Veteranenverein für deren zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Grein am Grabe des Verstorbenen sage ich hiermit meinen tiefgefühltesten Dank. Louise Nolde, geb. Jung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen Verluste, sowie für die Blumenspenden sagt innigsten Dank Im Namen der Hinterbliebenen Eleonore Döpfer, geb. Ohr. Ilaschenvier - Handlung lUrbmilügr 29 Conrad Hamel Morbaulngr 29 empfiehlt feinstes Exportbier aus der Brauerei Bichler ft et 16. Werkstätte ob. Lagere, auch •V auf Verl. groß. kühl. Keller u. Wohnung, z. v. Näh. in der Exped. d. Bl. w Gesucht 60 Former auf Herdtheilk, 20 Former anl Maschinen- ttjcilf, 20 Arbeiter anfimiimafdjintn. Bei Brauchbarkeit Reise Vergütung, dauernde Arbeit, hoher Verdienst. Gebrüder Roeder, Darmstadt, 4979 Eisengießerei. Heuchelheim I Für den überaus zahlreichen Besuch am Wtlhelmstage bei Wirth Römer preche ich meinen besten Dank aus. 5037 Der Ober-Wilhelm. Concursverfahren. Das Concursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Georg Repp in Langgöns wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins Für das Comptoir einer hrengen Cigarrensabrik wird per l.Juli ein angehender Commis mit guten Empfehlungen gesucht. Offerten sub. A. 10 an die Oeffentliche Vergebung. Das für 1896/97 im Justizgebäude zu Gießen erforderliche Heizungs. material, als Tannenscheitholz, Buchenprügel, Stück-, Nuß- und Anthracitkohlen 1. Qualität, soll im Verdingungsweg vergeben werden. Versiegelte Angebote können kosten- frei bis zum Eröffnungstermin: Moutag den 22. Juni 1896, Vormittags 11 Vs Uhr, auf der Gerichtsschreiberei Großh. Landgerichts Gießen (Justizgebäude, Zimmer Nr. 33) niedergelegt werden. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, betr. das Verdingungswesen, enthalteneü allgemeinen und den dahier ausgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der GerichtSschreiberei zur Einsicht offen liegen, bezw. erhältlich sind. Anbieter, welche diese Bedingungen nicht eingesehen bezw. nicht verlangt haben, sind von der Vergebung ausgeschlossen. Der Zuschlag bleibt 8 Tage vorbehalten. Gießen, den 28. Mai 1896. Der Großh. Landgerichts - Secretär: Großes lijähriges StiftunM auf der Pulvermühle verbunden mit Sommerfest, Concert und Tanzvergnügen Auf dem Festplatz sind zur Belustigung des verehrluben f»; , Caroussel, Schießbuden, Schlagbaum rc. ausgestellt. Nur redegewandte und respeciable Be- 6019] Tüchtiges Dienstmädchen als- werber, die sich dem Verkauf meiner bald gesucht. Südanlage 20, I Fabrikate allein widmen können wollen 5O13] Dienstmädchen gesucht. 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