?*fl Hnbet Mite"»* *> ‘,UH ?** ihEtz -r ®nti?„e b,e 6e zeichneten S UV: ®eiuM \N 1896. ’ 'St""b'"' Ar. 51 Erstes Blatt. Samstag den 29. Februar 1886 Der Gieße«« «Mielget alchemt täglich, Bit Lu-nahm« des Montags. Die Gießener )lmtnt«efd(fer Moden dem Anzeiger »l^ntlich dreimal boigelegt. Gießener Anzeiger Kenerak-Wnzeiger. Vierteljährig« A do «emenls preick t 2 Mark 20 Pfg. eüt vringerloh». Durch die Post bezöge» 2 Mort 50 Pfg. Rcboctien, Lxpedtti^ Mnb Druckerei: Kch«tstr«ßeAr.r. Fernsprecher 6». Anrts- uni Anzeigeblertt für den Ureis Gieren. ] Hratisöeikage: Gießener Kamilienökätter Ion ah m r DO« Anzeigen zu der Nachmittags für de« ftlzmden Lag erscheinenden Nummer bi» Barm. 10 Uhr. Alle Lnnoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" nttygee. Amtliche« TKeil. Gießen, den 26. Februar 1896. Bstr.: Die Ausführung des KrankenverficherungSgesetzeS. Sei Großherzogliche Kreisamt Metze« »HB zuweilen wir hierzu unsere Genehmigung und beauftragen kiuS den uns vorgelegten UedeiwacdungSbogen haben 1878 über den Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. 1. Januar 1. I., die nachstehende Bestimmung zu setzen: „Die Beiträge werden stets für volle Wochen erhoben, sodaß für Diejenigen, welche im Laufe einer Woche in die Gemeiude-Krankenverficherung eintreten, die BeitragSpflchr mit Anfang dieser Woche beginnt vnd für Dtljenigen, welche im Lause einer Woche auS- fcheiden, für diese Woche — rechtzeitige Abmeldung vorausgesetzt — gar kein Wochenbeitrag zu leisten ist" u jedem anderen GelW ter Laqe, neues Gebäude, «N die Grofth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nachdem die Gemeinden entsprechend unserem Amtsblatt hib 7. Januar l. I. beschlossen haben, an Stelle deS § 13 doch Statuts der „Gemeindekrankenverficherung", mit Wirkung öalmiak-Terpemin'Knnsch ! feinste bunte und rooQtrtl > batten! «Stoff bleibt : uuim UUK V6UUIUUB6U - ‘ * fp c:g—- dies ortSübllch zu veröffentlichen, sowie den Rechnern «XÄft1 «*•*«“ W-Uung »u ertseilen. kaust«. Brrf -»«»«ratz _ n . H nflhen, daß die Bestimmungen der §§ 9 Abs. 3,12,13 UUv u* «nrb U der Instruction zu rubr. Gesetz vom 14. Mat 1880 we große Partie Kra. ch-tteu,Thlipsesü.h Mn in nur guten QuA uaute dieselben, um bar l- ganz bedeutend unter) BbMii ischertnmn gebrauchen V Lahn» iverMmste halber }u ui zu Dzrpad)ten. Offtita Btetr.: Die Ausführung des Gesetzes vom 10. September L an die Exprd d. $1, JL Automaten wtii)) Z W Großherzogliche Kreisamt Gießen tblßlMt 5dlW *“ ^koßh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. v. Gagern. Gießen, 26. Februar 1896. MreSM!: iu kN* |a,&* Feuilleton. Frankfurter Bries. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verbotm.) Wl Friedrich Haases. — Zehntes Freitags-Soneert der 1777) A-charwKLr-!«!!«cter Museums-Gesellschaft. — Neue Anziehungskraft des OrpheumS. kaltem Zubehör zu E Di. M. Friedrich Haase hat die goldene Zeit der urcrmeister^ug,etlichen ManneSkrast längst hinter sich. Im Leben ist ti° alter Herr, aber auf der Bühne haben alle feine noch den frischen Reiz wie vor zehn Jahren. Seine 1436)■£! fcat nicht gealtert, die sichere Beherrschung der tech- ioerm»?itsrUei AuSdruckSmittel hat ihn nicht verlaffen und ebenso- 1842] in M>l 5°Wb öie Sympathie des Publikums, die sich ihm gegenüber vetzt- „i.Miljv^ »rclbi in Frankfurt a. M. doppelt stark erweist, weshalb er fl4.£ , L- 4t h ben letzten Jahren ein häufiger Gast auf der dortigen geworden ist. 'W]*tn Repertoir HaafeS setzte sich auch diesmal auS seinen gobnunfl *** ’ ßi^ ekaiivmsten vornehmsten Glanzrollen zusammen, unter welchen »Marinelli- und Gutzkows „KönigSlieutenaut" den *** y; 'ftimÄamg behaupten. DaS Kotzebue'sche Lustspiel „Die |ö®-^bliiÄ-^aGMiiick ein Niederschlag jener französischen Fluthwelle, r vor langer Zeit die gewinnenden Formen der äußeren Miliiallon, verbunden mit sittlichem Schlamm über Deutsch- ^s6tDfd,6n goftöttymäiHi gieren dahergewälzt hatte. Unsere älteren Luftspiel- §lo«k"!-^Ä"'ichtirisiad mit Erfolg in diese französische Schule des l^en|d Witzes und der inneren Niedertracht gegangen. Aöbel, ^zzp«-tÜ^^iAewt>aliigs Bölkerkämpfe haben seitdem die französische Welle xtauftn. Ri^zirrLugSbl. Nr. 17 von 1880) vielfach von Ihnen nickt JuU MUY f 'tiiiht worden sind, so daß es dem Großh. Kreisgesund' heMamt Gießen gelegentlich der Impfung in einzelnen Fällen ftbnüljoupt nicht möglich war, die betreffenden Kinder zu ... .ehüiA, I-dem wir Sie dieserhalb auf unser Ausschreiben ctAT Stflßk mUh -9,,e ^ooem6cr 1893 (Amtsblatt Nr. 10) verweisen, “ CLf(all. HUchp» ruv-ne« wir für die Zukunft genaueste Befolgung der SESÄh*» '«*>“*'“ »oxfdjriften. ,Äu«l»«'Ä. v. Sauern. 1 gerbtt, KirchiM - ---------- > -m-- - . rieueste Uad?rid?tm> m Wolffs telegraphisches Torrespondmz-Bureau. 8ttlin, 27. Februar. Anläßlich deS heutigen Hoch- im imbRuöeD-.St'auK’L e i th o g e fl des Kaiserpaares findet Abends bei dem ,«7 .. Kaiser und byr Kaiserin ein Galadiner für ihre Umgebung mit Damen statt. Berlin, 27. Februar. Bei der Kaiserin Friedrich findet heute Abend ein Diner statt, wozu der englische, russische, österreichische und spanische Botschafter mit Gemahlinnen, sowie der türkische Botschafter geladen find. Berlin, 27. Februar. Demnächst wird voraussichtlich in Berlin ein crtmiualpolizeilicher Covgreß von Vertretern deutscher Städte mit über 5000 Einwohnern Instructionen für die Einführung des Bertillon'schen Systems der Personenmeffung berathen. Die Anregung geht von der Dresdener Polizeidirection aus. Berlin, 27. Februar. In der heutigen Sitzung des BundesratheS wurde dem Ausschußantrag über den Handel mit denaturirtem Branntwein, sowie dem Ausschuß« antrag über Regelung der ArbeitSverhältniffe in den Bäckereien und Conditoreien die Zustimmung ertheilt. Troppau, 27. Februar. Auf den Lar ich ' scheu Gruben fordern dte Arbeiter die reine wöchentliche AuSlöhnung, 25 pCt. Lohnerhöhung, Rücknahme der Kündigung, Straf« lofigkeit der Strikenden, künftige Unterlaffung grundloser Kündigungen, Entlaffung des Ingenieurs Hollein. Die Forderungen wurden adgelehnt. DaS von der DirectionS-Con- sereuz gemachte Zugeständniß, regelmäßige Abschlagszahlungen innerhalb der bisherigen Lohnperioden, wurde von den Arbeitern nicht angenommen. Dieselben bestehen auf wöchentlicher Abrechnung. Karwiu, 27. Februar. Der Ausstand der Grubenarbeiter, der in geringfügiger Ausdehnung schon einige Tage währte, hat sich fett heute früh weiter ausgedehnt. In nahezu allen Karwiner Schächten ist der Betrieb eingestellt und auch in Poremba, PeterSwald und Polnisch Ostrau ruht die Arbeit in einzelnen Schächten. In denjenigen Schächten, in denen bisher noch normal gearbeitet wurde, wird für heute Nachmittag gleichfalls Arbeitseinstellung befürchtet. Es sind daher Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffen worden. Die GenSdarmen und diejenigen Arbeiter, welche sich am Strtke nicht betheiligen, wurden von den Ausständigen verhöhnt und die Telephonistinnen in Orlau thät- lich angegriffen. Zu ernstlichen Ruhestörungen ist es indeffen nicht gekommen. Die Gasthäuser müffeu laut polizeilicher Anordnung zu fixerer Stunde schließen und die Telephon- stellen fortlaufend Dienst unterhalten. Bozen, 27. Februar. Erzherzog Albrecht Salvator ist gestorven. Ro», 27. Februar. Der König wird in Begleitung des Krtegöministers und der Oderhofchargen am Samstag früh 6 Uhr nach Neapel abreifen, um noch an demselben Tage die nach Afrika abgehenden Truppen zu besichtigen. Bordeaux, 27. Februar. Dr. Friedmann hatte gestern eine neue Zusammenkunft mit dem Vorsteher der Advokatenschaft. Friedmann behauptet, feine Auslieferung fei unmöglich, da er keinen Vertrauensbruch begangen habe, womit das Verlangen der Auslieferung begründet fei. DöMea bei ®area* Berlin, 27. Februar. Der Kaiser nahm heute im Reichskanzler-Palais einen längeren Vortrag des Reichskanzlers entgegen. Berlin, 27. Februar. Das Herrenhaus erledigte heute zunächst kleinere Vorlagen und trat bann in bie zweite Lesung der Anerben-Borlage für Reuten- und AnsiedrlangS- flüter ein. Ein Theil derselben wurde erledigt. Berlin, 27. Februar Dem Professor der hiesigen Uni- verfität, Dr. Theodor Mornmsen, ist der Kroneuorbeu 1. Klaffe verliehen worden. Berlin, 27. Februar. Mit der Berathung des Entwurfes eines Depot-GefetzeS in der Reichstags Com- miffion wird, wie die ^Poft" erfährt, erst Donnerstag den 5. März begonnen. Berlin, 27. Februar. Wie das „Tageblatt" hört, hat der commanbirenbe General beS 15. Armee Corps, Herr v. Blume, feinen erbetenen Abschieb nicht erhalten. Die Angelegenheit (bekanntlich hatte eS zwischen dem Statthalter von Elsaß Lothringen unb ihm Differenzen gegeben) wird durch eine Versetzung deS Herrn v. Blume erledigt werden. Berlin, 27. Februar. Der „Localanzeiger" meldet aus Athen: Die Minister deS Innern und Aeußereu erklärten in der Kammer, die Ausweisung HammersteinS sei gesetzlich gewesen wegen deS deutschen Steckbriefes unb wegen ber Thatfache, baß Hammerstein Griechenlaob compromittirenbe Correspondenzen für Zeitungen schrieb. Am SamStag werben bie officiellen Aktenstücke in bieser Angelegenheit ber Kammer vorgelegt werben. Berlin, 27. Februar. Der „Localanzeiger" meldet au» Bordeaux, daß die Friedmaun'sche Broschüre sämmtliche an bie Gräfin Hohenau und anbere Persönlichkeiten der Berliner Hofgeselljchaftskreise gerichteten anonyme« Briefe im Wortlaut enthalte. Prag, 27. Februar. In einem hiesigen Gasthause entdeckte die Polizei einen neuen Geheimbund mit hoch- verräterischen Tendenzen. Drei Personen wurden in polizeilichen Gewahrsam genommen. Triest, 27. Februar. Das letzte Unwetter war baS furchtbarste, welches hier beobachtet worden ist. Glatteis und eine mit einer Gewalt von 95 Km. per Stunde heran« brausende Bora hat eine unheimliche Verödung der Stadt bewirkt. zurückgestaut und heute wirkt die aufgehäufte Frivolität selbst in dem Lustspiel, welches Kotzebue noch als besonders moralisch betonte, trotz der beweglichen unb fröhlichen Schilderung, auf uns übertoiegenb tierfitmmenb, wenn nicht schließlich ber Genuß au ber meisterhaften Virtuosität, mit welcher Friebrich Haase bett unverwüstlichen, geistreich schillernbeu Lebemann, ber in so lustiger Weise geprellt wirb, vorführt, alle tieferen Bedenken zum Schweigen brächte. Friedrich Haase gibt im Auftreten ber Rolle des alten Klingsberg, den er, sozusagen, neu für die Bühne geschaffen hat, etwas ganz Eigenes unb Originelles. Bewegung, Mienenspiel unb Stimmgebung ist bis ins Kleinste durchdacht unb berechnet. Jebe Geberbe erhält bie abgemessene Sicherheit unb Bestimmtheit eines Uhrwerks unb macht bennoch ntcht ben Eindruck beS Mechanischen, sonbern Überrascht burch bie frische Röthe wirklichen Lebens. Die MuseumS-Concerte wollen ihren alten, guten Ruf noch übertrumpfen, benn bie interessanten Novitäten unb illustreu Gäste nehmen kein Ende. Wenn man vom musikalischen Leben unb Treiben ber Gegenwart nichts weiter vernähme, als was diese Concerte bieten — mau hätte doch ein fast lückenloses Bild der neuesten Entwicklung. Richard Strauß, dem sich die Opernbühnen noch immer spröde erweisen, bringt ins Publikum zuerst vom Concertsaale aus, unb ben Frankfurter Leitern ber Museums- concerte bleibt jedenfalls baß schöne Verdienst, eine ber ersten unb gebiegenften Vermittlerrollen zwischen dem genialen Tonsetzer unb einem verstänbnißvollen unb musikalisch erzogenen Publikum übernommen zu haben. In bem sinfonischen Werk „Till EuleuspiegelS lustige Streiche", das wir am Freitag in kongenialer Auffassung zu hören bekamen, stellen wir bie glänzenbe Jn- strumentirungskunst beS jungen Meisters obenan, bie sich nicht nur am Wagner'schen Orchester gebilbet, sondern, wie bas von rechtSwegeu bei allen selbstständigen Musikern ber Fall sein sollte, über dasselbe hinaus ihre eigene Sprache und AuSdruckSmittel geschaffen hat. Dte Gattin deS Compoulsten, Frau Pauline Strauß de Ah na, Sängerin an der Münchener Hosoper, war als Liedersängerin für das Concert engagtrt und nahm an ben Ehren ihres Gemahls entsprechenben Antheil. Einen schweren Staub neben bem Künstlerehepaar hatte ber Claviervtrtnose beS AbenbS, Herr Ferruccio Busoni, bem übrigens auch bie lebhaften Erinnerungen an bie Spielweise Frvderic Lamonbs nicht ganz zuträglich waren. Die neueste Anziehungskraft beS Frankfurter OrpheumS heißt Frau Rechtsanwalt Fritz Friedmann, die sich am Dienstag einem vielköpfigen Publikum als sentimentale Lieber- sällgenn präfentirte. Es ist nichts Ungewöhnliches mehr, baß verkrachte weibliche Existenzen, verschulbet ober unter» schulbet in Armuth gerathene Frauen als letzten RettuugS- Hafen bie Specialttätenbühne aufsuchen. Die Chronik der Hauptstädte weiß davon zu erzählen. In Berlin probuclrte fich vor etlichen Jahren eine heruntergekommene veritable russische Fürstin als Schulreiterin, auf ihrem Reitcostüm die Wappen ihres Hauses. Für ein, zwei Abende zog baß, als die Dame jedoch keine anderen HilfSqaellen ins Feld zu führen hatte, verlor fich das Interesse sehr bald. Bei Frau Fritz Friedmann wird das ebenso gehen, denn ihrem etwas einförmigen Gesang haftet nichts an, waS die Leute verlocken könnte, das HauS zu stürmen, in welchem sie singt. Loben kann man indeß die Zusammenstellung ihres LlederprogrammS. Daß die Dame versteht, fich gefchmackooS anzuziehen, braucht wohl nicht besonders unterstrichen zu werden. S'i Uhr GAegeuhett j. t oooaaoooaDooooQOOocxxji D hl. Beichte; Kommunion; Muster franco in’s Haus. Modebilder gratis. O o o 8 ’MrtÄS 6kotUn- ° ’k; ■' -tttr btt btutid die Commission. Die neben dem Frelbad an der Lahn im vorigen ^ahre errichtete An- und AuSkieidehalle hatte nach Mit rhetlung der Jnteresienten solche Mängel, daß beschlossen wurde, eine andere zweckentsprechende Errichtung zu treffen. Die nach den Jntenfionen deS Herrn Stadtverordneten Orb tg im Verein mit Jnteresienten vorbereiteten Plane für eine andere Halle lagen der heutigen S'adtverordneten-Ber- sammlung vor und wurde deren AuSsührung beschlosien. Danach soll eine circa 18 Meter lange, nach der Lahn hin offene, an den Giebelseiten verschließbare Halle erbaut werden, von welcher direcr zwei Treppen in die Lahn führen. Die auf 750 Mk. veranschlagten Kosten wurden bewilligt und beschlosien, am Freibad eine ständige Ueberwachung einzu- rtchten. Der Voranschlag für den Stadterw etterungösond, welcher sich in Einnahmen und Ausgaben auSglcicht mit 183,400 Mk. (einschließlich deS bei der Stadtkaffe angenommenen AnleheuS von 150,000 Mk. und deS WertheS der v. Rabenau scheu Besitzung) wird genehmigt. & j Zum Gesuch des peusiouitten Straßenmeifters Büchler um Conceision zum WtrthschastSbetrieb im Hause Liebig, ftraße 73 sprach sich die Versammlung für Bejahung der Bedürfnihsraae auS. QaDooQOoaaaanaoa wie die der Schlafwagen erfolgen können, d. h. gegen Vorzeigung einer bestimmten Fahrkarte und Zahlung einer besonderen Zulchlagsgebühr. ♦♦ Lebensmittel-Preise Ende Januar 1896. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Lande-, stattstik kosteten: lichen Zeit. SamStag: Nachmittag- um 5 Uhr und Abends um 8 hl. Beichte. S"nntag: Vormittags von 6Vs Uhr an Gelegenheit zur _ nm 6Vi Uhr erste hl. Meffe; um 7'/, Uhr AuStbetlung der bl. totales unt provinzielles* Stehen, 28. Februar 1896. ** Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarr- verwalter Ludwig Berck zu Effenyeim, Decanat Mainz, die erledigte evange.ische Psarrftelle daselbst zu übertragen. *• Die gestrige Sitzung des Oberhesfischeu Geschichtsvereins war außerordentlich stark besucht. Herr Geh. Oberschulrath S o l d a n sprach über dteErgebntssederPfahlgraben forschungen im Jahr 1895 mit besonderer Berücksichtigung der Odenwaldlinie, die Redner einer besondern höchst sorgfältigen Untersuchung unterworfen hatte. Er brachte dabet so viel Neues, das er an der Hand von zahlreichen Zeichnungen, Skizzen und Photogropr-icn erläuterte, daß es unmöglich ist, einen kurzen Slußwg zu liefern. Wir behalten uns vor, einen ausführlichen Bericht nachzuliefern. Auch die an den Vortrag sich schließende Besprechung war I in hohem Grade anregend. »* Der Verein für Erhaltung oberhesfischer weiblicher Trachten, welchem schon über 300 ordentliche Mitglieder au« neun Gemeinden des Kreises Gießen beigetreten find, tat dieser Tage seinen Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender ist Pfarrer Web er-Londorf, 2. Vorsitzender Bürgermeister Brückel-Lang-GönS, Schristsührer Pfarrer Strack-Leihgestern, Rechner Bürgermeister Leun-Großen Linden. Pro- vinz'aldirector Freiherr v. Gagern wurde zum Ehren- Vorsitzenden gewählt. Anmeldungen zum Beitritt find an eines der Vorstandsmitglieder zu richten. »* Strafkammerfitznng. Ludwig Becker von Ruttershausen, dem s. Zt. die verschieden behaupteten Versuche zum Straßenraub angedichtct wurden und dcsien Name unsere Landbevölkerung in Angst und Schrecken versetzte, wurde heute Vormittag von der Strafkammer wegen Sittlichkeits- Verbrechen und wegen zweier an seinen ArbeitSgenvssen bt I gangener Klcider-Diebstühle zu 2 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus verurthkilt. — Ferner verhandelte die Stras- kammer gegen den Landwirth, Dreschmaschinen- und Sand- grubenbefitzer Jacob Engel von Ober RoSbach wegen! fahrläsfiger Tödtung. Am 20. November 1895 war der Fuhrknecht Lautenschläger mit einem zweiten Knechte in der kim'be des Angeklagten beschäftigt, Sand aus einen Wagen zu laden. Da stürzte die senkrecht abgebaute Wand der Grube plötzlich zusammen, den Lautenschläger buchstäblich unter fich begrabend, so daß er den Tod des Erstickens erleiden mußte. Die Gewalt bei Erdmaffe war so gewaltig, daß der zum Ausladen bestimmte Wagen mehrere Schritte von der Steve geschleudert und eine Achse nebst I den Rädern zertrümmert wurde. Durch den Sachverständigen, Archittct Stein-Gießen, wurde seftgestellt, daß die I gut beö AbbaucS der Grube im höchsten Grade leichtfinnig und lebensgesährlich geschah. Herr Staatsanwalt Koch be antragte, den Fall ganz milde ansehend, aus 2 Wochen Gr- I sängniß zu erkennen, demgemäß erkannte der Gerichtshof. »* Sonntags-Rückfahrten. Nach einer Mittheilung der Eisenbahndiiectlon Staffel werden mit dem Beginn deS I SommersahrplanS ermäßigte Sonntagsrückfahrkarten für die I 2. und 3. Klaffe von Marburg nach Kassel zur Ein- sührurg gelangen. Dieselben find nur an den Sonn- und Fisttagen während der j.deSmaligen Sommerfahrplanperiode, I vom 1. Mal bis 30. September, auSzugrben und berechtigen zur Hin- und Rückfahrt am Tage der Lösung in den Personenzügen. Zu Schnellzügen haben sie unter keinen Umständen Giltigkeit. Der Fahrpreis für die 2. Wagenklaffe beträgt Mk. 6.30, für die 3. Wagenklaffe Mk. 4 20. — I Wie wir hören, werden auch für b'.e südliche Strecke der Main-Weser-Bahn: Marburg ° Gießen - Frankfurt w Rl*2« hinaus gesichert fei. , e Das Baugesuch dcS Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege für die Lovystraße wird befürwortet. Der Verein beabsichtigt eine Vergrößerung deS Schwesternhauses und Ausictzen eines zweiten Stockwerks in Fachwerk - mit Rücksicht auf letztere Bauart erfolgt die Be- ftilwortung ausnahmsweise und nachdem die Gedäudehöhe dem tn der vorigen Sitzung genehmigten Statut über die Bebauung der Straßen entsprechend rcbuc’rt worden. Seitens der evangelischen Kirch en gemeinde ist um Erlaß eines Reglements ersucht worden, nach dem während deS Gottesdienstes in der Stadtkirche das rasche Fahren über ben Klrchcnplatz verboten werden soll, weil dasselbe den Gottesdienst stört- besonders sei diese Störung erheblich größer geworden seit Jnßlebenlreten der Omnibus-Vcr- bindung. Großh. Polizeiamt hat einen diesbezüglichen Entwurf der Stadtverordneten Versammlung borgelegt. Danach darf während des Gottesdienstes über den Kirche. Platz nur i n Schritt gefahren werden. Anfang und Ende des Gottes dunste-, sowie die betreffende Verwarnung sollen durch an beiden Seiten deS KtrchenplatzeS auszustcllende Tafeln bekannt gegeben w rden. Die Versammlung beschloß, nachdem Bedenken wegen der Abendgottesdienste und der Ausstellung der Warnungs tafeln geäußert worden, Zurückverweisung deS Reglements an Damenkleiderstoffe Cr^pon, doppel br., gar. reineWollei G5 Pf.*pr.Mfr. MohairPanamB.dasModcrnste-T» „ - • versenden in einzelnen Metern franco Oettinger & Co.. Frankfurt a. »•« Separat-Abtheilunp in Herreiikloidcrstoneo 1003 Baxkin h Mk. 1.35pr. Meter. Wichtig für jede sparsame Haussrau! Wollm Sie ein bill geS und dabei bequeme« Walch- und Bleichmittel, so taufen Sie nur Dr. Thompsons Scisenpulver. Nur echt mit Schutzmarke r« SonntagSsahrkarten eingesührt. * Darmstädter Bank Der AusfichtSrath der Bank für Handel unb Jnbustrie (Darmstädter Bank) beschloß, der Generalversammlung die Vcrthettui g einer Dividende von 8t/,pCt. für daß abgeiausene Gelchäftsjahr (gegen 7 pCt. im Vorjahre) vorzuicklagen. Die Bank erzielte einen Rein- gewinn von 7 625 892 34 Mk., gegenüber 6 305 959.76 Mk. im Vorjahre. . ♦♦ Bank für Suddeulschland. Der AusfichtSrath der Bank für Südbeutsckrland hat beschloffen, der am 21. März stattfindenden Generalversammlung der Actionäre die Ver- rheilung einer Dividende von 3^ pCt. — 9.50 Mk. per Actie für daS Geschäftsjahr 1895 vorzusch ogen. DaS ungünstige Resultat ist hauptsächlich veranlaßt durch den überaus niederen Geldstand, welcher während beß größten Theils beß Jahres geherricht hatte. „ „ . •• Schreibwagen sollen, wie die „Doff. Zig erfahrt, demnächst in befummle Eisenbahnzüge etngencllt werden. Sie werden im Innern mit einer Schwebevorrichtung versehen, bte daß Schreiben während der Fahrt rröglich macht. Die Benutzung dieser Wagen wird unter ähnlichen Bedingungen I •r-Scherer&Co L Ihnes WeiniU '" r'1 IAd Geis8. ' . _____^1- um 8 Uhr zweit ' bl. Messe; „ um 91/, Ubr Hochamt mtt Predigt; Nachmittags um b1/? Ubr (Sb' Utenlebre; baraut Fasten^nvachL^ Z)ceM?t, Lanv. Mttö Dol?»wirtl)fd?afi. — Magbeburger Lebens • Deestchrrungß • (Äesellftzast Daß Jahr 1895 brachte der GeieüschaU wtederuar emen großen »uwachS an Versicherungen als alle früheren iSeschäfisjabre: »m besseren Uebersicht ist in nachststebendem Bericht jeder Zahl tn Riammern die Differenz aeaen das Vorjahr beigesügt. Es r a>en'v Jahre 1895 zu ettebiaen 7 807 (+ 575) Anträge über 24 141042 W (+ Mk. 4 504 607 Mk.) Capital unb Mk. 34 408 (—-Mk. 41 333) Rente. Ausaefe. ttgt wurden 6 096(4- 3ll)Policen Ü er 18 447 492D«. (4- Mk. 3 368057) Capital und Mk. 30 748 (—Mk. 42 293) Slmk unb ber reine Zuwachs deS Versicherung?bestandeS betrug 2 <22KL (4- 263) Policen über Mk. 10 139851 (4- Mk. 1 998 040) C.M und Mk. 7 619 (— Mk. 57 676) *ente. Auch die Im Decemda beß Jahres aufgenommene Un'allversicherung hat sich in bin« ersten Jabre ihres Betriebes in »uirie^cnstellender Weise rntw'lkeU. indem 3 377 Versiberungen abgeschloffen wurden mit einer Jahl« prämie von Mk. 158 158.__ Witterungsbericht vom 28. Februar. Die Depression im Mittelmeergebiet hat sich etwas dciü«*. flrelit jedoch mit ihrem Einfl -ß noch Über dic A^p.n bis nach Minu deutschland herein, so daß auf unserem Gebiet die trübe Sßitterwj allenthalben anhält. In der Schweiz unb südlich der Alpm sm» am Morgen noch stellenweise Ntederschläge. Ein wettercS lieta Minimum liegt nördlich von Schottland. Zwilchen diefm beio» D.pressionSgebieten verläust vom Hauptkerne beS hohen Drucke» t» Norfosten über das Ost- und No-dsee-Gebiet ein Rücken BarometerftAndes zu einem zweiten Maximum im Sudweslen woselbst innerhalb der letzten 24 Stunden ber Lu'tdruck erbebt» geftlegen ist. Auch in den continentalen Lagen ist derselbe oeuerbU^ im ^unehmen begriffen. In Deutschland und besonders in dcutschland sind die Temperaturen erheblich gestiegen. vo«aoSftchUi»a tBitlrrmig» Theils heiteres, tbe.ls nebeliges Werter ohne erheblich« i schtäae mit all-nä >a 4ei>'-n^^ T.nin-'a'ur.____________ — Z.-» »VS»' Darmstadt, den Der Gebe WlW Sttibatt Heote aud ßchlveinm 4 ladrnrein.perP^ Abdruck Versteige Heute Ham !5.. Februar, Vor ioheu beim , Ca »aisteigert werden Altes Bau-' l,ol-„ 1 Part! mit Mer u. laden, £cfc ziegcln Für W ’ Tir flammte, fast i nfl unten verzeichnete hpfub aus einer Anzat tiliile, Mafjlijäng «<( feinen, Cylindei (stetteide-Putzt L evatoren, Lcheul '->:!) wegen Beiriediver n '.r it.n billig aurveck ,^'stchkigung sowie i)f-sßkrn kann jederzeit BiidingerWalz Äiiülngen (Obei ^tÜhjahrs-Z H. 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Pasfioniam Jötj wird im AbeudgE ie Jvdannesarmkinde, aji L " werd.n Die Sindnlichi ntag, NachmütagS um2‘/iG Stmttnbi fastensonntag. Heginn kr.- tag: adS um 8 llhr GckM /. ag' -räett jur $4 HW,' Nesse/ ip der 61. Communisn,' rvv ) VolSsVirchlct .Bttfichttvagt'GtsU llschajl wiederucn einen! alle srüheren GestaitG Ittbtnbem Bericht jeder ki Borjabr beigelüßt. & ■ [« 515) Anträge über 24 UK-- ur.b Hit. 34 408 (-» + 311) »n üttrlW litt. 30 748 (-H M "Ät M ifloeifidjcrung O .uiriedeostellmder We le 1 Wen wurden mit einer. S8&S6 niebwei freundl. möbl. Zimmer billig zu «Q vermietben. Siebtgst atze 66, ll. 18'0] Zw^i große, unmövl- Parterre- Zimmer zu vermiethen «irchvraße 18. 1226] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. C. Steinhäuser, Aenevbauen 17. 18iz] Ein einfach mö'ltrtes Zimmer zu vermiethen. TelterSweg 6!»_ 187] Großer gewölbter Keller per 1. April ds. Js. zu vermiethen. Näheres Exped. d. Bl. unter Nr. 187. 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Für die vielfachen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem schweren Verluste, der uns betroffen hat, sagen wir Allen, welche dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere Herrn Pfarrer Naumann für die trostreichen Worte, sowie dem Kriegerverein unseren innigsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Wittwe Kath. Maller. Ein braver Junge, der die Buchbinderei erlernen will, wird auf Pfingsten gHucht- 1916 Wilhelm Dietz, Li». — Druck unb Verlag bet Brühl ichen llniverfitäf-Buch. und gtemtoedtra (Pietsch k. Scheuda) in Are heutige Kummer umfaßt 6 yw** Nestle’s Kindermehl >^e Während der heissen Jahreszeit, in der jede Milch hak! in Gahrune übergeht, ein .keimfreies* Nährmittel für kleine Kinder. IN ALLEN APOTHEKEN UND DROGUEN-HANDLUNGEN. Hotel Schütz. Heute Samstag: Anstich des allein ächten und weltberühmten Satvator-Aieres aus der Zacherl-Brauerei Schmederer) München. I r'rnu. C. Schütz. 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