1806 Mittwoch ben 24. Juni Erstes Blatt Pirrtr(ia6tigcr tz?t! M05 Kenerak-H(nzeiger Amts» und Anzeigeblatt für den Tireis Gissten Gratisbeilage: Hießener Kamilienölätter. Amtlicher Tbeil verliehen werden. ■ an-inlrt Doa Anzeigen zu der Nachmittags für de» lag erscheinenden Nummer biß Bonn. 10 Uhr. e M sikalienhai. 1896. & Bal! !uu Arllvkst' xroth. Bringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Marl 50 Pfg. Rebactun, LxpedttiaO und Druckerei: Achnkstratze Mr.H. Fernsprecher 51. » H Kirchenp'x 51 aller bedee^y r Litteratnr, »n. cnketwetku Hoher. telten eüjgeftLii m Einbänden. ensortimt wie bereite 1» drei Tagen pin Btlager. ab. Halver m Steigen Pre. amtliche in- uti en. men Werke aii techriften beim ♦Ul«*» geiget rrlchchc i glich, ■it littr«! ntt bei 1 t Cfll. DlMfchmer ♦•eiliniritltr mr bnct -Anzeiger »AchmOlri > reimal WH v. Rothenhahn vertreten. Berlin, 23. Juni. Die Handelskammer beschloß, den Handel-Minister zu bitten, dafür einzutreten, daß den daß wir Hrm n, SW keltersweg 31 ib die Previn und gab dem Manne ein oder zwei Hiebe auf den Kopf. Bereit- verwundet, stürzte der Mann wie ein Rasender auf den Offizier und packte ihn an der Kehle. Beide kamen zu Fall. Ein vorübergehender Einjahrig-Freiwilliger riß den Mann fort. Trotzdem drang Letzterer nochmal- auf den Offizier ein und wurde nun durch diesen zu Boden geschlagen. Schutzleute brachten nun den Verwundeten in ein Kranken- hauS. Die gerichtliche Untersuchung ist eiageleitet. Berlin, 22. Juni. Die Freie Vereinigung der Inhaber griechischer Werthpapiere hat an den StaatSsecretär de» AuSwärtigen, Frhrn. v. Marschall, eine Eingabe gerichtet, worin gebeten wird, „gegen Griechenland die lange geübte Geduld erschöpft sein zu lassen und endlich ein deutsches Machtgebot nach deutscher Art zu sprechen." ES wird darin verlangt, eine deutsche Kreuzerflotte nach dem Mittelmeer zu entsenden und die Kanonen sprechen zu lasten. Die „Dost. Ztg." glaubt nach ihrer Kenntntß der in den maßgebenden Kreisen herrschenden Anschauungen nicht, daß die Eingabe practischen Erfolg haben wird. Prag, 22. Juni. Der Anarchist Wenzel Henys, ein intimer Freund de- flüchtigen Anarchisten Strouhal, ist wegen Verdachts deS HochverrathS verhaftet worden. In dem Hohlraume einer demselben aus dem Au-lande gesandten Büste Victor Hugos befanden sich anarchistische Schriften, welche polizeilich beschlagnahmt wurden. Gmunden, 22. Juni. Die Befferung im Befinden de» 1 Prinzen von Cumberland macht derartige Fortschritte, | daß die vollständige Wiederherstellung de- Prinzen zweifellos ist. c , Rom, 22. Juni. Heute fand imVatlcan ein geheimes Con fist ort um unter Vorfitz deS Papstes statt. Darauf empfing derselbe im Thronsaal die hier anwesenden neuru Erzbischöfe und Bischöfe, an welche er eine kurze Ansprache hielt. Rom, 22. Juni. General Bar altert tst von Maffauoh abgmeist. Eine große Anzahl von Offizieren gab ihm da» I Geleit an Bord deS Schiffe-. Trteat, 22. Juni. Der krste internationale Antt- I Freimaurer-Con greß findet mit Genehmigung deß hiesigen Fürstbischofs im Laufe des Monats September in I Trient statt. Pari«, 22. Juni. Bei der gestrigen Senatswahl wuroe der Collectivist Deville gegenüber den radtcalen Candidaten I gewählt. Loudon, 22. Juni. AuS N ewy ork wird gemeldet, daß I St. LouiS von einem neuen Cyclon heimgefucht wurde. I Diele wieder aufgebaure Häuser wurden abermals etngertsten. I Biele Menschen sind verletzt. Loudon, 22. Juni. Einem Telegramm aus Salisbury zufolge ist dort der Belagerungszustand erklärt I worden. Die Rebellen fahren fort, zu sengen und zu I plündern. Athen, 22. Juni. Nach Meldungen auS Creta wurde In einer gestern abgehalteoen Besprechung der christlichen I Führer beschlossen, alle bisherigen Vorschläge der Pforte I abzulehnen und vollständige Autonomie der Insel I zu verlangen. Berlin, 23. Juni. An dem gestrigen pari am en- tarischen Abend beim Reichskanzler betheiltgten sich etwa 400 Personen. Unter ihnen befanden sich Mitglieder I De« BundesrathS, Minister, Mitglieder sämmtlicher Fractionen I des Reichstage«, mit Ausnahme der Socialdemokraten, der Polizeipräsident von Berlin, Mitglieder der hohen Finauzwelt, I die Vorstände der Gewerbe-Ausstellung und Vertreter der I Preffe. Unter den Abgeordneten sah man die neugewählreu Mitglieder deS Reichstages, Freiherrn v. Gertling vom I Centrum, Lessing von den Freisinnigen und Dr. Conrad von der süddeutschen DolkSpartei. Von den Ministern waren die I meisten activeu preußischen, sowie einige inactive StaatS- mtnister erschienen. Auch der bayerische Finanzminister Freiherr I v. Riedel, welcher seit einigen Tagen in Berlin weilt, war anwesend uud unterhielt sich lange und eifrig mit dem preußr- schen Landwirthschastsminifter. Die Schriftstellerwelt war u. A. durch die Herren Sptelhagrn uud Sudermann vertreten. , Längere Zett unterhielt sich der Reichskanzler mit Oberbürger. । meister Zelle und Ftuanzmtnister Miquel. Berlin, 23. Juni. StaatSsecretär Frhr. v. Marschall i hat seinen Sommerurlaub augetreten. Während seiner i Abwesenheit wird er vom UnterstaatSsecretär Freiherr» Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. 3Dit Ö'aul» und Klauenseuche in Eckelshausen (Kreis B>eder'.chs) ist erloschen und die GehöftSfperre ausgehoben wordeiTi esitßiin, den 22. Juni 1896. GrogherzoglicheS KrciSamt Gießen. o. Gagern. icnbe str fnW, enften. W* . SedarM Feiest ttrotechllikel' UN 1886. Alle Wnnoncen-Burtaur bei In- unb Auslandes nehm« Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger- entgegen. Gichener A nzeiger ’M* Wd ..ÜUltn drf, W* »er mW*” ajtf ui«, isslilm •her, G Um, ilei»h-rtnh ^orama park. Neueste Nachrichten. «olff» telegraphische» Lorrespondenz-Brrrean. Straßburg, 22. Juni. Der auf den 5. Juli anberaumt gewesene Termin für die RetchStagsaeuwahl im Kreise I Schlettstadt tst behufs Ausstellung neuer Wählerltsten bis auf Weiteres verschoben worden. Marktrch i. 6., 22. Juni. Der bisherige altdeutsche BerufSbürgermetster Dittmar ist wiedergewählt. Außerdem wurden drei Socialdemokraten gewählt, von denen I nunmehr fünf dem Gemeinderath angehören. Mülhausen i. E, 22. Juni. ES waren 31 Candidaten zum Gemeinderath zu wählen, von denen auf die ver- einigten Ordnungsparteien 29 Sitze entfielen, 11 Clertcale I und 18 Liberale. Dle beiden Altdeutschen, welche auf der Liste der vereinigten Ordnungsparteien standen, unterlagen I und an ihrer Stelle wurden 2 Socialdemokraten gewählt. I Vcpesche» «öertec .Harald' Berlin, 22. Juni. Wie au« Kiel gemeldet wird, hat der Kaiser heute Vormittag bic Vorträge des CyefS des CiviicabinetS Dr. v. LucanuS und de» StaatSsecretärS des Innern Dr. v. Bötticher entgegengenommen. Um 11 Uhr begab fich der Kaiser auf daS dem Lord LanSdale gehörige Schiff „Eoangeline", um der Binnenregatta des kaiserlichen Aachtclud» beizuwohnen. Heute Abend 7 Uhr nimmt der | Monarch an dem gemeinschaftlichen Effen deS kaiserlichen | YachtclubS Thetl. — Nach weiteren Meldungen auS Kiel , besuchte der Vicekönig Li-Hung-Tschang heule früh den Prinzen Heinrich im Schlosse und unternahm dann eine Rund- fahrt durch den Hasen. Später besichtigte er den Panzer „Kurfürst Friedrich Wilhelm", welcher hierauf dem Vicekönig tn Gefechtsbereitschaft vorgefüyrt wurde. Die kaiserliche Werft und die Germaniawerft wurden von Li-Hung-Tschang gleichfalls einet Besichtigung unterzogen. Berlin, 22. Juni. Der „ReichSanzetger" veröffentlicht die Verleihung des Rothen Adlerorden» erster Klaffe an den bayerischen Gesandten in Berlin, ferner den Kronen- orden erster Klaffe an den badischen Gesandten v. Jage- mann und den sächsischen stellvertretenden Bevollmächtigten zum BundeSrath v. Heerwardt. Berlin, 22. Ium. Vicekönig Li-Hung-Tschang hat die Einladung zu einem Feste angenommen, welche» ihm die Vertreter von Handel urd Industrie Berlins in der AuS- I fttllu'g om kommenden Samstag geben werden. Berlin, 22. Juni. Auf dem Artillerie-Schießplatze in I Jüterbog hat gestern ein Duell mit tödtlichem Ausgange stattgefunden. ES standen fich im Zweikampfe gegen- I über der Secondlieutenant Lüh ring vom Fuß Artillerie- Regiment von Dieskau (Schlesisches Nr. 6) und der Second- I Lieutenant Buch vom schleswig-holsteinischen Fuß Artillerie- I Regiment Nr. 9, beide commandirt zur Artillerie- und I Ingenieurschule in Berlin. Beim dritten Kugelwechsel erhielt I Lieutenant Lühring einen Schuß in den Unterleib. Er wurde In das Garnisonlazareth Tempelhof verbracht, wo er ver- storben ist. Grund deS Duell» war ein Wortwechsel, welcher I sich zwischen den beiden Herren am MittagStische ent» spönnen hatte. Berlin, 22. Juni. Wie der „Localanzetger" au» Kiel meldet, richtete der zur Zett dort weilende SlaatSminister Bötticher eine Depesche an daS Reichsamt des Innern, des Inhalt», daß das Börsen gesetz heute vom Kaiser unter- zeichnet ist und veröffentlicht werden kenn. Berlin, 22. Juni, lieber daS am 19. d. M. Abends ftattgefundene Rencontre zwischen einem Offizier und einem Civilisten erfährt die „Nordd. Allg. Zeitung" au» zuverlässiger Quelle, daß der Offizier zu der angegebenen Zett mit seiner Schwäaerin auf dem Wittenbergplatz promenirte, alS plötzlich , — v----------r," •" ; «.r(an Mann auf ihn zulief und mit einer langen Ruthe auf Handelskammern die Rechte einer inriftischen Person die Promenirenden einhieb. Der Offizier zog seinen Säbel I verliehen werden. gfttUM Deutscher Reichstag. 111 Sitzung. Montag, ben 22. Juni 1896. .-nie LundeSralhStlsche: Reichskanzler Fürst Hohenlohe, taaifefifcftlih Nteberdtng, Grhetmralh Planck. I _■ M S-nnadmt deS Anlethegeiehes tn dritter Lcfung wird A DMibteiatbung des Büraerlichen Gesetzbuch« fortgesetzt bet I L !lbl 5 icnstoertrag", dlssen Berathung am SamSiag ausgesetzt I iyiqu liegt ein Antrag Auer vor aus Einschaltung einer I la igenn W von Paragraphen »um Schutze der Arbeitnehmer gegen t. uiavMöt Slusbeutung durch den Arbeitgeber. Außerdem soll die I lleberfcrSbnft ,!0ienstvertrag" durch „Arbeitsvertrag" ersetzt werden. 4 9d laeetfeUoä beschlußfähigem Hause — namentlich sind die ntrunaia ptorbneten zahlreich anwesend, begründet Abg. Stadt- I igenaiiinW diese Ueberschrifisänderung und rügt, daß für das • n ldi,! imuerrechlliche landevgefetzliche Bestimmungen weiter in an iM-n fod-.n. In Conscquenz des HauptantrageS bedürfe es I ,ch ei rfe( inbcrung oer in diesem Titel gewählten Bezeichnungen I 7, ni«!-i,ch'ig'.e und Dienstverpflichtete" in „Arbeitgeber und Arbelt- „.aeif. .kann habe man je im praclischen Leben reden gehört von :.il, wüt.3en oder-Verpflichteten? k- fcl. tiMlb Siruckmann: Dem socialen Zuge fei in dem I an**n'i ’titaairf schon in hohem Maße Rechnung getragen. Das I nn* «Ktai tnife lasse sich aber nicht gleichem Maße menen, I ni da.'.ik,mältnih der eigentlichen gewerblichen Arbeiter. Es sei das m iiinidgt im Interesse der Dienstboten zu wünschen. Bei der ^tellu nu leis GesiudeS in den Familien dürften diese« und die iist-chci^st einander nicht gegenüberstehen wie der gewerbliche I rbcttiäter ;;nb Nehmer. Selbst wenn man daS Gestnderechl reichS- I , i cli ÜJ rolle, würde das besser durch ein Specialgesetz als im I hüi er diq n Gesetzbuch geschehen. Der Dienstvertrag lasse sich nicht mheitHDH regeln; müsse doch selbst die Gewerbeordnung da Unter - 'chhde: Der Ausdruck „Dienstverttag" entspreche dem bis- ^'Ki E°rÄer (6tr.): Selbst wenn vielleicht das Gestndeiecht ,.t uei-'Mantlichcn Beziehungen, Kündigungsfristen u. reichS- -ictzli D|u negeln sei, so bedürfe das doch eingehender Vorarbeiten. Die ? fönen de« Arbeit-Vertrages seien im Fluß begriffen, eine viriraa; im bürgerlichen Gesetzbuch würde die Fortschritte nur erschw^ Durch die Beschlüffe zu 809 bis 810a (Mißbrauch eine« I -ttnurr.^»Verhältnisses tc. betr.) seien die bisher erreichbaren .rmlsckM »um Schuh der Dienstverpflichteten hinreichend sest- 3k itanberung der Ueberfchrist de« Titel« wird abgelehnt. ( & Oettfud? des Abg. Bielbaden, die Beschluß,ähigkeit de« naufeirtlii ^-zweifeln und dadurch die Auszählung zu veranlassen, Ltie-teirtieiner Heiterkeit de« Hause« daran, daß er zu spät, nicht oor betmtüHmmung, sondern im Momente, al« dieselbe beginnen sollte, ijrntöt wurde '■L; Stadthagen befürwortet dann die in dem ferneren -;ln nMaduxr geforderten Zusatzbrstimmungen bezw. Einschaltungen iL>i 5 st! unter Zurückziehung eine« Thetl« derselben. Insbesondere tritt »:Hhr für Die Ungiltigkeit von Arbeittzoertragtz-Vorschristen an di -.ui Hielte Arbeitern die Fernhaltung von bestimmten politischen z;-' einiftiriiim auferlegt wird. Ebenso dafür, daß nicht ein Ersuchen n, -ß Billi gung unter bestimmten Arbeitsbedingungen als „Er- ’ , iUiim'imgeteben werden dürfe, wie leider bisher Seiten« der Dtf-MinfflQ zum Schaben von — mit Autzstand drohmd.n — !- eitchv g-schehen sei. Um die Ueberoorlheilung von Arbeitern ru'ch nlk:ittiebung von Zwischenpersonen Seitens schwindelhafter 3n vU Jtt T zu verhüten, sei ferner die Bestimmung nothwendig, 'c sü i::7i Arbeitslohn außer dem unmittelbaren Dertragichlteßenden c * ail& niige hafte, in dessen Rutz-n die Arbeitskraft verwendet - fa ül tilcfer wußte oder wissen mußte, daß dre Arbeitsleistung von d« m 8 artragschließenden nicht bezahlt werden könne oder solle. (SnbltoMti iie der Arbeitnehmer die Sache, in welche er feine Arbeits- ttafi r *<::nbet, so lange zurückbehallen dürfen, bi« ihm der Lohn -ßtclbaben zweifelt für die nächste Abstimmung die ReWMWctt des Hause« an, damit festgestellt werde, daß da» ^au« eip: fuhr wohl die Mstimmung über die Gewerbenovelle hätte Buol: Da« Bureau hegt keinen Zweifel, daß 'a' R m^S.)?’ Ich constatire, daß in dem Augenblick, no H.MS'iilhaben seinen Zweifel auSspricht, nur zwei von seinen Gcfin>äir:;:!mosien im L-aale sind. (H^erkeit.) Ä: Gröber tritt dem Anträge Auer tn dessen verschiedenen ßinjeWIkn entgegen. B:5F.ntrag Auer wird abgelehn.. _ frS,6C9a, wonach die Dienstherrschaft erkranktes Gefrnde bi« zu >. Achen, aber nicht über die Dauer de« Dienstverhaltniffes dinauÄ-mpflegen und behandeln laffen muß, verlangt ein Antrag Kuerir Umstellung deS Gesindes unter daS KrankenverficherungS- ftj tllefer Antrag wird vom Abp. Stadthagen ettigehmd befürmrarn,. ebenso ein Eventualantraa, den Anspruch de« Gesinde« aus IM hrlutrpflege mindestens auf 13 Wochen auszudehnen. Lchxauptantrag Auer wird mit 189 gegen 25 Stimmen bet 4 Stimmen Enthaltungen abgelehnt. Dafür flimmen außer den Socialdemokraten die Abgeordneten Pachnicke und Rickert. Der Eventualantrag wird gleichfalls abgelehnt, desgleichen eine weitere Reihe kleiner Anträge Auer, betr. Wohn- und Schlafräume für die Arbeiter, sowie Aufenthaltsräume für die Arbeitspausen, ferner betr. Kündigungsfristen, Gründe für vorzeitige Entlassung oder Rücktritt vom Arbeitsverhältniß u. s. w. Auch der Titel Werkvertrag wird unter Ablehnung aller Anträge Auer unverändert ^^Runmehr schlägt Abg. v. Manteuffel vor, die Gesammt- abstimmung über die Gewerbenovclle vorzunehmen. Nach kurzer Debatte wird der Antrag v. Manteuffel mit knapper Majorität, da vom Gentrum nur ein Theil für denselben stimmt, angenommen. Die Gewrrbenovelle wird in namentlicher Abstimmung mit 163 gegen 57 Stimmen angenommen, bet »wei Stimmenthaltungen. Morgen 12 Uhr: Weiterberathung des Bürgerlichen Gesetzbuches. (Schluß 5 Uhr.) Berlin, 23. Juni. Das „Kleine Journal" meldet auS Tiflis. Der hiesige Archimandrtt Nicolai wurde in grausiger Weise in seiner Wohnung ermordet. Der Mörder ist ein abgesetzter Geistlicher Namens Kolmonthelidse. Derselbe gibt au, die That auS Rache vollbracht zu haben, da der Archimandrit seine Absetzung bewirkt habe. Wie», 23. Juni. Gelegentlich der Anwesenheit des CzaarenpaareS wird sich die Kaiserin durch die Erz« Herzogin Maria Josepha vertreten lasten. Wien, 23. Juni. Gestern starteten die Theilnehmer am Diftanzmarsch Wten-Berlln. Bon 11 gemeldeten gingen vier ab. Athen, 23. Juni. Der „Akropolis" zufolge wurde daS Re formc omito zu Creta aufgelöst. Einzelne Mitglieder haben sich zur Agitation in die Provinzen begeben. ES wird beabsichtigt, ein AufstandScomitL auS Männern aller Provinzen zu bilden, welches die Centralleitung deS Aufstandes übernehmen soll. Cocwle# und prwhjküef# Sieben, den 23. Jnni. *• Biehmarktverlegung. Der Beschluß der Stadtver- ordneten-Versammlung, den Vieh markt hinter die Bahn- höse zu verlegen, hat in allen Kreisen der Bürgerschaft eine tiefgehende Erregung hervorgerufen. Eine lebhafte Gegenagitation macht sich bemerkbar und wird, wie wir hören, nächster Tage in einer öffentlichen Bürgerversammlung zum Ausdruck gelangen. ** Koschat Coucert. Vor mehr als auSverkaustem Hause concenrirte gestern daS Koschat-Sextett in Steins Saal. Stürmisch der Empfang, stürmisch der Dank nach jeder Nummer. Wenn auch nicht so stürmisch, so schließen wir uns doch dem Urtheil der Zuhörer gern an, zumal, so weit eS sich um die Chorleistungen handelt, die unserer Ansicht nach die Soli überragten. Die Solistin Frl. Wilma Edle von Thann hat einen frischen, kräftigen Sopran und sang mit echtem Wiener Schneid ihre nicht ganz neuen aber schönen Lieder („Geburtstagslied", „Hans und Liese", „PhyliS und die Mutter"). Im Gegensatz hierzu befand sich der Tenorist, Herr Franz PacLl, der sich ganz Modernes gewählt hatte („Am Rhein und beim Wein" von RieS, „Meine erste Liebe" von Mühldorfer, „Am Bache" von Dvorak), auch er verfügt über einen sympathischen Hellen Tenor und die Art seines Vortrages war eine durchaus noble. Mit Ausnahme der Solls und eines Chorwerkes von Hubert hatte Meister Koschat seine „Musenktnder" auf das Programm gesetzt und auch von den Zugaben „Erste Schritt", „Frisch auf", „Nach der Heimath möcht ich wieder" hatte nur daS letzte einen anderen Vater. Trotzdem war im Zuhörerraum keine Ermüdung zu bemerken, die einfachen, schönen Volksweisen hielten bis zum letzten Augenblick, der durch nicht enden wollenden Beisall immer wieder hin- auSgrschoben wurde, die Hörer in Spannung. ♦♦ Vogelsberger Hohen Club. Der diesjährige Haupt- auSflug auf den HoherodSkopf sinder Sonntag den 5. Juli statt. Beginn de« Festes: 12 Uhr Mittags. Concert und Tanzvergnügen. Die Festwtrthschaft ist wieder dem Club- hauswirth JohS. Stein übertragen, und ist für Speisen.und Getränke bk-stens gesorgt. Die letzten Züge haben von Schotten (820 Abends) und von Gedern (800 Abends) nach Gießen und Büdingen, von Mücke (9" und 843 Abends) nach Gießen und Fulda Anschluß. Die am Feste theilnehmenden Herren haben, zur Deckung der Kosten, eine Festkarte zu 50 Psg. zu lösen. * • HauSbefitzervereine bestehen im Großherzogthum tu den Städten Darmstadt, Offenbach und Worms, die sich zunächst zu einem hessischen Verbände zusammenschlteßen wollen. Diese Vereine bezwecken, gleich den übrigen in Deutschland bestehenden gleichen Vereinigungen (über 200) alle Interessen deS städtischen Hausbesitzers nach jeder Richtung hin gemeinschaftlich zu vertreten. Wie wir hören, besteht in beihetligten Kreisen die Absicht, auch hier einen solchen Verein tnS Leben zu rusen. * • Auszeichnungen im Schlossergewerbe. Bei der nach Schluß der Schlosserei-Ausstellung zu Mainz am Sonntag vorgenommenen Prämiirung erhielten u. A. folgende Aussteller Auszeichnungen: Den Ehrenpreis der Wolfrum'scheo Buchhandlung in Düffeldorf, eine silberne und eine broncene Staatsmedaille Herr Peter Sann in WeiterShain, eine broncene StaatSmedaille die Firma Heyligenstaedt u. Co. in Gießen. — Den Ehrenpreis Sr. Kgl. Hoheit des Groß- Herzogs nebst einem Ehrendiplom erhielt die Kunstgewerbeschule und Handwerkerschule des Mainzer Gewerbevereins. * * Turnerische». Beim Feldbergseste am Sonntag erhielt der Turner Herm. Kröcker (Turnverein Gießen) den 19. Preis mit 22*/g Punkten, nicht den 22. Preis wie irrthümlich berichtet wurde. ♦ * Berichtigung. Zu dem Artikel „Zur Enthüllung des Kyffhäuser - Denkmals" in Nr. 144 ist in der 4. Zeile zu lesen: „st att g e s und ene." • • Die Lehrer au» dem Bereiche des 11. Armeecorps, die dieses Jahr ihre sech-wöchentliche Dienstzeit abzuleisten haben, sind nach der „D. Z." für den 11. September ein- berufen. Sie bilden auch dieses Mal eine Compagnie sür sich und sind dem Regiment Nr. 117 in Mainz zugetheilt. ♦* Die Sitzbänke in bet vierten Wagevklafse. Die Meldung verschiedener Blätter, daß die Sitzbänke iu der vierten Wagenklaffe der Eisenbahnen wieder entfernt werden sollen, wird als falsch bezeichnet. In den Reparaturwerk, statten sind nur bei für Massentranßport der Schnitter und Sachsengänger bestimmten Waggon- vierter Klaffe Sitzbänke wegen befferer Unterbringung der landwirthschastlichrn Geräthe herau-genommen worden. Die Annahme, daß sich die Frequenz der dritten Wagenklaffe in Folge der Einrichtung der Sitzbänke in der vierten Klaffe vermindert habe, sei ebenfalls unrichtig. • • Wirkung der Selbsteiaschatzung. Wie die „Franks. Zeitung" meldet, bringt die für daS Sreuerjahr 1896/97 erstmalig eingeführte Selbstdeclaratiov für die Einkommen erster Klaffe (über Mk. 2600) der Staatskasse des Groß- herzogthumS Heffen ein Mehr an Einkommensteuer von Mk. 521,713. Der Ueberschuß stammt großentheilS aus den Städten Mainz, Darmstadt, Offenbach, WormS und Gießen, während in den ländlichen Bezirken der Steuerertrag vielfach zurückging iu Folge der Abzüge, die daS neue Gesetz sür Unterhaltung usw. gestattet. Der Genuß vou Kirfchenkeruen ist schädlich. Die Zeit der Kirsch en ernte ist wieder herangekommen und da ist eS wohl an der Zeit, eindringlich vor der Unsitte vieler un- verständigen Leute, welche die Kerne mir verschlucken, dringend zu warnen. Wenn einmal ein Kern auS Versehen mit- verschluckt wird, so wird daS ja wohl kaum einen Nachtheil Hervorrufen, wohl aber wird dies häusig der Fall sein, wenn die Steine in größeren Quantitäten verschluckt werben. Alljährlich berichten die Zeitungen von schweren Erkrankungen und Todesfällen, welche durch die erwähnte Unsitte verursacht worden find. * • Jubiläum der Nähmaschine. In diesem Jahre feiert eine unentbehrliche Dienerin, die fast in jedem Hause zu finden ist, ihr fünfzigjähriges Jubiläum: die Nähmaschine. EliaS Howe in MaffachusettS war es, der nach langen Versuchen die erste Nähmaschine ersaud. Im Jahre 1846 wurde seine Erfindung in Amerika patentixt; die Kosten dasür konnte er sich nur mir den größten Mühen verschaffen. Er hoffte, in England Derwerthung sür seine Idee zu finden, jedoch umsonst. Da er die Kosten der Reise nicht bestreiten konnte, so nahm er die Stelle eine- SchtffSkochS an. Als er in die Heimath zurückkehrte, fand er, daß Andere seine Erfindung für die ihrige auSgaben. Er mußte einen Proceß anftrengen und, um fein Leben zu fristen, als Gehilfe bei einem Mechaniker arbeiten. Schließlich gewann er jedoch seinen Proceß und erhielt eine Entschädigungssumme und 14 Dollar- von jeder in Amerika gefertigten Maschine. Bei der bald sich entwickelnden Maffenproduction wurde er ein reicher Mann. n. Aus Oberhessen, 22. Juni. Auf der allgemeinen landwirthschaftlichen Ausstellung in Stuttgart hatte sich auch unsere Provinz mehrfach betheiligt und Ehren und Anerkennungen davongetragen. DaS schöne Vogelsberger Zuchtvieh erhielt mehrfache Preise. Der bekannte Züchter dieser Rasse in Hof Zwiefalten erhielt acht erste, drei zweite Preise und eine Anerkennung. — Die GenoffenschaftSmolkerei in Reichelsheim erhielt für ihre ausgestellte Süßrahmbutter einen dritten Preis. Nidda, 21. Juni. DaS heutige F a h n e n w e i h f e st deS hiesigen, seit dem 16. März 1859 bestehenden Turnverein- nahm unter großer Theilnavme der Einwohnerschaft NiddaS einen prächtigen Verlauf. Herr Dekan Hofmeyer hielt die Festrede und nahm die Weihe der prachtvollen, von Frauen und Jungfrauen NiddaS gewidmeten neuen Fahne vor, welche sodann von Fräulein Frieda Ruppel unter einer hübschen Ansprache dem Vorstande deS Turnvereins überreicht wurde. Die Fahne wurde von einer Dame zu Frankfurt a. M. gefertigt und zeigt in Goldstickerei auf der einen Seite daS schöne Strdtwappen NiddaS nebst den VereinSinsignien, während a f der anderen Seite die Stiftungsweife hervorgehoben ist. A Bon der Oh«, 22. Juni. Nur -zögernd und all- mählich beginnt man mit der Heuernte, weil die Witterung einen zu unbeständigen Charakter zeigt. Der Zeit nach dürfte aber daS Heu jetzt gemacht werden, da die GraS- blüthen v rblüht sind und zur Fruchtreife übergehen, ein Stadium, tn dem bekanntlich daS Heu nicht den Gehalt bekommt, den eS, zur Blüthezeit des GrafeS gemäht, besitzt. Bei den gegenwärtig auf Domaniob und Communalwiesen abgehaltenen Heugrasversteigerungen werden durchschnittlich höhere Beträge gelöst, wie im vorigen Jahre. Dabei ist der diesjährige Grasbestand ein viel geringerer als der vorjährige. Man hat allerdings damals viel Heu gemacht, da eS aber sehr lange gewachsen war, so reichte eS nicht, sondern versütterte sich rasch weg. Dazu kam noch ein sehr schlechter Ertrag an Futterftroh, d. h. an Gerste- und Haferstroh, so daß viele Landwirthe, die sonst immer noch altes Heu besaßen, wenn neues eingeerntet wurde, aller Futter- vorräthe ledig sind. K Stockheim, 22. Juni. Der Kriegerbezirk Ortenberg feiert sein diesjähriges Bezirks fest am 5. Juli in unserem Orte und der hiesige Kriegerveretn weiht daselbst seine neue Fahne ein. □ Aus dem Vogelsberg, 22. Juni. Im Felde wachsen Heuer die Disteln in einer ganz erstaunlich großen Menge. Wie gesäet stehen sie insbesondere aus den Haser- und Gerstenäckern, sowie den Kartoffelnstücken. Werden diese Disteln nicht zur rechten Zeit, in welcher sie noch jung und zart sind, auSgejätet, bann bringen sie mehrfachen Schaden. Einmal dämpfen sie die wachsende Saat, das andermal entziehen fie dem Ackerboden seine besten Nährstoffe. Außerdem aber erschweren sie später die Erntearbeiten, indem ihre Stacheln tn die Hände dringen und ost peinliche Schmerzen verur- fachen. Endlich trägt ihr Ausreisen sehr zu ihrer weiteren Verbreitung bei, da ihr Samen durch die leichten Feder- krönchen von den Winden nach allen Richtungen getragen werden. Jetzt au-gestochen, liefern die jungen Disteln aber ein ganz vortreffliches Futter für Rindvieh und Schweine. Die Landwirthe sind deshalb fleißig am DistelauSjäten und bringen tagtäglich ganze Säcke voll nach Hause. — Auf den jungen Mai-Pflanzungen richten die Raben beträcht- lichen Schaden an, indem sie die kaum aufgegangenen Mais- Pflänzchen aus der Erde ziehen und den Samenkern ab- freffen. Man findet Ackerfelder, auf denen die Mai-saat gänzlich von den Raben vernichtet wurde. Ein regelrechte- Abschteßen der in Ueberzahl auftretenden Raben könnte nur dienlich fein. hat die Staat-anwaltschafr den in einem ^abtrafc Prei- mit Beschlag legen lassen. — Der erste der hiesigen Bürgermeisterei, Commerzienrarh seiert morgen sein 25jährige- Beige• ilnetei.?!1, läum. Ja einer feierlichen Extrafitzang der ordnetenfitzang werden dem Jubilar morgen fconmnu den Oberbürgermeister und die Stadtverordaer» 1 । Wesenheit de- Provinzialdirector- die Glückwünsche \t* fcZ Mainz übermittelt werden. △ Mainz, 22. Juni. Wegen „Mogelei» u Prei-tegeln liegt eben der hiesigen Staat»aa,^.i?.^ Anzeige vor. Nach der Behauptung de- Drove- der Empiänger de- Preise- sich denselben aus worben haben, daß er mit Hülfe eine- gnten r Kegel mittelst eine- Bindfaden- umwerfen Uei. 'z • Ms. Cassel, 22. Juni. Der älteste Bürget Stadt, der Senior der Deutschen Juristen, dn anwalr und Notar Herr Justizrath Johanne» Slt-gm? selbst, früher in Lichtenau, feierte heute tn »oller getv., und körperlicher Frische seinen 95. •ihttttti Der ehrwürdige Recht-gelehrte hat 4 Kinder und 13 ♦ Ms. Wabern, 22. Juni. Der 29 Jahre ut Wirth Schmidt zu Walter-brück bei ZimmerSrott in Abend beim Baden tn der Schwalm ertrunken. hatte sich tn erhitztem Zustande in- Wasser begeb: wurde vom Schlage getroffen. Da- möge Äninn ~ Warnung dienen. ♦ Ms. Fulda. 22. Juni. Bet dem vorgestrige? :~: Unwetter wurde das historische Storchnest aut be» • de- Dr. Rabe vom Blttz zerstört. Die gewaltige ff;- des Baumaterials, welches die Störche gniaeettgttrqe durchschlug daS Dach und die vier jungen StSrcht -? a den Hausboden. Man nahm sie in Berwadruog ut -< einen Wäschekorb al» Nest auf de- Dache» First. , die alten Störche wagen sich nicht an da» Nest her» um die kleinen Langbeine vor dem Hungertode u fcy wlll man dieselben jetzt künstlich füttern. ♦ Frankfurt a. M, 22. Jun' S n 8 .r, Attentat beschäftigte heute 5 Stunden lang dx «w tammer. Die 36jährige Elisabeth koch uorettu.: zehn Jahre mit einem Kaufrnanne ein BerhLltmh, h: :;- Lösung im vorigen Jahre fie 10,000 Mk erhall ihn aber mit Briefen, lauerte ihm schließlich ui. tember v. I. auf und schüttete ihm Bittlol in» tont ■*,- er an der Stirn dauernd entstellt Ist. Du Aentchgv, bemühte sich, die Angeklagte al- unzurechnuogt'Ly na stellen, daS Gericht verurtheilte fie jedoch zu 2‘1);tar Gefängniß und versügte sofortige Verhaftung. ♦ Köln, 20. Juni. Als heute Nacht um !.' L;: n Feuerwehrwagen von einer Brandstelle -uriickkchtk, rn r. an einer Straßenecke der Neustadt (Hansaring) mi rin Radfahrer zusammen. Der junge Ma», ein ttL-.r. Handlungsgehilfe, wurde abgeworfen, da» Sa? M Semi ging Ihm über die Brust und t ö b t e l c He Wt Mi • Aus Ostpreußen, 16. Juni. Bei tuum 6m.t währenb der Schulpaufe ist der 13 jährige siült! ?t:r i auS Karl-rode bei Memel von einem ll]öl)ii|tn iXi-. i-;/- erstochen worden. * Hockenheim, 22. Juni. Die „Neue Brdiit« .ab* zeitung" meldet: Bei dem den Abschluß der (htUr;i felerlichkeit des Kriegerdenkmals bildenden stürzte eine Kletterstange, an welcher sich ein U.ürgr Bursche befand, um. Der Bursche brach da» -ack . blieb sofort tobt. • Brunn, 22. Juni. Infolge Umwerfen» ton gerieth in dem Dorfe Lomkowitz ein Faß Lffrst i einem Gastwtrthe in Brand, wobei deffen Fraualta sowie daS Dienstmädchen bi» zur Unkenntlichkeit tnkase Der Gastwirth selbst wurde lebensgefährlich rctltp ♦ Perpignan, 21. Juni. Heute haben hier meta f* Stier kämpf e in der Arena ftattgefunbea, *•- spanischen Thierkampfer MlnoS Barcelone» i» C”* 12—16 Jahren auftraten. Etwa 6000 Personen ■”ea den Kämpfen bei, die äußerst prunkvoll verliefen • Das Wichtigste. AuS Petersburg, 10. man: Wie die „Pskower Stadtzeitung" den-l«!, 27. Mai in Folge eines Blitzschlages da» l-ra 23 Bauernhöfen bestehende Dorf Tareptioo s«M • Getreidevorräthen bis auf den Boden n t e b e t g t Merkwürdigerweise find dabei von sämmtlichev deS ganzen Dorfes nur die zwei — Sdjimpfbub« unversehrt geblieben. Nach der Ansicht der geoaon"-^ ist die- wohl dem Umstand zuzuschreibeo, daß di bei den Löscharbeiten mit Hintansetzung ihrer Pri^ ihre ganze Ausmerksamkeit aus die Rettung der concenttirt hatten! £iteratur uwb K«nff — Im Verlag von Emil Roth in w*• schienen: „Vivat der Vo-et-derg-, Gedichte und allen Fereunden und Verehrern brffclhn gewidmu Sri eß leb, Decan und Psarrer in Psedber»deim bei « im einzelnen »JO Psg. pro Exemplar In l’arttern gchM u 50 Psg. und auf je 10 6remplare ein Freicrempioi j de» Dichter». Zürn Veilen bei Vogel-be'ger Elard Briegleb hat der LogelSderg einen begthterun vollen Sänaern ßifunben Selbst ein Coaeiebftgir ^«a .Land und Leute" so sinnig und anmuthig, au» oer allen Fasern an der Heimath hängenden b< * xsew sodah ein nicht gan, empfindungsloser Vefet ben • J" »j*: zauder von Liederschall und Äal^rauschen. ™ pracht und Wiesendutt athmet und eine 0 ® in ihm erwacht, die Reize eine» roch kaum vc (Sulfur beleckten Fleckchen» Erde, undi bie M«berckter j u a. bieten dem Dichter Stoff zu einem frtw. 60- I n *•' __ Verdingu tu utr lausend'N l der OWtdube des Realg lew tn höheren und AädLeni'Lule m'ordeilick kilrrarbdten im Fi tiriltag, den 7. J Mgß 11% verdimgen werd Arbe^deschreibung u liege» bei uns f'7’ -Debole aus vorg nnbbiijmnobi Icbii bei mt» eintureil 14 Tage Funi clabtbauar cdjmanbt. Berdlngt w nir bu laufenbe r «• ^-iube bt: Lta k. ^'adtmädchensel „ "amlich: Maurerarbiir, ^reuterarbeii, ?f,6binbnatbtt d. x d-° Cotmittags $nb ■n Ur h Ä. Ml« ; -«Uf «Otgi flena, £4 e. 7; Jun .^tbauam ISäIMIAk! MjW lalleinH |Ä‘ TerpeHm . ist di^. a achteU8esi< Witterungsbericht vom 22. Juni. lieber Scandtnevien liegt beute eine Depression, welche die Witterung im Küstengebiete der Nord- und Ostsee beeinflußt Hingegen bedeckt hoher Druck die britischen Inseln und Frankreich und 5,00 X, Weißkraut pr. 6tü(f 0—00 A. Zwiebeln pr. Tentner X 7,00—8.00, MilL pr. Ltter 16 A. Kirschen pr. Pfund 20-00 A- — Ledrnsverstcheruug. Die Allgemeine Versorgungs- Anstalt in Karlsruhe hat, wie der Rech-nschaftSdericht für das 61. Geschäftsjahr 1895 jeigt, wieder sehr günstige Ergebnisse gehabt. In der Lebenevrrsichrrung war der Neuzugang der größte bisher In einem Jahr erreichte, indem 6030 Versicherungen über 26 714 280 Mk. abgeschlossen wuiden. Der ReinzuwachS betrug 4147 Versicherungen über 18613 170 Mk €er DersicherungSbestand stieg auf 83 833Versicherungen über 347 601 181 Mk. Durch den Tod von 741 Personen wuiden 3 325 476 Mk. füllig; diele Sterblichkeit blieb um 30 pEt. hinter der Cfrroartunq iurück. Jnkgesammt betrugen die Einnahmen an Prämien 11 785 735 Mk., an Zinsen 4123 399 Mk. An vci kauften Werthpipieren wurde ein Gewinn von 293 579 Mk. realiRu, wählend bei den verbleibenden Effecten der CourSwerth den Buchwerth um mehr als 10 pEt. übersteigt. Die Gelammt- activa (107 600 087 Mk.) haben den Betrag von hundert Millionen erstmals erreicht und überschritten. Der Ueberschup der Lebensversicherung ist trotz dem steten Sinken des ZinseS beträchtlich gewachsen: 3 459 903 Mk. < + 530 259 Mk ). Nach Beschluß des «us- fichlSraihS wird 1896 eine Dividende von 3*. pEt. der DeckungS- capitalien ausbezahlt, welche 2 311 512 Mk. erforbeit und bei den ältesten Versicherungen schon bis zu 115 pEt. der vollen ZahreS- prämie ausmacht. Die nunmehr in Geltung getretenen Neuen Statuten stellen insbesondere die Rechte der Versicherten gegen Unfall und Anfechtung soweit sicher, als dies irgend mit den berechtigten Interessen der Gesammtbeit vereinbar ist. Temperatur der Lahn und Luft nach Reoumur gemeffen am 23.*3unt, MittoaS zwischen 11 und 12 Uhr: Wafs-r 16, Lust 16°. Rubsamen'sche Badeanstalt. .. * sl £anö« unO DoUsuMrtbicbaft WtHm, 23. Juni. Markfericht. Auf dem heutige» Äockchvaikt kostete: Butter pr. Pld. X 0,80—1,05, Hühnereier rn.S SU 2 St. 10-114- Enteneier 6 4, 2 St 0 4- Gänse, der :».8t (0—00 4, Käse pr. St. 5—11 4, Käsematte pr. St. 3 4 itbhe ir. Liter 17 4 Linsen pr. Liter dO 4. Tauben pr. Paar X 0.1)1 b« 0,80, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,20, Hahnen pr. ®tüd X O.')> 1,30, Enten pr. Stück X 1,60-2,00, Gänse pr. Pfund X 0,00, Ochsenfldsch pr. Psd. 70 — 74 4 , 5kuhr und Rindfleisch pr. i.M 61—68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bis 66 4, Schweine- fleisc«, balzen, pr. Pld. 7(> 4, Kalbfleisch pr. Psd. 60-10 4, Hairrpillelfch pr. Pfd. 60—70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.50 btt ischt«. lk, :utn« 2 'l'Ulllij ! l‘b M llltlll im Seiden-Damaste Mk. 1.35 bis 18.65 p. Met. - sowie schwarze, weiße und farb'ge Arn*»' derg-Seid« !von 60 Pf. di« Mk. 18.65 p. M. Ium. K l btt ISjahr: von tintm Ist Bti bim 4,6 Stoch.. rrstSrt. dit Tisch k vin jangtr j- nt. Dit I 1 btn Abjchic; tnkmalS bilte an welch»'! : Burscht TenTN JD , ult 5? lhlvtt . rinti 1 ui in iu Infolge W: »mkowih e>- ’ ad, wobri iji zur UnltntL^ it lebtnlgti^- ii, ^tute Arena Nfr: NinoS 8* Etwa 6000 V- trft prunfeoü wj ui PeterSbaik'L , StadtzeiMl' Hlitzlchlii'-" ;bt D°'s s btn B°d-a tbei von V# - K - *2 bbtt9nfi4‘in,. 1b ^intanf'J aus 1896. 5805 5811 OSwaldsgarten. 5509 Fabrikpreisen E. Bloedner, Srilrrswkg. und 5806 uns auf sind bei Juli Uhr, und zur vor- bis uns !var Stadtbauaml. Schmandt. e o"6D 5 5 4? a. B~ Maurerarbeit, Schreinerarbeit, Weißbinderarbeit Pflasterarbeit folleihi E iendtag den einziMchen. 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Juni 1S96: r ü h c -s J17 i(i (rt r=(£ o 11 r e rl auSgeführt von der Capelle des Dockenheimer Husaren-Negimenl, fl | i unter persönlicher Leitung ihres Capellmeisters Herrn E. vet:. Anfang 7 Uhr Abends. <£nbc nach II Ihr Gntr^ e 40 Pfg. I.«. Mtufth Ä empfiedlt seine Ein tüchtiger Junge kann in die Lehre treten bei Installateur lp. Walter, 5808_____________KavlanSgasse 23. Rlircphp 0