aWEu AunitteAltemm :ltb6maWnm^bk kchtln von 8U Bel mtnallwZwetgmk zerBrenllmateklil lstlgkeil find bltfyn# nur auf aOcn beutfdxs Ikttagm haben, sondm tcago) mil dm Ma *Ä- chen rtt * eait I *« Md Ä'b* ‘' nJet’h te« | ««»lidll ft. 1 U-bn-1, W1‘u PMiottfLer? Dnil fernen fWl« 5»,.«. j loht W waren. Nist n® Wn an den btn ^«acttr > * den zchna Weiten von &r, Meß eine gan,r let™g; fir fand ■ ’tn Ansprachen zur ] Hvchs aus ftailn uvd dm Gesau; wdk ertottt solch 1 eine grobe Zeil »frone, ein toch trotz allem Partei^ Kaiser und Reit erkalten wird, » ioM isse Nr. 10. SfEkuchen Wl. „ L., A)«-GeW d. Torten, zlich srisch * bekannter Güte ei Heiller, danlage. _____5ii englische »id* ’ 54) Schlatter. ie >it ••£5 rett- -Lr. iS Erstes Blatt. Donnerstag den 23 Januar Der Oietzener A«»eiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener M«»ttt-«0tStter »erden dem Anzeiger .»Gchentlich dreimal bestiegt Meßmer Anzeiger General-Wizeiger. viertelfäbriger AdouncmentspreiSt 2 Mark 20 Psg. mit vringerlohn. ( Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 Psg- Rebactian, LpreditiaO und Druckerei: -chntsiratze Hlr.I. Fernsprecher 51. / Amt»« und Anzeigeblatt für den ICrets Gießen »«nähme Dow Anzeigen zu der Nachmittags für dem folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamilienölätter. m Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. »IIIII! I! Amtlichen Tbeil. Gießen, am 21. Januar 1896. Betr.: Die Einsendung der für die LandeS-Waisenanstalt zu erhebenden Collecten und Büchsengelder. Dar Großherzogliche Kreisamt Gießen _ , Morgen: Anträge, betreffend Vorrechte der Bauhandwerker, Sicherung der Wahlfreiheit und Sicherung der Coalittonsfreiheit. Netteste Hadprid^ten» Wolff« telegraphische« Eorresponden,-Bureau. »eilte, 21. Januar. Der „Reichsanzeiger" erklärt die Meldung der „Elbinger Zeitung", General Lenze habe mehrfach die Nobilitirung abgelehnt mit den Worten: „Wenn der bürgerliche General Lenze nicht im Stande ist, da« ihm anvertraute Armeecorps zu führen, wird eS auch dem adeligen Herrn von Lenze nicht möglich sein", als auf müßiger Erfindung beruhend. Berlin, 21. Januar. Bei den heutigen Wahlmännerwahlen zur Landtagsersatzwahl im 4. Berliner Wahlbezirke sind 245 liberale und 18 conservatioeWahl- mänuer gewählt worden. In 49 Urwahlbezirken war kein Wähler erschienen. Berlin, 21. Januar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Nach einer Depesche aus Kamerun haben in der letzten Zeit in der Nähe der Station Jaunde mehr- tägige Kämpfe der Garnison mit den aufrührerischen Eingeborenen stattgefundeu. Zwei Europäer der Schutztruppe, Premierlieutenant Bertsch und Büchsenmacher Zimmermann, wurden verwundet, sieben Farbige getödtet und mehrere ver- wuudet. Die Station Jaunde ist nach der Niederwerfung der feindlichen Bakokostämme durch die Schutztruppe im Frühjahr von einer Abtheilung der Schutztruppe besetzt worden. Diese Maßregel schien nach dem Berichte des CommandeurS geboten, da die immer weiter nach Süden drängenden Wote- stämme und hinter ihnen die islamitischen Tibati-Stämme die Sicherheit deS Landes zu gefährden drohten. Im vorliegenden Falle handelt eS sich nicht um einen KriegSzug der erwähnten Stämme, sondern um die aufständische Bewegung vereinzelter zwischen Jaunde und Lolodorf ansässiger, noch nicht völlig unterworfener Basuto- oder verwandter Stämme. Der Commandeur der Schutztruppe ist beauftragt, ungesäumt die geeigneten militärischen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ordnung zu treffen. Bartsch befindet sich in Kamerun, Zimmermann wahrscheinlich in Lolodorf, einer Station zwischen der Küste und Jaunde. Hamberg, 21. Januar. Die „Hamburger Nachrichten" veröffentlichen heute an der Spitze ihres Blattes folgende Danksagung deS Fürsten BiSmarck: „FriedrichSruh, 20. Januar 1896. Zur Jubelfeier am 18. d. M. habe ich von meinen Mitbürgern in der Hetmath und Fremde fo zahlreiche Zuschriften und telegraphische Begrüßungen erhalten, daß ich leider mit meinen Arbeitskräften nicht in der Lage bin, den Einzelnen meinen Dank auSzufprechen. Ich bitte deshalb Alle, die meiner bei dieser Gelegenheit so freundlich gedacht haben, meinen herzlichsten Dank hierdurch entgegen- zunehmen, v. BiSmarck." Bern, 21. Januar. Der BundeSrath hat beschlossen, alle Regierungen Europas zu einer C o ufere nz zum Zwecke der Regelung der besonderen Berhältuiffe der Fortsetzung einer Statistik der europäischen Eisenbahnen durch das Centralamt für den internationalen Bahntransport einzuladeu. Die Conferenz soll iw Frühjahr 1896 in Bern zusammeutreten. Der BundeSrath hat der Thunersee-Bahn vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bundesversammlung eine Erhöhung ihrer Taxe um 36pCt. bewilligt. Wien, 21. Januar. Die heute von Pros. Mosetig au zwei zu opertreoden Kranken mit Röutgen'scheu X-Strahlen gemachten Versuche lieferten einen vollständigen Erfolg. Die photographischen Bilder zeigen mit größter Schärfe und Präcifion die Defecte an der durch einen Revolverschuß verletzten Hand eines Mannes und den Sitz des kleinen Projecttls, sowie bet dem zu operirenden Mädchen deutlich den Sitz und das Wesen einer Mißbildung am linken Fuße. Die Ausnahmen liefern sonach eine Handhabe für die genaue Bestimmung der OperationSpunkte. Depeschen de« Buna* .Herold'. Berlin, 21. Jauuar. Der kaiserliche Gnadenerlaß ist auch einigen Socialdemokraten zu Gute gekommen, welche wegen kleiner Vergehen bestraft waren. Berlin, 21.Januar. Zum Fall Hammerstein meldet der „Localanzeiger", daß Crtmtnalcommiffar Wolff fich heute noch tu Brindtsi aufhält. Die Verhandlungen mit der ita- lientschen Regierung wegen der Auslieferung Hammersteinß seien noch nicht abgeschlossen. Die Ertheilung der Geneh- migung sei jedoch sicher bald zu erwarten, worauf die Uebersübrung Hammerfteinö nach Berlin sofort erfolgen wird. München, 21. Januar. In der Rupp'schen Erzgteßerei ist nunmehr daS für Frankfurt a. M. bestimmte Kaiser- Denkmal soweit vollendet, daß eS Ende März ausgestellt werden kann. ES besteht aus einem 4,60 Meter hohen Reiterstandbild. Den Sockel schmücken 4 Figuren, nämlich: Der Friedens - Genius, die Kunst, die Industrie und die Personifikation der Stadt Frankfurt, die Kaiser.Insignien schützend, die Langfetten des Sockels werden mit zwei Reliefs geschmückt. Das eine stellt Friedrich Barbarossa bar, wie er von den deutschen Fürsten zum Kaiser gewählt wird, da« andere, wie Kaiser Wilhelm I. 1871 in Frankfurt a. M. etnzieht, begleitet von dem Großherzog von Hessen und empfangen von dem Bürgermeister Frankfurts. Die Güsse sind vorzüglich gelungen. Namentlich macht das Reiterstaudbtld einen prächtigen Eindruck. Wien, 21. Januar. Für gestern Abend waren zahl- reiche Arbeiter-Versammlungen mit der Tagesordnung: „Unsere RechtSlofigkeit in der Gemeinde" eiu- berufen. Dieselben verliefen ruhig. Die Arbeiter beschlossen, sich an den bevorstehenden Gemeinderathswahlen activ zu betheiligen. Graz, 21. Januar. In Obersteter erfolgten verheerende Lawinenstürze. Bei Rottenmann verschüttete eine Lawine eine Köhlerei sammt Köhler, eine andere eine Meierei mit zahlreichem Viehbestand und einem Knecht. Paris, 21.Januar. Falls in Nizza eine Begegnung des Präsidenten Faure mit fürstlichen Persön- lichketten stattfindeu sollte, so würde dies in der Zett vom 3. bis 5. März geschehen. PattS, 21. Januar. Die Beerdigung FloquetS ist auf Mittwoch verschoben worden und wird ohne jede offizielle Feier nach dem Wunsche FloquetS stattfindeu. Die Kammer wird eine Deputation entsenden. Patt», 21. Januar. DaS „Echo de Paris" dementirt die Nachricht, daß General Jamont zum Nachfolger deS Generals Sausfier als Gouverneur von Parts bestimmt sei. General Herve, Commandeur deS 6. Armeecorps, sei zum Stellvettreter und späteren Nachfolger SaussierS auSersehen. Patt», 21. Januar. Der „Rappel" glaubt, daß die Regierung beschließen wird, Floquet ein Leichenbegängntß auf Staatskosten zu bereiten. Rewyork, 21. Januar. Wie verlautet, toteß das Kriegs- amt den Gouvernenr von Florida an, die StaatStrupp en für eine sofortige Action bereit zu halten. Als Grund dieser Maßregel wird angegeben, eß bestehe ein Abkommen für den Verkauf Cubaß an England. Die Verttnigten Staaten müßten deßhalb Vorkehrungen treffen, um einer solchen Abtretung energischen Widerstand entgegenzusetzen. WB. FttedttchSruh, 22. Januar. Die auSwärtß ver- breiteten Gerüchte über schwere Erkrankung des Fürsten BiSmarck find absolut unwahr. Der Fürst nahm soeben ein Bad. ________________________ Cocalo tmb provinzielle-. Gießen, 22. Januar 1896. *♦ Kirchliche Dieustnachrichte«. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den von Seiner Erlaucht dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, auf die erledigte evangelische Pfarrstelle zu Harters- hausen, im Deeanat Lauterbach, präsentirteu Pfarr- und Schulverwalter Fritz Schmidt tu Schlitz für diese Stelle zu bestätigen. *• Hebet bie gelbeee «mtttette, welche Se. König!. Hoheit oer Groß Herzog zur Erinnerung an den 28. Oc tober 1895, den Tag, an welchem das nere Hauptgebäude der technischen Hochschule in Darmstadt in Allerhöchst Seiner Gegenwart und in Anwesenheit einer festlichen Versammlung der Hochschule gewidmet und dem Rector derselben mit der Bestimmung übergeben hat, daß diese Kette hinfort von dem jeweiligen Rector als Zeichen seines Amtes getragen wird, erfahren wir folgende Einzelheiten. Die Kette ist 78 ctm lang, und bestebt au- 33 viereckigen und 84 ovalen Gliedern. Die viereckigen Glieder find 22 mm lang und 10 mm breit, die ovalen find 11 mm lang. An der Kette hängt die Großherzogliche Krone, an welcher zwei klein- Schleifen angebracht find. An der Krone ist eine Medaille befestigt. Diese letztere hat einen Durchmeffer von 4 und 5 mm und ist 2„ mm dick. Die Vorderseite zeigt das Bildniß Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs mit der Umschrift: Ernst Ludwig Großherzog von Hessen- die Rückseite zeigt in Gra- viruug das Monogramm E. L. und darüber eine Krone mit der Umschrift: Virtute res parvae crescunt. Gestiftet 28. X. 95. • » Neuorganisation der höheren Staatsbehörde«. Unterm 18. Januar 1895 hat der Abgeordnete Osann mit einer großen Anzahl von Abgeordneten den Antrag eingebracht: „Hohe Kammer wolle Großherzogliches Staatsministerium ersuchen, die Frage der Neuorganisation der höheren Staatsbehörden in Erwägung za ziehen, demnächst eine Commisfion zur Berathung darüber zu berufen und zu einer entsprechenden Neuorganisation der höheren Staatsbehörden zu schreiten." — Der zur Bearbeitung des Antrages eingesetzte Ausschuß beantragt: Die Kammer wolle dem Antrag der Abgeordneten Osann und Genoffen Folge geben und Großherzogliches Staat-Ministerium ersuchen, die Frage der Neuorganisation der höheren Staatsbehörden in Erwägung zu ziehen, demnächst eine Commisfion zur Berathung darüber zu berufen und zu einer entsprechenden Neuorganisation der höheren Staatsbehörden zu schreiten. ♦ ♦ Stenographisches. Herr Bürgermeisterei - Gehilfe Heinrich Bickel vom Babelsberger Steuographen-Berein Gießen erhielt bet dem von der Frankfurter Stenographen- Zeitung in Frankfurt a. M. pro 1895 ausgeschriebenen Preisschreiben den zweiten Preis. • • Ueber einen zu Danzig gehaltenen Bortrag des D,ernten Jen» Lutze« schreibt die „Danziger Zeitung": Zu den intereffantesten diesjährigen von dem allgemeinen Gewerbeverein veranstalteten Vortragsabenden gehörte der gestrige, an dem Herr Jens Lützen einen Bortrag über daS Thema: „Ein Ausflug in den Weltenraum" hielt. Redner führte in seinem fesselnden und durch geschickt eingeflochtene Scherze gewürzten Vortrage die aufmerksamen Zuhörer, welche den geräumigen Saal bis auf den letzten Platz ge- . füllt hatten, an der Hand vortrefflicher Lichtbilder, in denen nicht nur Anfichten der Himmelskörper und ihrer auffälligen Erscheinungen, sondern auch Darstellungen mehrerer astronomischer Vorgänge gezeigt wurden, durch den Weltenraum. Ein prächtiges Bild bot der Sonnenuntergang, dem Au- fichten des Mondes, des Planetensystems und der Kometen- bahnen folgten- den Schluß bildete eine entzückende Ansicht des Sonnenaufgangs. Reicher Beifall lohnte Herrn Lützen für feinen feffelnden Vortrag. Der Vorsitzende sprach dem Herrn noch den besonderen Dank des Vereins aus. — Der hiesige Vortrag findet morgen Donnerstag, Abends 8‘/a Uhr, in „Steins Saalbau" statt. ♦♦ Amnestie. Die im ganzen Reiche zum 18. Januar erlassenen Am ne stieen haben Tausenden .und Tausenden die Freiheit wiedergegeben. Wie enorm diese Zahlen find, mag daraus hervorgehen, daß beispielsweise allein in Hamburg und Altona gegen 500 Personen aus den Gefängniffen entlasten wurden. Die Fälle, in denen Geldstrafen erlassen wurden, find natürlich noch viel häufiger. Zahlreich find auch die Fälle, in denen Vagabunden, Bettler rc., die auS der Haft entlasten worden waren, nach ein paar Stunden wieder eingesteckt werden mußten. AuS Frankfurt wird und mitgetheilt, daß dort ebenfalls auf dem Klapperfelde Abends die am Morgen entlaffenen Häftlinge zum Theil wieder eingeliefert wurden, weil fie keinen Gebrauch von der Freiheit zu machen wußten, bezw. wieder Strafthaten begingen. •• Der 14. Congreß für innere Medicin findet vom 8. bis 11. April 1896 zu Wiesbaden statt. DaS Präsidium übernimmt Herr Bäumler (Freiburg). Folgende Themata sollen zur Verhandlung kommen: Am ersten Sitz- ungStage, Mittwoch den 8. April: Werth der arzneilichen Sntiphretica. Referenten: Herr Binz (Bonn) und Herr Käst (Breslau). Am dritten SitzungStage, Freitag den 10. April: Ueber therapeutische Anwendung der Schilddrüsen- Präparate. Referenten: Herr BrunS (Tübingen) und Herr Ewald (Berlin). — Eine große Anzahl weiterer Vorträge find angemeldet. Mit dem Congrefle ist eine Ausstellung von neueren ärztlichen Apparaten, Instrumenten, P^äpa- raten u. s. w., soweit fie für die innere Medicin von Jn- tereste find, verbunden. -1- Herbstein, 20. Januar. Nachdem schon vor längerer Zelt von verschiedenen Seiten der Wunsch nach einer Wasser- leitung ausgesprochen worden ist, hat nunmehr unser Bürgermeister eS dahin gebracht, daß vom Stadtvorstand einstimmig der Bau einer Wasterleitung beschlosten worden ist. Herr Ingenieur Haard auS Franksurt a. M. hat bereit- einen ausführlichen Plan entworfen und ist ihm der Bau der Wafferleitung um den Betrag von 42,000 Mk. übertragen worden. Die Leitung soll bi- 1. October l. I. in Betrieb gesetzt und im Frühjahre wird mit dem Bau begonnen werden. Lanterdach, 21. Januar. Nach der letzten Volkszählung hatte der KreiS Lauterbach 28,259 Einwohner. H. tzerchenhai«, 21. Januar. In dem NotbstaudS- jahre 1893 haben ungefähr 40 Bürger unserer kleinen Gemeinde Fatterr r. dgl. w. durch die NorhstaudScommis- fion bezogen. Es find darunter solche gewesen, welche für 140 bis 150 Mk. erhielten, aber auch solche, welche nur von 25 Mk. an und darüber landwirrhschastliche Gegenstände empfingen. Alles in allem gerechnet, tarnen für ungefähr in runder Summe 2700 Mk. Stoffe hierher. Bei den schlechten Zeiten können die Leute in unserer rauhen Gegend ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommen- fie wandten fich an die höchst? Staatsbehörde und baten um Erlaß und Stundung. Beides ist bewilligt worden. Bon der ganzen -Schuld wurden 1100 Mk. erlaffen. Der Rest darf in zwei Zielen, am 1. December 1896 und am 1. December 1897, vezahlt werden, wofür 4 pCt. Zinsen in Anrechnung kommen. Man kann fich denken, daß unsere Mitbürger sehr erfreut und dankbar für diesen Beweis von Wohlwollen find. § Aus dem höhere« Vogelsberg, 18. Januar. Vielfach find seither Klagen laut geworden über das öftere Neben der neu eingestellten Pflichtfeuerwehrleute, besonders wenn dieselben Sonntag- Nachmittags rxerziren mußten. Allmälich sieht man jedoch ein, daß diese neuen Pflichtfeuerwehren sehr gut sind- besonders wenn fie nach Auswärts zur Hilfe herangerufen werden mußten, wie z. B. zum Fortschaffen von Z i g e u n e r n in Gedern, Ober-Moo- rc. Gestern Abend wurden die Bewohner des Ortes Gunzenau durch Feuerwehr - Allarm - Signal allarmirt. ES war allerdings kein Brand auSgebrochen, sondern eS galt, ein P f er,d zu retten. Der Fuhrmann Büschel aus Gunzenau kam Abends spät von ReichloS her. Zwischen ReichloS und Gunzenau blieb das Pferd mit Schlitten im Schnee stecken, konnte nicht mehr weiter und mußte, da alle OrtSeinwohner schon längst schliefen, die Feuerwehr daS Pferd auf einem anderen Schlitten nach Gunzenau verbringen. Das Pferd konnte nicht mehr stehen, sodaß eS schließlich für den Preis von 15 Mk. an einen Schäfer verkauft werden mußte, obwohl dasselbe vor dem Unfall einen Werth von ca. 300 Mk. gehabt. DaS Thier hatte den Rückgrat gebrochen. Darmstadt, 21. Januar. DaS von hiesigen Mitgliedern zum Besten der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller gestern veranstaltete WohlthätigkeitS - Concert hatte in materieller wie künstlerischer Hinficht einen ungemein glänzenden Erfolg. Unter dem Publikum, das den großen Saal des Hotels „Zur Traube" bis zum letzten Platze füllte, waren die ersten Kreise unserer Refideuz vertreten. Mit einem vom Oberkammerherrn Freiherr« Schenk zu SchweinSberg- WalderShausen sür den Abend gedichteten Prolog, gesprochen von Hofschauspielerin Frl. Cramer, eröffnet, brachte daS intereffante Programm in reicher Abwechslung Diolin- und Harfen-Vorträge, Sopran-, Alt- und Tenorgesänge, zu deren Ausführung die Hofsäugerinnen Neumeyer und Pewny, Fräulein Frieda Engel, Herr Concertmeister Müller und Herr Mufikdirector Ackermann von hier, sowie Herr Kammersänger HanS Gießen (Hans Buff) vom Wiesbadener Hoftheater ihre Kunst in den Dienst der guten Sache gestellt hatten. Die Arie oeS „Ferrando" auS Mozarts „Cosi fan tutte", Rubinsteins „ES blinkt der Thau", JenfenS „Mur- melndeS Lüftchen" und „Alt - Heidelberg" erfuhren durch Herrn Gießen eine geradezu glänzende, das Auditorium electrifirende Wiedergabe. Außerdem waren von dem in unseren Mauern weilenden Componisten Herrn Erik Meyer-Helm und für den Abend einige seiner neuen melodiösen Lieder zur Verfügung gestellt worden, die er persönlich am Flügel begleitete. Die prächtigen Leistungen sämmtlicher Mitwirkeuden, die den Abend zu einem musikalischen Ereigntffe der Saison stempelten, animirteu unser sonst so zurückhaltendes Concert - Publikum zu den rauschenden Beifallskundgebungen. Um daS Zustandekommen des ConcertS hatte fich Herr Redacteur Ram speck in hervorragender Weise verdient gemacht und fich damit erneut ein Verdienst um das Gedeihen der PenfionS - Anstalt für deutsche Journalisten und Schriftsteller erworben. Ventrif*t#s. * Berlin, 21. Januar. Gestern Abend gegen 5 Uhr ereignete sich an der Ecke der Bergmann, und Friesenstraße ein großes Brandunglück. DaS Feuer brach in einem Posamentierladen auS und ergriff die unteren Etagen. Die Treppen waren durch den fich entwickelnden starken Oualm unpasfirbar geworden, so daß die Feuerwehr die gefährdeten fünf Frauen und sechs Kinder durch Hakenleitern retten mußte. Die Geretteten wurden nach dem Krankenhause ge- schafft, wo bei einer Frau und einem Kinde der inzwischen eingetretene Erstickungstod constatirt wurde. • Si« verkappter Milli,»ar. Als Millionär entpuppt sich jetzt in Berlin ein vor einigen Monaten verstorbener Hauptmann a. D. und früherer Director . einer Berliner Weißbier-Brauerei L. Bei der Regulirung seines NachlaffeS fand feine Wittwe, mit welcher er erst ein Jahr vor seinem Tode die Ehe geschloffen, Werthpapiere im Betrage von mehr als einer Million Mark. D.eseS Vermögen soll fich der Herr, der stets sehr einfach aufgetreten ist, durch Gründung von eleclrischen Bahnen erworben haben. Seine Frau hatte keine Ahnung von diesem Reichthum ihres Gatten, deffen Einfachheit so weit ging, baß er nur seine Pension verbraucht haben soll. • Görlitz, 21. Januar. Der hier wohnende DiakonuS Kluckhuhn hat Selbstmord verübt. Nachdem er in Berlin eine medicinische Autorität wegen emeS schweren Kopfleiden» zu Rathe gezogen hatte, tödtete er sich dort durch einen Revolverschuß in da» Herz. Ein überraschende- Ergebniß bot die Leichenöffnung. Man fand nämlich im linken inneren Behörgang des verstorbenen einen abgebrochenen Schieferstist, der vermuthlich die unmittelbare Ursache zu einer chronischen Hirnhautentzündung gewesen ist. • «raube»,, 21. Januar. Der Gärtner Ma lew Ski im Dorfe KletngerSwalde bei Gottstadt (Ostpreußen) enthauptete sein acht Monate altes Sind aus eine«? Holzstück mittelst einer Lxr. Dann erhängte er fich. * KoSleitnngsröhren e«8 Papier. In England verwendet man seit einiger Zeit mit Erfolg Papierröhren zur Leitung de» Gase»; namemlich bei den umfangreichen, langen, unterirdischen Röhren hat fich diese Neuerung bewährt. Wie daS Bureau für Patentschutz und Verwendung von Dr. I. Schanz u. Co. (Berlin, BreSlau Hamburg, Dresden, Leipzig, München) mittheilt, erfolgt die Herstellung derart, daß starke holzhaltige Papierlagen um einen Dorn gelagert werden, der dem Durchmeffer de» anzufertigenden Rohre- entsprechend groß ist. Jede dieser Papierlagen wird mit geschmolzenem ASphalt überzogen, und man erhält dadurch eine gegen Luft und Waffer vollständig abgedichtete Röhre, die einen starken Druck aushatten, und äußeren zerstörenden EioflÜffen erfolgreich widerstehen kann. Die einzelnen Röhren werden mittels Muffen verbunden, die gleichfalls aus Papier gefertigt, und nach Art der Röhren hergeftellt find. Die auf diese« Wege erzeugten Fabrikate sind leicht, unzerbrechlich, billig, und da fie auS nicht leitendem Material bestehen, gegen die sie umgebende Temperatur indifferent. Auch werden durch unterirdische elektrische Ströme auf die au» Papier 9.fertigte« GaSröhren keine nachtheiligen Wirkungen au-geübt, wie die» bei metallischen Lettung-röhren schon der Fall gewesen ist. * Augsburg, 20. Januar. Gestern Nachmittag vergnügte fich der Handlungslehrling Döring mit Scheiben schieße» aus einer Flobertbvchse. Al» er eben abdrückte, ging da» dreijährige Kind de- FabrikmeisterS Braun, mit einer Puppe spielend, über den Hof und wurde nach den „M. N. N." do» dem unglücklichen Schützen durch einen Schuß in die Brust sofort geiödtet. • Ei» origineller amerikanischer Reclame Tric wird t« dem neuesten, prächtig auSgestattcten Sakonheft der Zeitschrift „Zur Guten Stunde" von Ernst von Hesse- Wartegg erzählt und durch eine flotte Farbenskizze von Ewald Thiel illustrirt. „Ich schlenderte", schreibt der bekannte geistvolle Schilderer amerikanischer Zustände, „mit meinem frisch aus Deutschland angereisten Freunde H. zur AuSstellung-zeit durch die Straßen Chicago». Plötzlich kam un» ein ungeheurer offener Wagen entgegen, bespei nt mit sechs Pferden. Auf dem Wagen standen etwa ein Dutzend Nähmaschinen, und an diesen arbeiteten emsig ebenso viele bildschöne junge Mädchen, alle in eleganten Straßentoiletten von gleicher Farbe und gleichem Schnitt. „Was für reizende Mädchen !* rief H. begeistert au». Sie blickten un» freundlich lächelnd an, als ob fie H'S. Worte deutlich verstanden hätten. Alle Paffanten, Männer, Weiber, Kinder blickten dem Wagen entzückt nach, statt aber die Mädchen zu sehen, erblickten fie ein an der Hinterseite deS Wagens angebrachte» Placat, da» besagte: „Die hübschesten Mädchen deS Landes gebrauche» nur X'S. Nähmaschinen. DaS Waarenlager befindet fich Nr. X. in der X-Straße." Wer einer Dame „durch die Blume" sagen wollte, daß sie hübsch sei, brauchte ihr also nur eine Nähmaschine mit obigem Motto zu kaufen." * toi en, 20. Januar. Drei Wagen mit 27 Hochzeiis- gästen fuhren bei Wilna über die mit EiS bebectie Düna. DaS EiS brach und alles verschwand in den Fluthen Bisher wurden elf Leichen au» dem Waffer gezogen. * ttine ausgiebige LedenSverficheruug. AuS Rom wird geschrieben: Miß Van der bi It, die Herzogin von Marlborough, verbringt einen Theil ihrer Honigwochen hier, in der ewigen Stadt. Dieser Tage nun verbreitete fich die Nachricht, die junge Herzogin sei krank. Weßhalb? Weil von London au» einer der berühmtesten Aerzte nachgeschickt wordcn war, um die Herzogin za untersuchen. ES handelte fich jedoch keineswegs um eine Krankheit, sondern um eine Leben»- verficherung in der Höhe von anderthalb Millionen Pfand (Sterling (80 Millionen Mark.!.'), welche die Herzogin z» Gunsten ihre» Gatten aufnahm. Der Arzt hatte vo» der Gesellschaft die Kleinigkeit von 25 000 Mark (?) al» Reisehonorar erhalten. * 3n England find im Jahre 1895 15 Männer und 23 Frauen im Atter von je über hundert Jahre» gestorben. • Die größte bisher vo» einem Geschütz erschossene Entfern»»» beträgt 20226 Meter, also rund 20*/i Klloweter ober eine Strecke von etwa 3 Meilen- diese wurde am 28. April 1892 in Gegenwart Kaiser Wilhelm» II. aus dem Krupp schen Schießplätze zu Meppen practisch erreicht. Die Scheitelhöhe der Flugbahn de» Geschoffe» betrug 7540 Meter, die Flugzeit bei 640 Meter Anfangsgeschwindigkeit 70,2 Sekunden. Da» Geschütz war ein Küstengeschütz mit 40 Raltber bei 24 (Zentimeter Seelendurchmesser auf Mittelpisotlafette, 9,6 Meter lang und 31 000 Kilogramm schwer. Da» Geschoßgewicht betrug 215 Kilogramm mit einer Pulver- ladung von 115 Kilogramm. * Die weeß ja «och »ischt k Ein niedliche» Geschichtche» erzählt man der „Fr. Ztg." au« Thüringen. Im Orte Treben ging im letzten Herbst eine Frau auf da» Feld, um Rüben au»zuziehen. Auf einem Theile de« Wege» begleitete fie ihr sechs Jahre alter Sohn, der fich in die Schule begab. Während die Fran auf dem Felde thätig war, fühlte fie, daß ihre schwere Stunde herannahe, und begab sich schleunigst nach Hause, wo sie einem Mädchen da» Leben gab. Al» der Sohn Mittag» au» der Schule heim- kehrte, wurde er im Hausflur vom Vater empfangen, der ihm eine große Butterstulle reichte und ihm mittheilte, daß er ein Schwesterchen bekommen habe. Freudestrahlend lief der Knabe zu seiner im One wohnenden Tante und berichtete ihr da» frohe Sreigniß. „Da hat fich die Mutter wohl sehr gefreut," meinte die Tante. „Ach," antwortete der Knabe, „die weeß ja noch nischt, die i» ja ans dem Feld und macht Rüben au»." • ES gab keine Feineren. Da» fünfjährige Karlchen betrachtetausmerksam die Bilder eine» Catalog» vom Blumen- Schmidt in Erfurt. Da fieht er, wie ein befrackter Ball- 1 Herr, der auf Karlchen den feinsten Eindruck macht, mit I tiefem Bückling einer Dame ein Bouquet überreicht. „Warna,* («Hit« £ ft®«* ,6 V . ““k Je, ,,'"'freche,» ^ichwolzeoe» Iat fltfltn Luft Mni nWtn u|oig, n ^trbtn mit, * fltfmigt, ),e auf dt-sem '"Aich, billig, Wi «rgrii bie to«bin durch geftrtlgtu geübt, mit blei flemeftn iß. "Itta9 verguügir 'beuschitbt, üfkie, ging das nit klnrr Puppt M. N.N.« 6oa >§ In dit Brust t'Trtr mird io 'heft der Ztlt. nst von Hrfie- !>zze von Ewald i brkaunte geist- it mtlntm frisch im uni du un- iit secds Pferden, d Nählnafchiorn, bildschöne junge en von gleicher zende Mchui!* rundlich lächelnd n hätten. Alle dem Wagen ent» erblickten sie ein tei Placat, daS indkS gebrauchen jtt befindet sich iamt „durch die brauchte ihr also Men." tt 27 , bedeckte ». derttzivthk" gezogev- Aus Rom »til jogln von iRarl' ^Wochen vier, in irbreireie fi» die ßhalb? Söeii von ;s handelte r um eine Ledrni' Millionen Psond die her-ogtn j» t batte von der ixt (?) °l- * 15 SXänner w» niett ii *«*“ * >20 Vi ' tiefe )(w«D;Ä ttch erreicht- ® SMOW'“'*' -IU W‘Ä * I) l|,X tSäl|8 bt» °,°be, Ul* »-K * KD dit M' dtr . °us d'°» 8 U 1° tn ,rraricht" rw . «acht' , ijlnbtnj fragt Karlcheo, „hast Da auch so einen Herrn gehaßt?" — „Freilich, den Papa!" — Nach langem Grübeln schlägt Karlchen seine blauen Augen aus und fragt : „I)q gab» wohl keine Feineren?" Eingesandt. Gieße», 22. Januar 1896. Sn verehr licke Redaction des „Gießener Anzeiger", Hier! In gestriger Nummer Ihres geschätzten Blattes wird in einem Eingesandt" die Frage ausgestellt, warum in diesem Jahre ein Winterfest der Gießener Rudergesellschast nicht flattlänbe. Wir erwidern hiermit dem Einsender wie auch anderen Interessenten, daß zwar bereit« im December beschlossen worden ist, mit Rücksicht auf die, durch Anschaffungen, Uferbefestigungen und sonstigen bedeutenden Ausgaben etwas knappe Finanzlage, von der Veranstaltung einer Äinterfestlichkeit in gewohntem größerem Style in diesem Jahre »b- zusehen, daß jedoch der Vorstand die Angelegenheit nochmals berathen tmb einer bemnächsttgen General-Versammlung zur Beschlußfassung vorlegen wird. Hochachtungsvoll Der Vorstand der Gießener Ruder-Gesellschaft. liier atar und Kauft »it da» Deutsche Reich geworden ist. 1848-1871. Ein Gidrokbuch, dem deutschen Volke dargedracht zur 25jährigen Wiederkehr der Gründung deS Reiches von Hermann v. Petersdorfs. 264 Seiten. Mit ca. 80 Bildnissen und Ansichten. Nur in wenigen der jetzt Lebenden ist die Erinnerung noch wach an die unendlichen Wirren, die eS gegeben hat, und an die vielen Mühen und Geisteskräfte, die eS aufzuwenden galt, ehe das herrliche Ziel unter unsäglichen Opfern erreicht wurde. Währte es doch fast ein Vierteljahrhundert, von 1848—1871, bis endlich als Lohn all der aufreibenden Lhättgkett bie Kaiserkrone als reife Frucht der Mutter Germania in den Schoß fiel. ES wird daher dem deutschen Volke sehr willkommen sein, ein kurz gefaßtes, streng wahrheitsgetreues Bild davon zu erhalten, wie das Deutsche Reich geworden ist, und um die Beschaffung jedem Bürger zu erleichtern, veranstaltete die Verlagsbuchhandlung W. Paulus Nachf. (H. Jerosch) in Berlin die vorliegende „Billige Volks- und Jubiläumsausgabe". Der Verfasser hat den volksthümlichen Ton in der glücklichsten Weise getroffen. Kurz und kernig ist seine Schr i ie, überall zeigt sich ein ge- I sundes, nationale# Empfinden. Es schildert die deutsche Geschichte von 1848—1871 in allen ihren we,enllichen Zügen, im Anschluß an | SybelS umfangreiches Meisterwerk. Das tolle Jahr 1848, die Radowitz'fchen UntonSverfuche, die trübe Zeit am Ausgang der Regierung Friedrich Wilhelm# IV., die Tage de# EonflictS, die SchleS- wig-Holstetnschen Wirren, der Oefterretchische Krieg von 1866, der Ausbau des norddeutschen Bunde#, die unvergleichlich herrliche Heldenzeit von 1870 und 1871 und vieles andere finden hier ihre richtige Beleuchtung nach der geschichtlichen Seite hin, so daß da# Werk ein überaus wichtiges Ergänzungsstück bildet zu irder Geschichte Les Ktteges von 1870 und 71, insonderheit zu dem Buch des Major z. D. Scheibert über den Deutsch Französischen Krieg; möge ihm auch derselbe äußere Erfolg beschteden sein. Der außerordentlich niedrige Preis von 1 Mk. wird das seine dazu beitragen. «irchNchcAnreigen 6er evang.Gemelnde. Zusammenkunft der confirmirten Mädchen au8 der MarcuS- gemeinde Donnerstag den 23. d. M, Abends 8 Uhr, im Schwesternhaus (Lonystraße 2). Dv. Grein. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gieße«. 3. Woche. Bom 12. Januar bis 18. Januar 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär). SterblichkrUSztffer: 13,56, nach Abzug der Ortsfremden.6,78°/«. Kinder Anm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von au#wärt# nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ES sterben en: Zusammen: Diphtherttis 1 (1) Lungcnerweiterung 1 (1) Magenentzündung 1 Krämpfen 1 Altersschwäche 1 Gelenktuderkulose 1 (1) Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahn 1 (1) 1 (1) 1 — — - 1 — 1 — — 1 (1) Summa: 6 (3) 4 (2) 1 1 (1) Witterungsbericht vom ÄÄ. Januar. Mit Ausnahme des äußersten Nordens gehört ganz Europa einem ausgedehnten Gebiet hoben Barometerstandes an. Die Intensität desselben hat namentkich im Osten beträchtlich zugenommen und liegt dorlselbst sein umfangreicher Kern mit mehr al6 775 Mm. Unter dem Einfluß des hohen Drucke# herrscht meist ruhige#, theil# heitere», theil# nebeliges Wetter. In Süddeutschland dauert der leichte Frost an. voaav»ftchUt»e «Hümme t Fortdauer deS bestehenden Wttterungscharaclers. Aoetjen ersohf4nt! Kunst-Ausstellung, VLL nähme de# SamStag#, von 11 bi# 1 Ubr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntag» während de» OttUtH ununterbrochen »on 11 di» 8 Uhr. — Eintrittspreis f»t Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg Schiffers Vogelfutter, uuimiuiu euyunuuvi, fluW&nbif4en 4 Packet 35 Pfg., ist nur ächt zu haben bei «. A G. Wallenfei», Marktplatz 21. — Man achte darauf, daß jedes Packet dte volle Firma „Schiffer 4 Co.", Versandt ausländischer Vögel, Canarienvögel, Vogelkäfige rc. Köln am Rhein und die Schutzmarke (ein Vogelnest^ Artikel. 300 Karten. 130 Chromoe. 9500 [Abbildungen] 980 Tafeln. 16500 Seiten Text. Finnnnnl 16 Bände ?eK ä 10 M i lUv llljQJ I Unentbehrlich für Jedermann. Konversations-Lexikon. Brockhaus ’ Jubiläums -Ausgabe. -lnmerstag den 23. Januar 1896, Mittag# 2 Uhr, sollen im Pfaudtoeate zu Gießen — SelterSweg 11 — gegen Baarzahlung versteigert werden: Tische, Stühle, Sovha, Commode, Kleiberschränke, Nähmaschine, Ver- ticow, Buchenbob len, Hanbwagen, Hobelbank und eine Decimalwaage, 525] Kemmer, Pfandmeister. Holzversleigerung | im Gießener Stadtwald. Montag, 27. Januar 1896, Vormittags 91/« Uhr beginnend, ffollen im Gießener Stadtwald, Dtstrict Charlottenwald, versteigert werden: 81 Eichenstämme mit 25,28 Festm. 3 Fichtenstämme „ 1,63 „ 11 Eichenstangen „ 1,48 „ (für Wagner geeignet) 9 Fichtenstangen mit 0,79 Festm. 224 Rmtr. Buchen-Scheitholz 22 „ Eichen-Scheitholz 16 „ Erlen Scheitholz 142 „ Buchen-Knüppelholz 21 „ Eichen-Knüppelholz 1 „ Erlen-Knüppelholz 2 „ RadelKnüppelholz 95 „ BucheN'Stockholz 11 „ Erlen-Stockholz 4440 Wellen Buchen-Reisig 270 „ Eichen-Reisig 100 „ RadelReistg. Dte Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 8. Schneise. Gießen, 20. Januar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Knauth. 703 Verkauf von Kau- und Nutzhoh au# dem UniverfitätSwalde bei Caldern (Station der Marburg - Creuz- thaler Eisenbahn). Mittwoch, den 29. dieses MouatS, von Morgens 10>/z Uhr ab sollen in der Siegfried'schen Wirthschast zn Caldern aus dem Universitätswalde und zwar aus den Forstorten Steterain, Hungert und Franzosenbrücke folgende Hölzer (vorzügliche Qualität) öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgeboten werden. Eichen: 58Stämmevon3—Ilm lang, 0,23—0,71 m Durchmesser mit 56,02 fm. Hainbuchen: 3 Stämme von 0,15, 0,17 und 0,53 fm. Kiefern: 23 rm Nutzscheit in Rollen, 2,20 m lang, und 62 rm Nutzknüppel, 1,80 m lang. Der Herr Förster Keller in Caldern ertheilt auf Ansuchen nähere Auskunft über die Hölzer, deren Ab suhrwege günstige find. Marburg, den 16. Jan. 1896. 681 König!. Universitäts-Kasse. Submission. Für die psychiatrische Klinik in Gießen soll die Lieferung nachbenannter Gegenstände auf dem öffent- ichen Submissions - Wege vergeben werden und zwar: 1. VonPorzellanwaaren, 2. „ Emaillewaaren, 3. „ PapiermachLwaaren, MZL 4. „ Glaswaaren, & 5. Bürstenwaaren, 6. Toilettegegenstände, 7. Hausreinigungs-Utensilien, 8. Tifchgeräthe (Messer, Gabeln rc.), 9. Verschiedene andere Utensilien, 10. Schreibmaterialien, 11. Das Reinigen der Senkgruben. Die Muster der einzelnen Gegenstände, sowie die Verzeichnisse über dieselben können auf dem Vermal- tungsbüreau in den Nachmittags, stunden von 2 bis 4 Uhr angesehen werden. Die Lieferung erstreckt sich bei sämmtlichen Gegenständen auf das Rechnungsjahr 1896/97, bei einem Theile derselben außerdem noch auf den Rest des Rechnungsjahres 1895/96. Offerten sind versiegelt und mit genauer Aufschrift und Angabe derjenigen pos., auf welche submittirt wird, versehen, bis zum 31. Januar, Borm. 8 Uhr, auf genanntem Büreau einzureichen. Zuschlag erfolgt am 19. Ae- bruar 1896. Gießen, am 17. Januar 1896. Großherzogl. Verwaltung« - Direction der psychiatrischen Klinik. __Sommer.______745 Äusgebot. Für bie Menage de# IV. Bataillons Jnf.-RegirnenlS Kaiser Wilhelm Nr. 116 sollen nachstehenbe Lieferungen im Wege öffentlichen AusgebotS vergeben werben: Für die Zeit vom 1. April bi# 30. September 1896 einschließlich der Bedarf an gfteisch, Äat» löffeln, frische« Gemüsen nnd «otoniaiwaareu re. Die Lieferungsbebingungen können im Einquartierungshaus (OSwalbsgarten), Zimmer Nr. 4, eingesehen unb baselbst Abschrift gegen Erstattung ber Schreibgebühr bezogen werben. Angebote find mit der Aufschrift: „Angebot auf Lieferung von Fleisch, Kartoffeln, frischen Gemüsen und Colonialwaaren" verschlossen und portofrei bis spätesten# 15. Februar d. I. der unterzeichneten Commission einzureichen. Gießen, ben 22. Januar 1898. 761 Die Menage-Lommissto« de» IV. »alaiaon» Inf . Regt». Kaiser Wilhelm Nr. 116. Stahl Schlachthaus. Freibank. [772 Heute und morgen: Ochsensieisch nicht ladenrein, pr. Psd. 50 Pfg. Mittwoch den 29. Januar^ Nachmittag# 2'/, Uhr, ollen auf dem hiesigen Ortsgericht die >en Erben de» Ernst Wallenfei» in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 1016a»/10 - 160 qm Hof- raithe in der ZozelSgaffe (jetzt Dammstraße 15), Flur 17 Nr 131»/io - 602 qm Acker am Hamm unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen frei» willig meistbietend versteigert werden. Gichen, den 21. Januar 1896. Großh. OrtSgericht Gießen. I. A.: »ogt. 756 Herrenhemden nach Maaß und Muster werden unter Garantie des guten Passens in kürzester Zeit geliefert. Reiche Auswahl in Stoffen und Einsätzen. [762 Geschw. Heerz, _______Neuenweg 7._____ Prima 764 Leinen-, Gummi- u. Papier-Wäsche empfiehlt zu außergewöhnlich billigen Preisen _____J. Kaan jr,, Kreuz. Pumpernickel, achter westfälischer, frisch eingetroffen bei A. & G. Wallenfels, 379 Marktplatz 21. Verlag von Emil Roth in Gießen. Künzel-Soldan SrGttMlhum tzkffk«. Lebensbilder aus Vergangenheit u. Gegenwart. Zweite umgearb. Aufl. — Mit dem Btldntß u. Faksimile Sr. Kgl. Hoheit deS Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen. — Ge, widm. Sr. Kgl.Hoh. Ernst Ludwig, dem Großherzog ,u Heffen u.beiRhein.— BW* In gediegenem Lederbd. JtlO.50 in Leinenband X 10.— -MU »orrllth. inalle« vuchhandlnngen. Ein l1/2 jähriger tadelloser Faselochs, reiner Vogelsberger Raffe, steht zum Verkauf bei [748 Heinr. 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Donnerstlig, 23. Januar, Abends 9 W: Probe 8 iti »er Sibci ewt Ui Wfri u| 'kdoch, i tdi, st ui it ritn »t ■Ml lj N »kN rach btx s>>z zrst «Nt Her Nnt i griffen Inu gei Vniienb 90 in gl. Seucrttgei Beller! bi GsG 8»/0 Dfftm. etaallMb® 1886 90.6C I 4°/o Eisend. Xortmb. OH. Bi/, 3t«L Mettgir. Eise»d. 62 4 | 5«/0 BuderoS ObL mit prächtigen Gruppenaufführungen. Im Vorverkauf bei Heil, Lindenplatz, Wahl, Neustadt, Wirsig. Seltersweg sind Ballkarten ä 1 Mk., Geheimkarten für Herren ä 50 Pf., für Damen ä 30 Pf. su haben. An der Kasse: Ballkarten ä 1.20 Mk, Galleriekarten A 20 Pf. — Passive Mitglieder erhalten Geheimkarten bei Atzbach (Brauerei Förtsoh). [510 Darmstadt I. 1891. Bora« tnrf. b 1901 Bauer’scher Gesangverein M Sonntag den 26. Januar — im Cafe Leib asken-Ball imilien-Abend zur Feier des 18. und des Ä7. Januar. *4 ttöti '^irrn I J'l« w yra*ta u Pertti ü Mt l JUtB/ *'tS/°Preuß Hyp.«.vkttmkch.1906 101-50 102 60 1C2J0 Coursbericht >n J. Kurs 4k Co., Giessen, -ehitzafstrap 63. Fraukfurter Börse vom 21. Januar 1886. 86 30 10810 86.00 89 20 BrM «kU 16 20 I 16.16 I Kran,. I 2 .42 | 20.38 Oesterr. 4 19 I 4.16 «meric. 8«/,«/, Wrarfturttr Hyp. Ä. 8l/,i/i Frkf. Hyp. Errd. v. . ____ _______ «o/e t>Ctt1*««tM4J8^mfJ).19O4 104.90 4°/o Pomm.Hyp.LUvr.llnrch.1904 ---- * tmlb. 1906 101.40 ' - - - eoooooooooooooooooooooooooooooooooooo Oscar Höpfner’s Institut, Ostanlage 38. 0000000000000000000000000000000000000 an die Exped. d. Bl an die Exped. d. Bl 618 TagS über. Wstzsteiugaffe 10. billigsten Preisen 561 Liidigstratz« «5, II mieiben. und Giessen, Hotel Kühne 741 Ä von P I and 8 6 »ach«. and kostenfrei zu sprechen frtn. Ä jü-bQcuon: L. kcheyda. — Druck und 8erlag der Brützl srhen Unroersitäll-Vuch« und 187] Großer gewölbter Keller per 1. April ds. I«. zu vermieden. Näheres Exped. d. 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Rur Beha dlung gelangrn insbesondere olle Fälle von fehlerhafter Körperhaltung und sonstiger ähnlicher Abnormitäten und Körperverbildungen aller Art. WeiterS werden (bei besonderer KörperschwSche sowie bet vererbter Neigung zu Deformalitäten der Wirbelsäule) systematische Euren zur Verhütung deS LchiefwerdenS durch, K"hrt, derart, dah die WidrrstindSkraft gestählt, mit einem Wort, der Patient befähigt roirb, durch eigene en-kraft seine Haltung zu bessern und diese B.sserung — weil durch eigme Anstrengung erreicht und auf der Gesammtgesundhett basirend — auch dauernd zu erhallen, ferner zur Förderung deS Stoffwechsels: z. B. Blut- armuth und Bleichsucht- Die Behandlung ist eine derartige, daß sie strenge der Person de- Betreffenden angepaßt wird, eine nie nach der Schablone vorgehende. ES werden angewendet zu diesem Zweck theilS rein mechanische Behelfe (die oer» schiedensten Ilagerung«., Druck'. Stütz- und Schwebe-Apparate), theilS die von mir selbst oorgenommenen manuellen Verrtchtungep, bestehend in Massage rc- re-, wo eS angezeigt erscheint- DaS Hauptgewicht lege auf manuelle Correctton, sowie die orthopädische Hetlgymnaftck- , , Den Herren Aerzten stehl eS jederzeit frei, den Sitzungen ihrer Patienten brizuwohnen. Anmeldungen zu obigem EursuS nimmt entgegen 758] Ein zugfeste;, fehlerfreies Doppelponny (Schimmelstute), zu verkaufen. Wo? f. d. Exp. d. Bl. Kuhdünger, mehrere Wagen zu verkaufen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 741 7o4j Schönes Famtltenlogts zu oer- mteiheu._________Kaplau» gaffe 18. ”250] Ein FamtlienlogtS mit 4 Zimmern, sowie ein Mansardenztmmer mit allen Bequemlichkeiten per 1. April zu vermtethen- Näheres bei G. Istüller, Gchillerstraße 26. in bester «.schLfi». dCuOCn läge, direet mit Lager nnb Aamitienwoh- nung verbunden, zu vermtethen. S V. kerder, Z Laden SXS 1896 zu perm- Selteraweg 89. vermischte Anzeigen. 764] ein goldener Zwicker ge« fanden. 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XXXX*XXXXXXX0XX*XXXXXXXXX Olt insbesondere meinen werthen Gästen, ßßp die ergebene Mittheilung, daß ich in meinem Restaurant ein vorzügliches Billard neuester Constrne- tion aufgestellt habe und empfehle dasselbe zur gefälligen Benutzung. Hochachtungsvoll