Ws l«h«f V0Wich 'S 25 < ick, »weg 4 -Qg Giessen. AeidmWne D.R.P, 86382 8148 lös«- sofort brnuht werden, trllrtion keinen Reparaturen 1 1 ff® le » • Ul ntten, al8 die conyMttn -ÄeM.__ ,? mechanische Thitigkett bti jtaiS zu empfehlen- , NevM 78. tut AastHU i einige Tage aus ,r Uj Hunyadi ] UNTER A.BSO- KOE^dGLKH REICHS ANSTALT —"*Ä- werdest ßitter*asser’ ■ ' Z Quellen » vOin inC and die Jue“1, m Grunde su« rorden- 89,6 ssv' „„flherfl?! «r 250 GMes Blatt. Freitag dm 23 October 1896 Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AamikienSkälter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. ießcnct Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Vierteljähriger Abonnemcntsprets: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Avers Gieszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage; Gießener AamittenbtäLter. Deutsche» Reich. Frankfurt a. M., 20. October. Die Socialdemokraren -richteten an Regierung und Kammer eine Eingabe um Er« Weiterung des Gemeindewahlrechts und ersuchten die Stadtverordneten um Unterstützung. Diese aber be- schlossen auf Antrag der Nationalliberalen m't 25 gegen 20 Stimmen Uebergang zur Tagesordnung. £§<•; ■-* Neueste Nucheichte«»' Wolff» telegraphische» Lorrespondem-Burea«. Berlin, 21. October. Nach Angabe des festgenommenen Mörders des Justizraths Levy, Große, war die That bereits für Samstag früh geplant. Große und Werner wollten unter dem Vorgeöen, Papiere abzuliefern, an der EingangSthür läuten, das öffnende Dienstmädchen niederstoßen, dann das Ehepaar ermorden und den Geldschrank auSrauben. Das Mädchen öffnete nicht,- deshalb wurde die Ausführung auf Sonntag verschoben. Die zwei Aufpaffer sollen den Mördern unbekannt sein. Nachdem Werner und Große in daS Schlafzimmer gedrungen waren, stürzte fich^ Werner auf den Justizrath, Große auf die Ehefrau, wobei er fich die Hand verletzte. Infolge der Hülferufe der Justiz- räthtu flohen die Beiden und trafen sich später im Grünewald, nachdem Große seine Hand auf der Sanitätswache hatte verbinden laffen. Große kehrte am Montag in die mütterliche Wohnung zurück. Der Arzt, der Große verbunden hatte, machte der Criminalpolizet Mittheilung, worauf die Verhaftung erfolgte. Werner treibt fich anscheinend noch im Grünewald umher, woselbst eifrige Nachforschungen gehalten werden. Die beiden Anderen will Große nicht wieder- gesehen haben. Berlin, 21. October. Dem „Berl. Localanz." zufolge sandte der Arzt, welcher dem Mörder des Justizraths Äevh, Große, die Hand verband, Großes Mutter die Rechnung,- die Mutter sprach den ersten Verdacht au» und veranlaßte den Arzt, Anzeige zu erstatten. Vor seiner Ablieferung durch den Bruder versuchte Große vergeblich fich aus dem Fenster zu stürzen. Berlin, 21. October. Der Colonialrath erledigte heute die Berathung der oftafrikanischen Laudfrage. Die Vorschriften in der Verordnung deS Gouverneurs, die den Schutz der Eingeborenen bei der Schaffung eines Kronlandes betreffen, wurden angenommen, dagegen der übrige Theil der Verordnung nicht gebilligt, vielmehr gegen eine Stimme be- fchloffen, daß wirthschaftlichen Unternehmungen alle thunlichen Erleichterungen zu gewähren seien. Der Gouverneur soll eveut. für die Ueberlaffung als Kronland von einem Kauf- pder Pachtprets absehen, bei Ueberlaffung des Grundeigen- thumS soll die in dem Entwürfe vorgesehene Ausdehnung von 100 Hectar erheblich überschritten werden. Hamburg, 21. October. In der heutigen Aufsichtsraths- sitzung der Brasilianischen Bank für Deutschland wurde beschlossen, die Dividende für daS am 30. Juni abgelaufene halbe Geschäftsjahr mit 6 pCt., also im Verhaltniß mit 12pCt. für da» Jahr, in Vorschlag zu bringen und außerdem erhebliche Rückstellungen für die laufenden Angelegenheiten zu machen. vndapest, 21. October. Die Meldungen verschiedener Blätter über blutige Wahlausschreitungen haben bisher oon keiner Sette eine amtliche Bestätigung gefunden. Nach Meldungen der Blätter aus Neusohl, Jglau und auch aus einigen Orten des Jselburger ComitateS ist die slovaktsche Bevölkerung durch die Agitation der Bolkspartei, die ihre Hetzereien fortsetzt, uuterwühlt. ES find Schlägereien vor- gekommen und nach einigen Dörfern wurde Militär entsandt. Die vorgekommenen Ausschreitungen hatten bisher weder einen größeren Umfang noch einen blutigeren Charakter. Vari, 21. Oktober. Prinzessin Helene von Montenegro, begleitet von dem Herzog von Genua als Vertreter des Königs, und der Prinz von Neapel verließen die „Savoia" um 10 Uhr 20 Minuten und begaben sich unter lebhaften Kundgebungen der Volksmenge im Hof- wagen nach der St. NikolanSKirche, wo der Uebertritt der Prinzessin zur katholischen Kirche stattfindet. Fürst Rikita, Prinzessin Anna von Montenegro und Prinz Mirko, sowie das Gefolge der montenegrinischen Herrschaften blieben an Bord der Savoia- die Herrschaften werden sich erst Abends an Land begeben und um 10 Uhr 30 Minuten nach Rom abretsen. Bari, 21. Oktober. In der Kirche St. Nicolaus legte heute Priuzesfin Helene von Montenegro in Gegenwart des Herzogs von Genua, de» Prinzen von Neapel und der italienischen und montenegrinischen Minister daS katholische GlaubenSbekenntniß ab. An der Kirchenthür wurden die Fürstlichkeiten von dem Monsignore Targgt und der ge- sammten Geistlichkeit empfangen. Nach dem Uebertritt wurden feierliche Messen gelesen und Artilleriesalven gelöst. Nach der Feier begaben fich die Fürstlichkeiten an Bord der „Savoia". Die Menge brachte enthufiastische Huldigungen dar. Madrid, 21. October. Eine Depesche aus Manila bringt die Nachricht, daß die 3. Strafcompagnie meuterte und ins Gebtrg entfloh,- sie wurde verfolgt und geschlagen, wobei sie zahlreiche Verluste erlitt. Kopenhagen, 21. October. Wegen eines Falles von Maul- und Klauenseuche in Nebellunde auf der Insel Laaland hat der LandwirthschaftSminister heute ein Verbot der BtehauSfnhr aus Laaland nach dem AuSkande und den übrigen Thetlen des Landes erlassen. Petersburg, 21. October. Abends ist die Newa infolge heftigen SüdwestwindeS stark gestiegen und steigt weiter. Die Bevölkerung ist wegen UeberschwemmungSgefahr durch Signal gewarnt. Depeschen be» Bnrear Berlin, 21. October. Der Präfident des Reichstags, Freiherr von Buol-Bereuberg, hat, wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, dessen 120. Plenarsitzung, die erste nach der Vertagung, auf Dienstag den 10. November, Nachmittags 2 Uhr, anberaumt und die zweite Berathung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend Aenderungen und Ergänzungen des GerichtSverfaffungSgesetzeS und der Strafproceßordnung, auf die Tagesordnung gesetzt. Berlin, 21. October. ES bestätigt fich der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge, daß die Vorarbeiten zu einer Land- gmeinde- und Städte - Ordnung für Hessen- Nassau soweit gediehen find, um deren Vorlegung im Landtage erwarten zu dürfen. Berlin, 21. October. Die heutige Nummer der „Staats- bürger-Zeirung" ist wegen des Leitartikels mit der lieber* schrift: „Zum Capitel: Osficiöse Preßmißwirthschaft" con- fiSeirt worden. Wie wir hören, wird in dem Artikel eine Beleidigung des StaatSsecretärS Freiherrn von Marschall gefunden. Berlin, 21. October. Wie der „Local-Anzeiger" erfährt, ist eine für Berlin wichtige Entdeckung gewacht worden. ES wurde ein Schriftstück aus dem 15. Jahrhundert aufgefunden, durch welches bewiesen werden soll, daß der größte Theil deS SchloßplatzeS, der Schloßsreiheit und der Umgebung deS Schlosses bis tief in den Lustgarten hinein nicht Eigenthum der Stadt, sondern Eigenthum der Krone ist. Berlin, 21. October. In der Mordaffaire Levy wird noch gemeldet: Große sollte nach Verabredung Frau Levy ermorden, die er dadurch nur unbedeutend verletzte, daß er sich beim Zustoßen die eigene Hand durchbohrte. Durch den Arzt, welcher Große einen Verband anlegte, wurde der Polizei Mittheilung gemacht. In später Nachtstunde wurde im Polizeipräsidium ein junger Bursche eingeliefert, der als einer der Helfershelfer am Morde bezeichnet wurde. — Die Beisetzung des Ermordeten erfolgte heute Nachmittag. Wie verlautet, hat der Vorstand der jüdischen Gemeinde beschlossen, denselben in einem Ehrengrabe betzusetzen. Berlin, 21. October. Die eifrigen Bemühungen der Criminalpolizet, den Anstifter und Miffethäter bei der Ermordung deS Justizraths Levy, den Schreiber Bruno Werner, aufzufinden, find bis heute Vormittag ohne Erfolg geblieben. Berlin, 21. October. Ein Mitarbeiter deS „Kleinen Journals" hatte in Wiesbaden eine Unterredung mit einem Herrn aus dem Gefolge des rusfischen Kaiser». Diese hochstehende russische Persönlichkeit, welche an der Tafel im Schlosse theilnahm, bemerkte unter Anderem, daß sie, obgleich seit längerer Zett in Begleitung deS verstorbenen Zaren, niemals zwischen dem russischen und dem deutschen KaiseB vorher einen so überaus herzlichen Verkehr gesehen habe, wie jetzt. Wenn auch der gestrige Tag scheinbar nur einem Familienbesuch gewidmet war, so bedeute er doch vor Allem den Frieden. Frankfurt a. M., 21. October. Aus Paris wird der „Frkfr. Ztg." relegraphtrt: Einzelne Blätter suchen in der deutlichen Verstimmung Über die Monarchenbegegnungen in Darmstadt und Wiesbaden und aus den Neben- umständen möglichst ungünstige Schlüsse auf daS Verhältniß zwischen den beiden Kaisern zu ziehen. Cornelh hingegen verweist im „0 au lote" auf dos Kindische dieser Auffassung und schreibt: Man leistet der öffentlichen Meinung einen schlechten Dienst, wenn man im Volke daS Vorurtheil verbreitet, Der Zar habe fich während seines Aufenthaltes in Frankreich gewisse Rancüneu angeeignet und werde, um sich Frankreich angenehm zu machen, fich unhöflich gegen dessen Rivalen benehmen. Wir können nicht behaupten, daß die französisch-russische Freundschaft eine Friedensbürgschaft sei, wenn wir zugleich wünschen, unser erlauchter Freund soll den europäischen Frieden durch einen Druck mit Deutschland befestigen. Die traditionelle Höflichkeit zwischen Rußland und Deutschland dürfte unS nur dann mißfallen, wenn wir ernstlich einen Krieg wünschen. Frankfurt a. M., 21. October. Meldungen der „Frkfr. Ztg." au» Straßburg besagen, daß mehrere LandeStheile von Ueberschwemmungen heimgesucht worden find. Die Flüsse Jll, Mosel und Saar find ans ihren Ufern getreten. Der Schaden ist nicht bedeutend. — Einem weiteren Tele- gramm der „Frkfr. Ztg." zu Folge find vier Unter- offziere von dem tn Metz garnisonirenden 8. Fußartillerie- Regiment desertirt. Cronberg, 21. October. Der Kais erliche Extra- zug, welcher aus acht Wagen bestand, traf über Höchst— Bockenheim (ohne Frankfurt zu berühren) um 11 Uhr 20 Min. hier ein. Zum Empfange war Kaiserin Friedrich am Bahnhofe erschienen, außerdem waren noch anwesend, Landrath Dr. Meister, der Magistrat und die Stadtverordneten von Cronberg. Nach herzlicher Begrüßung fuhren die Herrschasten durch Cronberg nach Schloß FrtedrichShof. Die Stadt ist reich geschmückt. Sämmtliche Vereine, sowie die Schulen haben Spalier gebildet. Im Gefolge des Kaiser» befand fich der Wirkl. Geheime Cabinetsrath Dr. v. LucanuS, die General-Adjutanten v. Bülow und v. Pässen, Hofmarschall Freiherr v. Egloffstein, Generalarzt Professor Dr. Leuthold, die Flügel - Adjutanten Oberstlieutenant v. Löwenfeld, Oberstlieutenant Gras Moltke und im Gefolge der Kaiserin Gräfin v. Keller, Gräfin v. Basiewitz und Graf Keller. Cronberg. 21. October. Der FranksurterRosisteN' Verein ließ heute Mittag einen von Hermann Fletsch, Goetheftraße, gelieferten prachtvollen Blumenkorb auf Schloß FrtednchSbof abgeben. Cronberg, 21. October. Der Kaiser verblieb heute Nachmittag im Schloß. Dagegen besuchte die Kaiserin mit der Kaiserin Friedrich den Maler Professor Schrödl, da» alte Schloß und die Stadtkirche, sowie daS Bictoria-Penfionat im Bad Kronthal. Cronberg. 21. October. Die Kaiserin Friedrich reift morgen Vormittag 10 Uhr 30 Min. nach Darmstadt, um dem Zarenpaare einen Besuch abzustatten. vndapest. 21. October. Eine der reichsten Ortschaften deS Torontaler ComitatS, Hatzfeld, steht feit gestern Mittag in Flammen. Triest, 21. October. Gestern Überschwemmte eine Hochfluth die Straßen und Platze. Pari», 21. October. In Südfrankreich herrschen große Ueberschwemmungen. Die Seine ist hach an- geschwollen. Pari«, 21. October, lieber die Lage in Kon- stantivopel und die für den Schutz der öffentlichen Sicherheit getroffenen außerordentlichen Vorkehrungen wird von dort aus auf fast täglich erscheinende Erlasse des Groß Vezirat» in dieser Richtung hingewiesen. Einer dieser Erlasse beschäf- tigt fich mit einer angeblichen Versammlung von zweitausend Armeniern in Varna, welche einen Handstreich in Konstantinopel beschlossen hätten. Darnach sollen bereits Emissäre entsendet sein, die zum Theil über Rußland, zum Theil auf directem Wege nach der Hauptstadt kommen wollen. Diese Emissäre sollen anständig gekleidet sein und voraussichtlich in euro- päischen Hotels abfteigen. Die Richtigkeit dieser Information wird jedoch allseitig bezweifelt, trotzdem man iürklscherseils behauptet, daß bereit» zwei solcher verkleideter Armenier bei ihrer Ankunft in Konstantinopel erkannt und verhaftet worden seien. Loudon, 21. October. Hier und in den Provinzstädten finden große Kundgebungen zur Feier deS 91. Gedenktages der Schlacht von Trafalgar statt. Die Blätter fordern daS Volk auf, fich an diesen Kundgebungen zu be- theiligen, ohne indeß Frankreich zu nahe zu treten. Die Feier solle nicht gegen Frankreich gerichtet sein. Die „Morning Post" verlangt gleichzeitig Verstärkung der Flotte, damit sie in allen Fallen der rusfischen und französischen gewachsen sei. Konstantinopel, 21. October. Wie verlautet, bereiten fich hier wieder ernste Ereignisse vor. Die türkische Bevölkerung befindet fich in großer Aufregung durch die Gerüchte, daß die Armenier ein Attentat auf die russische Botschaft planen. Die Aufregung wird noch genährt durch fortdauernde Verhaftungen von Armeniern. Polizei und Militärbehörden treffen uwfaffende Sicherheitsmaßregeln. Biele kretenstsche Familien rüsten sich zur Abreise. Berlin. 22. October. Dem „Berl. Tagebl.- wird aus Petersburg gemeldet, daß dort verlautet, der Zar habe während seines Besuches in Balmoral den Wunsch anS- gesprochen, daß der Londoner Botschafter Baron v. St aal die Leitung des Ministeriums deS Aeußeren übernehmen möchte. Es gilt jetzt als wahrscheinlich, daß Baron v. Staal diesem dringenden Wunsche deS Zaren gegenüber, die Bedenken, welche er wegen des Klima Wechsels hatte, werde zurücktreten laffeu. Bekanntlich war Herr von Staal auch schon als Nachfolger GterS in Aussicht genommen. Berlin, 22. October. Aus Deutsch-Süd West Afrika wird gemeldet, baß das Kriegsgericht über den Herero- Häuptling Kariko eine Gefängutßstrafe von zwei Jahren verhängt hat, weil er fick bei den letzten Unruhen auf die Seite der Aufrührer gestellt hatte. Cronberg i. T., 22. October. Das Kaiserpaar ist gestern Abend 91/? Uhr nach dem Neuen PalaiS in Potsdam abgereist. Die Ankunft auf der Wildparkftatiou erfolgt früh 8 Uhr. Rom, 22. October. Der gestrige Mtnisterrath stellte endgültig die Senatorenliste auf, welche er zur Ernennung unter dem Hinweis darauf vorschlug, daß der Commaodeur Astengo darunter sei, welcher s. Zt. die Untersuchung gegen CriSpi veranlaßte. Vari. 22. October. Der Kronprinz von Italien hielt gestern Abend Empfang in der Präfectur ab. Die Prinzessin Helene hatte auf der „Savoya" Damen-Empfang. Die Illumination ist bet schönem Wetter glänzend verlaufen. Um 9!/4 Uhr verließ das Brautpaar daS Schiff und begab sich zum Bahnhof. Die Abfahrt erfolgte um 10 Uhr unter stürmischem Jubel des Volkes. In Foggia trennt sich der Kronprinz von seiner Braut. G. Darmstadt. 22. October. Die Kaiserin Friedrich ist hier eingetroffen, von dem Kaiser und der Kaiserin von Rußland, dem Großherzoglichen Paare, dem Großfürsten Sergiu- und Gemahlin empfangen. Die Herrschaften fuhren in offenen Wagen vom Bahnhöfe zum Palais. WB. Freiburg. 22. October. Erzbischof RooS ist heute Vormittag gestorben. Zur Reichstagswahl. Auch außerhalb Gießens nimmt die Agitation für die am 6. November anstehende Nachwahl zum Reichstag seitens der freisinnigen Partei ihren lebhaften und erfolgreichen Fortgang. Der Candidat dieser Partei, Herr Professor Dr. Stengel, wirbt dabet in unermüdlicher Weise mit, indem er tagtäglich an einem anderen Orte des Wahlkreises sein Programm entwickelt und durch sein ruhiges und bestimmtes Auftreten die Sympathie der Wähler gewinnt. So haben neuerdings Versammlungen stattgefunden in Groß- Linden, Lang-Göns, Reiskirchen, Niederohwen, Groß Buseck, Nidda, Ortenberg, Echzell, Berstadt, in denen der Candidat, unterstützt von verschiedenen anderen Parteifreunden au- Gießen, zu zahlreichen Wählern gesprochen hat. Insbesondere lebhaften Beifall ernteten seine Ausführungen in Reiskirchen, Nidda, Ortenberg und Berstadt. In letzterem Orte sollte nach einer recht verworrenen Zuschrift in der Offenbacher antisemitischen Zeitung der Freisinn gänzlich erloschen sein. Um so bedeutsamer war die warme Zustimmung, welche den freisinnigen Rednern hier zu Theil wurde und das schwache Echo, welches die entgegengesetzten Ausführungen eines Antisemiten fanden. In Lang-GönS, der ehemaligen Hochburg der Antisemiten, wurde der Vortrag deS Caudidaten mit Ruhe und Jntereffe angehört und als dieser zum Schluffe einigen jungen Störenfrieden mit ernsten und kräftigen Worten ins Gewiffen redete, brachen die zahlreichen älteren Einwohner in lebhafte- Bravo aus. Aus alle dem ergibt sich, daß die antisemitische Hoch- fluth in unserem Wahlkreis in schnellem Rückgang befindlich ist. Der frühere Enthusiasmus ist vorbei, die ehemalige Zuversicht geschwunden. Nächsten Sonntag soll zwar eine Bertrauensmänner-Berfammlung den Anhängern dieser Partei neuen Muth einflößen. Herr Zimmermann wird da wieder die alten Register ziehen und die Herren Bindewald und Hirsch el werden ihn mit großsprecherischen Reden unterstützen, doch die Wähler dürften wohl sagen: „Die Worte hör' ich wohl, allein eß fehlt der Glaube." — Ganz besonders wird der Glauben fehlen, daß Herr Köhler, der im Reichstage bei 46 namentlichen Abstimmungen nur sieben Mal anwesend war, der geeignete Vertreter sei für den 1. hessischen Reichstagswahlkreis, ganz abgesehen davon, daß er seinen Wählern Versprechungen gemacht hat, sie aber nicht gehalten hat. Cocoks rrnd protHnjkttef. Gieße», den 22. October. • * Distrietseinnehmerei. Se. Königl. Hoheit der Groß- herzog haben Allergnädigst geruht, den District-einnehmer der DistrictSeinnehmerei Lampertheim Johannes Wacker in gleicher Dienft-Eigenschaft in die DiftrictS-Einnehmerei Gießen I zu versetzen. • • Militärisches. Herr Auditeur Wolf, soweit unS bekannt ein geborener Gießener, wurde tu das Kriegs- Ministerium nach Berlin berufen. • • Fahneneid. Heute Vormittag fand die Vereidt- gung der am 13. d. M. eingetretenen Rekruten in üblicher Weife in der Stadtkirche statt. ** ReichStagSwahl. Der Nationalliberale Verein beschloß in seiner letzten Generalversammlung, den früheren Candidaten der Partei, Herrn GutSpächter Earl Metnert zu Hammerhof, früher in ConradSdorf, für die demnächstige ReichStagSwahl wieder aufzuftellen. e* Vortrag. Wir machen au dieser Stelle nochmals darauf aufmerksam, daß morgen Freitag, Abends 8 Uhr, Herr Dr. Müller im großen Saale in „Steins Garten" über die hochinteressante brennende Frage: te6t e s einen Gott?" sprechen wird. ** Ans Veranlassung des Vereins der Gastwirthe von Gieße» und Umgegend hielt gestern Nachmittag im Saale des Hotel Einhorn der Obermeister der Berliner GaftwirthS- Innung, Herr Otto Hartmann, einen Vortrag über: „Die Bestrebungen der Junungeu". Der Redner, welcher Thetlvehmer der Berliner Handwerker-Conferenz gewesen, ist Anhänger der Zwangs Innung. Er hält den Gesetzentwurf, betreffend die Organisation deS Handwerks mit den Verbesserungen, welche die Berliner Handwerker-Conferenz daran vorgenommen, zur Hebung deS Handwerks für erforderlich und im Interesse der freien Gastwtrths-Jnnnngen für erftrebenswerth, weil, wenn auch daS GaftwirthSgewerbe der ZwangSorganifatiou nach dem vorliegenden Gesetzentwürfe nicht unterliegen würde, die für dieses Gewerbe gebildeten freien Innungen mit JnSlebentreten des ZwangS-Jnnungs- gesetzeS mannigfache Rechte erhalten, die sie heute nicht besitzen, z. B. das Recht der eigenen Krankenkaffenbildung, der Schiedsgerichte für gewerbliche Streitigkeiten. Man müsse eigener Herr im Hause sein, um den verhetzenden Bestrebungen der Socialdemokratie einen Riegel vorzuschieben. Der Redner erklärte, daß er Anhänger des Befähigungsnachweises sei, denn eö gehe nicht mehr gut an, daß Derjenige, der das WirthSgewerbe nicht gelernt habe, dasselbe auszuüben berechtigt sein darf. Das Gewerbe sei augenblicklich überfüllt. ES sei ja auch nur eine Frage der Zeit, dann würden die Verhältnisse dazu drängen, daß auch hierin Wandel geschaffen werde, und wenn erst die Innungs-Organisation durch Gesetz durchgesührt, dann käme der Befähigung-- nachweis ganz allein. Aus der Debatte ging hervor, daß die hiesigen Gastwirthe von der geplanten Organisation deS Handwerks nichts wissen wollen, besonders wurde dem Vortragenden erklärt, daß der Befähigungsnachweis ein überlebter Standpunkt fei, die Probe, wie viele der Anwesenden das GaftwirthSgewerbe practisch erlernt, ergab, daß von 40 nur 4 practisch gelernt hätten. Die Versammlung nahm zum Schluß folgende Resolution eimsttmmig an: „Die heute im Saale des Hotel Einhorn tagende außerordentliche General- Versammlung des Vereins der Gastwirthe von Gießen und Umgegend erkennt an, daß die AuSiührungen des Obermeisters Hartmann-Berlin bezüglich der Bestrebungen für freie Innungen vollständig berechtigt seien und stehl denselben besonders in Bezug auf die Krankenkassen und Schiedsgerichte sympathisch gegenüber und wird dieselben im weiteren Verlaufe der Verbandsberathungen eingehend erörtern." ** Die Strafkammer verhandelte die ihr zur nochmaligen Verhandlung vom Reichsgericht überwiesene Strafsache gegen Thekla Wittmann wegen KtndeSmord und kam zu dem gleichen Urtheil wie vorher. Die Angeklagte erhielt zwei Jahre sechs Monat Gefängniß unter Anrechnung von drei Monat für die erlittene Untersuchungshaft. •• Selbstmord. Vor einigen Tagen wurde am Lahnufer in der Nähe des Felsens ein Hut gefunden, in welchem sich die Legitimationspapiere des Dienstknechts Wilh. Fatum aus Lindenstruth, sowie ein Portemonnaie mit Geld befanden. Fatum halte an diesem Tage seinen Dienst in Krofdorf verlassen, um beim Militär einzutreten, wozu er aber nie große Luft gezeigt hatte. Nach mehrmaligem Absuchen der Lahn fand man gestern seine Leiche in der Nähe der Stelle, wo anch die Effecten gefunden worden waren. Selbstmord liegt vor. •• Zwei obdachlose jugendliche Ausreißer aus Cassel, 15jährige Jungens, wurden vorgestern hier angehalten. Das Lesen von Jndianergeschichten hatte dieselben zu einer Reise veranlaßt. Wie der eine in einem Brief an feine Eltern schrieb, habe eine unsichtbare Macht sie fortgezogen. Der eine wurde von seiner Mutter abgeholt, während der andere nach Cassel dtrigirt wurde. 4~ Ridda, 20. October. ES kommt glücklicherweise selten in unserem Thale vor, daß dem Landwirthe die Beendigung der Ernte-Arbeit und die Bestellung des Feldes durch die Unbilden des Wetters so erschwert wird, wie gegenwärtig. Es stecken nicht allein noch viele Kartoffeln in der Erde, auch die Kornsaat ist nicht vollendet und Weizen fast gar nicht gesäet worden- wer sein Kraut noch draußen hat, dem fault eß auf dem Acker. Trotz der schlechten Witterung begeben sich daher die Leute auf- Feld und holen die Erdgewächse, zumal eben die Zeit keine Besserung erwarten läßt. + Blofeld, 21. October. Unser neugewählter Beigeordneter wurde gestern als Stellvertreter deS Grohh. Standesbeamten dahier verpflichtet. □ Rieder Semunden, 21. October. Am verflossenen Samstag fand im Södler'schen Gasthause hier die Herbst- conferenz der Lehrer des Bezirks Nieder Gemünden unter dem Vorsitze des Herrn KreiSschulinspector MatheS aus Alsfeld statt. Um 11 Uhr eröffnete der Vorsitzende die Conferenz mit einer Begrüßung der Erschienenen. Rach verschiedenen amtlichen Mittheilungen übergab er Herrn Lehrer Strack aus Ruppertenrod das Wort zu dem auf der Tagesordnung stehenden Referat: „Der Auffatzunterricht in seiner Beziehung zu den anderen Disciplinen." Referent führte aus, wie der Aufsatz in den drei ersten Schuljahren vorbereitet werden müsse, wie er eine Centrale deS gesammten Unterrichtes sei und wie er seinen Stoff auS den übrigen Disciplinen zu schöpfen habe. Hieran schloß sich die Feststellung deS Lehrplans für die Fortbildungsschule und die Bekanntgabe der Einthellung der Leserkreise der KreiS- Lehrer-Bibliothek durch den Vorsitzenden. Nach Feststellung der Tagesordnung für die nächste Conferenz schloß Herr KreiS-Schulinspector MatheS den amtlichen Theil der Con- I ferenj, dem eine gemeinsame Mittagstafel und schön der- laufender gewüthlicher Theil sich anreihten. Hainbach. 19. October. Heute Nachmittag fand die Beerdigung deS Landtagsabgeordneten Pf an n stiel auf dem alten Friedhöfe hier statt. Trotz der recht ungünstigen Witterung war die Dttheiligung an dem Leichenbegängniß aus allen Schichten der Bevölkerung eine überaus starke. In de« Zuge bemerkten wir den Vertreter des KreiSawtS, Großh. Kreisamtmann Hamann, verschiedene College« des Dahingeschiedenen auS den letzten Landtagen, darunter die Herren Guntrum, Hechler, Schönfeld und Dr. Vogt, sowie weiter eine größere Anzahl von Beamten, Bürgermeistern, Lehrern und insbesondere auch von Landwirthen auS Nah und Fern. An dem offenen Grabe hielt Herr Pfarrer Heuser eine die Anwesenden tief ergreifende Grabrede, worin er den echt christlichen Sinn deS Entschlafenen rühmend hervorhob, diesen als daS Muster eines tüchtigen Gatten und Familienvaters pries, seine großen Verdienste um die Landwirthschaft erwähnte und seiner segensreichen Wirksamkeit als Mitglied deS KreiSauSschusses und als langjähriger LandtagSabgeord- neter gedachte. Als Vertreter der nationalliberalen Partei widmete Herr RegieruvgSrath Hechler von Darmstadt dem dahingeschiedenen Collegen einen diesen ehrenden warmen Nachruf und legte NamenS der nationalliberalen Fraction der Zweiten Kammer einen prachtvollen Lorberkranz am Grabe nieder, mit der Versicherung, daß die Fraction das Andenken deS Verstorbenen stets in hohen Ehren halten werde. Ihm schloß sich Herr KreiSrath Schönfeld an, der im Namen der dem Verstorbenen näher gestandenen Landtagsabgeordneten aus der Provinz Oberhessen ebenfalls einen Kranz an der Gruft niederlegte. Weitere Kränze wurden noch von Herrn Lehrer Hunergard Namens des Kreis - Lehrervereins und von Herrn Bürgermeister Repp im Auftrage der Stadt Homberg, der Gemeinden des OhmthalS und deS Eisenbahn- ComitöS gespendet. Tief ergriffen verließen die Freunde des Entschlafenen die Grabstätte, in dem Bewußtsein, einem Ehrenmann in deS Wortes vollster Bedeutung, einem Mann von echtem Schrot und Korn die letzte Ehre erwiese» zu haben. Möge ihm die Erde leicht sein! Drmst. Ztg. x Ulrichstein, 21. October. Nachdem erst in voriger Woche zu Kölzenhain eine Hofraithe durch Selbstentzündung allzu feuchten Grummets in Asche sank, ist wiederum eine Hofraithe in unserem Kreise auS gleicher Ursaqe ein Opfer der Flammen geworden. In dem benachbarten Lang- wasser brach gestern in der Scheuer des Landwirth Stein Feuer aus, welches sich über das ganze Anwesen verbreitete und dieses in Asche legte. Diese beiden Brände mahnen zur Vorsicht, um da, wo feuchtes Grummet in die Scheuer gebracht worden ist, ähnliche Schadenfeuer zu vermeiden. Sicher geht doch ein Grummethaufen nicht ganz plötzlich in Selbstentzündung über, sondern zeigt dieses mögliche Eintreten durch hochgradige Erwärmung an. Hüten muß man sich dabei sehr vor einem Auflockern der allenfalls erhitzten Grummethaufen; denn dadurch würde man der Luft Zutritt verschaffen und daß, waß man vermeiden wollte, erst recht Hervorrufen. -h- Darmstadt, 21. October. Daß Wintersemester der Großh. Technischen Hochschule hat am 20. October begonnen. Auß dem im Programm der Technischen Hochschule veröffentlichten Vorlesungßverzeichniß heben wir die nachstehenden Fächer von allgemeinerem Interesse hervor. Allgemein bildende Gegenstände: Neuere deutsche Litteraturgeschichte (Prof. Dr. Haruack), Geschichte deß Zeit- alters der Renaissance (Derselbe). Colloquium über Goethe'sche Prosaschriften (Derselbe). Colloquium über Themata auß der neueren Geschichte (Derselbe). Entwickelung der neueren deutschen Literatur feit den Freiheitßkriegen (Prof. Dr. Löbell). Allgemeine Kunstgeschichte (Geh. Hofrath Prof. Dr. Schaefer). Montag und Freitag 5—6 Uhr: Erste Entwickelung der Kunst des christlichen Mittelalters- Geschichte der bildenden Kunst im karolingischen Zeitalter, in der romanischen und gothischen Epoche. — Aesthetik der bildenden Künste (Prof. Dr. Adamy). Geschichte der Ausgrabungen und ihre Ergebnisse (Privatdocent Dr. Noack). Griechische Architectur (Derselbe). Logik (Prof. Dr. Graefe). Grundzüge der Rechtswissenschaft (Landgerichtsrath Dr. Best). Grundzüge der VolkSwirthschaftSlehre (Privatdocent Dr. Mamroth). Englische Sprache (Prof. Dr. Hangen), Französische Sprache (Derselbe). Geschichte deutscher Sprache (Major v. Pfister), Russische Sprache (Derselbe), Geschichte der Waffentechmk (Derselbe).— Naturwissenschaften: Experimental - Physik (Prof. Dr. Schering). Elemente der Elektrotechnik (Geh. Hofrath Prof. Dr. Rittler). Elemente der anorganischen Chemie (Geh. Hofrath Prof. Dr. Staedel). Elektrochemie (Prof. Dr. Dieffenbach), Chemische Technologie (Derselbe). Mineralogie und Gesteinßlehre (Geh. Hofrath Prof. Dr. Lepfiuß), Geologie (Derselbe). Mineralogie für Chemiker (Prof. Dr. Cheliuß). Einführung in die Photographie (Privatdocent Dr. Klemm). Botanik (Prof. Dr. Schenck), Botanische Hebungen (Derselbe). Zoologie: Wirbelthiere (Prof. Dr. v. Koch). Pharmacognofie (Obermedicinalrath Kraußer). — Darstellende Künste: Zeichnen und Malen (Prof. A. Noack). Zeichnen und Entwerfen von Ornamenten (Lehrer Varnefi), Ornamentzeichnen (Derselbe). Jnnen-Decoratioven (Prof. Wickop), Angewandte Perspective (Derselbe). Modelliren von Ornamenten (Lehrer Varnefi). Bauzeichnen (Veh. Dau- rath Prof. Marx). Außerdem finden practische Hebungen in den Laboratorien der Hochschule und zwar im physikalischen, im elektrotechnischen, im chemischen, im chemisch-technischen und elektrochemischen sowie im mineralogischen Laboratorium statt. Die Zeit für die einzelnen HnterrichtSfächer kann aus dem im Erdgeschoß des Hauptgebäudes auSgehangten Stundenplan entnommen werden. Exemplare deS Programms find vom ©ecretariat der Technischen Hochschule (Hochschulstraße) erhältlich. Wir machen darauf aufmerksam, daß der Besuch einzelner Vorlesungen und Hebungen nach freier Wahl auch solchen Männern ermöglicht ist, welche bereits in einem LebenSberuf thätig find. Dieselben find nach Zulassung durch fx ^nffutt a.y Id)»inbei, dessen ' «folgte, be1 Landgerichts, SV? botl und di SS?1 $ fltmelnft ÄVfl,ntn M Jedermann, ier '"geschriebenen Prei '"» echtem Gold ni ^»"gesetzt, daß „ «ector W § rechnete--) °9 Watdoceot v • pH-; Karge» und gopaisstl/ iitr et* ®4laJ: bt«. ®i'«* L,in 1550 1 i«t, dir l'l* >u einer fltnnfitn l lebhaft applaadilt. △ Vainr. 21 rirfrSfüt die 1900, Geh. Regier heute hier unter bi bezüglich der erwäl rheinischen Fabrik, ergangener Einladu von Bingen, Frank Sach o. M, WieSbc halten. Der Reiche bisher Über die AuS breitete sich dabei ei rollectivauSstellung, Hrämilrung ufw. I Versammlung eine 1 Intlon an, dahin g regiernng ihre Bet' lärmt gegeben hat, stellung unter aller solche Industrie >E sollen, welche der Nach Erledigung l Jutzi-Darmstadt der Arbeiter-Versi verttetend, daß die bett. verficherungSi Mainz, 19. j man: Wie jebti 5 IMUmunb bereits ( wenig anjleljenben 9la Dem Wortlaute nach t °ur aber, daß er sich i° prächtig entwickelt, schlucken. - Uebrtger Deiuorten hört, der ziemlich hohe Mostget Wahlkreise Bonners SW, Jobbern h. °C/ bon *■ < 3. Ott . ZrK's 9jeIMe. 98tÖ9afr "’•«« fiatL8"«6 •»» 1 9«ii0e(g' 3» bin >>« “• &' > t'*1« bi, **' :r.Kr »0,l„ ' ” M« Samflftirtint "««6H.fr “ &“ *«* sttÄä » b« '"l «m @,.b, 3’« Io» t«e ani,„t,n b ««, btt t„ Nwm ” ®ankbogJB6gtotbn.t,n «JW Rrati} an dkl '“tb«w« bon Hm, c^-LehlerbereinS und Wrqe -er g,Qbt 15 und des Eisbahn. bi, g,Wt im vrwMrw, tintm -drütung, tlntm Mann ltl Th:r rrwiesk» zu °! Drrnst. Ztg. -chdk« erst In vorig» durch Selbstevtzüvtuvg lsche sank, ist tolebtrum u« gleicher Ursaqe ein btm benachbarlen Lang» des Landtvirth Stein ize Anwesen verbreitete >etden Brände rnahaen nrnrnet in dir Scheuer enseuer zu vermeiden, nicht ganz plötzlich in t dieses mögliche Ein« au. Hüten muß man bti allenfalls erhitzten man der Sufi Zutritt Iben wollte, erst recht 0,6 WtaWHt der hat am 20. Oetober der Technischen Hoch- jkichniß heben wir die trem Interesse hervor, ände: Neuere deutsche f), Geschichte deS Zeit- loqutum überGoethe'sche im über Themata oui lutwickelung der neueren iegeu(Pros.vr.LSbell). ath Pros. Dr. Schaeser). Erste Entwickelung der Geschichte der bildenden n der romanischen und bildenden W (M ■abungen uni ihre Sr- @rW »Wtectur .Je), Srundzüge der J M). ®™W „,1t Dr. M°°«oG Maior v. Pstst"-, * Srperiniental.PMr )”r Elektrotechn» M der anorgau'sch n ntnte Mirocheinie Stoebel). ,06. tneralogle i“ /Privat« •*Ä :biclnÄ 81 u undJ (Mtet ion ^^Decoraüovea je)- b" > Vodeltlli" M*.», Urb»««1" ie« p Mfik-ltsch^' ^Äsch-tech^ , i« d)t8,äorato^'n 806 (ft, SN •b n°4 iiit« in e*A > J>"‘W ten Rector als Hospitanten zum Besuch deS Lesezimmers, -sowie zur Benutzung der allgemeinen Bibliothek der Tech- ntschen Hochschule berechtigt. □ Darmstadt. 21. October. Populär-wissenschaftliche Dorträge von berufener Seite haben in unserer Stadt von jeher ein zahlreiches und aufmerksames sowie dankbares Publikum gefunden. So auch die (auf sechs zusammen be- rechneten) archäologischen Mittwochs Vorträge von Privatdocent Dr. Noack hier. Gr zeigte vor acht Tagen unter Zuhilfenahme der besten betreffenden Karten und von SkioptikonS-Bildern die neuen Niederlassungen, die nacheinander an der Stätte des alten Troja, jetzt Hissarlik, bestanden und legte dar, nach Schliemanns und Döpfelds Unternehmungen, daß die sechste Stadt das homerische Jlian ist. Heute führte er die Zuhörer zu den mykenät- scheu Burgen und Palästen in TtryuS, Mhkenä und im Kopaissel, die alle der mhkenäischen Zeit augehören, über welchen den Hauptaufschluß die durch Schliemann u. A. entdeckten Schlacht- und Kuppelgräber der Fürstengeschlechter geben. Die Blüthezeit der Cultur MhkenäS ist zwischen den Jahren 1550 und 1150 vor Christus zu suchen- einige Ele- mente der griechischen Baukunst, Säulen usw. liegen hier bis zu einer gewissen Entwickelung vor. Der Vortrag wurde lebhaft applaudirt. A Mainz, 21. October. In Anwesenheit des Reichs- commissärs für die Pariser Weltausstellung im Jahre 1900, Geh. RegierungSrath Dr. Richter von Berlin, fand heute hier unter dem Vorsitz deS Herrn Dr. Beck-Biebrich bezüglich der erwähnten Ausstellung eine Sitzung des mittel- rheinischen Fabrikantenvereins statt, zu welcher sich in Folge ergangener Einladung auch Vertreter der Handelskammern von Bingen, Frankfurt a. M., Coblenz, Mannheim, Offenbach a. M., Wiesbaden, Heidelberg und Mainz eingefunden hatten. Der ReichScommtssär erörterte des Längeren die bisher über die Ausstellung bekannten Bestimmungen und verbreitete sich dabei eingehend über die Platzfrage, Einzel- und CollectivauSstellung, Art der auSzustellendeu Erzeugnisse, Prämiirung usw. Nach einer kurzen Discusfion nahm die Versammlung eine von dem Vorstande vorgeschlagene Resolution au, dahin gehend, daß, nachdem die deutsche ReichS- regierung ihre Betheiligung an der Ausstellung osficiell be- könnt gegeben hat, eine ausgiebige Beschickung dieser AuS- stellung unter allen Umstanden angezeigt erscheine und nur solche Industrie-Erzeugnisse Deutschlands ausgestellt werden sollen, welche der deutschen Industrie zur Ehre gereichen. Nach Erledigung dieser Frage sprach noch Herr Secretär- Jutzi- Darmstadt über den Entwurf betr. die Abänderung der Arbeiter-Versicherung-'Gesetze, dabei den Standpunkt vertretend, daß die Eingriffe in die Selbstverwaltung der betr. Versicherungsanstalten entschieden abzulehnen seien. Mainz, 19. October. Aus Rheinhessen berichtet man: Wie jede-Jahr, so wurde auch der 9 6er durch den Volk-mund bereit« getauft und zwar muß er sich mit dem wenig anziehenden Namen „Spautzemännchen" begnügen. Dem Wortlaute nach müßte man ihn also ausspautzen. Hoffen wir aber, daß er sich gleich seinem Bruder von 94 im Fasse so prächtig entwickelt, dann wird man ihn doch gerne hinunter- schluckeu. — Uebrigens ist nach Allem, was man aus den Weiuorteu hört, der 96er besser als sein Ruf- eS find ziemlich hohe Mostgewichte constatirt worden. * Frankfurt a. M., 19. October. Der PreiSräthsel- schwindel, dessen Aufdeckung durch die hiesige Crtminal- polizei erfolgte, beschäftigte heute die Strafkammer deS Landgericht-. Ein gewisser Gustav Höpfner aus Essen erließ von dort und dann von Mühlheim a. d. Ruhr aus im Juli d. I. gemeinschaftlich mit einem Fritz Würz unter falschem Namen Ankündigungen in kleinern Zeitungen, wonach Jedermann, der die richtige Auflösung deS von ihm ausgeschriebenen PreiSräthselS etnsende, eine Rcmontoiruhr, «von echtem Gold nicht zu unterscheiden", erhalten sollte, vorausgesetzt, daß er der Lösung 1 Mk. in Briefmarken für „Versandunkosten" beilege. DeS RäthselS Lösung war sehr leicht, denn eS lautete: „Mein erstes ist ein Bindewort, mein zweites ist ein Geldstück, mein Ganzes ist ein großer Mann, für Deutschland hat er viel gethan." Für katholische Gegenden wurde eS folgendermaßen abgeändert: „Mein erstes treibt Schiffe und Mühlen, meine letzte baut der Adler, mein Ganzes ist ein großer Mann, fürs Centrum hat er viel gethan." Die Auflösungen mit den verlangten Briefmarken liefen sehr zahlreich ein, aber in Düsseldorf, wohin Höpfner von Mühlheim übersiedelte, brannte ihm sein Genosse Würz mit der ganzen Einnahme von 80 Mk. durch. Nun ließ er am 15. August seinen 17 jährigen Bruder Oscar von Essen kommen und zog mit ihm nach Köln, wo er unter dem Namen Bornheimer — in Düsseldorf hatte er sich Leo Bank genannt — neue Anzeigen mit den nämlichen Räthseln erließ. Er erhielt daraufhin über 800 Briefe, wie die Polizei nachträglich feststellen konnte, da er die Briefumschläge nicht vernichtete, sondern sorgfältig verwahrte. Von Köln kam er Anfangs September mit seinem Bruder nach Frankfurt a. M., nannte sich Eduard Marrs und betrieb da- einträgliche Geschäft von hier auS nach Norddeutschland, insbesondere nach Pommern. Die PreiSräthsel lauteten jetzt etwas anders, und als besondern Köder veröffentlichte er auch die Namen von Personen, die angeblich den ausgesetzten erhalten hatten. Als die auf das Treiben aufmerksam gemachte Polizei bei ihm erschien, war das Geschäft im besten Gange, und ganze Bündel von Briefen wurden beschlagnahmt. Für 25 Mk. Briefmarken versteckte er noch rasch im Stiefel und nähte sie dann in seinem Rock ein, wo man sie später entdeckte. Selbstverständlich hat kein einziger Einsender die „von echtem Gold nicht zu unterscheidende" Uhr bekommen. Das Gericht verurtheilte den Schwindler zu drei Jahren Gefängniß. Sein Bruder wurde von der Anklage deS Betrugs fretgesprochen, da ihm eine unmittelbare Betheiligung an dem Treiben des Aelteren nicht nachgewiesen werden konnte. * Hanau, 21. October. Auf der Hanauer Kleinbahn wurde gestern zwischen Langendiebach und RavoldShausen ein Mann auS dortiger Gegend überfahren und getödtet. Der Verunglückte, dessen Leiche gräßlich verstümmelt war, hatte sich in betrunkenem Zustande auf das Geleise gelegt. * Berlin, 19. October. In der Woche vom 10. bis 15. October wurden von und nach Treptow befördert: Auf den Eisenbahnen hin 177 000, zurück 178j500 Personen, auf den Straßenbahnen hin 102 614, zurück 103 168 Personen, auf Sch ffen hin 2172, zurück 820 Personen. In den Hotels, Gasthöfen rc. wurden in der angegebenen Woche 17 200 Fremde beherbergt. • Geestemünde, 19. October. Der Fischdampfer „Grethe" rettete fünf Mann Besatzung des holländischen Schoners „Ida Bovina", mit Holz von Friedrichstadt nach Gröningen unterwegs. Das beschädigte Schiff wurde 110 Seemeilen nördlich von Helgoland hülsloS treibend aufgefunden und hier eingeschleppt. * Wahrheit und Dichtung. Ein Blatt in Stehermark gibt eine Bergfahrt zum Besten, wie sie erzählt wird im Herr^nftübel und im Führerztmmer. „Donnerwetter, meine Herren! War eine schneidige Tour! Fünf Stunden geklettert, Felswände, so steil und glatt wie GlaS! Sehen Sie dies Edelweiß? Ich erblickte es an dem schrecklichsten Abgrunde, kletterte zu — schon halte ich eS in der Hand — da löst sich ein Felsblock — ich schwindle — es wird mir schwarz vor den Augen! In diesem Augenblick reißt mich mein Führer zurück — ich habe ihn königlich belohnt!"-- „Himmel Kreuz-Donner weiter! An solch'n Herrn, wann i no amol krieg', na steck' i mei Handwerk auf! Grod zieh'gn hon ihn müss'n den ganzen Berg aufi, und wo'S a biss'l schiech ganga is, da hätt' i eam am Liebsten glei a Scheuleder füribünd'n vor sei dalket's G'srieS! Und schundt is er g'wen! Koan Biss'n Brod, koa Tröpferl Wei! Um mei' Führerlohn hon i mi rauf'n müss'n — und af d'letzt hat er mir no mei Edelweiß vom Huat obettelt!" CUetaiu* unb ICanft Mvfik-AeitrMO . nnö volk»rs-:thjchaft. Gietzrn, 22. October. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. A 1.00-1.05, Hühnereis pr-St. 0$,2 St. 13-16 H, Enteneier t 2 St > ( H, Gänse- eierpr. St. 00-00 Käse pr.St.6-7H, Käsematte pr. St. 3 A. 2"er 16 Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar 0,b0 bis 0,60, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. Stück ** Iv^O-O.SO, Enten pr. Stück X 1,60—1,70, Gänse pr. Pfund X Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64-68 Schweinefleisch pr. Pfd. 66 dis 66 4, Schweine- ßrisch' gesalzen, pr. Pfd. 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-54 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.50 bis Weißkraut pr. Stück t.'--00 H, Zwiebeln pr. Centner A 4,00—6,00, Milch pr. Liter 16^, Zwetschen pr. Centner A 8—10. „ 21. October. Fruchtmark!. Rother Weizen 14,10, weißer Metzen A 13.90, jtotn A 9 90, Gerste A 7.70, Safer A 5.60. GoLteövtmfi in der Syuagogr. Samstag den 24. October. Vorabend 5 Uhr, Morgens 9 Uhr, Sabbathausgang 6 Uhr. Nachmittags 3 Uhr, Gottesdienst der israelittschen ReNgionsgesellschafi. _ Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Vormittag 8» Uhr, Nach, mittag 3 Uhr, Sabbathausgang 6 Ubr. Nachmittag 2« Uhr SchrifterklLrung. Wehsieingasie 8. Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 5 Uhr- Witterungsbericht vom 21. October. Da- Depressionsgebiet, welches gestern fast ganz Europa bedeckte, weicht langsam in nördlicher Richtung zurück. Sein Haupt-Eentrum liegt heule östlich von Stockholm. Doch ragt von der Nordsee und den biltbschen Inseln über Nordwest Deutschland und F ankreich noch ein sackförmiger Ausläufer niederen Druckes herab, welchem über dem Ernal wieder ein stcundSres Minimum vorgelagert ist. Von Süden und Südosten her ist der Lustdruck gestiegen und haben sich die Unregelmäßigkeiten, welche gestern noch cm Südfuße der Alpen bestanden, ausgeglichen. In Beyern ist eine vorübergehende Besserung eingetreten. In der Pfalz besteht das trübe Wetter fort. Die Temperaluren sind in den größten Theilen Deutschlands erheblich gesunken. voscttrSWchtLiHr Sitimma r Besserung nicht von Dauer, sondern neuerdings unbeständig. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur allgemeinrn Kevntniß gebracht, daß die durch Erlöschen drs MandarS des seitherigen Reichstagsabgeordneten Köhler er- forderlich gewordene Ersatzwahl im 1. hessischen Reichstagswahlkreise Donnerstag, den 5 November 1896, stattfinden soll und daß die Wahlhandlung um IO Uhr Bormittags beginnt und um 6 Uhr Nachmittags geschlossen wird. Die Stadt Gießen zerfällt in folgende Wahlbezirke: 1. Wahlbezirk: Die Bewohner des Asterwegs, der Ederstraße, Marburgerftraße, von Licherstraße 23 Kaserne 2, der Nordanlage, Am Rodberg, der Schillerstraße, Schottftraße, Steinstraße, Wallthorstraße Nr. 23—77, Weserstraße und deS WteseckerwegeS. Wahllokal: Schulhaus am Afterweg. Wahlvorsteher: Beigeordneter Georgi, Stellvertreter: Stadlv. Homberger. 2. Wahlbezirk: Die Bewohner der Dreihäusergasse, Erlengasse, Löwengaffe, Matgasse, deS Neuenwegs, der Plockftraße, deS Selterswegs, der Sonnenstraße, Südanlage, deS Teufelslustgärtchens, der Wetdengasse, Wolkeugasse und der Westanlage Nr. 1—20. Wahllocal: Gasthaus zum Wiener Hos. Wahlvorsteher: Stadtv. Heichelheim, Stellvertreter: Sradv. Adami. 3. Wahlbezirk: Die Bewohner An der Bach, der Brandgaffe, deS Brandplatzes, der Braugasse, Dtezstraße, Dammftraße, Hundsgasse, Kaplaneigasie, des Kanzleiberges, Kirchenplatzes, LtndenplatzeS, der Linden- gaffe, Molikestraße, Neuenbäue, Oftanlage, Schloßgasse, Schulstraße, Senken- bergstraße, Waagengasse, Wallthorstraße Nr. 1—22, Wtesenftraße und cher ZozelSgaffe. Wahllocal: Thurmhaus am Braub. Wahlvorsteher: Stadtv. Keller, Stellvertreter: Stadtv. Schwall. 1 4. Wahlbezirk: Die Bewohner der Bahnhofstraße Nr. 1—50 des Burggrabenö, der Kirchstraße, Kaplansgaffe, Kathartnengasse, des Kreuz Platzes, von Licherstraße 23 Kaserne 1, des Marktplatzes, der Marktstraße, Mäusburg, Rittergaffe, Schanzenstraße, deS Tiefenwegs, der Wettergasse, Wctzfteingasse und Wetzsteinstraße. Wahllocal: Altes Rathhaus. Wahlvorsteher: Stadtv. Jughardt, Stellvertreter: Stadtv. Haubach. 5. Wahlbezirk: Die Bewohner der Bahnhofstraße Nr. 51—93, Grabenstraße, Hammstraße, An der Hardt, der Kornblumengasse, der Krofdorferstraße, Lahnstraße, Neustadl, Mühlgasse (große und kleine), Rodhetmerstraße, Sandgaffe, Schützeustraße und Weftanlage Nr. 21—45. Wahllocal: Schulhaus in der Neustadt. Wahlvorsteher: Commerzienrath W. Gail, Stellvertreter: Kaufmann Friedrich Habenicht. 6. Wahlbezirk: Die Bewohner der Bergstraße, Bismarckstraße, Bruchftraße, Eichgärten, des Erdkauterwegs, der Gartenstraße, Goethe- straße, Grünbergerftraße, Hessenstraße, Landmannstraße, Licherstraße mit Ausnahme der Nr. 23, Löberstraße, Lonhftraße, Ludwigftraße Nr. 1—46, des LudwtgSplatzeS, Nahrungsberges, Schiffenbergerweges, der Stephan- straße, Wolfstraße und der Gemarkung Schiffenberg. Wahllocal: Bürgermeistereigebäude. Wahlvorsteher: Oberbürgermeister Gnauth, Stellvertreter: Stadtv. Vogt. 7. Wahlbezirk: Die Bewohner der Alicestraße, An den Bahnhöfen, der Bleichstraße, Ebelstraße, Frankfurterstraße, Hofmannstraße, Kltnikstraße, des L^thgesternerwegS, der Ltebigftraße, Ludwigftraße Nr. 47 bis 73, des Riegelpfads und der Wilhelmstraße. Wahllocal: Gasthaus zum Hessischen Hos. Wahlvorsteher: Stadtv. Hehltgenstaedt, Stellvertreter: Stadtv. Kirch. Gießen, den 20. October 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 9370 Gnauth. BehördlicheAnzeigen Arbeitsvergcbung. Die Lieferung von 25,0 cbm Basaltpflaftersteineu 1. Sorte für die Gemeinde Heuchelheim soll vergeben werden, und sind die Offerten, welche den Preis ohne Beifuhr enthalten müssen, bis zum 30. October d. I. an die Großherzogl. Bürgermeisterei daselbst abzugeben. Gießen, den 22. October 1896. I- A.: 9383 Rohrer, Bezirks-Bauaufseher. Versteigerungen, s I Samstag den 31. Bctober, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem biefigen OrtSgericht die dem Karl Lodwig Leib und der Marie Leib in Gi ßen gehörige Hofratthe: Flur 1 Nr. 1093 — 203 qm hinter dem Burggraben öffentlich meistbietend versteigert werben. Gießen, den 17. October 1896. Großh. OrtSgericht Gießm. I- A-: Bogt. 9259 xxxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxx Preisen ausgegeben. 9339 xxxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxx 9387 KaplanSgasse 14, II- ein alsbald gesucht. 9333 Der Vorstand. 9358 9385 Marburgerstraße 68. 4 LaufmLdchen 9386 tSK* Anfang 8 Uhr. 9376 vermiethen. Asterweg 1 93U5 Lüdaulage 20, I. SrlterSweg 58. 9081 8937 Hoffmann. 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Hochachtungsvoll Die beste Empfehlung ist ein Versuch, den wir Jedem vorschlagen. Weitere Auskunft ertheilt der Vertreter der Oranienbraueret Dillenburg. H. C. Werner. Sonntag, 25. Oktober, Nachmittag« 4 Uhr: Generalversammlung. Um zahlreiche« Erscheinen wirb dringend gebeten. [9359] Der Borstand. 3*/i Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. Eonsol« 3V. Gr. Hessische Obi. Ardaction: Ä. Echeyda. — Druck und Brrlag her vrühl'schen UnIverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Echeyda) In Gießen. Me Sevtifle ^lmmuer umfaßt 6 Setten. Lenz’scher Felsenkeller. Freitag den 23. und Samstag deu 24 October: Humoristische Couecrte von der Variete-Gesellschaft (2 Damen und 3 Herren) Trabant aus Mainz. Urkomisches Familien-Programm. Stildt. Schlachthaus. Freibank. 9345 Heute und morgen: Ochfensieifch nicht ladenrein, pr. Pfd. 52 Pfg. Kibt es einen Kott? Erster Vortrag* von Dr. Johannes Müller Freitag den 23. October, Abends 8 Uhr in Steins Garten. 1. nummerirter Platz 1 Mk., 2. 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