L8SS Mittwoch den 25. März Zweites Blatt flt. 72 Gießener Anzeig er vierteljähriger i) Aöo»«c«e«tsprelSr W 2 Mark 20 Pfg. mit Kenerat-Wnzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den "Kreis Giefzsn. Kratisöeikage: Gießener Kamitienökätter. Amtlicher Theil er He 6^ Innahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» lelflenben Lag erscheinenden Nummer bi» Borin. 10 Uhr. Alle «nnoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. e! Action. sirntz Noll Telephoo^ Ecke. „Hannewackel! Kommst mit nach Elmstein?^ Bor dem Träumenden steht eine lichte Mädchengestal^ -vmuthig, blondlockig wie das Brüderchen und festlich Vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mar! 50 Pfg. Nedaction, ErpedNioO und Druckerei: Kchulftrnt- Mr.F. Fernsprecher 51. 'tfc.ll März, vom 20. bis zum 30. Mörz, sind recht erfreulich, denn sie deuten auf ein mildes gewächsigeS Frühjahr. W. Rommelhausen i. d. W., 20. März. Unsere kleine Gemarkung führt einen guten T ö p f e r t h o n, der sich besonders zu Blumentöpfen eignet. Die Leute sind daher für das Herstellen de« Thönes und das Brennen gut eingeschult. Im Winter ruht das Geschäft satt ganz. Kaum zieht aber der Frühling inS Land, so wird unser Handel auch belebt. Die Lieferungen gehen meistens nach Hanau, welches die größte nahliegende Eisenbahnstation ist. Da der Bau der Eisenbahn von Stockheim durch die Wetterau nach Frankfurt in gewisier Aussicht steht, die Linie aber nahe an un8 vordeiführt. werden wir Verbindung mit Frankfurt erhalten, wodurch unsece Thonindustrie, die gar nicht so unbedeutend ist, jedenfalls einen kräftigen Aufschwung nehmen wird. n.Friedberg.23.März. UnsereGeflügelauSftellung erfreut sich fortgesetzt eines ungemein starken Besuches. In den NachmittagSstunden des gestrigen Sonntags hielt eS ungemein schwer, sich durch daS dichte Gedränge zu arbeiten. Aber man machte sich die Mühe nicht umsonst; denn der junge Geflügelzüchterverein hatte sich keine Mühe verdrießen lassen, um etwas Schönes und Gediegenes bieten zu können. Der Catalog weist 461 Nummern auf und 114 Aussteller hatten sich betheiligt. Gänse waren nur sehr wenige auS- gestellt, was wohl damit zUsammenhängt, daß diese sich eben in der Brütezeit befinden. Von Enten waren vertreten: Peking, Rouen, Aylesbury, Türkische Enten und Kreuzungen, von Hühnern: Hamburger Lack- und Sprenkelhühner, Ramelsloher und Lakenfelder, Bergische Rassen, Thüringer Baus- bäckchen, Italiener, rebhuhn- und andersfarbig, Minorka, Langshan, Plymouth Rocks und Wyandottes, Dorking und Dominikaner, Spanier und Andalusier, Houdan, Cochtn, Brahma, Malayen und Kämpfer, Sumatra, Phönix und Jokohama, La Fläche und Crävecoeur, Paduaner und Holländer, Bantam, rosenkämmige, sebright und japanefische, Zwergkämpfer, Köchin- und Brahma-Bantam, Pfauen, Fasanen und Perlhühner und diverse kleine Rassen und deutsche Schläge und Kreuzungen. Von Tauben finden wir: Langschnäbel, Tümmler und Trommeltauben, Gimpel- und Staarentauben, LuchStauben, und Lerchen, Kröpfer, deutsche, Schwalbeu- Flügel- und Schildtauben, Pfaffen- und Mohrenköpfe, Mönch * EtStauben, und Schnippen, andere Farbentauben, Brieftauben, Römer, und Monteaubau, Kröpfer, englische H. An» dem Horlosfthale, 20. .März. Der 1896er Frühling hält .mit programmmäßiger Pünktlichkeit seinen Einzug bei uuS. Gestern begann man allgemein mit dem Umgraben von Saatbeten im Freien. In geschützt liegenden Gärten hat man schon vor längerer Zett mit dieser Arbeit begonnen. Auch das Pflügen der ^Grundstücke hat seinen Anfang genommen. Samendickwurzel und Samenweißrüben werden bereits verpflanzt. Staare, Amseln, Droffeln und Buchfinken find eifrig am Nesterbauen. Auch die Elster zimmert fleißig an ihrem Horste. Erstaunlich ist der Fortschritt von gestern auf heute in der Natur. Die Wirsen find nahezu ganz grün in den geschützten Lagen. Gestern hatten wir einige Tropfen warmen Regen, es wurde sehr warm und wir beobachteten Blitze, aber ohne Donner. Derartige Erscheinungen in den sehr wichtigen Wendetageu des »tvaratur, "tNWtnbt Hst, (oulantt Deutsche» Reich. Berlin, 23. März. Am Sonntag fand in Wilhelms- Hafen die Enthüllung des vom Commerzienrath Oechel- Häuser gestifteten Kaiser Wilhelm - Denkmale- statt- im Auftrag des Kaisers wohnte Prinz Friedrich Leopold von Preußen der Feier bei. Nach einer Ansprache deS Stifters des DenkmaleS an den Prinzen hielt Viceadmiral ValviS die eigentliche Festrede, in derselben mit warmen, patriotischen Worten des Wirkens und der Persönlichkeit deS großen Kaisers gedenkend. Prinz Friedrich Leopold dankte beiden Rednern und unternahm dann eine Befichtigung des DenkmaleS, an deffen Fuße alsdann Veteranen und Vereine Kränze niederlegten. Später besichtigte der Prinz die Werft, nahm hierauf im OffizierScafino das Frühstück ein und reifte bald nach 4 Uhr nach Oldenburg weiter, um dem dortigen Hofe einen mehrtägigen Besuch abzustatten. — Die Blättermeldung, wonach der Berlepsch'sche Entwurf eines Gesetzes über die Organisation deS Handwerks dem preußischen StaatSministerium jetzt zugegangen sein sollte, wird von der offictösen „Nordd. Allgem. Ztg." demrntirt, dagegen von dem gleichfalls offieiösen „Hamb. Corresp " aufrecht erhalten. Es wird sich wohl bald zeigen, welches von beiden Blättern mit seiner Auffaffung in dieser Angelegenheit Recht hat. ann. 13. |(S***F essen, 'chninA dotlNtM stand. -en und W tschen G raqW H UM i t. 21891 „Geh, laß mich, Marile, ich bleib halt doch lieber | daheim." „Na, so ein" — aber sie kommt nicht zu Ende; am Garrenzaun nickt ein fröhliches, schnurrbärtiges Gesicht und winkt und lacht und flüstert ein lustiges „Grüß Gott!" Da ist sie über und über roth und freudig erschrocken an den Zaun gelaufen. Der Hannewackel aber kaut an feinem Pfeifensttel und blickt wehmürhig-traurig hinterdrein. „Hannewackel! Wie stehtS, gehst uet mit?" Die stämmige Bäuerin selbst rüttelt ihn ermunternd an .den Schultern, daß beinahe daS qualmende Pfeiflein aus dem Munde gefallen wäre. „Ich dank schön, Bäuerin, aber mir ist uet ganz wohl." „Wie Du willst- mach DtrS bequem, koch Dir auf den Abend ein Grützen und ein paar Eier- follte Dich aber doch noch ein Lüstchen ankommen, so weißt, wo wir zu finden find. Gehab Dich wohl, Hannewackel!" Die seidenen Feströcke und die bunten Schürzenzipfel flattern um die Ecke. Leb wohl, Hannewackel," — wieder lugt der Blondkopf herüber — „werd Dir waS Schöne-mttbringen. Leb wohl!" Und der Bauer mahnt: „Gieb fein Obacht, daß nix pasfirt!" Dann kuarrt die Hofthüre und fällt klirrend wieder in- Schloß — fort find fie. „Run werd ich wohl endlich meine Ruh haben!" grollt der Bursche hinterdrein und blickt den Davongeheudeu über den Gartenzaun nach. Wie fie so gemächlich und stattlich dahiuschlendern! Der Bauer und die Bäuerin breitspurig und selbstgefällig vornweg, da- «übleiu einmal hüben und einmal drüben, immer lachend, immer springend, und daun schmuck und säuberlich daS Marile. Ja, da- Marile, daS Marile! Seufzend kehrt fich der Bursche ab und macht fich ein neuer Pfeiflein zurecht. ES ist still um ihn her, schwül und still, und über den Hof flimmert der gluthende Schein der Mittagssonne. Nero, der Hofhund, liegt unter der Bank, streckt zuweilen heißathmeud die Lefzen auf uud schnappt nach den Mücken, die ihm um die Ohren schwirren- die Hühner haben fich tu den Schatteu der Mauer, in die aufgescharrten kühlen Erdhöhlen gelagert, über den Düngerhaufen summe» blauschivernd unzählige Fliegen enb unter dem Schmurndach Fenilleton. Drs Hannewsckkls Kirmeßsonntsg. Skizze aus den Pfälzer Bergen. Von Heinrich v. Lautern. (Nachdruck verboten.) „Hannewackel*)! Gehst mit zur Kirmeß?" Ein blondes Bübchen trollt um die HauSecke auf einen tiasamen Burschen zu, der im Sonnenschein auf der Bank sitzt uud vor fich ^'iuträumend sein Pfeifchen schmaucht. „Hannewackel! Gutsel**), viel Gutsel kaufen — ach ja, und Earouffel fahren?!" „Nein, Carlchen, ich geh nicht mit — muß den Hof süten." v „ r . Der Blondkopf lugt den Burschen mit fragenden Aeugletu w Wie kann ein Mensch zum Ktrmeßsonntag den Hof wten müffen? Aber daS Krausköpfchen ist zu voll von Sattel- und Carouffelgelüsten, ein paarmal tätschelt eS die braune, schwielige Hand des Burschen mit seinen winzigen, nfigeu Ftugerchen und hüpft dann wieder leichtfüßig um Der Meetr Zotiger erscheint täglich, rmt Ausnahme beS Montag». Die Gießener Deamitieuv kälter »erben d-m Anzeiger »Schentlich dreimal beifldegt ager in I m, sowie | riilkzesetzte | >eten za A Siglen ! geschmückt. _ ., , „Nein, Marile, ich muß — ich muß — na, ich kann ftlr net!" , _. , „So geh doch mit! Heut wenigsten- einmal, zur Kirmeß. hast ja reins nicht- sonst, Du armer Kerl, und — weißt — v Elmstein find die Mädchen gar nicht unrecht." „Kann schon sein, Marile, aber nach mir fragt doch I'.iae." „O, Du Griesgram! Freilich, wenn Du alleweil den Kopf häng« läßt und so absonderlich daherblickst, als gäbS leim' Sonn' und kein Singen auf der Welt! Geh, sei ge- scheldt und fei lustig und komm' mit. Der Franz ist auch Md; wirst schon Dein Spaß haben." *) Pfälzer Bezeichnung eins- hdmath- und besitzlosen Menschen. I »*) Nafchwerk. 10. Ireflektor. Feilt! as-Ofei int. ohn Carl Bade-Ofenfl serwerkj^, iige> Arbeit nach > wirbeln und tanzen leuchtende Staubstretfen durch die Sonnenstrahlen, die durch Ritzen und Spalten fallen. Der Bursche auf der Bank ist unruhig geworden und heftig aufgeblasene Rauchwolken zerstattern blauwirbelnd im Sonnenschein. Auch der Hund mag nimmer ruhen- unter der Bank kriecht er hervor und schiebt den Kopf schweifwedelnd auf die Kniee de- Burschen, in den großen, glänzenden Augen- sternen die stumme Frage: „WaS machen wir nun?" Und der Hannewackel tupft ihm auf die kühle, feuchte Rase, streicht ihm daS glatte Fell und spricht: „Ja, ja, Nero, Du uud ich — wir find beide so zwei arme Hundeseelen. Du freilich bist immer noch bester dran, Du fühlst nix da- von, Du gute-, dumme- Vieh, aber unsereiuS hat nun einmal sein ewige- Sinnen und Denken und kann nimmer weg- kommen über diese- leidige Leben uud über die Dummheit, daß eS Herren und Knechte gibt, Herren und Knechte weitaus, welteiu. Und da stellen fie fich auch noch obendrein hin, ein- um- andere, ziehen ein freundliches Gesicht und sagen: „Hannewackel, gehst mit?" Ja, und geht der Hannewackel mit, dann darf er in Gnaden sechs Schritte hinterdrein tappen, weunS Norh thut auch noch den Buben tragen- in Elmstein nachher gibt- ein Maß Bier uud dann läßt man ihn laufen, den armen Knecht. O, du armselige- Hundeleben!" Er schiebt den Hund bet Seite und ist mit einem Ruck auf den Beinen. „Wenigsten- einen anderen Rock willst au- ziehen," murmelt er, fich dehnend, „damit daß Du selber auch einen Begriff kriegst von Sonntag uud Kirmeß. Just will er oben seine Kammerthür auskliuken, da kommt ihm ein seltsamer Gedanke. Er streift die Schuhe^ ab und schleicht auf den Zehen über den Boden an eine von ihm nie geöffnete Thür — die Thür von Marilenß Mädchen- stube. Sr hält den Athem au, wie er die Klinke niederdrückt, und tritt mit hochklopfeudem Herzen in daS stille Heiligthum. Auf dem Fensterbrett duftet ein Strauß vollaufgeblühter Rosen, — gewiß vom Franz! Uud über der Stuhllehne hängen die Alltagskleider, die fie vorhin erst mit dem Feststaate vertauscht. (Kortzetzung folgt.) Lekauvtmachmlg, betreffend die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des SroßherzogthumS; hier: Gesuch des Verein- „Kunstfreund" zu Darmstadt um Genehmigung einer Verloofung. Der Verein „Kunstfreund" zu Darmstadt beabsichtigt mit einer im September l. I. abzuhaltendrn Ausstellung eine Verloofung von Oelgemälden zu verbinden. Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz Hai die nachgesuchte Erlaubntß zur Veranstaltung dieser Ver- loosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 25,000 Loose zu 1 Mark daS Stück ausgegeden werden dürfen uud mindesten- 60 pEt. des BruttoerlöseS au- dem verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenstäuden zu dervenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Srvßherzogthum gestattet worden. Gießen, den 21. März 1896. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 21. März 1896. vetreffend: Die Ableistung de- Huldigung-- und Ver- faffungSeideS. Daß «wßherzogttche KrriSawt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien der Amtsgerichtsbezirke Grünberg und Homberg. Die Ableistung deS Huldigung-- und BerfaffuugSeideS bei in Ihren Gemeinden neu aufgenommeuen Ort-bürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ort-bürger zu werden, verheirathet haben, soll Samstag den 4. April d. I., Bormittags 9 Uhr, in dem Rathhause zu Grüuberg stattfinden. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu dem Termine vorzuladen und wie geschehen unter Angabe der Namen der Vorgeladenen auzuzetgen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten fich derartige Personen au-wärt- auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. v. Gagern. Mnb französische, Brünner und sonstige, Malteser und Huhnschecken und Modeneser, Bagdetten, Sanier und Türken, Dragon» und Indianer, PerrKcken-, Pfau- uud Lockentauben, Mövcheu, Tümmler, kurzschuibelige. Außerdem waren ausgestellt Eauarien und andere in- uud ausländische Sing- und Ziervögel. Unter den Besuchern herrscht nur eine Stimme de» Lobes über die Ausstellung. Der erst vor Jahresfrist gegründete Verein mit seinen ca. 100 Mitgliedern hat mit dieser ersten Probe seine- Können- gezeigt, wie ernst eS ihm zu thun ist um die Hebung der Geflügelzucht. Möge er die Freude eine- baldigen sichtbaren Erfolge- haben! Vilbel, 23. März. Hier erstach der 22jährigeMaurer Bellinger im Streit seinen zwei Jahre jüngeren Bruder. Der Thäter wurde verhaftet. a. Letbhecken, 23. März. Hier wurde ein Einbruch verübt, bet dem eS der Dieb aber nicht auf Geld, sondern auf Eßwaaren abgesehen hatte. Er wußte nämlich den Weg zur BorrathSkammer zu finden und traf hier sorgfältige Au-wahl. Nur Cervelat- und Schwartenwurst erschienen ihm de- MitnehmenS werth, während er Blut« uud Leberwurst unberührt ließ. Man hat keine Spur vom Thäter und wird er höchftwahrscheinltch^seinen Raub ungestört genießen können. V. W. Vom westlichen Bogelsberge, 23. März. Die beiden Handwerkerschulen zu Ortenberg und Nidda haben weitere Zuschüße au» der HauptstaarSkaffe erhalte«. Ortenberg erhielt den Zuschuß (ir angeschaffte Möbeln und Rtdda, weil durch die Gesellenprüfung Soften erwuchsen, welche wieder ersetzt wordeu find. Die Leistuugeu au beiden Schalen find sehr befriedigende und wachsen mit jede» Jahre. V. A«S de» Vogelsberg. 20. März. Die oberste Eameral- uud Forstbehörde hat auch in diesem Jahre bereits deu Befehl ertheilt, daß unverzüglich der Kampf gegen die Maikäfer eröffnet werden soll, sobald fich diese Jasecren zeigen. Jedenfalls arbeiten die Verwaltungsbehörden und Gemeindeverwaltungen Haud in Hand mit der Forstverwaltuog, wie e« auch im vorigen Jahre der Fall gewesen ist. Die Erfolge find sehr bedeuteud, wenn man bedenkt, daß über 20 Millionen Käfer vertilgt wordeu find. Wenn die Campagne gegen die Schädliuge beendigt ist, soll berichtet werden, wtevtele Säser auch in diesem Frühjahre zur Strecke gebracht wurden und waS für Erfahrungen bet der Vertilgung gemacht werden konnten. — Wenn in derselben Weise gegen die Obstbau«- schädliuge, die Mäuse, Hamster und sonstige- Geschmeiß ein paar Jahre lang gekämpft werden würde, müßte man gewiß über die Feinde Herr werden. Waldmichelbach, 21. März. Einen furchtbaren Tod fand dahier ein zweijährige- Kind. In einem unbewachten Augenblick zündete da- vierjährige Schwesterchen unter der Wiege de- schlafenden zweijährigen KindeS ein Feuer au. Als der Großvater im Hofe furchtbar schreie, hörte und in die Stube kam, stand da- Beuchen mit de« nach Hilfe schreienden Kinde in hellen Flammen, lieber über verbrannt zog man da- arme Sind wir eigener Gefahr au- den Flammen. Die Brandwunden wäre« aber beton daß endlich der gestern eingetretene Tod ein erlösender Erren^' au- furchtbaren Qualen war. * Mau schreibt auS Pößneck: Eine ungemein ehrend^ Anerkennung ist unserer heimischen Industrie kürzlich dari Se. Hoheit den Herzog Georg zu Thetl geworden. 5!och dem am Donnerstag im Herzoglichen Refidenzschloffe « Meiningen stattgehabteu Landtag» • Diner zog Se. Hoh^ den Abgeordneten Herrn Richard Eberletn in ein länger« Gespräch und äußerte fich im Verlaufe desselben recht o» erkennend über die gelieferten Chocoladen der Herzogliche, Hof,-Chocoladenfabrik de» Herrn Robert Berger fytr. Se. Hoheit betonte dabei ganz ausdrücklich, daß z, Berger scheu Fabrikate weit bester al» die aus Frankreij und der Schweiz bezogenen seien uud ersuchte Herrn Sderle«, Herrn Berger bei seiner Rückkehr nach Pößneck bosa Keuutniß zu geben. Vergebung von Bauarbeiten vorkommenden Arbeiten, al»: Fichtennadelbonbons q Erfolg sicher, Geschmack vorzüglich, 118 Mittwoch den 25 März l. I., 2097 2826 Chr. Thome I. A..- «tagt. 1873 nicht mehr bei Gebrauch v. Wilthen (L. 8.) Dr. H. ß. Mttstein. Zu haben A 40 Pfg. u. Ml. 1.10 bet I. H Fuhr, Sonnenstraße 25. Confirmanden Hemden 1) Erdarbeit (ca. 160 cbm), 2) Maurerarbeit (Bruchsteinmauerwerk, ca. 185 cbm; Backsteinmauerwerk, ca. 100 cbm; Verblendung ca. 200 qm), 3) Asphaltarbeit, 4) Steinhauerarbeit (Basaltlava, ca. 2,9 cbm; heller Sandstein, ca. 4,8 cbm), 5) Zimmerarbeit (Tannenholz, ca. 17 cbm oder ca. 870 Ifdm; Dachverschalung, ca. 165 qm), 6) Dachdeckerarbeit (Holzcementdächer, ca. 165 qm), / 7) Spenglerarbeit, 8) Schreinerarbeit, 9) Glaserarbeit, 10) Schlosserarbeit, 11) Weißbinderarbeit, Wirkung grossartig! Zu haben » 30 und 50 Pfg. b* Gustav Walter. Hommertshausen bei Biedenkopf empfiehlt: C. Röhr & Co. Spezialgeschäft für Kinderbetten u. Erstlings- - wasche. « Illufltr. Catal. grat. u. fco. Mittwoch drn 8. April, Nachmittag« 2 Uhr, fallen auf dem hiesigen OrtSgericht die den ft«rl Lenz «heleaten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 84 Nr. 598,7 - 179 qm Hosraithe zwischen dem Wäldchen und dem Schieß hauS, Flur 34 Str. 581«V10o — 363 797 Ii. 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Auch sonst hat es uns an reichlichen größeren und kleineren Zuwendungen nicht gefehlt, so daß wir imstande waren, den wachsenden Anforderungen unserer Vereins- anfgaben gerecht zu werden. Wir wollen hier nur einiges erwähnen. Aus einem auf Anregung der Frau Provinzialdirektor v. Gagern am 28. Februar zum Besten unserer Nähabende veranstalteten Bazar wurde unserer Kasse ein Reinertrag von 2802 95 überwiesen, aus dem danu das von einem früheren Bazar noch vorhandene und für die Nähabende angelegte Kapital wieder auf 4000 JL ergänzt wurde, während der Rest zur Bestreitung der laufenden Bedürfnisse der Nähabende verwendet wurde. Die hiesige Spar- und Leihkasse hat uns wiederum deu erhöhten Betrag von 1200 jfl bewilligt; das verstorbene Fräulein Elise Müller vermachte unserem Schwesternhaus ihr gesamtes Mobiliar und Weißzeug. Die erfreulichsten Erfahrungen durften wir machen, als wir ernstlich dem Gedanken an eine Erweiterung unseres Schwesternhauses näher traten. Bei der wachsenden Zahl unserer Schwestern und der stetigen Zunahme der Kinderzahl in unserer Krippe konnten wir uns dem nicht länger entziehen. Wie Sie sich erinnern werden, hat schon die letzte ordentliche Jahresversammlung ihre Zustimmung erteilt, und den Vorstand ermächtigt, die nötigen einleitenden Schritte dazu zu thün, unter Umständen auch den Bauplatz zu erwerben. Eine am 2. Dezember 1895 einberufene außerordentliche Generalversammlung genehmigte die vorgelegten Pläne und beschloß, die zu ihrer Ausführung nötigen Mittel im Betrag von ca. 50000 JC durch Ausgabe vou Obligationen zu 3 % verzinslich aufzubringen. Sie wurde dazu bestimmt, durch die vou dem Vorstande gemachte Mitteilung, daß nach bereits gepflogenen Vorbesprechungen die Beschaffung des Geldes auf diesem Wege ohne große Schwierigkeiten zu erhoffen sei. Diese Hoffnung hat uns in der Thal nicht getäuscht. Auf eine von uns versandte Bitte erhielten wir iuuiwv*i, 1^1«» Wiv VW iwwuigtu ctuuuui tuugpi, uuu ijl IUI !ta die Treppe hinunter und wieder auf dem Hofe. Aber mit der Bankträumerei ists vorbei, keine Ruhe hat er mehr In der kleinen, stillsonnigen Welt; * er wehrt dem nach- bringenden Nero und tritt aufathmend durchs Thor auf die Straße. Auch hier weit und breit keine Menschenseele, alles Sill und auSgestorben, alles in Elmstein. Er schreitet zum k)orf hinaus über den heißathmendeu Feldrain, wo die Grillen ibr melancholisches Lied zirpen im hohen, gelben Saatenfeld, eo die Kornblumen blühen und der Mohn und wo die Lerchen jllbilirend in den blauen Aether aufsteigen. Da, wo der Lald beginnt, hält er sinnend an. Das ist die Stelle, hier m den halb versunkenen Feldstein, wo er sich vor Jahren uch langer, weiter Wanderung müde ins GraS geworfen und to er das Martle zum ersten Male gesehen. Sie war so freundlich und so gut zu dem bestaubten, durstigen Wander- Urschen, al« eS sich schickte, daß ihr Vater, der Sonnensett« Bauet, just einen neuen Knecht einzustellen hatte, da glaubte ber Heimathlose, der eben sein vielliebeS Mütterlein begraben, brr eben die Schwester, die unselige Kindesmörderin, verpacht, im friedlichen Bergthal bei den derbbiederen Wald- Im ie« und bei dem sonnigen, treuherzigen Marile eine Heim- stäite für sein junges, heimgesuchte- Leben gefunden zu haben. Jahre find seitdem vergangen, aber die Heimstätte — die Heimstätte hat er noch immer nicht gefunden. Und die derb- lieferen Waldbauern — gebraucht und geplagt haben fie ihm nach Gutdünken, den „Haunewackel" haben sie ihn, deu ^rtmathlosen Habenichts geheißen, arbeiten hat er müffen, tayauS, tageiu, vom ersten bis zum letzten Sonnenstrahl. Kohl klingelten ihm die harten Batzen mittlerweile in die bis jetzt von 23 Zeichnern 44400 JC Darlehen, und von weiteren 13 Geschenke im Gesamtbetrag von 2154 jfC. Für alle die erwähnten Zuwendungen, ganz besonders aber auch für diese thatkräftige Hülfe und für den uns hocherfreuenden Beweis des Vertrauens, der uns damit gegeben worden ist, fühlen wir uns zu lebhaftem und aufrichtigem Dank verpflichtet. Ueber die Art und Weise der Ausführung des Schwesternhausbaues sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen, da sich allerlei Schwierigkeiten ergeben haben; wir hoffen, dafür in Kürze eine befriedigende Lösung zu finden, wenn wir auch wohl darauf verzichten müssen, den Bau schon in diesem Jahre zur Vollendung zu bringen. Im Bestände unserer arbeitenden Mitglieder sind nur zwei Veränderungen eingetreten: Aus dem Vorstand schied aus Gesundheitsrücksicht aus Herr Rentner Aug. Heß, der dem Vorstand seit der Neuorganisation des Vereins angehörte und viele Jahre hindurch das Amt des Schriftführers verwaltet hat. Wir bedauern aufrichtig den Verlust dieses treuen Mitarbeiters und sprechen ihm die besten Wünsche zur Wiederherstellung seiner Gesundheit aus. Im III. Bezirk trat als Helferin neu ein Fräulein Johan nette Zimmermann. Ueber unsere einzelnen Arbeitsgebiete berichten wir Folgendes: I. Armenpflege: Es wurden unterstützt: 184 Personen und Familien in 677 Fällen (1894: 179 Personen in 877 Fällen). Dafür wurden aufgewendet 4532 jft, 27 (gegen 4772 jft 51 in 1894). Von diesen Unterstützungen fallen auf: 1. Baarunterstützungen (einschl. Stiftungszinsen) . . . - Jfl 1894.50 2. Milchlieferung.......881.25 3. Brennmaterial....... 283.— 4. Wein.......... 245.— 5. Kostgeld an Kleinkinderschule, Knaben- und Mädchenhort . „ 36.60 6. Kurkosten in Bad-Nauheim: a. für Erwachsene jfL 84.10 b. Kinder „ 940.50,, 1024.60 7. Darlehen........ 216.57 II. Krankenpflege: Die Schwestern pflegten in 577 Familien mit 505 Nachtwachen, 269 Tagepflegen, 20496 Pflegebesuchen (1894: tyuticnrraum uuu uoci uu [uiiiiciimuyiptaiytn yuroiuut schreitet seufzend der Bursche durch den gründämmernden Hochwald. Aber seltsam! Heute will ihm nicht wohl werden in diesen feierlichen und erhabenen Schattenhallen, daS Säuseln und Flüstern der Blätterkronen zittert unruhig in seiner aufgeregten Seele nach und in der unsteten Brust gährt es auf wie ein heißbrennender Durst nach Freiheit und ungemeffenen Lichtweiten. Und über die Blöcke und daS knackende Unterholz geht eS mit mächtigen Sätzen zum Höhenkamm hinauf. Oben steht er hochathmend und im perlenden Schweiße still. Aber wie wohl thut das Lüftchen, das hier über die Lichtung geht, und wie herrlich der Blick in die ganze, weite, sonnentrunkene Runde! Dort die schattigen Thäler und blitzenden Silberbächletn, die saftiggrünen Feld- und Wiesengelände, die schmucken, weiß-rothen Dörfchen und Städtchen, die schim- mernden Kirchthurmspitzrn, die gleißenden Seespiegel und dort ganz in der Ferne die blauen, duftigen Berge, die mir dem HtmmelSather schier zu verschmelzen scheinen. Wie schön daS alles! Und dann hier, tief unten, versteckt im Waldthal, daS Dörfchen, da der winzige Hof, da die Straße, die sich wie ein schimmerndes Leinenband durch die Baumstände zieht, da — einmal nach recht-, einmal nach link-, alleweil im Zickzack — gingen fie hin, der Bauer und die Bäuerin, der Bub und da- Marile, und da liegt Elmstein, und da ist die Kirmeß. Trägt der Wind den Schall herauf? Dem Hannewackel ist-, als höre er den summenden, schwirrenden Trubel der Menschlein, die er da unten wie schwarze Käferchen um bunte Fleckchen wimmeln fieht, ihm ist-, al» höre er daS Lachen und Lärmen der Kinder, die Marktschreier, gar die Tanz- mufik- und alles, was Augen, Ohren und ein Paar frisch- 1894 Jt ger vierteljähriger Avo»«emevtsPret« i 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Expedition und Druckerei: Kchutstr-tzeAr.7. Fernsprecher 51. S Gietzen. e Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen zeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. (Elr.) begrüßt letztere Vorlage als einen Schritt, vachsen der Reichsschulden zu verhindern. denttlgungs-Vorlage wird hieraus in zuniter Lesung tte steht zunächst der Marine-Etat. ger (Soc.) bemängelt die schlechten Wasserverhält- ctft In Wilhelmshaven und rügt die Entlassung von aus dem Grunde, weil sie socialdemokrattsche Ge- zt hätten. In Wilhelmshaven würden auch die eschäften boycotttrt, wenn sie im Verdacht soctal- öesinnung seien. etär Holl mann: Das Reich hat bereits große n müssen, um gute« Wasser nach Wilhelmshaven zu ichsten Jahre wird bereits eine zweite Rohrleitung gt werden. Was die Arbettcrentlassung anlangt, so ic Fall mir nicht bekannt, ich bin aber überzeugt, daß lirector denselben nach bestem Wissen und Gewissen ird. Im Allgemeinen kann ich nu^ sagen, wenn so itlasiungen stattaefunden hätten, wie Herr Metzger t ich davon wissen. Ich kann mir auch nicht denken, e auS solchen Gründen, - wie Vorredner sie anführte, ;ren. Wenn sie nicht in W. selbst, sondern von en beziehen, so kann ich ihnen darüber keine Vor- 'itel Instandhaltung der Flotte und Werft- ert (frf. Vg.), daß bisher noch immer nicht eine r Werslverwaltungssecretäre mit den Jntendantur- lir.-Rath Plath erwidert, man könne nicht eine nklasse herausgreisen. : der Justizverwaltung erklärt ,mann (frs.Vp ), er habe sich neulich bei Erwähnung eintze in ber Person d-s Vorsitzenden geirrt. Nicht ndern Rieck habe den Vorsitz geführt. Etat der Postverwaltung liegt ein Antrag vor, wonach die Postschalterdienftstunden an Sonn- uf die Zeit von 7 resp. 8 bi« 9 Uhr Vormittags und 'achmiUog« feftge'etzt werden tollen. rdeu (christl.-ioc.): Den Behauptungen der Post- Zezug auf die Sonntagsruhe der Unterbeamten wtder- i Briefträger in Eassel Sonntags viel öfter und fügt werde. ifecretär Fischer: Wir haben nichts zu verdunkeln, igen gehen dahin, daß von drei Sonntagcn mindestens zwei halbe dienstfrei sind. Ueber den Easseler Fall )ann antworten können, wenn mir der Vorredner iittheilung gemacht hätte. mermann (Anr.) befürwortet seine Resolution im Halter- und Unterbeamten. fritzsch wiederholt die bereits früher vom Staals- han abgegebene Erklärung, daß eine über diese Frage ette es doch als zweckmäßig ergeben habe, es bei Zustande zu belassen. iders (Ctr.) bemängelt die Höhe der Gebühren im r mit Vororten. hat, freut sich und juchheit. Und da ist auch id da der Franz, und sie umschlingen sich beide i Augen und tanzen und lachen und jubeln, n irrt nur er hier einsam und freudlos in der enden Waldwelt umher, warum nicht eilt er id trinkt, tanzt und jubelt mit? Warum nicht larile um die schlanken Hüften? Warum nicht bwehrenden Franz und reißt ihn weg von ihr, Wcu wey i Ja, warum nicht gibt er ihm eins auf den kecken, schmucken Schädel, daß er kein Marile mehr bethört, daß er still ist, ganz still und für alle Zeiten? Ja, er will ihm eins anthun, so arm muß er werden, so bettelarm, tote er selber. Auch er soll da« Marile nicht haben, wie er selber eS hat nimmer erlangen können. Ja, er soll eS erfahren, wie eS thut, fo arm fein, so ausgeschlossen und so elend mit einer unendlichen Liebe im Herzen. Und der jetzt an ihrer Seite in allen Himmeln schwelgt, fühlen muß erS, fühlen mit aller Pein und aller HoffnungSlofigkeit. Flammend rollte der Sonnenball und langsam über die fernen Blauberge hinab. Vielleicht war es fein blutrother Strahl, der in der aufgewühlten Seele des Burschen da« verwandte Element weckte, den alten, unheimlichen Feuerdämon, der im Funken erwacht, zur lodernden Flamme schwillt und der alles fortreißt mit verzehrender Gluth. Durch die tiefer und tiefer dämmernden Waldgründe eilt er keuchend hinab - ob ihm auch die Hefte den Hut ent- führten, die Haare zausten und die Backen schlugen wie mit tausend strafenden Ruthenstreichen: er achtetS nicht, tiefer und tiefer hetzt er, in feinen Augen glüht, in allen Nerven reißt und zuckt der Feuerdämon. Noch ist eS still unten im Dorf. Ein altefi Mütterchen nur schlürft über die Straße zum Brunnen, schöpft den Eimer voll und tritt wieder in die Hofthüre. Hier und da kläfft ein Hund, eine Kuh brüllt dumpf auf im Stalle, aber von den Dörflern ist nicht- zu hören und zu sehen. (Schluß folgt.) Mittwoch den 8. April, Nachmittag» 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den P*tl Len, «helevten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 84 Nr. 698,7 — 179 qm Hosraithe -wischen dem Wölkchen und dem ^chteßhau», Flur 34 Str. 581«VIOO — 363 qm Gra«. garten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Februar 1896. Grotzh. OrtSgericht Gießen- ____________I. A.: »o«t.________1873 ©artmtii in großer Auswahl. 2359 Ang. Montanas Nacht (Inhaber R. L M. Imheuser). Mnb französische, Brünner und sonstige. Mal schecken und Modeneser, Bagdetten, Sarri Dragon» und Indianer, Perrückeo«, Pfau« i Mövchev, Tümmler, kurzschvibelige. Außer gestellt Eanarien und andere in- und ac und Ziervögel. Unter den Besuchern he Stimme de» Lobe» über die Ausstellung. Jahresfrist gegründete Verein mit seine» ca. hat mit dieser ersten Probe seine» Können» g e» ihm zu thun ist um die Hebung de Möge er die Freude eine» baldigen sichtbaren Vilbel, 23. März. Hier erstach der 2 Bellinger im Streit seinen zwei Jahre j Der Thäter wurde verhaftet. n. Leidhecken, 23. Marz. Hier wurde verübt, bei dem e» der Dieb aber nicht au' auf Eßwaaren abgesehen hatte. Er wußte i zur BorrathSkammer zu finden und traf Au»wahl. Nur Cervelat- und Schwarten ihm de» Mitoehmen» werth, während er $ wurst unberührt ließ. Man hat keine und wird er höchstwahrscheinlich^seinen Raub u können. V. W. Vom westlichen BogelSberge, 2 beiden Handwerkerschulen zu Ortender Vergebung von £ Die bei dem Neubau eines N chemische Laboratorium der Laude vorkommenden Arbeiten, al«: 1) Erdarbeit (ca. 160 cbm), 2) Maurerarbeit (Bruchsteinmauer: mauerwerk, ca. 100 cbm; Ver! 3) Asphaltarbeit, 4) Steinhauerarbeit (Basaltlava, < ca. 4,8 cbm), 5) Zimmerarbeit (Tannenholz, ca. Dachverschalung, ca. 165 qm), 6) Dachdeckerarbeit (Holzcementdäck l 7) Spenglerarbeit, 8) Schreinerarbeit, 9) Glaserarbeit, 10) Schlofferarbeit, 11) Weißbinderarbeit, 12) Pflasterer- (ca. 40 qm) und CI sollen auf dem Wege der öffentlichen Aus Die Angebotsunterlagen können im Amtsloca Soethestraße 52, eingesehen und Angebotfornu — Bezüglich der Bedingungen für die Br und ihre Ausführung wird auf den Minister! verwiesen. Die Angebote sind bis Mittwoch, Vormittags IO Uhr, ebendaselbst einzuri Zuschlagsfrist: 14 Tage. — Versand halb findet nicht statt. Gießen, den 25. März 1896. Großh. Baubehörde für die Universität^ 2863 Renting. 637 Familien mit 495 Nachtwachen, 86 Tagepflegen und 19938 Pflegebesuchen). III. Kinderpflege: a. Krippe. In der Krippe waren das ganze'Jahr hindurch zwei Schwestern nebst einem Dienstmädchen thätig. Es wurden darin im Ganzen verpflegt 34 Kinder mit 4425 Pflegetagen. b. Fürsorge für schwächliche Kinder. Auch in diesem Jahre ist wiederum die Zahl der Kinder, denen wir die Wohlthar einer Badekur im Kinder- hospital in Bad Nauheim gewähren konnten, gewachsen. Im Ganzen waren cs 32, von denen 8 eine Kur im Winter von je 6—7 Wochen, die andern eine solche im Sommer von je 4 Wochen durchmachcn konnten. IV. Das Mictspatronat. Im verflossenen Jahre hat der Verein ein weiteres Haus, das bisherige Fricbelische Haus, Kornblumengasse 6, käuflich übernommen. Wenn sich'jemand einen Begriff davon machen will, welche Opfer der Verein bringt, um solche alte Häuser in einen den Bedürfnissen der Gesundheit und des Familienlebens einigermaßen entsprechenden Zustand herzustellen, der möge sich einmal dieses Haus ansehen und sich sagen lassen, daß wir allein auf die Abortanlage ca. 1000 JC, d. h. beinahe den vierten Teil des Kaufwertes des Hauses, verwandt haben. Dem Verein standen Ende 1895 drei eigene Häuser und zwei von der Stadt ab- gemietetc zur Verfügung. Für das Jahr 1896 ist bereits eine weitere Ausdehnung dieser Arbeit in Aussicht genommen. Das finanzielle Ergebnis war befriedigend. In die Kommission für das Mictspatronat neu ein- getreten ist Herr Amtsgerichtsrat Dornseiff. Die Verwaltung des Hauses Brandplatz 14 hat an Stelle des Herrn Bäckermeisters Ehr. Faß, der sich aus Gesundheitsrücksichten zurückziehen mußte, Herr Metzgermeister Johs. Klein, die des Hauses Neustadt 37 an Stelle des Herrn Kaufmann Stuhl Herr Rentmeister Hein eck, die des Hauses Korublumengasse 6 Herr Kaufmann Stuhl übernommen. In den übrigen Häusern ist keine Veränderung eingetreten. In der Erhebung des Mietgeldes standen unseren Pflegern zur Seite die Damen: Frau Adolf Weidig, Fräulein Bramm, Fräulein Zimmermann, Fräulein Schäfer. V. Die Haushaltungsschule. a. Die Nähabende. Der Bericht bezieht sich hier zunächst auf den Winter 1894/95. Die Nähabende wurden in dieser Zeit ganz in der gewohnten Weise jeden Freitag, im Saale des alten Rathauses gehalten, von 5—7 Uhr für ältere Schulmädchen, * von 7,8 —l/, 10 Uhr für Frauen und ältere Mädchen. ' Beide Abteilungen erfreuten sich in dieser ganzen Zeit eines so starken Zuspruches, daß die zur Verfügung stehenden Räume nicht mehr ausreichen wollten. Im Herbst 1895 wurde daher eine neue Abteilung vorgenommen. Die Frauen wurden sämtlich den Schwestern überwiesen, die für sie in den Räumen des Schwesternhauses zwei Abende einrichteten, während die'Schulkinder und die älteren Mädchen im Rathause verblieben. Diese^Einrichtung empfahl sich auch aus inneren Gründen, weil die Frauen, die die Nähabende besuchen, den Schwestern meist persönlich bekannt sind, und mit ihnen fort und ,fort in Beziehung ' stehen, so daß die Schwestern ganz anders in der l?age sind, die Bedürfnisse einer jeden zu beurteilen. Den im Rathause arbeitenden Damen ist allerdings dadurch bte Arbeit nicht erleichtert worden; denn einmal ist seitdem der Zudrang zu sämtlichen vier Abteilungen nur noch stärker geworden, und zum Andern sind mit den Frauen gerade I die leichter regierlichen Elemente abgegangen, während die Arbeit mit den Mädchen mancherlei Schwierigkeiten bereitet. Jedenfalls sind wir den Damen, die sich dieser Arbeit mit so großer Treue und Hingabe gewidmet haben, und nicht minder den Schwestern, die zu all ihrer schweren Tagesarbeit auch noch diese, wahrlich nicht geringe Anforderungen stellende Aufgabe übernommen haben, aufrichtigen und herzlichen Dank schuldig. Die Kosten der Nähabende im Winter 1894/95 beliefen sich auf insgesamt 711 .W, 07 , welche sämtlich durch besondere Beiträge, nämlich durch den Ertrag einer besonderen von Frau Provinzialdirektor v. Gagcrn veranstalteten Büchsensammlnng von 229 JC 85 3 und den nicht kapitalisierten Ueberschuß der Einnahme aus dem Bazar von 560 jH 95 gedeckt wurden. d. Die Kochschule. Wie schon im früheren Bericht in Aussicht gestellt wurde, ist die Kochschule in diesem Jahre au die Stadt übergeben worben. Es besteht die Absicht, sie in erweitertem Gestalt einer Haushaltungsschule als eine Art weiblicher Fortbildungsschule an die städtische Mädchenschule anzu gliedern; zur Ausführung wird der Plan erst mit Ablau' des Schuljahres 1895/96 kommen. Der Iorstand des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege: Der Vorsitzende: Der Schriftführer: Schlosser. (£. 5rauffmann. Actienzuckersabrik in Gtockhe Der Preis für die in 0ersoffener Carn; bi» Ütcl. 15. November gelieferten Rübe: nach diesem Termin gelieferte auf 95 Pfg. rath festgesetzt. £3 Die Restbeträge können vom Montag Donnerstag den 26. d. Mts. an der Fabrik werden. In dieser Zeit nicht abgeholte Bett durch die Post zugesandt. Stockheim, den 19. März 1896. Vorstand der Actienzuckersabrik Mittwoch den 8. Aprils IMittv Nachmittags 2 Uhr, I auf dem hiesigen OrtSgcricht die den werden soll auf dem hiesigen OrtSgcricht die den Aka»par SLomber Eheleute« in Gießen an nachbenanntem Grundstück gehörige ideelle Hälfte: Flur 8 Nr. 17 — 7676 qm Acker diesseits am GraSweg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Februar 1896. Großh. OrtSgericht Gießen. I. A.: Bogt. 1872 t er——-.■'-ij 1) Sophas, Kommoden, Kleiderschrönke, Spiegel, 1 Verticow, ovale Tische, 1 Clavter, 1 kirschb. Bettlade, zwei Hobelbänke. 1 Partie Werkholz, zwei Wagen, 1 Pferd u. a 2) eine große Partie »npfersttche und C- MLrcker, PhSbv», sowie diverse andere Sorten, welche ich als VersuchSansteller der deutschen Kartoffel, Gulturftation anbaue. 1472 Muster von Getreide und Preisliste auf Verlangen gratis und franco.______ Nistkästchen. SS. nete Niftkästchen (für Staare, Meisen und Rotbschwänzchen) sind billig zu baden 2746 «sterwe« 0 im Hinterhause links. im Haushalt lernenden. 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Marbnrgerstraste 83. 726] Der mittlere Stock meine» Hause», 6 Zimmer, Badezimmer und alle» Zubehör, per sofort zu vermiethen- »mit Saldstetsch, Licherstraßc 1. 1647] Wohnung zu vermiethen. __________________Wolfstrasi» 16. -1843 ) 2. Stock, 6 Z. u- Zubeh. wegzugßh. per 15. Mai zu verm. SHtllerstratze 9. 2108] MansardentoOt», Setter«, thor 68, 4 Zimmer, Küche und Zugehör, per 1. Avril zu vermiethen. Nähere» Frankfnrterstratze st, pari. vohntzofstroße 17, erster Stock, 2 schöne Wotiovngen je 3 und 4 Ztmm r per 1. Intt za vermiethen. B» üotti» Lovy. Rahmenmacher (Glaser oder Schreiner) sucht >797 H, ScherfT, Glasernieistn Ein frljrling gesucht! Für mein Manufaktur- und Modewaareugefchäft verbunden mit Damenconfection suche i- zum I. Mai a. c. (en. auch etwa« später) einen Lehrling aus guter achtbarer Familie. Nur Solche wollen sich melden, die eine gute Schulbildung genossen haben. 2827 Angebote mit Photographie sind zu richten an Firma B. 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Sassebestand beim vorigen Abschluß . . . jK, 101.06 Jahresbeiträge der Mitglieder .... „ 4957.40 . Schenkungen und Bermächtnisse . . 5815.60 Stiftungszinsen.........„ 424.82 Zuschüsse aus anderen Kassen . „ 2212.50 Dankopfer (für Krankenpflege) . . . „ 1411.— Aus der Krippe........ „ 637.91 Aus dem Mietspatronat........ 3037.01 Sapitalzinsen............ 240.14 Zurück empfangene Kapitalien ......4917.72 Sonstige Einnahmen.......... 929.— Sa. JL 24684.16 Gießen, den 10. Februar 1896. Unterstützungen.........JC 4532.27 Krankenpflege und Krippe...... 6913.02 Für das Mietspatronat....... 5767.99 Für die Haushaltungsschnle...... 735.79 Verwaltungskosten........ 361.32 Sonstige Ausgaben.......... 204.99 Ausgelieheue Kapitalien.......„ 6044.84 Sa. Jtb 24560.22 C. Hierzu Kassebestaud beim diesjährigen Rechnungsabschluß .......123.94 Sa. Jb 24684.16 Per Rechner: A. Witter. Geprüft und richtig befunden: Gießen, den 25. Februar 1896. Kreudcr, Rechnungsrat. i Vereins »flege: ristsührer: uffmann. Unloetfiun-tJu» uni c«uit>rmfr«t, 4 6d»i)»3). at«Stn t Meig" nmacher /reiner) . zrss,Glx5, roonausio^" lanuf«1"1;, iftctio-1»* c. (e»-114 , chrli-g Jlut eine 9»“ luumicii, iu#ici Wit uti |u/wumtn syuuueu ertappt, UNO tyi im 9fa die Treppe hinunter und wieder auf dem Hofe. Aber mit der Banktraumerei ists vorbei, keine Ruhe hat er mehr in der kleinen, stillsonnigen Welt; * er wehrt dem nach« dringenden Nero und tritt aufathmend durchs Thor auf die Straße. Auch hier weit und breit keine Menschenseele, alles Sill und auSgestorben, alles in Elmstein. Er schreitet zum Dorf hinaus über den heißathmenden Feldrain, wo die Grillen ihr melancholisches Lied zirpen im hohen, gelben Saatenfeld, ro die Kornblumen blühen und der Mohn und wo die Lerchen mbilirend in den blauen Aether aufsteigen. Da, wo der Salb beginnt, hält er sinnend an. Das ist die Stelle, hier m den halb versunkenen Feldstein, wo er sich vor Jahren »ich langer, weiter Wanderung müde ins GraS geworfen und to er das Martle zum ersten Male gesehen. Sie war so freundlich und so gut zu dem bestaubten, durstigen Wander- Urschen, als es sich schickte, daß ihr Vater, der Sonnenseit- kaner, fast einen neuen Knecht einzuftellen hatte, da glaubte Itr Heimathlose, der eben sein vtelliebeS Mütterlein begraben, »rr eben die Schwester, die unselige Kindesmörderin, verflacht, im friedlichen Bergthal bet den derbbiederen Wald- l ulen und bet dem sonnigen, treuherzigen Marile eine Heimstätte für sein junge-, heimgesuchtes Leben gefunden zu haben. Ia.hre find seitdem vergangen, aber die Heimstätte — die Heimstätte hat er noch immer nicht gefunden. Und die derb- biederen Waldbauern — gebraucht und geplagt haben fie ihn nach Gutdünken, den „Haunewackel" haben sie ihn, den hcimathlosen Habenichts geheißen, arbeiten hat er müffeu, tagaus, tagein, vom ersten bis zum letzten Sonnenstrahl. Wohl klingelten ihm die harten Batzen mittlerweile in die gsarrrnrraurer uno uoer ote sonnenstraylstkcklgen FelSvlöcke schreitet seufzend der Bursche durch den grüudämmernden Hochwald. Aber seltsam! Heute will ihm nicht wohl werden in diesen feierlichen und erhabenen Schattenhallen, daS Säuseln und Flüstern der Blätterkronen zittert unruhig in seiner aufgeregten Seele nach und in der unsteten Brust gährt es auf wie ein heißbrennender Durst nach Freiheit und ungemesienen Lichtweiten. Und über die Blöcke und daS knackende Unterholz geht es mit mächtigen Sätzen zum Höhenkamm hinauf. Oben steht er hochathmend und im perlenden Schweiße still. Aber wie wohl thut daS Lüftchen, das hier über die Lichtung geht, und wie herrlich der Blick in die ganze, weite, sonnentrunkene Runde! Dort die schattigen Thäler und blitzenden Silberbächletn, die saftiggrünen Feld- und Wtesengelände, die schmucken, weiß-rothen Dörfchen unb Stäbtchen, die schim- mernben Kirchthurmspitzen, bie gleißenben Seespiegel und dort ganz in der Ferne die blauen, duftigen Berge, die mit dem HimmelSäther schier zu verschmelzen scheinen. Wie schön daS alles! Und bann hier, tief unten, versteckt im Walbthal, baS Dörfchen, ba ber winzige Hof, da die Straße, die sich wie ein schimmerndes Leinenband durch die Baumstände zieht, da — einmal nach recht», einmal nach links, alleweil im Zickzack — gingen fie hin, der Bauer unb bie Bäuerin, ber Bub unb baS Martle, unb ba liegt Elmstein, unb ba ist bie Kirmeß. Trägt ber Winb ben Schall herauf? Dem Hannewackel istS, als höre er ben summenben, schwirrenben Trubel ber Menschlein, bie er ba unten wie schwarze Käferchen um bunte Fleckchen wimmeln fieht, ihm ists, als höre er bas Lachen unb Lärmen ber Kinber, bie Marktschreier, gar bie Tanz- mufik- unb alles, was Augen, Ohren unb ein Paar frisch189« —*1 ger vierteljähriger JtftoMttfmfttUpreU i 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kch-rstratzeAr.7. Fernsprecher 51. is Gietzen. le Armoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» nzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. g (Str.) begrüßt letztere Vorlage als einen Schritt, wachsen der RetchSfchulden zu verhindern. Ibentilgungs-Vorlage wird hieraus in jnniter Lesung ittc steht zunächst der Marine-Etat. tzger (Soc.) bemängelt die schlechten Wasser verhält- Lrrst in Wilhelmshaven und rügt die Entlassung von aus dem Grunde, weil sie socialdemokratische Geigt hätten. In Wilhelmshaven würden auch die Seschästen boycotlirt, wenn sie im Verdacht soctal- Gesinnung seien. retär Hollmann: Das Reich hat bereits große >en müssen, um gutes Wasser nach Wilhelmshaven zu lächsten Jahre wird bereits eine zweite Rohrleitung egt werden. Was die Arbeiterentlassung anlangt, so >de Fall mir nicht bekannt, ich bin aber überzeugt, daß ldireclor denselben nach bestem Wissen und Gewissen wird. Im Allgemeinen kann ich nu^ sagen, wenn so ntlassungen stattgefunden hätten, wie Herr Metzger te ich davon wissen. Ich kann mir auch nicht denken, re auS solchen Gründen, -wie Vorredner sie anführte, tiren. Wenn sie nicht in W. selbst, sondern von ren beziehen, so kann ich ihnen darüber keine Vor- Titel Instandhaltung der Flotte und Werft- gt kert (frs. Vg.), daß bisher noch immer nicht eine er Wersloerwaltungssecreiäre mit den Jntendantur- ntr.-Rath Plath erwidert, man könne nicht eine enklasse herausgreifen it der Justizverwaltung erklärt izmann (frf.Vp.), er habe sich neulich bei Erwähnung Hintze in der Person des Vorsitzenden geirrt. Nicht ondern Rieck habe den Vorsitz geführt. Etat der Postverwaltung liegt ein Antrag n vor, wonach die Postschalterdtenflstunden an Sonn- auf die Zeit von 7 resp. 8 bi« 9 Uhr Vormittags und HiachmittogS festgesetzt werden tollen. ^eden (christl.-soc.): Den Brhauplungen der Post- Bezug auf die Sonntagsruhe der Unterbeamten wider- tn Briefträger in Eafsel Sonntags viel öfter und läf'.igt werde. isfecretär Fischer: Wir haben nichts zu verdunkeln, engen gehen dahin, daß von drei Sonntagen mindestens c zwei halbe btenftfrei sind. Ueber den Easieler Fall dann antworten können, wenn mir der Vorredner Nittheilung gemacht hätte. nm ermann (Anr.) befürwortet seine Resolution im Schalter- und Unterbeamten. Fritz sch wiederholt die bereits früher vom StaatS- phan abgegebene Erklärung, daß eine über diese Frage uette es doch eI8 zweckmäßig ergeben habe, es bei i Zustande zu belassen. nders (Ctr.) bemängelt die Höhe der Gebühren im hr mtt Vororten. hat, freut sich unb juchheit. Unb ba ist auch mb ba ber Franz, unb sie umschlingen sich beibe m Augen unb tanzen unb lachen unb jubeln, im irrt nur er hier einsam unb freubloö in ber genben Walbwelt umher, warum nicht eilt er mb trinkt, tanzt unb jubelt mit? Warum nicht Warile um bie schlanken Hüften? Warum nicht abwehrenben Franz unb reißt ihn weg von ihr, wett weg t Ja, warum nicht gibt er ihm eins auf ben kecken, schmucken Schäbel, baß er kein Marile mehr bethört, baß er still ist, ganz still unb für alle Zeiten? Ja, er will ihm ein» anthun, so arm muß er werben, so bettelarm, wie er selber. Auch er soll baS Marile nicht haben, wie er selber eS hat nimmer erlangen können. Ja, er soll eS erfahren, wie eS thut, fo arm fein, so ausgeschlossen unb so elenb mit einer unendlichen Liebe im Herzen. Unb ber jetzt an ihrer Seite in allen Himmeln schwelgt, fühlen muß erS, fühlen mit aller Pein unb aller Hoffnungslosigkeit. Flammend rollte ber (Sonnenbad unb langsam über bie fernen Blauberge hinab. Vielleicht war es fein blutrother Strahl, ber in ber aufgewühlten Seele des Burschen bas verwanbte Element weckte, ben alten, unheimlichen Feuer- bämon, ber im Funken erwacht, zur lodernben Flamme schwillt unb der alles fortreiht mit verzehrender Gluth. Durch die tiefer unb tiefer hämmernden Waldgründe eilt er keuchend hinab - ob ihm auch die Hefte den Hut ent- führten, die Haare zausten unb bie Bocken schlugen wie mit tausenb strafenden Ruthenstreichen: er achtetS nicht, tiefer und tiefer hetzt er, in seinen Augen glüht, in allen Nerven reißt unb zuckt ber Feuerbämon. Noch ist eS still unten im Dorf. Ein altes Mütterchen nur schlürft über bie Straße zum Brunnen, schöpft ben Eimer voll unb tritt roieber in die Hofthüre. Hier und da kläfft ein Hund, eine Kuh brüllt dumpf auf im Stalle, aber von ben Dörflern ist nichts zu hören unb zu sehen. (Schluß folgt.) »ad französische, Brünner und sonstige, M< schecken und Modeneser, Bagdetteu, Star DragonS und Indianer, Perrkckeu', Pfau- Mövcheo, Tümmler, kurzschuibeltge. Außr gestellt Cavarien und andere in- und o »ud Ziervögel. Unter den Besuchern h Stimme de» Lobe» über die Ausstellung. Jahresfrist gegründete Verein mit seine» ca hat mit dieser ersten Probe seine- Können- eS 'ihm zu thun ist um die Hebung t Möge er die Freude eine- baldigen sichtbarer Vittel, 23. März. Hier erstach der Bellinger im Streit feinen zwei Jahre Der Thäter wurde verhaftet. n. Leidheckea, 23. März. Hier wurde verübt, bei dem eS der Dieb aber nicht ai auf Eßwaaren abgesehen hatte. Er wußte zur BorrathSkammer zu finden und traf Auswahl. Nur Cervelat- und Schwartei ihm de- MitnehmenS werth, während er $ wurst unberührt ließ. Man hat keine E und wird er höchftwahrscheinlich^setneu Raub i können. V. W. Vom westlichen BogelSberge, beiden Handwerkerschulen zu Ortender Mittwoch den 8. April, IMittr Nachmittag- 2 Uhr, I auf dem hiesigen OrtSgericht die den werden Nachmittag- soll auf dem hiesigen £ § mnpiniyi zu verkaufen »arvurserftraße 66. I. Vogt. 1872 1873 ÄOadUn: Lchepda. — Druck »ad 8rrla| der »rähl schen »ad tztIwrackern (Pirsch A. Scheyd«) in Dntzn». Geld, Zeit u. Arbeit wenn Sic aussthhe»slith /~\ C. Naumann h Kalpar Lwomber Eheleute« in Gießen an nacbbenanntem Grundstück ge» börtge ideelle Hülste: Flur 8 Nr. 17 - 7675 qm Acker die-, seit- am GraSweg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 25. Februar 1896. Großh. OrtSgericht Gießen. nn HaitthaU verwenden. Zu 32 £ pet Pfund. JL 1 50 da» 5 Pfund Pa, kft überall zu haben' Gießen, den 25. Februar 1896. Großh. OrtSgericht Gießen- I. »-«t. 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Baubehörde für die Universität 2863_________________________Reuting. Actienzuckersabrik in Dtockhe Der Preis für die in d et floffener Camz bi« incl. 15. November gelieferten Rübe, nach diesem Termin gelieferte auf 95 Pfg. rath festgesetzt. £3 jgg Die Restbeträge können vom Montag Donnerstag den 26. d. Mts. an der Fabrik werden. In dieser Zeit nicht abgeholte Betr durch die Post zugesandt. Stockheim, den 19. März 1896. Vorstand der ActienzuckerfabrU ---------- —- Vermischte Anzeigen. 2039] Ein Schüler von au-wärt» ftr*t Pension in einer Beamteniamllie. Nähere- in der Erved diese» Vtttstst Rahmenmacher (Glaser oder Schreiner) sucht »797 H, Scherf?, Glasermeister. (km trhrling grfiidjt! Für mein Manufaktur- und Modewaarengeschäft verbunden mit Damenkonfektion suche ich zum 1. Mai a. c. (et», auch etwa» später) einen Lehrling au« guter achtbarer Familie. 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