1896 Nr. 279 Erstes Blatt Donnerstag den 26. November Amts- unb Airzeigeblatt für den Tireis GietzeZr Hratisbeikage: Gießener Kamikienölätter X ne mhaut, Die Polizei nahm verschiedene Der» Die heute hier stattgkhabte Dresden, 24. November. Infolge großer Schnee Verwehungen ist der Verkehr auf den galizischen Bahnen Zu dem Raubmorde in eno Alle anderen Anträge wurden vorher ab* Heute Vormittag 11 Uhr fand RUI. 24. 91*0*1«. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Sorin. 10 Uhr. Die Commission für die Blätter melden, noch im ihre Sitzungen wieder auf- find schwer verletzt. Haftungen vor. angenommen, gelehnt. er en i\i 4er über 20000 Mk. gefunden. Reicheuberg i. B., 24. Lomnttz wuroe eine sehr entdeckt, welche brennbare« liefert. Lemberg, 24. November. eingestellt worden. Verliu, 25. November. Arbetterstattftik wird, wie Laufe des Monat- December nehmen. verliu, 25. November. iral-Pastillen inchial-Katarrhen neigende a eich Dir Gießener >«miriettPrä(ter Werden dem Anzeiger «tcheutlich dreimal beigdegt. im Beisein des Kaiferpaare« und de« Prinzen Heinrich die feierliche Enthüllung de« Provinzial-Denkmal« Kaiser Wilhelm I. statt. Der ProvlnziallandtagS-Marswall Graf Reventlow hielt al« Vorsitzender de« DeukmalS-Au«' vierteljährig« Avonuc«euts»reivr 2 Mark 20 Pf,, mit vringerlohA- Durch die Post bezag« 2 Mark 50 Pf«. Redaction, Expedition und puderet: -chntstratzeAr.7. Fernsprecher 51. icbtel. en- und rhältlich. Akte Auuancen-Bureaux de« >nd Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgege«. Cocalts und ProoinjUllO» Gießen, den 25. November *♦ Auszeichnungen. Se. K l. Hoheit der Großherzog hrbeu uoterm heutigen Tage Allergnädigst zu verleihen ge» rphi: Herrn Provinzialdirector Frhrn. v. Gagern in Gleßen den Ggaiacter al« Geheimen Rath, Herrn KrriSralh Schönfeld in Schotten den Charakter al« Geh. Regierung«* rath, Herrn Profeffor Dr. Boftro em in Gießen den Charakter als Geh. Medtcinal Rath, Herrn Dr. E. Bogt in Butzbach den Charakter als Medic ual Rath, Herrn Eisen- bohnbauinspector L Roth in Gießen den Charakter al« Bauraih, Herrn Dlftricteeinnehmer Wacker in Gießen den Characier als Rendant, Herrn Dccan Pfarrer Stock in Stockhausen den Charakter als Klrchenraih, Herrn Fabrikanten F C. B. Koch in Gießen den Characier als Commerzien- raih, Herrn Forstwarr L. Stier in Nidda da« Prädicat al« Förner. — Das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienst Orden« Philipps de« Großmüthtgen erhielten: De Herren Post- dtreclor Ritsert und Pfarrer Schlaffer, Professor Dr. A. Naumann, Gymnasiallehrer Profeffor Dr. Stamm, Forstmeister Heyer, sämmtltch in Gießen, Forstmeister Amend zu Treis a. d. Lea. und Oberlehrer Wolff in La terbach- da« Verdienstkreuz desselben Orden«: Herr Locomotivsührer H. Waag. *• Seme Kö. ig iche Hoheit haben Allergnädigst geruht: dem Piof'ffor Dr. Herm. Siebeck zu Gieße« den Chiracrer al« Ge . Hofcath, dem Sparkafferechner Herm. Döring in Gußrn "er. Characier «16 Rendant, dem Rechtsanwalt Ter Hietzener Anzeiger «scheint täglich, xrit Ausnahme de« Montag«. November. In dem Bezirk ergiebige Erdölq utile Petroleum in großen Mengen schuffc« die Festrede und übergab das Denkmal der Stadt. Namen« der Stadt dankte Oberbürgermeister Fuß. Der Schöpfer de« Denkmal«, Professor Brnett, wurde vom Kaiserpaar huldvollst ausgezeichnet und erhielt eine Ordenßdecoratton. Heute Nachmittag begibt sich das Katserpaar nach Altona, wo daffelbe einige Stunden verweilen wird. Kiel, 24. November. Nach Schluß der Denkmal«* enthüllungS'Feierlichkeiten besichtigte, wie 'der ,73crL Local- Anzeiger" meidet, do« Kaiserpaar eingehend das Denkmal. Dann begrüßte der Kaiser den Grafen Waldersee und fuhr mit dem Prinzen Heinrich nach der Kaserne zur Vereidigung der Marine-Rekruten. Nachdem dieselben den Eid geleistet hatten, hielt der Kaiser etwa folgende Ansprache: Matrosen, der Eid, den Ihr geschworen, ist die Grundlage der Dlsc'plin. Ohne Gott und Religion gibt e« keine Dis- cipltn. Macht Euren Borfahren in des Kaiser« Rock Ehre. Ein Feind ist vorläufig nicht zu fürchten, kommt aber einer, dann werdet Ihr ihm unerschrocken ohne Furcht gegenüberstehen. Hamburg, 24. November. Heute Mittag wurden den Rhedern folgende Forderungen von den ausständigen Hafenarbeitern unterbreitet: Heuerfatz für Matrosen 70, Heizer 85, Trimmer und Steward« 75, Ueberstunden 50 Pfg-, Gründung eine« eigenen Heuerdureau«. Die englische Saflor- Union telegraphirte, daß die Hamburger Sch'ffe in England nicht gelöscht werden. 4270 Str'kekarten find au-gegeben, darunter an 3108 Berheirathete mit 7025 Kindern. Wien, 24. November. Der König von Serbien ist heute früh nach Rom abgereist. Er kehrt am 1. December hierher zurück und nimmt nochmal« kurzen Aufenthalt in Wien. Prag, 24. November. Die Polizei verhaftete hier einen aus Frankfurt a. M. zugereisten Mann, welcher bet hiefigrn Goldarbeitern ungestempelte Goldwaaren zum Kauf anbot. Bei demselben wurden Schmuckiachen im Werthe von Versammlung von Mitgliedern der Dresdener Börse hat fich in ihrer überwiegenden Mehrheit dahin ausgesprochen, von einer Eintragung in« Börsenreg ster nbzusehen. Budapest, 24. November. Kaiser Franz Joseph wird morgen zur Eröffnung de« Reichstages hier einireffen. Er gedenkt zwei bi« drei Tage zu verweilen. Loudoo, 24. November. Der hier wohnhafte Eigen* thümer der in Johannesburg erscheinenden Zeitung „Asrtcan Crittc" erhielt die telegraphische Meldung, daß in Johannesburg da« gesammte Personal auf Grund de« neuen Preßgesetzes verhaftet worden fei. Depeschen de« Bureau „Herold". Verliu, 24. November. Im Reichstage soll nach Abschluß der zweiten Berathung der Justiznovrlle und nach Erledigung der Interpellation Auer die erste Losung des Etats erfolgen, damit die Budget-Commiffion ihre Arbeiten beginnen kann. Demnächst soll die Novelle zum Unsall- BerficherungSgesetz und auch die Gesetze über die Poftdampser- Schiffsverbindungen mit überseeischen Ländern zur Beratung kommen und alsdann die Justiznovelle zur dritten Berathung gestellt werden. Die Wethnachtsferien sollen vom 18. De* cember bis 8. Januar dauern. Nach Neujahr soll, abgesehen von den SchwerinStageu, ununterbrochen die zweite Lesung de« E'at« gesvkdert werden. Berli», 24. November. Nachdem unter den Schweinen auf dem hirfigeu Viehhofe die Klauenseuche festgestellt worden ist, wird von morgen ad bi« aus Weiteres die Üussuvr von Schweinen vom hiesigen V.ehhofe nur noch solchen Orten gestattet, die öffentliche Schlachthäuser besitzen und fich der Polizeibehörde gegenüber mir der Zuführung der Thiere em für allemal oder auch auf ausdrücklichen Wunsch einverstanden erklärt haben. Berli», 24. November. Der christlich * sociale Kongreß in Erfurt setzte heute die Berathungen über das Programm fort. Wie die „gelt* aus Erfurt telegraphisch meldet, war die Generaldebatte um 11 Uhr erledigt. Piarrer Naumann machte verschiedene Aenderungen in seinem Entwurf, die wichtigste derselben ist die Einschaltung des alten § 5 (Frauenfrage). Bei § 6 (R-ligion) halt Naumann periönuch au der Faffung »der Glaube an Jesus Christus" fest, nimmt ober, da seine Faffung wenig Ausficht auf Annahme hat, den sonst geschäft«ordnung«moßig nicht mehr zulässigen Antrag Kröber an, der im Z 6 an Stelle der Worte „ber Glaube au JesuS Christus- da« Wort: „Christenthum" setzt. In dieser Faffung wird der § 6 mit 99 gegen eine Stimme Pleß meldet der „Berliner Local Anz.", daß der Bankier Kohn am Montag Nachmitrog zwischen 5 und 6 Uhr in seinem Comptoir durch Messerstiche in den Hals grlödtet wurde. Der Gelvschrank war erbrochen, die Werthsachcn geraubt. Der Thiitrr, eine männliche, al« Nonne verkleidete Person, soll bei dem Ermordeten um ein Privat Nachtquartier nachgesucht haben. D e polizeilichen Haussuchungen blieben erfoia’o5. zerre«' «♦-fJl!(- SÄ M eine Partei, sondern einen Verein mit de« Namen „Nauonal- socialer verein" zu gründen. Der äiurag auf Streichung der Stelle des Programmentwurf«, der die Ausdehnung des allgemeinen Wahlrecht« auf Landtage und Communal-Ber* treiergen fordert, wurde mit 63 gegen 20 Stimmen ab- gelehnt, ebenso der Antrag de« Pfarrer« Grooß Hartenradt (Westfalen), au« dem § 3 die Worte: „Wir fordern un* geschmälerte Erhaltung der staatsbürgerlichen Rechte aller Staatsbürger" zu stretchen, und zwar mit allen gegen sechzehn Stimmen. Da« Programm wurde danach entsprechend dem Anträge Naumann« angenommen, außerdem der Antrag de« Lehrer« Dill Eßlingen, demzufolge der Congreß sich für Fach« aufficht in der Schule erklärt. Hamburg, 24. November. Die SeemannS-Ver- samwlung beschloß gestern Abend, die nicht angcmustcite» Seeleute zu veranlaffen, nicht SchauermanuSarbeiten zu verrichte». ES wurde ein Ausschuß gewählt, um fern Rhedern die neuen Forderungen der Seeleute zu unterbreiten. Am Mittwoch wird in einer Versammlung da« Ergrbniß bekannt gegeben. Hamburg, 24. November. Die gestern Abend stattgehabte Versammlung der Ewerführer hat den Beschluß über die Stellungnahme zum Strike der Hafenarbeiter auf heute vertagt. Lübeck, 24. November. Heute früh wurden die nicht- strikenden Arbeiter der Thiel'ichen Emaillirwerke von Ausständigen unterwegs üb erfüllen. Es kam zu einer heftigen Schlägerei, in deren Verlauf, wie mehrfach behauptet wird, auch Schüffe gefallen fein sollen. Mehrere Arbeiter Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. »Cafe. lU88chank ,fler WMier. Cafe vorzüglicher Güte, in Preisen. Deutscher Reichstag. 181. Plenarsitzung. Dienstag, den 24. November 1896. Vor leerem Hause wird die Beraihung der Justirnovelle bei $ 152 und dem dazu vorliegenden A »trage Buchka fortgesetzt. Dieser Antrag will bm von der Commission beschloffencn Zusatz Wieder beseitigen, welcher die StaaiSanwalischast ermächtigt, in leichteren Fällen von Hausfriedensbruch, Kö-per Verletzung, Bedrohung mit einem Verbrechen, strafbarem Eigennutz und Sachbeschädigung die Erhebung der Anklage abzulehnen. Abg Stadthagen (Soc), für den Antrag Buchka: Man letze tn die Stelle der Justiz die Willkür, wofern man dem S:aatsanwalt gestatte, nach seinem Ermessen wegen mangelnden öffentlichen Jn- tereffes die Anklageerhrbung adz lehnen. Schon fitzt sei eS ja oft genug pasfirt, datz der Staatsanwalt fich weigere, die Anklage zu erheben, wenn etwa ein Arbeiter fich wegen Mißhandlung seines Kindes durch den Lehrer an ihn wende. Wende fich aber der Arbeiter an die Pr.ste und es laufe dabei auch nur die geringste Unrichtigkeit «nter, gleich regne es Anklagen gegen den Redacteur und den Arbeiter, denn für den Schutz des Lehrers liege natürlich immer ein hinreichendes „BffmlitbeS Interesse" oor.J Geh. Rath Luca« stellt entschieden in Abrede, daß die Ent- scheiduna de« Staatsanwalts, wenn dieser die in Rede stehende Bef ugniß erhalte, nach Willkür erfolge. UebcrbieS stehe ja, wenn der Staaltzanwal die Verfolgung einer Sache ablehne, immer noch der Weg der Pitoatklage offen. Abg. ». Sa tisch (cons.), für den Antrag Buchka: Ein Staatsanwalt werde, sobald er eine Anklage ablehne, doch immer dem Verdacht ausgesetzt sein, parteiisch zu verfahren und das werde nur der Verhetzung weiteren Vorschub leisten. Abg. v Gültlingen (R. P.) bedauert, daß überhaupt da« System der Privatklage in Strafsachen in diesem Gesetz eine Erweiterung erfahre. Man hätte die Zahl der Antragsvergehen lieber »erringern sollen, denn bei den vielen Gegensätzen und erbitternden Streitigkeiten von heutzutage sei es bester, daß die Entscheidung über Anklageerdeburgen bei einem Organ sei, das über den Parteien st-he. Wer die Privatklage beschreiten wüste, dem fehlten überdies alle die HilfSo»g-N'. über welche der Staatsanwalt für feine Erm ttelungm verfüge. R dner erklärt sich demgemäß für den Antrag Buchka. Staatsfecr. v. Nieberding: Der vorliegende Paragraph gehörte nicht zu denjenigen Bestimmungen, deren Annahme oder Ntcht- annabme für das Zustandekommen des ganzen GefitzeS entscheidend tfL Er bebeutet aber doch einen Fortschritt. Man hat die Staatsanwaltschaft in der Vergangenheit wiederholt des zu eifrigem Ein- fchreitens in vielen Fällen bezichtigt, aber dieser Vorwurf trifft weniger die Staatsanwälte, als daS G-setz. Unser guter deutscher Mann neigt etwas dazu, schon bei geringfügigen Anlässen die Klage zu verlangen, und da rst es doch besser, damit nicht die Staatsanwaltschaft zu belästigen. Möge der Kläger sich selber mit dem Gegner abfinden. u _ Abg. Brekmann (Cir.) für den Beschluß der Commission. Lehne der Staatsanwalt die Erhebung der Anklage ab, so werde tzaS sehr oft die Folge haben, daß eine Privatklage gar nicht erst erhoben würde, oder daß, wenn sie erhoben werde, eine Versöhnung ber Parteien herbeigeführt werde. Auf Anfrage deS Abg. Pieschel (nl.) erwidert Geh -Rath Lucas: Schon bisher bade das Reichsgericht Privat- Aage und Strafantrag nicht für identisch erklärt und es habe daher >ie Zurückziehung der Privatklage nicht ohne WeUeres die Zurückziehung auch des Strafantrages nach fich gezogen. Und so werde <6 auch künftig bleiben. Der Antrag o. Buchka wird abgelehnt, der von der Com- Misfion beschlossene Zusatz bleibt also aufrecht erhalten, v - Zu § 211, wonach eine Hauptvrrhandlung zu vertagen ist, wenn sich in derselben die Sache als noch nicht spruchreif erweist, wird ein Antrag des Abg. Schmidt-Warburg, daß alsdann spätestens 2 Tage vor dem neuen Termin dem Angeklagten eine An- Aageschrift mitzutheilen ist, angenommen. S 211 e läßt bei Uebertretungen die Verhandlung ohne Hinzu* ziehung der Schöffen zu, wenn der Angeklagte fich schuldig bekennt. Hier wird auf Antrag Strombeck beschlossen, es soll nicht nur bei Webertretungen, sondern auch bei Vergehen ohne die Schöffen verhandelt werden dürfen, wenn der Angeklagte auf deren Hinzuziehung verzichtet und geständig ist. Zu 8 224a findet ein Antrag v. Strombeck Annahme, wo- »ach brr Staatsanwalt nicht nur auf Grund neu hervorgetretener Nmstände, sondern auch ohne diese Voraussetzung jederzeit vor einer Hauptoerdandluna zu Gunsten des Angeklagten die Wiederaufhebung K« Eröffnrengsbeschlustes soll b antragen dürfen. Wetterberaihung morgen 1 Uhr. — Schluß 5*/, Uhr. WslffS tElkgraphif-e« Eorr-spenderrr-B««». Berli», 24. November. Die »Berl. Corr." meldet: A»f Anregung de« Kaiser« wird am 22. März 1897 die Biographie Kaiser Wilhelms de« Großen er- scheinen. Der Reinertrag de« Werke» soll dem Baufond der Kaiser MlhelW-Sedächtnißk.rcke zufließen. Die Bearbeitung de« Texte« ist Geh. Rath Profeffor Oncke»-Gießen, de künstlerische Leitung dem Director der Chalkographischen Ab- theilung der Reichodruckeret, Roese, übertragen worden. Berli», 24. November. Der .ReichSanzeiger' meldet: Der Staad der Herbstsaaten Mitte November im Deutschen Reiche ist folgender: Weizen 2,5, Spath 2,6, K.ggen 2.4, junger Klee 2,3 (2 gut, 8 mittelgut). Der Ernteertrag wird geschätzt: Hafer 15, Kartoffeln 105 9, Klee »»> Luzerne 42,6 und Wiese» 39 Doppeleentuer vom Heetar. Srfart, 24. November. In der Nachmittagrfitzung des christlich'srcialen Coagresse« wurde beschloffen, nicht ^stillen ^gen Quellen Nr. 3 n. \% onüglich für ganze Krankheiten der IroEiä-tiscäß IISBÄ- zMZß M 4 ßf«B' iß 0 bewähren sich auch die • Controlle gewonnenen icral-Pastillen ie bei habitueller Stuhl- n er- eben der Fehler bei leidenschaftliche 8er- daß fie sich vertrösten verheißen ist, und unS etwa- ganz Natürliche-, daß wir zunächst alle Beziehungen zur Welt durckschneiden. Wir sagen: ich will lieber v'cht mrhr leben, als daß eS so weiter geht. Man si'ht nur noch auf da» Heil der eigenen Seele. Nicht» Andere» hat wehr Jnterefie für uns. Sind wir durch Gott errettet, bann knüpfen sich alle Beziehungen wieder von selbst. Aber sie werden beherr cht durch unsere Gemeinschaft mit Gott. All das Gesagte gründet sich auf Beobachtung. Der nicht glaubt, daß eS so gehen könne, der mag die Probe Nur da» eine ist oöthig, daß er da- Verlangen Rud. Hirschhorn in Gießen den Character als Justiz- rath zu verl >H'N. *• Zur Feier bei ©ebnrtltegel Seiner Königlichen Hoheit bei Grotzherzogs und Ihrer Königlichen Hoheit bet Großherzogin fnnb gestern Abend Zapfenstreich d r RegiwentSmustk und der Sp>-lleute der Garnison, heute früh Reoeille stait. Vom Stadktharme wurde um 7 Uhr ein Choral geblasen. Um VjiO Uhr folgte Feftgottesdienst in der Stadtk>rche. D>e übliche Parade de» Regiment» sand diesmal auf dem Hofe der neuen Kasernen statt und waren hierzu nur die älteren Mannschaften in Stärke von ungefähr einem Bataillon mit Rrgiment-muflk und einer Fahne befohlen. Die jungen Mannschaften waren vor Kaserne 2 aufgestellt. Die Reserve- osfiz'ere und die Spitzen der Behörden waren evevsallS anwesend. Herr Oberst v. Ma bei hielt, nachdem die Aufstellung vollzogen, eine Ansprache, in welcher er die go t« gesegnete Regierung unsere» Großherzogs, deffen noch tn den letzten Tagen durch seinen Besuch Gießens bethätigte» Jnterefie für die Wissenschaft und die Fürsorge für se ne Soldaten hervorhob- er forderte, indem er dem Wunsche Aus- druck gab, daß Gott auch fernerhin unser Großherzog'icheS Hau» segnen möge, auf, mit ihm einzustimmen tu ein so vielen Menschen, daß fie da» langen nach der Sonne nicht kennen, auf das, was für die Zunkunft daneben nur noch an ihrem äußeren Hoch auf Seine Königliche Hoheit den Groß Herzog und Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin. Unter präsentirtem Gewehr stimmte die Mannschaft in da» Hoch ein, während die Regimentsmusik die Nationalhymne spielte. Hierauf erfolgte ein einmaliger Vorbeimarsch in Zügen. Der Parade wohnte rin zahlreiches Publikum bei. Nach der Parade sand auf dem Hofe der Kaserne Concerl statt. ** 3» den Ruhestand versetzt wurde am 18. November 1896 der Zugführer bei den Oberhkfiischen Bohnen, Heinrich Btedenkapp zu Girßen, auf sein Nachsuchen wegen ge fchwächter Gesundheit mit Wiikung vom 1. December l. I. an. **H. Stadttheater. Ein Sensation- - Schauspiel im wahrsten Sinne de» Wortes ist das nach Savages Novelle dramalifirte Stück „Die officielle Frau" welches gestern aufgeführt wurde. Der Stoff ist der politischen Zeiiftrömung Rußlands entnommen, und behandelt einen Abschnitt aus dem Leben einer Nihilistin von aristocraiischer Herkunft, welche, seither im AuSlande lebend, sich nun nach Petersburg begibt, um ihren in Sibirien in der Verbannung gemarterten und dort gestorbenen Vater zu rächen. Auf der russischen Grenzstation weiß sie sich mit allen Mitteln der Koketterie dem gleichfalls noch Petersburg reisenden amerlfaner L nien capitän Francis MartenS als „officielle Frau" anzuschließ^n und führt dieses Manöver, als deffen Frau, mit dem sie rasend liebenden Capitän fort, um dort ihre politische Aufgabe und ihre Rache ausführen zu können. Dank dem An- sehen ihres Pseudo Gemahl», sowie ihrer eigenen Schönheit gelangt sie in die Ctrkel der dortigen Hofgesell chast. Durch ihr Zusammentreffen mit dem O'ficier Sascha Weletzki, der ihr stürmische Huldigungen darbrlngt, entfacht sie die Eifer- sucht Francis, doch gelingt es ihr, den Capitän von ihrer , aufrichtigen Liebe zu überzeugen, und gesteht ihm die Gründe j ihrer Reise und ihr wettere» Vorhaben ein. E nem von Fürst Palatzin veranstalteten Balle wohnt Helene bei, um den dort erscheinenden M Nister, welcher ihren Vater ins Unglück gebracht, zu erschießen. Doch wird sie daran durch einen von Capitän Marten» kurz vor der Cuastrophe ihr gereichten Schlaftrunk abgehalten. Damit schließt das Stück, den weiteren AuSgang ihres Sch cksals der Phantasie ober logischen Vrrnu.,fisch üffen deS ZtschauerS überlassend. Die Phasen des Themas find in wuchtiger Exposition, bet welcher selbst die Detail» klar und scharf gezeichnet, in überraschenden S tuationen vorgeführt, sodaß daS Spannende, da» Jntereffe Über das Schicksal der N hilistin bis zum Schluß geweckt I bleibt. Was nun die Wiedergabe de» Stücke» am hiesigen Theater betrifft, so fand die al» Gast anwesende, hier be- liebte Frankfurter Künstlerin Frl. Thesfa Klinkhammer Gelegenheit, auf» Neue ihr große», künstlerische» Können unter dem mächtigen Be.full de» sehr gut besuchten Hause» zu entfalten. Ihre Darstellung ter Nihilistin H lene war eine mustergültige, ein Triumph der natürlichen Darbietung eines Seelengemälde». Dämonisch bezwingend in der L ebe, I den größten Schmer; unter fröhlicher Laune und L eben». I Würdigkeit verbergend, überraschend in der Au-nützung aller I Situationen, stark in der Ausführung ihre» RuchegedankenS: so schuf uns die gefeierte Künstlerin eine solch vollendete, in Momenten höchster Leidenschaft überwältigende Darstellung, daß namentlich der dritte Act, wo Iber Seelenschmerz unb btt Willenskraft Helenens am größt n (bei ber Erzählung Sa chas über den Tod ihres Vater»), den G anzpunkt bildet^ Unsere I heimischen Künstler trugen nach Kräften ba» Jh ige zum Er I solg brs Abenb» bei. Besonders erwähnt mögen sein die I Herren Goldbach (Amerikaner Franc S Markens), Kunert I (Lhef der Geheimpolizei Bron Friedrich). Peickner(Gras Sascha Weletzky) und Schröder (Fürst Palatzin). Der genußreiche Abend wird hoffentlich der Direction neue Crsolge I und Anerkennung sichern. ** Stadttheater. Wie uns aus dem Theaterbüreau mit I. schließt. Alle» Andere mag er Gott überlassen. — Der I nächst: Vortrag wird nächsten Freitag gehalten »erben nab' juar wieder in Stein» Garten. Er soll da» „Christeuthu« I Christ»" behandeln. *• Graf Panl von Heeulbroech, deffen AuStrittt au» der Gesell chast Jesu so g>oß«S Aussehen erregt hat, wird fern« menren Sonntag den 29. d. M., Abends 8 Uhr, im großen Saale bei Museum» in Marburg einen Vortrag über ben UltramontaniSmuS halten. Die „Oberheffische Zeitung" I schreibt barüber: „Ein interessante» Stück Zeitgrschichte ist in diesem Namen verkörpert. „War eS ein Glück oder »ar e» ein Unglück, baß ich verbältnißmäßig alt, mit 26 Jahren, | dem Jesuitenorden beitrat? Ich hatte meine ju'iftischen Studien absolvirt, war al» Referendar im Justizdienst thätig ge» Jen, hatte viel gereift, viel von der Welt gesehen: kurz I war ein urtheil-fähiger Mann" — so schreibt HoenSbroech, I nachdem er 13 Jahre Mitglied de» JesnttenordenS gewesen I und ihm dann den Rücken kehrte. Wa» ihn dazu bewog, zeigt die berühmte kleine Schrift: „Mein Austritt an» dem Jesuitenorden." Sie läßt uns einen tiefen Blick thun in I da» innere Leben de» modernen JrsuttiSmu» und zeigt zugleich den Berfaffer als eine nach Wahrheit suchende Persönlichkeit, als einen Character, ber burch schwere innere Sümpfe sich hinbnrchringt. HoenSbroech führt eine gewanbte Feber, baher hat er in feiner jesuitischen Periobe im Dienst feiner Corporation zahlreiche Schriften verfaßt. Noch 1891 erschien die bekannte „Warum sollen die Jesuiten nicht nach Deutschland zurück?" — Zwei Jahre darauf brachte die „Kreuzzeitung" eine Serie von Artikeln „Bedenken gegen ben Jesuitenorden", deren große Sachkunde Aufsehen erregte und als erste Kundgebung des Exjesuiten bleibenden Werth hat. Seitdem gehört HoenSbroech unserem öffentlichen ! Leben an und hat durch mannhafte, scharfe Kritik der Kirchen- polit'k der letzten Jahre sich anerkannte Verdienste erworben. — Wir machen unsere Leser hierauf aufmerksam, da gewiß Biele die Gelegenheit begrüßen werden, diesen Mann und seine Anschauungen kennen zu lernen, zumal unsere Nachbar- stabt so leicht zu erreichen ist. Wir bemerken noch, baß ber Eintrittspreis, ber zur Deckung der Kosten erhoben wird, 30 Psg. beträgt. •* Die Generalversammlung bei Fischereivereinl für da» Großherzoglhvm Hessen fand am Samstag in Oppenheim statt. Dem VorftandSberichte ist zu entnehmen, baß im ab- gelaufenen Jahre 10,000 Spiegel- und Lederkarpfen in den Rhein eingesetzt worden sind und daß im März weitere 10,000 Karpfen und laichfähige Forellenbarsche in den Rhein eingesetzt werden sollen. Nach den bisherigen Beobachtungen hoben sich die Karpfen gut fortgepflanzt. Ferner sollen die Regenbogenforelle und die Esche eingesetzt werden, von denen man ebenfalls guten Erfolg erhofft. Unter Anderem mürbe auch beschlossen, bei dem in Berlin tag'nben Fischereitag zu beantragen, daß für den Salm eine wöchentliche Schonzeit für den ganzen Rhein eingeführt werde. Eventuell soll der mit Holland abgeschlossene Vertrag gekündigt werden. Demnächst werden von der Regierung besondere Vorschriften bezüglich der Wafferverunreinigung durch Abwässer erlassen werben. Kunst-Ausstellung, rahme be» ©ameieg», von 11 tn» 1 Ufr, am Müwoch auch noch V0" 3 bis 5 Uhr. Cent teg» ununterbrochen »an II di» 8 Udr. — Sintrtttsvret« für Rtchtmiiglicbcr an »erttagen 50 Psg., an Sonntagen 20 Psg. ber Gnade Gotte» unser Herz öffnen, bann ist bie Wirkung: Vergebung ber Sünden. All die Nebelsch chten, die sich zwischen uns unb Gott lagern, werben hinweggeschafft. Da» ist freilich nicht ba» Werk eine» Augenblick». VorauSsitzung ber Sündenvergebung ist jedenfalls Erk-nntniß der Sünde. Das L>cht Gottes aber dringt erst allmählich durch unser Inneres und führt un» den faulen Zustand desselben vor Augen. Ist dann die Elkenntniß durchgedrungen, dann | brechen wir zusammen unter der Last ber Schuld. Die Vergtbung ist nicht vollständig, so lange noch unerkannte Sünden in un6 liegen. Wir find auch gar nicht die Leute, die sich mit einem Mal vollkommen Gott erschließen könnten. Wir find dazu viel zu zersplittert. Gott zieht uns dazu erst heran. Die Einfachheit de» ganzen persönlichen Sein», die nöthig ist, kommt dadurch zu Stande, daß er uns warten läßt, warten läßt auf die Vollständigkeit der Vergebung. Diese ganze Spannung, in die wir so versetzt werden, hat eine Wirkung, welche Vorbedingung der Befreiung von der Sünde ist. Da» sündige Dasein, die sündigen Gewohnheiten, die uns vorher vielleicht lieb unb reizvoll waren, werben uns in tiefster Seele verleidet. Wir kehren un» von ber Sünde ab, wie wir uns Gott zukehren. Die Buße ist nur bie anberc Seite beö Glaubens. Je wahrer und voller unser Glaube wird, um so tiefer wird auch unsere Baße. Wenn wir un» unter die Wirkung Gottes stellen, so werden wir innerlich lo» von der Sünde, wir kommen in eine fiste und lebendige Beziehung zu Gott. Wenn es fo weit ist, fo ist der Anfang gemacht. Die innere Befreiung von der Sünde ist wenigstens im Fundament ge- ichehen. Aber freilich ist damit ber Kampf noch nicht zu Enbe. Wir haben jetzt erst die Fähigkeit zum Kampf mit dem Bösen erhalten. Unsere Sünben sinb beShalb noch n-cht weggenommen, wenn wir Verbindung mit Gott haben, wenn uns unsere Sünden vergeben sind. Wir stehen noch fortwährend unter der Auswirkung der Sünde. Ein sündiger I Instinkt verschwindet nicht ohne Kamps. Auch werden durch die Vergebung die Folgen der Sünde nicht abgeschnitten. Wird ein Mensch, der seine Jugend verwüstet, seine Gesundheit ruinirt hat, sobald er umkehrt, zu einem blühenden gesunden Menschen? Hat einmal die Erneuerung begonnen, bann kommt ein Gesundungsprockß zu Stande, ber den Bernichtung-proceß ber Süi.be überwinden kann, so weit überwinden kann, daß er sich allmählich auch auf daS körperliche Gebiet erftnrft. ES ist nicht richtig, wenn man glaubt, fo bald man sich Jesu hingegeben habe, lebe man in einer neuen Welt. Nein, wir sind noch in der alten Welt, aber I in dieser soll eine neue Welt geschaffen werden. Wenn uns da» leidenschaftliche Verlangen nach Gott erfaßt, dann ist'» Lebenswandel herumzupfen, daS und jenes daran ändern wollen. Wenn wir und letzte Bankerott, der unvermeidlich ist. In diele traurige Wt'klichkcit hinein bringt nun die GotteSbotschaft von Jesu Cartftt, baß e» eine Rettung gibt au» unserer Sünbe. Aber wie ist bem eine Befreiung möglich? Fragen wir die Menschen, die da behaupten, von ihien Sünden befreit zu fein, fo hören wir: „Ich bin burch Christ»» erlöst, unb zwar dadurch, baß ich glauoe." Aber sehen wir uns biese Leute näher an, so fiaben wir bei vielen, baß fie äußerlich gerade so find, wie andere Leute. Sie find auch, nachdem fie zu der Erkenntniß gekommen find, befreit zu fein, nicht ander», al» sie früher waren. Sie haben gehört, daß ihnen die Sünden vergeben werden um Christi willen, falls sie nur glauben. So nehmen sie sich denn vor, zu glauben, aber das alte Leben g?ht fo fort, wie vorher auch Jedenfalls ist ba» keine Befreiung von ber Sünbe. Woran liegt ba»? Offenbar ist ber Glaube, ben fie haben, nicht ber rechte. Der Glaube soll uns in B z'ehung setzen zu Jesu, zu bieser Kraft, welche bie Menschen von ber Sünbe befreien soll. Worin besteht ber Glaube? Offenbar ist er nicht blos ein Fürwahrhalten. Es ist auch nicht genug, wenn wir nur bie Zuverficht setzen auf bie Thatfache, baß Jesu» in bie Welt gesandt ist, um die Sünder zu erlösen. E» gibt ja Christen, die wirklich Vergebung der Sünden suchen in diesem Glauben, aber doch wird e» bei ihnen nicht ander», fie bleiben immer auf dem alten Fleck. Sie Härten sich bann bamit, daß ba» nun einmal unser Schicksal sei. Al» Hauptsache erscheint ihnen, baß wir bie Erlösung im Jenseits erleben. Aber so liegt bie Sache nicht. Wenn unS Gott verkünbigt, baß er uns erretten will, so bezieht sich ba» auf bie Gegenwart. Das Wesentliche in ber Erscheinung Christi ist, baß er auf Erben bie Sünbe besiegen will. Es soll hier auf Erben nicht nur eine Lebensversicherung für bas Jenseits geschaffen werden. Hier tn ber Derbexbten Menschheit soll etwas Neue» begrünbet werben. Christi Erscheinung ist wie ber Aufgang ber Sonne. Es ist bie Sonne ber GotteSliebe, bie sich zu ben Menschen herabneigt, um fie zu retten. Nun kommt eS darauf an, baß sich ber Mensch ben Strahlen dieser Sonne erschließt. Der Glaube besteht eben darin, daß wir unS den Sonnenstrahlen erschließen. Es ist nicht so, wie Manche meinen, daß wir die Hauptsache thun müßten. Gott will alles thun. Es genügt, daß wir uns ihm erschließen. Die erste Wirkung, welche die Sonnenstrahlen in un» erzielen, tft leidenschaftliches Verlangen nach der Sonne, nach R ttung unb Befreiung. Das ist getheilt wird, findet eine Wiederholung des gestern fo bet- fällig aufginommenen Schauspiels „Die officielle Frau" in gleicher Besetzung statt, wozu auch Frl. Thesfa Klink Hammer nochmal» gewonnen wurde, was wir mit Freuden begrüßen und besonder» darauf aufmerksam machen. ** Religiöse Vorträge. Am vorigen Freitag sprach Herr Dr. Müller zum vierten Male. Sein Vortrag behandelte „Die Befreiung von ber Sünbe". Der Mensch ftebt «nter bem Bann ber Sünbe. Es gibt freilich Menschen ge- »ug, die blinb burch baS Leben hindurchgehen und nte einen Einblick gew'nnen in ba« Verhängniß, unter bem sie stehen, »nbere, bie eine Empfindung haben von bem Zustanb, in bem fie sich befinben, suchen der Erkenntn'ß zu entfliehen durch ein Leben ber Arbeit unb btr Zerstreuung. Wik ber anberc ocrgtfpn zwar nicht bie Sorge um ihr inneres Leben, nur möchlcn sic sich selbst befreien. Ader wenn fie so Jahre baÜ'n BTr8'n Unb 161 Äln9,n lfl °"- I "»»tn. SRur 6a« eine sft °öihig, daß er da« Berlar jeblt« jeraifen, dann stehe »ar Ihren Augen der destniüue I Hai, frei zu werden »ad in liefern «erlangen sich feldst Literat«» «nfc Kwnft. K, , - Die Wett der Nährte« «ud «denteuer. Unter obigem Tiikl veroff.otULt die buich dte HeiauSgede von Karl May» Reise- Erzählungen weithin bekannt geworbene Verlagtzbuchhandtung Fr. Emst Fehlenfeld tn Freiburg t. Br. eine Serie von hübsch ausgrstatteten Büchern, die durch erste Künstler iUuftrht werden sollen. Der erste Band dieser Serie ist: „Das unerforschte Land" au» dem Englischen de» Rider Hoggard übers.tzi von Witte, illustrtrt von A. Wald: Ein stattlicher Band, in überaus würdiger Autzstaitung, mit hübschen Zeichnungen macht schon da» Aeußere des Buches einen oerlockendln Eindruck. Da» ungemein fesselnde Buch empfehlen wir allrn unseren Lesern auss Wärmste. Wir erwarten mit Spannung den zweiten Band der interessanten Somon lung, ber die „Schatzinsel" von LewtS Steomson enthalten wird. — V«e»dach» Deutscher Kinder-Kalender anf da» Aatzr 1887. Eine Festgabe für Knaben unb Mäbchen j.ben Alters. Fünf- jeonter Jahrgang 1897. 160 Seiten stark mit 135, thetls bunten Original-Illustrationen, buntem Titelbilb unb Spielbeiloae. Dauerhaft gebunden. 1 Mt. (Leipzig, L. Fernau.) Den W-Hlspruch: „Wer Vieles bringt, wirb Jed m etwa» bringen" — haben sich offenbar Verlag unb Redaciwn diese» Kalender» auserlesen, und daß sie bamit da» Richtige getroffen haben, beweist die stetig wach» sende Beliebthcit, derer sich ihr nun in den 15. Jahrgang eingetre- tene» Unternehmen erfreut. Vier größere reich illustrirte Erzäh- lungen, drei Märchen, von denen eines al» Singspiel behandelt ist, Anweisung zur Herstellung von Puppenkleidern, zu „LawnTennil» Spiel am Familientische" sowie zahlreiche kleinere Arttkrl sorgen für Unterhaltung und Belehrung in heiterem wie ernstem Sinne unb tragen dem Geschmack« der Knaben wie ber Mädchen, ber «eiteren wie der Jüngeren in wohlbemessmer Abwech-lung gebührend Rechnung; ja sogar bie Musik fehlt nicht. Vermöge seiner Ausstattung, die mit Rücksicht auf den beispiellos niedrigen Preis von Einer Mark geradezu brillant genannt werden bars, eignet sich das Buch wie kein Andere» für ben Gabentisch deS vornehmsten wie beS be« scheibensten Hauses; die Gediegenheit be» Inhalte» und ber künstlerischen Ausschmückung räumen dem Deutschen Kinder Kalender den vollberechtigten Anspruch auf die allgemeinste Anerkennung von Seiten der Eltern und Erzieher ein.___________ Kirchliche Anzeigen -er evang.Geineinde. Donnerstag den 26. November, Abend» 8 Uhr: im Eonfirmandensaal (Neustadt 61). Jac. 5, 12—20. Pfarrer Schlosser. — Alljährlich em die 89eibna JU-Uftrirt MAG GH MICH * 5,000 2,000 1,000 500 300 200 ROO 50 20 10 5 VorzügL Mittagsessen - von 60 Psg. und höher. - " Kleine Salatkartoffeln pl verkaufen. Wolkengaffe 26. [10420 Taget-Ordnung: Geschäftsbericht. Rechnungsablage. Vorstandswahl. Verschiedenes. Der Vorstand. 9790] Windspiele, schöne Schooß» Hunde, billig zu verkaufen. S-NerSweg 43. Wohnnngs Veränderung. Meinen werthcn Kunden zur gefl. Nachricht, daß sich meine Wohnung vom 26. November ab 104311 Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Haus, sowie eine ordentlich', unabhängige Lauffran auf Weihnachten oder 1. Januar 1897 gesucht Ara« Adolf Ztntzer, Südanlage 9. Es st bet noch ein fang Mädchen liebev. Aufnahme in gksundester wald- 1 1 1 2 5 6 10 20 200 2000 50(0 753 Concursverfahrcn. Ueber das Vermögen des Theodor Wehner zu Gießen wird heute am 24. November 1896, Nachmittags 6‘A Uhr, das Concuröverfahren eröffnet. Der Kaufmann Jean Boeck dahier wird zum ConcurSverwalter ernannt. Concursforderungen sind bis zum 84. December 1896 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in § 120 der Concursord- nung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Dienstag den 5. Januar 1897, Vormittags IO Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anboraumt. Allen Personen, welche eine zur Concursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, Nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Eoncursverwalter bis zum 24. De- eember 1896 Anzeige zu machen Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen. gez. Neuenhagen. Bekannt gemacht: Orth, Gerichtsschreiber. 10433 (Porto u.Gewinnliste 20 Pf.) versend. Th. Lützenrath, Cigarren- and Lotterie-Geschäft, Erfurt, Bahnhofstr. 29. Hochachtungsvoll P. Weirich Max Weissbäcker, Elektrotechniker, Gießen. wnn. jung 1,, »letttginbew. reicher Gegend zur gründ!. Erlernung bei Em Aloslykenkuislber | Wb Wllhelmshöhe bei Cassel, Villa Gerta. 10H3 8000 Gew. W. 150,000 Mk. Loose für M Mir 11 Loose IO Mk. Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend zur gefälligen Nachricht, daß ich seit Kurzem das altrenommirte GaMm iura DmmDtn Hm übernommen habe. — Es wird mein eifrigste- Bestreben sein, durch Verabreichung eines bekannt guten Glases Bichler» Bier sowie durch gute Speisen bei reellen Preisen und aufmerksamer Bedienung meinen werthen Gästen entgegen zu kommen. Um geneigtes Wohlwollen bittend zeichnet Reichhaltigste Auswahl in Damknßrümpftn, Kinderßrimpfeit und Focken. Ganz besonders mache auf einen echtschwarzen Kiuderstrumpf mit Doppelknie, doppelten Fersen und Spitzen, sogen. Schutstrumps aufmerksam. Gießener Eisverein. Donnerstag, den 26. November 1896, Abends 8«/a Uhr, im Hotel Victoria: Außerordenil. Generalversammlung. E. Seuling, mech. Strickerei, Wetzfteinftrafte 45. Gießen, den 23. November 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V-: Wolff. Ein Dienstmädchen ans sofort gesucht. 10431 ____________Marktplatz 8. Concursv erfahren. Das Concuröverfahren über das Vermögen des A. Bachrach in -Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Gießen, den 20. November 1896. Großherzogliches Amtsgericht, gez. Neuenhagen. Bekannt g macht: 1041s Orth, Gerichtsschreiber. Gießen, den 23. November 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Kinder und Erben des Com- Ienra*^$ Georg Carl Gail sind für das Jahr 1897 an zwei bedürftige, dahter wohnende Familien oder allein stehende Personen Unterstützungen von je 200 Mk. zu vergeben. Bewerbungen haben bis zum 15. December 1896 bei der unterzeichneten Behörde — Zimmer Nr. 3 — zu geschehen. *3 Bekanntmachung, aus der Stiftung der Lodwig Theodor Zselsiug Eheleute ZU Gießen ftnb die diesjährigen Zmsen unv zwar: 171 Mk. 43 Psg. an zehn m Gießen geborene würdige Arme und 34 Mk. 29 Psg. an fünf würdige Wiltwen zu gleichen Theilen zu vergeben. Anmeldungen hierzu haben bis zum 10. k. Mts. auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde — Zimmer Nr. 3 —.zu erfolgen. Tapisserie 11 J. II. Fuhr, Sonnenstraße 25 empfiehlt den Eingang ganz besonders schöner in gezeichneten und angefangenen Arbeiten aus rkteuyenen Leineu, Plüsch, Atlas, Tuch, Fries, Stramin rc. Anna Kramer, 10311 Bismarckstraße 10, I, vom 26. Nov. ab viSmarckstr. 26,1. Gesucht eine ältere erfahrene Person, die einen Haushalt selbstständig zu leiten ve'steht und alle dabei verkommenden Arbeiten s lbst verrichtet. _8u erfragen 10232 Goethestratze 46, park. Me MeWe! 84482 J. Mi Schulhof. Donnervlsg »tnlO.flrnmbrr, Nachmittag» 2‘/a Uhr, werden auf ht.stg-m Ortegericht die den T. Ludwig KLmmerer's Gebe« ge HSrtgen Grundstücke: Flur 32 Nr- 92 — 1725 qm Wiese am Hegstrauch, bet der Roden- huusisch.n Wiese, Flur 39 Nr. 63 — 2431 qm Acker hinter dem Waldbrunnen, Flur 39 Nr. 64 — 2425 qm Acker daselbst, Flur 39 Nr. 6b —2431 qm Ack-r daselbst, zum größeren Theil Wiese, Flur 41 Nr. 189 — 44)6 qm Acker am Rain, hinter der Warte zum letzten Mal freiwillig meistbietend versteigert. Gießen, den 24. November 1896. 10432 In Austrag.- Hosfma«», Ortsg richtSwann. Vernickelungen Von Gegenständen aller Art führt sauber zu Billigen Uunjl. warlnm. Unter oblßeta l«he oon Kail Moy) B-rtagSblichbandlure Fr. 8r. eine Serie oon HW ftürjtlei illuftriit werb« ft: „Das unerforschte paggatb Lbns-H! von Witte, Band, In Üdems würdiger wait schon dos llrutzrrr Das ungemein Mtlnbt n auss öirmfte. Wir v d der inleressantm SM i Stevenson enihollm m >,gale«dtt auf daßM dr: Müdchev, E edrW 8 sich dos i bett rign» iw .. jp g vornehmstck o> uP^'55; xVa belli Ä,rlD* giffloc w* SuppmwürrÄ» b'rben bei 1042t] SradrkundigeS ldaasbürschchen Im Waschen und Kögel» f.forUefuM___»-lllh.rfira»« 45. empfiehlt sich Frau Klein Wwe., SklbWndig. Zchreinergesellk1967:1 findet dauernde B-schäkttgung bei 10429 Wilh. Jung 1., Klein Linden. Harzer Kanarienvögel Mädchen, prtma Sänger. Neuenweg S, u" welche das Kleidermachen gründlich I erlernen wollen, werden gesucht. Große Auswahl in: Korb-, Plüsch«, Lederwaaren und Holzschnitzereien mit Stickerei-Einrichtung. Allein-Verksiis Fröbel'scher Kinderarbeiten als Gebrauchsgegenstände zum Flechten und Nähen. aller feiner Bunt- und Goldstickereien, ><*1, sowie jede Zeichnung, Monogramms rc. wird bestens und htllinfl auSqesübrt. 9059 ,'"'"’wirith b7» 8«' . l,b 1 7r im '“Xfe*** «It,»*« hatte »ein , ?a^tn, ir imCju,Ntn so schreib?^,uri Mm w ? In "7"' darch i’6Q: ff ** * Ä ■« UnfaU Noch 18g) 6 1 b'1“1','" * 4 . , ba'“l d-«ch! bie * ,ll‘ jtgt, jullln Nilfabn Wich ’ äffwuj,; ctc Certftnfh erworbe». aufmnkstm, btt )tn/ diesen Monn und i iumal unsrrr Nachbar, btmohn noch, baß der :r Schm erhoben wird, 1 Fischtttivnekr fit baS nötag in Oppenheim entnehmen, dah im ab- nnb Lederkarpfen in den dah im März weitere ellknbarsche in den Rheii btiherigen Btobadnungia mzt. Ferner sollen iis rsetzt werden, von temn Unter Anderem wurde tag'nden Fischereitog zu e wöchentliche Schonzeit totrbt. Sötniutd soll rag gekündigt werden. ; besondere Vopchristen sind die beliebten rein leinenen Rester-T aschsntüchsr das ganze Dutzend Mk. 2 50, Mk 3.—, Mk. 4.30 Mk. 5«— und Mk. 5.50 wieder eingetroffen. Fritz Nowack Ausstattungs-Geschäft 10389 und Wäschefabrik 10323) Ein e^ent. zwei Bauplätze I . SU verkaufen. Näheres PripAlUNltkkllhI I in den sprachlich.historischen Fächer» wird ertheilt. 1034z Wo? sagt die Exoed. dS. Blaste?. 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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Be« erdigung unsere» lieben, unvergeßlichen Gatten, Vater», Schwieger» sohnes, Schwagers und Onkel» Herrn Heinrich Heineck, sowie für die vielen Blumenipenden und insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Grein sprechen wir hierdurch unser Aller herzlichen Dank au». Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Mathilde Heiueck, geb. Haubeusack, und K «der. Gießen, den 25. November 1896. 10428 Artillerie-Verein Giessen. *« Samstag den 28. November, Abends 8 Uhr: Feier des 1. Stiftungsfestes verbunden mit der Geburtstagsfeier Sr. Kgt. Koheit des Hroßherzogs u»d Ihrer Kgl. Koheit der Hroßherzogin i m Cafe Ebel (Neuer Saal). Orden, Ehren- und Vereinsabzeichen sind anzulegen. 10417 Der Vorstand. Sonntag, den 29. November 1896, Nachmittage 5 Ubr: Concert zum Kestcu der beiden Meine für Armen- nod Krankenpstege zu Giessen. Mit wirkende: Herr Paul Polster aus Giessen (Pianoforte), die Gesangvereine Bauer’scher Gesangverein und Mannergesangverein unter Leitung des Herrn Polster, die Kapelle des 116. Infanterie-Regiments unter Leitung des Grosaher- zogliohen Musikdirectors Herrn Krau sie. Programm: Orchesterwerke von Smetana (Ultava, symphonische Dichtung) und Mendelssohn (Ouvertüre zu „Ein Sommernachtstraum “), Clavior-Concert (F-moll? von Weber, Scherzo (B-moll) von Chopin und Männerchöre von Maurer, Mangold Hauptmann, Dregert und Mohr. Eintrittskarten: Sperrsitz ä Mk. 1.50, 1. Platz (nummerirt) A Mk. 1.—, 2. Platz A 50 Pfg. sind vorher in der Musikalienhandlung des Herrn Ernt Challler (Rudolph’s Nachfolger zu haben. 10168 An der Kasse erhöhen sich die Preise um 25. Pfg. Lebeusgrotze KÄ.»« PortraitS le. Ott® Fritz, akad Auuftmaler, 9479 Mreiirrhnug Soelhcftratze 46-____ Aechte Nürnberger Lebkuchen FürNiehhandlrrWarklleulc 30 Stück Rindvieh oder Pferde können zu jeder Zeit eingestellt werden. Fritz Schreiner, Bäckermeister, Lindenplatz 4. Daselbst große Scheuer und Boden, zu Laaerraum, zu vermietben. 1035» C Vergnügungen. "... ................ nn Die Sektion Gretzen des Pculfdjrn u. Oestcrr. 5 AlpkMrcins feiert am Samstag den 28. Novbr. ihr lOjähriges Stiftungsfest durch ein Festmahl im Gasthof zum Rappe», Beginn 8 Uhr Abends präcis. Diejenigen Mitglieder, die sich an demselben noch betheiliaen wollen und ihre Ä