ÄS A total- te Anzeigen. mh 65 4 an ist b»-. StUttiwtft. en rottbtn Magzi'! ^ntzm mm |pat: iwn Gckauch btt _______________ 221 gen: “‘ä «m Biilotb i“ verkaufen bei ss> Sattler, rklftrahe 14. erdichte jchmere, ritt eingetragen, rnch if langt 2jtii wafftt- ä DU 4 ju Haden tn jerie, SdkrioegW Otto Schaaf. :itoa ttwmst. ,eW L. Pirri Neuendüum 12. Lädier- H Volk, sse Nr. 10. । bringen Ztziitd'- »atarrhpasttllk» ! (salatok- 1 pafiißro) , I in furjer Zeit 1 / Eichem Srjolg. 25 4 bei Vrvvtt hoU, unb 1U A ig von ca. IM-M" n 0f"äW 10anbl*yi®k ZahM. [arLin dw M OrtfthaiE6let do« r&s B cvuw*' ®F7 Georg« Hirsen. ?re Bleich^' in sn?« Nr. 23 Der -ietzener Anzeiger rrfcheint täglich, mti Ausnahme drS Montags. Die Gießener A»«mitte«Vlätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal . brigelegt. Dienstag den 28. Januar 1896 Gießener Anzeiger vierteljähriger Adountmentsprets r 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohu. Durch die Post oezoq« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Erv.-ditio» und Drucker.:: Keneral-Mnzeiger. Kchvtflrahe -Sr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt füv den Äveis Gieren. Gratisöeikage: Hießmer Kamikienßkätter Amtlichem Theil in Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für btx folgenden Tag erscheinendm Nummer bis Borm. 10 Uhr. Klauenseuche auSgebrocheu. Gießen, den 21. Januar 1896. Großherzogliches Z^reisamt Gießen, v. Gagern. Ausland. Wien, 25. Januar. In der gestern Abend stattgefundenen wissenschaftlichen Versammlung der Gesellschaft der Aerzte gab Professor Mosetig die Erklärung ab, daß nach den ihm mit Hilfe der Röntgen'schen Strahlen gelungenen Operation, eS keineswegs gerechtfertigt ist, die Röntgen'sche Photographie als Spielerei zu bezeichnen. Die Leistungen des Würzburger Physikers würden ganz besonders die Militärärzte zu schätzen wissen, denen bekanntlich die Auffindung der in den Körper gedrungenen Projectile große Schwierigkeit bereitet. Rim, 25. Januar. Der Direktor deS physikalischen CabiuetS der Universität in Rom erklärte, daß nach seiner Ansicht die Errungenschaft Röntgens ein erster Schritt zur Entdeckung neuer Gesetze für jene Naturkräste sei, welche sich durch Vibration des AerherS äußern. Rom, 25. Janar. Aus Makalle find noch immer keine Nachrichten eingetroffcn. Man weiß nur, daß fich die Festung noch hält und daß Galltano fich auf die Abwehr eine- allgemeinen Sturmtaufs vorbereitet. Die auf den freien Abzug der Besatzung zielenden Verhandlungen Baratieri'S mit dem NeguS dürften dem Kommandanten von Makalle noch nicht bekannt fein. Seit drei Tagen fehlen jede näheren Nachrichten. Deutscher Reichstag. 24. Sitzung. Samstag, den 25. Januar 1896. Hingegangen: Das Einführungsgesetz zum bürgerlichen Gesetzbuch. Die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern wird fortgesetzt bet Abschnitt Allgemeine Fonds. Bet Titel „Unterstützung für den deutschen Ftscherveretn zur Förderung der künstlichen Fischzucht" beklagt Abg. Heyl d. Herrnsheim den Rückgang der Fischzucht, besonders des SalmfangeS im Rheingebtet. Die Schuld liege hauptsächlich an den Holländern, welche, um ein Bild aus dem Jagdwesen anzuwenden, an den Wechseln säßen. Staatssecretär v. Bötticher: Der Vertrag mit Holland von 1885 hat uns davor schützen sollen, daß der Salmfang lediglich in den Niederlanden stattfinde. Wir haben den Vertrag nicht gekündigt wegen der Vortheile, die er bietet. Im niederrheinischen Gebiete hat der Salmfang zugenommen. Hier find im letzten Jahre 23000 Lachse mehr gefangen worden, als von 1870—80. Wettergehende Concesfionen als bisher machen uns dte Niederlande keinesfalls. Bet Aufhebung des jetzigen Vertrages würden unS dte Niederländer jedenfalls den Lachs ganz wegfangen. Abg. Prinz Earolath: Holland habe das größte Jnterefie an unserer Fischzucht, denn im Moment, wo wir letztere ewstellen, habe Holland keine Lachse mehr. Revision des Vertrages sei unter solchen Umständen wohl zu erzielen. , „ , StaatSsecretär v- Bötticher hebt hervor, daß nach Angabe des Präsidenten des FtscheretvereinS selber fich der Lachsfang am Niederrhein so sehr gehoben habe. Der Titel wird bewilligt. Beim Titel: Förderung der Hoch- seefischnei r^tzger cinc Veröffentlichung der Verwendung deS Fonds an und der bezeichneten Grundsätze. Staatssecretär v. Bötticher: Wir warten Anträge-derJntn- esienten ab und prüfen dieselben sodann auf ihre Zweckmäßigkttt. Wir geben Darlehen an Genofienschaften und einzelne Fischer, wobei wir allerdings auch zuweilen Verluste erleiden. Der Titel wird genehmigt. Bet dem Titel Unterhaltung deutscher Postdampserverbindungen bätt Abg vr. Hahn (b. k Fr.) seine vorjährigen Klagen über die Ueberanspannung der Offiziere des Norddeutschen Lloyd und Über deren unzulängliche Besotdung trotz des Dementis deS Nordd. Lloyd °nftC8d dem Titel „Zuschuß des Reichs zu den Jnvalidttäts- und ÄUet5abfl.C 9 uc r“ U r @ en. (Soc.) eine Resolution dahin, daß schon daS vollendete 60. Jahr Anspruch auf Altersrente gewähre, sowie bflfe Invalidenrente erhalte, wer wegen seines körperlichen oder aetstiaen Zustandes nicht mehr in seinem Beruf dte Hälfte seines durchschnittlichen Jahresarbeitsverdienstrs der letzten drei Jahre zu gegen "beantragen Hitze u. Gen. eine Resolution betr. An- Alk Annonceu-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsches Reich. Darmstadt, 25.'Januar. Wie die „Darmstädter Zeitung" meldet, stattete dte Großherzogin heute der Gräfin zu Erbach Schönberg, der Schwester des Prinzen Heinrich von Battenberg, in König im Odenwald einen Beileidsbesuch ab. Darmstadt, 26. Januar. Das Großherzogltche Paar reiste am Samstag Vormittag nach Berlin ab und steigt dort tm königlichen Schlöffe ab. Die Rückreise erfolgt am Mittwoch. Berlin, 25. Januar. Die Börfencommission deS Reichstages erledigte heute den ersten Theil deS Entwurfs, enthaltend die allgemeinen Bestimmungen. Dte §§ 16 bis 28, welche von dem ehrengerichtlichen Verfahren handeln, wurden ohne wesentliche Aenderung angenommen. Auf den Antrag deS Abg. Träger wurde die Bestimmung eingefügt, daß der. Freigesprochene die Veröffentlichung deS UrtheilS beanspruchen darf. Beim zweiten Theil, der vom Börsenpreise und Maklerwesen handelt, erhielt § 29 folgende Fassung: Bei Maaren oder Werthpapieren, deren Börsenpreis amtlich festgeftellt wird, erfolgt dieser sowohl für Cassa- wie für Zeit-Geschäfte durch den Börsenvorstand, soweit dte Börsen-Ordnung nicht dte Mitwirkung von Vertretern anderer BerufSklaffen feft- stellt. Bet Cours-Feststellung darf außer den dazu berufenen Personen Niemand zugegen sein. Die Vertreter der Regierung, sowohl wie dte Vertreter der Freisinnigen und Nativ- nalliberalen sprachen fich für Ausschluß der Oeffentlichkett aus. Berlin, 25. Januar. Dem „Berliner Tageblatt" wird von einem parlamentarischen Berichterstatter geschrieben, der Reichstagsabgeordnete v. Kardorff gedenkt den Abgeordneten Dr. Barth wegen dessen Aeußerungen über das Verhalten Kardorffs in der DonnerStagSfitzung deS Reichstages fordern zu kaffen oder har es bereits gethan, wenn ein im Reichstage von einer den Conservativen nahestehenden Person verbreitete- Gerücht zutrifft. Frankfurt a. R, 25. Januar. Nach einer Meldung deS htefigen „General • Anzeiger" scheint man wieder einem größeren Fahrkarten-Schmuggel auf die Spur gekommen zu sein. Bon dem heute Morgen hier eingelaufenen Baseler Schnellzug wurde der Zugführer und sieben Schaffner der Hessischen Ludwigsbahn auf dem Bahnhof verhaftet und in Untersuchungshaft abgeführt. Auch von sämmtlichen übrigen einlaufenden Fernzügen wurde das Personal einer behördlichen und polizeiliche Untersuchung unterzogen. Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche, Unter den Schasen und dem Rindvieh der Wittwe Höhl OckerShausen, Kreis Marburg, ist die Maul- und Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche. Dte zu Bindsachsen und WentngS, Kreis Büdingen, sowie zu Lardenbach, Kreis Schotten, ausgebrochene Maul- Änb Klauenseuche ist erloschen und die Gemarkung-- bezw. Gehöftesperre aufgehoben worden. Gießen, den 24. Januar 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend dte Zulaffung von Mannheimer Pferdemarktloosen im Großherzogthum Heffen. Die Directionen deS landwirthschaftlichen Bezirksvereins Mannheim und deS badischen Rennvereins Mannheim werden auS Anlaß des Anfangs Mat l. I. in Mannheim abzu- haltenden Pferde- und Rindviehmarktcs eine Derloosung von Pferden, Rindvieh und gewerblichen Gegenständen veranstalten, bei welcher 60000, eventuell bis zu 100 000 Loose ä 1 Mk. auSgegeben und Gewinne tm Gesammtwerthe von 36 000, eventuell btS zu 60 000 Mk. verloost werden sollen, y Großh. Ministerium deS Innern und der Justiz hat den gedachten Unternehmern aus ihr Nachsuchen gestattet, dte zur Ausgabe gelangenden Loose im Großherzogthum zu vertreiben. Gießen, den 25. Januar 1896. Großherzogltches Kreisamt Gießen. v. Gagern. empfehlen. Durch eine derartige Steuer würde man auch die Millionen den Arbeitern zuwenden können, dte heute für unnöthige Verwaltungskosten, für Kartenaufbewahrungshäuser ?c. ausgegeben werden. Außerdem würden die ZustündigkeitSstreitereien dcr Genossenschaften auihören. Zu dem vom Aba. Hitze oorgeschlagenen Umlageverfahren überzugehen, möchte ich entschieden abrathen. Das Bedenkliche der heutigen Socialgesetzgebung liegt darin, daß der kleine Handwerker und Bauer die Beiträge für seine Arbeiter zahlen muß, während er felbst für sein Alter nicht zu sorgen in der Lage ist. Abg. Kühn (Soc.): Die Salzsteuer ist eines Eulturstaats unwürdig, man sollte sie aufheben, denn das Salz ist für viele Arbeiter zugleich Butter und Schmalz. Uebrigens fürchte man heute schon in weiten Kreisen, daß eines schönen Tages dte ganzen zu socialpolitischen Zwecken zusammengebrachten Summen zu Kriegszwecken verwendet werden könnten. Abg. v. Stumm bemerkt, daß Herr Gamp seine Steuervor- schläge nicht Namens der Fraction, sondern nur für seine Person gemacht habe. , —. r .. . Dienstag: Fortsetzung der soeben abgebrochenen Debatte und Gewerbeordnungs-Novelle. stellung von Erwägungen darüber, inwieweit 1) eine Vereinfachung und Erleichterung der Voraussetzungen zum Bezug von Alters- und Invalidenrente, sowie eine zweckmäßigere Verbindung der Kranken- und Invaliden-Fürsorge; 2) eine Erhöhung der Invalidenrente namentlich unter Berücksichtigung unversorgter Angehörigen; 3) ob eine Einbeziehung der Wittwen- und Waisenfürsorge möglich und zweckmäßig sei. Abg. Brühne (Soc.) beschwert sich, daß zu der Conferenz wegen Aenderung der Verfichernngsgesetzgebung keine Arbeiter zugezogen worden seien. EineHerabsetzung derAltersgrenze fürdenAlters- rcnlenanfprud) auf 60 Jahre sei unerläßlich, denn ein Fabrikarbeiter sei mit 60 Jahren abgearbeitet. Keinesfalls dürfe man den Altersrenten Empfängern, dte noch arbeiten können, den Betrag der Rente vom Lohn abztehen, wie die« sogar bei der Etsenbabndirection tn Gießen geschehe. Die Altersrente sei auch viel zu niedrig. Der Anspruch auf Invalidenrente wüste schon gegeben werden, wenn der ArbeUer nicht mehr die Hälfte (statt jetzt ein Sechstel) des früheren Jahresarbettsverdtenstes zu erwerben vermöge. Der im Verein mit Erhöhung von Alters- und Invalidenrenten etntretende frühere Bezug der Rente werde zwar 14—15 Millionen mehr kosten, aber was bedeute das Angesichts unserer großen Aufwendungen für militärische Zwecke. Abg. Dr. Hitze (Etr.): Daß die Versicherungsgesetze einer Revision, besonders einer Vereinfachung bedürfen, darüber sind wir Alle einig. Auf einen Beschästtgungsnachweis können wir jetzt wohl verzichten Kleinliche Berechnungen, wie sie heute bei den Versicherungsanstalten Vorkommen, wenn es sich um Aufstellung der Erwerbsunfähigkeit handelt, follte man fallen lassen. Wenn aber die Vorschläge des Vorredners durchgingen,' müßen die Beiträge verdoppelt werden, und das geht nicht. Ich kann mich auch nicht entschließen, die kleinen Handwerker, die sich heute ohnehin mühsam durchschlagen, noch durch obligatorische Alters- und Invalidenversicherung zu belasten. Nothwendig ist vor Allem eine cöhere Rente für diejenigen Arbeiter, die schon tm mittleren Älter invalide roerben und deshalb noch Frau und Kinder zu versorgen haben, daher unser zweiter Vorschlag. Namentlich wünschen wir aber auch Einbeziehung der Wittwen und Waisen in die Fürsorge. Das erfordert allerdings auch höhere Beiträge, aber wer die Arbeiter kennt, weiß, wie sehr gerade die Sorge um Wittwen und Waisen auf ihnen lastet. Staatssecretär v. Bötticher: Schon bei her ersten Lesung des Etats habe ich Sie von dem Stande einer allgemeinen Revision unterrichtet. Fehler bestehen in der Versicherungsgesetzgebung und wir sind bemüht, sie zu verbessern. Dte Krankenversicherung haben wir bereits revtdirt, über Reorsion des Unfallgesetzes ist bereits eine Vorlage im Bundesrath und wir sind auch bereit, dte Alters- und Jnvaltditäts-Gesetzgebung zu verbessern. Bet der Conferenz handelt es fich vornehmlich um verficherungstechnifche Fragen und dabei konnten uns wohl die Arbeiter nicht viel nutzen. Sobald erst eine Vorlage ausgeardeitet ist, soll fie den Arbeitern unterbreitet werden. Gleich nach der Conferenz habe ich dem preußischen Staatsministerium neue Vorschläge zugehen lasten betr. Revision des Altersgesetzes allein und betr. des Allgemeinen. der Zusammenlegung. Alles, was dte Resolutton Hitze anregt, wird bet der weiteren Berathung unserer Vorschläge zur Besprechung und nach Maßgabe der Möglichkeit zur Ausführung kommen. Wir würden den Arbeitern gern die in dem Antrag Auer geforderten Woblthaten zugänglich machen; aber die Beiträge müßten dann um lOOpCt. erhöht werden und das würde namentlich für die Landwtrthschaft unmöglich sein. Wenn Ihnen auch eine ausgearbettete Vorlage tn dieser Session noch nicht zugehen kann, so wird man sich doch wenigstens schon Im Bundesrath über die Ziele der Revision klar werden. c ~ t Abg. v. Stumm (Rp.) bezeichnet die Forderungen der Resolution Auer für undurchführbar, für keineswegs arbetterfreundltch und als einen Schlag ins Wasser. Auf die Altersversicherung lege er überhaupt nur geringen Wend, wegen der Unterstützungsverpfl cht- ungen der Kinder. Gingen die Wünsche dieser Resolution Auer durch, so würde ein Renten-Empfänger tm Verein mit dem, was er noch hinzu verdient, womöglich mehr haben, als er vorher verdient hat, und das könne man den Kameraden, die das Geld aufbringen müßten, nicht zumuthen. Auch gegen die Wittwen- und Waisen- Verficherung spräche dte Nothwendigkeit höherer Beiträge, zumal waS Handwerk und Landwtrthschaft anlange. Wolle man Wittwen- und Watsen-Versorgung, wie er selbst es ja auch immer empfohlen habe, bann auf dem Wege wie bei den Knappschaftg-nossenschaften. Da lasse sich Alles vereinigen. Es gehe das nur so, daß man die Industrie, dte Fabrikbetriebe, aus den anderen Erwerbszweigen heraussondert, denn hier allenfalls könnten die Arbeiter dte höheren Beiträge zahlen. Redner bemerkt u. A. noch, daß unsere Concurrenz- sähtgkett gegenüber dem Auslande tn der Discipltn liege, welche der Unternehmer bei uns noch hinsichtlich der Arbeiter habe Abg. Schmidt-Elberfeld (frf. Vp): Am besten wird es sein, erst einen gewissen Beharrungszustand abzuwarien. Mit Erhöhung der Renten und Ausdehnung der Versicherung auf die Wittwen- und Waifen-Unterstützung sind wir im Princip Alle einverstanden; es fragt fich nur, woher die Mittel genommen werden sollen. Abg. Hofmann-Dillenburg erklärt die Zustimmung der Nationalltberalen zu dem Antrag Hitze. Abg. Schall (cons.): Die Landwirthschaft kann eine weitere Belastung nicht ertragen, was bei einer wetteren Ausgestaltung dieser Gesetzgebung zu berückfichtigrn ist. Es muß vermieden werden, daß Leuten, die ihre Verpflichtungen gewistenhaft erfüllt haben, wegen formeller Bedenken die Rente vorenthalten wird. Mir ist ein Fall bekannt, wo ein altes Mütterchen, daS fich mühsam die Beiträge absparte, schließlich die Rente nicht bekam, wett fie nicht als Arbeiterin, sondern als Kleingewerbetreibende erachtet wurde. (Hört, hört! rechts.) Abg. "Gamp (Rp.): Das Verhalten der Socialdemokratte gegenüber der Socialgesetzgebung ist widerspruchsvoll, erst sollen nur selten Arbeiter 70 Jahre alt werden; bann soll vielen 7Ojährigen Arbeitern in ben Staatswerkstätten der Lohn um die Invalidenrente gekürzt werden. Eine neue Vorlage müßte vor allen Singen für eine gleichmäßige Vertheilung bet Lasten auf die verschiedenen Landes- ,heile sorgen; heute find diese Lasten ganz auffallend ungleich. Ob die Arbeiter zu höheren Beiträgen geneigt sein werden, scheint wir zweifelhaft. Besser wäre es, die Kosten durch eine besondere Steuer aufzubringen unD damit die Arbeiterbeittäge ganz zu befettigen. Will man das Tabakmonopol nicht, so wäre eine höhere Salzsteuer zu X nS, 25. Januar. Der Handelsmiuister wird keure 'n der Kammer einen Gesetzentwurf eiubrtugeu, durch weichen die Annahme eine» Schiedsgericht» zwischen Arbeit- geder und Arbeitern für beide Thetle obligatorisch ist. Der« jeatge Thetl, welcher sich dem Versuch des Schiedsrichters, eine Einigung herbeizuführen, widersetzt, soll mit Geldstrafe belegt werden. Paris, 25. Januar. Gestern Abend fand hier eine stürmische Versammlung von Kaufleuten der Lebensmittel-Brauche statt, um gegen deu Gesetz-Entwurf betreffend die Corporationen, mit welchen sich augenblicklich der Senat beschäftigt, zu prote« stiren. Ein Redner forderte die etwa 4000 Anwesenden auf, zum Senat zu ziehen und diesen zu umzingeln. Der Saal erdröhnte unter dem Ruf: „Rieder mit dem Senat", wir wollen uns selbst Gerechtigkeit verschaffen. Rur mit großer Mühe gelang eS dem Vorsitzenden, die Versammelten von diesem Unternehmen abzuhalteu. Loudon, 25. Januar. Der New-Uorker „World" veröffentlicht ein Interview mit dem Vetter deS Präsidenten Krüger, aus welchem hervorgeht, daß die Familie Krüger von der königlichen Familie Wasa in Schweden abstammt. Belgrad, 25. Januar. Jene Baude, welche kürzlich den Postwagen mitten in der Stadt anfiel und aus demselben 220000 Gulden raubte, ist entdeckt worden. 12 Personen wurden verhaftet, darunter der Posthalter der Fahrpost. Depeschen M Bar ein» .Herold' Hamburg. 26. Januar. Wie auS FrtedrtchSruh gemeldet wird, fuhr Fürst Bismarck gestern wieder zum ersten Male seit October in offenem Wagen im Sachseuwalde spazieren. Sein Aussehen war vortrefflich. Wie», 26. Januar. In hiesigen politischen Kreisen glaubt man, daß die inzwischen verschiedentlich demeotirte Meldung der ^,Pall Mall Gazette" von einem angeblichen Abschluß eines russisch-türkischen Bündnisses deß« halb von englischer Seite verbreitet worden ist, weil man für die erhöhten Ausgaben der englischeu Marine Stimmung machen wollte. Pari», 26. Januar. In Bordeaux verhaftete die Polizei einen 25jährigen, als gefährlicher Anarchist bekannten Spanier, RameuS Luiz Martinez. .Derselbe war Mitarbeiter verschiedener spanischer Blätter. Viele Anarchisten- Schriften wurden bet ihm beschlagnahmt. Martinez wird au Spanien auSgeltesert werden. Loudon, 26. Januar. Der Dampfer „Wild Flower", der vor etwa sechs Wochen von Philadelphia nach Rouen avsuhr. gilt mit der Besatzung von 35 Mann für verloren. Sofia. 26. Januar. Eine aus mehreren Offizieren bestehende D putatton deS Alexander-Regiments, dessen Ehrenoberft Prinz Heinrich von Battenberg war, wird sich zur Beisetzung nach England begeben. WB Berlin, 27. Januar. Der Kaiser empfing peil er« Abend 7 Uhr den rusfischeu Botschafter, von Osteu- (;- a rf en, und nahm ein Handschreiben des Kaisers von rJanb mit den Glückwünschen zu Kaisers Geburtstag und c‘6 Geburtstagsgeschenk deS Kaisers von Rußland ein Del» b iö, darstellend den Kieler Hafen bei der Eröffnungsfeier - s Kaiser-Wilhelm-Canals in dem Augenblick, als die Kaiser- h^cht „Hobenzollern" daS russische Admiralschtff „Kaiser Alexander II." passirte, entgegen. WB. Berlin, 27. Januar. Der Kaiser verlieh dem Professor Behring in Marburg den Kronenorden zweiter Klaffe, CocaUs «nd prot>itt$UU^s, Kietzen, 27. Januar 1896. * * Ihre Königlichen Hoheiten der vrotzherzog »ud die Großherzogin passirteu gestern Nachmittag 1 Uhr 30 Mtn. auf der Reise von Darmstadt nach Berlin die hiesige Station. * • Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 25. Januar u. A.: die Profefforen Dr. Leist, Dr. Strahl und Dr. Wiener aus Gießen. * * Zur Feier bei Geburtstage» Sr. Majestät de» Kaisers sand gestern Abend f/a8 Uhr der übliche Zapfenstreich, heute Morgen 7 Uhr die Revetlle durch die RegimentSmusik und die Spirlleute statt. Gleichzeitig wurden zur Feier deS TageS am Morgen die Kirchenglocken geläutet. Nach voraulge- gangenem Gottesdienst in den Kirchen beider christlichen Confesfionen fand um t/,12 Uhr heute Vormittag auf Oswalds Garten die Parade des Kaiser Wilhelm Regiment« statt, wozu auch die Offiziere des Beurlaubtenstandes befohlen waren. Oberstlieutenant v. Warteuberg comman- bitte bie Truppen, Oberst v. Rosenberg nahm bie Parabe ab. Der Herr Oberst richtete hierbei eine Ansprache an daS Regiment, in welcher auf bie Bedeutung des heutigen TageS für bas Heer und auch besonberS darauf hingewiesen wurde, daß das Regiment bie hohe Ehre genieße, ben Allerhöchsten Kriegsherrn zu seinem Chef zu haben. DaS früher gegebene Gelübde deS Fahneneides solle heute erneuert werden durch ein Hurrah auf Seine Majestät, in welches daS ganze Regiment einstimwte, und die Musik die Nationalhymne spielte. Nach Abschreiten der Fronten der vier Bataillone formirte sich daS Regiment zum Parademarsch, der gut, von einzelnen Zügen geradezu schneidig auSgeführr wurde. Die Fahnen deS 1. und 2. Bataillons waren mit Eichenlaub geschmückt. — Heute Mittag findet für die Vertreter der Behörden Festmahl im Clubgebäude, Abends Bewirthung und Vergnügungen für die Mannschaften deS Regiments statt. — Alle öffentlichen und Diele Prioat- gcbäude haben Flaggenfchmuck angelegt. • * Kaisers Geburtstagsfeier. Wir erhalten über die Geburtstagsfeier Kaiser Wilhelms in der Volksschule dahier von einem Augenzeugen folgenden kurzen Bericht Die Festlichkeit wurde durch Gesang, Wort und Spiel verherrlicht. Letzteres thut einer Episode aus dem Jugendlebeu des Kaiser» während des Besuchs des GymnafinwS zu Kaffe! Erwähnung. Auf einem Spaziergang lernt der noch jugendliche Prinz einen Bauern am Wege fitzend kennen, den er über feine Geschäfte in der Stadt ausfragt und auf diese Weise erfährt, daß er in Rechtssachen zur Stadt gehe. Der Prinz bemüht sich, dem Bauern bet« Präsidenten wirksame Unterstützung zur Erlangung seines guten Rrchts zu leisten. Im zweiten Act ermahnt der Bauer feine Enkel infolge deffen eindringlich zur Liebe und Treue gegen einen solchen Kaiser und Herrn und läßt diese Gefühle auSklingen in dem Kaiser- lied. Die Rolle deS Bauern wurde von einem Schüler der Oberklaffe in fein pointirter Weise wiedergegeben. Nach Schluß fand die an diesem Tage übliche AuStheilung der Taigscher statt. * ♦ Oeffeutliche Anerkennung einer edlen Thal. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Feuerwehr- manne der freiwilligen Feuerwehr zu Planig, Jacob Schnorrenberger daselbst, in Anerkennung der von demselben bet der unter eigener Lebensgefahr auSgcführtcn Rettung des Feuerwehrmannes Heinrich Kistner in Planig vom Tode des Verbrennens bewiesenen besonnenen und muthvolleu Verhaltens die Rettungsmedaille zu verleihen geruht. • • Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 25. September 1895 wurde dem Rechtsanwalt August Wagner in Schotten, nach Aufgabe der Zalaffung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Schotten, die Zulaffung bet dem Land gericht der Provinz Oderheffen ertheilt. * ♦ Schuldienst-Nachrichten. Am 23. Decrmber wurde die von dem Kreisrath, dem katholischen Pfarrer und dem Stadtvorstand zu Dieburg auf die 1. Lehrerinnenftelle an der katholischen Schule zu Dieburg präsenttrte Schulamts- asptranttu Anna Harr ach auS Frei-Weinheim für diese Stelle, — an demselben Tage wurde der von dem KreiS- rath zu Groß Gerau und dem katholischen Pfarrer zu GernS- heim auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein- Rohrhetm, Kreis Groß Gerau, prälentirte Schullehrer Franz Wehmtng zu Wald-Erlenbach, für diese Stelle bestätigt- — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Wilhelm Fleischhauer zu Kölzenhain die Lehrerftelle an der Ge- meindeschule zu Rödgen, Kreis Friedberg, übertragen- — am 28. December wurde bei von bent Herrn Grafen zu Erbach Erbach auf die Lehrerftelle au ber Gemeinbeschule zu Gersprenz, Kreis Erbaw, präsenttrte SchulamtSaSpirant Gustav Hunn aus Bensheim für diese Stelle bestätigt- — an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Josef Protz- manu zu Dieburg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Roden, Kreis Dieburg, — am 8. Jauuar 1896 wurde dem Schulamtsaspiranten Jacob Sans aus Nacken/ heim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Biebelnheim, Kr. Oppenheim, übertragen. Pr. Eoncertverei». DaS gestrige vierte Concert des EoncertvereinS gehörte ausschließlich dem Streichquartett und zwar waren cs bie Herren Walter (erste Violine), Ziegler (zweite Violine), VollnhalS (Viola) unb Ben nat (Violoncello) aus München, welche Quartette von Mozart (D-moll), v. Beethoven (Cia-moll, op. 131) unb Haydn (D-dur, op. 50 Nr. 6) zu Gehör brachten. Auf bie Vorzüge bieS ausgezeichneten Künstler Ensembles brauchen wir nicht näher einzugehen, denn wir würben nur das wiederholen können, was schon oft darüber geschrieben und gesprochen worden ist. DaS Münchener Quartett genießt seinen Weltruf mit Recht unb steht den bedeutendsten Quartett- geuoffenschaften bet Gegenwart in keiner Weise nach. Daß in Folge beffen der gestrige Vortrag ber genannten Werke von Mozart, von Beethoven unb Haydn ein vorzüglicher war, versteht sich von selbst. Die vier Herren zeigten sich auf ihren Instrumenten als wahre Meister unb gaben jebe Nummer beS Programms in vollendeter Weise wieder. Der Besuch deS Concertcs war in Anbetracht der großen Beliebtheit, deren sich das Münchener Quartett allenthalben erfreut, ein recht guter, waS in der Kammermusik nur selten der Fall ist, unb daS Publikum hörte selbst bet bem schwer verständlichen unb im Allgemeinen wenig dankbaren Quartett von Beethoven mit einer Aufmerksamkeit zu, die seinem musikalischen Geschmack die größte Ehre macht. Wir sind bem Münchener Quartett für den gestrigen musikalischen Hochgenuß von Herzen bankbar unb geben und ber Hoffnung hin, bie Herren gelegentlich wieder im hiesigen Clubsaal zu hören. ♦ * Theater Verein. Langsam fällt der Vorhang, wütheud stürzt von vorn und hinten, von allen Seiten und Treppen in wilder Hast Alles nach ber Garberobe, fünfzig Nummern werben zugleich gerufen. Die Sieger in diesem Wettlauf erhalten zuerst ihre Habseligkeiten, jedoch bereits stehen sie Arm in Arm mit diesen eingefeilt, denn bie Nachdrängenben, von ihren Hintermännern toieber geschoben, bilben mit Diesen unb Jenen einen unlösbaren Knäuel. Um dal Unbehagliche ber Situation noch zu vermehren, übersteigen Gewandte unb Ungewandte bie adschlteßevben Schranken, brücken Thüten ein, richten in ben wohlgeorbneten Garberobenstücken einen ChaoS an unb ber Rest ist nicht Schweigen. Ganz anbetS wäre baS Bild, wenn man ben Vorhang ruhig fallen ließe, bie letzten Reihen sich dann schnell, aber ohne Hast'zur Garberobe begäben unb bie übrigen „Bub ordinem® folgten. Wie nett ließe sich dabei plaubern, ehe später ber Herr KritikuS sagt, wie unS das Stück gefallen hat, welchen Eindruck wir wirklich empfangen. Ein Zeitverlust ist ausgeschloffen, dieses „Immer langsam voran' ist verkappte Schnelligkeit. Mag eS aber sein wie eS wolle, handeln wir mal v ersuchSweise nach dem, soeben gemachten Vorschlag, unb gefällt unS ber auch nicht, nun, bann stürmen wir wieder mit frischem Muth die Garderobe. • * Die Pepalozzifeier, welche ber hiesige Arbeiter- Bildung Sver ein am Samstag Abend in der Restauration Böhm veranstaltete, war sehr stark besucht. Herr Dr. David entwarf in ca. einstündiaer R:de ein anschauliche» Bild von dem Leben und Wirken Pestalozzi». WaS Pestalozzi in ben Augen aller Menschenfreunde io hoch erhebt, war nach d«S Redner» Darlegung sein tiefer Einblick in die Lage der niedersten Volksschichten unb beffen Nöthen in materieller wie genüget Beziehung, fein burch keinen Mißerfolg abzuschwächenber Wille, zu helfen, ferner bie Erkenntniß, daß zur Erziehung ber Jugend ber Grunb gelegt werden muß durch die Mutter. Die Verwirklichung deS letzteren Ideales scheiterte aber schon zu Zeiten Pestalozzi» an der durch die materiellen Nöthen hervorgerufene Unmöglichkeit, baß alle Mütter sich ber Erziehung ihrer Kinber widmen könnten. Hieran» ließe sich auch der Grundsatz ableiten, daß geistige Bildung zur Bora»»- setzung habe da» materielle Wohlbefinden- die Möglichkeit, diese Grundlage zu schaffen, sei aber zu Zetten Pestalozzis nicht vorhanden gewesen, heute sei sie eS. Redner gab schließlich der Ueberzeugung Ausdruck, daß daS, wa» Pestalozzi erstrebt, ihn einige mit dem, waS die Arbeiterpartei wolle. * * Befihwechsel. DaS ConcerthauS „Lahn stein", b Sher Herrn Commerzienrath Gail gehörig, wurde am Freitag der Banfirma Birkenstock u. Schneider zum Preise von Mk. 43,000 verkauft. Die Erwerber sollen die Absicht haben, in der kommenden Bauperiode auf bem dazu gehörige» Gartengelände 2 bis 3 Wohngebäude zu errichten. Allerdings ist der Kauf davon abhängig, daß die Actten Brauerei (Wtnterwab) in Nassau a. d. L., die den Lahnftein gepachtet hat und vertraglich daS Vorkaufsrecht hat, von diesem keinen Gebrauch macht. — Die Besitzung des Herrn Hermann Hornberger (Theilhaber bet Firma Gebr. Hornberger n. Söhne), am LubwigSplatz Nr. 2 belegen, ging gestern burch Kauf für ben Preis von Mk. 40,000 an Herrn Christian Zimmer auS Frankfurt a. M. über. Es soll die Absicht bestehen, daselbst eine der Neuzeit entsprechende photographische Anstalt zu errichten. * * Zagdverpachtuug. Die am Freitag ftattgchabte Jagd- Verpachtung in TreiS a. d. Lda. war von Reflektanten stark besucht. Es handelte sich um die ®eil bad)er Jagd. Dieselbe blieb zu 405 Mk. in den Händen deS bisherigen Pächters. • * Sinbruchsbiebstahl. In ber Nacht von Samstag auf Sonntag wurde in eine Verkauf-Halle in ber Bahnhofstraße eingebrochen unb daraus 4 Mk. in Baar, eine Parthie Chocolade, Cigarren unb Apfelsinen entwendet. Der Dieb hatte eine Fensterscheibe eingedrückt unb war burch- Fenster etngeftiegen. • • Keine Erhöhung bet Kohlenpreise Die „Rheinisch. Westfälische Zeitung" melbet gegenüber anderen Zeitungen, baß sümmtliche Nachrichten über eine abermaltge Erhöhung ber Kohlenpreife erfunben find. Am 22. October o. I. beschloß ber Beirath, bie Preise einzelner Sorten um 25 di» 50 Psg. heraufzusetzen. Die Erhöhung trat am 1. Januar in Kraft. Die neuen Abschlüsse beginnen aber erst am 1. April ober sogar erst am 1. Juli. Die auf Grund ber laufenben Verträge erzielten Preise stehen baher meist 25 bi» 50 Psg. unter den neuen Richtpreisen. Deßhalb wollte der Synbicat-vorstand bie mit Richtpreisen ibentischen Verrechnungspreise vorläufig geringer normhen, setzte sie aber auf Widerspruch einzelner Zechen höher hinaus. Dadurch ent* stehen dem Syndikat Mehrausgaben, welche die Zechen durch erhöhte Abgaben selbst tragen müssen. Die Gesammtheit der Zechen gewinnt durch die Neuordnung also nicht». — Da» Vorstandsmitglied des Syndikats, Großmann, früher Ver- kauf-director der staatlichen Saargruben, übernimmt die Filiale des Kohlensyndicats in Mannheim. ♦ * Hessischer Hanbwerkerlag. In Anwesenheit eines Vertreters der Centralftelle ber Gewerbe in Darmstabt fanb gestern in Mainz eine von 150 Personen besuchte Versammlung selbstständiger Handwerker — darunter 45 Dele- gtrte hessischer Innungen und Berufsvereine — statt, nm Stellung zu dem Gesetzentwurf betreffend die Organisation deS Handwerk- und die Errichtung von Handwerkerkammern zu nehmen. Indem man sich von verschiedenen Seiten ein- gehend über den Gesetzentwurf ausgesprochen, wurde empfohlen, den Gesetzentwurf dcS MmtsterS v. Berlepsch als alleinige» Mittel zur Stärkung und nachhaltigen Organisation de» Handwerks zu unterstützen. Unter der Bezeichnung „Central« Verband hessischer Innungen und Berufsvereine" wurde sodann noch eine Bereinigung errichtet, deren Vorstand auS Dclegirten von Mainz, WormS, Darmstadt, Offenbach, Gießen unb Seligenstabt gebtlbet wurde. nn. Darmstadt, 26. Januar. Der Mittelrheinische Architekten- unb Jngenieur-Berei», beffen Mitglieber über daS ganze Großherzogthum Hessen unb bie Provinz Hessen Nassau zerstreut wohnen, hielt am gestrigen Nachmittag in bem Neubau ber Großherzoglichen Ceutralstelle für bie Gewerbe zu Darmstabt unter bem Vorsitz des Geh. Baurath Prof. Dr. Laub S b fr g seine erste bieSjähri ge Hauptversammlung ob. Zahlreich hatten sich hierzu bie Koryphäen ber Bau- unb Ingenieur-Kunst au» Frankfurt, Mainz, WieSbaben, WormS u. s. w. eingefunden, galt eS doch auch insbesondere eine Besichtigung b er Con curren z- Entwürfe für ben Bau einer festen Straßenbrücke über ben Rhein bei WormS, welche in ben lichtvollen Sälen ber Großh. Centralftelle für bie Gewerbe zu einer Ausstellung vereinigt sind. SIS RegiemngS-Ber- tretet waren anwesend Geh. Oberbaurath Dr. Schäffer und Geh. Baurath von Wei zi en. Um 3 Uhr wurde mit ber Besichtigung ber etngelaufencn Entwürfe unter Führung des Herrn Mtnisterialrath Dr. Schäffer begonnen, ber für diesen Thetl in liebenSwürbiger Weise ben Führer unb Erklärer machte. Derselbe theilte hierbei mit, baß bi» zum Schluß- Termin am 15 December v. I. inSgesammt 13 Entwürfe für ben Wormser Brückenbau etngegangen seien. Sämmtliche Entwürfe repräsenttrten eine ganz bebeutenbe Summe geistiger | Arbeit, Intelligenz unb technischen Können-. Dem mit bem • 1. Preis angezeichneten Entwurf: „Civitati Vangionum", von SamStag auf btt Bllhnhosstraßk iaar, thit Pm-tr itnbtt. Dkl Dttd rar LulchS Ftnstn statkgehabtt Jagd- von Rtflkttamrv Albacher Jagd. Stn dtö biShnigti! Dir nWWv mbtrtn Ariwogw, eimaltgt Elhöhunz 22. Dctobtr v. I. Tortkn um 25 bir trat am 1. Jaatur nen aber trft ob Dft auf Ätunb bei baljtr nitift 25 bll Dt^alb * in MWn M' sttzte fit aber aal Bf, Daburt ent' d)t bit Ztchev bur4 )lt Gtfammthtit btr ilfo niditi. - W mann, flöhet Ser- :ö/ libktllioiint bit ei"«« »«; n Datmstabt fand «nm WM®=' tarnt«1 <5 ®e't’ .d« - *' ™ t tlt !*» “hS . wmbe A °-« , org*1'1"1 *"* >jet4nung '•°/oHemdrgr.Hyp.M.uarch.lS0ü_____ Ered. B. 101.00 3V.°/°Preuß Hyp.A.Bk.unLb.1905 10150 AJBjmf.b.1904 104 90 4»/0 Pomm.Hyp.A.Bk.uok.b 1904 rvD Oesterr. VNmtSb«-» o. 1886 90 6 140/2 Eisend. Rmtenb. ObL 3°/» Zt«l st«»tSgar. Lismd. 52 95 | 56/0 Subaul ObL 8*/t% Fraxksnrler Hyp. Bk. SV>°/e Srks. Hyp. " ~ 4 Vo DmtlcheGrds' Marburgerftrahe—Bahnhof und zurück. Grünbergerftraße-Bahnhof und zurück. Markt—Schiffen bergerwald und,urM günstiger Witter uNg) Marburgerftroße—Wteseck und zurück. • tlbfortt« »elb 16.16 I Franz. Ban knoten werden unter sehr günstigen Bedingungen tüchtige Ad fleissige Personen zwecks Uebortn^ung einer Agentur gesucht. Offerten sub. „Ueberall“ an die Annonc.-Expod. v. 6 L. Daabe Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Thetlnahme bei dem unS^ so schwer betroffenen Verluste durch das frühe Hinscheiden unserer^ unvergeßlichen Gattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Mau Justine Steuerwald | sagen wir Allen, sowie Herrn Pfarrer Dr. Grein für seine' trostreichen Worte und für die zahlreichen Blumenspenden unseren^ tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, den 27. Januar 1896. 898*5 6. Lieder für Sopran und Männerchor a) Glockenthürmers Töchterlein C. Reinthaler. b) Waldesweise F. Abt. Theater-Verein. Donnerstag den 30. Januar, Abends punkt 7*/2 Uhr, im Festsna-I (Caf6 Leib), Wallthorstrasse. Gastspiel des Residenz-Theaters in Wiesbaden. Novität. 1166, Novität. Das Modell. Operette in 3 Acten von Franz von Suppe. Rillet* in der Musikalienhandlung Ernst Ohallier (Rudolphs Nachf ), sowie an der AbendkB**e: Erstes Parquet Mk. 3 5); Zweites Parquet und Balcon erste Reihe Mk. 2.26. Studentenkarten Mk. 1.—. Gallerie Mk. 1.— . 778 NT Textbuch BOJPtg. 911] Drei anetnavdergebuudene Caffaschtüffel verloren. Abzugeben gegen Selohnuug in der fxpebition dieses Blattes 891] Ein Häuschen, womöglich etwas autzerhalb der Stadt gelegen, mit kleiner Anzahlung zu kaufen oder zu mtethen gesucht. Offerten mit Preisangabe, sonstige Bedingungen und Bezeichnung der Lage bittet man unter E. H. 100 in der Exped- d. Bl. abzugeben. 893 Jeden Bandwurm entferne in 1—2 Stunden mit dem Kopf, obne Anwendung von Cousfo, Granatwurzeln und Camalla, ohne Hungerkur, vollständig schmerzlo« und obne mindeste Gefahr unter Garantie. Streng reell. Verfahren. Nur briefl. Aniragen mit Retour» marke an C. W. Wüsten, Frankfurt a. «. Wingertstr. 11. — Die meine« Menschen leiden, ohne eg zu wissen, an diesem Uebel und werden größtentheilS al» Blutarme und BleichsÜchtigc behandelt. Kennzeichen sind: Abgang nudel- oder kürbiskeruartiger Glieder, blaue Ringe um die Augen, matter Blick, Appetitlosigkeit, Heißhunger, Uebelkeit, Ohnmächten bei nüchternem Magen, Autsteigen eines Knäuel» bis zum Halse, Sodbrennen, Magensäure. Verschleimung, Kopfschmerz, Lchwindtt, Afterjucken, wellenart. Beweg, u saug. Schmer, t, d Gedärm, bel. Zunoe, HerzN. Coursbericht Bim J.Knrx «8fc Giessen, -ahllhssstrützt 63. Frankfurter Börse vom 25. Januar 1886. Kronbauer’scher Quartett-Verein, Giessen. = Concert = zum Besten des Kriegerdenkmals und des Saalbanfond» Sonntag, den 2. Februar 1896, Abends 5 (Ihr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins unter Leitung seines' Dirigenten Herrn Leopold Geller, sowie unter gütiger Mitwirkung der Concert-Sängerin Fräulein Karoline Hubert aus Köln - Deutz (Sopran) und des Herrn Paul Pointer aus Giessen (Clavier). sowie Lauterbacher Hrirhftüds- käse frisch eingetroffen bei Ph. Herrmann, 689______Seltersweg 33. Verfette Glarisbiialerin, welche drei Jahre eine Neuwäscherei in Srronffurt führte, bittet um Kundschaft ei guter unb billiger Bedienung. Frau BalMer, Rordanlag« 29, 906___________ NebenbauS. _ 912] Im »aschen^nd Bügel« hält sich bestens empfohlen Frau Pteh, Sandmffe 12. bis Abends 10 1i"r.r Onmibus-Verbindnng ÄSLW) 910] Sine bis zwei kleine Wohnungen zu vermietben. Saplanbgaffe 11. 9131 DaS MavsardenlogtS meines Hause? ist per 1. April anderweitig zu 4571 Mansardenwohnung, 4 Zimmer nebst Zubehör, neu hergerichtet, per ersten April zu vermi' then SchtUerstrghe 16. 6udj Ein schön möbl. 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Leonhard, Bahnbofstr 23. ^02] Tllchttae« Mädchen mit gnten Zeugniffen gesucht- Frau Louise Witter, Ludwtgftr.30. 831] Junger Mann, mtlttärfrei, sucht, geftiitzt auf Prima-Zeugnisse und Referenzen, Stellung in einem größeren Eolonial« oder EisenWaaren-Gcschäfte per 1 April. @tfl. Offerten bitte unter L. L0Q an die Exped. d. Bl.__ 9 i7j Fleißiges Mädchen sucht «onats. stelle oder Beschäftigung im Waschen und Putzen. Wo? sagt die Exped d- Bl. 1301 NIieestratze 18 freundliche Wohnung, 7 Rimmer mir Zubehör. zu oermiethen. Näh, daselbst dritter Stock. 132] Die von Herrn Rcgterungsrath Dr. Wal lau bewohnte Wohnung, Aster- weg 34, ist zum >. April 1896 zu ver- miethen, auf Wunsch mit Pferdestall. - ________Näheres «st.rweg S. 707] Zwei Famttienwobnungen, drei Zimmer, ttüchc rc, in meinem Neubau sofort zu vermietben- Varl Verg. Bon einer dies. Liqueurfabrtk wird et« tücht. t- Mann mit prima Referenzen und schöner Handschrift als Buchhalter für sofort oder 1. MLrz gesucht. 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