"**1, bei ” 11 Ich» tiou: A Gesiinse'tz^ Wßsieine, Rifo' gedreht) Mfcen W 8- ^ehkchpen iij. ^N, preiswertl. ohne jeden °° absolut ger^/ lür Natursandsteinch u. Kirchen, sowie ft-? n9) uon Kasernen,: k'Wetonl*, nb Verwitterung. e.N' ludiAtz W (Steinholz.) A. Gartenkies. in 1 H°p«l T-^\ •5*1/ t»6 •eee®«1 reichhaltigstes Lager allen Preislagen, st' Reste unbimil'l*1”"' JB dedeuteob ermaßt Pltisea. Km enjlif««* beiten d°°E MiW« *f ■er, 8* te itznu*“1 -°«'L jtf. ki-r, 100 Erstes Blatt. Mittwoch de« 29. April 1S96 Der t cht*er «Mjdgft r ■ 3 ■ 2-0 - ;eringer,5—sehr geringer Ä M 5 L Sur, und Stand 5 S £ 3 »e □ 9 - -«o 5e- _ b -- Hafer (Rite auch Luzerne , c b e a1 sl 9, B » S 5 E = Z s tointetroga Sommergei Wiesen i B x 5 Q = K 9 £ « -e- = 1 9\ 5 :1 2 vr< oinzStarkenburg (tret# Bensheim ... l.Ä -ß 1 1,5 2 2 1 Darmstadt. . . 1 -|i 2 r — — 2 — __ — —_ 23 Dieburg ... 2 2 - 1 3 1 — —' — *4 Erbach .... 3 -3 2 - - 3 2 — > - ---- Groß-Gerau . . 2 I 1 1 -11 ■ — — — V Heppenheim . . —| -1 1 - - 2.5 2 —— — Offenbach . . . 2 | —। — 2 ||- - 2,5 — — — -!- 2 An-'ünilt für Starkenburg 1.9 2 1,8 1.4 1,2 1,523 1,6 1— -ii— Vrnvinz Oberhessen. 3 kni; Alsseld ... 3 - — 3 - - 3.5 2 _ _ _ _ a Büdingen ... 2 — 2 - - 2 2 _ _ — _ ro Friedberg ... 2 3 3 , 3 3 3 — —— — _ 11 Gießen .... 25 — — » -1 - 2.5 2 — 15 Lauterbach... 1,5 — — 2 H - 3 2 1 8 Schotten . . . 1.5, — 2 II- - 2,5 1.5 - 5 10 - »Mitschnitt für Oberhesfen 2,1| —1 — 2,3)13 3 2,8 2.1 --1 —jl— ßrc oinz Rheinhessen 1 4 iiniuo.VereinSbezirk.Alzey 3 2,5- CT? CO ’l 1 — 1 - __ 1 i „ Bingen. . 2 — — 2 - 2 1 1 _LL 1 i , „ Flonheim . 2,5 —1 —— 2,5- - 3 2 -1— i n „ Ingelheim. 2 — s - - 2.5 2 2 -|| — — 1 31 „ Mainz . . 2 — — 2 — - 3 3 3 - —! 1——. rx „ „ Nieder-Olm 1,5 „ Oppenheim 1,5 —1 — 3,5- -|4 1 1 - 4 10 2t i> — I— 1 - -E — — — i — — 211 „Osthofen . 2 2,5- - ,3,5 — 1 1 1 iO —eo —II— 2:1 „ Pfeddersheim 3 —: — 2,öl — - 3,5 3 -iso* 21:3 „ Wöllstein . 2 __ 2 |- - 3 2 —h— ■ 24 , „ Wörrstadt. 2 3 1- - 4 — __'1 — — 24 , „ WormS . 2 1 -2 2 l-l - 2 2 - —II— DduMnitt für Rheinheffen 2,1 — 2 2.3 — l -3 2,11,8 - — II__ D dschchnittf.d.Großherzogth. 2 2 1,9 2 2,1 2,3 2,7 1,9,11,8 - —11— * Der junger» Kleefelder. iiemetf ungen: Die Wintersaaten sind im Allgemetnm g aihrii dm mildm Winter gekommen. Nur im Vogelsberg (Kreis S SHütan und Lauterbach, in letzterem Kreise auf schwerem Boden) ifiüalDtiS Weizen und Noggm auSgewintert. Ziemlich allgemein ist v hiilchze über MLusesratz an dem Wintergetretde und dem Klee, b. oiiudb, soweit eS sich um junge Felder handelt, außerordmtlich tri die vorjährige Dürre nothgelitten hat; von letzteren mußten ;. ErhebungSbezirke Pfeddersheim 80pCt. umgepflügt werden. Die Bestellung der FrühjahrSsaaten war in dm klimatisch 8i rttc’li ch begünstigt; in den rauherm Lagen beginnen die Bestellungs- «Äüm erst. Eier Stand der Weinberge ist gut bis sehr gut. Deutscher Reichstag. 77. Sitzung. Montag, den 27. April 1896. Ion BundesrathStlsche: Staatssekretär v. Bötticher. Ütai der Tagesordnung stehen zunächst wieder Wahlprüfungen. ibt Commission beantragt die Wahl deS Abg. Pöhlmann (Rp.) fü Ä^Mig zu erklären und dem Herrn Reichskanzler die Acten zur .'v krniriißnahme und geeigneten Veranlassung mit Rücksicht auf daS bealltr nachträglichen Beweiserhebung stattgehabte Verfahrm vor- zu dkn. ®')g. Guerber (Els.) schildert das amtliche Eintretm eines ® von Bürgermeistern für die Candidatur Pöhlmann und der laianisetzung deS Bürgermeisters Spieß-Schlettstadt, welcher sich gt md:ant halte, seine Unterschrift für das Wahlcircular zu Gunsten l-iSfvlMnS herzugeben. Z-laatSsecretär o. Bötticher bestreitet dem Vorredner gegen; ül x )txr von napoleonischen Candidaturm gesprochm, daß es dort aiMje: Candidaturen gebe. Der Reichskanzler habe durchaus keine BtiMlarsung, die elsässisch-lothringische Regierung zu desaoouiren, ’ji-rber dies für geboten halte. 13ig. Gamp (Rp.) erklärt, seine Freunde zögen, well daS Hum-nicht beschlußfähig, und, um nicht die Verhandlungen zu sehr inet klänge zu ziehen, einen bereits gestellten Antrag auf nament- NMiMimmung über diese Wahl zurück. Ebenso erkläre er gleich ietißll, dsaß er auch auf die namentliche Abstimmung über die . Holtz verzichte; Redner stellt dann fest, daß »er- schtedmtltche, gegm die Wahl Pöhlmanns eingegangene Protestangaben durchaus wahrheitSwidrig seien. Thalsächlich sei der be- treffmde Wahlaufruf weder von allen Bürgermeistern unterschrieben worden, noch auch hätten die unterschriebmm Bürgermeister ihren amtltchm Character angegeben. Die Angabe, die Amtsmtsetzung ©ple6' sei im Zusammenhänge mit den Vorgängen bei der Wahl erfolgt, stehe in vollem Widerspruch zur Beweisaufnahme. Spieß habe sich mit Collegen und Vorgesetzten niemals zu stellm gewußt. Er sei ein Fanatiker, der seinen Sohn vor Erlangung deS militärpflichtigen Alters nach Frankreich auswandern ließ. Solchen Mann hätte die Regierung schon längst absetzm sollm. Nach alledem liege kein Grund vor, die Wahl Pöhlmanns für ungtlttg zu erklären. Abg. v. Marquardsen (nl.) erklärt, daß er die Angabe des Wahlprotestes in keiner Weise bestätigt gefunden habe, namentlich auch nicht die Angabe über den osfictellrn Character der Pöhlmann'schm Kandidatur. Auch er bitte, die Wahl für giltig zu erklären. Abg. Spahn (C.) wendet sich lebhaft gegen dm Staatssecretär o. Bötticher. Der Reichstag dürfe sich daS Heft nicht auS dm Händm nehmen lasten. Er bitte daher, auf jeden Fall auch den Antrag der Commission in seinem 2. Theil anzunehmm. Abg. Beckh (frf. Vp) rügt ebenfalls, wie jetzt nachträglich Seitens der elsässischen Regierung Vernehmungen zu Gunsten Pöhlmanns vorgenommen worden seien! Gerade das zeige so recht, daß es sich hier um eine officielle Candidatur handle. Abg. Simonis (Els.) geht nammttich noch auf die Absetzung des Bürgermeisters Spieß ein. Abg. Gamp, welcher dicht neben dem auf der Rednertribüne befindlichen Redner steht, ruft ihm dabei zu: ist eine Unverschämtheit! Präsident Schmidt ruft den Abg. Gamp hierfür zur Ordnung. Abg. Gamp: Ich bedauere sehr, daß ich mich vorhin zu einer solchen Aeußerung habe hinreißen lassen. Ist es auch richtig, daß auf einen groben Klotz ein grober Kell gehört, so hätte ich doch jene Erwiderung unterlassen sollen. Redner bleibt weiterhin habet, Ungehörigkeiten seien bei der Wahl nicht vorgekommen, um officielle Candidaturen handle es sich nicht, und der Protest sei fanatisch und gehässig. Die Gegner Pöhlmanns säßm selbst im Glashause und sollten nicht mit Steinen werfen. Rach Lage der Dinge sei es zu erwägen, ob es nicht richtig sei, die ganzen Wahlprüfungen einem unparteiischen Forum, vielleicht dem Reichsgericht, zu übertragen. (Lachen links). Fürst Bismarck, so enbei der Redner, hat einmal gesagt: „In der Politik giebt es kein positives Recht; wer die Macht hat, ha» das Recht!" Meine Herren, benutzen Sie Ihre Macht! (Lachen und Unruhe). Abg. Preuß (Els.): Pöhlmann und die anderen Bürgermeister hätten ihre Wahlversammlungen abgehalten unter Mißbrauch ihrer Amtsgewalt und gesetzwidltg, nämlich ganz unter Außerachtlassung der über öffentliche Versammlungen in Elsaß-Lothringen geltenden Vorschriften. Damit schließt die Debatte. Gegm Nationalliberale und beide conservativen Parteien wird die Wahl PöhlmannS für ungültig erklärt; ebenso alsdann die Wahl des Abg. Holtz. An Stelle des Abg. Kropatschek (cons.) wird Abg. Jacobs- f ötter (cons.) zum Mitgliede der Commission für Arbeiterstatistik gewählt. Morgen 1 Uhr: Börsenreform Gesetz (Schluß 4% Uhr). Deutsches Reich. Berlin, 27. April. Der Kaiser hat seinem Jagdauf- enthalte auf der Wartburg den schon angekündigten Besuch beim Grafen Görtz in Schlitz nachfolgen lassen, womit der jüngste große Reise Cyclus des erlauchten Herrn abschließt. Am Sonntag Vormittag wohnte der Kaiser mit seinem Gefolge dem Gottesdienste in der Schützer Hauptkirche bet. Das Eintreffefi des Monarchen im Neuen Palais bei Potsdam nach Beendigung seines Schlitzer Aufenthaltes wird für Mittwoch Vormittag erwartet. Für Donnerstag ist der Besuch des von Parts kommenden Fürsten Ferdtnand von Bulgarien bet den kaiserlichen Majestäten im Neuen Palais angekündigt. — Die Unpäßlichkeit des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe ist jetzt soweit wieder gehoben, daß derselbe Spaziergänge im Garten deS Reichskanzlerpalais unternehmen kann. Voraussichtlich wird der Kanzler schon in nächster Zeit auch im Reichstage wieder erscheinen können. — Die Mtnisterkrisengerüchte sind wieder erneut im Schwange. Der preußische Kriegsminister Brousart v. Schellendorff soll amtsmüde sein, eS heißt, er sei nicht geneigt, jenen geheimen, aber mächtigen Einflüssen am Berliner Hofe, denen die jüngsten Verabschiedungen hoher Militärs im angeblichen Zusammenhänge mit der Frage einer Reform der Militärstrafproceßordnung zugeschrieben werden, noch lange Widerstand zu leisten. Aber auch vom Reichskanzler selber heißt es, er habe mit widrigen Strömungen zu kämpfen und trage sich mit der Absicht, seinen Posten zu verlassen, falls er mit seinen Anschauungen nicht durchdringen sollte. Für jetzt find jene Gerüchte allerdings wohl noch nicht völlig ernst zu nehmen, aber die Annahme ist doch nicht zurückzuweisen, daß über kurz oder lang die Widerstandskraft der beiden Staatsmänner erschöpft sein möchte, nachher würden wir freilich vor einer neuen ministeriellen Krisis stehen. — Die Lage in Deutsch-Südwest-Afrika scheint wieder einmal nicht ganz unbedenklich zu sein. Die Khanas- Hottentotten, welche sich schon öfter- gegen die deutsche Herrschaft aufgrlehnt haben, befinden sich abermals aus dem „Kriegspfade" gegen die Deutschen. Zwischen einer Ab- »Heilung der Schutztruppe und den Aufständischen ist eS dem Vernehmen nach bereits zu einem Gefecht gekommen, in welchem deutscherseits zwei Offiziere und sechs Mann gefallen fein sollen, doch bedarf diese Nachricht noch der Bestätigung. Hoffentlich wird eS gelingen, die rebellischen KhanaS recht bald zu unterwerfen, sonst stünde zu befürchten, daß auch andere Stämme jener südwestafrikantfchen Gegenden, vor Allem die kciegerischen HereroS, ihre Waffen gegen die Deutschen kehren. WolffS telegraphisches Eorrespondvrz-Bnrean. Berlin, 27. April. Die Berliner Schuhmacher- Handarbeiter verkündeten in einer heutigen, von ca. 1000 Personen besuchten Versammlung einen allgemeinen AuSstand. Betroffen werden etwa 100 Geschäfte mit ungefähr 1500 Arbeitern. Verlangt wird 25 pCt. Lohnerhöhung und Abschaffung der Nacht- und SonntagSarbeit. Berlin, 27. April. Mehrere Abendblätter melden: In den Kämpfen gegen die KhauaS Hottentotten sind die Offiziere Lampe und Schmidt gefallen, Lieutenant EggerS verwundet. Berlin, 27. April. Die Budgetcommission deS Abgeordnetenhauses nahm die Eredttvorlage für Herstellung von 16 Bahnlinien im Betrage von 44 062 000 Mk. an. Die Beschlußfassung über die Linien Berent • Karthaus und Konitz-Lippusch wurde ausgesetzt. FleuSburg, 27. April. Der Redacteur und Verleger des „FlenSborg - Avis", Jessen, wurde heute von der ersten Strafkammer wegen grobenUnsugS zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt Er hatte in einer Versammlung in Hellevad zum Boykott der deutschen Kaufleute aufgefordert. Leipzig, 27. April. Im „Letpz. Tagebl." erklären mehrere hervorragende Verlag-firmen bezüglich der Abmachungen zwischen dem Deutschen Buchdruckerverband und der Gehülfenvertretung, daß sie sich von wirthschastlich berechtigten Gründen der Erhöhung des Druckertarifs nicht überzeugen konnten. Der Buchhandel sei nicht in der Lage, höhere Löhne zu zahlen- eS seien daher die Firmen entschlossen, den ihrerseits beschäftigten Druckereien jede Erhöhung des Druckertarifs abzuschlagen. Andere Firmen werden aufgefordert, sich dem Vorgehen der Leipziger Firmen anzuschließen. Depesche» d«S B»rea» .fccrclb*. Berlin, 27. April. Bei der Eröffnungsfeier der Bewerb eaus st ellung am 1. Mai d. I. werden am Hauptindustriegebäude der Ausstellung eine Ehrencompagnie vom 3. Garderegiment z. F. im Paradeanzug, sowie an der Landungsstelle des AuSstellungSparkeS sechs Unteroffiziere der Marine als Ehrenposten Aufstellung nehmen. Berlin, 27. April. Die feierliche Eröffnung der diesjährigen Berliner Internationalen Kuust-AuS- stellung erfolgt am Sonntag den 3. Mai, 12 Uhr Mittag-, durch den Kaiser. Berlin, 27. April. Gegen tausend Veteranen versammelten sich gestern Vormittag zu einer Besprechung der am 11. Mai zu veranstaltenden Fried^nSfeier. Bisher haben sich 4000 Theilnehmer gemeldet. Ebenso viel erwartet man noch. Berlin, 27. April. Der Abgeordnete Frhr. v. Stumm ist heute an Stelle de- Abgeordneten Müller Harburg in die Commission für daS Bürgerliche Gesetzbuch gewählt worden. Berlin, 27. April. Die Streitigkeiten in her (Son* fectionSbranche find in eine neue Phase getreten- der Verein der EngroS-Iirmeu hat beschloffen, deu bei den Abmachungen vom 19. Februar festgesetzten Lohnzuschlag von 12j/2 pCt. nicht mehr zu zahlen und dies dem Gewerbegericht mitzutheilen. Damit ist der Vertrag zwischen den ConfectionSmeisteru und Arbeitern, der die Grundlage der Einigung bildete, nämlich aufgelöst. Berlin, 27. April. Fürst Ferdinand von Bul- garten wird nach den neuesten Bestimmungen am 30. April aus Pari» hier eintreffen und im königlichen Schlöffe ab- stetgen. In der türkischen Botschaft wird ihm zu Ehren eine große Festlichkeit stattfinden. Berlin, 27. April. Die socialistischen Abgeordneten deS Reichstages haben heute Nachmittag an den Abgeordneten Bueb nach Mülhausen telegraphisch daS Ersuchen gerichtet, ihnen sofort alles Material über seine Verhaftung zu übersenden. Der „Post" zufolge hegen die Socialdemokraten die Absicht, die Angelegenheit zu einer Interpellation im Reichstage zu benutzen. M $i n» Tit örhebt tt bn Monat ließen, v- Bad Salzschlirf, 28. April. Se. Maje».' < Kaiser, welcher am 25. d. MtS Nachmittag- dahtannrr und sich inzwischen als Gast de» Grafen Görtz in irr -i gelegenen Schlitz aushielt, tritt von hiesiger Station □». heute Abend 10 Uhr wieder die Rückreise an. Dic’t.t folgt mittelst de» au» Salonwagen bestehenden tei'tr« vereinigen. _ , . Der Tabakbau in Hessen. In der Provinz Starken- bürg zählte man im abgelaufenen Erntejahre 1894/95 1747 Tabakspflanzer. Davon treffen auf die Gemeinden Lampertheim 452, Lorsch 360, Viernheim 518, Wimpfen 315. Der Flächeninhalt der mit Tabak bestellten Grundstücke betrug inSgesammt 56,175 Ar, wovon auf Lampertheim 18,626, Lorsch 8629, Viernheim 19,326, Wimpfen 7789 und Bürstadt 1318 Ar entfallen. In Oberhessen befinden fich nur vier Tabakspflanzer mit 1,36 Ar Grundfläche, in Rheinhessen wird kein Tabak gepflanzt. Die Gesammtmenge der Tabakernte betrug 1,057,952 Kilogr. bei einem Werthe von 946,426 Mk. Die Gewichtssteuer betrug 380,323 Mk. ** Militaranwatter. Im Einverständnih ntft dem Kriegs- Minister hat der Justizminister unter dem 23. März wegen der Anstellung von Militäranwärtern al» GerichtSschreiber- Gehilfen Folgende» bestimmt: .Die Stellen der etatsmäßigen Ger^chtsschreiber-Gehilfen bei den Landgerichten und dm Amtsgerichten, sowie der etat-mäßigen Assistenten bei dm Staatsanwaltschaften der Landgerichte und der AmtS- Cocele» «nd Sieben. 28. April 1896. •* AlS Gast de» GrotzherzogS von Sachsen-Weimar weilte während der Kaisertage, den 24. und 25. April, Herr Geh. Hofrath Prof. Oncken auf der Wartburg. ** Patent-Anmeldung. Verfahren zur Verarbeitung von | Schweselmetallen, insbesondere Schwefelzink: Dr. C. Höpfner in Gießen, 3. 4. 95. * •• Patent Srtheilung. Schirmhülle in Spazierstockfarbe mit Ring am unteren und elastischem Verschluß am oberen Ende. M. Levi in Gießen, 4. 12. 95. •* BerkehrSnachrichten. Am 1. Mai gelangt ein neues Berzeichniß der zusammenstellbaren Fahrscheine de» Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen zur Ausgabe. ES ist bei den Fahrkarten-Ausgabestellen verkäuflich, die auch nähere Auskunft über Einteilung des VerzeichnifieS, Kostenpreis rc. ertheilen. * Kriegerkameradschaft hasfia. Nach dem soeben er- schienSnen Jahresbericht der Kriegerkameradschast Hassia Über daS 2l. Verbandsjahr umfaßt dessen 17. Bezirk (Gießen) 29 Vereine, worunter der auS dem Verband ausgetretene Verein Großen Linden allerdings fehlt. Die Mitgliederzahl deS Bezirks Gießen beträgt 1493. Der Vorstand besteht aus. Postsecretär Meyer-Gießen, 1. Vorsitzender, dessen Stellvertreter Leicht-Watzenborn, dem Schriftführer Keller-, Gießen und dem Kassirer Volkmann - Heuchelheim. Die drei größten Vereine deS Bezirks sind: Kriegerverein Gießen mit 271, Deteranen-Verein Gießen mit 121 und der Verein in Watzenborn—Steinberg mit 115 Mitgliedern. * Ziegenzucht-Verein. In einer vor acht Tagen abge- haltenen Versammlung von Ziegenbesitzern wurde die Gründung eine» Ziegenzucht-Vereins, verbunden mit Vieh- versicherungSkasse, beschlossen. Zweck de» Vereins ist: Verbesserung unserer Landziege durch Ankauf von Schweizer Ziegen und Schadenersatz bis zu einem noch zu bestimmenden Betrag für gefallene Ziegen au» der VersicherungSkasse. Daß die Gründung eines solchen Vereins allgemeine Anerkennung findet, beweist die Thatsache, daß in voriger Woche bereit» 32 Ziegenbesitzer dem Verein neu beigetreten sind. Weitere Beitrittserklärungen können bei Herrn A. Nödtng am Riegelpfad jederzeit gemacht werden. In einer in Kürze einzuberufenden General-Versammlung sollen die Statuten berathen, der Vorstand gewählt und alsdann der Verein definitiv constituirt werden. ** Die Hauptversammlung deS Bundes der Landwirthe, Lbtheilung Hessen, die am Sonntag Nachmittag im „Schützen- hos-- zu Darmstadt abgehalten wurde, war so stark von " ^tnrein, p- Achsel - pei Frankfurt a. «.. 27. April. Wir werden ersucht, I darauf aufmerksam zu machen, daß die Enthüllung de» | Kaifer-Denkmal» am 10. Mai unmittelbar nach dem FestgotteSdienst in der Katharinenkirche stattfindet. Für Diejenigen, welche der Denkmals-Enthüllung auf der Tribüne beiwohnen wollen, wird e» daher unmöglich fein, an dem Gottesdienste theilzunehmen, denn der Zutritt -um Denk- rnalSplatze wird geschloffen werden, ehe noch der Gottesdienst zu Sude ist. Wien. 27. April. Auf der Hin- und Rückfahrt vom Kaiser wurde Lueger von einer zahlreichen Volksmenge mit dem Rufe: „Hoch Lueger!" lebhaft begrüßt. Die Verzicht- leitzung Luegers auf die erste Bürgermeisterftelle wird durch Extrablätter gemeldet. Dieselbe bildet den einzigen Gesprächsstoff im Parlament sowohl wie im Publikum. Aus die zahlreich im Parlament an Lueger gestellten Anfragen verweigerte dieser jebe Auskunft. In einer Extra-AuSgabe des antisemitischen deutschen VolkSblatteS wird gesagt, die Berufung Dr. LuegerS zum Kaiser bedeute eine vollständige Anerkennung der antisemitischen Partei, sowie die Anerkennung Dr. Lueger» al» Reorganisator in der Verwaltung WienS. Wien. 27. April. Heute Nachmittag wird wahrscheinlich schon die Ausschreibung der neuen Bürger- meisterwahlen erfolgen. Zum ersten Bürgermeister dürfte der Abgeordnete Profeffor Schlesinger, zum ersten Bice- Bürgermeister Dr. Lueger gewählt werden. Wien. 27. April. Infolge deS polizeilichen Verbots «erden nunmehr die Kinder der Socialdemokraten am 1. Mai gemeinsam mit den Arbeitern in den Prater ^^Bndapest, 27. April. Ein von 15,000 Personen be- suchte» BolkSmeeting, bei welchem Coffuth und der Abge- ordnete Ukron scharfe Reden hielten, beschloß, für ein selbst- ständiges Zollgebiet einzutreten. «Rom, 27. April. In Palermo war vor der Thüre de» französischen ConsulatS eine mit Pulver gefüllte Bombe gelegt worden, welche beim Explodiren eine starke Detonation verursachte. Verletzt wurde jedoch Niemand. Ein Blatt behauptet, daß dieser Anschlag auf die Wühlereien seitens der Anhänger CriSpiS znrückznsühren sei. No», 27. April. In Palermo wurden Nachts revo- lntionäre Plakate angeschlagen. — AuS Catania wird der AuSbruch eines bedenklichen Aufstandes gemeldet. Pari», 27. April. Die Arbeiterbörse, welche unter Lern direkten Einfluß der socialistischen Abgeordneten steht, wird demnächst wegen der revolutionären Meetings, welche dort abgehalten werden, geschloffen werden. Marseille, 27. April. An Bord von drei Schiffen, welche von China nach Sumatra fuhren, ist die Cholera auSgebrochen. Von 636 Paffagieren sind 349 erkrankt und 102 gestorben. „ London, 27. April. Bezüglich der Weigerung des Präsidenten der Südafrikanischen Republik, Krüger, nach London zu reisen, tröstet sich der „Standart" damit, daß Krüger dann auch nicht nach Berlin fahren könne. „Daily Graphik" wünscht die. Absendung eine» Vertreters des Colo- nialamts nach Transvaal, damit dieser dort über die Ausländerfrage verhandle, weil der Friede von ganz Südafrika von der Lösung dieser Frage abhänge. SonderzugS. Butzbach, 26. April. Touristen und Naturftcc: \ dürste unser Wald, Distrikt Zipsen, al» Ku» fing*, j zu empfehlen sein, da man von dort sehr schöne Au» hat und Vorrichtungen zum Schutze gegen Wind unt tc I getroffen find. In nächster Nähe befindet sich au WilhelmShöhe eine Sommerwirthschaft. Daneben nr. große Bierbrauerei von Herrn E. I Melchior, dt Jntereffenten manche» SehenSwerthe bietet, inöbesonter elektrische Anlage und die neue Eismaschine. Auch du 1 Fahrtunterbrechung auSgeschloffen. Findet eine solche tu» statt, so verliert die Fahrkarte ihre Gültigkeit. 4. R* vom vollendeten vierten bis zum vollendeten zehnten vcW jahre, sowie jüngere Kinder, sür welche besondere Pla^d ansprucht werden, werden zur Hälfte deS ermäßigten Zck Preises für Erwachsene befördert. 5. Auf eine ec:r Rückfahrkarte zum vollen Preise werden 25 Kilogtaww auf eine solche -um halben Preise (Kinder-Fahrkarte) 12 gramm Freigepäck gewährt. 6. Nähere Auskunft mir- die Fahrkarten-AuSgabestellen. Zeh» tri m sollen Donnerstag, " 5 und Llell am tz d Mi«' ‘•iS NW». LtoNli» in,eetn 6' yrfttrr UiBW S i-unebener Sen ‘ -)n nLM c . Awlemderoth .eelf erhöbt. l(Ättn durch bit oach der le yirrälfl ®aB 31 un:ttn »erben, d t: w>e ®aI r t|tfl getenft, s jn. t=nt|cn. $ Sie h«h uiiiiteo Vogel »al frühe gt|rtn eitle Tar Krfdiittentc Aelli iegtrn Zeit euch en Saun» Berr Lstrsörsttt-i El febril bei Lanbac Lbersörfterei at MO Ne:er Such imrmitt werke eur bat Sabmis F’rteegfrung, so br »ehlen müssen, f-vltenen Holzvt ti t BUntgleü n 0 letiftei f'ingltbt* hier ich von Senken hig fpro6 fich rüfjtn vergfit richtoog einet kchninmbab, Übei Ktb'/.inalWbem, ai b't roohMßp Ur »rar btd soweit U Seeet <164 ^Ohi Zellenstrafanstalt ist von dort au» sichtbar. W. Au» der Wetterau, 27. April. Jetzt wird e» er* Frühling. Arn 23. d. MtS., auf Georgentag, ist Schwalbe beiun» eingetroffen, am 25. traf der Haupts» ein und heute hat sich der Kuckuck zum erstenmale ? laffen. DaS sind Frühlingsboten, die gewöhnlich nicht t» Die Luft ist heute bedeutend milder als seither, Mr» liegt jetzt die Wintermisöre endgiltig hinter unS. △ AuS de» Kreise «lSfeld, 27. April. Im Frühjahr wurde der Wintersamen (Rap») durch kleine, Käserchen, welche die kaum aufgegangenen BlÜthen zer größtentheilS vernichtet. Diese Käserchen traten in etn feldern so massenhaft auf, daß oft 3—5 Stück in ein - zelnen Blüthe anzutteffen waren. Man nannte Mrieira schwarze Erdflöhe, mit denen sie aber nicht» gemein und staunte über ihr Erscheinen, da sich Niemand an t , Vorkornmntß au» früheren Jahren erinnern konnte , , dem Eintritt wärmeren Wetter» verschwanden die : zerstörer ebenso plötzlich wie sie gekommen. Im Frühiahre treten diese gesährlichen RapSfeiude UkW? Schon haben sie die noch in den Knospen "keudeo de» Rapse» massenhaft besetzt und die zu ermatten ernte fällt wieder der Vernichtung anheim. Die nächte, wie wir seither einige gehabt, fdjcincn t ... Geringsten nicht zu schaden, da fie nach denselben noi den Landwirthen de» ganzen Lande» besucht, daß der große Saal bi» auf da» letzte Plätzchen besetzt war. Um 3 Uhr eröffnete Herr C. L u cke-PatHr»bausev die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Maj. Kaiser Wilhelm II. und Se. Kgl. Hoh. den Großherzog Ernst Ludwig, und übertrug dann den Vorsitz Herrn Dr. Deh- linger-Weilerhof. Derselbe begrüßte die Versammlung mit Worten de» Dankes für das zahlreiche Erscheinen und daS bethätigte Jntereffe an dem Bunde. Herr Lucke erstattete hierauf zunächst einen eingehenden Bericht über die BundeS- bewegung in Heffen, insbesondere über die Mitgliederzahl und die Kaffenverhältniffe. Dem Bericht, der mit großem Beifall aufgenommen wurde, ist zu entnehmen, daß auch in Neffen die Mitgliederzahl des Bundes der Landwinde in „ . . . . ftetem Wachsen begriffen sei, und bog auch im h-,fischen in ben inreresstrien »reisen nieisnch Unklaihr^ »ii ee[. Bnuernstanb bn« SrnnbeSbewutzlsein mehr unb mehr zum b-ffhnib bnrnus Hinweisen, baff leb er unbtidioltint :s Durchbruch komme. - Hieran, hielt Herr Ches-Rebacl-ur Mann, btt bn« «Her °°n 17 Inhren -rretchi Hai uct , Dr Oertel-Berlin einen lehrreichen Bnrtrng über bie Er- bet «uShebung nach nicht füt -men Trapp-ntd-ll lefigeschn,» Haltung de« Mittelstaube«, ein- Leben«,rage für b°« benlsche ist, fich zum brei-, d-zw. °!-riährlg«n Bmttitt b,, , $oif. R-bner beleuchte-- laut .Darmst. Tgl. An,.- in ein- C°°°ll-ri- unb Mariue, brrii^rtg-n tl. !, n-h-nb-r Wei-- unftre sazinlen Schäb-n, in«b-,°°ber- b-n F-ldar-ill-r-- unb zum ,w-ii°hr-,-u Sintritl >>«' »»-, «kre G-lr-ibewuch-r, ben Terminhanbel mit Betreibe unb bie @e. Trupp,ngaitungen unler Barleguu« eine, °°m tteibeböife, gegen bie con ber Reich-reg-erung gesetzlich »ar- bei heimischen 6e^t ttomeillPon «ufeefteOten ahUr*,.,. -ugehen sei. Um biete Schüben zu beseitigen ober zu mil- anmelben kann. Der ersorberliche M-lbeschrin »ht mk; bein fei bet Zusammenschluß be« Mil-elftanb-s uneiläfflich. aus Grunb b-r «mwilligun, de, Bni,r« obet be»««^, Reicher Beisall unb ein breifad),« Hoch lohnte ben Rebner unb einer Bescheinigung b« Ort«p°li,eibehü,b-, nach iüt seine Darlegungen. - Zum B-zirk-vorsitzenben für ben bet zum freiwilligen Dienst fich Melbenbe sich ,-u Qtei« Darmstnbr würbe Herr Dr. Dehlinger per Acclamation hat unb burch Civilverhnltniffe nicht gebunben ist. gewählt) er nahm bie Wahl mit Dank an. Falgenbr von " zahriegnnstignn,en ,n» Besuch- ka Sierrn Graf vorqefchlagene Resolution wurde emstimmig an- stelluug in Berlin. 1. Zur Erleichterung deS Besuch-. genommen: „Die heute im Saale „Zum Schützenhof" in Berlin stattfindenden Gewerbe.AuSstellnng werden Darmstadt versammelten Landwirthe vom Bunde der Land- rückfahrkartcn mit einer GulrigkeitSdauer von 10 Taz,> wirthe der Provinzen Starkenburg, Oberheffen und Rhein- für 1., 2. und 3. Wagenklane^ nach Berlin zu erw-^r heffen weisen hiermit die Vorwürfe deS Herrn Dettweiler- Preisen und zwar solche für Schnellzüge, icdoch um S.- Laubenheim, welche derselbe gegen die Landwirthe HeffenS schluß der sämmtlichen D Züge und solche zur -u-schlux.Ä- „hoben hat, nämlich, daß sie den heutigen Verhältniffen Benutzung der Personenzüge auSgegeben. Die Än.p nicht entsprechend zu wirthschaften verstehen, sonst würden dieser besonderen Rückfahrkarten erfolgt vom preitaB t sie noch ein rentierlicheS Dasein haben, energisch zurück und 1 am-1 .......... """ " bedauern eine solche Stellungnahme auf das Tiefste. Sie erklären nach wie vor treu und fest zum Bunde der Land- wirthe zu stehen und sprechen ihren Führern ein unbedingtes Vertrauen aus und fordern sie auf, kühn unb fest wie bisher auf dem betretenen Wege weiter zu schreiten." Nach einem von Herrn Lucke auf den Bund der Landwirthe ausgebrachten Hoch wurde die Versammlung um 6 Uhr geschloffen. ** Mittelrhein-KreiSturnlag. Auf dem am Sonntag in der Turnvereinshalle zu Frankfurt abgehaltenen 57. Turntag des Mittelrheinkreises waren 128 Vereine mit 247 Stimmen vertreten. Aus der Berichterstattung des | KreiSvertreterS Rothermel-Darmstadt ist zu erwähnen, daß der Kreis jetzt aus 566 Vereinen mit 52,985 Mitgliedern besteht. Die Berichterstattung deS KreiSturnwartS Hetdecker- Wiesbaden verlangte eine systematischere Ausbildung der I Turner, und zwar für Stadt und Land in gleicher Weise. I Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete der Antrag deS Frankfurter Gaues auf Erweiterung des MusterriegenturnenS, die einen allmählichen Uebergang zum VereinSwettturnen herbeiführen soll. Diesem Anträge stand ein anderer der Kreisvorturnerschaft auf unmittelbare Einführung des Ver- einSwettturnens gegenüber. In der Abstimmung nach eingehender Besprechung blieben beide Anträge ohne die statuten- mäßige Dreisünftel-Mehrheit- fie waren also abgelehnt. Dagegen wurde ein dritter Antrag angenommen, „unter Er- Weiterung der bestehenden Musterriegenturn-Ordnung den Frankfurter Antrag mit der Abänderung anzunehmen, daß I die Anzahl der Theilnehmer an den Musterriegen der Anzahl der ausübenden Turner entsprechen muß, daß Turnsprache, Zusammenstellung deS Uebungsstoffes unb Schwierigkeit außer Werthung bleiben unb baß Frei- ober Stabübungen zu ben Gerätheübungen hinzutreten." Außerbem würben noch ver- schiebene Adänberungen ber Satzungen unb ber Wettturn- orbnung auf Grunb ber Befchlüffe beß 11. beutfchen Tnrn- tages in Eßlingen beschlossen. Einige Turner werben von ber Thetlnahme am Feldberg-, Gau- unb KreiSfeft auSgeschloffen, weil sie sich beim Wettturnen Unzulässigkeiten haben zu Schulben kommen lassen. Dor Schluß würbe dem Kreistag noch ein Dringlichkeitsantrag unterbreitet wegen der in Leipzig abzuhaltenden „deutschen Olympiaseste". Der Kreistag stimmte dem Antrag zu, indem er einstimmig erklärte, die genannten Feste seien, weil sie die deutschen Turnfeste schädigen, unb geeignet sind, den Sport in die deutsche Turnerei hineinzutragen, ganz entschieden zu bekämpfen. Der Beschluß soll dem deutschen TurnauSschuß mitgetheilt werden. ** Jagdverpachtnng. Die Kinzenbacher Jagd wurde gestern auf 6 Jahre an Herrn Otto Kramer auS Barmen für den seitherigen Preis von 370 Mk. verpachtet. Der Pächter soll Reflectant auf mehrere dort in der Nähe liegen- den Jagden sein, um diese mit der bereits erpachteten zu gerichte bleiben den Militäranwärteru ausschließlich icrh halten. Eine Ausnahme bilden diejenigen Stellen, für Dolmetscher bestimmt und für welche als Dolnieti*. onalifizirte Eivilanwärter vorhanden find. Aeltere qualisip) Milttäranwärter haben auch für diese Stellen ben 8on Don den Stellen der diätarischen GerichtSschreibergehiliQ-. ; ben Landgerichten unb ben Amtsgerichten, sowie der diilaniO, Assistenten bei den Staatsanwaltschaften der Landgenchre «6 der Amtegerichte wird der fünfte 2Heil der in dem Ci>r landeSgerichtSbezirk überhaupt vorhaKenen Stellen dieser L den Militäranwärtern ausschließlich Vorbehalten. •• Freiwillige für bei dentsche Heer, lieber die Fr», welche Schritte diejenigen jungen Leute, die beabfichl.z- freiwillig in daS Heer eiozutreten, zu thun haben, Herr- 1. Mai, beginnend, bis zum Schluffe der AuSstelluvz e jedem Dienstag und Freitag, jedoch mit Ausnahme der rs folgenden Tage: Freitag 22. Mai, Dienstag 16. j? Freitag 19. Juni und Freitag 14. August. Der AE- weiterer Züge bleibt Vorbehalten. 2. Auf allen Hallk'iü: und Haltepunkten werden bei Anforderung ermäßigter?j fahrkarten nach Berlin gewöhnliche Mckfahrkarten bl. derjenigen nächsten Station, welche mit ermäßigten Ü fahrkarten nach Berlin versehen ist, verausgabt. 8on r Fahrkarten-AuSgabestelle dieser letzteren (UebergangS-Tn.- wird bei Verabfolgung einer ermäßigten RÜcksahrkatl! .j Berlin die Gültigkeitsdauer der vorgezeigten Rückial?:. von der ursprünglichen Abgang»- bi» zu der betre^c-^ UebergangS-Station auf 10 Tage erweitert. Die keitS-Verlängerung erfolgt ebenfalls nur am Dienstag;:r am Freitag mit Ausschluß der unter 1. angeführten 3. Fahrtunterbrechung auf diese Sonder Rückfahrlar:» : nur einmal auf der Rückreise gegen Bescheinigung lut. m StationSbeamten gestattet. Aus der Hinreise nach Bnlr.d ergeben, wurde durch zwei von Kameraden abgegebene Schüße töbtlid) verwendet. Schiff-ncrchvichten. Norddeutscher Lloyd, to Gießen vertreten durch bii Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 26. Syrtl. (Per tranSallanttfchen Telegraph.] Der Postdampfer Aachen, Eapt. H. HaShagen, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, tfl gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten tn Newvork anaekommm. Witteenugsbericht vom 27« April. Da- Minimum im Norden hat sich etwas vertieft und zugleich feinen Einfluß in östlicher und südlicher Richtung erweitert. Sentral- und Süd-Europa dagegen stehen unter der Herrschaft hoben Barometerstandes, dessen Kern im äußersten Westen lagert. Jndeß zeigt die Druckoerthetlung in Eentraleuropa bei geringen Unterschieden kleine Unregelmäßigkeiten, unter deren Einfluß vtelsach wolk'ges, im allgemeinen jedoch trockneS Wetter herrscht. Die Temperaturen sind allenthalben gestiegen. Sittmmii Wolkiges, ziemlich warmes Wetter mit stellenweise« Nteder- schlägen, einzelne leichte Gewitter nicht ausgeschlossen. Destetye, Land- «nd Vottsrnivthsrhaft» Gieße«, 28. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,80—0,90, Hühnereier pr. 6t. 5 4, 2 St. 0 X Enteneier 6 H, 2 St. 0-0 X Gänse, eier pr. St. 14-00 X Käse pr. St. 6-11 X Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 17 X Linsen pr. Liter 80 X Tauben pr. Paar JL 0,70 bis 1,10, Hühner pr. Stück 1,30 bis 1,50, Hahnen pr. Stück JL 1,40-1,80, Enten pr. Stück X 1,80-2,00, Gänse pr. Pfund JL 0,00—0,00, Ochsenfletsch pr. Psd. 70-74 X Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66-68 X Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bis 66 X Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 X Kalbfleisch pr. Pfd. 64-56 X Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00 bi« 5,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0-00 4, Zwiebeln pr. Zentner X 5,00—0,00, Milch pr. Liter 16 X für □ Darmstadt, 27. April. Eine heute tu der hier stattgehabte, sehr zahlreich, insbesondere I Mabe» Platz. 4169 |j Frankfurter Möbel-Magazin 8 Inh.: Aug. Ossmann, Giessen, 4153 4160 eompleter Ausstattungen 3863 4137 Sonnenftraße 25. 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Em Schwimmbad wurde von fast allen Badenden für nothwendig erachtet und auch die Wichtigkeit einer möglichst centralen Anlage des neuen BolksbadeS betont. Die Versammlung betraute einstimmig den Referenten mit den vorbereitenden Schritten der Bildung eine- Ausschusses für den weiteren Verfolg der Sache, dem Techniker, Aerzte, Gewerbtretbevde u. f. w. angehören, und in dem auch die städtische Verwaltung, sowie die Schule vertreten sein soll. Die erforderlichen Mittel gedenkt man durch Ausgabe von Antheilscheinen (wie die- u. a. auch jetzt der Verein „Daheim" hier zwecks Baues von Arbeiterwohnungen that) aufzubringen. ^'an,'stadt" „Stadt Marburgerftraße—Bahnhof Grünbergerstraße—Bahnhof Markt—Schiffenbergerwald Marburgerstraße—Wieseck und und Linie Linie Linie Linie J. G. Honben Sohn Carl, Aachen. Unter Anderem durch das Städtische Gas- und Wasserwerk 7 Glessen zu beziehen und daselbst in Betrieb zu sehen. ach won Aerzteu und Stadtverordneten besuchte Bersamm- lliog sprab fich nach einem Referat des Herrn Stadtoer- »-neuen Bergsträßer Im Princip für die baldige Er- achtiung einer großen B olkSbad - Anlage mit S-vbHNnbad, überhaupt aller Arten von Bädern, auch Mioinalbädern, aus. Der Herr Oberbürgermeister konnte s ki wnhlthätige Unterstützung und Förderung des ProjectS, NM! dies soweit verwirklicht, durch die Stadtverwaltung zurück. zurück. (Sonntag» und Wochen- zurück tags Nachmittag? nur bet günstiger Witterung) zurück. Schellfische per Pfund 23 H, Cabliau im Schnitt, in EiSp^ckung. Bis heute unerreicht in Schnelligkeit der Heizung u. Gasersparniss. Origin. Houben’s Gasheizöfen. Buxkin einen ganzen Anzug zu Mk. 4.05 Cheviot einen ganzen Anzug zu Mk. 5.85 franco ins Haus Robert Haas, Seltersweg 18. Gemeinnütziges. Schutz gegen «otterr. Viel Opfer an Zeit und Geld kostet jährlich der erbitterte, oft nutzlose Kampf unserer Hausfrauen mit den anscheinend harmlos in unseren Wohnungen umherfliegenden Thierchen, den so gesäbrlichm und schadenbringendm Feinden unseres Eigenthums, den Motte«. Eamphor, Naphthalin, Jnsectenpulver, Pfeffer, Moschus und Patschouly, kurz, wie alle sog. Schutzmittel gegen Motten heißen mögen, sie gewähren nur problematischen Nutzen und täuschen nur zu oft das Vertrauen der Hausfrauen auf ihre Unfehlbarkeit. Ein Mittel gibt es jedoch, welches sich als absolut sicher wirkend erwiesen hat und Allen erweisen wird, die sich desselben bedienen, dieMotten-Vertilgungs-Essenz von J. Wickershebner, dem Präparator der König!. Universität in Berlin. Sie greift selbst die empfindlichsten Gewebe und Farben nicht an und ist für alle Arten von Stoffen anwendbar. Zu haben bei J. F. Schwarz- lose Söhne, Königl. Host , BetlinSW., Markgrafenstr 29, in Fl. ä 50 Psg. und 1 Mk., '/- Liter 2.75 Mk., 7i Liter ä 5 Mk. 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Neben ihm wird auch der Imker '• Mitleidenschaft gezogen, da in hiesiger Gegend die RapS« Wtfre für Jbie Bienen die Haupttracht deß Frühlings bildet. + Büdingen, 26 April. Vorgestern war ein auS drei M »Offizieren bestehender „Ehrenrath" hier anwesend, n dezüglich eines Vorfalls Erhebungen anzuftrllen, bei dem h angeblich ein Landwehroffizier in ehrenrühriger •St'fi benommen haben soll. ES wurde eine größere Anzahl 'MO er Einwohner vernommen. Dem Vernehmen nach sollen hk Ermittelungen ergeben haben, daß eS fich nur um Harm« -lit Scherze gehandelt habe und das Borkommniß in sehr Vertriebener Wesie der Militärbehörde berichtet worden sei. - Ä" nächster Zeit werden hier weitere drei Mitglieder p» 'Gemeinderath gewählt, wodurch fich die Zahl derselben jwols erhöht. Die Verstärkung dieser Körperschaft tst lachen durch die Zunahme der Einwohnerzahl unserer Stadt, »elchr nach der letzten Volkszählung über 3000 beträgt. — Tivwächst muß auch zur Neuwahl eines Bürgermeisters pe» -Wrltren werden, deffen Dienstzeit in diesem Sommer ablauft, ta euch, wie man hört, der Beigeordnete sein Amt nieder- plegsn gedenkt, so sehen wir hier einer recht aufregenden z-d «ntfltgen. _ «S2WWMWW» -?§ Vom höheren BogelSberg, 27. April. Unsere vor» glichen Vogelsberger Hölzer finden immer mehr ßdlafi, was früher nicht erkannt wurde. Nachdem seit einigen :JLhri n viele Tausende von Festmetern an Fichtenholz nach 'ürsltiiedenen Zellstofffabriken versandt wurden, wurde in der li^cr Zeit auch vieles Buchenholz auf dem Submissionsweg m 5 auern-Vereine u. f. w. abgegeben, besonders in der .Mrörfterei Grebenhain. In diesem Jahre hat eine Esfig- 'srbri! bei Laubach auf 10 Jahre einen Vertrag mit genannter Lirri'örfterei abgeschlossen behufs Lieferung von jährlich .M'Meter Buchenholz. Dieses Holz soll zur Essigfabrikation :ttrtnnnbet werden. In Folge der Vergebung deS Holzes •»jf SudmisfionSweg kommt immer weniger Holz zur kk^ift! igerung, so daß unsere Landwirthe stetig steigende Preise Biiotyen müffen. Bei den Anfangs dieser Woche hier ab- Meinen en Holzversteigerungen waren die Preise indeß um «l e Kleinigkeit niedriger als bet den ersten Versteigerungen. Aachener Badeofen D. R.-P. Feber 80 000 Stück in Betrieb mit neuen Verbesserungen. Strümpfe, gftWÜl und gewebt, schwarz und UtfiMtbig, Ander-Söckchen e: Wehhlt ♦ Ms. Bon der Diemel, 27. April. Erstickung durch KohlenoxydgaS. Auf dem herrschaftlichen Gutshofe zu Welda trug fich ein schwerer Unfall zu. 28 Arbeiterinnen, fog. Zuckerrüben. Mädchen, die auS Polen herkamen und ermüdet und durchfroren von der langen Fahrt waren, wurden nach dem Abendeffen in einem stark geheizten Raume untergebracht und zwar auf einem Strohlager auf dem Fußboden gebettet. Als man am anderen Morgen 4 Uhr zur Arbeit weckte, fiel eS auf, daß Alles still darinnen war. Der GurSpächrer eilte in das Schlaflocal- als er die Thür öffnete, kam ihm ein dicker Qualm entgegen und fammtliche Mädchen lagen regungslos, völlig erstarrt da. Durch schleunige Luft- znführung rc. gelang eS, einige Mädchen wieder zum Bewußtsein zu bringen, auch traf bald der Arzt ein und machte die nöthigen Anordnungen, sodaß eS schließlich gelang, 25 Mädchen wieder herzuftellen. Dieselben waren durch KohlenoxydgaS, welches dem Ofen entströmt war, vergiftet worden. Die drei anderen Mädchen waren stärker vergiftet worden und liegen noch schwer krank darnieder, doch hofft der Arzt, auch sie wieder völlig gesund zu machen. * Frankfurt a. M., 27. April. Heute Morgen 9 Uhr 25 Mln. wurde der Maschinenführer Joses Renk er deS Zuges Nr. 36 von seiner eigenen Maschine todtgesahren. Er hinterläßt Frau und Kinder. Renker war auf dem hiesigen Osibahnhofe stationirt. * Würzburg, 24. April. Das Militärgericht verurtheilte die Soldaten des 11. Infanterie - Regiments Straller, Kurz, Knorr und Nußstein zu 5 Jahren Zuchthaus bezw. 9 Monaten, 2 Jahren, 7 Monaten Gefängniß. Sie hatten den ihnen verhaßten Soldaten Hiltl Nachts in der Kaserne in Regensburg im Bett überfallen, in Bettdecken eingewickelt und mit einer Klopfpeitsche und dem Fuße einer Gewehrbank derart zugerichtet, daß er nach acht Tagen starb. * Palermo, 25. April. In einer Kaserne schoß ein Soldat auf einen Corpora! und gab 20 Schüsse gegen herbeigeeilte Offiziere ab, worunter der Oberstlieutenant- Niemand wurde beschädigt. Der Soldat, der fich weigerte, fich zu Bekanntmachnntz. Hehn Triebviertel, zwischen der Grünberger- und Licherstraße C '^pein, sollen ßamnrrstag, den 30. d. Mts., Nachmittags 5 Ahr, r ifl Dal und Stelle verpachtet werden. Zusammenkunft auf der Grün- d i«Mraße, am Eingang zur Landmannstraße. Bekanntmachung. Die Erhebung der Steuern, sowie Abgabe der Gewerbs-Patente twhtt im Monat Mai an den bekannten Zahltagen statt. »Gießen, am 28. April 1896. Großherzogliche DistrictSeinnehmerei I. M Herren- uni) Kunden-KuM offeriren wir: Reinwoll. Cheviot zu Mark 4.50 per Meter in schönen Farben und leisten Garantie für Haltbarkeit und gutes Tragen. 6ir6,n, M.rki io. Aug. Montaiius Nachfl. (Inhaber R. & M. Jmheufer.) 3152 I »riften ««» hkt M!-»- Ä Herrn 8- J- ’ ’ Eisoialchink- Gedr. Kaffee per Pfd. Mk. S, 1.80, 1.70, 1.60, liefert in vorzügl. Qualitäten e Robert Stuhl, 4143 Neustadt 23. Leere Packlisten zu verkaufen. 4146 Wilh. Plank, Bahnhofstraße 18. 4164] Schöne, junge Bulldoggen, zu verkaufen- Bahnhofstraße 22. Altiusen Woll- und Wafchstoffev, großer Auswahl, in solider Aus- » M?' ft' ÄS*" Unn.nn*. 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