-106,000 -140000 - 25,000 - 51,000 • 52,000 - 75.000 ■ 95,000 • 125,000 '8Mbh,r: 8i.tr.«,, 195,000 340.000 62,000 122,000 108,000 95,000 248,000 1920(0 MH tu °°« 'S «U i 100 einoobnn DI. AElt-Un,eL )0/o- Ul Sieh «/ »eil in Siehtn 1 unb ble A- S^stigerr ist, a(| ^«e auch unrolbtt. oa SUfcbibttr Iten nicht 6ei' Me vielen Zahle. Anstalten »iclM sie (iwk'en find, |i ragen haben, manch )t tvird, Qu^uflärea Jett die Erkenntnii leit Krankheiten aab urch eine W«W Joß mir durch eine Stande sind, viele ihren und uns dir ilten. ugung des Körpert t können aber durch hwimmbad. :e, haben die gr-hellen anderen Bade- vag, blt t8 gerade Jagend hat, W erzen Jtomw taten mittleren md gerichtete Sch«i«»' igahl von Jahr P hier in Gießen der itS neben de» t vor allem geeignet t Körpers za sördern. ia[b bin arbeitendes einer Körperpflege m al- nüt anderen. ' rin warme- Herz gerfländniß von rem bbeit de- Volke- bv * 6* 6le‘ "‘ alt ai« tiiti «® tu f«H ^ufg “L-utben- Jeriü* w___ Dttv5,ö oeM ’W 'KM«'" Rr. 25 Elftes Blatt icl-euerelnzeiacr Kenerak-Anzeiger. Nuits- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen P Hratisbeitage: Gießener Aamitienölätter. Donnerstag den 30. Januar Alle Unnoncen-Bureaux de- In- und Ausländer nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Redaction, (Eypebitiet und Druckerei: Kchnlstraße Hlr.F. Fernsprecher 51. Lierteljäkiriger KvoLnemeulspreirr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringer lohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. " 11 ■ ' ■ Anvahm e von Anzeigen zu der Nachmittag- für de« lelgmbtn Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Die Gießener A>««tttenvtäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt. Der chirtzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Amtlicher Lheil. Bekanntmachung. Konrad Peil hat die Concefsion zum Dienstmann mit der Nr. 23 erhalten. Gießen, den 28. Januar 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. E. v. Bechtold, Regierungs-Assessor. Deutscher Reichstag. 25. Sitzung. Dienstag, den 28. Januar 1896. Präsident v. Buol theilt mit, der Kaiser habe die ihm gestern NamenS des Reichstages dargebrachten Glückwünsche huldreichst entgegengenommen. Die Berathung des Etats des Reichsamls des Innern und zwar zunächst der dazu beantragten Resolutionen Hitze sowie Auer betr. Revision bezw. Ergänzung des Jnoaltdiiäts- und Alters- »erstcherungsgesetzes wirb fortgesetzt. Abg. o. Staudy (cons.) bestreitet, daß die Unzufriedenheit mit dem JnvalibitätSgesetze abgenowmen hat, wie der Herr Staatssccretär behauptete. DaS Gesetz ift furchtbar unpracttsch eingerichtet. Wie unleidlich unb schwer zu begreifen eS ist, beweist die Thatsache, daß in dem einen Jahre 1894 bei einer einzigen Versicherungk-Anstalt 2000 Bestrafungen vor gekommen sind. Redner erklärt, daß seine Parteifreunde für Salzsteuer-Zuschläge nicht zu haben seien, und empfiehlt schließlich Abänderung des Beweisverfahrens und Abschaffung des Maikenwesens. Staatssecrelär v. Bötticher: Die Mängel des Markensystems erkenne ich an, aber erst münte doch ein besseres gefunden werden. An meiner Behauptung, daß das Gesetz überhaupt an Sympathien gewinnt, halte ich fest. Und an eine Zurückziehung der Verheißungen, walche wir den Arbeitern mit diesem Gesetze gemacht haben, ist gar nicht zu denken. Fortdauernd eingehende Anträge auf Erweiterung des Gesetzes beweisen, daß die Unzufriedenheit mit diesem Gesetze nicht gar so groß sein kann. Abg. Pachnicke (frs. Vg.): Wir erblicken in dem Anträge Hitze nur eine Aufforderung an die Regierung, zu prüfen, und geprüft kann dieses Gesetz nicht oft genug werden. Alle die Vorschläge, die man zur Revision des Gesetzes gemacht hat, sind noch nicht genügend gereift und durchqeprüft. In England versichert der Arbeiter sich selber, bei uns wird er versichert, und ich habe noch nicht gehört, daß der Arbeiter sich in England schlechter stehe, als bei une. Was die socialdemok'atische Resolution fordert, ist offenbar ent der Anfang. Später wird man wehr fordern und der Schluß wird sein: allgemeine Besteuerung behufs Gewährung von Renten •n jeden Arbeiter. Abg. EnnecceruS (nl.): Wenn wir auf dem Boden der frei- wwigen Versicherung geblieben wären, so hätten wir immer das Große erreicht, das wir erreicht haben. In erster Linie wünsche ich Wittwen- und Waisen-Fü» sorge, und sodann Erleichterung der Erlangung von Invalidenrente, aber nicht in der Weise des Antrages Auer. Redner betont, einzelne Verficherungsanstalten glaubten schon jetzt mit Einführung der Wittwen- und Waisen-Fürsorge vorgehen zu können. Abg. v. Roon (conl.) versichert, die Conservatrven ließen stch in Fürsorge für die wirtbschaftlich Schwachen von keiner Partei übertreffen. Am allerwenigsten von den Socialdemokraten, und auch nicht von den jungen Strebern und Schwarmgeistern, die sich innerhalb der sogenannten christlich-socialen Partei finden und die sich anschicken, den conseroatioen Boden zu verlassen. Redner bezeichnet als Hauptmängel deS bestehenden Gesetzes bte Marken und die ungeheuren Verwaltungskosten, sowie den Umstand, daß eine Reihe wirthschaftlich Schwacher: kleine Handwerker, hausindustriell Beschäftigte, Wittwen m. s. w. bisher unberücksichtigt seien. ,r, Abg. Singer (Soc.) bestreitet, daß der socialdemokratische Antrag unausführbar sei. Wir würden ja freilich die ganze Versicherungs- Gesetzgebung hingeben für das freie Coalitionsrecht, aber dafür ist ja die Rechte nicht zu haben. Bei Ablehnung unseres Antrages stimmen wir für dm Antrag Hitze, um der Regierung wenigstens eine Anregung zu geben. Staatssecrelär o Bötticher. Eine solche Anregung ist entbehrlich angesichts des Stadiums, in dem sich die Vorarbeiten zu einer Revision der Vetfichelungs Gesetzgebung befinden. Vorredner verkennt nur die dabei obwaltenden Schwierigkeiten. Wenn Reden hier genügten, dann wäre ja freilich ein Revisionsgesetz bald fertig. Herr Enneccerus glaubt, womöglich schon die gegenwärtig auf- fommenben Mittel seien für Einführung auch der Wittwcn- und Waisenfürsorge ausreichend. Die von uns ausgestellten Berechnungen ergeben aber, daß für die vier Jahre dis 1900 zu einer solchen Fürsorge — bei 36 Mark Rente für jede Waise und 60 Mark für jede Wittwe — 349 Millionen Mark mehr erforderlich sein würben. Dann würden aber 1900 alle U-berschüsse unb Reserven auigezehrt sein und es würde alsdann eine Ei Höhung der Beiträge nolhig sein. Abg. Staudy bemerkt noch Singer gegenüber, die Arrnen- pffoflc auf dem Lande und den Gutsbezirken stehe hoch über der in dm Städten. Was die Coalttionsireiheit anlange, so würden die Arbeiter gerade von der Socialdemokratie terrorisirt. Abg. Singer weist demgegenüber auf die sociale und wirthschaftlich- Macht der Arbeitgeber speciell auf dem Lande hin, durch welche die Wahl- und sonstige Freiheit der Arbeiter total unterdrückt werde. Die Armenpflege stebe in Berlin unter anderen großen Städten thurmhoch über der ländlichen. Di- Resolution Auer wird abgelehnt, die Resolution Hitze einstimmig angenommen. Bei Abschnitt Reichscommissariate, Titel für Ueberwachung des AuSwanderungswesms, erklärte auf Anfrage Hammachertz der StaatSsecretär v. Bötticher: Ein neuer Entwurf zu einem AuSwanderungsges tz fd ausgearbeitet und vom Ausschuß des Colo- nialraths bereits begutachtet. Nächste Woche werde auch das Plen»m des Eolonialrathes ihn begutachten unb bte Sache alsdann die Instanzen beschäf.igen. Das Reichsamt des Innern und Auswärtiges Amt würden die Materie nach Kräften fördern. Bei Titel Eommission für Arbeiterstatistik bemängelt Abg. Bebel (Soz.), daß von dem Reichsamt deö Innern bis jetzt noch nichts geschehen sei, um die von jener Commission festgesetzten Resultate gesetzgeberisch zu verwerthen. Die Verheißungm des kaiserlichen Erlasses von vor 6 Jahren seien noch so gut wie unerfüllt. Eine Branche, die von den Wohlthaten einer Regelung der Arbeitszeit am nothwendigften profitiren müßte, sei die Bäckerei. Es heißt, dem Bundesrath sei ein Gesetzentwurf zugegangen. Wie steht eS damit? Der jetzige Reichskanzler scheint für die Socialreform erheblich weniger Interesse zu haben, als sein Amtsvorgänger. Redner verlangt ferner Untersuchungen über die Lage der Arbeiterinnen. Wie entsetzlich sei die Lage derjenigen in der Consection, besonders bezüglich der Wohnungsverhältnisse: Wohnstube, Küche, Arbeitsraum, Schlafstube — Alles derselbe Raum! Welche Ansteckungsstoffe würden da durch die Arbeitsstoffe mit verbreitet. Staatssecrelär v. Bötticher: Den Wunsch nach einem schnelleren Tempo auf diesem Gebiete theile ich. Aber die Besetttgung der Mißstände kann nur auf dem vorgeschriebeuen Wege stattfinden: Verordnung des Bundesraths oder Gesetzgebung. Und beide Wege erfordern Zeit. Die Commission ist sehr ausgiebig beschäftigt gewesen. Wenn sie nicht fo viele Sitzungen abgehalten hat, als Vorredner wünscht, so liegt das an dem Befinden des hochverdienten Unterstaatssecretärs Rottenburg, der übrigens noch nicht seinen Abschied genommen hat und auch nicht yrrausgegrault worden ist. Es ist bedauerlich, daß fein Gesundheitszustand ihn allerdings hindert, weiter im Amte zu bleiben. Am 16. December ist dem Bundesrath die Vorlage einer Verordnung betreffs der Bäckerei zugegangen und es ift zu hoffen, daß dadurch den Mißständen in diesem Gewerbe ein Ende gemacht wird. Mit den Ergebnissen im Handelsgewerbe wird sich die Commission in ihrer nächsten Sitzung befassen, ebenso mit denen im Gastwirthsgewerbe. Im Müllergewerbe werden in dm nächsten Tagen Vernehmungen stattfinden und damit diese Arbeiten beendet sein. Für das Verkehrsgewerbe ist die Einleitung von Erhebungen in Aussicht genommen, ebenso über die Sonntagsarbeit in der Binnenschifffahrt. Eine Verzögerung in unserer Socialreform ist nicht ein getreten. Der Titel wird genehmigt. Morgen: Initiativanträge (Rickert: Wahlrecht, Auer und Anker: Coaiitionsrechte) Neueste Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlio, 28. Januar. Bet dem gestrigen Diner anläßlich deS G eburrstages des Kaisers beim Reichs- kanzler waren anwesend: Die Botschafter und Gesandten, die StaatSsecretäre, die Unter ftaatöfecretäre, die Directoren und Räthe deS Auswärtigen Amtes. Der französische Bot- schaster als Doyen des diplomatischen Corps brachte den Toast auf den Kaiser auS, welchen der Reichskanzler mit einem Toast auf die hier repräsentirten Souveräne und Staaten erwiderte. Dresden, 28. Januar. Die Ankunft deS württem- bergischen Köutgspaares erfolgte heute Nachmittag 5 Uhr auf dem Leipziger Bahnhofe, auf dem sich daS sächfische KönigSpaar, die Prinzen und Prinzessinnen, die Staats- Minister, die Generalität und andere Würdenträger zur Begrüßung eingefunden hatten. Die Monarchen begrüßten fich auf daS Herzlichste. Nach dem Äbschreiten der vom Leib- Grenadier-Regiment gestellten Ehrencompagnie fuhren daS württcmbergische und sächsische KönigSpaar unter brausenden Hochrufen deS Publikums inS Refidenzschloß. München, 28. Januar. Dem Landtage ist eine Nach- tragssorderung von 240,000 Mk. für die Herstellungskosten einer telephonischen Verbindung zwischen Frankfurt a. M. und Wien auf bayerischem Gebiete zu- gegangen. Wien, 28. Januar. Der bisherige türkische Botschafter Ghalib-Bey überreichte heute Mittag dem Kaiser in feierlicher Audienz sein Abberufnngsschreiben. Neapel, 28. Januar. Gestern hatten anläßlich deS Geburtstages deS Deutschen Kaisers das deutsche Schulschiff „Moltke" und alle italienischen Sch'ffe geflaggt. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen wohnten dem Gottesdienste an Bord deS „Moltke" bei. Bei dem Fest- biner im deutschen Club toastete Prinz Heinrich auf den Deutschen Kaiser, daS Vaterland und daS Wohl der deutschen (Kolonie in Neapel. Professor Essig feierte daS Bündviß zwischen Deutschland und Italien. Der deutsche Consul trank auf die deutsche Flotte. Um Mitternacht verließen die Kgl. Hoheiten den Club. Laudon, 28. Januar. Wie das Reuter'sche Bureau erfährt, find die Berichte über russische Flottenrüstungen, sowie bezüglich eines T h ei lun g S p l an e s der Türkei unbegründet. Die Lage der Türkei sei wie bisher. Die Mächte seien alle eifrig bemüht, den status quo aufrecht zu erhalten. Cardiff, 28. Januar. Es wird angenommendaß 55 Bergleute bei der Explosion in der Kohlengrube bei Thlorstown umgekommen find. 30 Leichen find bis j'tzt geborgen. Dlvelctzrr» drS Bnrr»» Berlin, 28. Januar. Dem „Berl. Tagebl." wird auS Kiel gemeldet, daß die Ankunft des Kronprinzen und deS Prinzen Eitel Friedrich im Plöner Prinzenp^laiS am Freitag nach Ostern erfolge. Berlin, 28. Januar. Die erste Lesung des Entwurfs eines bürgerlichen Gesetzbuches soll der „Nordd. Allgem. Ztg." zusolge am nächsten Montag auf die Tagesordnung des Reichstages zu fetzen beabsichtigt sein. Berlin, 28. Januar. Im Abgeorduelenhaufe wurde heute die zweite Berathung des Etat- fortgesetzt. Auch morgen steht der Etat auf der Tagesordnung. Berlin, 28. Januar. Bei der heutigen Ersatzwahl zum Abgeordnetenhause im 4. Berliner Wahlkreise, die infolge der Mandats Niederlegung des vr. Herme- erforderlich war, wurde der Stadtverordnete Max Schulz (frf. Bolksp.) gewählt. Berlin, 28. Januar. In der Budgetcommifsio» des Reichstages wurde heute von einem Vertreter des KriegsministeriumS eine Erklärung über den Militärdienst der BolkSschullehrer zu Protocoll gegeben. Die Militär- Verwaltung beabsichtigt, sämmtlichen Seminar-Abiturienten die volle Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst mit dem Ziele der Verwendung als Reserve offizier einzuräumen. Diese Maßregel soll schrittweise zur Ausführung kommen, sodaß sie im Jahre 1900 zur vollen Anwendung gelangt. Wer die Mittel zum eigenen Unterhalt nicht nachweisen kann, soll auch nur ein Jahr dienen, jedoch ohne die Privilegien deS einjährig freiwilligen Dienstes, also ohne Schnüre und ohne Aussicht auf die Verwendung als Reserve-Offizier. — Die Commission lehnte die Forderung für eine Kaserne in Brandenburg ab, genehmigte dagegen die Forderung für einen Kasernen-Neubau am Spittelgraben zu Berlin. Berlin, 28. Januar. In einer längeren Zuschrift an die „Berliner Neuesten Nachrichten" hält der Reichstag-- abgeordnete von Kardorff die Verstärkung der deutschen Flotte für eine unabwendbare und unaufschiebbare Nothwendigkeit, weil die Friedfertigkeit England- nicht allzu hoch veranschlagt werden dürfe und Deutschland gut thue, fich auf Ueberraschungen vorzubereiten. Wien, 28. Januar. Die Eisenwerke beschloffen, die Preise für Stab- und Faxon-Eisen in Oesterreich- Ungarn um 25 bis ,35 Kreuzer per Meter-Centner zu erhöhen und zwar je nach Lage des Eisenmarktes. Rom, 28. Januar. Man erwartet mit großer Ungeduld den Bericht deSGeneralSBaratieri über die Ankunft GallianoS und feiner Colonne, sowie über den Verlauf der Unterhandlungen mit Menelik. Die Friedensfreunde bestürmen CriSpi fortgesetzt, den Feldzug zu beenden. CriSPi scheint jedoch eutschloffen, den Krieg in vollem Umfange fortzusetzen. Paris, 28. Januar. Die Meldung über die DiSlocirung des 9. ArmeecorpS von Tours nach der Ostgrenze wird dadurch erklärt, daß die nächsten Manöver in der Gegend von Calais anSgeführt werden sollen. An eine Verstärkung der Ostgrenze wird nicht gedacht. Paris, 28. Januar. In unterrichteten politischen Kreisen ift man der Ansicht, daß der französische Botschafter in Berlin feinen Posten auS Gesundheits-Rücksichten ver- taffen wolle. Man fügt jedoch hinzu, diese Absicht werde nicht vor dem Sommer zur Ausführung gelangen. Paris, 28. Januar. Wie in journalistischen Kreisen versichert wird, soll demnächst eine feindliche Campagne gegen den Präsidenten Faure eröffnet werden. Man will diesmal die Mutter des Schwiegersohnes des Präsidenten, Frau Berge, wegen ihrer persönlichen Angelegenheiten als Mittel zum Zweck benutzen. Allgemein wird befürchtet, daß dieser neue Angriff den Präsidenten Faure zum Rücktritt veranlaffen könnte. London, 28. Januar. In der Kohlengrube von Tyler- town werden die Nachforschungen nach den Verunglückten fortgesetzt. Bis jetzt sind 16 Leichen auf gesunden worden. ES bleiben noch 15 Leichen zu bergen. London, 28. Januar. Die von der „Pall Mall Gazette" abgegebene Nachricht von einem russisch-türkischen Bündniß wird in gut unterrichteten Kreisen dahin aufl- gelegt, daß die Türkei und Rußland in Voraussicht bald wieder zu erwartender armenischer Unruhen gemeinsame Maß- regeln beschloffen haben. Die Schaffung deS fliegenden Geschwaders durch die englische Admiralität soll einen anderen Vorwand als dieses Bündniß haben. Gegebenenfalls soll dieses Geschwader sich zu einer Demonstration gegen Rußland nach der Oftsee begeben. /£>/ Cocotes »n- provinzieller. Stehen, 29. Januar 1896. Ehrung In der heute Bormittag im Hotel „Prinz Rati* abgehalteneu AuSschnßsitz nng des landwtrth- schaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen wurde vom Vorsitzenden Herrn Grafen zu Solms-Laubach NamenS des Verein- dem Herrn Provtnzial-Director Freiherrn von Gagern eine goldene Medaille nebst einem in Aquarellfarben auSgesührten, aus Kalbfell gemalten Diplom überreicht. Da- letztere enthält in Kalligraphie folgende Widmung: „Der landwirthschaftliche Verein für die Provinz Oberheffeu dem Provinzial-Director Freiherr« v. Gagern, al- Vorsitzender des geschäftsführenden AuSschuffeS der land- wirthschaftlichen Ausstellung in Gießen, am 19.—22. September 1895, die goldene Medaille und die» Diplom al» Anerkennung für seine Verdienste um die Durchführung dieser Ausstellung. Der Präsident: Graf zu SolmS-Laubach. Der Secreiär: Leithtger. — Das Diplom, ein Kunstwerk ersten Ranges, schließt sich in der Zeichnung genau den bet der landwirthichaftlichen Ausstellung ertheilten Diplomen an. ** Militärdienst Nachrichten. Großherzog von Hessen, Generalmajor, Inh. deS Jnf.-RegtS. 115 rc. und L la suite b<6 1. Garde Regt», z. F., zum Generallieutenant bef.; Fürst zu SolmS-HohensolmS-Lich, Gen. Maj. ä la suite d. Armee, die Erlaubniß z. Tragen der Unif. des Ul. RgtS. 5 ertheilt- Prinz Friedr. Carl von Hessen, Pr. Lt. L la suite d. Armee, der Char. als Rittm. bcrl.; v. Erh ardt, Hauptmann und Comp.'Chef vom Jnfant.- Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, dem Regt., unter Beförderung zum Überzähligen Major, aggregiert. Graf v. Hertzberg, Hauptmann ä la suite deS Jnf.-RegtS. Nr. 137, als Comp. Chef in das Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116 etnrangtrt. •* „Religion und Naturwissenschaft." So lautet daS Thema, mit dem sich der zweite Vortrag des Herrn Br. Johannes Müller beschäftigen wird. Die Fragen, die dabet zur Erörterung kommen werden, braucht man nur zu nennen, so erregen sie daS Jnterefie bet jedem denkenden Menschen. Woher stammt die Welt? Hat sie überhaupt einmal einen Anfang genommen? Oder weiß mau darüber nichts? Wie läßt sich die Entstehung der Lebewesen erklären? Wie verhält sichS bet den Thieren und Pflanzen aut den Arten? Haben sie immer neben einander bestanden oder hat sich im Laufe der Zeiten eine aus der andern ent« wickelt? Stammt der Mensch von dem Affen ab? ES ist eine sehr verbreitete Meinung, daß die Naturwiffenschast auf diese und ähnliche Fragen eine sichere Antwort gefunden habe. Namentlich gilt Vielen daS System Darwins für die Lösung des WelträthselS. Auf der andern Seite wird behauptet, daß das, was man als Resultat der Naturforschung betrachtet, zum guten Tveil gar nicht festgeftellle Thatsache sei, sondern blos Hypothese. Wie steht» damit? Wie stimmen die wirklichen oder angeblichen Resultate der Natur- forfchung mit dem biblischen Schöpfungsbericht? Wie ist dieser SchöpfungLbericht selbst zu betrachten? Haben wir in ihm göttliche Offenbarung oder ist er fromme Sage, Mythu»? Wer sich über diese Sache orientiren will, der besuche den angekündtgten Vortrag des Herrn Dr. Müller. Der Bezirks Verein Nord-Ost hielt gestern Abend seine General-Versammlung im Caf6 Leib ab. Der Vorsitzende, Fabrikant Hanau, erstattete den Rechenschaftsbericht und wurde dem Cassierer Decharge ertheilt. In den Vorstand wurden wieder gewählt die Herren Fabrikant Hanau, Architect Huhn, Brauereibefitzer F ö r t s ch, Stadtverordneter Loeber, Metzgermeifter Klein, Oeconom Kitz und Kaufmann C. H. Roth, neu gewählt wurden die Herren Emil Müller und Kaufmann Ludwig Loth. Wegen der Bteh- marktsfrage sand ein lebhafter Meinungsaustausch statt. ** Waisevschvtz Wir machen hiermit aus den am nächsten SamStag tm Cafe Leib stattfindenden Maskenball deS Hessischen Fechtveretns „Watsenschutz" nochmals beson- derS aufmerksam. Derselbe verspricht nach den getroffenen Vorbereitungen und erfolgten Anmeldungen ein recht gelungener zu werden, und ist darum schon im Jnterrffe deS edlen Zweckes deö Verein» eine rege Bethetligung zu erwarten. Eine gestern Abend im „Aquarium" abgehaltene Monatsversammlung war so zahlreich besucht, daß in dem ziemlich großen Local der Platz mangelte. Die Mitglieder waren über die Ausführungen deS Borfitzenden bezüglich der Veranstaltungen und Erfolge de» Vereins sehr ersreut. ♦ * vefihwechsel. DaS W. Seuling'sche Anwesen, Wetzsteinstraße 44, wurde zum Preise von 30,000 Mk von Herrn Joh. Fr. Schaaf angekauft. • * Dafür könnt Ihr Eure« Gesellen einen Schnaps ftefe»! Justus von Liebig, der berühmte Chemiker, erzählte gern folgendes ergötzliche Erlebniß: „Als ich mich noch al» Professor zu Gießen befand, kam einst ein Bauer ie die Stabt, der einen Korb mit Eiern trug. DaS Unglück wollte, daß ihm einige — wahrscheinlich faule — Sier zer- brachen und sich die Eiersubstanz über seinen im Korbe liegenden Geldbeutel ergoß, in dem Geld zur Zahlung von Steuern war. AlS nun der Eiermann den Beutel öffnete, waren alle Silbermünzen durch die Berührung mit dem in faulen Eiern sich entwickelnden SchwefelwafferstoffgaS schwarz gefärbt, so daß der Steuereinnehmer fie zurückwieS. Auf der Straße klagte der Bauer seine Noth einem Studenten. Dieser Schalk sagte ihm, er möge in jenes Haus dort gehen, tu dem ein gewisser Liebig wohne, der schwarzes Geld wieder weiß machen könne. So tritt denn der Bauersmann in mein Laboratorium und fragt: „Seid Ihr der Mann, der schwarzes Geld wieder weiß machen kann?" — Durch Aufziehen einiger Säuren war alsbald Abhilfe geschehen. Der Bauer schmunzelt und sagt: „WaS bin ich schuldig?" — „Nicht-, guter Freund !" — „Na, na! Nur nicht genirt, raus damit!" — „Es kostet nichts!" — „Na," rief er, indem er in die Tasche griff, „so will ich Euch hier einen Sechser herlegen, dafür könnt Ihr Eurem Gesellen dort einen Schnaps kaufen." — Der Geselle war aber Niemand anders, als mein Assistent, der später so he vorragende Chemiker Dr. Otto. Für Ingenieure. Da» Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen, sucht akademisch gebildete, practisch erfahrene Ingenieure für Vorarbeiten und dewnächstige Ausführung von größeren Ingenieurbauten (insbesondere Dammbauten am Rhein, Wehr- und Schleusen anlage am Main, Erbauung einer festen Straßenbrücke über den Rhein bet WormS re.) *♦ Zu« Delegierteutag der hesfischeu Innungen uud Berufs- vereine, der am Sonntag in Mainz stattfand, wird noch gemeldet: In GundlachS „Taunus-Hotel" hatten fich etwa 150 Vertreter deS Handwerks, darunter 45 Delegierte der Innungen und Berufsvereine aus den Städten Darmstadt, Groß-Gerau, Heppenheim, Offenbach, Gießen, Alzey, Oppenheim, Wörrstadt, Mainz, WormS und Bingen eingefunden, um Stellung zu dem Gesetzentwurf, betr. die Organisation de» Handwerks und die Errichtung von Haudwerkerkamwern, zu nehmen. Nach Bildung deö BüreauS erstattete Herr Redacteur Fischer-WormS Bericht über den gegenwärtigen Stand der Handwerkerbewegung in Hessen. Redner hob besonders hervor, daß btt Gewerbeoereiue in ihrer heutigen Gestaltung burchauS nicht als bie geeigneten Vertreter des HanbweikerftandeS betrachtet werden könnten und daher eine andere Organisation Platz greifen müsse- eine Organisation sämmtlicher Handw-rker nach BrrufSarten sei unbedingt anzustreben. Der Befähigungsnachweis könne vielleicht nur bei dem Baugewerbe Platz greifen. Bei der Berathung über die Benennung der neuen Handwerkerorganisation kam e» zu einer Debatte über die Bezeichnung „Innung"- es wurde von verschiedenen Seiten hervorgehoben, daß daS Wort „Innung" in unserer neuen Zeitströmung keinen guten Klang habe, da eS zu sehr an den Zopf früherer Zeiten erinnere. Schließlich einigte man sich dahin, die neue Handwerkerver- einigung „Centralverband hessischer Innungen und Berufs- vereine" zu bezeichnen. Herr Lautz-Darmstadt empfahl noch die Gründung von Innungen von den Städten aus auf dem platten Lande, um dadurch zu beweisen, daß man in den Städten auch Berständniß für den ländlichen Meister habe. Als letzter Gegenstand der Tagesordnung wurde die Wahl des Central-AuSschusseS vorgenommen. Es wurden per Accla- matlon folgende Herren gewählt: Obermeister Köbrich-Mainz als Vorsitzender, Schneidermeister Bürner-Mainz, Metzger- • meister Lautz-Darmstadt, Schuhmachermeister Bangert-Darmstadt, Schreinermeister Bernhardt-Mainz Schloffermeister Strobel Mainz, Spenglermeister EnderS-Offenbach, Redacteur Fischer-WormS, Bäckermeister Dexhetmer-WormS, Friseur- Ger Hardt-Gießen und Schornsteinfegermeister Schraub- Seligenstadt. Der Ausschuß soll daS Recht haben, fich im Bedürfnißfalle aus den Mitgliedern der verbündeten Vereinigungen zu cooptiren. * * Hessische LndwigSbahu. Aus Darmstadt ist in Mainz die bestimmte Berficherung eingetroffen, daß Mainz bet B.rstaatlichung der Hessischen LudwigSbahn der Sitz der Hauptverwaltung bleiben werde. Stiftungen und Berwachtuiffe. Im Lause des vierten Quartals 1895 find vom Großherzog u. a. nachstehende Stiftungen und Vermächtnisse bestätigt und hiernach die betreffenden Behörden zu deren Annahme ermächtigt worden: Schenkung der Frau F. W. Konitzkh zu Antwerpen an da- städtische Kurhospital zu Bad-Nauheim im Betrage von 25 000 Mk. - Schenkung der Justine Schudt, geb. Fischer, von der Görbelheimer Mühle bei Friedberg an die Stadt Lich zur Errichtung eines Brunnens auf dem Friedhof, im Betrage von 500 Mk - Vermächtniß der Magdalene Kuhn zu Darmstadt an die evangel. MartinSkirche daselbst zu Gunsten der Armen der MartinSgemeinde, im Betrage von 5000 Mk. und an den Verein hessischer Lehrerinnen zur Gründung eine- HeimS, im Betrage von 3000 Mk.- Schenkungen an die evangel. Kirche zu Bad-Nauheim zur Erbauung einer DankeSktrche uud zwar: a. von Kurfremden und Lin- wohnern zu Bad-Nauheim, im Betrage von 1342 Mk., und b. von dem Kirchenbauverein daselbst, im Betrage von 1231 Mk.- Schenkung des CommerzieurathS Siegmund Heichelheim und dessen Ehefrau Jose fine, geb. Neustadt, zu Gießen an die israelitische ReligtonSgemeinde daselbst zur Erbauung eines Gemeindehauses, im Betrage von 20 000 Mk., und an die Stadt Gießen zur Unterstützung von KriegStheilnehmern aus den Jahren 1870—1871 und deren Hinterbliebenen, im Betrage von 20 000 Mk. ♦♦ Wer hat Türkenloofe? Die türkische Staatsschulden- Verwaltung hat die Liste der gezogenen und bis 31. Dezember 1894 nicht einkafsirten Türkenloofe veröffentlicht. Es ist geradezu erstaunlich, wie nachlässig die Besitzer bei der Verification ihrer Loose vorgehen. Nicht präsentirt wurden im Ganzen 3709 Stück, worunter fich nicht weniger als neun große Treffer befioden, und zwar zwei ä 600000 FrancS (Nr. 717 355 und 748 040), drei ä 300000 Franc» (Nr. 346827, 374718, 471 668), vier a 60000 Francs (Nr. 86 929, 154 448, 366 208, 557 060), fünf a 20 000 Franc« (Nr. 134165, 565478, 764397, 994102, 1424473), einer a 10 000 Francs (Nr. 1966 467), ferner 2438 Stück gezogen mit 400 Francs, 169 mit 1000 Francs, 27 mit 1250 Francs, 14 mit 2000 Franc-, 37 mit 3000 Franc», 19 mit 6000 Francs, zusammen 3709 Stück im Betrage von 4 276 950 Franc». □ Ruppertenrod, 28. Januar. In der Gastwirtschaft „Zur Krone" hier hielt gestern Abend vor einer stark besuchten Versammlung Herr Obstbautechniker Metz au» Friedberg einen wirklich interessanten und lehrreichen Vortrag über „Pflege und Behandlung der alten Obftbäume", der alten, ergrauten Gesellen, benen meist gar keine Pflege zu Theil wirb, von denen man aber doch am liebsten alle Jahre Erträge erhalten möchte. Einleitend | führte Herr Metz an», den Kostenpunkt der Pflanzung und Pfl-qe eine» jungen ObstbaumeS, der alle» in alle« auf co. 10 Mk. zu veranschlagen sei. Diese» Anlagekapital rentire bei guten Sorten ganz ausgezeichnet. Eine dieser für unsere Gegend am besten geeig etcn Sorte sei die Goldparmäne, welche, wie vorgezetgre Exemplare aus hiesiger Gemeinde beweisen, hier ganz vortrefflich gedeiht. Die meisten alten Obstbäume unserer Gegend tragen, wie Herr Metz weiter auSführt, schlechte Sorten. Darum ist eine Umwandlung mit Goldparmänen oder dieser am nächsten stehenden Kaffeler Reinette sehr empsehlenSwerrh. Schon nach dem dritten Jahr der Umwandlung ist der DurchschnittSertrag an Goloparmänen gleich dem Wende von 60 Mk., da em Centner guter Goldparmänen in diesem Hcrbste mit 18 Mk. bezahlt wurde. Will man solche Erträge erzielen, so muß aber beherzigt werden, daß der Obstbaum auch Ersatz zurückverlangt in der Form von Pflege und Düngung. Zn dieser Pflege gehört vorweg eine Auflockerung des Bodens fast soweit die Krone ragt, eine Beseitigung deS vorhandenen Grasbestandes, eine Säuberung der Rinde und Beseitigung der unter ihren abgestorbenen Theilen fitzenden Jnsecten, eine Bestreichung im Herbst mit Kalk und eine alle 4—5 Jahre ftattfindenbe kräftige Düngung. Wenn man, wie noch l-ider oft geschieht, jede Unterlassung von Pflege der Obstbäume mit dem Vorwand entschuldigt, unsere Vorfahren hätten auch nichts gethan, und doch Obst geerntet, so kann man sich auch nicht wundern, wenn bie Erträge so schleckt bemessen find. Aber jene Annahme, unsere Vorfahren hätten von einer Obstbaumpflege nickt» gewußt, beruht auf einem Jrrthum. Gerade bie jetzt noch vielerorts übliche, allerdings jetzt aus Aberglaube resultirende Sitte deS Bindens der Obftbäume mit Strohseileu ist ein Stück der Obstbaumpflege au» alter Zeit. Vor der Reformation waren die Klöster die Stätten der Wissenschaft und Bildung. Die Mönche dieser Klöster kannten schon die Schädlinge der Obftbäume in Gestalt mancherlei Jnsecten. Sie suchten den Baum hiervon zu schützen durch Umbinden eines Strohringes, was am Aller- heiligentag zu geschehen pflegte, also in der Zeit, wo wir jetzt Kledegürtel zum Fangen der Obstbaum-chädlinge anlegen. Die Mönche hüteten, wie alle Naturwissenschaft, da» Ge- heimniß dieser Obstbaumpflege auf» Strengste. Al» nun die Reformation eine Umwälzung der Dinge brachte, da mochte man auf protestantischer Seite auch nicht» mehr wissen von einem Umbinden der Obftbäume mit Stroh auf Allerseelen, sondern verlegte dtese Handlung, da man ja den Kern ihrer Bedeutung seitens der Bauern nicht kannte, auf Weihnachten, wie in Thüringen oder auf Sylvester wie n vielen anderen Ländern, also auf eine andere Zett, zu der allerdings der beabsichtigte Schutz nicht mehr erzielt werden konnte, den die Mönche in den Klostergärten erzielten, nämlich da« Einfangen deS Frostspanners ober die Vertilgung der grünen Mairaupen, bie den Obftblüthen so gefährlich find. Bezüglich der Erzielung schöner und vollkommener Früchte roari t der Vor tragende vor dem üblichen allzu frühen Abmachen. Mitte September bi» Mitte October ist der richtige Zeitpunkt der Ernte. Bei richtigem Ausreisen wachsen btt Früchte an Gewicht und Gehalt unb halten fich länger, währenb fie bei zu früher Ernte zu früh welk werben. Nachdem Herr Metz die hohen kalten Lagen als bie besten Stellen zur Anpflanzung von Obftbäume« empfohlen, theilte er eine Auswahl bet für unsere Gegenb am besten geeigneten Sorten mir, als bie er bezeichnet außer Golbparmäne noch gelber Mecklenburger, Jacob Lebel, Kaiserkrone, geflammter Kardinal, OrleanSreinette, rheinischer Bohtwpsel und der späte rothe Et-apfel. Mit einem kurzen Blick auf die fegenSreiche Thätigkeit der ObstverwerthungSgenossenschaft zu Friedberg schloß der Vortragende seinen, daS regste Interesse verdienenden einstündigen Vortrag. Die heute erfolgten prac- tischen Demonstrationen an Obstbäumen waren gleichfalls sehr belehrend und fördernd zur Kenntniß der Pflege unserer Obftbäume. §§ Ilbeshausen (Kre S Lauterbach), 27. Januar. Nachdem nun in unserem Nachbarort Herbstein der Bau einer Gemeinde-Wasserleitung definitiv beschlossen worden ist, geht man auch hier mit dem Gedanken nm, eine Wasserleitung zu erbauen. Die Koste« werden fich nicht, all- zuhoch belaufe«, da der sogenannte „Stekcta - Brunnen", welcher dasür in AuSficht genommen, gerade am Ort liegt (nahe der sogenannten Hansa Mühle), auch inmitten unsere» OrteS kein FelSboden ist. ES könnten fich den Berechnungen nach die Gefawmtkosten auf etwa 15000 Mk. belaufen. § Bo» höheren Vogelsberg, 27. Januar. Wie bereits- in einer der letzte« Nummern dieser Zeituug au» dem Ohm- thal bertchtet wurde, ist daselbst der Preis der Butter auf 65 Pfg. gesunken. Bon hier au« kann berichtet werden, daß die Händler nur 60 Pfg. pro Pfund bezahlen. Von den Hausfrauen kommen deshalb unaufhörfam Klagen, weil die selben h-er zu Lande allgemein aus dem Erlös der Butter di? Bedürfnisse der Haushaltung bestreiten. Diese sehr nie drigen Butterprkise sind hier.seit Jahrzehnten nicht vorgekommen. Gewöhnlich kostete um dtese Zeit daS Pfund 90 Pfg. bi» 1 Mk. Woher diese niedrigen Preise nun kommen, läßt sich nicht ergründen. Obwohl die Meister behaupten, die Schuld liege an der bedeutenden Margarine Production, so kann die» doch nicht allein die Ursache sein, da Margarine schon mehrere Jahre in Deutschland sabrizirt. und i« den Handel gekrackt »irb. Alle landwirthschaftlichen Producte find momentan billig, io daß die Klagen der Land- wirthe gerechtfertigt find. Die Bedarfsgegenstände der Land wirthe werden nickt billiger. Dem Vernehmen nach beabsichtigen unsere Landwirthe, eine Art Ring zu bilden, um bessere Absatzgebiete aufzuschließen, auch ihre Butter btrcct in die Großstädte zu verbringen «. L w. / Mainz, 28. Januar, lieber die Fahrkarten- unterfchleise, die am SamStag in Frankfurt a. M. zr Massenverhaftungen von Bahnbeamten geführt haben, find wir auf Grund der sorgfältigste« Informationen ta ber Lage, noch Folgende» mitzmheilen Zunächst sei gegenüber der vou verschiedenen Telegraphenbürean» gebrachten falschen E8 RDM n Eiten ’S™ *** °°» i * 6tf । u« uuar- oh»' X«11"'1,6 i"1'* ,' Soo dl° KiÄ w“ 111 - *S# w * len- 7'' M vor- !,< 3«" j“ ||, tw „L V-M 11« 6l‘Ua (abtijt”. l°^ n der L°^' die rr La^ >--'L b,£ ervehfe m» * % JU ks> n» Meldung festgeftellt, daß die verhaftete« Personen nicht ausschließlich Beamte der LudwigSbahn find, sondern daß von den 19 Verhafteten nur 12 zum Personal der LudwigSbahn gehören, die übrigen ober theilS Beamte der preußischen SraatSbahn, theils Angestellte der Reichsbahnen und theilS Verbandsschaffner find. Bis auf einzelne Ausnahmen wird den in die Sache verwickelten Beamten der LudwigSbahn von ihren Vorgesetzten nach jeder Richtung hin das beste Zeugniß ausgestellt und denselben nachgerühmt, daß fie sich nie eine Unredlichkeit zu Schulden kommen ließen. Vor der Zett, als die drei auf Beranlaffung der Eisenbahndirectionen in Hamburg, Köln, Berlin und Elberfeld zu allgemeinen Nachforschungen beorderte Criminalbeamte nach Frankfurt kamen, allo bis vor etwa drei Wochen, kann man keinem der verhafteten Beamten ein Vergehen oder Verbrechen nach« weisen und erst als die Criminalbeamten in falscher Auffaffung Ihrer Aufgabe sich an die Leute herandrängten und fie mit allerlei künstlichen Mitteln gewiffermaßeu zu Pflichtverletzungen verführten, erlagen dieselben der Versuchung. Von einem jahrelangen Billetunterscheif kann darum auch keine Rede sein und besteht das, waS man den meisten der Verhafteten zur Last legen kann, nur darin, daß fie mit den Criminalbeamten BergnügungSaukflüge nach Limburg und Bingen machten und dabei die DelectivS ohne Btllet fahren ließen. Da man auS dem Umstand, daß die größere Zahl der Verhafteten LudwigS- bahnbeamte sind, vielseitig sofort bereit war, die Vorgänge auf die schlechte Besoldung der Angestellten der LudwigSbahn zurück zu führen, haben wir unS auch nach der Besoldung der Betheiligten erkundigt und erfahren, daß der geringst Besoldete, der erst feit kurzem im Dienst ist, ohne die Neben- gebühren ein festes Jahresgehalt von 1000 Mk hat, während sich daS Gehalt der Uebrigen auf 1062, 1496, 1575, 1760, 2042 und 2256 Mk. beläuft. Die Reichspost. Der Rede, welche StaatSsecretär Dr. v. Stephan am 20 d. M. bei der zweiten Berathung des Postetats im Reichstage gehalten hat, entnehmen wir folgende intereffante Angaben über die Entwickelung des PostwesenS in den letzten 25 Jahren. Es waren vorhanden 1870 1895 a. Postanstalten 5520 28263 b. Telegrophenanftalten 1078 17800 Die Ausdehnung der Telegraphenleiluugen betrug 1870 81800 Km., 189 5 600600 Km. ES arbeiteten Tclegraphenapparate 1870 2530, 1895 132000. Für daS flache Land wurden fett 1870 23000 Postämter errichtet - auf je 7 Dörfer im Gebiete der Reichspost entfällt jetzt eine Postanstalt. Landbriefträger gab es 1870 8300, 1895 28000. Diese durchlaufen täglich 560000 Km. DaS ist 14 Mal der Umfang der Erde. Fernsprechanstalten bestehen jetzt an 434 Orten. Berlin allein hat 25430 Fernsprechadonnenten, Hamburg 10 700, Dresden und Frankfurt a. M. 4000, daS ganze Reich 110 000. Bon Berlin auS kann man mit 250 Orten (von Memel bis nach Mülhausen i. E.) direct sprechen; es finden in Berlin täglich fast V2 Million Gespräche statt, im ganzen Reiche ca. P/j Millionen. Berlin und Wien sind bereits in Verbindung gesetzt und im nächsten Sommer wird man von der Nordsee bis zum Adriatischen Meer sprechen können. Im nächsten Herbste werden wir wahrscheinlich eine btrccte Sprechverbindung zwischen London und Berlin haben. Die Zahl der Post- und Telegraphenbeamten betrug 187 0 42000, 1895 155 000. Oberpost - Verwaltungsbehörden gab es 1870 26, 1895 41. Ja den letzten 25 Jahren wurden 1667 Pofthäufer gebaut, darunter 448 fiskalisch und 1219 auf de« MiethSwege. Die Zahl der Briefsendungen belief sich vor 25 Jabren auf 357 970 000. Heute ist dieser Briefwechsel auf 2360 Millionen, also beinahe 2% Milliarden gestiegen- eS kommen also auf den Tag 6 Millionen Briefe. An Postkarten wurden befördert 187 0 7 000 000, 1895 443000000. Der Briefverkehr mit dem Auslande ist seit Schaffung deS Weltpostvereins von 68 381000 gestiegen aus 530100000. An Zeitung« - Nummern wurden befördert 1870 191000000, 1895 890000000. Die Zahl der Pakete hat fich von 20 Millionen 1870 auf 132 Millionen in 1895 gesteigert. Drr Geldumsatz war mit der Poft 1870 8100 Millionen und beträgt gegenwärtig jährlich 21000 Millionen, also 21 Milliarden. Die Zahl der Telegramme im Jahre 1870 belief sich auf 7 Millionen im Deutschen Reich, jetzt Haven wir 33 Millionen. Die Einnahmen betrugen 1870 76000000, 1895 2941/2 Millionen. Der reine Ueberschuß nach Abzug aller Ausgaben beträgt 251/2 Millionen. Im Jahre 1877 wurde der Postverwaltung die Reichs- druckeret übertragen, welche an 1400 Arbeiter beschäftigt. Darin werden alljährlich Hunderte von Millionen Postkarten, 500 Millionen VersicherungSmarken und wer weiß wie viele Postwerthzeichen, ebenso für die Reichsbank die Banknoten und dergl. hergestellt. Dermiföte*. ♦ Marburg, 28. Januar. In dem Dorfe HoraS bei Fulda wurde gestern das KatsergeburtötagSeffen durch den Unglücksfoll gestört, daß der Bürgermeister Beier erstickte, da ihm ein Stück Fleisch im Halse stecken geblieben war. • Enger! a. Rh., 27. Januar. In der verflossenen Nacht wurde hier auf einer Tanzmusik ein Koch von einem Bahnbeamten erstochen. Der Mörder hatte eS auf einen Anderen abgesehen. ♦ Mannheim, 27. Januar. Ein tödtlicher Unglücks- fall kam heute Mittag an dem neuen Silospeicher der StaatSeisenbahnen auf der Mühlau vor. Der Werftarbeiter Lulah schmierte daS Zahngetriebe eines electrischen KrahnS, als der Krahnenführer, der davon nichts wußte, den Strom einschaltete. ES erfolgte ein Ruck und die obere Körperhälfte d:S Arbeiters war zu Brei zermalmt. - Al! ein Wendepunkt in der Art und Weife der Fa- kalten Beseitigung muß eine Erfindung von Dr. KoirauSky bezeichnet werden, von der unS das Bureau für Patentschutz und Verwerthung von Dr. Joh. Schanz u. Co. in Hamburg berichtet. Von den verschiedensten Forschern ist nachgewtesen worden, daß der Werth der menschlichen Excremente pro Jahr und Kopf 10—15 Mk. beträgt. Daß dessenungeachtet die Fäkalienabfuhr, anstatt eine Einnahmequelle zu bilden, eminente Kosten verursacht, liegt daran, daß die Excremente durch die nothwendige Wasserspülung eine derartige Verdünnung erfahren (97 pCt. Wasser), daß ihre technische Ver- werthung unmöglich wird. ES ist nun durch daS patentirte Verfahren gelungen, die festen Theile der Excremente unter Beibehaltung der Wasserspülung abzusondern, und geruchlos und steinhart zu machen, so daß fie einen versandtfähigen Dünger bilden, der wesentliche Vorzüge vor allen künstlichen .Düngmitteln besitzt, und nach Abzug aller Kosten, einen jährlichen Reingewinn von 2 bis 3 Mk. pro Kopf der Be- Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Alten - Buseck für 1896/97 liegt wiederholt acht Tage zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei Bureau dahier offen. Alten-Buseck, am 29. Januar 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck. Körber. 968 Nutzholz-Verkauf in den WaldungenNordeck am Freitag den 7. Februar er., Zusammenkunft um 10x/2 Uhr in der Stolzenbach'scheu Wirthschaft daselbst — Zum Verkauf kommen: Eichen: 26 Stämme, 4—16 m Länge, 15—70 cm Durch«. — 44,43 fm. Nadelholz: 108 Stämme 3. bis 5. Kl. = 34,39 fm. Es wird noch besonders auf sehr schöne Eichenstämme aufmerksam gemacht. 953 ___Die Administration. Versteigerung. Nächsten Montag, 3. Februar, Bormittags 9 Uhr, werden aus dem Nachlaß des Gg. Völk zu Odeu- haufeu unter Anderem 1 Pferd, 3 Kühe, eine größere Quantität Heu und Stroh, Kartoffeln, Gemüse, eine neue Kutterschneidmaschine, Haus- nnd Ackergeräthe u. s. w. öffentlich versteigert.__959 2 Bauplätze, In der Nähe der Bahnt ofstraße, abzugeben. Näheres in der Kxved. d. Bl. 837 Mühlenverkauf. Mittwoch den 5. Februar l. I., Nachmittags 1 Uhr, soll die bereits am 15. und 22. September vorigen Jahns zum Verkauf ausgeschriebene Uutermühle zu Treis a. d. L., bestehend aus 820 qm Hofraithe mit Gemeindenutzen, einem Achthöfegutsantheil und 8500 qm Wiese und Gärten, unmittelbar an der Mühle, auf dem Gemeindehause daselbst freiwillig öffentlich meistbietend versteigert werden. Kaufliebhaber können dieselbe vorher einsehen und auch Näheres erfragen bei dem Bevollmächtigten. Treis a. d. L., 29. Januar 1896. 961 Wilhelm Dapper. Herrenhemden nach Maaß und Muster werden unter Garantie des guten Paffens in kürzester Zeit geliefert. Reiche Auswahl in Stoffen und Einsätzen. [762 Geschw. Heerz, Neuenweg 7. Selbst außerhalb der Mauern I unserer Stadt sind die Cigarren meiner Firma rühmlichst bekannt. Richard Buchacker, Cigarren-Special-Geschäft.___ UF* 11. Neuenbäuen 11. "CS Preislisten gratis und franco. Wasserdichte Stiefelschmiere, einmal nach Vorschrift aufgetragen, macht daS Schuhwerk auf lange Zeit wasser- dicht. 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Zubeh, per 1. April zn vermiethen. Afteru-eg st. völkerung abwirft. Die flüssigen Absuhrstoffe werden cietr eigenartigen Ftltrenve unterzogen, durch die fie geruchlos und wasserklar, man möchte sagen trinkbar werden, sodaß fie unbedenklich den Flußlaufen zugeführt werden können. Enthalten doch dieie filtrirten Abwässer nach drei Anachsen der kgl. landwirthschaftlichen Versuchsstation für Bayern nur 0,0008 pCt. Beimischungen. Eine nach dem patentirten Verfahren gebaute Closctaickage ist im Herzog Karl Theodor- Palais, München, Ludwigftraße, bereits seit längerer Zeit praktisch im Gebrauch. Die Anlage ist durch wissenschaftliche Capacitäten, unter anderen von Professor H. Buchoe, eingehend untersucht und höchst günstig beurtheilt worden. * Eine furchtbare Rohheit wurde im Dorfe Kiesewald im Riesengebirge verübt. Der dortige Waldarbeiter Ertelt hatte seit einiger Zeit den Waldarbeiter Kiesewalter al» Quartiermann aufgenommen. Beide gerieihen Abends, nachdem fie dem Schnaps stark zugesprochen, in der Wohnstube in Streit, wo Ertelt mit der brennenden Petroleumlampe auf Kiesewalter loöschlug. DaS Petroleum explodirte, und in wenigen Sekunden gingen die Kleider des Kiesewalte: in Hellen Flammen auf. Während mau nun diesen sofort in» Freie brachte, um die Flammen mit Schnee zu löschen, hing sich Ertelt im Wohnzimmer am Ofengefimse auf und endete so sein Leben. Kiesewalter ist im HedwigS Krankenhause zu Warmbrunn seinen Wunden erlegen. Bei dem Selbstmörder Ertelt wären vielleicht Wiederbelebungsversuche von Erfolg gewesen. Doch die Angehörigen ließen ihn viele Stunden lang am warmen Ofen hängen, weil fie glaubten, er dürfe nicht eher loSgefchnitten werden, bis er vom Amtsvorsteher besichtigt fei. Unglaublich, aber wahr! * Sine Todesfahrt auf dem Eise. Um Fische zu holen, war am Dienstag der Besitzer Maschlanka auS Polschen- dorf weit auf den zugefrorenen Czoß-See gefahren, wo gefischt wurde. Bei der Rückfahrt nahm er sechs Personen auf seinem Schlitten mit. Eine der mitgenommenen Personen hatte die Leine in der Hand, während Maschlanka, der angetrunken war, mit der Peitsche auf die Pferde einbieb, so daß daS Fuhrwerk über die Eisfläche förmlich hinüber- flog. In der Dunkelheit fuhr das Gespann mit allen Insassen in ein zum Fischen gemachtes Loch. Während fünf Mann gerettet wurden, wurden zwei tobt aus dem Wasser gezogen. Die Pferde kamen ebenfalls um. * Der Stal der Armenverwalluug der Stadt Berlin für 1896—97 schließt in Einnahme ab mit 671,000 Mk. und in Ausgabe mit 7,998,500 Mk.: der erforderliche Zuschuß beträgt mithin 7,328,400. Verkehr, £an£- und Vsttsrvirthschäft. Stuttgart, 27. Januar. (Allgemeiner Deutscher Versicherung»- Verein.) Dom 1. Januar bis 31. Drcember 1895 wurden 48465 neue Versicherung^ abgeschlossen und 7667 Schadenfälle regultrt. Von letzteren entfallen auf die Hastpflichtverficherung 1343 Fälle wegen Körperverletzung und 870 wegen Sachbeschädigung; auf die Unfall- verstcherung 4807 Fälle, von denen 31 den sofortigen Tod und 78 eine gänzliche oder thetlwetse Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. Von den Mitgliedern der Sterbekaffe sind im gleichen Zeiträume 647 gestorben. Am Schluß des Jahres 1895 waren 179326 Policen über 1435865 versicherte Personen in Kraft. fTlUlfttaAnCEfitallnnn Thurmhaus MN Brand, IkUHal-AU5SieilUligf geöffnet täglich, mit Ausnahme des Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntag» während de» Winter» «nnnterdrochen »0« 11 bi» 8 Uhr. — Eintrittspreis für Ntchtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pig von ffc. ■ ■ I ft (eher Art. fotoic Hl ■■unter Angabe oes ©etoünkhten. & KeilSSOn, Seidenwaaren-Fabrik, Grefe 14. Matzen zu haben [828] Neuenweg 2. Heute eintreffend r] Schellfisch u.Cabliau billigst. Eduard Fackert, 967 15. Neuenbäuen 15. 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Jannar l. Z., Abends 9 Uh, Monats -V ersammhing ___ im Mereinslokat, Meftaurant Kaiserhof. TF® Vortrag des Herrn Carl Hesse, Mitarbeiter der Firma C. P. Goerz in Verliu, über. Mastignliitisih corrigirtk ©bjrdinr. Wandermappe liegt zur Ansicht auf. Donnerstag den 30. Januar, Abends punkt li/2 Uhr, im Festsaal (Cafe Leib), Wallthorstrasee. Die Mitglieder der Vereinigung, sowie Freunde der Amateur' Photographie werden hierzu ergebenst eingeladen. 960 Der Vorstand. ..ts« Garlnerei-Trocte, (Präserven) MeQ,ÖSe a«S der Ka brik vo« Landgraf 8t Merlet in Bamberg (Kaiern) bieten als das vollendetste Product aller Conservirungsmethoden jederzeit vollständigen Ersatz für gute frische Gemüse und sind kaum theurer als letztere. 326 Niederlage bei A. A G. Wallenfels in Giessen. Gastspiel des Residenz-Theaters in Wiesbaden. Novität. SW" Novität. Das Modell. Operette in 3 Acten von Franz von Suppe. 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Eredit 313- DiSconto Comm. 210.- Wiener Bankverein 123- Hess. Ludwigsbahs 126- Gotthard 169.— Lübeck-Büchen 149.- Prince Hmri 68.- Nordd. Lloyd 104.- Deloce 76.- Dortmunder Union 46.- Harpcner 166.- Gelsenkirchener 173.- Laura 148.- m «v. Kurz <& Co., Giessen, KatzühofiraZ? ('■>. Frankfurter Bors« vora 28. Januar 1896. BVi°/e Deutsche Reichs«»!. 104 80 *Ve°/i Oesterr. Silbenemr 66.4t 8o/q Prcntz. ConsolZ 99 40 4o/e llng. Gold«Rente Iwchß 8*/,o/, Gr. Hesstsch« D6L 104JD 3°/o Pormgies« 2600 4o/6 Stadt Darmstadt o. 1891 000.0 6°/(j Mexicaner 90 60 4®/t , Bonn« unk. b. 1901 000.00 40/g Monopol-Griechen von 1887 80.1 8o/a Oefierr. vtaalsdahn v. 1886 90 401 4^/P Eisend. Rcntend. DM. 102 60 8«/e 3teL HaatSgar. Eitcrrb. 631 516 c/ o Buderu« Obl. 1C2J0 8Yie/i Frazckfnrter Hpp. vk. 101.CO P/tO/g «rft. Hw. Lreb. 8. 101.C0 4°/o D«tsch«Grdsch^vmnkch.l «Hi IC4 90 dt» unt. b. 1906 101.40 3'/^/oHamdrgrHyv.Ve.UNkch.IS06 10 LW 81/1%8tcu6 Hyp A.Btumfch.190b 1(H 0 4»/o Pomm-Hyp.S.Bk.unt "1904 105 0 4o/o Franks. Land». Cred. Bk. 10SAX9 Mhsndeoorse» Dormfi. vr..«c1te» 168.801 Oesterr. LrediGActiev 818ri • tlMarit« »riet TU} 20 Franren-St. 16.20 16.16 1 Franz. Banknoten 8U* En gl. Sovereign« 2 .41 20.37 Oesterr. dto. — 168.41 Deller« in Gold 4 2N 4 17 1 ^meric. —.— 4.14', «7 Omnibus-Verbindung Linie A Marburgerftrahe—Bahnhof und zurück. Linie B Grünbergerfiraße—Bahnhof und zurück. C mcrtt-SSWmBtrgmMlb und jurdtf gLnM^Wtt^nnö Linie D Marborgerstraße—Wieseck und zurück. 9ir6actian: 8. Echevda. — Dr»ck und Verlag der Vrübl'schen Universltök4-Buch- und ©tnnbrudrrfi Pietsch & Schehda) in Gießen. vnttige Mlmmer umfaßt 6 Kette«