teuj ms, < iteln < und 1 < atz 6. t laass 4 8337 k *♦♦♦! Merke in u. Lck Md MHimjitn! Heilung tt chlichn MW, WiyO MW fßttt Wi ■ Wd!* t jtiftlutöm schnellste Lieserui wacher tzvvstn, itt Lnssührvvq. uck imu.Dk WckmMlm IqÜ DM,853« ff' 11 .'S Mstructioo keinen w «rbeckn, al8 die t* 4«' n enJ -tar i® st B- *** patentttl^- erstens zu eiopseblen । n, WM * int AastDk« z>7i,'g-r"" Ffo. 226 Freitag den25. September 1896 Anrts- und 2lnzeigeblutt füv den Tkveis Gieszen Gratisbeilage: Gießener Jamilienötätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger ^vonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener K»amitl«nvlLlter v«rden dem Anzeiger nichentlich dreimal brigelegt. Der Gleßener -nzcigcr -rfcheint täglich, wit Ausnahme deS Montags. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. AnrtlKher TKeil. Gießen, den 23. September 1896. Betreffend: Die Ableistung des HuldigungS« und Der- fassungSeideS. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises, mi» Ausnahme derjenigen der Amtsgerichts bezirke Grüuberg und Homberg. Die Ableistung deS HuldtgungS- und DerfaffungSeideS irr in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen OrtSbürger, sowire derjenigen Großherzoglich Hessischen Unrerthanen, welche sich, ohne OrtSbürger zu werden, verheirathet haben, soll wie vaci stehend angegeben, stattfinden: 1) der OrtS'- und Staatsbürger aus den in den Amts« gerichtSbezirken Sich und Butzbach, gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Freitag deu 2. October d. I., Nachmittags 21/» Uhr, in dem Rathhause zu Lich- 2) der OrtS« und Staatsbürger aus den in den Amts« gerichtSbezirken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden deS KreiieS Gießen Mitt« woch deu 7. October d. I., Nachmittags 2l/z Uhr, in dem Rathhause zu Hungen- 3) der OrtS« und Staatsbürger aus den in dem Amts- gerichtSbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag deu 20. October d. I., Bormittags 11 Uhr, in dem Regierungsgebäude (auf dem Brand) zu Gießen. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Per« |ont:n zu den Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Borgeladenen anzuzeigen oder zu bleichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten fich derartige Personen auswärts auf, so wollen Str deren Aufenthaltsort angeben. v. Gag ern. Gießen, den 22. September 1896. Bett.: Die Errichtung und Einrichtung der Fortbildungschule. Die Kwtzh Kreis-Schulcommission Gießen au die Schulvorstände des Kreises. Nachdem Ihnen die Listen der zum Besuche der Fort- iilbnngSschule Verpflichteten wieder zugegangen find, beauflagen wir Sie, dieselben den Lehrern zur Aufstellung der Schülerliste für die Fortbildungsschule des Jahres 1896/97 jozustellen und den Unterricht wie früher beginnen zu laffen. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 23. September. Nach einer Mtttheilung der .Keilschrift für lateinlose höhere Schulen" soll die Bcr« lethmng der Berechtigung zur OfsizierSlaufbahn la Heer und Marine an die Oberrealschulen demnächst bl gjünftlfltm Sinne geregelt werden. ES wäre dieses Zu« Mndniß sür eine gedeihliche Entwickrlung der neunjährigen iraUstifchen Schulen ein bedeutsamer Gewinn. — Ein Reichsversicherungsgesetz, d. h. ein ■ h.setz, welches in Betreff der Concesfionirung und Beauf- schcigung der privaten VerficherungSgesrllschaften an Stelle Itr LandeSgesetze treten soll, ist jetzt auch noch nicht entfernt in Aussicht. Die hauptsächlichsten Schwierigkeiten der Ma- t-rit liegen, wie die offiziösen „Berl. Pol. Nachr." schreiben, uaiger in dem Wesen der Materie selbst als in den staats- tichtltchrn Verhältnissen, daS heißt also in der Abneigung Ur Einzelstaaten gegen eine die Zuständigkeit der Landes« ületzgebung einschränkende Reichsgesetzgebung. — Zur Aufbesserung der Beamtengehälter ist'kibt die „Nordd. Allg. Ztg.": AuS Beamtenkreisen an c°S! gerichtete Zuschriften brachten mancherlei Besorgniffe vlgen der Aufbeffcrung der Beamtengehälter zum Ausdruck. Lrm gegenüber find wir in der Lage, zu versichern, daß hltu Grund für die Befürchtung bekannt ist, daß eine Ge« silrtSaufbefferung nicht auch im Reiche wie für Preußen sollte ^ttifindeu können, und daß die für die preußischen Beamten zipllante Fortführung der Ausbefferung etwa deshalb scheitern iiaoite, weil eine solche im Reiche nicht möglich wäre. — Nicht weniger als 516 948 000 Mk. Eisenbahn- ne:dite zum Ausbau von 4598.5 Kilometer Bahnen und SErüstung derselben mit Betriebsmitteln find vom preußi« Item Staat in den letzten zehn Jahren bewilligt worden. M wenig mehr als Jahresfrist find 5 269 560 Mk. staatliche Beihilfen für Kleinbahnen theils bewilligt, theilS in Aussicht gestellt, durch welche das Zustandekommen von 824 Kilometer Eisenbahnen gesichert werden soll. Neueste »olff» telegraphische« Lorresponden»-B«ru«. Berlin, 23. September. Gegenüber den Betrachtungen der Blätter über die Wirkung des Verbotes der Börsen« rermingeschäfte auf den Rückgang deS ZuckerpreiseS stellt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" fest, daß der Terminhandel in Zucker durch daS Börsengesetz vom 22. Juni d. I. nicht verboten worden sei. Berlin, 23. September. Internationaler Frauen- congreß. In der heutigen Vormlttagsfitzuug wurde über die schlechte wirthschastliche Lage der Arbeiterinnen und Handelsgehilfinnen und der dadurch bedingten Gefährdung der Moral gesprochen. In den Berichten wurde der segenS« reichen Thätigkeit der Juugfrauenvereine, Fachgenoffenschaften und Fachschulen in Deutschland, Frankreich, Rußland, England und Amerika gedacht. Unter den übrigen Vortragenden haben folgende besonderen Beifall gefunden: Siguorina Dottoressa Montessori-Rom bittet, sich in erster Linie der unglücklichsten Mitschwestern, der Arbeiterinnen, anzunehmen. In Italien sei die Zahl der weiblichen Arbeiter größer als die der männlichen. Die Arbeit der Frauen wird um mehr als die Hälfte geringer bezahlt, als die der Männer. Dieses sei ein Hauptgrund deS Bestehens der Prostitution. Als Anfang der Abhülfe wird gefordert, daß die Löhne der Arbeiterinnen in den staatlichen und unter staatlicher Controlle stehenden Fabriken denen der Arbeiter gleichgestellt werden. — Fr. Schl esing er-Wien verwirft die Accordarbeit und die Saisonarbeit und beklagt den mangelhaften Schutz der Arbeiterinnen gegen die Willkür der Arbeitgeber und Werksührer. — Fr. Lilli Braun-Berlin gibt ein Bild der deutschen Arbeiterinnenbewegung und betont die Vortheile, die der Frauenbewegung durch ihren Anschluß an die Socialdemokratie erwachsen würden. Ihre Einladung zur Theilnahme an deu Versammlungen der proletarischen Frauen wird vom Congreß lebhaft angenommen. — Mme. Vincent «Paris, Vertreterin von mehr als hundert fran- zöfischm Arbeiter« und Arbeiterinnenvereinen, sprach über die rechtliche Stellung der arbeitenden und der im Handel und Gewerbe beschäftigten Frau in Frankreich. — Heute Nachmittag wird über pädagogische Fragen diScutirt werden. Köln, 23. September. Major v. Wißmann glaubt, wie die „Köln. Ztg." schreibt, daß es sich bei dem Einfall der Wawemba in das deutsche Gebiet am Tanga- nhika, wovon Nachricht hierher gelangte, mehr um einen Raubzug als um einen Aufstand handle. Er hält dagegen den Aufstand der Wahahe für ernster. Der vom Obersten Scheele seiner Zeit beim Wahahe«Aufstand erstürmte Ort Quikuru befindet fich wieder im Besitz der Wahahe. Lieutenant Graf Fugger, der nur eine ganz kleine Truppen-Ab- theilung hatte, mußte froh sein, daß er sich vor den Wahahe retten konnte. Gegen die Wahahe marschirt nun mit zweihundert Mann Compagnieführer Prince, eventuell wird eine größere Expedition nöthtg. In diesem Falle begibt sich Wißmann sofort nach Afrika, wie auch sein Gesundheit-« Zustand sei. Innsbruck, 23. September. Der im Vomp im Unter« innthal bedienstete 45jährige Senner Pechriggl wurde vorgestern Nachmittag auf einer schneebedeckten Höhe zwischen Hinterriß und Vomp erfroren aufgefuuden. Gestern Abend wurde die Leiche mittels Kraxen zu Thal gebracht. Paris, 23. September. Am Abend der Ankunft des Kaisers und der Kaiserin von Rußland werden überall in Pari» Festlichkeiten, sowie eine allgemeine Beleuchtung stattfinden. Die Truppenschau im Lager von ChülonS wird, wie amtlich entschieden ist, am letzten Tage deS Aufenthalts des Kaiserpaares stattfinden. Kriegsminister General Billot, sowie die Generale Saussier, BoiSdeffre und Herds find heute in ChLlonS eingetroffen, um die nöthigen Anordnungen zu treffen. Pari», 23. September. Die Ehrencompagnie, welche der Kaiser von Rußland abschreiten wird, wird dem „Figaro" zufolge von der Garde Rspublicaine gestellt werden. Wie der „GauloiS" wiffen will, wird der Kaiser NicolauS der Wittwe des Marschalls Mac Mah on, sowie der Frau Carnot einen Besuch abstatten. Nach dem „Matin" äußerte der Kaiser den Wunsch, über den Abend deS 7. October noch verfügen zu können. London, 23. September. Wie dem „Daily Telegraph" aus Athen gemeldet wird, hätten einem Telegramm aus Canea zufolge die Türken einen protestantischen Kirchhof an der Suda«Bai unter den Augen der Offiziere der englischen und österreichischen Kriegsschiffe, die den Vorgang durch Ferngläser beobachteten, entweiht. Die Frevelthat habe großen Unwillen hervorgehoben. Vrpeichm de» «errea» „Herold". Berlin,23. September. Der BundeSrath wird nach der „Post" Anfang October einberufen und wird unmittelbar nach der Constituirung der Ausschüffe seine Arbeiten beginnen. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Handwerker-Vorlage und die Novelle zum Arbeiter-VersicherungSgesetz, sowie einige kleine Vorlagen, Elsaß-Lothringen betreffend. Berlin, 23. September. Dem Colonialrath wird diesmal, den „Reuest. Nachr." zufolge, ein umfangreicheres BerathungSmaterial zugehen als wie vorher. Zunächst kommen die Etats für die Schutzgebiete, denen gewöhnlich eine sehr eingehende Berathung zu Theil wird, in Betracht. Dann stehen noch ältere Vorlagen zur Berathung, namentlich Maßregeln zur Aufhebung der Sclaverei in den Schutzgebieten, die Regelung der Strafrechtspflege ebendaselbst, die Vorbildung der Colonie-Beamten und andere. Die zur Vorberathung dieser Vorlagen gewählten Ausschüsse sollen nun, worin eine vollständige Neuerung liegt, vor dem Colonialrath einberufen werden. In berufenen Kreisen nimmt man demselben Blatte zufolge an, daß das Plenum des ColonialratheS diesmal etwa zwei Wochen tagen wird, während er bisher noch niemals eine volle Woche tagte. Berlin, 23. September. Der plötzliche Tod der 68jährigen Frau Emma Blumenthal, Mitinhaberin eines der ältesten hiesigen Bank- und Wechsel-Geschäfte, erregt hier Aufsehen. DaS Motiv deS angeblich durch Vergiftung be« gangenen Selbstmordes ist noch nicht aufgeklärt. Berlin, 23. September. Der Frauen-Congreß erörterte in der heutigen VormittagSfitzung die Frage der Thätigkeit der Frauen in Handel, Industrie und Gewerbe. Zürich, 23. September. Nachdem feit acht Tagen in der ganzen französischen Schweiz Protest-Versammlungen gegen die an den Armeniern verübten Greuelthateu abgehalten worden sind, wurde gestern Abend aus Männern aller Stände ein Jnitiativ-Comits gewählt für die Einberufung einer großen Volksversammlung und Jnscenirung einer Bewegung zu Gunsten der Armenier. Wien, 23. September. Heute Abend hielten die Werk- stätten-Arbeiter der Staatsbahu-Gesellschast eine große Versammlung ab. Falls bis dahin nicht eine befriedigende Antwort erfolgt ist, wird der Strike proclamirt werden. Prag, 23. September. Die Werkstätten-Arbeiter der StaalSbahn haben hier die Arbeit eingestellt. Rom, 23. September. Es verlautet nunmehr bestimmt, daß weder der deutsche Kaiser noch der Zar zu den Feierlichkeiten änläßlich der Vermählung deS Kronprinzen nach Rom kommen werden. Brüssel, 23. September. Die „Reform" veröffentlicht unter dem Titel „Abgehauene Menschenhände" einen Artikel, in welchem die belgische Regierung aufgefordert wird, die Initiative zu einer Untersuchung betreffend die neuerlichen Anklagen gegen die Cougo-Regierung zu ergreifen. Wenn die belgische Regierung dies nicht thue, so dürften die Signatarmächte des Berliner Vertrages den Congostaat in Anklagezustand versetzen. Berlin, 24. September. Die Kaiserin unternahm, wie aus Plön gemeldet wird, gestern spät am Nachmittag trotz regnerischen Wetters eine Umfahrt durch die festlich geschmückte Stadt. Der Kronprinz und der Hofmarschall Freiherr v. Lyncker begleiteten die hohe F»au zu Pferde. Die Begrüßung der Bevölkerung war äußerst herzlich. Berlin, 24. September. Gouverneur von Wißmann wird in Kürze Berlin verlassen, kehrt aber am 13. October wieder hierher zurück, um an dem an diesem Tage beginnenden Colonialrath theilzunehmen. Berlin, 24. September. Der RevifionStermin in Sachen des zn fünf Jahren Zuchthaus verurtheilten früheren Bankier Hermann Friedmann steht am 29. d. MtS. vor dem Reichsgericht an. Berlin, 24. September. Gestern Abend fand als Demonstration gegen den internationalen Frauen-Congreß eine socialdemokratische Frauen-Ber- sammlung statt, in welcher vier socialtstische Agitatorinnen sprachen. Einige Theilnehwerinnen de» Frauen-CongreffeS traten im Laufe der DiScusfion den Rednerinnen entgegen. Berlin,24. September. Der armenische Professor Thumajan hat, wie die „Staatsb.-Ztg." hört, gestern von der Berliner Polizei einen Ausweisungsbefehl erhalten, weil er fich als Ausländer lästig gemacht habe. Berlin, 24. September. Der ,8011»orte* eonstattrt, daß es sich erübrige, einen Gesetzentwurf bezüglich der Einführung des Achtstundentages im Reichstage einzu- bringen, da ein derartiger Antrag im Decewber v. I. ein- gebracht fei und feinen Platz unter den Initiativanträgen behalte, weil die Session nur vertagt worden sei. Hinnburg, 24. September. Die deutsche Etsenbarke Guarany ist bei Island gestrandet und als total verloren anzusehen. Hamburg, 24. September. Dem „Hamb. Corresp." zufolge kam Major Leutweiu die Verstärkung der Schutztruppe sehr zu statten. Die Herero Häuptlinge zeigen sich jetzt nachgiebiger. ES sei dadurch auch möglich, mit 300 Mann einen Zug nach Norden zu unternehmen. Hamburg, 24. September. Durch deu West sturm find auf der Unterelbe viele Unglücksfälle vorgrkommen. Ja der Nordsee ist der Schoouer Sandbark, nach Halmstad bestimmt, unweit Anhalt untergegangen. Der Capitän, der Steuermann und ein deutscher Paffagier Namens Wilhelm BolinS sind ertrunken. Konstantinopel, 24. September. In Kreisen der Pforte verlautet, es fei ein versöhnliches Vorgehen gegen die Armenier beabsichtigt. CoceUs unb prwhjklkf# Gießen, den 24. September. Da« Kaiser Wilhelm «Regiment ist in vergangener Nacht aus deu Manövern mittelst Sonderzügen wieder hier eingetroffen. Schon in aller Frühe des hentigen TageS belebten die Mannschaften wieder die Straßen und besonder» die Reservisten machten sich bemerkbar. Im Allgemeinen toben die wieder heimgekehrten 116er die gute Aufnahme, die ihnen ia Rheinheffeu zu Thetl geworden, es gab von Allem, was zur Erfrischung eines Soldatenherzens und ditto »Magens beizutragen geeignet ist. Sogar die unvermeidlichen Rhetnschnakeu, denen das diesjährige schlechte Wetter nicht im Mindesten den Blutdurst verdorben, machten sich mit unsern VaterlaudSvertheidigern ohne Uuterschied der Charge, mehr als diesen lieb ist, zu schaffen- waS aber die Schnaken vom Blut unserer Soldaten abzapften, ersetzten die biederen Bewohner RhetnheffenS durch reichliche Spenden edlen Reben- blut-, und diesem soll auch recht wacker zugesprochen worden sein, so daß eS mitunter übergemüthlich zugegangen sein soll. Nun, da die Soldaten wieder zurückgekehrt in die Garnison, heißt die Parole: „Reserve" — ES lebe der Reservemann! Alle Jahre ertönt daS alte und bekannte Lied wieder und doch verliert das Bild der in die Heimath ziehenden Reservisten, die obiges Lied als ihr specielleS Eigenthum betrachten, nichts an seinem Reiz. Wie haben sie den Moment der Entlastung herbeigesehnt, wie freudig begrüßte man die immer weniger werdende „Parole", nun stehen sie mit einem Male draußen in der vielbesungenen Freiheit. Die schwere Pflicht, die daS Vaterland vom wehrhaften Mann verlangt, ist erfüllt und mit Stolz sieht der „gediente" Mann auf den armen „StaatS- krllppel" herab. ES wird „eingeltefert", d. h. die Armatur, die Monturen und die AuSrüstungS Gegenstände dem Kammerunteroffizier zurückgegeben. Die EntlaflungSPapirre in der Tasche, die Mtlitärmütze schief auf den Kopf gesetzt, in der Hand den Stock mit der Compagnietroddel und wennS hoch kommt, die mit den Regimentsfarben geschmückte „Reserveflasche" au der Seite, so geht'- nun dahin, ohne Sorge um die Zukunft, von der der Reservist ein paar Tage lang nichts zu wtsten braucht. Die bürgerliche Welt macht sich mit ihren Ansprüchen bald genug geltend und Mancher denkt mit Sehnsucht an die so viel geschmähte Kaserne, wo man wenigstens die Bekümmerntffe um das tägliche Brod, um eine Schlafstelle und einen Rock nicht gekannt hat. Aber das müßte ein schlechter Soldat sein, der im Kampf umS Dasein so schnell die Fltute inS Korn werfen würde 1 Ausdauer und Muth und für Jeden wird und muß Platz fein. Wenn dann auch schon Jahre vergangen find, daö große Gruppenbild, daS jetzt viele der Reservisten sorgsam eiugewickclt unterm Arm tragen, erinnert ihn immer noch an die Soldatenjahre und für daS ganze Leben fühlt sich der Reservist verbunden mit „seinem" Regiment. • • Sachbeschädigung. Nachdem in der Nacht vom 21. zum 22. dS. MtS. in der Liebtgstraße von vier GaS- latenten die Brenner mit Strümpfchen und Cylinder entfernt worden waren, wurden in der darauffolgenden Nacht in der- felbeu Straße an den Lateroen nicht weniger als 2 3 Scheiben demolirt. Der Thäter des letzteren Unfugs wurde in der Person eines htefigen jungen Mannes festgestellt und zur Anzeige gebracht. * • Vergiftete Wurst. Gestern Nachmittag begab sich ein Herr nach dem Bahnhofe und nahm seinen Hund mit. Bor dem Bahnhofe in der Aulage fand der Hund ein Stück Wurst, Über welches er fich hermachte. Kaum hatte das Thier davon gefreffen, als es tobt hinstürzte. Auf dieselbe Weise verendete am Tage vorher ein Hund in der Westanlage. Die Wurst enthielt starkes Gift. Hoffent- lich gelingt eS, den Thäter zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen. * • Siu Abenteuer. Kürzlich spazirte ein hiesiger Studiosus wohlgemuth durch Feld und Flur, theils um sich in der herrlichen Luft zu erholen, theils um sein Herbarium zu be- reichern. Das Glück war ihm günstig, indem er — einen kolossalen Igel fand. Er band daS liebe Thierchen in sein Schnupftuch und da fich nachgerade bei ihm Durst einstellte, giug er in ein in der Nähe gelegenes Gasthaus, um „Einen" zu trinken. Nachdem er fich über Gebühr gestärkt, packte er seinen Igel und trat seinen Heimweg an. Auf der Lahnbrücke empfand er die drückende Last deS ThiereS und kurz eutschloffen schleuderte er eS in die Lahn. Die nun auf- gesuchte Bude sah ihn bald von Morpheus Armen umschlungen. AlS er am nächsten Morgen erwachte, sah er zu seinem größten Erstaunen den Igel neben sich im Bette- der von einem guten Freunde dedieirte Spazierstock aber fehlt seit der Excurfion, er ist an Stelle des Igels die Laho hin- uater geschwommen. Ans lern Gewerbe,eretiMtg ti Stuttgart wurde Köln als Vorort, Nürnberg al- Ort für den nächstjährigen ver- baudStag bestimmt. Die Resolution, mit welcher die Zwangs- organisation abgelehvt wurde, hat folgenden Wortlaut: „Der verband deutscher Gewerbevereine lehnt den vorliegenden Gesetzentwurf betreffend die Organisattou de» Handwerks, der fich auf deu ZwangSinoungen aufbaut, als für daS deutsche Handwerk unannehmbar ab. Er steht auch heute noch auf dem im vorigen Jahre in Kassel gefaßten Beschlüsse, daß vor Eiuführuog irgendwelcher Handwerkerorganisation der ganze deutsche Handwerker- und Gewerbestand und nicht nur der in den Innungen corporirte kleinste Theil desselben zu hören sei. Der verband deutscher Gewerbevereine ist der Ansicht, daß eine Verständigung deS ganzen deutschen Hand- werter- und Gewerbestandes nur auf der Grundlage der Vorschläge deS dem Reichstage gegenwärtig vorliegenden Gesetzentwurfes Über die Errichtung von Handwerker- kammern und der Vorschläge über die Regelung des Lehr- ltugSwesenS erreichbar und anzustreben ist." Berliner Gewerbe Aurstelluog. Die zur Erleichterung deS Besuches der Lerliner Gewerbe Ausstellung eingeführte« Sonderrückfahrkarten nach Berlin kommen, wie die „Oberh. Ztg." meldet, da der Schluß der Ausstellung am 15. October erfolgt, zum letzten Male am Dienstag, den 13. October d. I»., zur Verausgabung. Vad-Rauheim, 23. September. Die am SamStag Abend stattgefundene Versammlung des hiesigen Gewerbevereins nahm eine Resolution an, wonach die Centralstelle der Gewerbevereine in Darmstadt ersucht wird, an maßgebender Stelle darauf hinzuwirken, daß staatliche Arbeiten in Zukunft dem Wettbewerb ausgesetzt und nicht mehr, wie seither, kurzer Hand freihändig vergeben werden, wie dies beim Badehaus VI geschehen ist. R. Reichelsheim, 23. September. Die hiesige Molkerei läßt ein Schienengeleise nach der neuen Bahnlinie legen. Die tägliche Milchmenge, die verarbeitet wird, hat fich bebeuterfb vermehrt, trotzdem kann man saft keine Butter erhalten, weil von auswärts zu viele Bestellungen einlaufen. Das Bahnhofsgebäude macht gute Fortschritte- die Erd- arbeiten werden durch das seit Wochen anhaltende schlechte Wetter empfindlich beeinträchtigt. 4- Nidda, 23. September. Kostenlose Freisprechung infolge Einspruchserhebung erwirkten in der letzten Schöffengerichtsfitzung zwei Wirthe von hier, welche s. Zi. Strafbefehle erhielten unter der Beschuldigung, daß sie während deS SonntagS-GotteSdiensteS einheimischen Gästen in ihren WirthSlocalen Getränke verabreicht und dadurch den Bestürmungen des Art. 228 des P.-Str.-G. B., bezw. des § 366 des R.-Sir.-G. B. zuwidergehandelt häten. Die Der anzeigten wiesen aber nach, daß fie als Guftwirth, resp. Garkoch patentisirt waren, weßhalb nach Absatz 2 deS Art. 228 beS P.-Str.-G. B. eine verurtheilung nicht erfolgen konnte. — In ber letzten Nacht zog ein arges, mit Sturm begleitetes Unwetter über bie hiesige Gegenb. Durch bie heftigen Regengüsse find die Nidda und ihre Zu- wasser heute erheblich angeschwollen, so daß für einzelne Mühlenbetnebe nothwendiger Stillstand befürchtet wird, wenn nicht alsbald eine bessere Witterung eintritt. n. Bon der mittleren Ridda, 22. September. Ein Frank- furter Jagdpächter, ber eine große zusammenhängende Feld' und Waldjagd, die ihn über 5000 Mk. jährliches Pachtgeld kostet, in hiesiger Gegend besitzt, hat einen Jagd- aufseher angestellt, ber in kurzer Zeit folgendes Raubzeug in einem verhältnißmäßig kleinen Revier zur Strecke gebracht hat: 3 Wildkatzen, 5 Edelmarder, 50 Raubvögel und eine große Anzahl Füchse. — Der Aepfelbiebstahl wirb in den Hellen Nächten eben hier schwunghaft betrieben. Nicht einzeln werben bie Früchte gestohlen, sonbern sackweise. Namentlich werben bie Bäume geplünbert, die nahe an den Chausseen liegen. Dadurch ist schon der verdacht rege geworden, baß vorüberfahrende Handelsleute, welche noch in Masse unsere eisenbahnlose Gegend durchziehen, bie Diebe seien. Bei ben hohen Aepfelpreisen ist bas Geschäft auch recht rentabel. Man ist barum gezwungen, die Aepfel eben schon zu brechen, wenn man überhaupt noch eine Ernte machen will. venSheim, 22. September. In Folge ber beständig naßkühlen Witterung nimmt die Traubenfäule in den Weinbergen raplben Fortgang. Auch ber Sauerwurm richtet nicht geringen Schaben an, so daß in Folge feiner Verheerung die Trauben vielfach zu welken beginnen. DaS feuchte Wetter beschleunigt noch seine verderbliche Wirkung, indem die Stiele ber Trauben rasch faulen und letztere von den Stöcken herabfallen, viele unserer Winzer beabsichtigen in den nächsten Tagen eine Auslese der augefaulten Beeren vorzunehmen, um dadurch bie gefunben Früchte für weitere Reife zu erhalten. 68. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte. Frauksurt a. M., 23. September 1896. Das gestrige große Festmahl hatte etwa tausend Theil- nehmet herangezogen, welche auch bei ben Tafelfreuben eine nach ben großen Arbeiten bewunbernswerthe Aufnahmefähigkeit zeigten. Geh. Rath Professor v. Ziemssen-München gebuchte beS FriebenS und bei Frankfurter Friedensschluss-» unb brachte schließlich ein Hoch auf ben Beschützer deS Friedens, den Kaiser aus. Geh. Rath WiSlicenuS-Leipzig feierte Frankfurt, bie Stabt, bie jeder Cougreß so gern aufsuche. Oberbürgermeister A d i ck e S - Frankfurt a. M. er- widerte in loeniger Rede unb feierte die Naturforscher. Dr. La quer-Frankfurt a. M. bewährte fich wieder als launiger Redner auf daS Wohl der Domen. Professor. Hagenbach -Baiel gedachte der Veranstalter deS CongreffeS. I Wie lauge mau nach dem officielleu Schluß deS Festessens (10 Uhr) noch in deu „feuchten" Abheilungen gesessen, ist nicht bekannt geworde r. Ja der Abtheilung: Zoologie sprach Dr. A. Krämer- Kiel (S. M. ©. „Gefion") übet die Bestimmung deS Plankton» mittelst der Centrifuge und die damit erzielten Resultate in der Südsee und in deu heimischeu Gewässern. Plankton, jene anS Thieren niedrigster Gattung bestehende, meist nur mit bewaffnetem Auge erkennbare Thierwelt de» Meere» ist in der Ostsee in viel bedeutenderen Quantitäten vorhanden, als in der Südsee. Eine gleichmäßige vertheilung bei Plankton, wie behauptet worden ist, kann nur für die ganz Heinen Thiere, und für diese auch nur zu bestimmten Zeit» unb in bestimmten MeereSzonen nachgewiesen werden. In der Abtheilung: Innere Medicin unb Pharmacalogie sprach StaatSrath Prof, von P 0 e h l - Petersburg über „Be- urtheilung der Jmmuuitätszustäude auf Grund der Harnanalyse". Redner lieferte den Nachweis, daß fich auf Gründ von Harnanalysen der JmmunitätSzustand beurteilen läßt, weil durch Intoxikation, durch Bacterien oder andere Giftstoffe da» Blut Veränderungen erleidet, die auch in de» Harnfecretionen zum Ausdruck kommen. Privatdocent Dr. Rosenheim- Berlin sprach über „GastroScopie und OesophagoScopie". Sein Apparat zur Durchleuchtung der Speiseröhre unb be» Magens ist i» Wesentlichen eine Verbesserung beS Mümling'schen Apparate». Die Einführung beSselben erregt keinerlei Schmerzen, eine vorherige Narkose ist beShalb nicht erforderlich. Zur Nachweisung von Fremdkörpern in ber Speiseröhre unb im Entstehen begriffenen Krebsgeschwülsten soll der Apparat be- sonders geeignet sein. Dr. A. Albu-Berlin sprach über die DeSinsection de» DarmcanalS. Mit Milch läßt fich einer übermäßigen Fäulniß- erzeugung im Darmcanal am Besten entgegenwirken. Sine gänzliche Beseitigung dieser Vorgänge ist weder möglich, noch rathsam. In der Abtheilung: „Neurologie und P ychiatrie" sprach Professor Paul Flecksig-Leipzig zur „Localisation ber geistigen Vorgänge". Er weist nach, daß eS mit Hülse anatomischer Methoden gelingt, die SinneScentren der Großhirnrinde schärfer zu umschreiben, als mittelst kli»ischer Beobachtung unb bei Experimentes am Thier. Er beschreibt bie Lage der Sehsphäre im HinterhauptStheil, be» Gehör» im Schläfentheil, des Tastsinnes im Scheiteltheil, des Geruchs im Hinteren Stirnhirn. Als Functionen ber Sinne»- fphären stellt er hin bie Transformationen, bie Nervenerregung in Bewußtsein» - Erscheinungen, die Coordmation ber elementaren Empfindungen in räumlicher unb zeitlicher Hinsicht. Er weist nacd, baß bie SinneSsphäreu bie Grund- lagen der Raum- und theilweise auch ber Zeitanschauuvg enthalten. Die wichtigste SinneSsphäre ist die „Körpersühl- sphare"- fie ist bas eigentliche Centrum beS Deelenorgan», nach welchem alle Fäden zusammenlaufen- sie vermittelt in erster Linie baS Selbftbewußtsein. Dr. Abler-BreSlau behanbelte„Gleichgewicht»stvrungeu", die neben hochgrabiger Schwerhörigkeit oder Taubheit aus dem kranken Ohr, nach Schädelbrüchen, Entzündung der Hirnhaut auftreten. In der Abtheilung: Laryngologie und Rhioologie sprach Dr. med. Stoerk-Wien: „lieber Krebs im Kehlkopf." Der Vortragende ging zuerst auf die Geschichte der Krebs- Heilungen in Wien ein, äußerte die Ansicht, daß die Statistik der Krebsheilungen mehr geschadet, wie genützt habe, weil da ganz verschieden geartete Falle zusammengeworse» wurden und beantwortete schließlich die Frage, ob der Kehlkopfkrebs heilbar sei, mit Ja. E» gab eine Methodev-KrebSoperation, wobei er alle dabei zu beachtenden Vorsichtsmaßregeln, besonders die Berücksichtigung der späteren Stimmbildung angab unb begrünbete. In ber gleichen Abtheilung berichtete Dr. Katzenstein- Berlin über eine neue Methode der Besichtigung de» Kehlkopfes, bie Orthoscop'.e desselben. Dieselbe besteht darin, baß statt deS bisher stets angewendeten einfachen Planspiegel» von Katzenstein ein Doppelspiegel, der in einer Hülse steckt, angewendet wird. DaS in dem ersten Spiegel umgekehrte Bild wird in dem zweiten Spiegel nochmal» umgekehtt unb somit ein aufrechte», d. h. man sieht alle Verhältnisse im Kehlkopf genau so, wie fie find, und nicht umgekehrt. Die Operationstechnik wirb daburch für ben Anfänger und in manchen Fällen auch für ben Erfahrenen bedeutend erleichtert. In ber Abtheilung: Physiologie berichtete Dr. F.Blum- Frankfurt a. M. Über ben Emfluß von Fetten unb seinen Spaltunglprobucten aus bie Gallenabsonberung. Die Seifen wirken ungleich; Stearinsäure unb Palmitinsäure resp. deren Salze erregen keinen Gallenfluß- erucafaure» uub namentlich ölsaure» Natron rufen stärkere Gallenabsonberung hervor. In der Abtheilung: Hygiene machte Prof. Dr. Hippt» Prag hochinteressante Mittheilungen über die „Wasserversorgung im alten Griechenland". Auf einer archäologischen Forschungsreise im alten Hella» im Frühjahr fand Hippe in den Ausgrabungen DörpfrldS den Nachweis, daß nicht die Römer, sondern die Griechen die größten Wasserbautechniker des AlterthumS gewesen find. Die Entwässerungs- Anlagen und Eanalisattonen ständen kaum hinter den Anlagen der Jetztzeit zurück. Privatdocent M. Hahn-München berichtete über „Versuche, die natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Injektionen durch künstliche Vermehrung der weihen Blutkörperchen zu steigern." Die natürliche Widerstandsfähigkeit ist im Wefeoi- lichen identisch mit der keimtödtenden Kraft des Blute», diele letztere steigt aber, wie bie versuche beweisen, auch beim Mensche«, wenn e» gelingt, die ctreulhrenben weißen Blutkörperchen zu vermehren. In der Abtheilung: Unfallheilkunde und gerichtliche Medizin sprach Dr. L. Goldste in Aachen über ärztliche Gutachten unb reichSverficherungSamtliche Entschädigungen. Redner bewies an ber Hand eines Falle», wie sehr e» wünschen»- werth sei, baß bei der Rechtsprechung im Reich»-Berfiche. bei w ft# l«n *• ® w* 3*' 8 «(f.8,11 W 6*n,ld Irüiiiww* »er erliE JSSlHI* SM“ ■ Moklaveo r in S-c £ IP"1* I , itu«« |n nSi|l ” „ 11t MM bta, Wnwinl“® V- lh« tu M°. M ,tz! M81' g, hr DÜtuinon m Zotck ötrfolgtn, W i-t trhihev, m i^ntn W dem t Drock entgegen »u v Prof, viowchi IWyl» Über „Pho Hlrtarmachunn der I lato Thätigkeit oder fuhrt die Unter!* lardi Henn Martin Man hört mittel» di htionl-, SihmungS, I Idiot* und llaplUärgi tüifllid) nzengie Sd unter Druck mit der auf tie Haut veroch B Zn Gemühheil d'.erdurch zur öffeM Krmüermmt bei In, ffr die Franksnrterstr th Vr. » n Ä’ s^L ;önn nur iß, ffÄ?Ä ta» ■ .'S' »i r.'«ich auf ri ?"*tn t *" * blt N i° k !,’S0«lln sprach .' h®tl” Apparat.- be8 Magrus ift; lÄ^App°W ■Jn«let Schmerzen, r l!°rderlich. ö^L p^klöhre nnb hn j.' der Apparu «Jie »eifafectb» k> r "berwäßigeu W, «tgrgeuwtrkeu. lf ge Ist wedn n8|[i; und PWatrie" Im jur yLocaltsatton k ’/ datz es mit hl InneJcentren btt 6m 8 mittelst Wscher k. «Thier. Er beshnt lauptStheil, btS @ti;: Scheiteltheil, diS Se Fuucltoueu der 6h-i Nationen, die Um» ugen, blt ßoorimito luiltllchtr uob piilujir MSsphSr» fit te uch brr flMmtt, äre ist die MnM« rum des Litlean^, wfin; fit vtmittell i e unb Rhivologie fpiti Rttb8 Im SM' ili Gischichie irr ÄnH äaficht, bah die Statik' wie gecht habt, w sammkagwach» ili.' je, ob der SehM" BarfichtSwc?!! ' ■*' :ettn ®tlr • dtut Dr.Hil* 18iM*i1,1 -r Sfiftiit UMi:r » N**8Ft »r ii ckil M - rien W m^ndi rat'1*: .tiilt 8iri*\ i nW »”«*, ■ d!° m ***ÄJ beriet'« D1- Mmlm*1 ' MrtW* * ■ ucafau«« *' lenabfonbcnui* «adHiM1*!. n M« dH A bf einer «A btt bi= Jm-'i*1’* 1* j» ^«"V Ä'L « ”ftw» talw S&gg . »ii rt i£8amte sachverständige, ärztliche Berather sich betheiligev. t»t konnte bet der vorliegenden Reeurß-Entscheidung zu Im Schluffe kommen, daß die Einlegung eines PeffarS — tr und für sich ein harmloser Handgriff — eine Operation Deute, welche der Kranke bekanntermaßen ablehnen kann. In der Abtheilung: Tropenhygiene erstattete Stabsarzt Ur. Kohlst ock-Berl'n Bericht über das SanitätSwesen b ben deutschen Colonien. Er gab zuerst eine Ueberstcht |tr Entwickelung deS SanitätSwesenS in den einzelnen Colo- lito, sprach dann Über die Leitung des SanitätSwesenS durch h Colonial Abtheilung und Unterstützung durch daS Gesund- tiitlamt als wiffenschastlich berathende Behörde, endlich über lit hygienischen Einrichtungen in den Eolonten practischrr nid wtffenschastlicher Art, besonder» Laboratorien und schloß nlt einem Dank für daS lebhafte und fördernde Jntereffe der tropenhygienifchen Section. In der Abtheilung: Chemie sprach Profeffor Dr. E. Srülttu g-Mülhausen i. E. über die Synthese von Farbstoffen der Phenyl Dynaphtylmethan'Reihe. Er erhält dieselben durch Condensation von Di Amido-Naphthl.Phenyl-Petonen mit secundären Naphtyleminen bei Gegenwart von PhoS- shoroxhd Chlorid. ES sind blaue in Wasser unlösliche, in Hlfobol lösliche Körper. Dr. Pfungst»Frankfurt a. M. demonstrtrte von ihm nsuildene Autoklaven für den LabaratortumSgebrauch. Diel'Iben gestatten das Erhitzen von Substanzen aller Art unter hohem Druck, im Bacuum und in beliebigen Gasgemischen sowie daS gefahrlose Aufsaugen der gebildeten gasförmigen SitoctionSproducte. Diese Apparate ersetzen in vielen Fällen die üblichen zugeschmolzenen Glasröhren, die in Kanonen- Istt erhitzt werden. An den Bortrag schloß sich eine längere Dilcusfion, in der Geheimrath WiSlicenus constatirte, daß er die Pfungst'schen Autoklaven mit hohem Nutzen in Itlntm Laboratorium verwende, namentlich auch zum Ab- dtsHlltren von Produkten, die sich beim Erhitzen unter Druck Hilden. Prof. CurtiuS'Kiel berichtet über ähnliche gün« ftlge Erfolge, deSgl. Prof. Ernst v. Meyer «Dresden. In der DiScufsion wird auf Versuche hingewiesen, welche den tzveck verfolgen, zugeschmolzene Glasröhren in Autoklaven |u erhitzen, welche mit Aether gesüllt sind, um durch den iußiren Druck dem im Innern der Glasröhren entstehenden Drmck entgegen zu wirken. Prof. Btomchi'Parma sprach in derAbtheilung innere Medizin über „PhonendoScopie", eine neue Methode zur hllibarmachung der Schwingungen, die in den Organen bei deren Thätigkett oder auf künstlichem Wege entstehen. Er führt die Untersuchung mit dem PhonendoScop aus, das er durch Herrn Martin Wallach Nachf., Caffel Herstellen läßt. Man hört mittel» dieses Instrumente» nicht nur die Ctreu- latiouS«, AthmungS-, Verdauungs-, Bewegung«- sowie die MuS- Mtt« und Capillärgeräusche, sondern man kann auch durch künfftlich erzeugte Schwingungen mittelst einfachen Streikens unter Druck mit der Fingerspitze die Projection der Organe (iiif die Haut vernehmen und so deren Form, Lage, gegenseitige Beziehung nnb Dichte feststellen. ES läßt sich auch die gleichzeitige und vergleichende AuScultation der Function»- oder künstlich hervorgebrachten Geräusche an zwei Stellen ein und desselben Organ» oder an zwei homologen Stellen zweier Organe an demselben oder an zwei verschiedenen Individuen vernehmen. In der heute Morgen stattg-habten gemeinsamen Sitzung aller Medictner folgte auf den oben erwähnten Vortrag des Herrn Prof. Paul Flechsig der Bortrag von Profeffor Dr. Ludwig Edinger-Frankfurt a. M. über die Entwickelung der Gehirndahnen in der Thierreihe. Edinger schilderte den MechaniSmu» genau, der bei allen Thieren vom Regenwurm bis zum Menschen der einfachsten Bewegung und Berwer- thung der Empfindungen dient, wie allmählich auftreteude andere Hirntheile die Möglichkeit seeligen Zuwachses bringen, und wie schließlich daS Einsetzen der Großhirnrinde, das nur stückweise stattfindet, die höchsten Seelenthätigkeiten ermöglicht, daraus erwachsen für die vergleichende Psychologie zahlreiche neue Fragestellungen. — Hierauf besprach Prof. I. Richard Ewald-Straßburg seine Thierversuche, welche beweisen, daß zwischen dem inneren Ohre und den notorischen Ceutreu des Großhirns sehr enge Beziehungen bestehen. Die Körper« bewegungen hängen von diesen beiden Organen ab, welche sich gegenseitig ersetzen können. Fehlen sie beide, so wird dadurch daS Thier gelähmt. Durch diese Versuche gewinnt die experimentelle Gehirnuntersuchung einen neuen Ausgangspunkt. In der Abtheilung: GeburtShülfe und Gynäkologie sprach Prof. Löhlein-Gießen über manuelle Beckenschätzung. Die instrumentelle Beckenmeffung gewährt dem Geübten genügenden Anhalt für feine therapeutischen Entscheidungen. Aber sie wird auS verschiedenen Gründen in der Praxi» wenig geübt. Man darf davor die Augen nicht verschließen, muß vielmehr in der Klinik den jungen Arzt gewöhnen, durch Austastung und Abtastung des Beckens ein genügendes Uetheil über die Raum-Verhältniffe zu erlangen. Löhlein hat feit mehreren Semestern den Grad der Genauigkeit fest- gestellt, der sich so erreichen läßt, und theilt die Ergebniffe, die für den auf sich allein angewiesenen practischen Arzt wichtig sind, mit. In der Abtheilung Ohrenheilkunde stellte Dr. Eulen- st ein-Frankfurt a. M einen durch Excifion der mit eitrigen Thrombus gefüllten Vena jugularis interna ge- heilten Fall von schwerer otittscher Phämie vor. Derselbe hatte ein in die Hintere Schädelgrube durchgebrocheues Cholesteatom und daselbst einen großen extraduralen Absceß, der Querblutleiter war voll Eiter. Nach der Operation traten noch ein Lungeninfarkt R, ein Lungenabsceß L und ein Milzinfarkt, sowie eine ZellgewebS-E-terung im Gesicht auf. Seit 8 Wochen ift vollständige Heilung eingetreten. In der Abtheilung: Lary-.gologie sprach Geheimrath Profeffor B. Fränkel- Berlin über die erhöhte Irritabilität der Nasenschleimhaut, wrlche reflectorisch Asthma rc. Hervorrufen könne und wandte sich gegen den Mißbrauch de» Brennen» In der Nase, welche» bei de« fogenannten Reflex- Reurosen immer noch üblich sei. Ja der Abtheilung: Instrumentenkunde sprach Otto Nicolai-WieSbaden über da» Löthen von Aluminium. Redner führte au», daß die bisherige Unmöglichkeit de» Löthen» von Aluminium auf den Mangel eine» geeigneten Flußmittel» zurückzuführeu fei, verschiedene Haloidsalze geben vorzügliche Flußmittel. Al» Loth wird Zinn oder Zink oder jede leichtflüssige Metall Legirung benutzt, jedoch darf bitfe Legirung kein Blei enthalten. Auch Eisen, Stahl, Messing lasten sich in dieser Weise mit Aluminium verlörhen. Redner, dec Erfinder diese» Löth-Verfahrenö, nahm in der Versammlung Löthungen vor. In der heute Nachmittag fortgesetzten vereinigten Sitzung der mrdteinischen Sectionen sprach Dr. Paul Rosenberg- Berlin über eine neue Methode der Conservirung von Nahrungsmitteln, der DeSinfection und der Behandlung brr JufectionSkrankheiten mit Formaldchyd in neuen Lösungen, dem Holzin, Holztnol und Stortsol. Für die DeSinfection wird ein kleiner einfacher VerdünstungSapparat benutzt, der allen Anforderungen in weitestem Maße entspricht. In der combinirteu Sitzung der inneren und chirurgischen Aerzte trug Professor Schreibe-KönigSberg (Pr.) feine Anschauungen über Magenerweiterungen vor und deren Ver- hältniß zur viel umstrittenen Lehre vom chronischen Magensaftfluß. Redner suchte seinen, lange Zeit isolirt gewesenen, ablehnenden Standpunkt gegenüber dem chronischen Magen- sastfluß auf noch sesterer klinischer Unterlage zu begründen. Gottesdienst in der Synagoge. SamStaa den 26. September. Vorabend 6 Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 7 Uhr. Während der Wi«termo«ate beginnt der Morgen- gotteSdienp am «abbath um S Uhr. SotteMerrst bet israelitischen Religionsgesellschast- Freitag Abend 5“ Uhr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nach, mittag 4 Uhr, SabbathauSgang 7 Uhr- Nachmittag 3“ Uhr rchrtflerklärnng. Weßsteingasse 8. Wochengottesdienst Morgens 680 Uhr, Abends 6 Uhr. 2'erfebr, Caw». nnb vslk.wirthsehaft- eUBm, 24.September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. A 1,15—1,20, Hühnereier pr.St. 6-7* 2 St. 00 4, Enteneier 0 4, 2 ®t.iO 4, eiet pr. St. CO—00 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 8 4, Erbsen pr. Liter 16 4, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar A 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. Stück A 0,50-0,75, Enten pr. Stück A 1,60—1,80, Gänse pr. Pfund A 0,50-0,55, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64-68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 50—00 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 bl, 6,00 A, Weißkraut pr. Stück 0--00 4, Zwiebeln pr. Centner A 5,00—6,00, Milch pr. Liter 16 4, Zwischen pr. Centner A 6—7. Simburg, 23. September. Frachtmarkt. Roth er Wetzen A 12,80, weißer Weizen A 00.00, Korn ** 9.00, Gerste A 7.50, Hafer A 5.60.| Qrtrtfgt des parmstädter WUfV Sferdemarkt. Bekanntmachung. 8114 andere Gewinne. Gebr. Röhrle’s 8482 Bonn K «eUerSweg 33. 8478 2. Lich Birklar . empfiehlt 3872 Obstversteigerung Kttchstr^ßi 2. 6639 150 440 n » H n n ,/ G. WikUttt's filiak, 11 Kirchenplatz 11, 4. 5 In Birklar . - • Harbach Staatsstraße. EttivgShaufru > Staats- Loose h A 1, 11 Stück A 10 bei Bich. 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