löse ! Ütfn AugH. '9“in ber Otalagt ** bie «* 4 'b, tti) Knderspiek! ‘ Stadt. ’ÄftfcMU 6anbto« ««« ?. Kih> Metten 75 Psg. ____M Tietzev. rnee \ ’-L Brandenburg.) Nr.« f Mnstkdirigent. »♦ llf. ün S. Branden. i Abends 8 Uhr an: h-Concert Challirr 50 M., an ta n der Kaffe. itkatnbtll der GnweihungSfeie Najestät dem Kaisn aus 6djbi sprach Se. Majestät hierbei da iS für die vorzüglichen öeistmue nburg war die Kapelle seit 1« liskl" ßimft, m Herrngarten, riföt für Karga? ise billigst. Menttw - - ~'"~c Mivm. w [eÜerT Abend: itich erühwte« r' lock-Ak igeAbendk-rte^. iing- „b wg-g-nd N' : DereiniM ,g b« -r. 3««' iSiriTU* es 6oi ;geS«-i “ 81 Rr. 172 Dcr chi-tzener Z«»eiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- Montags. Die Gießener P.mtkteuvlätter werden dem Anzeiger wächmtlich dreimal deigrlrgt. Zweites Blatt. Freitag den 24. Juli 181M» Siebener Anzeiger Kmerat-Mnzeiger. vierteljähriger ASsuuemeuttpreiO i 2 Mark 20 Pfg. mU Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition» und Druckerei: -chnlflraßeVr.7. Fernsprecher 51. Amts- »ind Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. yjagaigK I Kr°«E-g.- Si-ßE K-miki-n°c°wr. Amtlicher Theil. In Wetzlar ist die Maul- und Klauenseuche aus- ßebrochen. Gießen, den 22. Juli 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. vekamtdmubrma. Wegen AuSbruchS der Maul« und Klauenseuche in der Liadt Wetzlar ist der auf den 29. Juli dsS. Js. dortselbft anstehende Viehmarkt verboten worden. Gießen, de« 23. Juli 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekauutmachung. Die Rothlaufseuche in der Gemeinde Burgsolms, Kreis Wetzlar, ist erloschen. Gießen, den 22. Juli 1896. GroßherzogltckeS Kreisamt Gieße«, v. Gagern. Gießen, den 22. Juli 1896. ßtitr.: Den Termin zur Einsendung der Gemeinderechnungen. Das Gwßhenogliche Kreisamt Gießen mi bt< Grbtzh. Bürs-r«etfte»eie« M Kreises. Nach den Ihnen durch unser Amtsblatt Nr. 7 vom 26. April 1881 bekannt gegebenen Bestimmungen des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz ist der späteste Ktnnin zur Uebergabe der Gemeinderechnungen für das ab» gelaufene Etatsjahr seitens der Gemeinde-Einnehmer an Sie der 80. September jeden Jahres. Wir schärfen Ihnen die« wiederholt mit der ausdrücklichen Weisung ein, etwaige «och rückständige Belege aus 1895/96 sofort dem Gemeinde- Annehmer zu überweisen und diesen wegen der RechnungS- Meferung entsprechend zu bedeuten. Uns haben Sie bis j»m 1. October d. I. zu berichten, daß die Rechnung an Sie abgegeben wurde, bezw. aus welchen Gründen dies nicht geschehen ist. Nur in ganz besonderen Ausnahmefällen werden wir den erwähnten Termin verlängern. Die Einsendung der Rechnungen an Großh. Ober- Rechnungskammer, Juftificatur II. Abteilung, hat im Laufe des Monats September durch Sie zu geschehen und es ist unzulässig diesen Termin namentlich deßhalb hinauszuschieben, um die Nechnungsabhörung durch den Gemeinderath zugleich mit der Berathung des Voranschlags vorzunehmen. Sie wollen sich hiernach bemessen. ______________v. Gagern. perarischte- • Einem uralten, auch bet uuS eingewurzeltem Brauche, dem „Polterabend," ist jetzt in Burgstädt (Sachsen) durch folgende Bekanntmachung des Stadtraths ein Ende bereitet worden: .Es hat sich in hiesiger Stadt der Unfug bemerk- bar gemacht, daß bei Gelegenheit sogenannter Polterabende Töpfe und dergl. Geräthschafteu sowohl au HauSthüreu und Fensterläden angeworfen, als auch auf Fahrstraßen und Fußsteige aufgeworfen werden. Da ein derartiges Gebühren sich mit der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht verträgt, wird für den Stadtbezirk Burgstädt hierdurch verfügt, daß künftighin dergleichen Handlungen bei der Vermeidung einer Geldstrafe bis zu 60 Mark oder Haftstrafe bis zu 14 Tagen zu Unterlasten find." — So ändern sich die Anschauungen. Je mehr früher durch Zerwerfen von altem Geschirr vor dem Hause der Braut gepoltert wurde, desto mehr war voraussichtlich die junge Ehe vom Glück begünstigt, dean .viele Scherben viel Glück" hieß eS damals allgemein, jetzt aber heißt eS: .Je mehr Scherben, desto mehr Geld- und Haftstrafen!" • Spekulative Annonce. „Bezugnehmend auf das Gastspiel der italienischen Sängerin Bianca Rosa, erlaube mir meine ächten italienischen Maccaroni in Erinnerung zu bringen. M e h l h über, Specereihandlung." klmdroirthschastttlhe Winke und Kalhschläge. A Au« Vderheste«, am Ende der ersten Julidekade 1896. Vor 14 Tagen sprachen wir uns mit einigen Zeilen über den günstigen Eindruck au8, den das Vogelsberger Rindvieh aus der Ausstellung der „Deutschen LandwirthschaftSgesellschafl" in Stuttgart im Juni 1896 machte. Von befreundeter Seite erhalten wir soeben ein Uriheil aus fachmännischer Feder über unsere Vogelsberger Rinder, das in der „Deutschen Landwirthschaftlichen Presse stand und gelegentlich der Ausstellung in Köln im Jahre 1895 gesällt wurde. Dieses Urthetl ist geeignet, unsere Züchter anzufeuern, wir wollen daher nicht unterlassen, eS im Auszuge, hier folgen zu lassen. ES heißt dort: ,o ,, „Das Vogelsberger Vieh hat seine Heimath im Vogelsgebirge, dem nördlichsten Theile der Provinz Oberhessen und in dem angrenzenden Theile von Heffen-Nassau. Aach in dem Regierungsbezirke Eoblenz, in der Gegend von Sinn und Herborn, ist eS verbreitet. Es ist das alte, rothe deutsche Landvieh, das sich durch Haltung und Züchtung dem Lande angepatzt hat «nd für seine D«h*at6lie21 Incarnat-Klee-, Bekanntmachnng. [6021 9 6675 Gnauth. Bekanntmachung 2ltti 6715 Juli 1896. Stnfnection 2. 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DaS Haarwasser von Retter enthält der damit angestellten Analyse zufolge durchaus keine den Haaren nachtheilige Materien; ihre Bestandthetle find vielmehr solcher Art, daß von dem Gebrauche des Mittels eher ein wohl- thätiger Einfluß auf das WachSthum der Haare zu erwarten ist und steht daher ihrer Anwendung keinerlei Bedenkeu enfr ^München, 7. «September 186?. . (L. s.) Dr. K. g. Mltstem. Zu haben ä 40 Pfg. u. SDK. 140 « a. H. Suhr, Sonnenstraße 2d. Wegen Aufgabe der Landwüthschaft läßt der Unterzeichnete am Montag, den 27. Juli, Vormittags 9 Uhr beginnend, 1 Pferd (lljährig), 2 Kühe, 1 hochträchtiges Rind, 2 L^jähr. Stiere, 1 V^v. Rind, 2 V-jähr. Mutter- kälber, 5 Schweine, ferner 1 Wagen, Pflug, Cgge und andere landwirthschastliche Geräthe gegen Baarzahlung öffentlich meistbietend versteigern. 6708 €ige Bern VIII., Leihgestern. Herrenhemden nach Maaß oder Muster werden unter Garantie des guten Passens in kürze- fter Zeit geliefert. 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I., an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den zweiten Bauabschnitt des laufenden Rechnungsjahres in Ausficht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse können erst im ersten Bauabschnitt des nächsten Rechnungsjahres zur Ausführung gelangen. OMV* Bis zum 1. October geben wir unser Ladengeschäft auf und verkaufen deshalb sämmtliche Kurz- und Wollcwaaren, Unterziehzeuge, Corsets, Kragen, Manschetten, Shlipse, Strümpfe, Handschuhe u. s. w. z» und unter Selbstkostenpreisen. Rothamel & Petry, Bahnhofstraße 3L &NB. Machen noch besonders darauf aufmerksam, datz dieser Ausverkauf et« reeller und nicht mit deuteuigen der Wanderlager zu verwechsel« ist, wir auch «iemals die sogenannte« Schleuderwaare« geführt, auch letzt nicht rugelegt habe«; es ist deshalb Jedermann günstige Gelegenheit geboten, wirklich gute Maare« zu billige« Preise« zu kaufe«. 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Arbeitsbeschreibungen werden daselbst, mit Vordruck zu dem Angebote versehen, gegen entsprechende Schreibgebühr abgegeben. Angebote find verschlossen, portofrei und mit der Aufschrift „Sud- Mission" versehen, bis zum 28. Juli I. I., Nachmittags 1 Uhr, an die Großherzogliche Bürgermeisterei Merlau, Post Mücke, einzusenden. Die Eröfftmng der Angebote findet ebendaselbst zur genannten Stunde statt. — Zuschlagsfrist 8 Tage. Alsfeld, den 18. Juli 1896. 6709 Der Kreistechniker: Braun. Aurtli Taschen - Apotheken, Schwämme, Frottirapparate, Toiletteseifen, Reise- «seife in Blechetui und in Blattform, ......... > Parfümerien, Zahnpasta, -Wasser und gegr. 1857 «MMM, -Seife, Zahnbürsten, Salicploaseline, zu 85, 90, 95 und 100 Pfg. das Lanolin, Hirschtalg, Boroglyceri»- i/9 Pfund. Verkaufsstelle: Gieße«, lanolin, Präservativcream, Sali^l- H. Wallach, Marktplatz 8. 349 streupulver,Verbandstoffe,engl.Plaster, —----------------------- Hühneraugenringe, Stiefelschmiere, Recontipulin (Mittel gegen Jnsecteu- stiche),Salmiakflacons,Marco Polochee Brauselimonadebonbons, Pfeffermünz* bonbons, Zuckerintabletten, Cttronen- essenz, Albert's CachouS, Spirituose« u. s. w. empfiehlt 656Ü werden. . ai , . Zeichnungen, BedingungenundArbetts- befchrcibungen liegen auf dem Geschäfts, zimmer des Unterzeichneten sowie deS Herrn EisenbahnbautnipectorS Roth tn Gteßen zur Einficht offen, auch sind daselbst Angebotsformulare zu erhalten. Schriftliche Angebote sind bis ,vm 7. A«g«ll, Vormittags 11 Uhr, hierher ■ Die M'BL ** *£? au die SiN8 Um unserem ,t Sehnr «nb »?“ s^11 >„hn 8* vkl V-t ZtzÄvorstandeS w h tat, dmstrM wt PiÜsitz voexben Verdingung. ES sollen 5500 cbm gesiebter Kies zusammen oder theilweife vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen können gegen post- und gebührenfreie Einsendung von >0,50 Mark durch unS bezogen bezw. in I unserem Amtsgebäude, Poststraße 6, Zimmer 26, eingesehen werden. Die Eröffnung der an die unterzeichnete Jnspectton einzuretchenden und mit ent sprechender Aufschrift versehenen Angebote erfolgt Pireitag de« 81. Jatt, Ar- Die Sitzung wir! Staatsminlstkr s 'silas Räthe. Die Schatten StaatSvertrag wer . ttgrtift ba§ Wort. Di mittige Frage unter i । TS tommi hi Wn in hx Dnw QinM totxb1 gestern FinauzwiMrr Schmidt zuriiltgemieff Bedenklichkeit hinwtrS, Eisenbahnen mit Preu die Haltung der natiol Mitglieder derselben gegen dielen Vertrag ein ganz anderer Win Mr ihn sei das Verh arrstandlich. Die von im Eisenbahnwesen s, w hier in dieser F i>c° Nachweis, daß i w'rthschastung seiner 1-wisser Pessimismus :5 gäbe Leute, die dar reite aus glaube er heute auf morge. ^uden, da hier eine : •' u°d tu eingehende de achdrnAechruugeud "egirrungberirrirr "^chirt find, nut ! ’9 8'idtlet uni t, •le °°'i°u°lliberale 1 I ST.SJ : SKfiSJ ‘'MÄ’*“'1 Dlaatsve *» Sl*** ie6 Hessen u ^kist >'°! eit« ' 1‘6( Ä « 1"" »teVt'N Essens a,, 'dür^ 8 «°ns;nwubrr Omnibus-VerbindungsLLm-n^bL [ ßtoie A M-rburgerstraße-Bahnhof und zurück. Linie B Gründergerstratze-Bahnhof und zurück. (Sonntags und Wochen» Sinie O Markt—Schiffenbergerrvald und zurück tag« Nachmittag« nur bei günstiger Witterung l Empfehlungen. | Herren-Kleider liefere preißwerth fertig und nach Maaß. Schwarze Anzüge auch leihweise- W. Hambach, Bente’s Schutzapparat für Gasglühlicht. Kein «lühUcht ohne Schutzapparat! 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Er huldigt der Ansicht, daß eine republikanische Regierung einer monarchischen vorzuziehen sei, aber er lebe in einem monarchischen Staat und vertrete daher besten Interesse. Er sei auch ein Freund der Ver- staatlichung der Ludwigsbahn. AlS er aber gehört habe, daß ein gemeinsamer Betrieb mit Preußen geplant sei, sei er ein Gegner der Verstaatlichung geworden. Der vor- gelegte Vertrag vertrete in keiner Weise die Interessen Hessen- und schädige daS Land in seinen wirthschaftlichen Interessen. Er bittet den Vertrag abzulehnen. Abg. Schröder glaubt, daß nach der ganzen Vorgeschichte des hessischen Eisenbahnwesens es ein Gebot der Klugheit gewesen sei, sich mit dem stärkeren Gegner Preußen zu verbünden. Aber die rasche Behandlungswetse des Vertrags habe lebhafte Bedenken in ihm wach gerufen. Der Vertrag habe eine ganze Reihe von Punkten, denen er nicht zusttmmen könne. Er führt diese Punkte in eingehender Weise aus. Er weist auf die Main-Neckarbahn hin, die doch vortreffliche Betriebs-Einnahmen aufweise und deren Ertrag durch den Vertag auf Preußen überführt werde. Dankbar auzuerkennen sei es, daß man nach dem Vertrag den Beamten wenigstens noch die hessische Cocarde gelaffen habe. Er werde sich vorerst der Abstimmung enthalten, theilS um die Verantwortung nicht zu übernehmen, sondern diese der Regie- Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer dine hessischen Stünde. nn. Darmstadt. 23. Juli 1896. diesen Vertrag heranzutreten. Das gleiche Vertrauen, das die Mehrheit des Hauses zu dem Vertrag und der Regierung habe, hoffe er ganz bestimmt und in diesem Sinne empfehle war aber nicht die hessische, sondern die preußische Regierung, die das Geschäft machen wollte und deswegen die 10 Mr. 50 Pfg. Zuzahlung in die Taschen der AronS und Consorten DaS Jntereffe des Volkes hatte erheischt, Aunahmr von Anzeigen zu der Nachmittag- für bcx folgenden Tag erscheinenden Nummer dir Borm. 10 llhr. Abg. Ulrich heute Morgen habe widmen müssen. Der Avg. Ulrich habe die preußischen Verhältnisse derart geschildert, da« eS ihm ganz grau vor den Augen geworden sei. Dem sei eS aber nicht und er müsse doch den Moloch Preußen einmal gründlich beleuchten, insbesondere daS Verhalten Preußens bet der Verstaatlichung der Main-Weser-Bahn. Er bespricht diesen Vertrag in eingehender Weise und stellt an der Hand von einer ganzen Reihe von Beispielen fest, daß Preußen die sämmtlicheu im Vertrag, insbesondere auch die mit „thuniichst bezeichneten Vertragsbestimmungen nicht nur in bester Weise gehalten habe, sondern noch viel weiter gehende Concesstonen auf der Main-Weser-Bahn insbesondere bezüglich der Ver- kehrSerleichterungen gemacht habe. Er glaube, daß er mit gutem Gewissen diesem Vertrage zustimmen könne und werde. Abg. Euler wird für den Vertrag stimmen. Nur hat derselbe Bedenken über die Zukunft des Baues der Neben- bahnen, insbesondere den weiteren Ausbau der Hauptliuie. Finanzminister Weber erklärt, daß bezüglich der künftig zu bauenden Nebenbahnen im ungünstigsten Fall Hessen nicht schlechter gestellt sei wie heute. Nur die Frage, ob diese in die Betriebsgemeinschaft gestellt werden sollen, bedarf erst der Genehmigung Preußens. Bezüglich der heute Morgen geäußerten Bedenken deS Abg. Ulrich wegen des Kaufpreises für die Ludwigsbahn insbesondere bezüglich der weiteren Aufzahlung von 10,50 Mk. pro Actie sei eS für ihn auch nicht angenehm gewesen, zuzustimmen. Wenn man aber die Vortheile abwäge, so müsse er sagen, daß Hessen noch ein recht billiges Geschäft gemacht habe. Früher sei viel mehr gefordert worden, bis zu 800 Mk. pro Actie. Ein Consortium habe erklärt, unter 750 Mk. auf keinen Fall, sonst lasse man eS auf einen Proceß ankommen. Auf der Hauptversammlung habe sich gezeigt, daß die Hamburger Firma AronS u. Walter mehr wie V4 der Stimmen in Händen hatte. Die Regierung stand vor der Frage, ob man nicht in Frieden aus der Affaire heraustreten oder den Krieg erklären wolle. Man hätte mit Gewalt vorgehen müssen und dadurch die Verkehrs- Verhältnisse der Bevölkerung Hessens geschädigt. Daß die Regierung unter diesen Umständen den Krieg nicht verantworten wollte, damit hoffe er der Zustimmung de« Hause» sicher zu sein. WaS die den Actionären in den Rachen geworfenen Millionen betreffe, so mache der Zuschuß sür Hessen noch nicht I V, Millionen auS. Dieses Opfer sei sicher einem Proceß vorzuziehen, insbesondere wenn mit diesem Opfer auch der Frieden gesichert sei. Abg. HaaS-Offenbach tritt in warmer Rede für den Vertrag ein, insbesondere weil dadurch die Verhältnisse der Beamten insbesondere der niederen gebessert werden. Seiner Ueberzeugung nach werde er für den Vertrag stimmen. Zum Schluß seiner AuSsührungen betont er, daß daS Ver- dienst de« Zustandekommens dieses Vertrages allein dem Herrn StaatSminister zuzuerkennen sei und ihm sei der Dank deS Landes gewiß. StaatSminister Finger lehnt den Dank ab. Das Verdienst allein gebühre nur seinem Collegen, dem Finanz- Minister. Abg. Pennrich glaubt, daß Hessen durch den Staats- vertrag mancher Wohlthaten tm Eisenbahnwesen verlustig Vierteljähriger JWonttemtttbprtUK 2 Mark 20 Pfg. mir Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mart 50 Pfg. Redaktion, Lxpeditto*- und Druckerei: Schulstratze Hlr.H» Fernsprecher 51. Nachmittags-Sitzung. Die Sitzung wird um 5 Uhr eröffnet. Die find dicht besetzt. Am Ministertisch: Staatsminister Finger, Ftnanzminister Weber, die Ministerialräthe Michel, Dtttmar, Der ei Kroll statt. Berlin, 24. Juli. Die Regimentsbefehle, wonach die Garde-Kürassiere, Garde-Dragoner und Kaiser-Franz-Grenadiere bereits 8 Uhr Abends in der Kaserne sein mußten, find gestern aufgehoben worden. Berlin, 24. Juli. In drei gestern abgehaltenen öffent- ltchen Maurer-Versammlungen wurden Resolutionen angenommen, in denen gegen daS Vorgehen deS Bundes der | Maurer- und Zimmermeister, den zehnstündigen Arbeitstag | wieder einzuführen, protestirt wurde. Berlin, 24. Juli. Hauptmann HoymonS vom hessischen ! Füsilier-Regiment Nr. 80, der voriges Jahr mit Gouverneur v. Wtßmann nach Ostafrika ging und dort dem Gouverne- mentSbureau zugetheilr wurde, ist gleichfalls nach Deutschland zurückgekehrt. Er wird von jetzt ab in der Berliner Ab- theilung deS Auswärtigen Amtes beschäftigt. Wien, 24.Juli. Beim Besuch deS CzarenpaareS am hiesigen Hofe wird die Kaiserin Elisabeth persönlich die Honneurs machen. Wie», 24. Juli. Badeni empfing gestern eine um Schutz vor dem Terrorismus der socialiftischen Führer bittende Abordnung der Wiener Industriellen. Badeni sagte zu. Karlsbad, 24. Juli. Der Besuch des Zarenpaares zur Kur Hierselbst steht vorläufig noch in weiter Ferne. DaS Projekt ist, wenn auch nur vorläufig, wieder ausgehoben worden. London, 24. Juli. DaS nach Montevideo bestimmte Schiff „Herbert Fuller" lies in Halifax ein, nachdem die meuterische Besatzung den Capitän, dessen Frau und den Steuermann ermordet hatte. Die gesammte Mannschaft wurde verhaftet.__ W.B. Lille, 24. Juli. Die Theiluehmer am Socia- list en- Co n gr eß begaben fich vom Bahnhofe aus dem Zuge nach dem Stadthause zum offictellen Empfang. Am Zuge nahmen auch auswärtige Delegirte außer den deutschen Theil. Während deS Zuges fanden einige Zusammenstöße mit der auf der Straße versammelten Menge statt, welche Hochrufe auf Frankreich ausbrachte, die mit Rufen: »ES lebe die Socialdemokratie" beantwortet wurden. Während deS Empfanges auf der Mairie wurden die Reden der Socialisten von der umgebenden Menge mU Zwischenrufen begleitet. Die Rufe der Menge auf: „Hoch Frankreich, nieder mit Deutschland!" wurden von den Socialisten mit ist heute Vormittag gestorben. Alesuud, 23. Juli. König OS car kam gestern Abend 6 Uhr 30 Min. hier au. DaS Schiff, auf dem fich der König befand, segelte zwischen zwei Reihen von neun Fischdampfern und ungefähr hundert Fischereifahrzeugen hindurch, die sämmtlich reichen Flaggenschmuck angelegt hatten u— d:r. Berit». 23. Juli. Einer hiefigen Correspondenz zufolge I wird sich in nächster Zeit eine vollständige Erneuerung des gesammten Richter-PerfonalS im ganzen Deutschen Reiche, vom Reichsgerichte angefangen, voll» Berit», 23. Juli. Professor Dr. Angerstein, Ober- turnwart und Ehrenmitglied sämmtlicher Berliner und vieler I auswärtiger Turnvereine, ist heute früh Hierselbst gestorben. Thor», 23. Juli. Zu den hier vorgenommenen Verhaftungen wird noch gemeldet, daß weitere Familienangehörige deS Schuhmachers Albrecht und deS SchachtmeisterS Farm feftgenommen worden find. ES handelt fich angeblich um Spionage. Näheres ist vorläufig nicht zu ermitteln, da die Untersuchung sehr geheim geführt wird. Frankfurt a. M., 23. Juli. Die ,Frkf. Ztg." meldet auS Stuttgart: AuS dem Neckar- und dem Brenzthale laufen Nachrichten über schwere Gewitter ein; besonders bei I Eßlingen, Plochingen und Schorndorf haben Gewitter großen Schaden angerichtet. Frankfurt a. M., 23. Juli. Der Cultusminister Dr. Bosse theilte Herrn Profeffor Julius Stockhausen, welcher gestern seinen 70. Geburtstag feierte, mir, daß ihm der Kaiser unterm 15. Juli die preußische große goldene Medaille für Kunst und Wiffenschaft verliehen habe. München, 23. Juli. Im „Paffauer Hof" fand gestern Abend eine anarchistische Versammlung statt behufs Stellungnahme zu dem Londoner Congreß. Sämmtliche Redner I wandten fich gegen die Socialdemoklaten, mit welchen die Anarchisten nichts gemein hatten. Da die Versammlung keine parlamentarische Form hatte, wu;de es schließlich den Einzelnen überlaffen, sich zusammenzuthun und einen Vertreter nach London zu entsenden. Karlsbad, 23. Jutt. Wie verlautet, werde der Czar hier zum Kurgebrauch^eintreffen. Pest, 23. Juli. Ein furchtbarer Wolkenbruch ging über Jlok in Slavonien nieder. Die Ortschaft war so schnell unter Waffer gesetzt, daß vier auf der Straße spielende Kinder angesichts einer großen Menschenmenge fortgeriffen wurden und in den Fluthen umkamen. Ihre Leichen find bisher noch nicht gefunden. Paris, 23. Juli. DaS Gerücht, daß im Schooße des Ministeriums Zwistigkeiten auSgebrochen find, ist worden fein. , _ , , Paris, 23. Juli. Man glaubt, daß eS heute Nachmittag in Lille anläßlich des Empfanges der deutschen Reichstags- abgeordneten Liebknecht, Bebel und Singer zu Unruhen und Ausschreitungen kommen wird. Die Anti-Socialisten find entschloffen, eine Gegen Kundgebung zu veranstalten mit dem Stufe: Es lebe Elsaß°Lothringen. London, 23. Juli. In seinem letzten Bericht über die Handelspolitik Spaniens erklärte der englische Consul in Madrid, daß infolge der gespannten Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Spanien bedeutende Mafien deutscher Maaren mittelst französischer und belgischer HerkunftSzeugnifie in Spanien eiogeführt würden. Die spanische Regierung habe Maßregeln getroffen, um diesem Unfuge zu steuern. König mit lebhaften Hochrufen begrüßten. Molde, 23. Juli. Die Yacht deS Königs ankerte heute Vormittag um 9 Uhr gegenüber der zollern". Der König begab fich sofort auf die zollern", wo ihn Kaiser Wilhelm empfing. Die Monarchen begrüßten fich herzlich und nahmen gemeinsam daS Frühstück ein, wobei die Cavelle concertirte. Um halb 11 Uhr kehrte der König nach herzlichster Verabschiedung auf seine Yacht zurück. Kurz darauf setzte die „Hohenzollern" ihre Fahrt die hervorragende schöne Besetzung der Instrumente erzielte eine vorzügliche Wirkung. Die — HumperdinkS Fantasie au« „Hänsel und Grethel", ein hier wenig gehörter herrlicher Walzer „Bonheur perdu“ von Ernest Gilbet, ferner Scenen auS der Oper „Lakme", nicht zu vergeffen die schneidig executirten Märsche, wurden in vollendet schöner Weise zu Gehör gebracht. Daß die Capelle auch im strengsten Stil sattelfest ist, bewiesen u. A. die Richard Wagner-Vorträge: Die „Tannhäuser-Ouvertüre", sowie daS Tonbild aus „Götterdämmerung". Herr König!. Mufik-Dirigent Ehmig dirigirte mit großer Umsicht und sah seine Bemühungen durch lebhaftesten Beifall belohnt. — Eine Ueberraschung besonderer Art wurde durch die in den ersten und zweiten Programmtheil aufgenommenen Piston- Bortrage deS Fräul. Branden geboten. Die Künstlerin erfreute fich schon nach Beendigung ihrer ersten Nummer, einer Fantasie „Klänge aus Steyermark", sympathischer Auf» nahme, die sich in der vorzüglichen Leistung der weiteren- Piecen zu lebhaftem Applaus steigerte, so daß als Zugabe Koschats „Verlaffen" in herrlicher Ausführung die Hörer, erfreute. Die junge Dame brillirte auf ihrem Cornet a piatou durch die Weichheit der Klangfülle, den sicheren Ansatz, fRehv heit und seelenvollen Ausdruck deS Vortrags. Mit großer Befriedigung traten die Concertbefncher den Heimweg an. großen Scand al ..... Pariser Verwaltung sollen zahlreiche Millionen entwendet gehe. Gr verweist auf die Bahnhofssperre und Aufhebung I bet SonntagsbilletS. Auch auf daS Wort „thunlichst legt er kein großes Gewicht. . n . Abg. Osann constatirt, daß eine Bewegung im Lande bezüglich de« Staatsvertrages allerdings stattgefunden habe. Man hab- aber bett ben Inhalt be« S-aatSv-rt-age« nicht gelaunt. Mit zur Aufregung der Bevölkerung habe aber die Preffe beigetragen. Eine Zeitung Darmstadts habe_tn frivolster Weife behauptet, daß dieser daS Ende von Hefieu bedeute und die hessischen Finanzen am Ende feien. Schon 1889 habe er einen Antrag wegen der Verstaatlichung der \ hessischen LudwigSbahn in Verbindung mit Preußen gestellt. Die Veranlafiuug dazu seien die schlechten BetriebSverhaltuiffe die schlechten Löhne der Beamten und Arbeiter und noch eine ganze Reihe von Ausstellungen gewesen. Hauptsächlich seien es aber die BetriebSzuschüffe zur Oberhesfischeu Bahn gemeßen, die als eine schwere Last auf dem Lande gelegen hatten. Ec polemifirt gegen die Ausführungen der Abg. Schmitt und Köhler, deren Preußenfeindlichkeit er wohl begreifen könne. Er frage sich aber, wie man nach so kleinlichen Gesichtspunkten urtheileu könne, ohne an die großen Wohlthaten zu denken, die Hefien durch den Vertrag erreiche. In der Partei deS Abg. Schmitt habe man für den Gedanken an ReichSeisenbahneu fein Derständniß. Sei eS nicht für ein wahres Glück zu bezeichnen, daß die Post, die Telegraphie ufw. an das Reich übergegangen fei, um von dort aus geleitet zu »erbeut' Damit feien den Staaten Lasten abgenommen, um sie für foclalpolltlfche Aufgaben desto mehr in Anspruch zu nehmen. Der von einem Darmstädter Blatt in Aussicht gestellten Art von Reichseisenbahnen, wo jedes Ländchen seine Dlrectlon erhalte, könne er nicht zustimmen. Daß Preußen die Bahnen unter feinen Schutz zu stellen versuche, fei nur zu billigen. In wahrhaft glänzender Welse beleuchtet et den Standpunkt der Regierung in dieser Frage und empfiehlt dem Hause die Annahme des Vertrags. Die Sitzung wird um %9 Hhr abgebrochen. Fortsetzung morgen früh um 9 Hhr. Neueste Nuchrkhie«. Bolff« telegraphische« «orrefoonbem»»nic<Ä. Berlin, 23.Juli. Der Saatenstand des Deutschen Reiches für Mitte Juli ist folgender: Winterweizen 2,3, Sommerweizen 2,6, Winterspelt 2,6, Sommerspelt 1,7, Winterroggen 2,4, Sommerroggen 2,6, Sommergerste 2,6, Hafer 2,7, Kartoffeln 2,4, Klee 2,9, Wiesen 2,4. (Hierbei bedeutet 1 sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering, 5 sehr ge- ring.) Der Stand deS Wintergetreides, namentlich für Weizen, ist gegen den vorigen Monat nicht wesentlich geändert. Die Roggenernte hat in vielen Bezirken begonnen. Für Sommergetreide find wegen mangelnden Regens in Preußen die ErnteauSfichten herabgemindert; im Süden wird eine befriedigende Ernte erwartet. Pari«, 23. Juli. DaS Decret, welches den Zoll auf fremden Zucker entsprechend dem Betrage der deutschen Ausfuhrprämie erhöht, wurde gestern dem Präfidenten Faure zur Hnterzeichnung nach Havre übersandt, damit am 1. August daS Decret in Kraft treten kann. Dillon, 23. Juli. Der ehemalige Minister Spuller s*. (ln 9 Wlt unter + f""' guuoungen, - it« W»"'1 jyt (t(|I 9ia“’ 6W '■ll * Mihiin owrti« kn*rle« ■rti, »im« giiie jo 6M xi Matf^en und stürzte hei Serüste« durch daSfe iitrunttr in daß fogenan «Stil conftatlrte Bruch bi ,tilgt fd)wtt tian! bamb -ö- tui btm W :aui tint ergiebige Grt Id S jetzt ned) ziemlich m :trodtnmgefncht find, infol >vollständig verdorrt au I Id mten In dieser Bezii !heurige Beerenernt i recht reichliche unb e§ n aötntlja §§ Betmihlhain, Huran Ul diese- Bl mi NchtizMurH. 66 I sech »Pfennig, welche zw i vustorbenen Verwandtet ' lontetaaf ein fetjr fleinel i -ar nicht im Besitz Hal i vorhanden, sondern v 16tootlfira§t verwende SNannte zwei Per i zahlen, um dadurch t Weg jedoch ein dem änderen eint Pfandpersonals f0. Vfinbtr au- dem Be dciden, wobei dem Pi ^rden sein soll, f06a W°8tn haben soll, Ql ,ar,,D Grebenhain $l 0 Uhleu’j,8*«» St6* St; A«-' tzK-k ofÄ««' 4. C*®« Paris. 23. Juli. DaS „Petit Journal" kündigt einen ' an. Aus der Kaffe einer sehr großen Schließlich wurden doch von beiden Schuldnern, nachdem fie Vermiethungen. 6740 I. A-: Bogt. vermiethen KaplauSgastelS. Liebigstraße 13. 6749 6743 bietend versteigern. Schutz- Marke. 6741 gebraucht hatten, jedem zusammen ist der richtige •• Befitzwechfel. Bor einigen Tagen kaufte die Frau Dtw. Wilh. Seultng aus der Seulingschen CoucurS- »affe daS HauS Wetzsteinstraße Nr. 41 mit dem dabei be- findlichen Bauplatz für den Preis von Mk. 20,500. — Da« HauS, Kreuzplatz Nr. 4, den Erben des Friedrich Küger gehörig, ging heute durch Kauf für den Preis von 29,000 Mk. in den Besitz des Kaufmanns Hermann Mettenheimer (in Firma Mettenheimer und Schultheis) über. ♦♦ Verhaftung. Heute Morgen wurde gegen den Tagelöhner Konrad Schäfer in Treis a. d. L. vor dem Schöffengericht unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt. Das Ergebniß der Verhandlung war, daß der Angeklagte unter dem Verdacht deS Verbrechens im Sinne des § 173 in Haft genommen wurde. Kornversteigerung. Montag den 27. Juli d. I. will Rechner Schmidt in Londorf feine Kornernte in Loosabthetlungen an Ort und Stelle öffentlich meist- Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr bei der Wirthschaft des Herrn Jordan. G. Darmstadt, 24 Jnli, 4 Uhr 14 Miu. Nachm. Der Staatsvertrag über die Hessische Ludwigsbahn wurde mit 30 gegen 16 Stimmen in namentlicher Abstimmung angenommen. -|- Hungen, 23. Juli. Unser Turnverein begeht fern« »enden Sonntag das Fest der Einweihung und lieber- gäbe der neuen Turnhalle, wofür daS nachstehende Programm festgesetzt ist: Gegen 3 Uhr Nachmittags bewegt sich ein durch sämmtliche hiesige Vereine zu bildender Festzug durch die Stadt nach der Turnhalle, daselbst: 1. Weiheact und Festrede, Uebergabe deS neuen Gebäudes, 2. Ordnungs- uob Fre übungen, 3. Wettturnen, 4. PreiSvertheilung- nuch ist ein schöner Damenreigen projectirt. Die Turnhalle hat sehr pcacttsche Räumlichkeiten und hübsche Einrichtungen aufzuweisen. -ö- Höchst a. d. Nidder, 23. Juli. Wie berechtigt die vom UnfalloerficherungSgesetz mit aller Entschiedenheit geforderten Vorsichtsmaßregeln bei Anlage von Scheunengerüsten, Treppen usw. find, weil dadurch unzählige Unfälle verhütet werden können, lehrt wieder folgender Fall. In dew benachbarten Eichen war gestern Nachmittag ein Land' wirth, NamenS Balthasar Laubach, in der Scheune beschäftigt, um Stroh von dem unter dem Dach befindlichen Gerüst zu holen. Dabet gerieth er auf dem glatten Stroh iriS Rutschen und stürzte infolge der wetten Lage der Balken deS Gerüstes durch dasselbe hindurch von beträchtlicher Höhe herunter in daS sogenannte „Viertel". Der bald erschienene Arzt constatirte Bruch der Schulterknochen. Der Verunglückte liegt schwer krank darnieder. -o- Aus dem Ntdderthale, 23. Juli. Die Aussichten aus eine ergiebige Grummerernte find iu diesem Jahre biß jetzt noch ziemlich mäßig; denn durch die vorausgegangene trocken-warme Witterung hat da« Ungeziefer in der Erde, hauptsächlich die Nimmersatten Engerlinge, dermaßen über- haud genommen, daß manche Wiesen, welche sehr trocken gelegen und daher von jenen Schädlingen besondeS stark heimgesucht find, infolge der zernagten Wurzeln der Gräser vollständig verdorrt auSsrhen. Einige durchdringende Regen lärmten in dieser Beziehung sehr von Nutzen sein. — Die heurige Beerenernte ist in hiesiger Gegend wieder eine recht reichliche und es wird, insbesondere auS Stachel- und Johannisbeeren, allenthalben viel Wein bereitet. §§ Bermuthshain, 23. Juli. Der Artikel von hier in Nummer 171 dieses Blattes bedarf noch einer Erklärung mb Richtigstellung. ES handelt sich um einen Steuerzertel mit skch rPfennig, welche zwei hiesige OrtSbürger als Erben eines verstorbenen Verwandten zu zahlen hatten. Dieser Steuerzettel lautet auf ein sehr kleines Bischen Erdboden, welches diese Erben gar nicht im Besitz haben, eS ist also thatsächlich nicht mehr vorhanden, sondern vor mehreren Jahren zum Bau der Staatsstraße verwendet worden. Infolge deffen weigerten sich genannte zwei Personen, diese sechs Pfennige Steuer zu johlen, um dadurch die Sache klar zu machen. Es war dieser Weg jedoch ein falscher. Einem wurde die Wand- ohr, dem Anderen eine Milch lade gepfändet. Von Seiten des Pfandpersonals sollten dann am Versteigerungstag die Pfänder aus dem Besitz gebracht und darnach versteigert ive-den, wobei dem Pfandpersonal sogar Widerstand geleistet worden sein soll, sodaß der Pfandmeifter seinen Revolver gezogen haben soll, auch die Gendarmerie von dem benachbarten Grebenhain zur Hilfe requirirt werden mußte. Anzeige« de* Stabt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag, den 26. Juli. 8. Sonntag nach Trinitatis. I« der Stadtkirche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Marcusgemeinde im Anschluß an den Gottesdienst. Anmeldungen vorher erbeten. Vormittags lV/< Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. ©rein. Am nächsten Sonntag, den 2. August wird Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemetnde gehalten werden. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. 3« der Jshamre-kirch«. Vormittag« 78/< Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten der Johannesgemeinde. Vormittags 9J/a Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heil. Abendmahl für die Lucasgemeinde. Vormittags HVt Uhr: Kinderkirche für die Lucasgemeinde: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 9 Uhr: Versammlung der neuconfirmirten Mädchen der Lucasgemeinde. Pfarrer Dingeldey (Besondere Confirma- tionsfeier.) ______________ Witterungsbericht vom 23. Juli. Die Lustdruckvertheilung bat fich seit gestern im Allgemeinen wenig geändert. Der ganze Norden, Osten und Süden Europas gehören einem ausgedehnten Depresfionsgebiet an, während von Westen her hoher Druck wett ostwärts nach Central-Europa.hereinragt, doch ist innerhalb des Maxtmalgebtets die Vertheilung des Barometerstandes unregelmäßig geblieben und find vielfach kleinere Thetlminima zu erkennen. Gestern haben in ganz Süddeutschland wieder ausgedehnte Gewitter stattgefunden. Die Temperaturen find infolge dessen merklich zurückgegangen. BonavSftGUiche Bitunmei Zunächst noch trübes Wetter mit wechselnder Bewölkung, dann wieder Besserung fich die Sache reiflich überlegt und Einficht die Beträge nebst Kosten, nämlich von 2 Mk. 93 Pfennige, bezahlt. Dies Sachverhalt! urtheilten Verbrechern befanden fich 118, unter 202 zum Tode verurtheilten 121 ehemalige Trunksüchtige. * Wegen SclavenraubeS, begangen an fünf Sclaveu jugendlichen Alters, find von dem kaiserlichen BezirkSamtr iu Bagamoyo, Deutsch - Ostafrika, die auf frischer That ergriffenen Munimooa wadt Majuta, Rajabu wadi Munimkau und Rajabu wadi Schaka zur Todesstrafe verurtheilt worden. Al- die Sciavenräuber sich von dcm Gouvernements-Dampfzollkreuzer verfolgt sahen, versuchte der zuerst Genannte, die geraubten fünf Sclaven über Bord zu werfen, wurde aber an seinem Vorhaben durch den Rajabu wadi Schaka verhindert. Mit Rückficht hierauf ist die gegen den Letzteren erkannte Todesstrafe in fünfjährige Kettenhaft umgewandelt worden. Die Urtheile find bestätigt worden. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 24. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18, Luft 16». Rübsamen'sche Badeanstalt. Gießen, den 24. Juli 1896. Großh OrtSgericht Gießen- I. A-: Bogt. Büdingen, 21. Juli. Der Hammer bei Büdingen ist durch Kauf für die Summe von 20 000 Mk. au Herrn Peter Wagner dahier übergegangen. Offenbach, 24. Juli. Wie der „Offenbacher Generalanzeiger" meldet, beschäftigte fich. die gestrige Stadtverordneten- Sitzung im zweiten Plenum mit dem in Aussicht genommenen Project über die Herstellung eine- Handels- und Sicher- h eitsHafens. Infolge der beabsichtigten Weiterführuug der Kanalisation des Mains bis Offenbach und der Fortsetzung deS Staue- bis dahin durch Errichtung eine- neuen Nadelwehres etwa an der Offenbach-Oberräder Gemarkungsgrenze wurde die Stadt von Großh. Ministerium aufgefordert, ihre Bereitwilligkeit auszusprechen, für diesen Fall auf eigene Kosten oberhalb dieses neuen Wehres einen genügend großen Schutz- Hafen zu erbauen, worauf die Stadt fich in bejahendem Sinne äußerle. Um den handelspolitischen Jntereffen der Stadt entgegenzukommen, beschloß man, nicht nur die Herstellung eines Sicherheit--, sondern auch die eines Handelshafen- io dem auf dem Plane dargestellten Umfange im Allgemeinen zu genehmigen, da- für das ganze Hafengebiet, einschließlich des Nordrings, nölhige Gelände erforderlichen Falle- enteignen zu laffen, die Beschluhfaffung über die Art und Weise und den Umfang der Ausführung im Einzelnen aber sich für später vorzubehalten. Der Hafen ist am linken Mainufer auf dem Gelände unterhalb der Brücke nördlich von der zukünftigen Ringstraße, dem Nordring, geplant und wird mainsettig durch einen hochwafferfreien Deich begrenzt. Katholische Gemeinde. (Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.) Samstag den 25. Juli. Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte. Sonntag den 26. Juli. 9. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenhett zur hl. Beichte; , um 6Ve Uhr erste hl. Meffe; „ um 7Ve Uhr Austheilung der hl. Commurtton; „ um 8 Uhr zweit: hl. Messe; w um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt; ,, Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; daraus Andacht für die Abgestorbenen. _______________ Gottesdienst der israelitischen ReNgionsaesellschast. Freitag Abend 7" Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nach- mtttag 4 Uhr, Sabbathausaang 9" Uhr. Nachmittag 3^ Uhr SchrtfterklLrung. Wetzsteingasse 8. Wochengottesdienst Morgens 6M Uhr, Abends 7 Uhr. Ve*«rseu 1. August in den in nachstehenden Geschäften aufgelegten -inen eintragen und dabei für jede, Kind zur Beschaffung eines geeigneten Geschenkes einen Betrag von 20 Pfg. entrichten zu lasten. Die Listen liegen auf in der Cigarrenhandlung von R. «ucyacrer, Neuenbäue 11, in dem Bürstengeschäft von F. E. Winter (Altboni ** tierjogl^«18' xas GloßhttM y die er* ®6,f j W W d« Mich bn 1. »hlkiil-« M it zch- (einer 'M*e *oM ift, h-t 1”,«tb MhusÄM, Kl welche beauftragen E t er W-hl-ttist- aib dieselbe jo zu sürdi fflignft erledigt ist. autzufertigen, und werd' nächster Post zugehen, nach Bedarf mit der F< Teilung der Liste und I einig aufzunehmenden Mi die §§ 1-3 und «1. Mai 1869 (abgebr *gierungib!atte6 von l itgltmaiti vom 28. M bipt 4 6. 52 des Regier ÄtW bn QWey *'lW uorbchMu und ^cmnulari vorgefthm !bi eiben. Am 31. Avgu Iterichteo, daß bi fgestellt sind. 7m*1 M WtX E. ft. V. Adsshrt rum VerbsndsfeMm Sonntag Vorm.10 Uhr 15 Mm 6764 Der Vorstand. iss ErMur (4 Dir beiden Bauers 11 «It fpaanungö “wblung rnvanend. TV"”* i« >»»ii «•taoliin &Uni “ Xbisb,*<« W» Sihitm । ; «K «biri1'1 b*n .... M . Imine/ stsh Nel i| ti‘ ’ btitr xhö/ W toin j Achter. 1 tl?®? unb bei -'S* , bie “'»«lei Die nT*r., !tl btl»| «Mt, ,|!l o» ui] Sie werden es niemals lernen eine gute Tasse Kaffee herzustellen, falls Sie nicht Weber s Carlsbader Kaffeegewürz dabei verwenden. 5319 T am mit Wohnurg per so- XjäUwA fort zu vermiethen. M. Bogt Wwe., Wallhorstr.8. | Ein tüchtiger Spengler ™ ö । aesucht. Hch. Schaffftaedt. C O WT TU frl Bf S 67t 9] Ein Schreinergeselle gesucht. w I Wilhelm Müller, Steinstraße 68. in Röhrles Sierhalle. U vergeßt de« JokobStag net O O UN kommt zum Bruderjokob heute O 8 Abend. 6742 O Gin JokobSbruder aooDaoDOooooaoaoaü 4438] MSbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.__«renz 18. _ 5147] Möbl- Zimmer per sofort zu vermiethen; auf Wunsch auch Penston- Brandplaß 12. /1L Krieger-Herein Kietzen. Waldseft TT Sonntag den 26. d. Ms., Licherstraße, erste Schnüse rechtS- Abmarsch präciS i/,3 Uhr vom Ludwigsplatz mit Mujtk. Bei ungünstiger Witterung kameradschaftliche Zufammenkunst tm Saale des CafL Leib, Nachmittags 3 Uhr.__1122 Gießener Männer-Gesangverein. Sonntag, den 26. Jnli er., bei günstiger Witterung: Parthie mit Musik nach dem Staufenberg. Abfahrt 2 Uhr 10 Min. nach Station Lollar. Fahrpreisermäßigung ist erwirkt und werden die verglichen Mitglieder gebeten, zur Empfangnahme der Fahrkarten am me1‘e Bei ungünstiger Witterung Abends 8 Uhr: Steins Garte« —-------7 von Asphalt-, Cement, Zur AusFu innig Sx Herstellung von Gypsböden als feuerstcherer Belag für Speicher und Böden empfiehlt sich bei billigster Preisberechnung L6077 Hermann Thiele, Asphalt-, Cement-, Terrazzogeschäft, Gietze«, Brandgaffe 5. ____________ ___________ SUbacri.n: « 64-»»«. - Druck unb bet «--41'4-0 U°.°--Mi»»u4. unb Sx.nbmdrm hHe TYM»«« UMsaht 6 Sntt». Gesucht tüchtige Mädchen für hier und auswärts gegen hohen Lohn durch, b7öb Ararr Müller, Teufelslustgärtchen 26. 6745] Braves tüchtiges Mädchen auf sofort gesucht. Liebigstratze S7.^ pncnnllt auf 15. August ein braves, liesucni fleißiges Mädchen für Küche und Hausarbeit mit guten Zeugnissen versehen- 6553 Frau Geh. Rath v. Ritgen. 67b7> Ein braves Mädchen für Küche und Haushaltung gegen hohen Lohn gesucht Gelter-weg 28^ 6691] DienftMädche« gesucht. __Ludwigstratze 10, 1- 6731) Ich suche zum sofortigen Antritt bei hohem Lohn ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen mit guten Zeugniffen. Kra« Lonis «shn, Südanlage 10, H- - 6769] Lauffra« zur Aushilfe gesucht. Lvdwigstratze »», pari. 6761] Ein ordentliches Lansmädche« sofort gesucht.Gchnlllraße 6. [Technikum MittweM«\, \ — Sachsan. — 22 u ■asohlnen-Ingenieur-Soäale •Wer k m eleter- 8oh uk v EJektroteohnlsehee Pretfltea, Kaule Mist abzugeben. 6750 M. Rosenthal, Liebigstraße 13. 6747] Ein gebrauchtes, noch gute« Wkispäumg. Ehaiskngcschikr billig zu verkaufen bei «. Hetz, Sattler, Marktstrahe 14. Ein kräftiger Junge findet sofort Beschäftigung. 6694 Bch. Schaffstaedt. 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