ir ifcis naben feillisen » 815» lorf, fe N< X aut. X 8170 n der L und lieh. il-Pastillen iial-Katarrhen neigende eh her» ^llem j>”p vnn währen «oh auch die ntrolle gewonnenen ^■Pastillen bei habitueller Stuhl- * W» Ad II 18 , 18 , astillen D Quellen Nr. 3 u. 18 *Hir da, ,me rankheiten der L ■* *g m 6* J»1 rfT«rfl ßgWE6-- ^pebitio” dlil-i l§96 Wt. 249 Erstes Blatt. Donnerstag den 22 October Der Hieße«,r Anzeiger erscheint täglich, xiit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Aamitienöläiier werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt, Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Licrteljähriger Aöonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Rcdaction, Expedition und Druckerei: Kchukstraße Zlr.7.' Fernsprecher 51. Anrts- und Anzeigeblntt füv den Tiveis Gieszen. Hratisöeitage; Hießener Aamitienötätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. dAlle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehme« i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen, i Amtlich«* Lh«il. Bekanntmachung, betreffend: die Abhaltung von Viehmärkten im Kreise Gießen. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Großh. Ministerium des Innern die Abhaltung der Viehmärkte in Allendorf a. d. Lda. am 11. November, „ Gießen am 17. und 18. „ „ Grünberg am 12. „ „ Hungen „ 2. „ und „ Lang-Göns „ 3. „ unter folgenden Bedingungen gestattet hat: 1. Für den Auf- und Abtrieb ist den Anordnungen des Kreisveterinäramts gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiers aus unverseuchten Orten des Großherzogthums Hessen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens sieben Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuchefreiem Zustand zugebracht haben, aufgetrieben werden. 3. Außer der Controls der Ursprungszeugnisse hat selbstverständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Auftriebe zu erfolgen. Gießen, den 20. October 1896. Grobherzogliches KreiSamt Gießen. I. B.: Dr. Meltor. Bekanntmachung. Unter dem Rindvieh des St. Feußner und I. Naumann zu Cölbe (Kreis Marburg) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Gießen, den 19. October 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. _______________I. V.: Dr. Meltor._____________ Neueste Nucheschte«» WolffS telegraphische- Corresponberrz-Bvremr. Berlin, 20. October. Die „Berl. Corresp." schreibt: Um die Beleihung von Privatlagern der Zuckerfabriken unter steueramtlichem Mitverschluß deS lagernden Zuckers zu erleichtern, ermächtigte der Finanzmiutster die Provinzialsteuerbehörden, auch Privatbanken gegenüber die Mitwirkung von Steuerbeamten bet Uebertragung des Pfand- besitzeS in gleichem Umfange und zu den gleichen Bedingungen zu gestatten, wie solches bereits früher der Reichsbank gegenüber zugelaffen war. Berlin, 20. October. Die Verausgabung der Gewinne der Serien A und B der Lotterte der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 erfolgt vom 1. November ab tu Berlin, Zimmerstraße 34. Auf Wunsch und auf Kosten der Empfänger werden die Gewinne auch nach außerhalb versandt. Wiesbaden, 20. October. Der Kaiser stattete heute Vormittag 10 Uhr der Prinzessin Louise von Preußen einen Besuch ab und fuhr daun nach Biebrich zum Besuche deS dort wohnenden Prinzen Heinrich vou Waldeck. — Die Kaiserin besuchte heute Vormittag die Kaiser-Wilhelm- Mtlitärheilanstalt. Gestern Nachmittag stattete die Kaiserin auch dem katholischen St. Joseph HoSpital einen längeren Besuch ab. Wiesbaden, 20. October. Der Kaiser von Rußland, Großfürst SergiuS, sowie der Großherzog von Hessen sind um 12 Uhr 40 Min. hier eiugetroffen. Kaiser Wilhem, der russische Uniform trug, empfing die Gäste am Bahnhofe. Der Kaiser von Rußland hatte die Uniform seines Preußischen Regiments angelegt. Vom Bahnhöfe bis zum Schloß bildeten Truppen Spalter. Die dicht gedrängte Volksmenge begrüßte die vorbetfahrendeu Herrschaften mit lebhaften Hochrufen. — Die Rückkehr nach Darmstadt erfolgt um 4 Uhr Nachmittags. Wiesbaden, 20. October. Die 25. Generalversammlung des internationalen Vereins der Gasthofbesttzer, die vom 19. bis 22. dss. MtS. hier abgehalten wird, nahm heute mit allen gegen zwei Stimmen folgende Resolution gegen das Jnnungrwesen au: „Die Generalversammlung hält die Einführung von JnnungSeinrichtuugen in irgend welcher Form, freiwillig oder obligatorisch, alS für unser Gewerbe ungeeignet und für die uothwendige Entwickelung deffelben störend und beauftragt den Vorstand, dahin zu wirken, daß deren gesetzliche Einführung in unser Gewerbe verhindert werde." Ferner beschloß die Versammlung, die Wahl deS Ortes der nächsten Generalversammlung dem Auf- fichtSrathe zu überlasten. Bezüglich der heftigen Angriffe deS „Newyork Herald" wurde beschlossen, dem Auffichtsrathe den Modus der Vertheidigung zu überlassen. Köln, 20. October. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Berlin: Die Eisenbahndirecttonen Berlin, Dresden, München, Stuttgart und Karlsruhe haben sich auf den Antrag der deutschen Commission für die Brüsseler Weltausstellung im Jahre 1897 bereit erklärt, für die Ausstellungsgüter Frachtvergünstigungen dahingehend zu gewähren, daß diese Güter frachtfreie Rückbeförderung erfahren sollen. Diese Vergünstigungen beziehen sich auch auf die Strecken der Main-Neckar-Bahn und der Reichsländischen Eisenbahnen. Elbing, 20. October. Wie die „Altpreußische Zeitung" meldet, wurde heute vor dem Schwurgerichte gegen den Fischer und Eigentümer Gottschalk, dessen Ehefrau und Sohn verhandelt. Die Angeklagten hatten in der Nacht vom 4. zum 5. August d. I. in ZrherS Vorderkampen Feuer angelegt, durch welches die aus sechs Personen bestehende Familie Salewskt umS Leben kam. Gottschalk wurde zu lebenslänglichem, seine Ehefrau zu sieben Jahren Zuchthaus und der 16 Jahre alte Sohn zu sieben Jahren Gefängniß ver- urtheilt. Weimar, 20. October. Der heutigen Sitzung des deutschen Gewerbekammertages wohnten Geh. Re- gterungSrath Wilhelmi vom Reichsamt deS Innern, sowie Geh. RegterungSrath Slevogt und Oberbürgermeister Pabst, beide aus Weimar, bei. Die Versammlung erklärte sich mit den Grundpriucipien deS Entwurfs der Handwerkerorgaoi- fatton auf der Basis der ZwaugSinnung einverstanden. Dafür sprachen sich aus Bremen, Cbemnitz, Dresden, Hamburg, Leipzig, Lübeck, München, Plauen, Würzburg, Weimar und Zittau, dagegen Lndwigshafen, Nürnberg und Stuttgart. Brüssel, 20. October. Die „Reforme" veröffentlicht die Gruudzüge eines Gesetzentwurfs betr. HeereS- organ isation, den der Kriegsminister der Repräsentantenkammer bei der nächsten Tagung vorlegen wird. Danach soll der Militärdienst ein persönlicher sein, der mit gewissen Ausnahmen mit dem 20. Lebensjahre beginnt, 12 Jahre dauert, davon 8 Jahre activ, 4 Jahre in der Reserve. Die mittellosen Familien der unter der Fahne stehenden Soldaten sollen eine hohe Entschädigung erhalten. Die letzten vier der 12 Mtlizklassen sollen in der Reserve dienen, den öffentlichen Sicherheitsdienst und Festungsdienft versehen. Die Bürgergarde, ausgenommen die Spezialcorps, wird aufgehoben und es soll eine Categorie von Freiwilligen eingeführt werden, die große Vorzüge genießen sollen. Das Jahrescontingent der Infanterie ist auf 21,000 festgesetzt. Dvpesch« des BNrrsL -Hrruw". Berlin, 20. October. Der „RetchSanzeiger" veröffentlicht eine Anzahl Ordensverleihungen an österreichisch- ungarische Offiziere. Berlin, 20. October. Anläßlich deS Geburtstages der Kaiserin wird Donnerstag den 22. d. M. im Neuen Palais ein Familien-Frühftück und Abends ein großes Diner stattfinden. Berlin, 20. October. Die Einberufung der beiden Häuser des Landtages der Monarchie erfolgt, wie die „Kreuzzeituug" von unterrichteter Seite vernimmt, zum 20. November. Die amtliche Bekanntgabe dürfte morgen erfolgen. Berlin, 20. October. Der Colonialrath berieth heute Vormittag den Gesetzentwurf, betreffend die Wehrpflicht in den Schutzgebieten und nahm die gemachten Vorschläge im Sinne des KriegSministrrs au. Sodann wurde die Frage betreffend die Erweiterung des Handels an der ostafrikanischen Küste erörtert. Die Regierung beabsichtigt zur Begünstigung des dtrecten Imports von den Colonien nach dem Mutterlande die Zölle für direct von der Küsteustation auSgeführte Maaren zu ermäßigen. Berlin, 20. October. Einer der Mörder des Justizrath Levy ist in der Person des 17jährigen SchlofferlehrlingS Große heute Nachmittag 3 Uhr verhaftet worden. Der Verhaftete ist geständig und bezeichnet als Anstifter den früheren bei Levy beschäftigten Schreiber Bruno Werner. Berlin, 20. October. Die in einem hiesigen MontagS- blatte feiner Zeit aufgestellte Behauptung, die falsche Wiedergabe des Breslauer Zarentoastes sei durch den Oberhofmarschall Grafen Eulenburg veranlaßt wocden, hat, wie der „Loc.-Anz." meldet, zur Verhaftung zweier nach Breslau entsandten Manöver-Berichterstatter deS Freiherrn v. Lützow und des Schriftstellers Heinrich Le ckert-Larsen geführt. Die Staatsanwaltschaft des Königlichen Landgerichts I zu Berlin hat in dem betreffenden Artikel eine verleumderische Beleidigung deS Oberhofmarschalls Grafen Eulenburg gefunden. Freiherr v. Lützow ist nach mehrtägiger Untersuchung wieder entlassen worden, während der Haftbeschluß gegen Leckert-Larsen wegen Fluchtverdacht und wegen CollusionSgefahr noch aufrecht erhalten wird. In dem Ermittelungsverfahren finden seit acht Tagen Vernehmungen statt, um event. die Quelle, aus welcher die Nachricht herstammt, festzustellen. Berlin, 20. October. In der deutschen Colonialgesellschaft hielt gestern Abend der Afrikareifende Prof. Schweinfurth einen Vortrag über den Sudan. Unter der zahlreichen Zuhörerschaft befanden sich Major von Wißmann, Freiherr von Richthofen, Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, sowie Vertreter sämmiltcher Reichs- ämter. Wien, 20. October. Die „Neue freie Presse" bespricht nochmals die Zusammenkunft deS deutschen und russischen Kaisers und kommt zu dem Schluß, daß man sich darüber nicht täuschen könne, daß die russische Politik entschlossen sei, das Wasser von beiden Schultern herablaufen zu lassen, d. h. daß sie weder den Franzosen zu Liebe die Vorthetle der guten Beziehungen zu Deutschland, noch den Deutschen zu Liebe die Vortheile der französischen Freundschaft preiszugeben gedenkt. Von deutscher Seite habe man sich augenscheinlich darauf bereits eingerichtet- auf französischer Seite werde man, wenn auch mit vielem Weh, nicht umhin können, es ebenfalls zu thun. Rom, 20. October. Heute Nacht hat ein fürchterlicher Sturm, von wolkenbruchartige m Regen begleitet, großen Schaden angerichtet. Die Tiber steht so hoch wie seit Jahren noch nicht. DaS Pantheon und da« Colosseum stehen 25 Ctm. unter Wasser. Die Bahnstrecke Genua-Rom ist unterbrochen, da in der Nähe von Civitavechia ein heftiger Sturm die Eisenbahnbrücke zertrümmerte. E« ist nicht ausgeschlossen, daß sich infolge des schlechten Wetter- die Ankunft des Kronprinzen mit seiner Braut, der Prinzessin Helene von Montenegro, verzögert. Paris, 20. October. Dem „Eclair" zufolge wird der Zar sofort nach seiner Rückkehr nach Petersburg einen Wechsel in dem Personal der Regierung vornehmen. Der Botschafter Baron Mohrenheim soll abberufen werden, weil er dem Zaren von der Reise nach Paris ab- gerathen habe. Gerüchtweise verlaute, Herr v. Giers sei zu seinem Nachfolger bestimmt. London, 20 October. „Morning Post" schlägt heute folgende Lösung der orientalischen Frage vor: Griechenland soll Creta und einige griechische Inseln erhalten, Deutschland einen seiner zahlreichen Fürsten zum König der .Helenen anwelden, Macedonien wird ein Fürstenthum wie Bulgarien, Constantinopel wird dem Sultan überlassen, aber die europäischen Mächte ernennen einen Fürsten, um die Stadt mit einem Theile Klein-AsienS zu verwalten, Frankreich erhält Helena und England setzt sich definitiv in Egypten fest. London, 20. October. Die „Times" setzt ihre Angriffe gegen die deutsche Presse fort. Deutschland, so führt das Blatt au«, wollte Frankreich und England in der Erwerbung von Colonien den Rang ablaufen, hat aber seit seinen Eroberungen von 1870 seine Ungeschicklichkeit als Emporkömmling noch nicht abstreifen können. Konstantinopel, 20. October. Nach Consularberichtea auS Kharput fanden in Eghin nach dem Eintreffen amtlicher türkischer Depeschen über geplante armenische Attentate in Konstantinopel seitens der Armenier MassacreS statt. 980 armenische Häuser wurden zerstört und geplündert, 2000 Armenier, darunter 50 Frauen und Kinder, getödtet und deren Leichen von den Soldaten in den Euphrat geworfen. Sodann wurden die Geistlichen von den Behörden gezwungen, eine von amtlicher türkischer Seite veröffentlichte Depesche ans Patriarchat zu richten, daß die Armenier die Massacres verschuldet hätten. In Alexaudrew verübten 700 Rekruten große Excesse und plünderten die Häuser. Ein französisches Kriegsschiff ist vou Creta zum Schutze der französischen Unterthanen nach Alexandrew abgegangen. Berlin, 21. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „DaSZusammentreffen des Besuchs des Kaisers von Rußland in Darmstadt und des Aufenthalts des deutschen Kaisers in Wiesbaden hat naturgemäß zu einer Begrüßung der beiden Monarchen geführt, welche frei von allem officiellen Ceremoniell lediglich den Character der Inti- rnltät bewahrt, wie das der traditionellen Freundschaft und den nahen verwandschastltchen Beziehungen der beiden Herrscher entspricht. Der offizielle Gegenbesuch unserer Majestäten bet den kaiserlichen Herrschaften in Rußland ist, wie wir hören, für den Beginn deS nächsten Sommers verabredet. Berlin, 21. October. Geheimrath Prof. Behring- Marburg hat sich mit Fräulein Elfe Spioola, Tochter bei Geheimrath Spinola, Director der königlichen Charitö verlobt. Berlin, 21. October. Gestern Abend fand eine so- cialisttsche Fraueu-Bersammlung statt, welche eine Protest-Resolution gegen das bürgerliche Gesetzbuch aunahm. Berlin, 21. October. Durch den Umstand der Verhaftung del Schlofierlehrlings Große und deffen Ge- ständniß von der Theilnahme an dem Morde gegen Justizrath Levy sowie durch seine Angabe, daß der Schreiber Bruno Werner der Anstifter sei, ist als sicher anzunehmen, daß letzterer die Messerstiche auf sein Opfer abgegeben hat. Danzig, 21. October. Bürgermeister Delbrück erhielt gestern seine Ernennung zum Mitglied del Herrenhauses. Graz, 21. October. In Heiligenblut, nächst dem Göfnltzfall, löste sich eine Felswand und zerschmetterte einen Theil deS Hochwaldes. Der Göfnitzer Alpenweg wurde verschüttet und einige Grundstücke vernichtet. Weitere Felsstürze werden befürchtet. H. Wiesbaden, 21. October. Das Kaiserpaar reiste um 10 Uhr nach Cronberg, woselbst eS um 11 Uhr 20 Min. ankam, von der Kaiserin Friedrich herzlichst begrüßt. Das Kaiserpaar fuhr nach Schloß FrtedrichShof. Dresden, 21. October. Die „Dresdener Reust. Nachr." melden: In Blasewttz hat sich der dort wohnhafte Schriftsteller Dr. Euleub urger sammt Frau und drei Kindern wegen Nahrungssorgen vergiftet. Cocefcs rrnd Provinzielle-, Gießen, den 21. October. ** Zur Bahaverstaatlichnug. Die Befürchtung, daß mit der Auflösung der Direction der Oberhesfischen Eisenbahnen und mit dem Uebergang dieser Bahnen in preußische Verwaltung unsere Stadt dadurch benachtheiligt würde, daß eine Anzahl von Beamten weniger hier ihren Wohnsitz erhalten, bewahrheitet sich nicht. Wir erfahren nämlich, daß die vier hier zu errichtenden Jnspectionen mit einem Personal von 200 Beamten, darunter 8 Ingenieure, besetzt werden. Die hier zu errichtende Maschinen Jnspection wird eine der größten mit in Deutschland werden. — Allerdings verlautet auch, daß das Bureau für die Oberhesfischen Nebenbahnen mit dem 1. April k. I. ausgelöft werden soll, womit natürlich auch eine Verminderung des Personals eintritt. •• bchuldienstaachrichieu. Am 26. September wurde der von dem Herrn Fürsten zu Ulenburg und Büdingen auf die erste Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Hain Gründau präsentirte Schulamtsaspirant Ludwig Metz aus Nordheim für diese Stelle bestätigt- an demselben Tage wurde der Lehrer am Realgymnasium und an der Realschule zu Mainz Georg Eck zum Lehrer an dem Schullehrerseminar zu Friedberg, unter Belassung in der Categorie der Volksschullehrer, mit Wirkung vom 16. October en, ernannt; an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Wilhelm Schäfer aus Trais-Münzenberg die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Selters übertragen- am 3. October wurde der Schul- amtsaspirant Samuel Joseph aus Lampertheim zum Lehrer an der erweiterten Do kSschule zu Wörrstadt, unter Belassung in der Categorie der Volksschullehrer, mit Wirkung vom 1. October an, ernannt- am 8. October wurde dem SchulamtSaspiranten Friedr'ch Rieß aus Neu-Bamberg die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Froschhausen übertragen. ** Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu DarSberg, Kreis Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinbuch, Kreis Elbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grasen zu Erbach-Fürstenau steht das Prä- sentationSrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule Bleichenbach, Kreis Büdingen, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bechenheim, Kr. Alzey, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendtenst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu RabertS- Hausen, Kreis Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mtt einer evangel. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenftelle an der Gemeindeschule zu GrieShe m, Kreis Darmstadt, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000 bis 1200 Mk. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- meindeschule zu Unter-Schönmattenwag, KreiS Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem kathol. Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Unter-Hambach, KreiS Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde, schule zu Gadern, KreiS Heppenheim, mit einem jährl. Ge- halte von 900 Mk ••H Stadttheater. Gestern Abend wurde OScar Blumenthal» jüngstes Werk, sein Lustspiel „Gräfin Fritzi" zur Aufführung gebracht. ES ist nicht unsere Aufgabe, den Gehalt deS Stücke» zu fonbiren, eS genüge zu constattren, baß einige mehr ober weniger geistreiche AphorrSmen über Liebe, Ehe unb Frauencharacter, einige Cauferien über bte gewöhn- ltche Meinung unb bte fertigen Urtheile in Bezug auf Bühnen- künstlertnnen in wirkungsvoller Form mit Zuhilfenahme alter, aus der Praxis erprobten Lacheffecte zu einem recht gefälligen Lustspiel vereinigt wurden. Die Handlung sei kurz wieder- gegeben. Die Gemahlin deS ungarischen Grafen Larah, eine frühere gefeierte Opernsängerin, wird dem Vorurtheil für Künstlerinnen zufolge in den von ihrem Gatten besuchten Clubs der fashionablen Welt mit dem Spottnamen „Gräfin Fritzi" benannt. Der Gras konnte sich nicht lange seines Eheglückes erfreuen, denn die immer umfangreicher werdenden Sticheleien und Anspielungen auf die frühere Stellung der Gräfin veranlaßten ihn eines Tages den frechsten der Beleidiger zu fordern, wobei wie gewöhnlich nicht der Geforderte, sondern der Graf der ungerechten Fügung zufolge, seinen Tod fand. Die Gräfin-Wittwe fiedelte nach Berlin über, wo fie in dem Hause deS Commerzieuraths Mainhard den Rechtsanwalt Opitz kennen lernte, welchen fie nach Verwerfung eines erst gefaßten EntschluffrS, wieder zur Bühne zurückzukehren, heirathet. Zwischendurch spielten al» Exterieurs die überaus wirkungsvoll-humoristischen Scenen des CommerzienrathS mit der Operettensängerin Zerline Grundel, und deffen Tochter Hedda mit ihrem Cousin Franz Helling. Gespielt wurde die Novität flott und mit verständnißvollem Eingehen aus die Pointen deS Stückes. Frl. Egger all „Gräfin Fritzi" fand den richtigen Impuls und entledigte sich ihrer Aufgabe mit Eleganz und Geschick. Der Cornmer- zienrath Mainhard deS Herrn Director Helm ließ an Natürlichkeit des eine letzte lebemännische Dummheit als „Schluß- punkt" suchenden lüsternen Alten nichts zu wünschen übrig. Scharf beobachtet und glücklich wiedergegeben war deffen mit viel begründetem Mißtrauen beanlagte Frau, durch Frau Helm. Die Tochter Hedda und ihr Neffe Franz Helling, als ausgemachter zukünftiger Mann, waren durch Fräulein Diener und Herrn Goldbach recht paffend besetzt. Lrtz lerer verkörperte den Gedanken des Autors, eine Art fin de giäole-Menschen zu schaffen, in gelungener Weise. Die Leistung des Herrn Peickner als Rechtsanwalt Opitz war erfreulich. Frl. De Ilmar als „Zerline Grundel" war auf dem richtigen Platze. Sie wußte ihre Rolle, außer feem Gesang, für welchen fie nicht disponirt schien, aufs Wirksamste zur Geltung zu bringen. Gleichwerthig war auch die Wiedergabe deS Cap.llmeisterS Ambrosius durch Herrn Schröder. Die übrigen Mitlvtrkenden vervollständigten das Gelingen einer guten Wiedergabe. Der lebhaft gespendete Beifall des gut besuchten Hause» mär' das erkennbare Zeichen allseitiger Befriedigung. ** Stadttheater. Herr Clemens Grün vom Frankfurter Stadttheater, der geniale Darsteller komischer Rollen, der ausgesprochene Liebling drö Frankfurter PubltkumS, gastirt am Donnerstag den 22. ds. im hiesigen Stadttheater. Herr Grün wird in den beiden Einactem „Erlauben Sie, gnädige Frau!" und „Taub muß er fein" zwei seiner besten Rollen spielen und außerdem eine seiner köstlichen Soloscenen, betitelt „Meine drei Töchter-, zur Darstellung bringen. Wir verfehlen deshalb nicht, auf den gebotenen Hochgenuß von Humor und Komik hinzuweisen und ganz besonders zu empfehlen. •* 3n einem ersten Vortrage, der am nächsten Freitag, Abends 8 Uhr in „Steins Garten" stattfindet, wird Herr Dr. Müller das Thema behandeln: Giebt es einen Gott? ES ist das die Grundfrage des Geistes, die jedem denkenden Menschen sofort aufsteigt, sobald er sich mit den großen Räthseln des Daseins und Lebens, mit dem „Woher, Wozu, Wohin?" der Welt und deS Menschen beschäftigt. Andererseits ist es der unheimliche Zweifel, der jedes religiöse Empfinden lähmt. Darum ist diese Frage wohl werth, aufgeworfen und beantwortet zu werden unb deS Interesses weitester Streife gewiß. Da bte Vorträge Dr. MüllerS immer in innerem Zusammenhang stehen, möchten wir alle Jnteres- firten — uno die Uninteresfirten noch mehr — darauf aufmerksam machen, doch auch gleich den ersten zu besuchen, der sich mit den grundlegenden Voraussetzungen für die weiteren beschäftigt. (Bezüglich dcS EntiäeS und des Vorverkaufs der Plätze stehe die Annonce.) ** Trinkt Kneipp-Malz Kaffee — Kochet mit Gas und — nehmt die Löffel mit! Dies war der Eindruck, unter welchem gestern gegen Abend einer unserer Berichterstatter den Leib'schen Saal verließ, in welchem vorher Frl. H oh tmann auS Hannover über die „Bedeutung des Kaffeegenusses in der Familie" einen Vortrag gehalten. Frl. Hohtmann gab, bevor fie auf daS buftei.be herzstärkende Thema einging, eine kurze Geschichte der E nsührung deS Bohnenkaffees in Deutschland und betonte dabei namentlich, daß sich die Einfuhr im Laufe deS letzten Jahrhunderts so vermehrt, daß jährlich auS Deutschland nahezu eine Viertelmilliarde Mark für Kaffeebohnen tnS Ausland gingen. Aber nicht nur für die deutschen Portemonnaies bedenklich wurde der ausländische Bohnenkaffee hingestellt, sondern in höherem Grade für die deutschen Nerven. Beides ist zu vermeiden, wenn sich die Hausfrauen — daß in Gießen auch viele Hausmänner Kaffee kochen, hat die Vortragende verschwiegen — entschließen würden, echt deutschen Kaffee, da» heißt die „Bohnen" der auf deutschen Fluren wild wachsenden Gerste, zur Bereitung des Getränkes zu benutzen. Die Firma Kathreiner, welche, wie wir gleich verrathrn wollen, die ganze Kaffeegesellschaft arranght hatte, benutzt zum Rösten deS heimischen ErzeugniffeS einen auS den im Ursprungslande werthlosen Umhüllungen der echten Bohnen bereiteten Extract, und so entsteht unter M schung von Vs Bohnenkaffee unb 3/s Malz kaffee ber heiße Trank, mit bem Frl. Hohtmann gestern ca. 300 Damen unb einige Herren bewirthete. Auf wirklich apetitliche Weise würbe ber mit Zuhilfenahme von Quickborner Wasser unb Gießener GaS auf ber Bühne in mehreren Kesseln zubereitete Kaffee nebst Zucker unb Gebäck servirt unb mit Wohlbehagen unb unter regem Austausch ber Meinungen Über bie beste Methobe — unb jebe Hausfrau kocht bekanntlich nach ber besten Methobe — getrunken. Die Wirkung, welche Kathreiners Malzkaffee herrief, äußerte sich balb in lebhafter Converfation unb führte ber KaffeeschmauS zu einem besonberS befriebigenben Abschluß, als Frl. Hohtmann die Gäste aufforberte, als Anbenken die Kaffeelöffelchen, wirklich zierliche Dinger ihrer Art, mitzunehmen, welcher liebenswürdigen Aufforderung natürlich allseits entsprochen wurde- eS soll sich in einigen Hausständen, die in ber glücklichen Lage waren, mehrere Vertreterinnen zur Kaffeeprobe zu ent» senben, ber Kaffeelöffelbestand erheblich vergrößert haben. Daß dieser Vortrag allgemeinen Beifall gefunden und dem Erzeugniß der Firma Kathreiner viele Freunde zugeführt hat, braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden. Gestern Abend noch und heute früh sollen sich die Lagerbestände einiger Malz- kaffeeverkäuser ganz bedeutend gelichtet, auch schon in Inter» esfirten Damenkreisen Beratungen stattgefunden haben über die Passendste Verwendung der nach Frl. HohtmannS Versicherung btt einer sechsköpfigen Familie jährlich zu erzielenden Ersparniß von 100 Mark. Bestimmte Beschlüsse sind unseres Wissens noch nicht gefaßt worden, — wir vermmhen aber sicher, egoistisch tote wir nun einmal find, daß diesmal die den Eheherrea zugedachten Weihnachtsgeschenke reichlicher wie sonst auSfallen. Wer also von unseren Hausvätern zu Weihnachten in seinen Erwartungen übertroffen wird, möge anstimmen das hohe Lied von Kathreiner» Kneipp-Malzkaffee! Kirtorf, 17. October. Nachdem bereits vor Kurzem ein h esiger Einwohner unter dem Verdacht eine» Meineids- verbrechens tn Untersuchungshaft abgeführt worden trat, schritt die Staatsanwaltschaft heute zur Verhaftung eine» weiteren hiesigen OrtSdürgerS. Im Zuiammenhang mit dieser Angelegenheit scheint der Selbstmord zweier anderer Einwohner zu stehen, die heute ihrem Lcben durch Erhängen ein Ende machten. .AlSf. Krsbl. nn. Darmstadt, 20. October. Anläßlich ber Ernennung Seiner Majestät deö Kaisers Nicolau» II. von Rußland zum ersten Inhaber der Großherzogl. Heff. Dragoner-Regiments Nr. 24 wurde die hiesige renommirte Uniformen« unb Militärcffccten- Fabrik (Inhaber Th eo b or von Lyncker) von Seiner Majestät beauftragt, bte ganze Equipirung für den Kaiser anzufertigen. Diesem ehrenvollen Auftrag entsprach die genannte Firma in vortrefflicher Weise innerhalb 24 Stunben unb hat Seine Majestät sich persönlich in höchst anerkennender Weise Über biete Leistung und die vortreffliche Arbeit ausgesprochen. □ Darmstadt, 20. October. In der Aula der Technischen Hochschule fand heute die akademische Feier der RectoratSÜbergabe von Geh. Hosrath Dr. Lepsins, Professor der Geologie, an den neugewählten Rector Berndt, Professor der Maschinenbaukunde, statt. Die Hochschule ist in der dreijährigen Amtszeit von Professor Lepfiu» um 440 Besucher und 24 Docenten gewachsen- die Gesarnmt- anforbeiung für Grund und Boden und neue Gebäude war rund drei Mill. Mk.- daS elecirottechnische Institut ist schon erweitert, beim Hauptgebäude steht dies unmittelbar bevor. — Die Namen der Skudirenden, die die Preisaufgaben gelöst, wurden bekannt gegeben- danach hielt Professor Berndt eine akademische Rede über die Entwickelung de» Locomotiv- baueß. Ben»heim, 18. October. In einem Zustande bei Nachtwandelns zog sich der Knecht eineß hiesigen Industriellen in vergangener Nacht gefährliche Verletzungen zu. Er erhob sich nach Mitternacht von feinem im zweiten Stockwerk befindlichen Nachtlager, öffnete das Fenster unb wollte durch dasselbe in unbekleidetem Zustande in den Hof htnabsteigen. Er hielt sich zunächst mit den Händen an der Fensterbank fest und suchte mtt den nackten Füßen eine Siützc. Dabei trat er daß Fenster im unteren Stocke ein, blieb mit den Füßen in den zerbrochenen Fensterscheiben hängen, Quß denen er sich schließlich mit arg zerschnittenen Füßen und Beinen befreien kannte. In diesem Zustande fand ihn heute Morgen fein Dienstherr, der den Bedauernß- werthen alßbaid in» hiesige Hospital verbringen ließ. Mainz. 19. October. Zur bevorstehenden Re ich Stag 1- wahl wollte bte beutsch-sociale Resormpanei hier eine öffentliche Versammlung abhalten. Die Partei war beSholb bet ber städtischen Verwaltung um Ueberlaffung ber Stadt- Halle eingekommen. Wie die „F. Z." vernimmt, hat die betr. Commission dem Gesuchsteller die Ueberlaffung der Stadthalle verweigert. Troß Geran, 19. October. Der unglücklicheJäger, der am Sarnsrag bei Gelegenheit einer Jagd in Dornhelm einen 14 jährigen Jungen erschaffen, hat sich auß Furcht vor Strafe erhängt. Dermifd?t€S» * Friedrichsdorf, 19. October. Ein gemeiner Stretch wurde einem hiesigen Arbeiter gespielt. Derselbe war im Besitz eines Frankfurter PferdelooseS. Am Tage der Ziehung erhielt er eine Depesche mit der LooSnummer unb ber Nachricht, baß er ein Reitpferd gewonnen habe und er baSselbe abholen solle. In großer Freube dampfte er nach Frankfurt, um dort bte bittere Erfahrung zu machen, daß er gefoppt worden war. Der noch obendrein zu Schaden gekommene Arbeiter sucht den ober bie Thäter zu ermitteln. • Köln, 19. October. Laut ber „Köln. volkSztg." b e- gnabi gte der Kaiser 14 wegen Zweikampf» zu dreimonatlicher Festungshaft verurtheilte Studirende der Aachener technischen Hochschule und der Bonner Universität zu achttägiger Haft. * Ein zwölfjähriger Räuber ist selbst in Berlin eine Seltenheit. Am Sonntag Mittag wollte auf dem Postamt 84 tn ber Krausenstraße eine Dame am Schalter eine Einzahlung machen und legte einen Hunbertmarkschein neben sich auf da» Schalterbrett, als plötzlich ein etwa zwölfjähriger Junge den Schein ergriff und damit verschwand, ehe eß den Nacheilenden möglich war, ihn zu ergreifen. • Baier und Sohu — im Weinkeller erstickt. Der Wirthschaftsbefitzer und Maurermeister Zach in Großengers- ■ res" Leichrll * a\; tt fie b ff* ;Ä: M i«i« I“ irl”! * «II li” nld -chn, ®lto* Untre M Sank fei “"6, ba6„ btriofl verdanke, t M Feine gerochen. (Bravo! sehr gut geiatjin. legenheitspause.) i (Stürmische- ®rahi rächen find, so fori in den M'jfr hoch * Kehr dl die Dienstag vor btm London von dortigen für einen caltsornisä feiner Fran wegen t die fie in Londoner ( worden «ar. Bride Der Richter, der sie mit drrlhlgtansend sofort hinterlegt n Sensation in Land Tastlt, da- californ erstellen. * Das Genttna die wir mit Jahrhu ein hundertjähriges Ä Wir bringen fji &W der Generals Mietet vorgesetzten 3 bet Worte in Zeile 4 t" M tritt Es Mitglieder wie früher der Micamente rc. c Mr ärztliche 5 nehmen, in dessen Be? . Ar Kasienmitgl Bejlrken wohnen uni ven Dr. Zinßer b Mit nachverzei erkrankter Mitglieder schlossen worden i Hit Herrn Dr. Qim fflr die Orte Gi berg, Wiestck, A ÜmtiDr. 9o(F| Orte (5 ™ v rrn Dr. Genc Wt ft? Rö Orte Ri »ä» ble D«e ® i*ä s tiM* e£11 Sonb. b|t die in s,, ,Nbt; ;r öaffkstz. ^Nchty «wft i« k!iihtt toorbtn trat M Dllhafturig eint» Z^mchng mlt 7?rb *tr 2£bin d°rch Erhävgea r .„aM ttrsbl. "läßlich der Eroeo- sers Nicolaus ll. T:oßhrrzogl.Hrjs. J'e dirst-r nnommittt ■ (Wir %btobot b*aat, bie ganze n- Dlelem ehrevdolleu 1 i° vortrefflicher Weise Majestät sich persönlich Wt Leistung und bie )a der Aula der Lech« kabcmische Frier der hosrath vr. LepsiuS, Wen Rector Ser nbt, tt. Die Hochschule ist Proseffor LepfiuS um vrchsen^ bie Gesammt« und neue Gebäude war mische Institut ist schon )ieS unmittelbar bevor. bie PreiSanfgaberr hielt Profeffor Beruht itiuni bei 2sev«M- thttt Zustande bei recht eines hirfigeu > jrliche Verletzungen von seinem im zweiten iffneie das Fenster und n Zustande in den hos mit den Händen an der in nackten Füßen eine im unteren Stocke ein, scheuen Fensterscheiben mit arg zerschnittenen In diesem Zustande ttx, der den Bedauert verbringen M stthenden Re-chSta r MonnpoTtti hier eine )i( $«rld M MW I.6..I-I1"«« bK ®" e !» vernimwt, W die ürderlaffung der ,nglüLliche2^U' in Dornhri« öorf hatte dieser Tage mit seinem nach dreijähriger mlli« -tärischer Dienstzeit eben erst in das Elternhaus zurück« gekehrten Sohne eine Arbeit im Weinkeller zu verrichten, von welcher Beide lange Zeit nicht zurückkehrten. Dies er« regte Besorgniß,- man forschte nach und fand Vater und Sohn als Leichen auf. Die Mostgährung, die im Keller herrschte, hatte fie betäubt, und unfähig geworden, sich selbst zu helfen, fanden fie den Tod. * Ans der Rheinpfalz wird gemeldet: Die Weinlese ist zum größten Theil vorüber. Seit Jahren ist der „Neue" nicht so sauer gewesen wie dies Jahr. Der BolkSmund hat den 96er Lt«Hung«Tschaug getauft. Der 94er, wie bekannt auch ein miuderwerthtger Wein, hatte den Namen „Wei«hei«Wei" erhalten. • einen geistreichen Trtnksprnch brachte ein biederer Landbürgermeifter im hintersten Odenwald auf dm Groß- Herzog von Baden aus. Bei einer Festlichkeit war er lange nicht dazu zu bringen, die unumgänglich nöthige Rede zu halten, weil ihm nichts Paffendes einfiel. Endlich hatte einer der Nebensitzenden einen Gedanken. Der Herr Bürgermeister, meinte er, möge daran erinnern, daß die diesjährige Ernte gut ausgefallen, daß Baden überhaupt ein gesegnetes Land fei und das badische Volk diese Zustände dem Groß« Herzog verdanke. Gesagt, gethan. Der Herr Bürgermeister rrbob sich: „Meine Herren, die Gerste ist dieses Jahr gut gerathen. (Bravo!) Jawohl, meine Herren, die Gerste ist sehr gut gerathen. (Erneutes Bravo und Heiterkeit, Ver- legenheitSpause.) Auch die Kartoffeln find sehr gut gerathen. (Stürmisches Bravo!) Und weil die Kartoffeln so gut ge- ratheu sind, so fordere ich Sie auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: -Ke. Königliche Hoheit der Großherzog lebe hoch!" v ♦ Mehr als vierzig Millionen Mark Cantion wurden am Dienstag vor dem Marlborough Street Polizeirichter in London von dortigen Firmen, darunter auch von Rothschild, für einen californischen Großkaufmann angeboten, der mit seiner Frau wegen verhältnihmäßig geringfügiger Diebstähle, die fie in Londoner Geschäften verübt haben sollten, verhaftet worden war. Beide Angeklagten betheuerten ihre Unschuld. Der Richter, der sie vor die Asfisen verwies, begnügte sich mit dreißigtansend Pfund Sterling als Sicherheit, welche sofort hinterlegt wurden. Der Vorfall hatte ungeheure Sensation in London hervorgeruien, da Mr. und Mrs. Eastle, das californische Ehepaar, sich eines tadellosen Rufes erfreuen. * DaS Centrnarium der Angstrohre. Heuer feiern wir, die wir mit Jahrhundertfeiern schon mehr als beglückt sind, ein hundertjähriges Jubiläum, daS wenigstens einmal ohne Denkmal, Festreden und Festessen verläuft. Es ist die Jahr- bundertfeirr der „Ofenröhre-, der „Angströhre", wie die Deutschen den Ch lind er nennen. Nicht gleich von Anfang an hatte der Cylinder, dieses heute so unentbehrliche Haupt« stück bei Besuchen, Prüfungen, überhaupt bet allen Hauptactionen, seine achtunggebietende Länge erhalten, 1796 unter de« Directorium erschien er zuerst auf einzelnen bevorzugten und modekühuen Häuptern. Die Merveilleux, wie man damals die Gigerl nannte, fanden die Sache in der That wundervoll. Und seitdem hat der Cylinder seinen SiegeSzug angetreten. In England, Frankreich, Belgien, Italien, Spanten und sonst, wo das romanische Element herrscht, muß Jeder, der sich für einen „anständigen" Menschen hält, mit Cylinder gehen- In Deutschland ist dieser Unfug glücklicher Weise noch nicht so eingeriffen. Sehr bemerkenSwerth ist bei den Negern die Vorliebe für den Cylinder,- dabei ist noch zu bemerken, daß die Herren Brüder von der schwarzen Seite die graue Farbe vorziehen. MvchlicheAnzeigen der evnng.Gemeinde. Donnerstag den 22. October, Nachmittags 4 Uhr, im Confirmandensaal (Neustadt 61): Vorbereitung für die Ktnderktrche. Donnerstag den 22. October, Abends 8 Uhr: Bibelftunde im Confirmandensaal (Neustadt 61). Eoang. Marcus, Cap. 4, 1 ff. Pfarrer vr. Grein. " Wö-kutltche lleberstchr der TodesWe tu ©teßen 42. Woche. Vom 11. October 618 17. October 1896. Einwohnerzahl: angenommm zu 23 000 (incl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeUSztffer: 15,82, nach Abzug der Ortsfremden 9,04 o/M. — _ _ Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tm vom Summa: 7 (3) 5 (2) 2 (1) KrebS 1 1 1. Lebensjahr: 2.-15. Iah: Lungenschwindsucht 2 (!) 2 (1) _ Gehirnerweichung 1 (1) 1 (1) - __ Gehirnschlagfluß 1 1 _ Gehirnentzündung 1 1 _ Angeborene Lebens- schwäche 1 (1) 1 (1) — . Anm Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, rote viele der Todesfälle m der betreffenden Krankheit auf von auSwäctS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Witterungsbericht vom 20. Oktober. Mit Ausnahme des äußersten Ostens und Südostens ist ganz Europa von einem hohen Deprefsionsgebtete bedeckt, das innerhalb seiner Grenzen eine sehr unregelmäßige Druckoertheilung zeigt. Thetl-Centren geringen Druckes sind über Ostbayern und dem Salzkammergut, am Südfuße der Alp n und vor der Rheinmündung zu erkennen. Die Witterung ist fast allenthalben trüb und regnerisch. große Regengüsse find in der Riviera und in der Süd-Schweiz gefallen (in Nizza 93 Mm., in Lugano 138 Mm.). beute Morgen bereits Schnee. Die Temperaturm find tm Rückgang begriffen. »orau»»chtliche »itimmtt Trübes, kühles, zeitweise unruhiges Wetter mit Niederschlägen. Sin Eapitel vo« der Seife. Wenn man das Paradoxon eines getstretchen ManneS, daß sich die Civilisation eines Volkes nach dessen SetfenverbrauL berechnen lasie, voll gelten lassen wollte, so müßte das deutsche Volk hyperctotltsirl sein. Wenn das reelle deutsche Fabricat nur die ausländische Concurrenz zu fürchten hätte, dann könnte es dem schließlichen Ausgange dieses Wettbewerbes mit Ruhe entgegensehen. Denn mehr und mehr ist man bet uns von der früheren Voreingenommenheit für Seifen und Parfümerien englischen und französischen Ursprungs zurückgekommen, nachdem die deutsche Seifenindustrte höchst erfreulich emporg,blüht ist. Wenn sie aber im eigenen Lande und darüber hinaus sich noch nicht diejenige Achtung errungen hat, die ihr gebührt, so liegt dies hauptsächlich an zwei Umständen. Mit dem Emporblühen dieser Industrie in Deutschland sind auch eine ganze Reihe ebscurer Firmen entstanden, auf deren Fabricate nicht einmal das otelberufene „Billig und schlecht" paßt, da sie nicht einmal den minimalen Betrag werth sind, zu dem sie ausgeboten werden. Die moderne Hygienie hat festgestellt, wie die Hautpflege des Menschen von der Seife, die er benutzt, abhängig ist. Diese Seifen aber, an denen die tönenden Namen, unter welchen sie in den Handel gebracht werden, und die Etiquettirung das Beste sind, während sie das große Publikum durch die Billigkeit des Preises anlocken, wirken durch b:e schlechten Rohstoffe, aus denen sie zusammengesetzt sind, dtrect schädlich und eS ist daher nicht genug vor ihnen zu warnen. Daher hat sich denn auch naturgemäß seit Langem im großen Publikum daS Bedürfniß nach einer Seife geltend gemacht, die einmal in ihrer Qualität allen an eine gute Totletteseife zu stellenden hygienischen Anforderungen genügt, bann aber auch in ihrem Preise so billig und preiswerth ist, raß ihr allein schon daraus eine Massenverbreitung prognostictrt werden darf. Es ist dieS Thieracks hygienische Fettsetse No. 690, eine aus feinsten Rohmaterialien mit aller Sorgfalt hergestellte Seife, vollständig neutral, sehr fpa.sam tm Verbrauch und deshalb — bei einem Preise von 25 Pfg. pro Stück — billiger wie die vielfach verwendeten Cocossetfen, die sich in der Regel schnell verwaschen. Die beste Empfehlung für diese Seife aber ist das Gutachten, welches der bekannte vereidete Gertchtschemiker Dr. C. Bischof in Berlin unter dem 2. September v. I. über dtefelbe abgegeben hat. Dasselbe lautet: „Nach Analyse und physikalischer Beschaffenheit liegt in Thieracks hygienischer Fettsetse Nr. 690 eine vortreffliche, völlig neutrale, reine Kernseife vor, die alle Anforderungen an Toiletten- Seifcn bester Qualität erfüllt." Nach alledem ist es begretfl'ch, daß Thieracks hygienische Fettsetse No. 690 in kurzer Zeit sich die Gunst namentlich auch der Damenwelr erworben hat. Denn in ihr liegt ein Product vor, auf welches mit Fug und Recht das Urtheil angewandt werden darf: Billig und gut! Rud. Stockvts. [9344 KnnClt-AllQQtpllnnn im Thurmhaus am Brand H.UUM AUtoieilUny, geöffnet täglich, mit Ausnahme des Samstags, von 11 ms 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntag- ununterbrochen von 11 bts » Uhr. - Eintrittspreis für Ntchtmttglteder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Mieth-Gesuche zu haben Cafe Ebel. Mit Mit Mit Mit 9335 billigst bet 9340 Mit Mit Mit Mit «HBSblirteS Zimmer zu vermietben. «Vl- 9200] Grünbergeryraße 31. 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