Samstag den 29. August ISO« Der Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren t Gratisbeilage; Gießener Kamitienökätter. 2lmtlid?cr Thell 1 23. jeder Wahl« Wahlcommisfion, welche he« S. October d. I. rmiethungeu 45 22 932 2 1072 2 1 ng& cten-J Lu Annihme von Anzeigen zu der Nachmittags für den ßilgmden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. 1 1 290 755 Wahlmänner, zu deren Vornahme eine uns nicht mehr ertheilt werden wird, 369 1084 262 235 323 226 385 30 1034 652 509 2033 365 429 410 792 378 300 596 1 2 1 1 4 1 1 1 1 1 1 1 2 Winnerod Beuern Burkhardsfelden Geilshausen Grünberg Weickartshain mit Stockhausen Wahl der Wahlmanner unter der Leitung einer Mden dem Anzeiger 1 edötnlüd) dreimal beigelegt. Die gemeinde aus dem t/iuiti uian A ahlmännern zu wählen hat: Wahlgemeinden ®i. ble Provinzialhauptstadt Gießen als eigener Wahlbezirk liL Int dritten Wahlbezirk der Provinz Oberheffeu: Holzheim In ssechSten Wahlbezirk der Provinz Oberheffen: 1. Albach 2. Allendorf a. d. Lumda 3. Allertshausen mit Climbach 4. Beltershain mit Göbelnrod 5. BerSrod mit stattzufindeu. Tag, Stunde und Wahllocal find spätestens am 1. October in jeder der Gemeinden, aus denen die Wahlgemeinde besteht, bekannt zu machen (Formular G). Die Formularien zum Wahlgeschäft (Wahlprotocoll nebst Anlagen A, B, D, F, G, H u. I) erhalten Sie mit nächster Poft. Das Formular C haben Sie bereits früher erhalten und Formular E wird Ihnen durch das betr. Großh. Steuer« Commiffariat zugekommen fein. Formular A ist von uns bereits instructiouSmäßig ausgefüllt. Bis zum 25. September erwarten wir «usehlbar bertchtliche Anzeige, daß die Offenlegung der Listen der Urwähler und Wählbaren ordnungsmäßig stattgefunden hat und ob Einwendungen vorgebracht worden find. v. Gagern. Vierteljähriger Adonncmentspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Dringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Fr.7. Fernsprecher 51. Alle Annoncen-Bureaux des In-- und Auslandes nehmen i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. wollen Sie sofort veranlasse« und darüber das vor- geschriebene Protocoll (Formular B) aufnehmen. Wenn eine Wahlgemeinde aus mehreren Bürgermeistereien besteht, so hat jeder Gemeinderath nur eine Urkundsperson zu wählen- die Leitung der Wahlmännerwahl steht in diesen Fällen dem Bürgermeister der am meisten bevölkerten Gemeinde zu. Sobald die Wahlcommisfion gebildet ist, hat dieselbe die Urwähler-Lifteu, welche Sie mittlerweile von dem betr. Steuercommtffariate zurückerhalten haben werden, nochmals zu prüfen, soweit nöthig richtig zu stellen und sodann nach Vorschrift des § 19 der Wahlanleitung vom 8. November 1872 abzuschließeu. Diese Wahlanleitung ist Ihnen mit unserem Amtsblatt (ohne Nummer) vom 16. November 1872 Angegangen und hat die mit unserem Amtsblatts Nr. 6 von 1887 Ihnen mitgetheilteu Aenderungrn erfahren, welche Sie sorgfältig beachten werden. Gleichzeitig hat die Wahl-Commission, nach Vorschrift der §§ 5, 7 u. 15 der genannten Wahlanlettuug eine besondere Lifte der Wählbaren (Formular D) aufzustelleu. Eine gleiche Lifte der Wählbaren wird Ihnen durch das Großh. Steuercommiffariat mitgetheilt worden sein. Die Wahlcommission hat eine Vergleichung der letzteren mit der von ihr selbst ausgestellten Liste der Wählbaren vorzunehmen, diese, soweit nöthig, zu berichtigen und dann auf dieselbe Art ab- zuschlteßen, wie dies bezüglich der Urwählerlifte oben bemerkt ist (§ 19 der Anleitung). Wenn hiernach die Listen der Urwähler und Wählbaren feftgestellt find, haben Sie dieselben unfehlbar von Montag bett 21. September b. I. att brei Tage laug In dem Wahlorte offen zu legen. Die vorgeschriebene Bekanntmachung (Formular F) ist in ortsüblicher Weise vor dem Beginne der OffeulegungSfrist itt jeher ©emeittbe zu veröffentlichen. Die stattgefundene Offenlegung der Listen ist nach Ablauf der Offenlegungsfrist von der Wahl'Commisfiou unter den 10. Harbach 111. Keffelbach 12. Lauter 13. Londorf 14. Lumda 115. Odenhausen mit Appenborn 116. Queckborn warten." „Schweigen Sie davon!" „Wie Sie befehlen!" (Schluß folgt.) Deutsches Reich. Berlin, 27. August. Zur Reise des Zaren nach Deutschland wird der „Pol. Corr." auS Petersburg osficiöS mitgetheilt, daß der Zar bei dem Entwürfe seines Retseplanes selbstverständlich den Besuch der deutschen Reich-Hauptstadt inS Auge gefaßt hätte. Die hierin eingetretene Aenderung fei lediglich darauf zurückzuführeu, daß der deutsche Kaiser, der während jenes Zeitabschnitts, in dem der Besuch des Zaren erfolgen soll, den Manöver» beiwohnen wird, in Petersburg die Bitte auSdrückeu ließ, daß das Kaiserpaar nach BreSlau kommen möge, wo sich auch die Gelegenheit bieten würde, den hohen Gästen ein inter- effanteS militärisches Schauspiel vorzuführen. Begreiflicherweise habe der Zar ohne Zaudern seine Bereitwilligkeit erklärt, diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Dem Besuche deS Zaren in Deutschland käme daher auch in diesem Falle ungeschmälert dieselbe Bedeutung zu, wie wenn er in Berlin stattfäude. — König Albert von Sachsen hat das ihm von den für die Erbfolge im Fürstenthum Lippe in Betracht kommenden Linien deS Hauses Lippe angetragene SchiedS- Feuilleton. Aus Hunger. Von Hans Richter. (Fortsetzung.) Dieser Australier, der nie eine Rechnung bemängelte, töLglch eine Flasche Wein trank, fich sogar Champagner hatte eiriHretben laffen und hierdurch in den Geruch eines M«!obS gerathen war, blieb nach wie vor die intereffanteste M-Michkeit des Sommerfrischler-Kreises, nur für Fräu- lelllai Gerda von HauSdorf schien er kaum noch zu existiren, nvuchim er ihr seine allzu sehr nach australischer Wilduiß scklsnickcnde Liebeserklärung zu Füßen gelegt hatte, — leider «bch knieend als galanter Ritter, sondern sehr bequem im Hirn ausgestreckt. Wie sehr er fich den Korb zu Herzen nahm, blieb seiÄSeheimuiß. Jedenfalls trank er seinen Wein noch mit «viWlcheinlichem Behagen und absolvirte ebenso täglich seine »Ml Schachpartien mit dem Major, der übrigens tu diesen alle seine alten SchwadronSflüche hervorholte, um fie Miet ble „Weiberlauneu" auszuschütten, wobei er feinen junpo Freund tustäudigst beschwor, niemals zu Heiratheu, . , . denn nicht nur die Frauen selbst, nein, auch die Kinder, di«lßi Blitzmädels, diese Krabben, die kaum die Nase in die •ißdl gesteckt — ,Alles Nägel zu Mänuersargeu," sagte Mr. Eckebrecht tzenPnünißinnig, ohne den alten Herrn seinen Satz beenden |Wt laffen. Fräulein Gerda ging an ihm vorüber, als sei er Luft, efenal trat er ihr mit einem geradezu rührend-bitteudeu in den Weg und flüsterte: „Fräulein Gerda, ich ver- scWmlhM — ich verzehre mich in —" Caliu-BM- n Main) mit btt p- iedaUle prämiirt " ll'che Belehrung fifc mg des B«. ?. verdeMjs Ocullren und bäumt Die üitt £ iaurnzüchter eine tty DTlanjung geeignün- e in niedern 6t^ Mtaplteln wird e ' dn Weinstock, MtB iu8 ersterem, sowie d- inbCbfluttWttHmq chaus ansprechend bü-r ibelt. Biele Huvder । Obstbaumftemidlli r ns, ben ju fttfttn, k> nde ist 6. 7. 8, 9. Bürgermeister (oder in deffen Verhinderung dem Beigeordneten) und zwei weiteren Urkundspersouen besteht. Die Wahl ber letzteren burch bett Gemeiuberath 17. RetnhardShatn 18. Reiskirchen 19. SaasenmitBollnbach,VeitSberg und Wirberg sowie Lindeuftruth 20. Stangenrod 21. Steinbach 22. Treis a. d. Lumda „Bitte, verzehren Sie, was Sie wollen, mein Herr," fiel fie, ganz von oben herab, ihm ins Wort. „Ich bin noch immer nicht hungrig und bedauere daher nicht mufühlen zu können." Nach diesem zweiten Korbe wäre nach Gerdas Meinung jeder Cavalter zur Abreise Per Extrapost verpflichtet gewesen, der Australier — blieb. Nur stieg er ein wenig mehr als sonst in den Bergen umher, und bei einer dieser Wanderungen geschah eS, daß er, vom Gewitter überrascht, in einer Hütte Schutz suchte, die Jäger und Holzarbeiter zum gelegentlichen Unterschlupf errichtet hatten. Unheimliche- Dunkel füllte den kleinen Raum, doch im Hintergründe schimmerte gespensterhaft ein undeutliches Helles. Da flammte ein Blitzschein durch daS kleine Fensterchen, in das Krachen des Donners mischte fich der leise, klingende Aufschrei einer Mädchenstimme, und der Australier sagte ruhig: „Guten Tag, Fräulein Gerda! GS ist mir außerordentlich angenehm, Sie hier zu treffen." „Mir ist eS außerordentlich unangenehm," klang es scharf zurück. „UebrigenS war ich vor Ihnen hier, besitze also daS zeitweilige HauSrecht und bitte mich zu verlaffen. „In den Regen hinaus wollen Sie mich schicken r Fräulein Gerda, Sie wiffen, daß ick für Sie die Sonne vom Himmel heruvterhole. Aber daß ich «einen neuen Pauamahut verregnen laffen soll, dürfen Sie nicht verlangen. UebrigenS ist Ihre Nähe viel zu süß —" „So werde ich gehen." Bitte!" Trotz dieser freundlichen Genehmigung blieb daS Helle Kleid im Hintergründe unbeweglich. Inzwischen hatten fich Eckebrechts Augen an die Dämmerung gewöhnt. Er erkannte Liften zu bescheinigen (§ 20 und 21 der Wahl-Anleitung). Sollten während der Offenlegung Einwendungen vorgebracht werden, dann ist nach § 21 der Wahlanlettung zu verfahren. Endlich machen wir Sie auf die Bestimmung des § 22 der Wahlanlettuug aufmerksam, wonach die Liste der Stimm- berechtigen nach stattgehabter Offenlegung der betr. Großh. DistrictS-Einnehmerei, sowie demnächst dem Gemeinde-Einnehmer zum Zweck der Bezeichnung der Steuer-Restanten Sol» ober Archii-5 einen schmerzlichen Zug auf dem hübschen, weichen Mädchen- antlitz und fragte besorgt, ob ihr etwa« zugestoßen sei. „Ich habe mir den Fuß verstaucht. Fräulein Möller, die mit mir war, ist ins Dorf hinuntergegangen, um einen Wagen zu holen." „Wann ist fie gegangen?" „Vor einer halben Stunde." k „Eine Stunde braucht fie zum Abstieg, anderthalb Stunden der Wagen, um heraufzukommen, vorausgesetzt, batz Fräulein Möller nicht auch von dem Unwetter in einen Unterschlupf getrieben worden ist," constatirte der Australirr ohne jede Spur eines Bedauerns. „Aber das kommt davon, daß Sie mit unkundigen Mädchen herumspringen, anstatt fich der ficheren Führung eines Mannes zu überlasse*. Wenn Sie mich geheirathet hätten, wäre Ihnen das Malheur nicht pasfirt." „Mr. Eckebrecht . . „Liebe Gerda!" Empört wollte sie auffahreu, sank aber mit einem halb unterdrückten Wehruf sofort wieder auf die Woosbauk zurück. „Sie mißbrauchen meine Hilflosigkeit." „Ich bitte Sie, — daS ist doch rein gar nichts gegen die Art und Weise, wie Sie meine — Pardon, unsere Liede mißbrauchen. Schon mehr als einmal erlaubte ich mir, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß ich volle dreiunddreißig Jahre zähle, also nicht mehr viel Zeit habe, auf unser Glück 4501 234) 308 980 1093 3561 1321 erfolgt in Gießen, de» 26. August 1896. Wittr. Landtagswahlen. Grotzherzogttche Kreisamt Gießen eint di- Großh. Bürgermeistereien Albach, Alleu- ttutf tu b. Lumda, Allertshausen, Beltershain, Wrrsrob, Beuern, Burkharbsfelbeu, Climbach, Oveils Hausen, Gießen, Göbelnrob, Grünberg, £ubach, Holzheim, Kesselbach, Lauter, Liubeu- inth, Loubors, Lumba, Obeuhansen, Qmeckborn, einharbshaiu, Reiskirchen, Saasen, Staugeurob, WVteivbach, Stockhausen, Treis a. b. Lumda und Weickartshain. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 28. v. MtS. -—Tirbener Anzeiger Nr. 177 — bringen wir zur öffent- IMtn Kenntniß, daß wir auf Grund der Gesetze vom 9lo»ember 1872 und 6. Juni 1885, sowie der dazu acpußsnen Ausführungs-Bestimmungen die nachverzeichneteu Wthlgemeinden gebildet haben, deren jede die beigefügte Zahl S-el-vz-hl L°hl der Wahlmanner in - Ne ln*0el.L empfiehlt Ifischbai mitzutheilen ist. Die Wahlen der weitere Weisung von haben Montag KL» M Gießener Anzeiger Generak-Wnzeiger. ; chäneS, fltfneS 8ai; tn- «ichlavW m Neubau BWnttfr litte Stock, 5 8©’ i ptrmletyen- n Heines Logis jan «. Hel, Kap'-" 1 Utint8 Logis |tr itaMadllr^ lubehbr, Im ■ amillen, ,u perito^ 5r zu DtrmlM w «tat, Ml, 3ßW: Wsja/öer alSöald ; Mm Stock, süda» Ddobtt A PseMoL wlt Näheres SW SibiS* Allbthör, zu ottr lich des ZatenbefucheS dadurch zu dämpfen, daß sie ia Aussicht stellen, die auswärtige Presie, btfonberß die deutsche, würde die Franzosen qU trunkene Lckavm darsteveo, welch, sich in würdeloser Weise dem rusiischrn Autokraten zu Fühkv werfen. Pari», 27. August. Ein Redacteur deS , eQL loiS" hatte mit dem Ministerpräsidenten MLline io bf» Curort Luz enil eine Unterredung. Mäliue erklärte, b<; Reise des Präsidenten Faure nach der Bretagne sei aus. gezeichnet gewesen. Er constatirt den Niedergang der §6, ctalisten im Norddepartement und sag^e ferner, die Reise des Zaren sei noch nicht in allen Einzelheiten festgestellt. Loudon. 27. August. Nach einem Bombardement von 40 Minuten gegen daS Palais in Sansibar lieh dorf gestorben ist. ä I Berlin, 27. August. In diplomatischen Kreisen will man wisien, der Zar hege den Wunsch, bei Gelegenheit seiner Anwesenheit auf deutschem Boden auch eine Begeg- uung mit dem Fürsten Bismarck zu heben. ES sei aber zur Zeit noch fraglich, ob daS Programm Raum bieten werde zu einer Zusammenkunft und ob daS Befinden des Alt'ReichSkanzlerS in den nächsten Wochen befriedigt genug I sein wird, daß er die mit einer solchen Entrevue verbundenen Anstrengungen ertragen kann. Frankfurt a. M., 27. August. AuS London wird der „Franks. Ztg." gemeldet, daß der Aufstand in Kon- stantinopel bedeutender war, als es zuerst schien. Ob- wohl die Aufständischen nur in geringer Zahl waren, so blieben sie doch über Nacht im Besitz der Ottomanbank. Viele Gendarmen und Soldaten find getödtet worden. Nur dem Einschreiten der englischen und französischen sowie der italienischen Stationsschiffe ist die schnelle Unterdrückung zu verdanken. Fraukfurt a. M., 27. August. Au» Baden-Baden wird der „Frkf. Ztg." berichtet: Den großen Preis von Baden gssvann heute das österreichische Pferd „Tokio Wiesbaden, 27. August. Der deutsche Genoffeuschafts- tag wählte mit 216 von 249 abgegebenen Stimmen den seit- herigen erstea BerbandSsecretär Dr. HanS Crüger zum Anwalt der Genoffeuschast. Dortmund, 27. August. Auf dem deutschen Katho- likentage wiederholte heute der Abgeordnete Prinz Aren- berg seine Rede über katholisches MiffionSwesen in den deutschen Colonien und erklärte, daß daS Centrum immer berechtigte, aber nicht extravagante Marineforderungen be- willigen werde, welche daS Volk mehr als nöthig belasten. ES sprachen daun noch der Vorsitzende des katholischen Lehrer- verbandeS, Rector Brueck aus Bochum, über Volksschule und Erziehung : Rechtsanwalt Goertz aus Trier über daS Jubiläum I der CentrvmSpartei uud Dr. Lieber über die römische Frage. Dann wurde die Tagung geschloffen. Die Wahl deS nächsten Versammlungsortes wurde einer Commiffion überlassen. Wien. 27. August. Die Ankunft deS Zarenpaares erfolgte programmmäßig 10V, Uhr. Dem Wagen entstieg zuerst die Zarin, darauf der Zar. Beide Kaiser küßten sich zwei Mal. Gleich herzlich war die Begrüßung der Kaiserinnen. Kaiser Franz Joseph küßte sodann der Zarin, der Zar der Kaiserin die Hände. Sodann verblieben die Majestäten einige I Minuten in intimem Gespräch. Der Zar trug die Uniform seines österreichischen Jnsanterie-RegimentS und sah sehr gut aus. Alsdann erfolgte die Vorstellung der anwesenden Hof- chargen. Unmittelbar nach derselben schritten die beiden I Kaiser die Ehrencompagnien ab, alsdann suhren sie in zwei Equipagen nach der Hofburg. Auf dem Wege dahin wurden sie von der Menge begeistert begrüßt. Wien, 27. August. DaS Zareüpaar hat mit seinem I freundlichen Auftreten hier allseitig den angenehmsten Eindruck gemacht. Bet ber Vorstellung in der Hofburg bediente sich der Zar der französischen und deutschen Sprache, während die Kaiserin ausschließlich deutsch sprach. Wie verlautet, I hat Fürst Lobanow sofort bei Ankunft deS Zaren diesem Mittheilung über die Vorgänge in Constantinopel gemacht, I waS auf den Zaren einen tiefen Eindruck hervorrief. Heute Nachmittag wurden die beiden Ministerpräsidenten und die beiden LandeS-Dertheidigungs Minister vom Zaren in beson- trlegraphifche» Lorrefpondenr-Bvrs«». Berlin, 27. August. Der Geh. Baurath Dr. Hobrecht, der Schöpser der Berliner Canalisation und Reformator der Berliner Brücken und Straßen, soll den Wunsch geäußert haben, im Mai 1897, nach Ablauf seiner Wahlperiode, in den Ruhestand zu treten. Herr Hobrecht steht im 72. Lebens- Dortmund, 27. August. Die Generalversamm- lung der Katholiken Deutschland» beschloß die Gründung freier katholischer Hochschulen in Deutschland und Oesterreich- ferner wurde ein confesfionelles Volksschulgesetz, sowie die gesetzliche Regelung des Lehrlingswesens und die gesetzliche Anerkennung deS Meistertitels gefordert. Wien, 27. August. DaS russische Katserpaar traf um 12V, Uhr au dem russischen BotschaftSpalaiS ein, woselbst es von dem Botschafter Grafen Kapntst nebst Gemahlin ehrfurchtsvoll empfangen wurde. DaS Dejeuner fand tm intimsten Kreise statt. Nach diesem besichtigte daS Kaiser- paar den Bau der neuen Kathedrale in der russischen Botschaft unter Führung mehrerer Erzprirster. Um l8/i Uhr verlieh da« Paar daS BotschaftSpalaiS im geschloffenen Wagen jinb machte eine Rundfahrt zum Besuch der Mitglieder deS bevor Audienz empfangen. . Brüssel, 27. August. Obgleich die Meldung deS „Sotr betreffend die KriegSunternehmungeu des Congo- staateS gegen die Mahdistev von den englischen Blättern und dem Pariser „TempS" bestätigt wird, läßt der Congostaat dieselben neuerdings in dem Blatte „Etoile Helge" in Abrede stellen. DaS Blatt erklärt, eS handele sich nicht um ein gemetnsamrs offensive» Vorgehen Englands uud des CongostaateS gegen die Mahdisten. Der „Brüffeler Courier" fordert die Congo-Regierung auf, die öffentliche Meinung zu beruhigen und durch eine ehrliche Mittheiluug über den wirklichen Sachverhalt aufzuklären. Pari», 27. August. Am Bahnhof des Dauphin, beim AuSgang zum Bois de Boulogue, wo der Zar den Zug verläßt, wird eine Pracht-Treppe erbaut, welche der Zar mit Gefolge zum Boulevard LanneS hoch empor steigt, wo ein großer Triumphbogen errichtet wird. Pari», 27. August. „Evennement" uud „Eclair" suchen im Voraus' die Begeisterung derBevölkerung anläß- werden. , , x Part,. 28. August. Nach hierh-r grl°°gt-n M- - » gilt der abgesetzte Armenier-Patriarch al» da» Ha P gegenwärtigen Unruhen in Konstantinopel. Loudon, 28. August. Die spanische Regierung vt-r '°gltsch- Dampfer, um 10,000 S°-d°.-° ' Barcelona uach Cuba zu besördern. lHr01 V* Constantinopel, 28. August. Auf Creta revolti«''^ die Muselmänner. Zihni Pascha wurde von ihm* traitirt, jedoch durch einen Corpora! gerettet. Die o verschärfen sich sichtlich. WB. Hamburg. 28. August. Auf dem wüthet ein furchtbare» Feuer. Die Nage 1 & fabrtk steht in vollen Flammen- fortwährend plosioueu. In der Stadt klirren die Fensterscheiben. * 'r* fehlt noch. Att-laird. Hom. 26. August. Der „Ag-ncta Stefan!" wird -u, E-nfidar gemeldet: Da- italieniftie Krteg-fchlff „Boltutno" fchisfte ein kleine- Detachement »um Schutze de» italirnifchen 6on|ulat8 und ferner infolge offiriellen An fachen- noch andere kleine Detachement- »um Schutze de- französischen und österreichischen ConsulatS aus. Konstantinopel, 27. August. Bei den Estrigen Un- ruhen wurde von den Beamten der Ottomanbank Niemand getödtet. Durch eine von Armeniern aus einem Hause neben der Polizeidirecttou von Pera geworfene Bombe wurden sechs GenSdarmen getödtet, einige verwund^. Auch an anderen Orten wurden Bomben geworfen. Die Armenier schoffeu aus dem Gebäude der Ottomanbank uud aus benachbarten Gebäuden auf die Polizei und da» Militär, ebenso ans , Häusern in Galata. ES muß constatirt werden, daß die aufgeregte muhamedantsche Bevülkerung Ander-gläubige und Fremde, die sich zur Zeit der Unruhen au den gefährdeten Stellen befanden, in keiner Weise behelligten, sondern daß sich ihre Erbitterung nut gegen die Armenier Ächtete, welche die Unruhen herausbeschworeu haben. Frkf. Ztg. Kautou (Ohio), 26. August. Mac Kinley richtete einen Brief an daS Notifications Comitv der republikanischen Convention, in dem er formell erklärt, daß er die Candidatur für die Präsidentschaft annehme. Er bespricht sodann Haupt- sächlich die Frage der freien Silberprägung, indem er aus- führt, schon die bloße Darlegung des demokratischen Programms habe allgemeine Beunruhigung erregt. Die Amen- kaner sollten sich nicht durch eine falsche Theorie verleiten laffen, welche nichts anderes bedeute, als eine freie Benutzung der Münzen der Vereinigten Staaten für die wenigen Eigen- thümer von Silberbarren. Mac Kinley empfiehlt dann die unverzügliche Wiederherstellung derjenigen Bestimmungen de» TarifgesetzeS durch den Congreß, welche die Reciprocitat betreffen, mit Amendements, wo dies räthlich befunden werde, und eine Gesetzgebung, welche die Ankunft aller derjenigen Personen in den Vereinigten Staaten hindere, welche gegen amerikanische Einrichtungen Krieg führen oder durch Erregung von Unruhen und Wirren ihren Nutzen suchen. Sansibar, 26. August. Meldung deS Bureau Reuter. Ein an Said Kalid gerichtetes Ultimatum lautet: Wenn nicht die Flagge niedergeholt und die bedingungslose Uebergabe bis morgen Vormittag 9 Uhr erfolgt sei, so würde der Palast bombardirt werden. Die englischen Unterthanen wurden ausgesordert, sich bis morgen Vormittag 8 Uhr an Bord der englischen Schiffe zu begeben. richteramt angenommen und damit ist der sogen, SckiedSverrrag" in Kraft getreten. Laut dieses Der- träges setzt sich das Schiedsgericht für die Entscheidung des llppllchen E-bfolgeftrelt-, au- dem Sünlg Albert »»» «»«« und sechs von diesem nach freier Wahl zu berufenden Mit gliedern de» Reichsgericht» zusammen. Die Berufungen werden vermuthlich erst uach Ablauf der GerichtSferten erfolgen. verstorbeoeu Sultans, fei von den Eagländeru zum Sultan | auSgerufeu worden. welche» ÄH Bert« Berlin, 27. August. Wie bestimmt gemeldet wird, ist man in hiesigen maßgebenden politischen Kreisen nicht geneigt, den Vorgängen in Konstantinopel eine besondere Bedeutung beizulegen. Auch aus der hiesigen türkischen Botschaft beurtheilt man den Vorfall mit ziemlicher Ruhe. Berlin 27. August. Bet der heute Vormittag beendigten Ziehung der Serie A dcr Ausstellungslotterie wurden vo-h folgende größere Gewinne gezogen: Auf Nr. 21787 entfielen 1000 Mk.- die Nummern 216647, 286115, 377187 und 389408 kamen mit je 500 Mk. heraus. Rach Schluß der Verloosung wurden beide Räder, trotzdem die Richtigst der Ziehung sich bereits aus den Listen ergeben hatte, noch« malS amtlich untersucht uud dann versiegelt, worauf der Notar ein Protocoll über den Schlußact aufnahm, daS alle Teilnehmer der Ziehung durch ihre Unterschrift bestätigten. Die Ziehung der Serie B beginnt Donnerstag, 17. September. Berlin, 27. August. Das „Volk" knüpft an die AmtS- I niederlegung des Pastors Goehre die Bemerkung, waS Herr Stumm von Oben wolle, das wolle Herr Goehre von Unten her. Ein Zusammengehen der älteren Christlich- Socialen mit dieser Klaffenkampsrichtung sei ganz unmögl cd. Berlin, 27. August. AuS Hirschberg in Schlesien wird gemeldet, daß die verwtttwete PrinzesfinHeinrich LXL11. Reuß jüngere Linie, geb. Karoline Gräfin zu Stolberg- Wernigerode, im Alter von 90 Jahren aus Schloß StonS- österreichischen Kaiserhauses. Rom, 27. August. Die Hochzeit des Prinzen von Neapel mit der Prinzessin Helene von Mon- teoegro wird im Herbst ftattfiuden. Paris, 27. August. Die hiesige Direction der Otto- | manbank theilt folgende Depesche mit, welche t^r tn ber lehren Nacht von bet Direktion bet Ottomanbank in Konstantinopel zugegangen ist: „Dank der energischen thatkrastigen Intervention beS Sultans sinb bie gestrigen Zwischensalle glücklicher Weise beenbet. Wit sinb alle vollkommen gesund. Pari», 27. August. Die hiesige Direction bet Otto- manbank bestätigt, baß sich unter ben Opfern der gestrigen Unruhen in Konstantinopel Ntemanb von bem Personal ber Ottomanbank befinbet. Diebstähle seien nicht vorgekommen. Der Ausruht sei nicht gegen bie Bank gerichtet gewesen, sonbern habe einen politischen Charakter gehabt- et föetne da» Werk armenischer Anarchisten zu sein. Die französische Regierung hat beschloffen, bie zwei zur Zeit in den kretev- sischen Gewäffern besinblichen Stationsschiffe nach Konstantinopel zurückzuberufen. Auf Anordnung des französischen GeschästSträgerS hat daS sranzösische StationSschiff Fläche 12 Matrosen gelandet- dieselben sind zur Sicherheit der französischen Botschaft in letzterer untergebracht. Loudon, 27. August. Eine amtliche Depesche auS Sansibar bestätigt die Telegramme deS Reuter'schen Bureaus und sügt hinzu, daß ein Offizier verwundet worden sei. Dies sei bet einzige Verlust ber Englänber. Der Verlast Saib KaltdS fei beträchtlich. Hamoud, eia Vetter de» Kalid die Flagge stretchen. _ Loudon, 27. August. „Daily Telegraph" meld« Athen: In der Schlacht von Malevyze am letzten Die-,i-s sind 20 Türken verwundet und 14 getödtet worden. Belgrad, 27. August. Die Meldung, daß der Cirit sch wegen einet Verschwörung gegen den Röntg raubet zu Gunsten ber Wiebeteinsetzung Milan» entlafa worben sei, ist vollstänbig erfunden. Wie von iuforminn Seite versichert wird, ist die Entlaffung hauptsächlich Differenzen zurückzuführen, welche Ciritsch mit der RöiHp Natalie hatte. Athen, 27. August. Die Bewegung in HXact tonten ist zu Ende. Die Aufständischen sind tm Begri- sämmtltch nach Griechenland zurückzukehren, nachdem sie ihm Zweck, die bulgarischen Banden auS Makedonien fern h halten, vollständig erreicht haben. Konstautinopel, 27. August. In hiesigen diplomattsch,. Kreisen herrscht die Ansicht, daß die Erregung untu den Armeniern zurückzuführen sei auf die Mahregti- welche die Pforte gegenüber dem früheren armenischev triarchen ergriffen hat. Die Absetzung desselben und In Umstand, daß die Mitglieder des armenischen Reltgton-rcuv von der türkischen Regierung für die armenischen ®tnn verantwortlich gemacht wurden und endlich daS untertotnft* Auftreten des neuen Patriarchen haben bei den Ätmenitr große Mißstimmung hervorgerufen. D« gestnge Putsch gega die Ottomanbank wird als erneuter verzweifelter versuch in I Armenier angesehen, die Mächte zu einer Jnterventioll p bestimmen. Eanstbar, 27. August. Die englischen Ranonenbocn Rangoon, ThesuS und Sparrow eröffneten ein hesttgr« Feuer gegen den Palast- daS Bombardement bauer; bis 9 Uhr 50 Minuten. Die Rebellen gaben zahlrelti Salven auf die englischen Schiffe. Der Palast, da» ©tarionf Zoll- und mehrere andere Gebäude find zu Ruinen verva-- beit, der Dampfer de» Sultans, welcher auf die engltljn Schiffe geschossen, wurde in Grund gebohrt. Said Rah! uud seine Häuptlinge haben sich In» deutsche Cousulat gi flüchtet. Englische Marine-Soldaten stiegen an» Land, v, das im Palast entstandene Feuer zu löschen. Andere «foltn Kämpfe werden in der Nähe bet Stadt fortgesetzt. T?t Engländer sammeln die Leichen- die Zahl bet lobten >Ü noch unbekannt. ES herrscht vollständige GeschästSstvlruui — Der Commaudant der sansibattstischen Armee hat r t 440 Soldaten die Hauptroute nach Sansibar besetzt. verli«, 28. August. Die „Berl. Neuest. W schreiben: Persönlichkeiten, die Gelegenheit hatten, den frühm- KrtegSministet v. Btonsatt in Neuenahr zu sehen & »u sprechen, bestätigen, baß sein Befinben wenig zu übrig läßt unb baß ber General munter und guter W I sei. lieber bie ihm in ber Abschiebsotbre in Aussicht gtfuEtt Heranziehung zum Dienst als General-Adjutaut gehe» M in militärischen Kreisen bie Meinungen auseinander. Berlin, 28. August. In ber Expebition be» ,®oTTürti würbe gestern uach einet früheren Nummer bet öonntagr beilage: „Die neue Welt" Haussuchung vorgenomww. £ ber betreffenben Nummer ist ein Aufsatz enthalten, w -- etne Gotteslästerung erblickt wirb. Dem ,/Borwört» - Folge würben im Ganzen 55 Exemplare be chlagv:»-- Die betreffenbe Nummer würbe bereits in Mainz, Hamburg unb Kiel eonsiScirt. V Berit». 28. HugufL Der ©toatefterttät Frethin M„rfch«U Satte gestern Abend Bottrag beim X«' im neuen PalaiS- ... Wien, 28. August. Nach Melbungen auS RonMc^ nobel ist ber borüge Bahnhof von Armeniern, xotw- reisen wollen, dicht belagert, sodaß er gewaltsam p°ir geräumt werden mußte. ES wird vorgegeben, der V fei von auswärtigen Armeniern tnscenirt worben. Wien, 28. August. Der Czar empfing * ben Herzog Philipp von Orleans in längerer nu- was in hiesigen Hofkretsen Aufsehen erregte. R»m, 28. August. Die Lage ber Jtalitor Brasilien hat sich gebeffert. Die hiesige Regieruog - ' bie AuSwanberung nach Brasilien. In Gevua. mehrere tausenb AuSwanberer beShalb wieder avszn <06^ Figllttll fr n." ItS * m 4. SÄ?1 aüobioMt» 1 -»I.ISS i®1 ®lh tdttf auf«’® rtäc. Uteihelftt Mgecktichro iHiesrLrv bl8 jttz Dttftta «riM. 188;; ItLiptzkrt aul llr|. Bal Mehl lUpp'flul vor be In S-bemchk Sw weis mji» rlezaoz bi» ward • Btlkmr degrLtzt, Wüslertivdern je Ichvfscv wir, datz i lm» recht gute! Wnem (1885) j Iddingen. All - «tfiiche »«acht sich gegec istcherong der t »ßaüuvgen herb R|cbirg»Zumgai itngtl)ortn, auf i1 ei« Rafft zu ei :za lwkerßatzen, i-ereios, Saoel l'ißfptrlli btltab " Briefe er r«i »ährend de ttulgegtbtntn . aut bitt Sorten : bie l> Dollar« t - 6 CcDar-Watfe» Mi laufen, unb t Itzttchueien drei, 09 sie aber nur «an sieht noch I " W«\ >« in »M M DM i5 Exemplare b - e bereits in * StaatSsettitiirSlk pd Vortrag W Ä'Ö>> be. "’S •wJ1 b" »W.S Qttt letztem »otbto. ttlban9/ d°h d« .8 »egen den ft 'Vng Mflavi 1 n‘ Wir von Ift’r ■öJjun8 haupifij Kitsch mit btt ; MiW 1 5 hna ArwtnierUi |0 irb 60*118'“"'* ®worden. . berx Kannten Art aus Dutenhofen nur mir polizeilicher Erlaubni'ß er- rfl •* fcl* d«rf- ° s in läuz^ One Erlaubniß zur Ausführung gesunder Thiere zum Zwecke der rleauv sofoivchen Abschlachtung wird für gewöhnlich nicht versagt werden. ssehe" 8Zuwiderhandlungen werden auf Grund des Gesetzes über Abwehr ^/hlkfigeSit^ wib» Nüerdrückung von Viehseuchen vom mit Geldstrafe bis rastlteu- 3”. J‘: zu 11150 Mark oder mit Haft bestraft. ® Die Polizei-Verwaltung: Gieße», den 28. August. - «• Beisitzer für das Gewerbegericht werden im Monat Sstyiember fungtren für die Arbeitgeber Schuhmachermeister BSng, für die Arbeitnehmer Buchdrucker Andreas. •• ein Unverbesserlicher. Gestern wurde ein Soldat v»,der 4. Comp. deö Jnf.-Reg. Nr. 116, in Begleitung c&i Unteroffiziers und eine- Gefreiten, vom Griesheimer nach hier zurückgeschafft. Derselbe war am Sonntag rflbiin der Festung, wo er eine einjährige Strafe ver- dich hatte, zum Regiment zurückgekehrt, er soll sich im Ädyn bei Darmstadt während de- Dienstes schwer betrunken, 0.11t sonst sich einer muthwillig vorgenommenen Sachbeschädi- gipng Ichuldtg gemacht haben. •• Radsahrfporl. Großes Leben und Treiben herrscht e,4ir allabendlich im Gießener Festsaal (Cafe Leib), «wftlbft eine stattliche Anzahl Rad fahr er ncbst dem Sport HWigenden Damen die nölhigen Vorbereitungen zum Herbft- fHeft te- Nordbezirks deS Gaues 9 vom deutschen Midsahrerbund (s. Inserat) trifft. Schon die Zu- slümincastellung des Programms verräth, daß daS ganze ASmangement in sehr bewährten Händen ruht und nur Großartiges auf dem Gebiete deS RadfahrsporteS zu erwarten ist. Ma Glanzpunkt deS Festes dürste neben dem großen Preis- calso, PreiSreigenfahren, Pyramiden, lebenden Bildern rc. no.njl das Kunstfahren der Gebr. Lippert von Worms, den jriWdliichsten Radfahrern der Welt, bilden. Ueberall, wo bleiben bis jetzt auftraten, erfreuten fie sich des uugetheil- tic |hn Beifalls. Die ^Spaterer Zeitung" schreibt unterm 4Lgurt 1895: „Zunächst traten die Duettfahrer Gebr. LÜlPpert aus Worms, zwei Knaben von 8 und 10 Jahren, «4 WaS dieselben, welche noch zweimal mit sich steigerndem WWlourf vor dam Publikum erschienen, zu leisten vermögen, issu in ttnbeteacht der Jugend der beiden Künstler staunenS- wnerlh. Am meisten muß neben der Sicherheit die Grazie umi Eleganz bewundert werden, mit welchen selbst die schwie- r'iAfien Figuren zur Ausführung gelangten. Mit donnerndem Bkalsall ward die ehrende Anerkennung deS festgebenden Cteitini begrüßt, in deffen Namen der Vorsitzende den beiden Melfterikindern je eine Vereinsmedaille auf die Brust heftete. wir, daß der Himmel Einsicht hat, und unfern Rad- leltnro recht gutes Wetter bescheert. Dem Gießener Radfahrer- Ctanln (1885) jedoch als Arrangeur deS Festes günstiges All Heil! " Berficherung für Turner. Unter den deutschen Turnern oriaitl sich gegenwärtig eine Bewegung geltend, die eine Ver- fiHcrtivN der activen Turner für alle turnerischen Veran- fl «tckz en herbeigeführt wissen will. So hat der Riesen- fli|i6lrg3 Turngau, dem 28 Turnvereine mit 3048 Mitgliedern aiWhöiien, auf seinem außerordentlichen Gautag beschloffen, ttoi fto ffe zu errichten, um aus derselben solche Mitglieder zc, Wle.rstützen, die bet turnerischen Veranstaltungen eines öferduiy Gaues oder Kreises, sowie bet deutschen Turnsesten körperlich beschädigt worden find. •* Briefmarkensammler wird eS interesfiren, daß von ü-,2 tvi.hrend des Jahres der Chicagoer Welt Ausstellung aui6zegtk>enen sogenannten Columbischen Briefmarken nvx drei! Sorten ganz verbraucht find, nämlich die 50-CentS-, dt::: l-Oollar- und die 2-Dollar-Marken. Die 3-, 4- und 5 »Asllott-Marken aber find noch auf dem Postamt in Washington zwt laufen, und alle anderen Arten, mit Ausnahme der be- jui*trn drei, gibt eS noch auf den meisten Postämtern, wo» fie ober nur auf besonderen Wunsch abgegeben werden. MÜM sticht noch häufig mit Columbischen Briefmarken frankirte BEtirse. Postkarte« an Soldaten fi«d portofrei l Trotzdem meruhn die an Soldaten gerichteten Postkarten meisten« fTcr.Kliit Das ist aber vollständig überflüsfig, da auch für Pchsilarven an Soldaten seit Jahren Portofreiheit besteht. D ie Postkarten müffen ebenso wie die Briefe den Vermerk „SSOai enbrtef, Eigene Angelegenheit des Empfängers" tragen. BiöW an Soldaten kosten erst dann Porto, wenn fie über ^^srst^seungkn Addnchs-Nttstejgeruvg Samstag den SS. August, Morgens 9 Uhr, bestehend in noch fast neuen Fenstern, Thüren, Oefen, Herden, Dachkandeln, Nutz- und Brennholz. Bergleute. Schlosser rc. können viel Geld sparen, wenn fie rum Waschen ihrer theuren Arbeitskleider „Lulm’s Wasch-Extraet* D.R.P. 82424 gebrauchen, denn die Wäsche wird gerade so sauber, hält aber viel länger. Machen Sie den Versuch. 138 erzielt man blendend weiße Wäsch«, bei größter Scho«««g der Stoffe mit Letterman««» Wäsche-Lougeu-Sxtract oder j ä Packet • Satmtak-Terpeatin-Aettlaugenmehl 115 Pfg. 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Hinterlang. 3nr Feier der Butzbacher Kirchweihe findet Sonutaa de« 80. «ud Montag de« 81. «ng«st, Nachmittss» Concert und Tanz im ^Zipfen", bei ungünstiger Witterung in meinen 6etbcn Sälen statt. Abends: Ball Es labet fieundlichst rin A. »im*, Joutz »achf-, Butzbach. 17607] .Hesstscher Hof • Conrsbericht OßB J, Kari & Co., Giessen, -atzchfßrch15 Frankfurter vvrs« vom 27. August 18V6< 104.00 104 90 99 80 103 60 VW iMf 4Vi6/i Oesterr. Silber raM 4«/e Ung. ®o'h»Reat< 8e/o Portugiese« 6 o/r, Mexieaner 4°/0 Monopol-Griech« DM !88T ** 101t r/i Dffterr. StaalSbahu o. 1886 92 60 1 4o/o Etsenb. Rmtmb. DU 8°k, 3teL Eisenb. 62 851 5*/0 «ehtrui Obl 8«/,°/, »eutiitz« ReichSrul. Sv/, Preuß. LonsolS i-' Gr. Hesstsche Obl. 4°/< Stadt DarMstabt v. löl. *5/t , WormS ent b 1901 frafiirt« Cw. »t 101Ä) 8Vil-/oHaWbrgr.Hyp.BL«Lb^«v 8« «W.ÖW.«reb.® unk.b.1906 101^0 S'/,°/oPreuß.Hyp.«.»k.mLb.U« 4t?/ bta. unk. b. 1906 104 90 3«/,o/o^--p.ÄSfjuif 11*1 lgfc ' * 1^101.00 46/oWrff ßbw,«^>J^unLbl900_J^_ Nkdaction: I. : Hermann (EU:. — Druck unb Verlag der Vrübl'schen UmversitäkS«Buch- und Steinbruderci (Pietsch & Scheyba) in Gießen.