1896 Erstes Blatt vierteljähriger Keneral-Unzeiger Amts» und Anzeigeblatt für den Kreis (Sieben. Hratiskeikage: Hießmer Jiamitienötatter ittnntiffa. Stellen* en. ch lllld 16 n rs. )M) a I«nah m r DOM Lnzeigen zu der Nachmittag« für de» Jitgeitfcrt! log erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Sonntag den 28 Juni w u»i ie en. Die Gießener h wirten 0 rdtf er rlee dem Anzeiger qitzemkich dreimal bdgdtgi. Der Amzeiger scheint täglich, Rl Ausnahme des Montags. Ni, ich! die der t tu Gießen i der Kirche ert werden. chen. 5474 iklhtg 118 vüri ’Wtoflgeti nb bis jum 0« 10 Uhr, eichen und uvgen und vringerlohn. Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 Pfg. -iedacttoa, Expeditt« und Druckerei: >4»ntr«|( Mr.R. Fernsprecher 61. •Jtr. 150 Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger^ entgegen. Ein K solid und W einem aastM f* a»lff« t ,tg Kormittag fährt daS Kaiserpaar durch den Kaiser« llilhalm-Canal nach Helgoland, woselbst eS kurzen Aufenthalt ihnpnt, um dann nach Wilhelmshaven abzudampfen, wo be« IwtrJlid) am 1. Juli der Stapellauf deS Panzers „Ersatz kurshen" stattfinden soll. Am selben Tage tritt der Kaiser Ium seine NordlandSreise an. Berlin, 26 Juni. Wie im „Reichsanzeiger" amtlich Manat gemacht wird, ist dem Fürsten Günther zu S-Warzburg-Rudolftadt der Schwarze Adlerorden lalicehen worden. Berlin. 26. Juni. Im Reichsschatzamte haben heute •Uten dem Vorsitz des DirectorS v. Körner die Berathungen Itr ^Sachverständigen begonnen, welche zur Begutachtung der lnS'führungSbestimmungen sür da»Znckersteuer- ,|(|< 8 berufen find. Berlin, 26. Juni. Der HandelSmioister Freiherr lin Berlepsch hat, wie die „Nationalzeitung" hört, um ■((Ine Entlassung nachgesucht. ES wird angenommen, daß die« Wie gewährt werden wird. Dieselbe dürfte mit der fast illerlttgen Ablehnung deS Handelskammergesetzentwurfes zu- irvvenhängen in Verbindung mit anderen Vorgängen, welche cltnnen laffen, daß Herr v. Berlepsch fast völlig isolirt da« .stükk. WaS den Nachfolger betrifft, werden die Namen Querer höherer Beamten genannt, ohne daß bis jetzt jn eine oder der andere größere Wahrscheinlichkeit für Ü fyat. Berlin, 26. Juni. Dem Unternehmer Leotardi, der ,0| iber Gewerbe Ausstellung einen Kinder-Brut-Appa« -nl nach französischem Muster vorführeu wollte und die urrhmigung deS Treptower Amtsvorstehers hierzu nicht chclt, beabsichtigt, beim Landrath und event. beim Regie- !-.L,SprSfidenten Beschwerde hiergegen zu erheben. Der i-M,ösische Botschafter soll ihm seine Unterstützung zugefichert Wen. Berlin, 26. Juni. Der gestrige Besuch deS chinesischen kieiiönigS Li«Hung«Tschang beim Fürsten BiSmarck üFriedrichSruh hat, wie der „Post" geschrieben wird, |( am die Unterredung der beiden Staatsmänner geknüpften Lwiartungen bet Weitem übertroffen. ES war nicht der '.Lilausch conventioneller Höflichkeiten zwischen zwei Männern, ll üinander zum ersten Male in ihrem Leben sahen, um nhi wenigen Augenblicken sür immer auSeinanderzugehen. Ml, was gestern in FriedrichSruh gesprochen ist, ist für die Bitti gesprochen und wird für die zukünftige Politik EhinaS liiamSfichtlich von der allergrößten Bedeutung sein. Auf die zn„e des Vicekönigs, womit sich der Fürst beschäftige, er« tilnrte letzterer, daß er keine Verpflichtung mehr zu arbeiten lilex Er lebe von der Erinnerung und freue sich über Wune und Felder. Er sei von HauS aus Landwirth und wollte gar kein Politiker roeiOcu. Der Dicekönig gab als I Zweck seines Besuches beim Fürsten an, denselben um Rath za fragen, wie man in China Reformen eioführen und wie er erfolgreich gegen den Hof in Peking angehen könne. Gegen den Hof angehen könne man nicht. Die Hauptsache sei: Wenn tu der obersten Leitung Raketensatz sei, dann gehe Vieles; wenn er fehle, daun gehe nichts. Gegen den Willen der Herrscher könne sich kein Minister auflehnen- er führe I nur auS oder ertheile (feinen Rath. Der Wille de» Herrschers könne nur auf der Basis einer Armee auSgeführt werden, die ganz klein fein könne, aber gut fein müsse. ES komme nicht I darauf an, daß die Armeen in allen Theilen deS Landes ver- I theilt find. Es sei nur nöthig, daß man daS Heer jeden Augenblick zur Hand habe und daß Verbindungen geschaffen I «erden, damit mau die Armee schnell und leicht von einem I Punkt zum andern werfen könne. Der Viceköntg Lt-Hung- I Tschang bemerkte, daß man in China Leute genug habe, aber I die Ausbildung fehle. Seit der Tei-Ptng-Rebellion, die die jetzige Dynastie wieder befestigt habe, d. h. seit dreißig Jahren, I fei für die Ausbildung nicht« mehr geschehen. Er habe gegen I den Stillstand gekämpft, aber vergebens. Er wolle jetzt da- I hin wirken, daß geschieht, was ihm der Fürst gerathen. I „Wir müssen reorganisiren," so fuhr Li-Hung Tschang fort, I „und zwar mit preußischen Offizieren und nach preußischem Muster." Leipzig, 26. Juni. Am 2. Juli findet der Hoch- verraths-Prozeß gegen den Reisenden Schmidt auS I Stadtamhof statt. Pari«, 26. Juni. Die gestrige Kammersitzung ver« lief äußerst stürmisch. Die Verhandlung, betreffend die socialen und collectiviftischen Theorien, mußte der Präfident vertagen und zwar um 5 Uhr, weil der Tumult die Fortsetzung der Debatte unmöglich macht... Petersburg, 26. Juni. Eine 15köpfige Räuberbande | überfiel den unweit Petersburg gelegenen Bahnhof Woloffowo, auf dem gerade ein Zug hielt. Bei dem entsponnenen Kampfe wurden vier Räuber tödtlich verwundet, die übrigen entkamen. ___________ Berlin, 27. Juni. Die Conferenz, welche gestern Vormittag zur Begutachtung derAuSführungSbestim- mungen im Zuckersteuergesetz im Reichsschatzamt zusammengetretcn ist, hat ihre Arbeiten bereits beendigt. Es wurde eine vollständige Einigung über die vorliegenden Bestimmungen erzielt. Berlin. 27. Juni. Gegen Frau Dr. Fritz Fried« mann ist, wie daS „Kl. Journ." härt, auf Grund deS § 218 des R.-Str.-G. eine üntersuchung eingelettet worden. Kiel, 26. Juni. Die Kaiserin ist heute Abend 6 Uhr 3 Minuten mit dem fahrplanmäßigen Zuge nach Plön ob« gereist. Stettin, 27. Juni. Der Arbeiter Weiße wurde wegen Doppelmorde« zweimal zum Tode und wegen Erpreffung zu fünf Jahren Zuchthaus verurtheilt. Memel, 27. Juni. DaS benachbarte rufsiiche Grenz« städtchen Loh weid an, daS etwa 1200 meist jüdische Einwohner zählt, ist durch eine furchtbare Feuersbrunst vollständig eingeäschert worden. Biele Obdachlose sind hier eingetroffen. Wien, 27. Juni. AuS Mo hacS wird gemeldet, daß vom Erzherzog Friedrich alle Vorbereitungen für den Besuch deS Kaisers Wilhelm getroffen werden, welcher im Herbst für mehrere Tage dort zur Jagd erwartet wird. Brnffel, 27. Juni. Fritz Friedmann ist hier ein« getroffen. London, 26. Juni. Die Berhandlung des ProceffeS gegen Dr. Jamefon ist endgültig auf den 20. Juli festgesetzt worden. Petersburg, 27. Juni. Die Arbeiter - Bewegung nimmt immer größere Dimensionen an. Aus der Provinz, sowie auS Moskau werden ebensalls Unruhen gemeldet. WB. Petersburg, 27. Juni. DaS Volksfest, welches am EivzugStage der Majestäten auf dem MarSfelde statt finden sollte, wurde abgesagt und die getroffenen Borde« reitungen rückgängig gemacht. * 5519 läckerei ind, 58. ■B“ Durch .fe? ^kauften ArtM die Gelegenheit pi», «K.300i 'U beschaffen. Oi-.i £M*an8.LDaif[ ES ergiebt sich also hieraus, daß die Majorität der Geschäftsleute in unserer Stadt wenigstens für eine gesetzliche Regelung der Geschäftszeit sich ausgesprochen hat. •• Verbot der Biehmarkte betr. Der LandeSauSschuß für die landwirthschaftlichen Dereine deS GroßherzogthumS Heffeu hat beschloffen, dem Ministerium io Sachen der Maul- und Klauenseuche folgenden Antrag zu unterbreiten: 1) DaS verbot de« AbhaltenS von Viehmärkten Im Großherzogthum Heffeu soll bis auf Weitere» nicht aufgehoben werden. 2) DaS Großh. Ministerium soll nur ausnahmsweise die Genehmigung von Biehmärkten im Großherzogthum ertheilen. 3) Da» Großh. Ministerium möge Beranlaffung nehmen, bet den benachbarten Staaten dahin zu wirken, daß diese in derselben Weise wie innerhalb de« Großherzogthum» durch Verbot des AbhaltenS von Biehmärkten die Bekämpsung der Maul- und Klauenseuche in die Hand nehmen. Geschehe die« nicht, so werden wir im Großherzogthum Heffen auS den Nachbarstaaten verseucht. 4) DaS Großh. Ministerium möge den Haufirhandel mit Schweinen einer ganz besonderen aufmerksamen Controle unterwerfen, da dieser bekanntlich stets die Berdreitung der Maul- und Klauenseuche begünstigt habe. 5) Alle Kosten, welche in Folge staatlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul« und Klauenseuche entstehen, sollen auf den Staat übernommen werden und soll für diesen Zweck eine entsprechende Summe in dem nächsten Staatsbudget vorgesehen werden. •• Sesang-Concert. Wie wir auS zuverlässiger Quelle hören, wird der Sängerchor deS Wetzlarer Lehrer- vereinS am Sonntag, den 5. Juli, in Stein» Garten ein Concert veranstalten. Das Programm enthält nur a capella- Chöre im klassischen und modernen Styl. Auch Volkslieder, speciell von der oberen Lahn, werden zum Vortrag gelangen. Dem Verein geht ein guter Ruf voraus. Sein vorjährige» Auftreten In Bad Nauheim war von dem Erfolge begleitet, I daß die Kurdirection den Verein auch dieses Jahr sür ein I Concert gewonnen hat. Wir glauben darum, einem hiesigen I gesangliebeuden Publikum den Besuch des Concerts empfehlen zu können. ♦♦ Besihwechsel bett. Der von unS s. Zt. gemeldete Verkauf der Consul H eß'schen Besitzung an der Lahn durch I den Restaurateur SchnockS auS Düffeldorf ist rückgängig geworden. ♦♦ Badete«Vorstellung. Im Garten deS Lenz schen I Felsenkellers giebt Sonntag den 28. Juni da- Ensemble deS ersten Frankfurter Salon-Variet4 ein Gastspiel. Die Gesellschaft ist derart bekannt, daß jede Familie I bei dem billigen Eintritt das durchaus becent gehaltene Programm von guter Somit rc. ansehen kann- besonders hervorzuheben ist Herr Profeffor ©tilge bauer mit seinen dresfirten Hunden, die in solch ausgebildeter Dreffur hier I noch nicht gezeigt worden find. Verpflegte Kinder in Hessen. Nach den Mittheil« I ungen der Großh. Heff. Centralstelle sür die LandeSftatistik befanden sich im Jahre 1894 in der Provinz Starken- I bürg 669 Kinder unter 6 Iahten in entgeltlicher Pflege, I darunter 499 uneheliche. In der Provinz Rheinhessen betrug die Zahl der Pfleglinge 316, darunter 239 uneheliche. Oberhessen wies im gleichen Jahre 484 Pfleglinge auf, I darunter 409 uneheliche. Im Jahre 1895 zählte Starkenburg 730 Kinder (572 uneheliche) unter 6 Jahren, die in I entgeltliche Pflege gegeben waren, Rheinhessen hatte im gleichen Jahre 482 (415 uneheliche) und Oberhessen 342 Kinder (244 uneheliche) in Pflege. •* Betrieb bet Wand erläget in Hessen. Im Rechnung»« I jahte 1895/1896 wurden im Großherzogthum Heffen in 22 Fällen Wanderlager aufgeschlagen (Provinz Starken- bürg 7, Oberheffen 4, Rheinheffen 11). Für die Besteuerung kamen 41 Wochen in Ansatz (Starkenburg 8 Wochen, Oberheffen 6 Wochen, Rheinheffen 27 Wochen). Der Ertrag an Gewerbesteuer belief sich für diese Wanderlager auf 1250 Mk. (in Starkenburg auf 180 Mk., in Oberheffen auf 130 Mk., in Rheinheffen auf 940 Mk.) *• Znt Reform bet »ierten Bataillone schreibt die „Post": Verschiedene Provinzialblätter wissen schon darüber zu berichten, wo einzelne der aus den vierten Halb-Bataillonen zu btldenden neuen Regimenter garnisontrt werden sollen. Hier ist aber wohl immer nur der Wunsch der Vater des Gedankens- denn nach unseren Informationen ist über die Verthetlung der neu zu formtrenden Regimenter noch gar nichts bestimmt, weil die naturgemäß sehr umfangreichen I Vorarbeiten noch nicht abgeschloffen find. Wie wir hören, ' werden voraussichtlich überhaupt nur wenige neue Garnisonen 5807] Ein M läffiä«. »*? futWer, *' Zteflnns betaut * ° - " gintrti * " toebiwS-i? MD von Schneid tabeej*^ lQtl9e, benn ?e Nt (t„ v "d- nette uns T, »Uv 'ie mwL bli «'kl "»»tbeti für ml J?8'* ^»leidenschaft (3 W bto;.. V-M. Reise: fit ein Colonia'-, gesucht, welcher Lie bereits mit beflem: besucht hat. Nr. 618 an k Blattes erbeten. 5810] Ein tüt gegen hohen Lch Arbeit sofort flfc CH: o553] Bwti tei atfutbi- B. Ein T für die fDlebiti. alsbald gesnchl geschaffen werden, da man aus Ersparnißrückfichten bei der Vertheilung der neuen CadreS in erster Reihe die schon bt- stehenden Garoisonftäore berückstchtigen wird. ** Der Getteide»arkt. (BerichtSwoche vom 20. bis 27. Juni). Der Character des Getreidemarktes ist in letzter Woche wieder einmal GeschSftSftille mit finkenden Preisen auf allen Gebieten gewesen. Zum Glück fanden fich aber bei nachgebenden Preisen für Weizen und Roggen, sowie auch für Hafer einige Käufer, sodaß fich die Preise dann immer wieder befestigten und ein großer Preissturz vermieden wurde. Die guten ErnteauSfichten führen offenbar eine große Zurückhaltung herbei. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen (je nach Qualität und per 20 Centner) für 142 bis 158 Mk., Roggen für 108 bis 116 Mk., Gerste für HO bis 170 Mk., Hafer für 122 bis 148 Mk., Mais 90 bis 94 Mk. △ Gruningeo, 26. Juni. Wie wir dieser Tage er« fuhren, ist der kommende 1. Juli für unfern ersten Herrn Lehrer Eckel ein doppelt denkwürdiger. Er blickt an diesem Tage auf sein 25jährigeS Dienstjubiläu m zurück und gedenkt zugleich des TageS, an dem er vor 20 Jahren in unserer Gemeinde einzog. Er wirkte früher in Holzheim, Altenbuseck und Inheiden. Wenn Herr Eckel auch viel Schmerzliches in dieser langen Zeit hat erleben müssen — sind ifjm doch im Laufe eines Jahres zwei Enkelkinder gestorben —, {o hat er auch viel Freude erleben dürfen. Was er unserer Gemeinde in dieser Zeit, besonders in religiöser und gesang« licher Beziehung, gewesen (er leitet schon seit seinem Hiersein den bekannten Adam JSheim'schen Männergesangverein, wie auch einen Kirchengesangveretn), das lebt in aller Erinnerung. Möge er noch recht lange zum Segen der Jugend und der Gemeinde wirken! Das ist unser Aller Wunsch! §§. Grebenhain, 25. Juni. Die gestern in hiesiger Oberförfterei abgehaltenen GraSver st eigerungen ergaben einen ziemlich gleichmäßigen Erlös gegen voriges Jahr. Verschiedene Loose erzielten einen höheren Preis, andere wieder einen geringeren, da die Aussichten bis jetzt bezüglich der bevorstehenden Heuernte ziemlich günstig sind. Der Preis des Heues ist gesunken, da das alte Heu nicht mehr begehrt wird. MW- Aus der mittleren Wetleran, 26. Juni. Die Locomotive hat sich auf unserer neuen Eisenbahnstrecke schon bis Reichelsheim hindurch gearbeitet, wo eben mit größtem Eifer die Bahnhosanlagen hergestellt werden. Man ist auf der Linie allerdings auch schon auf naffen Moorgrund ge- stoßen, der jedoch durch Berontfiren rasch bezwungen wird. Darmstadt, 26. Juni. Bei einer Cavallerieübung im Roßdörfer Wald find heute eine Anzahl Pferde durchgegangen und in vollem Lauf durch die Roßdörferstraße tu die Stadt gesprengt. Die Pferde, welche bei ihrer Flucht fast sämmtlich gestürzt waren und meist stark bluteten, konnten erst am Capellplatz zum Stillstand gebracht werden. Offenbach, 26. Juni. Unsere Stadt soll an Stelle des nach Worms zu verlegenden 3. Bataillons des 4. Infanterie- Regiments Nr. 118 am 1. April 1897 ein Bataillon des neu zu formlrenden Regiments nebst Stab und Regiments- mufik erhalten. Das andere Bataillon des neuen Regiments kommt nach Butzbach. Mainz, 25. Juni. Die Garnisonverwaltung untersagt den Geschäftsleuten die Veröffentlichung der Resultate von Submissionen der Verwaltung durch die Zeitungen- sollte ein Submittent ermittelt werden, der gegen dieses Verbot verstoßen, so soll er für die Folge weder bei einer öffentlichen noch einer beschränkten Submission zugelassen werden. (Fr. Z.). Vermischter. * Die deutsche Aepfelweinerzeugnng ist in einem noch immer« fort in rascher Zunahme befindlichen Aufschwünge begriffen. Da das einheimische Rohmaterial nicht zur Deckung des Bedarfs auSreicht, so werden jahraus jahrein erhebliche Mengen von Aepfeln aus Frankreich importirt. Allein im Jahre 1891 erhielt Frankfurt a. M. aus Frankreich 1417 Wagenladungen voll zur Weinbereitung bestimmter Aepfel. In den nächsten Jahren nahmen die Aepfelzufuhren aus Frankreich noch viel beträchtlichere Dimensionen an. Ein französischer ConsulatSbericht taxirte schon für 189l den Nutzen, den allein die Frankfurter Aepfelweinindustrie ab« warf, auf 12 bis 13 Mill. Francs. Deutscher Aepfelwein gewinnt nicht nur innerhalb des Reiches ein stetig sich erweiterndes Absatzgebiet, sondern geht in beträchtlichen Mengen aud) in daS Ausland. Als hauptsächlichste Abnehmer deutschen AepfelweinS sind die türkischen Hafenstädte, sowie Athen, Damaskus, Aden, Kalkutta, Sydney, Capcolonie, Newhork, Baltimore, San FranziSco, Buenos AhreS und selbst Peking zu nennen. Die in einigen AuSlandSplätzen etablirten (5om- Missionare für diesen Geschäftszweig find mit Bestellungen überhäuft. * Ersah des Gummiringes der Fahrräder. Nachdem das Fahrrad aufgehört hat, ein Gegenstand deS bloßen Sports zu fein, sondern wohl in allen Heeren der civilifirten Welt Aufnahme gefunden hat, muß man auch darauf Bedacht nehmen, diesem Instrumente für militärische Zwecke eine größere Widerstandsfähigkeit zu geben, als die für Sportzwecke ausreichende. Am bedenklichsten ist in dieser Beziehung der den Radstrang umgebende, mit Lust gefüllte Gummiring, da jeder scharfe Stein, jeder Glasscherben auf der Erde im Stande ist, ihn zu verletzen und dadurch die Gebrauchsfähigkeit des Rades völlig aufzuheben. In der franzöfischen Armee hat man jetzt deshalb die Gummiringe durch Le d erringe ersetzt. Mehrjährige, vorher angestellte Versuche haben gezeigt, daß daS Leder gegen die gewöhnlich vorkommenden Gegenstände genügend widerstandsfähig ist, genug Elasticität besitzt, um daS schnelle Fahren nicht zu beeinträchtigen und, wenn eS vorher auf bestimmte Weise zubereitet war, die sooft allerdings recht störende Eigenschaft verliert, fich infolge der WitterungSeioflüffe auSzudehnen. * 3> Pest »ersteht Jeder»«, Deutsch, so versichern sämwtliche Besucher der MilleniumSauSstelluog und die Pester find nicht wenig stolz auf diese Anerkennung. Freilich pasfiren da auch kleine Mißverstäudniffe. Em Mitglied deS JournalistencongreffeS beauftragt einen Droschkenkutscher, ihn "ach dem nächsten Dampfboot zu fahren. Rofiuaute setzt fich in Bewegung und bald hält der Wagen vor einem kurioS auSsebendeu Hause in einer engen Gaffe. Der Kutscher springt ab, öffnet den Schlag: „Sitte anSsteigen, Herr, da ist eS." — „Was ist da?" — „Na, Dampfbad," meinte er, „nächstes Dampfbad ist ja in der Kazinczygaffe." • Die Fahrt von Loodoo nach Paris ist kürzlich in 6 Stunden 25 Minuten zurückgelegt worden. Die Zeit« ersparmß beträgt 1 Stunde 35 Minuten. Zwischen Victoria und Dover wurden auf der Eisenbahn 14 Minuten erspart uud der Dampfer „Ewpreß" fuhr in 60 Minuten über den Sanal. * Kommt ei, — Hase geflogen. Der Barbier D. in Sangerhausen war dieser Tage an seinem Acker beschäftigt, als ihm plötzlich mit voller Wucht ein Körper aus den Rücken fiel. ES war ein — Hase, oben in der Luft kreiste eine mächtige Gabelweihe, die ihre Beute jedenfalls nicht mehr hatte halten können. Ja, was einem armen Haien, einer Gabelweihe und einem — Barbier nicht alles pasfiren kann! * Angenehme Mittheilong: „Jetzt, da ich ihr Jawort habe, reizende Elisabeth, erlauben Sie mir eine Frage: Sind Sie abergläubisch?" „Abergläubisch — warum inter- essirt Sie daS, Franz?" „DaS kann ich Ihnen erst sagen, wenn Sie meine Frage beantwortet haben!" „Nun denn, ich bin nicht im geringsten abergläubisch!" Er (freudig erregt): „So kann ich eS Ihnen denn ruhig mittheilen: Sie find meine dreizehnte Braut." CHaatuv und Aunsr. - Abseits vom Beben, Skizzen an» der Anatomie, betitelt sich ein im Verlag von R Boll in Beilin erschienenes, hübsch au6gcftaitete6 Büchelchen in Taschenfoimat. Wie der Titel besagt, schildert der Verfasser, I E. Poritzky, seine Empfindungen bei der Arbeit in der Anatomie wie diejenige seiner Mita, beiter am Seziertisch und zeigt dadurch deren Verschiedenheit in packendem Lichte. Seine Betrachtungen über das der Anatomie überlieferte „Material" sind lehrreich besonders für Diejenigen, denen unsere socialen Verhältnisse nicht gleichgiltig sind. — Katechismus de, Redekunst. Anleitung zum mündlichen Vortrag von Roderich Benedix. Fünfte Auflage. In Original, Leincnband Mk. 1.60. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Es macht einen schlechten Eindruck, wenn die mündliche AusdruckSweise eines Gebildeten mangelhaft ist. Nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Form der Rede kommt es an. Viele Menschen haben aber eine mangelhafte Aussprache, sie unterscheiden z. B. nicht das b von dem p, das d von dem t, am meisten wird bei der Aussprache des r gesündigt. Hier kommt das vorliegende Buch zu Hilfe. Es zeigt, wie man sich eine hübsche Sprech- und Vortragsweise aneianen kann. Ein Beweis für seine Brauchbarkeit ist, daß dasselbe schon in fünfter Auflage vorliegt. Wer die in dem Buche enthaltenen Rathschläge beachtet und die vorgeschriebenen Sprechübungen vornimmt, wird sich recht bald eine tadellose Aussprache aneignen, ja, wenn er nur einigermahen Talent dazu hat, es sogar dahin bringen, daß er ein perfekter Redner wird und das ist doch heutzutage das Ideal vieler. — „Belo Sport* Lahr i. B. Jllustrirte Sportzeilfchrift für das gelammte Radfahrwrsen, pro Quartal Mk. 1.50 bet jeder Postanstalt. — Inhalt der Nr. 18: Ein Mittel zur Besserung deS Rennsports. — Miß Nevermind. — (Fortsetzung.) — Deutschland. — Ausland. — Pariser Briefe. — Chronik. - Rennberichte. Ausschreibungen. — Sportskladderadatsch. — Vereinsnachrichten.— Industrie und Handel. — Bekanntmachung. — Elsaß-Lothringen. — Eingesandt. — Illustrationen: Start zum 1 Meilen-Rennen auf der Catsordbahn deS Catford Cycle-Club London. — Die drei Radler. — KatechiSmvS der Ornamentik. Leitfaden über die Geschichte, Entwickelung unb characle.isteschen Formen der VerzierungS- stile aller Zeiten. Von F. Kanitz. Fünfte, oerbesserte Auflage. Mit 131 Abbildungln. In Original - Leinenband 2 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Die mannigfachen Wandlungen, welche sich in den Decora'ionen, Ornamentationen unserer g-sammten Umgebung bemerkbar machen, namentlich aber an Gebäuden und kunstgewerblichen Gegenständen, erheischen immer mehr ein viel weiter reichendes Bekanntsein mit „Stil", als es bisher der Fall ist. Immer weiter dringt das Bedürfniß, die innere Ausstattung unserer Wohnung in einen angenehmen, befriedigenden Einklang zu bringen mit den glanzvollen Außenseiten unserer Neubauten. Mit Freuden begrüßen wir daher jedes Mittel, ein eingehenderes Verständniß der verschiedenen Omamenlfttle zu erwecken. Der vorliegende Äatedjtemu6 ist ein solches empfehlenSwerthes Mittel, und seine in den letzten Abschnitten wesentlich vei besserte, durch neue Illustrationen und eine Erklärung kunsttechnischer Ausdrücke vermehrte 5. Auflage beweist zur Genüge seine Brauchbarkeit. Reich mit Abbildungen versehen, bietet er eine vorzügliche Einführung in die Ornamentik aller bekannten Stilperioden. Ein reiches Verzeichniß zu tiefgehendem Quellenstudium macht den Werth deS Bändchens noch größer. Es sei bestens empfohlen. WWk ®S| Preisausschreiben zur Erlangung von Entwürfen einer fchmiedeifernen Einfriedigung nebst Thoren vor dem neuen Dienstgebäude der Großherzoglicheu Centralstelle für die Gewerbe. Zur Förderung deS inländischen Gewerbewesens schreiben wir ür Angehörige des Großherzogthums Hessen hiermit einen Wettbewerb aus zur Erlangung von Entwürfen für die vor unserem neuen Dienstgebäude in der Neckarstraße dahier herzustellmde chmtedeisernen Einfriedigung nebst drei Thoren. Die anzuferttgenden Entwürfe sollen dem Gesamm-chaiacter de« Neubaues mtsprechen und müssen in 1 io der natürlichen Größe dargestellt sein, mit Beilage von Tbeilzetchnungev in natürlicher Größe. Die Entwürfe sind nebst einer Gewichts- und Kostenberechnung bis zum 1. September d. Z. an die unterzeichnete Stelle kostenfrei einzuliefern und müsien mit einem Kennworte versehen sein; ein mit dem gleichen Kennworte bezeichneter verschlosimer Briefumschlag hat den Namm und Wohnort des Verfassers zu enthalten. Die nicht preisgekrönten Entwürfe werden den Verfassern kostenfrei zurück- gefandt, fall« nicht über den Erwerb derselben eine Verständigung iatlfinbet. Für diejenigen beiden Entwürfe, welche nach dem Urihelle des Preisgerichtes für die Ausführung am geeignetsten befunden werden und deren Ausführung namentlich den für die Schmiede« und Schlofferarbeiten (einschließlich ihrer Ausstellung) in Aussicht genommenen Höchfibetrag von 1600 Mark nicht übersteigt, find ausgesetzt ein erster Preis von 170 Mark und ein zweiter Preis von 130 Mark. I , , , Wenn die Preisrichter in ihrer Mehrheit ber 8nfi*t feiner ber eingdangten Entwürfe dm ersten Preis oetbur. " gleichwerthige Arbeiten vorliegen, so ist e« zulässig, ‘ ertbeilung ausgesetzte Summe von 300 Mark In anbiri « geeigneten Fall« auch zum Ankäufe guter, nicht preiUrf?; würfe zu verwenden. h Die preisgekrönten Entwürfe geben in da« ffu-« Smttalstelle für die Gewerbe über; ein Anspruch ber•’ Uebertragung der Ausführung eines solchen Entwurfes^" zugeftandm. «ch Jc Die Ergebnisse der Verhandlungm bet Preisgericht ta dem Gewerbeblatt für da« Großherzogthum Eine Ausstellung der eingdaufenen Entwürfe in Darms!?^ Aussicht genommen. ‘■wt Preisrichter find die Herren: Geh. Oberbaurath von Weltzten Geh. Baurath Sonne, Baurath Wiefsell, Drofefior Dr. Adamy, „ Professor Hermann Müller, sämmtlich in Darmstadt. Den Bewerbern lst eS undmommm, gleichieist^ »» . Entwürfe ein Preisangebot für die Ausführung einiuttÜ1^ Verlangen haben dieselben Proben von ihnen herein anuÜ- e arbeite ober Theile deS eingereichtm Entwurfs, auSgefübn»^ 1 lifter Größe, vorzulegen. Diese Angebote sind in einem Briefumschlag mit der Aufschrift „Preisangebot" einiufenb« ' Die Zeichnungen der Thorpfeller und $intri(btjjC-L- find von dem Sekretariat ber unterzeichneten Stelle erhalten. t Darmstadt, den 25. Juni 1896. Srotzh. Seniratstelle für bU WeWttN. Brodpreise 84 2 3 1 W. Fabel von Wieseck 1 2 1 2 e !l 44 42 « . Der auswärtigen väcker. Kg. (2 Vfd.) Weißbrod bei W. Fabel v. Wieseck n 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg. Ant. Heuser v. Gr.-l.'tnden i. ' L Schmidt von ®r. ütnben i. W. Weitzel von Lang ASn« ü o s Wilh. Fabel von Wieseck « 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot)beiGg. Ant. Heuser o.Gr.-Linde»N Joh. Kd. Belte v. Kitch-ESo, > W.SteinmüllervLang-SSni t W. Weitzel von Lang.Höol k Loui« Schmidt o.Gr. Ltndev „ Ä Ä . G. Jacoby v Alten-Luiick 44 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) beiBalth. Christ Wwe. o. ®ld«f fr; ' G. Jacoby v. Altm-Su'eck t» vom 28. Juni bi» 12. Juli 1896. _ Der hiesige« Bäcker. Kg. (2 Pfd.) Taselbrod Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod Kg. (2 Md.) Weißbrod . * * Kg. (4 Psd.) Weißbrod ' Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)..... Roggen-^chwarzbrod bei Ernst Muth u. W. Amend Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod..... RoggmSchwarzdr.d bei Ernst Muth u. W.Amend Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod.....' Der VrovverkLuser. Dieselbm Preise wie bei dm hiesigen Bäckern Gießen, den 27. Juni 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Auszug ans den Standesamt«s-iftev» de* Stadt Gieße«. Oafgebou. Juni: 20. Johannes Lehr, Schmied zu Cffenba* i Li , Marte Earlü Hierselbst. 22 Wilhelm Btngel, Schmied zu Staats; mit Lisette Margarethe Phtlippine Kiefer zu Heinzenberg. 23 Icbt-ei Schäfer, Metzger dahier, mit Anna Katharine Walther |u tfnitf • - Juni: 20. Max Adolph Rodert Hellweg, Kaufmann dchln : Sufanna Schnorr zu Biasbach. 24. Georg Pauiui Cigarrenhändler zu Frankfurt a. M., mit Maria Dorothea Her»,: hier selbst. 25. Ludwig Wilhelm Htlgardt, Kaufmann bei«: ■ Bertha Elise Ottilie Harnickel hierselbst. 25. Emil l'abetg l . Spmgler dahier, mit Susanne Elisadethe Pfeiffer binklbfl Juni; 17. Dem Fabrrtarbetter Heinrich Herzberger eine 1»*« Anna Maria. 18. Dem Locomotioheizer Friebrich Mer hev<>i ein Sohn. 18. Dem Schneider Heinrich Loos eine Tochter b ?'■ Buchhalter Louis Kreiling eine Tochter. 19. Dem Lchl^'n Pöllenhofer eine Tochter. 22. Dem Küfer Georg Schmidt et«€cii Johann Friedrich Georg. 22. Dem Glaser Wilhelm Kreß *6<) i Karl. Sedorbene. 3uni: 20. Johann Heinrich Karl Schädel, 9 ÜlMKtt S Sohn von Schuhmann Johannes Schädel dahier. 20. Keil 58 Jahre alt, Claoierstimmer dahier. 22. Anna Margarethe 1 Jahr alt, Tochter von Feldwebel Karl Sänger babin. 22 xi August Hermann Fuhr, 30 Jahre alt, ohne Gcfch.i'! * 22. Elisabeths Röder, geb. Herzberger, 80 Jahre alt, W* « Ehauffeemacher Johanne« Röder dahier. 22 Anton Schulte, 72 alt, Schäfer von Werpe. 23. Bertha Ida Robewald, 2 3jy* Tochter von Brunnenmeister Robert Rodewald dahier 23 «Xtnai KleeS, 54 Jahre alt, Steinbrecher von Wangenroth. 24. IdN-®* AlthauS, geb. Bohl, 55 Jahre alt, Wittwe von «orbsiechter AlthauS von Vadenrod. 26. Johannes Kldn, 54 Jahre Bit. v«w' meister und Gastwirth dahier. Auszug aus den Airchenbüchers der Stadt Siebe«. Evangelische eemtinlt •«ttOtttt. MatthäuSgemeinde. -_.x Dm 25. Juni SmU Ludwig Dörr, Lpmglermetfier und Susanne Elifabetbe Pfeiffer, Tochter de« verstorbenen Johann Heinrich Pfeiffer zu Großm-Buseck. Dmsclbm. Ludwig Wilhelm Hilgardt, Kaufmann und Bertha Elise Ottilie Harnickel, Tochter de« Privatmann» Harnickel zu HerSfeld. JohanneSgemeinde. । Dm 24. Juni. Georg Paulus Glungler, Ligarrmdao Frankfurt a. M., und Maria Dorothea Herbert, Tochter vea Karl Herbert zu Gießen. •eiaafU. MatthäuSaemeinda. Dm 21. Juni. Dem Dimer Theodor PHUtpp «n, Else Antonie Luise, Margarethe, geboren dm 12. Mat- MarkuSgemeinde. Dm 21. Juni. Dem Laternmwärter Friedrich o**’ Sohn, Karl Jakob Wilhdm, geboren dm 24. Mai. Dm 25. Juni. Dem Pfarrer Dr. Friedrich ” Ernst Rudolf Wilhelm, geboren dm 3. Juni. J L C. Trapp Nacht, Friedberg (Hessen) * ♦ Gegr. 1792 Weingrosshandlung Gegr. 1792. ♦ ♦ 2485 Specialität: ♦ Naturreine Mosel- und Saar-Weine. T Ausführliche Preisliste wird auf Wunsch sofort zugesandt. fürdie Saini»1? ist das h nH[ |BnhördlicheAnzeigen 5945 Wilhelm Schneider, Schreinermeister. «. & ®. Wallenfels. 'k Mäusburg 7 Billige Preise. Prachtvolle Zimmer. Italiener Rothweine Mäusburg 7 MAGGI5 Suppenwürze I r Da- Stadtbauamt. Schm andt. 5908) Ich suche zum 1. October eine flcrfiumiflc Wohnung von 5 Zimmern in freier Lage. Dritter Stock bevorzugt. Dr. &. -tztaaer, Ludwigstr. 46,111. Anzahl neuer Pflanzen Versuche angestellt worden. Die meiste Berücksichtigung verdienen aus mancherlei Gründen die stickstoff- sammelnden Futterpflanzrn. Nach den Urrheilen der Versuchsstation der Bereinigten Staaten tefitzt Leapedera striata die Vortheile eine« auSgeirichnelen Stickstoffsemmler«, kann also noch auf verhältniß- mäßig fttckstoffarmem Boden mit Erfolg angedaut werden. Ihre HauvtvegetationSzeit beginnt ‘rät, nicht vor Juli, sodann wächst sie schnell, gleichviel ob Trockenheit herrscht oder nicht, der Näbrwerth ist ein hoher. Auf gutem Loden erreicht die Pflanze die Höhe von 20 bt- 30 Zoll und gibt eine Ernte von 40 bis 60 Centn er pro Acker. Ferner verdienen Versuche mit Trifolium reeupinatum Beachtung. Die Pflanze ähnelt dem schwedischen Rite und erreicht eine Höhe von 80 Elm., die Blüthen sind mehr doldenartig und rein rosa gefärbt. Burchard Hamburg verspricht sich auch von dieser Kleeart Erfolge für unsere Verhältnisse. Auch der Rronentke, Hedysanim coronarium. welcher seit Kem 18. Jahrhundert in Spanten, Siciiien und Malta culttvtrt und von dort nach Algier tmporlirt wurde, wird in neuester Zeit sehr warm empfohlen und in die Reihe der ftickstoffsammelnden Futterpflanzen mit auizunehmen s ck über dem Osten Eui ovaS immer mehr an Raum. Gleichzeitig bildet sich auch im Mittelrneergebiel eine neue Depression aus, hie sich bald enger mit Ost-Europa in Verbindung setzen dürste. Dementsprechend war beute Morgen da« Wetter in der Pialz bereit« wieder beiter geworden, während im übrigen südlichen Deutschland noch Trübung und Regensallc bestehen. eo«»a*seuic« öMtUtBtt» . Meist heiter und wieder etwas wärmeres Wetter, im südlicheren Deutschland zunächst noch trübe und kühl. W ohnungs-V eränderung. Meine Wohnung befindet sich von jetzt ab in meinem ncuerbautcu Hause ____ J,lj 1 ' Bekanntmachung. Diejenigen Handwerker und Liefe« Union, welche Arbeiten und Liefe- MM für die Bauten des seitens hrß tobt ausgeführten Kafernements tu Iber Grünbergerstrabe geleistet Wen, werden hiermit aufgefordert, (tei noch rült ständige Nech- nnitHcn — bei Meldung des Aus- IjlMeS nach erfolgter Abrechnung — hi spätestens 10. Juli d. I Ki »NS einzureichen. Meßen, den 27. Juni 1896. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 27. Juni. Mittags zwischen 11 und 12 Uhr Wasser 15, Luft 15°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Zunge Leute, die gesonnen sird, sich Abends an einem Kursus im e e 16938 Schnell - Schönschreiben zu betheiligen, wollen sich melden unter P. G. 89 postlagernd Gießen- SbAede noch so schlechte Schrift w trd in wenigen Stunde« tadellos. Feinst spanischen wie auch deutschen Cognac. m- -en Stan-erar der Etadt Vießen. üvsgtdotr. Jvhamiis Lehr, Schmied zu C;: selbst. 22 Wilhelm Bingel,^ nerhe Philippfne Kteser zu Hei^ dahier, mit Alma5alhzrtneLL AhrssließmHM. Adolph Robert hellwe-z, t-77 in zu Liatzbech. 24. @toi? iu gienfiurl a. mtl Stau. Ludwig Wilhelm Hilgardl. lilic H-rnicktl Hierselbst. 25._r mit euiannt Elisebethe Wir bringen hierdurch Maschinen-Oele und -Fette, Wagen-, Leder- und Husfette, Carbolineum, Seife und Seifenpulver etc. in uur la. Qualität zu billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. 848 Hessische Oel- und Fettmanusactur 15 Bleichstrasse 15. 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Putbifte. MatthLuSgemeinde. Den 21. Juni. Margarethe Jtimmel, geb. Becker, Ehefrau de- IttJimonnfl Ludwig ftfmmel, 36 Jahre alt, starb den 20. Juni. Den 23. Juni Elisabeth« Räder, geb. Herzberger, Wittwe deS »n»! denen TazlöhnerS Johannes Räder, 80 Jahre alt, starb den !!: funt. Denselben. Karl August Hermann Fuhr, Sohn deS Schuh- tttjeiimeisterS Martin Fuhr, 30 Jahre alt, starb den 22. Juni. JohanneSgtweinde Den 22. Juni. Earl Kluge, Musiker, 58 Jahre alt, starb den *1) Zuint._____________________________________________________________________________ Dttrfe^r, €anO- unO VoUrivirt^sctzaft. 27. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen b:bemn«rkt kostete: Butter pr. Pid. v* 1,00—1,10. Hühnerei«' r-6t 5-6 X 2 St. CO 4. Enteneier 6 2 St 0 X Gänse 16 pi. ©t. CO—00 X Käie pr St. 5—11 4, Käsematte pr. St. 3 ittian pr. Liter 17 Linsen pr. Liter 30 X Tauben pr. Pam A0,«O biS 0,80, Hühner pr. Stück 1,10 bi« 1,20, Hahnen pr. ©tüd > ,WO—1,30, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund x 0,100-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 X. Kuh- und Rindfleisch r M>. 64-68 X, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bi« 66 X, Schweine, Utz, gesalzen, pr. Pid. 70 X, Kalbfleisch pr. Vfd. 50—lO X, tmvüelfleisch pr. Psd. 60 -70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4/ 0 dir IDO i*. Weißkraut pr. Stück 0- 00 X. Zwiebeln pr. Eentn^ A 7^00—8.00, Milch pr. Liter 16 X, Kirschen pr. Piund 20-25 H. - Reue Futterpflanzen. Da« Bestreben, der Landwirlh- üiltiimmtr neue Futterpflanzen zuzuführen, ist in gegenwärtiger •dt tiin sehr lebhafte« und so sind auch in jüngster Zeit mit einer Kunst-Ausstellung, geöffnet täglich, mit la^ nähme de« SamStaa«, von 11 bt« 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bi» 5 Uhr. eauniags »Atz ens M »tatet* •etmteOre*«* mm 11 H» • Utz». - LtntrittAprei» ft. 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Anzeiger' ferner Borgäuge in der zur Üennmiß sei wird den Begeber ^bührende Bespre zcigers zu Theil Lbcrhcsscn betrieb, Anzeiger durch Bi wcrthen aus dem fichtigung zu Thci die Bcobachmngei wirthschast, Ha a den Ritts seine dugeneS Feuill hMn ernsteren un' Ulllerhalmngsstoff „Viehtnrr Kar »tiger wöchentlich ücts ein gmählte^ bringen, namentl beliebte Beigabe 6' Wir ersuchen ihre Bestellung be wollen. Neuhinzu Stellung bis 1. Erstellt, wie wir k*W- Peter Berg. Fechtverband Gießen-Jahr. Sonntag, den 5. Juli, auf der Schönen Aussicht: Großes Sommerfest ?um Brsten armer Waisen. fi. GdjenKa. — fcrutf llnd tu,< )a „ruh BI« Levi, Schirmfabrik. 59061 Awei tüchtige Etgarren- ardaitertnven finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung __NSHereS MLusbnrg I. Itnb =ir:ii6rn fern in «itchm Die heutige Kummer umfaßt 10 echnikum der freien Hansestadt Bremei Schöne Aussicht. Montag, den S». Juni c., von 5—10 Uhr: großes Aier-Loncerl Geschäfts-Eröffnung. Photographische Atelier Philosophenwaldi Sonntag, den 28. Juni: öS- Großes Concert 5 ausgeführt von der Saxele des 2. «roßh. Hess. Zuf.-Kegmeats Ar. 116, Safin W,»-' unter p-rfcnltch-r Leitung de« Großh. Mußkdirector« smn S lT, ---Mntan9 '/■& Nhr.__(»ntr^r ao Liebigshöhe. Heute, Sonntag den 28. Jnni, Anfang 4 Uhr «,ch». Gesucht werden zwei «Schinnen tn feine Privat. Hauser, sowie auch Müdchen für HauS, und Küchenarbett in sehr gute Stellen; auf gleich zu besetzen ,QßQ »ran Müller, Erstes Bureau, 6863__________LSwengaffe.________ 5907] Gesucht ein reinl, flinkes, jung. Mädchen für die Tagesstunden. Schlafen außer dem Hause Näheres bei Frau «Jemen» Sch in«, Goetbestr aß^i8, 111. SatSSatISTT" ^^Erittskarten L 75 Pfg in der Muflkalienhandlung (Kruft OOJTCORDIA. Challier (Rudolphs Nachfolger), von Nachmittags 3 Uhr ab ~ im (Loncertlocal. kook Souutag den 28. Juni: ----—--------»925 Parthie nach der Badenburg TkIlors Aerrgsse. ab,a6rt “m'Uw 10 m"- Heute, Sonntag: Einmaliges Auftreten d der beliebten Schweizer Sängergesellschaft Krause unter Mitwirkung von Frl. Sophie Krause, genannt: „Die Schweizer «re „ Nachtigall", in ihrem National-Costüm. 5928 — /a5 Uhr. Ende IO Uhr, Entree 20 Pfg. Dn Hhtk B Am Nachmittag *?a 'mer 8«ltoitnftüb vuiortnCrtonnai ■"*’ wn m, m(j) Jl’T™ bc6 $otaj(1 fc rj1™«1»Hart CM» ■ «Mtnt und i taan Ortw"« ■'1'" «'•“ tu.” ►lliMsa1iolls.Eonrse für Uliwo Inj 1896. Mitgetheilt von J. Kurz A Co., Giessen, 2aßaß-filnp 6! . Forderungen Genüge leisten. 8 6 ' tootypien und mit Oel, Aquarell, Pastel übermalten Photographien den hödu^ n m • u i.- i Kinder-Aufnahmen (Moment-Photographien) finden bei jeder Witterung statt —«ÄS Äti ÄS SÄ —.......«. 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