Samstag bett 28. März 1899 ÄT. 75 Zweites Blatt Gießener Anzeiger Vierteljähriger ij .MenuemenBpnU » 2 Mark 20 Pfg. mit Kenerat-Mnzeiger Amts- und Anzeigrblatt für den Kreis Gietzen. Hratisbeikage: Gießener Jamitienölätter "'Stand. 2lmHid?cr Theil 196, ilung llbmmte nte r>. - wir Ö und teu A ant tta ne H I I I i i I ! Unnahm» von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» sagenden Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. I » 1 am // ff Gernsheim, Groß-Gerau, Reinheim, Nidda, 8 Uhr. Mat rr tr A M ALhahsM »iSa,hmSweise vier Jahren sind Int Bereiche des Groß- tznzozthums für dieses Jahr nachstehende, Morgens 9 Uhr itgln.nenbe Märkte auberaumt worden und zwar: Die Gießener M««irte« dlälter weben dem Anzeiger -,»chentlich dreimal deigelegt. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, ben 19. März 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Keilt Kleichk, ürr doch bleadesd weiße Wasche! Man achte genau auf die Schutzmarke Ueberall käuflich! 1816 Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mart 50 Psg. Ätbaction, Expeditto» und Druckerei: Schukstratze Ar.F. Fernsprecher 5L * Frei nach Dr. Eisenbart wollte sich inOberhenne- born bet Fredeburg ein 50jähriger, an Rheumatismus und Gicht leidender Mann cariren. Er kroch, um ein Schwitzbad zu nehmen, in einen erwärmten Backofen, wurde aber kurz darauf als Leiche hervorgezogen. * Ein heiteres Stückchen von der jüngsten Reise des Präsidenten der französischen Republik wird aus ArleS berichtet. Präsident Faure hatte die Gemeindevertretung benachrichtigt, daß er bei seinem Besuche auch daS dortige Krankenhaus besuche wolle. Da es aber auch nicht einen einzigen Patienten dort gab, appellirteu die Stadtväter an ihre „opfermuthigen Mitbürger", von denen sich auch einige bereit erklärten, dem Präsidenten zu Ehren die Rolle von Kranken zu übernehmen. Der Präsident soll über daS gute Aussehen der Pfleglinge des Krankenhauses von ArleS sehr erfreut gewesen sein. Alle Annoncen-Bureaux de» In« und Au-lande» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der •füjeeer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». 13. 15. 16. 18. Verzeichnest der im Kreise Gießen in der Zett vom 1. Februar 1895 bis dahin 1896 etngegangenen Waisenbüchsengelder. vekwmtmachMg, den Ankauf von Remonten für 1896 betreffend. Großherzogthum Heffen. Zum Ankäufe von Remonten im Alter von drei Citeratur Mite ft — .Neueste Erfindungen und «rfahruugeu" aef den Gebieten der practtschen Technik, Electrotechntk, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und HauSwtrthschaft rc. (A. HartlebenS »etanntmachung, betreffend die Einsendung der für die LandeSwatsenanstalt zu erhebenden Collecten und Büchsengelder. Im Kreise Gießen find in der Zeit vom 1. Februar 1895 bis dahin 1896 in den einzelnen Gemeinden die uach- fiehend verzeichneten Beträge für die LandeSwaisenkasie ein» gegangen. Man bringt dies mit herzlichem Danke für die Geber hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 26. März 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. 8s iß dwiksei, daß Dr. Thompson's Seifenpulver trotz der großen Coucurrenz daS billigste und beste Waschmittel Nachstehende Bekanntmachung des König!. Preußischen KlikgSministeriumS, RemonttrungS-Abtheilung, bringen tziiimit zur öffentlichen Kenntniß. tdktw Bekanntmachung, betreffend den Ankauf von Remonten im Jahre 1896. schnell °rdnung l feiten. Bekanntmachung, betreffend den Wasenmeisterdienst zu Ettingshausen. Ludwig Pfeiffer zu Ettingshausen ist zum Wasen» Mister dieser Gemeinde ernannt und in dieser Eigenschaft vapsiichtet worden. Gießen, den 26. März 1896. qA Gemeinden 1. Albach 2. Ullendorf a. d. Lahn 3. Ullendorf a. d. Lda. 4. Allertshausen 5. Alten-Buseck 6. Annerod 7. Bellersheim 8 BelterShat« 9 VerSrod 10 Bettenhausen 11. Beuern 12. Birklar 13. Burkhardsfelden 14. Climbach 15. Daubrtngen IG. Dorf-Gill 17. Oberstadt 18. Ettingshausen 19. Garbenteich 20, Geilshausen 21. Gießen 22. Göbelnrod 21. Großen-Buseck 2t. Großen-Linden 25. Grünberg 2G. Grüntngen 27. Harbach 21. Hattenrod 29 Hausen SO. Heuchelheim 31. Holzheim 32. Hungen LI. Inheiden 3t. Kesselbach 35 Klein-Linden 36 Langd 31. Lang-GönS 38 Langsdorf A. Lauter O. Leihgestern _ Zu übertragen ieij !’ ^il ih ^r, jinbet sammln Verlag in Wien). PränumerationspretS ganzjährig für 13 Heft« franco 7.50 Mark. Einzelne Hefte für 60 Psg. in Briefmarken. — Diese gewerblich-technische Zeitschrift ist ausschließlich der Praxis gewidmet. Zahlreiche Mitarbeiter geben darin ihre in eigener Arbeit gewonnenen Erfahrungen bekannt und Technikern wie Industrielle« werden alle wirklich practtschen Neubetten dargeboten. Zahlreiche constructive Abbildungen zeigen überall die practtschen Anwendungen aller Neuerungen. Alle Fortschritte im gewerblichen Leben werden mttgethetlt. Diese Zeitschrift gibt immer neue Wege zu verschiedenen, noch nicht extstirenden Erwerbungsarten bekannt, unterrichtet die Leser von allen praktischen Verbesserungen in Arbeitseinrichtunge« und Werkzeugen und beantwortet Hunderte von Fragen in durchaus fachmännischer Weise. Die Zeitschrift bringt nur practische Mit- theilungen auS eigener Erfahrung und ist unentbehrlich für Jeden, welcher in der Concurrenz bestehen und seine Leistungen aus dem heutigen modernen Stande erhalten will. — SpamerS großer HandattaSr 150 Kartensetten nebst OrtSregtster. Hierzu 150 Folio - Setten mit einer geographischen, ethnographischen und statistischen Beschreibung aller Thetle der Erde von Dr. A. Hettner, Professor an der Universttät Leipzig. Mit 600 topographischen, physikalischen, ethnographischen, historischen und statistischen Karten. (32 Lieferungen ä 50 Pfennig in Zwischenräumen von 1 bis 2 Wochen.) Von Spamers großem Handatlas liegen nunmehr vier Lieferungen vor. Wir können unseren Lesern dieses treffliche Werk nur erneut wärmstens empfehlen. Unter den zwölf doppelseitigen Karten, die in diesen Lieferungen enthalten find, befinden sich neben einigen guten UebersichtSkarten eine ganze Reihe vorzüglich ausgefübrter Specialkarten, die verschiedene Theile von Deutschland und Oesterreich-Ungarn, Süd-Italien, Südostfrankretch, das westliche Rußland, die Vereinigten Staaten von Nordamelika, das östliche China mit Korea und Japan in bedeutenden Maßstäben in schönen klaren Kartenbildern zur Darstellung bringen. Hervorzuheben ist auch das Blatt 19 bis 20, eine geologische UebersichtSkarte von Mitteleuropa, die von Professor Dr. H. Lenk (jetzt in Erlangen) entworfen und in 12 Farben überraschend schön ausgeführt ist. Es ist unseres Wissens das erste Mal, daß in einem populären Handatlas der Versuch gemacht wird, in einem übersichtlichen Maß- stade den Bau und die Beschaffenheit des uns näher angehenden TheileS der Erdoberfläche darzustellen. Gerade bei dieser Karte zeigt sich zugleich recht deutlich, eine wie außerordentliche werthoolle Ergänzung deS Kartenwerkes der von Prof. Dr. Alfred Hettner in Leipzig bearbeiteten Text mit seinen zahlreichen Kärtchen, Plänen, Profilm ic. ist. Niemand wird die hier eingefügten Profile deS Nordabhanges der Schweizer Alpen, durch den Schweizer Jura, das südwestliche Deutschland, die sächsische Schweiz, daS Rtesen- gebirge, das rheinische Schtefergebirge betrachten, ohne im höchsten Grade interesfirt zu werden. Der Stoff, der in diesem auf den Rückseiten der Kartm gedruckten Texte behandelt wttd, ist ein außerordentlich mannigfaltiger: wir finden da eine ganze Reibe geographisch, historisch oder militärisch besonders interessanter Landschaften in prächtigen Stichen veranschaulicht, wie z. B. — um nur Einiges anzuführm — die Gruppe des Mont Blanc und den Vesuv, den Schwarzwald und die böhmischen Mittelgebirge, die Hohe Tatra und das eiserne Thor, die Elbmündung und den Dollart, die nord- friesischen Inseln, die Küsten der Provence, die Meerengen von Gibraltar und Messina, den Golf von Neapel und die Bucht von San Francisco, die römische Campagna, das französisch-italienische Grenzgebiet, die deutsch - russischen Grenzbefestigungen, den Nordostseecanal u. a., sowie Pläne aller wichtigeren Städte mit ihrm näheren oder weiteren Umgebungen (in vier bereits oorliegmdm Lieferungen Wien, Prag, Budapest, das alte und das moderne Rem, Hamburg, Bremen, Marseille, Lyon, Frankfurt, Kiel, St. Petersburg, Kiew, Boston, New-OrleanS u. «.); dann aber sind volks- wirthschastltche Zustände (die Ausdehnung des Anbaues wichtiger Culturpflanzen, daS Vorkommen nutzbarer Mineralien u. dgl.), Verkehrsverhältntffe, die Verbreitung oder Abgrenzung der Völker und Nationalitäten, der Religionen, der Sprachen, Bevölkerungsdichte, Temperatur und klimatische Verhältnisse und anderes mehr, in ganz vortrefflichen größeren und kleineren Ueberfichtskärtchen zur Darstellung gebracht: sie werden nicht nur beim Rachschlagm gute Dienste leisten, sie sind im Verein mit den ausgezeichneten, zugleich wissenschaftlich gedtegenm und einfach klaren Ausführungm des Prof. Hettner in ganz hervorragendem Maße geeignet, die vielseitigste Anregung zu geben. Im Hinblick hierauf gestaltet sich SpamerS Handatlas zu einem Bildungsmtttel allerersten Ranges, dem — bet seinem, im Verhältntß zum Gebotenen, ganz außerordentlich billigen Preise (complett nur 16 Mk.) — die allerwetteste VerbreUung zu wünschen ist. Bei der Redactiou eingegangene Bücher re.: — Revolutionen aller Zette« u«d Länder. 179. 8er» zeichntß des antiquarischen Bücheroerlags von A. Bielefelds Hofbuchhandlung, Liebermann 4 Co in Karlsruhe. — 180. Verzeichnist desselben Verlags, enthaltend Antiquarias über Napoleon I., sei« Leben und seine Feldzüge. Beide Cataloge werden auf Wunsch gratis und franco von der genannten Verlogshandlung versandt. 11 NOM Vorstand. e Verkäufe lummen E st gesucht. Nr. 2933 a: beten. ttWbttfl, it i- BismanNl. i lMch ntbergerwei >i mdcheu B, welche? mlSiv von Morgens 1!. zu einem Älnbi, kflaolaflt 19,1 tWcherr, rinjü g wird eine M i W otaN’ QMw ut b. Die von der Remonte-Ankauf-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den LandeS- gesetzen den Kauf rückgängig machen, find vom Verkäufer gegen Erstattung deS Kaufpreises und der Unkosten zurückzunehmen, ebenso Krippensetzer und Klophengfte, sowie Wallache mit ausgesprochener Hengstmanier, welche sich in den ersten zehn bezw. achtundzwanztg Tagen nach Einlieferung in den Depots als solche erweisen. Pferde, welche den Verkäufern nicht eigentümlich gehören oder durch einen nicht legitimirten Bevollmächtigten der Commission vorgestellt werden, find vom Kauf auSgeschloffen. Die Verkäufer find verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und eine neue Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens 2 Meter langen Stricken ohne besondere Vergütung mitzu- geben. Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können, find die Deckscheine resp. Füllenscheine mitzubrtngen, auch werden die Verkäufer ersucht, die Schweife der Pferde nicht zu coupiren oder übermäßig zu verkürzen. Ferner ist es dringend erwünscht, daß ein zu massiver oder zu weicher Futterzuftand bei den zum Verkauf zu stellenden Remonten nicht stattfindet, weil dadurch die in den RemontedepotS vorkommenden Krankheiten sehr viel schwerer zu Überstehen find, als dies bei rationell und nicht übermäßig gefutterten Remonten der Fall ist. Die auf den Märkten vorzustellenden Remonten müssen daher in solcher Verfassung sein, daß sie durch mangelhafte Ernährung nicht gelitten haben und bei der Musterung ihrem Alter entsprechend in Knochen und Muskulatur ausgebildet find. Berlin, den 3. März 1896. Kriegsministerium. RemonttrungS-Abtheilung. gez. Hoffmann-Scholtz. Bekanntmachung, die Umlage der land- und forstwirthschaftlichen Berufs- genoffenschaft für das Großherzogthum Hessen betreffend. Die Umlage der land- und forstwirthschaftlichen Berufs- genoffenschaft für 1895 beträgt 398 555 Mark 93 Pfennig (217 000 Mark 64 Pfennig für Unfallentschädigungen, 108 500 Mark 32 Pfennig als Anlage zum .Reservefonds und 73 054 Mark 97 Pfennig Verwaltungskosten). Da fich die Gesammtsumme der beitragspflichtigen Steuercapitalien auf 13 756 944,1 Mark (8 024884,1 Gulden) beläuft, ergibt fich ein Ausschlag von 2,897 Pfennig auf die Mark Steuer- capital (4,966 Pfennig auf den Gulden). ES wird dies gemäß § 19 der Verordnung vom 11. Juli 1888 unter dem Ansagen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Erhebung dieser Umlage demnächst in einem Ziele unter Zusendung besonderer AnfordernngS- zettel gemeindeweise stattfinden wird. Darmstadt, den 5. März 1896. Der Vorsitzende deS Vorstandes der land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft. Nover, RegierungSrath. ht l, DvtzD' 1886- । .Siack »rie*»’"18” -Mb. OK f Obi 1 i Jt qS Gemeinden JL 1.36 liebet trag 387.26 2.37 41. Lich 14.66 1.41 42. Lindenstruth 1.21 — 43. Lollar 4.27 2.28 44. Londorf —.34 -.80 45. Lumda 1.10 2.10 46. Mainzlar 1.21 6.64 47. Münster -.60 4.37 6.- 48. 49. Muschenheim Nieder-Besstnge« 206 -.78 -.17 50. Nonnenroth 1.— 1.— 51. Obbornhofen -.10 -.80 52. Ober-Besfingen —.47 — 53. Ober-Hörgern 7.21 2.36 54. Odenhaufen — —.55 55. Oppenrod -.40 1— 56. Queckborn 1.25 6.90 57. Rabertshausen 2.11 2.20 58. Retnhardöhain 5.40 —.90 59. Reiskirchen 4.77 251.80 60. Radheim 7.05 7.73 61. Rödgen -.54 9.72 62. Röthges —.10 8 06 63. Rüddingshausen -.30 17.41 64. RutterShausm 1.60 1.21 65. Saasen 2 50 1.65 66. Stangenrod 2.— -.58 67. Staufenberg —.45 2.- 68. Steinbach 5.23 4 80 69. Steinheim 3.16 1.50 70. Stockhausen — 10.81 71. Trais-Horloff 2.71 6.81 72. TreiS a. d. Lda. 1.64 — 73. Trohe —.30 1.93 74. Utphe 4.53 4.76 75. Villingen 1.53 3.80 76. Watzenborn m. Steinberg 5.72 6.88 77. Weickartshain 2.30 — 78. WeiterShain 3.75 2.70 79. Wieseck 3.14 387.26 Summa 484.75 iBüheriroto i bei Seltersweg Nr. 22. 2259 Meu eröffnet.' Wen eröffnet! 99 99 99 99 99 99 99 99 1.40 'afierme// ' 99 1328 99 99 norrs 99 99 99 99 99 99 Alles im Ausschnitt zu gleichen Preisen «Sarantirt frischeste Stoaart L Liück « Pfennig. und zurück. fltnte A l[ Einzig richtig er Zus alz zurKuhmilch - Marburgerftraß e—Wieseck unh zurück b('fetten Untoedxtät».*)ud)- und (Stnnbrudcrci (P,lisch & €*et)bo) in Gr.^ .ii-.an: Ä. Schert» a. — Druck und 8erlag der Brü Linie Linie Linie B € D Msrburgerftraße—Bahnhof Grünbergerstraße-Bahnboi la. IZraunschw.Kervesatw.ri la. Sächsische Aothwurst ä la. Sächsische Lcberwurft ä la. Westpsiät. Schinken ä O.8t 0.85 0.32 0.35 l4| 2867] Ein Zimmer und Küche zu Dcrmietbcn.Kren« *0* 0.80 0.80 1.00 Zimmer, Badezimmer und oUeS 5«’ :b3r, per sofort zu vermiethen- emil «qlbsteisch, Licherstraße 1. neuesten Formen fagonnirt. C. L. Gail Werdn'schen Armee zu stoßen. Unsere Haoptwaffenthat war die Einnahme von villerirxel am 9. Januar 1871; aber war bedeutet das gegen Schlachten wie Weißenburg, Wörth, Sedan und so «eiter, die Sie im 87. Regiment durchgemachr haben." .Halt, Verehrtester! Schütten Sie dar Kind nicht mit dem Bade auS! Ich gebe ja gerne zu, daß die Namen der großen Schlachten einen stolzen Klang haben und einen hohen Beweis für die Tapferkeit und den Opfermuth der betheiligteu Truppen geben. Allein was Ihr von der Werder'schen Armee an Unerschrockenheit und zäher Ausdauer namentlich während der heldeumüthigen Denheidigung der Linie Delle«Montbelliard «Hericourt - Lure gegen die Bourdakt'ich- Uebermacht geleistet habt, ist dem mindestens als ebenbürtig zur Seite zu stellen. Und dasselbe gilt von den aufreibenden Strapazen bet der Belagerung und Beschießung einer Festung, wie Ihr fie vor Skraßbvrg und Belfort erlebt habt. Auch wir haben einen kleinen Geschmack davon abgekriegt und wenn schon diese kleine Episode bisher kaum eine Erwähnung gefunden hat — denn fie beschränkte sich eigentlich auf die Dauer einer einzigen Nacht — so rechne ich sie unS doch ebenso hoch an wie eine Schlacht. Und ich weiß bestimmt, daß jeder von unS sich viel lieber nochmals in den mörderischen Kugelregen der Schlacht von Wörth gestürzt hätte, als eine zweite derartige Nacht zu durchleben." _ ,, „Donnerwetter, von der Geschichte weiß ich jo gar nichts. Was war baß für eine Nacht? Sie sprechen doch nicht von der Belagerung von Paris?" „Nein, natürlich nicht! Die betreffende Nacht hat unS zwar keine dtrecten Verluste gebracht, dafür aber bei Bielen den Seim zu schweren Krankheiten gelegt, welche fie später wegrafften. Ich meine die Beschießung der kleinen Vogesen« festung Pfalzburg durch die Feldarrillerie deß elften Corps und der 21 Divifion in der Nacht vom 10. auf den 11. August 1870." „ vi Von einer solchen Beschießung habe ich allerdings nie etwas gehört. Ich war der Ansicht, daß Pfalzburg einfach 2921] Ein LogiS, 2 Zimmer, Küche zu vermtetben.Eduard Noll. la. Junge Schnittbohnen, 2 Wfd. la. Stangenspargei', 1 2?fb. la. chothaer Eervekatwurst ä ^fd. Mr jungen Kausmani geeignetes möbltrteS Zimmer mit Pension zu vermtetben. Wo? Mgt die Exped. d. Bl. 2951 TU Solffkt »',«-» 27 °° bei De. $r. b, •’- trpen Dr. 8 c ’^bi, Pli„ in ••nV"gi bestes Iffjc/ 6/7//gsMs KindernährmiHel Gründl. Clavier- u. Violin-Unterricht ertheilt 834 Peter Volk, conseroatortsch gebild. Mustklehrer. »ründergerstraste 4. *'«* tn'g. «I cernirt und auf diese »eise zu der Uebergabe gezwuvgev morden ist." „Das war nach diesem ersten vergeblichen versuch der Beschießung auch der Fall; doch Psalzburg hat sich not ziemlich lauge gehalten, denn eß capttulirte erst a» 12. December." ^Schöll! Aber jetzt, alter Freund, erzählen Sie ar-, mal etwas von der VeschießungSnacht, die sich so tief Ihre» Gedächtniß eingeprägt hat." „Ja, da muß ich ein bischen weit aukholeu. Sie 6*e wiffen, hatte unser Regiment bei Weißenburg sowohl tu bei Wörth am 4. und 6. August die stärksten Verluste i» elften CorpS erlitten und wir bedurften daher d«S gaazn» 7. August, um wieder marsch« und kampsbereit zu sei:. Mit TageSgraueu beß 8. August also ging es nach zw BiwakSnächteu auf bem lercheubesaten Schlachtfeld in El Märschen in die Bogesenpäffe hinein, hinter der geflüchtet» Armee beß Marschallß Mac Mahon her, beten erste ver« folguug bie badische, bayerische und wünkembergische Lavaüer-, übernommen hatte, vom Feind war nichts zu sehen nr wir bekamen erst jetzt einen Begriff davon, in welch Hü. ständiger Auflösung die franzöMche Armee geflohen war, c.. wir diese von der Natur so stark befestigten Deftlöeu palsirttr ohne auf Widerstand zu stoßen, tro doch eine kleine, aber ec: schloffene Macht genügt hätte, unS große Verluste und b«. deutenden Aufenthalt zu verursachen. Der 8. war ein Regentag, doch kamen wir spät Äbenli in enge Marschquarrtere, was unß einigermaßen über t: mangelhafte Verpflegung tröstete, konnten w,r doch zvr ersten Male seit dem 1. August tu Rülzheim in der bau rischen Pfalz bei GerwrrSheim wieder unsere Uniformen ac< ziehen und trocknen! Der 9. brachte uni bei großer Hitze einen furchtbar anstreugeudeu Marsch und spät Abends tu Biwak, allerdings ohne Regen, allein auch ohne neunert werthe Verpflegung in der sehr armen Gegend. (Fortsetzung folgt.) (1. Wienert’s Filiale 11 Kirehenplatz 11 empfiehlt als besonders preiswerth: la. Süßrahmbutter ä Wk. 1. i Mil. 27.» „ btt ®lU ifflw erhalle» «Mtelrtgkrungen. -,sche»esieruu -eihe S°°>eisu°sen ! ueiktz i» der Cowmi UtzieruoS «a«< Mistootbeschlüsse bb aullinbiittn $ nnb es inbtfitn w BO «tichstagsplen Besetzt« ,v bet 8t - Dem pr litt in der W»« tUei die Han> ittin längeren Mitt Hxr bie Srundzük Ben Z»eck, bie H-> Otmsgebiet oblig Hai die Errichtung •tarnet! zu bestir iBtiche sich al« leis sßrhen, biejeuigen! !fi0, noch durch S Stiftungen gehoben |4 sein, doch sollen werden. Hinfichtli' Itrulroben fanfnmt I Mtn gnnMflidjt i i L*|am!iti6n - mit inird da«Hand«erk IVohlrecht und die Ikavmern find von l Hendels«, bezw. Qi irnagung zur Ger I de« Sahlsystems ü . «einen hrndtlSkam l'chen Senehmiguni tuiß ten zwei ®a illiglfeber zu väh f- .‘eUfammern ei d e letzteren über 9 »elche tntioel Erwerbe oder beso derbltteibenden in l-tzmr Hoden. Fei ^8 und Untetf hi« w 13bü‘.Mg bn bä- 'Tf"' s' W, «Enterung; Feuilleton. Dir Brschirßung von Psnydurg im Jahre 1870. Son 5tcb Mibotm) „Wiffen Sie denn auch, alter Freund, daß eS heute genau fünfundzwanzig Jahre find, daß wir auf dem Bahnhofe zu Frankfurt am Main von einander Abschied genommen haben, um inS Feld zu ziehen? ES war am 16. Jule 1870, als das Pommersche Füsilier-Regiment Nr. 34 den Befehl bekommen, noch am selben Abend nach Rastatt abzurückeu und dort unsere Reserven zu erwarten. Gleichzeitig hatten aber auch Sie Ihre Versetzung zu einem der ueuformirten Regimenter erhalten." , „Sie haben recht, lieber Becke- „ich erinnere mich noch sehr gut, mit welchem Bedauern ich Sie damals In den Zug einsteigen sah, der Sie tu bie nächste Nähe beß Feindes bringen sollte. Nahmen wir damals doch alle an, daß schon in den nächstfolgenden Tagen ein Einfall der Franzosen in Baden erfolgen würde und daß daß Regiment sicherlich mit zu den ersten gehören müffe, die an den Feind kamen." Becke, der vor der Mobilmachung längere Zeit al- älterer Offizier in derselben Eompagnie gestanden harte wie ich, war mir am Nachmittag zufällig begegnet, nachdem wir unß seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen und nur selten ermaß von einander gehört hatten. Nach kurzer, freudiger Begrüßung beschloffen wir, dies unerwartete Wiedersehen bei einer Flasche Wein gebührend zu feiern, und eß war wohl selbstverständlich, daß unsere Unterhaltung fich bald um die Ereigniffe beß Feldzugeß 1870/71 drehte. „Ja, ja," meinte Becke, „aber wie ganz anbeiß gestaltete fich schließlich bie Geschichte. Die Franzosen rückten nicht in Baden ein und wir spielten beßhalb zunächst nur Besatzung in bem kleinen Rastatt, biß bas Regiment auf Kriegsstärke gebracht war. Dann halfen wir Straßburg belagern unb alß wir bort am 28. September durch die Capitulation frei geworden waren, hetzten wir hinter den Frauctireurbanden tu den Vogesen her, um endlich zu der Ä? ST» Omnibus-Verbindung (Sboimctntnt b&4 (anerkannt feinste Qualität) la. Schweizerkäse ä la. Hdamerkäse ä la. Limburgerkäse ä /ttinfad) mövtirtt* Zimmer »er. »tethe«. 66,11L »» 2922] Ein schön möbl. Zimmer mit sep. Eingang an einen anst. Herrn per 1. 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