~^~L__w •*audi ®rQiu. <” P*» M: * 0I' Abends 8 Uhr urveu. & Sutten m-L r^iege.1 ®** 8 Uh?, $ÖUiettttefte. LZorstavd. Gerhardt) 6 rtttjMn hrung. T°ch, Plüsch tt. jeder Art ottileln. 1023# OOOOOQOC n! g i erdenklichen Sorten Q atcn w 0 einsten. 0 50 Pfg. an. Q satz von Mk. 1.50 an. o billigen und eleganten ö »schuhen V 10214 U MM 9. Z oaaoooaa JM l Ainderwäsche. .^ssSB men, bkfelbm M «* -°ß» Auswahl, II« s. AZek jjrjjuie Kragen- ®d Br 27« Der ♦Mener Attieiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags, Die Vießmer MoittenötLlter «erden dem Anzeiger «Tchentlich dreimal brigelegt. Drittes Blatt. Sonntag den 22. November Gießener Anzeiger Aenerat-Anzeiger. I8i»8 vierteljähriger ^SonucmenlrprciF > 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Rebaction, Lxpedin»» und Druckerei: Schutstratze Ar.Bc Fernsprecher 5L und Anzeigeblutt füv den T^eis (Streit Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fnlgenden Lag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hralisöeilage: Hießener Aamitienöfätter. — ' .! '" ' > ' ...LJ----------L-JW Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Tbeil. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß Mittwoch, LS. November I. I. aus Anlaß des Geburtsfestes Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzog- und der Großherzogin die Geschäftsräume der Unterzeichneten Behörde geschloffen bleiben. Gießen, am 18. November 1896. Großherzogliches Hauptsteueramt. Bornsch euer. Bekanntmachung. ES'(wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß Mittwoch den 25. November 1896, wegen des GeburtS- tag- Sr. König!. Hoheit des GroßherzogS, der Zahltag au »nserer Stoffe ausfällt. Gießen, den 21. November 1896. Grobherzogliches Rentamt Gießen. Dexheimer. Zum Todtrnsest. Von dem Dome schwer und bang Tönt der Glocke Gcabgesang. Ernst begleiten ihre TraueischlSge Einen Wand'rer auf dem letzten Wege. Was der Dichter beschreibt, erleben wir heut noch einmal in des Herzens Stille. All der Entschlafenen, die im letzten Jahre der Schnitter Tod mit scharfer Sense hingemäht hat, gedenken wir heute in Liebe und Dank. Darum pilgern Tausende zum Friedhof hinaus, durch eine Blumenspende ihrer Liebe sinnig Ausdruck zu geben. Da bricht freilich manche Wunde wieder auf und mancher Schmerz erneut sich Sitter/ und insonderheit, wo häusliches Glück durch den Tod zerstört ward, rinnen heiße Thränen. Aber dankbar gedenkt man auch viel empfangener Liebe- dankbar gedenkt auch das Vaterland der Helden, die in der Ferne in Fteberluft und Hitze oder in wallenden Wogen ihr Leben ließen. Hab mit Wehmuth gedenkt die Christenheit der Christen, die unter dem Schwert der Türken, treu im Glauben, den Tod der Märtyrer starben. Ja, sie, die den Tod im Glauben lieber wählten als 4aS Leben unter dem Fluch des Unglaubens, geben und die rechten Gedanken am Todtenfest. Wer nichts weiß als: daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden, der ist ein armer Mensch, der trostlos und hoffnungslos ins Grabes« dunkel hinabschaut. Aber wer, wie jene Märtyrer, den kennt, der über da- Grab triumphirt hat, weil er uns zulieb den Tod erlitten hat und uns zum Heil vom Tode erstanden ist, der ist getröstet in seiner Trauer: der gönnt den Entschlafenen ihren Frieden und rüstet sich auf die eigene Heimfahrt: Aufersteh'n, ja «userfieh'n wirst du, Mein <5l«ub, nach kurzer Ruh. Unsterblich Leben Wird, der dich schuf, dir geben. Hallelujah! — Deutscher Reichstag. 128. Plenarsitzung. Freitag, den 20. November 1896. DaS Haus fährt fort in der Berathung der Justiznovelle. Als S 55a hatte die Commission anfänglich beschlossen, daß der Zeugnißzwang der Presse (Redacteure, Verleger rc.) aufgehoben sein soll. Hinterher hat aber die Commission diesen Paragraph wieder gestrichen in Folge der bestimmter, Erklärung der Vertreter der Regierung, daß eine solche Bestimmung für sie unannehmbar sei. Abg. Munckel (frs. Vp.) beantragt Wiederherstellung des 8 55a. Ein Antrag Stadthagen (Soc.) will durch einen Zusatz auch den Zeugnitzzwang der Presse in dem disciplinaren Ermttteluugs- oerfabren (wider „Unbekannt") auSschlteßen. Der Zeugnitzzwang sei ein Preßknebel. Die Regierung habe selbst schon 1876 in Ueberetn- stimmung mit allen Parteien anerkannt, daß eS unanständig und ehrlos wäre, wollte ein Redacteur den Einsender der ihm unter Discretion anvertrauten Artikel verrathen. Redner erzählt eine Reite von Fällen deS Zeugnißzwanges in Disciplinarsachen auf und fragt: Wie kann die Presie noch weiter öffentliche Schäden besprechen, wenn diese Knebelung sortdauert? Abg. Beckh (frs. Vp.): Der von StalHagen beantragte Zusatz gehöre formell nicht in die Strasproceßordnung hinein. DerAnttag Munckel entspreche nur der Ausnahmestellung, welche die Presie überhaupt einnehme. Da8 Preßgesetz früherer Zeit sei viel liberaler gewesen. Die Zeugnißpflicht der Redacleure rc. sei um so unangemessener, als ja die Betreffenden auch als Mttthäter angesehen und schon deshalb eigentlich nicht zum Zeugniß gezwungen werden könnten, was aber von den Richtern nicht beachtet werde. Staatssecretär Nteberding: Wie die Commission, so wird hoffentlich auch dieses hohe Haus ei kennen, daß die Folgen einer Annahme dieser Anträge weit hinauSgehen würden über das, was sich mit dem öffentlichen Jntereffe verträgt. Wollen Sie, daß Derjenige, dem eine strafbare Handlung zur Last fällt, straffrei bleibt, weil der Redacteur, der die Frucht der strafbaren Handlung ver- werthet, kein Zeugniß abzulegen braucht? Daß Diebstahl von Acten- stücken, Verrmh mtliiärtscher Geheimnisse rc. straffrei bleiben sollen, wie es nach dem Anträge Stadthagen der Fall sein würde, das können Sie doch nicht wollen Die Folge wäre Desorganisation des öffentlichen Dienstes. Der Antrag Beck^Munckel würde ein Ausnahmerecht der Presse schaffen. Bet den Aerzten, Rechtsanwälten, Geistlichen handelt es sich um staatlich organistrte Berufe und Beruss- geheimnisse, bet der Presse nicht. Mit demselben Recht wie für diese könnten Sie eine Aushebung des Zeugnißzwanges auch für Rechls- consulenten, Auskunfisbur-auS rc. fordern und damit kämen Sie zu einer ganz unmöglichen Erweiterung der Exemtionen. Sie sprechen von der Ehre des Redact-urs, ja glauben Sie denn, daß es wider die Ehre läuft, Zeugniß abzulegen über den Urheber schwerer Beleidigungen? Und kann es tm Jntereffe des Staates liegen, wenn in bewegten Zeiten aufrührerische Kundgebungen verbreitet werden, daß dann dem Staate versagt ist, Gewißheit über den Urheber zu erlangen? Der Antrag kommt nur einer unanständigen Presse zu statten, die von Zuträgereien, Verleumdungen rc. lebt. Lehnen Sie den Antrag ab! Abg. Pieschel (nl.): Die Sache habe ihre zwei Seiten, ober Thalsache sei, daß die Freiheit der Presse sehr ost mißbraucht weide. Auch sei eS wohl nicht weniger ehrlos, Jemandem die Ebre adzu- schnetden und dann einen Sttzredacliur vorzuschicken, als Redacteur einen Anderen Preisgaben. Es liege eben hier ein Conflict der Interessen vor, bei dem eS darauf ankomme, welches das wtchtge-e Interesse sei. Werde der Zeugnißzwang für die Presse aufgehoben, so weide sehr oft dem Grs.tz eine wächserne Nase gedreht werden. Um der Gerechtigkeit, und auch um der ausgletchenden Gerechtigkeit willen, im Interesse nämlich der beleidigten Ehre des Anderen, werde er gegen die vorliegenden Anträge stimmen. Abg. v. Buchka (c.) bekämpft ebenfalls beide Anträge, vornehmlich den Stadthagen'ichen. Abg Rintelen (Ctr.): In der Commission sei der $ 55 a nur gefallen, weil die Regierung auf das allecbesttmmteste erklärt habe, der Paragraph fei ihr unannehmbar. Unter diesen Umständen den Paragraphen fallen zu lassen, wenn man nicht auch die Berufung und die Entschädigung unschuldig Verurtheilter scheitern sehen wolle. Von der Richtigkeit des Princips des Antrages Munckel seien ferne Freunde durchaus überzeugt. Abg. v. Maquardsen (nl.) stimmt dem durchaus zu, 1876 habe es sich um ein gewaltiges Gesetzgebung?werk gebandelt und dafür sei ihm kein Opfer zu groß gewesen, so daß er damals auf $ 55a verzichtet habe. Jetzt dagegen, wo es sich nur um diese Slrasproceß- Novelle handele, sei er außer Stande, seine Ueberzeuguug daran zu geben und werde deshalb für den S 55a stimmen. Geh.-Rath v. Lenthe legt dar, die Verhältnisse der periodischen Presse halten sich seit 1876 so zu ihrem Vorthetl verschoben, daß jetzt auch diejenigen dem Zeugnißzwang geneigt sein könnten, die ihn damals verworfen hätten. Abg. Munckel beklagt das non possumuB der Regierungen. Gehe das Haus jetzt abermals an der Aushebung des Zeugnißzwanges vorbei, wann solle dann die Gelegenheit wiedertommen, diesem anerkannt richtigen Prinzip zur Durchführung zu helfen? Ohne 8 55 a könne es keine freie, unabhängige Presse geben, wie eS ohne Wahlgeheimniß keine freie, unabhängige Wahl gebe. Wie ent- behrlich der Zeugnißzwang der Preffe sei, zeige ein anderer Vorgang, in dem Staatsgeheimnisse verrathen waren und man durch den Zeugnißzwang etwas hätte erreichen können und ihn doch nicht angewendet habe. Nachdem noch die Abgg. Schmidt-Warburg (Ctr.), Dr. Förster (Ref.-P), Frohme, (Soc) und Haußmann (Südd. Vp.) für den Antrag Munckel gesprochen, wird derselbe angenommen, der Antrag Stadthagen abgelehnt. 8 56a trifft Bestimmungen darüber, wenn die Beeidigung eines Zeugen unterbleiben darf. Nachdem die Abgg. Rembold (Ctr.) und v. Gültlingen (R. P.) einige von ihnen beantragten Aenderungen befürwortet haben, vertagt sich das Haus. Wetterberatbung morgen 1 Ubr. — Schluß 5*/8 Uhr.________ CocoUs unfc pvovhtiicUcf« Gieße«, den 20. November. •• Im Panorama gelangt eine ganz neue historische Serie am Sonntag zur Ausstellung und zwar die 25jährige Erinnerungsfeier an die Heldengräber und Denkmäler von den Veteranen auf den Schlachtfeldern von Wörth, Spichern, Graoelotte, die Einweihung deS Oldenburger-Denkmals, Festzüge, Feier in der Schlucht bei Gravklotte, sowie an der französischen Grenze bet Mars la Tour. Außerdem Metz (Kaiser Wilhelm-Denkmal), Straßburg (Münster, Kehler Brücke), Wörth, Weißenburg (das alte GaiSbergschloß), Saarbrücken, Amanwetler, Rezonville, St. Hubert rc. Da das Feuilleton. Wochendriese aus der Residenz. (Originalbericht des „Gießener Anzeigers"). Br« her Technischen Hochschule. — Aus den Soncertfälen u«d dem Großh. Hoftheater. Z. Darmstadt, 19. November. Seit einigen Wochen hat an der Technischen Hochschule das Wintersemester begonnen und zwar ist jetzt der ganze Betrieb in die nunmehr endgiltig fertig gestellten Neubauten hinter dem Herrgarten, wo früher die Hofmeierei stand, verlegt. Jndeffen schon erweist sich der Raum in den neuen Lokalitäten, die in ihrer Vollendung einen sehr impo sauten Anblick gewähren, als recht knapp bemeffen. Man hat, um eventuell Vergrößerungen der Anlage ermöglichen in können, noch drei in der Magdalenenstraße gelegene Hof- r aithen käuflich erworben, mit bereit Niederlegung soeben begonnen wird, so daß jetzt daS ganze Gelände vom Rord- vingang zum Herrgarten bis zur Rückseite der großen In- famtcrie-Raferne zur Verfügung steht. Wenn die Besucher- z«hl deS Instituts in demselben Verhältniß wie seither wächst, wird die baldige AuSnützung des vorhandenen Raumes nur eine Frage der Zeit sein. Schon ist nämlich der tiRusendste Student immatriculirt worden, so daß die Ge- sommtsrequenz einschließlich der Hospitanten 1100 beträgt; Wie hiesige Hochschule nimmt jetzt, was die Zahl ihrer Be- sicher anlangt, den dritten Rang unter den Hochschulen Deutschlands ein. Wer hätte das noch vor einem Jahrzehnt zttahnt, wo die Frage, ob die Anstalt hier am Platze überhaupt bleiben solle, noch immer diScutirt ward. Mit Beginn deS neuen Semester- ist auch eine neue farbentragende Verbindung, die bereits vom R ctorat Genehmigung erhalten hat, entstanden, sie nennt sich „Nasiovia" und verfolgt die Zele der katholischen Studentenverbindungen Deutschlands. Die neue Corporation wird an dem zur Feier des Geburts- feste- unseres Großherzoglichen Paares von der Studenten' schäft zu veranstaltenden Festcommers zum ersten Male öffentlich auftreten. Sehr viel zu berichten wäre nun von den in der vergangenen Berichtswoche stattgehabten Concerten großen Stiles. Jndeffen der Roum gestattet nicht, auf Einzelheiten auS dem Programm derselben einzugehen, eS sei ihrer deshalb nur im Großen und Ganzen Erwähnung gethan. Am letzten Sonntag hielt der Sängerchor des hiesigen Lehrervereins fein erstes dieswinterliches Concert ab, dessen künstlerischer Erfolg dank dem vorzüglichen Stimmenmaterial des Vereins und der trefst chen Leitung desselben ein sehr hoher war. Der Verein hat sich die Pflege des mehrstimmigen Volksliedes zur Aufgabe gemacht und arbeitet an diesem Ziele, wie daS Concert bewies, mit eifriger Hingabe und anerkennenSwerthern Fleiß, denen auch das Gelingen nicht versagt ist. Am Sonntag machte bann der evangelische Kirchengesangverein bas Darmstädter Publ kum mit einem Werke eines wohl nur wenig gekannten fast ganz bergt ffenen Com- pomsten bekannt, mit bem O-atorinm „Jrphta" des um die Wende deS sechzehnten Jahrhundert geborenen Italieners Giacomo Carriiftrni. Die tm Allgemeinen unserem Geschmacke nicht mehr entsprechende Composition stellt sowohl an den Chor, wie namentlich an die Solisten, bereit Partien teilweise in unerreichbarer Höhe liegen, ganz enorme Aufarbeitungen, benen inbeffen bei ber Aufführung völlig genügt warb, sodaß baS R-.sultat ber Veranstaltung naaj biefer Seite hin, ein sehr günstiges genannt werben muß. Am barauffolgenben Montag begann bann ber Mozart- Verein seine musikalische Wintercampagne mit einem glän> zenb verlaufenen Concert, in bem au« ber Zahl ber Solisten namentlich die königk. Hofopernsängerin Frl. Erika Webekind aus Dresden zu nennen ist. Die Dame verfügt über eine herrliche Sopranstimme, die namentlich in ber Höhe von wirklich wunbervollem Klang ist, habet beherrscht bte Künstlerin die Technik in ganz vollendeter Weise. Was sie bot, ist über alle Kritik erhaben, daS dalekarische Tanzlied, und namentlich das Alabief'iche Lied „Die Nachtigall" brachten ihr nicht endenwollende Beifallsstürme ein. Auch ber Chor beS Vereines zeigte unter Leitung deS MusikbirectorS Richard Senff schöne Momente. Im Großh. Hoftheater gastirte für das frei- werbenbe Fach beS Tenorbuffo Herr G. Schmibt vom Hof- theaier in Nürnberg als „Knappe Veit" in LortzingS „Un- blne", Felber auch ohne wirklich befriebigenbtn Erfolg. Der Sonntag brachte ben Gounod'fchen „Faust" ber Dank der vorzüglichen Besetzung ber Hauptrollen, des „Gretchen" durch Frl. Pewnh, deS „Faust" durch Herrn Bucar und des „Mephisto" durch Herrn Richmann, eine glänzende Wiedergabe erlebte." Im Schauspiel herrschte in der vergangenen Woche daS luftige Genre vor. Int'.refse bei d eser Serie gewiß sehr groß fein wird, so ist cm starker Andrang zu erwarten. •• Schulbildung in der Hessischen Division. Von den im Ersatzjahr 1895/96 bei der Großh. Hess. (25.) Division eingestellten Hessischen Unterthanen besann sich Keiner ohne Schulbildung. In den 19 Jahren von 1876—1894 waren im Ganzen ohne Schulbildung 55. •• Neue Fahrrad-Reifen. Dieser Tage wurde einem Mainzer eioe E-fiadung patentirt, die jedenfalls in der Fahr» radtndustrie und Wagenfabrikation große Aufmerkiamkeit erregen wird. ES gelang nämlich unserem Landsmann Herrn Eugen Ganz (Besitzer der Mainzer Filzfabrik und Inhaber des Patents für imprügnirte Einlegesohlen) einen Fahrradreifen aus Filz zu verfertigen, der den Gummireifen viel Concurrenz machen kann. Die Vorzüge dieser neuen Erfindung sind augenfällig. ES wird dadurch vor Allem das Platzen des Luftreifens aus der Welt geschafft, waS besonders für Militär» und Tourenräder von Wichtigkeit ist. Wie oft sieht man, daß Radfahrer, denen dieser Unfall pasfirt, oft stundenlang daS invalide Vehikel schieben müffen, da ihnen daS Fahren unmöglich geworden ist. Der neue Patentreif ist gegen Feuchtigkeit imprägnirt, ist ebenso elastisch wie Gummi und haltbarer, weshalb der Erfinder auch Equipagen, Droschken und Kinderwagen tn's Auge faßt, umsomehr, als die neuen Reifen sich billiger stellen, als Gummireifen. So werden denn bald die Droschken nur noch sichtbar und nicht mehr hörbar sein, denn dem Gestampf der Pferdehufe foll gleichfalls ein Ende gemacht werden, da der junge Erfinder auch — Perdehufschuhe auS Filz verfertigt, die ein sicheres Mittel gegen das AuSgleiten bei Schnee und Eis bieten. Da die Fabrikation des neu erfundenen Reifens von Herrn Enge" Ganz selbst geleitet und in Mainz vorgenommen wird, so kann die Stadt Mainz einer neuen Industrie entgegensehen. ** Zn Amerika verstorbene Hesten. In Belleville, Jll., Frau Marg aretha Rau, geb. Nummerich, 78 Jahre oit, auS Hessen-Darmstadt- Frau Marie A. Junker, 53 Jahre, aus Hessen-Darmstadt- Herr Georg Bollän- ver, 50 Jahre alt. — In Scio, Mich., Herr Andreas Neff, 57 Jahre alt. — In New-York Herr Jacob Schwarz, 70 Jahre alt, auS Volxheim, KreiS Alzey — In Elkton, S. Dak., Herr Georg Maurer, 72 Jahre alt, aus Schwabsburg. — In Giard, Iowa, Frau Katharina Mann Wittwe, geb. Rcpp, 79 Jahre alt, auS Busenborn. — In EoanSville, Jnd., Herr Erwin I. Scherfius, 41 Jahre alt, aus Welgesheim. — In Cleveland, O., Herr Christoph Sauer, 85 Jahre alt, aus Wonsheim. — In Clartnda, Iowa, Frau Christina Rechtenbach, geb. Böhler, 70 Jahre alt, aus Wonsheim. — In Dayton, O., Frau Katharine Schmidt, geb. Winkler, 62 Jahre alt, aus Mittershausen. Grunberg. 21. November. Nächsten Sonntag, am 22. ds. MlS., friert Herr Caspar Biedenkapp zu Stockhaufen, Kreis Gießen, das Fest feines neunzigsten Geburtstages. Seine Jugendzeit fällt somit in die Zeiten doi Deutschlands tiefster Erniedrigung, wo die frechen Franzosen auch in dem stillen Dörfchen hausten, sowie tu die Jahre voll Deutschlands Erhebung, als die rauhen, flegesberauschten Raffen auch unsere Gegend heimsuchten. Der hochdetagte Jub.lar arbeitet zur Zeit noch ständig als HauSweber, welche Arbeiten er stets mit Fleiß und R.inlich- feit ausführt. Biedenkapp ist seit dem 1. Juli 1894 im Besitze der Altersrente. Vemnischtes. * Frankfurt a. M., 20. November. Heute Mittag fiel in der Ottostraße an cinim Neubau ein Balkengestell in sich zusammen, daS mit Backsteinen belastet war. Ein junger Maurer, Thoma-Eppenheim, wurde bei dem Einsturz getödtet, ein anderer, der siebzehnjährige Schmidt- Gchiöbrln, schwer, ein dritter leicht verletzt. Thoma erl'tt einen Schädrlbruch an der rechten Schläfe, eine Zertrümmerung des Nasenbeins, mehrere Rippenbrüche und schwere Verletzungen des Brustorgans Schmidt wurde in's städtische K ankenhauS gebracht- der Dritte konnte nach Anlegung eines NothverbandeS auf der nahen Wache der Freiwilligen RettungSgefellschaft (Kronprlnzenstr. 18) auf den Arbeitsplatz zurückkehren. Die Polizei erschien alsbald auf dec Unfallstelle, wo der Neubau bis zur Höhe des ersten Stockwerk» gedichen war. Die Verklammerung der Balken soll nicht stark genug gewesen fein. Genaueres über die Ursache deS Unglücks steht aber noch nicht sest. — Bei einer hiesigen Bijouterie Handlung find Unterschlagungen eines Angestellten entdeckt worden. Durch schnelles Vorgehen gelang es, den Defraudanten und deffen ihm verwandte Hehler- Gesellschaft zu verhaften und einen Theil der entwendeten Gegenstände sofort wieder herbeizuschaffen. Der Schaden ist daher nicht sehr bedeutend. * Der verratheue Frühschoppen. Ein Münchener Geschäftsmann hatte kürzlich auf dem Victualienmarkt seine Einkäufe gemacht, darunter auch 100 Slttck Eier, die er in einem Netz nach Haufe bringen wollte. Unterwegs begegnete ihm ein alter Bekannter und man verfügte sich in's Gasthaus, um einen kleinen Fiühschoppen zu halten. Dort befanden sich auch noch andere Geschäftsfreunde, von denen einer das Netz m!t Eiern, das unter der Bierbank sorgfältig verwahrt war, hervorzog und in die Küche verbrachte, um es in einen bereitstehenden Topf mit siedendem Wasser zu setzen, dis die Eier hart waren, worauf er sie unbemerkt wieder an ihren früheren Aufbewahrungsort verbrachte. Kurz darauf brach unser Ge'chästSmann auf, um seine Eier nach Haute zu bringen. Die Ehefrau wartete bereits auf den etwas über die Zeit aufgebliebenen Ehemann, da sie die Eier zur Bereitung des Mittagsmahles benöthigte. Groß war ihre Ueberraschung, als sie vier bis fünf Ster, die sie aufgeschlagen hatte, gekocht fand. Schleunigst rief sie zur Aufklärung des RäthselS ihren Ehemann herbei, der selbstverständlich nicht weniger erstaunt war, bald aber die natürliche Lösung fand, denn „er kannte seine Pappenheimer". Wohl ober übel mußte er jedoch bei der Erklärung seiner Eaegesponstin ein Geständniß über den abgehaltenen Frühschoppen ablegen. • Unversöhnt. Vor dem Bahnhofe in Nizza bot eine der dort handelnden Blumrnverkäuferinnen, ein 16 jährige» Mädchen von wunderbarer Schönheit, einem abreisevden russischen Cavallerie-Obersten einen Blumenstrauß an. Der über diese Störung unwillige, alte, eilige Herr wehrte daS Mäd- chen ab, warf ihm aber nichts destoweniger ein Francslück zu. Stolz wies das Mädchen das Geldstück zurück. Hierbei sah ihm der alte Offizier in da» hübsche Gesichtchen und blieb bestürzt stehen. Ohne auf den abdampfenden Zug zu achten, veranlaßte er sie, ihm in den Wartesaal zu folgen. Innig bewegt schloß er sie in seine Arme, er hatte in ihr daS Kind seiner Tochter erkannt, welche vor 17 Jahren das Elternhaus verlaffen, um einem jungen Arzte, der Rußland wegen nihilistischer Umtriebe verlaffen mußte, al» Gattin zu folgen. Alle Versuche, die Herzen der Eltern zu versöhnen, waren mißglückt. Jetzt hatte der alte Oberst an der Aehn- lichkeit mit ihrer Mutter sofort seine Enkelin erkannt. Diese erzählte ihm von der Ncth und dem Elend der Mutter, welche Wittwe geworden, und wie sie mit ihrem Blumenhandel dieselbe, und noch drei jüngere Geschwister unterstütze. Sofort händigte der Oberst ihr eine ganz bedeutende Summe für ihre Mutter aus und entließ sie, indem er versprach, in wenigen Stunden von sich hören zu lassen. Der alte Herr mochte seine Weichherzigkeit bereut Haden, denn nicht er, sondern nur ein Abgesandter erschien bei der Wittwe und deponirte einen Check auf die Banca Romana unter der Be- dingung, daß die Summe von 100,000 Fr. ihr gehöre, wenn sie die Tochter dem Großvater folgen liehe. Mutter und Tochter lehnten daS Anerbieten, wie auch das der Tochter bereits gegebene Geld ab. „Sagen Sie meinem Großvater, daß ich stolx auf meine Mutter bin", sprach das Mädchen, „und daß die Mutter, die ich ihm verdanke, schon ein so großes Geschenk ist, daß wir sein Geld nicht brauchen." • Nansen und die Zahl Dreizehn. Nansen hat sich kürzlich zu einem Besucher darüber ausgesprochen, welch merkwürdige Rolle die „UagiückSzahl 13" auf seiner Polat fahrt gespielt habe. 12 Mann stark waren die Forscher an Bord der „gram" (gram heißt „Vorwärts", der paffenbste Name für daS Schiff deö kühnen gorscher») hinauSgesteuert, da sah Nansen in einem norwegischen Hasen einen ihm bekannten Mann, den er seiner tüchtigen Eigenschaften wegen unbedingt haben mußte. Er gewann ihn auch für seine Polarfahrt und der Angeworbene hatte nur noch Zeit, an seinen Vater zu telegraphiren: „Gehe mit Nansen zum Nordpol." So kam der Dreizehnte an Bord. Aber weder dieser, noch überhaupt einer der Dreizehn büßte auf Nansens gewagter gahrt durch das Polarmeer daS Leben ein- nicht einmal vom Skorbut, dieser bei Polarexpeditionen bisher unvermeidlichen Krankheit, wurde einer befallen. Alle Dreizehn sahen frisch und munter die Heimath wieder. Selbst daS Schiff, das diesen „Club her Dreizehn" durch die verderbenbringenden Eispresiungen getragen hatte, baß bie gefährlichsten Situationen hatte überstehen müsfin, gelangte ohne die geringste Beschä digung in den Heimathshafeu. Und früher'.? Alle früheren Schiffe find beim Verinche, den Eisgürtel zu durchbrechen, regelmäßig z rtrümmerl worden. Am 13. März 1895 faßte Nansen den Entschluß, da» Schiff und deffen Mannfckaft zu verlaffen und mit nur einem Gefährten zu guß einen Vorstoß zum Nordpol zu machen. Ec kam diesem auf 50 Meilen nahe, während der erfolgreichste der früheren gorscher mehr als 100 Meilen davon entfernt geblieben war. Während Nansen auf feiner Fußreife die abenteuerlichsten Erlebniffe hatte, war die „gram" am 13. Januar 1896 in eine südliche Strömung gekommen und am 13. August 1896 war es ihr gelungen, sich von der EiSströmung freizumachen und offenes Waffer zu gewinnen. Am gleichen Tage, am 13. August 1896, betrat Nansen wieder den Boden der Heimath, vom Jubel seines Volkes und der gebildeten Welt begrüßt. War er doch schon verloren gegeben worden, als om 13. gebruar 1896 bie Nachricht, er fei in Sibirien gesehen worben, eintraf, welche sich glücklicherweise später als unrichtig erwiesen hat. Denn wäre er bamalS tatsächlich gesehen worden, so wäre das der Beweis der Unricht gkeit seiner Theorie über die Strömungen, der Beweis des Scheiter,-» feiner Expedition gewesen. Spaßhast ist eß, daß sogar Nausen- Schlittenhunbr dem Einfluffc der Zahl „13" unterworfen gewesen sind. Sonst kommt eS selten vor, daß eine Hündin mehr als 6 Jungen wirft, unter Nansens Thieren hat sich aber der gatt dreimal ereignet, daß je 13 junge Hunde zur Welt gekommen find, dankbarst begrüßt von den mit Zughunden nicht reichlich versehenen gorschern. Von allen Seiten ist der kühne gorscher angegangen worden um Vorträge in den Geographischen Gesellschaften. Ob er bald zu einem Vortrage in Deutschland und Oesterreich erwartet werden darf, hängt von der Beendigung deS ManuscrlptS zu feinem Werke ab, die jetzt fein einziges Ziel ist. Er arbeitet, wie er selbst sagt, „wie ein Pferd", um da» Manuskript so rasch als möglich sertigzustellen und au» seinen Tausenden von Photographien die beste Auswahl zu treffen. Von Nansens Werk, daS den Titel sührt: „In Nacht und E'S", erscheint bei g. A. BrockhauS in Leipzig schon am 24. November bie erste Lieferung, über die wir ausführlich berichten werden. ES hatten sich 13 deutsche Verleger um da» deutsche Verlagsrecht beworben. Citeratar unb ‘Knnft — Soeben erschienen: Studie« und Aritltttt. Don Alfred Frhr. v. Berger. Mk. 4.20, Mk. 5. gü’’ Mitglieder der Literarischen Gesellschaft Mk. 3.50. Don diesem Werke kann in Wahrheit gesagt werden: „ES kommt einem ausgesprochenen Wunsche aller fiiteratutfreunbe entgegen". Schon seit Jahren find die Vorträge, welche der berühmte Gelehrte und Aesthetiker, der Univerfiläts- Droüstor Dr. Alfred Frhr. o. Berger hält, ein Gegenstand des tielften und aügemcinften Interesses; unvergeßlich lleiben fie allen Jenen, d e sie gehört haben, und erwecken zugleich den Wunsch, fie dauernd in Form eines Buches festhallen zu können. — Aber hundrrl Mal g-ößcr ist natürlich dec KretS jener in Wim und Auswärts, welche nicht in der Lage sind, diesen Vorlesungen b-izuwohnen und daher e:n umso tieferes D rlangen Haden, diese herrlichen Essays, welche durch die Gedankenfülle und durch den Glanz der Sprache gleis h.rvorragend sind, kennen zu lernen und zu besitzen. Ganz daSselre gilt von den Essays, welche Frhr. o. Berger in Zeitschriften veröffentlicht hat. — Eine Auswahl seiner besten Studien und Kritiken enthält nun dieser Band. Die „Studien undKritiken" suchen du:ch Analyse und Kritik einzelner poetischer Kunstwerke, sowie durch Characteristik hervorragender dichterischer Persönlichkeiten zu gewissen sllgemeinm ästhetischen Giundlätzm zu gelangen. Diese auS der bunten Mannigfaltigkeit der behandelten Gegenstände herausleuchten zu lasten, war die Absicht des Verfassers. DaS Buch will nicht eine äußerliche Zusammenstellung von Aufsätzen bieten, wie sie zufällige Gelegenheiten angeregt haben, sondern eine ausgebildete einheitliche Kunstanschauung soll dargestellt und mitgeihellt werden. LebenSgang und Entwicklung deS DerfasterS brachte eS mit sich, daß die bramo: tische Kunst in dem Buche breiten Raum einnimmt. Namentlich ü’-er die Schauspielkunst und deren Beziehungen zum poetischen Schaffen sucht der Verfasser Ausschlüsse zu gebm und moderne Bühnenerfahrungen zur Lösung literarischer Probleme anzuroenden. Das Streben des Derfaffers war, in ben vielfachen Muren und Streitfragen, welche das moderne Kunstleben zerreltzm, zunächst für seine Person Klarheit zu erringen und diese durch sein Buch weiteren Kreisen zugänglich zu mach n. Frhr. v. Berger hat daS Buch seiner Frau, der berühmten Tragödin Siella Hohenfels gewidmet. ES ist gewiß, daß dieses Werk in den weitesten Kreisen größtes Jntereste finden wird und außerdem wird dasselbe an einem Festabende der L terarischen Gesellschaft eingesührt werden. — ES ist sonach mit Sicherheit diesem Wer'e ein glänzendes Prognosticon zu stellen. — DaS Buch bildet zugleich den 4. Band der Publikationen des bvitten Jahrganges der Literarischen Gesellschaft. — Soeben erschienen: HvmoreSke« unb Phantasien von Mar Kalbeck. Preis fl. 2.50 — Mk. 4.20, geb. fl. 3 = Mk. 5. Für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft fl. 2. — Mk. 3.50. Inhalt: Moschus. — Der GypSpapagei. — Meine Vaterstadt. — Heimische Ostern. — Mein erster Verdienst. — Cholera-Trost. — Wie man berühmt wird. — Ein Original. — Alte und neue Geigen. — Die Waschfrau der Literatur. — Im Goethe Hause. — Die Feuer: Bestattung. — Stimmungsbild auS München. — Regen. — Geräusch und Stille. — Lob der Algener Sommerfrische. — Echo. — Der Einsiedler von St. Georgen. — Die Kreugerschlösser. — Natur und Kunstgenüsse. — In der Krankheit. — Die Hosen des Andreas Hofer. — Don der Waldbank. — E. T. A. Hoffmann im Rlngtheater. — Vom Wörthersee. — Hochwaffer. — Die Appaisionata. — Mit diesem Werke erhalten wir Gelegenheit, Kalbeck, ben tiefsinnigen Lyriker, den berühmten Verfasser und Bearbeiter der Textbücher zu den Opern Massenets, Mascagnis und Smetanas, in einer neuen, der deutschen Leserwelt fast noch ganz unbekannten Seite kennen und bewundern zu lernen, nämlich als Humoristen und phantasiereicher, Erzähler. Sein Humor ist jene feine classtsche Heiterkeit, welche die Gemüther erfreut unb zugleich erhebt, ein Humor, welcher bie Schwächen der Menschheit geißelt unb zugleich mit herzlicher Laune die Wunden hellt, welche die scharfe Feder hie und da schlägt. Seine Phantasien find Skizzen voll Feinhery Tiefe des Gemüthes unb zugleich Cabinetsstücke der Erzählung unb Schilderung. ES ist kein Zweifel, daß die Humoresken und Phantasien Kalbecks bald in keiner Bibliothek, in keiner deutchen Familie fehlen werden. Aufschrift der Postsendungen. Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der »öfisenduugm müssen auf denselben Empfänger und BestimmrurgL« ort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit »orgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendunaen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung beSEmpfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stets an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe dcs Bestimmungsortes, erfolge 2. Aus den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer bei Wohnung deS Empfängers, der Postbezirk (0., NO. ic), ix welchem die Wohnung sich befindet, hinter der OrtSbe- Zeichnung .Berlin" zu oermerfen. 3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich ober ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postoerkehr als maßgebend anzuseben find, ergibt stch aus dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Dost- orte*, das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder Reichs-Postanstal! bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs Postgebtet belegene Bestimmung-ori zwar mit einer PostannaN versehen, dessenungeachtet aber nicht «IB allgemein bekannt anzunehmen ist, fo empfiehlt eS sich, die Lage des Orts in Der Aufschrift der Sendung noch bet Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet stch die Angabe deS Staate? unb bei größeren Staaten bet politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. f. u>.), in welchem der Bestimmun »O' t belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen ((Oders, (Eibe), (Rhein), (Morn) ,c.j, oder von Gebirgen s(yarz), (Riefenaedirge) k.J Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, rote ((Thüringen), (AltmarkX nic.1 für den Zweck geeignet. tsenvungen nach Ortschaften ohne Postaustall ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch die jenige Post, anstatt anzugeben, von welcher au8 tte Bestellung der Senduna an den Empfänger bewirkt weiden dcz. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremde» Postgebiete belegen und zu den iveniger bekannten Orten lu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffende Land bez. der LandeSthest auf der Sendung amugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur He, birührung einer schleunigen Leberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Jntereste der Abiende*. bie Aufschriften der Smdungeo hiernach genau anzusenigen. ! £iir unb Kartoniert 1 Mk. 50 Pf. Zar Ansicht in jeder Buchhandlung. — Prospekte zratis Verlag des bibliographischen |nftttnto tu zripfig. O Soeben erschien: Meyers Deutsches Derkehrslerikon. Ein Nachschlagebuch über Post-, Telegraphen Eisenbahn- und Schiffahrtsstationen. -ML «d aaiB" si.i I dir gJJJ? vrichi Itytn. G. filtlq ta'"" StWnÄ B‘t: Iftottk 8" dll'ch »häJ°*' b»,; Ä',Uwfa «hie ht« btr ien, mf» a, w ‘•nt V"--SL SD'L9iatnen,iiä> hobkmj ®tmobntle B* :ä^ ,if n S'oßtes gnttnfit -ft mö?b,rbe der _.n| W lonad) mit Sh" iU - Mttationm des brüten 7-jU = M.5. £,2‘ = M 3.50. M-ine Saterficbf. - - Ch°lna-Tr°st. - Me unb ntut@ti5(n. lt=Wt.-$)UNn: -Nm. - Mufo «r-.- Echo. - Drr ’w'oÜer. - Nalur und vsmdrsAndle-LHos^ nn im Rmglhealer. — sisionala.-Mdleiem :n lleffwnlgtn fiyriftr, >er Tkxlbüchrr zu bm s, in einer neuen, da im Seile kennm und m und phanlafiereichen he Heiterkeit, welche die i Humor, welcher die ch mit herzlichir Laune ie und da itläzt. Seine : de? Gemülhes und zu- Äilderung. ES ist kein > Kalbecks bald In keiner werden. Bgtn. iR| «nb8tittUunü M unbMtamtm^ Gck wotßtbtufti whb. cachim: ttn ist in der Anstchrist ichst genau anMbm. WohnuogSrnliabi stüt , niimlich unten rechiS, stimmungSorteS, erfolg«. idungm ist, außer der bezirk (O..MO.4 bet, hinter der OrtSbe- gletch oder ihnlich 18namm eine »uiLtzlichr W für die LrlSnams edm find, ergibtJtd) 4U6 ihnlich lautmder W durch Vermittlung M mVeststmnungSoriM ungeach'el aber nicht M dn Smdung noch itn B-zeichnungm eWJ z gröb'lm W". V ,un0yI*t( wt< jri -der auch »,'ti Bsfes Orten 1« '* Ä btlrefftn* -ZS- .oft M01* Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ruttershausen für 1897/98 liegt vom 24. November d. I. an acht Tage lang auf b r hiesigen Bürgermeisterei zur Einsicht der Betheiligten offen. Ruttershausen, den 20. November 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruttershausen. _____________________ Klinkel.________________________1Q301 Kunst-Verein für das Grotzherzogthum Hessen. Die Verloofung der im laufenden Jahre angekauften Kunstgegen- stände unter die Beretnsmitglieder findet Fsmsrsg den 12. Drrember l. I., Nschmittsgs 3 Uhr, in der Kunfthalle zu Darmstadt statt. Die zu den Gewinnen gehörigen Oelgemälde, Aquarelle rc. sind bis zum Verloosungslage in der Kunsthalle zur Ansicht ausgestellt. Wir laden unsere Mitglieder ergebenst ein, sich an der Verloosuna recht zahlreich zu betheiligen. Der Verwaltungsrath. 10302_____________von Starck._______ Verein Jugendfreund. Zwar hat unser Verein durch den Tod seines Begründers und lang Ihrigen Vorsitzenden, des Herrn Restaurateur Schnell, einen beklagens- werthen Verlust erlitten, doch wird er unter dem Vorsitze des Herrn Sparkasserechners Doering seine gewohnte Thätigkeit fortsetzen, nämlich Kindern unbemittelter hiesiger Familien eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Er bittet daher, das ihm seither in so reichem Maße geschenkte Wohl wollen auch ferner zu bewahren und Cigarrenabschnitte sowie Geldspenden freundlichst abgeben zu wollen bei unseren Vorstandsmitgliedern: Friseur G. Gerhardt, Lindenplatz, Bibliothekscustos Dr. Emil Heuser, Schillerstrabe 11, Bildhauer Emil Kalbfleisch, Licherstraße, sowie in der Restauration Schnell, Brandmasse._________________ Christ beseh Gerung der Kleinkinder Bewahranstalt. Am Sonntag den 29. December b. I. soll die Christ- vescheernng für die Kinder unserer Anstalt stattfinden/ Wir haben für 220 Kinder den Christbaum zu schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergl., besonders aber auch an Gelb, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zn wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frl. Amalie Bansa, Nordanlage 41, Frau Dr. Brüel, Löberstraße 11, Frau Amtsgerichts, roth Gebhardt, Bergstraße 3, Frau Rechnungsrath Kalbfleisch, Fcl. Emilie Langermann, Südanlage 21, Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8, Frau Louise Ottens, Bismarckstraße 11, Frau Auguste Schwan, SelterSweg 64, Frl. Louise Wortmann, Asterweg 16. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 14. November 1896. Der Borstaub ber Kleiukiuber-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Berger's Mexico Fabrik Sebert Berger. Pöeeneek 1. Th. Chocolade ■‘ÄW Spanische Weine | direct bezogen, von ärztlicher Seite empfohlen, zu billigstem Preise. Italiener Rothweine Feinst spanischen wie auch deutschen Cognac. Rheinweine (Ober-Ingelheimer Rothweln, | Hochheimer Weisswein) und Moselweine. 387 Jl rtJI HMHMlWOliliiil 'i'Wil M S MiX i e Ifw i'11 , Versteigerungen. Dienstag den 24. Nov 1896, Nachmittags 2 Uhr, im »«bitt* zu Gießen werde ich vor- auSfichtlich erOimmt öffentlich gegen Baarzablung versteigern: 1 Wagen. 1 Handkarren, 1 Verticow, 1 Tlülcfjfoptia 1 deg. Spiegel, div rse O-lgemälde — darunter 6 Studien- köpse —, Oeldruckbilder, 5 Mille Cigarren rc 10322 Engel, Gerichtsvollzieher^ empfiehlt billigst 10 (7 Waschbütten Louis Pony, Bahnhofstraße 27. $ Ä* RR Grosser Erfo'g wird er- <>11 zielt mit dein Rntten- ____ confcct nur v..n Horm Mu*che. Magcsbg To I. C Wüllcnftli ä empfiehlt feine Dampf-Färberei und chemische Wasch - Anstalt Vernickelungen von Gegenständen aller Art führt sauber zu billigen Max Weissbäcker, ClkKIrottchniKtt, Gie ste n. goaoooooöooocoooooocxxroog C Neuester vervollständigter 9 | Placat - Fahrpian 8 o enthalt, die Fahrzeiten der auf den Stationen Giessen, Q Frankfurt a. M„ Cassel, Marburg, Friedberg, O Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubaeh und Londorf ankommenden und abgehenden Bisenbahnzüge zum Preise von 20 Pfg. in der Expedition des „Giessener Anzeiger“ vorräthig. — Der Fahrplan kann auch du ich die Austräger des w Anzeiger“ bezogen werden. OOOOOOOOOQ Leichter Nebenverdienst! Mk. 3600 jährlich festes Gehalt können Personen jeden Standes, welche in ihren freien Stunden sich beschäftigen wollen, verdienen. Offerten unter X B. 557 befördern G L. Diube & Co.. Frankfurt a. M 9101 Vermiethungen. 89931 Wohnuna, 2—3 Zimmer. 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Bereinstarten lonntngS gültig. | Stellen-Gesüche"! Angehender Commis, mit schöner Handschrift, in ein hüsigeS Lng'os-Gesckäit sofort gesucht. M75 Schrtftl.LffertenmitGc Haltsansprüchen und ^eugnißabschriften versehen unter Lu 14 an die Gxped. d. Bl. erbeten.