Mk MW ASSük •>■ Zimmer2" Ö&'lt* ?°"Wdens!ockzA« Jüw ttinft0® oetnnttt-- M^LmWstrchL SyMÄk "Wtet, per i. e^.. -- Anes FaMenIG _«WRttttttteeg2L grobe Mmsmkc gr> Corridor und allen • °r enMhe,l, Mitch/! 'leihen. Niheres ttter-weg r im Lader Äloßiä per la. ü;~ Ttb«», Ltebiaftrch ; mbl. Wohnung von 4 -- ttiLng. Ästerveg 48, MW, seltersweg 19, us «Wagen und Geschirre. zu waschen. Ä-l'i laschen . ., -K . Blatt . . « - W le Lieferung. Mr. 11 io Md. Wrr»vVv~’’’> MW Giessen, 89. nette in W < tiietteietnaWj IttflCtt liiere9 M. 225 Erstes Blatt. Donnerstag den 24. September 1896 Der Hteßrnrr Anzeiger erscheint täglich, Wit Ausnahme de- Montags. Die Gießener Aamikienblälter «erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Keneral-Mnzeiger. vierteljähriger Avannemeutspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- unb 2ln$ei$eblatt für den Ureis Oiefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Storni. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamilienbtätter. Alle Annoncen-Bureaux dcS In- und Auslandes nehmen , Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Abormemertts^Einla-un g. Zum Bezug des „Giefzener Anzeiger" für tnS 4. Vierteljahr 1896 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur'Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrich- rn-Bureaus sowie zahlreiche Mitthellungen aus dem mgeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstütztdurch an allenOrtender Provinz Ob er Hessen ansässige Berichterstatter, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Borgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- Derthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch t'ie Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- Di rth schäft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- ßikän ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „.Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Famllien eine keliäte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärüge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zu- gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Amtlich«» Theil. Bekanntmachung. Unter dem Rindvieh zu Nieder-Weidbach, Kreis Biedenkopf, ist Bläschenausschlag festgestellt und Gehöfts xnb Gemarkungssperre angeordnet worden. Gießen, den 22. September 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Betreffend: Seldberemigung in der Gemarkung Garbenteich. Nachdem von mehreren Betheiligten der Antrag au Feldbereinigung der Gemarkung Garbenteich und die Anlage von Wegen in den Baumstücken gestellt worden- ist, und nachdem dieser Antrag von der Großh. Oberen landwirthschaft- Ilichen Behörde für zulässig erachtet und der Unterzeichnete MM Commiffär zur Leitung der Abstimmung ernannt worden Üst, so wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung der behelligten Arundeigenthümer über den erwähnten Antrag auf DieuStag, 13. October 1896, Nachmittags 1—2 Uhr, Äl da» Gasthaus zum weißen Roß zu Garbenteich bestimmt. Diejenigen behelligten Grundbesitzer, welche in der an- beraumten Abstimmungstagfahrt weder persönlich noch durch gehörig Bevollmächtigte abstimmen (die Vollmachten muffen »eglaubigt sein), werden als für das Verfahren stimmend angesehen. Bezüglich der Abstimmungsberechtigung wird auf Art. 7 des Gesetzes vom 28. September 1887 verwiesen; insbesondere wird ausdrücklich bemerkt, daß Ehemänner nur bezüglich ihres eigenen und des gemeinschaftlichen Grund- eigenthums stimmberechtigt sind; bezüglich des Grundeigen- thums der Ehefrau steht dieser das Stimmrecht zu, dem Ehemann nur dann, wenn er hierzu schriftlich bevollmächtigt ist. Gleichzeitig fordere ich hiermit die außerhalb des Bereinigungsbezirks wohnenden Ausmärker auf, zur Wahrung ihrer Interessen einen im Bereinigungsbezirk wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Verfahrens nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 21. September 1896. Der Commiffär zur Leitung der Abstimmung: 8433 Dr. Göttelmann, Großh. Kreisamtmann. Deutsche» Reich. Berlin, 22. September. Die am Montag stattgefundene gemeinsame Verbandssttzung der württembergischen und deutschen Gewerbvereine in Stuttgart wurde Namen» des StaatSministerinm» des Innern von Ober-RegierungS- rath Mofthaf begrüßt. Oberbürgermeister Rümelin hieß die Versammlung Namens der Stadt Stuttgart willkommen. Redner bat, den vorliegenden Gesetzentwurf eingehend zu prüfen und nicht tn Bausch und Bogen zu verwerfen. Nach seiner Ueberzeugung komme das Handwerk ohne Zwang nicht vorwärts. Ftnanzamtmann Dr. Trüdinger von Stuttgart hielt hierauf einen längeren Vortrag über da» Kleinhand, werk nach den Erhebungen des Vereins für Sozialpolitik. Die folgenden acht Redner sprachen sich bis auf zwei gegen die Zwangsorganisation de» Handwerks aus. Um 1 Uhr wurde die Wetterberathung auf heute vertagt._______________ Neueste Nezchrichte«v «olff' telegraphische» Lorrefpondenr-Bmea». Berlin, 22. September. In der gestrigen Sitzung der A eite st en der Kaufmannschaft wurde beschlossen, den Handel-Minister um schleunige Veranlassung von Schritten bei der russischen Regierung zu suchen, um dieselbe zur Wiederherstellung der alten Zolltarifirung für Lederfabrikate oder doch mindestens zum Zugeständniß billiger Uebergang»- bestimmungen zu bewegen. Berlin, 22. September. Die tn Buchbindereien und Luxuspapierfabriken beschäftigten Gehilfen, Arbeiter und Arbeiterinnen beschloffen gestern in einer von etwa 2000 Personen besuchten Versammlung, am Dienstag zu ftrtken, wofern nicht 9stündige Arbeitszeit, sowie ein Minimallohn von 21 Mk. für Gehilfen, 13.60 Mk. für Arbeiterinnen und 15 Mk. für geübte Falzerinnen bewilligt würde. 32 Firmen haben die Forderungen bereits zugestanden. Dresden, 22. September. Der Verbandötag für Binnenschifffahrt erklärte tn seiner Resolution über die Projecte: Donau-Oder-, Douau-Moldau-Elbe und Donau- Main-Canal, daß die Herstellung leistungsfähiger Binnen- wafferftraßen zur Verbindung der Donau mit Oder, Elbe und Main nicht nur im größten Interesse der zunächst be- theiligten Staaten liege, sondern auch zur gedeihlichen Entwickelung und Befestigung der wirthschastlicheu Machtstellung der befreundeten Staaten Mitteleuropas nothweudig sei. Die Mitglieder des Vereins sollen mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln für die Verwirklichung der Projecte eintreten. Budapest, 22. September. Abgeordnetenhaus. Der Handelsminister Daniel erklärte in Beantwortung einer Interpellation von Thaly betr. den Bau eines Donau- Od ercan als, daß die gegenwärtig in Dresden tagende Conferenz, die über den Bauplan eines Canalnetzes berathe, rein privater Natur sei und daß die Regierungen an derselben nicht theilgenommen hätten. Don den dort zur Be- rathung gelangten Wafferverbindungen sei der Donau»Oder- canal weitaus die wichtigste, doch lasse sich zu den Plänen noch nicht Stellung nehmen. Immerhin könne er schon jetzt sagen, daß er nicht genug Anhaltspunkte zu der Forderung habe, daß der Canal nicht bei Wien in die Donau münde. Die Regierung würde, wenn dieser Plan durchgeführt werden sollte, einen Nebencanal von Theben (Deveny) aus anlegen oder dahin wirken, dast die March von Angern bis Theben schiffbar gemacht würde. Da- HauS nahm die Antwort de» Ministers zur Kenntniß. Haag, 22. September. Zweite Kammer. Bei Be- rathung der als Antwort auf die Thronrede der Königin- ttegentin zu überreichenden Adresse richtete Kerkwyk eine Anfrage an die Regierung bezüglich der Lage in der Türkei und hob hervor, man könne nicht von freundschaftlichen Beziehungen zu einer Macht sprechen, die die Nieder- metzelung von Christen dulde. Die Türkei müffe aus Europa ausgewiesen werden. Der Minister des Auswärtigen erhob entschieden Einspruch gegen Angriffe auf eine befreun- dete Macht und betonte, eS sei noch nicht ausreichende Klarheit bezüglich der Lage In der Türkei geschaffen. Die Stellung der Niederlande gestatte ihnen nicht, bei den von den Großmächten bezüglich der Türkei zu ergreifenden Maßregeln mitzuwirken. Die Jntereffeu der Niederlande seien au»- reichend gewahrt. Leith, 22. September. Der Prinz von Wale», der Herzog von Connaught und der russische Botschafter fuhren heute Vormittag der russischen Kaiserhacht „Standard" entgegen. Diese lief alsbald ein und wurde von einer Artilleriesalve der englischen Flotte begrüßt. Der Prinz von Wale» und der russische Botschafter gingen an Bord des „Standard , wo sie vom russischen Kaiserpaar herzlich begrüßt wurden. Alsdann fand ein gemeinschaftliches Dejeuner an Bord des „Standard" statt. Dundee, 22. September. Das russische Kaiser- paar ist um 4 Uhr hier eingetroffen. Auf dem Bahnhose stand eine Ehrencompagnie, die salutirte- die Musik spielte die russische und britische Nationalhymne. DaS Kaiser- paar erschien an der Waggonthür. Der Vtcebürgermeister übergab eine Begrüßungsadresse, die der Zar unter dem Beifall der Anwesenden dankend entgegennahm. Nach viertel- stündigem Aufenthalt wurde die Weiterreise nach Aberdeen fortgesetzt. Pari», 22.September. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland werden von Versailles nach Paris den Zug des Präsidenten Faure benutzen, da die Curven der Eisen- bahn auf dieser Strecke das Gleichgewicht des Kaiserlichen HofzugeS gefährden könnten. Nach Besichtigung des „Hotel de Bille" wird dem Vernehmen nach in der russischen Botschaft ein Diner stattfinden, zu welchem der Präsident und die Minister eingeladen werden. Die Parade bei ChLlou» wird um 2 Uhr Nachmittags stattfinden. Madrid, 22. September. Eine amtliche Depesche au» Manila bestätigt die Nachricht des „Heraldo" über die Ermordung von Mönchen tn der Provinz Cavite und zwar seien 13 Mönche ermordet worden. Madrid, 22. September. DaS General-Gouvernement auf den Philippinen verfügte die Einziehung der Besitz- thümer der Aufständischen. Washington, 21. September. DaS Gerücht, die Regierung sei bereit, gemeinschaftlich mit den anderen Machten gegen die Türkei zu verfahren, wird von maßgebender Seite d e m e n t i r t. Dtveschs» be» Bnre« Berlin, 22. September. Kaiser Wilhelm wird al» Gast de» Fürsten von Pleß Ende November zur Jagd tu Pleß etntreffeu. , ,, Berlin, 22. September. Der „Staatsbürger Zeitung zufolge fand auch gestern Nachmittag im auswärtigen Amte eine längere Conferenz zwischen dem Colontaldtrector Dr. Kayser und dem Gouverneur v. Wtßmanu statt, an der auch verschiedene Vortragende Räthe theilnahmen. Berlin, 22. September. Ueber die finanzielle Ent- Wickelung der JnvaliditätS- und AlterS-Ver- sicherungSanstalten ist im RetchSamt de» Innern eine ausführliche Denkschrift ausgearbeitet worden, welche demnächst im „ReichSanzeiger" veröffentlicht werden soll. Berlin, 22. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg. beginnt heute mit einet Serie von Artikeln über die beabsichtigte Revision de» JnvaliditätS- und AlterS- VersicherungSgesetze». DaS Blatt weist nach, daß die gesummte Finanzlage eine durchaus günstige zu neunen ist. Anders verhalte eS sich mit der Vermögenslage der einzelnen Versicherungsanstalten, von denen gerade die die landwirth- schaftlicheu Gebiete umfaffendeu schlechter gestellt find als die die Großstädte und vornehmlich industriellen Gebiete um- fassenden Anstalten. Ostpreußen und Niederbayern weisen sogar einen Fehlbetrag auf. Die Gründe hierfür werden i« Wesentlichen auf den den Zuzug übersteigenden Wegzug vou versicherung-pflichtigen Personen zurückgeführt, zumal dieser Wegzug vornehmlich auf jüngere Altersklassen entfällt. Berlin, 22. September. Der internationale Fraueu-Congreß beschäftigte sich heute zunächst mit der Kletderreform. 66 wurde bekannten Bühnenkünstlerinnen empföhle-, mit der Reform den Anfang zu machen. Dann | wurden noch sittliche Fragen erörtert und ein Appell au die Frauenvereine aller Länder gerichtet, auf dem Petitionswege für eine Reform der wichtigen Gesetze eiozutreteo. An dieser DiScasfion betheiligte sich u. A. Oberstlieutenaut v. Tgidh. Heute Vormittag unternahmen etwa 100 Teilnehmer an dem Congreß einen Autflug nach Marienfelde und Friedenau zur Besichtigung einiger Institute. Berlin, 22. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." constatirt gegenüber der „Boff. Ztg.", daß in Preußen nicht 757 pevfionirte Generäle, sondern nach dem neuesten authentischen Material nur 536 vorhanden sind, welche die Pension als commandirende Generäle, Divifion-commaudeure und Brigadecowmandeure erhalten. Berlin, 22. September. Der Entwurf der neuen Militär-Strafprozeß-Ordnung unterliegt, wie die „Staatsbürger Zeitung" hört, gegenwärtig dem Kriegs- Ministerium zu einer neuen Durchsicht. Der Grundsatz der Mündlichkeit wird ohne jede Einschränkung zur Anerkennung gelangen. Dagegen wird die Oeffentlichkeit durch die Rücksicht auf das militärische Interesse eine beschränkte sein. Berufsmäßige Civil-Bertheidiger bleiben ausgeschloffeu. Ebenso bleibt dem Kaiser al- dem allerhöchsten Kriegsherrn da- Recht der UrtheilSbestätigung Vorbehalten. Berlin, 22. September. Noch in dieser Woche werden die socialdemokratifcheu Frauen zwei Versammlungen abhalteu, in denen die Gründe, die sie vom internationalen Frauen-Congreß fernhalten, ausführlich debattirt werden sollen. An die Thetlnehmerinnen deS internationalen Frauen- Longreffes sollen besondere Einladungen zum Besuche dieser Versammlungen ergehen. Stettin, 22. September. Der gestern hier verhaftete Anarchist Madmer ist heute au- der Haft entlasten worden. Danzig, 22. September. Der neuerbaute Panzer 4. Kl. „Odin" wird heute in Dienst gestellt. BreSlan, 22. September. Auf Grund von an zuständiger Stelle etngezogenen Informationen ist der „Bresl. Gru.-Anz" zu der Erklärung autorifirt, daß die Meldung eine- Berliner Blattes bezüglich Herrn von Kotze- völlig erfunden ist. v. Kotze habe weder BreSlau, noch Bad Landeck besucht und überhaupt keinen Urlaub gehabt. Er könne deßhalb auch nicht die Fürsprache der Erbprinzesfin von Sachsen-Meiningen nachgesucht haben. München, 22. September. Au- Berchtesgaden wird gemeldet, daß daselbst zwei Touristen, der Bankadjunct Lindner au- Nürnberg und ein Herr aus Pest, die den Hochkönig besteigen wollten, seit dem 20. ds-. MtS. vermißt werden. Es herrscht die Ansicht, daß beide Herren verunglückt sind. Lemberg, 22. September. Ein GenSdarm verhaftete den russischen Obersten Petrowicz Kurtanow, welcher in Bauerntracht verkleidet die galizischen Festungsmanöver bei Orchewtce besichtigen wollte. Pari», 22. September. Die Blätter conftatiren, daß die Zahl der in Frankreich wohnenden Russen seit 1876 von 7992 auf 14,357 gestiegen sei. Loudon, 22. September. Der Zar ist auf der Rhede von Leith um 10 Uhr Vormittags unter Salutschüffen der Canalflotte eingetroffen. Rewyork, 22. September. Au- Leadville werden blutige Ruhestörungen gemeldet. In dem dortigen Dilbergruben-Bezirk brach ein Ausstand au-, worauf die Bergwerk-.Direktoren die Gruben schließen ließen und den Betrieb einstellten. Alle nichtstrikenden Arbeiter erhielten gleichfalls ihre Entlaffung. Die Directoren wurden hierauf von den Arbeitslosen bedroht. Dieselben find mit Schußwaffen und Dynamitbomben versehen, mit welchen sie vor die Silbergruben zogen. Allenthalben hörte mau Explosionen. Hierbei wurden drei Polizisten gräßlich verstümmelt und eine Anzahl Arbeiter schwer verwundet. Die Strikenden machten sich al-dann daran, dir Gruben in Brand zu stecken, wovon sie durch herzugerufene Miliztruppen zurückgehalten wurden. Der angerichtrte Schaden ist unberechenbar. Konstantinopel, 22. September. Der Artillerie-General Grumbkow Pascha ist heute mit einem Handschreiben de- Sultan- an den Deutschen Kaiser nach Berlin abgereift. Konstantinopel, 22. September. Die Botschafter con- statireu, daß die von der türkischen Polizei gemeldeten Bombenfunde theilweise falsch, theilweise übertrieben seien. Berlin, 23. September. Auf dem internationalen Frauen-Congreh wurde gestern Nachmittag hauptsächlich Über Mädchen-Gymnasien und deren Zwecke berichtet. Berlin, 23. September. Die „StaatSb. Ztg." bezeichnet die Nachricht, daß Major v. Wtßmann von einem starken Unwohlsein befallen sei, al- völlig aus der Luft gegriffen. Gouverneur v. Wihmann habe auch am Dienstag ebenso wie am Montag Dor- und Nachmittag längere Conferenzen mit den Herren von der Colontal-Abtheilung gehabt und erfreue sich deS besten Wohlbefindens. Berlin, 23. September. Auf Beranlaffung deS deutschen Vereins für internationale Friedens-Propaganda fand gestern Abend hier ein Friedenskongreß der Frauen statt. Das Referat hatte Frau Stritt-Dresden übernommen. SS gelangte eine Resolution zur Annahme, wonach eine obligatorische internationale FrtedenSjustiz an Stelle de» Kriege- eingesetzt werden soll. Königsberg, 24. September. Der RegierungS-Affeffor Umpfenbach wurde wegen Herausforderung des Amts- gerichtSratheS Alexander zum Zweikampf anläßlich der Börsengarten-Affaire vom Kriegsgericht zu drei Tagen Stuben- Arreft verurtheilt. Hamburg, 23. September. Gestern wurde in Harburg eine Falschmüuzerwerkstatt entdeckt. Zwei Falschmünzer wurden verhaftet und viele falsche Zwei-Markstücke beschlagnahmt. Paris, 23. September. Die in Marseille noth« dürftig untergebrachteu tausend Armenier sind nach England und Amerika befördert worden. W.B. valmoral, 22. September. DaS Zarenpaar ist gestern Abends 8 Uhr hier eingetroffen. Die Königin erwartete die Gäste und bewillkommnete sie aufs herzlichste. In Ballater traf der Kaiserzug um 7 Uhr 5 Minuten ein; daselbst bestiegen daS Kaiserpaar, der Prinz von Wales, der Herzog von Eounaugth den Wagen. Bei der Abfahrt von Ballater erglänzten ringsum von den Berggipfeln Freudenfeuer. ... Coceles unt prrotwsfcltes, Bietzen, den 63. September. •• Naturforscher, und AerzteBersammlnng. Die Einladung der Stadt Gießen an die Naturforscher- und Aerzte-Versammlung, unserer Stadt einen Besuch abzustatten, ist angenommen und werden die Gäste am Samstag hier eintreffen. Die Arbeiten zur Umwandlung der großen Faßhalle der Actienbrauerei in einen Banketsaal find in Angriff genommen. Der Betrieb der Brauerei wird zu Ehren der Gäste am Samstag ruhen. •• vieberthalbahn. Infolge der Ablehnung durch unsere Stadiverordueten-Versammlung, den Personenbahnhof der Bieberthalbahn auf Oswald- Garten zu errichten, beab- fichtigt nunmehr die Kleiubahn-Baugesellschaft da» Thor- Häuschen links am Neustädter Thor als Stationsgebäude für den Personenbahnhof zu erwerben und da- vahngeleise zwischen demselben und der Lahn in einer Curoe nach dem Hamm weiterzuführen. Auch die Errichtung eines Anschluffes und eine- Bahnhofs bei der Gewerkschaft Abendstern, statt, wie erst verlangt, bei der Station Kinzenbach, hat die Genehmigung gefunden, sodaß mit dem kommenden Frühjahr die Arbeiten für die Bieberthalbahn in Angriff genommen werden können. •• Rennbahn für Radfahrer. Die Herstellung der Rennbahn für Radfahrer, von der wir schon berichteten, daß sie auf dem Gelände der Textor-Drauerei. in Aussicht genommen sei, ist nunmehr gesichert und wird in dieser Woche mit den Erdarbeiten begonnen. Diese Arbeiten sollen dann überwintern, damit die Bahn Anfang Mai eröffnet werden kann. Die Länge der Bahn ist auf 400 Meter, bei 6 bis 7 Meter Bahnbreite und einer Eurvenerhöhung von 3 Meter, in Aussicht genommen und wird dieselbe in tech« nischer Beziehung den weitest gehenden Ansprüchen genügen. Die eigentliche Laufbahn wird in Cemeutbeton auSgeführt, während der Unterbau aus Hardtbeschotterung hergerichtet wird. Als Neuerung ist im Project vorgesehen die electrische Beleuchtung der ganzen Anlage, damit eS den Fahrern ermöglicht wird, auch bei Eintritt der Dunkelheit dem Sport obliegen zu können. Die Rennbahn erhält von der Rod- heimerstraße her einen directen Zugangsweg, wodurch auch der Weg von der Stadt nach TcxtorS Terroffe bedeutend abgekürzt werden wird. Die Mitte der Bahn und das anstoßende Gelände wird derart hergerichtet, daß sie im Winter als Eisbahn zu dienen, damit auch den Schlittschuhläufern in unserer Stadt eine weitere Stätte geboten wird, auf welcher sich dieselben sportlich bethätigen können, was besonders in Rücksicht auf die electrische Beleuchtung willkommen sein wird. Auch Spielplätze für Lawn tennis, sowie zum Thontaubsnschießen werden hergerichtet, so daß diese Anlage mit gleichen Einrichtungen in Großstädten in Wettbewerb treten kann. ** Handwerkerversammlung. Nächsten Sonntag, den 27. d. MtS., Vormittags 11 Uhr, findet in dem „Hotel Darmstädter Hof" in Darmstadt eine Delegirten- Versammlung de» EentralverbandeS hesfilcher Innungen und Berufsvereine statt. In derselben wird der Gesetzentwurf betr. die Organisation des Handwerks besprochen und über den südwestdeutschen Handwerkertag in Heidelberg sowie über die Handwerkerconferenz in Berlin berichtet werden. Die hessische Regierung wurde um Entsendung eine» Vertreters gebeten. Außerdem wurden die Herren Reichstagsabgeordneten und Oberbürgermeister des Groß- herzogthumS eingeladen. Gäste, jedoch nur Handwerker, können eingeführt werden. *• Zum Rechner der vezirkssparkasfe tu Höchst im Odenwald wurde der erste Gehülfc an der Großh. chirurgischen und ophthalmologischen UniverfitätS-Klinik dahier, Herr I. Horn, ernannt. •* liebet die Schaden, welche den Obstbäumen beim Abernten des Obstes zugefügt werden, schreibt man bet „Darmst. Ztg." aus Oberheffen u. A.: Leider wird bet dem Abernten deS Obstes nicht immer mit der nöthigen Sorgfalt vorgegangen. Das Obst wird bekanntlich an Denjenigen versteigert, der daS meiste dafür bietet, ob aber der Steigerer auch das Obstabnehmen versteht, danach wird wohl nicht oder selten gefragt. Wohl sieht der Käufer darauf, daß das Obst unbeschädigt in seinen Besitz kommt, ob aber beim Pflücken die Bäume nothleiden und ihrer besten Aeste und Triebe beraubt werden, danach fragt der Steigerer nicht und doch liegt gerade in der schonenden Behandlung der Bäume bei dem Obstpflücken die Gewahr für das Gedeihen der nächstjährigen Ernte. ES sollten deshalb die Gemeinden darauf sehen, daß daS Obst auch sachgemäß gepflückt und nicht durch Unkundige und Kinder den Bäumen Schaden zugefügt wird, der die folgende Ernte ganz erheblich beeinträchtigen kann. Falscher Geld. ES sind wieder falsche Fünf mark» stücke in Umlauf. (Sin Theil trägt daS Bildniß Kaiser Wilhelm» L, die Jahreszahl 1876 und das Münzzetchen A; ein anderer Theil ist mit dem Bildniß de» König» Karl von Württemberg, der Jahreszahl 1876 und dem Münzzeichen F versehen; andere wieder tragen daS Hamburger Wappen w dem Zeichen J. Die Falsifikate find erkenntlich an de, eigentümlichen Hellen Glanz, sowie an dem leichten Gewicht Einige Stücke wiegen nur 18 Gramm und find künstlich gt» chwärzt; die Farbe fitzt besonder» an dem Adler und der Schrift, wahrend sich die natürliche Schwärzung gleichmäßig über die ganze Münzfläche verbreitet. Die Falsifikate find namentlich am Rande leicht erkenntlich. Bei der Raudschrit „Gott mit Un»' ist das Wort „UnS" fo schlecht auSgeprägi, daß dasselbe manchmal ganz fehlt. Laubach, 21. September. Einer hiesigen Einladurg Folge gebend, veranstaltete der Gesangverein „Sänger, kranz" von Gießen am gestrigen Tage einen AuSflu, nach unserer Stadt. Mit dem Frühzug von Gießen kommen gingen dieselben von Grünberg au» nach Oueckborn zur Be> fichtigung der dortigen Wafferleitung»werke (bekanntlich liegt, hier die Quellen, die die Stadt Gießen mit Waffer versorgen) Auf der Nenmühle von hiesigen Herren empfangen, gelaagtt» dieselben um 1 Uhr Mittag» hierher, nm im Hotel zu, SchÜtzenhof da» Mittag-mahl einzunehmen. De» Nachmittag versammelte sich eine größere Anzahl Gäste, um sich an bt, gediegenen musikalischen Vorträgen de» von Herrn F. Bauet geschickt dirigirten Verein», sowie an den Einzelvorträgn eine» Gießener Sänger», sowie eine» bekannten hiesig» Tenoristen zu erfreuen. Reden wechselten mit den mit große» Beisalle aufgenommenen Gesängen und viel zu früh sand eai beim heranbrechenden Abende die Stunde de» Abschied». — Ltider blieb das schon wochenlang dauernde, launische Wetter auch an diesem Tage seinem Lharacter treu und vereitelt den geplanten Gesammtau-flug auf den RamSberg; bei ließen sich einige tapfere „Alte" nicht nehmen, eine fonnigt Stunde zu benutzen, um durch die „Gombach"sümpse h: Aufstieg zu unternehmen, sich an der gerade günstigen AuSsiä: zu ergötzen und ein muntere» Liedlein in» Thal hinabzuschick» Man trennte sich mit dem Rufe: „Auf Wiederfehen im nächste» Frühjahre!" Gr. Anz. □ Darmstadt, 22. September. Auf Veranlassung eine» au» Angehörigen der nationalliberolen und der confer- vativen Partei bestehenden vorläufigen ComitöS fand heu:t Abend eine Bespr echung in der „Stadt Pfungstadt- hin- sichtlich der aufzustellendeu Candidaten für Darmstadt zur nächsten Landtagswahl statt. Zum Vorsitzenden der ver- fammlung wurde Herr Direktor Nodnagel gewählt. AI» Candidaten kamen in Vorschlag der seitherige Vertreter, Herr Otto WolfSkehl, deffrn Verdiensten in gebührender Weise gedack' wurde, und, an Stelle deS krankheitshalber eine etwa'ge Wiederwahl leider ablehnenden Herrn Hofbuchhändler Berg> fträßer, Herr Recht»anwalt Schmeel. Die Versammlung stimmte dem einhellig zu. Ein aus Len Eioberusrrn unö Anderen zu wählendes engeres Comitö für die Candidatvr WolfSkehl-Schmeel soll einem weiteren öomilS Vorschlag bez. der Wahlmänner machen und letzteres dieselben für die genannte Candidaten aufstellen. Die Versammlung stimm» den die Verdienste deS Herrn BergstrLßer warm anerkennen» den Worten des Herrn Dr. Osann zu und die Anwesend» erhoben sich zum äußeren Zeichen dieser Zustimmung oci ihren Sitzen; da» Präsidium wurde beauftragt, die» Her» Bergsträßer zu übermitteln. — Ein heute zu den Landtags' wählen für die Stadt Darmstadt in den „Neuen Hessische» VolkSblättern" erschienener Aufruf, der von Angehörig» der christlich-sozialen, der antisemitischen, der Zentrum»- iir) der deutsch-freisinnigen Partei unterzeichnet ist, richtet fh in scharfen Worten gegen die nationalliberale Partei uni die seitherige Vertretung. Al» Candidaten von dieser ®eih werden, soweit wir erfahren, genannt die Herren öolthauf director Bernhard, Dr. Lucius, Reinemer und Schupp. 68. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte. Frauksurt a. M., 22. September 1896. Gestern Nachmittag fanden bereits einige Abtheiluoz^ Sitzungen statt. Der Vortrag von Dr. med. Below-Berlin über: „Rafsir und zonenvergleichende Physiologie und Pathologie" eröffve-e die Arbeiten der in diesem Jahre wieder neu begründe« Sektion für Tropenhygiene. Redner führte Folgende» ar» Der Gradmeffer de» Werthe» unserer wiffenschaftlichen »Übungen in der Medicln ist und bleibt doch immer H: Erfolg in Therapie und Prophylaxi». So Tüchtige» Bewundernswerte» den nordischen Seuchen gegenüber xa der neuen Bakteriologie geleistet worden ist, so unvollkomnn bleiben die Erfolge gegenüber den Tropenseuchen, Gelbfiett: und Malaria mit ihren Untersorten, die unsere Beamten m Eingewanderten in den Colonien decimiren. Da» tomr daher, daß hier die AcclimatisationSfrage mit der ©ewfcr entstehungS-Frage eng verwachsen ist, wie Becker da» '' seinem Aequatorialgesetze der Artenbildung durch Zonenweäfrl nachwetft. Vom Standpunkte de» Techniker» allein körn man diesen Verhältnissen nicht beikommen. Mit der Gkt' deckung einiger neuer PlaSmodien-Arten ist e» nicht getfar- Die neue bacterioskopische Technik hat sich in den Dienst btf Aellularpathologie, der alten berufenen und bewährten Führer» zu stellen; unter deren centralen Leitung habe man dem bfl I Akklimatisation zu Grunde liegenden Naturgesetz nachzuspüeei. auf welche» er (Redner) hingewiesen habe. In der Abtheilnng: Zahnheilkunde sprach Dr. Hei!' mÜller-Göttingen über: „Die sofortige schmerzlose uf k» WangH fllanben anbere, ‘ eruiK lit|t Dal inrfiM' itr W Üihliitl ®er|ud|»i llnitr-ScWf gktzvlsstkinnaWht eiüntütigüng ist die als t tzie Btopptln gtfatt gepMgt »irt. hält, treibt virhlvs! h# Redners auf besteht, waten sch ■urbt dir @iünbö Jo der Abihe fiBlbniÜ, Dr. R ein-Prag über Jo der übth! Voigt «Hamburg jkhlge Stand der Itn diShrchm ger idit mit Bacdnah attn und Matti Ttbutx toatnlt vor l'-o tzdickiS-Hanno st'ast des gewShn odtgiw Zwicke md( 3» der chlrur vl-lplu-, Mat Behandlung bi Nrger.be berichtete 11 200 Fälle. Jtb tmachseven Resultat wir einzigen 6ti V'Wttn. Pho, d'Seüobtn die Sw Acdon oeuerding- n 9° der Sbthe "r. med. g. 6'Ut und den 7 di, [e(|$ei U'j'1 Ifintn ^aimn tzkw ... 3* tl, Wi WidwlrtH Dt. 6,1 Sch»ti» L »•« hi Sw «wJ?h,n °us welch "'•Ss, %5,'i »«„, ln»t l 6,,9e /,®ombad)<,(üaipj! !r gerade güllstjgrg^ tnlnö Thal hillabzM lujMrbttseheaiwE Gr. fy • Aus Btianhfiang b dttolen unb bet to: #n SomliM fonb |c r »Trabt ^fnngflabi*! 'idatea sür D°mst°!i. m vorfitzenbeo Ink Nodnagel geteilt i : seitherige verkürz; in gebühreuberWki!!- >rikheitShalber tlaty itim HosbuWc^- Intel Die 8t.it v. aus btn Eicklsna a*. 5om!16 für die WM tittnn ßotniie W«1 /eueres bkftßiB für t k Strfaattnliing ftma Mtt toaxm antxtiunr a »nwtitölf tu biesn Miwwvng i. br beachxagt, bk« Hm Sin heute zu des Witt t In ben Jura HeM rus, der J«Wlc itisjev/ bei 6tmi m luterzeichnet ist, M natioualliberale N! Sanbiboten von blei laont die Henen & Retuemer unb @M' Iv der Abteilung Ehlrurgir sprach Profeffor Br. «. Lsrenz-Wien: „Utber die unblutige Einrenkung der an1 geborenen Hüftluxation." Professor Lorenz berichtete, daß n tu 83 Fällen seine Methode der unblutigen Einrenkung btt angeborenen Hüftverrenkung glücklich auSgefübrt hat. Maf dem 26. Congreh der deutschen Gesellschaft für Ehirurgie io Berlin wird Lorenz eine Reihe von geheilten Kindern vor. srrllev, welche ohne jeden Apparat einen normalen Gang zeigen. Morgen wird Redner seine Methode der Einrenkung vad sein Verfahren bet der Klumpfuß-Behandlung der Er« viachsenen dem Tongreffe demonstriren. In der Abthetlung Tropenhygiene sprach heute Graf tzon Götz en« Berlin über „Ausrüstung und Lebensweise auf tropischen Expeditionen". Mitnehmen von warmhalteuder, ebenso wie von für Hitze berechneter Kleidung, Filterung deS TrtnkwafferS in transportablen Apparaten, Vermeidung deS Schlafens auf feuchtem Erdboden, Mitführeu von geeigneter Nahrung, zum Theil in Eonservenform, vor Allem aber absolute Enthaltsamkeit von geistigen Getränken, daS seien, so führte Redner auS, die Factoreu, die für einen gesunden Menschen daß Bereisen der Tropenländer und selbst der von Malaria heimgesuchten Gegenden zu keinem allzugroßen Nngniß stempeln. Ferner sprachen vr. Glogner -Batavia und vr. Däubler- Tigel über den klinischen Verlauf und die Aetiologie der fiert Beri-Krankheit. Nach der Anficht beider Aerzte kann vo» einer Identität dieser Krankheit mit Malaria keine Rede hin. Man hat für die Entstehung der Beri-Beri verschiedene ki klärungen gegeben. Während ein Theil der Aerzte, welche die Krankheit zu beobachten Gelegenheit hatten, die Entstehung auf den Mangel an stickstoffhaltiger Nahrung zurückführt, glauben andere, daß ein gasförmiger Ansteckungsstoff zu Killnde liegt. Wahrscheinlich seien aber beide Erklärungen unrichtig. In der Abthetlung: Agriculturchemie und landwirth- schnftltcheS Berfuchüwesen sprach Gutsbesitzer vr. G. Deh- lii'grr-Wetherhof bet Wolfskehlen (Darmstadt) über: „Er- gehniffe einer achtjährigen viehlosen Gründüngungs-Wirthschaft." Gründüngung ist die Düngung durch sttckstoffsammelnde Pflanzen, die als Zwischenfrucht in die Hauptfrucht oder in bit Stoppeln gesüet und hernach nicht geerntet, sondern unter« ge?flügt wird. Wer dabei nicht de» Stallmistes wegen Vieh HLt, treibt viehlose GründüngungS-Wirthschaft. Die Erfolge bet Redners auf dem Boden, welcher meist aus Flugsand besteht, waren sehr gute- auch auf sehr schwerem Boden lvrrde die Gründüngung mit Erfolg durchgeführt. In der Abthetlung: Kinderhrtlkunde sprachen vr. LooS« Innsbruck, vr. Rudolf Fisch! und Profeffor vr. Epp- ße in «Prag über die engltiche Krankheit (RhachitiS). In der Abthetlung: Hygiene hielt Ober-Jmpfarzt vr. vnigt-Hamburg einen Vortrag über das Thema: „Der jkhllge Stand der vaccinalen Serumtherapie." Er besprach bem bisherigen geringen Erfolg der Jmmunisirungsversuche, wellche mit vaccinalen Rinderserum an Kindern, wie au ge« sui.den und blatterkranken Menschen angestellt wurden. Bildner warnte vor derartigen Jnjectionen. Dagegen sei die ein AdlckeS Hannover zuerst nachgewiesrne immunifirende «hoift des gewöhnlichen nicht vaccinalen RtnderserumS zu obi gern Zwecke möglicherweise verwendbar. In der chirurgischen Section sprach vr. med. OScar VmlpiuS, Privatdocevt an der Universität Heidelberg, über bit Behandlung des angeborenen Klumpfußes. Der Bor- hogenbe berichtete über ein unblutiges Verfahren, mit dem tr in 200 Fällen Klumpfüsse bei Kindern, Halbwüchsigen mil)b Erwachsenen vollkommen zu heilen im Stande war. tu» Resultat wird durch daS wodellirende Redreflement in einer einzigen Sitzung erzielt und in einem Gypsverband sesligehalten. Photographien und naturgetreue Gelatineabgüffe tscher Natmft«! rzte. 22. Septmbei M bereits einigt W» .low-Vtrlln über ÄC ■ Ä « * ;»« ll» W»*’ tionWe aijjtt ftt ' llin W eba,4 gen«*1 deS SEedini«1» ll|(. i»«** Ä ■* »'fei Äw * »ob" 4« *■"*!? 5' «m*1 i »' beyrünben bic Empfehlung ber vortrefflichen Methobe, welche Ki dner neuerbtngS auch für Plattfüße verwendet. In der Abtheilung für Milttär-SanitätSweseu referirte Dr. med. W. Li ermann «Frankfurt a. M. Über die erste Hilfe und den Transport bet schweren Beinverletzungen, kiittifirt die seither angegebenen verbandmethoden und em- sffehtt seinen Kriegsapparat (in einer Segeltuchtasche verpackt 8500 Gramm Gewicht), der zur ersten Hilfe zum Transport »nid zur Behandlung aller schweren Beinverletzungen Verve adbar und für jede Körpergröße und Körpersette Erwachsener rerftellbar ist. In der Abtheilung: Beterlnär-Mebicln sprach Ober- uedicinalrath vr. Lorenz-Darmstadt über die verschiedenen Schwetnefeuchen und deren Bekämpfung, insbesondere des Schwetne-Rothlaufs. Nach seinen Anführungeu ist der Roth- Imfbaclllus hagropbhtisch, woher da» stationäre Auftreten ler Seuche fich erkläre, welche an ihren LteblingSherdeu nur iurch die Schutzimpfung zu bekämpfen sei. Don den zur ßdt bekannten Schutzimpfungsverfahren verdiene dasjenige nittelft Anwendung von Schutzserum mit darauf folgender üwlturinjection den Vorzug, da es sicher und ohne Impf- I-mkheit bauernde Bacterien-Immunität erzeuge und nicht lern Nachtheil habe, die Seuche zu verbreiten. Auch in den übrigen Abtheilungen wurden Vorträge gehalten, auf welche einzeln einzugehen unmöglich ist. Don verschiedenen Sectionen wurden heute der Palmengarten, Zoologische Garten und die Sammlungen des Senken» belgischen Instituts unter sachkundiger Führung besichtigt. Bei Frau Geheimrath Moritz Schmidt-Metzler sand teiatt Nachmittag für die theilnehmenden Damen ein Garten- kft statt. Mehrere hundert Damen hatten fich in der am locken Mainufer gelegenen herrlichen Meßler'schen Besitzung t'.mgefunden, wo man fich bei Militärmufik, Vorträgen von Mtgliedern ter hiesigen Bühnen und selbstverständlich auch cMoarischen Darbietungen trefflich unterhielt. Für heute Abend 61/, Uhr ist Festessen im Zoologischen Ai-ntrn vorgesehen. Frankfurt a. M., 23. September. DaS gestrige Festessen im Zoologischen Garten war toGR etwa 900 Personen besucht und nahm einen sehr ani- mirteu Verlauf. Geh. Rath Profeffor von Ziemsfen- München brachte daS Hoch auf Kaiser Wilhelm au». Geh. Rath Profeffor WiSlicenuS-Leipzig toastete auf die Stadt Frankfurt. Oberbürgermeister Adicke» dankte und brachte ein Hoch auf die Naturforscher-Versammlung aus. Dr. Laquer« Frankfurt a. M. toastete auf die Damen. Profeffor Hagenbach» Bisch off-Basel brachte einen Toast auf die Geschäftßleitung und den Festausschuß auS. Verinischtes. * Aus bem Lehiliogsheim des RettuogShauSverbavdes in Dillenburg. Vor Kurzem nahm der Vorsitzende de» Verbandes Beranlaffung, daS Heim zum ersten Mal nach feiner Eröffnung einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen und soweit möglich, von dem ganzen TageSverlause in der An- statt, sowie durch Besprechung mit den HauSeltern und Vor« standsmitgliedern wie auch anderen maßgebenden Persönlichkeiten in der Stadt Dillenburg von der Führung deS Werkes und seiner Stellung nach Außen persönlich Kenntniß zu nehmen. DaS gemiethete Anwesen umfaßt daS ev. Vereinshaus und einen daraustoßenden Seitenbau in Privatbefltz sammt Hofraum und Gärten und bietet durch viele und schöne Räume reichlich die Möglichkeit zur Aufnahme einer ansehnlichen Zahl von Zöglingen und nöthigenfallS auch zur Einrichtung eigener Werkstätten. DaS Sälchen im unteren Stock ist noch im Gebrauch deS Gemeinschafts- und Jüng« liogSvereinS für ihre Versammlungen. Auf der anderen Seite finden wir gleich einen wohleingerichteten Baderaum für das Heim, der regelmäßig benutzt und als eine Wohlthal empfunden wird, daneben einen Aufbewahrungsraum, die anderen Räume find noch unbenutzt. Im nächsten Stock befindet fich die Wohnung der HauSeltern in drei hohen großen Räumen, daneben in einem kleinen und großen Zimmer der Eß- und Aufenthaltsraum für die Zöglinge, hell und freundlich. Wieder daneben und in Verbindung damit liegt die Küche mit noch zwei Nebeokammern. Im oberen Stock (Frontspitz und hoher Dachraum) befinden fich die Schlafzimmer der Zöglinge, gesunde und luftige Räume, zunächst sind zwei Zimmer in Benutzung und andere stehen noch bereit. Vor den Zimmern ist die Waschbank aufgestellt und ein Raum ist als Aufbewahrungsort für Kleider rc. eingerichtet. Die ganze Einrichtung ist einfach, aber practifch und gut, und überall wurde Ordnung und Reinlichkeit angetroffen. Neben und über den Schlafräumen ist Speicher. Ganz unten ist die Waschküche mit Nebenräumen, auch find weite Kellerräume vorhanden. Das Haus besitzt Waffer- leitung und Canalonschluß. Der Seitenbau wird im unteren Stocke von ber Besitzerin, einer alleinstehenben Wittwe, bewohnt, die beiden anderen Stöcke sind noch frei und harren der Benutzung. Im Hofe steht ein Scheunen« und Stall« gebäude und noch ein kleiner Bau mit Werkstätten und kleineren Wohnräumen. Im Stall wachsen zwei muntere Schweinchen ihrer Bestimmung entgegen, und die Jungen haben fich eine Kaninchenzucht angelegt. Als an die nächste Wirthschaftsvermehrung wird an die Erwerbung einer Ziege gedacht. Rings um die Gebäude liegen Gärten und Wiesen» platz, zum Theil hoch in Terraffen aufsteigend. Ein Theil dient als Spiel- und UrbungSplatz und soll noch mit den uöthigen Turngeräthen ausgestattet werden. So ist durch Alles bestens gesorgt, las HauS zu einer geeigneten Wohnstätte zu machen. Der Hausvater (ausgebildet im Rauhen Hause und schon jahrelang in Krankenpflege und Anstatt-- leitung thätig, selbst in Sanfibar und Pest) und seine Frau haben eS sich angelegen sein laffen, Alles ordentlich in Stand zu setzen und zu halten, auch den arg verwilderten Garten. Sie arbeiten mit Freudigkeit und nehmen fich elterlich der Jungen in leiblicher und geistiger Pflege an, mit denen fie als eine große Familie zusammevleben. Allem nach find denn auch beide Theile zufrieden und fühlen fich wohl. BIS jetzt find fieben Jungen aufgenommen und ein achter angemeldet. Morgens besorgen fie ihre Schlafzimmer, frühstücken und nach gemeinsamer Andacht rücken sie aus in ihre Arbeitsstellen, nicht ohne das zweite Frühstück in ansehnlichem Umsange beizustecken. Nach 12 Uhr erscheinen fie zum Mittag- effen und eS war eine Freude, zu sehen, mit welchem Etser und Erfolg fie fich diesem Geschäft Hingaben, da die Hausmutter für gut besetzte Schüffelu kräftiger Kost (diesmal war es Erbsensuppe, Fleisch und Kartoffeln und Gurken nebst Brot, reichlich und gut) gesorgt hatte. Alle waren guter Dinge, anständig, sauber, reinlich gekleidet. Gegen 1 Uhr begaben fie fich wieder zu ihren Meistern, wieder wohlversehen mit ihrem DeSperstück. Abends nach 7 Uhr kehren fie zurück, worauf Abendeffen ist. Nun beschäftigen fie fich noch mit Lesen, Spielen, Handfertigkeit rc., tummeln fich auch im Hof und Garten, und nach gemeinsamer An dacht gehtö nach 9 Uhr zu Bett — alles wohlgeregelt als in guter Haushaltung. Sonntags wird Gottesdienst und Christenlehre besucht und dann Spaziergänge in bte herrliche Umgebung Dillenburgs mit ihren prächtigen Wäldern unternommen, was immer besondere Freude macht, auch wird bet dieser Gelegenheit hier und da ein kirchliches Fest besucht. Am ersten Sonntag des Vierteljahres dürfen die Angehörigen die Zöglinge besuchen (nach einer vom Vorstände festgestellten Besuchsordnung). Die Jungen haben fich bis jetzt ordentlich gehalten in und außer dem Hause, die Meister find zufrieden (es find schon bte verschiebensten Handwerke vertreten), unb bte Anstalt besitzt ein gutes Gerücht in ber Gemeinde. So ist denn dieses Werk im erfreulichsten Gang und recht verheißungsvoll. Aber eS ist klar, daß es nicht geringe Kosten verursacht, da die Jungen sür die Anstalt nur Eonsumenten und zwar recht wackere sind, die an Kleidung unb Nahrung viel erforbern, woran auch in ihrem Alter nicht geschont werben darf. Neben dem Pflegegelde find wir darum auf anderweite Liebesgaben fortdauernd in hohem Maße angewiesen. Bon Einrichtungsstücken fehlt uns z. B. noch ein Harmonium zwecks rechter Pflege des Gesang», die von großer Bedeutung ist. Wer stiftet unS eins oder Gaben dafür? Der OrtSvorstand hat fich mit viel Eifer und großer Lust ber Anstalt angenommen (Vorsitzender Pfarrer Fremdt) und ist andauernd mit Erfolg dafür thätig, ihre Arbeit nach eder Richtung zu fördern. An demselben Tage, wie der Zerbandsvorfitzende, besuchte und befichtigte auch Geueral- uperinteudent D. Ernst von Wiesbaden die Anstatt und war nach seinen Aeuherungen recht befriedigt. Wer sich für daS Werk iotereffirt, ist freundlichst gebeten, durch persönlichen Besuch von HauS und Betrieb Einsicht zu nehmen. Möchte dem Unternehmen, daS von allergrößtem Werthe für unsere Zett ist, ein gedeihlicher Fortgang beschieden sein und eß ihm an Freunden und opferwilligen Zuwendungen nicht fehlen! Wir bitten wiederholt herzlich um solche. • Marburg, 22. September. Auch ein „Geschäft". Ein in nächster Nähe unserer Stadt gelegener Ausflugsort erhielt jüngst den Besuch eines aus 16 Personen bestehenden auswärtigen Damen-PensionatS. Nachdem sich alle Mann an einem großen Tische niedergelassen hatten, bestellte die Vorsteherin im Brustton ihrer Würde eine Flasche Bier und — 16 Gläser. Der Wirth war zuerst in arger 33er- legenheit, kam aber schließlich auf den klugen Einfall, den Gästen einfach kleine Schnapsgläser hinzustellen. Und nun begann die „Kneiperei". WaS mögen bte Damen anderen TagS sür einen „Kater" gehabt haben?! Obh. Ztg. • Berlin, 21. September. In der Woche vom 12. bis 13. September wurden von unb nach Treptow befördert: Auf den Eisenbahnen hin 187 300, zurück 2l3000 Personen, der stärkste Verkehrötag in dieser Woche war Sonntag (13. dö.) mit zusammen 165000 beförderten Personen in beiden Richtungen- auf den Straßenbahnen hin 129 828, zurück 130023 Personen, davon am Sonntag den 13. September n beiden Richtungen zusammen 60961 Personen- auf Schaffen hin 6326, zurück 4273 Personen. In den Hotels, Gasthösen rc. wurden in der angegebenen Woche 19 580 Fremde beherbergt. • Bon den gefundenen Leiche« der „3ltt»"-vefatzung find recognoScirt: Lieutenant Holbach, Steuermann Hein, Zahlmeister Gteseler, Maschinistenmaat Fuchs, die Obermatrosen Kiel, Natelberg, Ulrich, Seeger, SpikowSki, de Wall, Kan unb die Matrosen Schmidt, Preuglischat, Engler, endlich die Oberheizer Altmann und Bohlen. Weitere acht Leichen laffen ich nicht genau bestimmen- eine von ihnen ist wahrscheinlich die Leiche deS Arzte» Hildebrandt.__________________________ Citeraittr tttte Kauft — In ber wohlfeilen Gesammtausgabe von Georg Gber's gesammelte« Werke« liegt mit ber 86. Lieferung der 21. Band abgeschlossen vor. Er enthält die „Drei Mäichrn", in denen die gereifte Lebensanschauung des Dichter» und der hohe Flug feiner Phantasie fich zur Gestaltung reizvoller poetischer Gebilde verbinden. BiSher brachte diese Ebers-Ausgabe, welcher durch bte Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart eine vorzügliche Ausstattung verliehen wurde, die acht ägupttschen Romane — von der „Königstochter , welche seiner Zeit den Ruhm deS Dichter» begründete, bis zu „Josua" — dazu aus ber deutschen und niederländischen Vergangenheit die Romane „Die Gred", „Die Frau Bürgermeisterin" und „Ein Wort", ferner das liebliche Idyll „Eine Frage" unb die romantische Erzählung „ElisSn". Hieran reihen sich nun, einen Band für fich bildend, die „Drei Märchen, denen zunächst »Per aepera , das fesselnde Eulturblld aus der Zeit des Kaisers Caracalla, folgen wird. Mit 105 Lieferungen (zum Preise von je 60 Pfg.) ober in 25 Bänden (geheftet ä Mk. 2,50, elegant gebunden ä Mk. 3,50) wird diese EberS-GesammtauSgabe vollständig sein — an Inhalt unb Ausstattung eine hervorragende Zierde im Bücherschatze des deutschm HauseS.__________________________ Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gie-e^ 38. Woche. Vom 13. September bis 19. September 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann MUitäc). SterblichkettSMer: 15,82, nach Abzug der Ortsfremden 9,04°/». Kinder Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebe« an, wir viele ber TodeSsälle in ber betreffenden Krankheit aus von «uSwärt» nach Gießen gebrachte Kranke kommen. E» starben an: Zusammen: Erwachsene Lungenschwindsucht 2 2 Gehirnerweichung 1 (1) 1 (1) KrebS des Magens 1 (1) 1 (1) Krämpfen 1 — DtphtherUiS 1 (1) — Acuter Tuberkulose 1 — : hn vom 1.Lebensjahr: 2.—1b.Iah»: 1 — 1 (1) — 1 Summa: 7 (3) 4 (2) 1 2 (1) — Für die Hinterbliebenen des untergegangenen S- M. S. ,3ltiß* gingen bei uns ein: Von Pfarrer Hamman 3 Jt, Comm.- Rath Wortmann 2 JL Weitere Gaben nimmt gerne entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Witteruugsbericht vom 22. September. Das Depresfions'Eentruw, welches gestern im Süden von Irland lag, hat fich sehr beträchtlich vertieft, scheint jedoch eine nordöstlich gerichtete Bahn einzuschlagen. Jndeffen hat fich von ihm auS neuerdings niederer Druck in südöstlicher Richtung gegen ben Continent auSgebreitrt und ist außerdem in Central-Europa die «er» «Heilung der Barometerstände äußerst unregelmäßig. Der hohe Druck beschränkt fich im Allgemeinen auf den Südwefien und Süden Europas. Die Witterung ist in Süddeutschland andauernd unbeständig und kühl mit zeitweisen Niederschlägen. Fortdauer deS unbeständigen Wetter». S@idP5is,offe“^1 V ■ ■ Angabe deS Gewüuschtea. von Elten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crefeld. Die zarte Kinderhaut Ä »»3 nicht Hautleiben aller Art, Wundsein, Schorfbildung rc. bic Kleinen plagen sollen. Die Mütter werden e» deshalb mit großer Freude begrüßen, daß jetzt die Aerzte die Patent-Myrrholin-Seife al» beste Kinderseife empfehlen, welche durch ihren Gehalt an Myrrholin solch' woblthätige Eigenschaften auf die zarte Haut auSÜbt, daß bei regelmäßigem Gebrauch Hauterkrankungen vermieden werden. Man lese die Broschüre mit Auszügen au» den zweitausend Urtheilen deutscher Profefforen und Aerzte. Die Patent-Myrrholin-Seife ist überall, auch in den Apotheken das Stück zu 50 Pfg. erhältlich, ebenso in feinen Cartons mit 3 Stück zu Mk. 1,50, welche zu Geschenken sehr geebnet. Man überzeuge fich, daß jedes Stück die Patent-Nummer 63,592 trägt und hüte sich var Nachahmungen. 4634 Wollene Colter in vorzüglichen Qualitäten sind- n neuer grosser Auswahl wieder cingetroffen. Fritz Nowack, Erstes Special-Wäsche- u. Ausstattungs-Geschäft Brühl’sclie kiMiÄlM-M- und Steindrnekerei (Pietsch 4 Scheyda) Verlag des Giessener Anzeigers 7 Schuletraswe 7 empfiehlt eich eur Anfertigung »Iler Buchdruck-Arbeiten in elegantem Schwart- und Farbendruck. Zu verkaufen. BehördlicheAnzeigen HüMVI Rad)btm btr Pj, tauplqutt, i junhn, nahm h Ungtnbta Hot n jwllStllnir bti initftn: ,ffiir haben II (jiotr btr Leo kitt za lh"' , Ja brittm S r trauet und Leid . , Vorstehende, «* Dom Xltl - * mir uns 5? bie b war b ®aben nur lienfl SS? * M ft I Ä*»Ne| tn n bei hi,« »■ÄS' iS»*** ekr6 WZ 7? ru ^eßen, $«8ot| oliden Preisen. 8061 8135 'auft jedes Quantum Emil Schmall 8440 Hoffmann in Atzbach. JOS. MARK Schulstrasse 5 Schulstrasse 5 Capitalien Selterswes 8. 8460 Jverei^^^richtemJ । 8434 8444 eingetroffen. J. M. Schulhof Frankfurter Börse vom 22. September 1896. Droetid Stadt Worms unk. b. 1901 8458 empfiehlt billigst dto. ranz. Banknoten Americ. —.— | Desterr. Eredtt-Actien Tarmst. Bk. Actien zu bezieben «euffadt 10 8466 104.00 98 90 103.65 102.50 103.50 4 4 3 3 20 Frankm-St. Enal. Sovereigns Dollars in Gold 6 4 Mexikaner Monopol-Griechen von Eisenb. Rentenb. DM. Buderus Obi. E. Weissbäcker Seltersweg 31. Bl 1(31 H $4 1887 1<21 1(21 Tüchtige Ziumtttkilte sofort gesucht für Bundarbeiten zu den Neubauten der Irrenanstalt Weil. Münster. Arbeitsstelle: Zimmerplatz am Bahnbof Kinzenbach. Alles Nähere durch Zimmermeister Reifes Kelterobst Suppen mit Teigwaaren-Einlagen sind vorzüglich und sehr beliebt. Man kocht dieselben mit etwas Fett in schwachem Salzwasser, tbut etwas von 2 Zimmer mit 2 ffabinditn, Bodenkammer, Mitgebrauch der Waschküche u. 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In unser Gesellschastsregister wurde eingetragen, daß der Vorstand der Aktiengesellschaft Hessisch - Rheinischer Bergbauverein zu Gießen mit Zweigniederlassung zu Trais-Horloff dermalen aus den Herren Kaufmann Alfred Weuhke und Assessor a. D. Albert Müller, beide zu Berlin wohn- hast, besteht. Hungen, ben 21. Septbr. 1896. Großh. Amtsgericht. 8435 Bezugnehmend auf obige Mittheilung, empfehle ich mich den roertir Kunden, sowie einem geehrten hiesigen Publikum im Anfertigen aller mein Fach einschlagenden Arbeiten unter Garantie für tadellosen Sitz. Hochachtungsvoll Ji-baction: L. E chevdo. — Druck und Pfrtafl brr Prübt’flirr Nnivrrs'kLtfi.^ttch. und 6tdnbrutfrrä Pietsch &. ^tfirebe) in •tr6rn- Die yenttge x'nmmer umscbL 6 Setm Privatscribent PoppelSvorf 12 Hammflroße 12 8437 schreibt Eingabe«, Verträge re. re. Geldsorte«» Brüf e/, 6«m6rgr. $>»»■$!■ unt.b.l906 1 3»/> Frkf.Hyp.Sred.V.unk.b.1906 101.20 3«/, Preuß Hyp. S Bk.unk.b.1905 unk. b. 1905 104.60 3'/> Vomm.Hvv « Bk.unk.b.190« 1 1^ 3»/, DeutscheGrdsch.B. unk. b. 1906 101.00 4 Frkf. Lbw Lred.Bk. unk. b. 1909 1-^ Wer übernimmt einen Restkaufschilliug von Mk. 11,000.— auf gutes Object n der Stadt? Offerten unter H. 54 an die Expedition d. Bl. 8424 |vedoren^efijnderL| Entlaufen ein Weitzer Spitzhund. Dem Wiederbringer gute Belohnung. Justizrath Dr. Reatz, 8438 Neuen Bäue 22. 8463] Ein zu jeder Hausarbeit williges Mädchen zu miethen gesucht Näheres Lndwigftratze 50, II. r*StellerbGesuche*l 8282] Suche für m. Schwester, welche Ostern cvnfirrnirt, passende Stelle. Nähere» in der Expedition d. Blatte». KX«X*XXXXXXXOX«XXXXXXX**K -Weit über 100 Kerze»; 5 strahlen die neuesten Glühstrümpfe für VlüH Gasglühlicht aus. i Stück 1 Mk. 20 Pf. } £*j (^/**V*- find solche zu haben bei 5 A. Gretscher, J 2 7965 Neustadt 78. j XXXXKXXXXXXKOXXXXXXXXXXXX Coursbericht Don J. Kurz & Co., Giessen, Kahahefstraßt u Empfehlungen. MAGGI5