8 immer. r plan 9 nmh Giemn, ^8, Friedberg, Coblenz, Deutz, idu, Stockheim, ad Londorf m- bnrtge xum Preise des „Gwener brpkn kann auch bezogen werden. fawjiifc " >«W ÄS 8«öer. bEt Saison. ™t£**8Mtt8 Preislagen. eppiche. Zusendung, «WM* CapitaVien^___ •5s? SBStHSieW Caufgesuche. eth-Gesuche. btrW des Wallibors wi r ab aelucht. Dfferfm rt e erbeten unter S. 100 o Ion d Bl.___— u verkaufen. "W* 278 ErRes Blatt_____Mittwoch den 25 November !8<>e Der Hießener Anjei-rr «rschrint täglich, »rtt AiiSnahme deS Montags. Die Gießener A>a »ttien b titter werden dem Anzeiger rvSchenillch dreimal deigelegt. ießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Vierteljähriger ^Oonncmcntspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutüraßc Zlr.7. Fernsprecher 51. Anrts- und Anzeigeblntt für den Tkvers Giefzen. Annahme van Anzeige« zu der Rachmittag« für de« folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Kamittenblatter. »■ ■■-- — —tut————TT"—11■———TTTHW Alle Annoncen-vureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutscher Aei^sLng. 110. Plen-rsttzung. Montag, de» 28. November 1896. Eing-gangen: Handelsvertrag mit Nicaragua. Die verathung der Justtznooelle wird bei S 103 der Strasproceßacdnuog fortgesetzt. Derselbe handelt von Der Durchsuchung von Wohnungen bei „anderen" Personen, als dem Thäter einer strafbaren Handlung. Abg. Rtntelen (Etr.) beantragt einm Zusatz dahin: Die Untersuchung deS Körpeis einer Person zwecks Verfolgung von Spuren einer strafbaren Handlung gegen den Willen der Person ist unzulässig. Gch. Rath v. Lenthe tritt diesem Anträge entgegen. Die körperliche Untersuchung Anderer sei sehr oft sowohl im Interesse der Venstellung eine« strafba.en Thatbeslandes, wie auch um die Unschuld einer Person festzustellen, nothwendig. Die körperliche Untersuchung weiblicher Personen könne sehr wohl ohne Verletzung der Scham- hafttgk.it erfolgen. Abg. Stadthagen (Soc.), für den Antrag Rintelm, erwähnt reinen F,ll in Mecklenburg-Schwerin, wo ein noch nicht lüjährtgeS Mädchen gegen welches stch ein Schwager vergangen haben sollte, ibr Zeugnih zu verweigern erklärte, gleichwohl aber gegen ihren Willen kV pe-lich untersucht worden sei. Abg. v. Marquardsen (natl.) stellt stch ganz aus den Boden Les ReichSzerichtS-Elkenntnisse« vom 11. M-t 1886, wonach auch gegen Ncchtangeschuldtgte eine körperliche Untersuchung nötigenfalls selbst mit Gewalt erzwungen werden könne, um z. B. ein Sittlich- IeitSoergehen festzust den. Abg. o Gültlingen (R. P) wendet stch gleichfalls gegen den Antrag, besonders im Interesse der Vertheidigung. Abg. Schmidt-Warburg (Etr.) stellt dem ReichsgerichtS- Erkenntniß gegenüber fest, daß $ 103 von Durchsuchung von Räumen, Nicht der Kö per von Personen spreche. Zum Mindesten bedürfe eS -also eineS besonderen Paragraphen, der die Untersuchung auch des Körpers anderer P rionen (als d-s Angeschuldigten) zulaste und zwar unter gewiss.n Lautelen, als Untersuchung weiblicher Personen nur durch Fnrue»» ,c. Geh. Rath o. Lenthe bestreitet, daß es einer solchen neuen Bestimmung bedürfe, da ja der S 103 von den Gerichten schon jetzt ganz zweckmäßig ausgelegt werde. Abgg Förster (Ref.-P.) und Beck (frs. Vp) sprachen gegen den Antrag R-ntelen, aber für eine neue Bestimmung, durch welche $103 mit der bisherigen Rechtsprechung des Reichsgerichts in-Einklang gebracht werde. Mecklenburgischer Ministerial-Rath Langfeld constaltrt, daß in dem von Stadthagen erwähnten Falle vom Justizministerium die rücksichtsvollste Vornahme der Untersuchung des Mädchens und zwar nur durch eine Fran, angeordnet worden sei. Der Antrag Rmtelen wi D angenommen. Zum $ 112, welcher die Untersuchungshaft regelt, erneuert Äbg. F ohme (Soc.) einen schon in dir Commisston erfolglos gestellten Antrag: Der Angeschuldigte solle in Untersuchungshaft nur genommen werden dürfen, wenn dringende Verdachtsgründe gegen ihn ootließen und wenn ferner Thatsachen vorliegen, die ihn dringend der Flucht oder dessen verdächtig machen, Spuren der That vernichten ober Mitschuldige bezw. Z-ugen zu falscher Aussage verleiten zu wollen. Die Thatsachen müssen sich vor der Verhaftung ereignet haben und sollen sctenkundig gemacht werden. Die Zugehörigkeit zu einer religiösen ober politischen Partei solle als Thatsache in diesem Sinne nicht erachtet werden. Namentlich würden lange Untersuchungshaften ohne Grund gegen Socialdemokraten v rhängt, bieftlben seien da lediglich ein Opfer politischer Verfol, ungtzsucht ohme: Beschwerden seien ost genug an die zuständige Behörde ergangen, aber stets vergeblich. Was die politischen Rück- stchten bezüglich der Unie« suchungsbast anlange, erinnere er daran, tote erst unlängst die .Hamburger Nachrichten" die Richter aufgefordert hätten, da« Recht gegenüber ben Socialdemokraten zu beugen. Abg. Staditzagen für den Antrag. Die Untersuchungshaft werde wer weiß wie oft verhängt, weil dem Betreff nden als Social- bemotralen viel oder Jene« „zuzutrauen sei". Von ihm selbst habe eS einmal in einer Urtdettsbegründung geheißen: „Dem Stadlhagen all ständigen Verthetdiger von Socialdemokraten sei die Absicht der Beleidigung znzutrauen." Und da wolle man leugnen, daß die Be- börden und Gerichte die Zugehörigkeit zu feiner Partei als eine besondere „Tiraisache" im Sinne des vorliegenden Paragraphen «nsehen! Rindern noch die Abgg. Dr. Förster (Ref.-P.) und Haußmann (Sübd. Vp.) für den Antrag Frohme gesprochen, wird derselbe geaen die enisckiedene Linke, Die Antisemiten und den anwesenden Polen abgelehnt. Dagegen wird bet $ 114 ein Antrag Frohme angenommen, daß dem Angeschuidigten der Haft'efehl spätestens am Tage „nach seiner Berbaftung" — statt „nach seiner Einlieferung inS Ge- sängniß" — bekannt zu geben fei. Zu $ 137, Vertheidigung, wild ein Antrag v. Stromheck, hinzuzufügen: „Die Vollmachten der Verthetdiger sind im Falle der öff ntlichm K'age stempelfrei", angenommen. Btt S 144, der auch R-chtSkundtge, welche die erste juristische Prüfung b standen haben, sowie nöthigenfallS auch Justizbeamte, die nicht all Richter angestellt sind, als verthetdiger zuläßt, beantragt Abg. Stephan-Beuthen (Etc) tn schwuraeikchllichen Strafsachen nur Rechtsanwälte als Verthetdiger zuzulass n. Den Antrag, den bet Abg. Stephan in Folge eine! von dem Geh.-Rath o. Lenthe erhabenen Bedenkens dahin etnschränkt, daß nur für die Hauptverhandlung vor Dem Schwurgerichte die Bestellung eine! Rechtsanwalts als Verthetdiger oorgeschrteben sein solle, wird in dieser Fassung angenommen. Bei S 150, welcher dem zum Verthetdiger bestellten Rechtsanwalt Anspruch aus Gebühren aus der Staatskasse gewährt, wird aus Antrag Munckel und Strombeck und gegen den Widerspruch des Geh.-Rath o. Lenthe beschlossen, daß den gleichen Anspruch auch der vom Angeklagten gewählte Verthetdiger haben soll in den Fällen der nach S 140 nothwendigen Vertheidigung. Bet $ 152 hat die Commission einen neuen Absatz beschlossen, der die Staatsanwaltschaft ermächtigt, die Erhebung der Klage wegen mangelnben öffentltchen Jntereffes abzulehnen, wenn es sich handelt um leichtere Formen von Hausfriedensbruch, Kö perverletzung, Bedrohung, strafbarem Eigennutz und Sach- Beschädigung. Ein Antrag v. Buchka will diesen Zusatz wieder beseitigen. Geh.-Rath v. Tischen borff erbittet Ablehnung des Antrags. Es gebe doch bet all diesen Straflhalen geringfügige Fälle, wo wirklich kein Anlaß zum Einschreiten im öffentlichen Interesse vorliege. Auch sei ja die Befürchtung ausgeschloss n, baß bte Staatsanwälte in ber Erhebung von Anklagen zulässig sein würben. (Heiterkeit) Hierauf wirb bte Debatte abgebrochen. Weiterberathung morgen 1 Uhr. Schluß 51/, Uhr. Deutsche» Reich. Berlin, 23. November. Einen landwirthschaf t- lichen Sachverständigen hat die Reichsregierung, einer Anregung des Re>ch4lagS folgend, nun auch nach Sidney gefaadt. Die Einrichtung lanbwtrthschaftiicher Sachverstän- diger bei den Kaiserlichen Missionen hat stch bewährt, sodaß der weitere Ausbau derselben beabsichtigt wild. Letzteres soll nach den Absichten der Regierung zunächst in der Weise geschehen, daß den Sachverständigen Gelegenheit geboten wird, häufiger und systematischer zu reisen, um sich an Ort und Stelle über die landwirthschaftlichen Verhältnisse persönlich zu unterrichten. LSolffl telegraphisches Correspoubrm-Bnre««. Berlin, 23. November. Die „Berliner Correspondenz" schreibt: Die Minister für Landwtrthschaft, Domänen und Forsten und deS Innern beabsichtigen, RegterungS- afsessoren, welche sich eingehender mit landwirth- schaft lichen Studien beschäftigen wollen, Gelegenheit zu geben, sich mit dem practijchen Betriebe der Landwtrthschaft auf rationell dewirthfchastelen Staatsdomänen unter der Leitung tüchtiger Domänenpächter befonnt zu machen. Der Minister des Innern ist bereit, den Beamten, soweit eS die dienstlichen Verhältnisie gestatten, einen auf sechs Monate zu bemrffrndeu Urlaub zu ertheilen, welcher, damit er die für die Landwtrthschaft wichtigsten Perioden der FlühjahrS- bestellung, der Ernte und der Herbstbestellung umfasse, auf den Zeitraum von Anfang April bis Mitte October festgesetzt werden wird. Erfurt, 23. November. Der christlich-sociale Congreß Naumann'scher Richtung wurde heute mit einem Hoch auf den Kaiser eröffnet. Etwa 120 Delegirte auS allen Thetlen DcuischlandS find anwesend. In dem Berichte über daS neu aufzustellende Programm betonte Geheimrath Prof. Dr. Sohn- Leipzig, die neue Partei wolle an die Spitze der Arbeiterbewegung treten und ,bte Socialdemokratie ablösen. Sie wolle aber weder den Klaffenkampf, noch wolle sie con- fessivnell sein. Wilhelmshaven, 23. November. Für die Ende dieser Woche hier eintreffende gerettete Mannschaft des Kanonenbootes „Iltis" ist ein großer feierlicher Empfang geplant. Es soll die Vorstellung von Leuten sämmtlicher Martnetheile, Gottesdienst und die Enthüllung einer vom Kaiser gestifteten Gedenktafel für die Verunglückten in der Garntsonktrche stattfinden. Kiel, 23. November. Se. Majestät der Kaiser ist heute Abend 6 Uhr, von Plön kommens, mittelst Sonder- -zuges hier e'ngetroffen und auf dem Bahnhofe von Sr. König!. Hoheit dem Prinzen Heinrich mit de« Prinzen Waldemar empfangen worden. Se. Majestät der Kaiser, der kleine AbmiralSuntform trug und von der zahlreichen Menge begeistert begrüßt wurde, begab sich mit dem Leibarzt, General- arzt Profeffor Dr. Leuthold, und dem Chef deS Marine- CabinetS, Contreadmiral Freiherr v. SeudenBibran sofort an Bord S. M. S. „König Wilhelm", wo Se. Majestät für die Dauer des Aufenthalt- in Kiel Wohnung nimmt. Auf der Fahrt dorthin salutirte die im Hafen liegende Kriegs- flsttr. BreSlau, 23. November. Bet der Stadtverord- «etenwahl tu der zweite» Abtheilung verloren die Freisinnigen zwei Sitze an die Eonfervatioen. Bon den zu wählenden fünfzehn wurden gewählt neun Freisinnige, fünf Conservaiive, ein Centrum. Hamburg. 23. November. 68 wird geglaubt, der morgige Tag werde den allgemeinen Aus st and oder die Bewilligung der Forderung der Schauerleute bringen. Heute Abend 8*/a Uhr findet eine Versammlung der Eweriührer statt, worin sie zum Strike der Schauerleute Stellung nehmen wollen. Bordeavr, 23. November. Bei der gesirigen Kamm erwähl siegte der Socialist Ferrel über DöcraiS, den ehemal'gen Botschafter in Wien. Ferrel verstarb jedoch AbendS plötzlich im Augenblicke der Bekanntgabe des Wahl resultatS. _____________ Depeschen deS Bureau »Herold^. Berlin, 23. November. DaS Kaiserpaar besuchte gestern Vormittag die Friedenskirche in Potsdam und verweilte längere Zeit in stiller Andacht im Mausoleum Dahlbft, wo dasselbe am Sarge K.iise'' Friedrichs Kränze ntcbcilegte. Heute früh begaben sich die Majestäten miilelst Sonderz. geS nach Plön, wo die Ankunst gegen 3 Uhr erfolgt. Dte Kaiserin wird daselbst einige Zeit verweilen, während der Kaiser gegen 51/» Uhr die Reffe nach K>el fortsctzt und daselbst um 6t/2 Uhr Abends eintr fft. Daselbst wohnt der Kaffer der Ei>lhüllung deS Denkmals sür Kaiser Wilhelm I. bet. Morgen wird der Kaiser der Vereidigung der Marine- Rekruten beiwohnen. Berlin, 23. November. DaS Kaiserpaar trfft am Mittwoch in Altona ein und steigt be m Generaloberst Grafen Waldersee ab. Der Aufenthalt wird voraussichtlich mehrere Stunden dauern- Berliu, 23. November. Als künftige Sommer- refidenz unseres Kaiserpaares ist, wie das ^Volk" aus angeblich absolut sicherer Quelle erfährt, Wilhelms- höhe bei Kaffel in Aussicht genommen und zwar auf eine Reihe von Jahren nicht nur zu kurzer Sommerfrische, sondern zu ständigem Aufenthalt an Stelle Potsdams. Berlin, 23. November. Die erste ReichStagS- ComMission, welche nach den Ferien zusommentritt, ist die für Wahlprüfungen, die auf Mittwoch Abend ein- berusen ist. Auf der Tagesordnung stehen die Wahlen der Abgeordneten Reichmuih (Reichsp.), Rother (cons.), Holtz (ReichSp), SpieS (bei keiner Fractiou) uad v. Dziembowski- Bomst (Reichsp.). Berlin, 23 November. Wie auS Wernigerode gemeldet wird, hat heute Nachmittag 2 Uhr daselbst die Beisetzung des verstorbenen Präsidenten deS Herrenhauses, Fürsten zu Stolberg-Wernigerode, stattgefunden. Im Auftrage deS Kaisers nahm Prinz Friedrich Leopold von Preußen, im Auftrage der Kaiserin der dienstthueude Kammerherr Graf v. Köller an der Bestattung Thetl. Ferner waren anwesend Effenbahnmtnister Thielen und eine Anzahl Herrenhaus Mitglieder. Fast alle inländischen und ausländischen Fürsten condolirten telegraphisch. Berlin, 23. November. Wie die „Neuesten Nachr." melden, erfolgt die Ernennung eines neuen Gouverneurs für Deutsch.Ostafrika noch im Lause dieser Woche. Zur Erledigung dieser Angelegenheit bemüht sich Major v Wißmann besonders, indem er mit mehreren inS Auge gefaßten Persönlichkeiten Besprechungen hatte. Berlin, 23. November. Infolge der fortgesetzten Unruhen und Aufstände auf den Philippinen hat der Kreuzer 3. Klaffe, „Arcona", Befehl erhalten, die chinesischen Gewässer zu verlassen und nach der spanischen Inselgruppe zu dampfen. Zu diesem Zwecke ist, wie die „Post" melket, der Kreuzer bereits am 22 d. M. von Hongkong abgegongen, um seinen CourS nach Manilla zu nehmen, woselbst der „Arcona" noch im Lause dieser Woche erwartet wird. Berlin, 23. November. Die Enquete bnr Bäckcrinnurg „Germania", betreffend den MaxtmalarbeitStag, hat ergeben, daß von 500 eingegargenen Frog-bogen nur vier im Sinne deS Max malardettetageS sich äußern. Berlin, 28. November. Hauptmann Morgen vom Grenadier Regiment „Prinz Carl von Preußen" Nr. 12 tritt morgen seine Reise nach Kairo an, von wo er sofort nach dem Sudan aufzubrechen gedenkt, um während seines sechs- monatlichen Urlaub! die englischen s>esestigungSarbeiten und kleinen Plänkereien zu studiren, da vor btr Hand all S ruhig ist im Sudan. Von der ursprünglichen Absicht, ihn bei dem englischen Hauptquartier als Militärattache zu beglaubigen, ist, wie die „Post" hört, Abstand genommen worden, weil es angesichts der noch nicht ganz beseitigten Spannung zwischen dem Auswärtigen Amt hier und dem Cadinet in London inopportun scheine, stch dteserhalb England z» nähern. Haupt- wann Morgen sei vom Kaiser iu Audienz empfangen worden, wöbet der Kaiser ihm Grüße an den englischen Oberbefehlshaber, General Kitchener tu Dongola, aufirug. Frankfurt a. M, 23. November. Wie die „Franks, ßtg.* auS Zürich meldet, siegen bet der heutigen Ge° weindewahl sieben Candibaten der demokratischen und fünf der liberalen Liste. Hamburg, 23. November. Etwa 5000 Hafen» arbeitet striken. Von ihnen haben 3442 Ttrikckarten gelöst und 2655 find verheiratet. Die von England der angetragene H lfe ist dankend abgelehnt worden. Die Hafen» ardeiter von Bremen und Antwerpen haben sich angeboten, diejenigen Hamburger Schiffe, welche mit Strikebrechern arbeiten, nicht mit Kohlen versehen zu wollen. Falls die Rheder nicht vachgeben, soll morgen in den Generalstrike eingetreten werden. Heute arbeiten nur 70 Personen. Rom, 23. November. Der Papst empfing gestern den französischen Botschafter in einstündtger Audienz. Genua, 23. November. 1 50 Italiener find gestern nach Amerika abgeretft. Am 26. d. M. reisen w.itere 3000 nach Argentinien. Bordeaux, 23. November. Eine große Anzahl bedeutender Handelsfirmen ist gegen die Stadt-Verwaltung und die GaS Gesellschaft klagbar geworden, weil ihnen durch den Strike der GaSarbeiter großer Schaden entstanden ist. Loudon, 23. November. „Daily Mall" melden aus Berlin, daß der deutsche Kaiser entschloffen fei, den Reichstag aufzulösen, falls der Marine-Etat nicht angenommen werde. (?) Berlin, 24. November. In der zweiten Sitzung des DelegtrtentageS der deutsch»conservattv en Partei sprachen u. A. Graf M rbach über den Schutz der national productiven Gewerbe, Baumeister Feilsch über die Lage des Kleingewerbes im Handwerk, Jacobekütter Über die neue Handwerks OrgantsationS Vorlage, liebet den letzten Punkt der Tagesordnung Organisation, sprachen Freiherr von Langen und Landrath v. Soeben. Eine Reihe von R-solut onen gelangte zur Annahme. Berlin, 24. November. AuS Brüssel wird dem „Kl. Journ." telegraphirt: Während der „Hamlet"-Borstellung im Alhambra Theater entstand infolge blinden FeuerlärmS eine furchtbare Panik. Die Schauspieler flüchteten von der offenen Scene. Die Zuschauer stürzten den AuSgängen zu. Z-h'r iche Frauen wurden ohnmächtig. Petersburg, 24. November. In die türkische Schuldentilgungs»Commission tritt kein rusfischeS Mitg ied ein. — Schtschtkin verbleibt bis auf Weiteres D rneser deS Ministeriums des Aeußeren. CocaUs rrnd provinzielles. Gießen, den 24. November. * * Zum 25. November. Wieder steht das heffi'che Volk im Begriff, daS gemetnfame GeburlSfeft Seiner König!. Hoheit des Großherzogs und Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin zu feiern. DaS Heffenvolk läßt keine Gelegenheit vorübergehen, ohne erfreuliche B weise seiner Anhänglichkeit an daS ihm angestammte Fürstenhaus zu geben, und noch in diesen Tagen gelegentlich des Besuches unserer Stadt konnte sich unser erhabener LandesfiUst überzeugen, daß nicht nur in seiner Residenz, sondern auch draußen im Londe die Herzen seiner treuen Untertanen ihm entgegenschlagen. Ueberall finden sich in Vereinen und bet besonders veranstalteten Festlichkeiten die Staatsbürger auS allen Ständen zusammen, um den das ganze Volk beseligenden Gefiihlen und Empfindungen der Treue Ausdruck zu geben. DaS hessische Volk ist so eng mit seinem Jürstenhaufe verbunden tote selten ein zweites, seit Jahrhunderten darf eß seine Fürsten zu den besten zählen und heute freudig sich dem Gefühle hingeben, daß unser Großherzcg Ernst Ludwig keinen Schritt abgewichen ist von der Bahn seiner Vorfahren, von dem Bestreben, allen seinen LandeSkindern ein guter Landesvater zu fein. Die Gefühle, die das hessische Volk für seinen Großherzog hegt, gelten in gleich hohem Maße unserer Großherzogin Victoria Melitta. Möge der Doppelfesttag dem hohen Fürstenpaar noch recht oft beschiedcn fein und lern hessischen Volke lange erhalten bl iben fein Großherzog und seine Großherzogin! ♦ * KreiSauLschuß Sitzung. Samstag den 28. November 1896, Vorm ttag« 9 Uhr, findet in dem Sitzungssaale dahier eine öffcntliche Sitzung des KretSauSschuffes mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch deS Heinrich Kröck V. zu Heuchelheim um Ertheilung der Erlaubnlß zum Betriebe einer Schankwirthschoft. 2. Gesuch deS Johannes Häuser XIII. zu Klein Linden um Ertheilung der Erlaubnlß zum Betriebe einer Schankwirthschoft. 3. Gesuch deS Jacob Diehl zu Gießen um Ertheilung der Er- laubniß zum Betriebe einer Schankwirtbschast. ♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag, den 26. November 189 6, Nachmittags 3J/a Uhr pünktlich: 1. Mittheilung. 2. Ausführung der GaS- und Wafferleitung in der Liebig- straße. 3. Ausführung der Gasleitung in der Wiesenstraße. 4. DaS Geräthemagazin auf O^waldSgarten,- hier: Errichtung einer Wohnung in demselben. 5. Die Entwässerung der Lindengaffe. 6. Gesuch deS Andreas Sorgenfrei dahier um Ellaubniß zum Wirthschaflsbetrieb im Wtchard'ichen Hause, Hammstraße 14. • • Die ReichSbauk-Filiale dahier wird morgen Mittwoch, anläßlich des Geburtstages Sr. König!. Hoheit deS Groß- Herzogs, von Vormittags IN/, Uhr ab geschloffen sein. • * Postalisches. Am 25. November, dem Geburtstage Sr. Köatgl. Hoheit dcS Großherzogs, find die Postschalter zum Verkehr mit dem Publikum nur wie an Sonntagen geöffnet; auch findet nur einmalige Bestellung statt. • • Telephonisches. Es wird beabfichtigt, sämmtliche Universitätsgebäude, soweit dieselben nicht schon an- geschloffen, im kommenden Jahre mit Fernsprechanschluß zu versehen. — Ferner wird von bet Reichspoftoerwaltung be» abfichligt, zu den schon vorhandenen zwei weitere Fern» sprechleüungen zwischen Frankfurt und Berlin zu legen. Damit rückt die Möglichkeit, daß auch Gießen mit Berlin sprechen kann, immer näher. • • Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Unter d'eser Bezeichnung conftitukte sich gestern Abend die in Nr. 276 dS. Bl. bereits erwähnte Gesellschaft, deren Thätigkeit sich vorwiegend auf Veranstaltung von Vorträgen über die einsch'.äg'gen W ffenschaften erstrecken soll. Der Vorstand besteht auS folgenden Herren: Erster Vorsitzender Professor Dr. Sievers, zweiter Vorsitzender HandelSkammerpräfident Koch, erster Schriftführer CustoS Dr. Ebel, zwnter Schriftführer Buchdruckereibesitzet Otto Kindt, Rechner Commerzienrath Heichelheim. Zu Beitäihen wurden gewählt die Herren: Major Bojanowsky, Provinzial- birector Freiherr v. Gagetn, LandgerichtSpräsibent v. Ricou, Buchhändler Töpelmann, Droguist Otto Schaaf, Oberlehrer Fuhr, B erbrauereibef. Ed. Röhrle, Hoftraiteur Jean Kirch, Commerzienrath Heyligen- staedt, CustoS Dr. Heuser. • • Vortrag. Demnächst wird der SchlachthofSthierarzt Liebe einen Vortrag über die Vortheile von Kühlvorrichtungen halten. • • Revision. Gegen daS Urtheil deS Schwurgerichts in Sachen Feist Sommer von Crainfeld verfolgte deffen Anwalt Revision beim Reichsgericht. * ♦ Telegraphendienst wahrend bet Reichstagsstichwahl. Am Abend der Stichwahl hatte das Kaiserliche Postamt Gießen 258 Telegramme bis 11 Uhr Abends zu expediren, welche Bezug auf die Wahl hatten. 15 Beamte statt s en dis 11 Uhr Abends zur Bewältigung der Arbeit an den Apparaten, außer den Boten, welche die Depeschen abtrugen. Auch die Fernsprecheinrichtung, die allerdings nur bis 9 Uhr arbeitete, wurde zur Uebeimittelung von Wahlresultaten stark in Anspruch genommen, doch konnte ein Beamter, der allerdings feine ganze Kraft aufbieten mußte, die Arbeit bewältigen. * * Detaillisten-Berein. Der jüngst in's Leben gerufene Detallltsten-Verein, dem dis jetzt über 100 Mitglieder beigetreten sind, wird am kommenden Montag den 30. b. Mts. feine erste außerorbentliche Generalversammlung abhalten. * • Sachbeschädigungen. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden am NahrungSberg eine Anzahl Sachbeschädigungen verübt. Es wurden u. A. Laternen ein» geschlagen, Gartenzäune abgerissen n. f. w. AIS Thäter wurden eine Anzahl halbwüchsiger Burschen ermittelt und zur Anzeige gebracht. •* Selande-Erverb. Der gestern versteigerte, 708 Meter große Bauplatz an der Lairdmann- und Grünbergerstraßen- Ecke ging für den Preis von 4960 Mk. an den Bauunternehmer Herrn Keßler- Annerod über. Der an der anderen Ecke der Laadmannstraße Seitens der Stadt an den Regiments-Schneidermeister Herrn Gonder freihändig veräußerte Bauplatz erzielte den gleichen Preis, d. h. 7 Mark pro Hl-Meter. — Es wird uns mitgetheilt, daß die Stadt in der Nähe der Margarethenhütte wegen größerer Land» antäufe unterhandelt. Es ist das Gelände, auf welchem der neue Viehmarkt projectirt ist. ”• Panorama. Wer mit den Veteranen am 25jährigen Gedenktage einen Besuch der Heldengräber und Denkmäler auf dem Schlachtfelde von 187('/71 machen und sich an den Ort der Wirklichkeit versetzen will, der versäume nicht, in dieser Woche das photoplastische Panorama dahier a-zusehen. Obgleich alles bisher Gebotene in wirklich schönen Gruppirungen dargestellt gewesen ist und jeder Besucher das Panorama unter dem Eindruck verlassen haben wird, sich am Orte der Wirklichkeit befunden zu haben, so dürfte doch daS Schönste und Erhebendste, was nicht allein daS Herz eines jeden KriegerS und Mitkämpfers von 1870 — 71, sondern auch das eines jeden Deutschen beseelen wird, der Besuch der Heldengräber und Denkmäler auf einem Schlacht- selbe wie 1870—71 sein. Alles bem Auge sich Darbietenbe einzeln hier wieberzugeben, würde zu weit führen, daher soll nut der schönsten Bilder gedacht sein. Wir sehen: Grave- lotte, die Gräber um Saarbrücken, Wörth, baß Bayerndenkmal bei Wörth, daS alte GalSbergschloß u. f. w. Die vielen Gräber und RegimentSdenkmäler erinnern an die Tausende fürs Vaterland gefallenen Krieger. Auch die Einweihung des Kaiser-Friedrich Denkmals in Wörrh ist naturgetreu wiedergegeben. Der Kaiser fitzt zu Pferde, während fich die beiden Kaiserinnen unter einem Baldachin befinden. Sodann erwähnen wir noch die Feier bei Gravelotte, MarS- latour und St. Hubert, Amanweiler, ferner Metz und Straßburg. Alle Bilder sind von wunderbarer Plastik und Farbenpracht und empfehlen wir diese Serie ganz besonders der Ansicht. ** Kauft am Platze. Die Weihnachtszeit rückt heran und allgemein rüstet man sich zum Einkauf für den Weihnachtstisch. Unsere Geschäftsleute bieten Alle- auf, um jeden Kunden zur Zufriedenheit zu bedienen. Tausenderlei schöne Sachen find in den Schaufenstern außgelegt und durch Inserate suchen sie die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und die Käufer heranzuziehen. Auch in den Preislagen wild baß Menschenmöglichste geleistet unb eß ist sicher, bah man am Platze nicht schlechter kauft, als wenn man auf bie Offerten jener großen Versandtgeschäfte, die j?tzt wieder ihre Caialoge überallhin versenden, Bestellungen macht. Diese Waarenhäuser haben auch nichts zu verschenken, wohl aber größere Geschäftsspesen. Außerdem hat man bei den Geschäften am Ort den Dortheil, daß man nur zu kaufen braucht, toaß man sich vorher genau angesehen hat, unb nöthigenfalls ist auch der Umtausch erleichtert. Eß ist ja für den Consumenten ganz gut, daß Gelb nach seiner Ansicht am Zweckmäßigsten zu verwenben, aber immerhin gehört den am Platze befindlichen G.schäften der Vorzug, benn wir müffen von einander leben, find an der Steuerkraft der heimischen Stadt eng betheiligt und sollen eß daher thunlichst vermeiden, den Umsatz derselben zu verringern. Laffe sich daher Niemanb durch die Cataloge der Versand-Häuser verführen und beherzige Jedermann den Grundsatz: „Kaust am Platze". ** Für Alle, bie durch unerbetene Zusendung diu öaarei belästigt werden, ist folgender Fall von Interesse, den der „Hamd. Corr." mittheilt. Ein Kaufmann machte einem Ge» schäfte in einer anderen Stobt ein Angebot von Maaren mit dem Bemerken, daß bie Waare abgeschickt würde, wenn in 8 Tagen keine ablehnende Antwort einginge. Der Adressat ließ die Postkarte unbeachtet unb erhielt bann wirklich baß Packet unter Nachnahme. AIS bie Einlösung verweigert würbe, brohte ber Absenber mit Klage unb bemerkte, baß erhebliche Kosten entstehen würden. Diese Mahnung wurde ber Staatsanwaltschaft angezeigt, unb diese erhob Klage wegen Erpressung. Das Gericht verurtheilte den Kaufmann zu 10 Tagen Grfängniß. Das Reichsgericht hat die Revision des Verurtheilten verworfen. n. Au8 bem Dekanate Gießen, 21. November. Der Diaspora Gemeinde Alsfeld wurden feiteaS deS BonifacluS vereinS tn Paderborn als Gehalt deS Pfarrers jährlich 800 Mk. auf die Dauer ber nächsten drei Jahre bewilligt unb weitere 200 Mk. für Transportkosten überwiesen. — Der katholischen Pfarrcuratie Nibba finb durch den Boni- faciußverein in BrcSlau kürzlich 500 Mk. zum Bau einer Kirche nebst Pfarrhaus geschenkt worden. Butzbach, 20. November. Am 2. dsS. Miß. wurde mit der Holz'ällung cm großen Exercirplatz, der bis aus die Größe von 37,5 Ha. erweitert wird, begonnen. Die Arleiten deS ExercirplatzeS müssen biß zum 1. April 1897 vollendet fein. Gegenwärtig find etwa 50 Holzhauer beschäftigt und schreiten bie Arbeiten bei der jetzigen günstigen Witterung rüstig vorwärts, so baß in aller Kürze schon bie Verwerthunq beß gefällten Holzes stat.finden kann. n Friedberg, 22. November. Der hiesige Gemeinde- rath nahm in seiner letzten S tzung den Vorschlag beß Schul Vorstandes bezüglich ber Gehaltsfestsetzung der definitiv angeftellten Lehrer an. Der Anfan«eg halt beträgt hiernach 1200 Mk., der Moxlmalgehalt 2200 Mk. Die Mieth- entschädigung beträgt 350 Mk. für jeden Lehrer und 450 Mk. für den Oberlehrer. § Zlbeshauseu, 23. November. Die hiesige G emeinde Wasserleitung ist Ende voriger Woche fertiggestellt worden und fand die feierliche Einweihung derselben heute Montag den 23. November statt. — Daß neue Dampf» fägewerk der Firma Gabriel L Etling ist kürzlich in Betrieb gesetzt worden. § Bermuthshain, 19. November. Bei ber gestrigen Belgeorbnetenwahl wurde der feitherigeBeigeordnete Andreas Oechler VI mit 47 Stimmen wiedergewählt. - j- BotSdorf, 21. November. An bem in unserer Gemarkung liegenben Teiche wurden zum Nachtheil bzte und drei Arbeitet unter sich begrub, darunter einen Vater von acht Kindern. Die Verunglückten wurden nach mübevoller Arbeit alß Leicht hervorgezogen. Bei der coloffalen Masse, die auf sie her- niebergeslürzt ist, müssen sie entweder sofort tobt gewesee ober binnen ganz kurzer Zeit erstickt sein. Daß Erstere IP baß Wahrscheinlichere. Der Tobeßsall beß Arbeiters Priem rius ist wohl der härteste, ba ber Mann eine sehr stärkt Familie hinterläßt. Kaum weniger empfindlich soll berjtnigc beß Arbeiters Würz auß Aßlar sein, ba derselbe ber einzige Ernährer einer verkrüppelten alten Mutter gewesen sei. Der gerettete Grünewald bat Verletzungen an ber ©ruft unb den Armen erlitten; er dürste w eber hergestellt »erben. Daß große Unglück finbet in allen Kreisen der Bevölkerutig warme Antheilnahme. Heber die Ait, wie baß Unglück pasfirt ist, finb verschtebene Ge'üchte im Umlauf. N^tüilich wird es an einer eingehenden Untersuchung ber Ursachen beß Unglücks burch unparteiische unb sachverständige Männer nicht fehlen. Diese, welche allein volle Klarheit über den ©orfcl bringen kann, wird man abzuwarten haben, ehe man ein vielleicht ooretligeß Urtheil fällt. Jrn U-brigen sei darauf aufmerksam gewacht, daß die Arbeiter nicht zum Betriebe der Scphienhütte gehörten. Sie waren im Auftrage eineß Unternehmers mit dem Aufladen von Schlackensand beschäftigt, welcher der Königlichen Eisenbahnverwaltung von ©eiten der BuderuS'schen Eisenwerke zur Verfügung gestellt worben war. Der Betrieb der Sophienhütte hat mit bem bebauet- lieben Unqlücksfalle nichts zu thnn. * Koblenz, 20. November. Die In ber letzten Zeit mehrfach dem Fl'ckwoffer „Opal" in verschiebenen Zeiiuogr» nachgesagtcn urigünstige' Eigeoschaften, di: zweifeleohne seitens einer Concurrenz in die Welt gefetzt wurden, sind bei dem- selben durchaus nicht vorhanden unb die entsprechenden Behauptungen in keiner Weife gerechtfertigt. Opal ist nad einer von Herrn Chemiker Dr. Otten in Coblenz auf ®r nfc der falschen Ausstreuungen hin auf Veranlassung beß Kauf LtzK: 1 «• Mvs, lb8'WUt Mt’’®««'« «W'It batin^mi H "H'I L'rb »;ÄfiS «itreldn,.! 500 m M bln ST,um *■ * ” 2'_bf8, MtS- würbe Bit /"irplatz, -er bis M| •W/ begonnen. $i< ' bis zm 1. April M tltta o0 Holzhauer 6t- ,btt M VVfttn ftWfttn B W aller Wzr fton l!f itat^nbtn tann. - Der hiestzt ©tmth 8 den Vorschlag des TLt Sfeßsttzuug der defich ^gsg-halt beträgt hiern: 2200 Mk. Die Mu : jeden Lehrer unb 450 i -- Die hiefigeVeweivk origer Woche fmiggtsiE. Lillweihurig derselben |td! . - Das veut Damp^ . & Eiling ist kürzlich 5 iwber. Bei der gefirigts cheBeigeordnete Sodreot viebtrgwäblt. Sa btm in unftttr zum Nachtheil da Ootx«- BiW« V' »Mchtverdacht aus tim em denn auch eine Wv ibettn beschlagnahmt wuiber ug zu Nidda ersolgte ok rächten BerdSchtigenm^ hier. (verspätet.) 8n1 i’idien S stnw'rke N-' g gegen 2Vi Uhr ein ic Eine grötzere «ozah loa dem daselbst lag». nS zu verladen. 6k »r ine tausend Centner M -ivstü^te unb " Ä-S S't.Ä sSL -- He gl* title <™ Ue flfRI in ehe jeJelt« *aufrt‘* V W« Mk «l»"1 *" ^x'D lasten, di- i fifl6 d" - tunD D‘c. £)pol L) für Mk 5.85. von 85 Pfg. an per Meter 6843 10 Millionen uO 20 Seltersweg 20. 10364 J. Kaan jr., Kreuz 10 9999 ftbtrbOüS. oooooiooioüioaaao jWNÜS an. NklMNffkN. popooIQQiQOI DQjuo| 10101 SetterSweg SS. Schilfrohr Rohrgcwebe. Vermiethungen. miethen gesucht. 10395 K. Klees, Südanlage 18. zum ganzen Anzug für Mk. 4.05. in Bunden, sowie Master auf Verlangen franco Ins Haue. offeriren & Co Cheviot zum ganzen Anzug geschält und ungeschält, Jean Dern Ml. n ff Marke Gloria extra, roth Perla d Italia, roth und weise . 7251 —.70 —.60 — 60 Flaschen in den Marken der Gesellschaft bis jetzt verkauft. Marke Gloria, roth und wein . 10398] Ein Iiei er Logis im Vorderhaus zu Dermtrtbeii. Th. 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FrommeiErzählt, wie zwei „eiserne Kreuze" einander ge- Henathet haben, und Bernhard Rogge zeichnet M.lanchlhons Lebens- “ (X.’x1,J“Älet seines vierhun^enjabrigen Geburtstags. Zett- geschichillche Rückblicke, eine mit trefflichen Porträts versehene „Todt n- l®a,u ’dn eigener „Frauenkalender" mit Handarbeiten, practilche Abhandlungen und Hauspoeste, „Allerlei Kurzweil" mit Fröbel'schen Spielen für die Juaend, hübsch illustrlrte Gedichte, auch lu'-ige Slnecbokn unb Räthiel, schöne Holzschnitt- und Farbendruck^ilder vervollständigen den Inhalt des vornehmen Kalenders, der sich in seinem freun liche,, soliden Einbande auch äußerlich vorteilhaft . . ä 55 Pfg- U? . . ä 70 Pfg. ■ • 3 85 Pfg. xS | Empfahiungen.^l Ml. MlachthMS- Freibank. 10383 Heute und morgen: Ochsenfleisch sticht ladenrnn, pr. Pfd. 54 Pfg. 8chwcinksseisch nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg. Wb Die Freibank bleibt bis Abends 10 Ubr geöffnet. MSjißlalM-Mirrglirine (von A. L. Mohr) per Pfund 70 Pfg. empfiehlt THEE-MESSMER berOhmtc mischonoen k 2 eo t 0.;o pr. pfond. probepackete so * ,0 pf. 6719 Baumaterialien bandlung ^ehördliche^^^jnj Aus Anlaß ÄUeroöcdster Geduris taqsfeier bleibt das Ortsgericht G'eßen Mittwoch den 25. November 1896 geschloffen. Gcoßh. Ortsgericht Gießen. Gros. Große Auswahl in Pchwaaren Kanin-, Biber-, Opossum-, Dachs-, Murmel-, Skungs- und Eisvogelmuffe, Kragen und Baretts sowi-: Kindergarnituren empfiehlt zu außergewöhnlich billigen Preisen Alexander Salomon & Co 4 Schulstrasse 4. tttannd £>trrn Felix Karl Diehl daselbst vorgenommenen Untersuch» ,g mehrerer auS verschiedenen Kisten entnommenen Flaschen „frei von jeder schädlichen Beimengung, riecht infolge seines ätherischen Gehalte« angenehm und darf wegen seiner außerordentlich raschen und sicheren fleckenreinigenden Wirkung und dabei größtmöglichsten Schonung der Stoffe mit Rich- zu den besten aber auch billigsten F eckenrein gungSmittein gerechnet werdend Aus den empfi.dlichften hellfarbigen Seidenstoffen wurden Flecken verschiedener Art, wie Fett, Kaffeeflecke rc. durch Opal beseitigt, ohne daß auch nur eine Spuf von den Flecken zurückgeblieben wäre, und auch ohne daß der Stoff im Geringsten angegriffen wurde. Al« vor- theilhafter hat sich dabei herauSgeftellt, die Fleckstelle ziemlich trocken nachzureiben. - r. ? $6”“' 21; N°v°mb-r. In Culms-e brannte gestern nuh das HauS eines Schuhmach.rs nieder,' wie eS heißt sollen dabei d r ei Per son en, zwei Schnhmachergestllen und etn Lehrling, v e rbrannt sein. * DreSdea, 23.November. Tin Extrablatt der „Dresdener Neuesten Nachr." berichtet: Gestern Vormittag fand man den in der Sedanstraße 2 wohnhaften Inhaber einer Mehl, und Brodhandlung, Franz Ulemann, beffen Frau und Öre Kinder im Alter von 13, 17 und 19 Jahren tobt vor. Anscheinenb liegt hier Mord unb Selbstmord vor, da eine Vergiftung durch KohlenoxydgaS herbeigesührt wurde. Die ganze Familie lag in der Küche. Ulemann soll in der letzten Zeit durch Speculationen b ei Geld verloren haben und da« durch in mißliche Vermögen-verhältnisse gekommen sein. Der älteste in Leipzig studirende Sohn war von der Familie herbeigerufen worden, um gemeinsam mit der letzteren zu sterben. Aus vorgefundenen Briefen geht hervor, daß die ganze Familie mit gegenseitiger Uebereinstimmung den Tod gefunden bat. * Brüssel, 24. November. In Westerode begoffen mehrere Bauern den schlafenden Dorfbewohner Debonter mit Pe roleum und zündeten ihn an. Der Unglückliche verbrannte lebendig. Das Motiv ist Rache. Die sechs Thäter wurden verhaftet. Na, Na, Ra, Müller was bist Du dick geworrn. Mansch wie is : dasmöstlichbei dem geringe Verdienst und Deine viele Kinner? — Ja, weißt Du. das will ich Dir sage, mir esse j tz nur Pf-rdtsteisch, ich hol' mei ganz Fleisch Ä K-Vl-r vff den Reveuweg, des ts billig. — Donnerweiter, Du baff recht, bann soll aber mei Fraa setz auch des Fleisch da holen. 10208 Vorzüglicher "WS Federweißer bei 10404 _PH. Bauer II,, Sahnhofstr. 57. Bückling*© 3 Slück 10 Pfennig frisch eingefrofft des Grostherzogs- Vormi tags 9*/, Uhr: MilitärgotteSdienst. Pfarrer Dingeldey. A. XCilbinrer ——— Seltersweg 19. —-----— 2619 Jagdgeräihe und Waffen. Reise-Effecten. 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Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X !>?2-1'f0- 61,101 pr- Stück JL 1.50—1,70, Gänse pr. Pfund ■* 0^42-0.55, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60 - 66 4, Schweinefleisch pr. Pid. 56 bis 66 4, Schw-ino fleisch, Pfalzen, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60- 64 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4, Äaitoffeln pr. 100 Kilo 4 00 bi« 4'5? Weißkraut pt. Stück 0- 00 4, Zwiebeln pr. Eentnet Ja 4,00— 0 00 MUch Dr. 16 3, ------- Tuch- und Buxkin-Stoffe. Die Qualitäten sind retnschmecken- «nd fein. 10107 ______@mil Fischbach, g^- Bei 1 brauche man Jtzleib'S Jedem ) «ueaiypins Son« Hasten) boni, vorzügliches Hausmittel, für Erwachsene unb für Kinder. — Wirkung großartig — Vorschr. 5O’7o weißer Zuckersyrup, 50 /o Eucalyptus zu CorammeU gekocht, in Beuteln k 30 4 (n ließen bei Senner & Brumm, $abn? hofstr., W. &». WallenfelS, Marktpiotz. 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Flur 27 Nr. 19^/in - 38b"4/10W) qm ^f^ raithe daselbst, Flur 27 Nr. >95"/, 0 — 43 qm Hofraithe. gründ am kleinen Steinw'g links, Flur 27 Nr. 196as/10 - 108 qm Weg am alten Schlag, Flur 33 Nr. 36 — 475 qm Acker am Altenfeld auf ein Gäßchen öffentlich meistbiet'nd versteigert werden. Gießen, den 2 t. November 1896. Großh OrtSge-icht Gießen. I A: Baat 10407 |»&&& £ .Giessen 1895: Silberne Medaille. S Atz (»842 e am S e billigsten Preisen. , i ■ y >! % A. & G. Wallenfeie. Vereinsnachrichten. bis durch ein M. Kann. Kirchrupiatz 10411 NrtttMN-NerkM Gitßen eeeeee®OGSssssvs Paradehandtücher Nordisches Stickgarn. S A. HolterhofiF Söhne 20 Seltersw« g 20. 10276 Verloren u. Gefunden. •MMMMMMMf 10411 10337 NB. Eingang in der Dreihäusergasse. Zu verkaufen. Ein Droschkenkutscher bessern von Kleidern 10295 Hofmann, Neum Bäu^n 13. gesucht. Schristl. Anerbieten ver- 10311| Sch n r Bauplatz mit (Saiten zu veikaufti.. 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I 7. a) Am Waldbacheri, für gemischten Chor b) Wiegenlied, Mannerchor mit oopran-Sole 8. Schön Ellen, Ballade von E. Geibel, für Solo, gemischten Chor und Orchester....... ........ zu nehmen. Gießen, den 14. November 1896. Der Vorstand der Kleiukiuder-Vewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Caviiu, Käse, Cervelatwurst. Gesucht eine ältere erfahrene Person, die einen Haushalt selbstständig zu leiten vk'steht und alle dabet oorkommenden Arbeiten selbst verrichtet. Zu erfragen 10^32 Goethettraße 46, pari. 10315] ?uoerlässtge, brave Lausfrau gesucht. vaduüosllratz« 27 II Gießener Eisverein. Donnerstag, den 26. November 1896, Abend» 8Vi Uhr, im Hotel Victoria: Außerordentl. Generalversammlung Tages-Ordnung: Geschäftsbericht. Rechnungsablage. Warme Bäder täglich von Morgens 8 Uhr bis Abends 9 Uhr. Abonnements werden jederzeit angenommen. Achtungsvoll Fr. Conrad, Mörsdurß 15. Panorama-stljoioplallck Neuenbäue 1, Parterre. Die 25jähr. (Kriunerungsfeier >rr Veteranen im August 1895 an den Heldengräbern, e Denkmäler auf den schlacht' seide n von Wär'h. Spichern, Grav'lotte. Di. E nweiduna des Kaiser Fiiedr'ch Denkmals in Wörtb du ch den Ka ser ic. das Gaitzberg-Schloß, Aman- wethr, Rezovv'Ue, St Hubert, Kestzüge und Keler an der Grenze bei Martz la tour. Kaiser W'lh lm-Dei kmal in Metz, die Fortt', Straßburg Saarbrücken. Bereif»furtm «0"trt.,g» gültig Christ bescheerung* der Kleinkinder-Bewahranstalt. 1 Am Sonntag den 20. December d. I. soll die Christ' bescheerung für die Kinder unserer Anstalt stattftnden. Wir haben für 220 Kinder den Ehristbaum zu schmücken und Solider, verheirath. Arbcker den Tisch mit Gaben zu decken. I um dies zu können, wenden wir un» wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und bergt, besonder» aber auch an Geld, da» un» die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zn wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine ter nachbenannten Vorftandtzdamen gelangen zu lassen: Frl. Amalie Banso, jNordanlage 41, Frau Dr. Brüel, Löberstraße 11, Frau Amtsgericht», rath Gebhardt, Bergstraße 3, Frau Recknungsrath Kalbfleisch, F l. Emilie Langermann, Südanlage 21, F^au Pfarrer Nauman«, Südanlage 8, Frau Louise Otten», Bismarckstraße 11, Frau Augu-tt Schwan, Seltersweg 64, Frl. Lomse Wortmann, Asterweg 16. Luck die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in empfang ür dauernde B.schästigurg gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 1^3^ gesucht. [1( 334] Diezftratze 7. CONCERT i 28. November 1896, im Stein’schen Saale. Anfang pünktlich 81/, Uhr. Mitwirkende: Frau ML Baitier-Landmann aus Hanau (Sopran). Herr A. Hunger aus Frankfurt a. M. (Bariton). zur Confect- und Kuchenbäckerei zu ■ ► -- Näheres bei Heinrich Limo« Neuenweg 32. Donnerstag den 26. Novbr.: Hauptversammlung. IP57 25. II. 96. Cafe Ebel. D\ Feier M Geburtstags Sr. Kgl. ----Hobelt des Großherzogtz und I K l. Hoh der (Hroßh rzogin. s H Beginn 8 Uhr Abend» präci«. Dlejznigen Mitglieder, die sich an demselben noch betbeUigen wollen und fßre frtdtarte (h A 3.—) noch nichl erhalten haben, we den g b: en^ lolch MS um Donnerstag «vend längstens bet Herrn Verlagtzbuchhändler O. Empfang zu nehmen. — Zugelaufen terrier.^Abzubolen 1041h Franksavt-rstr 36, Hthtz.vart 10182] «usrnte.h n 4500 Statt auf e ste Hyooih.k tu 4 vCt. Näh reS in der Expeditton d Bl. Große Auswahl in cn ^ttihclu* v... *. -------- - _ - ■ .. SBiiffet. 11 SkIV rtiickdkckcn G in d°» Restaurant Aquarium. WallihorUraS-S. -rg-d-nst-mg-l°d-n -VUffel 11. öftl) rtqajoeacn WU Orden und Ehrenzeichen bittet man anzulegen. 10381 — 7 Der Vorstand. Man verlange Proben von ARENS’ CONSUM-CACAO garantirt rein. Höchste Ausgiebigkeit. Grösste Nährkrafl. Feinstes Aroma. Mein diesjähriger Meihnachts-Ausverkaus Sängerkranz Dirigent: Herr Franz Bauer. Omnibus-Verbindung Linie A Msrburgerftroße—Bahnhof und zurück. Linie B «rünbergerst^oß-- «uhnhof und zurück. Linie D Cen und nach Wteseck nach besonderem Fahrplaa. —- Droguen, Colonialwaaren, Südfrüchte. Emil Seltersweg; 24 Fernsprecher 22. An acker. Verdi. Kos hat. Mozart Brueh. 10314 lice-Kochschule. TJUgT Der Backcursus beginnt am 2. December. Sophakissen Pantoffeln Eckbrettchen Körbchen- u. Kinderarbeiten creme und farbigen Canevasstofien zu Läafein, Fenstermäntein und Kaffeed cken. Wafchächte Stickseide und Gold Pompadour-Wolle (in e »fachem SRabuen) ißt lojähriges Stiftungsfest Festmahl im Gasthof zum Rappen. ermischte Anzeigen. 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