Eingesandt. eU8«t, 22. Januar 1898. Aus die verflossene 25jShrige Gedenkfeier der Wtederaufrichluvg deS Deutschen Reiches erlaubt sich Einsender dieses nochmals zurück- zukommen. Die schönen Reden sind noch in unser Aller Gedächtniß und keinem der Anwesenden werden die großartigen und mächtig packenden Chöre der oereintglen Männergesangveretne oergesien sein. Es hat sich auch bei dieser Feier wieder bewiesen, daß durch etnmüthtgeS Zusammenwirken und Einigkeit der Sänger unter sich aus dem Gebiete des GesangeS etwas Großartiges celeistet werden kann. Sollte es in unserer lieben Stadt Gießen nicht möglich sein, diesen vereinigte« ML««archoe stets zu erhalten und der eS sich zur Aufgabe stellt, öffentliche Eoncerte zu veranstalten, aus deren Einnahmen ein Fond zur Erbauung einer Tonhalle angesammett wird. Wenn einmal der Anfang dami: gemacht ist, dann wird eS auch wettere Beihilfe geben. Diese vereinigten Männerchöre bestehen auch in anderen größeren Städten, warum sollte dies nicht in unserer, im steten Entwickeln begriffenen und sonst mit musikalischen Genüssen gesegneten Stadt der Fall sein- r , , . . Eine geeignete tüchtige Kraft als Dirigenten haben wir ja i« Herrn Franz Bauer gefunden, dem etz auch leicht gefallen ist, sich die Liebe und Achtung seiner Sänger zu erwerben. Herr Bauer, der sich in der musikalischen Welt schon einen bedeutenden Namen erworben hat, wird sich gewiß chteser Sache annehmen. Bei Gelegenheit deS jüngsten Commerses in Steins Garten wurde dieser Gedanke von einem Sänger in humoristischer Weise zum Ausdruck gebracht und dienen vielleicht diese Zeilen zu einer baldigen Anregung dieser Angelegenheit. Einer für Viele. ■ b M jeder fltf, tonte «Stoffes^ MW gj ■ ■ trat». Man schreibe um Muster ________ ■ W® ■ ■ unter Angabe des Gewunschtcn- von Elten & Keussen, Seidenwaaren-Fabrik, Crefeid* r Hier. Wissen? »Uh, erein erein. !ds8'j» Uhr Tersitlt. WlttjÄ m, neu ergebenst ein. wn C. Orbig, L sowie Äbenbi « auch bei bn ratende. uz. Probe. Vorstand. rerein. er 10 i 8 llhr ht M iend 16» Lebfl eil« [öden- ODltt **»»** ^ na l03K ab. Obl- 1C2J» 1886' bb- 1O3.iö re.« 8920 31* jOl'i ictt» i ^168? Rr. 19 Der chteßeaer Auzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. Die esießener Ia«ttie«ßtLt1er Werde» dem Anzeiger «Gch«tt1ich dreimal beigelegt. Zweites Blatt. Donnerstag den 23 Januar 1896 ■ ------"t Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Bierteljährtger X Abounemcntsprei»» 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Vledaction, Erpeditia» und Druckerei: KchatstratzeNr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Meers Gieren. »nnahme^von^Anzeigea^u^^R^ I ÄIL' «nnoncen.Bureaux deS In. und Auslandes nehm« ßolgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. | (jtUinUlCllPUUUl-. | Anzeigen für den „Gießener Anzeiger entgegen. Bei der Redaetion eingegaugene Bücher re.: — 3enaif»er viercomment. Zu Nutz und Frommen akademischer Gemüthltchkett entworfen. Siebente Auflage. Leipzig. Verlag von Hermann Haacke. Preis 75 Psg. Technische Fortschritte. — «ege« die weitverbreitete 9ta«d>* v«b «otzplage ist ein Apparat gerichtet, für den E. F. Burger tn Zw'ckau i. S. in allen größeren Industriestaaten ,bad Patent erworben hat. Er besteht aus mehreren Düsen, die im hinteren Theile des FuchseS. kurz vor dem Eintritt der Feuergase in den Schornstein, angebracht find und Waffer mit einem Druck von 6 bis 8 Atmosphären in die Rauchgase fpritzm, um fte zu waschen, den Ruß auSzuscheiden, die schweflige Säure abzusangen, zu lös« und beide am Fuß des Schornsteins als schwefltgsaures Rußwaffer durch einen Canal ab» zuführen. Der Apparat läßt sich in kleine so gut wie in große Feuerungsanlagen einbauen, also für Bäckereien usw so gut wie für Dampskesselfeuerungen verwenden, deren mehrere schon in Glauchau, Zwickau, Kroffen und an anderen Orten erfolgreich mit der neuen Einrichtung versehen find. Nähere Mittheilungen nebst Abbildungen findet man in einer kleinen von O. Gruner verfaßt«, im Selbstverlag von C. F- Burger in Zwickau i- S. erschienenen Broschüre, die unter dem Titel: „Ist die Rauch- und Rußplage ein unabwend- ltcheS Hebel?" den Weg zu ihrer Abstellung zu weis« unternimmt. — Um Se-a«stü«de »o« Eise« »der «Iah» -ege« »o« |tt schützen, empfehlen die Farbenfabriken vormals Friedrich Bayer il Co. in Elberfeld, ihnen einen Anstrich mit einer verdünnten Mischung von wässeriger Ferrocyan- oder Ferricyanwafferstoffsäure und einer anderen kräftigen Säure zu geben (D. R -P. 82886). Es soll sich dann aus der Oberfläche deS Metalls eine dünne Schicht von Berlinerblau bilden, die das Zutreten von Luft, also das Umfich- greifen des Rostes verhindert. Es ist nicht nöthtg, das Eisen zuvor von älterem Rost zu befreien; der Anstrich kann vielmehr ohne weitere Vorbereitung und Reinigung deS Metalls aufgetragen, wohl auch später mit irgend einem Oelfarbenanstrich überdeckt öerben. Amtlicher Theil. Gießen, den 20. Januar 1896. vetr.: Das Ersatzgeschäft pro 1896. Der Cibilborfitzende der Großh. Ersatz-Commission Gießen m die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Mit Rücksicht auf den frühen Beginn deS diesjährigen desatzgeschäftes wollen Sie alsbald mit der Aufstellung der «tuen Stammrollen beginnen und solche mit denjenigen pro 1894 und 1895 nngesanmt einsenden. Etwaige Zugänge find besonders in Borlage zu bringen. Dr. Melior. Deutsche» Reich. Darmstadt, 21. Januar. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin, sowie Seine Großherzogltche Hoheit Prinz Wilhelm beehrten das gestern von Sr. Excellenz Herrn Staatsminister Finger veranstaltete Ballfest, da» einen höchst solennen Verlauf nahm, ■k Allerhöchstihrer.Anwesenheit. Der Krieg von 1870|71, laichlldert durch Ausschnitte au« Zeitung«-Nummern jener Zett (Nachdruck verboten.) 21. Januar. Ans dem Tagebuche eines Belagerten. 15. Januar: den bombardierten Stadtviertel« ist ein großer Theil der Läden geschloffen: einige Bürger haben ihre Häuser zu einer Art von Kasematte gemacht; während andere ihre Schlafstube im Keller aufgeschlagen haben, und ihren HauS- rath auf das rechte Setneufer htnüberfchicken. Die Straßen jedoch, und zwar selbst in den am meisten ausgesetzten viertel«, find voller Menschen, und alle hochgelegenen Punkte, le« welchen aus man einen Blick auf die preußischen Batte« rien werfen kann, sind mit Neugierigen überfüllt. Jeder- «an« ist gegen die Uebergabe, Niemand aber weiß, wie sie zu vermeiden ist. Die Clubs fahren mit ihrem Geschrei «ach der Commune fort, und in dem Club der Rue ArraS ging gestern ein Redner noch einen Schritt weiter, indem er qdie Herstellung der Anarchie als herrschende Gewalt" forderte. Trochu wird fort und fort tn den Zeitungen angegriffen und nur lau vertheidigt. Die Franzosen sind so sehr daran gewöhnt, daß der Staat alles für sie thut, daß sie die herrschende Gewalt für alles Fehlschlägen verantwortlich machen. Siege auf dem Papier haben so lauge für Stege im Felde her- gehalten, daß Niemand auch nur daran denkt, diefeS Papier« geld sei so sehr im Werthe gefallen, daß ein Bankerott unvermeidlich geworden. Trochu wird wahrscheinlich daS Schicksal deS „Mannes von Sedan" und des „Mannes von Metz" ihetlen. Wie wir hören, stellt die Regierung eine Untersuchung an, um genau zu ermitteln, wie lange unsere Mundvorräthe noch Vorhalten werden. Jeder Erwachsene rrhäl? jetzt Var Psd. Fleisch. In den beffereu Restaurants sind die Fleischportionen unbeschränkt, aber ebenso die Preise. Hwei EselScotelettS z. B. kosten 18 FrcS., und alles andere im Berhältniß. Die Hauptsrageist aber jetzt die, wie lange unsere Drodvoräthe aushalten werden. In einigen Bezirken find dieVor-- räthe schon um 8 Uhr Morgens erschöpft. Dadurch, daß die Leute miß den bombardirten Bierteln tnS Innere fliehen und hier ernährt sein wollen, ist die Bertheilung der Nahrungsmittel ii Unordnung gerathen. DaS Brot selbst ist elendes Z-ug. DaS Elend unter den ärmeren Klaffen ist noch täglich im Hanehmen begriffen. Die Mehrzahl der Mäaner weiß sich mit auderhaib Franken täglich durchzuschlagen. Morgens exerciren sie, und später treiben sie sich bis in die Nacht in KafvS und Kneipen herum, wo sie den Mangel an fester Nahrung durch' Flüssigkeiten zu ersetzen suchen. Mit den Frauen und Kindern aber ist es etwas anders. Die .rtzteren sterben wegen Mangels an Nahrung und Wärme, »ad die ersteren haben eben nur so blei, um Leib und Seele «othdürftig zusammeuzuhalten, und um dies Wenige zu be- Zommen, müffen sie Stunden lang vor den Thüren der Metzger und Bäcker warten, bis an sie die Reihe kommt. Und doch hört man keine Klage. Stillschweigead dulden die Aermften, und wenn einmal eine sich zu einer Anspielung elf die Capitulation versteigt, wird sie gleich von ihren Nachbarinnen für feig erklärt. 16. Januar: Die Sterbe- sLlle der vergangenen Woche zeigen gegen die Woche vorher einen Zuwachs von 812, und zwar werden 3982 Todesfälle t verzeichnet «ud man darf überdies auch nicht vergeffen, daß dies nur die Todesfälle in Pr vatwohnungen sind. Die größte Schwierigkeit liegt augenblicklich in der Beschaffung von Brennmaterial. Ich bin bereit, so sagte Jemand, die Sohlen von meinen Schuhen für mein Vaterland zu effen, aber sie müffen denn doch gekocht sein. Alle Mühlen liegen an der Marne und find nicht zu erreichen. ES find nun zwar Dampfmühlen im Innern der Stadt errichtet worden, aber sie arbeiten nur langsam, und so groß die Getreide« vorräthe auch sein mögen, eS ist fast unmöglich, genügende Menge für den täglichen Bedarf zu mahlen. vermischtes. * St« Held von Dijo« ist dieser Tage in Berlin verstorben : der feit Jahren in Freienwalde lebende Major a. D. Weise. Den Franzosen ist bekanntlich während des Krieges von 1870/71 nur eine einzige Fahne in die Hände gefallen, die des 2. Bataillons vom 61. Jnfanteriec Regiment, welche von den Franzosen bei Dijon unter einem Hausen Gefallener aufgefundeu wurde. R cciotti Garibaldi, der Führer auf feindlicher Seite, war hochherzig genug, die heldeumüthig vertheidigte Fahne dem General v. Kettler wieder zuzuftellen. Der letzte Offizier, der die Fahne vor ihrer Auffindung trug, war der damalige Premierlieutenant Weise, welcher an Armen und Händen durch mehr als zwanzig Schüsse schwer verwundet wurde. * Kaiserslautern, 19. Januar. Am humanistischen Äym- nafium wurden mehrere Schüler dimittirt, weil sie an Neujahr au Schülerinnen der städtischen Töchterschule beleidigende und laScive Ulkkarten sandten. Die Väter dieser Schülerinnen übersandten, nach den „M. N. N.", die Karren dem Rectorat. Durch Vergleichung der Schriften mit den ArbeitSheften wurden die Thäter ertappt. Die eigentlich Bestraften find in solche» Fällen natürlich doch immer die Eltern. * Der seltene Fall, daß ein Ehemann, der fich bereits seit längerer Zeit zum zweiten Male verheirathet hat, erst jetzt seirie erste Frau bestatten läßt, ist in dem Orte Borsum an der Ems vorgekommen. Die Ehefrau deS LaudwirthS Kaffen stürzte vor drei Jahren in die EmS und konnte t otz eifrigen NachforschenS nicht geborgen werden. Auch daS A'iSsetzen einer Geldprämie hatte keinen Erfolg. Inzwischen hatte fich K. wieder verheirathet. Nunmehr fand man in der EmS unweit des Kreisortes Afcheudorf eine fast zum Scelett verweste Leiche, in der nach dem noch vorhandenen goldenen Trauring und den Kleidern die Identität der vor drei Jahren verunglückten Frau K. festgestellt worden Ifi.J ____ _ * Ein eigenartiges System zur Messung hoher Tempera« tnren bezw. ein darauf beruhendes Pyrometer ließ fich G. Wiborch in Stockholm patentiren, welcher nämlich zu diesem Zweck Explofiv-Körper benutzt, die fich bekanntlich bei einer bestimmten Temperatur zersetzen und explodtren. Um die Temperatur in einem Raume mit Hülfe dieses Ver- fahrens zu bestimmen, wird ein Körper auS feuerfestem Material, welcher einen Explosivstoff von bekannter AnsangS- und ExplofionStemperatur enthält, in den auf feine Tempe« ratur zu messenden Raum gebracht und die Zeit, welche bis zur Explosion verfließt, bestimmt. Mit Hülse einer empirisch festgeftellten Tabelle wird alSdann aus der beobachtenden Zeit die Temperatur des Raumes ermittelt. (Mitgetheilt vom Internationalen Patent-Bureau Karl Fr. Reichelt, Berlin N. W.). * DaS Stubenmädchen oes Marschall«. In der vor Kurzem veröffentlichten Biographie Canrobert's von L. Mart n wird folgende Änecdote erzählt: Eines TageS wurde der Kaiser mit seinem Sohne zu einer großen Truppenschau im Lager von Chalons erwartet, und Canrobert hielt es für geboten, alle dort versammelten Truppen vor der Ankunft des obersten Kriegsherrn persönlich genau zu besichtigen. Dabei fiel ihm ein Soldat auf, der nicht gerade allzu große Sorgfalt auf seine Uniform verwendet hatte. Ziemlich entrüstet sagte der Marsrall zu ihm: „Ich werde Dir mein Stubenmädchen schicken, damit fie Dich ordentlich anzieht." — „Nicht nöthig, Herr Marschall," entgegnete der Soldat, „bie besuche ich alle Abende." Darauf im Gefolge CanrobertS ein Ausbruch allgemeiner Heiterkeit, in die er schließlich selbst einfiimmte. «nkversitäts. Nachrichten. Jena, 21. Januar. Der Orientalist Prof. Stickel ist heute im 91. Lebensjahre gestorben. Verkehr, Cant» rrrrd Volkswrrtyfchast. — Stell««- für tuuge Landwirttze ohne VermSgen l ES ist eine bekannte Th-tfache, dax der Betrieb der Landwtrthfchast, wenn derselbe einigermaßen renttren soll, ein erhebliches Capital erfordert. Bet zu geringen Mitteln ist meistens trotz allen Fleißes, aller Strebsamkeil nichts zu erreichen und geht das kleine dabet verwandte Vermögen häufig auch noch verloren. So bleibt bann unbemittelten jüngeren Landwtrthen in der Regel nur übrig, entweder eine untergeordnete Stellung bet Verwandten rc. zu übernehmen oder als Verwalter ihren Unterhalt zu suchen. Aber auch zu diesem Posten findet ein derartiaer Andrang statt, daß besser bezahlte Stelle« zu den Seltenheiten gehören und heute viele Hunderte von Verwaltern und Jnsp^ctoren stellenlos find. Da möchten wir die Aufmerksamkeit der jungen Landwirthe auf die Carrtöre eines land- wtrthschastlichen Rechnungsführers und Amtssecretärs lenken, die heute noch die besten Aussichten zu einem guten Fortkommen dar- btetet. Weil viele Oeconomen eine große Abneigung gegen Bureau- Arbeiten haben, so sind derartige Stellungen stets vacant. Außerdem ist infolge neuen Einkommensteuergesetzes, sowie der neueren socialen G-setzgebung jetzt fast jeher größere Besitzer genölhigt, fich einen Rechnungsdeamten und Secietär zu halten. Die Slellungm sind zum größten Tbetl angenehm und mit einem hinretchenben Em- kommen versehen. Besondere Vorkenntnisse, außer denen einer guten Elementarschule, sind nicht ersorderlich. Zu jeder ferneren Auskunft ist der Vorstand des Landwirthfchaftlichen Beamten-VeretuS zu Braunschweig, Madamenweg 160, gern geneigt. Bekanntmachung, betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Staufenberg, Kreis Gießen. In der Zeit vom 24. Januar l. I. bis einschließlich 7. Februar l. I. liegen aus dem Gemeindehaus zu Staufenberg die Arbeiten des 3. Abschnittes vom 1. Felde rubr. Gemarkung, nämlich: 1) drei Zutheilungskarten, 2) ein Band Gütergeschosse, 3) das ZuthuiungSverzeichniß, 4) das Abschätzungsverzeichniß der Obstbäume nach dem alten und neuen Stand nebst einem Band alphabetischer Zusammenstellung, 5) das Besitzstands isrzeichniß mit der Abschätzung über die aus der Gemarkung Lollar infolge Gemarkungsgrenzregulirung zugezogenen Grundstücke, 6) desgleichen dasjenige für die Gemarkung Daubringen, 7) desgleichen dasjenige für die Gemarkung Mainzlar, 8) die drei Zutheilungsverzeichniffe nebst Plänen über die infolge Gemarkungsgrenzregulirung neu gebildeten Grundstücke der Gemarkungen Lollar, Daubringen und Mainzlar, zur Einsicht der Betheiligten offen. Hierbei wird ausdrücklich bemerkt, daß die Zutheilung in den Districten „obig dem Weiher", „obig dem Burg- oder" und „unter dem Burgacker" nur dann beibehalten werden kann, wenn die derselben zu Grunde liegenden Wege die höhere Genehmigung erfahren. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen gegen die Arbeiten des 3. Abschnittes vom 1. Felde rubr. Gemarkung, welche schriftlich einzureichen sind, findet statt: Samstag den 8. Februar 1896, Vormittags 10—11 Uhr, auf dem Gemeindehaus zu Staufenberg, wozu ich die Interessenten unter dem Hinweise einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschloffen find. Friedberg, 20. Januar 1896. 738______Der BereinigungScommiffär: Dr. Göltet mann.___ Holzversteigerungen in Hräfficher Höerförsterei Lauöach: I. Mittwoch ben 29. Januar d. I. bei Freienseen: 1) im Kreuzfeenerberg r 496 nn Buchrn-Scheiter, 200 rm -Prügel, 86 rm -Stöcke, 186 rm -Reiser; 1 Eiche von 13 m Länge und 20 cm Durchmesser; 2) im Steinbiegel (größtentheils oorgezeigt): 230 rm Buchen - Stammprügel, 53 rm -Reiserprügel; 3) auS Jmsenban (unvorgezeigt): 20 rm abst. Buchen-, Kirschbaum- rc. Prügel, 90 rm Buchen-Reiserprügel, 4 rm Fichten-Bohnenstangen- II. Areitag de« St. Januar d. I. bei Alterihain: 1) im Naffewald r 400 rm Buchen - Scheiter, 138 rm -Prügel, 21 rm Eschen- und Ahorn - Prügel, 83 rm Buchen-Stöcke, 80 rm -Stammreiser in Schichten, 339 rm -Ast- und Zopsreiser; 26 Buchen-Ab'chnitte von 3—9 m Länge. 36—63 cm Durchmesser — 25,06 cbm, 13 Eschen - Abschnitte von 18—42 cm Durchmesser — 3,35 cbm, 6 Ahorn von 18—31 cm Durchmesser — 1,07 cbm; 2) auS tdudstrauchr 13 rm Buchen- und Eschen - Prügel; 3) aus Saendelrai« r 14 Buchenstämme von 35—o* cm Durchmesser mit 12,09 cbm, 1 Eiche von 9 m Länge und 31 cm Durchmesser, 3 Eschen-Abschnitte von 26—40 cm Durchmesser — 0,85 cbm, 4 Ahorn-Abschnitte von 26—32 cm Durchmesser — 1,01 cbm; 4 aus Olushaur 19 Eschen-Abschnitte von 2—8 m Länge, 21—32 cm Durchmesser = 5,87 cbm; 6,6 rm Buchen- und Eichen-Prügel, 22 rm Eschen-Prügel (1,5 m lang), 7 rm -Stöcke und -Reiserprügel; 5) aus Dickebusch r 1 Buchen-Abschnitt (Hackklötze) von 1 m Länge und 85 cm Durchmeffer; 6) aus Hoherain r 4 E'chen-Abschnitte von 8—6 m Länge, 60—74 cm Durchmeffer — 5,86 cbm; 7 aus Jmseuha«r 2 Ahorn- Abschnitte — 0,26 cbm. DaS Holz unter Nr. II., 2—7 wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt und kommt erst Mittags im Naffewald beim Feuer zum AuSgebote. Da« aus Naffewald, Kändelrain und MuShau zur Versteigerung kommende Stammholz ist mit Kalk b-spritzt. Zusammenkunft jedesmal um 9’/» Uhr Vormittags und zwar am ersten Tage am Eingänge in den Kreuzseenerberg von Freienseen aus; am zweiten beim Alten- -ainer Teiche. L a u b a ch, den 18. Januar 1896. 737________________________________________»räfliche OverfSrfteret. Bekanntmachung. Wettbewerbung um deu Cutwurf einer festen Straften brücke über den Rhein bei Worms. Nachdem der Spruch des Preisgerichtes erfolgt ist, findet die öffentliche Ausstellung der mit deu Gntwürfeu eingegau- genen Pläue vom 23. Januar beginnend bis zum 5. Februar d. I., beide Tage einschließlich, statt. Die Ausstellung befindet sich in dem Neubau des Dienstgebäudes der Großherzoglichen Centralstelle für die Gewerbe (Neckarftraße 3) zu Darmstadt und ist diese Ausstellung von Vormittags 10 Uhr bis Nachmittags 5 Uhr geöffnet. Durch den Spruch des Preisgerichtes wurden die nachstehenden Preise zuerkannt: Ein erster Preis im Betrage von 10 000 Mark dem Entwurf mit dem Kennworte: Civltati Vangionnm, als dessen Verfasser ermittelt wurden: Maschinenbau-Actien-Gesellschaft Nürnberg, Filiale Gustavsburg in Gustavsburg bei Mainz und Bauunternehmer Grün u. Bilfinger in Mannheim und Karl Hofmann, Gr. Baurath u. Stadtbau- meister in Worms. Ein zweiter Preis im Betrage von 6000 Mark dem Entwurf mit dem Kennwort: Worms - Rosengarten, der Entwurf ist ein» gegeben von der Gutehoffnungshütte zu Oberhausen. Die Verfaffer sind: Profeffor Reinhold Krohn, Director der Brückenbauabtheilung der Gute« Hoffnungshütte; Prioatingenieur A. Schmoll (früher in Firma Gebrüder Klein, Schmoll und Gärtner in Wien) in Darmstadt - Architect Bruno Möhring in Berlin. Ein dritter Preis im Betrage von 3000 Mark dem Entwurf mit dem Kennwort. Wonnegau, als dessen Verfaffer genannt wurden: Aktiengesellschaft für Eisenindustrie und Brückenbau, vormals I. C. Harkort in Duisburg- Profeffor Frentzen in Aachen; Bauunternehmung R. Schneider in Berlin. Ein dritter Preis im Betrage von 3000 Mark dem Entwurf mit dem Kennwort: Gedenket des Alten, Lebt mit dem Renen, als deffen Verfaffer ermitt-lt wurden: Maschinenfabrik Eslingen durch den Oberingenieur ihrer Brückenbauabtheilung I. Kubier, in Verbindung mit Architect Otto Rieth in Berlin; Bauunternehmung O. u. E. A. Menzel in Elberfeld- Ludwigshafen. Ferner wurde der Ankauf der Entwürfe mit den Kennworten. Neunzehntes Jahrhundert; Cifenkette; Hessen »nd bei Rhein empfohlen und von Seiten der Großherzoylichen Regierung ein Betrag von je 2000 Mark hierfür weiter zur Verfügung gestellt. Nach Schluß der öffentlichen Ausstellung können die nicht mit Preisen ausgezeichneten oder weiter nicht angetauften Entwürfe zurückgezogen werden. Die betreffenden Herrn Verfaffer werden ersucht, an die Abtheilung für Bauly-esen des unterzeichneten Ministeriums der Finanzen davon Kenntniß zu geben, unter welchen Adressen die Entwürfe, denen die von dem Preisgerichte ergangene Beurtheilung beigefügt werden wird, zurückgesandt werden sollen. Diejenigen Herrn Verfaffer, deren Entwürfe zum Ankauf empfohlen wurden, werden ersucht, anzugeben, ob sie zur Annahme des im Vorstehenden genannten Betrages gegen Ueberlaffung der Entwürfe gewillt find. Darmstadt, den 19. Januar 1896. Steinkohlen la. Nusskohlen la. Authracit- kohlen Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer Donatus Brikets Großherzoglich Hessisches Ministerium der Finanzen. Weber. Brennholz 716 Bersteigerirug. Mittwoch de« 20. Januar l. I., Nachmittags o Uhr, soll in der Gastwtrtbschaft de« Herrn Wilhelm »in« in Mei«-Li«den die den Erden de» Ernst Wallenfels in Gieße« gehörige Wiese im Heßler, in der Gemarkung Gießen gelegen, welche in 13 Stücke getheilt ist, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, den 21. Januar 1896. Großh. OrtSgericht Gießen. ___________I A-: Bogt.________740 IV. 1.1477/94. Das am 27. 9. 94 gegen den Buchhalter Wilhelm Hennig aus Wittenberg erlaffene Ausschreiben wird zurückgenommen. 753 Frankfurt a. M., 17. Jan. 1896. König!. Staatsanwaltschaft. Die Schuldverschreibung der Stadt Hungen vom Jahre 1886 Lit. 0. Nr. 6. Mk. 200 ist zur Rückzahlung mit 1. April 1896 aus- gelost worden. Der Besitzer der genannten Schuldverschreibung wird hiermit aufgefordert, das Capital am 1. April 1896 an hiesiger Gemeindekaffe in Empfang zu nehmen; die Verzinsung endet mit dem 1. April 1896. Hungen, im Januar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Hungen. Buttron. 735 Bekanntmachung. Montag deu 27., Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Januar l. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll im Lcmg- Gönser Gemeindewald „Haide" nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 79 Eichenstämme von 13—30 cm Durchm. und 6—10 m Länge = 17,74 fm. 389 Fichten-, Kiefern- und Lärchenstämme von 13—44 cm Durchmeffer und 6—15 m Länge = 112,66 fm. 9 Eichen-Derbstangen, 0,47 fm. 84 Fichten-Derbstangen, 4,86 fm. 111 rm Nadelscheiter, 682 rm Nadelknüppel (hierunter 63 rm 3 m lang). 9850 Nadelwellen. 192 rm Nadelstöcke. Die Zusammenkunft ist jeden Tag im District Gaubersloch beim Pflanzgarten. Bemerkt wird, daß das Stamm, und 3 m lange Holz am ersten Tage und das Brennholz am zweiten und dritten Tage zur Versteigerung kommt. Lang-Göns, den 21. Januar 1896. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brückel. 736 aufgesprungene und wunde Haut find vorzügliche Mittel: Glycerin, Goldcream, Boroglycerin» lanolin, Praeseroaito-Cröam, 6ieme« Jri«, Creme-Timor, Lippenpomade, Eacaobutter, Glysapol, Perubalsam, Salicyloaseline, Hirschialg Lanolin, Mandelöl, Mandelkleie MandeMei fette, Glycerinseise, Vaseline, Vaselin« seife, Salicylfireupuloer, Lycopodium. Dermotolstreupuloer, Puder, Lanolinseife. Myrrhen-C'kme rc. zu haben in der 610 Adler-Drogerie, Seltersweq 39. Selbst außerhalb der Mauern D unserer Stadt sind die Cigarreu meiner Firma rühmlichst bekannt. Richard Buchacker, Cigarren-Special's^eschäft. HT 11. Nenenbäuen 11. ______Preislisten gratis und franco. Zitherlehrer Adolf Arnold Giessen. Dammstr. 24. Kunstgerechter Unterricht nach anerk. bester Methode. 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