“«ein, ?•Pel“^) Trier te«. * 8 Uhr- •jeder Art. t» n h W ?n ^selben Ta« v!g- zu haben, »tatand. ■er, Möbel, ’d Rachen* Innfen, Ställe, Mer. iren MS ssen - und Roll- •rde. rückwagen, itiire 10842 Kastenwagen . etc. (enkpu^en. nfect lüstern, «: md mahl in iw I irtn^rlito Fabrikatio» StarftHmfe fi Ittit i ®«tt »iS“ rr»öiNi* Verkäufer. Heilet« illZynuM] | |xl jflJUfLU RI » ttA U79 II 1 ieI ujilttto D | siien. Wr. 304 es Blatt. Freitag den 25. December 1896 Die Gießener Aa«itienvkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrgt. vierteljähriger Aösnnemeulsprtis: 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerloha. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Ätbaction, Expedition xnb Druckerei: Schukstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Der Hle-ener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montag». Gießener Anzeiger Kenerak-Anzeiger. Amts- unb Anxeigeblatt für den Ureis Gießen chratisöeitage: Hießener Kamitienötätter. Alle Annonoen-Lureaux de» In- und Auslandes nehme» , Anzeigen für den „Gießener Anzeiger* entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Lor». 10 Uhr. Amtliche* Theil. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche zu Gießen. Nachdem in einem Gehöfte in der Stadt Gießen die Maul« und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, wird dies mit dem Änfügen zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß Sehöftsperre angeordnet worden ist. Gießen, am 23. December 1896. Großherzogltches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Neueste Wolsss telegrnphisches CorrefpondMr-Bnre«. Beilin, 23. December. Der Kaiser wohnte der Heu- tigeu Beisetzung des Generalmajors v. Lippe auf dem Berliner Garnisonktrchhofe bei. Berlin, 23. December. Die Abendblätter berichten nach Mittheilungen von zuständiger Seite, daß die Meldung, der Crtmtnalcommtffar von Tausch oder einer seiner Agenten sei im Frühjahre 1893 in der Dienstkleidung eines höheren Postbeamten tu dem Postwagen des Berlin Hamburger Schnell« zugeS mttgefahren, um die nach FriedrichSruh bestimmten Briefschaften einer Revision zu unterwerfen, nach jeder Richtung uuzutrkffend und vollständig aus der Luft gegriffen ist. Kiel, 23. December. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich und Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich haben heute auf dem Kaiser Wilhelm-Canal mittels Dampf« ptuaffe eine Fahrt unternommen, welche sich bis zur LeveuSauer Hochbrücke erstreckte. Haag, 23. December. Die zweite Kammer nahm mit 56 gegen 29 Stimmen das neue Zuckergesetz an. Rach 1897 wird der Prämienbetrag sür 1897 acht Jahre hindurch jährlich um 100,000 fl. verringert. Für Raffinade wird der Prämienbetrag auf eine halbe Million pro 1897 fest« gesetzt. Dieser Betrag soll fünf Jahre hindurch jährlich um 60,000 fl. niedriger bemessen werden. Parts, 23. December. In dem Jrrenhause für Frauen in Bögard bet Brteux brach in der vergangenen Rächt Feuer aus, welches einen Theil der Anstalt und die anstoßende Kirche vollständig in Asche legte. Sämmtltche 800 Kranke konnten gerettet werden. Paris, 23. December". Wie der „Figaro" meldet, hat der Oberste KriegSrath sich in seiner vorgestrigen Sitzung für die Umwandlung des Feldartillerie-Mate- ri alS ausgesprochen. — Die Blätter geben der Ueberzeuguug Ausdruck, die Kammer werde der Errichtung von vierten Infanterie-Bataillonen zustiwmen. Sofia, 23. December. Im Procrffe gegen die Mörder Stambulvws wurde heute das Zeugenverhör fortgesetzt. Der ehemalige Minister Sallabaschew sagte gleichfalls aus, daß Bone Georgiew und Tufekrschtew von Stambulow als seine Mörder bezeichnet wurden. Der Journalist Kirow, ein politischer Gegner StambolowS, erklärt, ein Vertrauensmann Stambulvws sei zu ihm gekommen und habe ihm in deffen Namen ein Bündntß und materielle Unterstützung im Kampfe gegen die Regierung StoilowS angeboren, wenn er den Schutz für das Leben Stambulvws gegenüber 6 oder 7 Personen verbürgen könne, wozu er natürlich nicht im Stande gewesen sei. Der Zeuge hätte Stambulow mit- getheilt, er habe von Tufekrschtew nichts zu fürchten und erklärte dies damit, daß er Tufektschiew nicht sür muthig genug hielt, um ein Verbrechen zu begehen, wohl aber für fähig, ein solches anzustifteu. Bon den anderen Zeugen, die sich am Orte des Verbrechens oder in der Nähe befanden, konnte keiner das Gesicht des fliehenden Mörders sehen. MtchaikoS, der zur Zeit des Verbrechens zum Diner bei dem macedonischen Comttü war, sagte auS, ein gewiffer Takiu sei einige Tage unter dem Dache deS Hauses, in dem das macedontsche ComitL untergebracht war, versteckt geblieben. Derselbe hatte gestanden, daß er der Mörder Stambulvws sei. Die Wittwe Stambulvws, die krank ist, war zur Verhandlung nicht erschienen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 23. December. Bezüglich der Iltis-Katastrophe berichtet der „Local«Anz." auS einer Unterredung mit einem der in Hamburg angekommenen Geretteten der Iltis-Mannschaft, daß die Schiffbrüchigen, nachdem sie in jener Unglücksuacht bis zum Margen an den Reelings hängend zugebracht hatten, in das Wrack htnelnkrochen und, bis zum Halse im Wasser stehend, noch 30 Stunden zubrachten. Die in Hamburg etngetroffenen Matrosen bestätigen daS AuS« bringen des KaiserhochS und das Anstimmen des Flaggen- ltedeS. Von dem Letzteren wurde der ganze erste Vers gesungen. AIS der zweite begonnen werden sollte, brach das Schiff mitten durch. Gevelsberg, 23. December. Infolge eines ConflictS der Stadtvertretung mit dem Bezirksausschuß wegen Bertheiluug der Gemeindesteuern legten gestern die Mehrzahl der Stadt- verordneten ihre Mandate nieder. Pola, 23. December. Die auswärts verbreiteten Nach« richten, wonach in Pola auch die Blatjeru auSgebrocheu seien, find falsch. Der ThphuS ist in der Abnahme begriffen. Rom, 23. December. Ueber die Provinzen Catania und Syrakus find heftige Gewitter und Wolkenbrüche niedergegangeu, welche enormen Schaden anrichteteu. Der Fluß Simeto trat aus seinen Uieru und überschwemmte weithin Felder und Gärten. Der Schnellzug SyrakuS-Catania blieb in den Wafferwogen stecken. Den Paffagieren mußten Lebensmittel in Barken zugeführt werben. Alle Eisenbahn- und Telegraphen Linien find unterbrochen. Einige Stadt- theile von SyrakaS und Catania find überschwemmt. Man befürchtet Verlust von Menschenleben. Rom, 23. December. Bon maßgebender Seite erklärt man, daß die Mittheilung englischer Blätter, nach welcher die Botschafter für den Fall, daß der Sultan die Reformen nicht erfüllen sollte, Konstantinopel verlaffen und die weitere Action den Kriegsschiffen übertragen würden, gänzlich unbegründet sei. ES sei ferner nicht wahr, daß von irgend welcher Großmacht der Vorschlag gemacht wurde, die türkische Verwaltung, abgesehen von der „Dette publique" unter die Coutrole zweier Minister und eine! europäischen AuffichtSrathS zu stellen. Ein derartiges Mittel sei mehr all gefährlich und könnte geradezu verhängntßvoll werden. Ebenso unwahr sei die Nachricht, welche dem italienischen Botschafter eine dringende Sprache gegen den Sultan tu den Mund legt. Zu einem solchen Vorgehen liege für die italienische Regierung kein Grund vor, da sie überzeugt sei, daß der Sultan die Forderungen der Mächte, sobald dieselben festgestellt seien, bedingungslos erfüllen werde. Die Bewühungen der Diplomatie seien darauf gerichtet, sür diese Forderungen entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. Die Mächte seien sich darin einig, daß ihnen hieraus eine ernste moralische Verantwortung erwachse und eine Vereinbarung aller etwaigen Zwangsmaßregeln überflüssig mache. Paris, 23. December. Das hirfige Cuba*Comtta brachte in drei Tagen eine Million Francs auf. Der gegenwärtige Führer der Insurgenten bittet dringend nm größere Waffcnsendungeu. Madrid, 23. December. Eine Bande von Revolutionären, welche neulich in Novelga in der Provinz Alicante auftrateu, wurde von der Gendarmerie zerstreut. Sieben Banditen wurden getödtet. Die Bande führte eine rothe Fahne und eine große Menge Dynamit mit sich, welches beschlagnahmt wurde. Loudon, 23. December. DaS ehemalige Mitglied deS deutschen Reichstages und preußischen Abgeordnetenhauses Georg von Bunsen ist hier gestorben. Warschau, 23. December. Im Auftrage der Moskauer Behörden fanden in der letzten Nacht bei hiesigen russischen Studenten Haussuchungen statt, wobei com- promittireude Correspondenzeu gefunden wurden. Mehrere russische Studenten wurden verhaftet und sogleich nach Moskau tranSportirt. Konstantinopel, 23. December. DaS Memorandum der Pforte über die von ihr durchgeführteu und beab Feuilleton. Geständnisse. Humoristische Weihnachtsgeschichte von Anna Behnisch. (Schluß.) Erich war nicht gleich im Stande, zu antworten. Der Name Agathe auf Fräulein WildenS Lippen zerstörte die Illusion mit einem Schlage. Sein Gewissen erwachte im Ru zu den bittersten Vorwürfen und tief be- klommen machte er die Entdeckung, daß er bet der Vorbereitung auf seine Bräutigamsrolle auf einen bedenklichen Irrweg gerathen war. Und in der Erwägung, wie er sich von diesem so schnell die möglich auf die planmäßig erwählte Bahn zurückfiadeu sollte, ging er schweigsam und in sich gekehrt neben der jungen Dame her in der Meinung, durch forctrte UnltebeuS« Würdigkeit gegen dieselbe wenigstens einen Theil der an llgathe begangenen Schuld ungeschehen machen zu können. Fräulein Wilden aber hinderte eine tödtliche Bangig« kett, auch nur eine Silbe hervorzubrtngen. Der Referendar war trostlos in dem Glauben, sie zürne ihm. Für ein freundliches Wort von ihr hätte er tu dieser Stunde Agathens zrsammte Million hiugegeben. Ja, wenn Agathe nicht schon lurch die Tante, der er feine Pläne angezeigt, von seinen Absichten in Kenntntß gesetzt worden ... So aber — er war doch ein Ehrenmann . . . Nun standen sie vor dem Gasthof des Dorfes, — die letzten der schiffbrüchigen Carawane, da er, je naher sie dem tzltle kamen, seine Schritte unwillkürlich verlangsamt hatte, im den Augenblick, in welchem seine völlige Geldverlegenheit fanh werden mußte, so wett wie möglich hiuauSzuschiedeu. j Ob er'S noch einmal wagte, seinen Schützling um Hilfe an- 1 zugehen, der wenigstens seine Familie kannte? Immer noch weniger peinlich und aussichtslos, als sich au einen stock« fremden Menschen, der ihn möglichenfalls für einen Hochstapler hielt, zu wenden. Wieder neigte er sich bedrückten Herzens zu dem jungen Mädchen: „Fräulein Wilden, Sie wögen sonderbar über mich denken, doch das Geständutß muß gemacht werden —" „Herr Referendar," unterbrach sie ihn, vor Entrüstung bebend, „ich verbitte mir jedes wettere dterbezügltche Wort." Das Herz klopfte thr btS zum Halse, in ihre Augen stieg daS Waffer. Wie sie in die Gaststube hiueingekommen, wußten sie alle beide nicht. Heller Kerzenglauz und würziger Tannen- duft schlugen ihnen entgegen. Die verunglückte Retsegesell« schäft machte eS sich schon in dem warmen Raume bequem und trocknete die naffen Sachen am heißen Kachelofen. Die Wtrthsleute, die der unvermuthete Besuch just bet der Weih- nachtSbescheerung überrascht, hatten eiligst den brennenden Chrtstbaum in die Gaststube getragen, um den Ankömmlingen einen behaglichen Empfang zu bereiten, über welchen diese durch die animirte Stimmung, in der sie sich befanden, qutttirten. „Erich! — Helene! — Wo in aller Welt kommt Ihr zusammen her?" drang da plötzlich eine bekannte Stimme an thr Ohr und vor thneu stand eine junge Dame mit kurzgeschorenem braunem Haar, im knappen, englischen Reise- coftüm und lachte, daß ihr der Athem vergehen wollte. „Agathe!" stammelte auch Erich, „Du — hier?" „Lieber Gott," erwiderte sie, mit den Fingern knipsend, „ich wollte mich 'mal auf meine Weise amüflreu. Da bin ich der Tante während ihres Mittagsschläfchens auSgerückt und eigenhändig mit dem Schlitten fortkutschirt, um meine Freundin auf der Obersörsteret über Weihnachten zu besuchen. | Die Biester aber, die Braunen, wollten in dem Schnee nicht von der Stelle und wir blieb nichts weiter übrig, als im ersten besten Gasthof abzuwarteu, bis die Wege beffer werden. — Na — und Du . . .?" Erich dachte wieder an seine fünfzig Pfennige und sah die Cousine verzweiflungsvoll au. „Ich bin ebenfalls jämmerlich gestrandet . . . Agathe," er zog sie bei Sette, „ich . . . ich muß Dir ein Geständuiß machen —" Sie maß ihn mit hochfahrenden Blicken. „Ditte, Erich, laß das. Die Thatsoche, daß ich fortgefahren bin, um Deinem Weihnachtsbesuch zu entgehen, ^sagt Dir, meine ich, wie ich über die Dinge denke, die Du mir anvertrauen willst. Wie kannst Du Schwärmer auch gerade auf die verrückte Idee verfallen, mich tolles, ausgelassenes Ding Heiratheu zu wollen! Deine hübsche Begleiterin da, die sanfte Helene, mit der Du unterwegs Bekanntschaft gemacht zu haben scheinst, wäre eher was für Dich." Erst allmälig ging dem Referendar ein Licht auf über das große Mißverstäudoiß, daS zwischen ihnen waltete, und er hatte Mühe, den Fluch gegen alles Weibliche, der ihm auf deu Lippen schwebte, zu unterdrücken. In demselben Mißverständniß also war Fräulein Wilden befangen gewesen bet seiner vorsichtigen Einleitung zu dem Geständntß seines Geldmangels. „Hol der Teufel die Mädels alle!" dachte er, „ob fie blond oder braun, sanft oder wild find, — da- Lieben und Heiraihen bleibt doch ihr erster Gedanke." ES kochte in ihm, doch sich zu eifiger Kälte zwingend, begann er: „Verzeih, theure Cousine, wenn ich Dich über einen erheblichen Jrrthum aufklären muß. DaS Gestäodniß, das ich Dir zu machen beabsichtigte, betraf lediglich meinen fichtigten Reformen ist Gegenstand eine» MtinungSauStanscheS der DreibundmLchte. velgrad, 23. December. Die Minister-Kris iS ist wieder acut geworden. Heute findet ein Ministerrath statt, in welchem diesbezügliche Beschlüffe gefaßt werden sollen. Berlin, 24. December. Der Kaiser hat de« vernehmen nach sein Erscheinen zur EnthüllungSfeier deS Kaiser Wilhelm Denkmals in Köln zugesagt. Die Enthüllung de» Denkmal» wird im Sommer stattfitzden. Berlin, 23. December. Die „Nordd. Allgem. Ztg." dementirt auf Grund ihrer Informationen die Nachricht de» „Reichsboten", wonach die ttirchenbehörde fich bet der Staatsregierung ernstlich, aber anscheinend ohne Erfolg be- mühte, auch den Geistlichen eine BesolduugSerhöhung zu erwirken. Berlin, 24. December. Einem Wiener Telegramm der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge dementirt der serbische Gesandte tu Wien, Simice, die Meldung der „Köln. Ztg.", nach welcher er abgelehut hätte, tm Falle einer Minister« krtfiS die Bildung des CabinetS zu übernehmen, weil der König eutschlofieu wäre, die Armee dem Einfluß der Regte« rung zu entziehen. Bisher sei weder von einer CabinetS- bildung durch Simice, noch von der erwähnten Armeefrage die Rede gewesen. Ueberhaupt sei keine Miutsterkrtse im Anzug. Stallnpönen, 24. December. In dem Zimmer de» an Epilepsie leldenden CommiS Tidick brach Feuer au», wobei Ttdick verbrannte. Loudon, 24. December. Lord Rüssel» Villa in Maiden- head ist total ntedergebrannt. Angesicht» der zahlreiche« Drohbriefe seit dem Prozefie gegen Lady Scott vermuthet mau Brandstiftung. Mailand, 24. December. Wie dem „Sera" au» Bart gemeldet wird, erschoß tu einem EaföhauS zu Pompilto gelegentlich eines WortftreiteS ein Ftnanzwächter zwei Bürger und einen Schutzmann. Der Attentäter wurde von der Menge gelyncht. Sechs Verhaftungen find erfolgt. Gießen, den 24. December. •• Orffenttiche Anerkennung einer edlen That. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Schornsteinfeger Heinrich Bernhardt aus Büdingen in Anerkennung der von demselben mit Muth und Eatschlofienheit, sowie unter eigener Lebensgefahr auSgesührten Rettung deS Schornsteinfegers Wilhelm Schrön zu Weisenau am 11. September l. I. vom Tode des Erstickens die Rettungsmedaille zu verleihen. *♦ Bon der Universität. Die theologische Facultät der LandeSuniverfität hat am 23. December, als an seinem 70. Geburtstag, dem Herrn Wirkl. Gehetmrath Ludwig Hallwachs Exc. zu Darmstadt die Würde eines Dr. theol. hon. causa übertragen. DaS Diplom hebt besonders die Verdienste hervor, welche Herr Hallwachs fich um die Förderung der geistlichen Mufik als langjähriger, ebenso sachkundiger wie thatkräftiger Vorsitzender deS Verbandes der evangelischen Ktrchengesangvereine in Deutschland, im Besonderen auch In Hessen, hier ferner um die Schaffung deS neuen Ehoralbuchs u. A. erworben hat. •*B. Geschichtliches an» der Vaterstadt. Bei der Bedeutung, welche einer Gasanstalt in der Gefammtentwickelung einer Stadt zukommt, darf daran erinnert werden, daß heute vor 40 Jahren — am Weihnachtsabend 1856 — der Betrieb des hiesigen Gaswerks eröffnet wurde und erstmals unter freudiger Thetlnahme der Bevölkerung die Straßenbeleuchtung mittelst Gases erfolgte. Die Gasanstalt wurde von dem namhaften Gasindustriellen L. A. R i e d t n g e r in AuSgSburg erbaut, auSsührender Ingenieur und erster Director deS Werkes war Herr John Tebay. Während de» nunmehr 40 jährigen Betriebes des Gaswerks hat sich der Gasverbrauch, welcher in der ersten Zett jährlich etwa 100000 Cubikmeter betrug, bis jetzt beinahe verzehnfacht, momentanen pecuniären Nothstand, bei welchem ich auf die gütige Intervention meiner reichen Base hoffte. Im Ueb- rtgen sei verfichert, daß ich, wenn ich mich nicht als Mann von Ehre durch die der Tante gemachte Mittheilung gebunden gefühlt hätte, längst unterwegs wieder umgekehrt wäre, um meinerseits dem geplanten WeihnachtSbesuch zu entgehen." Er hatte die Cousine als echte Evastochter durch seine Aufrichtigkeit zu vernichten gedacht, — die aber rief ganz glückselig: Also Du willst mich garnicht, Erich? Du willst mich nicht?" • „Nur einen Vorschuß von etwa zwanzig Mark will ich." „Sollst Du haben und doppelt, dreimal, fünfmal so viel, — nein Weihnachtsgeschenk, wenn Du'S nicht Übel nimmst. Bin ja so froh, von dem ewigen Drängen der Tante, Dich zu heirathen, erlöst zu sein! — Du aber, Vetter," sie betrachtete ihn prüfend, „Du geh nur hin und tröste Deine Helene; denn daß Du'S der augethan, hab' ich doch auf den ersten Blick gesehen." „Pardon," entgegnete er zögernd, „Du irrst schon wieder. Fräulein Wilden scheint, aus einigen von ihr gethanen Aeußerungen zu schließen, mit ihrem Vetter verlobt zu sein." Agathe erbleichte. „DaS kann sie nicht geäußert haben, — ich ... ich glaub'» nicht!" Und mit dem Fuße aufstampfend rief sie: „Auf der Stelle gehst Du hin und erklärst ihr Deine Liebe, — dann wird'» ja klar werden." „Aber ich denke ja gar nicht daran, mir von Dir Vorschriften machen zu lassen." „Thuft Du'S nicht, so besorge ich'S I" Damit 'war sie au HeleneS Seite und zog dieselbe in ein Nebenzimmer. Nach zehn Minuten tief sie den Vetter hinein und legte indem da» Werk nahezu vor 1 Million Cubikmeter Jahresproduktion steht. Unsere erste Straßenbeleuchtung mit Ga» umfaßte etwa 200 Laternen, gegenwärtig versorgen 542 Gaslaternen die öffentliche Beleuchtung. Die häusliche Beleuchtung, welche in der ersten Zeit des Betriebes nur einige hundert Gasflammen zählte, ist inzwischen auf etwa 9800 Flammen angewachsen- ferner werden noch mit GaS versorgt: 740 Schlauchhahnen für Koch« und HeizgaSeinrich« hingen und 35 Gaskraftmaschinen mit 85 Pferdestärke» täglicher Betriebskraft für Fabriken und Werkstätten. Seit dem Uebergang de» Werkes in den Besitz der Stadt hat dasselbe eine durchgehende Erweiterung erfahren, welche es in den Stand setzt, täglich 6000 Cubikmeter GaS zu erzeugen. Am SamStag, 12. December dieses Jahres hatte das Werk feine größte bis j'tzt fiattgehabte TageSabgabe mit rund 5100 Cubikmeter GaS erreicht. — Möge das Werk auch fernerhin zum Nutzen der gesammten Einwohnerschaft sich entwickeln und gedeihen? ** 3m Panorama bleibt die Serie „Belagerung von Paris 1870/71" bis Samstag Abend den zweiten Feiertag ausgestellt. Bon Sonntag, den dritten Feiertag ab, gelangt eine Wanderung durch Berlin zur Ansicht, ferner die Gewerbe-Ausstellung von diesem Sommer mit den Sonder- auSftellungen. Wer die Ausstellung diesen Sommer gesehen, wird sich an manches Vergnügen beim Anblick dieser naturgetreuen Abbildungen erinnern. Wer die Ausstellung gar nicht besucht hat, dem ist jetzt ein billiger Ersatz im Panorama geboten. •• Bahnunfall. Der um 5 Uhr 10 Minuten gestern Nachmittag abgehende Zug nach Caffel hatte hinter Cölbe das Mißgeschick, daß eine Wagen - Kuppelung zerriß, ohne daß eS auf der Locomotive bemerkt wurde, so daß die Maschine mit einem Theil deS Zuges nach Kirchhain fuhr, während der größere Theil deS Zuges nach Marburg zurück wollte. Die Panik der darin befindlichen Passagiere war ungeheuer, manche wollten herausspringen, doch soll daS Mißgeschick ohne weiteren Unfall verlaufen sein und für die betr. Reisenden nur eine Stunde Verspätung verursacht haben. ** ©emeinbeöeuer. Nach einer Entscheidung deS Ber- waltungsgerichtShosS unterliegt Einkommen au» nicht hessischem Grundbesitz oder Gewerbebetrieb in Heffen nicht der Communalsteuer. Der deutsche Lehrerverei« feiert am 28. December sein 25jährigeS Bestehen. Er hat sich das edle Ziel gesetzt, die Volksbildung durch Hebung der Volksschule zu fördern. Diesem Ziel hat der Verein in den ersten 25 Jahren seines Bestehens mit nie ermüdender Energie nachgestrebt, wie dies am besten aus den Programmen der deutschen Lehrerversammlungen zu ersehen ist. Die erste dieser Versammlungen fand 1876 in Erfurt statt; eS folgten mit zweijähriger Unterbrechung die Lehrertage in Magdeburg, Hamburg, Caffel, Görlitz, Hannover, Frankfurt a. M., Berlin, Halle, Stuttgart und Hamburg. Möge der Verein auf der beschrittenen Bahn rüstig weiterarbeiten zum Wohl unseres Vaterlandes! Die Ergebnisse der Volkszählung vom 2. December 1895 im Großherzogthum Hessen liegen nun vor. Danach waren an diesem Tage anwesend in Starkenburg 444,562, in Oberheffen 271,524 und in Rheinhessen 322,934 und im ganzen Großherzogthum 1,039,020 Personen (522,504 weibliche und 516,516 männliche). Die Zunahme der Bevölkerung in Heffen gegen 1890 betrug 46,137 Personen ober 4,65 pCt., die männliche Bevölkerung betrug mehr 24,168, die weibliche mehr 21,969. Die Zahl der Haushaltungen in Heffen betrug 222,858, die der bewohnten Wohnhäuser 146,024. Warnung vor Zuzug nach Berlin. Um dem planlosen, leichtfinnigkn Zuzuge Stellung suchender Personen nach Berlin thunlichft vvrzubeugen, warnt das Polizei Präsidium Berlin in einer Bekanntmachung wiedrum alle Personen, welche in Berlin oder von dort aus außerhalb Berlins in einen Dienst treten wollen, eindringlich vor dem Verlaffen ihres bisherigen Wohnortes, bevor sie nickt eine ganz genau bestimmte Stellung in Ausfiast haben. Namentlich werden die Stellungsuchenden darauf hingewiesen, Reverse und andere kurz und bündig die Hand deS tief erglühenden Mädchens In die feine. „So — und jetzt verlobt Ihr Euch, — aber schleunigst! — Erich, was für ein bodenloser Dummkopf Du doch bist?" Er zog seine Braut an seine Brust und dachte gar nicht mehr daran, daß sie nur eine Gouvernante war, die er nicht für voll ansah. „Meine Helene! — und Über die mißglückten Geständnisse, die Dich so empörten, bist Du nun aufgeklärt?" Und sie lächelte und flüsterte: „Mußten fie mich, so wie ich sie auffaßte, nicht empören, da ich da» Gerücht kannte, daS man in allen Kaffeekränzchen von Z. colportirt, daS Gerücht, daß Helene und ihr Detter Referendar so gut wie verlobt sind? — Und meinetwegen wollen Sie . . . willst Du eine Million aufgeben?" „Still davon," versetzte er. „Ich werde solide werden und sparen lernen, und wenn wir ein paar Jahre warten, werden wir auch ohne Million glücklich werden. — Doch der Vetter, auf den ich so eifersüchtig war?" „Wollte mir unterwegs ungestört sein Herz Über seine unglückliche Liebe zu Agathen ausschütten, damit ich ihm bei ihr helfe. Er hat keinen Muth, um die reiche.Erbiu zu werben." Agathen» strahlende» Gesicht aber bewie», daß Helene» Hilfe ihre Dienste gethan, und der Hausknecht erhielt noch selbigen Abends eine WeihnachtSgratificatiou in Gestalt eine« Trinkgeldes, dessen Höhe seine kühnsten Phantasien überstieg, für die Beförderung dreier Telegramme, eins an HeleneS Mutter, eins an AgathenS Tante und eins an den schüchternen Vetter — und alle drei enthielten Gestäudniffe. Schriftstücke, wenn überhaupt, so doch nur nach aufmerksamer Prüfung deS Inhalt» zu unterschreiben. Dienstbücher und Legitimationspapiere sollten überhaupt nicht au» der Hand gegeben und nur bea Herrschaften bezw. Arbeitgebern vorgelegt werden. •• RenjahrSbriese. Wir haben schon häufig darauf auf- merksam gemacht, daß eS zur Sich erun g einer schnellen Beförderung und Bestellung der Postsendungen, namentlich zur NeujahrSzeit, von größter Wichtigkeit ist, wenn der Bestimmungsort auf den Postsendungen möglichst deutlich unten rechts in der Ecke m't großen lateinischen Buchstaben vermerkt, und unterhalb dieser Angaben außerdem die Wohnung der Empfänger recht genau, d. h. nach Straße, Hausnummer und Lage — ob eine oder zwei Treppen rc. — niedergeschrieben wird. Au» der Aufschrift muß auch die Lage de» Bestimmungsorte», namentlich bei weniger bekannten Olten, unzweifelhaft hervorgehen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe de» Staate» und bei größeren Staaten de» politischen Bezirk» (Provinz, Regierungsbezirks), oder auch die Angabe von größeren Flüffen („an der Oder", „an bet Elbe", „am Rhein", „am Main" rc.) ober von Gebirgen („am Harz", „im Odenwald" rc.) Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie „in Thüringen", „in der Altmark", „im Rheingau" rc. für den Zweck geeignet. Bel Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt Ist auf der Adresse außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch die Bestell-Postanftalt anzugeben. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Ein Verzrichnlß ber gleichnamigen ober ähnlich lautenden Postorte kann zum Preise von 15 Pfg. bei jeder RelchS-Postanstalt bezogen werden. Liegt der Bestimmungsort einer Postsendung in einem fremden Postgebiet, so ist bei den weniger bekannten Orten auch da» Land oder der LaudeSthell auf ber Abresse anzugeben. Bei Briefen nach Berlin ist, außer ber Wohnung deS Abreffaten, ber Postbezirk (P., N.O. rc.), in dem die Wohnung fich befindet, auf ber Abreffe hinter ber OrtSdezeichnung „Berlin" zu vermerken. Die genaue Beachtung biefer Punkte trägt zu einer beschleunigten Beförberung ber Postsenbungen wesentlich bet und liegt baher in erster Linie int eigenen Interesse ber Absender. Schließlich wollen wir, um nochmal» auf den NenjahrSverkehr zurückzukommen, nicht unterlaßen, den Absendern von NeujahrSbrlefen den möglichst frühzeitigen Ankauf der erforderlichen Freimarken und die Absendung ber Neujahrsbriefe nach Auswärts einige Tage vor Neujahr drlngenb ans Herz zu legen. Denn erfahrungsgemäß ist ber Andrang an den Postschaltern am 31. December ein so ungeheurer, daß eS trotz der umsaffendsten Vorkehrungen der Poftbehörbe oft nicht zu vermeiden ist, wenn an diesen Tagen Stockungen am Schalter eintreten. Wer also zur Srlangung seiner Freimarken nicht längere Zeit am Schalter stehen will, was gerade nicht zu den Annehmlichkeiten gehört, der mache seine Einkäufe schon einige Tage vor Jahresschluß. Bob Nauheim, 23. December. An Herrn Bürgermeister Wörner gelangte heute Mittag 12 Uhr nachstehende» Danktelegrawm von Seiner Königlichen Hoheit dem Groß- h erzog e. Darmstadt, den 23. December. Sehr erfreut durch Danksagung, leider verspätet erhalten. Kann nur wiederholen, nehme aufrichtigen Antheil an der Jubelfeier und wünsche von Herzen für kommende Zelten, meinem lieben Bade Nauheim Blühen und Gedeihen. Ernst Ludwig. E. Echzell, 23. December. Während bei un» nach rote vor die billigen Brobpreise fortbestehen, hört man ander- wärt» vom Preisaufschlag. Unsere Bäcker suchen fich durch Lieferung von guten billigen Maaren hervor zu thuu und das ist sehr löblich. Die Concurrenz hat doch ihre gute Seiten. Daß fie aber auch unangenehm werden kann, mußten unsere Geflügelhändler unangenehm empfinden. Ein auswärtiger Händler warf 10000 Stück Gänse auf den Frankfurter Markt und gab Stück für Stück zu 4 Mk. ab. Dadurch sanken die Preise rasch von 70 Pfg. bis auf 58 Pfg. Die Consumenten sahen aber bald, daß bet Ramsch- woaren nicht viel zu gewinnen ist. Eine auf natürlichem Wege gemästete Wetterauer GanS ist 30 bi» 40 pCt. mehr werth hinsichtlich ihrer Güte, als ein au« irgend einer Ecke aufgetriebener Bratvogel. Wie da« Geld, so die Waare' Manche Hausfrau ist vielleicht recht dankbar für diesen Wink. Da» Billigste ist in der G-flügelbranche unter zehn Fallen neun Mal daS Theuerste. Und wie ärgerlich ist e», wenn man an einer mageren zähen Gan» fich abmühen muß. Daher erst die Augen auf und dann den Beutel. Vergnügte Feiertage! Nleder-Ohmen, 19. December. Gestern Abend wurde in der hiesigen Molkerei, welche eine Strecke vom Orte entfernt liegt, eingebrochen. Der oder die Einbrecher hatten eine Fensterscheibe eingedrückt, den Riegel weggeschoben und waren durch das offene Fenster eingeülegen. Die Thüre zur Wohnung deS Meier» war gewaltsam geöffnet worbe». Außer der zerbrochenen Fensterscheibe und der zertrümmerte» Thüre ist durch den Einbruch der Molkereigeselljchaft kein Verlust entstanden. Nur ein Kästchen mit Briefschaften war durchwühlt. Der ebenfalls in der Molkerei wohnende Buchhalter war kurz nach 10 Uhr helmgekehrt und hatte nickt» Verdächtige» bemerkt. Gegen 11 Uhr kehrte der Meier heim und sah da» Vorgefallene. Jede Spur von den Thätern fehlt. AlSfeld, 21. December. Seit einigen Jahren clrculiren die Bücher der KreiS-Jugendbibliothek au» fauitären Giünden im Kreise nicht mehr. Um aber daS vorhandene ieie« bedürfniß mit guten Schriften zu befriedigen, find in ver- schiedenen Gemeinden de» Kreise» auf Veranlassung Großh. KretSschulcommisfion, welche deshalb einen Cata » i,r i-S-- 6on ok» o «atie f11 «»* * Va>L MtWSf'W40 d-° * «i4* “"‘.."am mW” nun 10 Landit und S-Z r'SxS: f’ >»d Mich Bei der Redaction sä». * Wir machen hlermit btfar derConsum-Bertin der Weser-Hütte, tingelragi nossenschast mit unbeschränkt, pflicht, mit dem 31. Decemb kraft Generalversammlungöb vom 11. und 20. Novemb gelöst iß. Gleichzeitig fordern wir bi biger unserer Gesellschaft ai bei der Genossenschaft zu me Lollar, den 21. Decembe Der Vorstand des Consnm - Vereim Main-Weser-Hüti eingetragene Genossenschaft H. Knörr. Heinr. R> Chr. Ullmann. Wt. Michth Freibank. Henle und Monte Ochsenfleii W labenrein, pr. Pst. Stfimeinpffpi woenretn, per Pst. 4} MSV dtnÜ7"tsra, Mm?“ ton n'S'.’J'totnb«. 3 i« • ® ■i i* •< r a r mit fr11’'® ' fei in htm 8üxgnwdßfi 12 Uhr mchstthntt rn Hohck di» frof1 ber. Sehr echevt km Ittn. Rann nur ick gtll an der IM »wende Zetten, n® nb Gedeihen. Trust i!ad»!- lhrend bei uni^-1 d-°, h»'i litte Bäcker M • Vaaren heev-r j-^ ncnnenz h-t M •** £ ö genehm T® fc%*- tu»i «*2 1 8»'| #tü ***ff1# 1SÄ* M»° ®gW*j litt ,|W Wl ’ M »( fl* ’n«’*' w2 vtie«-. «Ht aus 7« 6M ’ Mh*?nelhn ?^'Ä!S iS-* LL- * i nk fllh * / -’n dn Mvnl- fr «"Ml* °^°stnlt ist auf 7"ungr°ne noch die es wit de« Best«», ^'"be Postorte, Eezrichwutg betzu. 1Böi0en oder LHM ■«* Mite {8 ter 8(|ilfflfflünali tu Pvstgebtet, f0 N tat Lwd oder »ite. Lei fttyu 1 der Adrestoten, do Wohnung stch befich Wg „Berlin" zu Punkte trägt ju r: »düngen wesMtz eigenen Jntneffe in lw nochmals ans du l unterlassen, bro ». lichst frühjetti-kli reimarkea und dir Swart- einige Lage zu legen. Denn erden Postschaltern am I trotz der umsassendsttn icht zu vermeiden ist, im Schalter eintreten. imrktn nicht längere ende nicht jn den 8n- Llnkach schon W der beste» Jügevdschrifteu vertheilt hat, Jugendbtbliothekeu entstanden, die von Alt und Jung fleißig benutzt werden. V. Haß dem Vogelsberg, 23. December. Seither wurden schon schöne Preise für unser Fichtenholz bezahlt und zwar von der Zellftoffsabrtk Waldhof an der Bahn von Frankfurt nach Mannheim, nahe bei letzterer Stadt gelegen. Diese Zellftofffabrtk beschäftigt 4000 Arbeiter. Hieraus kann man ermesien, welche gewaltige Holzmafleu sie verbraucht, aber nicht bloS aus dem Vogelsberg, sondern auch aus dem Schwarzwalde, den Vogesen und dem Odenwalde. Da ist nun in Alsfeld ein anderes Geschäft, daS sehr große Mengen Fichtenholz verbraucht und noch bessere Preise zahlt, als die Waldhoser Zellftoffsabrtk. Mau kann sich denken, daß diese PcetSbefferung lebhafte Genugthuung hervorruft: bet ch«n Waldbefitzern, weil sie ihre Erzeugniffe beffer verwerthen können, wodurch der Staat, die StandeSherreu, die Gemeinden und die Privatleute kräftigere Fällungen vornehmen. Bei den Waldarbeitern zeigt sich größere Befriedigung, weil die fiscaltschen Forstarbeiten sehr rasch von Statten gehen «nb daher nach Neujahr nicht mehr viel Verdienst übrig wäre, waS jetzt nicht eintritt, denn die Arbeiten endigen nicht so schnell. Bet dem Publikum allgemein zeigt sich Befriedigung, weil mehr Geld und Verkehr in unser Gebirge komme. DaS verdanken wir der Concurrenz. Bei der Redaktion eingegangene Bücher re. « Ftdrettung zur 50jährigen Jubelfeier deS großen Sprudels zu Bad-Nauheim. Die reichhaltige und schön ausgestatiete Festnummer «ntbält neben einem reichen, das Ereigniß behandelnden Stoff eine große Anzahl trrfflicher Bilder und ist für Alle, die sich für unser Nachbarbad tnteresftren, von den Herausgebern Peter Muth in Bad-Nauheim und Wilhelm Wagner daselbst zu beziehen Auszug ans teu der Stadt Siehe». Uafgavott. December: 14. Wilhelm Adolf Bernhard Bahr, Bureaugehilfe dahier, mit Clara Zöller zu Gießen. 20. Heinrich Hahn, Taalöbner zu Rödgen, mit Margarethe Münch zu Ltch. 21. Heinrich Möller, Taglöhner zu RonSbausen, mit Anna Katharine Noll daselbst. 21. Johs. Reuichling II., HilfSbremser zu Klein-Linden, mit Eliiabethe Damm zu Gießen. 23. Franz Friedrich Theodor genannt Richard Reinhardt, Musiker zu Oderrad, mit Elisabeth« Roß daselbst. G-aschttatzaagaa. December: 19. Heinrich Klein, Viehhändler dahier, mit Elise Schmidt Hierselbst. 19 Konrad Spies, Maurer dahier, mit Karoline Bechthold Hierselbst. 22. Heinrich Karl Fö'ster, Schlosser dahier, mit Kaiharine Klemann Hierselbst. 23. Heinrich Kratz, Stations- Assistent dahier, mit Katharine Karoline Einstine Wilhelmine Anna Maria Rapp von Nieder-Gemünden. 23. Victor Joseph Pülcher, Mosaikarbeiter auS Povo, mit Elisabethe Helene MauS aus Offenbach am Main, wohnhaft zu Gießen. •iBDtttM. December: 15. Dem Schuhmacher Karl Stumpf eine Tochter, Katharine. 16. Dem Schreiner G-org Haubach eine Tochter, Erna Käthe Ottilie. 16. Dem E'sendreher Heinrich Ti anker eine Tochter, Katharine. 19. Dem Culturinspector Philipp Wißmann ein Sohn. 19. Dem Gendarm Heinrich Becker ein-Tochter. 19. Dem Sergeanten Konrad Löchel ein Sohn, Heinrich E'nst Wilhelm. 20. Dem Schaffner Reinhard Kling ein Soho. 21. Dem Kaufmann Levi Stern eine Tochter. December: 19. Jacob Reichardt, 23 Jahre alt, Knecht von Wehrheim. 19. Elisabethe Kiefer, geb. Leist, 78 Jahre alt, Wittwe von Valentin Kiefer von Horchbeim. 20. Margarethe Jakob, 53 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Nicolaus Jakob zu Kaulstoß. 21. Fritz Sander, 27 Jahre alt, Bergmann von Salchendorf. 21. Katharine Müller, geb. Ettling, 64 Jahre alt, Wittwe von Schuhmachermeister Wilhelm Müller dahier. 21. Agnes Christes, 3 Wochen alt, Tochter von Joseph Christes zu Silberg. 22. Johannes Weber, 23 Jahre alt, Bäcker von Kesselbach. 23. Ricka Rosenthal, 36 Jahre alt, von Braunfel«. 23. Käthchen Dina Lind, 1 Jahr alt, Tochter von Dienümann Eduard Lind dahier. 23. Emllie Krug, 9 Jahre alt, von Alsfeld. Gottesdienst in der Synagoge. o SamStag den 28. December. Vorabend 4 Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, SabbathauSgang 5U Uhr. Gottesdienst der iSraelttischm Religionsgesellschaft. Freitag Abend 4ro Uhr, SamStag Vormittag 8“ Uhr, Nachmittag 3 Ubr, SabbathauSoang 5W Ubr. Nachmittag 2“ Uhr Schrifierklärurrg in der Synagoge. Wochengottesdienst Morgens 718 Uhr, Abends 4» Uhr. Derfetyr, Land- unb Vottsrvirthschaft. tfimfetttf. 23 December. Fruchtmarkt. Rother Wetz« A 13,60, weißer Weizen A 00.00, Korn A 9.65, Gerste A 7.26, Hafer A 5.65. UDMnohorn-QQlllQ — nur ächt, wenn btrect ab meiner ncmicuci IpQClUC Fabrik n bezogen - fchwarz, weiß und faibiz, von 60 Pf. bisMk. 18.65 per Meter —glatt, gestreift, farrirt gemustert, Damaste rc. (ca. 240 oersch Qual, und 2000 veisch. Farben, Dessins rc.). porte- and steuerfrei Ins Hais. Muster umgebend. Durchschnitt!. Lager: oa. 2 Mill. Meter. 8694 Seiden-Fabriken 6. Henneberg (k. a. k. Hoti.), Zürich. Knnst-Ansstellung, i:if» nähme des Samstags, von 11 bis 1 Uh-, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. eonatag* ununterbrochen von 11 bis 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nlchtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Kinder- 3 Kindermädchen. UN- 11200 II. Empfehlungen. °2 L Vermischte Anzeigen. Pb. Bob. 11197 11175 Frühstück: Höschen, Golperfleisch mft Kraut. Bäcker. Tapezier. 1 1 5 Hausburschen. 1 Schweizer. 7 Taglöhner. 1 Aushilfskellner. S N ’S® < S^i 5^ K s Zu den Feiertagen bringe meine behaglich eingerichteten Localitäten in empfehlende Erinnerung. Hochachtungsvoll Vom 21. bis Elrrgebot der Arbeitnehmer. Maiu-Wefer-Hütte eingetragene Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht. G. Knörr. Heinr. Rain Stadt Kassel Am 3. Feiertag von 11 Uhr ab: Wir machen hiermit bekannt, daß der Cousum-Verein der Main- Weser-Hütte, eingetragene. Genoffenschaft mit unbeschräntter Haftpflicht, mit dem 31. December I. I. kraft Generalversammlungsbeschlüffe vom 11. und 20. November aufgelöst ist. Gleichzeitig fordern wir die Gläubiger unserer Gesellschaft auf, sich bei der Genoffenschaft zu melden. Lollar, den 21. December 1896. Der Vorstand des Consnm - Vereins der Oranien - Bräu Restaurant und Caf6 J. W. DieSenbachs Punsch - Essenzen f ) Wäsche. ^ettseifeÜl°6W V ist die beste SeifE zur \ 2 Weißbinder. 1 Schreiner. 1 Fahrbursche. 1 Pferdeknecht. 4 Dienstmädchen. 1 Comptorist. —ErifMBir^i BehördlicheAnzeigen Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstratze 2. Chr. Ullmann. inss Wassersucht „'ÄÄ,0d«°»I F. Nardenkötter, Sudmühle, Westfalen. | Stadt. Mlachthans. Freibank. 11149 Heute und Montag: Ochsensteisch atcht ladenrein, pr. Psd. 54 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfungrr Fox-terrier (tot it entlaufen. Dor Ankauf wird gewarnt. Nachricht erbeten Bleitdstraste 28. I. ^^Stelleri^\ngebote.^ j (Rpfrlfht ein junger Manu Vyi|UUJl mit schöner Hand- schrift für» Bureau. Offerten mit Gehaltsansprüchen unter 8.1 an die Expedition d. Bl.____________11103 11208] Schreinerlehrttng gesucht H. Sack, Große Müblgaffe b E» ladet ein Der Vorstand. Aushütfskeü'ner gesucht. 11209 „Znm Lahnstein." Arbeiterinnen für dauernde Beschäftigung gesucht. 11104 Hermann Heß. Lehrling 10902 für Manufaciurwaaren Geschäft per 1. Januar gesucht. Offerten unter 500 an die Exped. d. Bl. erbeten Ein tüchtiges vieußmädcheii per Januar gesucht. frtatt Sanrad Dietz, 11184 Hchulstraße 10._______ Stein’s Saalbau. Am 2. und 3. Weihnachtsfeiertag: Große Concerte ausgeführt von der 11091 Sipelt des M-Egte. £«tftr Wlltzel« (2. fitff.) Ur. 116 unter persönlicher Leitung de» Großh. Musikdirector» Herrn C. Krauße. Anfang am 2. Aeiertage nm 4 Ahr. Kntr^e 50 Afg. Anfang am 3. Itiertage nm 4 Ahr. Hntr^e 30 Afg. Am dritten Feiertage: Bier per Gla» 12 Pfg. Zur Aufführung kommen: Ouvertüre Oberon (Weber). Die diebische Elster Rossini). Fantofie f- Violme (Ahlardt). Die TeufelSzunge, Solo f. Trompete. Arie aus Belisar (Posouneniolo) DonizeM, Fantasie a. Bn»a mit thebische» Trompen WeihvachtSgesang (Machts). KrShliche Weihnachten, Toxi gemälde («ödet). rc 11209 9C Einmalige *E Aufführung des Weihnachls-Ieflfpiets „Christnacht“ von Hans Herrig dargestellt von Einwohnern Marburgs am Sonntag, den 27. December 1896, Aachmittags 4‘/2 Ahr, ihm im Stadttheater zu Gietzeu. Preise der Plätze im Vorverkauf: Sperrsitz 2 Mk., 1. Parquet 1.50 2. Parquer 1 Mk., Estrade 1.50 Mk., Stehplatz 75 Pfg., Galerie 75 Pfg., in der MusikalienhandlungvonHerrn Ernst C h a l l i er. Bäuerischer Gesangverein. Samstag (2. Feiertag), Abends 8 Uhr: ttss- Weihnachts Feier bestehend in Verloosung, Concert und Tanz 11178 im Hotel Einhorn. Freunde de» Verein» können gegen ein Eintrittsgeld von 1 Mk. durch Mitglieder eingeführt werden. Der Vorstand. Gießener Zitherkranz. Am zweiten Feiertag, Abend» 6 Uhr präci» beginnend: Weihnachtsfeier mit Zescheernng ans Lonys Bierkeller. Freunde de» Verein» können unter dortiger Meldung beim Vorstände eingeführt werde«. 11189 Der Vorstand. Bürgergesellschaft. Sonntag den 27. December: Weihnachts -Feier in Steins Saalbau. Loose ä. 50 Pfg. sind bei Herrn G. Gerhardt bi» zum Son«- tag den 27. d. Mt»., Nachmittag» 2 Uhr, zu haben. 11188 gMEjT Anfang 8 Uhr.Der Vorstand. werden schnell und elegant angefertigt in der gS. Brühl sehen Univ.-Druckerei^ Schulstrasse 7. DeutscheStahlsedern in vorzüglicher Qualität au» der Fabrik von Brause & Co., Iserlohn, sind vorräthig in allen belferen Schreibmaterial - Handlgn. In Gießen bei 6335 Ernst Balser. Mäusburg. Nedaclirn: 8L EchevdL. — Druck imb Verlag der Brübl'schen UniversttälS.Buch. und Clemdruckern (Pietsch & Ccheyda) m Sichen. §ie heutige Dummer umfaßt 8 Seite«. Aes Weihnachtsfestes wegen erscheint die nächste Aummer Montag Wachmittag. Der ert«« ***f "guiniW JRontaa»- „:,s- S."S »ngklcgl- Amt M Bezug des bas 1. «illieljahr 18« tht. M bisher, wird Tagesereignisse in kurzer «eise zur Kennttnßemer Nachrichten berjiinerlaM ten-Areaus sowie zahlm engem und weiteren $ stets über die Borkommn Lausenden, llnterstütztdurä Oberhessen ansässigeBei iln;eiger" ferner in de Vorgänge in der Provinz zur Kenntlich seiner Le! wird den Begebenheiten gebührende Besprechung zeigers zu Theil werde O^rhessen betriebenen L Anzeiger durch Verössent! wetthen aus dem Gebiete fichtigung zu Theil werd' die Beobachtungen und Wirtschaft, Handel, w. dw Kreis seiner Beh d'reMs Feuilleton Mn ernsteren und heite llnterhaltungsstoff biete „Gießener Familie, zeiger wöchentlich 3ma stets em gewähltes Feu bringen, namentlich ii beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun ihre Bestellung bei der wollen. Neuhinzutteten Bestellung bis 1. Sanna Mül, wie wir auch Nummern nach auswärt ^sern in hiesiger Sta! S, Anzeiger weitersew "’MQuittung e taflKfr tobeMm e Strlag 1 Brühllchz -- In’;,, Mieligstr dm ®Mü brennb Un 6.. .......»",!» »*, $18a"61 8r