1S9G Samstag den 25. Juli Zweites Blatt Mr. 178 Äebaction, Txpkdmo» und Druckerei: Kch-lstratze Hlr.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger JWow*me*Uinrdl l 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mar! 50 Pfg. Die Gießener -««tlien-tLtter »erden dem Anzeiger »Lchmtlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- Montag-. Meßmer Anzeiger Kenerat-Htnzeiger. M. ^h-uw-ld > Sä'«« taffen 9 w,n * < SA «Mtf, Aintr- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. Hratisöeikage: chießener Kamilienötätter. 2lmtlid?er Theil 2. 8. 4. c. d. 5. gestellt find. v. (Sagern. will. als der Mioer Alle Annoncen-Bureaur deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der Mstarrd. ehe 1I#bN iyda) • Anzeigers se_J_ igoog »Uer Zeiten frrtendiwk Geburtszeugniß; EinwMguugs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über beffen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt seinem Unbescholtenheitszeugnitz, welches von der Polizer- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde aus- Toni. „Tonl!" „Franzi!* Die beiden Brüder lagen sich in den Armen und nahmen ich efyttfy retyj, igrplatz mit Musik, 'stliche Zusammenkunft ii 6165 esaWnein. günstiger Witterung: mÄachnbnz Station Lollar. Derben die verehrlichen M: ahrkartm am Bahnhof u 6131 8 Uhr: Tteius Gart« Der Vorstand. ief anlen. , „Faß sie bei die Beine an,* commandirte der Sef, „ich ■c(®m )’ beim Kopf, und trag’n wir V nach oben.* Ja dieser Weise trugen sie die Ursel in ihre Kammer. ort hat. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. . DaS Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschneben sem. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» Zifgenden Tag erscheinenden Nummer dir vorm. 10 Uhr. führte eine kurze Strecke durch hohes Holz und hier wollten sie ihr Vorhaben zur Ausführung bringen. „Jetzt sein mer da,* meinte schwer aufseufzend der Franz, sie die verhängntßvolle Stelle erreicht hatten. „In, do fein mer," wiederholte nicht minder beklommen Der Fleischverbrauch i« deutschen Großstädten. Bon dem im Erscheinen begriffenen fünften Jahrgange des Statistischen Jahrbuchs deutscher Städte liegt der „Frkf. Ztg." der Abschnitt über Vieh- und Schlachthöfe im Jahre 1894 bereits vor, dessen Berfaffer Dr. E. Htrschberg, Dirrctorial-Assiftent am Statistischen Amt der Stadt Berlin ist. Die Wichtigkeit des Gegenstandes ist evident, zeigt doch kaum ein anderes Symptom mit der gleichen Deutlichkeit den Grad der Wohlhabenheit der Bevölkerung. Für das hier betrachtete Jahr 1894 ist vorab zu bemerken, daß die Fleischpretfe in 1893 wegen des Futtermangels tu einzelnen Thetlen des Reiches im Ganzen sehr niedrig standen, woraus sich ein stark gestiegener Consum ergab. Mit dem Anziehen der Preise in 1894 erfolgte auch allerortS ein Rückgang des Fleischverbrauchs. Leider ist es nur heute noch nicht möglich, die Ziffern des Fleischverzehr» in den Großstädten unter sich vergleichbar zu gestalten- bald wird bet diesen Berechnungen der Gesammtverbrauch abgeschätzt, bald nur die Schlachtungen - dann werden in einzelnen Städten Geflügel- und Wildconsum ober das eingeführte Fleisch nicht mit berücksichtigt. Allein für jede einzelne Stadt sind dennoch diese statisttschen Daten für eine Reihe von Jahren fortgesetzt sehr bedeutsame. ffiita. Le Bleiche ;r m Gläü 10 Jfij- M „30dWl 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prü« fung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtonheitszeuguiß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermius, sowte des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell wettere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 2. Juli 1895. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Fretwtlltge. Der Vorsitzende: Buchinger, Regierung^ Nach. zustellen ist- ein selbstgeschriebener Lebenslauf. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein ängsten. Endlich kam der Erwartete. fort zu der Patientin und unter Mitwirkung des Sef con« ftatirte dieser eine schwere Vergiftung. Zu Tode getroffen nahmen die beiden Miffethäter diese schreckliche Botschaft durch den Bader in Empfang. „Wtrds do ntt gar so schlimm sein?* fragte am ganzen a. b. Unterwegs fragte sie den Sef: „Der Bader wird doch nix merk'n, daß all's dlos Verstellung iS?* „Was D' denkst," beruhigte sie der Sef, „der is noch viel dümmer,! als wie die zwei Buben unten z'samm. Drei Täg hast Krampf, und daß D' a ordentlich elend'ft (jammerst),* befahl er ihr noch. „Drei Täg?* fragte fie zurück und stöhnte diesmal wirklich in vollem Ernste auf. Die beiden Buben, welche immer noch schreckensbleich Gießen, den 24. Juli 1896. Betreffend: Ersatzwahl im 1. Reichstagswahlkreise des Groß- herzogthums. ras Großherzogliche Kreisamt Gikßeu tu He Großh. Bürgermeisterei«, des Sreifes. Nachdem durch Plenarbeschluß des Reichstages vom 1, d. MtS. das dem Reichstagsabgeordneten Köhler seitens Jiee 1. Wahlkreises des Großherzogthums übertragene Mandat in Folge seiner Annahme als Postagent für erloschen erklärt worben ist, hat in gedachtem Wahlkreise eine Ersatzwahl fiattzusinden, für welche neue Wählerlisten aufzustellen sind. Wir beauftragen Sie daher, mit der Aufstellung bet Wählerliste in Ihrer Gemeinde sofort zu beginnen und dieselbe so zu fördern, daß diese Arbeit bis Ende August erledigt ist. Die Wählerliste ist in zwei Exemplaren MSzuserttgen, und werden Ihnen die Formulare hierfür mit nächster Post zugehen. Einlagebogen zur Wählerliste sind nach Bedarf mit der Feder herzustellen. Hinsichtlich der Auf- jUtag der Liste und der in dieselbe in alphabetischer Ord- nunp aufzunehmenden Wahlberechtigten verweisen wir Sie au die 1—3 und 7 des Reichstags - Wahlgesetzes vom 31. Mai 1869 (abgedruckt in Nr. 63 Anl. 1 S. 7 des Regierungsblattes von 1870), sowie 88 1 und 7 des Wahl- reglements vom 28. Mai 1870 (abgedruckt in Nr. 63 An- läge 4 S. 52 des Regierungsblattes von 1870). Wegen der Offenlegung der Listen bleibt weitere Verfügung vorbehalten und hat der auf der letzten Seite des Formulars vorgesehene Abschluß der Liste vorerst zu unterbleiben. Am 31. August wollen Sie uus unfehlbar berichten, daß die Wählerlisten doppelt auf- rührenden Abschied voneinander. „Leb wohl, Tonl!" rief ganz gebrochen der Franz. „Du a, Franzl!* schrie sörmltch der Toni, dabei stieß ihn der Bock so fürchterlich, daß er kaum die Schlinge an dem Stricke zu Stande bringen konnte, der ihm inS Jenseits verhelfen sollte. Hieraus trat eine minutenlange Pause ein, in der sich nichts rührte. Die herrschende absolute Finsterniß machte die Situation noch vollends schauerlich. Eben schlug die Kirchthurmuhr Eins. Kalte Schauer überrieselten bei diesem Tone die beiden TodeScandidaien. Wenn fie einander nur wenigstens hätten sehen können, aber nichts als diese» fürchterliche Dunkel. Plötzlich hörte Franz einen markerschütternden Seufzer. „Tonl, Tonl, hängst schon?" rief zähneklappernd Franz. „No nit, hab'- Vaterunser ho ntt z' End g'bet'n," antwortete mit matter Stimme der Toni. „Recht hast, Tonl," meinte der Franz, „daß wir nit mit der ganz'n Sündenlast abfahr'n- kann'S fürwahr nix schaden, wenn wir- Vaterunser noch a paar mal bet'n." „Können wir allzeit im Bet'n ntt g’nug thun," bestätigte der Tont. Die Kirchthurmuhr schlug zwei, drei und vier Uhr und immer noch beteten die beiden dem nahen Tode geweihten Sünder. Selbst die bereits stark eingetretene Morgendämmerung störte die Andächtigen nicht. Sie knieten beide auf dem Rasen, die Hände ergebungsvoll gefaltet, und vor ihnen lag der Strick, an dem fie sicher in wenigen Minuten baumeln würden. (Schluß folgt.) Bekamttmachmlg, betreffend Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1896. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1896 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschluffes von dieser Prüfung fpäteftens bis zum 1. August 1896 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- ciellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prufungs - Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Ansenthalts. um feine Tochter. . f , Der Franz und der Toni aber faßen starr und leichen- dlaß dabei, unfähig zu jedem Wort. Der Sef schlich sich an Franz heran und fragte: „Hast btem 's Sprüchl nit recht herg'sagt?" „Herrgott, mögli wärö schon," stöhnte jetzt dieser, „iS r vertracktS Sprüchl, die Zung' könnt mer drüber brech n. „Nachert iS'» verbei," meinte der Sef. „Wollen wir s' nur glei zu Bett brtng’n und ’n Bader herbestell'n." Die Ursel war mittlerweile auf der Bank ganz um- unten im Gastzimmer saßen, hatten eine alte Magd nach dem Bader geschickt und erwarteten dessen Ankunft in Tode»- Man führte ihn so- Leibe zitternd der Franz. „Leicht, daß fie die Nacht nit mehr überlebt," entgegnete der Bader. „Wan der Krampf ntt bald nachlaßt, wirdS schnell alle, 's arme Dirndl, 'S arme Dirndl, noch so jung und schon fterb’n z' müss'n. Gern will ich ja all's thun, daß mer’n Krampf still'n, ju, 'n Krampf müss'n m’r still'n, sonst iS'S aus." Nach dieser Jeremiade begab sich der Bader wieder nach oben. Die beiden Buben sahen einander verstört an und der Franz brach plötzlich in die Worte auS: „Ui jegerle, ui jegerle, jetzt hon mer die Ursel umg'bracht." „Und 's Zuchthaus iS unS a ficher," rief der Toni, dem die Zunge bis hierher vollständig gelähmt wat. „Tonl, meinst ntt, daß 'S das Beste iS, man wir uns heut noch aufknüpf'n," sagte der Franz mit verzweifelter Resignation. „In, 'S Best is's," pflichtete der Toni bei. „Mach'n wir S," entschied der Franz. Sie ließen fich von der alten Magd des Hegers einen handfesten Strick geben, theilten ihn in zwei Hälften, von denen jeder eine zu fich nahm. So ausgerüstet, verließen fie geräuschlos das Hegerhaus und gingen ohne ein Wort I wetter zu sprechen nebeneinander her. Der Weg inS Dorf mverill. ;bti WiOlUM l0m LidmMchtz m D-r Vorstand. Feuilleton. Das Hexen krsull. Erzählung von Rodert Hiller. (4. Fortsetzung.) Die beiden Bauetssöhne hingegen schielten lauernd nach -ist hin, mit spannungsvollen Blicken den Eintritt der Umwandlung erwartend. Da es dem Franz in seiner Auf- Ttgung dennoch zu lange dauerte, nöthigte er die Ursel zum nochmaligen Trinken. Die fragte mit einem Blicke den Sef, als der bejahte, trank fie noch einen tüchtigen Schluck. Nach einigen Minuten nickte ihr der Ges zu. Die Ursel begann jetzt unruhig zu werden, spuckte mehr- aal» gehörig aus und stieß schließlich einen tiefen, langen Seufzer au«. Der Heger, welcher inzwischen auch wieder herzu- ttkommen war, fragte: „No, was hast denn?" „O jemine," stöhnte die Ursel, „mir ist ganz elend zu Nuthe! o! o!" „Warst doch vorhin no ganz frisch, wie iS denn daS so fiötzlich kämma?" erkundigte fich der Heger weiter. „Ui je, ui je! 'S wird allweil ärger," stöhnte abermals "die Ursel und wand fich wie in Krämpfen. „Sakra, jetzt wird mir'S selber z' dumm," rief der Heger, dem fichtliche Angst anzumerken war, und bemühte fich :^Preise* i Aw K Q 2 Durchschn. f. Oberheffen 2,g 2 :3,5 2,5 2,5 2 .3, 3,5 1,5 2 12 n Q 11 O rVJ4 2 2 2 II 1.9|| — II 2,3il 2 || 2 ||3 IIO 2,111 — Durchschn. f. Rheinhessen 2,lli2,LH.8ü 2 || 2,7112,4.2,^2,1|2,^|3 Durchschnitt s. d. Großh. Während der Regatta: ausgesührt von der 112, Durchschn. f. 2 412,32 3| 331 2 2 2 3 3 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 2U 21 22 23 24 25 11 2 3 4 I 7 1 1,6 1 fi 1,5 1 1 2.5 1,5 1 1 Provinzen und ErhebungSbezi, die BerbrauchSziffern noch immer ziemlich hohe, und der Nationalöcouom wird sie mit .einem heitern, einem nassen Auge" auseheu. Denn au sich ist der Verzehr von Pferde- fleisch gewiß dem von anderen Cousumptabilien der ärmeren Volksschichten vorzuziehev, während doch daS Ueberwiuden des dagegen anerzogenen BorurtheilS auf ein Herabsteigeu in Culturbedürfuisien hivdeutet. Die Gesammtziffer betrug Wetzlarer Ruder-Club. Würzburger Ruder-Verein. Gießener Ruder-Gesellschaft. Nr. 20 biß Wtlty enthält: (X(. 2319.) Sei ianttn btr Sureaukasse VL 1896. iKr. Irr Inlaut K M $ Dtutjdjlanbi. iom ' ben < Großher Prov.Starkenbui KreiS Bensheim. . Geschäft sorgen. Hierin liegt einer von den Gründen, wetz' halb die Chinesen als Kaufleute so erfolgreich find. Saatenstand. Note 1 — sehr guter, 2 — guter. 3 — mittlerer, 4 — geringer, 5 — sehr geringer Stand Aus 13 Großstädten, nämlich Berlin (mit Umgebung), Leipzig, München, Breslau, Köln, Dresden, Stuttgart, Chemnitz, Bremen, Straßburg, Cafsel, Magdeburg und Augsburg liegen nunmehr Berechnungen des Fleischverbrauchs pro Kopf der Bevölkerung vor, die für Straßburg bis auf das Jahr 1870, für Stuttgart auf 1878 zurückreichen, für Magdeburg jedoch nur erstmalige sind. Uebereinstimmend 0 _ . L r L . rv _ r . i OOO —k*. CmXmaw xinnPYYltm 2 2 2 I 2,5; 2,5 2 2 2 2 2 2 2 Gefunden: 1 Spazierstoä, 1 $a' 1 Pfndeteppich, 1 btobtt. Tirßru, am l Großherz „ Heppenheim . „ Offenbach. . 2 | 1,5 2 2,5 l,ti 2 1,5 2 2,5 i ! 2 I 2 | Frankfurter Ruder-Club. „ Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Sachsenhausen . Kreuznacher Ruder-Verein. Mainzer Ruder-Verein. 2 2,5 2 3 Prov. Oberhessen. Kreis Alsseld. . . „ Büdingen. . „ Friedberg. . „ Gießen. . . „ Lauterbach . „ Schotten . . Bell ®et 2 nftr ein schieß U Gelände west richtunggeg^^ -Oberwalgern und < Tas gefährdet schätzen öaunspaö Tdcnhausen. W. Waldhaus, Krosdl gegebenen 3ctt * Bataillon wird d schäften dieses Te die Ltraße Krol rchmclz ist für j< Gießen, dm l Großherz Bemerkungen: Der Stand der Culturgewächse ist im AD Mit dem Roggenschnitt ist begonnen worden (Bez. Gießen), d» Ernte dürste im Allgemeinen befriedigend ausfallen, vereinzelt (Stfc Alzey) wird über dünnen Stand berichtet. Die Heuernte w« mittelmäßig bis gut; indessen leiden die Wiesen ^^ckenm Lage» infolge der Dürre. Der Stand der Weinberge ist sehr: gut, aut dem Bezirk Oppenheim wird leider über daS Auftreten des Trauben Japan in der chinesischen Mandschurei an der Tagesordnung gewesen zu sein. Der Krieg brachte dort alle Geschäfte aus längere Zeit ins Stocken, sodaß die Landleute, die selbst in guten Jahren von dem Ertrage des nicht sehr fruchtbaren Badens nur grade leben können, bald schwere Norh litten. Wenn die Huugersnoth sie dann bedrohte, jedoch nicht eher, verstanden sie sich dazu, ihre Kinder zu verkaufen. Der „Japan Mail" zufolge gibt eS in der Mandschurei rege^ rechte Kinderhändler. Ein japanischer Kaufmann, der kürzlich die dortige Gegend bereiste, sah z. B. einmal ein altes Weib mit fünf oder sechs Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren umherziehen. ES war sehr bemitleidenSwerth, sagt er, diese unschuldigen Wesen tu Lumpen und barfuß hinter einer alten, Menschenhandel treibenden Hexe herlaufen zu sehen. Der Preis für angenehm aussehende oder kluge Kinder schwankt zwischen l1/, und 2 Dollar (3 bis 4 Mk.) aber iu den meisten Fällen wird sehr viel weniger geboten. Die Sclavenhändler laffen sich durchweg eine schriftliche Der- ficherung geben, daß die Eltern ihre Kinder niemals zurück- fordern wollen. Sclaveuknaben werden in der Regel ganz gut behandelt, denn find sie nur etwas anstellig, so hofft j man sie später geschäftlich verwenden zu können, aber Sklaven- madchen haben, wenn sie nicht hübsch find, meistens ein schlimmes Looö. Besonders in Fällen, wo der Händler seine Mädchenwuare nicht rasch genug absetzt, wüsten die armen Geschöpfe oft viel auSstehen. Bon hartherzigen Eigenthümern wird dieser Umstand nachher dazu benutzt, die Mädchen bei dem geringsten Widerstande durch die Drohung eiuzuschüch- tern, man wolle sie an die Händler zurückgeben. Der er« wähnte japanische Kaufmann sah iu Niutschwang ein so übel zugerichtetes Mädchen, daß er die Aermste auS Mitleid an- kaufte, um sie zu seiner Dienerin zu machen. Hübsche Mädchen suchen die Eigenthümer später wieder mit möglich- stem Gewinn an reiche Chinesen zu verkaufen, deren Nebenfrauen fie dann werden. Die Knaben haben eS bester. In vielen Fällen wird ihnen, sobald dies angängig ist, von Kaufleuten die Leitung eines Zweiggeschäftes übertragen, und da fie in jeder Weise von ihren Herren abhängig find, -------- | so können sie gar nicht anders, als nach Kräften für ihr > pilzes berichtet. Prov. Rheinhessen. Landw. Der.-Bez. Alzey , „ Bingen „ , Flonheim , „Ingelheim „ „ Mainz. „ „ Rieder-Olm „ „ Oppenheim , , Osthosen . „ „ Pfeddersheim „ „ Wöllstein . „ „ Wörrstadt. „ „ Worms . Giessener Rud. er-Gos eil schäft Sechste Regatta Königl. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, Sonntag, den 26. Juli, 2 12,5 2 4 2 ||3 Tktu teleff foilii, 24. In * Wto ®efän0ni| s«»uil jit sich 111,1 Mt Nr 4**' 24. z«l M». W Salo ilehnj bonlOQ(i *rn,i< Mßtotbntt. Win, 24. %.i ± 'M" Ä?. foctal Abrikarbktteni über J* 'S' s iQ sr° Itint i bas nn& E *■'••ftSfe ® MlrtS« „ Darmstadt „ Dieburg . . „ Erbach. . • „ Groß-Gerau. 2,5 2 3 13 2 2 3 3 AmÜ mit Achter-Rennen um den Ehrenpreis Sr. auf der Lahn, unter Betheiligung folgender Vereine: - - Oberrader Ruder-Gesellschaft. | Offenbacher Ruder-Verein. Offenbacher Ruder-Gesellschaft „Undine". 5cbitf»ttad?ricbtew. - Der $ofibampftr .Diootblonb1 ber .Keb St« in Antwerpen ist taut Telegramm «m 22. Juli rooblixbiUtn fr Newyork angekommen. Dertebr, £anb- und vstkrwirttz schäft. - Nach ben fttitfWcben ErmittAuvgen be« Vereins bmllcha Eisen- und Stahltnduftrteller belief fich btc des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) stn MomL Juni 1896 auf 515131 Tonnen, darunter Puddelr^eisur Md Spiegeleisen 138 699 Tonnen, Beffemerroheism 44 364 Thomasroheisen 263 425 Tonnen und Gteßereirohetsm 68 643 Torm^ Die Producrton im Mat 1896 betrug 544192 Tomrm. Dm 1. Januar bis 30. Juni 1896 wurden producirt 3 095 805 u£onna. Nachrichten über den Saatenstand im Großherzogthum Hessen UM die Mitte des Monats Juli 1896. rzusammengestellt bet der Grobherzoglichen Oberen landwtrthschast- ltchen Behörde. GROSSES CONCERT wm * «ÄfrÄ'ttÄ st«- Conecrt «roftc Illumination unb bengalische Beleuchtung de» «ahnufer. Preise der Plätze: Nummerirter Sitzplatz TOf. ».50, tm Vorverkauf Mk._ Kinderkarten 50 Pfg. 8i°trittsk°rte» -m Vorverkauf bk Samstag, In 25 g«fi, äbenb«, Ernst Danttl H^'^Ltndmplab, »dolf^^sft. und Heinrich Het.ler, Südanlage. - J“ « R em-nd gefta t. Mherk durch di- T-g-eor°gr°mme. "’S Zahl nur in Sira, üb^Tt)t0^^UIöem^a?n^i^b«3te^Xe“braeu^^ 1894 in folsenben Dagegen J 'S" man MZWZZMMWW W ^nb Vi^öin 64^°) nur (2-1)°'«^ Wmaltz b^urde im Bchahre * ia ä d- xibe^xx"^Ä9^'iÄ belegt wird. . I — Der Gesammtanftrieb hat fich auf den 23 Dtehhöfen — ” _ . unbedeutend vermehrt; tm Ganzen umfaßte er 1894 I 5123648 etM SieS (9«8=n 5091 s/s 54J | . Eh-Nghai, Witte Jutt. Der Handel mit Kindern, vermindert? Tagest "n graher Bedeu.ung al-Symptvm b-s°°d»-mit W-idchen der p,> allenAten^in^ manchen 5; *"*““£*äs: Schweine fich befanden und die Zahl der Rinder gleich blieb (je 136), während Kälber von 285 auf 204, Hämmel von 213 auf 208 fich verminderten. Die» deutet noch mehr darauf hin, daß der im Ganzen gestiegene Fletschpreis den Uebergang zu dem billigeren Schweinefleisch bewirkte.DaS nämliche Resultat ergibt fich bet einer Berechnung des Fleisch- Verbrauchs nach dem Schlachtgewicht. Im Jahre 1894 entfielen in Berlin 47 pCt. des Gesammt- verzehrS auf Schweinefleisch, in Dresden die gleiche Quote, in Augsburg dagegen nur 29pCt.- auf Rindfleisch dagegen nach dem Schlachtgewicht in Berlin 37 pCt., in Dredden 35 pst., in Aug-durg 55p6t.; auf »alber in Berlin 9, in Dresden 13, in Augsburg 14p5t.; auf Hämmel in Berlin 7, in Dresden 5, in Augsburg nur 2M. Von dem größten Jntereffe ist endlich die letzte Tabelle, welche den Verbrauch von Pferde-, Sfel- und Hundefleifch barstellt. Für 39 deutfche Städte ist die Schlachtung non Pferben dargestellt für die beiden Jahre 1893 unb 1894, in Bremen, Danzig, Barmen unb Wiesbaden liegen uns Am gaben für je ein Jahr nor, die Wagdeburger Ziffern finb Nicht ganz vergleichbare. Im Allgemeinen läßt fich barau» eint beträchtliche Abnahme des Pferdefleifchconfum, ent. nehmen, die am bedeutendsten in Breslau war: 2884 Pferde, fchlachtungen gegen 4374 im Vorjahre. Weiter weifen sehr erhebliche Abminderung aus: Srefeld 458 (731), Dortmund 539 (711), Süffel 245 (398), Mainz ^5 l533), bef°nderS aber Görlitz 378 (604) unb Düffeldorf 957 (1263). In den anderen Städten war da, H-rabgehen der Schlachtziff-r an Pferden geringer ober stationär, wie in »erltn 7620 (7638), wofelbst 527 (510) Pferde in die Zoologischen Gart-n gingen. Zugenommen hat diese Ziffer in H°wburg 95l ( ), Stuttgart 124 (119) und Augsburg 655 (567). Womit diese« relativ starke Sinken des Ps-rdefl-ischconfum« zu er. klären ist, kann nur vermuthet werden. Höchstwahrscheinlich hat das Sinken ber Fleischpreife in 1893 die ärmere Se- völkerung, um welche eS fich hier fast ausschließlich handelt, an einen Uebergang zu anderen Fleischsorten gewöhnt, so zu sagen, diese« Fleisch degoutirt, derart, dab btt Wkkung auch bei höheren Fleischpreiseu fühlbar war. UebrigenS find 4,5;-» 3 h Winterwetzen Sommerwelz. Wtnterspelz Wtnterroggrn 1 a a o i a Sommergerste Kartoffeln Littet auch Snjtmefl Wiesen | Weinberge | 1 1 1 2 - 2 ' 1,5 2 1 _ 2 1 3 3 2 4 4 — 2 2 1.5 3 2,5 2 3 2 1 2 2 2 2 2 2 — 2 — 2,5 _ 1,5 3 2.5 3.5 2 3^ 3,5 1 — - 2 2 13 [3 2 4 3 i — 3 3 2,5 1- ! 2,5 3 2 4 3 - II 3 — 1-3 - | 12,5 2 2 -2 - 2,5' 2 2 -2,öl,- 2,5 2 - - 2 5 - 2 2 2 — 3 — 2 2 || 2 - 2 | 2,5 2.5