1996 Sonntag den 26 Juli Erstes Blatt IU. 174 rlints- ttttd Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Hratisöeitage: Hießener Kamilienötatter. Umtiid^r Thril. E « L I G a <0 64 et .2 2 2,5 2 i! 2,5,12,5'i 2,512 4!l 2,3'2 3 3.3 • a i'2 - 2 .2 1,53,53 chütlftk' u s tt iLrein. Hast- s 5 o tf) 3 2,5' 2 2 2 2 totale» nnt> protHnskUe#. Sieb«, den 24. Juli. •* SeueralstabS Reise». Ca. 60 Offiziere und Mann, schäften aller Truppengattungen find heute Vormittag hier eingetroffen. Die Herren befinden sich auf einer Uebungs- £°U** Regatta. AlS erste Gäste trafen gestern Abend die Wetzlarer Ruderer mit ihren Boten ein und durch- ruderten die Rennstrecke im Vierer. Eine ganze Anzahl Waggons mit den Booten der Vereine vom Main, Rhein und Nahe find ebenfalls bereits angelangt und werden die betreffenden Mannschaften im Laufe des SamStagS erwartet. Mehrere Vereine, welche tu stärkerer Zahl nach hier kommen, hatten Mühe, ein Unterkommen in den Hotels zu finden, da die meisten derselben bis aufs letzte Zimmer besetzt find. Ebenso erging eS einer Anzahl militärischer Gaste, deren Quartiermacher fast alle Hotels für Samstag und Sonntag bereit- voll belegt fanden. "* Die Ehrenpreise für die Regatta find in einem Erker der Firma Wilhelm Reiber ausgestellt. Neben den drei Wanderpreisen (Großherzogspreis, StadtpreiS und VerbandSpretS) find besonders die beiden Dameopret e — ein schwerer, echt silberner Humpen und eine versilberte iLrl3 Kp i I4' vierteljähriger >6ouKcm»d unnachsichtliche Anwendung der gesetzlichen Bestim- munaen zu. Wie«, 24. Juli. Die „Wiener Abendpost" veröffentlicht eine Eingabe de» österreichisch - ungarischen HülfsVereins in JohaneSbur g in Transvaal an das Auswärtige Amt in Wien deS Inhaltes, daß in letzter Zett zahlreiche Oesterreicher in Folge unrichtiger Zeitungsnotizen »ach Transvaal auswandern, wo fie wegen mangelnden Arbeitsbedarfs keine Beschäftigung finden können und so 6.81b in Noth und Elend gerathen. Der HülfSverein bitte das Auswärtige Amt, die nöthigen Schritte eiuzuleiteu, bamit die Auswanderer nach Transvaal, und zwar besonders d>ie Handels beflisse neu, diese Thatsachen erfahren. - e fl. 5 Der -iete*er Anzeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Kiamllien b tätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlegt. Dspefch« be» B«ca -Herold* Berlin, 24. Juli. Wegen deS Attentats auf den Poli- | zeiobersten Kraufe ist jetzt die Anklage erhoben worden und zwar gegen den Anarchisten Koschemann. Dieser und seine Genoffen werden des Mordversuchs und der Beihilfe dazu beschuldigt. In derselben Sache sind Lapezirer Max I Westphal, dessen Frau und Schuhmacher Wilhelm Weber an- I geklagt und verhaftet worden. I Frankfurt a. M., 24. Jult. Der „Franks. Zig. wird aus Newyork unterm 12. d. MtS. geschrieben: An Bord der gestern hier etngetroffenen „Normannia" befand sich auch ein Graf Moltke, der al« bevoll'mächtigter Minister Dane- I markS eingetroffen ist und die Abficht hat, nach Washington I sich zu begeben. Diese Reise dürfte mit den Gerüchten zu- sammenhäugen, denen zufolge die Vereinigten Staaten von Amerika die westindischen Inseln St. Thomas und Santa Cruz von Dänemark kaufen wollen. Vosen, 24. Jult. Bei einer Besichtigung der Festungswerke durch eine Anzahl Kriegsschüler aus Netffe heute Nachmittag stürzte, der „Pos. Ztg." zufolge, eine Brücke über einen Graden bet dem Fort Winiarh ein, wodurch eine Anzahl Kriegsschüler theilS schwere, theils leichte Verletzungen davontrug. Dom Zinkenkegel stürzte gestern Abend der Almbesitzer AngerS ab und dlteb sofort todt. Budapest, 24. Jult. Heute Mittag gerteth infolge Kurz- I schlaffes auf der Untergrundbahn ein Wagen in Brand. | Die sechs im Wagen befindlichen Personen konnten recht- zeitig gereitet werden. Der Verkehr wurde eingestellt. Haag, 24. Jult. Hier tritt morgen der interuatio- nale Fretmaurer-Congreß zusammen. Der letzte Cougreß wurde 1894 in Antwerpen abgehalten. Paris 24. Jult. Vom nächsten Montag ab werden die beiden größten clericalen Blätter „Univers" und „Monde vereinigt unter dem Titel „Univers" erscheinen. Pari«, 24. Jult. Ueber den angeküudigten Finanz- scaudal veröffentlicht das „Petit Journal" heute Einzel- heilen. Danach soll der frühere Seinepräfect Poubelle ohne irgendwelche Ermächtigung 80 Millionen Franc- für öffentliche Bauten und Wahlzwecke verwendet haben- die Summe könnte erst im Haushalt 1898 verrechnet werden. Paris, 24. Jult. Der „Evennement" versichert, daß der Btceköntg Lt-Hung-Tschang in St. Etienne eine bebcu« tende Bestellung von Gewehren machen wird. Derselbe wird mit der Regierung behuss Entsendung französischer JnstructionS- osfiztere für die chinesische Cavallerte und Infanterie unterhandeln. Die JnstructionSoffiziere für Artillerie werden auS dem deutschen Heere genommen werden. Gestern Abend kehrte Li Hung Tschang nach Paris zurück. Er sprach sich sehr befriedigt über seinen Aufenthalt iu Epernay auS. Heute begibt sich Lt-Hung-Tschang nach Lyon und wird spater dem Präsidenten Faure in Havre einen Besuch abstatten. Lille, 24. Juli. Zu den gestrigen Ausschreitungen wird gemeldet, daß während der Rede Liebknechts im Pa ats Rameau durch die zertrümmerten Fensterscheiben große Ste ne in den Saal geworfen wurden. Die deutschen Delegaten verließen das Palais erst, nachdem die GenSdarmerie den Platz von der fanatifirten Menge gesänbert hatte. Lille, 24. Jult. Der gestrige Abend verlief infolge der Anwesenheit der deutschen Socialistenführer höchst unruhig. Auf den Straßen kam eS wiederholt zu Zusammenstößen und I Schlägereien zwischen Soeialisteu und Anti-Socialisteu. London, 24. Juli. Proceß Jamefon. Nach dem I Schluß des Verhörs der Belastungszeugen beginnt das Plaidoyer des Generalstaatsanwalts. Er verlas eine Reihe von Verordnungen, um zu beweisen, daß die in der Cap- colonie geltenden Gesetze, darunter auch die Foreign Enlistment Act, auf Grund deren die Anklage erhoben tst, auch in dem Gebiete, wo die Expedition vorbereitet wurde, in Kraft waren. Der Vertheidiger, Anwalt Clarce, erbat vom Gerichtshof die Erlaubniß, seine Ansprache zu verschieben, da er einen Punkt der Entscheidung des GertchtShoseS zu unterbreiten wünscht, den nämlich, daß kein Beweis erbracht iei bafür, daß die Foreign Enlistment Act im Jahre inMafeking ober inPitiani in Wirksamkeit gewesen sei. Der Lordoberrichter Lord Russell entschied gegen den Einwurf deS Advocaten Clarce, in dem er daran festhalt, daß die Foreign Enlistment Act in den fraglichen Gebieten in gehöriger Form proclamirt wurde. Der Gerichtshof vertagte sich darauf bis Montag. fr „ Ubfiorbeib (Hellesylt),24. Juli. Die „H °h e nz°llern traf gestern Abend bon Merok in Getrangerfsord ein. Der Kaiser machte heute Vormittag einen längeren Spaziergang ! an Land. DaS Wetter tst noch immer unsicher. Berlin, 25. Juli. Uber die Aufgaben der nächste« Landtaassession wird anscheinend officiöS geschrieben. Betreffend das Vereinsrecht hat der Reichskanzler wegen Aushebung des Verbots der politischen Vereine im Reichstage einen Wechsel gezogen, den Frhrr. v. d. Recke ohne Verzug einlösen dürfte. Es ist indeß wenig wahrscheinlich, daß es sich mit einer entsprechenden Aenderung des § 8 des gedachten Gesetzes begnügen und nicht die sich darbietende Gelegenheit benutzen wird, um auch noch einige andere veraltete Bestimmungen durch zeitgemäße Vorschläge zu ersetzen. Berlin, 25. Juli. Um sür die geplante destnittve Re- gulirung der Gehälter der höheren und mittleren Beamten eine sichere Grundlage zu gewinnen, soll zunächst zwischen den betheiligten ReffortS eine Verständigung über die für den Bereich der allgemeinen Landes-Verwaltung in Aussicht z nehmende Ordnung der Besoldungen, der Anfangsgehälter , und der Abstufung nach dem Dieastalter herbeigeführt werden. Auf der so gewonnenen Grundlage wird mit den übrigen Verwaltungen behufs einheitlicher Gestaltung de« aesammten BefoldungswesenS verhandelt. , I Berlin, 25. Juli. DaS „Tageblatt" meldet auS Fned- rtchSruh: Die von der „Offenbacher Zeitung" verbreitete Meldung über ungünstiges Befinden des Fürsten Bismarck ist vollständig erfunden. Der Fürst erfreut sich des beste« Wohlseins. ~ nim/, Breme«, 25. Juli. DaS Bremer Schiff ,,Arnim , welches vor 7 Monaten von Sunderland nach Chile abfuyr, ist mit 17 Mann Besatzung verschollen. Metz, 25. Juli. Wegen Verdachts der Spionage wurde hier ein früherer Wirth, Namens Sonntag, fest- genommm. Donnerstag wurde in den um den Groß-Kahlenberg gelegenen Ortschaften ein mit Getöse verbundenes Erdbeben wahrgenommen. Belgrad, 25. Jult. 70 Arnamen überfielen ein Rapo- cistendorf bei Gosttnar in Alt-Serbien. Dieselben zündeten fünf Häuser au, tödteten sechs Christen und raubten I das gesammte Vieh. H. Darmstadt, 25. Juli. Der „Darmst. Ztg." zufolge schließt Seine Königliche Hoheit der Großherzog am Montag Mittag den Landtag mit einer Thronrede. G. Darmstadt, 25. Juli. Der Staatsvertrag und die Ludwtgsbahn-Verstaatlichung wurde von der Ersten Kammer einstimmig angenommen. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. E 3 ! Ilslio Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. WWE 3 - 2,5 2,5 2 |8 3 $■ '2 - 2,5 2 2 3 3 12,5-2,52,5,3 3,5 4 25 - 2'2 2 3 3 • 6*eltnftinb. = fehr guter, 2 = gM lltlerer( 4 = geringer, 5 J W geringer Stand Z - • nTaate,,stand h»m Heffe« 1618 5uli M. Oberen iandwkthsche bei 6«" ’ Wlarten Bekanntmachung. Betr.: Schießübungen. Cs wird hiermit zur öffentlichen Kenntniff ae bracht, daff das 2. Bataillon des Regiments Kaiser Wilhelm Nr. Mittwoch den l. Mts. von Vormittags 7 bts Mittags 8 Uhr ein Schießen mit scharfen Patronen in dem Gelände westlich Wismar mit der Schuff- richtnna gegen den Wismarer Wald bezw. gegen Oberwalgern und Kirchvers abhalten wird. Das gefährdete Gelände zwischen den Ortschaften Launspach, Wismar, Ruttershaufen, Odenhaufen, Salzböden, Schmelz, Forsthaus Waldhaus, Krofdorf darf in der vorstehend an- qegebcnen Zeit nicht betreten werden. Das Bataillon wird durch Aufstellung von Mannschaften dieses Terrain absperren lassen. Auch die Straffe Krofdorf—Forsthaus Waldhaus— Schmelz ist für jeglichen Verkehr gefperrt. Gießen, den 25. Juli 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. London, 24. Juli. Die bekannte Luftschifferin Albertine fiel bei dem Absturz mit dem Fallschirm in« Meer und ntrQ$ctet8bur6, 24. Juli. Der Besuch de« Kaifer- paareS in Nischni-Nowgorod steht unmittelbar bevor. Wenn die Zeit eS erlaubt, geht d°S Kaistrpaar nach dem Besuch von Kiew und vor der Reise nach Wien nach Spala tn ^War'fchan. 24. Juli. Durch kaiferlichen Ukas würbe das Warschauer GenSdarmerie-Commando abgeschafft und deffen Machtbesugniffe dem General-Gouvernem übertragen, welcher einen General-Gouverneur-Gehilfen zu- getheilt erhält. Der Geusdarmerie-General Brock wurde z. D. gestellt. »«nahmt von Anzeigen zu der Nachmittag« für den tilgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Vorm. 10 Uhr. ■ 1,5 3 2.5 3,5 2 3,5 3,5 21- 3 312 4 3 - 2,5 - 2,5 3 1'2 |4 13 '• ,7||l,6j3 II 2.6,| 2,6;; 2 |I3,1||2,7,,I 3 - 2 2,52 13.5- II2 ||2,5|2,g|3 ||2,6||3 ||3 Nr. 20 deS Reichs-GesetzblartS, ausgegeben den 23. d.M., rv thätt.r B„ordnuvg über die Caution des Ren- Zanten der Bureaukaffe beim ReichS-VerficherungSamt. Vom 12. Juli 1896. „ v m k (Nr. 2320.) Bekanntmachung, betreffend Aenderungen der Anlage B. zur Verkehrs-Ordnung für die Eisenbahnen Deutschlands. Vom 19. Juli 1896. Gießen, den 25. Juli 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gefunden: 1 Granatbroche, 1 Cigarren - Etui, 1 Svazierstock, 1 Taschenmesser, 2 Regenschirme, 2 Schürzen, 1 Pferdeteppich, 1 Strumpf, 1 Bierfaß und 2 Hundehalsbänder. Gießen, am 25. Juli 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. B ehördlicheAf Leib U. Ulrichstein, 24. Juli. Im vorigen Jahre hat der „Gießener Anzeiger" gemeldet, daß unser Steuerbeztrk und die darin wohnenden Steuerpfl'chtigen sich durch große Pünktlichkeit und Sorgsalt im Steuerzahleu auszetchncn. Dieses hat sich auch im letzten Steuerjahre wieder bewiesen,'denn nur ein einziger Poften konnte nicht beigebracht werden, aber nicht etwa deshalb, weil der Steuer- pflichtige kein Geld oder keine Psandgegenftände hatte, sondern weil er nach Amerika auSwauderte, wo man keine hessischen Steuern zu zahlen braucht und auch nicht gepfändet werden kann. Der rückständig gebliebene Betrag ist sehr gering, nicht ganz fünf Mark- unser Steuerbezirk bleibt daher in Bezug auf daS Zahlen immer noch einer der besten. Nierstein, 22. Juli. Der zehnjährige Sohn einer hiesigen Wittwe, der heute Nachmittag mit seinem älteren Bruder zum Baden in den Rhein gegangen war, wurde dort plötzlich vom Krampse befallen und ertrank so schnell, daß die herbeieilenden Zuschauer seinen Untergang nicht mehr finden konnten. Die Leiche ist vom hochgehenden Strome mitgerisien und trotz eifrigen Suchens noch nicht gelandet worden. Der schwergeprüften Mutter, die vor einigen Wochen schon ein Kind durch den Tod verloren hat, wendet fich die allgemeine Thetlnahme zu. Darwst. Ztg. geschnitten: „Welch ein Wetter — blauer Himmel, Voll Erwartung — groß Gewimmel. Lange Züge, — auß den Wagen Menscheomassen, — Rennen, Jagen. Festcomits — auf dem Platze Schöne Herren, — Schnurrbart, Glatze. Bravo! Hurrah! — Hochwillkommen! Stolze Hetmath! — Nutz und Frommen! Zug zur Hütte! — Blumenregen. Alle Herzen — warm entgegen. Auf zur Arbeit, — Strammes Schaffen, Händeklatschen, — Großes Gaffen. PreiSvertheilung, — Festjungsrauen Lorbeerkränze — Kaum getrauen. Jubelsttmmung — Gratuliren, Becherkretsen — Depeschiren. Große Rede, — Freunde, Brüder, Fest umarmen, — Kommet wieder. Feuerwerke, — Ehrenschweine, Später Aufbruch, — Schwanke Beine. Arger Kater, — Bald genesen, AbschtedSküffe, — Schön gewesen. Blätter melden — Vom Profite? O bewahre! — Deficite." Vermifdptes« • △ Kinzenbach, 25. Juli. Seit etwa 14 Tagen hat fich in dem großen Wiesengrunde („Kahn"), unterhalb unseres Dorfes gelegen, eine große Schaar Störche, etwa fünfzig an der Zahl, angesammelt. Wahrscheinlich find in anderen Gegenden, welche ihnen sonst als Niftstätten und Wohnplatz gedient, die Teiche und Sümpfe infolge der anhaltenden trockenen Witterung auSgetrocknet und die lieben Storch« famtlirn sahen fich genöthtgt, auSzuwandern. Da die „Kahn" zur Zeit bewäffert wird, so findet der Storch hier reichliche Nahrung. Vogelltebhabern möchten wir empfehlen, fich diese stattliche Schaar einmal näher zu betrachten. • Gaffel, 23. Juli. Ein Sjähriger Junge hierselbft, Sohn eines Weißbinders in der Unterueustadt, war beauf« tragt, Farbeutöpfe und eine Flasche mit Salzsäure in ein HauS zu tragen. Unterwegs trank der Junge, in der Meinung, daß Branntwein in der Flasche sei, von der Salzsäure einen tüchtigen Schluck. Sofort empfand er AttOMg ans -en ftanöaambrtGiftmi der Stadt Siehe«. Juli: 18. August Loch, Kappenmacher zu Gießen, mit Chnstme Katharine Eltsabeth Pauline Kuhl btnfclbft. 18. Friedrich Karl Thiele, Bürstenmacher dahier, mit Bertha Edelmann hterselbfl. 21. Dr. Johannes Friedrich Wilhelm Sommerlad, Lehrer an der höheren Mädchenschule dahier, mit ElSbeth Bertha Marie Prosch !■ Offenbach a. M. 22. Valentin Livvert, Tagwhncr zu Kkrin-Lindeu, mit Sophie Reuschling daselbst. 22. Karl Konrad Hermann Heises Schlaffer dahier, mit Anna Elisabeth Hermann hierselbft. 22. Anguß Habicht, Lehrer dahier, mit Maria Wilhelmine Weitzel hierfelbst. 93 G,ora Beckmann, Schreiner dahier, mit Marie Karoline Frieden« Simon hierfelbst. 23. Karl Sebastian Starck, Bierbrauer dahier, mit Elisabethe Marie Josephine Heim hierselbft. Juli: 18. Earl Ernst Louis Urbach, Küfer dahier, mU Katharine Becker hierfelbst. 21. Hermann Blumenthal, Schuhmacher zu xord- hafm, mit Hauchen Heldenmuth hierfelbst. 1. Garbenleich, 24. Juli. Gestern Abend fanden unter I Vorsitz des Herrn Kretsfeuerwehrinspectors L00S die Wahlen I der Vorstandsmitglieder der neu gegründeten frei« willigen Feuerwehr statt. Es wurden gewählt zum I ersten Commandanten C. A. Decker, zum zweiten Comman- I bauten und Schriftführer Ehr. Burk, zum Rechner Peter Stumpf, zu Führern der Steiger W. Amend und Heinrich Heller, zu Führern der Spritzenmannschaft Jac. Briegel II. und W. Briegel, zu Beisitzern Jac. Wallbott I. und Fr. Burk, zum Zcugwart L. Briegel und zum Spritzenmeister Jac. Briegel I. Die freiwillige Feuerwehr zählt bis jetzt 42 Mitglieder, wird es aber in Kürze auf 50 Mann bringen. t Steinheim b. Hungen, 24. Juli. Gestern Abend wurden etwa 5 Gebäude durch einen Brandausbruch zu Grunde gerichtet, welchen Kinder dem Vernehmen nach verursacht | haben sollen. Da die erwachsenen Leute großentheilS auf dem Felde rc. beschäftigt waren, wurde daS Feuer von der Nachbarschaft erst entdeckt, als schon die Rauchwolken und Flammen zum Dache hlnaussttegen. — Don anderer Seite wird unö geschrieben: „. . . . Entsetzt eilten alle hiesigen, auf dem Felde an den Erntearbeiten beschäftigten Einwohner heimwärts, wo man die Hofraithe unseres Bürgermeisters Nikolai, sowie angrenzende Nachbargebäude In Flammen fand. Obwohl man mit aller Energie zu löschen begann und auch bald von außen Brandhilse eintraf, so konnte doch nicht mehr verhindert werden, daß genannte Hofraithe ganz bis aufs Wohnhaus abbrannte. Außerdem brannten die zwei angrenzenden Nachbarn gehörigen Stallungen und die einem wetteren Landwlrthe gehörige Scheuer ab. Als ein großes Glück kann man die herrschende Windstille betrachten. Bei dem geringsten Sturm würde sicherlich viel größerer Schaden entstanden sein, da etwa 10 bis 12 Hofraithen hier aneinander grenzen, welche auch fast sämmtlich Holzbauten fürchterliche Schmerzen, und trotz angewandter ärztlicher Hilfe ist der arme Junge an den Folgen der innerliche, Verbrennung schon einige Standen später gestorben. • Ma. 80* der Berre, 24. Juli. Ein furchtbares Unwetter ging gestern im Werrathale nieder und har durch starken Hagelschlag und Ueberfluthang der Landwirlh, schäft großen Schaden gethan. In gleicher Weise laufen Htobsposten aus der Schwalrngegend^ unteren Ederthale eia. Ja der Nähe des Bahnhofes Gerstungen wurde der Land. Wirth Böttqer auf freiem Felde vom Blitz erschlagen. Böttger wollte gerade einen Kornhaufen aufrichten, als der Blitz herniederfuhr. Der Blitz fetzte den Kornhaufen in Brand und auch der Körper deS Erschlagenen stand in Hellen Flammen. • Hebet ein hoch auf Kaiser vnd Reich auf Bebel» Reich», tagSfih berichten die „Dr. N.": Bei Besichtigung deS Reich». tacSqebäudes am Sonntag durch eine Gesellschaft von ca. 300 Personen hatte ein älterer Mann auf dem Sitze Bebel» Platz genommen. Nach den Schlußworten beß Führerß erhob er sich plötzlich und sagte: „Werthe Anwesende! Ich bin Arbeiter und gestatte mir, von diesem Platze auß, von dem gewiß noch kein Hoch auf Kaiser und Reich außgebrocht worden ist, ein solche» auszubringen. Se. Majestät der Kaiser und daß Reich, sie leben hoch!" Sämmlliche Anwesende stimmten begeistert in daß Hoch ein. • München, 23. Juli Die „Münchener Post" tbellt mit, daß in verschiedenen Kiämereien und Käsehandlunqea eineß hiesigen Stadtbezirks ganze Stöße von außgesüllten Anmeldeformularen zur Rekrutirungßstammrolle auß bem ! Jahre 1895 als Einwickelpapier Verwendung finden. I Die Formulare enthalten Mittheilungen über die Personalien I und Familienstandßverhältniffe der Militärpflichtigen, allen- falsige Vorstrafen der Letzteren rc. * EubmisfiouSweseu. Man schreibt der „Fuld. Ztg": „Wie daß heutige Submissionßwesen daß ehrliche und redliche Handwerk zu schädigen geeignet ist, dafür liefert die Submission der Wafferleitungß-Arbetten auf Bahnhof Bebra I einen neuen Beweis. Während das höchste Gebot (einer Caffeler Firma) sich auf 7695 Mk. belief, hat ein Frankfurter Herr sich erboten, die Arbeiten für — 3753 Mk. auszuführen. Nach Ansicht der Sachverständigen können für I diese Summe die zu der Wafferleitung nothwendigen Rohre nicht beschafft werden. Wie soll da daS ehrliche Gewerbe I bestehen können? * Durch Elektrizität betriebene Belozlpede werden aus I den großen Pariser Trainirbahnen jetzt zuweilen zuw I Schrittmacherdienste verwendet. Die Einführung I solcher elektrischer Schrittmachermaschinen bedeutet eine« großen Fortschritt, da das Tempo je nach Wunsch beß geführten Fahrerß im Augenblicke verlangsamt ober verschärft werden tonn, und auch eine Müdigkeit und Ueberanftrengung der Schrittmacher ausgeschloffen ist, sodaß das Zelt raubende und schwierige, zuweilen sogar gefährliche Abwechseln der I Schrittmacher-Mannschaften aufgehoben wirb. Die Bedenken, I die auß vielen Kreisen beß Belozipebsportß gegen ble Schritt- wacher überhaupt erhoben werben, finben gegenüber bat elektrischen Schrittmachern atteibingß erhöhte Berechtigung. • Die Festwuth. Schweizer Blätter veröffentlichen folgenden Musterfestbericht, den modernen Festen auf den Weinkanne tu prächtiger moderner Arbeit, sowie der Ehren- 1 preiß eines Gönners oeß Rudersports (Bowle) — als Prachtstücke zn bezeichnen. Für die nicht minder schönen Ehren- preise beß Regatta-ComitöS, bet passiven unb aktiven Mit- gliebet sind bie bekannteren Formen — silberbeschlageneß Horn mit entfprechenbrm Sockelaufsatz und Pokale gewählt worben. Der Regattaausschuß kann stolz darauf sein, den an der Regatta beteiligten Ruderern solche Prachtstücke von Ehrenpreisen für bie morgen stattfinbenben sportlichen Wettkämpfe zur Verfügung stellen zu können. ** Steinl ©arten. Nächsten Dienstag Abend wirb die Capelle des Bockenheimer Husaren-RegimentS Nr. 13 concertlren. Wir machen jetzt schon darauf aufmerksam, ba genannte Capelle fich bie Gunst deS hiesigen mufikltebenben Publikums durch ihre Leistungsfähigkeit schon erworben unb daher In bestem Andenken steht. *• Achtes MoutagS Coucert. Daß nächste Montags Concert I auf der „Schönen Aussicht" findet am 27. Juli statt. Diese so beliebt gewordenen Coocertr finden immer mehr I Anklang im Publikum, was der mit jedem wetteren Concert wachsende Besuch beweist. Im Jntereffe deS WirtheS sowie des Publikums läge es, wenn ble geplante Verlegung des Thlerparkeß recht balb geschehe, bamit daß prachtvolle Panorama, welches man bann von ben Sitzplätzen auß bequem I genießen könnte, zur Geltung kommt. •• Die ölarltlauben werden nun endlich ihrem oroei1 I der Benutzung vom 1. August ab zugeführt. Die gestern ftattgefundene Verpachtung ergab für die Laube 50—57 Mk. I per Jahr, die Keller wurden für sich verpachtet und lag daß Gebot zwischen 12-20 Mk. Hoffentlich bewährt fich die Neueinrichtung für Pächter und Publikum. *• Zu 4 Wochen Gefauguttz verurtheilte baß Schöffen- gericht gestern ben Schreiber einer anonymen Neujahrs- Karte, welche voller schwerer Anschuldigungen gegen ben Empfänger war. Die Strafe würbe, abgesehen von bet Schwere bet Beleidigungen, um deßwillen so hoch bemeffen, weil er ein städtischer Beamter war, deffen dienstlicheß Verhalten durch den Inhalt der Karte auf das Gröblichste und Gemeinste getadelt wurde. Durch einen Zufall Ist bet Schreibet bet Schmähkarte entdeckt worden. ** gin recht bedauerlicher Unglucksfall, dem ein junges | Menschenleben zum Opfer fiel, ereignete fich gestern Nachmittag in einem Hanse am Neuenweg. Daß dreijährige Söhnchen beß Kaufmannß S. hatte sich in bet Waschküche zu thun gemacht unb war in unbewachtem Moment auf den Deckel beß mit kochendem Wasser gefüllten Waschkeffels gestiegen. Der Deckel, der jebenfalls nicht mit seiner ganzen Rundung auflag, kippte und der Junge fiel tn daß kochende Wasser. Obschon Hülfe gleich zur Stelle, war daß Kind doch derart verbrannt, daß in der Nacht der Tod eintrat. _ •* Zur Pariser Weltausstellung. Der Director der „Kaiser Friedrich-Quelle", Herr Johanneß Fischer, ehe- maliger Generalsecretär der hessischen Landeß-Gewerbe-Auß- stellung 1879 zu Offenbach a. M-, der Pfalzgau-Außstellung 1880, der ersten Kochkunst-Ausstellung und der Bau- unb Jndustrie-Ausstellung im Bunbespalaiß zu Frankfurt a. M., sowie verschiedener anderer Ausstellungen, versendet gegenwärtig an die ehemaligen Theilnehmer der erstgenannten Hessischen Landes-Gewerbe-Ausstellung Circulare, worin er sich zur Uebernahme der Vertretung der hessischen Aussteller in Paris bereit erklärt. •• Zu Amerika verstorbene Hessen. Rhtne Wis., Andreas Buchholz, 84 Jahre all, auß Spießheim. — Fredonia Station, Wis., Frau LaurenzKrauß,80 Jahre alt, auß Rheinhessen. — Wallace, Perth Co., Ont., Nico- lauß Schienbein, 72 Jahre alt, auß Queck, Kreis Alsfeld. — Penfield, N. Y., Johann Fuhr, 72 Jahre alt, auß Ruttershausen. — Union Hill, N. I-, Frau Eva Maria Goelz geb. Gebhardt, 75 Jahre alt, auß Auerbach. — Chicago, Jll., UrbanuS Schmitz, 60 Jahre alt auß Bornheim. — St. Louiß, Mo., Christian Hofmann, 51 Jahre alt, auß Hessen-Darmstadt. — Allegheny, Pa., Martin Lappe, 78 Iahte alt, auß Umstadt. ILjypfehlun Mm «Steibte mt" JSMi find. Getreide wat noch wenig ritrgefahreu, dagegen wurden namentlich bie Heavorräihe der vier Betroffenen vernichtet. Daß Vieh konnte sämmtlich gerettet werden. Das Feuer soll tn einem Holzschuppen durch Kinder entstanden sein. f Nidda, 24. Juli. Unsere diesjährige Kirch weihe ist auf den 30. und 31. August vorverlegt worden, angeblich mit Rücksicht auf bie zu Anfang der zweiten September- Woche in bet Nähe stattfinbenben Viehmärkte. — Der weit- bekannte Circuß Büglet-Althoff, welcher fich auf ber Durchreise von Oberheffen befinbet unb sein Domicil für I kurze Zeit hier aufgeschlagen hat, gibt heute Abend die erste I Vorstellung auf dem als Schauplatz dienenden Wiesencomplex des Besitzers vom „Carlßhof". - a- Vadenrod, 23. Juli. Bei dem Gewitter am 22. d. Mtß. geriet!) ein kleines WohnhauS durch Blitz- I schlag tn Brand und wurde fast ganz kingeSschert. - a- Storudorf, 24. Juli. Ein hiesiges Ehepaar geriet^ wie schon öfter, wieder einmal tn Streit. Im Ver- 1 laufe desselben reichte der Mann ber Lebensgefährtin einen Strick mit bem Anfinnen, fich baran aufzuhängen. Die Frau nahm den Vorschlag des Manne» ernst, ging hinaus und hängte fich in der That auf. Beinahe zu spat wurde die Lebensmüde entdeckt unb abgenommen, sie liegt nun krank darnieber. —n— Gettenau, 24. Juli. Die Nebenbahnbauten burch bie Wetrerau werben wohl ba und dort Einiges zu Tage fördern, daß für die Geschichte und Alterthumswlffenschast von Jntereffe ist, sagte dieser Tage ein sachverständiger Herr zu dem Schreiber dieser Zeilen. Gestern stießen die Bahnarbeiter auf dem linken Horloffufer, in ber Nähe ber Brücke, | die auf bet Grenze bet Gettenau unb Echzell über baS Flüßchen führt, auf ein menschliches Skelett. Diese» lag etwa anberthalb biß zwei Meter unter der Erdoberfläche tn auf- geschüttetem Boden mit bem Angesicht nach ber Erbe. Der । Arbeiter, welcher ben Schädel zuerst sah, hielt ihn für einen alten Topf und schlug ihn entzwei. Eß fanden fich noch weitere menschliche Knochen, der Zahn eines Ederß und Knochen von einem Pferde. — Unsere Gegend ist seit neunzehnhundert Jahren durch die Römer einer höheren öultur erschlossen. Zwei Römerftraßen kreuzen fich hier,- die eine kommt auß Südweft von Friedberg, Schwalhelmer Sauer- brunnen zwischen Melbach und Dorhetm nach Echzell- die I andere kommt von Norden, Wohnbacher Hochstraße, zieht nach SÜdweft und trifft in Echzell mit der ersten zusammen. Beim Forsthause ist noch ein Stück Pfahlgraben vorhanden und Grabhügel finden fich dorten eine größere Anzahl. Im dreißigjährigen Kriege, speciell 1634, wurde hier gekämpft. Die Croaten erstürmten das Schloß Bingenheim, raubten, mordeten, sengten, brannten unb mlßhanbelten bie Frauen. Im Jahre 1796, also gerade vor hundert Jahren, ging es tn hiesiger Gegend heiß her. Am 10. Juli 1796 I schlugen die Franzosen unter Jourdan die Oesterreicher bet I Ober-Mörlen an demselben Tage rückten die Franzosen tn Friedberg ein. Am 12. Juli wurde bet Fauerbach scharf I gekämpft- noch heute stecken Kanonenkugeln in ben Häusern. An demselben Tage gelangten die Franzosen noch biß vor I Frankfurt. In ben J.chren 1796 unb 1797 hatten ble Dörfer Gettenau, Echzell, Bingenheim unb Heuchelheim schwer zu leben. In ber Osterwoche 1797 schlugen bie Franzosen I zwischen Gettenau unb Heuchelheim ein Lager und plünderten I die ganze Gegend aus. Der damalige Schultheiß kam Wochen- I lang nicht au« ben Kleibern unb hat verschiedene Aufzeich- I nungen gemacht. Der Fund an ber Horloffbrücke wird wahrscheinlich nicht der einzige bleiben. wi: 1. rf« r 15 $1® lür« «'“11. D-® 2,-lShvct 2°^ | 13. A •3 IdnstbE gaunfpfl® 3“llu’et Meuter * Sittck bat MM" W -w,m £)inbtrbttt 54^ .!,alt ioälti M 5 X Jbelin Heime 21 a w ä“®*. 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Der rftani Joseph, geboten de 8> bt, M ’M»#«» * k i S-teJ b' ”"'«»6b L* per Ä“1 BMI Seit 6 “ öuf dem Sitze 8 b * t)t Mtfenbel । '“H aus, J n §.n möu88ebroi ; ®e; NM btt Ralfe lg. 85** UHM j"*b M" M toi,”?11*8111”'" I' Stötze von aulgtfüQtn lungSftammrolle aus (p,er Delwendung find« Mer bieSetiroitk « WMrWttigen, (Wt der .juib, A,' liefen das ehrliche uv -eignet Ist, dafür liefert bi rbelten auf Bahnhof ®tbn da« höchste Gebot (eine Mk. belief, hat rin Frov! Arbeiten für - 3753 W sachverständigen können fi ieitung nothwendigen Rohn l da daS ehrliche Gewcü itnt Belozipede werden oi Hahnen jetzt zuweilen zu venbet. Die Einfühiu^ lermafchinen bedeutet ein« Geboten,. Juli: 7. Dem Handelsmann Eduard Battenberg eine Tochter, Elisabeth« Bertha. 12. Dem Restaurateur Philipp Heinrich Knoch eine Tochter. 14. Dem Kaufmann August Rtnn eine Tochter, Alma Suguste. 15. Dem Schuhmacher Wilhelm Strack eine Tochter. 15. Dem Küfer Georg Ftfchbach ein Sohn, Georg Heinrich. 16. Dem Posthilfsboten Konrad Becker ein Sohn, Carl. 16. Dem Locomoitv- führer Heinrich Schneider X. Zwillinge, zwei Söhne, Karl und Hermann. 17. Dem Regterunglbaumetster Otto Raupp ein Sohn. 17. Dem Taglöbner Heinrich Schneider III. eine Tochter, Lilli. 18. Dem Bierkutscher Georg Hahn ein Sohn. 19. Dem Regterung«- diumetster Wilhelm Horstmann ein Sohn, Jofef Hermann. 23. Dem Teglöhner Johann Friedrich Schnterle ein Sohn, Friedrich. Mtarfrrat« Juli: 16. Heinrich Hepp, 37 Jahre alt, Taglöbner dahier. 18 Hermann Nickel, 61 Jahre alt, Brauereibesitzer zu Weilmünster. 18. Christine Launspach, geb. Wehrum, 74 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Ludwig Launfpach zu Reiskirchen, Kr. Gießen. 19. Marie Auguste Köhler, 3 Jahre alt, Tochter von Briefträger Johann August «öhler dahier. 19. Juliane Reuter, geb. Müller, Ehefrau von Land- wlrth Philipp Reuter zu Ostheim, Kreis Friedberg. 20. Emmy Margarethe Minna Karoltne Strack, 5 Monate alt, Tochter von Schneider Georg Strack dahier. 20. Johannes Philipp Eifer, alt 50 Jahre, Nachtwächter von Unter-WidderShetm. 20. Adam Schweizer III., Handarbeiter von Obermörlen. 20. Margarethe Lötz, 5 Monate alt, Tochter von Kaufmann Gerhardt Bötz dahier. 21. Johann Wilhelm Heimes, 1 Jahr alt, Sohn von Schuhmacher Jacob Heimes dahier. 21. Anna Marie Schmitt, ged. Stühler, 48 Jahre alt, Ehefrau von Schmied Daniel Schmitt zu Allendorf en der Lumda. 22. Katharine Brück, geb. Schäfer, Ehefrau von Landwirth Karl Philipp Brück zu Albach, Kreis Gießen. 24. Luife Eckhard, geb. Klos, 27 Jahre alt, Ehefrau von Landwirth Anton Eckhardt IV. zu Kirchgönß. Auszug uns den Airchen-Ücherir der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. NMtanU. LukaSgemeinde. Den 19. Juli. Karl Ernst Louis Urbach, Küfer, und Katharine Becker, Tochter des verstorbenen Ackermanns Johann Jakob Becker au Wolfgruben. •ttanfU. MatthäuSgemetnde. Den 19. Juli. Dem Schreiner Heinrich Freihöfer eine Tochter, staraline, geboren den 15. Juni. Den 22. Juli. Dem Bureaugehülsen Karl Martin Stobr et» Lohn, Ernst, geboren den 31. Mat. Den 23. Juli. Dem Lehrer an der höheren Mädchenfchule Rar! Wilhelm Mulch eine Tochter, Therefe Anna Marie Wilhelmine Luise Elisabeth, geboren den 21. Mat. MarkuSgemeind«. Den 19. Jult. Dem Taglöhner Georg Prinz eine Tochter, Snc« Appolonia, geboren den 27. Juni. Den 24. Jult. Dem Schmied Franz Joseph Ganß ein Sohn, Franz Joseph, geboren den 23. Juli. JohanneSgemeinde. Dm 19. Juli. Dem Schneider ClemmS Narz eine Tochter, Karoltne Frieda, geboren den 30. Juni. Denselben. Dem Taglöhner Johann Georg Eimer eine Tochter, August«, geboren den 7. Mat. Denselben. Dem Apotheker Georg Roth eine Tochter, Else Johann« Eugmte Dorothea, geboren den 29. April. BmMaU« MarkuSgemeind«. Den 19. Jult. Heinrich Hopp, Taglöhner, verheirathet, 38 Jahre alt, starb den 16. Jult. JohanneSgemetnde. Den 21. Jult. Wilhelm Bollmann, Scribent, lediger Sohn des verstorbenen Weißbinders Philipp Bollmann, 76 Jahre alt, starb den 15. Juli. Brodpreise vom 26. Juli bis s. August 1896. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......26 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......62 r 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot,......24 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot)......48 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......22 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod bei Karl Spamer . 20 , Roggen-Schwarzbrot» bet Ernst Muth, W. Ammd und G. Spies . . 21 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod......44 , bei Karl Spamer.......40 „ Roggen-Schwarzbrot) bet Ernst Muth, W. Ammd und G. Sptes . . 42 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......66 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod bet W. Weitzel v. Lang-Gönö 22 Pfg. 2 Kg. (4 Md ) Wetßbrod bet L. Stetnmüller, Gr.-Ltndm 40 „ W. Stetnmüller v. L.-GönS, 40 „ SB. Weitzel von Lang-GönS 44 „ G. Jacoby v. Alten-Buseck 44 „ Wtlh. Fabel von Wiefeck 48 „ 8 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bet Balth. Christ Ww. v.Wteseck 66 „ Der Brodverkäufer. Dtefelben Preise wie bei den htestgm Bäckern. Gießen, den 25. Juli 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Derfd>r, und VoUswirthschaft. Gieße«, 25. Juli. Marktbericht. Auf dem heuttgm Wochmmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,90—1,05, Hühnereier pr. 6t. 0 4b, 2 St. 11-13 4tz, Entmeter 6 2 St. 0 4tz, Gänse» eier pr. ©t. CO—00 4, Käse pr. St. 5—10 X Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 17 4b, Linsen pr. Liter 28 4b, Tauben pr. Paar 0,60 bis 0,90, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 0,60—0,90, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund X 0.00-0,00, Ochsenfletsch pr. Pfd. 70-74 4b, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64-68 4b, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bt« 66 4b, Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 4b, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-10 4b, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.50 Ml 8,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centn« X 6,00—0,00, Milch pr. Liter 16 4b, Kirschen pr. Pfund 16—25 4tz. Witterurrgsbericht vom 24. Juli. Zwischen zwei Depressionsgebieten, von denm das 'eine bat Nordwrsten und Norden, daS zweite den Südosten und Süden del Erdtbetls bedeckt, verläuft ein Rücken hoben Druckes vom Südwesten Europas in nordöstlicher Richtung über Frankreich und Norddeutschland in daS Innere von Rußland. Der Kern des hohen Druckes ist über der südlichen Nordsee zu erkennen. Der Süden und Südosten Deutschlands wird von dem niederen Drucke beeinflußt. Am Nordfuße der Alpen ziehen klein« Thetl-Depresfionm vorüber, sodaß im südlichen Deutschland da« Wetter trüb und regnerisch geblieben ist. Im nördlichen Deutschland herrscht meist heitere Witterung. »orauSstchttich« Sttttrami Bet wechselnder Bewölkung etwa« wärmere« Wetter mit Neigung zu Gewittern. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffm am 25. Jult, Mittags zwischen 11 und 12 Uhrt Wasser 17, Lust 17°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Dee große Putz in den Festtags-Wochen ist heutzutage nicht mehr der Schreck unserer Hausfrauen, sondern ein Vergnügen, weil jetzt die chem. techn.Fabrik vonSchmitt u. Förderer, Wahlershausen-Cassel, ein Putzmtttel geschaffen hat, das in seiner Güte einzig dasteht. „Blitz-Blank" ist die Losung von Schmitt u. Förderer« Weißer Metall-Putz und in der Tbat, so rasch wie der Blitz und so blank wie der Spiegel werden alle edlen und unedlen Metalle damit geputzt. Versäume Niemand einen Versuch mit „Weißer Metall-Putz" zu machen, — GrattSproben werden tu jeder besseren Handlung verabreicht. 174 Poeben erscheint: 9500 980 Abbildungen.|3ooKarten.‘i3ochromoa.| Tafeln. | 1165001 B Seiten Text I Ifm 16 Bände Seb. L 10 M. 115U [ Unentbehrlich für Jedermann. Artikel. npo je nach Wunsch dkS gt verlangsamt oder verschSil digkeit und Ueberanstrenßuc, 'ft, M balßilt ranbrck gefährliche Abwechseln bn tzttzen die »den, finden gegenüber bn ildlngö erhöhte Berechtig, ielzer BlSiter veröffentlste n modernen Festen auf du . blauer Himwel, lto§ Gewlwmel. den Wagen Rennen, W0, m Platze Schnurrbart, Glatze. . Hochrvlllkowineol Nutz und Frommen. Bluweoregen. n entgegen. Strammes Schaßen, frohes Gsffen. Festjungsrauen um getrauro- zratultren, feschsten- mW* 8l|n(. „ Schwanke äd)än ft* r,°< Nl,? ___ ***** mit Plos»p nit ^ ^gtöhneNU ^M w*' L hterfelbfi- |BehördlicheAnzeigen| Vergebung von Bauarbeite«. Die zu verschiedenen Herstellungen im Gerichtsgebäude und imGymnafium zu Gießen erforderlichen Arbeiten, nämlich: Spenglerarbeit Dachdeckerarbeit Weißbinderarbeit und Schreinerarbeit •fotfen auf dem Wege schriftlichen An« -gebots vergeben werden. Bedingungen, Zeichnungen und Ar» Hltöbeschreibungen liegen auf unserem Bureau zur Einsicht offen und finb letztere ebendaselbst mit Vordruck zu den bezüglichen AugebotSvermerk ver» •f elfen, zum Selbstkostenpreis erhältlich. Die Angebote find bis zum Sams- tag, 1. August, Vormittags -10 Uhr, portofrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, cherher einzureichen. 6799 Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 25. Jult 1896. Grobherzogliches Hochbauamt. Neuling. Empfehlungen. Stobt Schlülvthoiw. sreibaur. [6744 Heute uud morgen: Ochsenfleisch «iht ladmrein, per Pfd. 50 P^g. 8chweinesseisch »cht ladenrein, pr. Pfd. 45 Pfg. Großer Posten Klöppelspitzen frisch eingetroffen. Zu Ausstattungen: seidene Kragen tn neuester Fa^on, sowie Maschiuenspitzeu aller Art empfiehlt billigst 6808 Frau Schmitt, Wolkengaffe 26. Früh-Kartoffeln per ICO Pfund mit Sack Mk. 2 75 (größere Posten billiger) versendet ab Station Frankfurt a M. — Seltgenkiadt gegen Nachnahme. 6784 Ä. J. 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