1896 Freitag den 29. Mai 124 Erstes Blatt Fernsprecher 5L 2lints- und Anzeigeblutt füv den Liveis Gieren l- | Hratisbeilage: Hießener Aamikienötätter I. SP ein« Ito! 70 __ Schnellste Liest- ^LübeckJE! er ni Iiviahmr von Ängeigen zu der Nachmittag« für den Hemden lag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. „Localanz." ist der Cereseiner Reise nach Italien ie v §, id 15 IHe Gießener )iiii(it*ird((er dem Anzeiger ,M«tlich dreimal deigelegt. Besucher auS Geburtstages tranken. Moskau. worden. Berlin, 28. Mai. Nach dem Lebige Versammlung wollen Sie in Ihren Gemeinden orltSübliche Weife bekannt geben. ließen, den 27. Mai 1896. v. Gagern. Der f kner Anzeiger 'Hcheint täglich, |i Ausnahme bei Montag« L- 01 t. 'M SrMerzsgtiche KreiSaM Metze» au di e Großh. Bürgermeistereien von Langsdorf und den umliegenden Orten. lki rniii chkmiß , Reitz) - Weste zu waschen 50 Gardinen ä Blaü scher in K ] 4 (am Kreuz) mische Utz t in empfehlende fc - Schnellstes de Preise. Vierteljähriger AtaRRe»e»t»prei» t 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bepge» 2 Mark 50 Ps«. Rebdction, tpebttiM und Druckerei: morgen Bormittag, wo ein mehrstündiger Aufenthalt statt' indet. An der deutschen Grenze werde Friedmann Freitag früh eintreffen. Berlin. 27. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt heute: Wenn auswärtige Blätter melden, daß unter den für den Landtag vorbereiteten Vorlagen sich eine solche befindet, die auf die Vermehrung der Amtsgerichte abzielt, so können wir constatiren, daß au zuständiger Stelle von einer solchen Abficht nicht- bekannt ist. Berlin. 27. Mai. Die Meldung tschechischer Blätter, der Reichskanzler Fürst Hohenlohe habe sich bemüht, eine große Liegenschaft bei Podinbrad in Böhmen käuflich zu er« werben, seine Versuche waren aber daran gescheitert, daß sich kein Tscheche dazu hergäbe, dem deutschen Kanzler Gründe zu verkaufen, ist der „Kreuzzeitung" zufolge erfunden. Berlin, 28. Mai. Für die Errichtung eines Tr e i t s ch k e - Denkmals hat sich ein Cowitv gebildet, dem auch Fürst Bismarck beitrat. Frankfurt a. M.. 27. Mai. Die „Franks. Zeitung meldet aus Moskau: Der ReichSrath hat am SamStag zwei sehr wichtige Gesetzentwürfe, die demnächst sanctionirt werden dürften, verhandelt. Der eine betrifft die Einführung der russischen Gerichtsordnung in Sibirien, wobei ambulante Assiseu In den am wenigsten bevölkerten Gegenden vorgesehen sind. Die zweite Vorlage hat Bezug auf die Ver- theilung von Land an die sibirischen Colonisten. Wilhelmshaven. 27.Mai. Bei Lemwerder in Oldenburg find sechs Personen durch Kentern eines Boote» ertrunken. Karlsruhe. 27. Mai. Die Regierung brachte im Landtage eine Vorlage, betreffend Bewilligung von 3,300,000 Mk. zur Beseitigung der im Frühjahre angerichteten Hochwasser- schäden, ein. Wien. 27. Mai. Vorgestern erschoß sich nach dem Derby-Rennen ein junger Mann NamenS Marcovicz, nachdem er 3000 Gulden am Totalisator verloren hatte. Krakau. 27. Mai. Wie aus Warschau gemeldet wird, verhaftete die Polizei gestern 60 verdächtige Personen, darunter eine Anzahl russische Studenten, bei denen nihilistische Proclamationen vorgefunden wurden. Antwerpen, 27. Mai. Im hiesigen Hafen wird die Regierung demnächst große Umbauten vornehmen taffen, deren Gesammtkosten sich auf 50 Millionen belaufen werden. Pari«, 27. Mai. Präsident Faure hat die Ernennung des Marquis de NoailleS znm Botschafter in Berlin vollzogen. Paris, 27. Mai. Der Satz der Congosteue r ist auf der Königin hierher gekommen waren, er- 27. Mai. Anläßlich der Krönung erließ der Armee folgende Gnadenacte: Eine jähr- Alle Unnonccn-Vureaux be« In» und Äullanbt« nehm« Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen. Wolff» telegraphisches Sorrelpondenz-BureaL. Berlin, 27. Mai. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: 3SÖ! iwrnherein bestand die Absicht, mit Rücksicht auf die 9toipnge in Südmestafrika den nach Swakopmund 6(wirrten Kreuzer „Sreadler" nur so lange dort zu $ dtiign, bis das Kanonenboot „Hyäne" von der westafrika- rrici’r Station eingetroffen ist. Die „Hyäne" ging vor Cjfik 14 Tagen von St. Paul de Loanda nach Swakop- nm! ab. Berlin, 27. Mai. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Für t hm acbgelaufene Etatsjahr wurden aus den im Etat der EE-cutSeisenbahnverwaltung zur Prämiirung nütz, l liiiiü Erfindungen vorgesehenen Mitteln zwölf Beamten dWirüeu im Gesammtbetrage von 3000 Mk. für Erfind- c liege in bewilligt, welche in wirthschaftlicher Beziehung oder z die Erhöhung der Sicherheit deS Eisenbahn-Werkstätten- 9 SniehbeS von besonderem Werthe find. Merlin. 27. Mai. Nach amtlichen Meldungen auS C a p - fiiudt hat Hauptmann v. Estorfs die Hottentotten in zwei i Beiden am 18. und 19. April bei Siegfeld nahe Gobabis h e !i{ i Flucht geschlagen. Am 7. Mai erstürmte Major Deutsche» Seich. Darmstadt. 28. Mai. Wegen deS Ablebens Sr. kais. tiel r.migl. Hoheit des Erzherzogs Karl Ludwig von kWirrreich ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer t im ticutigen bis zum 5. Juni l. I. angeordnet worden. Berlin, 27. Mai. Der Ceremonienmeister v. Kotze »md demnächst von keiner Reise zurückkehren, um fich auf i :ntLüftung Glatz zur Verbüßung feiner zweijährigen LMungSstrafe zu begeben. Der Rittmeister a. D. ; v. Kotze, der bei dem Duell seines Vetters, des Smonienmeifterß v. Kotze, mit dem Hofmarschall Frhrn. tta Serif dja* als Secundant fungirte und dann selbst ein un- llfcij verlaufenes Duell mit dem Ceremonienmeister Frhrn. t N Leiträder hatte, hat fich nach Magdeburg begeben, um i ton leie wegen deS letzteren Duells gegen ihn verhängte <$ von drei Monat Festungshaft zu verbüßen. Bekanntmachung, betreffend: Abhaltung von Viehmärkten. Zufolge Verfügung Großh. Ministeriums des Innern i mb brr Justiz vom 27. März l. IS. ist die Abhaltung des siddew 15. und 16. Juni l. IS. geplanten Vieh- .MkltteS zu Herchenhain unter der Bedingung ge- i nnimi|i|t, daß nur Thiere auS unverseuchten Orten der Kreise r Citroen, Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Büdingen und Fried. I >ong, ILHiere von Händlern aber'nur dann, wenn fie mindesten» Ma Tage in unverseuchten Orten fraglicher Kreise in f Miisreiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden DOirftt. Schotten, den 21. Mat 1896. Großherzogliches KretSamt Schotten. Sch önfeld. monienmeister Kotze gestern von zurückgekehrt. — Das kriegsgerichtliche Urtheil wegen des Duells mit Schrader unterliegt jetzt der Bestätigung de» Kaiser». Die Eröffnung dieserhalb ist bisher Kotze nicht Zar für die , „ liche Unterstützung der PensionSkaffe von 1,200,000 Rubeln, eine jährliche Zuwendung von 100,000 Rubeln zur Vermehrung der PenfionSfreistellen für Tächter von Militär. Personen, eine Zuwendung von drei Millionen jährlich für beffere Verpflegung von Soldaten, Beförderung aller Fähn- riche bei der Armee und den Kosaken, beschleunigtes Avance- ment aller Altersgrade vom Capttän abwärts. Außerdem 4893] riallmiz, stube zu üermietfa ____««I ettbtL Ceuta ein, unterstütze von Leuten WnboiS und des Ober- zäuptling» der HereroS Samuel Maherero, die Werft des aufständischen Hereros Häuptling» Kalciecenea. Die Lieutenant» Schmidt und Egger», die Unteroffiziere Pitt und Al schart Ski find gefallen. Lieutenant Helm ist leicht verwundet. Der Kreuzer „Seeadler" ist am 20. Mai von dem Kanonenboot „Hyäne" in Swakopmund abgelöst worden und am 25. Mai in Capstadt eingetroffen. Berlin, 27. Mai. Der 25. Covgreß der deutschen Gesellschaft für Chirurgie trat heute Mittag im Langenbeck-Hause zusammen. Den einleitenden Vortrag hielt Geheimrath Bergmann. Minister Boffe begrüßte die An. wesenden Namen» der Regierung. Hierauf folgten Vorträge von E»march-Kiel über die Erfolge der künstlichen Blutleere, von BrunS-Tübingen über die moderne Behandlung de» Kropfes und Koenig-Berlin über die Entwickelung der Lehre von den Localtuberculosev in den letzten 25 Jahren. Gaffel, 27. Mai. Die Generalversammlung deS Bunde» deutscher Frauenvereiue ergänzte deffen Vorstand durch Zuwahl von Frau Stritt-DreSden und Frau Sanität», rath Schwerin-Berlin und beschloß, die Agitation gegen den bürgerlichen Gesetzentwurf im Punkte de» Frauenrechts wieder aufzunehmen. Aachen, 27. Mai. In der heutigen Sitzung des internationalen BergarbeitercongrefseS wurde ein von den deutschen Bergarbeitern eingebrachter Zusatzantrag zu der Resolution der Miners Federation, betr. die Ver- söhoungScommission berathen. Nach diesem Zusatz- antrag soll als Normallohn für den achtstündigen Arbeitstag in Deutschland ein Lohn von 5 Mark festgesetzt werden und jede Nation ihren eigenen Normallohn zu bestimmen haben. Der Congreß nahm schließlich mit 961000 gegen 36000 englische Stimmen folgende, von Möller-Waldenburg beantragte Resolution an: Die Vertretungen oder Organisationen der Bergarbeiter der einzelnen Länder mögen einen bestimmten ihren besonderen Verhältniffen und der Conjunctur entsprechenden Minimallohn bezeichnen, an dem bei den Lohu- bestrebungen festzuhalten ist, damit die Agitation für Lohn- erhöhungen eine feste Grundlage erhält. Die Vertreter von 900000 englischen Stimmen enthielten fich der Abstimmung. Aachen, 28. Mai. Der Gegenstand der Berathung der heutigen Sitzung deS internationalen Bergarbeiter- Gong reffe 8 war die Ueberproduction. Die Resolution der deutschen Drlegirten betr. daS Verbot aller Ueberstunden, welche direct oder inbirect die Ueberproduction vermehren, wurde angenommen mit allen gegen 16,000 Stimmen. In den Bezirken, welche durch diese 16,000 Stimmen vertreten find, sind die Ueberstunden bereits abgeschafft. Die Resolution der französischen und belgischen Delegirten, die Kohlenproduc- tion zu beschränken und mit dem Bedarf in Einklang zu bringen, wurde einstimmig angenommen. Der TageSpräfi. dent Calvignac, ein französischer Delegirter, hatte zeitweise den Vorsitz ntedergelegt, weil während der Sitzung infolge eines Mtßverständniffes erregte Szenen vorkamen. Konstantinopel, 27. Mai. Der Sultan hat dem Kaiser von Rußland zu seiner Krönung ein Glück- Wunschschreiben gesandt. Depesch« b«i Bwteax .HeroH'. Berlin, 27. Mai. Der Kaiser und die Kaiserin mit dem Kronprinzen und Prinz Eitel Fritz besuchten heute Vormittag die Ausstellung. Die Kaiserin traf mit den beiden Prinzen um IO1/« Uhr in der Ausstellung ein, während der Kaiser erst Mittags um l’/4 Uhr in Begleitung des Prinzen Ernst Günther von Schleswig-Holstein und einem größeren Gefolge erschien. Kurz nach dem Frühstück, daS die hohen Herrschaften auf dem Kaiserschiff einnahmen, trafen auch die drei jüngeren kaiserlichen Prinzen ein. Berlin, 27. Mai. Wie verlautet, soll die Verleihung des Kronenordens erster Klaffe an den Grafen von Posa- dowSky-Wehner auf da» Zustandekommen deS Zacker. steuergesetze» zurückzuführen sein. Berlin, 27. Mai. Verschiedene Blätter haben berichtet, daß dem Verein englischer Schiffsingenieure, der zum Besuche der Gewerbeausstellung hierher kommt, auf Anregung de» Kaisers von der Marineverwaltung ein Fest gegeben werden solle. Wie daS „Berliner Tagebl." erfährt, ist von einer solchen Absicht der Marineverwaltung an unter« richteter Stelle überhaupt nicht» bekannt gewesen. Berlin, 27. Mai. Der „Localanzeiger" meldet auS Bordeaux, daß der Abschub Friedmanns nach Berlin abermals eine Verzögerung durch Zuwachs einiger Häftlinge auS dem Süden Frankreichs erlitten habe, die gleichzeitig mitbefärdert werden sollen. Friedmanns Abreise erfolgt deß« halb erst am heutigen Abend, seine Ankunft in Paris Die Freunde der Sache werden hierzu freundlichst - gübm. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen de» Oberhesfischen Obstbauvereins. Dr. Wal lau. 4^2 pTt. festgesetzt worden. London, 27. Mai. In Victoria (Britisch Columbia) ist eine Brücke eingestürzt, wobei 50 Personen, meist den Vereinigten Staaten, die zur Feier des einer deutschen Schule in Athen 13000 Mk. Berlin, 28. Mai. Die in Folge Ernennung deS bisherigen Archivraths Dr. Sattler zum zweiten Director ...... Wahl für den vierten im Staatsarchiv erforderliche hannöverschen Wahlbezirk ist auf den 25. Juni festgesetzt zugegangen. Coburg, 28. Mai. In dem Dorfe Wiesenfeld zerstörte eine Feuersbrunst über 30 Gebäude sammt der Kirche. Die Schule wurde gerettet. Hamburg, 28. Mai. Nach dem „Hamb. Corresp." Amtlichem Theil. Lberheffifcher Obstbauverein, Vereiusbezirk Gießen. Am Sonntag den 31. Mai, Nachmittags HUhr, findet in Langsdorf Versammlung statt, in ; nitoex der Großh. Lehrer für Obstbau und Naturwiffen- pikten an der Großh. Obstbauschule und Landwirthschaft« 1 Ktyn !Dinterschule einen Vortrag halten wird über 6:iiltnr der Beerensträucher «ud Beereu- verwerthung. KM sW Gießener Anzeiger Kmerak-Anzeiger. SW öttnNtL Blankputzf jeglichen Metall-« ir keine Arbeit! sondern ein Vergnüget m man mit dar tifttiji anwende!. l Förderers Hetallpr lichnet fich durch höchste - haften Hochglanz ar?, na und Schutzmarke. M F 8 r d e r ei insen-Cassel. erließ der Kaiser verschiedene Gnadenbeweise. Athen, 27. Mai. DaS Rev olutionScomitv auf Creta fordert die Bevölkerung auf, keine Steuern zu entrichten, sondern daS Geld lieber zur Befreiung der Insel von der Türkenherrschast herzugeben. Berlin, 28. Mai. Der Kaiser -schenkte zum Bau wwer ab ® poppelff Körper w* , JE. •** Jr. «*** lescSS“ wurde der Dreibund bis 1903 verlängert, nachdem am 6. Mai keinerseits Kündigung erfolgte. Rom, 28. Mai. Gestern Abend gingen zwei Compagnien Genietruppen nach Adua ab, um die Todten zu bestatten. RaS Mangascha hat ihnen freies Geleit zugesichert unter der Bedingung, daß fie keine Waffe mitführen. Bet Debradamo wurden fie von den Truppen RaS MaogafchaS erwartet. Bordeaux, 28. Mai. Die Abfahrt Friedmanns vom hiesigen Bahnhofe erfolgte Abends 7i/i Uhr. Moskau, 28. Mai. Im AudreaSsaale deS Kremlschlosses fand gestern ein anderthalbstüudiger großer Empfang statt. Die Zarin Wittwe war nicht anwesend. Gegen Abend gab der deutsche Botschafter den höchsten Würdenträgern ein Festmahl, an welches sich ein B^fl anschloß. Abends war die Stadt feenhaft illumintrt. Auch der Kreml leuchtete in einem Flammenmeer. Heute ist wieder großer Empfang beim Zarenpaar. Athen, 28. Mai. In Canea und Umgegend find abermals Ruhestörungen vorgekommen. Diesen wird jedoch weniger Bedeutung beigemesien. Coustautiuopel, 28. Mai. Bon den Vertretern aller Mächte wird der Pforte die schnellere ErMung der Wünsche hinsichtlich Creta sowie ein energisches Einschreiten gegen die Blutthaten dringend empfohlen. New-Aork, 28. Mai. In Turek in KansaS explodirte in Folge Blitzschla ges eine große Pulverfabrik, wobei zahlreiche Menschen getödtet wurden. CoceUs unö ptroittsicUef* Gießen, den 28. Mai. ** Parlamentarisches. Den Landständen ist ein Gesetzentwurf zum Schutz der Heilquellen zugegangen. -n.*♦ Laujährige treue Dienste braver Mitarbeiter zur rechten Zett zu kennzeichnen, ist immer eine angenehme Pflicht. — Zu den Jubilaren, welche in dieser Beziehung unser GaS- und Wasserwerk bereits aufzuzählen hat, gehört Herr Peter Weigand aus Garbenteich, welcher heute sein 3 0. Dienstjahr an genannter Stelle abschließt. —Maurer von Beruf, hat er in dem Baue der Retortenöfen und bei Jahrzehnte langer Beschäftigung als Heizer Anerkennens- werthes geleistet, wie er auch als Rohrleger und Gas- etnrlchtungS-Monteur gute Verwendung findet. Neben dieser Vielseitigkeit verdient sein stets kundgegebeues wackeres Verhalten alle Anerkennung. Die besten Wünsche seiner Vorgesetzten und Arbeitsgenossen begleiten ihren treuen Mitarbeiter auf seinem ferneren Lebensweg! *• Der Oberhesfische Obstbauvereiu hielt gestern hier seine ordentliche Hauptversammlung unter Vorfitz des Herrn KretSrath Dr. Brad en - Friedberg ab. Aus dem vom Dtrector der Geschäftsstelle, Herrn Dr. v. Peter-Friedberg erstatteten Rechenschaftsbericht geht hervor, daß der Verein auch im achten Jahre seines Bestehens segensreich gewirkt hat, wir denn der Stand des Obstbaues in der Provinz Oberhessen, im Vergleich zu demjenigen vor Gründung des Vereins als vorzüglich bezeichnet werden kann. Der Aufgabe, durch Vorträge, Versammlungen und practische Demonstrationen alles WtffenSwerthe unter den Landwirthen zu verbreiten, wurde der Verein auch im abgelaufenen Jahre gerecht. Die Techniker des Vereins hielten 303 Vorträge, Demonstrationen und Versammlungen, im nächsten Jahre soll diese Zahl noch vermehrt werden. Das bet Gelegenheit der in den einzelnen Orten gehaltenen Vorträge von den Technikern gesammelte Material in Bezug auf Anzahl der Obstbäume, Thätigkeit der Obstbaumwärter u.s.w. wird zum Besten deS Obstbaues in der Provinz wieder verwerthet, auch sollen von Zeit zuZeitVersammlungen derObstbaumwäner behufSJnformation und Mittheilung der Erfahrungen abgehalten werden. Der Verein zählt 4610 Mitglieder. Die für 1896 vorgesehene BezirkS-ObstauSstellung in Schotten fällt aus, da der dortige Verein fich noch nicht stark genug fühlt, dagegen wird, falls die Aussichten auf die Obsternte sich günstig gestalten, in Lauterbach eine Ausstellung stattfinden. Die projectirte ObstverwerthungSgenosseuschaft ist inS Leben getreten, und wird deren, jetzt schon als befriedigend zu bezeichnendes Ge- fchäftSergebniß demnächst vorgelegt werden. Der hierauf erstattete Rechenschaftsbericht weift folgende Einnahmeposten auf: Aus der Staatskasse 3100 Mk. (3100 Mk.) [öle in Klammern gesetzten Ziffern find in den Voranschlag für 1896/97 eingestelltj - aus KreiSmitteln 1500 Mk. (1500 Mk.), Jahresbeiträge der Mitglieder 4517 Mk. 66 Pfg. (4100 Mk.), VereinSzeitfchrift, Abonnement der Mitglieder 2258 Mk. 84 Pfg. (2050 Mk.), für besonders bezahlte Arbeiten der Techniker 101 Mk. 75 Pfg., Zinsen 75 Mk. (50 Mk.), Rückstände aus Vorjahren 547 Mk. 65 Pfg. (170 Mk.), Ausstellung zu Gießen 800 Mk., Reservefonds 2572 Mk. 75 Pfg. (4904 Mk. 54 Pfg. Kaffenvorrath). Ausgabe: Gehalt für einen Techniker 1500 Mk. (1500 Mk.), Function-- zulage für zwei weitere Techniker 700 Mk. (700 Mk.), Diäten für drei Techniker 1513 Mk. (2000 Mk.), Gratifikation für besondere Leistungen 200 Mk., Pensionskasse für zwei Techniker 31 Mk. 20 Pfg. (31 Mk. 80 Pfg.), Vorträge und Versammlungen 390 Mk. 40 Pfg. (360 Mk.), Entschädigung für den Director der Geschäftsstelle 200 Mk. (200 Mk.), Entschädigung für den 1. Secretär 300 Mk. (300 Mk.), Reisevergütung für die Mitglieder deS Ausschusses — Mk. (100 Mk.), für den 1. Secretär zu Informationen und Sitzungen 409 Mk. 90 Pfg. (320 Mk.), Schreibhülfe 200 Mk. (200 Mk.), Porto 95 Mk. 51 Pfg. (100 Mk.), Schreibmaterialien und Drucksachen 224 Mk. 53 Pfg. (200 Mk.), Kosten der Zeitschrift 2067 Mk. 14 Pfg. (2200 Mk.), Kassenführung 729 Mk. 70 Pfg. (740 Mk.), Zeitungsabonnement 15 Mk. 90 Pfg. (50 Mk.), Retserbesorgung 89 Mk. 55 Pfg. (100 Mk.), Prämien und Retsestipendien für Baumwärter 154 Mk. 15 Pfg. (100 Mk.), Stipendien an Theilnehmer des RepetitionScursuS für Baumwärter 100 Mk. (100 Mk.), ObstauSftellung in Gießen 692 Mk. 58 Pfg. (ObftauSstelluug in Cassel 500 Mk.), für unvorhergesehene Fälle zur Disposition deS Präsidenten 108 Mk. 20 Pfg. (200 Mk.), niedergeschlagene Poften bezw. uneinbringliche Ausstände 167 Mk. 75 Pfg. (200 Mk ), (Errichtung von VersuchSgärteu in Alsfeld und Büdingen 3000 Mk.), Ausstände 170 Mk. 48 Pfg., Reservefond bezw. Betriebs- Capital 5347 Mk. 04 Pfg. (2515 Mk. 47 Pfg.). Unter letzteren 2515 Mk. 47 Pfg. find 400 Mk., welche dem Ausschüsse zur Verfügung gestellt wurden, behufs Unterstützung der Obstverlderthungsgenossenschaft Wetterau, sofern von derselben daS Bedürfniß uachgewiesen würde. — Nach dem vom 1. Secretär, Herrn C. Reiche lt-Friedberg, erstatteten Bericht der ObftverwerthungS-Genossenschaft Wetterau in Friedberg zählt die Genossenschaft 60 Mitglieder- die vorgesehenen Anteilscheine find indeß noch nicht alle auSgegeben. Der ursprünglich auf den Tafelobfthandel berechnete Betrieb sollausgedehntwerden auf Mosterei' und Brennereibetrieb (letzteres behufs Verwerthuvg der von den Genossen gezüchteten Kirschen); die Absicht, auch Mosterei einzurichten, hatte im vergangenen Jahre ein rapides, durch die Agenten der württembergischen rc. Apfelweinproducenten hervorgerufenes Steigen der Apfelpreise zur Folge, aber auch das vertrauen zur Genossenschaft stieg, sodaß derselben wiederholt Capitalien zur Betriebserweiterung angeboten wurden- es wird als wünschenSwerth bezeichnet, daß sich den vorwiegend mittleren und großen Landwirthen mehr kleinere als Genossenschafter anschließeu- der erste Geschäftsabschluß wird fich günstig gestalten und auch ferner die Genossenschaft segensreich wirken, weil durch fie die Obstpreise gehoben, neue Absatzgebiete erschlossen, neue Handelsbeziehungen angeknüpft werden. Der Vorsitzende, Herr Geh. RegieruvgSrath KreiSrath Dr. Braden erkannte das Wirken derjGenoffenschaft als segensreiches au, und Herr Provinzialdirector Frhr. Gagern gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich die ObstverwerthungSgenosseuschaft ausdehne auf die ganze Provinz, daß sich Producenten und Gemeinden als Mitglieder ihr anschließeu möchten; auch der Bezug von Obstbäumeu durch die Genossenschaft sei von hohem practischen Werth. — liebet die Obstausstellungen in Cassel 1896 und H amburg 1897 referirte ebenfalls Herr Re ich elt. Die in Berlin und Breslau erzielten Erfolge (der Oberhesfische Obftbauverein erhielt die goldene Medaille der Stadt BreSlau und die große silberne preußische StaatSmedaille) sollten zur Betheiligung an weiteren Ausstellungen anspornen- die Ausstellung in Gießen im vorigen Jahre habe bedeutende Fortschritte in der Auswahl und Benennung der Sorten gezeigt, weshalb die Mitglieder ihr Glück in Cassel versuchen sollten, damit ein Repräsentationssortiment ausgestellt werden könnte- besonders die Ortsgruppen sollten ihr Möglichstes zur Beschickung des diesseitigen Thetis der Ausstellung thun, dessen Leitung die Geschäftsstelle in die Hand nehmen werde- ein Theil der für die Ausstellung in Cassel gestellten Preisaufgaben sei bereit- auf der vorjährigen Ausstellung in Gießen gelöst worden- der Verein stehe für seine Mitglieder ein, weil er die Sortirung und die Aufstellung übernehme. Auch die 1897 in Hamburg stattfindende Ausstellung möge beschickt werden, weil Hamburg ein bedeutendes Absatzgebiet Oberhessens sei, auch die Obstweinproducenten möchten sich an der Ausstellung betheiligen, vorausgesetzt, daß sie nur Gutes lieferten. — Herr Provinzial- dtrector Frhr. v. Gagern nahm vor Schluß der Versammlung Gelegenheit, die Thätigkeit des Vereins wie die finanziellen Verhältnisse desselben als erfreuliche zu bezeichnen- dieser befriedigende Zustand sei zu danken den Organen des Vereins, denen er ein Hoch ausbrachte. Der Vorsitzende dankte Namens der Geschäftsstelle und des Vorstandes für diese Anerkennung und gab der Zuversicht Ausdruck, daß auch für die Zukunft in erfreulicher Weise gearbeitet wird, er lobte den guten Einfluß der Obstbaumzüchter und brachte ein Hoch auf das fernere Blühen und Gedeihen des Oberhessischen Obstbauvereins auS. W. Aus der Wetterau, 27. Mai. Das muß man den Antisemiten lassen, rührig sind sie, wie die gestern in Echzell abgehaltene Wähler-Versammlung beweist. Während Freisinnige, Nationalliberale, Christlichsociale und Conser- vative noch unschlüssig umherschauen, haben die Antisemiten gestern Nachmittag entschieden an Terrain gewonnen, denn auch der Bund der Landwirthe schließt fich den Antisemiten an. Geeignet für die Versammlung war auch der Tag selbst. In vielen Wetterauer Orten werden die dritten WethnachtS-, Oster- und Pfingstfeiertage als wirkliche halbe Feiertage Vormittags durch Gottesdienste gefeiert. Die Leute gehen dann Nachmittags recht gerne auswärts, um etwas zu sehen und zu hören. ES können etwa 200 Leute anwesend gewesen sein. WaS nun die gestern, am 26. dS. MtS., Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Herrn Herzberger in Echzell abgehaltene antisemitische Wählerversammlung anbelangt, so wurde sie durch ein Hoch auf Kaiser und Großherzog eröffnet und von Herrn Stoll geleitet. Der Besuch war, wie bemerkt, ein guter. Die Herren Hirschel, Redacteur in Offenbach und Köhler in Langsdorf, der neuaufgestellte Candidat, sprachen über daS Thema: Wen wählen die Bauern bei der kommenden ReichStagswahl im Kreise Gießen? Daß ihre Ansprachen mit Beifall ausgenommen wurden, ist selbstverständlich. Auch Herr Kaufmann Acker auS Berstadt ergriff daS Wort. Nachdem die Echzeller Versammlung beendigt war, begaben fich verschiedene Herren nach'Reichelsheim, um dort für ihre Sache weiter zu wirken. H. Aus dem Horloffthale, 27. Mai. Auf der hiesigen Bahnstrecke sind nunmehr etwa 240 Erdarbeiter beschäftigt, die Mk. 2.50 bis Mk. 3.20, je nach Geschicklichkeit und Leistungsfähigkeit verdienen. Die fremden Leute sind ganz zurückgetreten, cS find fast nur noch Einheimische beschäftigt. Sämmtliche Arbeiten au den Brücken und Durchlässen sind in Angriff genommen. Die große Brücke zwischen Melbach und Södel ist bedeutend gefördert. Nidda, 26. Mai. Wie gefährlich eS ist, daß kleine Kinder Wagen nachlaufen und sich an dieselben » 7 u ---- q— ---1 -- en. hat, ist nicht näher bekannt- derselbe ttnttrläit a Geschwister. « hängen, hat ein Beispiel in unserer Stadt kleine Jungen machten sich dieses „$er0nüotn- r ' mit Fruchtsäcken beladenen Wagen. Alt letztere-hr Gosse fuhr, rutschten durch die Erschütterung 1BnT Säcke herab und fielen einem der Saabeu aus s . fo daß derselbe längere Zeit ün Bett wird mbrinar-^ ' indem das Bein zerschunden und daS Fußokl,r>» t 61:1 schwollen ist. 7 ' veiß-Nidda, 26. Mai. Gestern borgen K' braver, unverheirateter Holzhauer Namens Dte^ ' Aborte des Nachbarhauses erhängt aufgestwdrn '1 20jährigen Lebensmüden zu dieser Schreckenithrt _ ( -o- Blofeld, 27. Mai. Heute wurde unser 1&. meindemitglied und zugleich einer der älteneu Umgegend, der AckerSmann Kessel, unter gnC“ ligung zur letzten Ruhe bestattet. Er erreichtes , * Alter von 92 Jahren. Der Verstorbene hatte ce* $ Kurzem seine fünf gesunden Sinne und vermochte“ Holz klein zu machen. Noch älter ist ein benachbarten Leidhecken geworden, der dai-z . ® jahr überschritten hatte. Der älteste Mana bn seit vielen Jahrzehnten war Herr Holzmaau, g HofgutSpächterS Herrn Holzmaun auf dem bei Stockheim. Er erreichte daS sehr seltene t.-« 1 100 Jahren. Häufig sind die Ehepaare in ufern tz, welche ihre goldene Hochzeit feiern. Man sieht Utty die Wetterau eine gesunde Gegend sein maß, |0Bfc die Menschen fein so hohes Alter erreichen. 4 DarmWtt. • Leipzig, 26. Mai. Die vergangene Ofteruiene,, daß die dauernde Gewerbe-AuSftelluag mt: n haft besucht wurde, sondern eS trat die sehr erfreuet ü. sache ein, daß seitens der Aussteller zahlreiche Leckrr- , Abschluß gelangten. Es wurden nicht allein em t~<- Anzahl Motoren, die allerdings auch in großer feit vertreten sind, verfauft, sondern Leder-, Papier- und Metallbearbeitungs- und andere Maschine i-.ö Artikel, hauSwlrthschaftliche Geräthe und auch » llche Gegenstände fanden guten Absatz, da die baitch :• werbe-AuSstellung zu Leipzig wegen ihrer braun . Reichhaltigkeit und bequemen Ueberfichtlichkeit dcb lofc fern gern und mit gutem Erfolg ausgesucht tritt. * Leipzig, 27. Mal. Im Vororte Zschohtt n drei Kinder einer Familie, die in einer Sv!,., spielten, durch eine herabftürzende Wand verschütt« at r erstickt. * Einige Soldatengefchichteu auS der guten :u . finden wir in dem jüngst veröffentlichten Buche Erlebnissen und Erinnerungen eines alten Cfmtr ; E. Betz, Oberst z. D., Karlsruhe). Besonder» :n;pr fr ist eine Erzählung, zu deren vollem Verflänöack hr ir faffer die Belehrung voraufschickt, daß damals, rrr : . 50 Jahren, für einen badischen Offizier daS.verncr d. erst an der Majorsecke anfing. Die Herren 6tib»c’;< waren deshalb im allgemeinen keine allzu l'chettv - weil sie in so spätem Lebensalter, selten vor bei 46. fr aufS Pferd kamen. „Und wie muß man ün Sena .i fein, um nicht beim ersten Tarnbourschlag ober Tnehib abgesetzt zu werden! Denn etwas anderes ist ti -t abgeschundenen und nur spärlich gefütterten PferdeauSleiherS auf ebener Landstraße, wo nut:» stört, dahin zu traben- ein andere-, die beutet ' rlchtungen einer Truppe zu Pferde mitzumacha.' gegen einen etwaigen „Fall" möglichst zu iiufcc. yM einstmals ein im vorgerückten Lebensalter offizler ein einfaches Mittel. Er war im Pferdes, das, wie die meisten Pferde, schwache Änra h, und das Schießen nicht vertragen konnte. 8» 5n der Herr Major zur Abgabe einer Salve commrt „Schlagt an!", wartete das ängstliche Thier W folgende Commando „Feuer!" gor nicht erst ab, »uff drehte schon nach jenem ersten Commando um. uv?. - " und Reiter" sah man bann oft erst nach einer !r» x Pause wieder, mitunter aber gar nicht mehr Plane erscheinen. Hierdurch entstanden dann zritze legenheiten, da die Mannschaften so lange mit cngtbM Gewehre stehen bleiben mußten, bis der Herr ' vorgeschriebenen Platz wieder einnehmen konnte, oder m älteste Hauptmann als sein Stellvertreter baß cerwj übernahm und daS Gewehr absetzen ließ. Um na v diese Verlegenheit zu schützen, ließ der Genannte stet» seiner Tamboure unmittelbar neben den Kops feint! treten und gab ihm ein Stück Zucker in die Hanb.^ JJ der Herr Major nun commanbirte: „Schlag» an der Tambour bem Pferbe schnellsten- da- Stück 3u^-r unb eS spielte sich bann hinter ber Front bei W* folgenber ergötzliche Auftritt ab. D:r flJlajor „Schlagt an!" — worauf ber Tambour / Pferbe baS Stück Zucker barreicht. Der Majors ' rasch: „Frißt ’r - frißt r?" Der Tambours - „Ja wohl, Herr Major." Hierauf ertönt bal a manbo: „Feuer!" Dieser buchstäblich t wieberholte fich öfter unb biente zur großen Erhtt Mannschaften nutz beS Publikum-, da- ihn mit Ci tcratur uwb TUn^L — Han»b«ch der Uniforwlanb* •on1. V« Mit über 1000 6inicl°°° Stu," •> "St beftatte *i tdt« «t«!tl\ ,- «litt wtH? wttngkschichtku aus du, jüngst veröffentlichten; Erinnerungen eines Bitti D., Karlsruhe). Bis« , zu deren vollem $tnj g voraufschickt, daß la ttn badischen Offizier t -ecke anfing. Die Hnn allgemeinen keine ch em Lebensalter, feiten te „Und wie muß m n ersten Tambourschkg \\ Denn etwas anlen! d nur spärlich gefilttw uf ebener Landstraße, » ;ben; ein anderes, Ht? nippe zu Pferde ntip gen „Fall" möglichst > lorgerlickten LebeuSBlin ches Mittel. Er w die meisten Pferde, st- nicht vettragen konnn zur Abgabe einer v nartete daS angM 10 „gtutr!" * jtnetn Gunter aber gar Hierdurch «#■* ÄfS m .in Stück oBtu* ittt? St3111,11 t W<" ■ - worauf S , jn j< chO ft« u°d n**»*L*$ SKM AM Mkitsversteigerung. Rointag den 1. Juni, Nach- innlM 2 Uhr, soll auf dem Rath- hciimi m Leihgestern die zu 760 Mk. ue rowiidtclagte Chaussirungsarbeit in AlitLid gegeben werden, bihziesteru, am 27. Mai 1896. Gilssch. Bürgermeisterei Leihgestern. __________Heß.________5026 Abbruchs« Versteigerung. Irl eitag den 29. Mai, VÜvmiittags 10 Uhr, wird Alkch simerftratze 6 eine Partie i altes Bauholz ---. Brennholz geeignet — gegen Be^rtlung versteigert._______5020 ^Wt. Zchlchthaus. Freibank. [4820 tz»e«te nud morgen: chmeinefleisch ü'H lruenrcin, pr. Pfd. 42 Pf«. SMedlfisch n. Cabliau, gffjmrt: frisch, tm »Rebstock*. [353 i Nichtige Neuheit! . K." starke« Waschen die sauberste Wäsche mit 115 Laliim’s Wasch-Extract D. R.-Patent 82424 «siml-isch rein, deshalb nicht scharf. Wundpacket kostet 15 Pfg. bei: AlUtilK. Wallenfels, Giessen. i Mit, den Verfasser, der durch langjährige, etngehmde Studien t tt rn Gegenstände vertraut ist, zur Herausgabe seines BucheS, li hi:-.! die hauptsächlichsten charactertfttschen Erscheinungsformen in X 3k und Bild vorgeführt werden. Der Umstand, daß die Ab- f- iirg deS TerteS wie die Anfertigung der Illustrationen in der- rv jti Hand lag, machte eS möglich, daß Wort und Bild sich thun- i<: K-genfeitig ergänzen. Die Bilder ersparten meist eingehende ckbungen deS Schnittes der Uniformen, der Form der Kopf- b dey^rgen u. f. w., während der Text wieder die nöthigcn Farben- e rrn inwohnerfchaft Gießens heraus, die eigenllich ein gewisses 9 Hniii auf den schönsten Punkt ihres Sladtwaldes hat, eine An- i »tstnz »ergeht, auS dem Schiffenberg einen der Bedeutung Mens würdigen Ausflugspunkt zu schaffen. !sie ließe sich aber Besseres und Schöneres erreichen? Zunächst handelt es sich um die Frage: Will und würde Herr 1. -Mtc überhaupt seine Wirthschaft dem Bedürfniffe und der Neuzeit -- rBfpttiüenb umaestalten? lltehmen wir an, er wolle es, was wohl ' sm jiii bezweifeln, da er das doppelte Geschäft machen könnte, so sind n wh ül>o(jeuflt, daß er bei unserem Stadttath, der, wenn eS sich um HBefLdnerung und Verbesserung GteßenS handelt, stets dabet ist, o:lk fd'ßte Unterstützung dem FtScus gegenüber finden würde. U Ltadtoerwaltung würde sich den größten Dank und vollste Anerkennung der Mit- und Nachbewohner Gießens erwerben, wenn I sie jegliche Bestrebungen, woher und von wem sie auch kämen, I auf dem Schiffenberg ein der Neuzeit und den Bedürfntffen der Br- I völkerung einer größeren Stadt entsprechend eingerichtete Restauration zu schaffen, dem FiscuS gegenüber unterstützte! Auf diese Weife könnte erreicht werden, daß daselbst ein in einfacher, geschmackvoller, aber practtscher Bauart auSgeführteS SommerrestaurationSgebäude mit großem Saal, Gesellschaftszimmer, Küche rc. entstünde. Wenn nun der betreffende Erbauer auch noch dabei auf Logirgäste und Sommerfrischler Rücksicht nähme, dann wäre eine Sommerfrische geschaffen, wie sie schöner und gesünder nicht gedacht werden kann. Eine Störung der Oeconomie braucht nicht im Geringsten befürchtet zu werden, eher das Gegentheil wäre der Fall; man lege nur die Mauer an dem Dickorc'schen Schießstand nieder und der prachtvolle Platz mit herrlicher Fernsicht nach dem Vogelsberg, nach der Wetterau und dem Taunus, mit bereits vorhandenem schattigen Gesellschafts- garten, tft da. DaS Unternehmen wäre wahrlich kein schlechtes und für Pächter sund Verpächter des SchiffenbergeS sehr zu überleg«. Unsere Stadtverwaltung unter Führung des Herrn Oberbürgermeisters sorgt in so anerkennenSwerther Weise für Verschönerung Gießens, daß es ohne jeden Zweifel ist, daß sie sich, wie schon vorher bemerkt, die größten Verdienste für alle Zeit« in dieser Hinsicht erwerben könnte, wenn sie, wie gesagt, eventuelle Bestrebung«, auS dem Schiffenberg etwas zu machen, unterstützte, da es der Einzelne nicht kann. Auch könnte der Fremdenverkehr, worum sich viele, selbst weniger schön und abgelegene Städte die größte Mühe geben, gehoben werd«, wenn der schönste, mitten tm Wald, auf hohem Berg gelegene Punkt zu längerem gemütblichen Aufenthalt einlüde. So lange aber der Fremde an solchem Platz, und sei er landschaftlich noch so schön, keine gemüthlichen Räume vorfinbet, auch nichts WarmeS zu effen bekommt und mit ländlicher Speisekarte vorlieb nehmen muß, geht er entweder gar nicht hin, oder sieht, daß er so schnell als möglich wieder sortkommt. Wird eigentlich der Schiffenberg von dem Touristenstrom viel besucht? Nein! Weshalb, weil dort nichts los ist, obgleich landschaftlich so schön und so bequem zu erreichen, wie wenig Plätze weit und breit! Man denke nur an Braunfels, abgesehen vom Schloß selbst, kann sich die Lage des dortigen Schloßhotels nicht im Entferntesten mit dem des SchiffenbergeS messen. Und frage man sich: waS ist in Braunfels durch einen schönen Aufenthalt erreicht? Wer und wieviel Menschen besuchen heute Braunfels und wteviele ehedem? Eine „Sommerfrische Schiffenberg" wäre nicht übel und die Speculatton wahrlich nickt schlecht! Wenn Herr Lynker etwa auch zu den „Nolbleidenden" gehört, dann findet er hier ganz gewiß eine Einnahmequelle, worum ihn Mancher beneiden würde. Vorläufig sind wir Gießener ja schon zufrieden, wenn uns ein Aufenthalt geschaffen würde, der das Bedürfntß nur einigermaßen befriedigte, wo vor Allem die vielen Menschen bei jeder Witterung ein Unterkommen fanden, wo der Wirth in der Lage wäre, seine Gäste besser zu bedienen, wo auch der Unbemitteltere, dem eine Flasche Bier für 30 Pfge. zu theuer ist, ein Glas Bier für 10 Pfg. haben könnte, wo schließlich auch neben der ländlichen Speisekarte eine warme Speise auf gedecktem Tifch jederzeit zu haben wäre. Vielleicht tragen diese Zellen dazu bei, daß einmal mit der Zeit dm Bewohnern von Gießen auf dem Schiffenberg ein Aufenthalt geboten wird, der dm Bedürfniffen entspricht und der Stadt zur Zierde gereicht. GstttÄdieutz in der Symzoge. SamStag dm 30. Mai. Borabmd 730 Uhr, Morgens 8* Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9“ Uhr. Verkehr, £an$» unö Dolf»uHrtbfd>aft 27. Mai. Fruchtmarkt. Rother Weizen JL 14^25, weißer Weizen X 14.00, Korn X 10.00, Gerste X 8.30, Hafer X 6.80. — Nach dm statiftifchm Ermlltelungm deS Vereins dmtfcher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Sioheisenprodvetto« des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat April 1896 auf 538396 Tonnen, darunter Puddelrobeism und Spiegeleifen 148 241 Tonnen, Bessernerroheism 44 259 Tonnen, Thomasroheism 264 805 Tonnen und Gießereiroheisen 81091 Tonnen. — Die Production tm Apl il 1895 betrug 470 420 Tonnen, hn März 1896 551157 Tonnen. Vom 1. Januar bi« 30. April 1896 wurden producirt 2 098 751 Tonnen gegen 1875843 Tonnen tm gleichen Schaume des Vorjahres. Witterungsbericht vom 27. Mai. Der Kern des hohen Druckes verlagert sich allmälig nach dem Nordosten und gleichzeitig breitet sich daS Maximalgebiet über dem Norden Europas langsam weiter aus. lieber Emtraleuropa ist daS Barometer etwas gesunken. Im Süden Deutschlands ist unter leichter localer Föhnwirkung Ausklarung eingetretm, doch bleibt die Wetterlage noch immer eine unsichere, da einerseits in den continentakn Lagen die Druckoerthetlung unregelmäßig geblieben ist, andererseits von Südwestm her ein neues Minimum in das Mittelmeergebiet vor»udringm scheint. Die Temperaturen lagen im Süden Deutschlands heute Morgen allenthalben beträchtlich höher als gestern. BotattMtlttitt Sittinnti i Wärmeres Wetter mit wechselnder Bewölkung und Neigung zu Gewitterbildung. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 28. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr : Wasser 14, Lust 17°. Rübsarnen'sche Badeanstalt. Foulard-Seide 95 Pf. bis 5.85 p. Mk. — japanesische, chinesische rc. in den neuesten DesfinS u. Farben, sowie schwarze, weiße i'nb farbige Hennederg»Saida von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. - glatt, gestreift, tankt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 verseh. Qual, und 2000 versch. Farben, Dessins rc.), Porto- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. 24 Seiden-Fabriken G. Henneberg (k. u-k- hoii.), Zürich. Olfdtrhd erzielt man blendend weiße WLscha- bet größter Schonung der Stoffa mit LetternrarmS r Wüsche Laugen-Urlract oder , SaUniak-Tarpenti« ryetUavgenmah» 115 Pfg. Man achte genau auf die unter Rr. 11778 patentamUtch geschützte Marke: ,B6t* (Fabrikant L. Lettermann in Elberfeld). 3331 Akanntmachung. Tie-Genossenschafts-Kataster über d Mausigeführten Drainirungsarbeiten iroi dec Flur VL und die Be- und Ci Mi "erung der Wiesen in Flur V., 6 Wartung Inheiden, und ein Theil irui^uiiHI. der Gemarkung Feldheim, Irdifl o:m Montag, den 1. Juni bl«.J.) 4 Wochen lang zur Einsicht bt to (^massen in der Wohnung des V M'teetfl offen. Abänderungsanträge miiM innerhalb dieser Frist schrift- li bs bei dem Genossenschafts-Vorsteher g« ssjilll werden. Spätere Anträge fiiimttn Heine Berücksichtigung mehr. Inheiden, am 27. Mai 1896. Der Vorsteher t )ot Wassergenossenschaft Inheiden. Reitz. 5006 Badetücher, Badehauben, Badeanzüge, Badehosen empfehlen billigst 5024 Geschw. Heer;, llcufttitifg 7. Glace-Handschuhe schwarz, weiß und farbig, empfiehlt in guter Qualität billigst J. H. Fuhr, 4231 Sonnenftraße 25« Ch. A. Pasteurs Essig-Essenz von Max Elb, Dresden zur augenblicklichen Selbstbereitung des besten Speise-Essigs und zuverlässigsten Einmache- Essigs ; empfohlen von den höchsten medicinischen Autoritäten als der gesündeste Essig. In abgetheilten Original- Flacons zu 10 Literflaschen Essig l Mark. 3729 ä l’estragon I Mk. 25 Pf., aux flnes herbes I Mk.50 Pf. Man hüte sich vor Nachahmungen ! 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