1S96 Freitag den 24 Juli Erstes Blatt Rr, m vikrteljLhriger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren s Hratisöeitage: Gießener Kamitienötätter. »«nahm, von Anzeigen zu der Nachmittag- für bcw Tag erfcheinenben Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Die Sitzung wird um 8 Uhr eröffnet. Nach Verkündigung neuer Einläufe tritt die Kammer in die Berathung des Antrags Köhler und Genoffen auf Errichtung einer staatlichen Erfatzkaffe für Hagelschäden im Groß herzogthum. Der Ausschuß beantragt, die Regierung zu er- fachen, die statistischen Ueberfichten in der bisherigen Weise vvch drei Jahre fortzusetzen, auch Ueberfichten über die in den letzten 30 Jahren in den Gemeinden gewährten Nach. | lijffe an den Grundsteuern fertigen zu laffen, und von sämmt- ltchen Ueberfichten dem nächsten Landtage Vorlage zu machen. Ferner soll eine angemessene Summe für die Förderung der Hagelversicherung in den nächsten Hauptvoranschlag eingestellt und der Antrag Köhler für erledigt erklärt worden. Die Kammer beschließt demgemäß. Ein Antrag der Abgg. Müller und Cramer, die Errichtung eines Gewerbegerichts inDarmstadt betr., gibt zu einer längeren Debatte Veranlaffung. Der Antragsteller Müller begründet seinen Antrag in eingehender Weise. Er bedauert, daß die Stadtverordneten Darmstadts wohl aus purer Angst vor der Sozial-Demokratie bis jetzt n»ch nicht an die Errichtung eines Gewerbegerichts gegangen feien. Auch der Kostenpunkt werde immer in den Vordergrund gestellt, während man den Wünschen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer keine Beachtung schenke. — Abg. Haas fragt Lrch den Gründen, warum die Stadtverwaltung von Darmstadt die Errichtung eines Gewerbegerichts abgelehnt habe. Lr versteht nicht, daß man ein so nützliche« Institut nicht einführen wolle. In Offenbach (und auch in Gießen. Red.) habe fich das Gewerbegericht vorzüglich bewährt. — Abg. KolfSkehl gibt die Gründe der Ablehnung dahin an, daß amn in den Stadtverordneten-Kreisen ein Bedürfniß für ein Gewerbegericht bis jetzt noch nicht erkannt habe. Die Ein- richtung des EinigungS-AmteS erscheine für genügend. — Der Ausschuß beantragt, die Regierung zu ersuchen, die Beschleunigung einer Beschlußfaffung Seiten« der Stadt- daß wenn zwei Theile tzactiren und wenn der eine "/M und bet andere V« besitze, so sei es doch selbstverständlich und gerecht, wenn diesem größeren Besitz Rechnung getragen »erden muß. Er könne nur sagen, man hat uns von preußi- scher Seite aus in diesem Fall sehr loyal behandelt. ES Unnte, seiner Ansicht nach, gegen den Staatsvertrag nur der Einwurf gemacht werden, daß der Betriebsüberschuß von frret Millionen an die preußische Verwaltung jährlich ab- zuführen sei, und das Recht Preußens, der Erbauung der Nebenbahnen. Heffen verfüge, namentlich durch die Ver- h'tltniffe von Oberheffen, über kein einheitliches Eisenbahnnetz. Auch da« Netz der LudwigSbahu sei von den Anschlüffen abhängig. giebt den schövstea Giauz, heutigen Vertragsbestimmungen halte er es für unmöglich zu- zustimmen. Er beantragt den vorliegenden Staatsvertrag zurückzuweisen und die Regierung zu ersuchen, mit Preußen in erneute Verhandlungen zu treten, um für Heffen würdigere und bessere Bedingungen zu erzielen. (Lebhaftes Bravo auf den Gallerien, die dicht besetzt find und im Hause). (Pause von 10 Minuten.) Bei Wiedereröffnung der Sitzung ergreift Finanzminifter Weber das Wort. Seine Stimme zittert vor innerer Erregung über die von dem Abg. Schmidt an dem Vertrag gemachten Ausstellungen. Er führt aus, daß der Vertrag ein besseres Urtheil verdiene, als eS der Abg. Schmidt ge- fällt habe. Für daS wirthfchaftliche Wohlbefinden Hessen« sei e« nöthig gewesen, mit Preußen in ein freundnachbarliche« Derhältniß zu treten, insbesondere seit der Erwerbung der Ludwigsbahn. Bei Beurtheilung diese« Vertrags komme e« wesentlich auf den politischen Standpunkt an, auf dem der Beurtheiler stehe. ES frage fich daher auch sehr, ob der Abg. Schmidt sein Versprechen bezüglich der Abtretung der Eisenbahnen ans Reich halten würde. Er behaupte, daß e« । als ein Glück anzusehen sei, daß Post, Telegraphie und Militär in den Händen des Reiche« liege. Hessen sei keineswegs mediatifirt, sondern nur selbstständiger und freier geworden. Wenn man von der preußischen Politik wie Abg. Schmidt denke, da werde schon mit Voreingenommen- heil an den Staatsvertrag herangetreten. Den Gedanken de« engeren Zusammenschlusses in Eisenbahnfragen habe Preußen äußerst loyal aufgefaßt und die Behandlung der ganzen I Sache sei eine hochanständige gewesen. Der Abg. Schmidt sei ein grundsätzlicher Gegner Preußens und daher seien seine Schilderungen vielfach entstellt, insbesondere bezüglich der Oberhesstschen Bahnen. Gegen die maßlosen Ausfälle der hessischen wie gegen die preußische Regierung lege er entschieden Protest ein. WaS den Bau der Nebenbahnen betreffe, so müffe man bedenken, daß Heffen 400 Kilometer I Nebenbahnen habe, während Preußen 7000 Kilometer besitze. Mithin erscheine es für unmöglich, daß Preußen im Ver- hältniß wie Heffen auSbaue, eß müßte denn in 10 Jahren eine Milliarde hierzu aufwenden. Für Heffen könne kein Schaden erwachsen, wenn Preußen auf eigene Kosten Ver- besierungen mache. Nützliche Anlagen würden auch von Hessen ausgeführt. Die hessischen Bahnstrecken werden zn- sammenbleiben. Durch den Vertrag werde der nationale Gedanke in großartiger Weise gefördert. Eine Verzögerung deS Vertragsabschlusses bringe Hessen finanzielle Nachtheile in Bezug auf die Betriebsgemeinschaft. Auch mit der Auf- ftellung des Budgets sei zu rechnen, da die Verhältnisse der Beamten nicht so schnell geregelt werden könnten. Die ganze Angelegenheit sei spruchreif. Die Sitzung wird um 1^/, Uhr geschlossen. Morgen früh 8 Uhr Fortsetzung. Wolff» telegraphische» Correspondem-Bme«. Flensburg, 22. Juli. Auf der Werft der Flensburger Schiffsbaugesellschaft, welche über 1500 Arbeiter beschäftigt, stellten heute 700 bis 800 Leute die Arbeit ein, weil die Direction die geforderte Lohnerhöhung verweigerte. Rom, 22. Juli. Der König empfing heute den deutschen Botschafter in längerer Audienz. Rom, 22. Juli. Der Papst empfing heute den preußi- scheu Gesandten, der einen Sommerurlaub antritt. Pari«, 22. Juli. DaS „Journal osficiell" veröffentlicht ein ministerielles Rundschreiben, betreffend die Regelung der Lage der ausländischen Studireudeu der Medtciv. Die Schulen sollen den Medictnern offenftehen, welche zu weiterer Ausbildung eintreffen. Die Studirenden sollen in zwei Kategorien getheilt werden. Diejenigen, welche die ärztliche Thätigkeit in Frankreich auSüben wollen, müssen das franzöfische BaccalaureatSdiplom oder ein gleichwerthige« Diplom beibringen, die übrigen sollen von der BaccalaureatS- Prüfung befreit sein- indeß soll da« von ihnen erworbene Diplom ihnen nicht daS Recht geben, die ärztliche Thätigkeit in Frankreich auszuüben. PariS, 22. Juli. DaS „Journal osficiell" veröffentlicht die Ernteschätzungen nach dem Stande vom 25. d. M. Der Durchschnittsstand des Winterweizen« ist 74 gegen 69 im Vorjahre, de« FrühjahrSwetzenS 71 gegen 72, des Roggens 80 gegen 76, deS FrühjahrShaferS 71 gegen 81, der Frühjahrsgerste 76 gegen 83. Loudon, 22. Juli. Jameson-Prozeß. Bei der heutigen Wiederaufnahme der Verhandlung beschrieben Capi- tän Puller und andere Zeugen die Eretguiffe in Mafeking vor dem Abmarsch der Expedition- fte berichteten, wie die Telegramme, welche die Expedition zurückrufen sollten, expedirt Bringerlohn. Durch bie Post bejo,« 2 Mark 50 Pf«. Rebaction, Lxpebtti»» und Druckerei: Sch«lßr«je yr.le Fernsprecher 5L c** 4 d ft » 5g t Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessische« Stände. nn. Darmstadt, 22. Juli 1896. Alle Annoncen-Sureaux deS In- unb Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der Hleßener «Mieigtt erscheint täglich, Wit Ausnahme de» Montag». Die Gießener Womittenvtälter »erben bem Anzeiger Wöchentlich breimal beigelegt. IEI der “-Brauerei Böhmen. * ab Eis. ndl00 Liter. kW und mich. jlgtnfM d°Sm M a 5 und 10 H N* Sich » «■ PN, liefe £ 5 den echten " lalrtfa ' ind besseren Colonial. lrton (27 in Staniol ver- Co., Kassel. Leine ßaux Marsali in Madeira yer ei? Kelterguitg 39, ndlung mel ibrimlagt? Sranerei Vichln Flasche w . Seine Hand gebe er nicht dazu her. Ein gebranntes Kind scheue daS Feuer. Mit dem Staatsvertrag bezüglich der Main Weser-Bahu, meine er, habe sich Hessen seineFiuger ganz gründlich verbrannt. Jetzt erst mache fich die damals begangene — d—o „ Klugheit" in Gänsefüßchen geltend. Er empfehle den stattae'fund'en hätte' ° ES seien in dieser Sache viele Schritte I ganzen Inhalt des vorliegenden Staatsvertrags dahin zu- geschehen. Die Hesfische Regierung habe eß für nöthig ge- sammenzufaffeu : Art. 1. vom 1. Sanuat 1897 ab w rd Julten, ein Einverständniß mit Preußen für diese Erwerbung Heffen als Preußische Provinz erklärt. Art. 2. Etwaige derbei zu führen, und dies sei durch den vorliegenden Staat«- Wünsche Sr. Königl. Hoheit deS Großherzogs toerben thun- vertrag in bester Weise geschehen. ES sei selbstverständlich, lichft berücksichtigt. Damit sei daun der Preußischen Re- " ---- *■ ------ -1**- 96' —k ■ gierung Alles gegeben, was sie von Heffen wünsche. Poft, Telegraphie, Militär und Eisenbahn sei ja dann in seiner Hand, daun möge eS auch noch daS Uebrige nehmen. Er halte es für einen schweren Fehler, wenn die Regierung ohne Noth auf Durchberathung einer so wichtigen Vorlage dränge. Dieser StaatSvertrag habe Zeit bis 1897 am 1. Juli, wo der preußische Landtag darüber berathe. Er frage fich, welcher Grund bestehe, daß man den Vertrag nicht im October oder November beratheu könne. Wenn man der Kammer ernstlich Zeit laffe, den Vertrag zu be- rathen, so sei er der Erste, der zu einem für Heffen würdigen BertragSverhältniß die Hand bieten werde. Den Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. WaS die Verwaltung der Bahnen angehe, so könne deren | Spitze nur in Berlin sein und man habe ja dem Großherzog, thum einen Sitz in dieser höchsten Verwaltung eingeräumt. Durch Belastung der Direction in Mainz sei dieser Stadt im Eisenbahnverkehr eine Stelle in Aussicht gestellt, wie sie diese nie und nimmer erhalten könne. Im Weiteren sei I Heffen durch fünf Räthe in der Bahnverwaltung in Berlin vertreten. Auch für Darmstadt werde künftig ein größeres Bramtenpersoual nöthig, als seither. Auch die Rechte deS Großherzogs, bezüglich der Ernennungen der Beamten, seien I vollkommen gewahrt. Der Ausdruck „thunlichst" sei im | Vertrag angegriffen worden. DaS Wort sei aber ein I Superlativ und demgemäß zu behandeln. Preußen« Ehre und Politik bedinge auch die Durchführung der Vertrag«, beftimmungen. Die von einer Reihe von Zeitungen und von den Gegnern des Vertrags gemachten Rathschläge, den Vertrag zurückzuweisen und mit Preußen von Neuem zu verhandeln, entbehre eineß tatsächlichen Kernpunktes und einer vernünftigen Politik. Die hessischen Unterhändler habe man als ungeschickt und der Aufgabe nicht gewachsen bezeichnet. DaS müffe er mit Entschiedenheit zurückweisen. Er erkläre I hier in diesem Hause öffentlich, daß sich die Unterhändler ebenso geschickt als fleißig erwiesen hätten. Die Fertigstellung deS Vertrags sei eine Riesenarbeit gewesen. Für die Kammer sei die Materie nicht mehr so schwierig zu behandeln, wenn man nur den guten Willen habe. Trete man in dieser I Eigenschaft und ohne Voreingenommenheit an die Sache heran, so laffe fich dieselbe auch leicht erledigen (Bravo). — Abg. Schmidt.Mainz führt in 2«/-.stündiger Rede Folgendes aus: Der Vertrag zwischen Preußen und Heffen erinnere ihn lebhaft an die Fabel mit dem Sperling und der Raupe und den Refrain: „Denn ich bin groß und Du bist klein". Der Vertrag sei die rücksichtsloseste | Behandlung des Schwächeren durch den Stärkeren. DaS Drängen der Hessischen Kammern nach Verstaatlichung der Ludwigsbahn trage die Hauptschuld an der Lage der Dinge. ! Daß eß der Mitterwirkung Preußens zur Durchführung der Verstaatlichung bedurft habe, sei zu bedauern und er habe eß «,.m,pnniauua - kaum für möglich gehalten, daß die hessische Regierung den ^ordneten Versammlung zu Darmstadt wegen Errichtung Muth gehabt habe, der Kammer einen solchen Vertrag zu eines Gewerbegerichts zu veranlaffen, und der Kammer das unterbreiten. Nach dem Inhalt des Vertrag« scheide das Lraebniß der Beschlußfaffung demnächst bekannt zu geben. Land al« wirthschaftlicheS ©ubject au«. Auf politischem Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Gebiet sei dies schon lange geschehen. Durch den Vertrag Die RegierungS-Borlage wegen Abtretung eine« werde Heffen im Ausbau seiner Nebenbahnen lahmgelegt, »um LandeSet/enthum gehörigen Grundstückes während Preußen sich dieses Recht^ wohlweislich gewahrt habe. L der Gemarkung Kostheim wird einstimmig ge- Der Staatsminister habe \a selbst zugegeben, daß die Be- kmiat 8 ftimmungen über die Nebenbahnen für Hessen nicht ganz Nunmehr erfolgt die Berathung der Vorlage des günstige sein, denn durch den Vertrag werde Hessen dauernd «rosth. Staatsmimsteriums, deu mit der Kgl. von dem Bau derselben ausgeschlossen. Zum Bezahlen, Dreuftischeu Regierung abgeschlosseueu Staats- wenn es fich um Erweiterungen vom Bahnen handle, sei Vertrag wegen gemeinschaftlicher Verwaltung Heffen aber gut genug, eine eigene Entscheidung habe e« des beiderseitigen Eiseubahubesitzes mit zu- aber nicht. DaS ominöse Wort „thunlichst se nicht ftn aeböriaem Schluftprotoeoll. Zunächst erfolgt eine Sinne des Herrn Staatsministers zu interpretiren. Er ILnerauTiebatte über den Staatsvertrag. — Staatsminister verlange hierfür das Wort „Recht , an dem nicht zu Fiu^g^r^erklärt zunächst: Er"vertraue^ auf den gesunden „deuten" sei, das Wort „thunlichst" sei für ihn nur ein Sinn^ und die in der Kammer herrschende Vernunft und die Wunsch. Auch bet der Aufstellung deS Budgets habe fich Erkennung der Nothwendigkeit, daß die Regierung zum Ab- Heffen seines Rechtes begeben und nichts mehr zu sagen, schluß dieses Vertrages geschritten sei. Seit Jahren habe Den Gegnern des Vertrags wurde der Borwurf des Parti- rwischen Regierung und Kammern die Uebereinftimmung be- culariSmuS gemacht. Preußen betreibe denselben aber in viel standen, daß die LudwigSbahn-Gesellschaft durch den Staat höherem Maße. Er müffe sich fragen: Ist kS erlaubt, erworben werden müßte. ES war auch die höchste Zeit, einen solchen für daS Land so verhängnißvollen und wichtigen Laß diese Erwerbung stattfände, weil die Schwierigkeiten Vertrag am Ende deS Landtags noch zur Durchführung fsrtdauernd gestiegen seien, und weil dann die Ludwigsbahn zu bringen. "*** hrtl" h,r ®‘n Bortheile aus den Nebenbahnen gezogen hätte, und dann Ansprüche davon abgeleitet, welche jetzt noch nicht bestehen. Die Regierung sei auch der Anficht gewesen, daß ein der- artiger Erwerb für unser Land nur von Dortheil sein würde, insbesondere wenn zuvor eine Verständigung mit Preußen । „, 5 5 gchaM worden seien. Mehrere TrooperS sagten au-, Jamesou, Grey und Coventry hätten den Leuten gesagt, fie rückten zu dem Zwecke au-, englische Frauen und Kinder zu befreien- 1000 Mann würden von Johannesburg aus zu ihnen stoßen. Ein Gefecht würde nicht erwartet, doch würden, wenn eS vöthig fei, die berittenen Schützen und die berittene Polizei von Bechuanaland fie unterstützen. Ein anderer Zeuge machte im Kreuzverhör, welches mit ihm von der Dertheidigung vor- genommen wurde, Mittheilungen über zwei Telegramme, welche zeigten, daß Oberst Grey gemäß directer Autorifirung der Regierung gehandelt habe, als er die Auflösung der Grenzpolizei von Bechuanaland und ihre Uebertragung au die Chartered Company beeilt habe. Loudon, 22. Juli. Anläßlich der heutigen Feier der Hochzeit der Prinzessin Maud mit dem Prinzen Carl von Dänemark find alle Straßen in der Umgebung von Marlborough House und Buckingham Palast, sowie die des Westend festlich geschmückt und durch eine ungeheure Bolköwenge belebt. Molde, 22. Juli. Die Kaiseryacht „Hohenzollern" blieb heute hier vor Anker- während des Tages nahm der Kaiser Borträge entgegen. DaS Wetter ist trübe und regnerisch, so daß die geplanten Laudpartieen verauSfichtltch aufgegeben werden- Morgen findet die Zusammenkunft deS Kaisers mit dem Könige von Schweden und Norwegen statt, welcher um 9 Uhr auf der „Hoheuzolleru" zum Frühstück erwartet wird. König OScar wird von seinem norwegischen Hofstaate begleitet sein. Konstantinopel, 22. Juli. Meldung deS Wiener telegraphischen Corresponbeuz-BureauS. Die Meldungen über die Umtriebe von Bauden in Macedonteu werden als zweifellos übertrieben betrachtet. ES handelt fich nur um die gewöhnlichen alljährlich auftauchenden Räuberbanden. Die Pforte trifft trotzdem alle Vorsichtsmaßregeln und entsendet 6500 Mann nach dem im Vorjahre gefährdeten, von Kuma- vova über Schtip!je-Strumitza'SereS dis zur bulgarischen Grenze reichenden Rayon. Depesche« de» B»re«e »Herold*. Berlin, 22. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." kritifirt in einem Leitartikel daS Verhalten der soctalisttscheu Fraction und stellt fest, daß der „Vorwärts" keine einzige That seiner Partei vorzuführen vermöchte, auS der die directe positive Befferung der Lage der Arbeiterklaffe herausgewachsen wäre. Berlin, 22. Juli. Der Abgeordnete v. PodbtelSkt wurde zum Geuerallieutenant befördert. — Die Auflösung deS Geschwaders der Uebungsflotte ist für den 15. September tu Aussicht genommen. — Der Kaiser wird der „Post" zusolge nach Beendigung der Kaisermanöver in Schlesien auch den Hauptschlußmanövern der Flotte beiwohnen. Er wird fich zu diesem Zweck wieder au Bord der Hohen- zollern einsch^ffen. — Der Reichskanzler beabsichtigt am 8. August Alt-Auffee zu verlaffen. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." tritt der Auffaffung entgegen, daß der CultuS- mintfter beabsichtige, die Städte auf dem Gebiete des UnterrtchtSweseuS tn Ihrer Selbstverwaltung zu beeinträchtigen, was hinsichtlich der Schulaufsicht besonders der Fall sein soll. Berlin, 22. Juli. Lthung Tschang erhielt vom Kaiser von China die Erlaubntß, sich von London aus direct, ohne Wien und Rom zu besuchen, nach Washington zu begeben, damit er im October noch vor Eintritt der großen Herbst- stürme wieder in seinem Vaterlande sein könne. Nach seiner Rückkehr soll die ganze diplomatische Vertretung Chinas in Europa reorganifirt werden. Thorn, 22. Juli. Heute Nachmittag wurden durch einen Berliner Polizeicommiffar der Schachtmeister Farin und der Schuhmacher Albrecht in der Vorstadt Mocker wegen Landes- verraths verhaftet. München, 22. Juli. DaS russische Katserpaar wird auf seiner Reise von Wien nach Darmstadt das Königliche Schloß Herrenchiemsee besichtigen. Paris, 22. Juli. Der Präsident der TranSvaal-Republik, Krüger, und General Joubert erhielten das Großkreuz der Ehrenlegion. Pari», 22. Juli. Der „Evönnement" versichert, daß daS Czarenpaar sich nach feinen Besuchen in Kopenhagen, Berlin und Wien nicht nach Paris und London begeben wird. Dasselbe wird fich in seiner Uacht einschiffen und in Portsmouth, Brest, Lissabon, Barcelona, Mesfina, im PiräuS und bei Konstantinopel anlaufen. Paris, 22. Juli. DaS Panzerschiff „Magenta" lief bei Algier auf. Daffelbe wurde gestern Abend wieder flott gemacht. ES hat nur leichte Havarie erlitten. London, 22. Juli. Auf der Insel Formosa ist, wie den „Times" aus Stngapore gemeldet wird, unter den Eingeborenen ein Aufstand auSgebrochen. Belgrad, 22. Juli. Wie nunmehr feststeht, findet an* läßlich des im nächsten Monat erfolgenden Besuchs deS Königs Alexander bei dem Fürsten von Montenegro die Verlobung des Königs mit der Prinzesfin Helene statt. Athen, 22. Juli. Die gestern abgehaltene Versammlung der Cretenser beschloß die Absendung einer Deputation an den König. Die Zeitungen fordern neuerdings in heftigem Tone die Regierung auf, Kriegsschiffe nach Creta zu entsenden, wenn auch angeblich nur zum Schutze der eigenen Untertanen. DaS Recht hierzu könne keine Macht Griechenland absprechen. Biel gelobt wird das energische Einschreiten de» österreichischen ConsulS dem Abdullah Pascha gegenüber, wodurch in den letzten Tagen viel Blutvergießen verhindert wurde. Die Zahl der hier eingetroffenen Flüchtlinge beziffert fich bereis auf 3000. Aewyork, 22. Juli. Die Polizei von Chicago verhaftete eine Räuberbande, welche seit langer Zeit die Stadt in Schrecken versetzte, da dieselbe ihre Verbrechen sogar am hellen Tage verübten. Peking, 22. Juli. Der Handelsvertrag zwischen China und Japan ist unterzeichnet worden. Berlin, 23. Juli. Von den Südafrikanern, die fich gegeuwärttg sehr zahlreich in Europa aufhalten, hört man, oweit fie nicht rein britischer Herkunft find, große Besorg- ntffe über die Lage in Südafrika und deren weitere Entwickelung aussprechen. Seit der Katastrophe Anfang Januar ist den „Berl. Reuest. Nachr." zufolge kein einziger Schritt zur Anbahnung einer Berftäudiguvg zwischen den Baren und den Engländern gethan worden. Die brittsche Regierung weicht allen Anfragen und Vorschlägen aus. Der Ausgleich ist nicht nur keinen Schritt vorgerückt, sondern die Gegensätze verschärfen sich ununterbrochen, sodaß man an eine riedliche Lösung der Dinge gar nicht mehr denken kann. Altona, 23. Juli. Gestern Abend schlug der Blitz tn den Draht der Hamburg-Altonaer electrischen Bahn. Der Draht verbrannte und infolge deffen trat eine etnftündige Verkehrsstockung ein. Neapel, 23.Juli. Hier wurden drei große Falsch- münzen entdeckt. Loudo», 23. Juli. Nach Unterzeichnung des TranregisterS des Prinzen von Dänemark mit der Prinzessin Maud verabschiedete sich die Königin von den Neuvermählten und zog fich zurück. Die übrige Gesellschaft linirte im Buckingham Palace und fuhr dann zurück nach Marlborough House. Abends reiste daS Brautpaar auf einen Landsitz nach Appletonhall. Paris, 23. Juli. Vicekönig Lihung Tschang iattete dem Minister des Aeußern, Hanotaux, einen zwei- iündigen Besuch ab. Havre, 23. Juli. Im hiesigen Hafen collidirten der französische Dampfer „St. Mark" und der englische Dampfer „F ovtainsalb ey". Ersterer sank sofort und blokirte den Eingang zum Hafen. Petersburg, 23. Juli. General Obrostmau, bekannt auS dem rusfisch türkischen Krieg, ist gestern gestorben. — Der Sohn deS Königs von Corea trifft demnächst am Czarenhof zu Besuch ein. Bukarest, 23. Juli. Kaiser Franz Josef wird hier der großen Heerschau beiwohnen und dann auf Schloß Pelosch mehrere Tage verweilen. Pera, 23. Juli. Bei einer Militärftreife gegen 13 Galovaer Frauenräuber wurden drei derselben getödtet und einer gefangen. Lösegeld wurde nicht gesunden. Cocates mtfc protHttjicU«* Gießen, den 23. Juli. ** Gießener Länger-Bereinigung. Gleib erg-Concert. Vom schönsten musikalischen Erfolg war daö gestrige Concert begleitet, nörgelnde Kritlker würden zwar hier und da ein „Aber" einzuschieben haben, wir können unS jedoch ganz gut auch ohne dieses Wörtchen behelfen. Opferfreudigkeit, Fleiß und Können, daS sind die Factoren, die zum Er- folge führten und wenn man hierbei Herrn Franz Bauer, dem Leiter des ConcerteS den größeren Procentsatz bewilligt, so wird gewiß Jeder neidlos zustimmen. Herr Mufikdirector Krauße leitete die Concertpiecen für Orchester und hat mit seiner fleißigen Mufikerschaar mit bekannter Sicherheit und Schneid gespielt. Sehr danken wir den beiden Solisten, Herrn Haubach (Bar.) und Herrn Schirmer (Ten.) für ihre Gesangsleistungen, mögen sie selbst dem lieben Herrgott für ihre schöne Stimmen und fich selbst für die weise Benutzung derselben danken. Herr Bock begleitete gewandt und musikalisch an einem prachtvollen Bechstein auß dem Magazin von Wtlh. Rudolph. Gedenken wir nun des Gros der Mitwirkenden, der Sänger, so kann dieses Gedenken nur ein sehr freundliches und anerkennendes fein, sie Haden wacker ihre Pflicht gethan. Thomas Koschat hätte seine Helle Freude an der Wiedergabe seines „Verlaffen" gehabt, und vieles dabei lernen können. Ob der pekuniäre Erfolg dem musikalischen gleichkommt, bezweifeln wir, der Sängerschaar, die seit Wochen mit Hingebung und Zeitopfer, Proben auf Proben treu abgehalten hatte, wäre auch nach der gedachten Richtung hin eine größere Aufmunterung zu wünschen gewesen. Bei vielen festlichen Gelegenheiten werden die Sänger zur Mitwirkung aufgefordert, wo waren die, welche so oft ihre Festlichkeiten durch die Sänger fich verschönern laffen? Nach dem Concert hielt eine sehr animirte Reunion die Sänger mit ihren Damen und Gästen noch lange zusammen und der Wunsch, den Bund, der seine Feuerprobe so glänzend bestanden, weiter zu erhalten, wurde von allen Seiten laut. Gartenbau Ausstellung. Die von den hiefigen HandelS- gärtnern beabsichtigte Local-Gartenbau-AuSstellung findet vom 13.—16. November d. IS. tn Steins Saalbau statt. Eine Prämttrung wird damit nicht verbunden sein, man will vielmehr die Beurtheilung der Leistungen der einzelnen Aussteller ganz den Besuchern der Ausstellung Überlaffen. • • Architecteu-Beretn. Wie aus dem Juseratentheile zu ersehen, so veabfichtigen hiesige Privatarchitecten, zur Wahrung ihrer Jutereffen eine Bereinigung herbetzusühren. Da in allen größeren Städten derartige Bereinigungen fich als practisch erwiesen haben, so ist es zu begrüßen, daß auch hier eine solche zeitgemäße Anregung gebracht worden ist. * * Turnerisches. Nächsten Samstag den 25. dS. MtS., bei trockenem Wetter, unternimmt der Turnv erein seinen gewohnten Nachtturngang auf den DünSberg. Abmarsch 12 Uhr von der Lahnbrücke. Kaffee Sonntag Morgen um 5 Uhr bei Wirth Schlierbach in Bleber. Bet gutem Wetter eine prächtige Tour, die manchen Liebhaber herbeiztehen wird. Auch Freunde der Turnerei find willkommen. • * Militärisches Radwettfahreu. Die gute Aufnahme bei ersten Militär-RadwettfahrenS hat den Verein „Sportplatz" zu Leipzig veranlaßt, falls die kaiserliche Genehmigung er- theilt wird, ein Radwettfahren zu veranstalten, an dem fich alle Garnisonen de» Deutschen Reiches beteiligen können. ♦ * Befitzwechfel. Der bisherige Pächter des Hotel- Restaurant Katserhof, Herr I. Baab, hat dasselbe für den Preis von 97 000 Mk. vom Architecten Seultng eigen- thümlich erworben. •• Für Ausflügler. Mau schreibt unS: Zwischen Halte- teile Friedelhausen, Maia-Weserbahu. und dem Staufen- )trg (20 Minuten zu Fuß) ist ein sehr schöner und gang, barer Weg neu hergestellt und eS empfiehlt sich, diesen Weg als den kürzesten und besten zu der herrlich gelegenen Höhe zu benutzen. Die Restauration im Burggarten ist recht empfehlenSwerth. — Ueber die geplante Converttrung der 4procenttgeu Prtiritäts Obligationen der Hesstsche« LndwigSbahn tn 3pro- centige durch die hessische Regierung heißt eS tn der „Frkf. Ztg.": Für die Besitzer bedeutet die Umwandlung einer bisher 4 pCt. betragenden (Kapitalanlage in eine etwa 3proc. Rentabilität die Verkürzung um nahezu den vierten Theil deS bisherigen Einkommens, und daS dürfte gerade bet den Prioritäten der LudwtgSbahn sehr empfindlich werden. Denn während die Ketten der LudwtgSbahn, wenigstens zu einem Theile, fich in spekulativen Händen befanden, vielfach übrigen» tn norddeutschen, find die Prioritäten der LudwtgSbahn auS- chließlich für die solideste (Kapitalanlage verwendet worden, weit überwiegend tn Hessen selbst, insbesondere auch für die Anlage von Mündelgeldern, für Stiftungen, Sparkassen rc., da Hessen bisher nur einen relativ mäßigen Betrag von StaaiSschuldverschreibungen umlaufen hatte. Soweit der- artige Geldanleger aber nicht gezwungen sind, an den im Umtausch gewährten Staatepapieren festzuhalten, werden fie bet einer so starken Z'nkherabsetzung um so leichter fich ent« schließen, nach einer besser verzinslichen, wenn auch riskanteren Anlage zu suchen. Im Reichstage, tn der preußischen wie in der bayerischen Kammer find wiederholt die sachlichen Gründe überzeugend bargelegt worben, nach denen die Regierungen über die Frage einer Converfion auch nur der 4proc. Staatsanleihen mit weitgehendster Vorsicht sich entschließen müssen, auch daß sie hierbei nicht einzig fre fiscalischen In- teressen sprechen lassen dürfen, sondern zugleich schwerwiegende Gesichtspunkte von allgemein wtrthschaftlicher Art in Betracht zu ziehen haben, und fie sind deshalb noch nicht einmal zur Herabsetzung auch nur auf 3J/2 pCt geschritten. Bei den LudwigSbahn-Prioritäten handelt eS fich nicht um Milliarden tote bet den titerprocentigen deutschen Staatsfonds, aber doch um eine, insbesondere für Hessen große Summe, und das Vorgehen würbe burch seinen Einbruck als Symptom vielleicht noch tiefer wirken wie burch bie Höhe bei Betrages. Selbstverständlich wird man den Convertirenden eine gewisse Prämie bieten müssen- aber selbst wenn fie dabei gegen CourSvetlust völlig geschützt werden sollten, im Zivsgenuß refultirt doch für fie eine so starke Herabsetzung, wie fie bisher auS guten Gründen für das GroS der vierprocmtigen deutschen StaatSpapiere nicht gewagt worden ist, selbst nicht als die Lage des Geldmarktes dies mehr begünstigt hatte, als eS heute der Fall ist. Deshalb sollte auch Hessen noch einmal und ernstlich erwägen, ehe es den Entschluß zur ZtnSherabsctzung der LudwtgSbahn - Prioritäten gleich auf 3 pCt. durch Gesetz festlegt. *• Hilfe beim Hitzschlag. Zur Zeit werden bei allen deutschen Truppentheilen durch Aerzte Belehrungen ertheilt, wie bei Symptomen von Hitzschlag helfend ein-> ^greifen sei. Bei der Wichtigkeit biete» Gegenstandes für alle, besonders für Arbeiterkreise, ist eS von Bedeutung, auch an dieser Stelle der ersten Hilfeleistung Aufmerksamkeit zu Theil werden zu lassen. Die äußeren Zeichen von Hitz- schlag und Sonnenstich find: brennender Durst, Schwindel, größere Mattigkeit, schwacher Pulsschlag, trockene gerötete Haut. In diesen Fällen muß der Patient an einen mög* ltdjft kühlen Platz ruhig hingelegt werden. Seine Kleider müssen geöffnet werden und er muß Wasser zum Trinken erhalten. Dann geht der Anfall meist bald vorüber. Läßt man diese Mittel unbeachtet, so kann der Kranke leicht da» Bewußtsein verlieren. Dann geht der Äthern in schnellem Tempo, und der Puls ist kaum fühlbar. Bald beginnen Glieder- und GesichtSzuckungen und leicht kann ein Herzoder Lungenschlag dem Leden ein Ende machen. So schnell wie möglich muß auch ein Arzt hinzngezogen werden. Be- wußtlofigkeit muß mit allen Mitteln vermieden werden. §§ Vom höheren Vogelsberg, 22. Juli. Obwohl von den landwirthschastltchen Vereinen auf die Jrrthümer hingewiesen wird, welche die Lavdwirthe mit der Vertilgung der Maulwürfe begehen, so wird doch, und zwar vielfach auf Betreiben der Gemeindebehörden, dem Maulwurf eifrig nachgestellt. In unserem Vogelsberg erschweren die Maulwurfhügel insofern besonders das GraSmähen, als mit der Erde viele kleine Steine emporgewühlt werden, wodurch die Sensen Roth leiden. ES gibt Gemeinden, die für jeden gefangenen Maulwurf 5 bis 10 Pfg. bezahlen, und so hat sich mit der Zeit eine Art Maulwurfsjäger - Gilde gebildet. Die Gemeinden Hartmannshain, Herchenhain, Volkartshain zahlen sogar 15 Pfg. für jeden Maulwurf. Dort ar beitet ein Mann mit einer großen Anzahl Fallen; er fängt täglich 25 bis 30 Maulwürfe und hat neben seiner Fanggebühr auch noch freie Kost und Logis, indem er von einem Grundbesitzer zum anderen wandert. Unter diesen Umständen dürfte, da Belehrungen über daS dem Maulwurf zugefügte Unrecht nichts nützen, ein Verbot deS Fanges dieser Thiere angezeigt sein. △ Darmstadt, 22. Juli. ES erscheint jetzt außer allem Zweifel, daß der Staats vertrag zwischen Pceußen und Hessen über die Ludwigsbahn von der Zweiten Kammer angenommen werden wird. Den Bemühungen der Führer der nationalliberalen Partei ist eS gelungen, die große Mehrheit der Partei für den Vertrag zu gewinnen, wodurch die Regierungsvorlage eine Stimmenzahl auf fich vereinigt, gegen welche die OppofitionSparteien noch um viele Stimmen im Rückstand find. Gegen den Staatsvertrag werden stimmen geschloffen die Mitglieder der CentrumSpartet, die Deutsch- freisinnigen, die Socialdemokraten, die Antisemiten und ein ober zwei Nationalliberale. Von der letzteren Partei sollen übrigens, wie wir hören, viele Mitglieder nur mit schwerem Herzen für die Regierungsvorlage zu gewinnen gewesen sei». • .6 „4 Pari- einige Wbt M -m io IW* Z*n. W o-rzä! kJ Stift ooti fast " «oibin, dir sich der AM BWtn chimMm Mur mit tiu linbttnW W labt. in einer Bezie rtbnm asiatischen Bruder Jiie chinesische Mauer tim rreise, habe man sich hier ib.schriukt, \M i- $• 6 Xl.ng mit seinem verwerf «inen ungeheueren Um®1 «rennt sei. - Der berü f freundlichen Wunjch, das :: halten bleiben möge. * eMoW 2 frequeuz Ifi tint außer I tinfiamlttt btt hiesigen j Lurch eine behält j&x iut anwesend sind ! I 3 Ä Ulkrkhe, sowie eine gi Angehörigen. Ebenso \\ anwesenden Offiziere alle 6t. SMenz der Genet General'Sdjuiant Sr. L lt< Garde-CotpS, zi Uhler ein. * London, 20. Jul sich dieser Tage in unweit RamSgate zügel unter die am hasendami niiörte, ttz seien drei kk ganz von der steigenden zu stürmisch und die Br k°°°te an Rettung dnrö Mehrere Männer eilten cbtta Uferfchn entlang " rrbol sich hlnunterzuc ' Mn Mi vichnhm und lett( Züchtung, Füt "Nd Pslx. tCBfl Je HO! Bi» .•,6nh Vt ®tr W K-LÄ ää b,i.i *»‘“5io»! j Lgt noch,bc° @je man « y:b .Uten und V 11‘L, Illi»1“'. H Ira Stchtivk" uni) bi m-chiv ^ 2 Veinfahr ein s&ss „ter Btlb,n3Miaa‘ ein SM ’wi*“ l K’=- 11 4 irr, tu führen ve : geaner irre zu iuv rycaer?. 9Ä 300 Karten. 130 Chromos. Silber=®flttBnkif9 offeriren 6,20 R7071 Aammftrafte 27r 3 Zimmer in Bunden, I w"=e" - i SS Z »«tleg v°u Emil Rothin Gietzen. ^schall uno ungeschält, offeriren und Jean Bern & Coe ■j Baumateriattenhcmdlung. Jean Dern & Co Anzeigen Annerod. 6732 980 Tafeln. 18509 Seiten Text. ist aber nur der Dtstrtct der sogenannten Londoner Schulgemeinden. Nehmen wir den Londoner Poiizeibistrict, der sich nach allen Gegenden von zwölf Meilen in einem Radius ausdehnt, und die City of London, die ihre eigene Polizei VerSehr, Land- und Vottsrvirtyschaff Tietzen, 23. Juli. Der gestrige Schweinemarkt war so schlecht, wie wir ihn lange nicht gehabt haben. Es fehlte an Käufern und ging die Waare, trotzdem die Verkäufer für dieselbe sehr billige Preise verlangten, nickt ab. Der Auftrieb bestand etwa aus 400 bis 450 Schweinen, meistens Läufern. Svanieikel konnte man für 4 dis 5 Mk. das Stück kaufen. 6 bis 7 Wochen alte Ferkel wurden für 15 bis 20 Mk. dos Paar gehandelt. 12 bis 13 Wochen alte Waare war auf 30 bis 40 Mk. pro Paar abgeschlagen. Auch die Preise für Läufer waren bedeutend billiger als bet den letzten — Das große Wort, das heute die ganze Welt bewegt, ist der „Kampf um8 Dasein". Mit jedem Tage und jeder Stunde wird dieser Kampf schwieriger und gerade unsere Zeit stellt an den Menschen die höchsten Anforderungen in Bezug auf die Entfaltung der geistigen Thätigkeit, um eben diesen schwierigen Kampf äufnehmen zu können! Dieser Kampf ist es aber gerade, der die Spectal- krankhett in unserem papternen Zeitalter, die Nervosität, erzeugt und begünstigt. Sehr einleuchtend in es deshalb auch, daß es im Interesse jedes einzelnen Individuums gelegen sein muß, dieser übermäßigen geistigen Anstrengung und Entwickelung ein Gegengewicht in der Ausbildung des Körpers zu bieten, denn die geistige und körperliche Natur sind auf das engste miteinander verbunden, und nur durch die gute Ausbildung des Körpers ist man im Stande, allmählich die pathologischen Gefühle zu beseitigen. Leider wird zu diesem Zwecke das Turnen viel zu wenig geübt, aber wir haben l» noch ein anderes Mittel, das am besten geeignet ist, den Körper des Menschen zu stählen und zu kräftigen. Dieses Mittel aber ist nichts Anderes, als der Sport und der schönste von allen, daö Radfahren, ist auch der geeignetste zu diesem Zwecke. Beansprucht doch gerade das Radfahren die Thätigkeit fast fämmtlicher Muskeln und woh - thättg sind seine Wirkungen auf Lunge, Herz und Nerven und mit großer Freude ist es deshalb zu begrüßen, daß gerade in unserer ^ett dieser herrliche Sport von Jung und Alt, von Männlich und Weiblich, so eifrig betrieben wird. Wie herrlich ist es, wenn man zu diesem Sport ein leichtes und doch solides Rad benutzen kann, wie es die „Badeuia-SahrrLder- aus dm Eisenwerken Gaggenau, Actiengesellschast find. Auf einem solchen „Bedenta-Fahrrad hat Herr Holztnger aus Karlsruhe in ganz jüngster Ze« trotz sehr starker Concurrenz den schönsten Steg davongetragen. Er hat am 7. <>unt die Strecke Bruchsal—Oos (59 Kilometer) in einer Stunde 34 Minuten, am 14. Juni die Strecke Mannheim—Freiburg (210 Kilometer) in sieben Stunden 40 Minuten und am 12. Juli die Strecke Landau—Speyer und zurück (56 Kilometer) in einer Stunde 34 Minuten gefahren. Es sind insgefammt circa 6000 Kilometer auf ein und demselben Badenia-Fahrrad zurückgelegt, welches nach eigener Aussage des Herrn Holzinger sich ganz vorzüglich bewährt hat. Da all. Badenia-Fahrräder der neueren Modelle in gleich gutem Material unb Arbeit wie jenes, mit dem Herr Holzinger obige Siege erzielt h t uu g führt werden, was auch eine große Menge der vorzüglichsten Gutachten, die zu unserer Kenntniß gelangte, bestätigten, so glauben wir, die Badenia-Fahrräder Jedermann bestens empfehlen zu können. wollte zum dritten Mal hivuntergehen, hatte aber inzwischen an den Uferfelsen beim Hinanfziehen und Hinablassen seine Hände so übel zngerichtet, daß die Sache bedenklich erschien. So wurde denn sein Sohu hinabgelassen, der auch glücklich den dritten Kleinen rettete. Mittlerweile war ein dritter wackerer Mann Namens Tom Horton aus einiger Entfernung aus einem Riß in den Uferfelsen unter großer Gefahr herbei« geschwommen. Er rettete nun auch noch einen kleinen Hund, den die Knaben mitgebracht hatten, und wurde ebenfalls glücklich zu der Uferhöhe hinaufgehtßt. Eine Maste Volkes hatte fich dort angesammelt, das in großer Erregung der Rettung zuschaute und die drei Männer mit stürmischem Beifall begrüßte. * Das WachSthum Londons. Der Census deS Jahres 1800 von London gab die Bevölkerung Londons als unter einer Million an. Die soeben herauSgekommene Liste weift sür die gleiche Ausdehnung die Zahl von 4 211 056 auf, und da die ganze Bevölkerung von England und Wales 29 001 018 ausmacht, so hat die Metropole den 14. Theil der Gesammtbevölkerung Englands in ihren Mauern. DaS Bienenhonig MM. E R. «ns Rheinhessen, Mitte Juli. Die Trauben- tltzthe dauerte etwa 10 bis 12 Tage und wurde durch SEN Zwischenfall beeinträchtigt, eS ist daher auch kein Durchfall vorgekommen. Der rauhe Mai schadete nicht im geringsten. Ein solcher Reichthum von Gescheinen war seit 1868 nicht mehr da. Die Stöcke hängen so voll, daß man meint, sie wären mit Körben überschüttet worden. Dazu kommt noch, daß die Träubchen außerordentlich frisch, gesund | nab wüchsig sind, wie mau es auch nur sehr selten findet, rcaubenkrankheiten und Trcmbenschädlinge sind fast nirgends zu bemerken. Der so gefährliche Heu« oder Sanerwurm, der in der Blüthenzeit so unendlich vielen Schaden unter den Gescheinen aurichtet, ist dieses Jahr nicht vorhanden. Aach der Traubenpilz und die Rebschildlaus zeigen sich glücklicherweise nicht. ES vereinigt sich also alles, was einen reichen Herbst erwarten läßt. Man findet eS häufig, daß auf ein gutes Weinjahr eins oder mehrere nachfolgen, weil bo6 Fruchtholz gewöhnlich gut auSreift, eine Hauptbedingung bfim Weinstock. — Infolge der guten Ausfichten ist es ganz stille im Weingrschäfte geworden und die Preise sinken. DaS verbot, die Privatkuudschast aufsuchen zu dürfen, bringt die mittleren und kleinen Weinhändler, sowie die kleinen Weinbauer in Nachtheil, denn sie können ihre Producte nur unter erschwerenden Umständen an den Mann bringen. Die beiden Jahrgänge 1893 und 1895 bauen fich sehr schön auS. Der 1893er ist ein Edelwein, der zu den besten Erzeug« uchen des neunzehnten Jahrhunderts gehört, das ist jetzt umstritten geworden. Der 1895er reicht nicht bis dorthin, zeichnet fich aber durch große Süße auS, die selbst den Henner irre zu führen vermag. Witterrrugsbericht vom 22. Juli. Heber dem Wcften deS Erdiheils ist das Barometer neuerdings gestiegen und zieht sich von dort über Frankreich ein Keil relativ hoben Druckes bis noch Süddeulschiand und dem Alpengebiet herein. Westlich unseres Gebietes dagegen verläuft eine Furche niederen Druckes. Diefelbe zieht sich von dem Depressions-Eentrum im Norden über Deutschland und Oesterreich nach dem Süden unb Südosten des Eidtheiltz. Bei dieser Druckoerlheilung dauert auf unserem Gebiet das zu Gewittern geneigte Wetter fort und wurden gestern und heute Nacht wieder in verschiedenen Gegenden electrische Entladungen beobachtet. eotattiWeUiOe »Utrnmei Zunächst bet wechselnder Bewölkung zu Gewittern geneigtes Wetter. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 25. Juli. Vorabend 7* Uhr, Morgens 8to Uhr, Nachmittags 4 Uhr. SabbathauSgang 915 Uhr. maligen Sumpsstadt hat den allen Unterschied zwischen Hügel und Thal getilgt, Ströme auSgetrocknet, den wandernden Strom in sein Bett getrieben und mit unüberwindlichen Wällen eingedämmt, unb anstatt der hundert Hütten, die Carado und Boadicea kannten, hat eS in einem Umfange von ungefähr 70 englische Meilen (ungesähr 111 Kilometer) 497 679 Häuser hergestellt. Was würde Königin Elisabeth, die Angst hatte wegen der 150 000 Einwohner und 15 000 Häuser, gesagt haben, wenn fie eine solche Vermehrung hätte vorauSsehen können? London selbst im weitesten Sinne hat etwa um eine Million Einwohner unb 140 000 Häuser in den letzten 10 Jahren zugenommen, und gegenwärtig befinden fich 4162 Häuser im Bau. Beinahe sechs Millionen Seelen und annähernd eine halbe Million Häuser. Die kleine Oberfläche im Centrum wird jetzt schon zu werthvoü für gewöhnliche Bewohner. Wohnhäuser werden da von Jahr zu Jahr in Magazine verwandelt oder niedergerissen, um größeren Gebäuden Platz zu machen. ES ist also der äußere Ring von London, wo die Bevölkerung hauptsächlich zunimmt. Zieht man noch in Betracht den ferneren Ring um die Metropolis herum, so finden wir, daß wenigstens 400 000 Halblondoner jede Nacht in ländlichen Gegenden und naheliegenden Städten wohnen, sodaß die eigentliche Bevölkerung der Mutterstadt nicht weniger als sechs Millionen beträgt. * Täuschung. Herr (zu einem Studenten): „Als ich gestern über den Marktplatz ging, sah ich Sie grab aus demWirthShauS kommen!" Studiosus: „Das war ich nicht! Ich komm nie grab auS dem Wirthshaus!" Temperatur der Lahn und Luft nach Reamnur gemessen em 23. Juli, Mittags zwischen 11 unb 12 llhri Wasser 18, Luft 16». Rübsamen'sche Badeanstalt. * Li-Hung Tschang, der sich bekanntlich auf seiner Reise mch Parts einige Stunden in unserer Stadt aufgehalten hat, war so liebenswürdig, uns ein längeres Interview zu gewähren. Lange, so erzählte er unter Anderem, sei er auf feiner Reise von fast unüberwindlichem Heimweh gequält worden, bis sich der Anblick unseres Bahndammes, der seiner geliebten chinesischen Mauer zum Verwechseln ähnlich sehe, wie ein linderndes Balsam auf sein wundes Herz gelegt habe. Ja, in einer Beziehung sei diese erstaunliche Schöpfung Ihrem asiatischen Bruder noch bedeutend überlegen,- während bie chinesische Mauer eine große Anzahl von Thoren auf- weise, habe man sich hier tm Wesentlichen auf ein einziges beschränkt, sodaß z. B. der badesüchtige Theil der Bevölkerung mit seinem verwerflichen Streben nach Reinlichkeit durch einen ungeheueren Umweg von dem Ziel seiner Wünsche getrennt sei. — Der berühmte Staatsmann schloß mit dem freundlichen Wunsch, daß uns dieser Segen noch recht lange erhalten bleiben möge. * Vad-Salzschlirf, 22. Juli. Die diesjährige Badefrequenz ist eine außergewöhnlich starke. Beweis für die Wirksamkeit der hiesigen Quellen und Bäder ist deren Be- rmtzung durch eine verhältnißmäßig große Zahl von Aerzten. gut Cur anwesend find gegenwärtig: 2 Generalärzte, 8 Ober-StabSärzte, 3 Geheime Medieinalräthe und Sani- MLräthe, sotme eine große Anzahl sonstiger Aerzte nebst rwkehörigen. Ebenso ist die Zahl der als Curgäste hier anwesenden Olfiziere aller Chargen eine große. Heute traf Se. Excellenz der General der Infanterie v. Wint erfeld, General-Adjutant Sr. Majestät und commandirender General ttö Garde-CorpS, zu mehrwöchentlichem Curgebrauch dahier ein. , ,, ♦ London, 20. Juli. Ein aufregender Vorfall hat fich dieser Tage in dem kleinen Seebadeorte BroadstairS unroeit RamSgate zugetragen. Ein Mann stürzte plötzlich unter die am Hafendamm umherlungernden Bootsleute und erhärte, eS seten drei Kinder unten am Fuße der Uferfelsen ganz von der steigenden Flmh eingeschloffen. Da die See zu stürmisch unb die Brandung grade dort zu heftig war, tonnte an Rettung durch ein Boot nicht gedacht werden. Mehrere Männer eilten daher mit einem langen Seil die obern Uferfelsen entlang und einer — er hieß James Croom - erbot sich hinunlerzugehen. Man ließ ihn hinab und er brachte glücklich zuerst einen Knaben zwischen 8 und 9 Jahren in Sicherheit und rettete bann auch einen zweiten. Er Schiff-nachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Cerl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 22. Juli. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer H. H. Meter, Eapt. F. Mentz vom No> dtteutscheu Lloyd in Bremen, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork «»gekommen. Märkten. Der Markt war trotz des kleinen Austriebes unb ber geringen Preise dieses Mal nicht geräumt. 22 Juli. Frachtmarkt. Roth er Weizen JL 13.30, weißer Weizen X 00.00, Korn X 9.20, Gerste JL 8.15, Hafer JL 6.90. 6707] Harnmstratze 27 r 3 Zimmer mit Zubehör zu oermiethen. 9500 I Abbildungen.! Züchtung, Fütterung nnd Pflege des Milchviehes. Nach Vorträgen, gehalten während des Molkereikürfus Herbst 1894 an der Molkerei Lauterbach. Äon Ernst Ludwig Leithiger, Großh. HelfischerLandwirthschastslehrer inAlsseld 8». 70 Seiten mit 1 Tabelle über den Nährstoffgehalt und 3 Illustrationen. Einzelpreis 60 Pfg. Partiepreis von 10 Exemplaren an ä 59 Pfg. Mit diesem Merkchen wird dem praktischen Milchviehhalter in kurzer präciser Farm eine Schrift in die Hand gegeben, welche die Grundsätze der Milchoiehhal hmfl auf Gründ von Erfahrung und Mfferrschaft zusammenfaßt, um dem praktischen Landroirth die Mittel und Wege ju zeigen, auf denen er aus seinem Milch - Dte$ zu weit höheren Einnahmen gelangt, als wenn er in planloser Weise fort» wirthschastet Die Ausgabe für die Schrift rammt bei ihrem Nutzen, den fie stiftet, gai nicht in Bettacht. Vnlag von Emil Roth in Gietzeu. gebrochene Sauerkirschen zu haben auf der 6730 „Pulvermühle". ** Hin,, St%. knitz «t..6 $ ihng k.. 61iSjys Ä rlelmfan ' ‘"»««in isii M denen die »Caü. ’M» fid) ,nlf«i161n d'e fiscrlischen ^n> ^gleich schwer wiegende östlicher Art in Betracht 16 noch nicht einmal zur ■t' geschritten. Bei den nicht um Milliarden i Staatsfonds, aber doch größt Summe, und das als Symptom viel» die Höhe det Betraget, onbertirenben eine gewisse i wenn sie dabei gegen :n sollten, im Ziosgenni cke Herabsetzung, wie fie Gros der vierprocentigen gt worden ist, selbst nicht eö mehr begünstigt hatte, lb sollte auch Hessen noif he es den Entschluß zni n: Prioritäten gleich ans Laden mit LogiS sowie Wohnung im zweiten Stock zu oermiethen. «. Bogt Wwe., Wallthorstr.8. hat, so kommen wir auf die Gesammtz ffer von 5 633 332 Seelen. flKoirfto erzielt man blendend weiße Wäsche, DaS bedeutende und unwiderstehliche WachSthum dieser ehe- X/QUv AÖlVlUJv bet größter Schonung ber Stoffe mit “ LettermannS r Wäsche-Laugen-Ertract oder W« , Salmiar-Lerpentiuffetttaugenmehl i 15 Pfg Man achte genau auf die unter Nr. 11778 patentamtttch geichützte Marke: (Fabrikant L. Lettermann in Elberfeld). 3341 | nach Auswärts werden stets zu ä Originalpreisen besorgt durch die Erpkdition des ei Gießeskl Auftigers. N Zeit werden bti aüta .rrrte ion Miag Mvd tat Ml ^r^^des st . tft eS von lbrdeutn^ ilfeleistung Aufweikjawkeii äußeren Zeichen von Hitz' lneuder Durst, Schwindel, lsschlag, troileoe tzerölhetk r Patient an einen mog> t werden. Seine Kleid» mß «asser zum Trink» weiß bald vorüber. A m der Kranke leicht dar t der Ahm in schnelle» sühlbar. Bald beginnen nb leicht kann ein M Ende mch^ 6o W jinzugezogea weM tln vermieben werden. 5 itiä * $o0t Lnbtn al« wit ^orgewlihlt jeden $fe- ffiilbe «rbilbit leutfW’’® , 'tort «,bW ' |5,1W B folger 5.19«* t nein f* dnen®.* Inhie “ hilf:« && sägs®? Ä -ä t hl ans PJ' ... htt letztes * schiotk^ lge 1°0t «Gnts 8nssralrniknttvr, 6 Pfd. Mk. 6.60, 9 Pfd. Mk. 9.50 fco. Nachn. ' N. Hemmerling, Herforst (Eifel). Im Cladierstimmen (auch Abonnements) empfiehlt sich 6018 Hermann Bauer, Schillersir. 15. "Sne leistungsfähige Nordhäuser Horn Branntwein - Brennerei sucht für Gießen und Umgegend einen geeigneten, tüchtigen Vertreter. Off. unter P. 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Aachmittags 2l/,Ahr: Abmarsch desselben durch die Stadt nach dem Philosophenwald, bortf elbst: großes Aolksfest, Hürnen und Kinderspiele. Wir bringen unser reichhaltiges Lager in Gasbeleuchtungs-. Gegenständen und Gas-,Koch-lludHch-Apparateu sowie in fämmtlichen Gegenständen währtester Coustruction und aus bestem Material ausgeführt. Zur Anfertigung von Kosten- aufchlägeu und Ertheilung weiterer Aus- fünfte find wir gerne bereit. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen floiNS5' Postkeller Freitag Abend: 1866 Freitag Abend 9 Uhr bei Luft im „Löweu". Sonntag Pfungstädter Bock-Ale Empfehle meine reichhaltige Abendkarte. gn A-tzl-r iS i-n 22 MWt Kochen kann ein braveb Mädchen «ueutgeltllch erlern««. Näheres durch 6710 Frau Hüttenberger, SelterSweg 67. diebücnan: L. Cchenda. - Druck und »erlag der »rublWr Untverüläts-Buch. und Stnnbrudtm (Vietsck A. SLeyda) m «iechrn. u Me heutige 'UuurMer umfaßt 6 Ä«tl 6665] Ein braoeS, ordentliches Hausmädchen, das bügeln kann und gute Empfehlungen hat, wird gegen guten Lohn zu mtethen gesucht. Frau Pfarrer Diugeldey, Göthestraße 44. Brause & Co., Iserlohn, iTJanlCOUVertS sind vorräthig in allen besseren Schreibmaterial Handlgn. An Girsteu bei I' I 6335 Ernst Balser, Mäusburg. I AL mit Firmendruck der Kapelle des Anf.-Agts. Markgraf Karl (7. Brandenburg.) Nr. 60 Direeltorr r J. P. Ehmig, Königl. Musikdirigent- Garnison r Weiftenburg i. «f- sowie der Piston-Virtuofin Fräulein S- Branden. Donnerstag, den 23. Juli 1896, von Abends 8 Uhr an: Grosses Extra-Concert obiger Kapelle. EtnttittspreiS: im Vorverkauf bei Herrn Ernst Challier 50 Psg-, an bet Kasse 75 Pfg. — Programme an der Kaffe- 3^ Die Kapelle batte die hohe Ehre, bet Gelegenheit der EinweihungSfeier des Kaiser-Friedrich-Denkmals in Wörth, bet Sr. Majestät dem Kaisn auf Schloß Dürkbetm die Tafelmusik ausführen zu dürfen und sprach Se. Majestät hterbet »em Musikdirtgenten Ehmtg seine Allerhöchste Anerkennung für die vorzüglichen Leistungen aus. — Im Concerthaus (Gebr. Ludwig) in Hamburg war die Kapelle fett 1W7 echs Mal engagirt.__— Morgens 6 Ahr: Weckruf. Aormittags : Empfang der Gäste. Vormittags 11 Ahr: Frühconcert in Röhrles Brerhalle. Vachmittags 2 Ähr: Aufstellung des Festzuges in Oswalds Garten. Vachmittags2l/2Ähr: Abmarsch desselben durch die Stadt nach Steins Garten. Nach Ankunft daselbst Begrüßung der Gäste, Festrede, Weiheact, Musik- und Gesangs- vorträge, großes Schauturnen, Turnspiele. Abends 8 Ahr: Pyramiden, lebende Bilder, Marmorgruppen, Concert und Tanz. Ds, i (3 btlbtn 8n| IrfrKÄ ^hl H|U s,!l» jJ?“ ° Mi' bie 1“. n,01''1 n«i l“ i u •*?*« l|=: A. Kilbinger . Seltersweg 19: M1< Jagdgeräthe und Wassen. Himbeeren vollreif, kauft jedes Quantum 6682 die Pelikauapotheke. 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Wo? sagt die Exped- d. Bl- 67171 Reinliche» «Ldcheu oder «rau findet lohnende Läufst elle »rüubergerfiratze 14, m 6731] Ich suche zum sofortigen Antritt bet hohem Lohn ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Müdche« mtt guten Zeugnissen. Ara« Louis Loh«, Südanlage 10, II. Schreivergesette «uf sofort gesucht. «b'-ü «. Hofmann, Wetzfteinstraße 40. Wärter u. Wärterinnen werden angelernt (Lohn 25—30 Mark Frau Hüilerrderger, SelterSweg 67. Ein kräftiger Junge findet sofort Beschäftiaung. 6694 Heb. Schaffetaedt. 6727] Stadtkund., junger Bursche mit gut- Zeugn. in ein Flaschenbiergesch. sofort gesucht. Näheres in der Exped d. Bl 6697J Zum sofortigen Eintritt wird auf das Gut Warthof bet Grünberg ein junges Mädchen gesucht, welches den Haushalt erlernen will. H. Weber. 6711] Ein solides, zuverlässiges, tn Küche u. Hausarbeit erfahrenes Mädchen zu zwei Damen gesucht. Frau Georg Ebel, Göthestraße 40, II. 6736] Neues Aornftroh (Handdrusch) bei Heinrich Roll, Müblgaffe- 8233] Junge Lapin* zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition d. Bl- 6735] Schöne, junge «pitzhuude zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. Verloren eine kleine, goldene Brosche mit bunter Verzierung, in einer kleinen, weiß»n Papierdüte steckend (mit Firma u.Adreffe der Besitzerin), am 21. d MtS- vom SelterSweg durch Kirchenplatz, Brand, Senckenbergstraße, Anlage, Wallthorstraße, Hotel Einhorn, nach dem Schtffen- berg. Gegen Belohnung in der Expedition diese- Blattes abzugeben.6713 Tüchtige 6726 Maurer u. Erdarbeiter finden Beschäftigung auf Bahnb.Gießen Bauunternehmer Georg Becker. 6724] Tüchtige Weitzbtudergesellerr und Handlanger finden sofort dauernde Beschäftigung GchLfer A Größer, Löwengaffe 30. Einladung. Die Privatarchitekteu Gießens und Umgegend werden hiermü zwecks * . . Constituirung einer Vereinigung zu einer Besprechung auf Samstag den 25. Juli, Abends 1/29 Uhr, in „Hotel Schütz" gebeten. _______________ P. Jos. Mobs, Seifenfabrik, Giessen, Mäusburg bringt sein seit Jahren bewährtes anerkannt vorzügliches Die Lieferung von 350 bis 400 Ctr. Roggeustroh, Maschinenstroh, lieferbar nach Bedarf vom 1. Aug. 1896 bis 1. Aug. 1897, wird von der Giesteuer Omuibus- Gesellschaft vergeben. Offerten sind an den Vorstand zu richten. .6616 Ein Student pfehlungen sucht für das Winter-Semester nur gegen freie Station eine Hauslehrerftelle, die ihm jedoch Ztit zur Fortsetzung seines Studiums läßt. Offerten unter L. £• an btt Expedition d- Bl. 6^29 SM^n^Zntereffe meiner magenleidenden Mitmenschen und auS herzlicher Dankbarkeit bin ich gern bereit, Jedermann «ueutgelllich mitzu- thrilen, wie sehr ich an schmerzhaften Magenbeschwerden, schwacher Verdauung und Appetittofigkeit gelitten und hteroon trotz meines hohen Alters völlig befreit bm. «7», F. Koch, Königl. pens. Förster, PSmbse«, Post Nieheim (Westfalen). Nebenverdienst. Mk. 3600 jährlich festes Gehalt können Personen jeden Standes, welche sich in ihren freien Stunden beschäftigen wollen, verdienen. Off. u. „W. X.“ an G L Daube ACo., Frankfurt a. M. 6523 TURM GEGR: 1846