marktes und den Mlikiuktkü-zjch eine allgemeine Vechmtz ’> den 27. h 'tnbe 8'/2 Uhr, » des Cafe 1 Steuerzahler sind cingeL ßikMchmIiiij zM niet IV. I. Happel. (> ♦♦♦♦♦HW , Harmonikas, L Herophons. iGtomaten, Vlelliei, FH'" iti li iriutir Airnbl n FiiHin andlung und Leiha ilität: Billige Ausgaben = er (Rudolphi Nacht), K eineneichniMe pitü und fn«t rlühlid (Patentirt in allen Colton ■■ msten des Brenners mehr, verbrauch. migung des Dochte * p£n (selbst be™V* üek lk. 0.25 hi » .ah, Berlin NO. Giessen, ft* werden Bestellung«”; 1896 Drittes Blatt BierttHäkriger 2lnrts- und Anzeigeblatt für den Tiveis Giefzen P chratisbeiFage: Kießener Jamilienblätter. Ittnahm« dow Ängtigtn zu der Nachmittags für brw enden Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr, Sonntag den 28. Juni Die zweite Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuch« wird beim Familtenrecht, Titel: Scheidung der Ehe, fortgesetzt. S 1552, welcher die Scheidung wrgm unheilbaren Wahnsinn« zuläßt, ist von der Commission gestrichen worden. Abg. Len,mann (srs Lp.) beantrag! Wiederherstellung. Wenn Jemand hoffnungslos geistiger Umnachtung verfallen sei, sei er that- füchltch so gut wie tobt. Die Getstesgemetnschast der Ehegatten fei total aufgehoben und daS rechtfertige die Scheidung. 3m Namen der Sittlichkeit, der Humanität, de« Recht« fordere ich Sie auf, unseren Antrag anzunehmen. Drängen Sie un8 nicht in eine Lage, welche uns das gerne Gesetz unannehmbar machen könnte. Bayerischer Ministcrialrath v. Heller tritt NamenS seiner Regierung für den CommtssionSbeschluh ein. Abg v. Buchka (cons.) erklärt NamenS der conservativen Partei, daß dieselbe den Antrag Len,mann ablehne. Zwischen krankheit und Tod sei doch noch ein großer Unterschied und der Ehegatte könne daher auch nicht die Consequenzen auS der Geisteskrankheit ziehen, dir er auS dem Ableben deS anderen TheilS ziehen önne'Justi,Minister Schönstedt: Namens der kreußischen.Regierung und der Mehrheit des BundesratbeS kann ich Sie nur bitten, den Antrag Len,mann anzunehmen. Schon vor dem preußischen Landrecht galt die Geisteskrankheit als Ehescheidungsgrund, ebenso im Landrecht. 1849 sprachen sich ,u Gunsten eines solchen Scheide- grundeS Männer auS wie Giaf Arnim-Boitzenburg, Dönhoff- Friedrichstein, Frankenberg-Ludwigsburg, Frhr. v. Bornberg, wenn ich nicht irre, ein streng katholischer Herr, v. Schlieben, o. Waldow und Andere. Auch in Hessen, in Sachsen hat immer diese Ausfassung überwogen, auch bei den Confistorirn. Daß die Commission den S 1552 gestrichen hat, hat b weiten Kl eisen Anstoß erregt. Professor Zorn in Königsberg, ein hochconservatioer Herr, tritt entschieden für diesen Scheidungtzgrund ein. Ebendafür haben sich die elsälsischen Juristen auf dem Juristentage ausgesprochen. Sie bringen viel Unsegen in die betr. Familien, wenn Sie bei dem CommissionS- beschlusse beharren. (Bravo links.) t c m Q Abg. Stadthagen (Soc.) bittet dringend, den Protestanten nicht altbestehendes Recht zu nehmen, denn seit 1525 sei die.Scheidung wegen Wahnsinn eines Ebegaitm constanteS protestantisches Eherecht. Abg. Gröber (Ctr.): DaS Gentrum bat sich bet der Frage niemals auf den consessionell'n Standpunkt gestellt. Wundern müsse rs ihn aber, wenn der preußische Justizministcr behauptete, der Antrag Len,mann stehe mit kirchlichen Anschauungen und Forderungen nicht in Widerspruch DaS sei allerdings der Fall. Tie Ehescheidung wegen unheilbarer Geisteskrankheit trage vor Allem den Mangel der Unsicherheit in sich. Wie oft wichen nicht die Gutachten der medicinischen Sachverständigen gerade darüber außerordentlich von einander ab. Das Wesen der Ehe bedinge überdies ein Zusammenhalten auch in schweren Tagen (lebhafter Beifall im Centrum). Und wie könne man eß rechtfertigen wollen, daß der kleine Mann seine geisteskranke Frau aufs Pflaster werfe. (Widerspruch links.) Der kleine Mann könne doch nicht ,wei unterhalten, seine geschiedene geisteskranke Frau muß also der Armenpflege anheimsallen. Lasten Sie eS bei dem Beschluß der Commission. (Beifall). hessischer Künstler, zu denen sich auch namhafte auS anderen Ländern gesellen sollen. Ein vorbereitender Artikel über die bildende Kunst in Heffen Darmstadt, der vor ein paar Tagen in der hiesigen Preffe erschien, macht bereits auf daS in« terestante Unternehmen aufmerksam. Wir wollen auf die vielen bitteren Bemerkungen, die sich darin über die Jntereste- lofigkeit deS Darmstädter Publikums gerade künstlerischen Leistungen gegenüber bezogen, nicht näher etugeheo und eine Prüfung der gebrandmarkteu Zustände nicht vornehmen, jeden« falls ist manches Wahre in dem kleinen Aufsatz gesagt und wir schließen uns der darin ausgesprochenen Hoffnung an, daß die erste Darmstädter Kunstausstellung eine erfreuliche Wandlung auf diesem Gebiete veraulaffen oder doch wentgstenS vorbrreiten möge. An BerguügungS. Veranstaltungen war die Sommerszeit bis jetzt nicht arm. Leider machte sich jedoch keine besondere Antheilnahme deS Publikums bemerkbar. Bedauerlich ist namentlich der andauernd geringe Besuch deS Sommertheaters, daS gerade diesmal über ein vor« treffliches Personal verfügt und wirklich Gutes leistet. Nur der unverwüstliche „Obersteiger" und daneben Strauß' reizende Operette „Der lustige Krieg" übten größere Anziehungskraft aus. — Im Orpheum siudet nun am 1. Juli auch Saifon- schluß statt. DaS Etabliffement soll im Innern gänzlich umgebaut werden, man will eS wohl für seinen jetzigen Zweck paffender gestalten. — Am 1. September öffnet die Bariötvbühne ihre Pforten von Neuem. Ein alter Wunsch unserer Studentenschaft soll nun auch bald in Erfüllung gehen: Endlich soll Darmstadt ein großes elegantes Wiener Cafs erhalten, daS tn der Rheinftraße errichtet werden soll. Auch spricht man von einer neu zu eröffnenden feinen Restauration, deren Mangel eben- falls schon lange schmerzlich empfunden wird. In der Grafenstraße wird zur Zeit zudem ein großes Local für Eoncert- Veranstaltungen u. s. w. erbaut, deffen Hauptsaal an Größe angeblich den Saalbausaal übertreffen soll. Mau sieht, au neuen Unternehmungen ist kein Mangel, hoffentlich bleibt auch der Erfolg nicht auS. Sportfeste werden zur Zeit überhaupt in großer | Zahl in Darmstadt gefeiert. Schon meldet sich für die ersten Tage des Juli der mittelrheinische Fechtclub, der fein 17. Gauverbandsfest in Darmstadt feiern will. Die Anmeldungen auS den umliegenden Städten laufen zahlreich ein und stellen lebhafte Betheiligung in Aussicht. Desgleichen veranstaltet unser Odenwaldclub bereits am nächsten Sonntag ein internes DereinSfest, indem er einen großen FamtlienauSflug nach Neckargemünd unternimmt. Eine intereffante Versammlung, die auch für weitere Kreise manches Intereffante brachte, tagte zu Beginn der abgelaufenen Woche in unserer Stadt: der Unterverband Mitteldeutschland deS Verbände« deutscher Bäcker- Innungen „Germania". Herr Köbrich auS Mainz führte den Vorsitz und eröffnete die Versammlung, die Namens der Stadt durch Herrn Beigeordneten Köhler begrüßt wurde. Die eigentlichen Verhandlungen drehten sich in erster Linie um den jüngsten BvndeSrathtbefchluß, den Maximal- arbeitStag betreffend. Fast sämmtliche Meister sprachen sich gegen den Beschluß auS und versuchten deffen Schädlichkeit für daS Handwerk nachzuweisen. Noch Schluß der eingehenden, oft sehr lebhaften Debatte sand eine Resolution einstimmig Annahme, die sich gegen den Mox malarbeitStag aussprach und betonte, daß die Gründe für dieses Verhalten schon hinlänglich bekannt und erörtert seien. — ©inen lebhaften, animirten verlauf nahm dann die am nächsten Tage folgende zweite Verhandlung, zu deren Strapazen man sich erst durch einen fröhlichen Frühschoppen im „Schützenhof" gesiarkt hatte. Für Ihre Leser wird die Mittheilung tn- tereffant sein, daß beschloffen wurde, die nächste Versammlung deS Unterverbandes in der Musenstadt Gießen abzuhalten, waS allseitiger lebhafter Zustimmung begegnete. Mit dem Üblichen Dank an den Vorsitzenden und einem Hoch auf den Gesammtverband wurde die Versammlung geschloffen, an die sich dann noch ein lustiger AuSflug mit Musik auf die Ludwigshöhe anschloß. , Eine bemerkenSwerthe Veranstaltung, wie sie Darmstadt noch nie In seinen Mauern beherbergt hat, plant ein kleiner, aber rühriger Verein für den kommenden Herbst, nämlich I eine große Ausstellung von Oelgemälden, namentlich Bringcrlobn. Durch die Post bezöge: 2 Mark 50 Psg. Nefcaction, «ptbiti*» tmb Druckerei: AchwkstrwteAr.l Fernsprecher 6L Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend: Maul- und Klauenseuche. Die Maul- und Klauenseuche ist zu Büdesheim, Rrei» Friedberg, ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet uotloen. Gießen, den 26. Juni 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Alle Annoncm-Lureaux des In» und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Vießener Anzeiger" entgegen. Deutscher Aeichstag. 115. Sitzung. Freitag, den 26. Juni 1896 Am Bundesrathstische: StaatSsccretär v. Nieberdtng und Mlilistcr Schönstedt. M. 150 Gefunden. Geld, 1 Taschenmesser, 1 Regenschirm, 1 Mldbeutel, 1 schwarze Schürze und 1 Waage. Huaefloaen: l Canarienvogel. Gießen, am 27. Juni 1896. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. 23.: Roth. vekamümachung, betreffend: die Rothlaufseuche zu Wetzlar. Zu Wetzlar ist die Rothlaufseuche amtlich festgestellt »owen. Gießen, den 25. Juni 1896. GrohherzoglicheS KretSamt Gießen. o. Gagern. Gießener Anzeiger= Kenerat-Htnzeiger. Der Steuer Auzetger rfldjeint täglich, i1 Ausnahme des MontagS. Die Gießener )««tklen0 tätter en dem Anzeiger ikhmtlid) dreimal d rigelegt. Bekanntmachlma. Die Maul- und Klauenseuche zu RiedeA-Wöllstadt unb Rodheim, Kreis Friedberg, und zu Klein-Alten- jälten, Kreis Wetzlar, und die Rothlaufseuche auf dem iuue Altenberg und zu Oberbiel, Kreis Wetzlar, ist Mchen; die Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden. Gießen, den 25. Juni 1896. Großherzogliche» Kreisamt Gießen. v. Gagern. Minister Schönstedt: Der Vorredner wars mir Unkenntniß de» canonlfchrn Recht» vor, wovon ich jedoch gar nicht gelprochen, sondern lediglich von protestantischem Kirchenrecht, da« allein die Grundlage unseres EbrschetdungSrechteS bildet. Ich soll ferner nicht confervativ gesprochen haben. Man hört doch aber nicht auf, konservativ zu sein, wenn man für den Fortbestand eines Rechte« spricht, das lange bestanden hat und unter dem sich die Bevölkerung wohl befunden hat. ES ist anerkannt, daß ärztliche Irrungen vor- kommen, jedoch nur in äußerst seltenen Fällen! Und diese können doch nicht bestimmend Mn sür daS, was die Gesetzgebung alS Regel hinstellt. Die Irrungen kommen auch vielmehr in gewissen Grenzgebieten vor, wo es zweifelhaft ist, ob nur eine nervöfe Ueberretjung Dorltcgt ober wirkliche Geisteskrankheit. Und daS kommt doch hier ganz außer Betracht, denn der Entwurf läßt die Scheidung nur zu bei dreijähricer Dauer der Geisteskrankheit ohne Unter brechung, unb wenn da« ärztliche Gutach en besagt, daß Heilung gänzlich auSgeschloffen. Abg. Osann erklärt, die Nationalliberalen würden mit wenigen Ausnahmen für den Antrag Lenzmann stimmen. (Beifall link«). Verwerfe man den Antrag Lenzmann, so zwinge man den anderen Ehegatten, fein ganze« Leben lang mit seinen Kindern verwaist dazu- stehen. (Sehr richtig!) Der Ehemann sei doch in der schlimmsten Lage, wenn ihm bei Erziehung seiner unerwachsenen Kinder Niemand zur Seite stehe. Dabei stehe e« fest, daß die Fälle von Geistes- krankbetten leider zunehmen, es handle sich hier also mehr noch um eine Sorge für die Zukunft, als für die Gegenwart. (Beiiall). Abg. Gam p (Np.) legt dagegen Verwahrung ein, wie Gröber den Befürwortern de« Antrages Lenzmann die conservative Gesinnung abzusprechen und ein Eintreten für eine brutale Gesetzgebung nach- gefagt habe. Bei Ablehnung de« Anträge« Lenzmann würden viel mehr Personen „aufs Pflaster geworfen werden," denn dadurch würden ja auch Frauen mit geisteskranken Männern gehindert werden, zu einer neuen Ehe zu schreiten und so für ihre Kinder zu forgen. In Preußen sei eS noch niemals vorgekommen, daß sich bet einer wegen Geisteskrankheit geschiedenen Ehe nachträglich daS ärztliche Gutachten als irrig herauSgestellt habe. Abg. Schroeder (frs. 93g.) spricht gleichfalls für den Antrag Lenzmann, ebenso Abg. Munkel (srs. Vp.), welcher es geradezu al« Gebot der Sittlichkeit bezeichnet, die Ehescheidung zuzulassen, wenn „die Geiste«- krankbeit drei Jahre gedauert, jede eheliche und seelische Gemeinschaft aufgehört hat und jede Aussicht auf Wiederherstellung auSgeschloffen ist," Wer da sage, wenn Gott den unheilbaren Wahnsinn schicke, so müsse der Andere das tragen, ohne zu einer neuen Ehe schreiten ju dürfen, der müsse die neue Ebe ebenso gut verbieten, wenn Gott statt des geistigen lobe« den leiblichen Tod schicke. Auch da« müsse dann „getragen" werden, wofern man sich überhaupt auf diesen Standpunkt einer zu tragenden Schickung stelle. Wenn der Antrag jetzt abgelehnt werde, bann werde derselbe zur dritten Lesung wieder eingebracht werden. Abg. Pauli (Rp) erklärt, ein Theil seiner Freunde lehne den Antrag Lenzmann ab. Es müsse jeder nach seinem Gewiffm Feuilleton. Wochenbrikse ans der Residenz. (Originalbertcht des „Gießener An^tgerS"). Z. Darmstadt, 26. Juni. Hiläat-ttwert. - Sportfest. - - Allerlei. — Neue Locale. Noch auS der Podgeti Wache find wir uu,-r,u Leiern ■a Bericht über ein Caneert schuldig, d-S, ero6«n Nie lameankündtgungen in Scene gesetzt, unter coloffaler> Be ibei tgung des Publikums verlief, aber einen sehr getheilten ruck bei den Erschienenen hinterließ. Der bekannte kttner Componist Koschat erschien mit einer Sänger- Selellschaft, die freilich nur aus einer gar kleinen 8njab Snb Schon das mochte zahlreiche Zuhörer entlaubt htien, noch mehr verstimmend wirkte jedoch der Umstand, daß statt des großen Saale» den Garten des Saalbaues Vortragsart auSerfehen hatte, in dem nur ein kleiner ömchtheil des Publikums die Liedervorträge verstehen konnte, inner daß da» Programm nicht abwechslungsreich gestaltet "dcn datz mau .. ich»,blich «« nicht st«°g- ck>> Mit. Die recht guten Leistungen der Gesellschaft vermochten 1t. diese M ßzriffe nicht zu entschädigen, und so bereitete uch die Kritik dem Concerte nur eine getheilte Ausnahme. volles Gelingen krönte dagegen da» vom Darm «Sidter Bichcleclub am Sonntag veranstaltete Wetr Snen bae fü, die sportlustigen Darmstädter wiederum intereffante Kämpfe auf dem Stahlroß brachte. Wir haben litt jüngst über eine gleiche Veranstaltung deS Radfahrer- 'meins berichten können und dürfen daher diesmal von einer -Ehrlichen Schilderung absehen. Unter den einzelnen Sannen nahm da» um die Meisterschaft von Heffen daS größte treffe in Anspruch- e« mußte dann - S «cke v°° 5DKOO Meter gefahren werden, die der glückliche Siege, z. Blankenborn von WormS, in 8 Minuten 39 See. Ml Erster durchlief. Nachdem alle sieben Rennen erledigt unten, fanb in der „Stadt Pfungstadt noch ein Eoncert riti: Ball statt, dem die Vertheilung der werthvollen Preise isr'iangegaugen war. str 1^1 Än C5 Behördliche Anzeigen Dklltschk und FrauMsche Kotbrorinr M Sudwelne. Eigener Import. Malaga, Madeira, Sherry, Portwein, Lagrima, Mnecatel, Tokajer,Wermoth, I X Priorato, Pajaret, Samos (ärztlich empfohlen). Empfehlungen. Neuling. 5912 Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen von Wale». n empfiehlt die 5519 Stahl. 5936 empfiehlt 57-17 vor«, Gerichtsvollzieher. 6952 Redaction: H. kcheyda. — Druck und Verlag der Brühllchm Univerfitäts-Vuch« und Stnndruckerei (Pietsch & Schrytza) in Hießen. o» o Q» 00 und auf offen mit Angebots vergeben werden. Bedingungen, Zeichnungen ArbeitS. Beschreibungen liegen unserem Bureau zur Einsicht und sind letztere ebendaselbst, ZSpfe, Dreher, Haar« «drkette«, Loupe, Scheitel und Perrllcke« werden billigst angeferltgt bei Dalma tobtet in drei Minuten alle FuhrAceord. Die Stellung der Gespanne zum Wafferfahren beim Einmalzen des Deckmaterials derKreiSstraßeMainzlar —Daubringen—Alten-Buseck soll im Submissionsweg vergeben werden. Angebote sind bis Donnerstag, den 2. Juli l. I., Bormittags 9 Uhr im Amtszimmer des Unterzeichneten abzugeben. Gießen, am 27. Juni 1896. Der Kreisingenieur: stimmen und er für seine Person würde es als Schurkerei ansehm, ließe er sich aus solchem Grunde scheidm. Der Antrag Lmzmann wird mit 125 gegen 116 Stimmm abgelehnt. Die Majorität bestand aus den Conlervatiorn mit Ausnahme der fracttonSlosen Hüpeden, Dönhoff Friedrichstein, Prinz Hohenlohe und o. Dallwitz, ferner aus Eentrum, Polen, Welfen, Elsässern, dem größeren Theil der anwesenden Reichsparteiler, sowie den Nattonalliberalen v. Heyl und Graf Ortola. Die Antisemiten stimmten mit der Majorität. §. 1554 schreibt die Erhebung der Scheidungsklage vor „binnen 6 Monaten, nachdem der Ehegatte von dem Scheidungsgrunde Kmntntß erlangt hat" Ein Antrag Haußmann, statt dessen zu setzen: binnen Jahresfrist, wird abgelehnt. Damit ist der Abschnitt „Bürgerliche Ehe" erledigt. Mit S- 1567 beginnt der Abschnitt Vormundschaft. Ein Antrag Auer will den Absatz stretchen: „ein uneheliches Kind und dessen Vater gelten nicht als verwandt." Abg. Bebel (Soc.): Im Deutschen Reiche würden jährlich 1800000 Kinder geboren, davon 172000 uneheliche, also fast 10 pCt. Leider gebe e8 keine Statistik darüber, wie viele derselben Väter hätten aus den sog. „besseren" Ständen. Die moralische Wirkung deS Antrages würde zweifellos eine Verringerung der Zahl der un ehelichen Kinder sein. Gewiffe Leute würden, sobald erst einmal daS VerwandtschaftSverhältniß unehelicher Kinder zum Vater gesetzlich festgelegt sei, etwas vorsichtiger werden. Der Antrag wird gegen Socialdemokraten, Freisinnige und süddeutsche Volkepartet abgelehnt. Nach §• 1604 steht daS Kind unter elterlicher Gewalt, solange eS minderjährig ist. Ein Antrag der Abgg.Rintelen und Schmidt-Warburg (C.) KSt* Deutsche Schaumweine. Hhein-, Haardt- und Moselweine. Patentbeutel unbedingt nothwendig, hält jahrelang, 15 H. Zu haben in Gieße« in der »Hirschapolheke^. Si Die Sperre de mis^hober. G, yea, am Sroßher Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, zum Selbstkostenpreis erhältlich. Die Angebote sind bis zum Montag den 13. Juli l. I., Vormittags 11 Uhr, portofrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, hierher einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 25. Juni 1896. Großherzogliches Hochbauamt. gtebt es nur in mit nr- verfieg. Flaschen zu 30 und 50 fliranttrt französischer Verschnitt, per Literflasch- X 2.-, sowie trW- CognacH unter Original Verschluß in verschiedenen Preislagen - E. Dort, Walltb-rstr-ße y«l«8 voa Emil Roth in Giehcn. Züchtung, Fütterung und Pflege des Milchviehes. Nach Vorträgen, gehalten während des Molkeretkursus Herbst 1894 an der Molkerei Lauterbach. Von Ernst Ludwig Leithtgee, Großh. HessischerLandwirthschaftslehrer inAlsfeld 8. 70 Seiten mit 1 Tabelle über den Nährstoffgehalt und 3 Illustrationen. Einzelpreis 60 Pfg. PartiepreiS von 1U Exemplaren an ä 59 Pfg. Mit diesem Merkchen wird dem praktischen Milchoiehhalter in kurzer präciser Form eine Schrift in die Hand gegeben, welche die Grundsätze der Milchviehhal tung auf Grund von Erfahrung und Wissenschaft zusammenfaßt, um dem praktischen Landwtrth dte Mittel und Wege zu zeigen, auf denen er aus seinem Milchvieh zu weit höheren Einnahmen gelangt, als wenn er in planloser Weise fort wirtschaftet Die Ausgabe für die Schrift kommt bet ihrem Nutzen, den sie stiftet, gar nicht in Betracht. Verlag von Emil Roth in Giesteu. Vergebung von Bauarbeiten. 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Nähere Auskunft über den Inhalt des neuen Tarifs, sowie darüber, welche seitherigen bezüglichen Entfernungen und Tarifsätze zur Aufhebung gelangen, er- thetlen die Güteradfertigungsstcllen. Verkaufspreis des Tarifs 95 H Gießen, den 24. Juni 1896. 5937 Gr Direktion- will das Ausscheiden aus der elterlichen Gewalt abhängig machen von dem Besitz etneS eigenen Hausstandes oder der Erreichung des 25. Lebensjahres. Als eigener Hausstand soll es aber nicht an- gesehen werden, wenn ein Kind zwar abgesondert wohnt, aber noch minderjährig ist oder noch von den Eltern noihwendige Mittel zum Unterhalt erhält. Geh.-Rath. Man dry widerspricht dem Anträge. Mit der Volljährigkeit könne daS Kind auS dem Elternhause auSscheiden, und da sei es unerläßliche Folge, auch die elterliche Gewalt erlöschen zu lasien. Abg. v. Stumm (Rp.) wendet gegen den Antrag ein: erhalte das Kind noch noihwendige Unterhaltsmittel von den Eltern, dann sei es ohnehin von diesen abhängig. Knüpfe man aber daS Erlöschen der elterlichen Gewalt an den Besitz eines HauSstandeS, dann treibe man ja daS Kind geradezu aus dem elterlichen Hause hinaus. Ihm sei daher der Antrag bittet unannehmbar. Abg. Schmidt-Warburg befürchtet von der Entlassung auS der väterlichen Gewalt schon mit vollendetem 21. Jahre schwere Folgen, namentlich für die bäuerliche Bevölkerung. Abg. d. Euny (nl.) gegen den Antrag Der vorliegende Entwurf beeinträchtige die Autorität des Vaters gegenüber dem volljährigen Kinde in keiner Weise. Abg. Stadthagen (Soc.) spricht gleichfalls gegen den Antrag, unter H-tterkeit oes Hauses auf die Csnsequmzen hinweisend, welche sich aus dem Anträge u. A. hinsichtlich eines königl. preuß. unbesoldeten Assessors, eines zuichußbedürftigen Lieutenants, vielleicht gar eines ohne eigenen Hausstand im reichen väterlichen Hause lebenden Abgeordneten ergäben. An der Debatte nehmen noch v. DziembowSki-Pomian (für den Antrag), Spahn (C.), welcher durchaus den Stumm'fchen Ät MMhMS. Freibank. [5922 Heute und Montag: Ochfenflcisch nicht ladenrein, per Pfo. 54 8chwemeffeilch nicht ladenrein, pr. Pfd. 36 Pfg. Friedrich Noll, Hosbacktt. Schwarzwälder Zrirfchwasser, Fst. Cognac. Restauration Mühleissen, 5525 Brandgasse 3. Deti 116. Sitz»«! im SmideSrathi V< > b. MH« THand Dtt zweit« derat! ktm KamMmttcht, $ ' nr.tdülchw Kinde- geile zett dc'gewohot Hit, , Ibz. Etadthaz kn die Melsch.fli-B. züzlich Leiwohnuog ou Ulfe doch nicht all« Rt ht KuUer In der Ea mad«, e- werte ilflbcn tew'e er sich aus dm 6 Ld?. 0. Stumm । »ilu prtt'gtbtn, kann ttnt<8 nichi lufttmmai. «ßÄidige Mutter zu h ■t|*ellm. denn trete ar Abg. yauhmanr latraa «uü. In den aul human! pjirtfai. Adgz. Silnlrlen dm inteaq RechlSgru^ d«t olnnall die bloße *4h ijk OllM», der lei de Keich«benkprindmt 2” l6m l'«Z« «ine Busi J’I sicher die (!) ® ,nrtfflnr v...i.iSlungm vom 18. Zu“9” 7""Senlltle Bgyw £ L™ mliidbn S’.pV 'S »ÄÄ IbCr mecht. M wu J’?D°rÄfTufe ” **1i« jjn >*nb »« - kl? £.«<■ am**’®»»!. ^^ersteigerungenj Versteigerung. Dienstag den 80. Juni d. I., Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im ,Adler* (Marktplatz 20) dahier gegen Baarzahlnng: 2 Pferde, 6 Eichenstämme, 1 Sopha, 1 Kteiderschrank, 1 Commode, verschiedene Besteck«, 4 Tortenschaufeln und andere Sachen. Versteigerung theilweise bestimmt. Richt giftig! Dalma E.LAHR tags bis Abends 10 Uhr geöffnet. Montag, Mittwoch und Samstag frischen Iwikbefkuchen Bahnhofstr. 23 — Ecke der Löwengasse. Wein-Handlung von Ferdinand Schott verbanden mit Welaataben. Bedenken beitritt, Rintelen und v. Stumm Antrag Rintelen abgelehnt wttd. *tm S 1643 nimmt dem Vater da« ErziehuvaSreckk väterliche Vernachässigung rc. daS leibliche oder «£. i KtndeS gefährdet erscheint. 8 Lctzi J Ein Antrag Auer will dem Vorbeugen, dak fchaftSgericht Anlaß zu einem Einschreiten auch oder religiösen Verhallen deS Vaters herleilen dürfe. Abg. Stadthagen verweist zur Begründuoa auf a wo einens Vater daS ErziehungSr.cht genommen er dm Sohn nicht zum Aurzritt aus einem C® /• r Turnverein genöthtgt babe. Minister Schönstedt stellt fest, daß der fort . Landgerichts von dem zuständigen DoeTlenbeectn*, worden sei. **** Der Antrag Auer wird abaelehnt. Ein Antrag v. Stumm, dem $ 1646 bimmune dem Tage der Wtederverheirathung verliert der Vater du"^ 1 am Vermögen seiner Kinder", wird nach kurzer abgelehnt. «ml Den S 1673, wonach die Mutter bei derWiederverl.,,..^ die elterliche Gewalt verliert, wM ein Anttaa Ö* Ein Antrag Haußmann geht dahin, daß die Mut i elterliche Gewalt, aber nicht die 'Nutznießung am Äi* Kinder verliere. Diese Anträge werden abgelehnt, ein weiterer fodilbtE*, Dztrag dagegen anomommen, wonach ein uneheliche« Verhrirathung der Mutter den neuen Familtennamev Antrag ihres Ehegatten erhaltm soll w:tiEr« Weiterberalhung morgen. T. Den verehrt. Damen die ergebene Mittheiloegi zum ungenirten Erlernen des Radfahrens der gro«»< von Steins Garten mir in liebenswürdiger Weise n>r fügung gestellt wurde und nehme geschätzte AnfflNiBRy in meiner "Wohnung, Bleichstrasse 7, jederlei! evlssV Ilochachtungeroll Kreide» u- KohleportraitS ab 15 n I i *1- nachf Natur u-jede'^ Billiger Unterricht im Zeichnen UßlnOrlrSIlS Ausführung r-2^ 2233 und Malm- UöipUl II OHO Sehnlichkeit __Otto Frite, Kunstmaler, Geettzestea-e 4stz f Johannis. 5 Natürlich kohlensaures Mincralwaffer. A Deutscher und Französischer Cognac. I^k Arrac, Bum und PunecheaBeni. HM froHjöfiftSirr Champagner brr rrfien Käufer. |Ä ♦ Durch directen Einkauf bin ich in der Lage, für Reinheit meiner Weine garantiren tu kennen. Probee I und Preislisten stehen jederzeit koetenfrei in Diensten j ve\, Holzverstetgerung. Ddkrsö rstrrei Brsndoberndorf. Montag den 6. 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