Venedig. 27. November. Au der Küste von Stzilien, Sardioie» und Calabrten wüthen orkanartige Stürme, welche zahlreiche Seeunsällr veranlaßten. Bet Catanjars scheiterte ein österreichisches Schiff. Die Besatzung konnte gerettet werden. Pari-, 27. November. Der Führer der Collcciivisten in der französischen Kammer, Jule- GueSde, wird wahr« scheiolich heute seine Interpellation einbrtngen, betreffend die Ausweisung BebelS und Buebs, welche nach Frank« reich gekommen waren, um eine Versammlung abzuhalten, die ihnen in Elsaß Lothringen verboten war. Die Debatte wird vorauSfichtlich zu einem Tumult führen. Meline und Barthou werden ihre autisociallstische Politik neuerdings bekräftigen. Athen, 27. November. Die Ueberschwemmung richtete hier eine entsetzliche Katastrophe an. Ganze Straßen- züge und viele Fabriken stehen unter Waffer. Die Bewohner befinden sich in Lebensgefahr. Der Fluß Jlyssu» sührt viele Leichen mit fich. Hamburg, 28. November. Dem „Hamb. Eorresp " zufolge verbleibt Major Leut wein auf seinem Posten mit Rücksicht auf die in dem Schutzgebiete nahende Gefahr der Rinderpest. Oberst Liebert werde Gouverneur von Ostafrika und demnächst auch Commandeur der Schutztruppe. Hamburg, 28. November. Um die Verhaftung bei Führers Tom Mans rasch herbetzusühren, waren tausend Photographien btffdben unter die hiesigen Schutzleute vertheilt worden. Nach deffeu Verhaftung wurde er dem Polizeirath Roscher vorgeführt, woselbst ihm bei Strafandrohung eine Rückkehr nach Deutschland untersagt wurde. Da der Plenar« seuat niemals Deputationen annimmt, wird die heutige lieber» Weisung einer Protestresolution, betreffend die Ausweisung Tom Maul, unausführbar. — Die Soctaldemokraten haben für Montag sieben Volksversammlungen einberufe». — Bis jetzt striken 11000 Manu. München, 28. November. Rach einem Privattelegramm der „Münch. N. Nachr." aus Berlin wird Bayern auf die Militärgeschworenengerichte, die im Felde unbrauchbar seien, verzichten, auch auf die Beschränkung der Oeffeutltchkeit eingehen und seine Zustimmung zu der neuen Miiitär-Strasproceßordnuug in erster Linie von der Form abhängig machen, wenn da- Reservatrecht der bayrischen Krone anerkannt und berücksichtigt wird. WB. Hamburg, 28. November. Hundert Arbeiter der SchifffahrtS«Gesellschaft „Kette" wollen bei Nichtbewilligung der neuen Lohnforderungen striken. Sechzig Speicherarbeiter der Firma Nathan, Philipp u. Eomp. wurden eutlaffen, weil sie nicht Schauermavnarbeiten verrichten wollten. Laut „Hamburger Echo" stellten auch die Arbeiter der Stadtwafferkunst und der Gaswerke Forderungen. Tie Direetionen machten kleine Zugeständnisse, die Arbeiter wollen aber, wenn nicht einheitliche Lohnerhöhnng erfolgt, sämmtlich noch heute die Arbeit niederlegen. In dea Gasanstalten beßadet fich gegenwärtig nur für drei Tage Gas. Locale» und j-rovlnzieller. Gieße», den 28. November. •• SeuefnugShiufer. Ihre König!. Hoheit die Groß- Herzogin hatten am Donnerstag Nachmittag die Herren Oberbürgermeister Morneweg aus Darmstadt, Dr. Gaß wer aus Mainz, Süchler auS WormS, Gnanth aus Stehen und Brink aus Offenbach in den Audienzsaal deS Reue* Palais lade» lasten. Unter dem Vorsitz Ihrer Königlichen Hoheit wurde die Conferenz von Herrn Kammerherrn vo» Frankenberg eröffnet und zur Besprechung über Bildung eines „Victoria-Melita-Vereins" übergegangen, welcher de* Zweck haben soll, in de» fflnf größten Städten des Groß- herzozthumS „Genesungshäuser" für Unbemittelte z» gründen. Getue Königliche Hoheit der Groß Herzog beehrte die Versammlung ebenfalls mit Allerhöchftseiner An- Wesenheit und beteiligte Sich lebhaft au der Diskussion. •• Stadttheoter. Am Sonntag Nachmittag findet wiedmc eine der bei unsere» kleinen so beliebt gewordenen „Ki»d er- vorfiell»»gen" statt. „Sin Märchen auS 1001 Rächt" wird diesmal onfgeführt. Abend» geht die große Gesang!» poste „Der Stabstrompeter" t» Scene. Die vor- berettnnge« für die am kommende» Dienstag erfolgende Aufführung vo» Herma»» Sudermann» neuestem Derbe „Moritnri" find, wie man uuS an» dem Theaterdure« mittheilt, in vollem Sange, villet» für diese Vorstellung Molche der enorme» koste» wegen bet etwa» erhöhten Preise« Wv. 282 EEes Blatt Sonntag den 29. November 1896 Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Ttveis Gieren. ] Hratisöeikage: Hießener Iamilienbkätter MWWWM Goffensteinen MW ieinen & Cie- s BJÄ**** Alle ÄxnencfH-SurreMr M In- un> Auslandes nehme» Anzeige» ffir brn „Gießener Anzeiger-' entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bor«. 10 Uhr. 8 6. Zur Wiuterzeit gelten folgende Bestimmungen: a) Sobald Glatteis entsteht, muß soweit die Hof- ratihen nut Einschluß der Höfe, Gärten und sonstigen Grundstücken an der Straße oder an öffentlichen Platz n liegen, der Fußpfad, oder wenn kein Fußpfad vorhanden ist, die Straße zwei bis drei Fuß bestreut 7 Uhr sogleich, Stunde nachher, entsteht eS aber in der Nacht, bis 7,/3 Uhr Morgens gestreut sein. b) An den auf die Straße gehenden Dachkandeln, Die Gießener Aamitienvksiter neerden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. fetzentwurf hat ter Lolonialrath bereit» gut gedeihen, und dürften somit, der „Post" zufolge, die Schwierigkeiten, die fich der Annahme eine» dieSoezÜglichen Vertrages hauptsächlich entgkgenstellten, behoben, und damit der Uebergang der Eolonie in die Reichsverwaltung erleichtert fein. Masters nach der Straße re. muß da» auf den Seitenpflaftern oder Fußpfaden angefetzie Ei» auf Kufforbern G^oßherzogl. Polizeibehörde aufgehaueu und weggefchaffc werden. e) Außerdem ist bei Frostwetter dafür zu sorgen, daß das etwa vom Innern der Hofraithen auSgeschüttrte Master nicht durch die Floßrtnneu auf die Straße laufen kann. d) Bor den öffentlichen Brunnen ist, so oft e» nöthig erscheint, aufetsen und mit Asche' ober Sand streuen zu lasten. •) Bei etntretenbem Thauwetter find nach Aufforderung der Local-Polizeibehörde ohne Verzug die Straßen, öffentlichen Plätze und insbesondere Floßrinnen aufetsen, kehren und Schnee und 618 alsbald von Straßen rc. entfernen zu lasten. f) Das Fahren mit kleinen Schlitten und da» Schleifen aus den öffentlichen Plätzen und Fußpfaden ist untrrsagt. Menn diesem Verbot zuwider dennoch Schleifen entstehen, so find Diejenigen, welchen die Reinigung überhaupt obliegt, auf Änffordern der Polizeibehörde verbunden, die Schleifen entweder mit Sand oder Asche tüchtig bestreuen oder aufhauen zu loff-n. g) Beim Schneefall muß läng» der Hofraithen mit Einschluß der Höfe, Gärten und sonstigen Grundstücke auf dem Banket, oder wo kein solches vorhanden ist, auf der Straße ein 3 bi» 4 Fuß breiter Pfad rein gekehrt und die» bei fortdauerndem Schneefall so oft al» nöthig wiederholt werden. h) Schnee und ®tß darf au» dem Innern der Hof- raikhen nicht auf die Straße gebracht werden, ohne daß für augenblickliche Megschoffung gesorgt wird. Der Pirffener Anzeiger «rfajant täglich, Mt Ausnahme deS Montags. breit mit Asche oder Sand genügend werden. Entsteht da» Glatteis zwischen Morgens und 9 Uhr Abends, so muß längstens mit Ablauf der erst » halben uad sonstigen Ableitungen des icffer, ?en und -ts. Cbocoläde. >n Preisen. W seit eil, m. atf. ront mit imtliditn Srilkel» Bekanntmachung. Wir bringen die nachstehenden Bestimmungen de» Local- Reglements vom 10. November 1879 mit dem Anfügen zur allgemeinen kruntn'ß, daß die Pol'zeibeamten angewiesen sind, gegen Zuwiderhandelnde unnachsichtig Anzeige zu erhebe». Gießen, den 27 November 1896. Großherzogliche» Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. vierteljähriger flörmoemeutsprtis t S Mark 20 Pfg. urit Lringerloha. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expeditio« und Druckerei: -chukstrahe Ar.7. fferusprech« 61. ’s Wiehl 5 er jnmnfl^cl ftdi. blt BettaS 8°»«-" ,,, Auswahl, looea g?*, Sammet Schultnlragm. Tücher, u urd Kinder, alle NSb. Ee.Hakcham, Stickereien, ' X^emben, Craoatten, W zu äußerst billigen talMit 29. Wolff» telegraphisch«» Eorrrwondenz-Bsrean. Berli», 27. November. Wie die „Post" wiffeu will, habe man sich entschlossen, einen neuen Entwurf, betreffend die Organisation deS Handwerks, auSzuarbeiten. Der Entwurf nähere fich, wenn die „Post" richtig unterrichtet fei, tu der Untcrcommiifion des BuadeSrathSauSfchuffe» für Handel und Gewerbe der Vollendung. Die Vorschläge de» BnndeSrathS dürsten fich durch Vereinfachung der Organisation gegenüber dem preußischen Entwurf auSzeichoen. DaS Blatt bezeichnet al» wahrscheinlich, daß die Handwerks- auSschüffe völlig fortfallen. Die jetzigen Innungen dürften bestehen bleiben und nur die ZvaugSinnungen eingesührt werden, wo die Mehrheit der Handwerker die» selbst verlange. Nicht ausgeschlossen sei ferner, daß man die Organisation auf die Städte beschränkt. Berli«, 27. November. Die „Berliner Lorresp." meldet, von Allerhöchster Seite sei genehmigt worden, daß zunächst versuchsweise bis Ende September 1898 Unter- osfiziere mit einer octiven Dienstzeit Im Heere oder der Marine von mindesten» 6 Jahren in die königlichen Schutzmannschaften eingestellt werden dürfen. Berlin, 27. November. Wie die „Nordd. Allg. Zig." meldet, hat da» ReichSversicherungSamt in seiner gestrigen Plenarsitzung die Unfallverhütungsvorschriften der See - B rusögenoffeuschast über wasserdichte Schotten für Paffagierbampfer in außereuropäischer Fahrt genehmigt. Die Vorschriften bezwecken, daß die Dampfer noch schwimmfähig bleiben, auch wenn z. B. infolge eines Zusammenstoßes ein erheblicher Theil de» Schiffsraumes fich mit Wasser füllt. Keine anbrre seefahrende Nation besitzt ähnliche Bestimmungen. Hamburg, 27. November. 1 50 Kutscher der TrauS- port-Actien-Gestllschaft Hercke legten der Direktion einen neuen Lohntarif vor und wollen, falls dieser nicht bewilligt wird, striken. Pari», 27. November. Die Kammer nahm den Gesetz' enttourf an, wodurch die Einführung und der Umlauf fremder Scheidemünze in Frankreich verhindert wird. Die Budgetberathung wurde daraus wieder begonnen. Depeschen deS «nrcau „Herold". Berli», 27. November. Dem BundeSrath ist, wie verlautet, der Entwurf von Bestimmungen zugegangea, betr. die Zulassung von Werthpapieren zum Börfenhaadel. Berli», 27. November. Heute wurde von der Budget- Commission deS Abgeordnetenhauses der Gesetzentwurf, betrtffenb Ankündigung und Umwandlung der 4procentigen consolidirten Staatsanleihe in Si/,procentige, unverändert angenommen. Ein Antrag, die Schonzeit auf fflnf Jahre zu ermäßigen, wurde mit 12 gegen S Stimmen abgelehnt. Berlin, 27. November. Die Vertagung des Abgeordnetenhauses wird mit Rücksicht auf die Lom- mtssious-Verhandlungen bereits am SamStag eintreten und etwa dis zum 10. December dauer». Berlin, 27. November. Die „Post" schreibt: Die Margartne-Gesetzgebnug wird zweifellos i« Laufe be» Winter» die Parlamente wiederum beschäftigen. Daß vo« der ReichSregieruug keine Initiative in dieser Angelegenheit ergriffen werden wird, darf als sicher gelte». Im Reichstage wird voraussichtlich die deutsch conservative Fractio« de» vom BundeSrath abgelehnten Entwurf wesentlich in der Fassung de» Beschlüsse- der Reichstags Commission wieder einbringen, aber auch hn Abgeordnetenhause dürfte die «orgariuesrage zur Sprache gebracht werde». Sie wir höre«, wtrd die freiconservattve Fractio» bet der Berathnng der laudwirttzschaftltche« Etats die Frage tm die Regieren» stellen, welche Stellung die BnndeSrathS-Bevollmächtigte« für Pcenßea zu dem Beichluffr de» Reichstage» eingenommen Haden. Berlin, 27. November. Am 1. December wird die Fernfprech-Berbindnng zwischen Berlin nab Hamburg einerseits und Amsterdam—Rotterdam andererseits eröffaM. Die Gebühr für ein gewöhnliche» Gespräch bi» zmr Dauer von drei Mwnten betrügt 8 Mk. Berlin, 27. November. In der heutigen BormittngS- Ziehung der Berliner Gewerbe-AnSfiellung»- Lotterie fielen Gewinne h» Werthe von 1000 Mk. auf die Nr. 834 368 «ad 217 861 , solche im Werthe von 600 Mk. ans Nr. 91 428, 863 868 und 181 189. Mett 8 Wahres. chOtz. s ö 9 o P statt findet, gelangen bereits am Montag bet Herrn Challter zur Ausgabe. •• WohkthLllgkeitS'Soucert. Auf daS WohlthätigkeitS- Covcert des Bauer'schen Gesangvereins und des MänaergesangveretnS erlauben wir un# heute nochmals aufmerksam zu wachen. Der gute Zweck, den die Eoueertgeber damit verbinden, verdient zwar fron an und für sich, ihnen eia volles HauS zu verschaff n, doch glauben wir diesen Wunsch auch aus dem Grunde hter nochmals aus- drücken zu dürsen, weil ein guter Besuch deS ConcerteS fich-r der schönste Lohn sowohl für die Sänger, als auch für ihren Dirigenten sein wird. ♦* Vortrag hoeuSbroech. Wie unS mitgetheilt wird, findet wegen Erkrankung deS Grafen v. HoenSbroech der für Sonntag den 29. ds. angeküadigte Vortrag im MuseumSsaal zu Marburg nicht statt. Wir werden au dieser Stelle rechtzeitig melden, wann derselbe stattstnden wird. Lreduerfeier. Nr. 280, 1. Blatt, deS „Gießener Anzeiger" har eine Mirrdcilung über diese Feier gebracht, die eine Reihe von J^tKümern enthält. Richtig war, daß für den 10. Januar 1897 eine solche Frier geplant ist. Nicht die Uaiverfität, sondern die theologische Facultät gedenkt an diesem Tage den hundertjährigen Geburtstag ihres ehemaligen Mitglieds D. Karl August Credner, der zu ihren größten Zierden gehört hat, festlich zu begehen. Der gegenwärtige Inhaber der Credner'schen Professur, Herr D. Bal densperger wird dabei die Gedenkrede halten. Prof. Credner ist nicht, wie cS in jener Mittheilung hieß, am 6. Januar, sondern aber am 10 Januar geboren worden - er selbst hat dieses Datum in seinen Personalacten angegeben. Er ist auch nicht „Ende der 40er Jahre" dahier verstorben, sondern am 16. Juli 1857, nachdem er seit 1832 der Landes- Universität als ordentlicher Proseffor angehört hatte. Geboren war er zu Woltershausen in Thüringen und kam nach Gießen aus Jena, wo er Prtvatdoceut und außerordentlicher Proseffor gewesen. Einem Aufrufe von Seiten der theologischen Facultät entsprechend, ist auS dem Kreise der noch lebenden Schüler CrednerS unter den hessischen Theologen eine Summe ausgebracht worden, um an dem Hause, welches Credner gehört hat und in dem er gestorben ist, eine Marmortafel anzubringen und dadurch sein Gedächtniß zu ehren und zu erhalten. Diese Tafel wird von Herrn Bildhauer Kalbfleisch dahier angefertigt und verspricht ein hoher Schmuck deS Hauses (Frankfurterstraße 13, jetzt Herrn Wetnhändler Austerlitz gehörig) zu werden. Näheres über die Feier wird seiner Zeit hier noch mitgetheilt werden. *• Chemiker Versammlung. Heute tagte in unserer Stadt eine Wanderversammlung des Vereins deutscher Chemiker (Bezirksverein Frankfurt a. M.). Vorgesehen ist eine Besichtigung deS Fernte'schen Braunstein-Bergwerks, sowie deS ThonweikS und der Dampfziegeleien des Herrn Commerzienrath Wilhelm Gail. Borträge halten die Herren Profefforen der Chemie Dr. ElbS und Dr. Naumann. Abends findet ein Festesten im Hotel Prinz Carl statt. Eine Anzahl hervorragender Chemiker nimmt an der Versammlung Theil. •• Haukwasserleitungeu betr. Wir machen auch an dieser Steve die betr. Hausbesitzer oder deren Beauftragte auf die im heutigen Anzeiger von dem städtischen GaS- und Wasserwerk empfohlenen „Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Wasserleitungen" besonders aufmerksam. Durch Beachtung dieser Vorkehrungen werden Beschädigungen — deren Herstellung unter Umständen recht kostspielig sein kann — sowohl an den Wasserleitungen und den Wassermessern als auch an den Gebäuden selbst fern gehalten und empfiehlt eS sich, den Abdruck dieser Bekanntmachung aufzubewahren. ♦’ Die neue Werkstätte der Oberheffischen Eisenbahnen soll nunmehr nach stattgehabter Beleuchtung-' und Heizprobe in allernächster Zeit dem Betriebe übergeben werden. DaS Bauwerk liegt — wie unfern hiesigen Lesern bekannt — in dem von den Bahnlinien Gteßeo-Fulda und Gießen-Gelnhausen gebildeten Keil am unteren Riegelpfad und umfaßt ein Areal von rund 21000 Quadratmetern, darunter 5900 Quadratmeter bebaute Fläche. Die einzelnen Bauten bestehen auS dem Hauptwerkstättegebäude, dem MagazinSgebaude, dem Holz- rrockenofen, verschiedenen Lagerhäusern und dem Hause sür die P^örtnerwohnung. In dem Hauptwerkstättegebäude befinden sich die BureauS für die Beamten, die Wasch- und Baderäume, die Kessel nebst Dampfmaschine, der Hauptreparaturraum mit electrisch betriebener Schiebebühne und Lauskrahnrn, sowie eine GeleiSaniage für ca. 14 Lokomotiven und 30 Wagen, je ein Raum für Dreherei, Schlosseret, Schreinerei, Lackireret und Sattlerei. Die Werkstätte-Anlage wird mittelst Electr cität betrieben, zu welchem Zweck zwei Dampf Dynamomaschinen mit Verbundsystem von je 35 bis 40 Pferdekräften aufgestellt sind- den erforderlichen Dampf liefern zwei Cireulations Waffcrröhrenkefiel, welche mit 10 Atmosphären Arbeitsdruck arbeiten. Der Antrieb der größeren Werkzeugmaschinen geschieht durch directen Electro- motorenbetrieb, während die TranSmi'sionen in der Schreinere und Dreherei durch besonders hierzu aufgestellte Motoren bewegt werden. Die Beleuchtung der Werkräume geschieht durch 20 Bogenlampen und ca. 100 Glühlichtcr von je 16Kerzen- stä'ke. Außerhalb der Werkstätte sind zur Beleuchtung 4 Bogenlampen vorgesehen. Die Erwarmung der gesammten Werkräume erfolgt durch eine Ntederdruckdampfheizanlage, welche bet etner Außentemperatur von 20* C. 12, bezw. 16* C. Wärme erzeugen und dauernd erhalt:n soll. Zur Speisung der Hetzanloge wird der Abdampf der Dampsmaschluen benutzt, wöbet je nach Bedarf dtrecter Kesseldampf zugeführt werden kann. Außerdem ist die Werkslatte noch mit GaS- und Wasserleitung versehen. — Die gesammte Anlage, tnöbksondere der maschinelle Theil derselben, wurde unseres Wissens nach den Entwürfen des langjährigen bewährten Leiters der se t- herigen Werkstätle, Herrn Bautnsp cior Querner, auS- geführt. Zum Schluffe wollen wir noch lobend der zahlreichen hiesigen Geschäftsleute gedenken, welche an dem Bau thätig waren. Mit größeren Lieferungen resp. Arbeiten wurden n. A. betraut: Georg Psaff, Erd- und Maurerarbeiten, die Gatl'sche Dampfziegelei und Thonwaaren- abrik, Klinker und Dachziegel, H. Schaff st ädt, Wasch- und Badeeinrichtung. Mw. • • Panorama. Bon heute ab bietet das Panorama wirder ganz neue Ansichten und zwar die Zarentage in Parts, u. A. geschmückte Straßen und Plätze, der Zar im ElysLe, im Louvre die Zarin, die EScorte, die TurkoS, SpahlS, Verkehr am E'sselrhurm, Parade in Versailles u. s. w. u. s. w. Bet dieser Serie wird ein starker Besuch zu er- warten sein. * • LandwirthschaftsanSstevung. Vom Direktorium der Deutschen LuvdwirthschaftSgettllschaft erhalten w'r folgende Mit- theilurg: Die Landwirthichaft deS ganzen NordwestenS von Deutschland fieht mit Spannung auf Hamburg als den Platz der nächstjährigen großen Wander-Ausstellung der D. L. G. und betreibt eifrig und freudig seine Vorbereitungen zur würdi- gen und erfolgreichen Darfttllung der besten Erzeugnisse aus Stall und Feld. Wenn die Anzeichen nicht trügen, waltet ein günstiger Stern über dem nächstjährigen Hamburger Unternehmen. So verspricht auch der Wettbewerb um den vor Kurzem ausgeschriebenen Entwurf zu einem Diemenschuppen Feldscheune) ein sehr lebhafter und hoffentlich recht erfolgreicher zu werden. Für die beiden verhältnihmäßig besten Entwürfe find auSgeworsen 250 bezw. 150 Mark- außerdem können noch weitere geeignete Entwürfe sür je 75 Mark angekauft werden. DaS Preisgericht wird gebildet durcu den Sonderausschuß für Bauwesen der Gesellschaft, dem 5 Techniker und 7 Landwirthe angehörev. Dos Bauprogramm kann kostenlos von der Hauptstelle der Gesellschaft, Berlin, Kochstraße 73, bezogen werden. Da die Preisausschreiben >er Gesellkchaft zur Unterstützung gemeinnütziger Bestrebungen dienen, so ist rege Betheiliguug an denselben nur zu wünschen. Mit dem 30. November d. I. schließt die Anmeldefrist ab für Dauerwaaren für Ausfuhr und Schiffsbedarf, eine Gruppe von Erzeugniffen, die einen so klassi chen und wirkungsvollen Ausstellungsort, wie Hamburg, wohl nie wieder bekommt. ES sind bereits Conserven, Weine, Mehl- und Backwaaren, und vor allem Molkerei Erzeugr isse angeweldet. • * Der Mittelrheinifche Fabrikanten-Lerein hält eine VereiuSversammlung ab am Donnerstag, 3. De- cember, Nachm. 3 Uhr, im neuen Casino (Große Bleiche, Eingang vom Nkubrunnenplatz) zu Mainz mit folgender Tagesordnung: 1) Mittheilung der neuen Einläufe. 2) Die Währungsfrage. Referent: Herr Professor Dr. Btermer- Münfter i. W. Correferent: Herr ReichStagsabgeordueter Brömel-Berlin. 3) Sonstige Bereinsangelegenheiten. n. Stammheim, 25. November. Die von der hiesigen Gemeinde geplante Ablösuu g der Holzb ere chtigun g der OrtSbürger ist jetzt perfect geworden, da während der Publt- cationSfrist Einwendungen gegen den AblösungSmoduS nicht erhoben wurden. Der Holzbezug der Ortsbürger war nämlich nicht gleich und auS der Milte derselben deshalb der Ruf nach Ablösung erhoben worden. Das seither bezogene Holzquantum richtete sich nämlich nach den von den einzelnen früher zu leistenden Waid-Culturarbeiten, und waren die OrtSbürger nach ihrem Besitz in „Fahrende" und „Einläufige" gethrilt. Erstere bezogen drei Stecken buchen Scheitholz mit dem entsprechenden Oberholz, letztere zwei mit demselben. Ein „Fahrender" erhält nunmehr 840 Mk., ein „Einläufiger" 560 Mk. Die GesammtauSgaben betragen 95,000 Mk., welche in Zukunft die einzige Belastung des 900 Morgen großen Waldes bilden werden. D'ie Gemeinde erhält das nothwendige Geld von der Alters- und JnvaliditätSverfiche- rung für daS Großherzogthum Hessen zu 5 pCt., wovon 31/, pCt. für Verzinsung und V[2 pCt. sür Amortisation gerechnet werden. Vom zehnten Jahre au ist verstärkte Abtragung gestattet. ZinS- und Tilgungsbetrag wird die Gemeinde von dem seither vertheilten, zukünftig zur Bersteige- ruug kommenden Holz entrichten. Die Auszahlung erfolgt zu Weihnachten dieses Jahres. Die früher auf dem Wald ruhenden Schulden im Betrag von über 50,000 Mk. hat die Gemeinde im Lauf von neun Jahren durch Eichenfällungen gedeckt, und die Holzberechtigung Auswärtiger durch Capital- aufnabme vor einigen Jahren abgelöst. R. Reichelsheim, 27. November. Die Erd-Arbeiten auf unserer Nebenbahustrecke, welche von der Gemarkungs- grenzc in Gettenau, durch dikjenige von ReichrlSheim und WeckeSheim bis an den Bahnhof von Beienheim ziehen, find gestern fertig geworden, ein Erfolg, der grade noch vor Thorschluß besonders bemerkt zu werden verdient. Ein Theil der Arbeiter wurde ent'asscn und wird in den Braunkohlenbergwerken der Umgegend wieder Arbeit finden, der andere Theil wird am ersten Loose Friedberg—Beienheim beschäftigt werden. Die Hochbauten find noch etwas auf unserem Loose zurück, kommen aber noch unter Dach. Wir find aber mit sämmtlicheu Arbeiten so wett vorgerückt, daß wir mit dem Betriebe am 1. Juli 1897 beginnen können. Auch in Friedberg, wo die größten Schwierigkeiten liegen, wird mit größtem Nachdrucke geschafft. Bei der Grttenauer Brücke und am dortigen neuen StationShause, wo enorme Ertmossen zur Verfüllung herbeigeschleppt werden müffen, wird Morgens mit Laternen angefangen und Abends bet Laterneoschetn auf- gehört. Da heute früh 5 Grad Kälte herrschten, mußten die Maurerarbeiten eingestellt werden. Der H mmel hat fich jedoch wieder bedeckt und eS ist milder, die Arbeiten gehen wieder voran und dauern ununterbrochen fort, b'S fie vollendet find, wenn nicht starker Frost uud tiefer Schuec einfallen. -5- AuS dem mittleren Ridderthale. 27. November. Nach dem schon seit einigen Tagen ein etfig kalter Nordosiwtnd unser Thal mit Frösten heimgesucht hat, fallen heute die ersten Schneeflocken zur Erde nieder, die sichere Nähe des Winters verkündigend. ? Stumpertenrod. 27 November. Bei eincr hter ab gehaltenen Treibjagd wurde ein Treiber angeschosfen. verschiedene Schrotkörner waren ihm in den Kopf gedrungen, ohne glücklicher Weife edle Theile zu verletzen. Die an- zunehmrn ist, waren die Schrotkörner von einem Stein adgeprallt. Altenschlirf. 26. November. Der kalte Markt, oder Wurstkirmes, welcher am 26. November hier obgehalte» wurde, hatte mancherlei Unglücksfälle im Gefolge. Ein Fuhrmann von Grebenhain gerieth auf der Hinfahrt unter den Wagen und wurde ihm ein Bein überfahren, da« Bei» ist zwar nicht gebrochen, doch erheblich verletzt. Schlimmer erging eS einer Verkäuferin auS Fulda, dteielbe kam auf dem Wege nach der Bürgermeisterei in der Dunkelheit vom Wege ab, fi-l eine Erhöhung hinunter und brach ein Bein. A Mainz. 27. November. Die Strafkammer des hiesige» LandgertchtS verurrheilte heute, als Berufungsinstanz handelnd, die beiden Inhaber der hiesigen Wetnhandlung Kahn v. Mannheimer wegen Weinfälschung zu je 300 Mk. Geldstrafe eventuell 1 Monat Gefängntß. Weinproben, die bet der verurtheilten Firma erhoben wurden, ergaben, daß dieselben statt 150 Gramm Extractqehalt nur einen solchen von 120 Gramm gehabt, also mehr Wasser wie Wein war. Ferner wurde constatirt, daß die Angeklagten auS 11 Stück Wein und 1 Stück Trieb 30 Stück Wein gewacht haben. Don dem Schöffengericht find die Angeklagten nur zu je 50 Mk. Geldstrafe verurtheilt worden, während die Staatsanwaltschaft bet der Strafkammer eine weit höhere Strafe, nämlich 600 Mk. Geldstrafe eventuell 3 Monat Gefänguiß sür diese frivole Fälschung beantragt hatte. — Aehnlich wie in Köln, Kassel, Hamburg und anderen Großstädten wird jetzt hter in Verbindung mit einer Frauenarbettsschule auch eine Kochschule errichtet werden. Gegen mäßiges Schul- grld sollen die Schülerinnen der Kochschule unterrichtet werden, Speisen für einen bürgerlichen T'sch selbstständig zuzubereiten. Man rechnet auf eine Frequenz von 120 bis 150 Schülerinnen. vermischtes. • Gardelegen, 27. November. In der veraangenen Nacht wurde in Jpse, KrelS Gardelegen, der Altfitzer Schulze uud dessen Frau ermordet. Der Mörder, der da« Hau« h Brand setzte, ist der Schwiegersohn drr Ermordeten, der Kofläth Fritz Ebeling auS Pruestedt (Kreis Gardelegen). Er hatte daS Altentheil zu geben und war deßhalb vorgestern von den Ermordeten gemahnt worden. Der Mörder, der heute früh verhaftet wurde, hat die That eingestanden und ist in das hiesige AmtSger cht eingrliefert worden. • Wilhelmshaven. 26. November. Nach Aussage einet oldenburgischeu Capttän« verwickelte sich im Atlantischen Oceaa ein großer Luftballon im Takelwerk seines Schffe«, so daß Gefahr für dieses entstand. Der Ballon trug, wie der „Hamb. Corresp." mitihnlt, die Inschrift „Belgien", enthielt werthvolle Instrumente, konnte aber w gen deS schweren Wetters nicht geborgen werden. • Leipzig, 26. November. Die dauernde Gewerbe- Au Sstellung, deren Reichhaltigkeit und Schönheit immer mehr Aneikennung findet, hat zum W ntrrhaldjahr die zweckmäßige Einrichtung getroffen, daß die gern besuchten Vorführungen und Sonderausstrllungen im L hrsaal jeden Mittwoch uud Sonntag Nachmittag veranstaltet werden. ES tritt ferner noch der günstige Umstand hinzu, daß während der Wintermonate daS Eintrittsgeld ganz erheblich herabgesetzt wurde, so daß der Besuch für Jedermann sehr erleichtert ist. ♦ Moderae Heldin. „Ihr Fräulein Tochter, Herr Commerzienrath, ist gegen d e Herrenwelt aber sehr spröde!" — „Allerdings, Sie weiß meine Millionen tapfer zu bet« theidigen!" Literatur nnb litinft. — Nansens beldenmüthige That, durch die er der W sse»- schaft mehr gektfid Hai als je vorher für dir Erforschung deS Nordpols geschehen war, kann man erst würdigen, wenn man sein Weik ,3n Nacht und «t« (Verlag von F. A. BiockhauS, Leipzig) ,m Hand nimmt. In der soeben erschienenen ersten Lieferung enialddl Nansen die vor feiner Reise brstedenden Ansichten über das Grbtei um den Nordpol und über die möglichen Wege zu dessen Erfu l'eßung. Klar legt er seinen Plan bar, Der mit dem hartnäckigsten Widerstände berühmter Polarforscher zu kämpfen hatte. Nansen« Pla» sei wb*Äi« kzmM b»"t- 'jj6frtc UnDf6fl6M»“£ wbo m cu'k; Mt!kvü!t Ihlichkl ^tßn" fejjftrui r^yS-l OLK ' S Mit1««' * c tt" xi(j4 ■<&.•** "!$;,'>"ft Stein '('“'Uht’*?' °d» 15,11 i«L *l,(ii •«! bi,»1- 81. *" ab"l«Ä ” “'"" Fulda, bie tfh,6y ®°'tl I in btr T1! Q® aas *»s ^raskaww, \ D rrrrrZ J^y«««u sm 7'■ tlnt teilt höher, ehfl(, Bt Me. - aebnlldmi! lD(?lrtn Trotzslädtkn wirt SMkaarbrirtichulr au| ; ®f8en «Shlgks Schal, Wie uotmichkrt vekt«, Hdbfiflänbifl ^ubmütn. jO löO^Merinvrv. Us. 3a drr totrfiQugtnen Naji -«. dar Allfitzer Schal,, 'N Mörder, der da» hau! lfohn dir Erwordetev, d„ rstrdl (Kreis Gardelez») ivd war deßhald vorgesten irden. Der Mörder, da die Thal eingestaoden nd geliefert worden. nber. Nach Aussage diil e sich In Allaniischen Cem Takelwerk seines Sch^e/, ), Der Ballon trug, mit die Inschrift -Belgien', konnte aber w gen der verben. bauetnbt Aeeverbr» tut und Schönheit immer SMrMch Hl i b\t yxn deiMen Boren itn Lchrsaal feden Mi»' iravßaltet werden. TS tritt > hinzu, datz wahrend dir ganz erheblich brrabgeschi Germann sehr erleichtert Ifl ■ Fräulein Tochter, Herr erreowelt aber sehr fprödr! mi Millionen tapfer zu » 1896 Der wie bet den hiesigen Bäckern. 46 48 48 40 44 69 40 44 66 66 66 Ernst Christ von Wiefeck W. Fadel von Wteseck vrodverkLnfer. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. 27 Pfg. 26 „ 54 , 52 , 25 _ 24 „ 50 , 48 w 23 , 22 , 46 , 44 „ 42 42 „ _ _ G. Jacoby o. Älten-Buseck S Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bet G. Jacoby o. Alten-Buieck Brodpreife vom 29. November bis 13. December Der htestge« VLcker. 1 Jtg. (2 PfdJ Tafelbrob..... bet (Emil Noll und H. Flick .... 2 Kg. (4 Ptd.) Zafdbrob..... 1 »fr (2 Pfd.)"Wer"ßbrod * S »fr (4 Pfd./Wetßbrod ' bet Emil Noll u»d H. Flick .... 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod..... 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod .... 2 Kg. (4 Pfd ) Kornbrod bei Gg. Keil 8 Kg. (4 Vtd.) Schlüchterner Brod bet Karl Spamer . 8 Kg. (4 Pld) Roggen-Schwaizbred bet Einst Muth, _ _ x _ und W. Amend 8 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod...... _ _ m3>tt auswärtigen Bäcker. 8 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod bei W. We-tzet von Lang-GönS Wtlh. Fabel von Wiefeck _ _ Aug. Deibel von Wies ck a Kg. (4 Pfd.) SchwarzbrodbetJoh. Kd. Veite v. Kirch-GönS Dieselben Pretse ______.... Gießen, den 28. November 1896. W.Sleinmüller v.Lang-Göns 40 L. Steinmüller, Gr.-Linden Anszrrg au» den Statiöe>amt>regifRra bet Stadt Sietzea. Qofgtdflit. November: 21. Ludwig Albach, Arbeiter dahier, mit Katharine Wien zu Frankfurt a. M. 23. Philipp B >lle, Lederhändler zu OuerfuN, mit Elisabetha Katharina Maria Apollonia Haupt November. 25 Ludwig Martin Weder, Metz.er und Wirth dahier, mit Marie Bert von Londorf. •aottm. Nao lyber: 17. Dem Gerber Heinrich Kraft III. ein Sohn. 19. Dem Schlosser Johann Heinrich Naumann ein Sohn 19. Dem Brerhändler Johann« s Altensen eine Tochter, Anna. 20. Dem Kaufmann Karl H.org Kl'tnbenn eine Toch'er. 20 Dem Maler Ernst Aßrnann ein Sobn, Hans. 22. Dem Gärtner Heinrich Wellhaufen ein Sohn, Karl August Ludwig. 22. Dem Taglöhner Ernst Gehrke eine Tochter. 22. Drm Buchhalter Jacob Bickhardt eine Tochter. 23 Dem Braumeister Josef Kern ein Sohn, Max Josef. 23. Dem Knecht Karl Erb eine Tochter, Marie. MestrrOene November: 21. Balthasar Förster, 61 Jahre alt, Schneidermeister da hier. 21. Jobann Heinrich Heineck, 75 Jahre alt, Rentmeister i. P. dabier. 22. Wilhelm Schmidt, 58 Iadre alt, St'aßen* kehrer dahier. 23 Karoline Rain, geb. Sstraab, 67 Jahre alt, W'tlwe von Lademeister Heinrich Rain dahier. 25. Marie Danzmann, geb. Herdt, 46 Jahre alt, Ehefrau von Maschinenmeister Ernst Danzmann zu Offenbach a. M. 25. Marie Diehl, 4 Jahre alt, Tochter von Fabrikarbeiter Heinrich Diehl dabier ..... i Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt (Siesten. Woaugelifche Gemeinde. Getränte. MarkuSgemetnde. Den 21. November. Guido Moritz Robert Günther, Kaufmann zu Wiefeck, und Karoline Henrtetie Luise Helene Möser, Tochter deS MühlenbcsttzerS Heinrich Möser zu Gießen. Johannesgemeinde. Den 25. November. Ludwig Martin Weber, Metzger und Wirth zu Gießen, und Maria Bett, Tochter des Oeconomen Georg Bert zu Londorf. Militärgemeinde. Den 21. November. Wilhelm B.cker, Zahlmeister-Aspirant, und Sophie Schnepp, Tochter deS verstorbenen TapezierS Heinrich Schnepp zu Gießen. Setan-U. MarkuSgemeinbe. Den 22. November. Dem Kaufmann Karl Bieler ein Sohn, Hans Ludwig Franz, geboren den 25. October. Johannevgemetnde. Den 22. November. Dem Hänoler Philipp Fischer ein Sohn, Ludwig, geboren bm 17. Oclober. Denselben. Dem Former Peter Selzer ein Sohn, Martin, geboren den 5. November Denselben. Dem Schlosier Johannes Zecher eine Tochter, Emilie Anna Sophie Wilhelmine, geboren den 14. August. Denselben. Dem Tapezier Wilhelm Nees ein Sohn, Albert, geboren den 1. November. Den 24. November. Dem Schriftsetzer Richard Strobwig eine Tochter, Lilli Elisabeth Käthe Wilh«lmtne, geboren den 1. September. Den 26. November. Dem Bureauches Oskar Freigang ein Sohn, Wilhelm Fritz OSkar, geboren den 12. October. 0ieeH|ti< MattbäuSgemeinde. Den 26. November. Wilhelm Schmidt, S'raßenkehrer, »er« betreibet, 58 Jabre alt, starb den 22 November. MarkuSgemeinbe. Den 23. November. Balthasar Förster, Schneidermeister, vtr< heirathet, 61 Jahre alt, starb bm 21. November. Den 24 November. Heinrich Hetmck, R-ntmeister t. P., Der» heirathet, 76 Jahre alt, starb den 21. Nommber. Johannesgemeinde. Den 25. November. Äarobne Rain, geb. Schaab, Wittwe deS Ladenmeisters Heinrich Rain, 67 Jabre alt, starb den 23. November. WttieruugSbericht vom 27. November. Hoher Druck behauptet zwar noch die Herrfchast über dem größten Theile von Nord- und Osteuropa, hat jedoch an Inte, sivtiät sehr beträchtlich verloren. Der Haup>k n liest über Ostpreußen. In Centraleuropa ist das Barometer noch weit r gesunken, indem der niedere Druck joon Süden her immer mtbr nordwärts an AuSrehnung gewinnt. Gleich,eilig treten nördlich der Alpen wieder Unregelmäßigkeiten in der Druckoertbeilung auf. e>o war am Morgen ein Theilminimum über Ostboyern zu erkennen, unter deffen Einfluß neue dingS trübes Wetter eingetreten ist. Die Temperaturen sind in ganz Deutschland gesunken. BofoulltUiOi BittmiMi TrübeS Wetter mit vereinzelten leidiPn Gctneefällen. Derfetyt, £an0» und VsUswivtytzchast. Gieße«, 28. November. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0 90—1 10, Hübnereier pr. St. 0 2 St. 14-17 H, Enteneier l 2 St l 4, Gänseeier pr. St. l 0—00 H, Käse pr St. 5—8 Käfcmatte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 17 4, Linsen pr. Liter 28 4, Taubm pr. Paar X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1.20, Hahnen pr. Stück X 0,60—1,CO, Enten pr. Stück ** 1,50—1,70, Gänse pr. Pfund X 0,44—0 55, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66—74 4. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 H, Schweinefleisch pr. Pid. 56 bis 66 Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pid. 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-54 X Hammelfleisch pr. Pfd. 50-65 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 bU 4,50 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centn er X 4,00—0,00, Milch pr. Liter 16 H 10523] ttinciAtnngcn von den einfachst. bis zu den feinsten. Durch Um« aber Wegzug! GelegenheitSkauf. 4 Iran öfische Seiten, 4 gewöhn!. Waschkommoden, Nachttische, Spiegelsch'ä'.ke, Soeisestühle, AuSziebtische, viereckige, Soi'gelschrank, 60 Mk.. eleg. Garnitur Mt 4 S ff, 120 Mk, Bertic., Spiegel, E0537_________Simon._________ GMnde-Dtrptilhtuiig. 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Puritaner (mit OreheBterberleitung) . 6. BergmonnepruHe. Gedicht von Donng, melodramatisch in Mub* »eaetzt für Solo, gemieohten Chor und Orchester . . • 6 Arie für Bariton a. d. 0p. Das Nachtlager in Granada . . 7* B) Am Waldbaeherl, für gemischten Chor....... ' b) Wiegenlied, Männerohor mit Sopran-Solo • • • ' ' 8. SchSo Ellen, Ball.de Ton E. Geibel, tUr Solo, Kem>..htoo An acker. Kreutzer. Ko^-hat. Mozart Bruch. 10814 Der Abtheilung: Teppiche, Vorhänge, Einoleum kann ich nunmehr grössere Aufmerksamkeit widmen und habe ich meine /uiswahl ganz wesentlich vergrößert Die starke Nachfrage nach ächten Perser Teppichen hat mich veranlasst noch einen Posten zuzulegen und finden sich darunter prächtige Exempla veranlasst^ em Weümachts.Einkäufen empfehle eine grosse Auswahl Rohr-. Holz-, Bambus- und Eisenmöbel. A Indem ich Jedermann, auch ohne zu kaufen, zur Besichtigung meiner AUB- stellungsräuxne ergebenst einlade, halte mich bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Sängerkranz Dirigent: Herr Fraas Bauer. J. Kurz & Co., Giessen, Kühsthlfstttit 61 Frankfurter Börse vom^2L November 1896. eutttKt >7 Tw# Dk -nkn »nn «r Srnilid) b« Ei« Rif |nnill"tD0 felgrnbcn ein Rit! «ul der rrdt H'.w^oxt |tl ötbäuöti Ist 465 Fuh tie nnitr der Tr lhurme Über fich bcfi-itet. StlSoder, dar dort oben btfi fallen taar. Alle» in ist, geht inS 150 verschhde lampen, 800 sahrMle, el 8agtn nebst S- erfötbeit Stockivel ke r sawmt dem । Im Ke -lectricität v Arbeiten. D eUctTlfdie F8 tzorrichlnngen Apparate ur werte steht i eine vorMi von bin Sch stch Dtrfd)itbtr Ntppe sühtt t In bems tütin mit beg pulten unb Hand ist dai Arztt» unb i diejenigen Äi Geschäfte et» da- giößie \ dessen Sinkär Geringe« ot (virstt ®tfd eigener tzrfa ^este gtfor( Tp.eifacheg. erfreuen kan tummeln, fcä ladjbtn tu listen Weber mir ; !" Uebrlger, {“■■«/ so I M ich QQ, turückgrmteft Dich v, 'ch bemri »« *•'" knete, $oi„ n ^chne.f lon fei. ’ 4 i° >.