«Xfc? schaß just: Marbß Minuten. wir die vrr- ; Bahnhof zu jr ’ Voratan: Parthie verji luT labrik, >Ben wet: nt gegeben. r Vorstant ugust: 1 Brunne- rchissenbergerU. - mmenkunst bei i Der Vorfi^' »schnei»!*- tmitptcfc ober. ^vhnMg, ©rai. MM -SfMSÄ r, genügen jut 5n :tn, tiefduoSen SK- » lit km B ittm ©nlfflif Xk i beS änbt«®*“ in Göppi* ,t vorzüg1**® ver ^böden, Gl*:' tion. ===7. ,end in °°°" k w „ PB' [ocbsta* ndonfli^ B »urürf' ,J b (So°-A I8Ä« Sonntag den 23. August Pt. 198 in. bezogen 2 Mark 50 Fernsprecher'51. Anrts- unb Anzeigeblertt für den ICreis Giefzen. chralisöeitage: chießener Jamikienötätter. Innahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, Agenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. vierteljähriger Avonuementspreis 1 2 Mark 20 Pfg. mit Redaction, E^pcditton und Druckerei: Briu Durch btcJ Dir Gießener ^mtkienStälter »eben dem Anzeiger »tihentlich dreimal beigelegt. Der ßiehener Anzeiger «scheint täglich, lil Ausnahme deS Montags. Erstes Blatt. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener A n entgegen. Meßmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Tyeit. Gießen, den 14. August 1896. Stic.: Die in den evangelischen Schulen des Landes einzuübenden Choralmelodieen. Die Swtzh Krets-Schulcommisston Gießen au die Schulvorstände de- Kreises. Yon nachstehender Verfügung geben wir Ihnen Kennmiß zur weiteren Veranlassung. v. Gagern. Darmstadt, den 3. August 1896. 8ktr.: Wie oben. A8 Großh. Ministerium des Innern Abthcilung für Schulangelegenheiten em die Großherzoglicheu Directiouen der Gymnasien, Realgymnasien, Realschule«, höheren Mädchen-Schulen, Schullehrer Seminarieu, der Vlindeuaustalt und die Großherzoglicheu Kreis schuleommissioueu. Nachdem durch ein Uebereinkommen zwischen dem Königlich Bnußtschen KriegSmtnistertum und dem Großherzoglichen Lbercoufistortum für eine große Zahl von Choralmelodieen Vie Form festgestellt worden ist, in welcher dieselben künftig Lberellnsttmmend in den Militärgemeinden der hessischen Division wob im den Ctvilgemetnden der hessischen Landeskirche gesungen aerdem sollen, so erscheint eS als wünschenSwerth, daß auch in den Schulen des Landes diese Melodiken, — soweit sie Mtrhaupt in den Schulen eingeübt werden, — künftig in tut für die Gottesdienste der Civtl- und Militärgemeinden srsigestellten Form gesungen werden. In nachstehender Tabelle sind diejenigen von den 32 ftr t»te Volksschulen vorgeschriebenen Melodteen bezeichnet, Mche: von der getroffenen Vereinbarung berührt werden - dttbei ist in den zwei ersten Spalten die Form angegeben, litt welche man sich geeinigt hat. — Auf Ersuchen deS Etoßls. Oberconsistoriums empfehlen wir Ihnen demgemäß, i ev Ihnen unterstellten Lehrern von der getroffenen Veretn- iatuvZ Kenntniß zu geben und dafür Sorge zu tragen, daß ist nachstehenden Choralmelodieen in der durch die mehr- l.tnaruitc Vereinbarung feftgestcllten Form etngeübt werden. v. Knorr. Nr. des UoralbuchS brr klitschen iaideskirche Nr. deS einstimmigen Melodieen- buchs für die evangelischen Schulen des Grotzherzog- thums. Lied-Anfang 126a 16a Freu' dich sehr, o meine Seele (: Wie nach einer Wasserquelle:). 102a 15a Herzlich thut mich verlangen (: Befiehl du deine Wege:). 18a 52a Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 61b 47b Jesus, meine Zuversicht. 41a 14a In allen meinen Thaten (: O Welt, ich mutz dich lasten:). 96b 42b Nun danket alle Gott. 3a 35a Nun laß unö Gott (: Wach auf mein Herz:). 97a 44a O Gott, du frommer Gott. 162a 33a Wachet auf, ruft uns die Stimme. 1194b 29b Was Gott thut, das ist wohlgethan. 50a 54a Wer nur den lieben Gott. 158a 40a Wie schön leuchtet der Morgenstern. Gesunde«: 2 Spazierstöcke, 2 Pferdedecken, 1 Stein imbi 1 Ring, 1 Kinderkragen, 1 Kinderstrumpf und 1 Seil. Gießen, den 22. August 1896. Großherzogltches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. SUudjte tZa^rid^tto Wolff» telegraphisches Eorrefponderlz-Bur««,. Berlin, 21. August. Anläßlich der 200jährigen den: der Akademie der Künste verlieh der Kaiser büi< große goldene Medaille folgenden Malern: Julius M Eie wart Paris, Evariffe Capentier-Lahulpe, G. H. Breitner- 2Nnfuibam, Pietro Fragiacomo Venedig, Otto Sinding-Lyaken, Öfafiniür PochwalSkr-Wien, G. Graf Rosen-Stockholm, A. Zorn- Stockholm, Joaquin-Sorollabaftida, Gotthard Kuehl-DreSden, A. Echller, Karl Marr-München, OScar Frenzel-Berlin- folgenden Bildhauern: I. Lambeaux-Brüffel, OnSlow-Fort- London, Joseph MySlbeck B Prag, Augustin Aumrol-Madrid, Ludwig Manzel, Michel Lock-Berlin- folgenden Architecten: I. Ras bdorf ° Berlin. Die kleine goldene Medaille: Dem Maler Caspar Ritter und dem Kupferstecher Wilhelm Kraus- kops, beide in Karlsruhe. Berlin, 21. August. Der Saaten st and in Preußen für Mitte August war: Winterweizen 2,4, Sommerweizen 2,8, Winterspelt 2,7, Winterroggen 2,6, Sommerroggen 3,2, Sommergerste 3,0, Hafer 3,0, Erbsen 3,3, Kartoffel 2,8, Klee auch Luzerne 3,3, Wiesen 3,1- wobei 1 sehr gut, 2 gut, 3 mittel bedeutet. Hierzu wird bemerkt: Das ungünstige Wetter verschlechterte die Ernteaussichten. In Ostpreußen und Westpreußen herrschte Dürre, auch in Pommern, Posen und Schleswig-Holstein war bis Anfang August Trockenheit und Hitze, wodurch die Ernte andererseits beschleunigt wurde. Die übrigen Provinzen hatten meist überreiche Niederschläge, wodurch die Erntearbeiten gehemmt wurden. München, 21. August. Der Prinzregent verlieh dem Kgl. preußischen General der Infanterie z. D. v. Arndt, zuletzt Gouverneur der Festung Metz, das Großkreuz des Mtlitärverdienftordens. Straßburg (Elsaß), 21. August. Der „Lothringer Presse" zufolge brach unter der Metzer Garnison der Typhus aus. Acht Soldaten des Pionierbataillons Nr. 16 liegen typhuskrank im Lazareth. Rom, 21. August. In der Provinz Massa-Carrara richtete eine Wasserhose großen Schaden an. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgetragen und Weingärten zerstört. Mehrere Flüsse find ausgetreten und haben Ländereien überschwemmt. Viel Vieh ist ertrunken. Menschenverluste sind nicht zu beklagen. Madrid, 21. August. Blättermeldungen zufolge soll in Tanger eine Verschwörung entdeckt worden sein, welche die Entthronung deSSultanS bezweckte. Mehrere hohe Würdenträger am Hofe feien dadurch bloßgestellt. ES herrsche vollständige Anarchie im Lande. Barcelona, 21. August. Der Advocat CorominaS und der Bürgermeister von Gracia sind unter dem Verdachte, an dem letzten anarchistischen Attentat betheiligt zu sein, verhaftet worden. Valencia, 21. August. Ein heftiger Cylon wüthete in der Stadt und richtete großen Schaden an Häusern und in Gärten an. Mehrere Werkstätten stehen unter Waffer, zahlreiche Personen sind verletzt. Petersburg, 21. August. DaS Finanzministerium hat verfügt, daß bis zum 31. Dece^lber 1897 alle Regterungs- anstalten und Privateisenbahnen Halbtmperiale und Imperiale, deren Prägung durch Gesetz vom 17. December 1885 bestimmt wurde, zum gegenwärtigen Preise von 7 l/2 bezw. 15 Rubel in Zahlung zu nehmen haben. Zu dem gleichen Course hat die Reichsbank nebst ihren Abthetlungen die Stücke anzunehmen und auszugeben. D-mrfchsx dsS B«rs>- „Hrrow" verliu, 21. August. Der Kaiser wird morgen Vormittag kurz vor 12 Uhr in Berlin eintreffen und sich vom Potsdamer Bahnhofe aus nach der Kaserne deS 3. Garde- Regiments zu Fuß begeben, um der Einweihung des im Kasernenhofe den gefallenen Kameraden errichteten Denkmals beizuwohnen. Nach den bisherigen Bestimmungen wird der Kaiser nach der Einweihung das Frühstück im Kreise deS Offiziercorps im Casino deffelben einnehmen. Berlin, 21. August. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge wird der Kriegsmtnister v. Goßler morgen vom Kaiser zur Meldung empfangen werden. Berlin, 21. August. Wie der „Poft" auS Neuenahr telegraphirt wird, ist der frühere KrtegSminister Bronsart von Schellendorff daselbst zum Kurgebrauche ein- getroffen. Berlin, 21. August. Während der Kais er tage in Breslau werden auch anwesend sein die früheren deutschen Botschafter am rusfischen Hofe, die Generale v. Werder und v. Schweinitz. verliu, 21. August. Der KrtegSminister v. Goßler hat die Geschäfte seines neuen Amtes übernommen. Er bringt unter heutigem Datum im „Armee-Verordnungsblatt" die CabivetSordre zur Kenntniß der Armee, wonach er zum KrtegSminister ernannt ist. Berlin, 21. August. Den „Berl. Neuesten Nachrichten" wird die Meldung eine» hiesigen Blattes, wonach Fürst Hohenlohe sich Physisch nickt mehr der gewaltigen Arbeitslast gewachsen fühle und aus diesem Grunde nach der Anwesenheit des Kaisers von Rußland seinen Abschied nehmen werde, als absolut haltlos bezeichnet. Der Reichskanzler fühle sich durchaus wohl und frisch und denke zunächst weder auS diesem, noch auS irgend einem anderen Grunde an seinen Rücktritt. —« Berlin, 21. August. Der Anarchist und ifMete Rabbiner Alexander Cohen, welcher auch zum Londoner Congreß als Delegtrter entsandt war, ist tn Antwerpen wegen MajestätSbeleidigung verhaftet worden. Cohen war in Paris bereits in contumaciam zu 15 Jahren Deportation ver- urtheilt worden. Er betrieb in den verschiedensten Ländern anarchistische Propaganda. Berlin, 21. August. Hosprediger a. D. Stöcker äußert sich in der „Deutschen Evangel. Kirchenztg." zu dem christlich-socialen Aufruf, daß durch diese Kundgebung eine Grundlage für eine neue politische Parteistellung nicht geschaffen, oder eine Anwerbung neuer Kräfte für die christlichsociale Partei nicht bewirkt werden. Die Kundgebung sei rein kirchlicher Natur. In die Socialpolitik soll auch nicht Dogmatik eingesührt, noch soll der theologische Gegensatz an und für sich als ausschlaggebend betont werden. Gegenüber Profeffor Adolf Wagner, der mit Anderen ausdrücklich behauptet hatte, daß bei der Action gegen Stöcker die Gegensätze der „alten" und der „modernen" TH^H^ie nicht mtt- spielen, betont Stöcker, daß diese BehtMPtung neu, und Wagners Arglosigkeit in ktrchenpolitischen ustd theologischen Angelegenheiten zuzuschreiben sei. Des Weiteren setzt fich Stöcker mit Professor Wagner darüber auseinander, Letzterer es zwar nicht gebilligt, aber begriffen habe, daß Stöckers Verhalten in der Angelegenheit des bekannten Briefes an Frhrn. v. Hammerstein und weitere, .damit in Verbindung stehende Dinge einigen Männern den Anstoß gegeben haben, das Verlangen des Ausscheidens aus dem Präsidium an Stöcker zu stellen. Der Anstifter der daran geknüpften Action soll D. Harnack sein. Zum Schluß schreibt Stöcker: „Nichts kann falscher sein, als die Meinung, die älteren Christlich-Socialen wollten wieder in die conservative Partei zurück. Kein Gedanke ist in dieser Richtung gehegt, kein Wort dafür ausgesprochen. Aber wir müffen den unermeßlichen Schaden, den die „Jungen" der besonnenen christ. lichen Socialreform angethan haben, offen aussprechen, um unsere Freunde vor falschen Ideen zu behüten." BreSlau, 21. August. Der Kaufmann Theodor Schlosserek pries s. Zt. im „BreSl. Gen.-Anz." in einer Annonce EucalyptuS-BonbonS an. Er wurde deshalb unter Anklage gestellt, da er fick dadurch der lieber» tretung der Polizei-Verordnung vom 30. Juli 1890 schuldig gemacht haben soll. Das Schöffengericht verurtheilte den Kaufmann auf Grund eines Gutachtens deS Prof. Jacoby, der auSsührte, daß die Eucalyptus-Bonbons unter den Begriff „Pastillen" fielen. Pastillen dürften aber laut Kaiser- licher Verordnung vom 20. Januar 1890 nur in Apotheken verkauft werden. Der Angeklagte legte mit Erfolg gegen dieses Erkenntniß Berufung ein. Sein Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Schreiber, machte nun heute vor der Strafkammer geltend, daß der für Annoncen im „BreSl. Gen.- Anz." verantwortlich zeichnende Redacteur wegen dieser Sache unter Anklage gestanden habe, aber freigesprochen wurde. Der vom Vertheidiger als Sachverständiger geladene Director Dr. Fischer war entgegengesetzter Ansicht, als Profeffor Jacoby. In der betr. Kaiserlichen Verordnung heiße eS wohl, daß ihr Pastillen unterliegen, nicht aber Bonbons. Diese seien keineswegs identisch mit Pastillen. Auf Grund dieses Gutachtens wurde dann der Angeklagte in der Berufungsinstanz freigesprochen. Wien, 21. August. Wie die „Neue Freie Presse" meldet, findet zwischen dem hiesigen und dem Petersburger Auswärtigen Amte ein äußerst lebhafter Gedankenaustausch in Sachen Kretas statt. Der Verkehr zwischen dem Minister GoluchowSkh und dem Fürsten Lobanow bewegt fich, wie daffelbe Blatt erfährt, tn der Richtung einer Einflußnahme von ganz Europa auf die Türkei, daß diese fich entschließe, die wichtigsten Forderungen der Krrtenser zu erfüllen. Die Großmächte, und zwar alle ohne Ausnahme, machen in Konstantinopel Vorstellungen, den Kretensern weitgehende Autonomie etnzuräumen. Es soll nicht nur der christliche Statthalter unter Garantie der Großmächte für fünf Jahre ernannt werden, sondern der Türket wird auch noch uahegelegt, daß fie fich in die auf eine autonome Finanzverwaltung der Insel bezüglichen Ansprüche der Kretenser füge. Mohärs, 21. August. Die Ströme wachsen jetzt in gefährlicher Weise an. Auf der Margaretheninsel stehen seit mehreren Tagen ein Damm und eine Wafferschutzmaner unter Waffer. Mehrere Nachbargemeinben find gleichfalls in größter Gefahr. Mailand, 21. August. Der „Saurier della Sera" con- ftatirt, daß nach aus Afrika angelaugten Telegrammen die päpstliche Misfiou zur Befreiung der Gefangenen total ge- s ch er tert sei. Brüssel, 21. August. Bon guter, der Congoregierung nahestehender Sette wird versichert, daß die gegen die Mahd ist en gerichtete Expedition in mehrere Abtheilungen gegliedert werden solle. — Comwaudaut CH altin ist von Dongu aufgebrochen und soll bereit- im Laude ringt» troffen sein. Paris, 21. August. Nach Meldungen aus Petersburg ist dort von der angeblich beabsichtigten Reise des Zaren nach Italien nichts bekannt. Charleroi, 21. August. In der Nähe von Biuche entstand gestern zwischen Deutschen und Franzosen eine blutige Schlägerei, wobei die letzteren den Kürzeren zogen und in ein Local flüchteten. Die Deutschen drohten daS Hau- in Brand zu stecken und wichen erst zurück, als der Wirth auf sie schoß. Aus zurückgebliebenen Blutspureu schloß man, daß Verwundungen vorgekommen find. Loudon, 21. August. Infolge deS Unfalles, den die Dacht „Meteor" kürzlich erlitten hat, hat Kaiser Wilhelm Ordre gegeben, daß sämwtliche englische Matrosen der Dacht unter Beibehaltung eines Drittels ihres Soldes ent» lassen werden. DaS Schiff wird in dieser Saison nicht mehr lausen. Loudon, 21. August. Die Regelung der treten» sisch en Frage steht, wie „Daily News" und „Standard- übereinstimmend melden, unmittelbar bevor. Die von den Botschaftern ausgearbeiteten verschiedenen Vorschläge sollen sämmtlichen Regierungen unterbreitet werden. Athen, 21. August. Die Comwandauten aller In- surgentencorps find von dem Chef der provisorischen Regierung aufgefordert worden, nunmehr an Stelle der treten« fischen die griechische Flagge zu führen und alle Befehle „im Namen der provisorischen Regierung Kretas" zu geben. Athen, 21. August. Die Pforte hat den Gesandten der Mächte mitgetheilt, daß in letzter Zeit zahlreiche Transporte von Freiwilligen und Kriegsmaterial ungehindert von Griechenland nach Kreta abgegangen seien und ertlärte, wenn diese Vorgänge andauerten, es unbedingt zu einem Bruch der Beziehungen zwischen der Türtei und Griechenland kommen müffe. Kiel, 22. August. Der Panzer „Brandenburg" und der Aviso „Jagd" collidirteu während des EvolutiouirenS bei Sch lei münde. Die „Jagd" lief mit gebrochener Schraube zur Reparatur in die Kaiserwerft. „Brandenburg" erhielt ein unbedeutendes Leck hinter dem Vordersteven. Pofen, 22. August. In der Dominikanerftraße hier wurde gestern der Barbier Handke von dem Arbeiter Krohn infolge eines Streites erstochen. Der Thäter wurde verhaftet. Mailand, 22. August. Die radikale „Italia del Popols" versichert, daß in römischen Parlaments- und Hofkreisen sehr bestimmt von der in nicht allzu ferner Zeit erfolgenden Abdankung deS Königs Humbert zu Gunsten des Kronprinzen gesprochen wird. Die Stellung zur Afrikafrage habe diesen Entschluß beim König gezeitigt. CocaU» unb protHnjUUef# Gießen, den 22. August. • • Gruudsteiulegung. Heute Mittag um 1 Uhr fand an der Nordanlage die feierliche Grundsteinlegung deS nach Plänen der Architekten Stein u. Meyer zu erbauenden Kfaufmännis ch en VereinShauseS statt. Der Vorsitzende deS Kaufmännischen Vereins, Herr Orbig, stattete, nachdem er einen Ueberblick über die Ziele deS Vereins gegeben, Denjenigen, die die Ausführung deS Baues ermöglichten, den Dank des Vereins ab, er gab der Hoffnung Ausdruck, daß über dem Bau und dem, welchem dieser diene, allezeit ein guterStern walten möge. Aus der hierauf von Herrn Orbig verlesenen Urkunde ist ersichtlich, daß zum Bau- kapital von 40,000 Mk. an freiwilligen Beiträgen gestiftet wurden 14.000 Mk. und daß der Bauplatz von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Der Bau soll bis zum 15. Juni 1897 vollendet sein. In der hierauf in den Grundstein gelegten Kapsel befand sich außer der Urkunde ein Mit- glieder-Verzeichniß des Kaufmännischen Verein-, die Satzungen desselben, der Jahresbericht, die Liste der Spender, je ein Exemplar der hier erscheinenden Zeitungen vom 22. August und 1 Markstück, 1 Zehnpfennigstück und 1 Pfennig. Nachdem Herr Orbig die üblichen drei Hammerschläge vollzogen, sprachen ebenfalls unter Ausführung der Hammerschläge die Herren Amtmann Wüst Namens der Großh. Kreisschul- commission, Beigeordneter Wolff NamenS der Stadt Gießen, Handelskammer-Präsident Koch Namens der Großh. Handelskammer, Architekt Meyer als Vertreter der Firma Stein & Meyer, Lehrer Kuauß Namens der Schulcommisston für die kaufmännische Fortbildungsschule, Kaufmann Horst NamenS deS Vorstandes deS Kaufmännischen Vereins, Commerzienrath Heyligenstaedt Namens der Baucommission und Kaufmann Rau NamenS des Kaufmännischen Vereins. Wie alle vorgenannten Herren, so geben auch wir dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß der Bau, der glücklich begonnen, glücklich weitergeführt und glücklich vollendet werde und derselbe allezeit seinen hohen Zwecken dienen möge zum Wohle unseres vaterftädtischen Handels und Erwerbs. * * Gießener Omnibus Gesellschaft. Anläßlich deS Kirchweihfestes in Wieseck läßt die Omnibus-Gesellschaft morgen U'd übermorgen ab Wallthor Wagen laufen. Der Fahrpreis beträgt 20 Pfg. * Gerettet. Bei der Mühle am unteren Wehr fiel gestern Abend gegen 7 Uhr ein kleiner Knabe während des Spielens ins Wasser. Ein Glück für den Kleinen war eS, daß die Müller bereits Feierabend hatten und so Hilfe gleich zur Stelle war. So kam der Junge mit dem Schrecken und einem kalten Bade davon, doch mußte er ohne Fußbekleidung heimziehen, da seine Schuhe im Waffer verloren gegangen waren. • • FeldzugStheUnehmer. Der preußische Minister des Innern hat sich anläßlich einer Reihe von Einzelfällen veranlaßt gesehen, die ihm nachgeordneten Behörden darauf hin- zuweisen, daß als Feldzugstheilnehmer im Sinne des Reichsgesetzes vom 22. Mai 1895 nur diejenigen Veteranen gelten, die tatsächlich au einem Gefechte theilgenommen oder in einem zu einem Feldzuge auSgerückten Truppentheile gestanden haben. Der Aufenthalt während eines ober mehrerer KriegSjahre in der Garnison kann hiernach nicht als Theil» nähme am Feldzuge angesehen werden, und die betreffenden Jahre kommen auch bei der Anrechnung nicht in Betracht. Es ist daher in Zukunft bei jedem Anträge auf Gewährung der gesetzlichen Beihilfe von 120 Mk. der Nachweis zu liefern, daß und wann der Antragsteller mit seinem Truppentheile zum Feldzug auSgerückt ist bezw. welche Schlachten oder Gefechte er mitgemacht hat. Eine Feststellung nach dieser Richtung hin dürfte wohl nur in seltenen Fällen auf Schwierigkeiten stoßen. T Lich, 21. August. Wie früher, so wird auch wieder in diesem Jahre die Sedan fei er verbunden mit Jugend- fest und zwar Sonntag den 31. d. M. auf dem hiesigen Hardberg festlich begangen. Die hierfür entstehenden Kosten werden durch freiwillige Beiträge gedeckt. Ein allenfallfiger Fehlbetrag wird aus dem verzinslich angelegten SedanfondS gedeckt. Grünberg, 18. August. Heute wurde daS altrenowmirte Gasthaus „Zum wilden Manu", in dem seit Uebernahme durch den bisherigen Besitzer, Herrn I. Nebhut, auch Metzgerei betrieben wurde, für die Summe von 34,000 Mk. an Herrn Metzger Bender aus Hungen verkauft. D Ruppertenrod, 21. August. Dieser Tage lasen wir in einem Blatt, daß in verschiedenen Orten die Schwalben bereits verzogen seien. Dem entgegen ist zu bemerken, daß hierorts bis jetzt noch kein Wegzug der Schwalben zu bemerken ist, dieselben haben in ihren Nestern noch Junge, welche sie fleißig auffüttern. ES wäre von Jntereffe, die Orte zu erfahren, wo in der That schon ein Abzug der Schwalben bemerkt wurde. •ö- Bad Salzhausen, 21. August. Die in einem hiesigen Hotel speisenden Badegäste wurden kürzlich in nicht geringe Bestürzung versetzt, als ganz plötzlich während der Mittagstafel eine Dame laut aufschrie: „Ich bin vergiftet! Ich bin vergiftet!" da sie nach einem Schluck Waffer eigen« thümlich brennende Schmerzen empfand. Ein gerade anwesender Chemiker untersuchte sofort den Inhalt der betref» senden Wasserflasche und konnte die Dame mit dem Bescheid beruhigen, daß nur eine kleine Menge Schwefelsäure in dem Wasser enthalten sei. In einer zweiten hierauf ebenfalls untersuchten Flasche war dagegen keine Spur von jener Säure zu entdecken, und der ob dieses Vorkommnisses sehr unangenehm überraschte Hotelbesitzer versicherte seinen Gästen, daß seines Wissens kein Tropfen Schwefelsäure in seiner Behausung vorhanden sei. Bis jetzt konnte noch nicht fest- gestellt werden, auf welche Weise die fragliche Säure in die Flasche gekommen ist. -h- Nieder «Mockstadt, 20. August. In der verfloffenen Woche wurde einem hiesigen Bauersmann während der Be» arbeitung seines Ackers ein furchtbarer Schrecken eingejagt. Jedenfalls durch die Bewegungen des Betreffenden hinter dem Pfluge aufgeregt, kam Plötzlich von einem benachbarten Bienenstände eine Menge der wehrhaften Insekten, welche wahrscheinlich in der Richtung über jenen Acker ihren Flug haben und überfiel den nicht wenig überraschten Landwirth, sich auf dem Kopf desselben niederlaffend. In seiner Verzweiflung ließ der Ueberfaöene Pflug und Kühe im Felde stehen und lief spornstreichs wie ein Rasender dem Orte zu. Er kam in so aufgeregtem zustande zu Hause an, daß anfänglich da- Schlimmste zu befürchten war und der Arzt schleunigst gerufen werden mußte. Nicht bloß das Gesicht und der Hals, sondern auch die Brust war mit unzähligen Stichen versehen, und der Betreffende hatte mehrere Stunden zu thun, bis er sich von seinem Schrecken wieder einigermaßen erholt hatte. W. Au» der Wetteran, 21. August. Der Aberglaube ist noch lange nicht auf dem Lande verschwunden. Dem Schaltjahre wird zugeschrieben, daß die Bruten des Geflügels, bei Hühnern, Enten und Gänsen dieses Jahr an vielen Orten so schlecht auSfielen, sowie daß die jungen Thiere in großer Zahl zu Grunde gingen. Ein merkwürdiger Fall über schlechte Bruten wurde kürzlich von einem auf dem Durchmärsche einquartirten Artillerieoffizier auS Fritzlar mitgetheilt. Die Herren ließen 70 Fasaneneier kommen, beobachteten alle VorfichtSmaßregeln beim Bebrüten durch Truthühner, die bekanntlich ausgezeichnete Brüterinnen find, aber von den 70 Eiern kam nur ein Fasan aus. — Die schlechte Gurkenernte an vielen Orten wird von abergläubischen Leuten dem Schaltjahre zugeschrieben. Endlich hört man behaupten: in einem Schaltjahre kämen häufiger Mädchen als Knaben zur Welt. WaS doch nicht alles heut» zutag, am Ende des neunzehnten Jahrhunderts noch geglaubt wird. B. VlnS dem Streife Büdingen, 21. August. Em Fall, der für Vogelfreunde und folche, welche Freude am Thierleben haben, gewiß intereffant ist, möge hier kurz geschildert werden. Die Schwalben find, wie auch in anderen Gegenden, bereits abgezogen. Zwei Pärchen befinden fich aber noch im. Kuhstalle deS Einsenders. DaS eine Pärchen brachte im Juli 4 Junge auS, wesentlich spater als andere Schwalben. Kaurn waren die Jungen außgeflogen, so bauten die Alten am Durchzugbalken im Kuhstalle, etwa zwei Meter vorn ersten Neste ein neues Nest mit solchem Fleiße, daß eS in wenigen Tagen fertig wurde. Als dieses geschehen war legte das Weibchen fünf Eier und dann wurde fleißig fle,' brütet. Die Jungen kamen auS und sind jetzt so weit diehen, daß sie in einigen Tagen das Nest verlaffen können' DaS zweite Schwalbenpaar scheint zu den bereits aus»' gegangenen Jungen der ersten Brut zu gehören. Es fi|. ' von Morgens früh bis Abends spät Im Stalle aus und ein füttert aber nicht. Zeigt fich irgend eine fremde $erfo/ eine Katze oder ein Hund im Stalle, so erhebt dieses ein lebhaftes Geschrei. Das Pärchen fitzt häufig auf eine» Baume in der Nähe deS Stalles und äugt stets nach den Jungen im Neste, die von dem Baume auS gesehen werden können, denn der obere Theil der Stallthüre steht tagsüber offen. Bei Nacht wird ein kleines Fenster geöffnet. Dar zweite Paar spielt förmlich die Beschützer der zweiten fctGt daS ist unverkennbar. Während die Eltern der zweite,' Jungen weit weg nach Futter fliegen, bleibt das immer in der Nähe. Einsender hat niemals etwa- bei Schwalben beobachtet, wie bei den hier befd)riuttr. Man darf annehmen, daß die kleine Colonie schließlich.t, meinschastlich die Reise nach dem Süden antreten wird. § Ans dem Vogelsberg, 21. August. Die Preise |lt Rin dvieh find in diesem Sommer nicht so hoch wie foni. In Folge dessen ist auch der GWig des Handels mit Sinh, Vieh ein schleppender. Für Kälber, die sonst mit 45 bil 50 Mk. bezahlt wurden, gibt man nur durchschnittlich 35 M Dieser niedrige Preis für baß Rindvieh wird aber j« Hauptsache nicht veranlaßt durch die geringeren Futtererged« viffe beß jetzigen Sommerß ober burch bte zu erwartende schlechte Grummeternte, sonbern durch die unselige Man!« und Klauenseuche. Kaum ist fie in einer Stallung ober einer Gemeinbe erloschen unb finb bie Sperrmaßregeln aufgehoben, so wirb ihr Außbruch mieber in einem anberen Ort sestge« stellt unb bie erforberliche Absperrung verfügt. Dadurch leibet ber Hanbel sehr Noth, bte Absatzgebiete verschließe, sich und die Außfuhr erschwert fich. So mußten die Handelt« leute hiesiger Gegend, welche zum Gießener Markt Lieh angetauft, durch dessen Nichtabhaltung wegen dem AuSbrvch der Maul- unb Klauenseuche sämmtlicheß Vieh behalten uni unter erschwerenben Umftänben anderweitige Verwerthung erstreben. Bemerkenßwerth bleibt bte zähe Beharrlichkeit, mit ber biese ben Hanbel lähmenbe Viehseuche sich trotz aller Abwehrungsmittel schon seit Jahren zu behaupten scheint. — In ben Schweinepreisen ist letzthin eine Befferung zu vei« zeichnen, prima Maare wirb per Pfunb (Lebenbgewicht) w 37 und 38 Pfg. bezahlt. Viernheim, 19. August. Ein hiesiger Bursche, ber sich auf ber Weinheimer Kirchweihe angetrunken hatte, sprang auf bem Heimwege auf ben Wagen eines Obenwälber Bauert, in ber Absicht, Fahrgelegenheit zu erhalten. Der Bauer, der an einen UeberfaQ glaubte, versetzte bem Burschen ein» Hieb mit einem Beile, in Folge besten berfelbe betäubt vom Wagen fiel unb unter bie Räder zu liegen kam. Sr ist schwer verletzt. Der Bauer hat selbst Anzeige erstattet. 25. Hauptversammlung des deutsche» Apothekervereins. O Dresden, 21. August. Ein Rückblick auf die geschäftlichen Verhandlungen der 25. Hauptversammlung des deutschen Apothekervereins, welche unter dem Vorsitz von Fröhlich- Berlin von über 600 Theil- nehmern, darunter solche auß Oesterreich, ber Schweiz, Ruß- lanb, Dänemark, Englanb und Italien besucht unb Im Namen ber sächsischen Regierung sympathisch begrüßt, am Mittwoch begonnen haben unb am Samstag zu Ende gehen, läßt Folgendes als besonders erwähnenSwerth erscheinen. Tn Hauptpunkt der Beratungen bildete auch diesmal die schon lange schwebende Frage der gesetzlichen Regelung bd Apothekerwesens. Schon der vorjährigen Haupt-Ser- sammlung in Augsburg gaben die vom Reichsamt beß fyinttn außgearbriteten unb den Bundeßregierungen vorgelegten Grundzüge einer Reform Anlaß zu eingehenden Debatv n, den Vorständen ber vier babischen Kreise aber, welche eine Sonberstellung einnehmen unb auch zum heutigen Gongnj nicht erschienen find, Anlaß zum Außtritt. ttnteibeffen bs bte Reichßregierung ihre Reformpläne bem Unheil einer Anzahl Sachverständiger unterbreitet, welche vom 13. bil 15. April getagt haben. Die Einwendungen, welche dabei gegen die Grundzüge erhoben würben, richteten fich namentlich gegen bie zu hohe Taxirung beß auß bem Apothekenbetried zu erzielenben Reingewinneß unb haben sich zu dem ber Ansammlung unterbreiteten Antrag ber brei Kreise Berlin ver- btchtet, bei bem Reichskanzler, sowie ben übrigen zuständigen Stellen bahin vorstellig zu werben, baß bie in Anlage 2 za den Grundzügen verzeichneten Beispiele für die Rentabilität ber Apotheken insofern nicht zutreffenb stab, alß b>t Betriebskosten sehr wesentlich höher, ber Reingewinn allo ein viel geringerer ist. Früher, so würbe auSgesührt, habe eine Apotheke wohl 40—50 pCt. abgeworfen, heute könne nur von einem burchschnittlichen Reingewinn in Höhe »o» 18 pCt. bie Rede fein. Ein Rebner hatte nur 11,3, rner sogar 4 pCt. erzielt. Als Grunb für bie oerminberte Rentabilität würben namhaft gemacht: die starke Vermehrung ber Droguengeschäfte, bie hohen Rabatte ber Krankenkassen, baß Emporblühen beß Speeialitäten- unb Geheimmtttel' frameß, baß stete Heruntergehen ber Taxe. Der Behauptung ber Grunbzüge, bah bie Häuser, in welchen Apotheke» etabltrt seien, sich selbst verzinsen, würbe entgegengehaltka, baß eine Localmiethe in jedem Falle angesetzt werden müßte und viele Landapotheker keine Gelegenheit zum Bermiethe» hätten. Ferner wurde darauf hingewiesen, daß jene Grunbzüge auf Berichten zweier Fachgenoffen beruhten, die seit Anfang dieses JahrzentS nicht mehr in der Pro-:s ständen, also völlig genaue und zuverlässige Angaben z» machen kaum in der Lage seien. Dem Berliner Anträge wurde einstimmig betgetreten. Bei der Behandlung dieser ganzen Angelegenheit galt wieder alß Voraussetzung, daß, wenn eine grundlegende Aenderung beß Apothekerwese»^ ' Melders, 11® Friedhöfe ftnt 1' i°e umgttoo <-i lwgestürzlen ( *,nt -Antisemit" { ®irb bttai Watt auf die ' W öittM jungen ab V* d,c Poßenktti! der " * |ofl , 'N» aei$ M Mrin 8«tu tte, •wie« lagen, gn» 1,6 @1 i-S e 9fe?s: i-n $2*6a,tf *1 h». 2 ;b[t su* "t «Kd \pt. it,"* --t ihn. ‘"to $, fie i», •SÄ *! .tzbhte Ulli -v ttwr u . t6( T« --- T» «nlsüllS^ru * i-wf tarMO» eines As GutaS p >Drt Ötittxtn mnr. 9»* «fnä alt lästig unb Gewi Mtigeo, bahlu zr Vncic ober ange omomtgen, wie z- g^vaturkostrn, di Meit beseitigt m jtfitrnnfltn grwäb Son bem Klei an ioewilflon ,i tzerml-eopoe zu b> Bftr.tit Mehrheit «h-hcit fanb ferner ü Vorstand zu ein bie Trklarn ifiunz von Arznr di ben Srilärnn r^rigm Beralhnnk i üSutfitt gestellt Mch-arzneitoxe e fSrrabsrtznngderT pfriihrden muß. < 3Ü der Bomng ,Lrzneimittelprüsu ztfcttiteitn Glaub Lmschädigung lemnöttr Materi mit leitrau&tnbtn iypu unb Hnaty I * i Jto^änbltT l rc i Aucher, bie Son Alt Öit btx «cvßei Mehrheli 5 iuuling ist eine k »tische Meflnn 25. Jubelfeier lereiri (1872 erst iev and ber süd Eeulschen «poth i J. Mi| b>6 j™ S h* <4 ' töt k ’ M , hs«r> fetiS th? 8WJ Jött fttbt? "?LW^ <* d°.tz rtQl8 «was A Ji!;btMi । *e Witj 1 ««htttn i, . ,®m4 6 «bei« »it 1 lo«ft mit - Mfönittll« !? *» «le 7-»-° 8wt» V1' 1« !N »Je unftllge $ ' ®m“«b litt '»Win Mfjfi. äderen Ort k 8 verfügt. D:- ^gebiete veU «chen dir ^eßener Mach. "egen bem V li Vieh behaltv "ei^.ge Verwtr. jähr Beharrt Seuche sich tro$: behaupten schein « Besserung zc ) (Lebendgesich! Äönhig sein sollte, die freie Niederlassung nach einer mit staatlicher Hilfe durchgeführten Ablösung der Personal« conteessian vorzuztehen sei. Großer Werth wird in weiten Kreisen des Deutschen Ap»thelervereins sodann darauf gelegt, daß in die beabfich« itflUK Reform auch die Neuregelung der Ausbildung der Apo« th.ftn einzuschließen fei. In dieser Hinsicht stimmte die Der« sammlung den Ausführungen des Vorsitzenden, daß die deutsche Pliumnacie den modernen Anforderungen nicht mehr entspreche itmb rtve erhöhte und vertiefte Vorbildung von den Apotheken gefordert werden müffe, im Allgemeinen zu, wie sie im Qliäilnen mit der Resolution des Vorsitzenden sich einver- ftcaibru erklärte, eS feien als Vorbedingungen für den Etn- rrirtt in die Pharmacie zu erstreben: MaturitätSexamen auf Ghmafium oder Realschule, zwei Jahre Lehrzeit mit Be- stv-tu einer praktischen und wissenschaftlichen Prüfung, ein« 'fi'iiiißf Prüfungszeit nach der Lehrzeit, ein dreijähriges UiütttlfitätSstudtum mit Prüfung als Apotheker, der Nach« wi'iit weiterer dreijähriger Thätigkeit im pharmazeutischen B^Ause für die selbstständige Führung einer Apotheke. Zu begrüßen ist die dieses Jahr in Preußen getroffene BiMichiung eines ApothekenratheS als beruhender Behörde, miOt sowohl Gutachten abzugeben hat, als auch Anregung geritn und Vorschläge Machen kann. DeS Weiteren beschäftigte sich die Hauptversammlung mit einer Reihe von Klagen in Bezug auf den gegenwärtigen, Dtulfad) als lästig befundenen Modus der Revision der SÄiogtii und Gewichte, und beschloß, den Vorstand zu er- muLiligen, dahin zu wirken, daß die Lasten, welche durch die rigorose oder ungerechte Durchführung der gesetzlichen Be« sttjWnuvgen, wir z. B. durch die willkürliche Berechnung der NlHnat urkosten, dem Apothekerstande erwachsen, nach Mög« liotzlkir beseitigt und den Apothekern alle nur möglichen Er« 'encjltrungen gewährt werden. Bon dem Kreise Schleswig Holstein lag der Antrag vor, eilt« Lowmisfion zur Ausarbeitung einer homöopathischen Plsmmacopöe zu beauftragen. Derselbe wurde mit über« »ilegtnber Mehrheit angenommen. — Mit großer Stimmen« nlthrhett fand ferner der Antrag ErlerS-Heckltngen Annahme, den Vorstand zu ermächtigen, zu geeigneter Zeit beim Reichs« kanzler die Erklärung avzugeben, daß jede weitere Ueber- lafsvllg von Arzneimitteln an den freien Verkehr, wie sie beii Erklärungen des ReichscommiffärS bet der dies« ia'isrigen Berathung des Droguistenparagraphen im Reichstag tut Aussicht gestellt wurde, ebenso jede bei dem Erlaß einer M Burschen tunten hatte, jr 8OdemälderLr halten. Der & e dem Bursch» k- )esieu derselbe iti ' zu liegen Io?, löst Anzeige en: »es beutln ls. Ri'elchsar znettaxe etwa geplante größere und grundsätzliche Hi«absetzung der Taxe den Bestand der meisten Landapotheken geHjrdem muß. Gegen jede Herabsetzung der Taxe hatte sich ruuH der Vortrag von Profeffor Dr. Getßler-Dresden über ^Aaznetanittelprüfungen" ausgesprochen, welcher dem weit« oe*ltt:ten Glauben entgegentrat, daß die Arzneitaxe nur die:! Lntschädigung für daS angefertigte Recept und das dafür oe r tornti«te Material bilde es kämen hierzu die kostspieligen urt» zeitraubenden chemischen und mikroscopischen Untersuchungen und Analysen deS Materials, die Nachprüfung der oeirn Großhändler bereits geprüften Arzneien, die Führung ucii Bücher, die Controlle der Waagen und Gewichte rc. 21. - Ali- Ort der nächstjährigen Versammlung wurde mit >n PnhMhln!!! qria^tr Mehrheit Straßburg gewählt. Mit der Hauptver« pothkkerveM: savmilung ist eine außerordentlich reich beschickte pharma- n vou über M ^tMische Ausstellung verbunden. Zu bemerken ist noch, daß ich ber®M; ötei 251 Jubelfeier deS Allgemeinen Deutschen Apotheker« filfuAf unblntÄö De» eine (1872 erfolgte der Zusammenschluß der norddeut- ffl miw. schiM und der süddeutschen Abthetlung) der 75jährigen des » Me gchen, noMkUilchen Apothekervereins entspricht. rth erscheinen. ' - == ich diesmal bit Vermischte». ♦ Düsseldorf. 19. August. Auf dem hiesigen israeliti- schepn Friedhöfe sind von frevelnden Händen etwa 5 0 ®rat)« ft eibie umgeworfen und zerstört worden. Auf einen Dem Mgestürzten Grabsteine war mit geübter Hand das Aoki „Antisemit" geschrieben. Seitens des Crimtnalcommis- iarirM wird bekannt gemacht, daß eine Belohnung von 10G) Mark auf die Entdeckung der Thäter ausgesetzt sei. 1 Bei Wittstock, wo daS 24. Infanterie-Regiment gegen« tvärbttiz Hebungen abhält, wurde eine ältere Frau, die sich urch dte Postenkette hindurchgcschltcheu hatte, um ;jn ihrem tm !Schußbereich der Truppen belegenen Garten zu gelangen, ^ert ,91. R.-Z." zufolge? durch eine Kugel tödtlich getroffen. ' Die neu auSgegebeue OffizierSbekleiduugsvorfchrift ent« aältti svlgende für Geschäftskreise beachtenSwerthe Eingangs« 'estiiiunwng: „Geschäftsinhaber, welche den Offizieren trotz rgi;8ii$mer Warnung unvorschriftSmäßige Sachen liefern, 7indi> lern KriegSministerium namhaft zu machen, damit deren in rljähchrv havk Retchsawt dt? jietungen vo. eingehenden Tk :etse aber, totl: -um heutigen Sr ■tritt, antnb* notim, wie man der „Tgl. R." erzählt, offenbar recht gering angpsstlagen. Als einst ein deutscher Reisender im häuslichem greise des Gouverneurs von Dulctgno, der Hafenstadt MouMcgros, daS Gespräch auf den Effener „Kanonenkönig" ■-inb Ifiiae großartigen Fabrikanlagen brachte, fragte der HauS- herrrMen „Adjutanten", einen hochgewachsenen, biederen Mon- tcnei^iiner, der zuvor nicht genug über die fabelhaften Reich- thürüttr Krupps hatte staunen können, ob er wohl die Tochter dies, ß reichen Fabrikherrn zur Frau haben möchte. Aber waSs °nt «ortete der Cernagorze? „Herr, nicht für eine MiMn, wenn ich auch nur ein armer Mann bin!" Dieser £>ta3l j aber hat seinen natürlichen Grund darin, daß in Moutillexro daS Schmiedehandwerk, dem Krupp hier nun etnnnal zmgerechnet wird, ausschließlich in den Händen der Zig'Mir liegt und daß diese verabscheuten Parias in den Augikü deS echten Montenegriners kaum noch als Menschen geltita ' 8 su zwei Kamerunern aus der Colonial Ausstellung gehtli berliner Zeitungen nachstehende Mittheilung zu mit der litte-, sie zu veröffentlichen: „Seithung. Zwei Schwarze KaEW leute sie werden hir bleiben. Sie wollen etwas bei Sei««* >u-d- aeworstu, ttW iatleuDb Geh^ Dop (.ert w bem Uriheil elw welche vom 1* nbungen, weif richtetkll sich dem Apotheker- n sich de« 7 orci M« •* ien übrigen x bi( in ’ _ . . . biefRentabi vcfctee Heranziehung den Offizieren verboten wird." 'u - o fl.x «II » Krnpp'8 Schwiegervaterschaft wird im Lande der Dulcig- l'*" it«9* oltie«,6“. I»‘* zu lernen hir nach Berlin. Die ein will Damen Schneider lernen sein Name heiS Rudolph M. JosS und die andere er will Schwitzt werden ober (Maschnebaua lernen) fein name heis B. Martin Dilobe. Wir lieben hir zu bleiben etwas lernen. Wir bitten Gruß Berlin." — Den beiden schwarzen Landsleuten, welche von der Direction als sehr willig und lernbegierig bezeichnet werden, wünschen wir zu dieser ihrer Absicht den besten Erfolg! * Den höchsten Preis, der jemals für einen Schmetterling gezahlt wurde, nämlich 10,000 Mk., zahlte, wie die „Jnfectenbörfe" berichtet, ein Sammler für einen besonders seltenen Schmetterling vom Gabunfluffc. Er zahlte dies einem Sammler, der zwei Jahre brauchte, das gesuchte Exemplar zu erlangen, von dem nur noch zwei andere bekannt find. DaS Smithsonian Institut in Washington bezahlte 6000 Mk. für einen außergewöhnlichen Falter von einer für ausgestorben gehaltenen Art, den ein junger Mann lebend in SierraS eingefangen hatte. Auch für ein schönes Exemplar deS Riesenfalters Papilio Antimachus wurden einmal 3000 Mk. erlegt. Freiherr Felder, der frühere Bürgermeister von Wien, verkaufte in seinem 78. Jahre seine Sammlung von Schmetterlingen für 100,000 Mk. an Lord Rothschild, um einer Zerstörung derselben nach seinem Ableben vorzubeugen. Ctterator unO Kauft — Meine Reise durch die Schweiz ist eine Sammlung von 720 photographischen Ansichten der schönften malerischen Landschaften der Schweiz: Hochalpen, Gletscher, Seeen, Thäler, Städtebilder, Schlösser und Einzelheiten. Die Ausführung ist in verschiedenfarbiger Autotypie (Photocollogravure) hergestellt, die Bilder zum Theil mit farbigen Umrahmungen versehen. Größe der Vollbilder 32:22 (Zentimeter. Der begleitende Text bringt außer der landschaftlichen Beschreibung geschichtliche Rückblicke und Erinnerungen an berühmte Persönlichkeiten. Das Werk erscheint in 20 Lieferungen mit je 36 Bildern. Preis jeder Lieferung nur 60 Pfg. Im Gegensatz zu den hohen Preisen, welche an Ort und Stelle von Reisenden für Einzelansichten gezahlt werden, ist hier Gelegenheit geboten, für einen äußerst billigen Preis ein Kunstwerk zu erwerben, welches das ganze Gebiet der Schweiz umfaßt. — Unter der großen Zahl unterer illustrirten Wochen- und Monatsschriften nimmt zur Zeit wohl keine einen so rüstigen Fortgang wie die illustrirten Octavheste des alten bewährten Familienblattes „Ueber Land u«d Meer^. Jedes neue Heft dieses Unternehmens zeigt uns, wie sehr die Leitung desselben bestrebt ist, Anschluß an das Taaesleben zu gewinnen und dabei in Wort und Bild fort und fort Neues und Ueberrafchendes zu bieten. So weilt, nachdem erst kürzlich der Inhalt eine Erweiterung erfahren, das erste Heft des neuen Jahrgangs schon wieder eine neue Rubrik auf. Neues vom Büchertisch, in welcher Paul v. SzczepanSki hinfort seine geistreichen und vielgelesenen Kritiken ausschließlich veröffentlichen wird. Dabei ist der sonstige Inhalt des Heftes so reich und mannigfaltig, wie der Rahmen des Unternehmens es nur verstattet. Neben belletristischen Beiträgen von A. Wichard und O. Elster finden wir eine Fülle von unterhaltenden und belehrenden Aufsätzen, u. A. die erste fachgemäße, durch Abbildungen erläuterte Darstellung der Lautenschläger'schenDrehbühne, Schilderungen der russischen Krönungs- feierlichkeiren, Reise- und Jagdskizzen, ernste und heitere Plaudereien aus den verschiedensten Wissensgebieten und eine mit reichem Bilder- schmuck versehene Chronik der Zeitereigniffe. Eine Sprcialität des Blattes, der vielfarbige Faksimile-Druck, ist durch zwei werthoolle Kunstbeilagen, „Lisettli^, nach dem Gemälde von K. I. Böhringer, und „Kämpfende Birkhähne", nach dem Gemälde von W. Gräbhein, sowie durch bunte Streubilder zu den Artikeln „Im badischen Schwarzwald" und „Die türkische Armee" nach Aquarellen von Fritz Reiß und Franz Schlegel vertreten. Eine besondere Ueber- raschung wird den Abonnenten des neuen Jahrgangs durch die Einladung zur Lösung einer interessanten PreiSaufgabe bereitet, deren Wortlaut im zweiten Hefte zur Veröffentlichung gelangt, und als Ehrengabe wird der besten Lösung dieser Aufgabe ein Original-Oel- gemälde „Kinder des Südens" von Löon Herbo (Bildfläche 64Vs* Ctm. breit, 79 Ctm. hoch) in goldechtem Rahmen im Werthe von 500 Mk. zugesichert. So hat die Leitung des Unternehmens alles geihan, um nach jeder Richtung den gesteigerten Anforderungen der Zeit Rechnung zu tragen, und wir sind überzeugt, daß kein Leser das Heft aus der Hand legen wird, der in ihm nicht etwas ihn besonders Anziehendes gefunden hätte. Das erste Heft (Preis 1 Mark) sendet jede Sortiments- ober Colportage-Buchhandlung auf Verlangen zur Ansicht ins Haus. Brodpreise vom 23. August bis 6. September 1896. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......26 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......52 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Weißdrod......24 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot)......48 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......22 v 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod ..... 44 _ 1 Kg (2 Pfd.) Roggen - Kornbrod bet Ernst Muth, W. Amend und G. Spies 21 „ 2 Kg. (4 Pfd ) Roggen - Kornbrod bei Ernst Muth, W. Amend und G. Spies 42 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......66 , Der airSwärtigerr Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) bet W. Weitzel v. Lang-Göns 22 Pfg. Aug. Deibel, Wieseck 24 „ W. Fabel von Wieseck 24 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei L. Stetnmüller, Gr^Linden 38 „ Joh. Kd. Veite o. Kirch-Göns 38 „ W. Weitzel von Lang-Göns 40 „ W.Steinmüller v. Lang-Göns 40 „ Aug. Deibel v. Wieseck 44 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei W. Fabel von Wieseck 66 „ Aug. Deibel von Wieseck 66 „ Der Brodverkäufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 22. August 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Auszug au» Stan&eMmtattgifterti der Stadt Girtzea. UntgeSote. August: 15. Uhrmacher Friedrich Wilhelm Hause mit Marie Frieffe hierfelbst. 18. Taglöhner Johannes Schmidt mit Katharine Sauer Hierselbst. August: 15. Werkfübrer Wilhelm Albert Stauß zu Aalen mit Therese Seitz Hierselbst. 15. Lehrer August Habicht mit Marie Weitzel, beide zu Gießen. 19. Lehrer und Cantor Seligmann Rothsaild zu Duisburg mit Rosa Marie Edeltraud Nußbaum zu Hammelburg. Stbotnu. August: 8. Dem Feldwebel Adalbert Dreger ein Sohn, Adalbert Wilhelm Rudolf. 11. Dem Fuhrmann Johann Hill eine Tochter. 11 Dem Schneider Georg Schmidt eine Tochter, Else Margaretha Karoline Marie. 14. Dem Fabrikarbeiter Konrad Pieb eine Tochter, Dorothea Marie Ann, Christine. 14. Dem Schlosser Johannes Zecher eine Tochter, Emilie Anna Sophie Wilhelmine. 16. Dem Premierlieutenant Eugen Becker ein Sohn. 17. Dem Schreiner Karl Luch ein Sohn, Friedrich Heinrich. •tftoeMlM. August: 16. Privatin Christiane Elisabeth Karoline Luise Reiber, 54 Jahre alt, zu Gießen. 16. Schuhrnacherrnetster Ludwig Appel, 59 Jahre alt, zu Gießen. 19. Privatin Marie Maas, 51 Jahre alt, zu Mannheim. Auszug au» den Kirchenbüchern Ver Stadt Gießen. Svaugelifche Gemeinde. Getränte. Matthäusgemeinde. Den 15. August. August Habicht, Lehrer zu Gießen, und Marie Wilhelmine Weitzel, Tochter des verstorbenen Lehrers Phllipp Wilhelm Weitzel. Getankte. MarkuSgemeinde. Den 16. August. Dem Kaufmann Richard Buchacker eine Tochter, Erna Clara Johanna, geboren den 15. Juli. Denselben. Dem Fuhrmann Wilhelm Decher ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geboren den 3. August. Denselben. Dem Glaser Wllhelm Kreß ein Sohn, Karl, geboren den 22. Juni. , _ , Denselben. Dem Locomotivheizer Carl Orbig II. ein Sohn, Karl Wilhelm Jacob, geboren den 12. Juli. Denselben. Dem Taglöhner Johannes Winnecker eine Tochter, Katharine, geboren den 5. Juni. Lukasgemeinde. Den 15. August. Dem Dreher Gerhard ScheperS ein Sohn, Hans Gerhard, geboren den 3. November 1895. Den 16. August. Dem Locomotivheizer Karl Albrecht em Sohn, Hans, geboren den 16. Juli. JohanneSgemeinde. Den 16. August. Dem Schlosser Heinrich Babel eine Tochter, Hedwig Emilie Minna, geboren den 28. Juni. Militärgemeinde. Den 16. August. Dem Vicefeldwebel Ferdinand Hetz eine Tochter, Margarethe Auguste Anna Karoline, geboren den 22. Juli. Denselben. Dem Feldwebel Heinrich Schmidt ein Sohn, Heinrich Hans Ferdinand, geboren den 30. Juli. Den 20. August. Dem Hoboist Wilhelm Andrä ein Sohn, Friedrich Wilhelm Paul Victor, geboren den 24. Juli. Beerdigt». MarkuSgemeinde. Den 18. August. Ludwig Georg Wilhelm Karl Appel, Schuhmachermeister, verheirathet, 58 Jahre alt, starb den 16. August. Lukasgemeinde. Den 18. August. Luise Reiber, Tochter des verstorbenen Rentners Christian Reiber, 54 Jahre alt, starb den 16. August. Verkehr, Cxmb» unb VGlkswirthjchuft» Sia-ttr, 22. August. Marktbericht. Auf dem heuiigm Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,90—1,10, Hühnereier pr. St. 0 2 St. 12—13 H, Enteneier (I H, 2 St. 0 4, Gänse« eier pr. St. 00—00 H, Käse pr. St. 5-8^, Käsematte pr. St. 3 * Erbsen pr. Liter 15 H, Linsen pr. Liter 26 Tauben pr. Paar JL 0,60 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück JL 0,50—1,10, Enten pr. Stück JL 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund JL 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64—68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 H, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 50-00 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 btl 8,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Centner JL 4,50—0,00, Milch pr. Liter 16 H. SS Obep-Seeme«, 19. August. Der heutige erste Vieh- markt war in Rindvieh verhältnißmäßig wenig stark befahren und war der Handel etwas lebhafter als in Schotten. Aufgetrieben waren etwa 400 bis 450 Stück, meistens Jungvieh, wovon auch ziemlich verkauft wurde. Einjährige Rinder kosteten 60 bis 80 Mk., zweijährige 130 bis 150 Mk., dreijährige 200 bis 230 Mk. da8 Stück. Einjährige Stiere wurde das Paar mit 140 bis 165 Mk. bezahlt, zweijährige 340 bis 390 Mk. und dreijährige mit 450 bis 500 Mk. Kühe kosteten das Stück 150 bis 180 Mk., frischmelkende 220 bis 250 Mk. Der Handel hierin war rege, weil nur wenige vorhanden. Saugkälber, 3 bis 4 Wochen alt, kosteten das Stück 30 bis 40 Mk. Fettes Vieh war nicht aufgetrieben. — An Schweinen waren ca. 150 Stück, meistens Frühjahrsferkel, angelrieben, welche alle verkauft wurden; das Paar kostete 60 bis 70 Mk., bessere 80 big 90 Mk. Junge Sommerferkel, welche ebenfalls alle verkauft wurden, kosteten das Paar 20 bis 30 Mk. Zuchtschweine waren wenig aufgetrieben, das Stück kostete 50 bis 65 Mk. Fette Schweine waren im Preise bedeutend gestiegen, es wurde das Pfund Schlachtgewicht zu 45 bis 52 Pfennig gekauft. Der Markt in Rindvieh war deshalb flott, weil der Markt In Gießen infolge der Maul- und Klauenseuche nicht abgehalten werden durfte. Es fanden sich neben norddeutschen Händlern auch Handelsleute von Gießen und Umgegend ein. Der nächste Markt findet in 14 Tagen statt. Witteruugsbericht vom 21. August. Den Norden Europas bedeckt eine umfangreiche Depression, welche zwei Eentra aufweist, eins vor der mittleren und norwegischen Küste, ein zweites im Innern Rußlands. Ihr Einfluß erstreckt sich durch einen südwärts vorgelagerten Ausläufer ziemlich weit in den Continent herein. Auch im westlichen Theile des Mittelmeergebietes besteht noch ein flaches Minimum. Durch den südlichen Theil des Continents verläuft ein Rücken hohen Barometerstandes, welcher zwei Maxima im Südwesten und Südosten des Erdtheils mit einander verbindet. Süddeutschland lag am Morgen auf der Rückseite des genannten Ausläufers und war dementsprechend wieder allenthalben trübes und regnerisches Wetter eingetreten. Bo«arr»sichtliS» SUUftmgi Fortdauernd unbeständiges Wetter. Temperatur der Lahu und Luft nach Reaumur gemeßen am 22. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr r Wasser 13V,, Lust 12V, Rübsamen'fche Badeanstalt. Die Rentabilität jeder maschinellen Anlage wird bedeutend erhöht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Betttebsmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen sind die Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von R. ®olf in Magdeburg-Buckau bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie und Londwirthschaft verbreitet. Gering er Brennmatertalverbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit sind die Hauptvorzüge dieser Maschinen, vermöge deren fie nicht nur ans allen deutschen Locomobil-Concurrenzen stets den Sieg daoongetragen haben, sonder» auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet sind. [411 Empfehlungen. C. Röhr & Co. Specialgeschäft für Kinderbetten u. Erstlings- 5 wasche. c» Illußtr. Catal. grat. u. fco. Große Sendung Suppen- und Tafel-Krebse eingetroffen. 7527 Carl Schwaaba __Delicare ff enhandlung. Verlag von Emil Roth in Gießen. /rtpristliches Kausöuch V u. JamiNen-Wronik. Octav-AuSgabe in Chagrin-Einband 60^. Quart-Ausgabe auf Velinpapier, hocheleg. gebunden mit Goldschnitt JL 1.50. Das künstlerisch schön ausgestattete Büchlein, bestimmt zur Aufzeichnung der wichttasten Famtllenereignisse, um diese den Nachkommen zu überliefern, enthält Anleitung und Raum zur Eintragung deS Trautextes, zu Familiennachrichten über die Eltern und Voreltern der Eheleute, über Sterbfälle, Geburten, Schulbesuch, Confirmation und Verheirathung von Kindern, sowie für sonstige freudige oder schmerzliche Familienoorfälle. Eignet fich als nettes Geschenkchen an Familien, bezw. Eheleute, die es noch nicht kennen. »eint Familie dürfte daS Christ, ttche Hausbuch ohne herzliche Areude begrüße«. Borräthig in allen Bnchhandlnngen! Stöbt. Schlachthaus. Freibank. 7488 Heute und Montag: Rindfleisch, sticht ladenrein, per Pfd. 50 Psg. 8chweineffeisch sticht laüenrein, pr. Pfd. 45Pfg. TstM" Die Freibank bleibt bis 10 Uhr Abends geöffnet. 7633] Ein kleines Logis zu oermtetben. _________________Ctchgürten t. Vermiethungen 7539} Zwei kleine Wohnungen an einz. Leute zu vermiethen. Dammstraße 16. 7536) Im Neubau Grüubergerstr. 50 eine schöne Mans -Wohnung mit Wasserl. zu verm. Zu erfragen Grünbergerstr. 43. 7530] Zwei Stuben nebst Zubehör zu vermiethen. Große Sstühlgaffe 21. 7537] Kleines möblirteS Zimmer mit Kost zu vermiethen. Ltndenplatz 7. 7521] Zwei Zimmer mit Zubehör an einzelne Dame oder Herr zu vermiethen. ___________Bahnhofstraße 49, 1. 7520] Unmöbltrtes Zimmer zu ver» miethen.___________Steinstraße 67. 7529] Eine unmöblirte Stube an eine einz. Frau zu verm- «r. Mühlgaste 21. T .Ä d AM mit Wohnung per sö- 1I11IMWVA fort zu vermiethen. Mt SR. Bogt Wwe., Wallthorstr.8. 672*2] Schöner Pferdestast, eoent. mit Burschenzimmer, zu vermiethen. JeanDer«, Westanlage 15. Technikum Lemgo i. Lippe, Bau-, Steinmetz' Tischler-, Schlosterfchnle. Beginn 30. Oktober. — Ziegler- und Heizerschnle. 1. December. Programme kostenfrei durch die Direetio«. 7524 Echtes Pergamentpapier. Tüchtiger Vertreter von leistungsfähiger Fabrik gesucht. Offerten unter PPF an die Exped. dieses Blattes.7518 7525] Ein jüngerer, mit Correspondenz und Buchführung durchaus vertrauter Commis für Comptoir und Lager gesucht- Wohnung und Verpflegung außer dem Hause. Offerten unter €t. H. an die Exped. d- Blattes. 4—6 tüchtige Maurer nach Marburg bei hohem Lohn gesucht. 7534 Carl Dauber, ______Marburg, Bahnhofstraße 22. Bäckerlehrling gesucht. 7515___________Wallthorstratze 81. Ordentl. Dienstmädchen per sofort gesucht. 7522 Krarr Jacob Batt, Marktstr. 27. 7541] LanfmLdchen gesucht. Löberstratze 19, in. Stellen-Gesuche.« ß für einen jungen Mann, 17 Jahre alt, welcher eine auswärtige höhere Lehranstalt besucht bat und zwei Jahre in einem Fabrikgeschäft thätig gewesen, wird Beschäftigung auf dem Bureau einer Behörde oder eines Rechtsanwalts gesucht. Näheres in der Exped. b. Bl. Bekanntmachung. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung in Ausführung des § 7 der Wochenmarktordnung beschloffen hat, daß das Feilbieten von Obst und Bodenerzeugniffen an offenen Ständen für die Folge nur noch an fünf Thorplätzen gestattetest und zwar am Neuenweger- und Seltersthor, auf der Westanlage, zunächst der Bahnhofstraße, sowie auf Oswalds Garten, nahe der Spies'fchen Wirthschaft und an der äußeren Ecke der Neustadt, bringen wir dies mit dem Anfügen zur Kenntniß, datz die öffentliche Verpachtung dieser fünf Plätze Donnrrstag, den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Saale des alten Rathhauses unter den bei der Verpachtung bekannt gegeben werdenden Bedingungen stattftndet. Gießen, den 19. August 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. 93.: Wolff. 7540 OOOOOOOOOOOODOOOOOOOOOOOO Die neuesten Damm-Mantel, Capes, Kragen, Iaquets, Radmantel für die Herbst-Saison empfiehlt in größter Auswahl 7454 Hermann Katz Misburg 5. Modewaarengeschäft. Masburg 3. OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO ar Prima Cognac garantirt französischer Verschnitt, per Ltterflasche JL 2.—, sowie französische Cognacg unter Originaloerschluß in verschiedenen Preislagen. 368 E. Dort, Wallthorstratze 45. Specialität: Fertige schwedische Zimmer-Thüren Futter und Bekleidungen 4020 Emil Funcke, Niedenau 15. Frankfurt a. M. Niodenau 15. Ueber 100 verschiedene Thürsorten stets auf Lager. Illustrirte Preisliste gratis. G. F. F. 7535 Montag den 24. A « g « st, »bendS 8‘/2 Uhr: U e b u n g. _______________DaS Commando. Widerruf. ermischte Anzeigen. Die gegen Herrn «art Drescher, Gafiwtrth in Gießen, von mir am 17. l. Mts in der Steinmüller'schen WirthschaftinHeuchelheimauSgesprochenen »-leidignngen nehme ich hierdurch unter Bedauern zurück. 7533 Christian Kessler, Heuchelheim. 7628] Im Unfertigen von Wasser- und Dampf Armaturen, sowie im Anlegen von Wafferleitnngen »nd im Repariren derselben empfiehlt fich billigst Joh. Adam, Neustadt 2. Rasche und schöne Ausführung Stereotypie, Galvanoplastik, Buchbinderei Brühl’sehe Universitäts-Bneh- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) Verlag des Giessener Anzeigers 7 Schalstrasse 7 empfiehlt eich xur Anfertigung aller Buchdruck-Arbeiten in eleflantem Schwarz- und Farbendruck. Kirchweihfest ^Wieseck.^ Sonntag, den 23. und Montag, den 24. AW Kirchwkihftsl Hierzu laden ein Gg. Dorfeld. Wwe. August Will. Adam Ziegler. Karl Dorfeld. ^^Veteranen-Verein Gießen. Eingetretener Hindernisse halber ist der auf Sonntag den 23. ds. Mts. projectirte Ausflug nach der Badenburg bis auf Weiteres verschoben. 7526 Der Vorstaud. Ilorliiii* 81fr LM Großcn-Lindci Sonntag, den 23., und Montag, den 24. Augni wozu freundlichst einladen Wirthe: J. Weigand. Ph. Schaum Wwe. _________G. Post. (Grnlii’it-lhilcdi Sonntag den 23. und Montag den 24. AWi Kirchweihfest, wozu freundlichst einladet 75H Gastwirth. Grösser. Großen-Bused Sonntag den 23. und Montag den 24. Augui wozu ergebenst eiuladet Heinrich Pr üch, Kühlen Krurs Wenige Bürstenstriche, selbst auf eingefettetem Leder, genügen zur rrpU* eines prachtvollen, dauerhaften, tiefduvklen Glanze» Gentner’s Wichse in rothen Dosen mit dem KamiM Da die rothen Dosen von vielen Fabriken nacbge*^ worben find, so achte man beim Einkauf fpedcO «r*- Kaminfeger und die Firma des Fabrikanten Carl Gentner in .t Kensttt fitzt - Ü,lj. Man stht ch,rf.chtlanldrnä < IBrnntiwtl und btzarscht im Zim chvl btn fcinbtu iekt genau« hi ieübt< »etter al Pnd. Die %\[ ifiimelch seinem 23» guter Fawi rfich dann die 8 nlit jetzt zum! i ßtzrr in saarer I geworden, zog s i wieder anfgtbtn, IIjittt. Wun nabu fi 96kt jand nut tot do tarn ttvtz Vzu ' st nicht! weitet : ersitztr st, ab i Ätflgnirt ergab iHungettod. Nc Nachbarin ihr h hlte UarerstLtznng umd ab und an ^schwachen Hände mck einen «lagt ?Neiichel rntbrh 'yMich fühlbar Wot)u (vrigi sedaflei« u S01 Wti und Xa ^ttrhen u y^nnb^ 1" man nichr t ! J1 ökdeokro di 1? auf . wurde. zn Q fQni I die Sr 1 ®1? 1 1 •Waum Mi. schloß